{"id":38487,"date":"2017-05-29T08:29:12","date_gmt":"2017-05-29T06:29:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487"},"modified":"2017-05-29T08:29:12","modified_gmt":"2017-05-29T06:29:12","slug":"hinweise-des-tages-2883","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h01\">Kirchentag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h02\">G7-Gipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h03\">Manchester<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h04\">Auf der Jagd nach Julian Assange: Die unerz&auml;hlte Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h05\">Die Rebellion von oben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h06\">F&uuml;r den Menschen statt f&uuml;r Profite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h07\">T&auml;glicher Ausnahmezustand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h08\">Emp&ouml;rung in Madrid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h09\">Europe&rsquo;s Faustian Bargain with Big Finance<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h10\">Die Verteilungsfrage in die politische Arena tragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h11\">Arbeitslosengeld II und Sozialgeld: Im Bundeshaushalt 2017 sind zu wenig Ausgabemittel veranschlagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h12\">Grundgesetz&auml;nderungen k&ouml;nnten Schulen systematisch f&uuml;r private Investoren &ouml;ffnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h13\">Privatisierung nach Noten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h14\">Wie ein US-Think-Tank sein antirussisches Feindbild konstruiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h15\">Genauer hinschauen: Der Beschluss des BVerfG zu einer Abschiebung nach Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h16\">Die nur scheinbar isolierte AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h17\">Steht da jetzt Erich Schulz-Honecker?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38487#h18\">Zu guter Letzt: Peinlich! Fauxpas! Trump atmet bei G7-Gipfel durch zwei L&ouml;cher in seinem Gesicht!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kirchentag<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&lsquo;Junge Menschen m&uuml;ssen sich einbringen&rsquo;<\/strong><br>\nVor dem Brandenburger Tor sprechen Obama und Merkel mit jungen Menschen aus Chicago und Mannheim &uuml;ber Demokratie, Engagement und Verantwortung.<br>\n&Uuml;ber Stunden haben zehntausende Menschen gespannt gewartet, um ihn zu sehen. Als Barack Obama dann mit Kanzlerin Angela Merkel auf die B&uuml;hne vor dem Brandenburger Tor tritt, begr&uuml;&szlig;t ihn die Menge, als sei er noch immer Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten. &ldquo;First of all: Guten Tag! Sch&ouml;n, in Berlin zu sein&rdquo;, ruft Obama der jubelnden Menge auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag zu.<br>\nEs ist Obamas erster Berlin-Besuch im Ruhestand, der ihm gut zu bekommen scheint. &ldquo;Ich liebe nicht nur diese Stadt. Neben mir sitzt Angela Merkel, die eine meiner liebsten Partnerinnen w&auml;hrend meiner Pr&auml;sidentschaft war.&rdquo;<br>\nBei der Gespr&auml;chsrunde, an der auch vier junge Menschen aus Chicago und Mannheim teilnehmen, sprechen Obama und Merkel &uuml;ber Demokratie und Verantwortung, vor allem aber &uuml;ber Engagement. &ldquo;Die Welt ist sehr kompliziert geworden und es gibt furchtbare Gewalt&rdquo;, sagt Obama mit Blick auf den Anschlag in Manchester. &ldquo;Die internationale Ordnung steht am Scheideweg.&rdquo; Mehr denn je m&uuml;ssten Gr&auml;ben zwischen V&ouml;lkern und Religionen &uuml;berwunden werden. Vor allem junge Menschen sollten sich f&uuml;r Frieden und Gerechtigkeit aktiv einsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kirchentag.de\/aktuell_2017\/donnerstag\/obama_merkel.html\">Deutscher Evangelischer Kirchentag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> So etwas verlogenes. Sch&ouml;ne Worte &uuml;ber Hilfe f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge und die Ertrinkenden im Mittelmeer. Aber kein einziges Wort &uuml;ber die Kriege, die eine wesentliche Ursache f&uuml;r das Fl&uuml;chtlingselend sind. Unglaublich. Und so was wird offiziell von Seiten des evangelischen Kirchentages berichtet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die M&auml;chtigen und die Religion<\/strong><br>\nWas Pr&auml;sidenten und Kanzler glauben, ist mir gleichg&uuml;ltig. Was sie wollen und tun, nicht. Wo Religionen zu viel zu melden haben, sind die Gesellschaften der Moderne nicht gewachsen: im Mittleren und Nahen Osten, im Bible-Belt der USA, im &bdquo;Reichstag&ldquo; auch.<br>\nWer Sinn f&uuml;r Humor hat, der &uuml;ber das Niveau der heute-show hinaus reicht, kam in dieser Woche voll auf seine Kosten. Trump beim Papst in Rom. Obama bei den Protestanten in Berlin. Welch k&ouml;stlicher Zufall.<br>\nI. Der m&auml;chtigste Mann der westlichen Welt, sammelt religi&ouml;s konnotierte Symbolszenen. An der Klagemauer in Jerusalem, beim S&auml;beltanz mit wahabitischem K&ouml;nig, beim Keep Smiling mit Papst, der ihm politisch so nahe steht wie der Mufti von Mekka. Der ehemals m&auml;chtigste Mann der westlichen Welt, der zum Weltfrieden nicht mehr beisteuerte als den Empfang des Friedensnobelpreises, agiert bei der gro&szlig;en Luther-Show als Pop-Moralist. Glaubens-Entertainment, wo auch immer Politiker Religion missbrauchen oder sich an Religionen anwanzen. Den Rotz am &Auml;rmel geben sie dann anderswo.<br>\nII. Kirchentag vor dem Bundestag, vor dem Brandenburger Tor: Ich erlaube mir die unzeitgem&auml;&szlig;e Ansicht, dies f&uuml;r abscheulich zu halten. Die leitenden Protestanten sind sichtbar stolz auf ihr Staatskirchentum. Vater Staat ist ihr wahrer, treudeutsch verherrlichter Gott. Sie sonnen sich im Glanz der M&auml;chtigen, statt ihnen die Leviten zu lesen. Die vom Steuerstaat ausgebeuteten und vom Nanny-Staat entm&uuml;ndigten Christen sind ihnen gleichg&uuml;ltig. Die Freiheit des Christenmenschen: nur noch ein Witz in diesem Pfarrerstochter-Mainstream-Verein mit seiner viert&auml;gigen Dauerwerbesendung zur Wahl.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/herles-faellt-auf\/die-maechtigen-und-die-religion\/%20\">Tichys Einblick<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es muss nicht jede Ansicht von Herrn Herles geteilt werden, aber er l&auml;uft wenigstens nicht der einseitigen Mainstream-Meinung der sogenannten Qualit&auml;tsmedien hinterher.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: The Pope and the Pagan<\/strong><br>\nThe contrast between a grim-faced pope and the grinning president at the Vatican this past week was not lost on the press or late-night TV. But they missed the mark, it seems to me. They noted merely that the two leaders profoundly disagree on, say, the dignity of immigrants, the sanctity of heterosexual marriage, or the urgency of tackling climate change. While these disagreements exist, they are, it seems to me, merely symptoms of a deeper chasm &mdash; the vast, empty, and dark space that lies between Donald Trump and anything resembling Christianity.<br>\nI don&rsquo;t believe that there is a Christian politics as such &mdash; there is plenty of scope for disagreement about how to translate a Christian worldview into secular politics, or whether to translate it at all. But I do believe there is a Christian set of core human virtues and values, rooted in what we Catholics still think of as the truth, and that those virtues are rooted in the Gospels. We all fail the virtue test, of course, including yours truly, perhaps more than most. But Trump is a special case &mdash; because when you think about those virtues, it is very hard to see Donald Trump as anything but a living, breathing, shameless refutation of every single one.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nymag.com\/daily\/intelligencer\/2017\/05\/andrew-sullivan-the-pope-and-the-pagan.html\">New York<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>G7-Gipfel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gipfel der Paten<\/strong><br>\nAuf Sizilien hat sich das politische Spitzenpersonal der G 7 versammelt. Doch die Agenda des Gastgebers Italien wird von den USA gnadenlos zerpfl&uuml;ckt [&hellip;]<br>\nEs sollte beim Gipfel um &raquo;Freihandel&laquo;, &raquo;Klimaschutz&laquo; und um &raquo;Fragen der Migration&laquo; sowie den Umgang damit gehen. Eine Abschlussdeklaration lag als Entwurf auf dem Tisch. Doch ehe die strittigen Handelsfragen &uuml;berhaupt dran waren, hatte die Delegation aus Washington bereits zwei Vorschl&auml;ge der Gastgeber zur&uuml;ck in die Schublade bef&ouml;rdern lassen: eine gemeinsame Erkl&auml;rung zur &raquo;Ern&auml;hrungssicherheit&laquo; und &raquo;umfassende Pl&auml;ne f&uuml;r eine bessere Bew&auml;ltigung der Fl&uuml;chtlingskrise&laquo;, wie es die Nachrichtenagentur dpa formulierte. Beide hatten keine Chance, ins Abschlussdokument aufgenommen zu werden. US-Unterh&auml;ndler h&auml;tten darauf bestanden, statt dessen nur zwei Paragraphen in die Abschlusserkl&auml;rung aufzunehmen, die Grenzsicherung und Sicherheitsaspekte hervorheben, so dpa.<br>\nEs wirkte wie Absicht. Im Politikbetrieb auf dieser Ebene werden Tagesordnungen solcher Spitzentreffen mit den Beteiligten vorab besprochen. Deshalb ist der offene Dissens erstaunlich. Wollte Gentiloni die US-Amerikaner vorf&uuml;hren, hatte die EU-F&uuml;hrungstroika aus Berlin, Paris und Rom vor, Trumps Crew auflaufen lassen, sie als Blockierer und Verhinderer zu entlarven? Fragen &uuml;ber Fragen.<br>\nUnstrittig ist: Allen Inszenierungsversuchen zum Trotz gibt es im kleinsten und immer noch exklusivsten Zirkel der westlichen F&uuml;hrungsm&auml;chte erhebliche Differenzen. In den USA ist mit der Pr&auml;sidentschaft von Trump jener Teil der Kapitaleliten in Regierungsverantwortung, der auf eine Politik des &raquo;America first&laquo; setzt und bislang verfolgte Strategien und Taktiken offen hinterfragt. Das war sp&auml;testens seit dem 20. Januar sichtbar, auch wenn der Widerstand des anderen Teils der herrschenden Klasse gegen dieses Ansinnen zu keiner Zeit nachgelassen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/311367.gipfel-der-paten.html\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Einer gegen fast alles<\/strong><br>\nDer G7-Gipfel auf Sizilien zeigte: Die Kluft zwischen den USA und den &uuml;brigen sechs Staaten ist immens. Die Trump-Regierung ist auf dem Weg in die internationale Isolation.<br>\nDer Gipfel der sieben f&uuml;hrenden Industrienationen auf Sizilien sollte im Nachhinein wohl umbenannt werden. Statt G7 m&uuml;sste es hei&szlig;en: einer gegen die G6.<br>\nSelten gab es so viel Streit bei einem solchen Treffen. Waren die &uuml;brigen Staats- und Regierungschefs zu Beginn noch bem&uuml;ht, US-Pr&auml;sident Donald Trumps R&uuml;pelhaftigkeit stillschweigend hinzunehmen, war davon am Ende nicht mehr viel &uuml;brig. Was zu viel ist, ist zu viel, mag sich mancher Teilnehmer gedacht haben.<br>\nSelbst Angela Merkel hielt sich mit deutlichen Worten nicht zur&uuml;ck. Anlass war Trumps Weigerung, sich zum Klimaschutz zu bekennen. Die Bundeskanzlerin sagte, die Debatte mit den USA sei &ldquo;sehr schwierig, um nicht zu sagen sehr unzufriedenstellend&rdquo; gewesen.<br>\nWie zerr&uuml;ttet das Verh&auml;ltnis in dieser Frage ist, zeigte auch die Reaktion von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron: Er sei schon zufrieden damit, dass Trump den Argumenten der anderen sechs wenigstens zugeh&ouml;rt habe. In einer Ehe w&uuml;rde man an diesem Punkt wohl von der letzten Stufe vor der Scheidung sprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-beim-g7-gipfel-einer-gegen-fast-alles-a-1149520.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die hysterische Kritik der deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; an Trump wirkt langsam l&auml;cherlich. Die entscheidende Frage ist hier, was hat Obama so viel anders und besser oder was h&auml;tte eine Hilalry Clinton so viel anders und besser gemacht als Trump? Wollen die &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; etwa suggerieren, Obama h&auml;tte nicht zu allererst die amerikanischen Interessen im Focus gehabt? Es ist doch nicht so, dass sich Obama je besonders um europ&auml;ische oder gar deutsche Interessen geschert h&auml;tte. Weshalb wird mit der Kritik an Trump unterschwellig unterstellt, dass eine Pr&auml;sidentin Clinton pl&ouml;tzlich so besonders R&uuml;cksicht auf deutsche Belange genommen h&auml;tte? Eher das Gegenteil w&auml;re der Fall gewesen, da Clinton klar f&uuml;r f&uuml;r eine weiter versch&auml;rfte Konfrontation mit Russland stand. Was in keinem Fall in deutschem Interesse ist. W&auml;hrend Trump die letztlich naive Position vertrat, dass man mit Putin wohl von Mann zu Mann schon einen Deal hinbekommen w&uuml;rde. Aber f&uuml;r jeden US-Pr&auml;sidenten galt und gilt &ldquo;America First&rdquo; auch wenn es Obama und andere wohl diplomatischer Ausdr&uuml;cken als Trump.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Manchester<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Jeremy Corbyn erntet Wut f&uuml;r die Wahrheit<\/strong><br>\nDie Analyse zu den Ursachen des Anschlags von Manchester komme &bdquo;zur Unzeit&ldquo;: Die Konservativen reagieren ver&auml;rgert auf die scharfe Kritik des Labour-Politikers.<br>\nMit einem Frontalangriff auf die Sicherheitspolitik der konservativen Regierung hat Jeremy Corbyn am Freitag den britischen Wahlkampf wiederaufgenommen. Sein Land m&uuml;sse sich stark zeigen gegen&uuml;ber dem islamistischen Terrorismus, aber auch genau dessen Ursachen analysieren, sagte der Labour-Chef. Die Ursachen finden sich f&uuml;r ihn im &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo;, in der britischen Beteiligung am Irak-Krieg und am Sturz des libyschen Diktators Gaddafi. Darauf hinzuweisen reduziere &bdquo;in keiner Weise die Schuld jener, die unsere Kinder angreifen&ldquo;. [&hellip;]<br>\nCorbyn st&uuml;tzte sich bei seiner Rede auf Fachleute wie die fr&uuml;here Chefin des Inlands-Geheimdienstes MI5, Eliza Manningham-Buller. Die hatte zu Protokoll gegeben, die Bedrohung durch islamistischen Terrorismus habe durch den Irak-Krieg &bdquo;erheblich&ldquo; zugenommen. Die unabh&auml;ngige Irak-Untersuchungskommission kam zu dem Schluss: Erst nach dem Sturz von Saddam Hussein 2003 konnte Al-Kaida im Zweistromland Fu&szlig; fassen. Es sei &bdquo;offensichtlich&ldquo;, sagte Kommissionsmitglied Professor Lawrence Freedman am Freitag, &bdquo;dass der Zorn &uuml;ber die Politik des Westens im Nahen Osten einen &ndash; aber nicht den einzigen &ndash; Faktor f&uuml;r den islamistischen Terror darstellt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/anschlag-in-manchester-jeremy-corbyn-erntet-wut-fuer-die-wahrheit-a-1286018\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;British Intelligence warned Tony Blair of Manchester-like terrorism if the west invaded Iraq&rdquo;<\/strong><br>\nFORMER BRITISH PRIME Minister Tony Blair has yet to say anything about Monday&rsquo;s heinous, nihilistic suicide bombing at an Ariana Grande concert in Manchester, England. According to current reporting, the attack has been claimed by ISIS and was carried out by a 22-year-old man born in Manchester to Libyan refugees.<br>\nBut when Blair does speak, we can be certain he won&rsquo;t mention one key fact: Before the 2003 invasion of Iraq led by the U.S. and U.K., he was forcefully and repeatedly warned by Britain&rsquo;s intelligence services that it would lead to exactly this type of terrorist attack &mdash; and he concealed these warnings from the British people, instead claiming the war would reduce the risk of terrorism.<br>\nWe know this because of the Chilcot Report, the seven-year-long British investigation of the Iraq War released in 2016. The report declassifies numerous internal government documents that illustrate the yawning chasm between what Blair was being told in private and his claims in public as he pushed for war.<br>\nOn February 10, 2003, one month before the war began, the U.K.&rsquo;s Joint Intelligence Committee &mdash; the key advisory body for the British Prime Minister on intelligence matters &mdash; issued a white paper titled &ldquo;International Terrorism: War With Iraq.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2017\/05\/23\/british-intelligence-warned-tony-blair-of-manchester-like-terrorism-if-the-west-invaded-iraq\/\">The Intercept<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Iraq inquiry: Eliza Manningham-Buller&rsquo;s devastating testimony&rdquo;<\/strong><br>\nThe former head of MI5&rsquo;s evidence to the Chilcot panel is a savage indictment of the Blair administration and its advisers<br>\nThe destroyed number 30 bus in Tavistock Square, central London, after the July 7 2005 attacks<br>\nTuesday 20 July 2010 13.36 BST First published on Tuesday 20 July 2010 13.36 BST<br>\nIn straightforward, devastating testimony, Eliza Manningham-Buller told the Chilcot inquiry how she had warned about what sensible &ndash; but mostly frightened to speak out &ndash; senior Whitehall officials believed in 2003: that the invasion of Iraq would increase the terrorist threat to the UK.<br>\nMore than once, the former head of MI5 emphasised to the Chilcot inquiry that the invasion exacerbated the terrorist threat to the UK and was a &ldquo;highly significant&rdquo; factor in how &ldquo;home-grown&rdquo; extremists justified their actions.<br>\n&ldquo;Our involvement in Iraq radicalised a few among a generation of young people who saw [it] as an attack upon Islam,&rdquo; she said.<br>\nManningham-Buller said she was therefore not surprised that UK citizens were involved in the 7\/7 suicide attacks in London or by the increase in the number of Britons &ldquo;attracted to the ideology of Osama bin Laden&rdquo; who saw the invasions of Iraq and Afghanistan as threatening their co-religionists and the Muslim world&rdquo;.<br>\nThe invasion of Iraq &ldquo;undoubtedly&rdquo; increased the terrorist threat in Britain, she said.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/uk\/2010\/jul\/20\/iraq-inquiry-eliza-manningham-buller\">The Guardian<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Selbstmordattent&auml;ter von Manchester geh&ouml;rte zur Terrorgruppe LIFG<\/strong><br>\nDie britischen Geheimdienste wussten durchaus &uuml;ber Salman Abedi, den Attent&auml;ter aus Manchester und sein Umfeld Bescheid. Denn das, was die Tageszeitung Telegraph als &bdquo;Gruppe von Gaddafi-Dissidenten&ldquo; bezeichnet hat, ist in Wirklichkeit eine Terroristen-Community, die mitten in Manchester lebt.<br>\nIn dem Telegraph-Artikel &uuml;ber die Details zu Abedi wird beschrieben, dass der Sohn &bdquo;libyscher Dissidenten&ldquo; in Manchester geboren sei und sich in Libyen radikalisiert habe, wo er sich noch kurz vor dem Anschlag aufgehalten h&auml;tte. Tatsache ist jedoch, dass die im Stadtteil Whalley Range der Stadt Manchester, aus dem auch Abedi stammt, lebenden &bdquo;Dissidenten&ldquo; Anh&auml;nger der Gruppe LIFG sind.<br>\nDie Libysche Islamistische Kampfgruppe (LIFG) ist eine islamistische Terrorgruppe mit Verbindung zu Al-Kaida. Sie wurde in den 1990er Jahren von heimkehrenden Mujaheddin aus Afghanistan gegr&uuml;ndet, die dort gegen die Sowjetunion k&auml;mpften. In Libyen verschrieb sich die Gruppe dem Sturz des ehemaligen Staatsoberhauptes Muammar al-Gaddafi und wurde dabei von der NATO unterst&uuml;tzt. Seit 2005 wird die Gruppe von der Regierung des Vereinigten K&ouml;nigreichs als terroristische Gruppe bzw. Organisation gelistet. Ihre Mitglieder k&ouml;nnen offensichtlich trotzdem nach Libyen reisen und werden weder als besonders gef&auml;hrlich betrachtet noch wirkungsvoll &uuml;berwacht.<br>\nDie US-Regierung kategorisiert LIFG hingegen anders. Sie f&auml;llt in den Vereinigten Staaten unter die &bdquo;Delisted Foreign Terrorists Organisation&ldquo;, nachdem sie 2012 aus der Liste der Terrorgruppen entfernt worden ist. Auf der Webseite des US-Au&szlig;enministeriums findet sich jedoch noch ein Bericht aus dem Jahr 2012, indem LIFG wie folgt beschrieben wird:<br>\nAm 3. November 2007 k&uuml;ndigte der [Al Kaida (AK)] F&uuml;hrer Ayman al-Zawahiri eine formale Fusion zwischen AK und LIFG an. Doch am 3. Juli 2009 ver&ouml;ffentlichten die LIFG-Mitglieder im Vereinigten K&ouml;nigreich eine Erkl&auml;rung, in der jede Vereinigung mit AK offiziell abgestritten wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/51294-selbstmordattentater-von-manchester-gehorte-zur-terrorgruppe-lifg\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Auf der Jagd nach Julian Assange: Die unerz&auml;hlte Geschichte<\/strong><br>\nJournalistenlegende John Pilger erz&auml;hlt die Geschichte des WikiLeaks-Gr&uuml;nders<br>\nDie Jagd auf den Wikileaks-Gr&uuml;nder war von Anfang an ein brutaler und verwerflicher Angriff auf die Redefreiheit &ndash; meint John Pilger.<br>\nJulian Assange wurde rehabilitiert, das schwedische Verfahren gegen ihn war durch und durch korrupt. Die Staatsanw&auml;ltin Marianne Ny behinderte die Justiz und sollte ihrerseits strafrechtlich verfolgt werden. Ihre Besessenheit mit Assange besch&auml;mte nicht nur ihre Kollegen und die ganze Judikative, sondern legte auch die geheimen Absprachen des schwedischen Staates mit den Vereinigten Staaten in ihren Kriegsverbrechen und &bdquo;&Uuml;berstellungen&ldquo; offen.<br>\nH&auml;tte Assange keine Zuflucht in der ecuadorianischen Botschaft in London gesucht, w&auml;re er l&auml;ngst auf dem Weg in amerikanische Folterkammern, wie sie Chelsea Manning ertragen musste.<br>\nDiese Aussicht wurde &uuml;berschattet durch die makabre Schmierenkom&ouml;die, die in Schweden gespielt wurde. &bdquo;Es ist eine Lachnummer,&ldquo; sagtew James Catlin, einer von Assanges australischen Anw&auml;lten. &bdquo;Als w&uuml;rden sie sich das alles spontan ausdenken.&ldquo;<br>\nEs mag so aussehen, doch es gab stets einen Vorsatz. 2008 wurde in einem geheimen Pentagon-Papier, das vom &bdquo;Cyber Counterintelligence Assessments Branch&ldquo; erstellt wurde, ein detaillierter Plan vorgelegt, um WikiLeaks zu diskreditieren und eine pers&ouml;nliche Schmierenkampagne gegen Assange zu f&uuml;hren.<br>\nDie &bdquo;Mission&ldquo; war es, das &bdquo;Vertrauen&ldquo; zu zerst&ouml;ren, das stets der &bdquo;Kernpunkt&ldquo; von WikiLeaks Glaubw&uuml;rdigkeit war. Dies sollte mit Drohungen &uuml;ber &bdquo;Enth&uuml;llungen [und] Strafverfolgung&ldquo; erreicht werden. Das Ziel war es, diese unberechenbare Quelle der Wahrheit zum Schweigen zu bringen und zu kriminalisieren.<br>\nDies war sicher verst&auml;ndlich, hat WikiLeaks doch aufgedeckt, wie Amerika eine Bandbreite menschlicher Angelegenheiten beherrscht, einschlie&szlig;lich seiner epischen Verbrechen, vor allem in Afghanistan und im Irak: die im gro&szlig;en Stil betriebene T&ouml;tung von Zivilisten und die Verachtung von Souver&auml;nit&auml;t und V&ouml;lkerrecht.<br>\nDiese Offenlegungen sind durch den 1. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten gesch&uuml;tzt [Schutz u. a. von Meinungs- und Pressefreiheit durch die US-Verfassung, Anm. J.R.]. 2008 lobte Pr&auml;sidentschaftskandidat Barack Obama &ndash; Professor f&uuml;r Verfassungsrecht &ndash; Whistleblower als &bdquo;Teil einer gesunden Demokratie, [die] vor Repressalien gesch&uuml;tzt werden m&uuml;ssen.&ldquo;<br>\n2012 prahlte Team Obama auf seiner Website damit, dass Obama in seiner ersten Legislatur mehr Whistleblower verfolgt hatte als alle anderen US-Pr&auml;sidenten vor ihm zusammen. Bevor Chelsea Manning &uuml;berhaupt der Prozess gemacht wurde, hatte Obama sie &ouml;ffentlich f&uuml;r schuldig erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/auf-der-jagd-nach-julian-assange-die-unerzaehlte-geschichte\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Rebellion von oben<\/strong><br>\nMit Emmanuel Macron in Frankreich und Sebastian Kurz in &Ouml;sterreich ist eine neue Generation von Politikern aufgetaucht. Die jungen M&auml;nner inszenieren sich als Reformer. Doch wollen und k&ouml;nnen sie wirklich die verkrusteten Parteienlandschaften aufbrechen?<br>\nDass Menschen sich eigentlich kaum f&uuml;r politische Parteien interessieren, ist seit mehreren Jahrzehnten Realit&auml;t. Die fortschreitende Erosion politischer Bindungen zeigt sich in der wellenf&ouml;rmig anschwellenden Parteiverdrossenheit, in &uuml;berraschenden W&auml;hlerwanderungen, aber auch in den Versuchen, Politik au&szlig;erhalb g&auml;ngiger Strukturen in neue Formen zu gie&szlig;en: Die Gr&uuml;ndung der Gr&uuml;nen als &bdquo;Anti-Parteien-Partei&ldquo; war ein solcher Versuch, ebenso wie neu entstehende Parteien am rechten Rand des Spektrums, die zahlreichen Spa&szlig;- und Protestparteien oder lokale Zusammenschl&uuml;sse, die Politik fernab der etablierten Parteikartelle und n&auml;her am Menschen gestalten wollen. (&hellip;)<br>\nBeide, Macron und Kurz, sind rebellische Kinder der &Auml;ra der Parteiverdrossenheit. Beide sind in ihr politisch sozialisiert worden, und beide haben eine entsprechend niedrige Hemmschwelle, parteidemokratische Traditionen als Ballast zu werten und &uuml;ber Bord zu werfen. Das bringt zweifelsfrei neuen Wind in die Kabinette auf dem Kontinent. Fraglich ist indes, ob dieser Wind auch ein frischer ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cicero.de\/weltbuehne\/macron-kurz-und-co-die-rebellion-von-oben\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>F&uuml;r den Menschen statt f&uuml;r Profite<\/strong><br>\nVor ein paar Wochen besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel die wahhabitische Diktatur Saudi-Arabien. An dieser Reise wird die ganze Heuchelei der Au&szlig;enpolitik der Bundesregierung deutlich. Zwar hat die Kanzlerin die schlimme Menschenrechtslage im Land und auch den Krieg gegen das Nachbarland Jemen kritisiert. Doch wie im Falle der islamistischen Diktatur T&uuml;rkei bleibt diese Kritik folgenlos. Die Unterst&uuml;tzung Saudi-Arabiens geht weiter, es werden sogar neue milit&auml;rische Kooperationen vereinbart. K&uuml;nftig soll die Bundeswehr sogar saudische Soldaten ausbilden. Die brutale Diktatur, die Frauenrechte mit F&uuml;&szlig;en tritt und f&uuml;r die Religionsfreiheit ein Fremdwort ist, scheint f&uuml;r die Bundesregierung zu wichtig zu sein, als dass man einen Politikwechsel in Erw&auml;gung z&ouml;ge.<br>\nObgleich von der Bundeskanzlerin beklagt, werden im Jemen weiterhin tausende Zivilisten auch deutschen Waffen zum Opfer fallen. Denn zwischen 2001 und 2014 hat die Bundesregierung Waffen im Wert von fast 2,6 Milliarden Euro an Saudi Arabien verkauft. Auch 2016 wurden R&uuml;stungsverk&auml;ufe im Gesamtwert von 530 Millionen Euro an die saudische Diktatur genehmigt. Derweil setzt die saudische Regierung weiterhin auf Bombardierungen von St&auml;dten und D&ouml;rfern sowie auf eine Blockade im Jemen, die kaum bemerkt von der Welt&ouml;ffentlichkeit zur gr&ouml;&szlig;ten humanit&auml;ren Katastrophe unserer Zeit heranw&auml;chst. 7 Millionen Menschen im Jemen hungern. UNICEF berichtet, dass f&uuml;r eine halbe Million Kinder akute Lebensgefahr besteht. Doch die Appelle der UN f&uuml;r eine humanit&auml;re Soforthilfe verhallen weithin ungeh&ouml;rt. Von den erforderlichen 1,9 Milliarden Euro sind lediglich 15 Prozent eingesammelt, die Bundesregierung stellt gerade einmal 50 Millionen zur Verf&uuml;gung. Forderungen der Linken, ad&auml;quat zur wirtschaftlichen St&auml;rke unseres Landes 10 Prozent der Kosten zu &uuml;bernehmen, treffen auf wenig Widerhall bei Union und SPD. Schlimmer noch als das Versagen der n&ouml;tigen Soforthilfe ist aber die konkrete deutsche Unterst&uuml;tzung der saudischen Regierung, die f&uuml;r den massenhaften Hungertod im Jemen haupts&auml;chlich verantwortlich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2556.f%C3%BCr-den-menschen-statt-f%C3%BCr-profite.html\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>T&auml;glicher Ausnahmezustand<\/strong><br>\nPr&auml;sident Macron will neues Gesetz vorlegen. Frankreich auf dem Weg in die Verfassungsdiktatur<br>\nDen Franzosen wird m&ouml;glicherweise langsam klar, wen sie am 7. Mai zum Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt haben. Emmanuel Macron, dessen harten H&auml;ndedruck j&uuml;ngst US-Staatschef Donald Trump zu sp&uuml;ren bekam, will den seit Dezember 2015 geltenden &raquo;Ausnahmezustand&laquo;, den &raquo;&Eacute;tat d&rsquo;urgence&laquo;, offenbar auf ewig festschreiben. Die von der franz&ouml;sischen Verfassung gedeckte &raquo;Ma&szlig;nahme gegen den Terror&laquo; wurde im Anschluss an das Attentat auf die Musikhalle &raquo;Bataclan&laquo; am 13. November 2015 erlassen. Bei dem islamistisch begr&uuml;ndeten &Uuml;berfall waren 130 Menschen get&ouml;tet und mehr als 400 verletzt worden. Macron will den &raquo;Ausnahmezustand&laquo; nach Angaben des &Eacute;lys&eacute;e-Palastes zun&auml;chst bis zum 1. November dieses Jahres verl&auml;ngern lassen.<br>\nBis dahin soll dem Parlament, dessen Neuwahl am 11. und 18. Juni ansteht, ein neues Gesetz vorgelegt werden, mit dem &raquo;die Sicherheit angesichts der terroristischen Bedrohung abseits des Ausnahmezustands&laquo; auf ein neues Niveau zu heben sei. Das franz&ouml;sische &raquo;Antiterrorgesetz&laquo; wurde in den vergangenen 15 Monaten bereits dreimal umgeschrieben und versch&auml;rft. Schon die gegenw&auml;rtige Fassung erlaubt schwere Eingriffe in das Privatleben der knapp 67 Millionen Franzosen. Es l&auml;sst sowohl die Pr&auml;senz und den eventuellen Einsatz der Armee im Landesinneren zu als auch die Bewaffnung der Polizei mit Kriegsger&auml;t.<br>\nNach Angaben des neuen rechtskonservativen Premierministers &Eacute;douard Philippe, der auf das Attentat in der englischen Stadt Manchester verwies, werde &raquo;die Verl&auml;ngerung des Ausnahmezustandes auf die Zeit beschr&auml;nkt sein, die notwendig sein wird, um ein Gesetz zur Verst&auml;rkung des bestehenden Sicherheitsarsenals auf den Weg zu bringen&laquo;. Es gehe zun&auml;chst um &raquo;zweckm&auml;&szlig;ige administrative Ma&szlig;nahmen zum Schutz von kulturellen und sportlichen Veranstaltungen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/311397.t%C3%A4glicher-ausnahmezustand.html%20\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Emp&ouml;rung in Madrid<\/strong><br>\nIn Madrid wurde am Samstag die Unzufriedenheit deutlich. Aus dem ganzen Land waren Demonstranten mit 200 Bussen zum &raquo;Marsch der W&uuml;rde&laquo; unter der Losung &raquo;Brot, Arbeit, Wohnung und Gleichheit&laquo; ins Zentrum der spanischen Hauptstadt gekommen, um gegen die Politik der konservativen spanischen Regierung unter Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy zu protestieren. Aufgerufen hatten Gewerkschaftsverb&auml;nde, linke Parteien und Organisationen. Die Veranstalter sprachen anschlie&szlig;end von 200.000 Teilnehmern, deren sechs Marschkolonnen sich am Boulevard Gran Via vereinigt hatten und die zur Plaza de Espa&ntilde;a gestr&ouml;mt waren. Regierungsvertreter wollten dagegen nur kl&auml;gliche 6.000 Demonstranten gez&auml;hlt haben. Angesichts der Bilder ein l&auml;cherlicher Versuch, das Ereignis politisch abzuwerten.<br>\nDer Marsch sollte an die gro&szlig;en Massenaktionen in der j&uuml;ngeren Vergangenheit des iberischen Landes ankn&uuml;pfen. Er endete mit der Verlesung eines Manifests und richtete sich insbesondere gegen die sogenannten Arbeitsmarktreformen der spanischen Regierung, mit denen der K&uuml;ndigungsschutz weitgehend ausgehebelt wurde. Zu den Forderungen z&auml;hlen die Bek&auml;mpfung prek&auml;rer Arbeitsbedingungen, bessere Renten und ein Ende der Privatisierungen im &ouml;ffentlichen Dienst. Angeprangert wurden von den Initiatoren auch die Zust&auml;nde im Bildungssektor und Gesundheitswesen. Ein weiteres wichtiges Thema des Protestes war die Gewalt gegen Frauen in der spanischen Gesellschaft. Verlangt wurde zudem die Abschaffung des vordemokratischen &raquo;Knebelgesetzes&laquo; (&raquo;Ley Mordaza&laquo;), mit dem unter dem Deckmantel der Sicherheitspolitik das Recht auf freie Meinungs&auml;u&szlig;erung eingeschr&auml;nkt, Veranstalter und Teilnehmer von Demonstrationen mit hohen Strafen bedroht werden. F&uuml;r Emp&ouml;rung sorgt weiterhin die Praxis der Zwangsr&auml;umungen von Wohnungen, deren Besitzer h&auml;ufig durch die steigenden Zinsen auf Bankkredite ruiniert wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/311434.emp%C3%B6rung-in-madrid.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein Vorbild f&uuml;r Deutschland? Die Losung &raquo;Brot, Arbeit, Wohnung und Gleichheit&laquo; k&ouml;nnte &uuml;bernommen werden, denn auch hier sind die Arbeits- und Lebensbedingungen immer prek&auml;rer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Europe&rsquo;s Faustian Bargain with Big Finance<\/strong><br>\nThis interview, courtesy of the Transnational Institute, is based on a paper by Walden Bello, &ldquo;Europe: social democracy&rsquo;s Faustian pact with global finance unravels,&rdquo; published by the Transnational Institute (May 2017). Originally published at Triple Crisis<br>\nEurope&rsquo;s social democrats played a central role in unleashing the financial sector that created the European economic crisis that continues to today.<br>\nYou&rsquo;ve looked closely into how the financial crisis that erupted in 2008 played out in different parts of the world. What did the financial crisis in Europe have in common with the US crisis?<br>\nOne common factor in the US and Europe was unregulated, undisciplined finance capital. First, European banks, including German banks, bought huge amounts of toxic subprime securities and as a result they saw their balance sheets gravely impaired, and, in the case of many, they had to be bailed out by their governments.<br>\nSecond, European banks engaged in the same uncontrolled lending to real estate ventures, thus creating a huge property bubble in places like the United Kingdom, Ireland, and Spain.<br>\nAnother common factor was that European countries had also adopted so-called &ldquo;light-touch&rdquo; regulation, under the influence of Wall Street and neoliberal theories like the so-called &ldquo;Efficient Market hypothesis,&rdquo; which asserted that financial markets left to themselves would lead to the most efficient allocation of capital. Even German authorities were under the spell of such doctrines, so that they were caught by surprise by the massive exposure of their banks to toxic subprime securities and to poor credit risks like Greece.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nakedcapitalism.com\/2017\/05\/europes-faustian-bargain-big-finance.html\">naked capitalism<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Verteilungsfrage in die politische Arena tragen<\/strong><br>\nDie Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen steht seit einigen Jahren im Fokus medialer Berichte, &ouml;ffentlicher Diskussionen und politischer Auseinandersetzungen. Die neuesten Verm&ouml;gensdaten der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) &ndash; wie etwa eine j&uuml;ngst im Geheimen ver&ouml;ffentlichte Tabelle &ndash; zeigen anhaltende Ungleichheit in ganz Europa. Viele Herausforderungen f&uuml;r eine gerechte Verteilung des Wohlstands sind noch ungel&ouml;st und werden auch in den kommenden Jahren interessenspolitische Konfliktlinien bleiben. Die Frage ist, welche gesellschaftlichen Kr&auml;fte es schaffen, die Verteilungsfrage offensiv ins Zentrum zu r&uuml;cken und der Debatte eine Richtung zu geben. (&hellip;)<br>\nDass sich die Verteilung bei Einkommen und Verm&ouml;gen in den letzten Jahren nicht zum Besseren ver&auml;ndert hat, ist mittlerweile hinreichend belegt und wird unter anderem im Sozialbericht des Sozialministeriums, dem Einkommensbericht des Rechnungshofes oder in der Verm&ouml;genserhebung HFCS dargelegt. Eine vor kurzem ver&ouml;ffentlichte Tabelle der EZB bringt neuen Z&uuml;ndstoff f&uuml;r die Verteilungspolitik: &Ouml;sterreich hat eine der h&ouml;chsten Verm&ouml;gensschieflagen in der Eurozone (siehe Tabelle am Artikelende). Dieser Befund gilt sowohl f&uuml;r den Anteil der Top 5 Prozent als auch f&uuml;r den oft verwendeten Gini-Koeffizienten. In &Ouml;sterreich besitzen die reichsten 5 Prozent der Haushalte etwa 43 Prozent des gesamten Nettoverm&ouml;gens, das ist der vierth&ouml;chste Wert in der Eurozone (siehe Abbildung). Der Gini-Index bei den &ouml;sterreichischen Verm&ouml;gen liegt bei 0,73 und ist damit nur in drei anderen L&auml;ndern der Eurozone h&ouml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/die-verteilungsfrage-in-die-politische-arena-tragen\/#more-17297\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeitslosengeld II und Sozialgeld: Im Bundeshaushalt 2017 sind zu wenig Ausgabemittel veranschlagt<\/strong><br>\nDie im Bundeshaushalt 2017 veranschlagten 21,0 Milliarden Euro (nach geplanten 22,2 Milliarden Euro im urspr&uuml;nglichen Entwurf der Bundesregierung) werden nicht ausreichen, um die Ausgaben der Jobcenter f&uuml;r das Arbeitslosengeld II (einschlie&szlig;lich Sozialgeld) zu decken. Auch wenn sich der bisherige monatliche Anstieg der (gleitenden) Jahressumme von durchschnittlich &uuml;ber 120 Millionen Euro in den verbleibenden acht Monaten nicht in dieser H&ouml;he fortsetzen sollte, ist davon auszugehen, dass die Ausgaben des Bundes f&uuml;r Arbeitslosengeld II einschlie&szlig;lich Sozialgeld) die veranschlagten 21,0 Milliarden Euro deutlich &uuml;bersteigen werden. Die gesamte BIAJ-Kurzmitteilung vom 26. Mai 2017 zur Entwicklung der Ausgaben f&uuml;r das Arbeitslosengeld II (einschlie&szlig;lich Sozialgeld) finden Sie hier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/923-arbeitslosengeld-ii-und-sozialgeld-im-bundeshaushalt-2017-sind-zu-wenig-ausgabemittel-veranschlagt.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Grundgesetz&auml;nderungen k&ouml;nnten Schulen systematisch f&uuml;r private Investoren &ouml;ffnen<\/strong><br>\nAm 1. Juni 2017 sollen im Bundestag die Voraussetzungen f&uuml;r eine der gr&ouml;&szlig;ten und wahrscheinlich folgenreichsten Privatisierungen der deutschen Geschichte geschaffen werden. Weitgehend unbemerkt von der breiten &Ouml;ffentlichkeit k&ouml;nnten nicht weniger als 13 Grundgesetz&auml;nderungen beschlossen werden.<br>\nDie &Auml;nderungen betreffen zum einen die Regelungen zur umstrittenen Infrastrukturgesellschaft, die k&uuml;nftig f&uuml;r die Planung, den Bau und Betrieb der deutschen Autobahnen zust&auml;ndig sein soll und mit der der bisher bei den L&auml;ndern liegende Besitz an den Autobahnen in einer privatrechtlich verfassten Gesellschaft unter Regie des Bundes zentralisiert wird. So sollen unter der Gro&szlig;en Koalition die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, dass von der Infrastrukturgesellschaft k&uuml;nftig Betriebs- und Nutzungsrechte an den deutschen Autobahnen an private Finanzinvestoren &uuml;bertragen werden k&ouml;nnen.<br>\nDoch es geht bei den umfangreichen Grundgesetz&auml;nderungen auch um Privatisierungen im Bereich der Bildungsinfrastruktur. F&uuml;r den Bau und die Sanierung von Schulgeb&auml;uden mit privaten Investoren in Form einer &Ouml;ffentlich-Privaten Partnerschaft (&Ouml;PP) sollen im Rahmen des geplanten Gesetzespakets ebenfalls die Voraussetzungen geschaffen werden. Die durch die Gesetzes&auml;nderungen in ihren Befugnissen beeintr&auml;chtigten L&auml;nder, die anfangs gegen eine Zentralisierung der Autobahnverwaltung votierten, haben ihren Widerstand mit der Zusage des Bundes, ihnen j&auml;hrliche Finanztransfers in Milliardenh&ouml;he zu gew&auml;hren, aufgegeben.<br>\nDieser &bdquo;Kuhhandel mit dem Grundgesetz&ldquo; hat den Weg frei gemacht f&uuml;r ein gigantisches Privatisierungsvorhaben, das den bislang massivsten Ausverkauf der &ouml;ffentlichen Infrastruktur in Deutschland darstellt. Dem weltweit vagabundierenden Kapital er&ouml;ffnen sich dadurch neue hochprofitable und sichere Anlagem&ouml;glichkeiten zu ihrem Nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/inland\/grundgesetzaenderungen-koennten-schulen-systematisch-fuer-private-investoren-oeffnen\/\">Hintergrund<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist ein Riesenskandal. Stellen Sie bitte Ihre &ouml;rtlichen Abgeordneten von Bund und L&auml;ndern.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut mit einer Anmerkung von Albrecht M&uuml;ller <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h09\">Geheimsache Schulprivatisierung<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Privatisierung nach Noten<\/strong><br>\nWie die Weltbank den Umbau der Landwirtschaft in Entwicklungsl&auml;ndern vorantreibt<br>\nUnter Aufsicht der Weltbank durchleben die Landwirtschaften vieler Entwicklungsl&auml;nder einen tiefgreifenden Wandel &ndash; weg von der traditionellen Bewirtschaftung von Kleinfl&auml;chen, hin zur Etablierung gro&szlig;er Agrarindustrien, die vor Ort eine Reihe von Problemen entstehen lassen. Die Regierungen der betroffenen L&auml;nder werden unter anderem dazu gebracht, die Herstellung und Vermarktung von industriellem Saatgut zu erleichtern. Umstritten sind ebenso die Eigenheiten des Pestizideinsatzes vor Ort, die ein k&uuml;rzlich erschienener UN-Bericht beleuchtet (Das Pestizid-Nord-S&uuml;d-Dilemma).<br>\n&ldquo;Effizienzsteigernde&rdquo; Landtransfers, also der Verkauf oder das Leasing landwirtschaftlicher Nutzfl&auml;chen an die Agrarindustrie, dr&auml;ngen Kleinbauern aus der Landwirtschaft. Nach dem Willen der Weltbank sollen sie das als Chance begreifen, eine Besch&auml;ftigung au&szlig;erhalb der Landwirtschaft anzunehmen und so einen Zugang zu besseren Lebensgrundlagen zu bekommen. Doch in der Realit&auml;t verringern die Preisgabe des Ackerlands und der landwirtschaftlichen Kleinbetriebe kaum die Armut vor Ort. Die erzwungene l&auml;ndliche Migration vieler ehemaliger Kleinbauern in die &uuml;berv&ouml;lkerten und mit Arbeitslosigkeit k&auml;mpfenden St&auml;dte f&uuml;hrt meist nicht zu einem besseres Leben.<br>\nDie Weltbank baut unterdessen die Finanzierung ressourcenintensiver Agrarunternehmen weiter aus. In den vergangenen Jahrzehnten hat sie &uuml;ber die International Finance Corporation (IFC) die Agrarinvestitionen massiv hochgefahren. Die Aufgabe der IFC als Teil der Weltbankgruppe: die F&ouml;rderung des Privatsektors in Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern. In den fr&uuml;hen 2000er Jahren wies das IFC-Agrar-Portfolio noch weniger als 500 Millionen US-Dollar pro Jahr aus. 2016 waren es bereits 5.6 Milliarden US-Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Privatisierung-nach-Noten-3713272.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Das ist eine verheerende Entwicklung, sowohl f&uuml;r die &ouml;rtliche Bev&ouml;lkerung und deren Ern&auml;hrungssicherheit als auch f&uuml;r die Natur, die Artenvielfalt und das Klima. Die Agrarindustrie geh&ouml;rt mit zu den gr&ouml;&szlig;ten Verursachern des Klimawandels. Der stete Zustrom von Fl&uuml;chtlingen\/Migranten ist so gewiss garantiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wie ein US-Think-Tank sein antirussisches Feindbild konstruiert<\/strong><br>\nRusslands wirtschaftlicher Einfluss in Mittelosteuropa ist prinzipiell sch&auml;dlich. Putins Regierung benutzt Korruption, um die liberalen Werte des Westens zu diskreditieren und Nato und EU zu spalten. Die Studie &ldquo;The Kremlin Playbook&rdquo; des &ldquo;Center for Strategic and International Studies&rdquo; (CSIS) will diese Behauptungen u.a. an Lettland aufzeigen. Doch die Beweise sind d&uuml;rftig, stattdessen folgen antirussische Mutma&szlig;ungen.<br>\nDie Markierungsfunktion der PDF-Datei &ldquo;The Kremlin Playbook&rdquo; ist gesperrt. Man &auml;rgert sich, zum genaueren Lesen die 99 Seiten ausdrucken zu m&uuml;ssen. Das ist viel sinnlos verbrauchtes Papier, auf dem die eingangs erw&auml;hnten Behauptungen in zahlreichen Wiederholungen ganzer Abschnitte ausgew&auml;lzt werden. Die vier Autoren ben&ouml;tigten nach eigener Darstellung ganze 16 Monate, um ihre meinungsstarke Warnung vor Russland zu formulieren.<br>\nWer investigative Recherche und Zitate aus Geheimpapieren des Kremls erwartet, wird von dieser Ansammlung von Mutma&szlig;ungen schnell entt&auml;uscht sein. Daf&uuml;r, dass die russische Regierung systematisch plane, mit Oligarchen-Wirtschaft und Korruption die Nachbarl&auml;nder zu destabilisieren, wird nirgends ein schl&uuml;ssiger Beweis geliefert<br>\nQuelle (Teil I): <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-ein-US-Think-Tank-sein-antirussisches-Feindbild-konstruiert-3719300.html?wt_mc=nl.tp-aktuell.taeglich\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle (Teil II): <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Feindbild-Russland-als-Ablenkungsmanoever-3720800.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Genauer hinschauen: Der Beschluss des BVerfG zu einer Abschiebung nach Griechenland<\/strong><br>\nOb Grundrechte ausreichend gesch&uuml;tzt sind, das ist unter Anschauung der Wirklichkeit festzustellen und nicht lediglich mit Blick auf eine Rechtsnorm. Diese Forderung, genauer hinzuschauen, bildete einen zentralen Baustein des Urteils im Fall M.S.S. gegen Belgien und Griechenland. Damals hielt der Europ&auml;ische Menschengerichtshof (EGMR) fest, dass eine R&uuml;ckschiebung von Asylsuchenden nach Griechenland &ndash; ohne Anschauung der dort drohenden Verh&auml;ltnisse &ndash; sie dem Risiko unmenschlicher Behandlung aussetzte und so gegen Art. 3 EMRK verstie&szlig;. Das Urteil im Fall M.S.S. wandte sich also gegen eine Interpretation der Dublin-Verordnung, nach welcher die Zust&auml;ndigkeitsregeln jede weitere Pr&uuml;fung vor einer &Uuml;berstellung &uuml;berfl&uuml;ssig machten. Wie der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) anschlie&szlig;end im Fall N.S. best&auml;tigte, konnte das Prinzip gegenseitigen Vertrauens in der Europ&auml;ischen Union nicht dazu f&uuml;hren, dass lediglich auf formale Verpflichtungen der Staaten und nicht auf deren tats&auml;chliche Umsetzung geschaut werde.<br>\nDer gestern ver&ouml;ffentlichte Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zielt in die gleiche Richtung: Er fordert genau hinzuschauen. Gegenstand war die Verfassungsbeschwerde eines Syrers, dem in Griechenland internationaler Schutz zuerkannt worden war und der in Deutschland erneut einen Asylantrag gestellt hatte. Dieser Antrag wurde als unzul&auml;ssig abgelehnt und der Beschwerdef&uuml;hrer sollte nach Griechenland abgeschoben werden. Dagegen wandte er sich mit dem Hinweis, dass die Lage f&uuml;r anerkannt Schutzberechtigte in Griechenland katastrophal sei, tats&auml;chlich noch schlechter als f&uuml;r Asylbewerber. Ohne jegliche Unterst&uuml;tzung durch den Staat, ohne Wohnraum, Arbeitsm&ouml;glichkeiten, Integrationsangebote, versto&szlig;e eine solche Situation gegen die Garantien des Art. 3 EMRK, dem Verbot der unmenschlichen und erniedrigen Behandlung. Das zust&auml;ndige Verwaltungsgericht Minden pr&uuml;fte das nicht n&auml;her, sondern befand pauschal, das Konzept der normativen Vergewisserung sei f&uuml;r Griechenland nicht widerlegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verfassungsblog.de\/genauer-hinschauen-der-beschluss-des-bverfg-zu-einer-abschiebung-nach-griechenland\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die nur scheinbar isolierte AfD<\/strong><br>\nWohin steuert die AfD? Dass sich die Partei inzwischen zu einer v&ouml;lkischen-nationalistischen Kraft geh&auml;utet hat, ist inzwischen auch bei den Meinungsforschern von Allensbach angekommen. Im Auftrag der FAZ haben die Demoskopen abgefragt, wo die Bev&ouml;lkerung die AfD politisch verorten w&uuml;rde. Das Ergebnis &uuml;berrascht wenig, beweisen die Befragten doch ein feines Gesp&uuml;r daf&uuml;r, dass von der einstigen Bernd-Lucke-AfD allein die Euro- wie Europafeindlichkeit geblieben ist, auch wenn die Ablehnung der Gemeinschaftsw&auml;hrung und der EU im Wahlkampf der Partei nur noch eine zweitrangige Rolle spielt.<br>\nLaut Erhebung sagen inzwischen fast drei Viertel der Befragten (74 Prozent), dass die AfD keine &raquo;normale demokratische Partei&laquo; sei. Zwar kam bei der schon seit 2013 durchgef&uuml;hrten Untersuchung stets eine Mehrheit zu dieser Schlussfolgerung, doch ihr Anteil w&auml;chst immer weiter. Noch vor zwei Jahren waren es &raquo;nur&laquo; 62 Prozent, die in der AfD keine normale politische Kraft sehen.<br>\nWas dies &uuml;bersetzt f&uuml;r die Verortung im politischen Spektrum bedeutet, zeigt eine weitere Zahl sehr deutlich: Die Befragten sollten die AfD auf einer Skala von 1 bis 100 einordnen, wobei die Partei mit steigenden Wert immer weiter nach rechts r&uuml;ckt. Viel Platz bleibt dabei kaum noch. Im Durchschnitt verorteten die Befragten die AfD bei einem Wert von 82, vor zwei Jahren lag die Rechtsau&szlig;enpartei noch neun Punkte weiter links. Wirklich verwunderlich ist diese Entwicklung nicht: 2015 war die Partei unter Lucke zwar auch alles andere als eine asylfreundliche Partei. Doch mit seinem Abgang versch&auml;rfte sich die Tonlage, nahm die Zahl gezielter verbaler Provokationen gegen Gefl&uuml;chtete und Muslime deutlich zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1052188.die-nur-scheinbar-isolierte-afd.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Steht da jetzt Erich Schulz-Honecker?<\/strong><br>\nEx-SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck, der nie eine Wahl gewann, hat ein paar Ratschl&auml;ge f&uuml;r seine Partei und Martin Schulz.<br>\nWenn es nach Peer Steinbr&uuml;ck geht, sollten sich die Sozialdemokraten im Bundestagswahlkampf nicht allein auf das Thema Gerechtigkeit festlegen. &ldquo;Die SPD wird auf diesen Code nicht verzichten k&ouml;nnen&rdquo;, sagte der Ex-Bundesfinanzminister und Ex-Kanzlerkandidat der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&rdquo;. &ldquo;Ich gebe aber allen recht, die sagen: Die Konzentration auf die Gerechtigkeit reicht nicht, es muss etwas dazu kommen, das Fortschritt, Zukunftsoptionen verdeutlicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/peer-steinbrueck-hat-ratschlaege-spd-kanzlerkandidat-martin-schulz-a-1149507.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hoffentlich ist die Satire-Show mit Florian Schr&ouml;der besser als diese Aussagen von Herrn Steinbr&uuml;ck, denn: Wirkt oder ist Herr Steinbr&uuml;ck nicht ebenfalls &bdquo;h&auml;ufig zu verbiestert&ldquo; und &bdquo;wahnsinnig &uuml;berzeugt von der eigenen Mission&ldquo;? Offenbar hat er weiterhin Herrn Clement als Vorbild &ndash; jedenfalls k&ouml;nnten Erinnerungen an seine Wahlempfehlung bei der Hessen-Wahl 2008 wach werden. Das Ergebnis d&uuml;rfte bekannt sein: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3373\">Der Spruch der Schiedskommission, Wolfgang Clement aus der SPD auszuschlie&szlig;en, ist richtig und verheerend zugleich<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In Figuren wie Steinbr&uuml;ck manifestiert sich das ganze Elend der SPD. Wie in der Meldung richtig vermerkt, hat der Million&auml;r Steinbr&uuml;ck noch nie eine Wahl f&uuml;r die SPD gewonnen. Er f&uuml;hlt sich aber berufen aus dem Off ungefragt Ratschl&auml;ge zu erteilen und den SPD-Wahlkampf &ouml;ffentlich herunterzumachen. Es ist klar, dass Steinbr&uuml;ck den Tenor des Wahlkampfes mit Bezug auf soziale Gerechtigkeit kritisiert, unbenommen wie glaubw&uuml;rdig dieser nun letztendlich ist. Der Gipfel ist, den Oberneoliberalen Lindner als Vorbild anzupreisen. Wer solche Genossen hat, braucht eigentlich gar keinen politischen Gegner. Steinbr&uuml;ck ist eine der F&uuml;hrungsfiguren und Karrieristen, welche die SPD durch deren Neoliberalisierung an den Rande des Abgrundes gebracht haben. Man fragt sich, wurden Figuren wie Steinbr&uuml;ck bewu&szlig;t platziert um die SPD zu ruinieren?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Peinlich! Fauxpas! Trump atmet bei G7-Gipfel durch zwei L&ouml;cher in seinem Gesicht!<\/strong><br>\nTaormina (dpo) &ndash; Er kann es einfach nicht lassen! Beim G7-Gipfel der f&uuml;hrenden westlichen Industriestaaten hat sich Donald Trump erneut einen peinlichen Aussetzer geleistet: Beim Fototermin mit den anderen Regierungschefs atmete der US-Pr&auml;sident die ganze Zeit durch zwei kleine L&ouml;cher in seinem Gesicht Luft ein und aus. Der Fauxpas macht auf Twitter bereits als #breathgate die Runde.<br>\nEin anonymer Gipfelteilnehmer, der Trump aus n&auml;chster N&auml;he erlebte, berichtet: &ldquo;Man konnte deutlich wahrnehmen, wie Trump durch die zwei L&ouml;cher Luft einsaugte und wenig sp&auml;ter wieder ausstie&szlig;.&rdquo; Dabei habe sich sein Brustkorb gehoben und gesenkt. &ldquo;Man hat den anderen Regierungschefs deutlich angesehen, wie unangenehm ihnen das war&rdquo;, so der Zeuge.<br>\nIn der internationalen Presse sowie im Internet wird Trump bereits heftig f&uuml;r sein respektloses Verhalten kritisiert. So wies die Washington Post in einem Artikel darauf hin, dass auch Wladimir Putin in der Vergangenheit auf Gipfeltreffen so zu atmen pflegte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/05\/trump-fauxpas.html\">Der Postillon<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.R.:<\/strong> K&ouml;stlich! Und auf den Punkt! Aber nur unwesentlich l&auml;cherlicher, als das, was die Qualit&auml;tsmedien im Original zum Thema produzieren. Tag f&uuml;r Tag f&uuml;r Tag&hellip; <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-38487","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38487","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38487"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38487\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38490,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38487\/revisions\/38490"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38487"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38487"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38487"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}