{"id":38440,"date":"2017-05-26T08:54:45","date_gmt":"2017-05-26T06:54:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440"},"modified":"2017-05-26T08:54:45","modified_gmt":"2017-05-26T06:54:45","slug":"hinweise-des-tages-2882","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h01\">Merkel und Obama als &bdquo;Botschafter f&uuml;r Frieden und Abr&uuml;stung&ldquo; auf dem evangelischen Kirchentag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h02\">NATO-Gipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h03\">IWF, Zypries, Sch&auml;uble: Kann Politik wirklich (fast) nichts f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne tun?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h04\">Was bringt die einseitige Exportorientierung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h05\">Emmanuel Macron und die deutsche Krankheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h06\">GROKO &agrave; la fran&ccedil;aise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h07\">Die endlose Spirale der Troika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h08\">Gesetzentwurf zur Autobahnprivatisierung liegt vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h09\">Bundesregierung liefert Betriebsrenten den Aktienm&auml;rkten aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h10\">Es gibt im Bundestag eine Mehrheit f&uuml;r das R&uuml;ckkehrrecht von Teil- auf Vollzeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h11\">Jede Menge Action<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h12\">S&uuml;damerika: Die neoliberale Reconquista<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h13\">Macron: Woher kam das Geld f&uuml;r den Wahlkampf?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h14\">Quo vadis, SPD? Regierung ist Mist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38440#h15\">Die Partei, die Partei, die war immer rechts?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Merkel und Obama als &bdquo;Botschafter f&uuml;r Frieden und Abr&uuml;stung&ldquo; auf dem evangelischen Kirchentag<\/strong><br>\nEs war schon wichtig, die beiden herausragenden Vertreter der &bdquo;westlichen Wertegemeinschaft&ldquo; auf dem Kirchentag beim Heucheln zu erleben.<br>\nZun&auml;chst Merkel: Die Kanzlerin, die den R&uuml;stungsetat gerade um acht Prozent erh&ouml;ht hat, um Donald Trump zu Diensten zu sein erkl&auml;rt, Abr&uuml;stung bleibe auf der Tagesordnung. Man traut seinen Ohren nicht, wenn man das h&ouml;rt. Aber wir wissen ja, dass Merkel, die den Irakkrieg Bushs unterst&uuml;tzte, noch vor kurzem vor der Bundespressekonferenz log: &bdquo;Ich habe nie einen Krieg unterst&uuml;tzt.&ldquo;<br>\nGespannt durfte man sein, was Obama zum Drohnenkrieg sagen w&uuml;rde: &bdquo;Manchmal haben meine Entscheidungen zum Tod von Zivilisten gef&uuml;hrt, weil es Fehler gab. Aber es gab keine anderen Wege, um an Terroristen zu kommen. Deshalb haben wir versucht ein enges Rechtssystem aufzubauen. Drohnen selbst sind nicht das Problem, das Problem ist der Krieg.&rdquo; So ist das also. Dass der Drohnenkrieg v&ouml;lkerrechtswidrig ist und die christliche Kanzlerin zul&auml;sst, dass er auch von deutschem Boden aus gef&uuml;hrt wird &ndash; kein Thema.<br>\nNoch interessanter, um das Ausma&szlig; der Heuchelei zu belegen, ist aber folgender Satz von Obama: &bdquo;Wenn wir Leben so geringsch&auml;tzen wie unsere Gegner, verlieren wir.&ldquo; Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben die USA Millionen Tote zu verantworten (Sch&auml;tzungen schwanken zwischen 6 und 30 Millionen) und zahllose Kriege gef&uuml;hrt. W&uuml;rden sie einen Bruchteil ihres Reichtums, das hei&szlig;t ihrer Milit&auml;rausgaben, zur Bek&auml;mpfung von Hunger und Krankheit in der Welt einsetzen, k&ouml;nnten sie das Leben von Millionen Menschen retten. Zur Erinnerung: alle f&uuml;nf Sekunden stirbt ein Kind.<br>\nDie Geschichte der USA nach dem Zweiten Weltkrieg ist ein einziger Beweis daf&uuml;r, dass die meisten ihrer verantwortlichen Politiker das Leben geringer gesch&auml;tzt haben als ihre vermeintlichen Gegner. Unvergessen ist die Antwort der in der &bdquo;westlichen Wertegemeinschaft&ldquo; nach wie vor gesch&auml;tzten ehemaligen Au&szlig;enministerin Madeleine Albright auf die Frage, ob es notwendig war, durch Boykott von Medikamenten und Nahrungsmitteln den Tod von 500.000 Kindern im Irak zu verantworten: &bdquo;Ich glaube, das ist eine sehr schwere Entscheidung, aber der Preis &ndash; wir glauben, es ist den Preis wert.&rdquo;<br>\nVielleicht sollte man die evangelische Kirche an zwei christliche Gebote erinnern: &bdquo;Du sollst nicht t&ouml;ten&ldquo; und an die noch radikalere Forderung, die im Mittelpunkt jeder Rede Helmut Gollwitzers auf den Friedenskundgebungen stand: &bdquo;Liebet eure Feinde&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1426554280739368\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p>dazu: <strong>Evangelischer Kirchentag: &ldquo;Mutti Merkel&rdquo; landet einen Br&uuml;ller!<\/strong><br>\nHeute auf dem Evangelischen Kirchentag: die Kanzlerin sitzt mit Obama (I have a drone) auf dem Podium und schl&auml;gt &ldquo;eine historische Br&uuml;cke&rdquo; davon berichtend, dass nicht nur die Reformation 500 Jahre her sei, sondern ja auch kurz vorher Kolumbus nach Amerika gelangt sei. Dann landet sie den Kracher: &ldquo;damals begannen unsere guten Beziehungen mit Amerika&rdquo;. Was wohl die indigenen V&ouml;lker Amerikas dazu sagen? Auf einem Bild aus de_Las_Casas&acute;Werk werden ihre Vorfahren gerade &bdquo;ger&auml;uchert&ldquo; und ihre Kinder an der Wand zerschmettert!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wipokuli.wordpress.com\/2017\/05\/25\/evangelischer-kirchentag-mutti-merkel-landet-einen-brueller\/\">WiPoKuLi<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehr lesenswert.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Gegen die Aufr&uuml;stungsspirale: In den Frieden investieren &ndash; nicht in Waffen<\/strong><br>\nUm staatliche Gewalt und Terror zu bek&auml;mpfen, braucht die Welt eine neue Friedenspolitik. Dazu geh&ouml;rt auch, den amerikanischen Drohnenkrieg einzud&auml;mmen. Der Einsatz der T&ouml;tungsmaschinen sch&uuml;rt politische Illusionen.<br>\nEin Gastbeitrag von Martin Schulz<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/martin-schulz-plaediert-fuer-eine-neue-friedenspolitik-gastbeitrag-a-1149149.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wieso bedarf es einer &ldquo;neuen&rdquo; Friedenspolitik? Sinnvoll ist eine Friedenspolitik generell. Sind die R&uuml;stungsexporte in der Gabriel-Zeit (und nun Frau Zypries) als Bundeswirtschaftsminister(in) wirklich so transparent und restriktiv (gewesen)? Sind nicht vielmehr die Exporte insbesondere von Kleinwaffen auch in Krisenregionen gestiegen? Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37641\">Ein &bdquo;Teufelskreis von Aufr&uuml;stung, Militarisierung und Repression&ldquo;<\/a>. Ein von Schulz gew&uuml;nschtes &ldquo;grunds&auml;tzliches Verbot des Kleinwaffenexportes in Drittstaaten au&szlig;erhalb von EU, Nato und vergleichbare L&auml;nder&rdquo; k&ouml;nnte vor allem durch NATO-Partner unterlaufen werden &ndash; wie solche Gesch&auml;fte wohl &uuml;blicherweise ablaufen.<br>\nLeider erw&auml;hnt Schulz im Zusammenhang mit den Drohneneins&auml;tzen mit keinem Wort die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36093\">Bedeutung der US-Airbase Ramstein im globalen US-Drohnenkrieg<\/a>. Es bleibt leider weiterhin ein Scherz: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37653\">Schulz will Ramstein schlie&szlig;en. &ndash; Der Tiger lebt, und er setzt zum Sprung an!<\/a><br>\nUnd weshalb fordert Schulz lediglich eine &ldquo;gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU&rdquo;? W&auml;re es nicht viel sinnvoller, insbesondere Russland in ein Konzept des Friedens mit einzubeziehen?<br>\nAbschlie&szlig;end: Hat sich die EU &ndash; wie es Schulz als These formuliert &ndash; bez&uuml;glich von Sicherheit und des &ldquo;internationale Terrorismus&rdquo; lediglich auf sich selbst bezogen? Haben die EU oder zumindest einige ihrer Mitgliedsstaaten nicht aktiv die Gefahren erh&ouml;ht &ndash; z.B. durch offensichtlich nicht oder zu wenig durchdachte Umst&uuml;rze\/Kriege u.a. in Jugoslawien, Irak und Libyen? Kann die EU &ndash; trotz der Verleihung des Friedennobelpreises &ndash; heute &uuml;berhaupt noch als Friedensprojekt bezeichnet werden? Und was meint Schulz in diesem Kontext eigentlich genau, wenn er schreibt &ldquo;nur mit mehr Selbstbewusstsein, mit mehr Mut und mit einem glasklaren Bekenntnis zu den eigenen Werten&rdquo; k&ouml;nne die EU zu einer &ldquo;globalen Friedensmacht&rdquo; werden?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>NATO-Gipfel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nato-Staaten gehen auf Trumps Forderung ein<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump will, dass die anderen Nato-Mitglieder sich st&auml;rker an den Milit&auml;rkosten beteiligen. Die signalisieren kurz vor dem Gipfel nun ein Einlenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/verteidigung-budget-militaer-donald-trump-nato\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das &ldquo;Einlenken&rdquo; erfolgt seitens der Schutzpatronin der Auslands-&ldquo;Verteidigung&rdquo; (in Afghanistan, Mali und anderswo), Merkel, und der Schutzpatronin der deutschen R&uuml;stungsindustrie, von der Leyen, bestimmt nur unter gr&ouml;&szlig;ten Qualen, weil man das Geld doch lieber f&uuml;r Bildung und Soziales in Deutschland ausgeben w&uuml;rde. Oder so &auml;hnlich. Hier wird doch Widerstreben gegen diesen Irrsinn nicht einmal simuliert.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Mehr Geld f&uuml;r die R&uuml;stung?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170526_Stuttmann.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170526_Stuttmann_s.gif\" alt=\"NATO Trump\" title=\"NATO Trump\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6392\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Es ist eine seltsame Logik, einfach Geld zu fordern&rdquo;<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump ist in Br&uuml;ssel eingetroffen, wo er heute zum ersten Mal an einem NATO-Gipfel teilnimmt. Es wird erwartet, dass er ein st&auml;rkeres finanzielles Engagement der Mitgliedsl&auml;nder einfordert. Der Friedensforscher G&ouml;tz Neuneck lehnt eine pauschale Anhebung der R&uuml;stungsausgaben ab. Er sagte im DLF, es sei wichtiger, eine Strategie und Einigung mit Moskau zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/natogipfel-es-ist-eine-seltsame-logik-einfach-geld-zu.2016.de.html?dram:article_id=387056\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Nato will sich der Anti-IS-Koalition anschlie&szlig;en<\/strong><br>\nWie einem Reuters-Bericht aus Br&uuml;ssel zu entnehmen ist, mussten Frankreich und Deutschland &uuml;berzeugt werden. Vier hochrangige Diplomaten, auf die sich der Bericht als namentlich ungenannte Quellen beruft, w&uuml;rden darauf bestehen , dass der Beschluss, der am Mittwoch &ldquo;vom Nordatlantikrat&rdquo; getroffen wurde (FAZ), &ldquo;rein symbolisch&rdquo; sei. Doch wird diese Aussage in einem Zitat einer Quelle relativiert:\n<blockquote><p>Die Frage ist, ob dies nur eine symbolische Geste gegen&uuml;ber den USA ist. Frankreich und Deutschland sind davon &uuml;berzeugt.<br>\nUngenannte diplomatische Quelle, Reuters<\/p><\/blockquote>\n<p>Zitiert wird zudem der amerikanische Au&szlig;enminister Rex Tillerson, der den Beitritt der Nato zur US-gef&uuml;hrten Anti-IS-Koalition als wichtigen Schritt bezeichnet. Er spricht davon, dass die Nato damit ein formelles Mitglied wird und dass sich noch einige L&auml;nder im Prozess des Nachdenkens bef&auml;nden. Details habe er nicht verraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nato-will-sich-der-Anti-IS-Koalition-anschliessen-3725492.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>IWF, Zypries, Sch&auml;uble: Kann Politik wirklich (fast) nichts f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne tun?<\/strong><br>\nDie enormen deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse sind ein Problem. Das spricht sich langsam auch in Kreisen herum, denen man das bis dato gar nicht zugetraut h&auml;tte. Kommen aber kr&auml;ftige Lohnerh&ouml;hungen als die wohl wichtigste Ma&szlig;nahme zur Senkung der &Uuml;bersch&uuml;sse zur Sprache, beginnt das intellektuelle H&uuml;steln.<br>\nMitte Mai ver&ouml;ffentlichte der Internationale W&auml;hrungsfonds Politikempfehlungen f&uuml;r Deutschland. Kernaussage: Deutschland brauche h&ouml;here L&ouml;hne und gr&ouml;&szlig;ere &ouml;ffentliche Investitionen &ndash; auch, weil die deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse (Leistungsbilanz&uuml;berschuss 2016: 8,3 Prozent) ein betr&auml;chtliches Problem darstellten. So weit, so richtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/2064\">annotazioni<\/a>\n<p>dazu: <strong>L&ouml;hne in Deutschland: Geringverdiener schlie&szlig;en zur Mitte auf &ndash; aber die Spitze zieht davon<\/strong><br>\nJahrelang mussten Geringverdiener Einbu&szlig;en hinnehmen, inzwischen wachsen ihre Stundenl&ouml;hne. Laut einer neuen Studie verbuchen auch Besserverdiener ein deutliches Plus. Die schlechte Nachricht: Mittlere Lohngruppen stagnieren. [&hellip;]<br>\nAm geringsten profitiert von den Lohnzuw&auml;chsen seit 2012 haben vor allem mittlere Einkommen. Bis 2015 stiegen sie pro Jahr um gerade einmal 0,7 Prozent. Diese leichten Zuw&auml;chse reichen gerade einmal aus, um Verluste der Jahre davor zu kompensieren. Von 1995 bis 2015 lag die j&auml;hrliche Wachstumsrate mittlerer Einkommen im Schnitt bei null Prozent. Insgesamt gelte nach wie vor, &ldquo;dass es &uuml;ber die letzten 20 Jahre hinweg nur in h&ouml;heren Lohngruppen Reallohnzuw&auml;chse gab&rdquo;, sagt Studienautor Alexander Kritikos laut DIW.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/lohnentwicklung-diw-studie-geringverdiener-holen-auf-reiche-enteilen-a-1149088.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Von 1995 bis 2015 lag die j&auml;hrliche Wachstumsrate mittlerer Einkommen im Schnitt bei null Prozent.&rdquo; In zwanzig Jahren. Ein eindeutiges Ergebnis. Aber die Bundesregierung kann nichts daran machen, und die &uuml;berhohe Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Industrie ist vom Himmel gefallen. Umgekehrt muss man aber feststellen, dass die Bundesregierung das demokratische Mandat der W&auml;hler f&uuml;r diese Lohnsenkungspolitik hat und diese Politik in leichten Variationen immer und immer wieder gew&auml;hlt wird von denen, die unter ihr leiden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Was bringt die einseitige Exportorientierung?<\/strong><br>\nIn vielen wirtschaftspolitischen Debatten taucht der Glaubenssatz auf, volkswirtschaftlicher Erfolg w&auml;re gleichzusetzen mit Exportzuw&auml;chsen. Deshalb g&auml;lte es die Exportorientierung zu st&auml;rken &ndash; notfalls auch gegen die &ouml;konomischen Interessen der Mehrheit. Diese &bdquo;Logik&ldquo; funktioniert jedoch nur so lange wirtschaftliche Zusammenh&auml;nge au&szlig;er Acht gelassen werden. F&uuml;r eine gut funktionierende Wirtschaft ist n&auml;mlich die gesamtwirtschaftliche Nachfrage entscheidend, nicht nur der Export. Da 2016 von 10 Euro aber fast 9 im EU-Binnenmarkt lukriert wurden und nur gut 1 Euro im Export, w&auml;re eine koordinierte Steigerung der Binnennachfrage sehr viel lohnender als die ein&auml;ugige Exportorientierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/was-bringt-die-einseitige-exportorientierung\/\">Blog Arbeit und Wirtschaft<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>EU-Wirtschaft: Deutschlands Rolle muss sich &auml;ndern!<\/strong><br>\nAus makro&ouml;konomischer Sicht ist Deutschlands momentane Rolle durchaus problematisch. Schlie&szlig;lich produziert Deutschland Jahr f&uuml;r Jahr viel mehr, als es verbraucht und h&auml;uft riesige Export&uuml;bersch&uuml;sse an. Die EU-Kommission fordert Deutschland zu recht auf, die &ouml;ffentlichen Investitionen auf allen Ebenen auszuweiten und die Binnennachfrage zu st&auml;rken. [&hellip;]<br>\nDoch es gibt auch kontraproduktive Empfehlungen: Mehr Wettbewerb im Dienstleistungssektor, beispielsweise, w&uuml;rde nur zu noch mehr Druck auf die L&ouml;hne und am Ende zu einer Schw&auml;chung der Binnennachfrage f&uuml;hren. Auch die implizite Kommissions-Forderung nach einer F&ouml;rderung von Investitionen durch niedrigere Unternehmenssteuern ist falsch. Schlie&szlig;lich schwimmen die deutschen Unternehmen bereits heute im Geld und h&auml;ufen gigantische Ersparnisse an, die den Leistungsbilanz&uuml;berschuss antreiben (siehe blaue S&auml;ule in der Grafik). Schon fr&uuml;here Reformen haben gezeigt: Steuersenkungen f&ouml;rdern Profite, nicht Investitionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++57b0e9fc-4074-11e7-a37b-525400e5a74a\">DGB Klartext<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Emmanuel Macron und die deutsche Krankheit<\/strong><br>\nDer Euro ist instabil, weil sich L&ouml;hne und Inflationsraten in den Eurol&auml;ndern ungleich entwickeln, sagt eine neue Studie &ndash; und gibt Deutschland die Schuld am Krisenmodus. Zu Recht. [&hellip;]<br>\nEs geht nicht darum, den deutschen Steuerzahler f&uuml;r ausl&auml;ndische Schuldenmacher bluten zu lassen. Entscheidend wird vielmehr, ob die Deutschen die Fehlsteuerung im eigenen Land angehen. Die Instabilit&auml;t des Eurosystems geht auf die ungleiche Entwicklung von L&ouml;hnen und Inflation zur&uuml;ck. Das belegt eine neue Studie der EU-Denkfabrik Bruegel. Darin zeigen die Autoren, dass es die Deutschen sind, die in Euroland die zentrale Regel einer W&auml;hrungsunion fortw&auml;hrend brechen, die Einhaltung des gemeinsamen Inflationsziels. Um dies zu halten, m&uuml;ssten die L&ouml;hne in dem Ma&szlig;e steigen, wie auch die Produktivit&auml;t zunimmt, also der Produktionswert pro Arbeitsstunde, plus den von der EZB vorgegebenen knapp zwei Prozent Geldentwertung.<br>\nDaran haben sich die Franzosen gehalten. In Deutschland dagegen sind L&ouml;hne und Geh&auml;lter seit dem Start des Euro durchweg langsamer gestiegen als die Produktivit&auml;t. Die Tarifflucht der Unternehmen und die Hartz-Reformen dr&uuml;ckten das Lohngef&uuml;ge gewaltig. Am h&auml;rtesten traf das die unteren 40 Prozent der Lohnbezieher. Deren reale Stundenl&ouml;hne waren 2015 niedriger als 20 Jahre zuvor. Ein erheblicher Teil der Bev&ouml;lkerung hat keinen Anteil mehr am wirtschaftlichen Fortschritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/die-zukunft-des-euro-emmanuel-macron-und-die-deutsche-krankheit\/19845558.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>GROKO &agrave; la fran&ccedil;aise<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident hat seine Regierungsmannschaft zusammengestellt. Die Zusammensetzung der Ministerriege l&auml;sst einige R&uuml;ckschl&uuml;sse auf den zuk&uuml;nftigen Kurs und das sozialpolitische Profil der neuen Regierung in Paris zu.<br>\nEinschr&auml;nkend muss man allerdings festhalten, dass das Kabinett sich nach der Wahl zur Nationalversammlung (11. und 18. Juni) schon wieder &auml;ndern k&ouml;nnte. Dann n&auml;mlich, wenn Macron keine Mehrheit der Abgeordneten hinter sich bekommt. Er w&auml;re dann zur Kohabitation gezwungen und m&uuml;sste neben programmatischen Kompromissen auch personelle Zugest&auml;ndnisse machen. Das kann so weit gehen, dass er einen Premierminister ernennen muss, der ihm eine Parlamentsmehrheit anderer politischer Couleur diktiert.<br>\nDerzeit ist noch v&ouml;llig offen, wie die Wahlen zur Nationalversammlung ausgehen. Fest steht auf alle F&auml;lle, dass es f&uuml;r Macron nicht so leicht wird, wie bei der Pr&auml;sidentschaftswahl, bei der mehr als die H&auml;lfte seiner W&auml;hler nur deshalb f&uuml;r ihn gestimmt haben, weil sie LePen verhindern wollten.<br>\nVor diesem Hintergrund ist klar, dass die Zusammensetzung der Regierung ihrerseits f&uuml;r den Wahlkampf genutzt wird. So wird die Hofberichterstattung der gro&szlig;en Medien in Paris nicht m&uuml;de, immer wieder zu verk&uuml;nden, wie jung, dynamisch und innovativ der Neue sei. &Uuml;bertroffen werden sie davon nur noch von ihren deutschen Kollegen. So erfahren wir z.B. unter dem Titel &bdquo;Der Jupiter unter den Pr&auml;sidenten&ldquo; in tagesschau online:\n<blockquote><p>&bdquo;Seine geliebte Gro&szlig;mutter nannte den jungen Macron &sbquo;L&lsquo; Elu&lsquo; &ndash; den Auserw&auml;hlten.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Ein Monument kritischen Qualit&auml;tsjournalismus! Dabei hat unser Erl&ouml;ser nicht mehr getan, als das deutsche Modell der gro&szlig;en Koalition abzukupfern. Am deutschen Wesen soll jetzt Frankreich genesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/05\/groko-la-francaise\/\">Makroskop<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die endlose Spirale der Troika<\/strong><br>\nGriechenland: Das erneute Scheitern der Eurogruppe-Verhandlungen bringt neue Forderungen der Kreditgeber; Sch&auml;uble h&auml;lt auf Strenge<br>\nKaum hat die griechische Regierung in der vergangenen Woche im Eilverfahren ein knapp 950 Seiten umfassendes Gesetzespaket durch das griechische Parlament gepeitscht, werden nach dem erneuten Scheitern der Verhandlungen bei der Eurogruppe vom Montag seitens der Kreditgeber neue Forderungen gestellt.<br>\nDie Auszahlung der seit mehr als einem Jahr ausstehenden Tranche des dritten Kreditvertrags der gemeinhin Troika genannten internationalen Kreditgeber steht somit weiterhin aus. Im Statement der Eurogruppe werden die Anfang Mai mit Griechenland vereinbarten Schuldenerleichterungen zwar erw&auml;hnt, die Aussagen bleiben jedoch vage.<br>\nNun wird das bereits mehrfach durchexerzierte Spiel endloser Verhandlungen mit dem Ziel, im Juni zu einer Einigung zu kommen, fortgesetzt. Die Verhandlungen der Eurogruppe scheiterten, weil der Internationale W&auml;hrungsfonds auf Ma&szlig;nahmen zur Erleichterung der Schuldenlast pocht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-endlose-Spirale-der-Troika-3723874.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>50 Jahre Knechtschaft<\/strong><br>\nH&auml;tte man ein solches Kaputtsparprogramm den Deutschen zugemutet, dann w&auml;re Sch&auml;uble l&auml;ngst weg vom Fenster. Doch es kommt noch doller: Um den IWF gn&auml;dig zu stimmen, will die Eurogruppe Griechenland zwingen, bis 2060 Jahr f&uuml;r Jahr hohe Budget&uuml;bersch&uuml;sse zu erzielen. So soll die Schuldenlast gedr&uuml;ckt werden &ndash; wenigstens auf dem Papier. In der Praxis bedeutet dies aber eine 50-j&auml;hrige Knechtschaft. Die Schuldenkrise, die 2010 begann, wird noch Generationen plagen. Und das nur, weil Sch&auml;uble Finanzminister ist. H&ouml;chste Zeit, dass er abdankt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Schaeuble-und-Griechenland\/!5403119\/\">Eric Bonse in der taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das Ganze nur, um die Bundestagswahl 2017 wieder gewinnen zu k&ouml;nnen, bevor die Situation in Griechenland explodiert (oder implodiert?). Aber einen Satz w&uuml;rde ich nicht unterschreiben: &ldquo;H&auml;tte man ein solches Kaputtsparprogramm den Deutschen zugemutet, dann w&auml;re Sch&auml;uble l&auml;ngst weg vom Fenster.&rdquo; Nicht in Deutschland. Die w&auml;hlen weiterhin mit gro&szlig;er Mehrheit die Hartz-IV- und Kaputtsparparteien, und Sch&auml;uble ist durchgehend einer der drei beliebtesten Politiker.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist in der Tat eine Schande f&uuml;r ein demokratisches Europa, dass dieser Mann in seinem blinden Dogmatismus die Macht hat, eine ganze Nation zu verelenden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gesetzentwurf zur Autobahnprivatisierung liegt vor<\/strong><br>\nDer Gesetzesentwurf zur Autobahnprivatisierung liegt vor. In den letzten Wochen hatte der Gesetzesentwurf und die an ihm geplanten &Auml;nderungen viel Aufsehen erregt. Allen voran die SPD propagierte, sie wolle die Autobahnprivatisierung mit allen Kr&auml;ften verhindern. Der nun vorliegende Gesetzesentwurf entlarvt jedoch die Gro&szlig;e Koalition und das, was viele weiterhin bef&uuml;rchten hatten: Die Autobahnen sollen privatisiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/gesetzentwurf-zur-autobahnprivatisierung-liegt-vor\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bundesregierung liefert Betriebsrenten den Aktienm&auml;rkten aus<\/strong><br>\n&bdquo;Die neue Betriebsrente &sbquo;Sozialpartnermodell&lsquo; entl&auml;sst die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen komplett aus der Verantwortung f&uuml;r die Alterssicherung und schickt die Besch&auml;ftigten auf eine Reise ins Ungewisse&ldquo;, kommentiert Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die Verabschiedung des sogenannten &sbquo;Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetzes&lsquo; durch das Bundeskabinett. Birkwald weiter: &bdquo;Die von der Bundesregierung heute beschlossene &sbquo;reine Beitragszusage&lsquo; ohne jegliche Garantien wird dazu f&uuml;hren, dass die Besch&auml;ftigten zuk&uuml;nftig &uuml;ber noch mehr Entgeltumwandlung auf Lohn verzichten und damit ihre gesetzliche Rente und die aller k&uuml;nftigen Rentner und Rentnerinnen k&uuml;rzen. Gleichzeitig werden sie am Ende ihres Berufslebens nicht wissen, mit wieviel Betriebsrente sie rechnen k&ouml;nnen. Ein Gro&szlig;teil ihres Geldes wird zuk&uuml;nftig hochriskant an den Aktienm&auml;rkten angelegt werden. L&auml;uft es schlecht, m&uuml;ssen laufende Renten gek&uuml;rzt werden. Die Arbeitgeber &uuml;bernehmen keinerlei Haftung und keinerlei Verantwortung mehr.<br>\nDas Kapitalmarktrisiko wird mit einem Handstreich allein auf die Besch&auml;ftigten &uuml;bertragen. Das ist Rentenroulette und keine Vertrauen schaffende Rentenpolitik. Die &sbquo;Zielrente&lsquo; ist in Wirklichkeit eine Pokerrente! Die darf es nicht geben, denn sie hat nichts mit verl&auml;sslicher Alterssicherung zu tun, und das verdient den Namen betriebliche Altersversorgung nicht. Ich rufe die Gewerkschaften auf, dieses Spiel nicht mitzumachen und gemeinsam mit der LINKEN f&uuml;r die R&uuml;ckkehr zu einem lebensstandardsichernden Rentenniveau von 53 Prozent zu k&auml;mpfen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-liefert-betriebsrenten-den-aktienmaerkten-aus\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p>dazu: <strong>Union und SPD beschlie&szlig;en Reform der Betriebsrente<\/strong><br>\nDie betriebliche Altersvorsorge wird neu geregelt. Unternehmen m&uuml;ssen k&uuml;nftig nicht mehr Betriebsrenten in einer bestimmten H&ouml;he garantieren. Stattdessen soll eine Zusage &uuml;ber die H&ouml;he der Beitr&auml;ge reichen.<br>\nDie schwarz-rote Koalition hat sich nach langen Verhandlungen auf eine Reform der Betriebsrente geeinigt. Dadurch soll wieder mehr Besch&auml;ftigten eine Betriebsrente angeboten werden k&ouml;nnen.<br>\nDerzeit erwerben rund 60 Prozent aller Besch&auml;ftigten Anspr&uuml;che auf eine Betriebsrente. Allerdings stagniert diese Quote seit vielen Jahren, zudem haben viele Arbeitnehmer nur kleine Anspr&uuml;che aufgebaut. Weil das Rentenniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung aber sinkt, k&ouml;nnten mehr und h&ouml;here Betriebsrenten die entstehende L&uuml;cke zumindest zum Teil ausgleichen &ndash; so das Kalk&uuml;l der Bundesregierung.<br>\nKonkret soll es k&uuml;nftig eine unverbindliche Zielrente statt wie bisher eine Garantierente geben. Unternehmen sollen k&uuml;nftig also nicht mehr garantieren m&uuml;ssen, dass Betriebsrenten in einer bestimmten H&ouml;he ausgezahlt werden. Stattdessen soll eine reine Zusage &uuml;ber die H&ouml;he der Beitr&auml;ge reichen &ndash; allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Arbeitgeber und Gewerkschaften sich in einem Tarifvertrag darauf einigen.<br>\nIm Prinzip hatten sich Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble bereits im Oktober 2016 auf die Regelung geeinigt. Dennoch war sie im Anschluss vor allem in der Union umstritten. Nach Berichten der &ldquo;Stuttgarter Zeitung&rdquo; und die &ldquo;Stuttgarter Nachrichten&rdquo; haben sich Union und SPD nun darauf verst&auml;ndigt, dass es beim geplanten Garantieverbot bleibt.<br>\nNahles verteidigte das Vorhaben, nach dem die Haftung der Arbeitgeber f&uuml;r Betriebsrenten im Rahmen eines Sozialpartnermodells entfallen soll. Die Arbeitgeber verl&ouml;ren trotzdem nicht die Verantwortung f&uuml;r die Betriebsrenten, sagte Nahles.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/cdu-und-spd-einigen-sich-auf-betriebsrente-a-1149091.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/forum\/wirtschaft\/altersvorsorge-union-und-spd-beschliessen-reform-der-betriebsrente-thread-606782-1.html#postbit_55142431\">zweite Leserkommentar<\/a> ist absolut treffend:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Auch wenn die Betriebsrenten einen Nebenkriegsschauplatz darstellen, es ist symptomatisch. Statt die eigene staatliche Rente zu st&auml;rken, mehr Beitragszahler hinein zu holen, wird mit Macht daran gearbeitet, das staatliche Rentensystem kaputt zu machen. So wird man nicht Kanzler, liebe SPD. [&hellip;] Wie war das mit MEHR soziale Gerechtigkeit? Eher MEHR f&uuml;r die Versicherungswirtschaft!&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Eben hatte sich Nahles noch <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-05\/vereinbarkeit-beruf-familie-rueckkehrrecht-andrea-nahles-spd\">beschwert<\/a>, sie w&auml;re mit ihrem geplanten Gesetz zum Recht auf R&uuml;ckkehr in Vollzeit an Merkel und der Arbeitgeberlobby gescheitert. Mit dem neuen Gesetz zeigt sie, was sie (allerdings schon vor vielen Jahren) gelernt hat: Gesetze nie <em>gegen<\/em>, sondern immer <em>mit<\/em> der Arbeitgeberseite und den Versicherungen zusammen entwickeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Es gibt im Bundestag eine Mehrheit f&uuml;r das R&uuml;ckkehrrecht von Teil- auf Vollzeit<\/strong><br>\nNach dem Scheitern des geplanten R&uuml;ckkehrrechts von einer Teilzeit- auf eine Vollzeitstelle greift die SPD Kanzlerin Merkel an. Deren Kanzleramtsminister Altmaier hingegen sieht die Verantwortung f&uuml;r das Scheitern des R&uuml;ckkehrrechts von Teilzeit in Vollzeit bei Arbeitsministerin Nahles. Diese habe einen Referentenentwurf zur befristeten Teilzeit vorgelegt, der &uuml;ber die Verabredungen im Koalitionsvertrag hinausgegangen sei, weswegen die Ressortabstimmung dazu nicht abgeschlossen werden k&ouml;nne. Sahra Wagenknecht kommentiert dies so:<br>\n&ldquo;Frau Merkel hat Andrea Nahles mitgeteilt, dass sie ihr geplantes Gesetz zum R&uuml;ckkehrrecht in Vollzeit, das sogar im Koalitionsvertrag vorgesehen war, vergessen kann. Hilfreich und wichtig w&auml;re dieses Gesetz vor allem f&uuml;r Frauen, die mit kleinen Kindern beruflich k&uuml;rzer treten, aber anschlie&szlig;end gerne wieder voll in ihren Beruf einsteigen wollen. Ich finde: wenn Frau Nahles R&uuml;ckgrat h&auml;tte, w&auml;re das Gesetz noch lange nicht tot. Es gibt n&auml;mlich keinen Grund, angesichts der Blockade von Konservativen und Arbeitgebern klein beizugeben. Wir Linken fordern diese Regelung schon seit langem und w&uuml;rden dem Gesetzentwurf im Bundestag selbstverst&auml;ndlich zustimmen. Gemeinsam mit den Gr&uuml;nen w&auml;re dann eine Mehrheit da, auch ohne den Segen von Frau Merkel&hellip; Wenn sich die CDU nicht mehr an den Koalitionsvertrag h&auml;lt, warum dann die SPD? Aber so viel Courage ist offenbar zu viel verlangt. Statt eine konkrete Verbesserung f&uuml;r hunderttausende Frauen real durchzusetzen, macht Schulz jetzt lieber Wahlkampf mit dem Thema. Bleibt nur die Frage: Mit welchem Koalitionspartner will die SPD das eigentlich nach der Bundestagswahl umsetzen?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/es-gibt-im-bundestag-eine-mehrheit-fuer-das-rueckkehrrecht-von-teil-auf-vollzeit\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Jede Menge Action<\/strong><br>\nUngeachtet des in der Bundeswehr aktiven rechten Terrornetzwerks inszenieren sich die deutschen Streitkr&auml;fte als moderner Arbeitgeber und Hilfswerk f&uuml;r Personen mit Handicap. Bei dem f&uuml;r kommenden Monat erneut anberaumten nationalen &ldquo;Tag der Bundeswehr&rdquo; will die Truppe erkl&auml;rterma&szlig;en durch ein auf &ldquo;Action&rdquo;, &ldquo;Technik&rdquo; und &ldquo;Spa&szlig;&rdquo; abgestelltes Programm Jugendliche f&uuml;r den Milit&auml;rdienst rekrutieren. Vorgesehen ist einmal mehr die publikumswirksame Vorf&uuml;hrung von Panzern, Flugzeugen, Hubschraubern, Kriegsschiffen und Drohnen; gleichzeitig bewerben die &ldquo;Karriereberater&rdquo; der Armee unter dem Motto &ldquo;Verantwortung &uuml;bernehmen und weiterkommen&rdquo; die von den Streitkr&auml;ften angebotenen &ldquo;1.000 verschiedenen Berufe&rdquo;. Schon Kinder sollen f&uuml;r eine milit&auml;rische Laufbahn gewonnen werden, etwa indem sie in einer &ldquo;Mini-Phantom&rdquo; die &ldquo;M&ouml;glichkeit zum Probesitzen&rdquo; erhalten. Imagepflege betreiben auch die sogenannten Landeskommandos der Truppe, die unter anderem f&uuml;r den Einsatz gegen Oppositionelle und feindliche Kombattanten im Inland vorgesehen sind. Mindestens an einem Standort des &ldquo;Tags der Bundeswehr&rdquo; bieten sie einen &ldquo;Fahrservice&rdquo; f&uuml;r &ldquo;&auml;ltere Menschen und Menschen mit Behinderung&rdquo; an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59605\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>S&uuml;damerika: Die neoliberale Reconquista<\/strong><br>\nIch komme gerade aus Santiago de Chile zur&uuml;ck. Wieder im heimatlichen Brasilien, wird mir klar, dass die s&uuml;damerikanischen Nationen zwar mehr und mehr konvergieren, jedoch keineswegs so, wie wir uns das nach der bleiernen Zeit der Milit&auml;rdiktaturen vorgestellt haben. Beginnen wir mit Chile.<br>\nEin Blick zur&uuml;ck: In der Calle Londres Nr. 38, vor einem der geheimen Folter- und Liquidierungskerker der Milit&auml;rdiktatur (1973&ndash;1990), erinnern Stolpersteine an einige der damaligen Opfer. Darunter die beiden Kommunisten Pedro Rojas Castro und Alejandro Gomez Vega. Mit 21 beziehungsweise 22 Jahren wurden sie hinter der biederen Haust&uuml;r zu Tode gebracht. Den ganzen Umfang der Unterdr&uuml;ckungssystematik jener Zeit dokumentiert inzwischen das 2010 fertiggestellte Museum der Erinnerung und der Menschenrechte. Unter pers&ouml;nlicher Anleitung des damaligen US-Au&szlig;enministers und Friedensnobelpreistr&auml;gers Henry Kissinger hatte der General Augusto Pinochet einen bis dahin ungekannten Staatsterrorismus organisiert, der jede Erinnerung an die sozialistische Regierung des Pr&auml;sidenten Salvador Allende Gossens ausl&ouml;schen sollte. Pinochet schlug am 11. September 1973 los, am s&uuml;damerikanischen &raquo;9\/11&laquo;. Rund 100.000 Menschen wurden inhaftiert, etwa die H&auml;lfte gefoltert, und 4000 verschwanden f&uuml;r immer. Hinweise auf Kissinger und die Rolle der USA dr&auml;ngen sich den Museumsbesuchern nicht gerade auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/9-2017&amp;textfile=3929\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Macron: Woher kam das Geld f&uuml;r den Wahlkampf?<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Publikation M&eacute;diapart enth&uuml;llt die &ldquo;Geheimnisse der au&szlig;erordentlichen Spendenbeschaffung&rdquo;<br>\nWoher hatte Macron, das &ldquo;Wunderkind&rdquo; (heute) und der &ldquo;Jupiter unter den Pr&auml;sidenten&rdquo; (Tagesschau), das Geld f&uuml;r seine erfolgreiche Wahlkampagne? Die Finanzierung war immer wieder Thema des Wahlkampfes und auch nach dem Sieg Macrons wird mit dem Stichwort &ldquo;Rothschild-Banker&rdquo; geraunt, im Telepolis-Forum wie in dem der Tagesschau. Es gibt zur Finanzierung der Wahlkampagnen der Parteien seit einiger Zeit eine sehenswerte Dokumentation bei YouTube (Pi&egrave;ces &agrave; conviction &ndash; Pr&eacute;sident &agrave; tout prix), die mit Spekulationen &uuml;ber astronomische Summen aufr&auml;umt und keine Wunderkind- oder antisemitischen Mythen bem&uuml;hen muss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Macron-Woher-kam-das-Geld-fuer-den-Wahlkampf-3725277.html?wt_mc=nl.tp-aktuell.taeglich\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Quo vadis, SPD? Regierung ist Mist<\/strong><br>\nF&uuml;r die SPD und ihren Kanzlerkandidaten Martin Schulz l&auml;uft es im Moment nicht so gut. Dabei k&ouml;nnte er Angela Merkel l&auml;ngst beiseite ger&auml;umt haben. Die Sozialdemokraten m&uuml;ssen sich mehr zutrauen.<br>\nDas parlamentarische Regierungssystem hat gegen&uuml;ber Pr&auml;sidialsystemen den Vorzug, dass es zwei Wege kennt, eine Regierung durch eine andere zu ersetzen: Das Wahlvolk kann eine Regierung nur auf dem Umweg &uuml;ber Parlamentswahlen ins Amt heben, das Parlament dagegen jederzeit. Findet sich w&auml;hrend der Wahlperiode ein neues politisches B&uuml;ndnis, k&ouml;nnen die Beteiligten durch ein konstruktives Misstrauensvotum nach Artikel 67 des Grundgesetzes einen neuen Bundeskanzler w&auml;hlen. Die so gebildete Regierung ist nicht weniger legitimiert als eine andere. Die DDR wusste das, als sie 1972 Rainer Barzels Misstrauensvotum gegen Willy Brandt durch Bestechung hintertrieb. Und vor allem wusste es Helmut Kohl, dessen sechzehnj&auml;hrige Kanzlerschaft so begann.<br>\nVielleicht w&auml;re die Krise, in der sich die SPD jetzt nach drei verlorenen Landtagswahlen befindet, also vermeidbar gewesen. Warum hat die Partei es vers&auml;umt, Martin Schulz nach dem rauschhaften Parteitag der hundert Prozent im M&auml;rz mit den Stimmen der Gr&uuml;nen und der Linken zum Bundeskanzler zu w&auml;hlen? Wilhelm Hennis, der gro&szlig;e Kenner des parlamentarischen Regierungssystems der alten Bundesrepublik, sprach gerne vom &bdquo;Kairos&ldquo;, vom richtigen Moment, von dem in der Politik alles abh&auml;ngt. Und wirklich, nie war der Moment g&uuml;nstiger. Schulz war an der gro&szlig;en Koalition nicht beteiligt. Die Union h&auml;tte ihn deshalb, anders als Sigmar Gabriel, nicht als K&ouml;nigsm&ouml;rder hinstellen k&ouml;nnen. Mehr als ein paar kleine Zugest&auml;ndnisse h&auml;tte die SPD den Linken bis zur Bundestagswahl vielleicht gar nicht machen m&uuml;ssen. Danach w&auml;ren die Karten ohnedies neu gemischt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/quo-vadis-spd-regierung-ist-mist-15022626.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Partei, die Partei, die war immer rechts?<\/strong><br>\nWer mit der DDR neoliberale Symptome erkl&auml;rt, outet sich als Ewiggestriger mit Mauer im Kopf<br>\nEs w&auml;re nicht ganz ehrlich, w&uuml;rde man nun behaupten, die Studie habe sich nicht mit den gegenw&auml;rtigen Sorgen und N&ouml;ten Ostdeutschlands befasst. Mit Arbeitslosigkeit zum Beispiel. Leih- und Zeitarbeit, befristeten Vertr&auml;gen und dem Niedriglohnsektor. Mit strukturellen Problemen, die das neoliberale Konzept als Kollateralsch&auml;den in seiner Pr&auml;ambel stehen hat. Am Rande kommt das alles vor, zwischen den Zeilen oder mal in einem Nebensatz. Als Beleg f&uuml;r die Gewichtung kann die Wiedergabe von Schlagworten auff&uuml;hrt werden: Der Begriff &raquo;Agenda 2010&laquo; wird zum Beispiel auf den 232 Seiten nur zweimal erw&auml;hnt. &raquo;Neoliberal&laquo; findet ebenfalls blo&szlig; zwei Erw&auml;hnungen. Und &raquo;Hartz IV&laquo; nur f&uuml;nf. &raquo;Niedriglohn&laquo; kommt an zwei Stellen vor. Die Abbreviatur &raquo;DDR&laquo; kann hingegen 279 Nennungen vorweisen, bei der &raquo;SED&laquo; sind es an die 50.<br>\nDas ist ein bequemes Resultat, dass die Bundesregierung gern f&uuml;r sich in Anspruch nehmen kann. Als Administration eines Landes, von dem behauptet wird, es gehe ihm so gut wie nie, ist jede Studie hilfreich, die diese Behauptung nicht antastet. Betont dieselbe Studie dann sogar noch, dass die Fehlentwicklungen des Augenblicks Produkte von fr&uuml;her sind, dann wird sie gleich noch ein bisschen attraktiver, denn sie flankiert die These der gegenw&auml;rtigen Wohlstandssph&auml;re.<br>\nDer parteiliche Rechtsruck, genannt AfD, sitzt in acht Landesparlamenten, die niemals von der SED geleitet wurden, ganz einfach deswegen nicht, weil sie niemals zur DDR geh&ouml;rten. [&hellip;] In Baden-W&uuml;rttemberg hat man beispielsweise ganz ohne Vergangenheit mit Ulbricht und Honecker die AfD mit einem starken Mandat ausgestattet. Der dortige Landesverband dieser Partei geh&ouml;rt zu den rechtsradikalsten im Lande. Alles ganz ohne DDR.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1052073.die-partei-die-partei-die-war-immer-rechts.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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