{"id":3857,"date":"2009-03-30T08:37:36","date_gmt":"2009-03-30T07:37:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3857"},"modified":"2009-03-30T08:46:40","modified_gmt":"2009-03-30T07:46:40","slug":"hinweise-des-tages-861","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3857","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Tausende Menschen demonstrieren gegen die Krisenpolitik<\/li>\n<li>71 Prozent der Deutschen haben das Vertrauen in das Wirtschafts- und Finanzsystem verloren<\/li>\n<li>Bund steigt bei HRE ein<\/li>\n<li>50 Millionen f&uuml;r`s Versagen<\/li>\n<li>Bad Commerzbank<\/li>\n<li>D&auml;monisierung der Proteste gegen den G20-Gipfel in London<\/li>\n<li>Thomas Fricke &ndash; Patzig in die Depression<\/li>\n<li>Aktiv aus der Krise<\/li>\n<li>Portr&auml;t des Staatssekret&auml;rs hinter dem Finanzminister: J&ouml;rg Asmussen<\/li>\n<li>Schuldenbremse = Sozialbremse<\/li>\n<li>Gysi: Der gr&ouml;&szlig;te Fehler der F&ouml;deralismusreform I bestand darin, das Ziel einer gemeinsamen Bildungspolitik aufzugeben<\/li>\n<li>Bahn soll jahrelang 150.000 Mails pro Tag gefiltert haben<\/li>\n<li>Bei den Eisenbahnen lassen die Parteien Lohndumping zu<\/li>\n<li>&Auml;rzte wollen SPD auf 15 Prozent dr&uuml;cken<\/li>\n<li>&ldquo;Gagfah l&auml;sst H&auml;user verkommen&rdquo;<\/li>\n<li>Angelika Beer tritt aus der Partei B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen aus<\/li>\n<li>SPD-Linke grenzt sich von Linkspartei ab<\/li>\n<li>Gro&szlig;britannien unterh&auml;lt seine eigenen Paradiese<\/li>\n<li>Schweizer Bankiers sind unerw&uuml;nscht<\/li>\n<li>Gemeinsam mit anderen Schwellenl&auml;ndern dr&auml;ngen Latinos auf neues Finanzsystem<\/li>\n<li>USA: Gro&szlig;verdiener zahlen mehr<\/li>\n<li>USA schicken noch mehr Truppen nach Afghanistan<\/li>\n<li>Deutschlands magers&uuml;chtiger Staat und die skandinavische Alternative<\/li>\n<li>Bertelsmann Stiftung verliert bei den Gewerkschaften weiter an R&uuml;ckhalt<\/li>\n<li>US-Studenten fehlt Geld f&uuml;rs Studium<\/li>\n<li>Zahl der Studienberechtigten 2008 um 1,7% gestiegen<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3857&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Tausende Menschen demonstrieren gegen die Krisenpolitik<\/strong><br>\n<a href=\"upload\/bilder\/nds_bild.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"img_border\" src=\"upload\/bilder\/nds_bild_small.jpg\" alt=\"nachdenkseiten.de\"><\/a>\n<p class=\"reference\">Klicken f&uuml;r Gro&szlig;ansicht<\/p>\n<\/li>\n<li><strong>71 Prozent der Deutschen haben das Vertrauen in das Wirtschafts- und Finanzsystem verloren<\/strong><br>\nLaut einer repr&auml;sentativen Umfrage der Commerzbank-Tochter Comdirect berichtet, vertrauen nur noch neun Prozent der Bundesb&uuml;rger auf Ratschl&auml;ge ihrer Bank. Laut der Umfrage haben als Folge der globalen Krise 71 Prozent der Deutschen das Vertrauen in das Wirtschafts- und Finanzsystem verloren. Nicht mal mehr jeder zehnte Deutsche hat in Finanzfragen gro&szlig;es Vertrauen zu seinem Bankberater.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.google.com\/hostednews\/afp\/article\/ALeqM5ig_ZhTJqEVJ3j94MGhtO6PGhGtGw\">AFP<\/a><\/li>\n<li><strong>Bund steigt bei HRE ein<\/strong><br>\nDie HRE hat angek&uuml;ndigt, die Bundesrepublik werde &uuml;ber eine Kapitalerh&ouml;hung 8,7% an der Bank erwerben. Dazu erwirbt sie 20 Mio Aktien zum Nennwert von 3 EUR je Aktie und damit f&uuml;r insgesamt 60 Mio EUR. Dieser Betrag wird dem Institut vollst&auml;ndig zur Verf&uuml;gung stehen.\n<p>Bislang erhielt die im MDAX gef&uuml;hrte Bank aus Mitteln des Bundes und eines Bankenkonsortiums 102 Mrd EUR, davon 50 Mrd als Liquidit&auml;tsgarantie. Angesichts der unklaren Finanzmarktentwicklung sei nicht absehbar, ob eine weitere Ausweitung des staatlichen Garantierahmens notwendig werden k&ouml;nnte, sagte der Vorstandsvorsitzende Wieandt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/d\/invest\/meldung.aspx?id=101387599\">FAZ.Net<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung A.Z.:<\/strong> Seltsam: Laut Finanzen.net betrugt der Kurs je Aktien am 27.03.2009 um 20.01 Uhr aber nur&nbsp;EURO 1,08. Will man &uuml;ber diese Schiene die Heuschrecke Flowers &ldquo;auszahlen&rdquo;, um dessen Enteignung zu vermeiden?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dresdener Bank<\/strong><br>\n50 Millionen f&uuml;r`s Versagen : Die erste Riege der Dresdener Bank hat trotz eines Milliardenverlustes mehr eingestrichen als sonstige Bankvorst&auml;nde in Deutschland<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1701989_Dresdner-Bank-50-Millionen-Euro-fuers-Versagen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Bad Commerzbank<\/strong><br>\nCommerzbank lagert zweistelliges Milliardenportfolio in interne &ldquo;Bad Bank&rdquo; aus. &ldquo;Wir werden diesen toxischen Portfolios besonderes Augenmerk schenken&rdquo;. \n<p>Die Commerzbank hat die so genannten toxischen Verm&ouml;genswerte von der alten Commerzbank und der &uuml;bernommenen Dresdner Bank in einer neuen Gesch&auml;ftseinheit zusammengefasst. <\/p>\n<p>Bei der neuen Commerzbank liegen nach der Vereinigung mit der Dresdner Bank noch Schrottpapiere im Nominalwert von 65,3 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mmnews.de\/index.php\/200903272619\/MM-News\/Bad-Commerzbank.html\">MMnews<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Nur zu gerne w&uuml;sste man, wie viele der toxischen Portfolios von der Allianz stammen und man darf gespannt sein, wie viel Steuergeld noch in die Commerzbank gesteckt werden muss. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>D&auml;monisierung der Proteste gegen den G20-Gipfel in London<\/strong><br>\nAngesichts der Wut vieler Menschen wird so getan, als w&uuml;rde ab heute zur S&auml;uberung Londons von Schlipstr&auml;gern aufgerufen.\n<p>Dass derlei Vorg&auml;nge f&uuml;r eine Angstkampagne genutzt werden, zeigt den verstellten Blick, der die Misere nicht sehen will, in die weltweit zahllose Menschen durch die Krise gest&uuml;rzt werden. Im Vergleich zur strukturellen Gewalt, die Millionen durch Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit erleiden, weil sie nach dem Job nicht selten auch das Haus verlieren, dass weltweit die Zahl der Hungernden st&auml;ndig steigt, wie sogar die Weltbank  warnt (10), sind ein paar zerbrochen Scheiben ein schlechter Witz. Doch die Verlierer der Krise, die keine Verantwortung tragen und nicht in das weiche Netz der goldenen Handschl&auml;ge, satten Pensionen und hohen Bonuszahlungen fallen, werden offenbar nur noch als Bedrohung der Sicherheit gesehen. <\/p>\n<p>Dieser verstellte Blick soll mit den zahllosen Aktivit&auml;ten gerade ger&uuml;ckt werden, wenn sich diese Woche die Verantwortlichen f&uuml;r die Finanz- und Wirtschaftskrise in London zum Stelldichein einfinden, um wieder einmal &uuml;ber Ma&szlig;nahmen zur Krisenbek&auml;mpfung zu debattieren. Dass dabei viel herauskommt, davon geht ohnehin niemand wirklich aus (&hellip;)<\/p>\n<p>Die Polizei sch&uuml;rt die Angst vor Gewaltausbr&uuml;chen, um die Teilnahme an den Protesten gering, die Lage &uuml;berschaubar und den Schaden f&uuml;r die Regierung gering zu halten. Denn allen ist klar, dass die Gipfelst&uuml;rmer noch niemals so gro&szlig;e Sympathien in breiten Gesellschaftlichen Kreisen gesto&szlig;en sind wie bisher. So haben sich viele Kritikpunkte der Bewegung in den letzten Monaten nur als allzu richtig herausgestellt. Und so dient die Panikmache vor Gewaltausbr&uuml;chen schon im Vorfeld dazu, m&ouml;gliche massive &Uuml;bergriffe von Seiten der Polizei gegen die Demonstranten zu rechtfertigen. Sie waren eigentlich bisher fast immer bei solchen Zusammenk&uuml;nften zu beobachten, ob in  Genua  oder Heiligendamm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30026\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke &ndash; Patzig in die Depression<\/strong><br>\nVor dem Weltfinanzgipfel &uuml;bt sich die Bundesregierung mit trotzig vorgetragenem Eifer darin, jede Forderung nach mehr oder besseren Konjunkturpaketen abzuschmettern. Es klingt zwar irgendwie menschlich, wenn Merkel und Steinbr&uuml;ck beteuern, dass die Deutschen schon viel ausgeben &ndash; und man erst mal abwarten m&uuml;sse, wie das wirkt. N&auml;her betrachtet hat das etwas Absurdes. Erstens ist das deutsche Konjunkturpaket gemessen an der Wirtschaftsleistung weder historisch noch international besonders hoch. Amerikaner, Chinesen und Japaner geben drei- bis sechsmal so viel aus. Zweitens setzt die Regierung das Gros nicht jetzt, sondern erst in Monaten oder 2010 um. Warum jetzt warten? Bis sich zeigt, dass viel zu sp&auml;t getroffene Ma&szlig;nahmen &uuml;berraschenderweise viel zu sp&auml;t kommen? Ein Teil des Geldes ist ohnehin f&uuml;r Steuersenkungen geplant, die sich nach Warnung von IWF, OECD und anderen kaum eignen, die Konjunktur rasch zu st&uuml;tzen. Es geht darum, eine Jahrhundertkrise zu stoppen. Daf&uuml;r w&uuml;rde es lohnen, die Konjunkturpolitik von Frau Merkel und Herrn Steinbr&uuml;ck zu korrigieren. Statt patzig zu poltern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Thomas-Fricke-Patzig-in-die-Depression\/492870.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Aktiv aus der Krise<\/strong><br>\nVerschiedene Dokumente aus dem Bereich der Gewerkschaften\n<p><a href=\"upload\/pdf\/090330_ig_metall_aktionsplan_aktiv_aus_der_krise.pdf\">IG Metall Aktionsplan [PDF &ndash; 92 KB]<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/broschueren\/profiteure_zur_kasse\/data\/18077_brosch_profiteure.pdf\">Verdi Brosch&uuml;re zum gewerkschaftlichen Aktionstag am 16.5.2009 [PDF &ndash; 1,1 MB]<\/a><\/p>\n<p><a href=\"upload\/pdf\/090330_global_unions_london_g20_deklaration_de.pdf\">Londoner Erkl&auml;rung von Global Unions zum Londoner G20-Gipfel [PDF &ndash; 380 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Portr&auml;t des Staatssekret&auml;rs hinter dem Finanzminister: J&ouml;rg Asmussen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/sendung\/tt1240.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Allm&auml;hlich d&auml;mmert es  auch den Leitmedien. Siehe dazu schon: <a href=\"?p=3127\">Weitere harte Belege f&uuml;r die Mitwirkung des Bundesfinanzministeriums am Casinobetrieb zu unseren Lasten<\/a> oder <a href=\"upload\/pdf\/081010_Asmussen.pdf%20\">Asmussen im Original [PDF &ndash; 226 KB]<\/a><br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ver.di: Schuldenbremse = Sozialbremse<\/strong><br>\nEine &bdquo;historische Entscheidung&ldquo; nennt Steinbr&uuml;ck die geplante Schuldenbremse. Tats&auml;chlich ist sie fatal: Denn am Ende m&uuml;ssten wir die Zeche zahlen. F&uuml;r Milliarden, die den Banken hinterher geworfen werden. \n<p>W&uuml;rden neue Schulden nicht mehr m&ouml;glich sein ist klar, was droht: ein erneutes massives Zusammenstreichen staatlicher Ausgaben und Leistungen. Eine weitere Demontage des Sozialstaats.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/wirtschaftspolitik_aktuell\/data\/09_03_schuldenbremse.pdf%20\">ver.di Wirtschafspolitik aktuell [PDF &ndash; 221 KB]<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dagegen: <\/em><\/p>\n<p><strong>Jenseits der Normallage. <\/strong><br>\nEin Kommentar von Christian Rath<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/jenseits-der-normallage\/?type=98\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Angesichts solcher theorie- und empirieresistenter Kommentare ist es gut, sich zu erinnern, wie sich die staatliche Gesamtverschuldung in den letzten Jahren entwickelt hat. Die folgende Grafik zeigt zum Beispiel, dass in den neunziger Jahren der Schuldenzuwachs extrem hoch war. Sicher eine Folge der deutschen Vereinigung und der Art, wie sie gemacht und finanziert worden ist. Jedenfalls kann man da schon sagen, dass die pro-zyklischen Sparversuche von 1992 ff. Nichts gebracht haben. Die Neuverschuldung ging zur&uuml;ck, als die Konjunktur 1998 bis 2000 besser wurde. Und sie stieg erneut massiv an, als die Sparpolitik des Sparkommissars Hans Eichel zur Wirkung kam: 2002, 2003, 2004. Wiederum prozyklisch.<\/em><\/p>\n<p>Abbildung: J&auml;hrlicher Anstieg der Gesamtverschuldung der &ouml;ffentlichen Haushalte (in Milliarden Euro) zwischen 1988 und 2005 (Juni)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/090330_diagramm.jpg\" alt=\"Diagramm\"><\/p>\n<p>Quelle: Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Hrsg.): Die Chance nutzen &ndash; Reformen mutig voranbringen, Jahresgutachten 2005\/06, Wiesbaden 2005, S. 79*.<\/p>\n<p><em>Siehe auch nochmals eine Powerpoint-Pr&auml;sentation zur Staatsverschuldung als PDF<br>\n<a href=\"upload\/pdf\/090330_staatsverschuldung_praesentation.pdf\">Pr&auml;sentation: Saatsverschuldung [PDF &ndash; 156 KB]<\/a> <\/em><\/p>\n<p><em>Und auch noch einmal: <\/em><\/p>\n<p><a href=\"?p=96\">Albrecht M&uuml;ller Elf Mythen, den Komplex Schulden, Staatsquote und Sozialstaat betreffend<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Gysi: Der gr&ouml;&szlig;te Fehler der F&ouml;deralismusreform I bestand darin, das Ziel einer gemeinsamen Bildungspolitik aufzugeben<\/strong><br>\nBei der F&ouml;deralismusreform I haben Sie einen entscheidenden Fehler begangen; den wollten Sie ja auch begehen. Sie haben die Abkehr vom kooperativen F&ouml;deralismus hin zu einem<br>\nEllenbogenf&ouml;deralismus beschlossen.\n<p>Die Starken sollen nicht mehr die Schwachen st&uuml;tzen, sondern niederkonkurrieren. Das kann ich an einem Beispiel erl&auml;utern: der Bezahlung der verbeamteten Lehrerinnen und Lehrer. Fr&uuml;her gab es bundesweit eine weitgehend einheitliche Besoldung. Dann haben Sie beschlossen, dass die L&auml;nder das jeweils selber festlegen sollen. Reiche Bundesl&auml;nder k&ouml;nnen aber mehr zahlen als arme L&auml;nder. Deshalb werden die Lehrerinnen und Lehrer jetzt mit Geld aus den armen L&auml;ndern weggelockt. Jetzt gibt es in den armen L&auml;ndern zu wenig Lehrerinnen und Lehrer. 16 verschiedene Bildungssysteme, das ist 19. Jahrhundert. Das hat mit dem 21. Jahrhundert &uuml;berhaupt nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/rede.php?artikel=1351435815\">Fraktion Die Linke im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bahn soll jahrelang 150.000 Mails pro Tag gefiltert haben<\/strong><br>\nIn der Aff&auml;re um die Durchleuchtung von Bahn-Mitarbeitern kommen immer mehr Details ans Licht, nachdem die Sonderermittler am gestrigen Freitag dem Bahn-Aufsichtsrat einen ersten Bericht vorlegten, in dem &uuml;ber die systematische Filterung von Mails berichtet wird. Die Ermittler unter der Leitung der ehemaligen Justizministerin Herta D&auml;ubler-Gmelin (SPD) und des fr&uuml;heren Innenministers Gerhard Baum (FDP) waren Mitte Februar vom Bahn-Aufsichtsrat beauftragt worden, den massenhaften Abgleich von Mitarbeiterdaten bei der Bahn zu untersuchen. Sie informieren in ihrem vorl&auml;ufigen Bericht &uuml;ber die systematische &Uuml;berwachung des Mail-Verkehrs von 70.000 bis 80.000 Mitarbeitern. T&auml;glich sollen etwa 150.000 Mails kontrolliert worden sein, schreibt die S&uuml;ddeutsche Zeitung auf ihrer Webseite. Diese Praxis habe man jahrelang verfolgt. Erst im Oktober 2008 sei diese Aktion gestoppt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/Bahn-soll-jahrelang-150-000-Mails-pro-Tag-gefiltert-haben--\/meldung\/135367\">heise online<\/a>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Bahn-Spitze lie&szlig; gezielt Mails an Kritiker aussp&auml;hen<\/strong><br>\nAusschlie&szlig;lich der Korruptionsbek&auml;mpfung sollen die Sp&auml;haktionen bei der Bahn gedient haben. Doch nach SPIEGEL-Informationen hatte die Konzernspitze um Hartmut Mehdorn noch ganz andere Motive: Ziel war es, Mails an Konzernkritiker zu identifizieren &ndash; und deren Absender kaltzustellen.<\/p>\n<p>&Uuml;berraschende Wende in der Spitzelaff&auml;re bei der Deutschen Bahn AG: Der Konzern hat die Kontaktdaten aller Mitarbeiter nicht nur im Zuge der Korruptionsbek&auml;mpfung &uuml;berpr&uuml;ft und gescannt, wie Konzernchef Hartmut Mehdorn bislang beteuert. Das Unternehmen hatte bei der illegalen &Uuml;berpr&uuml;fung seiner Belegschaft auch ganz andere Motive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-615489,00.html\">SpiegelOnline<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu noch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Der Fahrplan in den Abgrund &ndash; Deutsche Bahn: Datenaff&auml;re<\/strong><br>\nSpitzelei im gro&szlig;en Stil: Die Deutsche Bahn, ein hunderprozentiger Staatsbetrieb, hat den Staat zu hundert Prozent desavouiert. Mehdorn tr&auml;gt daf&uuml;r die politische, betriebliche und wohl auch die strafrechtliche Verantwortung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt2m1\/wirtschaft\/673\/463284\/text\/\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>In der Hauptstadt gehen Arbeitspl&auml;tze verloren<\/strong><br>\n&bdquo;Bei den Eisenbahnen lassen die Parteien Lohndumping zu&ldquo; Ulrich Homburg, Chef der Bahn-Sparte DB Regio, &uuml;ber die harte Konkurrenz der Privaten und Folgen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten.<br>\n&ldquo;Was n&uuml;tzt das sogenannte &bdquo;branchen&uuml;bliche&ldquo; Tarifniveau, wenn dieses 40 Prozent unter den DB-Tarifen liegt und Vollzeitmitarbeiter zu Hartz-IV-Empf&auml;ngern macht. Der Vorgang ist auch deshalb paradox, weil die &ouml;ffentliche Hand als Auftraggeber einen direkten Einfluss auf das Lohnniveau in dieser Branche hat. Die regierenden Parteien machen sich f&uuml;r Mindestl&ouml;hne und brancheneinheitliche Tarife in vielen anderen Bereichen stark &ndash; doch bei der Eisenbahn lassen sie Lohndumping zu. Auch volkswirtschaftlich ist das bedenklich, wenn die Besch&auml;ftigten weniger verdienen, gehen auch Steuer- und Kaufkraft zur&uuml;ck.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/art271,2762520?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>&Auml;rzte wollen SPD auf 15 Prozent dr&uuml;cken<\/strong><br>\n&ldquo;W&auml;hlen Sie, was Sie wollen. Aber nicht SPD.&rdquo; Dieses Plakat wollen &Auml;rzte in ihren Wartezimmern aufh&auml;ngen &ndash; aus &Auml;rger &uuml;ber die Gesundheitspolitik von Ministerin Ulla Schmidt. Das erkl&auml;rte Ziel der Mediziner: Die Sozialdemokraten sollen bei der Bundestagswahl maximal 15 Prozent erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,615860,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die &Auml;rzte m&uuml;ssen allerdings aufpassen, dass dieser Schuss nicht nach hinten losgeht. Bei aller Solidarit&auml;t mit mancher berechtigten Forderung sollten sie zur Kenntnis nehmen, dass sie nach wie vor zu den Besserverdienenden in dieser Gesellschaft geh&ouml;ren. Und es w&auml;re ein Leichtes daraus eine Gegenkampagne zu machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Gagfah l&auml;sst H&auml;user verkommen&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Der Wohnungskonzern Gagfah will die Mieten seiner Wohnungen bis an die Grenze des gesetzlich Erlaubten erh&ouml;hen. Au&szlig;erdem muss er auf Druck des US-Investors Fortress die ohnehin schon kritisch geringen Renovierungskosten senken. Insider berichten schon jetzt von skandal&ouml;sen F&auml;llen. Leidtragende sind tausende Mieter.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/public\/article\/wirtschaft\/news\/690215\/Gagfah-laesst-Haeuser-verkommen.html\">Rheinische Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Auch eine Privatisierungsfolge.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Angelika Beer tritt aus der Partei B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen aus<\/strong><br>\nEs gibt viele pers&ouml;nliche, aber nat&uuml;rlich auch politische Gr&uuml;nde f&uuml;r diese Entscheidung. Ich habe mich von der deutschen Partei, zumindest von der Spitze im Bund, aber auch von der Fl&uuml;gelarithmetik von Realos und Linken, w&auml;hrend meiner Zeit in Europa entfernt.\n<p>Wenn es bei den deutschen Gr&uuml;nen nur noch um das Erringen von Macht geht, und daf&uuml;r den Westerwelles und Kubickis die W&auml;hler in die Arme getrieben werden, habe ich daf&uuml;r Null Verst&auml;ndnis.<\/p>\n<p>Wenn der Frieden programmatisch kaum noch eine Rolle spielt, wenn in der Friedens- und Sicherheitskommission eine wirklich selbstkritische Analyse unseres Regierungshandelns in den Fragen Kosovo, Afghanistan und Irak nicht m&ouml;glich war, dann werden die Gr&uuml;nen der politischen Verantwortung f&uuml;r die Suche nach einer wirklichen Friedenspolitik in der Zukunft nicht gerecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.angelika-beer.de\/index.php?\/s,2\/o,article,794\/%20\">Angelika Beer MdEP<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine merkw&uuml;rdige Begr&uuml;ndung. Beer hat doch die die Kriegseins&auml;tze der Bundeswehr im Kosovo und in Afghanistan stets verteidigt und hat Joschka Fischer immer unterst&uuml;tzt. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD-Linke grenzt sich von Linkspartei ab<\/strong><br>\nIn bislang deutlichster Form hat sich die SPD-Linke von der Linkspartei abgegrenzt. Eine politische Zusammenarbeit mit dieser Partei im Bund komme auch l&auml;ngerfristig nicht infrage, erkl&auml;rten f&uuml;hrende Vertreter des linken SPD-Fl&uuml;gels bei einem Programmkongress am Wochenende in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1703350&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Zun&auml;chst ist es schon erstaunlich, dass etwa Olaf Scholz zur SPD-Linken gerechnet wird. Zum anderen ist es ein Trauerspiel, dass der SPD-Linken nichts anderes einf&auml;llt, als die plumpen Spr&uuml;che der SPD-Rechten nachzubeten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;britannien unterh&auml;lt seine eigenen Paradiese<\/strong><br>\nW&auml;hrend die USA, Deutschland und Frankreich bei ihrer Kampagne gegen &laquo;Steueroasen&raquo; echte &laquo;&Uuml;berzeugungst&auml;ter&raquo; sind, br&uuml;llt Grossbritannien nicht ganz so laut. In London versucht man zwar den Anschein zu erwecken, dass man in der Auseinandersetzung eine f&uuml;hrende Rolle einnimmt. Westminster weiss jedoch genau, dass das Land mit seinen Kronkolonien und &Uuml;berseegebieten selbst im Glashaus sitzt. In Jersey ist man auf verbriefte Wertpapiere spezialisiert, in Guernsey auf das Private-Equity-Gesch&auml;ft, auf den Cayman-Inseln befindet sich der weltweit gr&ouml;sste Hedge-Fund-Cluster, und die Britischen Jungferninseln sind die Heimat vieler Holdinggesellschaften. Fast alle bieten Trust-L&ouml;sungen an: Cayman-Trusts beispielsweise sollen sich besonders gut als sch&uuml;tzende H&uuml;lle f&uuml;r Immobilienbesitz und Bonus-Programme eignen.\n<p>Der weisse Elefant im britischen Steuer-Raum ist freilich die sogenannte Non-Dom-Besteuerung in Grossbritannien selbst. Bei dieser geht es im Prinzip darum, dass Ausl&auml;nder nur auf der Basis ihres britischen, nicht jedoch ihres weltweiten Einkommens und Verm&ouml;gens besteuert werden. Vor einem Jahr wurde dieses Privileg zwar durch eine Pauschalsteuer von 30 000 &pound; pro Jahr beschnitten. Die wirklich Reichen k&ouml;nnen diesen Preis der Privatheit jedoch problemlos zahlen. Die Steuerersparnis f&uuml;r die betroffene Klientel verschafft Grossbritannien einen Standortvorteil und entzieht dem vergleichsweise weniger attraktiven Ursprungsland Steuersubstrat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/grossbritannien_unterhaelt_seine_eigenen_paradiese_1.2274317.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Schweizer Bankiers sind unerw&uuml;nscht<\/strong><br>\nDie wichtigsten Industriel&auml;nder schr&auml;nken das Offshore-Banking mit beh&ouml;rdlichen Auflagen stark ein. Die Zeiten, in denen Kundenberater unbeschwert ins Ausland reisen konnten, sind l&auml;ngst vorbei. Diesen Eindruck best&auml;tigt Daniel Senn, Leiter Buchpr&uuml;fung Finanzunternehmen bei der KPMG. &laquo;Wir kennen Banken, die l&auml;nderspezifische Schulungen durchf&uuml;hren. Ohne ein Schulungs-Zertifikat darf dort kein Kundenberater in das jeweilige Land reisen.&raquo; Auch verb&ouml;ten diese Banken ihren Beratern, f&uuml;r die Kunden Verm&ouml;genswerte zu transferieren oder zu transportieren. &laquo;Sie haben zudem ein Manual f&uuml;r jedes Land, das festlegt, welche Dokumente oder Daten ein Kundenberater auf seinen Reisen mitf&uuml;hren darf&raquo;, sagt Senn. Diese Vorsichtsmassnahmen erkl&auml;ren sich durch die steigende Anzahl von beh&ouml;rdlichen Auflagen, die das herk&ouml;mmliche Offshore-Gesch&auml;ftsmodell der Schweizer Banken kriminalisieren. Beispiel USA: Wenn eine Bank amerikanische Kunden bedienen will, muss sie bei den dortigen Beh&ouml;rden registriert sein. Sonst ist es ihr g&auml;nzlich verboten, amerikanische Steuerpflichtige auf US-Boden zu betreuen. Sie darf diesen auch nicht von der Schweiz aus telefonieren oder E-Mails schicken. &laquo;Das stellt eine gro&szlig;e Beeintr&auml;chtigung des grenz&uuml;berschreitenden Gesch&auml;fts dar&raquo;, sagt Thomas Sutter, Sprecher der Schweizerischen Bankiervereinigung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/schweizer_bankiers_sind_unerwuenscht_1.2278783.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Beim Lesen des Artikels gewinnt man den Eindruck, dass der Autor und die zitierten Finanzleute, von keinem Unrechtsbewusstsein getr&uuml;bt sind. Durchgehend ist von Einschr&auml;nkungen und Risiken die Rede, denen die Banker und ihre Kunden ausgesetzt sind, kein Wort zur Ursache dieser Ma&szlig;nahmen, der Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Bezeichnend der Hinweis des Experten der&nbsp; KPMG, wie aus diesem Desaster noch Profit gezogen werden kann. Das gro&szlig;e Thema der n&auml;chsten Jahre sei, wie man nichtdeklariertes Geld wieder legal machen k&ouml;nne. &ldquo;Wir unterst&uuml;tzen Schweizer Banken, die ihren deutschen Kunden bei der Selbstanzeige beim Steueramt helfen&rdquo;. Nat&uuml;rlich bestehe weiterhin ein gro&szlig;er Wachstumsmarkt f&uuml;r Produkte, mit denen die Bankkunden auf legale Weise ihre Steuern optimieren k&ouml;nnen. Diese Unschuldsl&auml;mmer! &ndash; Eine beachtenswerte Belehrung&nbsp; liefert u.a. der Artikel f&uuml;r all diejenigen, die da glauben und verk&uuml;nden, dass nationalstaatliche Alleing&auml;nge in einer globalisierten Welt nicht m&ouml;glich sei: Im japanischen Markt gibt es wegen beh&ouml;rdlichen Auflagen praktisch kein grenz&uuml;berschreitendes Banking, z.B von Singapur aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gemeinsam mit anderen Schwellenl&auml;ndern dr&auml;ngen Latinos auf neues Finanzsystem<\/strong><br>\nBis vor kurzem taten die Industriel&auml;nder so, als verst&uuml;nden sie etwas von Wirtschaft, jetzt zeigt sich, sie wissen &uuml;berhaupt nicht Bescheid!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2009%2F03%2F28%2Fa0117&amp;cHash=fede980550&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>USA: Gro&szlig;verdiener zahlen mehr<\/strong><br>\nDas &bdquo;Stimulus&ldquo;-Paket, das Pr&auml;sident Barack Obama am 17. Februar unterzeichnete, gilt als das gr&ouml;&szlig;te Konjunkturprogramm gegen die aktuelle Krise weltweit. Es umfasst 787 Milliarden Dollar. Die Summe wird nicht sofort wirksam, sondern &uuml;ber die n&auml;chsten drei Jahre. In den Budgets wird ein Viertel 2009 sp&uuml;rbar, die H&auml;lfte 2010, das letzte Viertel 2011. Mehr als ein Drittel entf&auml;llt auf Steuererleichterungen, davon 80 Prozent f&uuml;r Individuen mit unteren und mittleren Einkommen. Gro&szlig;verdiener zahlen k&uuml;nftig mehr. 18 Prozent des &bdquo;Stimulus&ldquo; flie&szlig;en an Einzelstaaten und Kommunen, woraus die ihre in der Krise steigenden Gesundheits- und Sozialausgaben abdecken. 45 Prozent sind f&uuml;r Sozialprogramme und Investitionen auf Bundesebene reserviert, darunter Arbeitslosenhilfe und Umschulung. Das Paket ist also auch der Ersatz f&uuml;r die in den USA fehlende deutsche Sozialversicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/art271,2761854?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagespiegel<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Barak Obama kn&uuml;pft, indem er die Steuers&auml;tze f&uuml;r Arme senkt und die S&auml;tze f&uuml;r Reiche erh&ouml;ht, an den New Deal von Roosevelt an. Aus dieser Zeit stammt u.a. die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns. Beide Ma&szlig;nahmen w&uuml;rden auch unserer Regierung gut anstehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>USA schicken noch mehr Truppen nach Afghanistan<\/strong><br>\nAuch Gro&szlig;britannien will Truppen aufstocken, w&auml;hrend afghanische und pakistanische Taliban st&auml;rker kooperieren und zusammen k&auml;mpfen wollen.\n<p>Vor dem Nato-Gipfel, auf dem das 60-j&auml;hrige Bestehen des Milit&auml;rb&uuml;ndnisses gefeiert wird, geht es neben der Erweiterung und der Entscheidung f&uuml;r den neuen Generalsekret&auml;r vor allem um Afghanistan. US-Pr&auml;sident Barack Obama hat bereits seine Strategie bekannt gegeben, um das Feld f&uuml;r die anderen Nato-Partner zu markieren und klar zu stellen, dass die USA milit&auml;risch, zivil und diplomatisch weiterhin die F&uuml;hrungsrolle beanspruchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30017\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschlands magers&uuml;chtiger Staat und die skandinavische Alternative<\/strong><br>\nWer die Entstehung von Armut an der Quelle angehen will, wer es ernst meint mit Chancengleichheit, darf nicht an einem subsidi&auml;ren Sozialstaat festhalten. Subsidi&auml;r hei&szlig;t: nachsorgend reparieren. Menschen sind aber keine Maschinen. Verwahrloste Kinder &ndash; rund 100.000 gibt es nach Einsch&auml;tzung des Bundes deutscher Kriminalbeamter &ndash; tragen dauerhafte Sch&auml;den davon, wenn die Gesellschaft ihnen nicht fr&uuml;h wirksame Hilfe zukommen l&auml;sst. Diese fr&uuml;he Hilfe ist in Deutschland die absolute Ausnahme, das Gerede vom vorsorgenden Sozialstaat reines Wortgeklingel.\n<p>Skandinavien h&auml;lt uns in vielfacher Hinsicht den Spiegel vor.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.forum-neue-politik-der-arbeit.de\/content\/workshop\/2009\/Skandinavien\/Cornelia_Heintze,_Ungleichheitsgesellschaft.pdf\">Quelle: forum-neue-politik-der-arbeit.de [PDF &ndash; 322 KB] <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Bertelsmann Stiftung verliert bei den Gewerkschaften weiter an R&uuml;ckhalt \/ GEW vor Aufk&uuml;ndigung der Zusammenarbeit<\/strong><br>\nWill die Bertelsmann-Stiftung erfolgreich sein, dann braucht sie gesellschaftliche Akzeptanz. Doch die schwindet zunehmend. Nicht nur linke Gruppen kritisieren die Reformwerkstatt. Vor allem das Verh&auml;ltnis zu den Gewerkschaften muss mittlerweile als nachhaltig gest&ouml;rt bezeichnet werden. \n<p>So hat der Verdi-Bundesvorstand per Beschluss, der von der Basis durchgesetzt wurde, die Zusammenarbeit auf Eis gelegt. Und bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) waren es die Landesverb&auml;nde Hessen, Bremen und Bayern, die nicht mehr mit den G&uuml;terslohern kooperieren m&ouml;chten.<\/p>\n<p>In gleich f&uuml;nf Antr&auml;gen, die ganz oben auf der Tagesordnung stehen, fordern die Landesverb&auml;nde Niedersachsen, Bremen, Hessen, Bayern sowie der Bundesfachgruppenausschuss Gymnasien in unterschiedlicher Sch&auml;rfe und Nuancierung das Ende der Zusammenarbeit mit der Stiftung.<\/p>\n<p>Begr&uuml;ndet wird der m&ouml;gliche Beschluss &uuml;ber das Ende der Zusammenarbeit damit, dass die bildungspolitischen Ziele von GEW und Stiftung &ldquo;gegens&auml;tzlich sind&rdquo;. Dazu formulieren die Gewerkschafter: &ldquo;Leitlinie der GEW-Bildungspolitik sind &Ouml;ffentlichkeit, Staatlichkeit, Steuerfinanzierung und Demokratisierung; dem stehen die Leitlinien der Bertelsmann-Stiftung &ndash; Wettbewerb, Markt, F&uuml;hrung, Effizienz und Effektivit&auml;t &ndash; diametral entgegen.&rdquo; Kritisiert wird zudem, dass Stiftung und Konzern &ldquo;eine Einheit strategischen Handelns&rdquo; bilden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nw-news.de\/nw\/news\/owl_\/_nrw\/?cnt=2922255\">Neue Westf&auml;lische<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>US-Studenten fehlt Geld f&uuml;rs Studium<\/strong><br>\nNach einer Umfrage der American Association of Collegiate Registrars and Admission Officers sitzen etwa 65 Prozent der befragten Hochschulen auf unbezahlten Rechnungen f&uuml;r das kommende Semester. Einige Hochschulen bitten Alumni um Spenden f&uuml;r die Studenten, andere helfen verst&auml;rkt, bei Antr&auml;gen auf staatliche Unterst&uuml;tzung.\n<p>In Gro&szlig;britannien bahnt sich ein Skandal um nicht zur&uuml;ckgezahlte Studienkredite an. Die staatliche Kreditgesellschaft Student Loans Company meldete, dass bis Ende Februar etwa 70 Prozent der EU-Studenten, die in Gro&szlig;britannien studiert haben, ihre Schulden nicht beglichen h&auml;tten. Dadurch seien Au&szlig;enst&auml;nde von bislang 7,6 Mio. Pfund (rund 8,5 Mio. Euro) aufgelaufen. Die britische Regierung wies den Bericht zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Wirtschaftskrise-an-Hochschulen-US-Studenten-fehlt-Geld-f%FCrs-Studium\/493163.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Zahl der Studienberechtigten 2008 um 1,7% gestiegen<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben im Jahr 2008 nach vorl&auml;ufigen Ergebnissen rund 441 700 Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler in Deutschland die Hochschul- oder Fachhochschulreife erworben, das sind 1,7% (+ 7 200) mehr als im Vorjahr. Aufgrund der Verk&uuml;rzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre erwarben in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2008 zwei Schuljahrg&auml;nge die Hochschulreife. Dies f&uuml;hrte dort zu einer starken Zunahme der Studienberechtigten von 56,7%. Dem steht in Sachsen-Anhalt ein R&uuml;ckgang von 37,4% gegen&uuml;ber. Dort waren bereits im Jahr 2007 zwei Schuljahrg&auml;nge aufgrund der Verk&uuml;rzung der Schulzeit aus den Gymnasien entlassen worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2009\/03\/PD09__127__211,templateId=renderPrint.psml\">destatis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schon wieder eine suggestive &ndash; um nicht zu sagen manipulative &ndash; Meldung des Statistischen Bundesamtes. Um daraus wirklich eine Erfolgsmeldung zu machen, m&uuml;sste man auch die demografische St&auml;rke der alterstypischen Jahrg&auml;nge und die Beteiligung der nachr&uuml;ckenden Jahrg&auml;nge an zur Studienberechtigten Schulbildung angeben. <\/em><\/p>\n<p>Jedenfalls relativieren diese Daten die Jubelmeldung vom M&auml;rz <a href=\"?p=3834\">&bdquo;Noch nie gab es so viele Studienanf&auml;nger&ldquo;<\/a>. Dort wird das Studienjahr 2008 mit dem Studienjahr 2003 verglichen und ein Anstieg um + 2,4 (also in f&uuml;nf Jahren) gefeiert. Nun ergibt sich aus der Statistik &uuml;ber die Zahl der Studienberechtigten, dass allein im Jahr 2008 ein Anstieg der Studienberechtigten um 1,7% zu verzeichnen war.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Tausende Menschen demonstrieren gegen die Krisenpolitik<\/li>\n<li>71 Prozent der Deutschen haben das Vertrauen in das Wirtschafts- und Finanzsystem verloren<\/li>\n<li>Bund steigt bei HRE ein<\/li>\n<li>50 Millionen f&uuml;r`s Versagen<\/li>\n<li>Bad Commerzbank<\/li>\n<li>D&auml;monisierung der Proteste gegen den G20-Gipfel in London<\/li>\n<li>Thomas Fricke &ndash; Patzig in die Depression<\/li>\n<li>Aktiv aus der Krise<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3857\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3857","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3857","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3857"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3857\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3857"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3857"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3857"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}