{"id":3854,"date":"2009-03-27T09:19:13","date_gmt":"2009-03-27T08:19:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3854"},"modified":"2009-03-27T09:22:41","modified_gmt":"2009-03-27T08:22:41","slug":"hinweise-des-tages-860","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3854","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Deutsche Banken pumpen Kreditkartenblase auf<\/li>\n<li>Britische Banker in Angst<\/li>\n<li>Kein Regime w&auml;hrt ewig<\/li>\n<li>Schlechte Noten f&uuml;r Moody&rsquo;s und Co.<\/li>\n<li>SPD verhindert rasche Einsetzung von HRE-Ausschuss<\/li>\n<li>Gesetzentwurf von CDU\/CSU\/SPD zur F&ouml;rderung von PPP<\/li>\n<li>Cross-Border-Leasing vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise <\/li>\n<li>Steigende Arbeitslosigkeit: Bundeshaushalt droht neues Milliardenloch<\/li>\n<li>Drei Viertel aller deutschen Exporte gehen nach Europa<\/li>\n<li>Gute Arbeit &ndash; Sch&ouml;nwetterthema oder Element offensiver Krisenbew&auml;ltigung?<\/li>\n<li>Deutsche kaufen gegen die Krise an<\/li>\n<li>Zu arm f&uuml;r die Pleite<\/li>\n<li>Beim Betteln beobachtet: Sozialamt k&uuml;rzt Hartz IV<\/li>\n<li>EU-Abgeordnete wollen ihre Rente mit Steuergeldern aufstocken<\/li>\n<li>Gesundheitsministerin Schmidt: Arzthonorare sollen offengelegt werden<\/li>\n<li>Bahnspitze wusste alles ganz genau<\/li>\n<li>F&uuml;r eine neue Nato<\/li>\n<li>Weiche Ziele f&uuml;r die Bundeswehr<\/li>\n<li>Billiganbieter f&uuml;hren Strompreistreiber vor<\/li>\n<li>Untragbare Verh&auml;ltnisse \/ K&ouml;hler muss zittern<\/li>\n<li>Private Hochschulen: Ein bisschen Staat muss sein<\/li>\n<li>Viele F&auml;cher sind kaum noch studierbar<\/li>\n<li>Faschismus wiederholt sich nicht <\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3854&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin. <\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Deutsche Banken pumpen Kreditkartenblase auf<\/strong><br>\nDeutsche Banken haben in dem faulen Kreditkartensystem US-amerikanischer wie auch britischer Institute ein gef&auml;hrliches Vorbild gefunden. So werden Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktion, sogenannte &ldquo;Revolving-Karten&rdquo;, immer h&auml;ufiger vergeben. Verbrauchern wird dadurch die M&ouml;glichkeit gegeben, monatlich lediglich einen Teilbetrag ihrer Verbindlichkeiten zu begleichen, w&auml;hrend sich der Schuldenberg durch die teils hohe Zinslast und neue Belastungen weiter auft&uuml;rmen kann. Wie die S&uuml;ddeutsche Zeitung berichtet, hat Bayerns Verbraucherschutzministerin Beate Merk vor dem System eindringlich gewarnt. In den USA und Gro&szlig;britannien hat sich durch das &ldquo;Leben auf Pump&rdquo; bereits eine Schuldenblase aufgebl&auml;ht, die Experten zufolge zu platzen droht (pressetext berichtete: Gutachten: <a href=\"https:\/\/www.pressetext.at\/news\/081115011\/gutachten-us-kreditkartenblase-wird-platzen\/\">&ldquo;US-Kreditkartenblase wird platzen&rdquo;<\/a>). Dennoch will die Bundesregierung den weiteren Vorsto&szlig; der umstrittenen Kreditkarten per Gesetzentwurf trotz des Aufschreis der Verbrauchersch&uuml;tzer erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pressetext.at\/news\/090310025\/deutsche-banken-pumpen-kreditkartenblase-auf\/\">pressetext<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Georg Schramm hat dazu in der Sendung <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/721082?inPopup=true\">&bdquo;Neues aus der Anstalt&ldquo;<\/a> das Passende gesagt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Britische Banker in Angst<\/strong><br>\nDie Proteste gegen Top-Bankmanager nehmen immer groteskere Formen an. Nun wurde in Edinburgh das Wohnhaus von Fred Goodwin angegriffen. Der ehemalige Chef der Royal Bank of Scotland bezieht &uuml;ppige Pensionszahlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/koepfe\/britische-banker-in-angst;2214284\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Kein Regime w&auml;hrt ewig<\/strong><br>\nWenn die Devisenm&auml;rkte nicht endlich reguliert werden, hilft alles nichts. Die Weltwirtschaft braucht ein neues Bretton Woods. Die Welt braucht wieder ein neues Regime mit festen, aber nicht starren Wechselkursen, die von den Zentralbanken laufend den Inflations- oder Zinsunterschieden angepasst werden. L&auml;nder mit hoher Inflation und entsprechend hohen Zinsen werten ab, und umgekehrt. Die UNO-Entwicklungsorganisation UNCTAD in Genf hat in diesen Tagen genau diesen Vorschlag neu lanciert. \n<p>Doch bevor man die W&auml;hrungen neu ordnen kann, muss erst einmal die Wirtschaft gerettet werden. Bretton Woods und der Marschall-Plan zeigen auch hier, wie es geht: Das Geld muss &ndash; Schuldenberge hin oder her &ndash; dorthin flie&szlig;en, wo es am dringendsten gebraucht wird: In den Aufbau der Infrastruktur und in den Konsum der hungrigen Bev&ouml;lkerung. Wie der Weltkrieg hat auch der Neoliberalismus der letzten 20 Jahre Sch&auml;den hinterlassen: Eine zu Tode gesparte Infrastruktur und eine gewaltige Umverteilung von unten nach oben. Die Krisenprogramme haben bisher vor allem bei der Infrastruktur angesetzt. Diese M&ouml;glichkeiten sind nun weitgehend ausgesch&ouml;pft. Beim Konsum der Hungrigen ist noch viel Potential. Warum nicht Hartz IV so lange verdoppeln, bis die Arbeitslosenquote wieder unter &ndash; sagen wir &ndash; sechs Prozent sinkt? Erst wenn die Armen mit ihrem Konsum entscheiden, ob sie Opel oder lieber Schaeffler retten wollen, ist auch die Marktwirtschaft noch zu retten.<br>\nvon Werner Vontobel<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/positionen\/0913-devisenmaerkte-g20-krise\">freitag.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Schlechte Noten f&uuml;r Moody&rsquo;s und Co. &ndash; Politiker wollen Ratingagenturen st&auml;rker kontrollieren<\/strong><br>\nSollte ein bankrottes Land wie Island am internationalen Geldmarkt wieder Kredit bekommen? Wie ist es um Lettland, Ungarn, Rum&auml;nien oder die Ukraine bestellt? Dar&uuml;ber entscheiden Ratingagenturen in Bonit&auml;tspr&uuml;fungen. Ratingagenturen waren es aber auch, die mit ihren Unbedenklichkeitssiegeln f&uuml;r faule Kredite und Finanzprodukte eine verh&auml;ngnisvolle Rolle bei der Entstehung der Finanzkrise gespielt haben. Das soll sich nicht wiederholen. \n<p>Thomas Friedman, der bekannte Buchautor und Kolumnist der &ldquo;New York Times&rdquo;, hat vor etlicher Zeit einmal die Frage gestellt: Wie viele Superm&auml;chte gibt es auf der Welt? Damals war die Sowjetunion bereits auseinandergebrochen, Europa war &ndash; wie immer &ndash; zerstritten und China mehrheitlich mit sich selbst und vielleicht noch Taiwan besch&auml;ftigt. Was bis heute blieb sind &ndash; nat&uuml;rlich &ndash; die USA. Nat&uuml;rlich? Falsch, meint Friedman: Die USA &ndash; und Ratingagenturen wie Standard &amp; Poor&rsquo;s, Moody&rsquo;s und Fitch Rating.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/940365\/\">DLF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Friedman hatte Recht: Inzwischen entscheiden die Ratingagenturen nicht nur &uuml;ber Unternehmen sondern &uuml;ber ganze Staaten und ihre Macht ist eher gr&ouml;&szlig;er als kleiner geworden. Ein bisschen mehr Kontrolle reicht da l&auml;ngst nicht mehr.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD verhindert rasche Einsetzung von HRE-Ausschuss<\/strong><br>\nDie SPD hat nach Angaben von FDP und Gr&uuml;nen die rasche Einsetzung des geplanten Untersuchungsausschuss zur maroden HRE-Bank verhindert. Die SPD habe im Gegensatz zur Union noch Pr&uuml;fungsbedarf angemeldet, sagte ein FDP-Sprecher am Donnerstagabend. Dadurch werde das Kontrollgremium nicht vor Ostern eingesetzt werden k&ouml;nnen. &ldquo;Das ist eine Verz&ouml;gerung, die nicht h&auml;tte sein m&uuml;ssen.&rdquo; Auch bei den Gr&uuml;nen hie&szlig; es, die SPD habe sich gegen eine rasche Einrichtung des Untersuchungsausschusses gesperrt.\n<p>Die Oppositionsparteien FDP, Gr&uuml;ne und Linkspartei wollten urspr&uuml;nglich den Ausschuss am Freitag im Bundestag einsetzen. Das Gremium soll kl&auml;ren, ob das Finanzministerium und seine nachgeordneten Beh&ouml;rden zu den Missst&auml;nden bei der Hypo Real Estate&hellip; (HRE) beigetragen oder diese versch&auml;rft haben. Insbesondere geht es darum, wann das Ministerium von den Schwierigkeiten des Instituts erfahren hat. Zudem soll gekl&auml;rt werden, ob es im Zusammenspiel zwischen der Bankenaufsicht und dem Ministerium Vers&auml;umnisse gegeben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/deEuroRpt\/idDELQ34422920090326\">Reuters<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Union und SPD haben einen neuen Streitpunkt<\/strong><br>\nUnion und SPD haben unterschiedlich auf die Pl&auml;ne der Oppositionsparteien reagiert, das Finanzgebaren der maroden Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) in einem Untersuchungsausschuss aufkl&auml;ren zu wollen. Nach Angaben der CSU will die Union einen solchen Ausschuss nicht blockieren, die Sozialdemokraten lehnen ihn dagegen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/untersuchungsausschuss102.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Warum sich die SPD sperrt, l&auml;sst sich leicht denken. F&uuml;r Steinbr&uuml;ck, der ja bei der HRE schon einmal in ein schwarzes Loch geschaut hat. Und die Frage warum einen Tag nach dem die Haftung der HypoVereinsbank f&uuml;r Anspr&uuml;che (Risiken) der HRE verj&auml;hrt waren, die Entscheidung getroffen wurde, dass der <a href=\"?p=3743\">Steuerzahler f&uuml;r diese Risiken gerade stehen muss<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gesetzentwurf von CDU\/CSU\/SPD zur F&ouml;rderung von PPP<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090326_antrag_cdu_csu_spd_ppp_fo%CC%88rdern_16_12283.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 88 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nochmals als Beleg daf&uuml;r, dass Union\/SPD auch nach der Finanz- und Wirtschaftskrise weiter machen, wie bisher. Obwohl selbst die <a href=\"?p=3844\">Rechnungsh&ouml;fe<\/a> erkannt haben, dass &ouml;ffentliche Investitionen meist g&uuml;nstiger w&auml;ren, als Privatisierungen oder PPP behauptet man das Gegenteil und will die PPP-Projekte gar noch drastisch ausweiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Cross-Border-Leasing vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise<\/strong><br>\nVor dem Hintergrund der gegenw&auml;rtigen Finanzkrise hat sich als gr&ouml;&szlig;tes Risiko f&uuml;r deutsche Vertragspartner die Verschlechterung der Kreditw&uuml;rdigkeit (Rating-Herabstufung) einer der beteiligten Banken oder des Garantiegebers herausgestellt. Dann dies kann auf Grund der vertraglichen Regelungen erhebliche finanzielle Folgen f&uuml;r die deutschen Kommunen haben.\n<p>F&auml;llt zum Beispiel das Rating, also die Bewertung der Kreditw&uuml;rdigkeit (Bonit&auml;tsnote), einer beteiligten Bank oder eines Garantiegebers unter die vertraglich vereinbarte Bonit&auml;tsnote, dann kann der US-Investor den Austausch der Bank oder des Garantiegebers gegen ein Institut mit einer besseren Bonit&auml;tsnote verlangen. Die Kosten dieses Wechsel bzw. der Umschuldung tr&auml;gt der deutsche Vertragspartner. Auch die Bereitstellung zus&auml;tzlicher Sicherheiten durch die deutsche Seite kann vertragliche erforderlich werden.<\/p>\n<p>Kommen die Kommunen allerdings ihren vertraglichen Pflichten nicht nach, m&uuml;ssen sie unter Umst&auml;nden mit erheblichen Strafzahlungen rechnen.<\/p>\n<p>Der so durch die Finanzkrise verursachte finanzielle Zusatzaufwand kann in einzelnen F&auml;llen durchaus den urspr&uuml;nglichen Gewinn, d.h. die Summe des erhaltenen Barwertvorteils, deutlich &uuml;bersteigen. Das CBL-Gesch&auml;ft wird damit zum Verlustgesch&auml;ft f&uuml;r die deutsche Kommune.<\/p>\n<p>Aus Presseberichten ist zu entnehmen, dass aktuell insbesondere die Herabstufung der Kreditw&uuml;rdigkeit des amerikanischen Versicherungsunternehmens AIG, das direkt oder &uuml;ber Tochtergesellschaften an vielen CBL-Gesch&auml;ften beteiligt ist, entsprechende Umschuldungsma&szlig;nahmen bei den deutschen Vertragspartnern ausgel&ouml;st hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/wissen\/analysen\/2009\/cross-border-leasing_u_finanzkrise.pdf\">Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestags [PDF &ndash; 83 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Kardinalfehler war allerdings nicht die Finanzkrise, sondern das ziemlich blau&auml;ugige Vertrauen darauf,  dass die US-Amerikaner den Missbrauch eines Steuersparmodells auf Dauer hinnehmen w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Steigende Arbeitslosigkeit: Bundeshaushalt droht neues Milliardenloch<\/strong><br>\nDer Bund muss wohl betr&auml;chtliche Summen zuschie&szlig;en: Wegen der wachsenden Arbeitslosigkeit k&ouml;nnten die R&uuml;cklagen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit deutlich schneller verbraucht sein als erwartet. Der &ouml;ffentlichen Hand droht ein weiteres Milliardendefizit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-615550,00.html\">SpiegelOnline<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> An diesem kleinen Artikel kann man gut sehen, wie seltsam falsch die g&auml;ngige Parole ist, Konjunkturprogramme seien gleich mehr Schulden. Jetzt wird sichtbar, dass der Niedergang der Konjunktur hohe neue Schulden bringt &ndash; weil mehr staatliche Leistungen f&uuml;r die sozialen Sicherungssysteme f&auml;llig werden und weniger Steuern eingenommen werden. Wenn man es hingegen mit massiven Konjunkturprogrammen schaffen w&uuml;rde, die Wirtschaftsentwicklung zu stabilisieren, dann w&auml;ren die Schulden am Ende geringer. Aber das verstehen viele nicht, manche wollen es nicht verstehen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Drei Viertel aller deutschen Exporte gehen nach Europa<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gingen nach vorl&auml;ufigen Zahlen von den im Jahr 2008 aus Deutschland insgesamt exportierten Waren im Wert von 994,9 Milliarden Euro 75,0% (746,6 Milliarden Euro) in europ&auml;ische L&auml;nder. Zweitwichtigster Absatzmarkt deutscher Waren war Asien mit einem Anteil von 11,8% (117,2 Milliarden Euro), gefolgt von Amerika mit einem Anteil von 10,2% (102,0 Milliarden Euro). Nach Afrika wurden nur 2,0% (19,7 Milliarden Euro) und nach Australien und Ozeanien 0,8% (7,6 Milliarden Euro) aller deutschen Exporte verkauft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2009\/03\/PD09__119__51,templateId=renderPrint.psml\">destatis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Ein kleiner Fingerzeig f&uuml;r alle, die glauben, die Globalisierung sei die gravierendste Ver&auml;nderung &uuml;berhaupt. Das stimmt vor 5 Jahren nicht, als ich &bdquo;Die Reforml&uuml;ge&ldquo; schrieb und es stimmt heute nicht. Aber solche Fakten werden nichts daran &auml;ndern, dass die Globalisierung als Hebel zur Durchsetzung von Sozialabbau und Lohnsenkungen eingesetzt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gute Arbeit &ndash; Sch&ouml;nwetterthema oder Element offensiver Krisenbew&auml;ltigung?<\/strong><br>\nAuch wenn Dauer und Tiefe der gegenw&auml;rtig von den Finanzm&auml;rkten auf die Realwirtschaft durchschlagenden Krise erst allm&auml;hlich erkennbar werden, so ist doch unzweifelhaft, dass sich die Handlungsparameter f&uuml;r eine offensive Arbeitspolitik gravierend ver&auml;ndern. Zu erwarten ist, dass unter dem alten Slogan &raquo;Hauptsache Arbeit&laquo; die Absenkung der Qualit&auml;t der Arbeitsbedingungen zum Programm der Krisenabw&auml;lzung auf Kosten der Besch&auml;ftigten wird. Ger&auml;t gewerkschaftliche Arbeitspolitik nach einer hoffnungsvollen Phase der Revitalisierung erneut in eine Defensive?<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090327_gute_arbeit_in_krisenzeiten.pdf\">Sozialismus 4\/2009 [PDF &ndash; 2,5 MB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche kaufen gegen die Krise an<\/strong><br>\nH&ouml;here L&ouml;hne, sinkende Preise und Rabatte: Konsumlaune bleibt trotz schlechter Nachrichten stabil<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2760659?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Muss man wirklich darauf eingehen? Die NDS-Leser werden&nbsp; wohl zur Gen&uuml;ge wissen, dass zwischen der von der Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung (GfK) gemessenen Kosumstimmung und dem tats&auml;chlichen Konsum in den letzten Jahren ein Abgrund lag. Dies scheinen die Medien nicht begreifen wollen. Auch der Tagesspiegel setzt die Befragung von&nbsp;2000 repr&auml;sentativ ausgew&auml;hlten Personen&nbsp; hinsichtlich ihrer Konsumerwartungen dem realen Konsum gleich und titelt entsprechend. Aber selbst der Index gibt das nicht her, er ist gesunken, zwar leicht, aber gesunken. Und dann muss noch das 2008 gestiegene Arbeitnehmerentgelt&nbsp; Berlins als Erkl&auml;rung herhalten. Das Arbeitnehmerentgelt setzt sich zusammen aus den Bruttol&ouml;hnen und -geh&auml;ltern sowie den Sozialbeitr&auml;gen der Arbeitgeber und eignet sich nur f&uuml;r Sch&ouml;nrechner als Konsumindikator. Da, wo wir leben, sind die Durchschnittsverdienste (Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter je Arbeitnehmer) im Jahr 2008 <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2009\/03\/PD09__103__812,templateId=renderPrint.psml\">real wiederum gesunken<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zu arm f&uuml;r die Pleite<\/strong><br>\nImmer mehr Verbraucher k&ouml;nnen es sich nicht leisten, ein offizielles Privatinsolvenzverfahren durchzuf&uuml;hren und so ihre Schulden loszuwerden.<br>\nUm ein Privatinsolvenzverfahren bei Gericht zu beantragen, m&uuml;ssen sich die Verbraucher vorher von einer Schuldnerberatungsstelle oder einem Anwalt beraten lassen. Bundesjustizministerin Zypries drohte den L&auml;ndern mit gesetzlichen Schritten, falls die Entwicklung andauert. Bei den Verbraucherinsolvenzen hat es 2008 einen R&uuml;ckgang um 6,7 Prozent gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/art271,2760584?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Beim Betteln beobachtet: Sozialamt k&uuml;rzt Hartz IV<\/strong><br>\nEin Mitarbeiter des G&ouml;ttinger Sozialamts hat einem Hartz-IV-Empf&auml;nger, den er eigenen Angaben zufolge mehrfach beim Betteln gesehen hatte, die Unterst&uuml;tzung gek&uuml;rzt. Das berichtete NDR 1 Niedersachsen am Donnerstag. Der Mitarbeiter des Fachbereichs Sozialdienst k&uuml;ndigte laut dem Bericht in einem Schreiben an, einen Betrag von 120 Euro als Einkommen durch Betteln von der Sozialhilfe abzuziehen. Die Summe habe er hochgerechnet, nachdem er den Mann mehrfach beim Betteln in die Blechdose geschaut habe<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/bettler100.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Abgeordnete wollen ihre Rente mit Steuergeldern aufstocken<\/strong><br>\nPolitiker sehen Altersversorgung durch Anlageverluste gef&auml;hrdet\n<p>Wenn sich ein Fonds verspekuliert, dann ist das bitter f&uuml;r die Anleger. Es sei denn, man ist Abgeordneter im Europ&auml;ischen Parlament und dort Mitglied im Freiwilligen Pensionsfonds, denn dann darf man sich Hoffnung machen, dass die Allgemeinheit f&uuml;r die Spekulationsverluste zahlt &ndash; und nicht man selbst. Genau das verlangen jetzt einige Abgeordnete.<\/p>\n<p>Der Freiwillige Pensionsfonds, die zus&auml;tzliche Altersversorgung, in die Europaabgeordnete privat einzahlen k&ouml;nnen, hat &uuml;ber Jahre die konservativen Anleihen durch immer riskantere Anlagen ersetzt und nun, versch&auml;rft durch die Krise, einen Verlust in zweistelliger Millionenh&ouml;he erwirtschaftet. Die Mitglieder im Freiwilligen Pensionsfonds verlangen, dass nun das Europaparlament einspringen und die Spekulationsverluste ausgleichen soll, so wie schon mehrfach in der Vergangenheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/europaheute\/940611\/\">DLF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das ist die ideale L&ouml;sung: Die kapitalgedeckte Altersvorsorge einf&uuml;hren und wenn es zu Verlusten kommt, haftet der Steuerzahler.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&Auml;rzte-Streit. Was ist dran an der Kritik?<\/strong><br>\nIm Streit um die Honorarreform stellen &Auml;rztevertreter allerlei Behauptungen auf. Welche stimmen nicht?\n<p>Mit der Honorarreform erhalten die niedergelassenen &Auml;rzte nun mindestens weitere drei Milliarden Euro. Bereits ohne diese neuerliche Finanzspritze kamen die Mediziner &ndash; die gestiegene &Auml;rztezahl bereits eingerechnet &ndash; auf eine Honorarsteigerung von rund sieben Prozent f&uuml;r die Behandlung von Kassenpatienten. <\/p>\n<p>Laut Statistischem Bundesamt lagen die niedergelassenen &Auml;rzte mit einem Pro- Kopf-Einkommen von etwas mehr als 100 400 Euro im Jahr 2004 in der Tabelle der Bestverdiener auf dem dritten Platz. Vor ihnen rangierten nur noch die Lotsen mit rund 104 400 Euro und die Zahn&auml;rzte mit 116 700 Euro Jahreseinkommen. Dahinter fanden sich, zum Teil weit abgeschlagen, 19 weitere Berufsgruppen. Ob Steuerberater, Rechtsanw&auml;lte, Architekten oder Journalisten &ndash; sie alle verdienen demnach deutlich schlechter als ambulant t&auml;tige Mediziner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages-Honorarreform;art693,2760616?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagespiegel<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Gesundheitsministerin Schmidt: Arzthonorare sollen offengelegt werden<\/strong><br>\nIm Honorarstreit der &Auml;rzte will Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) die Kassen&auml;rzte verpflichten, alle Eink&uuml;nfte aus der Behandlung von Kassenpatienten offenzulegen. Es sei &bdquo;Zeit f&uuml;r mehr Transparenz&ldquo;, sagte sie der F.A.Z. am Donnerstag. &bdquo;Daher schlage ich vor, die durchschnittliche Honorarsumme der niedergelassenen &Auml;rzte jeweils in jedem Planungsbezirk zu ver&ouml;ffentlichen.&ldquo; Dabei solle nach Fachgruppen differenziert werden. Au&szlig;erdem seien die Werte f&uuml;r die h&ouml;chsten und niedrigsten Honorarsumme in der jeweiligen Arztgruppe anzugeben.<br>\nEs ist offenkundig, dass Schmidt damit den Klagen der &Auml;rzte &uuml;ber &bdquo;zu niedrige&ldquo; Honorare die Spitze nehmen will. Schon vor mehreren Jahren hatte sie durchgesetzt, dass die Vorsitzenden der Krankenkassen und Kassen&auml;rztlichen Vereinigungen einmal im Jahr ihre Geh&auml;lter ver&ouml;ffentlichen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~ECEC89AD59D0F4A61AFFECC32CA0E9A8E~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das w&auml;re im Prinzip die einzige Methode um aus der nicht mehr &uuml;berschaubaren Debatte &uuml;ber einzelne Honorars&auml;tze und Pauschalen herauszukommen und Transparenz dar&uuml;ber herzustellen inwieweit die Klagen der &Auml;rzte berechtigt sind. Zwar gelten &Auml;rzte als Selbst&auml;ndige, doch die Einnahmen aus den Kassen sind quasi &ouml;ffentliche Einnahmen. Warum sollten diese Einnahmen nur zwischen den Kassen&auml;rztlichen Vereinigungen (KV) und den &Auml;rzteorganisationen ausgehandelt werden. Die &Auml;rzte t&auml;ten gut daran, wenn sie durch Transparenz die Berechtigung ihre Klagen &uuml;ber die KVen und &uuml;ber zu geringe Honorierungen belegten.<\/em><\/p>\n<p>Man wird aber davon ausgehen m&uuml;ssen, dass der Vorschlag der Gesundheitsministerium keine Chance haben wird.<\/p><\/li>\n<li><strong>Bahnspitze wusste alles ganz genau<\/strong><br>\nDer Chef der Gewerkschaft der Lokf&uuml;hrer, Claus Weselsky, verd&auml;chtigt im FR-Interview das Bahn-Management, gezielt Betriebsr&auml;te &uuml;berwacht zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1700486&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>F&uuml;r eine neue Nato<\/strong><br>\nMerkel lobt Leistung in Afghanistan \/ Viele Soldaten sind jedoch traumatisiert<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/art771,2760442?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was f&uuml;r Leistungen? Unsere Soldaten m&uuml;ssen sich wegen der verschlechterten Sicherheitslage weitgehend einigeln. 2008 war insgesamt das verlustreichste Jahr seit dem Sturz der Taliban vor sieben Jahren. Der rangh&ouml;chste&nbsp; britische Offizier h&auml;lt den Krieg f&uuml;r verloren. Kanada zieht seine Truppen (2700 Soldaten) zur&uuml;ck&nbsp; &ldquo;Wir werden den Aufstand niemals niederschlagen&rdquo;, sagt Premierminister Stephen Harper. Wo sieht Frau Merkel &ldquo;die&nbsp; terroristische Bedrohung f&uuml;r uns, f&uuml;r die Nato-Partner &rdquo; in Afghanistan? Als ob Staaten in ihrer Existenz bedroht seien. Die Terroristen leben hier, es sind die Problemf&auml;lle unserer Integrationspolitik, und lassen sich h&ouml;chstens in Pakistan ausbilden &ndash; oder im Libanon oder &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>Oskar Lafontaine: Diese NATO lehnen wir ab<\/strong><br>\nWir wollen diese NATO durch eine Verteidigungsgemeinschaft ersetzen, durch ein B&uuml;ndnis kollektiver Sicherheit, das in erster Linie dem Frieden und der Abr&uuml;stung verpflichtet ist. Wir wollen ein kollektives Verteidigungsb&uuml;ndnis, das den Begriff der Entspannung wieder in den Vordergrund seiner Politik stellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/rede.php?artikel=1389517397\">Die Fraktion der Linken<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir weisen auf die Rede Lafontaines hin, weil Sie vermutlich in den Zeitungen dar&uuml;ber wieder Horrormeldungen lesen werden. <\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Jutta Ditfurth: Der Weg der Gr&uuml;nen in die NATO<\/strong><br>\nDie NATO machte aus einem grausamen, aber regionalen Konflikt im Kosovo einen Krieg gegen Jugoslawien. Dass Deutschland in Person seines fr&uuml;heren Au&szlig;enministers Hans-Dietrich Genscher (FDP) 1991 die Konflikte angeheizt hatte, indem es die nationale Eigenst&auml;ndigkeit der jugoslawischen Republiken Slowenien und Kroatien verk&uuml;ndete, geh&ouml;rt zu den vielen Tabus der neueren deutsche Geschichte.<\/p>\n<p>Der Kosovo wurde zum &Uuml;bungsgel&auml;nde f&uuml;r die zur Ein&uuml;bung von NATO-internen Kooperationen auf europ&auml;ischem Boden, f&uuml;r die Gew&ouml;hnung (nicht nur) der bundesdeutschen Bev&ouml;lkerung an Kriege und zum Showroom f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie. Der Krieg sollte den Weg nach Zentralasien freir&auml;umen, ein Hindernis f&uuml;r die geostrategischen Interessen in der Region beseitigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/03-26\/011.php\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man muss Ditfurths politische Positionen nicht teilen und man mag in dem Beitrag auch eine pers&ouml;nliche Abrechnung mit Joschka Fischer sehen, aber der Marsch der Gr&uuml;nen von einer pazifistischen zu einer &bdquo;bellizistischen&ldquo; Partei d&uuml;rfte weitgehend richtig beschrieben sein. <\/em><\/p><\/li>\n<p><em><strong>Weiche Ziele<\/strong><br>\nDie Bundeswehr r&uuml;stet sich f&uuml;r den gro&szlig;fl&auml;chigen Beschuss sogenannter &ldquo;weicher Ziele&rdquo; in ihren Operationsgebieten. Ein entsprechendes Beschaffungsvorhaben hat in der vergangenen Woche der Haushaltsausschuss des Bundestages gebilligt. Demnach kaufen die Streitkr&auml;fte beim D&uuml;sseldorfer R&uuml;stungskonzern Rheinmetall Sprenggeschosse f&uuml;r die Artillerie, die laut Beschreibung des Produzenten insbesondere f&uuml;r &ldquo;weiche Ziele&rdquo; konzipiert sind. Dies sind Menschen sowie ungesch&uuml;tzte Infrastruktur. Der 63-Millionen-Euro-Deal, der scharf kritisiert worden ist, l&auml;sst ein Einsatzszenario k&uuml;nftiger Bundeswehr-Operationen erkennen &ndash; Fl&auml;chenbeschuss, bei dem zivile Opfer nicht auszuschlie&szlig;en sind. Die Produktpalette von Rheinmetall umfasst weitere Geschoss-Sorten, die &ldquo;Fl&auml;chenziele&rdquo; vernichten sollen. Hinzu kommen Waffen, die nur auf Druck der Bundesregierung vom internationalen Streubombenverbot ausgenommen wurden und, weil sie Zivilisten in betr&auml;chtlichem Ma&szlig;e gef&auml;hrden, weltweit heftig umstritten sind. Der Rheinmetall-Konzern setzt f&uuml;r die Zukunft verst&auml;rkt auf R&uuml;stungsgesch&auml;fte und damit auf Krieg, weil seine zivile Sparte nach Firmenangaben vom gestrigen Mittwoch krisenbedingt stark eingebrochen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57501?PHPSESSID=qlcdbkh8itnut2qlb018p60t92\">German-Foreign-Policy<\/a><\/em><\/p>\n<li><strong>Billiganbieter f&uuml;hren Strompreistreiber vor<\/strong><br>\nDer Strompreis f&auml;llt und f&auml;llt &ndash; allerdings nur im Gro&szlig;handel. Kaum ein Versorger gibt die Ersparnis an die Kunden weiter, f&uuml;r viele Verbraucher wird Energie sogar noch teurer.<br>\nInsgesamt planen 53 Versorger Preiserh&ouml;hungen zum 1. April beziehungsweise zum 1. Mai. Durchschnittlich wird Strom bei diesen Unternehmen 7,5 Prozent teurer.<br>\nDass dies nicht so sein muss, beweisen acht Versorger, die ihre Preise senken. Sie schaffen es, ihren Kunden Tarife anzubieten, die bis zu 10,3 Prozent g&uuml;nstiger sind als bisher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,615668,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Untragbare Verh&auml;ltnisse<\/strong><br>\nOh ja, wir leben &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse. Wir k&ouml;nnen uns die erste Sorte Mensch gar nicht leisten, wenn wir jemals eine lebenswerte Gesellschaft werden wollen. Wir lebten &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse, verk&uuml;ndete Deutschlands oberster Herr. Man darf annehmen, f&uuml;r ihn sei die zweite Sorte Mensch haupts&auml;chlich verantwortlich, die notorischen Habenichtse und Leistungsverweigerer. Solange wir so einen obersten Herrn haben, leben wir wahrlich &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse. M&auml;&szlig;igung w&auml;re angesagt, R&uuml;ckf&uuml;hrung in Verh&auml;ltnisse, die wir uns leisten k&ouml;nnen. Wenn wir schon Herren brauchen, dann sollten es wenigstens solche sein, die wir uns leisten k&ouml;nnen &ndash; und wollen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/03\/untragbare-verhaltnisse.html\">ad sinistram<\/a>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>K&ouml;hler muss zittern<\/strong><br>\nLange schien das Rennen gelaufen. Nun wird es doch spannend bei der Wahl des Bundespr&auml;sidenten am 23. Mai. Die Mehrheit in der Bundesversammlung schrumpft<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1700669&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sollen wir uns freuen? Auf eine Mitbegr&uuml;nderin des Seeheimer Kreise? Schr&ouml;der-Personal allerorten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein bisschen Staat muss sein<\/strong><br>\nSie hat einen exzellenten Ruf, leistungsstarke Studenten, ein Schloss zum Studieren. Doch die European Business School (EBS) will mehr. Sie will gr&ouml;&szlig;er werden und in der internationalen Topliga der Wirtschaftshochschulen mitspielen.\n<p>Daf&uuml;r soll an ihrem Standort in Wiesbaden eine Law School aufgebaut werden, eine juristische Fakult&auml;t mit wirtschaftlicher Ausrichtung.<br>\nPr&auml;sident Christopher Jahns sieht f&uuml;r Wirtschaftsanw&auml;lte &ldquo;ein Riesenpotenzial&rdquo;. Dennoch will er die Investition von 120 Mio. Euro, m&ouml;glicherweise sogar 150 Mio. Euro, nicht allein stemmen. Bis zu 30 Mio.<\/p>\n<p>Euro sollen Stadt und Land beisteuern. &ldquo;Wir machen das nur, wenn die &ouml;ffentliche Hand uns den Anschub finanziert&rdquo;, sagt Jahns. <\/p>\n<p>Auch bei anderen Privateinrichtungen sorgt der Staat f&uuml;r ein finanzielles Polster: Der Jacobs University wurde, als sie noch International University Bremen hie&szlig;, vom Land eine Startfinanzierung von 107 Mio. Euro gew&auml;hrt. Das Stuttgart Institute of Management and Technology (SIMT) konnte 2007 nur mit Hilfe einer Finanzspritze in H&ouml;he von 1,5 Mio. Euro vom Land Baden-W&uuml;rttemberg an einen Investor verkauft werden. Zuvor hatte das Land in dem Projekt bereits 8,6 Mio. Euro versenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Staatsgelder-f%FCr-Privatuni-Ein-bisschen-Staat-muss-sein\/492835.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist immer die gleiche Dramaturgie: Mit Hilfe der Medien werden die privaten Hochschulen zu Elite-Hochschulen hochgejubelt, um damit Staatsgelder abzupressen. Die Medien, die ja mehr oder weniger darauf programmiert sind, alle &ouml;ffentlichen Einrichtungen herunterzureden, greifen die Werbespr&uuml;che der privaten Neugr&uuml;nder begierig auf und feiern sie als vorbildliche Eliteeinrichtungen. Nachdem sich die Unternehmer als Stifter kr&auml;ftig von Politik und Medien haben feiern lassen, verl&auml;sst sie meist die Begeisterung. Nur mit ein paar Millionen und einigen schicken Geb&auml;uden kann man halt keine Elite-Universit&auml;t schaffen.<\/em><\/p>\n<p>Die Wirtschaft zieht ihr finanzielles Engagement nach relativ kurzer Zeit zur&uuml;ck oder friert es ein. Die nun einmal gegr&uuml;ndete, private Hochschule zwingt mit der Androhung des Konkurses oder der Abwanderung in ein anderes Bundesland den Staat in eine Ausfallb&uuml;rgschaft. Vgl. <a href=\"?p=255\">Die Wirtschaft kann alles besser oder der Gr&ouml;&szlig;enwahn der privaten Elitehochschulen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Viele F&auml;cher sind kaum noch studierbar<\/strong><br>\nStudierende und Sch&uuml;ler laufen sich bei den Demos am Samstag schon mal f&uuml;r den Bildungsstreik im Juni warm. Gespr&auml;ch mit Manfred Oberl&auml;nder, Vorsitzender des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) an der Technischen Universit&auml;t Berlin<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/03-27\/055.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Faschismus wiederholt sich nicht <\/strong><br>\nDie Schriftstellerin und Publizistin Rossana Rossanda ist Mitbegr&uuml;nderin der Zeitung Il Manifesto. 2005 erschien ihre Autobiografie &raquo;Die Tochter des 20. Jahrhunderts&laquo;. Die ehemalige Widerstandsk&auml;mpferin und f&uuml;hrende Kommunistin Italiens ist heute 85 Jahre alt und lebt in Rom.\n<p>Geschichte ..&nbsp; ist nicht vollkommen determiniert und wiederholt sich nicht nach denselben Mustern &ndash; schon gar nicht angesichts der tiefgreifenden kulturellen und sozialen Ver&auml;nderungen des 20. Jahrhunderts. Der Faschismus war im vergangenen Jahrhundert in Europa eine bestimmte politische Gestalt, und wenn der Begriff einen Sinn hat, dann wiederholt der Faschismus sich nicht.<\/p>\n<p>Der Postfaschismus ist keine Wiederholung des Faschismus im Kleinen, sondern eine Wahldemokratie, in der sich der Autoritarismus aufgrund der Entpolitisierung der Massen und des Verlusts der Hoffnung auf eine m&ouml;gliche System&auml;nderung durchsetzt. Er bezeichnet etwas Neues, bezieht sich auf neue Subjekte und Massen, er folgt in Italien auf die Krise der I. Republik, die schon Ende der siebziger Jahre begann, sp&auml;testens aber 1989 sichtbar wurde. Dar&uuml;ber hinaus bleibt oft unber&uuml;cksichtigt, dass die Tendenz zur Degeneration der Demokratie oder sogar ihre Negation in Europa seit der Franz&ouml;sischen Revolution sowohl innerhalb der Kirche als auch unter den Laizisten alte und hochgebildete Vorbilder hat, von Nietzsche bis J&uuml;nger. Deshalb haben in Italien viele angesehene Antifaschisten keinen Ansto&szlig; daran genommen, als die Ex-Faschisten mit Berlusconi zur neuen Mehrheit wurden. Sie haben untersch&auml;tzt, dass der untergr&uuml;ndige faschistoide Humus und die explizit populistische Ader der Rechten sich bestens vereinbaren lassen mit der hochmodernen Tendenz zu einer autorit&auml;ren Regierung, die das Land als Unternehmen begreift. Sie haben untersch&auml;tzt, dass sich innerhalb der demokratischen Ordnung ein auf freien Wahlen basierendes, populistisches, entideologisiertes, hyper-pr&auml;sidentialistisches, antidemokratisches und antigewerkschaftliches System errichten l&auml;sst. Zu einem solchen System tendieren heute Italien und Frankreich mit Berlusconi und Sarkozy. Aber das ist kein Faschismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2009\/13\/33562.html\">jungle world<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie sch&ouml;n, dass es&nbsp; Rossana Rossanda noch gibt. Ich erinnere mich noch, als sie auf das Scheitern der Linken nach dem Kriege angesprochen meinte: &ldquo;Das Kapital ist k&uuml;hner und innovativer als wir gewesen.&rdquo; Kein Wunder, dass die ihr eigene Klarheit ihren eigenen Leuten auf die Nerven ging und es zum Parteiausschluss kam &ndash; wegen Linksabweichung. Auf die Bundesrepublik bezogen kann nicht genug wiederholt werden. Geschichte wiederholt sich nicht. Dieses obligate &ldquo;Nie wieder&rdquo; an diversen Gedenktagen deutscher Abscheulichkeiten kleistert nur die K&ouml;pfe zu. Wir haben schon l&auml;ngst ein neues Regime, dessen gegenw&auml;rtiges Symptom die Weltwirtschaftskrise ist. Die Fragen an dieses Regime sind zum Beispiel: &ldquo;Wie kann man es ertragen, dass die meisten Menschen auf der Erde nicht einmal die Chance haben, dar&uuml;ber nachzudenken, wer sie sind und was sie werden wollen, weil das ganze Abenteuer des Lebens von Anfang an ruiniert ist?&rdquo; (Aus: Die Tochter des 20. Jahrhunderts)<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Deutsche Banken pumpen Kreditkartenblase auf<\/li>\n<li>Britische Banker in Angst<\/li>\n<li>Kein Regime w&auml;hrt ewig<\/li>\n<li>Schlechte Noten f&uuml;r Moody&rsquo;s und Co.<\/li>\n<li>SPD verhindert rasche Einsetzung von HRE-Ausschuss<\/li>\n<li>Gesetzentwurf von CDU\/CSU\/SPD zur F&ouml;rderung von PPP<\/li>\n<li>Cross-Border-Leasing vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise <\/li>\n<li>Steigende Arbeitslosigkeit: Bundeshaushalt droht neues Milliardenloch<\/li>\n<li>Drei Viertel aller<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3854\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3854","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3854","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3854"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3854\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3854"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3854"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3854"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}