{"id":3845,"date":"2009-03-24T09:11:31","date_gmt":"2009-03-24T08:11:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3845"},"modified":"2009-03-24T09:11:32","modified_gmt":"2009-03-24T08:11:32","slug":"hinweise-des-tages-857","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3845","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Konjunkturprognosen sacken ab<\/li>\n<li>Interview zum Wucherzins deutscher Banken<\/li>\n<li>F&uuml;hren gro&szlig;e Kleider zu &Uuml;bergewicht? &ndash; die Inflationsfrage<\/li>\n<li>Nachhilfe f&uuml;r Angela M.<\/li>\n<li>Finanzmarkt: Neue Regeln<\/li>\n<li>Der Westen hilft nicht<\/li>\n<li>Leiharbeit: Stammbelegschaft unter Druck<\/li>\n<li>Rente: Die Schere geht auf<\/li>\n<li>Postbank: Zahlungspause bei Altersvorsorgeprodukt<\/li>\n<li>Gewinn von Ergo bricht ein<\/li>\n<li>Kinderarmut: Suppe f&uuml;r die Seele<\/li>\n<li>Rezession und Repression<\/li>\n<li>Europa-Richter stellen Wettbewerb &uuml;ber Arbeitnehmerrechte<\/li>\n<li>Warum die Gr&uuml;nen die Ampel ausknipsen m&uuml;ssen<\/li>\n<li>Die SPD ist high <\/li>\n<li>Vorgezogene Neuwahlen? Daf&uuml;r spricht nur der zappelige Machthunger des FDP-Vorsitzenden<\/li>\n<li>Nochmals Merkel bei Anne Will<\/li>\n<li>Die Medien und der Amoklauf &ndash; einfache Fehler, schlimme Entgleisungen<\/li>\n<li>Gleich macht ungleich<\/li>\n<li>Kritik an Millionen f&uuml;r Privat-Uni<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3845&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>IMK korrigiert Konjunkturprognose nach unten: Deutsche Wirtschaft schrumpft 2009 um f&uuml;nf Prozent<\/strong><br>\nDeutschland erlebt derzeit die mit Abstand tiefste Rezession der Nachkriegszeit; das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird in diesem Jahr um 5 Prozent sinken. Erst 2010 d&uuml;rfte sich die konjunkturelle Grundtendenz stabilisiert haben. Im kommenden Jahr wird die deutsche Wirtschaft mit einem minimalen Zuwachs von 0,2 Prozent praktisch stagnieren (alle Eckdaten in einer Tabelle im Prognose-Update; Link siehe unten). Zu diesem Ergebnis kommt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung im Update seiner Konjunkturprognose. Im zweiten Halbjahr 2009 schl&auml;gt die wirtschaftliche Schw&auml;che deutlich auf den Arbeitsmarkt durch.\n<p>Die Arbeitslosigkeit wird im vierten Quartal saisonbereinigt die Marke von vier Millionen &uuml;berschreiten. Finanz- und Geldpolitik m&uuml;ssen nach der Analyse der Konjunkturforscher weitere Anstrengungen unternehmen, um die Situation wieder unter Kontrolle zu bekommen. Dazu geh&ouml;rt ein drittes Konjunkturprogramm f&uuml;r 2010. Dazu sollten die EU-Staaten in enger Abstimmung mit den &uuml;brigen L&auml;ndern der G20 zwei Prozent ihres BIP aufwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_prognoseupdate_maerz2009.pdf\">IMK [PDF &ndash; 30 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir haben ja nie besonders viel von den Konjunkturprognosen gehalten. Keines der Institute hat die Rezession auch nur geahnt, und als die Krise ausbrach, wurde sie untersch&auml;tzt. Jetzt &uuml;berbieten sie sich mit Negativ-Vorhersagen, so sieht die Commerzbank gar ein Minus von 6 bis 7 Prozent voraus. Das IMK lag jedoch in letzter Zeit immer am n&auml;chsten an der Wirklichkeit. Deshalb nehmen wir diesen Alarmruf ernst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Interview zum Wucherzins deutscher Banken: Wir haben wieder ein Wuchersystem <\/strong><br>\nAnlass ist die heutige (23.3.) Anh&ouml;rung zu einem neuen Verbraucherschutzgesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/podcast-mp3.dradio.de\/podcast\/2009\/03\/23\/drk_20090323_0750_dd6bb8a5.mp3\">dradio (Audio)<\/a><\/li>\n<li><strong>F&uuml;hren gro&szlig;e Kleider zu &Uuml;bergewicht? &ndash; die Inflationsfrage<\/strong><br>\nZu den h&auml;ufigsten Fragen, die man diese Tage als &Ouml;konom gestellt bekommt, geh&ouml;rt, ob die aggressive Zinssenkungspolitik der Zentralbanken &ndash; einschlie&szlig;lich des inzwischen in den USA, Gro&szlig;britannien und Japan praktizierten Aufkaufens von Zinspapieren &ndash; nicht unmittelbar bevorstehende Inflationsrisiken birgt. Es geh&ouml;rt zum g&uuml;ltigen Lehrkanon der Volkswirtschaftslehre, dass die Geldmenge multipliziert mit der Geldumlaufgeschwindigkeit immer dem nominalen Sozialprodukt entsprechen muss. Anders gewendet kann man daraus die Kausalkette ableiten, dass mehr Geld automatisch zu&nbsp; einer h&ouml;heren Inflation f&uuml;hrt. \n<p>Tats&auml;chlich sind die Dinge dagegen komplizierter. Bildlich kann dies so dargestellt werden: Wenn man sich einen Mantel in f&uuml;nf Kleidungsgr&ouml;&szlig;en oberhalb des eigenen K&ouml;rpergewichtes kauft, hat man zwar gen&uuml;gend Raum, um sein K&ouml;rpergewicht zu erh&ouml;hen. Es ist aber nicht zwingend, dass dies tats&auml;chlich passiert. Der Mantel steht hier f&uuml;r die Geldmenge, das K&ouml;rpergewicht f&uuml;r das nominale Sozialprodukt. Die Wirkungskette ist eher so, dass die Kleidungsgr&ouml;&szlig;e den maximal m&ouml;glichen K&ouml;rperumfang (vor Austausch der Kleidung) bestimmt.&nbsp; Sie schr&auml;nkt somit das nominale Sozialprodukt ein, ohne dass eine Kausalit&auml;t in die andere Richtung l&auml;uft.<\/p>\n<p>Ein wesentlich aussagekr&auml;ftigerer Faktor zur Bestimmung der Inflationsentwicklung auf die n&auml;chsten zwei Jahre ist der Kapazit&auml;tsauslastungsgrad einer Volkswirtschaft oder kurz gefasst die Arbeitslosenquote. Da zudem der G&uuml;ter- den Arbeitsmarkt bestimmt, wird der aktuelle Konjunktureinbruch rund um den Globus die Arbeitslosenquoten deutlich nach oben treiben und somit die Inflationsperspektiven auf die kommenden zwei bis drei Jahre deutlich absenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1907&amp;blogId=16\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das ist eine notwendige Klarstellung, auch f&uuml;r Leser der NachDenkSeiten. Viele von ihnen sind von der historisch &uuml;bermittelten Vorstellung erf&uuml;llt, dass eine gro&szlig;e Geldmenge automatisch Inflation und damit eine Katastrophe ausl&ouml;sen m&uuml;sse.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nachhilfe f&uuml;r Angela M.<\/strong><br>\n&ldquo;Ja, ich glaube schon.&rdquo; So antwortet Angela Merkel in der Talkshow Anne Will auf die Frage, ob sie die richtige Kanzlerin in der Krise sei. Nein, definitiv nicht, sagt Robert von Heusinger. Ein Crashkurs in Sachen Krise und Volkswirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1696951&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_topnews\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanzmarkt: Neue Regeln<\/strong><br>\nDamit die Finanzm&auml;rkte nicht erneut in eine Krise st&uuml;rzen k&ouml;nnen, ist bessere Regulierung n&ouml;tig. Darin sind sich alle Experten einig. Die bisher geforderten Schritte reichen jedoch nicht aus, zeigt eine Analyse des IMK. Die Grundrichtung ist klar: Rendite und Wachstum im Finanzsektor sollten l&auml;ngerfristig nicht &uuml;ber denen der realwirtschaftlichen Sektoren liegen. Auf diesem Wege lie&szlig;e sich in Zukunft eine spekulative Blasenbildung unterbinden. Die Wirtschaft k&ouml;nnte sich stabil entwickeln. Die Autoren schlagen vor:\n<ul>\n<li>Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer<\/li>\n<li>Staatliche Aufsicht f&uuml;r Rating-Agenturen<\/li>\n<li>Anreize f&uuml;r eine nachhaltige Unternehmensf&uuml;hrung<\/li>\n<li>Strenge Regeln bei Unternehmensk&auml;ufen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_94477.html?cis_mode=print\">B&ouml;ckler Impuls 05\/2009<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Westen hilft nicht<\/strong><br>\nIn einigen osteurop&auml;ischen L&auml;ndern gef&auml;hrdet die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht nur das &ouml;konomische, sondern auch das po&shy;litische System. Von dem drohenden Kollaps ist auch &Ouml;sterreich stark betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2009\/12\/33250.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Leiharbeit: Stammbelegschaft unter Druck <\/strong><br>\nL&auml;ngst dient Leiharbeit nicht mehr nur dazu, personelle Engp&auml;sse zu &uuml;berwinden. Sie wird in vielen Betrieben&nbsp; systematisch eingesetzt, um die Rendite zu stabilisieren &ndash; und die Stammbelegschaft unter Druck zu setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_94471.html?cis_mode=print\">Hans B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Rente: Die Schere geht auf<\/strong><br>\nDie Zahl der &auml;lteren Menschen, deren Rente nicht zum Leben reicht und die deshalb die Grundsicherung im Alter beziehen, hat sich in Berlin in den vergangenen Jahren vervierfacht. Es ist ein bisschen wie bei Hartz IV. Angst macht das Gef&uuml;hl, dass es jeden treffen kann, auch den promovierten Akademiker. Die wachsende Zahl der Grundsicherungsempf&auml;nger &ndash; deren Anteil in Berlin schneller steigt als im Bundesdurchschnitt &ndash; gibt zumindest einen Vorgeschmack auf das, was in den n&auml;chsten Jahren (und Jahrzehnten) auf uns zukommen kann. W&auml;hrend die von Konrad Adenauer 1957 eingef&uuml;hrte umlagefinanzierte gesetzliche Rente zun&auml;chst f&uuml;r relativ viel Gleichheit innerhalb der &auml;lteren Generation sorgte, werden in Zukunft die Differenzen wieder gr&ouml;&szlig;er. Wenn die Politik Verteilungskonflikte k&uuml;nftiger Rentnergenerationen abmildern will, muss sie sich gezielt um die Absicherung von drei Problemgruppen k&uuml;mmern. Erstens die steigende Zahl von Geringverdienern, zweitens die knapp drei Millionen kleinen Selbstst&auml;ndigen, die wenig verdienen und kaum Geld f&uuml;rs Alter zur&uuml;cklegen &ndash; vom freiberuflichen Designer bis zum promovierten Akademiker, der seinen Lebensunterhalt als Taxifahrer bestreitet. Und drittens Langzeitarbeitslose, die mit jedem Jahr Hartz IV ihren Rentenanspruch gerade mal um 2,19 Euro im Monat steigern. Das Problem wird vor allem in Ostdeutschland sichtbar, wo in den n&auml;chsten Jahren die Wendeverlierer in Rente gehen, die nach langer Arbeitslosigkeit ihre Einbu&szlig;en bei der gesetzlichen Rente nicht durch eine Betriebsrente ausgleichen k&ouml;nnen. In kaum einem Industrieland sind Geringverdiener laut OECD so schlecht abgesichert wie in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2758269?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Postbank: Zahlungspause bei Altersvorsorgeprodukt<\/strong><br>\nDie Finanzkrise zwingt die Postbank dazu, den Beitragseinzug f&uuml;r ein wichtiges Vorsorgeprodukt zu stoppen. Wie die Bild-Zeitung in ihrer Montagausgabe berichtet, hat die Bank die Sparplanraten f&uuml;r ihr so genanntes Altersvorsorgekonto bis auf weiteres ausgesetzt.\n<p>Seit Anfang M&auml;rz ziehe das Bonner Institut keine Beitr&auml;ge mehr von Kunden f&uuml;r dieses Vorsorgeprodukt ein. Betroffen sind nach Informationen des Blatts Zehntausende Vertr&auml;ge.<br>\nGrund seien offenbar massive Verluste am Aktienmarkt, berichtet Bild unter Berufung auf Bankkreise weiter. Diese h&auml;tten dazu gef&uuml;hrt, dass die im &ldquo;Altersvorsorgekonto&rdquo; enthaltenen Aktienzertifikate erheblich an Wert verloren h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/33\/462647\/text\/\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gewinn von Ergo bricht ein<\/strong><br>\nEinbu&szlig;en auf dem Kapitalmarkt dr&uuml;cken das Ergebnis von Deutschlands zweitgr&ouml;&szlig;tem Erstversicherer Ergo. Versicherer wie Ergo legen die Einnahmen von ihren Kunden zum Teil am Kapitalmarkt ein. Ein zuletzt nicht besonders eintr&auml;gliches Gesch&auml;ft, weil die M&auml;rkte wegen der weltweiten Finanzkrise stark unter Druck stehen. Zwar reduzierte Ergo im Jahresverlauf seine Aktienquote von 10,7 auf 2,6 Prozent, konnte aber den Gewinneinbruch nicht verhindern.&nbsp; Der Versicherer will keine Dividende zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1696888&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Kinderarmut: Suppe f&uuml;r die Seele<\/strong><br>\nDie Wirtschaftskrise st&uuml;rzt immer mehr Familien in Armut, drei Millionen Kinder sollen inzwischen betroffen sein. Kein warmes Mittagessen, keine neuen Kleider, kaum Chancen in der Schule: Ein Besuch bei Anna, Jenny &ndash; und Tim, dessen Familie sich noch nie einen Urlaub leisten konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,614540,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers K.K:<\/strong> Der &ldquo;Spiegel&rdquo; l&auml;sst seinen Leser etwas teilhaben an der Wirklichkeit, welche er mit herbei-&ldquo;geschrieben&rdquo; hat und best&auml;ndig mit Nachhaltigkeit re- und produzierte. Es ist das Spiegel-Bild, das die doppelte Moral, die mediale Verlogenheit zur Normalit&auml;t macht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rezession und Repression<\/strong><br>\nW&auml;hrend die gegenw&auml;rtige Wirtschaftskrise sich weltweit vertieft, bereiten sich europ&auml;ische Sicherheitsbeh&ouml;rden auf Unruhen vor.<br>\nMit den j&uuml;ngsten Unruhen in Griechenland, Island, Schweden, Litauen, Lettland, Bulgarien, Frankreich, Guadeloupe, La R&eacute;union, aber auch den migrantischen K&auml;mpfen in den Fl&uuml;chtlingslagern von Malta und Lampedusa, ist Europa unmittelbarer Austragungsort heftiger Auseinandersetzungen geworden. Die K&auml;mpfe erinnern an die Aufst&auml;nde der 80er Jahre gegen den Internationalen W&auml;hrungsfonds IWF in Lateinamerika.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29952\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Europa-Richter stellen Wettbewerb &uuml;ber Arbeitnehmerrechte<\/strong><br>\nSeit Dezember 2007 hat der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) in mehreren F&auml;llen gepr&uuml;ft, was schwerer wiegt &ndash; die europ&auml;ischen Vorschriften zum Binnenmarkt oder in nationalen Gesetzen garantierte Arbeitnehmerrechte. F&uuml;r die Luxemburger Richter scheint die Sache klar zu sein, schreibt der Politikwissenschaftler Martin H&ouml;pner in einer Studie zum Europ&auml;ischen Gerichtshof. Die Bedeutung des Binnenmarktes sei so gro&szlig;, dass selbst Grundrechte wie das Streikrecht zur&uuml;ckstehen m&uuml;ssten. Beispielsweise im Fall Viking: Die finnische Reederei wollte eine F&auml;hre umflaggen und die Belegschaft durch billigere Arbeitskr&auml;fte aus Estland ersetzen. Die Gewerkschaft protestierte und rief zum Streik auf. Das Unternehmen klagte gegen die Arbeitsniederlegung. Es sah dadurch seine Freiheit beeintr&auml;chtigt, sich in einem EU-Land nach Wahl niederzulassen. Der Fall kam vor den EuGH, der Viking Recht gab: Der Streik war nicht erlaubt. Auch in den Streitsachen Laval, R&uuml;ffert und Luxemburg fiel die Abw&auml;gung der Richter &auml;hnlich aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_94475.html?cis_mode=print\">B&ouml;ckler Impuls 05\/2009<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum die Gr&uuml;nen die Ampel ausknipsen m&uuml;ssen<\/strong><br>\nMit ihrem Werben um eine Koalition mit der FDP tappt die F&uuml;hrung der Gr&uuml;nen in eine Falle. Aus Machtstreben verspielt sie die Eigenst&auml;ndigkeit der Partei und verprellt Mitglieder und W&auml;hler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Gastkommentar-Robert-Zion-Warum-die-Gr%FCnen-die-Ampel-auskipsen-m%FCssen\/490065.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Die SPD ist high<\/strong><br>\nSo titelt heute der Stern in seiner Online-Ausgabe. Und man m&ouml;chte ihm zurufen: Nicht nur die SPD! Auch deine Journalisten! Und wie! Die sind mal so richtig benebelt, vollkommen breit. Wie anders soll man es auch auslegen, wenn sich ein Journalist einen Partei-Aufschwung aus den Fingern saugt, den bis dato niemand, wirklich niemand, wahrscheinlich auch kein halbwegs fanatisierter Sozialdemokrat, bemerkt hat?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/03\/die-spd-ist-high.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>Vorgezogene Neuwahlen? Daf&uuml;r spricht nur der zappelige Machthunger des FDP-Vorsitzenden<\/strong><br>\nDie Forderung nach vorgezogenen Neuwahlen, wie sie Westerwelle jetzt wieder auf den Tisch wirft, ist kein Indiz f&uuml;r politische Seriosit&auml;t. Es f&uuml;hrt kein Weg, kein einziger Millimeter, hin zu einer vorzeitigen Aufl&ouml;sung des Parlaments. \n<p>Das Parlament hat einen Amtsauftrag &uuml;ber vier Jahre; nur unter extremen internen Umst&auml;nden soll es vorzeitig aufgel&ouml;st werden. Die Umst&auml;nde damals, vor vier Jahren, waren nicht extrem, sie erschienen den Parteien nur g&uuml;nstig. Im Jahr 2005 kam es zur Aufl&ouml;sung des Bundestages, auf Antrag des Kanzlers und vom Bundespr&auml;sidenten ausgesprochen, weil alle Parteien daran ein Interesse hatten.<\/p>\n<p>Alle hatten ihre Gr&uuml;nde &ndash; nur: mit dem Grundgesetz hatten diese nichts zu tun. Der Bundeskanzler, der Bundestag und die Fraktionen, auch der Bundespr&auml;sident, ja auch er, der ein H&uuml;ter der Verfassung sein soll, haben den Artikel 68 des Grundgesetzes vergewaltigt, um ihre politischen W&uuml;nsche und Hoffnungen zu befriedigen. Das Bundesverfassungsgericht hat sich diesem Spiel leider nicht in den Weg gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/39\/462653\/text\/\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Nochmals Merkel bei Anne Will:<\/strong> Merkel konnte so das tun, was Politiker immer tun, wenn sie nicht mit ihrem Handeln konfrontiert werden: sie konnte um Vertrauen bei den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern f&uuml;r die Zukunft werben, dass die Regierung schon das Richtige tun werde. So verschaffte Anne Will Angela Merkel einen pr&auml;chtigen Wahlkampfauftritt. Das habe ich <a href=\"?p=3840\">gestern vorhergesagt<\/a>. Eine nicht repr&auml;sentative Umfrage der ARD best&auml;tigt das: <a href=\"http:\/\/umfrage.tagesschau.de\/umfrage\/poll_dbdata.php?oid=merkel704\">56,2 % der Befragten hat Merkels Auftritt &bdquo;beeindruckt&ldquo;<\/a>.\n<p><em><strong>Kommentar WL:<\/strong> Was &bdquo;beeindruckt&ldquo; auch immer aussagen mag.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Die Medien und der Amoklauf &ndash; einfache Fehler, schlimme Entgleisungen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/sendungen\/zapp\/media\/zapp3204.html\">NDR Zapp<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Gleich macht ungleich<\/strong><br>\nDie Schule muss sich den Sch&uuml;lern anpassen &ndash; nicht umgekehrt. Das Ziel kann deshalb nicht in &bdquo;Gleichmacherei&ldquo;, nicht in der Herstellung gleicher Lernniveaus liegen. Dies w&uuml;rde zu &Uuml;ber- und Unterforderung, zu Desinteresse und Lernverdruss f&uuml;hren. Um zu erkennen, wo die F&auml;higkeiten, die St&auml;rken und Schw&auml;chen des jeweiligen Sch&uuml;lers liegen, ist zu Beginn der F&ouml;rderung eine Lernstandsanalyse notwendig. Vor diesem Hintergrund sollten dem Sch&uuml;ler dann gezielt Lernangebote unterbreitet werden. Das erfordert aber, dass das Lehrpersonal in p&auml;dagogischer Diagnostik und in didaktisch-methodischer Differenzierung ausgebildet werden muss. Hier liegt eine ungel&ouml;ste Aufgabe f&uuml;r die Lehreraus- und -fortbildung.\n<p>Es wird deutlich, dass die allgemeine Forderung von Bildungspolitikern nach Chancengleichheit das Problem unterschiedlicher Lernvoraussetzungen nicht l&ouml;st, sondern versch&auml;rft; denn in der Schulwirklichkeit gibt es keinen Normalsch&uuml;ler, keinen Durchschnittssch&uuml;ler, weil jedes Kind individuell lernf&auml;hig ist. Jedem Sch&uuml;ler individuelle Hilfsangebote zu garantieren, w&auml;re die Zusicherung von Chancengerechtigkeit, nicht von Chancengleichheit. Bei sozial benachteiligten Kindern muss zuerst die Lernmotivation aufgebaut und eine behutsame Heranf&uuml;hrung an schulisches Lernen erreicht werden. Diese Kinder haben in ihrem Leben nicht nichts gelernt, das Problem ist jedoch, dass sich Schule und Lehrer in der Regel nicht f&uuml;r ihre Lern- und Lebenserfahrungen interessieren und im Unterricht nicht daran ankn&uuml;pfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/art141,2758203?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kritik an Millionen f&uuml;r Privat-Uni<\/strong><br>\nDetlev Reymann, Pr&auml;sident der Fachhochschule (FH), ist &ldquo;verwundert&rdquo;. Ihn st&ouml;ren die millionenschweren Zusch&uuml;sse, die die Stadt erneut aufbringen will, um der privaten European Business School (EBS) zum Rang einer Voll-Universit&auml;t zu verhelfen. 25 Millionen Euro sollen Land und Stadt sich teilen.\n<p>Die EBS ist keine Elitehochschule f&uuml;r Leistung. Abiturienten mit einem Notendurchschnitt von bis zu 3,7 werden hier aufgenommen. Das einzige, was Leistung ist, sind die Geldbeutel der Eltern.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/wiesbaden\/1696660_Wiesbadener-FH-Praesident-Kritik-an-Millionen-fuer-Elite-Uni.html\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/wiesbaden\/1689753_Kommentar-Berechtigter-Neid.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Konjunkturprognosen sacken ab<\/li>\n<li>Interview zum Wucherzins deutscher Banken<\/li>\n<li>F&uuml;hren gro&szlig;e Kleider zu &Uuml;bergewicht? &ndash; die Inflationsfrage<\/li>\n<li>Nachhilfe f&uuml;r Angela M.<\/li>\n<li>Finanzmarkt: Neue Regeln<\/li>\n<li>Der Westen hilft nicht<\/li>\n<li>Leiharbeit: Stammbelegschaft unter Druck<\/li>\n<li>Rente: Die Schere geht auf<\/li>\n<li>Postbank: Zahlungspause bei Altersvorsorgeprodukt<\/li>\n<li>Gewinn von Ergo bricht ein<\/li>\n<li>Kinderarmut: Suppe f&uuml;r die<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3845\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3845","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3845","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3845"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3845\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3845"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3845"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3845"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}