{"id":38509,"date":"2017-05-30T08:31:02","date_gmt":"2017-05-30T06:31:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509"},"modified":"2017-05-30T08:31:02","modified_gmt":"2017-05-30T06:31:02","slug":"hinweise-des-tages-2884","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h01\">Merkels Bierzeltrede <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h02\">Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h03\">EU verl&auml;ngert Sanktionen gegen Regierung von Syriens Machthaber Assad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h04\">Autobahn-Privatisierung SPD t&auml;uscht die eigenen Genossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h05\">Portugals Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h06\">Die SPD setzt weiter auf TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h07\">Einheit? Welches Europa meint sie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h08\">Koalition will Riester-Zulage auf 175 Euro anheben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h09\">&raquo;Das ist Augenwischerei&laquo;. Wie Bremer Sch&uuml;ler gegen die Ausbildungsmarkt-Statistik k&auml;mpfen &ndash; und die Landespolitik in Bewegung bringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h10\">Rebellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h11\">Neuer Rekord: 1907 Minderj&auml;hrige sind bei der Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h12\">Kein Bedarf f&uuml;r Qualit&auml;tsverbesserungen bei der Polizei?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h13\">Interview mit Dieter Dehm zu G7: Forderungen der US-Amerikaner sind zu gewissem Grad gerechtfertigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h14\">Politische L&ouml;sung in Venezuela wird unwahrscheinlicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h15\">Wahlkampf f&uuml;r Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h16\">Radikale K&uuml;rzungen und die Vorbereitung auf Schwarz-Blau: Das Wirtschaftsprogramm der FP&Ouml;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h17\">AfD, Broder und Tichy verleumden Margot K&auml;&szlig;mann als Rassistin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h18\">Das Letzte: Pfandflaschendiebe bleiben straffrei<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Merkels Bierzeltrede<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Jeder Satz ein Treffer<\/strong><br>\nMerkels Auftritt zeigt, was sich seit Wochen abzeichnet: Die Au&szlig;en- und Europapolitik wird zu einem wichtigen Thema im Bundestagswahlkampf. Vor allem die SPD glaubt, sich in Kernfragen gegen&uuml;ber Merkel abgrenzen zu k&ouml;nnen, insbesondere mit Blick auf ihre Politik gegen&uuml;ber Trump. Doch jetzt hat sich die Kanzlerin so deutlich wie nie als Europas Verteidigerin gegen Trump in Szene gesetzt &ndash; eine Rolle, die eigentlich SPD-Herausforderer Martin Schulz gern besetzen w&uuml;rde. Der SPD bleibt gerade kaum mehr als Hinterherlaufen &uuml;brig. Am Montag wiederholte Schulz auf Twitter Merkels Aussagen sinngem&auml;&szlig; auf Twitter:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/angela-merkel-das-bedeutet-ihre-bierzelt-rede-ueber-donald-trump-a-1149649.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.J.:<\/strong> Fast die gesamte Medienlandschaft, vor allem das Fernsehen, sind auf den Trick hereingefallen. F&uuml;r mich ist das nur Wahlkampf und keine Abkehr von der bisherigen Politik.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: F&auml;llt die getreueste Vasallin vom Glauben ab?<\/strong><br>\nDa sind wir aber erstaunt. Angela Merkel probt den Aufstand gegen den &bdquo;Gro&szlig;en Bruder&ldquo;. Wirklich?<br>\n&bdquo;Die Zeiten, in denen wir uns auf andere v&ouml;llig verlassen konnten, die sind ein St&uuml;ck vorbei. Wir Europ&auml;er m&uuml;ssen unser Schicksal wirklich in unsere eigene Hand nehmen&ldquo;, sagt Merkel jetzt.<br>\nSeit Jahren fordert DIE LINKE eine eigenst&auml;ndige europ&auml;ische Au&szlig;enpolitik. Lange ist es her, dass Charles de Gaulle erkannte, dass Frankreich selber dar&uuml;ber entscheiden muss, ob es sich an einem Krieg beteiligt. Deshalb integrierte er die franz&ouml;sische Armee nicht in die milit&auml;rische Struktur der Nato, sprich der USA. Willy Brandt erkannte, dass Frieden und Entspannung mit der Sowjetunion (heute Russland) im Interesse Deutschlands sind.<br>\nAber seitdem segelt Europa im Schlepptau der USA, Angela Merkel immer vorneweg. Daher ist von dieser Kanzlerin wirklich nicht zu erwarten, dass sie den USA die Stirn bietet. Glaubt irgendjemand, sie w&uuml;rde<\/p>\n<ul>\n<li>die milit&auml;rischen Einrichtungen der USA in Deutschland schlie&szlig;en, von denen aus die &Ouml;l- und Gaskriege gef&uuml;hrt werden?<\/li>\n<li>verbieten, dass von US-Einrichtungen auf deutschem Boden der v&ouml;lkerrechtswidrige Drohnenkrieg gef&uuml;hrt wird?<\/li>\n<li>die Einkreisungspolitik der USA gegen&uuml;ber Russland &ndash; Nato-Osterweiterung, De-Stabilisierung der Ukraine &ndash; beenden?<\/li>\n<li>die Sanktionen gegen Russland aufheben?<\/li>\n<li>die deutsche Unterst&uuml;tzung des v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieges in Syrien stoppen? US-Dokumente belegen, dass die USA den IS gro&szlig; werden lie&szlig;en, um Assad zu schw&auml;chen.<\/li>\n<li>sich der von den USA vorgegebenen Aufr&uuml;stung &ndash; die Nato gibt bereits jetzt 13mal so viel f&uuml;r R&uuml;stung aus wie Russland &ndash; widersetzen?<\/li>\n<li>die totale &Uuml;berwachung der Deutschen durch den NSA beenden (Big Brother is watching you)?<\/li>\n<li>die zunehmende F&auml;higkeit amerikanischer Gro&szlig;konzerne wie Facebook und Google, die Bev&ouml;lkerung zu manipulieren und dadurch eine demokratische Meinungsbildung immer weiter zu erschweren, durch entsprechende Ma&szlig;nahmen einschr&auml;nken und demokratischer Kontrolle unterwerfen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das glaubt sie mit Sicherheit auch selbst nicht. Daher ist ein Wechsel im Kanzleramt die Voraussetzung f&uuml;r eine selbst&auml;ndige europ&auml;ische Au&szlig;enpolitik. Aber wer k&ouml;nnte in die Fu&szlig;stapfen Willy Brandts treten? Selbst Schr&ouml;der hatte den Mut, sich nicht am v&ouml;lkerrechtswidrigen Irakkrieg Bushs zu beteiligen und &ndash; Gazprom hin oder her &ndash; er suchte Frieden und Ausgleich mit Russland. Die jetzige SPD-F&uuml;hrung unterst&uuml;tzt brav &ndash; obwohl sie sich in Wahlk&auml;mpfen manchmal aufm&uuml;pfig geb&auml;rdet &ndash; die liebedienerische Au&szlig;enpolitik Merkels gegen&uuml;ber den USA. Auch mit Zustimmung von Schulz, Steinmeier und Gabriel stehen jetzt &ndash; im Widerspruch zum politischen Verm&auml;chtnis Willy Brandts &ndash; deutsche Soldaten an der russischen Grenze.<br>\nUnd &ldquo;Bild&rdquo; tadelt die Merkel schon. Es sei &ldquo;unangemessen&rdquo;, so etwas im &ldquo;Truderinger Bierzelt&rdquo; zu sagen. &ldquo;Auch in Zukunft ist Amerika wirtschaftlich, au&szlig;en- und sicherheitspolitisch unser wichtigster Partner.&rdquo; Und mit &ldquo;Bild&rdquo; wird es sich Angela Merkel in keinem Fall verderben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1430272570367539\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Snowden und der neue Merkel-Hype<\/strong><br>\nHelle Aufregung in der transatlantischen Twitter-Sp&auml;re. Ein verk&uuml;rztes Zitat von Kanzlerin Merkel hat einen unglaublichen Hype ausgel&ouml;st &ndash; sogar die &ldquo;Washington Post&rdquo; und E. Snowden machen mit. [&hellip;]<br>\nBei einem Wahlkampfauftritt im bayerischen Bierzelt mit ihrem Lieblingsgegner Seehofer sagte sie au&szlig;erdem:<br>\n&ldquo;Wir Europ&auml;er m&uuml;ssen unser Schicksal wirklich in unsere eigene Hand nehmen.&rdquo;<br>\nDas hat sie allerdings schon im Januar gesagt, beim EU-Jubelgipfel in Rom hat sie es sinngem&auml;&szlig; auch noch einmal betont. Taten lie&szlig; sie ihren Worten nicht folgen. Auch diesmal glaube ich nicht, dass sie f&uuml;r ein souver&auml;nes, von den USA unabh&auml;ngiges Europa eintritt. Das machen bisher nur die Franzosen; Pr&auml;sident Macron hat es sogar zum Programm erhoben.<br>\nMerkel m&ouml;chte nun auf der Macron-Welle mitschwimmen &ndash; und die CSU auf ihre Seite holen. Nach der Wahl wird sie wieder auf ihr &ldquo;deutsches Europa&rdquo;zur&uuml;ckkommen &ndash; und Macron ausbremsen. Und der Hype in den USA? Nun, auch dort herrscht Wahlkampf &ndash; man m&ouml;chte den Mann mit der orangenen Locke loswerden. Daf&uuml;r allerdings habe ich gr&ouml;&szlig;tes Verst&auml;ndnis&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/verkuerztes-zitat-entfacht-merkel-hype\/\">Eric Bonse auf Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><strong>Is Trump Pushing Merkel to Create A German Superpower?<\/strong><br>\nDonald Trump entered office hoping that he could splinter the European Union. But what if his presidency has the effect of further unifying it&mdash;against America?<br>\nGerman Chancellor Angela Merkel&rsquo;s announcement that Europe can no longer rely on America as a partner and &ldquo;must take our destiny into our own hands&rdquo; marks a turning point. Every American administration since 1945 has tried to work closely with Germany and NATO. Ronald Reagan even visited Bitburg cemetery in May 1985, in the face of controversy at home over the presence of SS graves, in order not to undermine the German chancellor Helmut Kohl, who had stood by him in installing intermediate range Pershing missiles in 1983.<br>\nTrump is pushing Germany and Europe in a different direction. Now that France has elected Emanuel Macron president, Merkel is moving to fashion a Franco-German axis that will pursue a common economic and military path. This will signal a significant diminution in American prestige and influence abroad. Imagine, for example, that Merkel decided to defy Trump&rsquo;s push for sanctions and isolating Iran by establishing trade ties with North Korea, including selling it weapons.<br>\nWe aren&rsquo;t there yet. But Trump&rsquo;s approach to Europe and elsewhere has been predicated on the notion that he can singlehandedly defy the rules of the game and extract what he wants. The problem is that he is emboldening Germany to become the superpower of Europe and inevitably it will pursue what it considers its own interests. This is after all the nation that invented the term realpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nationalinterest.org\/blog\/the-buzz\/trump-pushing-merkel-create-german-superpower-20892\">The National Interest<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38502\">Merkels Geheimplan &ndash; sind wir Zeugen einer historischen Zeitenwende?<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Trump<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>John F. Kennedy als Trumps Kronzeuge<\/strong><br>\nTrump-Schwiegersohn Kushner wollte vertrauliche US-Kontakte nach Moskau aufbauen. Warum wird das wie Landesverrat behandelt? In der Kubakrise 1962 haben sie die Welt vor einem Atomkrieg bewahrt. Eine Analyse.<br>\nIst die politische Jagdsaison er&ouml;ffnet, wird es schwer f&uuml;r das kritische Denken. Am Versagen des US-Pr&auml;sidenten Donald Trump gibt es zwar wenig zu besch&ouml;nigen. Er ist ein Desaster, das hat seine erste Auslandsreise gerade erst wieder best&auml;tigt. Aber die Art, wie der Versuch seines Schwiegersohns Jared Kushner, vertrauliche Gespr&auml;chskan&auml;le nach Moskau aufzubauen, nun in den Ruch des Landesverrats ger&uuml;ckt wird, ist bedenklich.<br>\n&ldquo;Geheimkan&auml;le&rdquo; zwischen dem Wei&szlig;en Haus und anderen Staatsf&uuml;hrungen sind nicht per se etwas Schlechtes. Auch nicht, wenn das andere Ende dieser Gespr&auml;chsverbindung in Feindesland liegt. Ganz im Gegenteil: Gerade dann k&ouml;nnen sie sich als wertvoll erweisen. Es kommt freilich darauf an, wof&uuml;r sie genutzt werden.<br>\nDie Kuba-Krise 1962 h&auml;tte m&ouml;glicherweise zu einem Atomkrieg gef&uuml;hrt, wenn der damalige US-Pr&auml;sident John F. Kennedy &ndash; heute w&auml;re sein 100. Geburtstag &ndash; nicht solche &ldquo;geheimen&rdquo; Gespr&auml;chskan&auml;le in den Kreml gehabt h&auml;tte, unter bewusster Umgehung der offiziellen Diplomatie. Er misstraute den Geheimdiensten und der milit&auml;rischen F&uuml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/jared-kushners-geheimkanaele-nach-russland-john-f-kennedy-als-trumps-kronzeuge\/19862782.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Endlich mal ein differenzierter und abw&auml;gender Kommentar. Nur die Reihenfolge der jeweiligen Stationierungen durfte nat&uuml;rlich nicht allzu deutlich heraus gearbeitet werden. Zuerst waren da n&auml;mlich die Atomraketen an der sowjetischen Grenze und als eine Reaktion darauf, neben den st&auml;ndigen Mordversuchen gegen Castro und der versuchten Destabilisierung Kubas.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Goodbye USA: Trump ist die Chance<\/strong><br>\nDonald Trumps j&uuml;ngste Forderung an die NATO-Verb&uuml;ndeten, sie sollten doch deutlich mehr zahlen als bisher, trifft zum ersten Mal bei den sonst so ergebenen US-Freunden auf Skepsis. Wenn man genauer hinschaut sogar auf Widerstand: &bdquo;Wir Europ&auml;er haben unser Schicksal selber in der Hand&ldquo;, hatte ausgerechnet die gl&auml;ubige Atlantikerin Angela Merkel Anfang des Jahres gesagt. Und w&auml;hrend bei manchen NATO-Gegnern noch Trumps Wort-Fetzen von der obsoleten NATO durchs Gehirn geistert, w&auml;re es f&uuml;r die West-Europ&auml;er tats&auml;chlich an der Zeit, ihr Schicksal von den USA und deren v&ouml;llig unberechenbarem Pr&auml;sidenten abzukoppeln. Noch nie gab es in Deutschland eine so gr&uuml;ndliche Abneigung gegen einen US-Pr&auml;sidenten wie in diesen Tagen, noch nie war die Ablehnungsfront so breit: Von den National-Konservativen bis zu echten Linken reicht der Ekel vor einem wildgewordenen US-Elefanten, der bisher keinen Porzellan-Laden ausgelassen hat. Trump ist die Chance f&uuml;r eine zumindest relative Eigenst&auml;ndigkeit der Deutschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/goodbye-usa.html\">Rationalgalerie<\/a><\/li>\n<li><strong>A Danger to the World: It&rsquo;s Time to Get Rid of Donald Trump<\/strong><br>\nDonald Trump has transformed the United States into a laughing stock and he is a danger to the world. He must be removed from the White House before things get even worse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/international\/world\/donald-trump-is-a-menace-to-the-world-opinion-a-1148471.html\">Klaus Brinkb&auml;umer auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers V.M.:<\/strong> Ist das &bdquo;nur&ldquo; eine Meinung des Spiegel-Chefredakteurs oder schon aktiver Aufruf zum Pr&auml;sidentensturz in einem anderen Land?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EU verl&auml;ngert Sanktionen gegen Regierung von Syriens Machthaber Assad<\/strong><br>\nDie EU hat ihre Sanktionen gegen die Regierung von Syriens Machthaber Baschar al-Assad um ein weiteres Jahr verl&auml;ngert. Die &ldquo;Strafma&szlig;nahmen gegen das syrische Regime und seine Unterst&uuml;tzer&rdquo; blieben bis zum 1. Juni 2018 in Kraft, beschloss der Ministerrat am Montag in Br&uuml;ssel. Zu den Sanktionen geh&ouml;ren unter anderem ein &Ouml;l-Embargo, Beschr&auml;nkungen f&uuml;r Investitionen und das Einfrieren von Guthaben der syrischen Zentralbank in der EU.<br>\nDar&uuml;ber hinaus ist der Export von Ausr&uuml;stung und Technologie nach Syrien untersagt, die zur Unterdr&uuml;ckung der Bev&ouml;lkerung eingesetzt werden k&ouml;nnen. Darunter fallen auch Ger&auml;te zur &Uuml;berwachung des Telefon- und Internetverkehrs. Ein Waffenembargo gegen Syrien ist nicht mehr in Kraft, nachdem seine Verl&auml;ngerung 2013 gescheitert war. Gro&szlig;britannien und Frankreich hatten diese verhindert, um Waffen an Gegner Assads liefern zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanzen.net\/nachricht\/aktien\/eu-verlaengert-sanktionen-gegen-regierung-von-syriens-machthaber-assad-5501400\">AFP via finanzen.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dabei ist mittlerweile doch bekannt, dass vor allem die Zivilbev&ouml;lkerung <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-die-syrische-Zivilbevoelkerung-unter-den-EU-Sanktionen-leidet-3695626.html\">unter den EU-Sanktionen leidet<\/a>. Erstaunlich ist gerade in diesem Kontext, dass diese Meldung, obgleich sie &uuml;ber die Ticker von AFP und dpa kam, fast nirgends ver&ouml;ffentlicht wurde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Autobahn-Privatisierung SPD t&auml;uscht die eigenen Genossen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Privatisierung ist keineswegs ausgeschlossen, sondern bleibt durch &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften (&Ouml;PP) in betr&auml;chtlichem Umfang m&ouml;glich&ldquo;, so Georg Hermes zur Berliner Zeitung.<br>\nAusgeschlossen ist nun die Beteiligung privaten Kapitals an der Bundesfernstra&szlig;engesellschaft. Beim vermeintlichen Durchbruch hatte Oppermann behauptet, der Kompromiss schlie&szlig;e nun endlich die Privatisierung der Autobahnen aus. Dasselbe hatte er knapp drei Wochen zuvor gesagt. Weil das schon Anfang Mai nicht stimmte, folgten hitzige Sondersitzungen. Das Verwirrspiel betreibt die Parteif&uuml;hrung schon seit drei Jahren. Denn dummerweise stammt das Konzept zur Autobahnprivatisierung vom damaligen Parteichef Sigmar Gabriel.<br>\nUm Versicherungskonzernen Anlagem&ouml;glichkeiten in die Infrastruktur zu erm&ouml;glichen, hatte er eine Kommission unter Marcel Fratzscher eingesetzt, die daf&uuml;r das Werkzeug in Gestalt einer Infrastrukturgesellschaft aus dem Hut zauberte. In der Kommission sa&szlig;en auch hochrangige Vertreter der Versicherungsbranche, die dieses Instrument zur Privatisierung der Autobahnen mitentwickelten, das heute angeblich nicht mehr zur Privatisierung dienen darf. [&hellip;]<br>\nAls Gabriel 2014 die Pl&auml;ne dazu erarbeiten lie&szlig;, erzeugten die Spitzengenossen noch Nebel um die Chiffre &bdquo;&Ouml;PP&ldquo;. Die Gesellschaft sollte nicht mit &bdquo;&Ouml;ffentlich-Privaten Partnerschaften&ldquo; in Verbindung gebracht werden, denn die vielen R&uuml;gen der Rechnungsh&ouml;fe zeigten Wirkung. Bei Autobahnen, stellten die Pr&uuml;fer fest, sind solche &bdquo;Partnerschaften&ldquo; rund 40 Prozent teurer. Bezahlt mit Steuergeld, das in Rendite umgeleitet wird. In einem Protokoll der damaligen Fratzscher-Kommission beklagten die Teilnehmer das &bdquo;Imageproblem und die r&uuml;ckl&auml;ufige Entwicklung von &Ouml;PP&ldquo;. Noch im November 2016 lie&szlig; Gabriel mitteilen, es werde &bdquo;keine Privatisierung&ldquo; der Autobahnen geben. Auf Nachfrage, ob er &Ouml;PP ausschlie&szlig;e, schwieg das Ministerium.<br>\nUm &Ouml;PP zu umschiffen, ersann die Koalition neue Konstruktionen. Zum Beispiel die Beteiligung privaten Kapitals an der Infrastrukturgesellschaft selbst und den &bdquo;Nutznie&szlig;brauch&ldquo;. Komplizierte Finanzinstrumente, die die Diskussion weg von &Ouml;PP verlagerte. Um eine Privatisierung auszuschlie&szlig;en, hie&szlig; es nun, m&uuml;sse die private Kapitalbeteiligung durch die &bdquo;Hintert&uuml;r&ldquo; verhindert werden.<br>\nDieser Punkt nun ist mit dem Kompromiss vom Tisch. Dem Drehbuch folgend, schrieben SPD-Fraktionsvize Carsten Schneider und sein Kollege Johannes Kahrs in einem Brief an die Genossen: &bdquo;Mit der SPD gibt es keine Privatisierung der Autobahnen und Bundesstra&szlig;en, weder ganz noch teilweise&ldquo;. Selbst wenn Gabriel als Urheber erw&auml;hnt worden w&auml;re, w&auml;re die Aussage nicht richtig. Denn die Privatisierung bleibt &uuml;ber &Ouml;PP gesichert.<br>\nIm Gesetz hei&szlig;t es, lediglich &bdquo;Streckennetze, die das gesamte Bundesautobahnnetz oder das gesamte Netz sonstiger Bundesfernstra&szlig;en&ldquo; umfassen, sind ausgeschlossen. Eine Grenze soll &Ouml;PP-Projekte auf 100 Kilometer beschr&auml;nken. Doch selbst die l&auml;ngste existierende &Ouml;PP-Autobahn ist gerade 72,5 Kilometer lang. Der Ausschluss von &bdquo;Netz-&Ouml;PP&ldquo; ist die neue Nebelkerze, die &uuml;ber herk&ouml;mmliche &Ouml;PP hinwegt&auml;uschen soll. Ausgerechnet jene teuren &bdquo;Partnerschaften&ldquo; mit den Privaten, um die die SPD lange einen gro&szlig;en Bogen machte, gelten dank einer Diskursverschiebung nun als Ausweg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/autobahn-privatisierung-spd-taeuscht-die-eigenen-genossen-26972860\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Netz-&Ouml;PPs als geniales Ablenkungsman&ouml;ver: Wie die SPD-Spitze die eigenen Abgeordneten t&auml;uscht<\/strong><br>\nWorum geht es in den &uuml;ber Nacht aus der Tasche gezauberten &Auml;nderungen? Es handelt sich weiterhin um eine Privatisierung: Zum einen formell, und zum zweiten, weil &Ouml;PP nicht nur nicht ausgeschlossen wird, sondern erheblich erleichtert. Die Berliner Zeitung zitierte am Samstag zwei Verfassungsjuristen, die genau das best&auml;tigen. &ldquo;Netz-&Ouml;PPs&rdquo; und ihre angebliche Verhinderung im Grundgesetz waren und sind eine riesige Nebelkerze f&uuml;r die Medien und auch f&uuml;r fachfremde Abgeordnete. Die Parteispitze t&auml;uscht ihre eigenen Genossen. Dabei bel&auml;sst sie es nicht bei dem einfachen &Uuml;berraschungscoup vom Mittwochabend der letzten Woche. Morgen, in der entscheidenden Fraktionssitzung der SPD wird es vermutlich eine Art besonderes Schauspiel geben. Dazu werden nach bisherigem Kenntnisstand in die ansonsten streng nicht-&ouml;ffentliche Sitzung externe G&auml;ste eingeladen. Ziel der Fraktionsf&uuml;hrung ist es vermutlich, den Abgeordneten die M&ouml;glichkeit zu geben, sich hinter den Aussagen dieser G&auml;ste\/Experten zu verstecken. Eine erfahrene Sitzungsleitung kann diese Aussagen von G&auml;sten durch Fragestellung und Moderation zudem in ihrem Sinne &ldquo;einhegen&rdquo;. Die Berliner Zeitung nennt das &bdquo;die Choreographie&ldquo;.<br>\nDas Vorgehen ist bekannt aus fr&uuml;heren entscheidenden Fraktionssitzungen. In der Sitzung zur Privatisierung Berliner Wasserbetriebe waren sogar Vertreter der Finanzwirtschaft eingeladen. Problematisch dabei ist insbesondere, dass die getroffenen Aussagen in nicht-&ouml;ffentlicher Sitzung nur m&uuml;ndlich erfolgen und nicht protokolliert werden. Niemand erf&auml;hrt hinterher, worauf sich die Abgeordneten bei ihrer Entscheidung st&uuml;tzten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/842-wassmuth-spd\">Carl Wa&szlig;muth bei Norbert H&auml;ring<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Autobahn-Privatisierung durch die Hintert&uuml;r<\/strong><br>\nDie Privatisierung von Autobahnen sei nun endg&uuml;ltig vom Tisch, behauptet die Gro&szlig;e Koalition. Aber sagt sie damit die ganze Wahrheit? [&hellip;]<br>\nDas Muster wiederholt sich. Schon der ehemalige Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat den Ausstieg aus den Privatisierungspl&auml;nen verk&uuml;ndet, im November 2016. Zahlreiche Experten bescheinigten der Regierung damals, einen Gesetzentwurf vorgelegt zu haben, der die umfassende Privatisierung erm&ouml;glicht h&auml;tte, statt sie zu verhindern. Der &ouml;ffentliche Protest, die Kritik von Wissenschaftlern und der politische Druck der Opposition im Bundestag waren gro&szlig;. Und das zeigte Wirkung. Nach der Einigung des Koalitionsgipfels im Mai dieses Jahres behaupteten Union und SPD erneut: Die Privatisierung der Autobahnen sei vom Tisch. Diesmal angeblich endg&uuml;ltig, versprochen.<br>\nWer sich die Details genau anguckt, sieht auch die Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r die Privatisierung. Die gro&szlig;e Koalition hofft, dass sie nicht weiter auffallen. Entscheidend ist n&auml;mlich am Ende, was das Grundgesetz ausschlie&szlig;t. Nur verfassungsrechtliche Privatisierungsschranken haben dauerhaft Bestand. Regelungen in einfachen Gesetzen k&ouml;nnen auch mit einfachen Mehrheiten wieder ge&auml;ndert werden. W&uuml;rden die Privatisierungsfreunde von Schwarz-Gelb wie jetzt voraussichtlich in NRW auch im Bund regieren, w&auml;re es ein Leichtes, alles zu &auml;ndern, was nicht im Grundgesetz festgelegt ist. Dass die Aufnahme von Krediten oder die Umwandlung der Autobahn-GmbH in eine Aktiengesellschaft einfachgesetzlich ausgeschlossen sind, ist daher nicht viel wert.<br>\nDazu kommt: &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften werden im Grundgesetz nur f&uuml;r gro&szlig;e Netze ausgeschlossen, aber nicht f&uuml;r Einzelprojekte. Die sind weiterhin m&ouml;glich und werden einfachgesetzlich auf 100 Kilometer pro Vertrag beschr&auml;nkt. Wer massiv &Ouml;PP-Vertr&auml;ge abschlie&szlig;en will, kann das mit dieser Regelung machen &ndash; ein Konjunkturprogramm f&uuml;r eine Handvoll Baukonzerne, Versicherungen und Banken. Es entst&uuml;nde ein intransparenter kostspieliger Asphalt-Flickenteppich, der kaum f&uuml;r Parlament und &Ouml;ffentlichkeit zu kontrollieren w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/meinung\/gastbeitraege\/oeffentlich-private-partnerschaften-autobahn-privatisierung-durch-die-hintertuer-a-1286670\">Gastbeitrag Anton Hofreiter und Sven-Christian Kindler auf FR Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Portugals Wirtschaftswunder<\/strong><br>\nLissabon. Sogar Deutschlands strenger Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble scheint &uuml;berrascht, wie sich die Portugiesen aus dem Schuldental arbeiten. Im vergangenen Jahr hatte er noch gewarnt, dass die sozialistische Regierung von Ant&oacute;nio Costa mit ihrer Lockerung des Sparkurses Portugal ruiniere und zur&uuml;ck in die Krise fahre. Nun soll Sch&auml;uble in der Runde des EU-Finanzministerrates (Ecofin) seinen portugiesischen Kollegen M&aacute;rio Centeno sogar &bdquo;als Ronaldo des Ecofin&ldquo; gelobt haben, wie Portugals Medien berichteten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weser-kurier.de\/startseite_artikel,-portugals-wirtschaftswunder-_arid,1605253.html\">Weser Kurier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.E.:<\/strong> Es wundert einen nicht, wenn man die Binnennachfrage st&auml;rkt, das es auch die Wirtschaft st&auml;rkt. Damit die die K&uuml;rzungspolitik von Sch&auml;uble und der Troika widerlegt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die SPD setzt weiter auf TTIP<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries h&auml;lt Abschluss des transatlantischen Abkommens f&uuml;r m&ouml;glich<br>\nDer bef&uuml;rchtete Handelskrieg zwischen den USA und Deutschland ist noch nicht ausgebrochen. Vielmehr werden aus Washington auf einmal freundschaftliche Signale gesendet. Nach ihrer R&uuml;ckkehr von einer Arbeitsreise in den USA, wo sie die Interessen der deutschen Exportwirtschaft vertreten hatte, war Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) voll des Lobes f&uuml;r ihre Gespr&auml;chspartner. &raquo;Da war eine gro&szlig;e Offenheit gegen&uuml;ber uns Deutschen zu sp&uuml;ren&laquo;, sagte die Sozialdemokratin am Montag im Deutschlandfunk. Zwar wurden keine neuen Gespr&auml;chstermine vereinbart, trotzdem hielt Zypries sogar einen Abschluss des Freihandelsabkommens TTIP weiterhin f&uuml;r m&ouml;glich. Zun&auml;chst setzen die US-Amerikaner allerdings andere Priorit&auml;ten. Sie wollen sich um Nachverhandlungen zum Freihandelsabkommen NAFTA mit Kanada und Mexiko k&uuml;mmern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1052512.die-spd-setzt-weiter-auf-ttip.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Einheit? Welches Europa meint sie?<\/strong><br>\nMerkel beschw&ouml;rt Europas Einheitlichkeit. Aber die Griechen darben trotz massiver Einsparungen weiter. Dank Sch&auml;uble.<br>\nKanzlerin Angela Merkel beschw&ouml;rt die Einheit Europas, um sich von den USA unter Pr&auml;sident Trump zu emanzipieren. Doch welches Europa meint die Kanzlerin? Sie scheint die europ&auml;ische Einheit nur politisch zu verstehen, nicht aber sozial und &ouml;konomisch. Dies zeigt das Beispiel Griechenland. Die j&uuml;ngsten Beschl&uuml;sse der Eurogruppe bedeuten, dass Griechenland weiter verarmt, weil es zu einem drakonischen Sparkurs gezwungen wird. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Merkel-und-Europas-Griechenlandpolitik\/!5410019\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> V&ouml;llig konsterniert l&auml;sst mich so ein Artikel der von mir gesch&auml;tzten, eher linken Ulrike Hermann zur&uuml;ck. &ldquo;Selbst Deutschland erreicht momentan nur einen Prim&auml;rsaldo von etwa 2 Prozent, obwohl die Wirtschaft boomt und fast Vollbesch&auml;ftigung herrscht.&rdquo; &ndash; 1,5 Prozent Wirtschaftswachstum, das durch massive Verschuldung des Auslands erkauft wird, ist kein Boom, sondern bestenfalls ein halbwegs solides Wirtschaftswachstum; &ldquo;fast Vollbesch&auml;ftigung&rdquo; bei real &uuml;ber 4 Millionen Arbeitslosen bzw. einer Arbeitslosenquote von ca. 10 Prozent &ndash; Massenarbeitslosigkeit &ndash; verh&ouml;hnt die Arbeitslosen. Der kontrafaktische Satz mit der boomenden Wirtschaft und &ldquo;fast Vollbesch&auml;ftigung&rdquo; k&ouml;nnte auch in WELT, SPIEGEL, FAZ stehen. Und der genannte deutsche Prim&auml;rsaldo ist angesichts der verfallenden Infrastruktur und kaputter Schulen kein Ruhmesblatt. Auch die Beurteilung der Situation in Griechenland ist eigent&uuml;mlich: &ldquo;In den vergangenen Jahren haben die Griechen die Geh&auml;lter zusammengestrichen und ihre Lohnst&uuml;ckkosten um 25 Prozent gesenkt. Sie sind also wieder wettbewerbsf&auml;hig. Doch die Investitionen bleiben trotzdem aus.&rdquo; &ndash; Das mag damit zusammenh&auml;ngen, dass der Grexit immer noch wie ein Damoklesschwert &uuml;ber Griechenland h&auml;ngt&hellip; und damit, dass Lohnst&uuml;ckkostensenkung eine fixe Idee der Deutschen sind, die die griechische Wirtschaft immer weiter zerst&ouml;ren. &ldquo;die Griechen darben trotz massiver Einsparungen weiter&rdquo; &ndash; h&auml;h? Darben die Griechen nicht eher *wegen* der Austerit&auml;tspolitik? Und was ist an dem Vorschlag von Stournaras, den Prim&auml;rsaldo auf 2 Prozent pro Jahr zu senken (ebenfalls nahezu unm&ouml;glich), so revolution&auml;r? Ist das &ldquo;alternative&rdquo; Wirtschaftspolitik? Ich verstehe die taz einfach nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Koalition will Riester-Zulage auf 175 Euro anheben<\/strong><br>\nUnion und SPD wollen den staatlichen Zuschuss zur privaten Altersvorsorge mit einem Riester-Vertrag auf 175 Euro anheben. Dies teilten Fachpolitiker der Koalition am Montag in Berlin mit. F&uuml;r rund 10,9 Millionen Besch&auml;ftigte mit einer Riester-Rente steigt die j&auml;hrliche Grundzulage damit um 21 Euro. Dies ist Teil eines Gesamtpakets, bei dem es vor allem um die St&auml;rkung der betrieblichen Altersvorsorge geht. Kern der Vereinbarung ist, dass Arbeitgeber k&uuml;nftig auf der Grundlage von Tarifvertr&auml;gen Betriebsrenten anbieten k&ouml;nnen, ohne dass sie deren H&ouml;he und Auszahlung garantieren m&uuml;ssen. Die Koalition erhofft sich davon eine Ausweitung der Betriebsrenten.<br>\nBei der neuen Betriebsrente sollen Arbeitgeber zudem einen Zuschuss erhalten, wenn sie bis zu einem Monatseinkommen von 2200 Euro in eine Betriebsrente einzahlen. Auf die Grundz&uuml;ge der Reform hatten sich Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) im September vorigen Jahres verst&auml;ndigt. Das Vorhaben soll noch in dieser Woche vom Bundestag verabschiedet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/private-altersvorsorge-koalition-will-riester-zulage-auf-175-euro-anheben\/19864380.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Anstatt einen Fehler offen zuzugeben und grundlegend zu korrigieren, m&ouml;chte diese Bundesregierung offensichtlich die verschiedenen, an der Riester- und Betriebsrente beteiligten Arbeitgeber &ndash; haupts&auml;chlich Banken und Versicherungen &ndash; auch auf Kosten der Steuerzahler unterst&uuml;tzen. Und wer wei&szlig;: Vielleicht wird Frau Nahles in Zukunft auch Vortr&auml;ge halten &ndash; wie ihr Vorg&auml;nger Walter Riester.<\/em><br>\n<em>W&auml;re es nicht endlich an der Zeit, der Teilprivatisierung der Rente ein Ende zu bereiten und alle Kraft in die gesetzliche Rente zu stecken? Erinnert sei <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37710\">an die April-Ausgabe der Anstalt<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Rentenreform: Riesterzulage soll deutlich steigen<\/strong><br>\nEs ist das letzte gro&szlig;e sozialpolitische Projekt von Union und SPD: der Ausbau der Betriebsrente. Was bedeutet das f&uuml;r Arbeitnehmer und Arbeitgeber? Jetzt sind die Details bekannt. [&hellip;]<br>\nKurz vor Ende der Legislaturperiode haben sich CDU, CSU und SPD doch noch &uuml;ber ihre Pl&auml;ne f&uuml;r einen Ausbau der betrieblichen Altersversorgung verst&auml;ndigt, mit denen k&uuml;nftig auch die neue Spielart einer Zielrente ohne feste Leistungsgarantie m&ouml;glich werden soll. Im Vergleich zum urspr&uuml;nglichen Gesetzentwurf der Regierung seien in den Verhandlungen noch in mehreren Punkten Verbesserung gelungen, lobten Fachpolitiker von Union und SPD am Montag in Berlin. Auch Gewerkschafts- und Arbeitgebervertreter zeigten sich erfreut. [&hellip;]<br>\nNeben Vertretern der Unionsparteien und der Arbeitgeber &auml;u&szlig;erten sich am Montag auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die SPD positiv &uuml;ber das neue Zielrentenmodell. Damit sei &bdquo;eines der ganz zentralen Hemmnisse auf dem Weg zum Ausbau einer arbeitgeberfinanzierten Betriebsrente ausger&auml;umt&ldquo;, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Katja Mast. Ihr Fachkollege Karl Schiewerling (CDU) lobte, mit dem Gesetz werde das Mehrs&auml;ulenmodell der Altersvorsorge insgesamt gest&auml;rkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/was-wird-aus-der-rente\/rentenreform-riesterzulage-soll-deutlich-steigen-15037862.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Meiner Meinung nach ist das kein &ldquo;sozialpolitische[s] Projekt&rdquo;, sondern ein Sozialabbau-Projekt bzw. ein Finanzdienstleister-F&ouml;rderungsgesetz. Der schon seit Jahren tote Gaul Riesterrente soll mithilfe (minimal) h&ouml;herer staatlicher Zusch&uuml;sse (1,75 Euro pro Monat!) als Steroide und vor allem, indem die Auszahlungen nicht mehr auf die Grundsicherung angerechnet werden sollen, wiederbelebt werden; f&uuml;r die Betriebsrente wird das neue, wirklich irre Modell &ldquo;defined contribution&rdquo; eingef&uuml;hrt, ohne jede Haftung und mit minimaler Verpflichtung der Arbeitgeber, wobei das Endergebnis weder bekannt noch garantiert sein wird. Dass die CDU bei diesen Schweinereien mitmacht, ist selbstverst&auml;ndlich; bei der SPD, angeblich die Partei der sozialen Gerechtigkeit und der Sicherung der gesetzlichen Rente, ist es wohl die &uuml;bliche Schizophrenie zwischen Anspruch und realpolitischer Wirklichkeit. Dass der DGB diesen Wahnsinn zur weiteren Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Umlagerente freudig begr&uuml;&szlig;t (<a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++8ffdd658-4461-11e7-9b6a-525400e5a74a\">auch auf den eigenen Seiten<\/a>), ist wohl mit der dort grassierenden volkswirtschaftlichen Inkompetenz und\/oder, anders kann man das kaum noch verstehen, Korrumpiertheit zu erkl&auml;ren. Im &Uuml;brigen hat die Koalition hier eine gro&szlig;e Chance vertan, die extrem(istisch)en deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse ein wenig zu verringern: man h&auml;tte anstelle dieses Riesterrenten- und Betriebsrenten-Mumpitz die Beitragszahlungen zur Umlagerente erh&ouml;hen k&ouml;nnen, z. B. von aktuell 18,7 auf dann 22,7 Prozent des Bruttoeinkommens. Die Rentenzahlungen erh&ouml;hten sich damit (aktuell und zuk&uuml;nftig) um fast 20 Prozent, und bei parit&auml;tischer Beitragszahlung stiegen die Arbeitskosten (L&ouml;hne) um zwei Prozent. Deutsche Unternehmen w&uuml;rden also durch staatliche Eingriffe weniger wettbewerbsf&auml;hig werden, obwohl Merkel und Sch&auml;uble steif und fest und wahrheitswidrig behaupten, das ginge nicht.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Zu viel Klein-Klein<\/strong><br>\nEs ist ein Gesetz, das nicht leistet, was es m&uuml;sste: die Angst vor dem Alter zu verringern. Warum f&auml;llt es der SPD so schwer, das zu verstehen? [&hellip;]<br>\nEs ist ein Gesetz, das nicht leistet, was es m&uuml;sste, um sich in W&auml;hlerstimmen auszuzahlen: die Angst vor dem Alter zu verringern. Man muss die drei Meldungen vom Sonntag und Montag zusammen lesen: Der Teil der Betriebsrenten, der nicht mehr auf die Grundsicherung angerechnet wird, d&uuml;rfte vor allem in den Gro&szlig;st&auml;dten angesichts der steigenden Mieten oft komplett in Vermieterh&auml;nde wandern. Der Staat subventioniert &uuml;ber seine Steuervorteile f&uuml;r Betriebsrenten nicht Armutsrenter, sondern Vermieter. Am meisten bringt die Neuregelung f&uuml;r Facharbeiter und Angestellte &ndash; aber nur, solange die Finanzm&auml;rkte deren Betriebsrente nicht angreifen. Das ist viel Klein-Klein, mit dem sich weder mobilisieren noch Angst nehmen l&auml;sst. Warum f&auml;llt es der SPD so schwer, das zu verstehen? Es ist Ende Mai, und bis jetzt wei&szlig; die Partei nicht mal, ob sie Rente oder Mieten zum Schwerpunkt in Koalitionsverhandlungen machen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Reform-der-Betriebsrenten\/!5410003\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Betriebsrenten werden nicht mehr auf die Grundsicherung im Alter angerechnet &ndash; ganz toll und eine Privilegierung z. B. gegen&uuml;ber der normalen Umlagerente. Hier geht es keineswegs um Lebensstandardsicherung im Alter, sondern um eine minimale Abfederung von Armut und die F&ouml;rderung der Versicherungsgesellschaften. Die taz findet das gro&szlig;artig, aber &ldquo;zu viel Klein-Klein&rdquo;, und salbadert ansonsten &uuml;ber die gestiegenen Mieten daher, was keinen direkten Zusammenhang hat. Eine deutlich h&ouml;here Umlagerente zu fordern, die eindeutig bezahlbar ist (Betriebsrenten sind es offensichtlich auch), w&auml;re wohl nicht &ldquo;alternativ&rdquo; und modern genug. Oder m&ouml;chte die taz h&ouml;chstens an der Oberfl&auml;che kratzen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Das ist Augenwischerei&laquo;. Wie Bremer Sch&uuml;ler gegen die Ausbildungsmarkt-Statistik k&auml;mpfen &ndash; und die Landespolitik in Bewegung bringen<\/strong><br>\nSara Scheibel und Dennis Quicker k&ouml;nnen sich an den 2. November 2016 genau erinnern. Es war ein Mittwoch. Und die Sch&uuml;lerin und der Sch&uuml;ler waren richtig sauer. Wegen ein paar Zahlen. An diesem Tag ver&ouml;ffentlichte die Arbeitsagentur Bremen die Ausbildungsbilanz 2016 f&uuml;r die Stadt. Die zwei k&auml;mpfen mit ihrer Klasse seit l&auml;ngerem f&uuml;r eine andere, wie sie finden ehrlichere Statistik. Trotzdem: An der Art der Jahresbilanz hatte sich in Scheibels und Quickers Augen &uuml;berhaupt nichts ge&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1052231.das-ist-augenwischerei.html?sstr=ausbildung\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.B.:<\/strong> Sch&ouml;n, dass sich Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler in Bremen gegen die Ausbildungsmarkt-Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit wehren. Diese ist eine besonders irref&uuml;hrende und perfide Statistik in Deutschland. Es ist sogar noch schlimmer, als bereits im Artikel heraus gearbeitet wurde: (1) Es gibt kein &Uuml;berangebot von 4011 Lehrstellen gegen&uuml;ber 3415 &bdquo;Bewerbern&ldquo; in Bremen, weil die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit als &bdquo;Bewerber&ldquo; nur Jugendliche aus dem Arbeitsagenturbezirk, also Bremen, z&auml;hlt, tats&auml;chlich aber etwa 37 % der Ausbildungspl&auml;tze an Jugendliche gingen, die nicht in Bremen wohnten. Das ist ungef&auml;hr so, wie wenn man bei einer Verkehrsz&auml;hlung in Bremen nur Autos mit dem Kennzeichen &bdquo;HB&ldquo; z&auml;hlen w&uuml;rde. (2) Die Einm&uuml;ndungsquote (das ist die Zahl der &bdquo;Bewerber&ldquo;, die auch tats&auml;chlich einen Ausbildungsplatz bekommen hat), lag in 2016 in Deutschland nicht bei 64,7 Prozent, sondern nur bei 48,3 Prozent.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rebellen<\/strong><br>\nDer deutsche UN-Sondergesandte f&uuml;r Libyen, Martin Kobler, ist einem Anschlag von Jihadisten entgangen. Dies berichten britische Medien. Demnach hat der Bruder des Attent&auml;ters von Manchester, Hashim Abedi, Anfang dieses Jahres Vorbereitungen zum Mord an dem deutschen Diplomaten getroffen, die allerdings noch rechtzeitig aufgedeckt wurden. Der Manchester-Attent&auml;ter, dem vor einer Woche 22 Menschen zum Opfer fielen, und sein Bruder entstammen dem Milieu der einstigen Libyan Islamic Fighting Group (LIFG), einer Jihadistenorganisation, die sich in den 1990er Jahren herausbildete, um Muammar al Gaddafi zu st&uuml;rzen. Sie wurde damals, weil sie gegen den gemeinsamen Feind Gaddafi k&auml;mpfte, vom britischen Auslandsgeheimdienst MI6 aktiv unterst&uuml;tzt. Auch als sie 2011 am Aufstand gegen Gaddafi teilnahmen, genossen die LIFG-Jihadisten im Westen als &ldquo;Rebellen&rdquo; weithin Sympathie. Experten warnen, ganz wie sie k&ouml;nnten k&uuml;nftig jihadistische Aufst&auml;ndische in Syrien, die heute im Westen im Kampf gegen den gemeinsamen Feind Bashar al Assad wie einst die LIFG als &ldquo;Rebellen&rdquo; gefeiert werden, ebenfalls zu Terroranschl&auml;gen in Europa &uuml;bergehen. Viele von ihnen, darunter der Al Qaida-Ableger Jabhat Fatah al Sham (Ex-Jabhat al Nusra), sind, um die Regierung Assad zu st&uuml;rzen, von engen Verb&uuml;ndeten auch Deutschlands systematisch gef&ouml;rdert worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59606\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neuer Rekord: 1907 Minderj&auml;hrige sind bei der Bundeswehr<\/strong><br>\nDie Bundeswehr hat 25 Prozent mehr Minderj&auml;hrige eingestellt und damit einen neuen Rekordwert von 1907 Jugendlichen erreicht. Auch die Zahl der weiblichen minderj&auml;hrigen Bewerber ist so hoch wie nie zuvor.<br>\nDas geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die unserer Redaktion vorliegt. Danach waren 698 Soldaten auf Zeit und 1209 Freiwillig Dienstleistende noch nicht 18, als sie ihre Ausbildung in der Truppe begannen. 89 waren selbst nach Ablauf ihrer Probezeit noch nicht vollj&auml;hrig. Auch die Zahl weiblicher Minderj&auml;hriger in der Bundeswehr ist so hoch wie nie zuvor: 357 M&auml;dchen, darunter 128 als Soldatinnen auf Zeit, lie&szlig;en sich an der Waffe schulen. Damit zeigen die neuen Imagekampagnen eine verbesserte Wirkung. Als die Wehrpflicht 2011 auslief, z&auml;hlte die Bundeswehr 689 Minderj&auml;hrige, 2012 waren es bereits 1202. Diese Zahl stieg zuletzt auf 1515 und nahm nun erneut um fast 400 zu. Die Bundeswehr hatte zuvor einger&auml;umt, mehr als eine Million Minderj&auml;hrige direkt anzuschreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/1907-minderjaehrige-sind-bei-der-bundeswehr-neuer-rekord-aid-1.6845766\">RP Online<\/a>\n<p><strong>dazu: eine Anmerkung von Andrej Hunko<\/strong><br>\nEine Schande, Frau von der Leyen!<br>\nUnd eine Verletzung der UN-Kinderrechtskonvention!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/andrej.hunko\/posts\/1518763898145230\">Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kein Bedarf f&uuml;r Qualit&auml;tsverbesserungen bei der Polizei?<\/strong><br>\nEin Beauftragter f&uuml;r die Polizeibeh&ouml;rden des Bundes soll Beschwerden nachgehen und Missst&auml;nde und Fehler ermitteln k&ouml;nnen. Das schlagen B&uuml;ndnis90\/Gr&uuml;ne in einem Gesetzentwurf vor. Dazu kam es heute zu einer Anh&ouml;rung im Innenausschuss des Bundestages. &bdquo;Kein Bedarf&ldquo; sagen die Gewerkschaften und &ndash; etwas weniger deutlich &ndash; der Pr&auml;sident der Bundespolizei. Faktenreich erkl&auml;ren zwei weitere Sachverst&auml;ndige, was in anderen L&auml;ndern Europas l&auml;ngst Standard ist.<br>\nDrei von vier Fraktionen waren sich einig, als 2013 der Abschlussbericht zum NSU-Untersuchungsausschuss [1] vorgelegt wurde. Die SPD, B&uuml;ndnis90\/Gr&uuml;ne und die Linke thematisierten in ihren damaligen Sondervoten auch strukturelle Ursachen f&uuml;r die Ermittlungen in den NSU-F&auml;llen und mahnten eine Verbesserung der Fehlerkultur in den Polizeibeh&ouml;rden an. Danach tat sich lange Zeit gar nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/kein-bedarf-fuer-qualitaetsverbesserungen-bei-der-polizei\">Police IT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Interview mit Dieter Dehm zu G7: Forderungen der US-Amerikaner sind zu gewissem Grad gerechtfertigt<\/strong><br>\nRT Deutsch: SPD-Kanzlerkandidat Schulz sagte, dass eine st&auml;rkere Kooperation der europ&auml;ischen Staaten auf allen Ebenen die passende Antwort auf Donald Trump sei. Was resultiert aus einer solchen Strategie? F&uuml;hrt sie nicht zu dem Protektionismus, den man Trump bisher vorgeworfen hat?<br>\nDr. Dieter Dehm: Da ich kein dogmatischer Gegner des Protektionismus bin, also auch nicht, wenn &auml;rmere V&ouml;lker ihr Saatgut vor Monsanto und anderen sch&uuml;tzen, halte ich sowieso vieles f&uuml;r eine ideologische Debatte, was um den Protektionismus herum aufgef&uuml;hrt wird. Ich finde jedenfalls, dass Freihandel nicht aller Probleme L&ouml;sung ist. Er kann in gewissen Feldern vertretbar sein, aber er ist immer auch nat&uuml;rlich das freie, ungehemmte Transponieren von Problemen des einen Landes in das andere. Etwa wenn es um niedrigere L&ouml;hne oder zu niedrige Sozialstandards etc. geht, die die Produkte dann k&uuml;nstlich gegen&uuml;ber anderen verbilligen und da dann wieder Schaden anrichten. Von daher glaube ich, dass die EU nur dann auf einem richtigen Weg w&auml;re, wenn sie auch bei sich die Ungleichgewichte &uuml;berwindet, und nicht so tut, als ob ein Freihandel Gleichgewichte erh&auml;lt, etwa zwischen S&uuml;deuropa und der Bundesrepublik &ndash; was auch die Export&uuml;bersch&uuml;sse anbetrifft.<br>\nUnd so finde ich auch, dass es bis zu einem gewissen Grad sogar gerechtfertigt ist, wenn die amerikanische Regierung lamentiert, dass die Deutschen zu wenig in den USA einkaufen, aber zu viel an die USA exportieren. Dasselbe Problem haben wir auch in der EU. Sie sehen, dass es kein Problem ist, das zwischen zwei Bl&ouml;cken entschieden wird &ndash; sondern es wird entschieden, wenn h&ouml;here Renten, h&ouml;here L&ouml;hne, h&ouml;here Steuern anfallen, damit das allgemeine Wohl gedeiht. Dann wird es auch zwischen Handelspartnern eine g&uuml;nstige Voraussetzung geben, denn man kann, um mal einen gro&szlig;en Dichter namens Brecht zu zitieren, &ldquo;Ungleichheit nur dadurch beseitigen, indem man Ungleiches ungleich behandelt und nicht Ungleiches gleich behandelt&rdquo;.<br>\nAlso wenn der eine kleiner und der andere gr&ouml;&szlig;er ist, muss man den einen auf den Hocker stellen. Und wenn einer zu wenig exportiert, exportieren kann und der andere in dessen Land hinein enorm viel exportiert, weil er die L&ouml;hne runtergefahren hat, die Sozialleistungen heruntergefahren hat, die Steuern runtergefahren hat und damit die Exportprodukte spottbillig macht, dann hat er das Problem in dem anderen Land ja noch versch&auml;rft. Also Sie sehen, das ist nicht mit reinen Schlagworten wie Protektionismus zu l&ouml;sen, sondern es ist zu l&ouml;sen, indem man &uuml;ber die Ursache von &Uuml;bersch&uuml;ssen, besonders aber &uuml;ber die Ursachen von Defiziten nachdenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/51402-g7-forderungen-amerikaner-sind-gerechtfertigt\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Politische L&ouml;sung in Venezuela wird unwahrscheinlicher<\/strong><br>\nOpposition lehnt jedwede Wahlen ab. Proteste nehmen zunehmend gewaltt&auml;tigen Charakter an. Zahl der Toten steigt<br>\nNach zwei Monaten heftiger Proteste mit mehr als 50 Todesopfern geht die Opposition in Venezuela in Fundamentalopposition zur linksgerichteten Regierung von Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro und anderen Staatsgewalten, die nicht unter ihrer Kontrolle stehen.<br>\nNachdem die unabh&auml;ngige Wahlbeh&ouml;rde CNE nun die Daten f&uuml;r verschiedene Abstimmungen bekanntgab, konterten die Regierungsgegner mit einer Totalabsage: Man werde sich an keiner der Wahlen beteiligen, hie&szlig; es von ranghohen Vertretern des Oppositionsb&uuml;ndnisses Tisch der demokratischen Einheit (MUD). Die Zeichen stehen daher auf Sturm in Venezuela &ndash; auch, weil die Demonstrationen der Regierungsgegner und das Vorgehen von Sicherheitskr&auml;ften sowie Sympathisanten der regierenden Chavisten immer gewaltt&auml;tiger werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Politische-Loesung-in-Venezuela-wird-unwahrscheinlicher-3727012.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wahlkampf f&uuml;r Merkel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die neue Merkel macht Wahlkampf gegen die alte Merkel<\/strong><br>\nAngela Merkel, hie&szlig; es einst, gewinne ihre Wahlen durch &bdquo;asymmetrische Mobilisierung&ldquo;, also, indem die Union Positionen besetzte, die sie f&uuml;r W&auml;hler des gegnerischen Lagers w&auml;hlbar machte.<br>\nInzwischen ist sie einen Schritt weiter. Sie mobilisiert nicht nur asymmetrisch, sondern sie besetzt gleich kontr&auml;re Positionen. Sie sendet widerspr&uuml;chliche Botschaften, zwar noch nicht gleichzeitig, aber doch relativ rasch nacheinander.<br>\nDie asymmetrische Mobilisierung wird erg&auml;nzt durch die asynchrone Kommunikation. Die Bundeskanzlerin dekonstruiert ihre Politik gleich selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article164993394\/Die-neue-Merkel-macht-Wahlkampf-gegen-die-alte-Merkel.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Gibt es jetzt einen Anti-Trump-Wahlkampf?<\/strong><br>\nMeinungsforscher Hermann Binkert: &bdquo;Die Umfragen zeigen, dass Donald Trump bei der deutschen Bev&ouml;lkerung untendurch ist. Kritik an ihm als US-Pr&auml;sident kommt bei einer gro&szlig;en Mehrheit der W&auml;hler gut an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/bundestagswahl2017\/anti-trump-wahlkampf-51951428.bild.html\">Bild Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Radikale K&uuml;rzungen und die Vorbereitung auf Schwarz-Blau: Das Wirtschaftsprogramm der FP&Ouml;<\/strong><br>\nDie FP&Ouml; bekommt ein Wirtschaftsprogramm. Noch ist es zwar nicht fertig und geheim, aber der &bdquo;trend&ldquo; durfte das Halbfertigprodukt anschauen und beurteilte, was das Ziel des Programmes ist. Ergebnis: eine Vorbereitung auf Schwarz-Blau. Was es sonst noch ist: Ein Programm gegen Staat und ArbeitnehmerInnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast-blog.at\/fpoe-programmiert-sich-auf-schwarz-blau\/\">Kontrast Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.S.:<\/strong> Viele linksliberale konzentrieren sich bei der Kritik an der FP&Ouml; (und auch bei der AfD) auf die rassistischen Seiten der Partei. Vergessen wird so oft die neoliberale Seite.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>AfD, Broder und Tichy verleumden Margot K&auml;&szlig;mann als Rassistin<\/strong><br>\nVor ein paar Tagen hat die AfD, ganz christlich, eine heilige Hetzjagd auf die Theologin Margot K&auml;&szlig;mann eingel&auml;utet. Unterst&uuml;tzt wird die Partei dabei von vielen ihrer Fans, von rechten Blogs und Foren, so genannten Journalisten wie Henryk M. Broder (&bdquo;Die Welt&ldquo;) oder Roland Tichy, und nat&uuml;rlich von so unvermeidlichen Personen wie der ehemaligen CDU-Politikerin Erika Steinbach.<br>\nGrund f&uuml;r die Wut, die sich nun vielerorts ins Internet erbricht, ist eine &Auml;u&szlig;erung K&auml;&szlig;manns auf dem Evangelischen Kirchentag vorige Woche in Berlin. In einer Bibelarbeit war die fr&uuml;here Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland auch auf die AfD eingegangen: Dass diese Partei eine &bdquo;Erh&ouml;hung der Geburtenrate der einheimischen Bev&ouml;lkerung&ldquo; fordere, so K&auml;&szlig;mann, entspreche dem &bdquo;kleinen Arierparagraphen der Nazis: Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Gro&szlig;eltern &ndash; da wei&szlig; man, woher der braune Wind wirklich weht.&ldquo;<br>\nK&auml;&szlig;mann hat also die Forderung der AfD nach mehr deutschen Kindern ohne Migrationshintergrund mit der Ideologie der Nazis verglichen. [&hellip;]<br>\nDie AfD hat daraufhin vorgef&uuml;hrt, wie man ein Zitat durch Weglassen so entstellt, dass aus der Theologin, die sich gegen Rassismus und Deutscht&uuml;melei ausspricht, ihrerseits eine Art Rassistin wird, die alle Deutschen und all ihre deutschen Kinder diskreditiert. Angeheizt wurde diese Kampagne gegen Margot K&auml;&szlig;mann am Samstag mit diesem Eintrag auf der Facebook-Seite der AfD:<br>\nIm Eintrag steht das korrekte, aber verk&uuml;rzte Zitat, ohne den f&uuml;r das Verst&auml;ndnis wichtigen Bezug. Und f&uuml;rs plakative Schaubild hat die AfD einfach mal ein Zitat erfunden: &bdquo;Margot K&auml;&szlig;mann: Wo Deutsche Kinder bekommen, da weht ein &sbquo;brauner Wind&lsquo;.&ldquo; Die AfD insinuiert damit, K&auml;&szlig;mann h&auml;tte alle Deutschen, die Kinder bekommen, als Nazis beschimpft. Womit sich nat&uuml;rlich prima Wahlkampf machen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/uebermedien.de\/16125\/afd-broder-und-tichy-verleumden-margot-kaessmann\/\">&Uuml;bermedien<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Pfandflaschendiebe bleiben straffrei<\/strong><br>\nWer aus einem Altglascontainer Pfandflaschen fischt, macht sich nicht strafbar. Das hat das Amtsgericht M&uuml;nchen entschieden. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen einen 64 Jahre alten Mann und seine 65 Jahre alte Frau Strafbefehle wegen Diebstahls beantragt, weil sie mit Hilfe eines Greifarms 18 Pfandflaschen aus einem Container geholt hatten. Anwohner hatten sie beobachtet und die Polizei verst&auml;ndigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.schwaebische.de\/region\/bayern_artikel,-Pfandflaschendiebe-bleiben-straffrei-_arid,10675641.html\">Schw&auml;bische<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.H.:<\/strong> Wir leben in einem Land, in dem sich Menschen aus dem M&uuml;ll Pfandflaschen suchen m&uuml;ssen um sich das Leben in Armut wenigstens etwas zu verbessern. Und dann gibt es Menschen, die so etwas anzeigen und eine Staatsanwaltschaft, die wegen so etwas Strafbefehl erl&auml;sst. Wenigstens gibt es einen Richter, der Vernunft zeigt. Geht die Staatsanwaltschaft jetzt in Berufung? W&uuml;rde mich nicht wundern. Nach dem Motto: &ldquo;Die &Auml;rmsten der Armen m&uuml;ssen mit aller H&auml;rte verfolgt werden, denn sie leisten ja nichts.&rdquo; Der &ldquo;Elite&rdquo; kann man schon mal was durchgehen lassen. Da wird ja immerhin &ldquo;Leistung erbracht&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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