{"id":3847,"date":"2009-03-25T09:22:44","date_gmt":"2009-03-25T08:22:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3847"},"modified":"2009-03-25T09:22:44","modified_gmt":"2009-03-25T08:22:44","slug":"hinweise-des-tages-858","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3847","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(MB\/WL)<br>\nHeute unter anderem mit folgenden Themen: <\/p><ul>\n<li>Wir wurden betrogen! Willy Wimmer erinnert an den NATO-Einsatz gegen Jugoslawien<\/li>\n<li>Die &Ouml;konomen sind Schuld, nicht die &Ouml;konomie<\/li>\n<li>&ldquo;Milliarden werden ohne Sinn und Verstand verschleudert&rdquo;<\/li>\n<li>James Galbraith: &ldquo;Es wird h&ouml;chste Zeit, die Banker f&uuml;r die Allgemeinheit arbeiten zu lassen<\/li>\n<li>Untersuchungsausschuss zu HRE gefordert<\/li>\n<li>Gysi zum HRE-Gesetz<\/li>\n<li>&raquo;Es wird grausam f&uuml;r den Arbeitsmarkt&laquo;<\/li>\n<li>Studie zweifelt an Qualit&auml;t von Prognosen<\/li>\n<li>US-Regierung bereitet Not&uuml;bernahmen vor<\/li>\n<li>Freie Bahn f&uuml;r Kursraketen<\/li>\n<li>USA: Die Finanzkrise zeigt ihr Gesicht<\/li>\n<li>Gesch&auml;fte in Oasen laufen weiter<\/li>\n<li>Exportr&uuml;ckgang um 6,0%<\/li>\n<li>Chef der Textilkette KiK &uuml;ber den Vorwurf des Lohndumpings<\/li>\n<li>Was variable Rentenpolicen bringen<\/li>\n<li>Schlauer als die Milliard&auml;re<\/li>\n<li>Krankenkassen brauchen 2010 Zusatzbeitr&auml;ge<\/li>\n<li>Stromriesen contra Windkraft<\/li>\n<li>Ackermanns Gehalt schrumpft um 90 Prozent<\/li>\n<li>Immer mehr Patienten &uuml;berleben Krebs<\/li>\n<li>FDP bekommt Spenden aus der Steueroase Schweiz<\/li>\n<li>Gef&auml;hrdete japanische Mittelstandsgesellschaft<\/li>\n<li>Ostdeutsche Milchm&auml;dchenrenten <\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3847&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Wir wurden betrogen! Willy Wimmer erinnert an den NATO-Einsatz gegen Jugoslawien<\/strong><br>\nAls am 24. M&auml;rz 1999 die ersten Bomben auf Belgrad fielen, wollte das in Deutschland noch kein Regierungsmitglied Krieg nennen. Der damalige Au&szlig;enminister Joschka Fischer beispielsweise nannte den NATO-Einsatz eine &ldquo;Verteidigung der Menschenrechte&rdquo;, man m&uuml;sse eine &ldquo;humanit&auml;re Katastrophe&rdquo; verhindern. Dass damals jedoch ganz andere Interessen im Vordergrund standen, erkl&auml;rt Willy Wimmer im Interview. Der CDU-Bundestagsabgeordnete war unter Helmut Kohl f&uuml;r Vermittlungen mit Jugoslawien zust&auml;ndig und 1999 einer der wenigen Gegner des NATO-Angriffs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/nachhoeren\/politikum.html\">wdr5 Politikum (24.03.2009)<\/a>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Legitim, aber nicht legal &ndash; vor zehn Jahren: Der Kosovo-Krieg und der erste Kampfeinsatz der Bundeswehr<\/strong><br>\nPiacenza, 24. M&auml;rz 1999, 19.00 Uhr. Vom Fliegerhorst der italienischen Luftwaffe aus starten zum ersten Mal in der Geschichte Bundeswehr-Kampfflugzeuge in einen Einsatz. Um 20.00 Uhr sollten die Luftoperationen, wie es damals hie&szlig;, &uuml;ber dem Kosovo beginnen. Aufgabe der Bundeswehr-Tornados war es, das gegnerische Luftabwehrradar zu identifizieren und zu unterdr&uuml;cken.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/939072\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/03\/23\/dlf_20090323_1840_c05e0ec6.mp3\">Deutschlandradio (Audio-Podcast)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die &Ouml;konomen sind Schuld, nicht die &Ouml;konomie<\/strong><br>\nEs waren &Ouml;konomen, die die Ansicht legitimiert und popul&auml;r gemacht haben, dass eine uneingeschr&auml;nkte Finanzwirtschaft ein Segen f&uuml;r die Gesellschaft ist. Fast alle waren einer Meinung, wenn es um &bdquo;die Gefahren der &Uuml;berregulierung durch die Regierung&ldquo; ging. Ihre fachliche Kompetenz &ndash; oder was zu der Zeit als solche schien &ndash; verlieh ihnen eine privilegierte Position als Meinungsmacher sowie Zugang zu den Schaltstellen der Macht. Sie verga&szlig;en, dass es viele andere Modelle gibt, die in v&ouml;llig andere Richtungen f&uuml;hren. Durch Hybris entstehen blinde Flecken. An den Lehrb&uuml;chern &ndash; zumindest denen, die in Kursen f&uuml;r Fortgeschrittene verwendet werden &ndash; ist nichts auszusetzen. W&auml;hrend einer weiterf&uuml;hrenden Ausbildung in den Wirtschaftswissenschaften setzt man sich im Detail mit Marktversagen und den unz&auml;hligen M&ouml;glichkeiten auseinander, wie Regierungen dazu beitragen k&ouml;nnen, M&auml;rkte besser funktionieren zu lassen. Tats&auml;chlich ist die &Ouml;konomie ein Werkzeugkasten mit mannigfaltigen Modellen &ndash; jedes ist eine andere, stilisierte Darstellung irgendeines Aspektes der Realit&auml;t. Das K&ouml;nnen eines &Ouml;konomen h&auml;ngt von der F&auml;higkeit ab, das richtige Modell f&uuml;r die entsprechende Situation auszuw&auml;hlen. Hinzukommt, dass &Ouml;konomen ihre intellektuellen Zweifel nur widerwillig mit der &Ouml;ffentlichkeit teilen, um &bdquo;die Barbaren [nicht zu] erm&auml;chtigen&ldquo;. Kein &Ouml;konom kann vollkommen sicher sein, dass das von ihm bevorzugte Modell korrekt ist. Aber wenn er und andere es in einem Ma&szlig;e verfechten, das Alternativen ausschlie&szlig;t, vermitteln sie letzen Endes einen v&ouml;llig &uuml;bertriebenes Ma&szlig; an Sicherheit dar&uuml;ber, welche Vorgehensweise erforderlich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/print_commentary\/rodrik29\/German\">Projekt Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Etwas einfach macht es sich der gesch&auml;tzte Dani Rodrik schon und unterschl&auml;gt, dass die M&auml;r des sich selbst regulierenden oder stabilisierenden Marktes den Interessen nutzenmaximierender Individuen dient, vor allem den mit Marktmacht ausgestatteten, deren Wohlwollen sich auch gerne Wirtschaftswissenschaftler (und Politiker) versichern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Milliarden werden ohne Sinn und Verstand verschleudert&rdquo;<\/strong><br>\nDie Regierung gibt f&uuml;r die Bankenrettung Milliarden aus &ndash; was k&uuml;nftige Generationen massiv belastet, kritisiert Volker Hauff. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE wirft der Zukunftsberater der Regierung dem Staat vor, keine Strategie zu haben und die &ldquo;Lahmen und Fu&szlig;kranken&rdquo; zu retten.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Aber warum schweigt die &Ouml;ffentlichkeit?<br>\nHauff: Weil niemand im politischen Bereich die Dinge auf den Punkt bringt. Weil es niemanden gibt, der eine langfristige Strategie entwickelt. Stattdessen werden ohne Sinn und Verstand Milliarden verschleudert. Mich erinnert das an die Erd&ouml;lkrise in den siebziger Jahren &ndash; das damalige Zukunftsinvestitionsprogramm ist komplett verpufft. Deshalb sollte man Verantwortliche fragen, die mit solchen Entwicklungen Erfahrungen haben und Lehren daraus gezogen haben. Stattdessen sind &uuml;berall die Akteure am Werk, die die Krise verursacht haben. Das kann nicht gut gehen &ndash; denn keiner im Bankenbereich redet bislang &uuml;ber die Fehler. Stattdessen sind alle dabei, die Situation sch&ouml;n zu reden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-615094,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Volker Hauff m&uuml;sste es eigentlich besser wissen: Dass das ZIP komplett verpufft sei, ist kompletter Unsinn.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Untersuchungsausschuss zu HRE gefordert<\/strong><br>\nDer Niedergang der Bank Hypo Real Estate (HRE) und die massiven Staatshilfen f&uuml;r den Immobilienfinanzierer sollen im Wahljahr von einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss durchleuchtet werden. Die Bundestagsfraktion der FDP beschloss die Einsetzung des Gremiums. Zuvor hatte bereits die Partei Die Linke damit gelieb&auml;ugelt, die Gr&uuml;nen sind ebenfalls daf&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/untersuchungsausschuss-zu-hre-gefordert;2213498\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Gysi zum HRE-Gesetz<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iFm5qT8fxTQ&amp;eurl=http%3A%2F%2Fwww.zeitgeistlos.de%2Fzgblog%2F&amp;feature=player_embedded\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Es wird grausam f&uuml;r den Arbeitsmarkt&laquo;<\/strong><br>\nDie Konjunkturprogramme sind zu schlapp. Die Abwrackpr&auml;mie hat zweifelhafte Wirkung. Ein Gespr&auml;ch mit Heinz-Josef Bontrup, Wirtschaftswissenschaftler an der Fachhochschule Gelsenkirchen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/03-25\/031.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>Metallindustrie: &bdquo;Schwerste Krise seit dem Krieg&ldquo;<\/strong><br>\nWegen des beispiellosen Konjunktureinbruchs droht der Metall- und Elektroindustrie ein kr&auml;ftiger Personalabbau. &bdquo;In Umfragen rechnen bis zu 50 Prozent unserer Mitgliedsunternehmen im Laufe des Jahres mit Besch&auml;ftigungsr&uuml;ckgang&ldquo;, sagte der Pr&auml;sident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, am Dienstag in Berlin. Erste Unternehmen h&auml;tten bereits betriebsbedingte K&uuml;ndigungen anmelden m&uuml;ssen. &bdquo;Und es werden in absehbarer Zukunft sicher noch mehr werden&ldquo;, warnte Kannegiesser. Die Metallindustrie sei in nur wenigen Monaten vom &bdquo;h&ouml;chsten Konjunkturgipfel in die schwerste Krise der Nachkriegsgeschichte&ldquo; geschlittert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/_b=2213389,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Studie zweifelt an Qualit&auml;t von Prognosen<\/strong><br>\nSoviel Selbstkritik ist selten: Das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), wegen zu optimistischer Konjunkturvorhersagen selbst in die Kritik geraten, geht in die Offensive und zieht gegen das Prognosewesen der &Ouml;konomen zu Felde. Dazu lie&szlig; das Institut eigens eine Studie erstellen mit dem vernichtenden Ergebnis: die Prognostiker haben versagt &ndash; nicht einmal, sondern eigentlich schon immer. Zwar w&uuml;rden Konjunkturprognosen schon immer wegen ihrer &ldquo;vermeintlich zu geringen Verl&auml;sslichkeit&rdquo; kritisiert, hei&szlig;t es in einer Studie des DIW mit dem Titel &ldquo;Geben Konjunkturprognosen eine gute Orientierung?&rdquo;, die Handelsblatt.com vorliegt. Doch in der gegenw&auml;rtigen Rezession sei &ldquo;die Kritik st&auml;rker geworden, weil die Prognostiker das Tempo der wirtschaftlichen Talfahrt untersch&auml;tzt haben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/_b=2212704,_p=31,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir zweifeln diese Prognosen zwar auch an, aber diese Kritik des DIW ist wohl eher ein sp&auml;ter Racheakt daf&uuml;r, dass dieses Institut aus dem Gemeinschaftsgutachten herausgeflogen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>US-Regierung bereitet Not&uuml;bernahmen vor<\/strong><br>\nDie US-Regierung will den Kongress um weitere Vollmachten f&uuml;r &Uuml;bernahmen bitten. K&uuml;nftig sollen auch Verstaatlichungen von Versicherern und Hedgefonds m&ouml;glich sein. F&uuml;r die Rettung der Finanzbranche sei wohl mehr Geld n&ouml;tig, warnt Finanzminister Timothy Geithner. Derweil fordert das DIW erneut eine Bad Bank in Deutschland. Wie die &ldquo;Washington Post&rdquo; in seiner Dienstagausgabe unter Berufung auf ein Regierungsdokument schrieb, solle die Machtbefugnis auch f&uuml;r gro&szlig;e Versicherer, Investmentfirmen und Hedgefonds gelten, deren Zusammenbruch der Wirtschaft schaden k&ouml;nne. Bisher kann die US-Regierung nur Banken verstaatlichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,615141,00.html\">manager-magazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Freie Bahn f&uuml;r Kursraketen<\/strong><br>\nDas Rettungspaket der US-Regierung l&auml;sst die Kurse fliegen. Wenn tats&auml;chlich private Investoren den M&uuml;ll aus den Bankbilanzen schaufeln, k&ouml;nnte das der ersehnte Befreiungsschlag sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1697409&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nun haben Raketen die Eigenart, genauso schnell wie sie hinausschie&szlig;en auch wieder herunterzukommen. Die Wall Street schloss bereits wieder im Minus. Das Erste, was den B&ouml;rsianer wohl auffiel, war, wie Paul Krugman bemerkte, dass Gewinne ohne hohes Risiko zu machen seien, das eigentliche Risiko trage letztlich der Steuerzahler. Inzwischen h&ouml;rt man aber von B&ouml;rsianern, warum sollte sich eine Bank von einem Wertpapier trennen, von dem sich die so genannten Public-Private Investment-Funds eine Wertsteigerung gegen&uuml;ber dem Kaufpreis versprechen. Die Bank habe ja eher ein Interesse, Papiere mit einem Abw&auml;rtspotenzial loszuwerden, an denen den Anlegern wiederum nicht gelegen sei. Die Schnittmenge, bei der Anleger als auch Banken die Problempapiere unterschiedlich einsch&auml;tzten, sei eher klein. Das hei&szlig;t aber, dass nur wenige Transaktionen zustandek&auml;men.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>USA: Die Finanzkrise zeigt ihr Gesicht<\/strong><br>\n&ldquo;Tent City&rdquo;, Zeltstadt in Sacramento &ndash; hier landen Menschen, die Haus und Hof verloren haben. Wie vor 80 Jahren, als die &ldquo;Great Depression&rdquo; Tausende nach Kalifornien trieb. Doch heute sind es keine Arbeiter und Bauern, die hier Zuflucht suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/Zeltstadt-Finanzkrise;art1117,2758213?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesch&auml;fte in Oasen laufen weiter<\/strong><br>\nTrotz steigenden Drucks betreibt die Deutsche Bank nach wie vor Gesch&auml;fte auf den Kanal- und Cayman-Inseln. Die Union blockiert SPD-Gesetzentwurf gegen Steuerflucht. Ihre Dienstleistung f&uuml;r die wohlhabende Kundschaft beschreibt die Deutsche Bank ohne Umschweife: &ldquo;&hellip; der Vorteil besteht oft darin, die Steuerbelastung zu reduzieren &hellip;&rdquo; Mit solchen und &auml;hnlichen Hinweisen wirbt die gr&ouml;&szlig;te Bank des Landes weiterhin f&uuml;r die Kapitalanlage in Steueroasen. Diese Gesch&auml;fte laufen weiter, obwohl der politische Druck auf die Banken und die Regierungen der Steuerhinterzieher-Staaten steigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/geschaefte-in-oasen-laufen-weiter\/?type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Exportr&uuml;ckgang um 6,0%<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gingen die deutschen Ausfuhren im vierten Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,0% auf ins&shy;gesamt 233,8 Milliarden Euro zur&uuml;ck. Preisbereinigt sanken die Ausfuhren im gleichen Zeitraum um 7,8%. F&uuml;r das Gesamtjahr 2008 ergab sich ein Anstieg der Exporte gegen&uuml;ber dem Jahr 2007 um 3,1% auf insgesamt 994,9 Milliarden Euro. Preisbereinigt erh&ouml;hten sich die Ausfuhren 2008 um 1,9%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2009\/03\/PD09__113__51,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><strong>Chef der Textilkette KiK &uuml;ber den Vorwurf des Lohndumpings <\/strong><br>\nStreit mit Ver.di und Marken vom Discounter: &ldquo;Wir werden falsch verstanden&rdquo;<br>\nHerr Heinig, Sie sind gerade in der zweiten Instanz zur Lohnnachzahlung verurteilt worden, sprechen dabei aber von zwei Einzelf&auml;llen. Hei&szlig;t das, Sie bezahlen ihre &uuml;brigen 14 000 Mitarbeiter nach Recht, Gesetz und den guten Sitten entsprechend?<br>\nStefan Heinig: KiK bezahlt fair, markt&uuml;blich und p&uuml;nktlich. Und das schon seit Jahren. Im &Uuml;brigen geht es hier nicht um alle unsere 14 000 Mitarbeiter, sondern allenfalls um die Gruppe der 3500 so genannten 400-Euro-Kr&auml;fte.<br>\nZumindest in diesen beiden F&auml;llen m&uuml;ssen Sie jetzt statt eines Stundenlohns von 5,20 Euro 8,21 Euro zahlen. Es gibt Leute, die Ihre Praktiken Lohndumping nennen.<br>\nHeinig: Genau das &auml;rgert mich, denn es ist in Wahrheit nichts dergleichen. Wir werden in der &Ouml;ffentlichkeit falsch verstanden, vielleicht sogar mit Absicht. Jedenfalls kann man nicht behaupten, dass Ver.di die Angelegenheit fair darstellt. Die Wahrheit ist: Die Mitarbeiterinnen bekommen nach dem Urteil faktisch weniger Geld als vorher. Aber in der Berichterstattung werden &auml;u&szlig;erst unfair Netto- und Bruttol&ouml;hne durcheinender geworfen, da werden &Auml;pfel mit Birnen verglichen.<br>\nSortieren Sie mal: Was sind die &Auml;pfel, und was sind die Birnen?<br>\nHeinig: Beginnen wir mit dem, was wir in den beiden strittigen F&auml;llen gezahlt haben, n&auml;mlich 6,80 Euro pro Stunde. Davon haben wir &ndash; was bei den 400-Euro-Jobs m&ouml;glich ist &ndash; pauschal 30 Prozent f&uuml;r Steuer und Sozialversicherungsabgaben abgezogen und weitergegeben, dann m&uuml;ssen sich die Mitarbeiterinnen darum nicht mehr k&uuml;mmern. Sie haben also 5,20 Euro ausbezahlt bekommen. Das ist der Nettolohn. Von dem geht nichts mehr runter.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/welt_print\/article3424735\/Wir-werden-falsch-verstanden.html?print=yes\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung N.T.:<\/strong> Keiner versteht ihn, die Gesellschaft ist ja soo ungerecht. M&uuml;ssen wir jetzt mit dem Textildiscounter und seinem Chef Mitleid haben?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung:<\/strong> Ohne die beiden vor Gericht verhandelten Minijobs zu kennen &ndash; die meisten Minijobs sind f&uuml;r die Arbeitnehmer\/innen sozialversicherungsfrei und die Arbeitgeber zahlen nur sehr geringe pauschale Sozialversicherungsbeitr&auml;ge (15% Rentenversicherungsbeitrag &ndash; die Mitarbeiter\/innen k&ouml;nnen die Differenz zu 19,9% aufstocken &ndash; und 13% Krankenversicherungsbeitrag). Diese geringen Sozialversicherungsbeitr&auml;ge sind ja auch seit Jahren der Grund daf&uuml;r, dass regul&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in Minijobs aufgeteilt werden. Die Lohnsteuer ist sehr gering und wird oft pauschal vom Arbeitgeber &uuml;bernommen.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.minijob-zentrale.de\/nn_10774\/DE\/2__AG\/1__geringfuegige__beschaeftigung\/InhaltsNav.html?__nnn=true#doc10940bodyText1\">Minijobzentrale<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.minijob-zentrale.de\/nn_10774\/DE\/2__AG\/1__geringfuegige__beschaeftigung\/1__pauschalabgaben\/InhaltsNav.html?__nnn=true\">Minijobzentrale<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.minijob-zentrale.de\/nn_10774\/DE\/2__AG\/4__steuerrecht\/1__besteuerung__gering\/InhaltsNav.html?__nnn=true\">Minijobzentrale<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Was variable Rentenpolicen bringen<\/strong><br>\nAnbieter variabler Rentenpolicen versprechen gute Renditen und hohe Sicherheit. Doch die Garantie ist f&uuml;r den Anleger nicht billig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/:Portfolio-Was-variable-Rentenpolicen-bringen\/490979.html\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Schlauer als die Milliard&auml;re<\/strong><br>\nUnter dem Titel Perspektiven ver&ouml;ffentlicht die S&auml;chsische Zeitung kontroverse Essays und Analysen zu aktuellen Themen. Texte, die aus der pers&ouml;nlichen Sicht des Autors zur Diskussion anregen sollen. Heute: Wirtschaftsprofessor Gert G. Wagner &uuml;ber die erstaunliche Gelassenheit der deutschen Sparer in der weltweiten Finanzkrise.<br>\nAuch die meisten Rentner k&ouml;nnen bislang beruhigt sein: Sie beziehen umlagefinanzierte Renten, die von der Finanzmarktkrise nicht direkt betroffen sind. 2009 werden die Renten sogar deutlich steigen. Und da die Riester-Vertr&auml;ge, mit denen man seine Zukunft am Kapitalmarkt absichern soll, sich &ndash; trotz neuer Rekordzahlen, die gemeldet werden &ndash; nach wie vor nur schleppend verkaufen, m&uuml;ssen die meisten Menschen mittleren Alters auch nicht bef&uuml;rchten, dass ihr k&uuml;nftiges Alterseinkommen von Verlusten geschm&auml;lert wird. Insofern stimmt es, dass die derzeit noch halbwegs gute Stimmung etwas mit &bdquo;finanzieller Unbildung&ldquo; zu tun hat. Aber genau andersherum als &Ouml;konomen sich das vorgestellt haben: Weil die Menschen in Deutschland in Finanzdingen sehr konservativ sind, haben jetzt viele zu Recht keine Angst vor der Finanzkrise.<br>\nZwar stimmen die Prognosen der Finanzberater, dass die gesetzliche Rente langfristig kein besonders gutes Gesch&auml;ft ist, durchaus, aber daf&uuml;r sichert sie auch die privat nicht vern&uuml;nftig versicherbare &bdquo;Erwerbsunf&auml;higkeit&ldquo; ab und die gesetzliche Rente kennt auch keine kurzfristig katastrophalen Entwicklungen. Und wir leben nun einmal in der kurzen Frist. Wer jetzt in Rente geht und auf eine kapitalgedeckte Rente angewiesen w&auml;re, wie das bei vielen Amerikanern der Fall ist, dem ist nicht geholfen, wenn in 20 Jahren sein Verm&ouml;gen wieder enorm angewachsen sein m&ouml;ge. Denn er kann diesen zwar wahrscheinlichen, aber unsicheren Verm&ouml;genszuwachs nicht beleihen und hier und heute nicht davon leben!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/_sitetools\/news\/printversion.asp?id=2110043&amp;URL=\/nachrichten\/artikel.asp\">S&auml;chsische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Krankenkassen brauchen 2010 Zusatzbeitr&auml;ge<\/strong><br>\nKassenpatienten m&uuml;ssen sich darauf einstellen, im n&auml;chsten Jahr einen Zusatzbeitrag f&uuml;r ihre gesetzliche Krankenversicherung zu zahlen. Das geht aus dem Monatsbericht der Bundesbank hervor. Auch die Versicherer selber spielen das Szenario durch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Lage-der-Sozialkassen-Krankenkassen-brauchen-2010-Zusatzbeitr%E4ge\/491326.html\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Stromriesen contra Windkraft<\/strong><br>\nEon und EdF wollen die erneuerbaren Energien deckeln, damit die Atomwirtschaft nicht ins Hintertreffen ger&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1698084&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Lichtblick<\/strong><br>\nEs ist schon fast wieder sympathisch, wie offen &ndash; man k&ouml;nnte auch sagen unverhohlen &ndash; Eon vorgeht beim Verteidigen des eigenen Gesch&auml;ftsmodells. Dabei ist die Analyse der Konzernstrategen &uuml;ber den britischen Energiemarkt zutreffend: Atomkraft und erneuerbare Energien vertragen sich nicht &ndash; ein Argument, das bislang &uuml;brigens Kernkraftgegner angef&uuml;hrt haben. Es zeigt, dass die einst als &Ouml;ko-Spinner verspotteten Erzeuger regenerativer Energie von den ganz Gro&szlig;en inzwischen als Bedrohung wahrgenommen werden. Wenn das so weitergeht, vor allem wenn der Fortschritt der Fertigungstechniken so weitergeht, werden wir in f&uuml;nf, sechs Jahren auf unseren Hausd&auml;chern Strom zum Steckdosenpreis produzieren k&ouml;nnen. Genau davor haben Eon und Co. furchtbar Angst. Denn dann brauchen wir die Atomkraftwerke nicht mehr. Die Versorgung mit Strom durch gro&szlig;e zentrale Kraftwerke wird abgel&ouml;st von einer dezentralen Struktur: Viele kleine Erzeuger schlie&szlig;en sich zu Netzen zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1698081&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch noch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Generation Atom<\/strong><br>\nBei der Jugend schwinden die Vorbehalte gegen Kernkraft. Die Branche nutzt die positive Stimmung und verpackt die Kernbotschaft in flotte Spr&uuml;che.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/generation-atom-390643\/print\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ackermanns Gehalt schrumpft um 90 Prozent<\/strong><br>\nMisserfolg schl&auml;gt also doch auf die Managergeh&auml;lter durch: Dem gesamten Vorstand der Deutschen Bank sind 2008 alle erfolgsabh&auml;ngigen Komponenten des Gehaltes gestrichen worden. Deutsche-Bank-Chef Ackermann muss damit auf 90 Prozent seiner Bez&uuml;ge von 2007 verzichten &ndash; und bekam 1,39 Millionen Euro&hellip;dank &uuml;ppiger Boni hatte der Vorstandschef zuletzt fast 14 Millionen Euro verdient.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/boerse.ard.de\/content.jsp?key=dokument_342044\">B&ouml;rse.ARD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da muss sich Ackermann aber einschr&auml;nken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Immer mehr Patienten &uuml;berleben Krebs<\/strong><br>\nErfolgreicher Kampf gegen Krebs: Einer europ&auml;ischen Studie zufolge steigt die Zahl derjenigen, die ihre Tumorerkrankung &uuml;berleben. Doch die Qualit&auml;t der Therapie unterscheidet sich in den L&auml;ndern stark. W&auml;hrend Polen das Schlusslicht ist, gl&auml;nzt Frankreich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/0,1518,druck-615143,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In einem gut recherchierten Artikel w&uuml;rde man auch gerne N&auml;heres zur Position Deutschlands erfahren und nicht Interviews aus dem letzten Jahr. Desweiteren fehlt eine Problematisierung des Fr&uuml;herkennungssystems in Deutschland vor den Hintergrund gesundheitspolitischer Entscheidungen der letzten Jahre. Generell ist wieder einmal festzustellen, dass der Standort Deutschland, der sich h&auml;ufig in seinem omin&ouml;sen Titel Exportweltmeister sonnt, in vielen anderen Bereichen schw&auml;chelt. Die Erfolge des Export- und Handelskapitals sind auch bei der Gesundheit der B&uuml;rger nicht angekommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>FDP bekommt Spenden aus der Steueroase Schweiz<\/strong><br>\n&Uuml;ber 75.000 Euro aus der Steuerfluchtburg Schweiz, die derzeit bei vielen Politikern am Pranger steht, konnten sich die FDP und ihr Chef Guido Westerwelle freuen. Als Adresse des Absenders firmierte eine Villa in der Dufourstra&szlig;e 121 in St. Gallen. Rund 50 wenig bekannte Aktiengesellschaften oder Holdings mit Namen wie Alpha, Omega oder Jupiter logieren in dem &uuml;berschaubar gro&szlig;en Haus.<br>\nDie deutsche Finanzaufsicht BaFin r&auml;t m&ouml;glichen Anlegern bei solchen Anschriften in der Schweiz eher zur Vorsicht.<br>\nAuch einige Weggef&auml;hrten von Westerwelle sind zumindest formal mit dem Spender-Domizil in der Dufourstra&szlig;e 121 gesch&auml;ftlich verbunden.<br>\nSein Bruder Kai ist laut Handelsregister Verwaltungsrats-Pr&auml;sident der dort ans&auml;ssigen Taishan Invest AG. J&ouml;rg Arntz, pers&ouml;nlicher Assistent des FDP-Chefs bis 2007, ist danach Vizepr&auml;sident der ebenfalls dort gemeldeten Mountain Super Angel AG, deren Aktien im Freiverkehr an der Frankfurter B&ouml;rse als sogenannte &laquo;Pennystocks&laquo; derzeit f&uuml;r unter 40 Cent je St&uuml;ck gehandelt werden.<br>\nPers&ouml;nlicher Absender der FDP-Spende aus St. Gallen im Jahr 2008 war Cornelius Boersch, der Westerwelle nach eigenen Angaben seit Jahren als Wirtschaftsberater zur Seite steht.<br>\nDer FDP-Chef nahm, wie das Bundestags- Handbuch zu den Nebeneink&uuml;nften ausweist, in der Vergangenheit wiederholt Einladungen gegen stattliches Honorar zu Vortr&auml;gen vor der Schweizer Finanzwelt an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nn-online.de\/artikel.asp?art=988818&amp;kat=3&amp;man=3\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht verstehen Sie jetzt besser, warum sich Westerwelle so massiv f&uuml;r die Steuerhinterziehungsoasen einsetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gef&auml;hrdete japanische Mittelstandsgesellschaft<\/strong><br>\nFragt man einen Japaner, wie er seinen sozialen Status beschreiben w&uuml;rde, so wird man in der Regel die Antwort bekommen, dass er sich als Angeh&ouml;riger des Mittelstands betrachtet. Der wirtschaftliche Aufstieg nach dem Kriege machte es m&ouml;glich, dass immer mehr Japaner sich ein H&auml;uschen und ein Auto sowie alle m&ouml;glichen Haushaltsger&auml;te leisten konnten. Anderseits vermieden es die Angeh&ouml;rigen der Elite, durch protziges Auftreten den Eindruck einer Klassengesellschaft zu schaffen. Mit dem Platzen der Spekulationsblase Ende der achtziger Jahre wurden zwei Eckwerte des bisherigen japanischen Gesellschaftsvertrags, die lebenslange Besch&auml;ftigung und das Seniorit&auml;tsprinzip, im Interesse der Effizienzsteigerung in ihrem Stellenwert kr&auml;ftig reduziert. Immer mehr Firmen lockerten die Anstellungsverh&auml;ltnisse und stellten tempor&auml;re Arbeitskr&auml;fte ein. Es entstand der neue Typ des &laquo;Freeter&raquo;, eine Wortkombination von &laquo;freelance&raquo; und &laquo;Arbeiter&raquo;. &Uuml;ber die Jahre hinweg sollten schliesslich die &laquo;Freeter&raquo;, die auf Zeit Besch&auml;ftigten, einen Drittel aller Arbeitskr&auml;fte stellen. Solange zu Beginn des 21. Jahrhunderts der vorwiegend von der Exportindustrie getragene Aufschwung anhielt, waren die &laquo;Freeter&raquo; in einer Gesellschaft, die mit einem durch die rasche &Uuml;beralterung bedingten Arbeitskr&auml;ftemangel zu k&auml;mpfen hat, willkommen. Mit der j&uuml;ngsten Krise sollte sich indessen das Blatt drastisch wenden. Unter den Zehntausenden von Arbeitskr&auml;ften, die in den letzten Monaten und Wochen entlassen wurden, stellen Ausl&auml;nder und &laquo;Freeter&raquo; den Hauptharst. Unter den zunehmend schwierigen Bedingungen kommen nun auch Fakten an den Tag, welche den sozialen Abstieg vieler Japaner aufzeigen und damit Japans Anspruch, eine Mittelstandsgesellschaft zu sein, in Frage stellen.<br>\nIn den japanischen Medien ist in letzter Zeit vermehrt das Thema der &laquo;working poor&raquo; aufgegriffen worden. Betroffen sind neben den &laquo;Freeter&raquo; vor allem auch die Frauen. Die Menschen arbeiten zwar, verm&ouml;gen aber aufgrund der minimalen Sal&auml;re nicht mehr den Abstieg in die Armut zu verhindern. Extreme Beispiele dieser neuen Armut sind Obdachlose, die in &ouml;ffentlichen Anlagen ihr Zelt aufschlagen oder die in Internetcaf&eacute;s die Nacht verbringen. Inzwischen kann man auch einige Kleinstunternehmer zu den &laquo;working poor&raquo; z&auml;hlen. Das Versiegen von Auftr&auml;gen zwingt manch einen Kleinstunternehmer dazu, auf sein Erspartes zur&uuml;ckzugreifen, um den Betrieb noch am Leben zu halten. Im Gegensatz zu den USA, wo die &ouml;ffentliche Infrastruktur vernachl&auml;ssigt wurde, braucht Japan keine neuen Strassen und Br&uuml;cken. Viel gr&ouml;sser ist der Nachholbedarf im Wohnungsbereich. Allzu viele Japaner leben noch sehr beengt und auf jeden Fall nicht in Umst&auml;nden, die man mit der zweitgr&ouml;ssten Volkswirtschaft der Welt in Verbindung bringen w&uuml;rde. Vor diesem Hintergrund kann es nicht &uuml;berraschen, dass die OECD Tokio ermahnt hat, die Herausforderung der wachsenden Einkommensunterschiede ernst zu nehmen. Laut der OECD soll Japan inzwischen beim Reichtumsgef&auml;lle unter den Industriestaaten an vierter Stelle stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/gefaehrdete_japanische_mittelstandsgesellschaft_1.2247748.html?printview=true\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bemerkenswert ist, dass sich in den beiden wichtigsten Exportnationen unter den hochentwickelten Volkswirtschaften, Deutschland und Japan, ein &auml;hnliche gesellschaftliche Schieflage entwickelt. 41 Prozent der Japaner arbeiten heute entweder befristet, als Leiharbeiter oder in Teilzeit. Bei uns sind das etwa 30 Prozent, aber Japan hat auch etliche Krisenjahre mehr auf den Buckel. &Auml;hnlich auch die politische Reaktion. W&uuml;rde in Japan heute gew&auml;hlt, w&uuml;rden 10 Prozent der W&auml;hler links w&auml;hlen, allerdings &ldquo;richtig&rdquo; links. Die KP Japans hat enormen Zulauf, und die Reden des Parteichefs Kazuo Shii werden von Hunderttausenden im Internet heruntergeladen. Der 1929 erschienene, klassenk&auml;mpferische Roman &ldquo;Karnikosen&rdquo; wurde inzwischen fast 800.000 Mal verkauft gegen&uuml;ber 5000 Abnehmern pro Jahr in der Zeit davor. Das Be&auml;ngstigende ist, dass Japan uns die Situation zeigt, wenn alles wirtschaftspolitische Pulver verschossen ist. Die Fiskalpolitik lebt nach den St&uuml;tzungsprogrammen der 90er sowie den j&uuml;ngsten inzwischen mit einer Staatsverschuldung von fast 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und die Bank of Japan kann die Leitzinsen nicht mehr senken. Diese liegen seit 13 Jahren unterhalb der Ein-Prozent-Marke; zurzeit sind es 0,1 Prozent. Die Zentralbank akzeptiert schon l&auml;ngst Anleihen mit niedriger Bonit&auml;t als Sicherheit. Sie kauft derzeit langfristige Regierungsanleihen von 1,4 auf 1,8 Billionen Yen (14 Mrd. Euro) auf und erw&auml;gt, den Gesch&auml;ftsbanken durch &Uuml;bernahme nachrangiger Schuldverschreibungen im Umfang von einer Billion Yen (rund acht Milliarden Euro) unter die Arme zu greifen. Wie &uuml;berall sollen dadurch die Banken ermuntert werden, Firmen st&auml;rker mit Krediten zu versorgen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(MB\/WL)<br \/> Heute unter anderem mit folgenden Themen: <\/p>\n<ul>\n<li>Wir wurden betrogen! Willy Wimmer erinnert an den NATO-Einsatz gegen Jugoslawien<\/li>\n<li>Die &Ouml;konomen sind Schuld, nicht die &Ouml;konomie<\/li>\n<li>&ldquo;Milliarden werden ohne Sinn und Verstand verschleudert&rdquo;<\/li>\n<li>James Galbraith: &ldquo;Es wird h&ouml;chste Zeit, die Banker f&uuml;r die Allgemeinheit arbeiten zu lassen<\/li>\n<li>Untersuchungsausschuss zu HRE gefordert<\/li>\n<li>Gysi zum HRE-Gesetz<\/li>\n<li>&raquo;Es<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3847\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3847","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3847","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3847"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3847\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3847"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3847"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3847"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}