{"id":38532,"date":"2017-05-31T08:33:56","date_gmt":"2017-05-31T06:33:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532"},"modified":"2017-05-31T08:35:53","modified_gmt":"2017-05-31T06:35:53","slug":"hinweise-des-tages-2885","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h01\">Allein und nackt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h02\">Gerechtigkeit, sp&auml;ter, vielleicht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h03\">Welhandel: Diese ungew&ouml;hnliche Allianz soll den deutschen Export retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h04\">Verbraucherpreise: Inflation in Deutschland sinkt auf 1,5 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h05\">Vereinte Nationen: Jemen steht kurz vor dem totalen Zusammenbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h06\">Stuttgart 21: &bdquo;Setzen Sie ein Signal f&uuml;r den Umstieg, um weiteren Schaden abzuwenden!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h07\">Autobahnen: Privatisierung stoppen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h08\">Kosten des Autoverkehrs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h09\">Gemeinsam gegen Lobbyismus an Schulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h10\">Wo die Bahn jetzt das gro&szlig;e Geld machen will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h11\">Asyl: Verb&auml;nde fordern Abschiebestopp nach Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h12\">&Ouml;sterreich: Wechselseitige Vorw&uuml;rfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h13\">Italien steuert auf Neuwahlen zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h14\">Kapstadts Angst vor dem letzten Tropfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h15\">Lohndumping bei Rewe und Edeka?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h16\">Stegner empfiehlt WELT-Autorin Susanne Gaschke Austritt aus SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h17\">Pr&auml;sident Macron legt sich mit Sputnik und RT an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38532#h18\">Das Letzte: &ldquo;Die Rekruten&rdquo;: RTL II bringt YouTube-Hit der Bundeswehr ins Fernsehen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Allein und nackt<\/strong><br>\nWie seine Vorg&auml;nger k&auml;mpft auch Labour-Chef Corbyn mit feindseligen Medien und der Entfremdung der Stammw&auml;hler.<br>\nZwei Jeremys sa&szlig;en einander gegen&uuml;ber, der eine darauf angesetzt, den anderen, wie es auf gut Britisch hei&szlig;t, &ldquo;zu grillen.&rdquo; Jeremy Paxman ist eine altgediente Bulldogge der britischen Interviewkunst, sein liebster Trick ist die Dauerwiederholung einer Frage, sein zweitliebster die Erniedrigung des Gegners durch simultanes Hochziehen der Augenbrauen, R&uuml;mpfen der Nase und Herabziehen der Mundwinkel: &ldquo;Es gibt nichts in ihrem Manifest, das darauf hinweist, dass Sie die Monarchie loswerden wollen&rdquo;, motzte Paxman und wedelte mit dem Wahlprogramm der Labour Party in Richtung des anderen Jeremy, &ldquo;Was ja auch so eine Sache ist, an die Sie glauben, oder?&rdquo; [&hellip;]<br>\nDer Schlagabtausch in der Fernsehdebatte am Montagabend war symptomatisch daf&uuml;r, womit Corbyn seit seiner K&uuml;r zum Labour-Vorsitzenden vor zwei Jahren zu k&auml;mpfen hat, aber er lag keineswegs au&szlig;erhalb des Rahmens des &Uuml;blichen. Im Umgang mit dem von neoliberalen und nationalistischen Standpunkten dominierten britischen Medien-Mainstream gilt jeder Labour-Chef grunds&auml;tzlich als verd&auml;chtig, wenn nicht gar gef&auml;hrlich. [&hellip;]<br>\nGenau diese Entfremdung zwischen der Labour Party und ihrer schwindenden proletarischen Basis war auch der Grund f&uuml;r jene Entwicklungen, die Labour seit dem EU-Referendum bis an den Rand der Selbstaufl&ouml;sung brachte. Sowohl die &ldquo;Moderaten&rdquo; aus der Parlamentsfraktion, als auch Corbyn und seine Freunde von der Parteilinken suchten Wege, ihre Kernw&auml;hlerschichten zu befrieden: Erstere forderten ein Ende der Bewegungsfreiheit bei Verbleib im Europ&auml;ischen Wirtschaftsraum, Corbyn dagegen besann sich auf seine linken Instinkte der Siebzigerjahre und witterte im Brexit die Chance zur Abschottung Britanniens von der Tyrannei des globalen Kapitals. Mit der Ernennung des ehemaligen Oberstaatsanwalts Keir Starmer zum Brexit-Schattenminister hat sich diese fraktionelle Spaltung f&uuml;rs Erste beruhigt. Was dem von st&auml;ndigen internen Intrigen gebeutelten Corbyn aber am meisten zu Hilfe kommt, ist seine unverhoffte, aktuelle Aufholjagd in den Umfragewerten.<br>\nAls Nebenprodukt seiner Entscheidung, sich dem Brexit anzuschlie&szlig;en, verlagerte sich der Fokus des Wahlkampfs auf soziale Fragen, und in denen &ndash; das musste auch Jeremy Paxman feststellen &ndash; liegt Corbyns wahre St&auml;rke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/europa\/europaeische_union\/895097_Allein-und-nackt.html\">Wiener Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lesenswert!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gerechtigkeit, sp&auml;ter, vielleicht!<\/strong><br>\nMartin Schulz empfiehlt sich mit dem Slogan &ldquo;Mehr Gerechtigkeit f&uuml;r alle&rdquo; als Kanzler. Aber ausgerechnet bei zwei Gerechtigkeitsthemen stellt sich die SPD ignorant bis planlos an. [&hellip;]<br>\nWie unglaublich gut es der SPD jetzt st&uuml;nde, sich ausgerechnet &uuml;ber diese zwei eindeutigen Gerechtigkeitsfragen &ndash; Ehe f&uuml;r alle und bessere Arbeitsbedingungen f&uuml;r zum Beispiel M&uuml;tter &ndash; mit der Union zu zerstreiten. Warum machen die das nicht? Passend zur Heiratssaison. Ein kurzer Knall, und bald ist eh Sommerpause. Den Slogan &ldquo;Zeit f&uuml;r mehr Gerechtigkeit&rdquo;, mit dem Martin Schulz f&uuml;r sich wirbt, kann man ansonsten &uuml;ber den Sommer auch noch umschreiben in &ldquo;Gerechtigkeit, sp&auml;ter, vielleicht!&rdquo; [&hellip;]<br>\nNett auch, wie Bundespr&auml;sident Steinmeier in seiner Antrittsrede noch von Erdogan forderte: &ldquo;Geben Sie Deniz Y&uuml;cel frei!&rdquo; Und jetzt, wo noch eine weitere deutsche Journalistin offenbar unschuldig inhaftiert ist: Hashtags von der SPD!<br>\nEs macht mich so unglaublich w&uuml;tend, und ehrlich gesagt bin ich gar nicht so leicht w&uuml;tend zu machen, aber von einer Regierungspartei erwarte ich, dass sie sich mit Regierungsmitteln hinter eine solche Sache klemmen und nicht mit luschigen Twitterbildchen wie eine Beautybloggerin. Das ist Arbeitsverweigerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/spd-wahlkampf-gerechtigkeit-spaeter-vielleicht-kolumne-a-1149816.html#\">Margarete Stokowski auf SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Welthandel: Diese ungew&ouml;hnliche Allianz soll den deutschen Export retten<\/strong><br>\nDonald Trump ist kein Freund des Freihandels. Die Bundeskanzlerin spricht daher von neuen Allianzen. Zwei L&auml;nder bieten sich an. Doch wie realistisch ist ein solches B&uuml;ndnis wirklich? Narendra Modi d&uuml;rfte nur den wenigsten Deutschen ein Begriff sein. Doch wenn der indische Premier in diesen Tagen die Bundeskanzlerin besucht, wird seine Visite hierzulande von Erwartungen begleitet, die sich bislang nur selten mit einem indischen Premier verbanden. Pl&ouml;tzlich gilt Indien einigen neben China als eine Art Hoffnungstr&auml;ger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article165053041\/Diese-ungewoehnliche-Allianz-soll-den-deutschen-Export-retten.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Probleme allerorten: die Chinesen sind also &ldquo;bockig&rdquo;, haben angeblich Dumpingpreise beim Stahl (was auch den Deutschen vorgeworfen  wird) und wollen, ganz dreist, eine &ldquo;verpflichtende Quote f&uuml;r Elektroautos&rdquo;, die die Deutschen nicht liefern k&ouml;nnen oder wollen. Dass in Wahrheit nicht die anderen L&auml;nder schuld sind, sondern Deutschland sich mit seiner Export(&uuml;berschuss)manie selber in diese Sackgasse man&ouml;vriert hat, will man allerdings im Land partout nicht einsehen. Die L&ouml;sung, die L&ouml;hne in Deutschland zu erh&ouml;hen und in Deutschland produzierte Autos an Arbeitnehmer in Deutschland zu verkaufen, w&auml;re auch gar zu einfach. Das w&auml;re doch eine gute Idee: die deutsche Exportwirtschaft k&ouml;nnte sich auf dieses gro&szlig;e, unbekannte Land in der Mitte der EU konzentrieren, 82 Millionen potentielle Kunden, daran kann man doch nicht vorbeigehen? Wahrscheinlich w&uuml;rden die Firmen abwinken: in Deutschland ist einfach nichts zu holen, die sind zu arm.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Verbraucherpreise: Inflation in Deutschland sinkt auf 1,5 Prozent<\/strong><br>\nDie Inflation in Deutschland ist im Mai abgeflaut. Die Verbraucherpreise lagen um durchschnittlich 1,5 Prozent &uuml;ber dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit November 2016.Im April hatte die Teuerungsrate noch bei 2,0 Prozent gelegen, im M&auml;rz bei 1,6 Prozent. Die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) spricht bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. (&hellip;) Mit der sinkenden Inflation in der gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft Europas sinkt der Druck auf die EZB, rasch aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik auszusteigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/inflation-in-deutschland-sinkt-im-mai-2017-auf-1-5-prozent-a-1149910.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und das Gejammere &uuml;ber die EZB-Politik wird unvermindert weitergehen &ndash; obwohl an der niedrigen Inflationsrate die Lohn&rdquo;moderations&rdquo;-, Sozialabbau- und Austerit&auml;tspolitik der Bundesregierung schuld ist und die EZB lediglich ihren Job macht. Es ist sogar noch schlimmer: die EZB richtet sich nach der durchschnittlichen Inflationsrate der Eurozone; die Inflationsrate in Deutschland m&uuml;sste bei 3 Prozent oder h&ouml;her liegen, damit die Eurozonen-Inflation sich in Richtung 2 Prozent entwickeln k&ouml;nnte. Aber bevor Merkel und Sch&auml;uble h&ouml;here L&ouml;hne anstreben, friert die H&ouml;lle zu &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vereinte Nationen: Jemen steht kurz vor dem totalen Zusammenbruch<\/strong><br>\nTrump freut sich &uuml;ber Waffenverk&auml;ufe an Saudi-Arabien, die Welt sieht dem Elend der Menschen zu, die zwischen Machtbl&ouml;cken und geostrategischen Interessen zerrieben werden<br>\nSeit langem bahnt sich nicht eine menschliche Katastrophe im Jemen an, sie breitet sich aus. Und anders als im Fall von anderen Staaten vollzieht sich die Katastrophe unter den Augen der Welt&ouml;ffentlichkeit, die aber lieber woanders hin blicken (Merkel besucht die Saudis). Jemen, sowieso eines der &auml;rmsten L&auml;nder, ist f&uuml;r Engagement offenbar zu weit entfernt.<br>\nEs kommen auch kaum Fl&uuml;chtlinge aus dem Land, das im S&uuml;den Saudi-Arabiens gelegen, vom Landweg f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge abgeschnitten ist. Die wenigen, die fliehen k&ouml;nnen, gehen in den Oman, nach Saudi-Arabien, Dschibuti oder ausgerechnet nach Somalia, dem n&auml;chstgelegenen failed state. Auf dem Meer patrouillieren Kriegsschiffe und lassen weder eine Versorgung noch eine Flucht zu, w&auml;hrend die von Saudi-Arabien gef&uuml;hrte Koalition, die sunnitische Nato, die Huthis bek&auml;mpft und keine R&uuml;cksicht auf Zivilisten nimmt (Saudi-Arabien: 200 Millionen US-Dollar t&auml;glich f&uuml;r den Krieg im Jemen), w&auml;hrend der Islamische Staat und al-Qaida sich ausbreiten und h&ouml;chstens einmal von einer US-Drohne bedr&auml;ngt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Vereinte-Nationen-Jemen-steht-kurz-vor-dem-totalen-Zusammenbruch-3729542.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Stuttgart 21: &bdquo;Setzen Sie ein Signal f&uuml;r den Umstieg, um weiteren Schaden abzuwenden!&ldquo;<\/strong><br>\nMit einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Aktionsb&uuml;ndnis gegen Stuttgart 21 eine weitere Initiative f&uuml;r einen Umstieg eingeleitet. In seinem Schreiben beruft B&uuml;ndnissprecher und Rechtsanwalt Eisenhart von Loeper sich auf das Bundesverfassungsgericht: Erst j&uuml;ngst habe es der Demontage der Infrastruktur der Deutschen Bahn AG durch Flucht ins Privatrecht erkennbar widersprochen. Dies best&auml;rke die Staatsanwaltschaft Berlin in ihren Untersuchungen, ob die fr&uuml;heren und jetzigen Bahnchefs sowie der Vorsitzende des Bahn-Aufsichtsrats mit dem Weiterbau von Stuttgart 21 dem Staatskonzern pflichtwidrig geschadet und sich damit der Untreue schuldig gemacht haben.Der Jurist appelliert an die Bundeskanzlerin, ihre fr&uuml;here Entscheidung zu Stuttgart 21 dieser neuen Lage anzupassen. Es k&ouml;nne nicht sein, dass der neu berufene Bahnchef Richard Lutz zusammen mit Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla &bdquo;finster entschlossen&ldquo; jede selbstkritische Diskussion abbiege, w&auml;hrend Staatsanw&auml;lte die erstellten Strafanzeigen ernst n&auml;hmen und eine Stellungnahme einforderten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/setzen-sie-ein-signal-fuer-den-umstieg-um-weiteren-schaden-abzuwenden\/\">K21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Autobahnen: Privatisierung stoppen!<\/strong><br>\nAm Donnerstag entscheidet der Deutsche Bundestag, ob die Nutzer deutscher Autobahnen in Zukunft von gro&szlig;en Konzernen abkassiert werden d&uuml;rfen. Er entscheidet dar&uuml;ber, ob das knapp 13.000 Kilometer lange Stra&szlig;ennetz der Allgemeinheit entrissen wird und die Nutzer ein zweites Mal zur Kasse gebeten werden. Denn schlie&szlig;lich wurden die Autobahnen von Generationen von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern finanziert. Doch nach dem Willen der gro&szlig;en Koalition sollen die Autobahnen zuk&uuml;nftig zur Profitmaschine der Finanzwirtschaft werden, die die Autobahnnutzer dann abkassieren kann. (&hellip;) Es ist deshalb ein ungeheuerlicher Skandal, dass die Bundesregierung die letzten Sitzungswochen des Bundestags dazu nutzt, um einem gigantischen Privatisierungsprojekt T&uuml;r und Tor zu &ouml;ffnen. Der einzige Hoffnungsschimmer, der noch bleibt, ist, dass die dazu n&ouml;tige Zwei-Drittel-Mehrheit verfehlt wird. Einer Umfrage zufolge lehnen 75 Prozent der Deutschen eine Privatisierung der Autobahnen ab. Da k&ouml;nnte es doch gelingen, noch den einen oder anderen Abgeordneten umzustimmen. Die Linke im Bundestag wird die Kr&ouml;te einer Autobahnprivatisierung nicht schlucken &ndash; wir werden dieses katastrophale Privatisierungsprojekt im Bundestag ablehnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/311522.privatisierung-stoppen.html\">Sahra Wagenknecht in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kosten des Autoverkehrs<\/strong><br>\nStau, Feinstaub, Unf&auml;lle &ndash; das Auto kostet, und zwar die Gesellschaft deutlich mehr als den einzelnen Autofahrer. Seit 2015 ist sogar bekannt, wie viel: Jeder Autokilometer verursacht volkswirtschaftliche Kosten in H&ouml;he von 15 Cent. Jeder auf dem Rad zur&uuml;ckgelegte Kilometer hingegen bringt der Gesellschaft einen Gewinn in H&ouml;he von 16 Cent. Das haben die Forscher Stefan G&ouml;ssling von der Universit&auml;t Lund und Andy Choi von der University of Queensland errechnet. In ihre Rechnung flossen auch Ersparnisse im Gesundheitsbereich, die Radfahrer dadurch erzielen, dass sie sich regelm&auml;&szlig;ig bewegen. Ebenso z&auml;hlen die Ausgaben f&uuml;r den Klimawandel, die Schadstoffbelastung, Stra&szlig;enbau und vieles mehr dazu. &ldquo;Normalerweise rechnen Kommunen ganz anders, beispielsweise: &lsquo;Was nutzt es, wenn ich einen Kilometer Autobahn baue'&rdquo;, sagt G&ouml;ssling. Diese kurzfristig gedachten Rechnungen gehen h&auml;ufig zu Gunsten des Autobahnkilometers aus. &ldquo;Niemand hatte bis dato direkt verglichen &ndash; aber erst durch den Vergleich sieht man den wahren Nutzen des Radfahrens.&rdquo; Radfahrer m&uuml;ssten eigentlich belohnt werden. Aber das werden sie nicht &ndash; im Gegenteil: In vielen deutschen St&auml;dten mangelt es an entsprechender Infrastruktur, an Radwegen, an Stellpl&auml;tzen, und nicht zuletzt am Verst&auml;ndnis von Autofahrern. Und das, obwohl eigentlich alle rationalen Argumente daf&uuml;r sprechen, den Radverkehr zu st&auml;rken &ndash; vor allem, weil er viele deutsche Gro&szlig;st&auml;dte aus dem Verkehrschaos retten k&ouml;nnte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spektrum.de\/news\/radeln-wir-in-die-zukunft\/1453983\">Spektrum der Wissenschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> In Autoland verhindert leider die Schadstoffverbrennerindustrie zum Schaden aller seit Jahren, dass sich die rationalen Argumente durchsetzen: st&auml;rkere Beschr&auml;nkung des KFZ und bessere F&ouml;rderung des Fu&szlig;- und Radverkehrs.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gemeinsam gegen Lobbyismus an Schulen<\/strong><br>\nIn Hessen hat es die Unternehmerlobby geschafft, ein geplantes Werbeverbot an Schulen deutlich abzuschw&auml;chen. Doch der Kampf um sch&auml;rfere Regeln gegen Lobbyisten im Klassenzimmer geht weiter. Gefragt sind vor allem kritische Lehrerinnen. Wir erkl&auml;ren, was sie tun k&ouml;nnen. CDU, Gr&uuml;ne und FDP haben Anfang Mai das neue Hessische Schulgesetz verabschiedet. Das von Bildungsminister Alexander Lorz zun&auml;chst vorgeschlagene starke Werbeverbot haben sie dabei verw&auml;ssert. Mit ihrer Rolle r&uuml;ckw&auml;rts hat die schwarz-gr&uuml;ne Koalition ihre Chance vertan, in Hessen einen zeitgem&auml;&szlig;en Umgang mit Schulsponsoring und Lobbyismus an Schulen gesetzlich zu verankern. (&hellip;)Daher sind nun kritische Lehrerinnen und Lehrer gefragt. Als &bdquo;Gatekeeper&ldquo; k&ouml;nnen sie mit problematischen Angeboten au&szlig;erschulischer Akteure kritisch umgehen und sie sogar verhindern. Wir wollen sie  dabei unterst&uuml;tzen. Im Herbst ver&ouml;ffentlichen wir deshalb eine aktualisierte Neuauflage unserer Brosch&uuml;re &bdquo;Lobbyismus an Schulen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2017\/05\/gemeinsam-gegen-lobbyismus-an-schulen-neue-infobroschuere-im-herbst\/\">Lobbycontrol<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wo die Bahn jetzt das gro&szlig;e Geld machen will<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn ist in der kuriosen Situation, dass sie als Aktiengesellschaft den Gesetzen der Marktwirtschaft folgen muss, also Gewinn machen und wachsen soll. Schlie&szlig;lich muss immer mehr investiert werden, um das System am Laufen zu halten. (&hellip;) Die Volksrepublik soll die neue, gro&szlig;e Wachstumsstory der Deutschen Bahn (DB) werden. Und das in Zeiten, da in anderen Branchen nach dem Superboom Chinas erstmals etwas Ern&uuml;chterung eingekehrt ist, in denen die Autobauer wehm&uuml;tig Monaten mit Zuwachsraten von bis zu 30 Prozent nachtrauern. Inzwischen ist die Volksrepublik einfach &bdquo;nur&ldquo; noch ein Wachstumsmarkt. Wenngleich ein riesiger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article164893446\/Wo-die-Bahn-jetzt-das-grosse-Geld-machen-will.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.F.:<\/strong> Das Beispiel Bundesbahn zeigt, was geschieht, wenn der Bund sich zur Erledigung seiner Aufgaben einer Gesellschaft privaten Rechts bedient. Demokratisch legitimierte Kontrolle und Steuerung durch das Parlament werden ausgeschlossen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Asyl: Verb&auml;nde fordern Abschiebestopp nach Afghanistan<\/strong><br>\nKurz vor einer f&uuml;r Mittwoch angek&uuml;ndigten neuerlichen Sammelabschiebung nach Afghanistan fordern Menschenrechtsorganisationen und Verb&auml;nde einen sofortigen Stopp solcher Deportationen in das zentralasiatische Land. Die Verb&auml;nde, darunter Pro Asyl, Amnesty International, die Diakonie Deutschland und der Parit&auml;tische Gesamtverband kritisieren in einer am Dienstag vorgestellten gemeinsamen Erkl&auml;rung die Entscheidungspraxis des Bundesamts f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF) und werfen ihr schwerwiegende M&auml;ngel bei Asylverfahren von afghanischen Asylsuchenden vor. Auch die Nordkirche forderte am Dienstag einen bundesweiten Abschiebestopp nach Afghanistan von abgelehnten Asylsuchenden. (&hellip;) Die Organisationen bef&uuml;rchten, dass nach fehlerhaften Asylverfahren abgelehnte Menschen aus Afghanistan abgeschoben und dadurch ihr Leben aufs Spiel gesetzt werde. (&hellip;) Trotz der sich verschlechternden Lage im Land w&uuml;rden mehr Asylsuchende abgelehnt. W&auml;hrend die Schutzquote f&uuml;r Geflohene aus Afghanistan vor zwei Jahren noch 78 Prozent und im vergangenen Jahr 60 Prozent betrug, werde in diesem Jahr die H&auml;lfte aller Asylsuchenden abgelehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1052545.asyl-verbaende-fordern-abschiebestopp-nach-afghanistan.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><strong>Dazu: BAMF-Asylentscheidungen und Asylantr&auml;ge bis April 2017<\/strong><br>\nJanuar bis April 2017: 46,8 Prozent mehr Asylenscheidungen als von Januar bis April 2016 und zugleich 46,2 Prozent weniger Anerkennungen der &ldquo;Rechtsstellung als Fl&uuml;chtling&rdquo;. Von Januar bis April 2017 wurden vom Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF) 285.476 Asylantr&auml;ge entschieden. Lediglich 21,5 Prozent (61.373) dieser Entscheidungen entfielen auf die Feststellung der &ldquo;Rechtsstellung als Fl&uuml;chtling&rdquo;. Ein Jahr zuvor, von Januar bis April 2016, entfielen von den 194.532 entschiedenen Asylantr&auml;gen 58,7 Prozent (114.138) auf die Feststellung der &ldquo;Rechtsstellung als Fl&uuml;chtling&rdquo;. In 51.978 F&auml;llen wurde von Januar bis April 2017 lediglich ein &ldquo;subsidi&auml;rer Schutz&rdquo; gew&auml;hrt.(Januar bis April 2016: 5.455)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/927-bamf-asylentscheidungen-und-asylantraege-bis-april-2017.html\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich: Wechselseitige Vorw&uuml;rfe<\/strong><br>\nDer Wahlkampf f&uuml;r die vorgezogene Nationalratswahl am 15. Oktober wirft seine Schatten voraus. Anlass ist eine vom &Ouml;VP-Finanzministerium beauftragte Studie zu m&ouml;glichen Auswirkungen einer Einf&uuml;hrung des Hartz-IV-Modells in &Ouml;sterreich, die f&uuml;r harsche Kritik beim Koalitionspartner SP&Ouml; sorgte. Den Anfang machte SP&Ouml;-Sozialminister Alois St&ouml;ger, der Samstagvormittag in einer Aussendung eine &bdquo;Zerst&ouml;rung des Sozialsystems&ldquo; monierte. &bdquo;Die Einf&uuml;hrung von Hartz IV in &Ouml;sterreich bedeutet Armut und soziale Ausgrenzung&ldquo;, warnte St&ouml;ger. &bdquo;Menschen in die Armut zu treiben hat nichts mit verantwortungsvoller Sozial- und Wirtschaftspolitik zu tun.&ldquo; Statt Tempo bei der Langzeitarbeitslosen-&bdquo;Aktion 20.000&ldquo; zu machen, blockiere die &Ouml;VP, um anscheinend die M&ouml;glichkeiten einer Einf&uuml;hrung von Hartz IV in &Ouml;sterreich vorzubereiten. Er werde nicht zulassen, &bdquo;Arbeitssuchende mit Hartz IV zu bestrafen, ihnen beinahe das gesamte Ersparte, das Haus und die Eigentumswohnung, das Auto und den Bausparer wegzunehmen&ldquo;, erkl&auml;rte St&ouml;ger. Hartz IV in Deutschland sei &bdquo;ein mahnendes und abschreckendes Beispiel f&uuml;r uns&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/orf.at\/stories\/2393236\/2393237\/\">ORF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Deutschland als &ldquo;ein mahnendes und abschreckendes Beispiel f&uuml;r uns&ldquo;! Aber anstatt, dass insbesondere die Bundesministerin Nahles &ndash; und leider wohl auch die &uuml;berwiegende Mehrheit der SPD-Spitze &ndash; endlich aufwachen, m&uuml;ssen die ALG II-Gelder beziehenden Personen hierzulande weiterhin ein prek&auml;res Leben f&uuml;hren und werden zu oft von einer fragw&uuml;rdigen (zu h&auml;ufig auch sinnlosen) Ma&szlig;nahme in die n&auml;chste gesteckt nach dem Motto: Es lebe die Sozialindustrie. Aber wom&ouml;glich denken Frau Nahles &amp; Co, das sei sozial.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Italien steuert auf Neuwahlen zu<\/strong><br>\nItalien bereitet sich auf vorgezogene Neuwahlen wom&ouml;glich bereits im September vor. Sowohl der Parteichef der Sozialdemokraten und Ex-Premier Matteo Renzi als auch der Anf&uuml;hrer der populistischen F&uuml;nf-Sterne-Bewegung Beppe Grillo forderten, die regul&auml;r erst 2018 anstehende Parlamentswahl vorzuziehen. Grillo schlug den 10. September vor, Renzi den 24. September, an dem auch der deutsche Bundestag gew&auml;hlt wird. (&hellip;) Renzi, Grillo und Berlusconi, der Chef der konservativen Forza Italia, einigten sich nach monatelangen Verhandlungen jetzt im Prinzip darauf, sich am sogenannten deutschen Modell zu orientieren. Danach soll im Kern ein modifiziertes Verh&auml;ltniswahlrecht mit einer H&uuml;rde f&uuml;r Kleinparteien eingef&uuml;hrt werden. In Umfragen liefern sich die Sozialdemokraten und die F&uuml;nf-Sterne-Bewegung ein Kopf-an-Kopf-Rennen, sie liegen jeweils bei ungef&auml;hr 29 Prozent. Dahinter kommen Forza Italia und die radikale Lega Nord mit je etwa 13 Prozent. Die Bundesregierung in Berlin und die EU-Kommission in Br&uuml;ssel machen kein Hehl daraus, dass sie sich den proeurop&auml;ischen, reformbereiten Renzi als n&auml;chsten Premier in Rom w&uuml;nschen. Dies gilt umso mehr, als f&uuml;r die St&auml;rkung der EU und des Euro-Raums die Mithilfe Italiens gebraucht wird. Ein Sieg der europaskeptischen, als unberechenbar geltenden und von Beppe Grillo autorit&auml;r gef&uuml;hrten F&uuml;nf-Sterne-Bewegung wird dagegen als Gefahr f&uuml;r die ganze Europ&auml;ische Union betrachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/machtkampf-italien-steuert-auf-neuwahlen-zu-1.3527869\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Da fehlen einem die Worte. &ldquo;Die Bundesregierung in Berlin und die EU-Kommission in Br&uuml;ssel machen kein Hehl daraus, dass sie sich den proeurop&auml;ischen, reformbereiten Renzi als n&auml;chsten Premier in Rom w&uuml;nschen.&rdquo; Solche W&uuml;nsche h&ouml;rt man in Italien sicher gerne. Proeurop&auml;isch, reformbereit hei&szlig;t &uuml;bersetzt, Renzi darf dann weiter Merkels Statthalter spielen. Man beachte dagegen die manipulative Wortwahl bei der Charakterisierung der F&uuml;nf-Sterne-Bewegung als &ldquo;europaskeptischen, unberechenbar, autorit&auml;r gef&uuml;hrt&rdquo;. Objektive Berichterstattung sieht anders aus. Jede Kritik an der neoliberalen Austerit&auml;tspolitik wird in den deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; sofort als &ldquo;europaskeptisch&rdquo; diffamiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kapstadts Angst vor dem letzten Tropfen<\/strong><br>\nDie s&uuml;dafrikanische Metropole leidet unter der schlimmsten D&uuml;rre seit mehr als 110 Jahren. Die Stadtverwaltung hat deshalb nun drastische Notverordnungen erlassen. (&hellip;) Ursache f&uuml;r den Ausnahmezustand ist eine Mischung aus &Uuml;berbev&ouml;lkerung und Wetteranomalien. Nachdem mit Nelson Mandela 1994 die Demokratie in S&uuml;dafrika begann, wuchs Kapstadts Bev&ouml;lkerung schlagartig um die H&auml;lfte. Die Speicherkapazit&auml;t der Auffangbecken stieg in derselben Zeit allerdings lediglich um 15 Prozent. F&uuml;r den ausbleibenden Regen macht Kevin Winter, &Ouml;kologe an der Uni Kapstadt, den Klimawandel verantwortlich: &bdquo;Im globalen Wettersystem h&auml;ngen Temperatur und Luftdruck eng zusammen &ndash; st&ouml;rst du die eine, wirkt sich das auf anderen aus. Dieses globale System hat jetzt begonnen, uns zu beeinflussen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/suedafrika-kapstadts-angst-vor-dem-letzten-tropfen\/19864646.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Ich wundere mich, dass <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/duerre-kenia-101.html\">dieses Thema<\/a> in seiner Dringlichkeit, auch gerade in linken Kreisen, kaum beachtet wird. Da regiert die Angst, dass man als Verbots-Bef&uuml;rworter dastehe und l&auml;sst lieber zu, dass die Erde gegen die Wand gefahren wird. Auto-Verkehr muss sein, Handelsschiffahrt in gigantischen Ausma&szlig;en muss ein, Flugverkehr, Billigfliegern sei Dank, w&auml;chst, die Kreuzfahrtschifffahrt explodiert, jeden Tag Fleisch, Wurst, K&auml;se, Eier, Milchprodukte in Massen m&uuml;ssen sein, Boden und Natur zerst&ouml;rende Agrarindustrie muss sein, angeblich um die Menschheit zu ern&auml;hren, tats&auml;chlich um das Monopol &uuml;ber die Ern&auml;hrung zu gewinnen. F&uuml;r diesen in alle Welt zu exportierenden Lebenstil nehmen wir doch gerne das 6. gro&szlig;e Artensterben, dieses Mal menschengemacht, in Kauf und dass die Erde in Teilen nicht mehr lebensfreundlich sein wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lohndumping bei Rewe und Edeka?<\/strong><br>\nDie Lebensmittelketten Rewe und Edeka haben ein Image als verbraucherfreundliche M&auml;rkte aufgebaut. Doch Report-Mainz-Recherchen haben ergeben, dass die Betreiber in vielen M&auml;rkten fr&uuml;her &uuml;bliche Lohnstandards unterlaufen. (&hellip;) Rund 3300 Rewe-M&auml;rkte gibt es bundesweit. Davon geh&ouml;ren 60 Prozent dem Konzern, 40 Prozent einzelnen Kaufleuten. Dasselbe System bei Edeka: Bundesweit gibt es etwa 7000 M&auml;rkte. Davon geh&ouml;ren 20 Prozent dem Konzern und 80 Prozent Einzelkaufleuten. Vertreter von Gewerkschaften beklagen, dass sich der Lebensmitteleinzelhandel damit systematisch aus dem Fl&auml;chentarifvertrag verabschiede. Ver.di-Funktion&auml;r Markus Klemt berichtet, dass sich nach der Umwandlung einer Konzernfiliale in eine eigent&uuml;mergef&uuml;hrte Filiale die Arbeitsbedingungen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten oft stark verschlechtern: &ldquo;In der Bezahlung reduzieren sich in relativ kurzer Zeit die Einkommen um 20 bis 30 Prozent.&rdquo; (&hellip;) Ursachen sieht der Experte in den Arbeitsmarktreformen der rot-gr&uuml;nen Koalition unter Alt-Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der. Im Jahr 2000 hatte die Koalition die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifvertr&auml;gen aufgehoben. Doch von Seiten der Politik gibt es keine Hinweise auf eine baldige L&ouml;sung dieses Lohndumpings. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles verweist darauf, dass beide Tarifparteien die Allgemeinverbindlichkeit wieder beantragen m&uuml;ssten, also auch die Arbeitgeber. Das sei nicht geschehen. Arbeitsmarktexperte Sell h&auml;lt das f&uuml;r eine Ausrede. Die Bundesregierung m&uuml;sse einfach die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifvertr&auml;gen erkl&auml;ren, so wie es fr&uuml;her der Fall gewesen sei. F&uuml;r die Besch&auml;ftigten bedeutet die Entwicklung oft: Sie m&uuml;ssen bei der Arbeitsagentur Aufstockungsleistungen beantragen, weil sie von ihrem Gehalt alleine nicht leben k&ouml;nnen. Der Gewinn von selbstst&auml;ndigen M&auml;rkten der Rewe- und Edekagruppe wird somit indirekt durch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler subventioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/rewe-edeka-lohndumping-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Stegner empfiehlt WELT-Autorin Susanne Gaschke Austritt aus SPD<\/strong><br>\n&bdquo;Wer so unter seiner Partei leidet, sollte sich vom Leid befreien&ldquo;: Ralf Stegner legt Susanne Gaschke den Parteiaustritt aus der SPD nahe. Diese hatte in der WELT AM SONNTAG die gr&ouml;&szlig;ten Fehler des SPD-Wahlkampfs benannt.<br>\nRalf Stegner, SPD-Vize und SPD-Landeschef in Schleswig-Holstein, legt der WELT-Autorin Susanne Gaschke in den &bdquo;Kieler Nachrichten&ldquo; einen Austritt der SPD nahe. Die Journalistin war von 2012 bis 2013 Kieler Oberb&uuml;rgermeisterin und ist seit Anfang 2015 Autorin der WELT.<br>\n&bdquo;Wer so unter seiner Partei leidet, der sollte sich von dem Leid befreien&ldquo;, so Stegner. Ihn pers&ouml;nlich w&uuml;rden die Ausf&uuml;hrungen von Gaschke aber nicht st&ouml;ren, er nehme ihre Kritik &bdquo;in Demut&ldquo; hin. Auf die Frage, ob Stegner auf das neue Buch von Gaschke (&bdquo;SPD. Eine Partei zwischen Burn-out und Euphorie&ldquo; erscheint am 13. Juni) gespannt sei und ob er es lesen werde, entgegnete er: &bdquo;Nee.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/article165057966\/Stegner-empfiehlt-WELT-Autorin-Susanne-Gaschke-Austritt-aus-SPD.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man kann zu dem Artikel von Susanne Gaschke durchaus unterschiedliche Meinungen haben, aber eine derartige D&uuml;nnh&auml;utigkeit schadet Ralf Stegner sicher mehr als sie ihn nutzt. Allgemein erscheint es in letzter Zeit immer mehr, dass die SPD ihre selbstverschuldeten Fehler ihren Kritikern in die Schuhe schieben will und sie daf&uuml;r verantwortlich macht, dass es nicht rund l&auml;uft. Beratungs- und kritikresistent.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu der &bdquo;Stein des Ansto&szlig;es&ldquo;: House of Chaos<\/strong><br>\nEigentlich m&uuml;sste die SPD-Parteizentrale mit Hochdruck daran arbeiten, den Sinkflug des Kanzlerkandidaten Martin Schulz zu stoppen. Doch stattdessen klappt kaum etwas. Susanne Gaschke, selbst Sozialdemokratin, w&auml;hnt sich in einer Politikserie. [&hellip;]<br>\nDie vergangene Woche w&auml;re wieder f&uuml;r eine besonders spannende Serien-Folge gut gewesen: Erst gab es Chaos bei der Einladung zur Programmpr&auml;sentation, dann unendlich viele &Auml;nderungsantr&auml;ge zum vorgelegten Entwurf, schlie&szlig;lich musste das SPD-Geb&auml;ude auch noch wegen eines verd&auml;chtigen Gegenstandes ger&auml;umt werden. Und jemand hatte den Titel des Programmpapiers beim eiligen Hantieren mit Textbausteinen ver&auml;ndert. Aus dem klassischen &ldquo;Zeit f&uuml;r mehr Gerechtigkeit&rdquo; wurde das unsinnige &ldquo;Mehr Zeit f&uuml;r Gerechtigkeit&rdquo;.<br>\nKommentatoren beklagten das Fehlen von Positionen zur Renten- und Steuerpolitik, aber eigentlich offenbarte der &Uuml;berschriften-Fehler das wahre Problem der SPD-Programmatik: Sie ist gedanklich unscharf und sprachlich verschwurbelt. Der Entwurf ist voller Phrasen (&ldquo;F&uuml;r den weltweiten Handel und die Digitalisierung unserer Wirtschaft brauchen wir gerechte Rahmenbedingungen und modernste Infrastruktur.&rdquo; &ldquo;Wir wollen, dass Familie und Beruf als doppeltes Gl&uuml;ck empfunden werden.&rdquo; &ldquo;Hochschulen und Wissenschaft sind f&uuml;r die Menschen da&rdquo;) und &uuml;berfl&uuml;ssiger Details (mehr Ladestationen f&uuml;r E-Bikes, Erarbeitung einer Moorschutzstrategie, Aktionstage f&uuml;r die Demokratie).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hd.welt.de\/politik-edition\/article164994711\/House-of-Chaos.html\">Susanne Gaschke in der WELT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Pr&auml;sident Macron legt sich mit Sputnik und RT an<\/strong><br>\nDas Arbeitstreffen mit Putin im Palast des Sonnenk&ouml;nigs: Wo beginnen Fake News und Propaganda?<br>\nDas perfekt inszenierte Arbeitstreffen zwischen Macron und Putin in Versailles hat ein interessantes Nachspiel: RT und Sputnik bezichtigen ihrerseits Macron der L&uuml;ge. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz (ab Minute 30:42) hatte Macron den beiden russischen Medien vorgeworfen, dass sie &ldquo;schwere Unwahrheiten&rdquo; &uuml;ber ihn w&auml;hrend seiner Wahlkampagne verbreitet h&auml;tten und &ldquo;nicht journalistisch arbeiten&rdquo;, sondern es auf &ldquo;Einfluss und Propaganda&rdquo; abgesehen haben.<br>\nMacron antwortete damit auf eine Frage der Chefin von RT France, Xenia Fedorova, die von ihm erfahren wollte, weshalb er den Journalisten von RT und Sputnik den Zugang zum Hauptquartier seiner Bewegung &ldquo;En Marche&rdquo; verwehrt hatte. Sie waren von Besuchen von wichtigen En-Marche- Wahlkampfveranstaltungen vor der Stichwahl ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Praesident-Macron-legt-sich-mit-Sputnik-und-RT-an-3729149.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: &ldquo;Die Rekruten&rdquo;: RTL II bringt YouTube-Hit der Bundeswehr ins Fernsehen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Rekruten&ldquo; schaffen wirklich den Sprung von YouTube ins TV. RTL II nimmt eine spezielle Schnittfassung der Bundeswehr-Produktion ins Programm. Zudem wurde bekanntgegeben, wie es um eine Fortf&uuml;hrung der Doku-Serie steht. Wie das Presse- und Informationszentrum Personal der Bundeswehr in einer Pressemitteilung bekanntgab, wird die mit &bdquo;44 Millionen Views, 270.000 Abonnenten und 150.000 Kommentaren&ldquo; zu den &bdquo;erfolgreichsten Social Media Projekten der letzten Jahre&ldquo; geh&ouml;rende YouTube-Serie &bdquo;Die Rekruten&ldquo; demn&auml;chst auch im deutschen Fernsehen laufen. Auf RTL II werden dabei aber nicht 1:1 die Episoden von YouTube gezeigt. Stattdessen wird es einen speziellen Zusammenschnitt mit den Highlights der Reality-Doku &uuml;ber junge Grundauszubildende bei der Bundeswehr geben. Einen Ausstrahlungstermin gibt es noch nicht. F&uuml;r RTL II habe man sich entschieden, weil der Sender ein besonders junges Publikum erreiche. Zahlreiche TV-Sender sollen Interesse an dem Projekt gehabt haben. Zudem sei &bdquo;Die Rekruten&ldquo; die erste YouTube-Serie weltweit, die den Sprung ins klassische Fernsehen schaffe. (&hellip;) Die Serie sorgte f&uuml;r viele Kontroversen. Die Bundeswehr feiert das Projekt als Erfolg. Das Format habe geholfen, 20 Prozent mehr milit&auml;rische Bewerbungen f&uuml;r die Bundeswehr zu bekommen, hei&szlig;t es in der Pressemitteilung. Viele kritisieren dagegen die Kosten, die Opposition sprach von einer Verschwendung von Steuergeldern. So soll allein die Produktion 1,7 Millionen Euro gekostet haben. Noch deutlich mehr, n&auml;mlich 6,2 Millionen Euro, soll insgesamt in die Bewerbung der Serie geflossen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.filmstarts.de\/nachrichten\/18512632.html#\">Filmstarts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eine besorgniserregende Entwicklung der deutschen Medien. Skandal&ouml;s: Es soll &ldquo;ein besonders junges Publikum&rdquo; erreicht werden. Sehr wahrscheinlich werden auch viele Minderj&auml;hrige erreicht. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38509#h11\">Neuer Rekord: 1907 Minderj&auml;hrige sind bei der Bundeswehr<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-38532","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38532","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38532"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38532\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38536,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38532\/revisions\/38536"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38532"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38532"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38532"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}