{"id":38473,"date":"2017-05-26T16:26:05","date_gmt":"2017-05-26T14:26:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473"},"modified":"2017-05-26T16:26:05","modified_gmt":"2017-05-26T14:26:05","slug":"hinweise-des-tages-ii-296","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h01\">Er will doch nur dealen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h02\">G7-Gipfel in Italien: Attac fordert gerechten Welthandel statt Standortkonkurrenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h03\">Anschlagsopfer! Und die Kriegsopfer?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h04\">Kirchentag vs. NATO-Gipfel: Merkel spricht von Abr&uuml;stung. Mehr aber auch nicht.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h05\">Nato-B&uuml;ndnisfall: Wenig Unterst&uuml;tzung in der deutschen Bev&ouml;lkerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h06\">Senkt die Mehrwertsteuer!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h07\">Sanktionen statt Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h08\">Macron nimmt seine erste gro&szlig;e Reform in Angriff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h09\">Austerit&auml;t auf ewig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h10\">&ldquo;Geiz ist geil, Waldburg-Zeil&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h11\">Gro&szlig;e Koalition feiert Tag des Grundgesetzes: An Doppelmoral kaum zu &uuml;berbieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h12\">Temer ruft das Milit&auml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h13\">Maulhelden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h14\">Eine folgenreiche Publikation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h15\">Zu guter Letzt: B&ouml;se &Uuml;bersetzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38473#h16\">Das Letzte: Deutscher Handels&uuml;berschuss: Drei Argumente gegen Trumps Kritik an deutschen Autoverk&auml;ufen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Er will doch nur dealen<\/strong><br>\nSich &uuml;ber Trump aufzuregen, ist nicht neu und kaum zielf&uuml;hrend. Tats&auml;chlich k&ouml;nnten die Nato-Mitglieder aus seinem Besuch etwas lernen.<br>\nMal ehrlich: Eigentlich haben doch alle nur darauf gewartet, dass Donald Trump einen Eklat provoziert. Ein Besuch im &bdquo;H&ouml;llenloch&ldquo; Br&uuml;ssel, noch dazu bei der ungeliebten EU und der &bdquo;obsoleten&ldquo; Nato, konnte doch nur mit neuen Provokationen und Misst&ouml;nen enden. Deshalb ist die Aufregung, mit der nun echte oder vermeintliche Trump-Zitate aus Br&uuml;ssel enth&uuml;llt werden, reichlich &uuml;bertrieben. Dass er Deutschland &bdquo;b&ouml;se, sehr b&ouml;se&ldquo; nennt oder die Nato-Mitglieder wie kleine Schuljungen und -m&auml;dchen zusammenstaucht, ist keine &Uuml;berraschung.<br>\nEine &Uuml;berraschung ist vielmehr, dass die Europ&auml;er diesem US-Pr&auml;sidenten den roten Teppich ausrollen. War es wirklich n&ouml;tig, dass die gesamte EU-F&uuml;hrungsriege f&uuml;r Trump Spalier steht? Nein, es war nicht n&ouml;tig. Ein kurzer Handshake eines EU-Politikers h&auml;tte v&ouml;llig gereicht. Eine &Uuml;berraschung ist auch, dass die Europ&auml;er immer noch nicht auf Trumps Provokationen vorbereitet sind. Hat man denn wirklich geglaubt, nach dem Besuch von Kanzlerin Angela Merkel in Washington sei die Welt wieder in Ordnung? Das w&auml;re nicht nur naiv, sondern fahrl&auml;ssig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kommentar-Trump-beim-Nato-Gipfel\/!5412709\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Umschmeichelter Trump<\/strong><br>\nAuf dem Treffen in Br&uuml;ssel hat der US-Pr&auml;sident durch seine br&uuml;ske Art der Milit&auml;rallianz hoffentlich zu der einen oder anderen Selbsterkenntnis verholfen<br>\nDonald Trump ist ein Segen f&uuml;r die NATO. Er verhilft ihr zu manchem Offenbarungseid, der wiederum Selbsterkenntnisse vorantreiben kann: &uuml;ber die Abh&auml;ngigkeit von den USA, das Gebot der Unterordnung unter Interessen der USA, das Bed&uuml;rfnis nach symbolischen Handreichungen, um den USA zu schmeicheln. Der formale Beitritt zur Anti-IS-Koalition ist von solchem Kaliber und eigentlich &uuml;berfl&uuml;ssig, da sich alle 28 NATO-Partner bereits mit diversen milit&auml;rischen Dienstleistungen im Anti-Terror-Kampf zeigen. Vielleicht ist es deshalb misslungen, den US-Pr&auml;sidenten mit dieser Aktion gn&auml;dig zu stimmen.<br>\nJedenfalls war Trump die Botschaft der Demut offenbar zu wenig, um beim Treffen in Br&uuml;ssel an sich zu halten. Es gab eine schwere R&uuml;ge wegen aus seiner Sicht viel zu geringer R&uuml;stungsbeitr&auml;ge der meisten NATO-Staaten. Bleibt die Frage, wollen sich die USA entlasten, indem sie anderen belasten, oder sich mehr Spielraum f&uuml;r eigene R&uuml;stungsprogramme verschaffen, die wegen der sich abzeichnenden Konflikte mit dem globalen Wettbewerber China gebraucht werden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/segensreicher-trump\">der Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>G7-Gipfel in Italien: Attac fordert gerechten Welthandel statt Standortkonkurrenz<\/strong><br>\nInformelle Clubs der M&auml;chtigen zugunsten der UN-Institutionen abschaffen!<br>\nAnl&auml;sslich des G7-Gipfel im sizilianischen Taormina kritisiert Attac die handelspolitische Agenda der G7 scharf. Statt einer Versch&auml;rfung der globalen Standortkonkurrenz durch Freihandel oder nationalistische Handelspolitik fordert Attac eine gerechte Welthandelsordnung.<br>\nNeben Gespr&auml;chen &uuml;ber Klimapolitik zielt die italienische G7-Pr&auml;sidentschaft darauf, eine Best&auml;tigung des Freihandelskurses in der Abschlusserkl&auml;rung zu verankern, w&auml;hrend die USA auf gr&ouml;&szlig;ere Spielr&auml;ume f&uuml;r eine nationalistische Handelspolitik pochen.<br>\n&ldquo;Bei dem G7-Gipfel gibt es nur die Wahl zwischen Pest und Cholera: Versch&auml;rfte globale Standortkonkurrenz durch Freihandel oder eine neue nationalistische Handelspolitik der USA&rdquo;, sagt Alexis Passadakis von der bundesweiten G20-Projektgruppe von Attac. &ldquo;Um der Ungleichheitskrise der neoliberalen Globalisierung zu begegnen, sind stattdessen st&auml;rkere soziale Standards im internationalen Handel n&ouml;tig. Transnationale Konzerne m&uuml;ssen auf Menschenrechte und die Einhaltung von Arbeits- und Umweltstandards verpflichtet werden. Zudem gilt es, die regionale wirtschaftliche Entwicklung zu unterst&uuml;tzen und Steuerflucht zu unterbinden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/g7-gipfel-in-italien-attac-fordert-gerechten-welthandel-statt-standortkonkurrenz\/\">attac<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Anschlagsopfer! Und die Kriegsopfer?<\/strong><br>\nDer (Terror-)Anschlag verursacht eine enorme Resonanz. Im Kontrast dazu l&ouml;sen unschuldige Kriegsopfer wenig Betroffenheit aus. Ein in England geborener, sozial und sexuell frustrierter, wahrscheinlich ideologisch verf&uuml;hrter und vielleicht angestifteter Secondo ermordet in Manchester 22 Kinder und Jugendliche und verletzt 59 weitere.<br>\nDie SRF-Tagesschau berichtete um 19.30 Uhr insgesamt 13 Minuten lang &uuml;ber diesen (Terror-)Anschlag, mit ausf&uuml;hrlichen &laquo;Verurteilungen&raquo; von Bundesr&auml;tin Doris Leuthard, Donald Trump, Angela Merkel und Emmanuel Macron: Alle wollen den &laquo;Terror&raquo; noch st&auml;rker bek&auml;mpfen und betonen gleichzeitig, dass solche Anschl&auml;ge nie ganz verhindert werden k&ouml;nnen.<br>\nSeit Monaten bombardiert in Jemen eine US-gest&uuml;tzte saudische Koalition namentlich die ganze Infrastruktur des Landes wie Wasser- und Stromversorgung, Br&uuml;cken, Schulen und Spit&auml;ler. Tausende von unschuldigen Kindern, Jugendlichen und Familien sind ums Leben gekommen, schwer verletzt oder hungern. Nach Angaben von Dominik Stillhart vom IKRK sind bereits 11&rsquo;000 Menschen an Cholera erkrankt. Wochenlang haben die SRF-Tagesschau und viele grosse Schweizer Zeitungen &uuml;ber den Krieg in Jemen und die vielen unschuldigen Opfer kaum berichtet. Auch von Leuthard, Trump, Merkel oder Hollande war und ist nichts zu h&ouml;ren. [&hellip;]<br>\nWeitere Kriege w&uuml;ten zur Zeit im S&uuml;dsudan, in Somalia, Afghanistan und anderswo. Die vielen unschuldigen zivilen Opfer, darunter viele Kinder und Jugendliche, bringen es bei uns nur ausnahmsweise in die Schlagzeilen. Diese Kriege sind mit ein Grund f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingswelle nach Europa. [&hellip;]<br>\nWarum l&ouml;sen vereinzelte (Terror-)Anschl&auml;ge in Europa in den Medien und bei den Politikern eine derart breite Resonanz aus, w&auml;hrend die vielen zivilen Opfer von Kriegen nur selten eine Erw&auml;hnung finden?<br>\nWarum wird nicht heftig dar&uuml;ber debattiert, wie Kriege beendet werden k&ouml;nnen? Und warum nicht dar&uuml;ber recherchiert und informiert, wer die Kriege finanziert und wer die Waffen liefert?<br>\nSch&uuml;rt die Art und Weise der Information &uuml;ber die Terroranschl&auml;ge in Europa irrationale &Auml;ngste, welche Regierungen dazu ausn&uuml;tzen k&ouml;nnen, Freiheiten der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ungeb&uuml;hrlich einzuschr&auml;nken?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Medien\/Anschlagsopfer-Und-die-Kriegsopfer\/\">Infosperber<\/a>\n<p>dazu: <strong>Scientists race against time as Yemen&rsquo;s deadly cholera outbreak spirals<\/strong><br>\nAs Yemen&rsquo;s cholera outbreak gathers pace, an investigation is under way to determine whether a new and more deadly strain of the disease is responsible for a second wave of cases that hit the country last month.<br>\nWith more than 2,000 suspected cases reported daily, medical supplies are running low and in some hospitals beds are shared by up to six children. Scientists are urgently trying to identify the suspected new strain at specialist laboratories in France. Malnutrition, lack of clean water and a conflict that has destroyed infrastructure and hampered access to medical supplies have allowed the epidemic to escalate, according to those coordinating the aid response. &ldquo;This is the second wave of cholera we have seen here recently, and it is spreading at an alarming rate,&rdquo; said Nevio Zagaria, head of mission in Yemen for the World Health Organization (WHO).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/global-development\/2017\/may\/24\/scientists-race-against-time-yemen-deadly-cholera-outbreak-spirals\">The Guardian<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Pentagon best&auml;tigt mehr als 100 zivile Opfer in Mossul<\/strong><br>\nDas Pentagon hat die versehentliche T&ouml;tung von mindestens 105 Zivilisten bei einem Luftschlag in Mossul Ende M&auml;rz best&auml;tigt. Ein Gro&szlig;teil der Sch&auml;den sei jedoch nicht von der eingesetzten Munition verursacht worden. [&hellip;] Weder die Kr&auml;fte der Koalition noch lokale Sicherheitskr&auml;fte im Irak h&auml;tten davon Kenntnis gehabt, dass sich in dem Geb&auml;ude Zivilisten versteckt hielten. Der Angriff sei mit Pr&auml;zisionswaffen erfolgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/pentagon-bestaetigt-mehr-als-100-zivile-opfer-durch-luftangriff-in-mossul-15032793.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kirchentag vs. NATO-Gipfel: Merkel spricht von Abr&uuml;stung. Mehr aber auch nicht.<\/strong><br>\nDie Kanzlerin pl&auml;diert f&uuml;r &ldquo;Abr&uuml;stung&rdquo; und will das auch auf der Tagesordnung behalten: Hat die Bundesregierung denn beim gestrigen NATO-Gipfel in Br&uuml;ssel das Thema Abr&uuml;stung auf die Tagesordnung gesetzt und dar&uuml;ber mit den NATO-Partnern geredet? Dreimal d&uuml;rft ihr raten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6MMiKgTUxpo\">Jung und naiv via Youtube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nato-B&uuml;ndnisfall: Wenig Unterst&uuml;tzung in der deutschen Bev&ouml;lkerung<\/strong><br>\nLaut einer Pew-Studie lehnt die Mehrheit der Befragten in Deutschland einen Bundeswehreinsatz f&uuml;r den Fall ab, dass Russland ein benachbartes Nato-Mitgliedsland angreift<br>\nEine Studie des US-Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center zum Image der Nato liefert ein paar interessante Momentaufnahmen. So wird zwar als genereller Trend festgestellt, dass die Zustimmung zur Nato gewachsen ist, aber bei den befragten Deutschen zeigen sich Grenzen der Bereitschaft, einen Bundeswehreinsatz im B&uuml;ndnisfall zu unterst&uuml;tzen.<br>\nDie Frage dazu lautet: &ldquo;Gesetzt den Fall, dass Russland in einen ernsthaften Konflikt mit einem seiner Nachbarl&auml;nder ger&auml;t, das unser Nato-Verb&uuml;ndeter ist, sollte Ihrer Meinung nach unser Land milit&auml;rische Mittel einsetzen, um dieses Land zu verteidigen oder sollte es davon absehen?&rdquo;<br>\nIn Deutschland wurden dazu vom 6. M&auml;rz bis 7. April 1.002 Personen &uuml;ber Telefon befragt. Bei ihnen zeigte sich im Vergleich zu den Befragten anderer L&auml;nder der geringste Anteil der &ldquo;Ja&rdquo;-Stimmen. Es waren lediglich 40 Prozent. Allerdings, und das passt zum eingangs erw&auml;hnten Trend, bei der letzten Umfrage 2015 waren es noch zwei Prozent weniger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nato-Buendnisfall-Wenig-Unterstuetzung-in-der-deutschen-Bevoelkerung-3725586.html?wt_mc=nl.tp-aktuell.taeglich\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die befragte Bev&ouml;lkerung liegt mit ihrer Mehrheitsmeinung durchaus richtig und denkt friedlicher als es vermutlich manch ein Politiker erhofft. Laut Nato-Vertrag ist ein Bundeswehreinsatz f&uuml;r den Fall, dass ein Nato-Mitglied &uuml;berfallen wird, nicht zwingend, denn in Artikel 5 <a href=\"http:\/\/www.nato.int\/cps\/en\/natolive\/official_texts_17120.htm?blnSublanguage=true&amp;selectedLocale=de\">steht<\/a> u.a.:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;(&hellip;) da&szlig; im Falle eines solchen bewaffneten Angriffs jede von ihnen in Aus&uuml;bung des in Artikel 51 der Satzung der Vereinten Nationen anerkannten Rechts der individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung der Partei oder den Parteien, die angegriffen werden, Beistand leistet, indem jede von ihnen unverz&uuml;glich f&uuml;r sich und im Zusammenwirken mit den anderen Parteien die Ma&szlig;nahmen, einschlie&szlig;lich der Anwendung von Waffengewalt, trifft, die sie f&uuml;r erforderlich erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Senkt die Mehrwertsteuer!<\/strong><br>\n&Auml;rmere Menschen in Deutschland werden steuerlich &auml;hnlich hoch belastet wie reichere. Wer Geringverdiener entlasten will, darf nicht bei der Einkommensteuer ansetzen.<br>\nGlaubt man den politischen Parteien, dann scheint die Steuerlast in Deutschland ungerecht verteilt zu sein. Sie &uuml;berbieten sich im Bundestagswahlkampf mit Versprechen von Steuererleichterungen an ihre W&auml;hler oder mit Forderungen nach Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Reiche. Die hohen fiskalischen &Uuml;bersch&uuml;sse von fast 24 Milliarden Euro im vergangenen Jahr haben Begehrlichkeiten geweckt. Der Bundestagswahlkampf wird wohl in den kommenden Monaten immer mehr zu einem Steuerwahlkampf. Gibt es daf&uuml;r einen guten Grund, wie sieht die Steuerbelastung f&uuml;r die Menschen wirklich aus?<br>\nDas deutsche Steuersystem beruht auf dem Grundprinzip der Leistungsf&auml;higkeit. Menschen mit hohen Einkommen aus Arbeit und Kapital sollen demnach einen h&ouml;heren Anteil ihres Einkommens zum staatlichen Steueraufkommen leisten &ndash; Steuern sollen prinzipiell progressiv sein. Das hei&szlig;t, sie sollen prozentual mit dem Einkommen steigen.<br>\nAber wie progressiv ist das deutsche Steuersystem wirklich? Veranschaulicht in einer Grafik liefert die Studie meines DIW-Kollegen Stefan Bach und seiner Co-Autoren vom IW K&ouml;ln und der FU Berlin dazu die Antwort. Zu entnehmen ist, welche Prozentanteile des gesamten Haushaltseinkommens f&uuml;r welche Steuern und Abgaben aufgebracht werden. Die Haushalte mit den geringsten Einkommen werden links, die mit den h&ouml;chsten ganz rechts in der Grafik gezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-05\/steuern-entlastungen-steuerpolitik-deutschland-geringverdiener\">Marcel Fratzscher auf Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Besonders die Grafik (der Wal in der Badewanne) widerlegt die &uuml;blichen kontrafaktischen Behauptungen, Arme (Niedrigl&ouml;hner, Hartz-IV-Betroffene) w&uuml;rden keine Steuern zahlen und sich auch sonst nicht am Staat beteiligen &ndash; eine Abgabenlast von ca. 30 Prozent ab dem ersten Euro spricht dagegen. Und der zweite Mythos wird ebenfalls zerlegt: das System von Steuern und Abgaben ist nur bis zur h&ouml;heren Mittelschicht progressiv und wirkt ab ca. 85.000 Euro Bruttoeinkommen degressiv. Mit 100.000 Euro und mehr im Jahr zahlt man relativ weniger Steuern und Abgaben als mit 70.000 Euro. Diese statistische Wahrheit hindert die Lobbyistenparteien von FDP, Union und AfD leider trotzdem nicht daran, wieder Steuersenkungen f&uuml;r die Allerbestverdiener zu fordern, und die W&auml;hler fallen darauf herein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sanktionen statt Jobs<\/strong><br>\nBundesagentur f&uuml;r Arbeit vermittelt immer weniger Erwerbslose. Jeder dritte muss in die Leiharbeit<br>\nF&uuml;r Erwerbslose ist es sehr viel wahrscheinlicher, vom Vermittler f&uuml;r ein Fehlverhalten bestraft zu werden, als eine ausk&ouml;mmliche Arbeit angeboten zu bekommen. So ist die Zahl der durch die Jobcenter im vergangenen Jahr verh&auml;ngten Sanktionen dreieinhalbmal so hoch wie die Zahl der von diesen und den Arbeitsagenturen zusammen in Arbeit vermittelten Erwerbslosen. Bei einem Drittel der vergebenen Stellen handelte es sich zudem um Leiharbeit. Das geht aus einer aktuellen Regierungsantwort auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen-Fraktion im Bundestag hervor.<br>\nDanach verhalfen die Beh&ouml;rden insgesamt 266.000 Erwerbslosen zu einem Job. Das waren 25.000 weniger als 2013. Rund 87.000 Vermittelte mussten mit einer Zeitarbeitsfirma vorliebnehmen. Die meisten der Betroffenen hatten zuvor Arbeitslosengeld I bezogen, etwa 35 Prozent kamen aus dem Hartz-IV-System.<br>\nIn beiden Rechtskreisen betreuen Arbeitsagenturen und Jobcenter zusammen mehr als 5,2 Millionen erwerbsf&auml;hige Personen. Allerdings stockt die Mehrheit der 4,4 Millionen erwachsenen Hartz-IV-Bezieher einen Verdienst auf, der nicht zum Leben reicht. So gelten f&uuml;r die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) weniger als 40 Prozent dieser Leistungsberechtigten als &raquo;arbeitslos&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/311320.sanktionen-statt-jobs.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auf diesem Feld hat insbesondere die SPD auf ganzer Linie versagt. Von wegen, mit der SPD werde es sozialer zugehen. Im Berliner Grundsatzprogramm der Partei war noch zu lesen: &ldquo;Leiharbeit ist zu verbieten.&rdquo; Aber daran erinnert sich wohl kaum noch jemand &ndash; bzw. niemand des Parteispitzen-Personals gerne.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Neuer H&ouml;chststand<\/strong><br>\nDer Anteil der Teilzeitstellen, Leiharbeit und Minijobs an der Gesamtbesch&auml;ftigung ist 2016 erneut ein wenig gestiegen und befindet sich auf dem h&ouml;chsten Stand seit 13 Jahren. Das zeigen die aktualisierten Zahlen der WSI-Datenbank &bdquo;Atypische Besch&auml;ftigung&ldquo;. Unterm Strich lag die Quote 2016 bei rund 39,6 Prozent, 2015 waren es 39,3 Prozent.<br>\n&bdquo;Insbesondere die Zahl der Teilzeit- und Leiharbeiter hat 2016 weiter zugenommen&ldquo;, erkl&auml;rt WSI-Forscher Toralf Pusch. Seinen Berechnungen zufolge arbeiteten 2016 etwa 23 Prozent aller abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten in sozialversicherungspflichtiger Teilzeit und 2,6 Prozent als Leiharbeiter. 14,1 Prozent waren geringf&uuml;gig besch&auml;ftigt. Die Zahl der oft besonders schlecht bezahlten und abgesicherten Minijobber im Haupterwerb sei um 46.000 auf 5,14 Millionen gesunken.<br>\nAm st&auml;rksten verbreitet ist atypische Besch&auml;ftigung in den westdeutschen Fl&auml;chenl&auml;ndern. Schleswig-Holstein hat mit 43,3 Prozent den h&ouml;chsten Anteil. In manchen westdeutschen St&auml;dten und Landkreisen liegt die Quote sogar bei mehr als 50 Prozent. Ganz vorn liegen Delmenhorst mit 55,9 Prozent sowie die Kreise Kusel und Pl&ouml;n mit 51,6 und 50,9 Prozent.<br>\nDie Auswertung beruht auf Statistiken der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). Dass der Anteil der atypischen Jobs h&ouml;her ausf&auml;llt als die vom Statistischen Bundesamt berichtete Quote, liege vor allem an den unterschiedlichen Definitionen von Teilzeitbesch&auml;ftigung, erkl&auml;rt Pusch. Die BA spricht von Teilzeit, wenn die regelm&auml;&szlig;ige Wochenarbeitszeit eines Arbeitnehmers k&uuml;rzer<br>\nist als die einer vergleichbaren Vollzeitkraft. Beim Statistischen Bundesamt muss die w&ouml;chentliche Arbeitszeit dagegen weniger als 21 Stunden betragen. Au&szlig;erdem ber&uuml;cksichtigt die BA Sch&uuml;ler, Studierende und Rentner. Nur Beamte und Selbstst&auml;ndige sind hier nicht erfasst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/108863_108907.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Macron nimmt seine erste gro&szlig;e Reform in Angriff<\/strong><br>\nSetzt sich der neugew&auml;hlte franz&ouml;sische Pr&auml;sident mit seiner Arbeitsrechtsreform in der Kraftprobe gegen die Gewerkschaften durch? Die Arbeitnehmervertreter wollen lange Verhandlungen.<br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron hat das wichtigste wirtschaftspolitische Projekt seiner Anfangszeit im Elys&eacute;e-Palast in Angriff genommen: die Reform des Arbeitsrechts. Damit will er dort ankn&uuml;pfen, wo Fran&ccedil;ois Hollande in seinen Augen nur St&uuml;ckwerk hinterlie&szlig;. Die Reform soll mehr Verhandlungskompetenzen von der nationalen und der Branchenebene in die Betriebe verlagern. Das neue Gesetz soll die Kosten der Arbeitgeber f&uuml;r Entlassungen verringern und besser vorhersehbar machen, und es soll die innerbetrieblichen Abstimmungen mit Belegschaftsvertretern vereinfachen. Die Arbeitgeber sind weitgehend daf&uuml;r, ein erheblicher Teil der Gewerkschaften hat dagegen Widerstand angek&uuml;ndigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/emmanuel-macron-startet-mit-arbeitsrechtsreform-15030108.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Der &ldquo;sozial-liberale&rdquo; Reformer dreht an der Lohnschraube und am K&uuml;ndigungsschutz. Da wird f&uuml;r die Europ&auml;ische S&auml;ule der sozialen Rechte nicht viel an Substanz &uuml;brig bleiben, wenn man einzelbetrieblich von allgemeinen Regelungen abweichen kann, und diese S&auml;ule &ndash; wie hier Individuelle Rechte statt gemeinsamer Sozialpolitik? &ndash; Makroskop von Martin H&ouml;pner <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/05\/individuelle-rechte-statt-gemeinsamer-sozialpolitik\/\">beschrieben<\/a>, vermehrt auf die Individualisierung von Rechten und weniger auf kollektive Regelungen setzt.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Frankreichs hei&szlig;er Sommer 2017<\/strong><br>\nEric Bonse.* Frankreich neuer Pr&auml;sident Macron will die von Br&uuml;ssel und Berlin geforderten &ldquo;Arbeitsmarkt-Reformen&rdquo; im Eiltempo angehen &ndash; und dabei das Parlament &uuml;bergehen. Auch der Inhalt der &ldquo;Reform&rdquo; schockiert. Auf Frankreich kommt etwas zu. Es war eines der zentralen Wahlkampfversprechen des neuen Staatschefs. Er wollte den Arbeitsmarkt reformieren &ndash; und damit sein eigenes Werk fortsetzen, das er als Wirtschaftsminister nicht vollenden konnte. Damals gingen die Gewerkschaften auf die Barrikaden, der Aufstand dauerte mehrere Monate. Diesmal versucht es Macron mit Dialog; am Dienstag hat er die Gewerkschaften in Paris empfangen. Gut so!<br>\nDoch in der Sache bleibt Macron hart: Er will das Tarifrecht aushebeln, Entlassungen erleichtern und Abfindungen kappen. K&uuml;nftig sollen Betriebsvereinbarungen &uuml;ber Branchen-Tarifvertr&auml;gen stehen. [&hellip;]<br>\nAnmerkung N.H.: Anders als die deutschen, sind die gro&szlig;en franz&ouml;sischen Gewerkschaften noch nicht domestiziert, zumindest nicht alle, und die Franzosen sind ein rebellsiches Volk, das regelm&auml;&szlig;ig eine gro&szlig;e Sauerei macht, weil es den Kakao herauspustet, in den es getunkt wird, anstatt ihn zu trinken. Macron wird sich noch umgucken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/838-macron-bonse\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Austerit&auml;t auf ewig?<\/strong><br>\nSoll Griechenland aus dem Euro vergrault werden? Varoufakis belastet Sch&auml;uble [&hellip;]<br>\nDerweil zeigen geleakte Protokolle des letzten Treffens der Eurogruppe, wie verzweifelt die Lage der griechischen Regierung ist. Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos versuchte demnach am 22. Mai erfolglos, die &uuml;brigen Mitglieder der Eurogruppe davon zu &uuml;berzeugen, dass deren Forderungen Griechenland ins Chaos st&uuml;rzen.<br>\nGenau dies betont Tsakalotos Vorg&auml;nger Yanis Varoufakis bei jeder Gelegenheit als eigentliches Ziel der Eurogruppe. Varoufakis beschreibt Sch&auml;uble als denjenigen, der Griechenland mit aller Macht aus dem Euro dr&auml;ngen will. Daf&uuml;r w&uuml;rde Sch&auml;uble gem&auml;&szlig; Varoufakis sogar Geld zahlen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Austeritaet-auf-ewig-3725831.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Geiz ist geil, Waldburg-Zeil&rdquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend Ministerpr&auml;sident Kretschmann den Adel f&uuml;r seine Verdienste preist, bestreiken Besch&auml;ftigte die f&uuml;rstlichen Kliniken in Isny-Neutrauchburg. Sie bekommen bis zu 15 Prozent weniger Lohn als in anderen Krankenh&auml;usern, sagt Verdi.<br>\nBei seinem Lob f&uuml;r den Adel dachte der gr&uuml;ne Regierungschef Winfried Kretschmann vor allem an den Erhalt von Liegenschaften wie Schl&ouml;ssern, G&auml;rten, W&auml;ldern und Weinbergen. Davon hat der baden-w&uuml;rttembergische Adel viel, insbesondere F&uuml;rst Erich, der neue Chef des Hauses Waldburg-Zeil. Doch w&auml;hrend sich der steinreiche Adelsspross, zusammen mit zahlreichen anderen Blaubl&uuml;tern im Neuen Schloss zu Stuttgart preisen lie&szlig;, t&uuml;rmten sich zu Hause im Allg&auml;u Gewitterwolken auf: Die Gewerkschaft Verdi hatte zum Warnstreik vor der Zentralverwaltung der Waldburg-Zeil-Kliniken in Isny-Neutrauchburg aufgerufen. 500 Besch&auml;ftigte von sechs oberschw&auml;bischen Reha-Kliniken des F&uuml;rsten demonstrierten f&uuml;r bessere L&ouml;hne und einen neuen Tarifvertrag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/321\/geiz-ist-geil-waldburg-zeil-4381.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalition feiert Tag des Grundgesetzes: An Doppelmoral kaum zu &uuml;berbieten<\/strong><br>\nDas Grundgesetz wird heute 68 Jahre alt. Ausgerechnet die gro&szlig;e Koalition feiert das auf allen Kan&auml;len. [&hellip;]<br>\nDoch wer feiert, muss auch die Realit&auml;t im Auge behalten. Kolleginnen und Kollegen von mir arbeiten seit einiger Zeit an einer umfassenden &bdquo;Chronologie des Grundrechte-Abbaus und der &Uuml;berwachung&ldquo;. Diese bedr&uuml;ckende Recherche zeigt, dass das Grundgesetz seit nunmehr 50 Jahren unter extremem Druck steht. Und gerade die regierende gro&szlig;e Koalition hat die schleichende Erosion von Grund- und Freiheitsrechten mit ihren Gesetzen und Vorhaben in einen rei&szlig;enden Bach verwandelt, der die Rechte der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger wegsp&uuml;lt.<br>\nDie Vorratsdatenspeicherung, die Rasterfahndung von Reisenden, die Aush&ouml;hlung des Asylrechtes, eine massenhafte Handy-Rasterfahndung, der Ausbau des Einsatzes von Staatstrojanern, der Ausbau der Internet-Massen&uuml;berwachung, die Schw&auml;chung des Datenschutzes, der Abbau der Geheimdienstkontrolle, die Ausweitung der Video&uuml;berwachung, die Aush&ouml;hlung des Gleichheitsgrundsatzes, die Verw&auml;sserung des Trennungsgebotes zwischen Polizeien und Geheimdiensten, die schleichende Erweiterung des Einsatzes der Bundeswehr im Innern und die geplante Beschr&auml;nkung der Meinungsfreiheit sind nur einige Projekte dieser gro&szlig;en Koalition, welche die im Grundgesetz verankerten Rechte aush&ouml;hlen und dieses Land Schritt f&uuml;r Schritt autorit&auml;rer machen.<br>\nEs liegt im Wesen von &Uuml;berwachungsausbau und Grundrechteabbau, dass ihre Konsequenzen nicht sofort sp&uuml;rbar werden. Doch dass ausgerechnet diese Koalition jetzt das Grundgesetz so abfeiert, ist an Doppelmoral kaum zu &uuml;berbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/an-doppelmoral-kaum-zu-ueberbieten\/\">netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Temer ruft das Milit&auml;r<\/strong><br>\nEskalation der Gewalt bei Protesten gegen Brasiliens korrupten Staatschef. Armee soll Demonstranten in Schach halten<br>\nSzenen wie im Krieg in Brasiliens Hauptstadt: Rauchs&auml;ulen und Sch&uuml;sse im Regierungsviertel. Ein Protestmarsch von Zehntausenden gegen das soziale Abbruchprogramm der Regierung, f&uuml;r den sofortigen Abtritt von Pr&auml;sident Michel Temer und f&uuml;r Neuwahlen wurde am Mittwoch nachmittag (Ortszeit) nach friedlichem Beginn von Milit&auml;rpolizei und Nationalgarde gewaltsam attackiert. Ziel der Demonstration unter dem Motto &raquo;Ocupa Bras&iacute;lia&laquo; war das Geb&auml;ude des Nationalkongresses an der Esplanade der Ministerien. Aufgerufen hatten Gewerkschaften und soziale Bewegungen.<br>\nAus dem ganzen Land waren die Teilnehmer mit ann&auml;hernd 1.000 Bussen angereist. 500 Meter vor dem Parlament erwartete sie die auf Krawall geb&uuml;rstete Staatsmacht. Pfefferspray kam zum Einsatz, Blendgranaten und Tr&auml;nengas folgten, berittene Polizei pr&uuml;gelte auf Demonstranten ein. In den Zug &ndash; die Organisatoren sch&auml;tzten ihn anschlie&szlig;end auf mindestens 150.000 Menschen &ndash; hatten sich auch kleine Gruppen Maskierter eingereiht, die mit Akten des Vandalismus der Eskalation der Gewalt Vorschub leisteten. Ein Einsatz von Provokateuren kann angenommen werden. Am Agrarministerium wurde Feuer gelegt, weitere sieben der s&auml;mtlich evakuierten Geb&auml;ude der Beh&ouml;rden wurden besch&auml;digt. 49 Verletzte, darunter auch eine Handvoll Polizisten und mehrere Reporter, mussten in die Notaufnahmen der Krankenh&auml;user eingeliefert werden. Es gab acht Festnahmen. Wie die Zeitung Folha de S&atilde;o Paulo berichtet, setzten Beamte auch Schusswaffen mit t&ouml;dlicher Munition ein und feuerten in die Menge. Dabei h&auml;tte es sich nicht um Angeh&ouml;rige des Bataillons der Milit&auml;rpolizei gehandelt, das gegen die Demonstration vorgehen sollte. Eine Untersuchung der ungesetzlichen Vorf&auml;lle sei eingeleitet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/311301.temer-ruft-das-milit%C3%A4r.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Maulhelden<\/strong><br>\nSeit einiger Zeit heben SPD-Politiker gegen&uuml;ber der LINKEN wieder den Zeigefinger. Mit dieser Partei k&ouml;nne man nicht regieren. Zuletzt Hannelore Kraft, das Ergebnis ist bekannt. Jetzt Olaf Scholz bei Markus Lanz.<br>\nGefragt nach einem rot-roten B&uuml;ndnis antwortete er: &bdquo;Ich w&uuml;sste nicht, wie das funktionieren sollte.&ldquo; Wer regieren wolle, m&uuml;sse sich zur Nato und zur Europ&auml;ischen Union bekennen. Meine Antwort: Ich wei&szlig; auch nicht, wie das funktionieren sollte. Wer, wie die SPD, Waffen in das Pulverfass des Nahen Ostens liefert, sich an v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen beteiligt (Syrien), die Sozialabbau-Diktate Merkels und Sch&auml;ubles in Europa unterst&uuml;tzt und die Rente weiter privatisiert (Betriebsrente), ist f&uuml;r DIE LINKE kein Koalitionspartner. So verantwortungslos wollen wir nicht regieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1427403400654456\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Eine folgenreiche Publikation<\/strong><br>\nVorabdruck. Vor 150 Jahren erschien &raquo;Das Kapital. Kritik der politischen &Ouml;konomie&laquo; von Karl Marx &ndash; ein Jahrhundertwerk, das kaum an Aktualit&auml;t verloren hat<br>\nAnfang Juni erscheint im Hamburger VSA-Verlag der Band &raquo;Kritik der politischen &Ouml;konomie heute. Zeitgenosse Marx&laquo; von Michael R. Kr&auml;tke. Wir dokumentieren im folgenden einen Auszug aus dem zweiten Kapitel &raquo;Marx &ndash; unser Zeitgenosse&laquo;. Die Redaktion dankt dem Autor und dem Verlag f&uuml;r die freundliche Genehmigung zum Vorabdruck. (jW)<br>\nDas Marxsche &raquo;Kapital&laquo; ist ein sperriges Werk. Nicht, weil es schwer zu lesen w&auml;re. Es ist sogar in gro&szlig;en Teilen h&ouml;chst am&uuml;sant geschrieben, voller &uuml;berraschender Wendungen und reich an literarischen Anspielungen. Die ganze Weltliteratur wird aufgeboten, um das Drama der Kapitalherrschaft, seiner Anf&auml;nge, seiner Entwicklung, seiner gnadenlosen Logik, seiner verwirrenden Mysterien darzustellen. Die kraftvolle, farbige Schreibe des Autors hat noch jede und jeden in den Bann geschlagen. Aber das Buch kommt uns heute seltsam vor, es passt so gar nicht zum Habitus der offiziellen, akademischen Wissenschaft, es l&auml;sst sich in keine der g&auml;ngigen Schablonen zw&auml;ngen. Was ist das nun? Geschichte oder Theorie oder beides durch- und nebeneinander? Ist es &Ouml;konomie oder Soziologie, oder handelt es sich um Ideologiekritik? Marx&rsquo; Werk ist in einem pr&auml;disziplin&auml;ren Zeitalter entstanden, die politische &Ouml;konomie, von der es handelt, war auch bei den damaligen &raquo;Fach&ouml;konomen&laquo; noch eine ganze Sozialwissenschaft. Daher passt es in keine der b&uuml;rokratisch gedrechselten Schubladen, die wir heute als &raquo;Disziplinen&laquo; im Wissenschaftsbetrieb kennen. Deshalb sollte man auch nicht in den Fehler verfallen, den &raquo;ganzen Marx&laquo;, so wie er uns im &raquo;Kapital&laquo; entgegentritt, wieder fein s&auml;uberlich nach B&uuml;rokratenlogik zu zerlegen in Marx der &Ouml;konom, Marx der Historiker, Marx der Soziologe, Marx der Philosoph.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/311350.eine-folgenreiche-publikation.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: B&ouml;se &Uuml;bersetzung<\/strong><br>\nFangen wir mit drei Binsenweisheiten an: 1) US-Pr&auml;sident Donald Trump spricht Englisch. 2) Deutsche Medien berichten in der Regel auf Deutsch. 3) Wenn deutsche Medien &uuml;ber eine Aussage von Donald Trump berichten wollen, m&uuml;ssen sie diese Aussage vom Englischen ins Deutsche &uuml;bersetzen. Und da liegt das Problem. Aktuell macht das Trump-Zitat &bdquo;Die Deutschen sind b&ouml;se, sehr b&ouml;se&ldquo; die ganz gro&szlig;e Medien-Runde: [&hellip;]<br>\nNun kann das englische Wort &bdquo;bad&ldquo; vieles bedeuten: schlecht (so beispielsweise von s&uuml;ddeutsche.de &uuml;bersetzt), schlimm, schwierig, sch&auml;dlich, mangelhaft und auch ungezogen oder b&ouml;se. Dass Trump mit &bdquo;The Germans are bad, very bad&ldquo; sagen will, dass &bdquo;die Deutschen&ldquo; &bdquo;b&ouml;se, sehr b&ouml;se&ldquo; seien, ist nicht so eindeutig, wie die Titelzeile bei &bdquo;Spiegel Online&ldquo; es darstellt. H&auml;tte er &bdquo;The Germans are evil, very evil&ldquo; gesagt, w&auml;re es etwas anderes.<br>\nApropos &bdquo;evil&ldquo;: Die Nachricht, die &bdquo;Spiegel Online&ldquo; gestern Abend exklusiv ver&ouml;ffentlichte, griffen auch englischsprachige Medien auf. Bei der R&uuml;ck&uuml;bersetzung vom Deutschen ins Englische machten sie mitunter aus &bdquo;Die Deutschen sind b&ouml;se, sehr b&ouml;se&ldquo; interessanterweise &bdquo;The Germans are evil, very evil&ldquo;:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/89887\/boese-uebersetzung\/\">Bildblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: Deutscher Handels&uuml;berschuss: Drei Argumente gegen Trumps Kritik an deutschen Autoverk&auml;ufen<\/strong><br>\nDonald Trump beschimpft die Deutschen daf&uuml;r, dass sie mehr in Amerika verkaufen, als sie von dort einf&uuml;hren. Die Kritik ist f&uuml;r Fachleute merkw&uuml;rdig. Aus mehreren Gr&uuml;nden. [&hellip;]<br>\nErstens ist es schlie&szlig;lich gerade kein einseitiges Gesch&auml;ft, wenn ein deutscher Hersteller ein Auto an einen Amerikaner verkauft &ndash; der hat aus freien St&uuml;cken zuvor entschieden, das Auto zu kaufen, niemand hat ihn gezwungen. Mit der Kaufentscheidung dr&uuml;ckt er aus: Er findet dieses Auto besser als die vielen anderen Angebote auf dem Automarkt. [&hellip;]<br>\nZweitens ist f&uuml;r &Ouml;konomen ohnehin erst einmal nicht ersichtlich, warum eigentlich ein Problem sein soll, dass ein Land mehr Waren importiert als exportiert. Das ist f&uuml;r sich genommen weder gut noch schlecht, sondern erst einmal das Ergebnis von unz&auml;hligen einzelnen Kauf- und Verkaufsentscheidungen. Und zum Beispiel auch davon, wie viel von ihrem Einkommen die B&uuml;rger eines Landes sparen und wie viel sie konsumieren. [&hellip;]<br>\nDrittens &uuml;berrascht immer wieder, wieso Trump eigentlich einerseits &uuml;ber deutsche Autos in Amerika klagt, aber nicht anspricht, dass die Deutschen so viele Handys amerikanischer Hersteller kaufen. Und so zahlreich amerikanische Software nutzen; das Betriebssystem Windows etwa ist auf den meisten Computern installiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/ttip-und-freihandel\/deutscher-handelsueberschuss-drei-argumente-gegen-trumps-kritik-an-deutschen-autoverkaeufen-15033276.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Drei Argumente sind angek&uuml;ndigt, ich habe keins gefunden. Erstens besch&auml;ftigt sich mikro&ouml;konomisch mit freien Kaufentscheidungen &ndash; dass dabei der Preis eine wichtige oder sogar entscheidende Rolle spielt, wird einfach unterschlagen. Zweitens ist eine glatte L&uuml;ge: dass gr&ouml;&szlig;ere Handelsungleichgewichte immer ein Problem darstellen, ist Einmaleins der Volkswirtschaft, vielleicht nicht beim IW oder bei der INSM, aber da arbeiten auch keine Wissenschaftler, sondern Lobbyisten. Im &Uuml;brigen k&ouml;nnte die FAZ mal erkl&auml;ren, warum vor 50 Jahren in das Stabilit&auml;ts- und Wachstumsgesetz die Forderung nach einem au&szlig;enwirtschaftlichen Gleichgewicht geschrieben wurde. Und Drittens stellt sich die FAZ noch doofer, als sie ist: ja, Handel geht immer beidseitig; aber nicht der Export ist ein Problem, sondern der extreme Export*&uuml;berschuss*. Dass die FAZ damit bei ihren angeblich klugen Lesern durchkommt: immer wieder erstaunlich.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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