{"id":38587,"date":"2017-06-04T12:00:14","date_gmt":"2017-06-04T10:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38587"},"modified":"2017-06-04T15:28:49","modified_gmt":"2017-06-04T13:28:49","slug":"merkels-bierzeltrede-zeitenwende-oder-wahlkampf-das-sagen-nachdenkseiten-leserinnen-und-leser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38587","title":{"rendered":"Merkels Bierzeltrede \u2013 Zeitenwende oder Wahlkampf? Das sagen NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser"},"content":{"rendered":"<p>Unsere Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38502\">Merkels Geheimplan &ndash; sind wir Zeugen einer historischen Zeitenwende?<\/a>&ldquo; (Jens Berger) und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38529\">&bdquo;Merkels &bdquo;Geheimplan&ldquo; ist vermutlich vor allem ein cleverer Wahlkampftrick&ldquo;<\/a> (Albrecht M&uuml;ller) haben bei unseren Lesern ein gro&szlig;es Echo ausgel&ouml;st. Uns erreichten &uuml;ber 100 Leserbriefe zum Thema &ndash; stets konstruktiv und in den meisten F&auml;llen interessant und lehrreich. Wir k&ouml;nnen uns nur wiederholen: Was w&auml;ren wir ohne Sie, unsere Leser? Heute m&ouml;chten wir Ihnen eine Auswahl der interessantesten Leserbriefe vorstellen. <strong>Jens Berger<\/strong> und <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\nsehr geehrtes Team von den Nachdenkseiten,<\/p><p>gerne schicke ich Ihnen meine Gedanken zu Ihrem Artikel &uuml;ber Merkels &ldquo;Geheimplan&rdquo;.&nbsp;<\/p><p>Eine deutsche Vormachtstellung in Europa? Ja, nat&uuml;rlich denke ich auch, dass Merkel und Co. die anstreben. Aber warum sollte das mit einem zur&uuml;ckgehenden Einfluss der USA in Europa bzw. einer gr&ouml;&szlig;eren Unabh&auml;ngigkeit Europas von den USA einhergehen? K&ouml;nnte es nicht vielmehr sein, dass eine deutsche Vormachtstellung in Europa gerade auch im Interesse der USA ist ? Ist Deutschland unter den gro&szlig;en europ&auml;ischen Vasallen nicht der treueste des Imperiums (w&auml;hrend etwa Frankreich immer wieder von &ndash; nicht nur milit&auml;rischen &ndash; Alleing&auml;ngen tr&auml;umt). Ist es f&uuml;r ein Imperium nicht einfacher einen Vasallen mit lokaler Vormachtstellung &uuml;ber die Untervasallen zu haben, als die alle einzeln kontrollieren zu m&uuml;ssen? Sind nicht gerade die h&ouml;heren Milit&auml;rausgaben, die jetzt (auch) angeblich wegen der Unzuverl&auml;ssigkeit der USA &ldquo;gebraucht&rdquo; werden, nicht genau das, was die USA ohnehin seit langem einfordern?<\/p><p>Ich f&uuml;rchte bei Ihrer Formulierung &ldquo;Wenn Europa sich aus den Klauen der aggressiven amerikanischen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik befreit, ist dies zun&auml;chst nat&uuml;rlich ein Grund zur Freude.&rdquo; war dann doch leider nur der Wunsch Vater des Gedankens.&nbsp;<\/p><p>Sch&ouml;nen Gru&szlig;<br>\nJT<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<br>\n&nbsp;<br>\nich habe so meine eigene Deutung der &bdquo;Bierzeltrede&ldquo; dieser, unserer Kanzlerin, die zurecht als aus den USA ferngesteuerter Hosenanzug bezeichnet wird. Und diese Deutung &nbsp;ist wesentlich einfacher als es die tiefgreifenden Analysen von angeblich &bdquo;deutschem Hegemonialbestreben&ldquo;, &bdquo;Merkels Geheimpl&auml;nen&ldquo; und so weiter und fort glauben machen wollen. . Ist alles nicht viel banaler, als all die Analysten und Kommentatoren meinen, interpretieren zu m&uuml;ssen? Wahlkampf, Bierzelt, Stammtisch, Populismus. War und ist da nicht was? Dem Volk nach dem Mund reden, um mit falschen &bdquo;Versprechungen&ldquo; die anstehende Wahl zu gewinnen? Kennen Merkels Wahlstrategen doch all die Umfragen, nach denen &nbsp;die Menschen hierzulande die Nase voll haben von den kriegerischen USA, unserem Vasallentum, von Aufr&uuml;stung und weltweiten neokolonialen und imperialistischen Kriegen, allesamt angezettelt von den angeblich doch so &bdquo;guten&ldquo; USA, unserem wichtigsten Verb&uuml;ndeten? Und jetzt, p&uuml;nktlich zum Auftakt des &bdquo;hei&szlig;en Wahlkamps&ldquo; stellt Merkel, die &uuml;berzeugte Atlantikerin, die bislang treueste Vasallin der USA, die bislang jede Schweinerei des gro&szlig;en Bruders f&uuml;r gut und richtig befand und bis heute tatenlos zusieht (oder, weil erpressbar aufgrund uns unbekannter dunkler Flecken in ihrer DDR-Politkarriere, zusehen MUSS), wie unser Land, die Menschen und s&auml;mtliche Unternehmen von den USA fl&auml;chendeckend bespitzelt und ausspioniert werden, die bisherige Vasallentreue in Frage ?? Den Menschen, die ihr das abnehmen und sie und ihre Partei in hoffnungsvoller Erwartung auf eine Losl&ouml;sung von den verbrecherischen USA im September w&auml;hlen, werden nach der Wahl die Augen ge&ouml;ffnet. Aber vielleicht fordert Merkel bei einem ihrer n&auml;chsten Bierzeltauftritte ja auch noch ein Ende der uns schadenden Sanktionen gegen Russland. Und das wird ihr dann, sollten ihr die Menschen dies auch tats&auml;chlich noch glauben, mit Sicherheit den Wahlsieg bringen.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDr. Wilhelm Schneider<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\nliebe NDS-Redaktion,<br>\n&nbsp;<br>\nja ist denn heut schon wieder der 1. April? So k&ouml;nnte k&ouml;nnte man staunend fragen, wenn man von Merkels Geheimplan, Deutschland zur Hegemonialmacht in Europa zu machen, h&ouml;rt. Doch ist ein solcher Plan schon alt, in leichter Abwandlung geh&ouml;rte es schon zu den deutschen Kriegszielen des 1. Weltkrieges einen mitteleurop&auml;ischen Zoll- und Wirtschaftsverband zu bilden, um die anderen L&auml;nder zu beherrschen. Auch in Mitte der 1980er Jahre tr&auml;umte Westdeutschland davon, mit Unterst&uuml;tzung der Amerikaner,&nbsp;F&uuml;hrungsmacht in Europa zu werden.&nbsp;<\/p><p>Damals beklagten konservative Kr&auml;fte den Niedergang traditioneller Werte, sowie den geringen Nationalstolz (!!). Aufgrund dieser &ldquo;Sinnkrise&rdquo; sah man die Gefahr politischer Instabilit&auml;t im Innern, aber auch die Beeintr&auml;chtigung der Machtentfaltung in den internationalen Beziehungen. Was nottut liegt auf der Hand: &ldquo;Geistige F&uuml;hrung, St&auml;rkung der nationalen Identit&auml;t und eine Wiederweckung jener Werte, Erfahrungen und Tugenden, die die St&auml;rke unseres nationalen Erbes vor Hitler, trotz und gegen Hitler und nach Hitler gewesen sind.&rdquo; (Ludolf Herrmann)<\/p><p>Dazu noch einige Statements aus diesen Jahren: Es gehe darum, das Selbstbestimmungsrecht der Deutschen zum Eigeninteresse der internationalen Umwelt zu machen (Weidenfeld, Ratloses Nationalgef&uuml;hl, 1984). Die Deutschen m&uuml;ssen europ&auml;ische F&uuml;hrungsimpulse freisetzen &ndash; das ist Teil ihrer Staatsr&auml;son. (Weidenfeld, Die Deutschen als emanzipierte Europ&auml;er. Zur europapolitischen Strategie der Bundesrepublik Deutschland). Kurzum: Deutschland muss F&uuml;hrungsmacht werden. Die Grundlagen sind zuvor getroffen worden &ndash; West-Deutschland war milit&auml;risch und &ouml;konomisch st&auml;rkste Macht in Europa.&nbsp;<em>&ldquo;Der Einfluss der Bundesrepublik reicht schon jetzt bis ins Nervenzentrum weltpolitischen Krisenmanagements&rdquo;<\/em>.&nbsp;(Lothar Sp&auml;th, Wende in die Zukunft, Reinbek 1985).&nbsp; Die Bundeswehr hat hat mehr als jede andere Institution Einfluss und Gewicht der Bundesrepublik vergr&ouml;&szlig;ert, bei den Verb&uuml;ndeten, aber auch in Moskau. (FAZ 15.11.1985). Europa habe noch immer die Schl&uuml;sselrolle im internationalen M&auml;chtesystem &ndash; Deutschland aber bilde die Mitte von Europa. Es muss also die Aufgabe einer nat&uuml;rlichen F&uuml;hrungsmacht wahrnehmen, denn, wie Bismarck gelehrt habe: &ldquo;Wir werden Amboss, wenn wir nichts tun, um Hammer zu werden&rdquo;. (Michael St&uuml;rmer, Die deutsche Frage als europ&auml;isches Problem, 1984). Vor dem 1. Weltkrieg war Deutschland die schw&auml;chste Weltmacht, aber die gr&ouml;&szlig;te Macht auf dem Kontinent. Die gr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsmacht in Europa ist Deutschland schon wieder, Weltmacht will es noch werden (z.B. st&auml;ndiger Sitz im Weltsicherheitsrat). Eine Kleinigkeit fehlt noch: Verf&uuml;gbarkeit &uuml;ber (eigene) Atomwaffen. Die Stationierung der Atomwaffen wurden unserer damaligen Regierung nicht von den Amerikaner aufgezwungen &ndash; Adenauer hat sie nach der Suez-Krise selbst gefordert (Franz Josef Strau&szlig; hatte bez&uuml;glich Nuklearbewaffnung auch keine Ruhe gegeben). Auch deshalb sucht Deutschland immer wieder den Schulterschluss mit Frankreich (Stichwort: gemeinsame europ&auml;ische Verteidigungspolitik, Deutschland sucht engen Einfluss auf die franz&ouml;sische Atom-Macht zu nehmen). Allem Gerede von &ldquo;Europa muss sein Schicksal selbst in die Hand nehmen&rdquo; zum Trotz &ndash; mehr als siebzig Jahre &ldquo;Amerikaphilie&rdquo; in Deutschland werden nicht durch eine Bierzeltrede beendet. Angela Merkel spricht eine deutliche Mahnung&nbsp;in Richtung der Amerikaner aus, als Schutzmacht an die Seite Deutschlands zur&uuml;ckzukehren, bzw., diese erst gar nicht zu verlassen.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nFrage: Was ist nun das das deutsche, bzw.europ&auml;ische Interesse? Antwort: Deutschland (Europa) so umzugestalten, dass es f&uuml;r alle Einwohner zu einem Land (Kontinent) der friedlichen Arbeit, der kulturellen Entfaltung, der Freiheit von Angst und Not und der Freude am Dasein werden kann. Daraus folgt, dass die Basis der nationalen Interessen in allen b&uuml;rgerlichen Nationalstaaten die gleiche ist. In diesem Sinne w&auml;re Europa dann deutsch und Deutschland europ&auml;isch. M&uuml;ssen wir nur noch Frau Merkel und den Amerikanern klarmachen.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nMit lieben Gr&uuml;&szlig;en&nbsp;<br>\nMichael Wrazidlo<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Lieber Herr Berger,<br>\nmir hat ihr Artikel sehr gefallen und er hat mich zum Weiterdenken angeregt, weshalb ich Ihnen nun schreibe.<\/p><p>Merkel wendet sich nach jahrelanger Treue von den USA ab?&nbsp;<\/p><p>Kann ich mir nicht vorstellt. Merkel ist zu stark abh&auml;ngig. Erst vor kurzem wurde bekundet, wie wichtig die NSA f&uuml;r Deutschland ist.<\/p><p>Der Verlauf der G7 war ausschlaggebend? Wie Sie geschrieben haben: &bdquo;Dass Trump weiterhin auf h&ouml;here Milit&auml;rausgaben der Europ&auml;er pochen und einem offenbar im Vorfeld &uuml;berhaupt nicht abgestimmten Passus zur Klimapolitik nicht zustimmen w&uuml;rde, war klar. Beides ist vor allem innenpolitisch bedingt. Der Rest war Kosmetik.&ldquo; Alles vorhersehbar.<\/p><p>Trump wurde im Vorfeld als der Antipr&auml;sident dargestellt. Merkel hat immer wieder klar Flagge gegen ihn bekundet. In Merkelscher Manier schl&auml;gt sie die Richtung auch nach Trumps Sieg ein und solidarisiert sich weiter mit Obama. Zugehen auf seine Forderungen kann sie &ouml;ffentlich nicht, da sie damit heuchlerisch und schwach erscheinen w&uuml;rde; vor allem vor der Bundestagswahl m&uuml;sste sie zudem heftige Einbu&szlig;en bef&uuml;rchten. Bestes Beispiel ist die Scharade um die Erh&ouml;hung des Verteidigungsetats, die ja schon vor Trump fokussiert wurde. Die Inszenierung muss also weitergehen: Trump als America-first-Ideologe und Merkel als Sch&uuml;tzerin Europas. Ihr Bild wurde nun wunderbar durch die Bierzeltrede (sollte wohl Spontanit&auml;t ausstrahlen) und den FAS-Artikel bekr&auml;ftigt. Netter Nebeneffekt: W&auml;hlergunst bei neuer Zielgruppe gewonnen.<\/p><p>Wie geht es weiter? Problematisch finde ich ist es, dass keiner wirklich von der Schiene abweichen kann, es sei denn eine Bedrohung von au&szlig;en (Russland) wird so &bdquo;stark&ldquo; (hochgepusht), dass die &bdquo;Differenzen&ldquo; vergessen sind. Ich denke, dass es erstmal so weiter geht wie gehabt.&nbsp;<\/p><p>Was bringt das? Es k&ouml;nnen Gesetze und &bdquo;Reformen&ldquo; in Deutschland und in der EU durchgesetzt werden, die den Einfluss Trumps angeblich verringern k&ouml;nnen: Ich denke hier vor allem an neoliberale Gesetze f&uuml;r Unternehmen und zur St&auml;rkung der Wirtschaft. Zudem kann Trump der Schwarze Peter zugeschoben werden, wenn (wieder mal) Abkommen(, die die Lobbyisten auch nicht wollten,) scheitern. Da sein Ruf eh schon ruiniert ist, lebt es sich f&uuml;r ihn ganz ungeniert. Andererseits kann sich Trump als der starke Mann, der angeblich gegen das Establishment ist, inszenieren. Die aktuelle Politik wird ungehindert fortgesetzt werden. Ein Durchblicken durch diese Strukturen und die eigentlichen Ziele dahinter wird f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit aber erschwert.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nProblematisch f&uuml;r Merkel ist nur, dass das europ&auml;ische Ziel des Freihandels von Trump so vehement torpediert wird. Wie das in die von mir gedachte Entwicklung passt, ist mir noch nicht ganz schl&uuml;ssig. Hier k&ouml;nnte es eventuell ein gr&ouml;&szlig;erer Deal dahinter geben. M&ouml;glich w&auml;re, dass der Freihandel mehr auf bilateraler Ebene oder mit bestimmten proamerikanischen Klauseln gearbeitet wird. Als Deal k&ouml;nnte ich mir vorstellen, dass Europa und besonders Merkel mehr &bdquo;Verantwortung in der Welt&ldquo; (=M&ouml;glichkeit f&uuml;r kriegerische Eins&auml;tze und Machtpolitik) einger&auml;umt wird.&nbsp;Merkel hat diese in der Bierzeltrede ja bereits f&uuml;r sich reklamiert.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nMartin W&uuml;nsche<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich teile Ihre Ansicht zu Merkels Masterplan voll und ganz. Ich halte es f&uuml;r ausgeschlossen, dass diese Regierung so etwas wie einen Masterplan f&uuml;r Europa erarbeitet hat. Vielmehr zeichnet sich die GroKo durch ein ewiges &lsquo;Herumwurschteln&rsquo; aus; es wird an diesem und jenen Schr&auml;ubchen gedreht, aber Reformen, die den Namen auch verdienen und der Allgemeinheit dienen, bringt diese Koalition nicht zustande ! Es soll ja auch alles so bleiben. F&uuml;r gewisse Kreise l&auml;uft die Sache ja ganz prima, die Profite steigen &hellip;<\/p><p>Ich schlie&szlig;e mit einem Spruch von Volker Pispers : &lsquo;Die Merkel hat gar kein Interesse an Politik. Die ist einfach nur gerne Kanzlerin !&rsquo;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nKlaus Fischer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Lieber Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nich finde, diesem gespielten Zwist wird in der &Ouml;ffentlichkeit zu viel Aufmerksamkeit zu teil. Es verh&auml;lt sich meiner Meinung nach &auml;hnlich wie bei der Nominierung von Herrn Schulz als SPD-Vorsitzenden. Wir erinnern uns. Die SPD brauchte eine neue Fassade &ndash; die bekam sie mit Schulz. Wir erinnern uns aber auch, dass sich nichts am Inhalt &auml;nderte. Vage Andeutungen, dabei blieb es.<br>\n&nbsp;<br>\n&Auml;hnlich sehe ich es hier. Trump dient lediglich als S&uuml;ndenbock zur Durchsetzung der neoliberalen\/neokonservativen Agenda. Fr&uuml;heres Beispiel: Freihandel. Da speit er einmal gegen den Freihandel und pl&ouml;tzlich sahen sich die Gr&uuml;nen gen&ouml;tigt, CETA zu unterst&uuml;tzen, um gegen Trump zu sein. Nun ist Europa gerade auf einem Nationalisten-Trip. Da l&auml;sst es sich dem kriegsm&uuml;den, desillusionierten B&uuml;rger leichter verkaufen, dass man fortan selber f&uuml;r die Landesverteidigung aufkommt als es in US-Knechtschaft fortzuf&uuml;hren.<br>\n&nbsp;<br>\nDe facto fahren die EU-L&auml;nder (allen voran Deutschland) aber weiter den 2%-NATO-Budget-Kurs und bleiben somit auf Linie. Last but not least sollte man nicht vergessen, dass wir ein von US-Milit&auml;rbasen &uuml;berpflastertes Land sind. Man kann nicht ernsthaft glauben, dass die Amerikaner einem Land mit stationierten Atombomben freie, milit&auml;rische Hand lassen. Das ist t&ouml;richt &amp; naiv.<br>\n&nbsp;<br>\nGr&uuml;&szlig;e,<br>\nDaniel Schulz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>danke f&uuml;r Ihren heutigen Beitrag zum Thema &ldquo;Merkels Geheimplan &ndash; sind wir Zeugen einer historischen Zeitenwende?&rdquo; und die Anregung einer offenen Debatte dazu.<\/p><p>Als Erstes m&ouml;chte ich Sie darauf hinweisen, dass es eine erstklassige franz&ouml;sische Hintergrundanalyse von Emmanuel Todd aus dem Jahr 2014 dazu gibt. Diese habe ich in 3 Teilen auf <a href=\"https:\/\/hintermbusch.wordpress.com\/2017\/04\/06\/ein-deutsch-amerikanischer-konflikt\/\">meinem Blog<\/a> &uuml;bersetzt. Der dritte Teil besch&auml;ftigt sich eben mit der M&ouml;glichkeit eines kommenden Konflikts zwischen den USA und einem &ldquo;deutschen Europa&rdquo;:<\/p><p>Donald Trump k&ouml;nnte durchaus so etwas sein wie das amerikanische Erwachen f&uuml;r die deutsche Gefahr. Was f&uuml;r ein Zufall, dass vor wenigen Tagen Zbigniew Brzezinski gestorben ist, den Todd im zweiten Teil der Analyse ausdr&uuml;cklich erw&auml;hnt und hart kritisiert hat! Ist auch das &uuml;beraus trumpelige Vorgehen von Trump wirklich Zufall? Todds Analyse st&uuml;tzt bestens die in den Nachdenkseiten ge&auml;u&szlig;erte Vermutung, dass Angela Merkels Regierung hier zielstrebig eine Chance nutzt, um sich zum Hegemon &uuml;ber Europa aufzuschwingen, und nicht etwa passiv und notgedrungen auf den &ldquo;b&ouml;sen&rdquo; Trump reagiert.<\/p><p>Wer sich aber auf Todds bestechende Tiefen- und Langfrist-Analysen st&uuml;tzt, muss auch sein Werturteil zur Kenntnis nehmen, mit dem er die amerikanische Hegemonie der deutschen entschieden vorzieht. Gerade weil er 2002 in seinem Bestseller &ldquo;Weltmacht USA: ein Nachruf&rdquo; eine so hervorragende und unbestechliche Analyse des amerikanischen Niedergangs abgegeben hat, sollten wir uns jetzt h&uuml;ten, die Freude &uuml;ber die &ldquo;Befreiung aus der aggressiven amerikanischen Au&szlig;enpolitik&rdquo; die Oberhand gewinnen zu lassen &uuml;ber die Sorge, dass es mit Deutschland eine noch schlimmere Wendung nimmt. Die Risiken, die Angela Merkels Regierungen in den letzten Jahren sehenden Auges oder aktiv aufgeh&auml;uft haben, bilden zusammen eine brisante Mischung. Und insbesondere die Tatsache, dass sie diese Risiken teilweise unter amerikanischen Augen und mit amerikanischem Lob aufgeh&auml;uft haben, sollten uns doppelt vorsichtig werden lassen.<\/p><p>Ich halte (mit Todd) die Wahrscheinlichkeit, dass sich Deutschland hier v&ouml;llig verhebt (oder gar in eine Falle locken l&auml;sst), f&uuml;r au&szlig;erordentlich hoch. Dar&uuml;berhinaus bringt die Hegemon-Rolle au&szlig;er Lasten der alternden und wirtschaftlich v&ouml;llig einseitig aufgestellten deutschen Bev&ouml;lkerung nichts.<br>\nIch w&uuml;rde mir sehr w&uuml;nschen, dass die Nachdenkseiten in dieser Frage eine wirklich offene Debatte anregen und sich dabei auch bem&uuml;hen, sich von linker Deutscht&uuml;melei freizumachen. Wir befinden uns in einer brandgef&auml;hrlichen historischen Situation, wie auch diese Beitr&auml;ge von Todd nahelegen.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDr. Andreas M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrte &nbsp;Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>ihr Artikel ist schon zutreffend, meiner Meinung nach, aber er greift immer noch zu kurz. Gehen wir doch einmal davon aus, im machiavellistischen Sinne, dass Deutschland f&uuml;r die herrschende Klassen in den USA eine Art Bundesstaat darstellt das nur f&uuml;r die Erf&uuml;llung der eigenen Interessen da ist, dann sieht diese Betrachtung etwas anders aus. Dann erf&uuml;llt Deutschland durchaus die transatlantischen Interessen indem es die konkurrierenden L&auml;nder Europas in die Ecke stellt und durch den direkten Einfluss der USA auf die deutsche Politik direkt auch deren Nutznieser ist. Deutschland steht auf der Verpackung und USA steckt drin. Dann macht auch das ganze Gepl&auml;nkel Sinn was die europ&auml;ische Union angeht, die Handlungen des IWF, was die Troika macht usw. usw. usw. den amerikanischen Handlungsspielraum zu sichern.<\/p><p>Da es meines Wissens nach keine belegten Dokumente &uuml;ber die deutsche Politik nach 1990 gibt (siehe Foschepoth) dr&auml;ngt sich der Verdacht auf, dass die USA sich Vormacht &uuml;ber die deutsche Politik gesichert hat, sonst w&auml;re auch so manches Gebaren unserer &ldquo;F&uuml;hrungseliten&rdquo; kaum vorstellbar.<\/p><p>Die Quintessenz lautet ohne Deutschland gibt es keine F&uuml;hrungsrolle der USA in Europa.<\/p><p>PS: Sonst w&uuml;rde nicht dauernd Herr Kornblum als Blockwart der deutschen Unabh&auml;ngigkeit in allen m&ouml;glich Talkshows herumlungern um als Diskussionskorrektiv Einfluss zu nehmen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en und WEITER SO<\/p><p>S. Walker<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>ich teile Jens Berger&rsquo;s Gef&uuml;hl. Da nutzt man die Gunst der Stunde und die deutschen Medien jubeln &ndash; Amerika-Bashing ist en vogue geworden, was bis vor kurzem noch undenkbar gewesen w&auml;re.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Der nicht unproblematische Aufruf f&uuml;r mehr europ&auml;isches, aber auch nationales Selbstbewusstsein war sicherlich kein Wahlkampfman&ouml;ver (wie bei ihrem leichtf&uuml;&szlig;igen Vorg&auml;nger Schr&ouml;der), aber er k&ouml;nnte dennoch den Ton setzen f&uuml;r den Endspurt im Wahlkampf.&rdquo; (Ulf Poschardt, &ldquo;Die Welt-Online&rdquo;, 29.05.2017)\n<\/p><\/blockquote><p>Und gerade mit diesem &ldquo;nationalen Selbstbewusstsein&rdquo; schl&auml;gt Merkel zwei Fliegen mit einer Klappe.<\/p><p>Zum Einen hat man die Chance erkannt sich von Amerika ein St&uuml;ck weit emanzipieren zu k&ouml;nnen &ndash; so richtig mag ich das noch gar nicht glauben k&ouml;nnen &ndash; und zum Anderen nimmt man all denen den Wind aus dem Segel, die mehr Vertretung nationaler Interessen einfordern. Die Problematik des Neoliberalismus bleibt unber&uuml;hrt und wird wohl im Taumel deutscher Gro&szlig;machtsfantasien untergehen. Wen interessiert denn da noch Innen- und Sozialpolitik?<\/p><p>Auch wenn ich die Begeisterung der Medien nicht teile, aber damit &ndash; sollte sich nichts gravierendes mehr &auml;ndern &ndash; hat Merkel sich die Kanzlerschaft f&uuml;r vier weitere Jahre gesichert.<\/p><p>Hinsichtlich dieser Perspektive bin ich gespannt, wie sich das k&uuml;nftige Verh&auml;ltnis zu Russland gestalten wird, denn auch da g&auml;be es Optionen, die eine Zeitenwende im positiven Sinne einl&auml;uten k&ouml;nnte.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e aus dem Saarland,<br>\nKris Schulte<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>wir sollten sowohl Trump als auch Merkel nicht &uuml;bersch&auml;tzen. Trump hat sich &uuml;ber den apolitischen Fl&uuml;gel der Republikaner &lsquo;qualifiziert&rsquo; (Chomsky ist der Meinung, dass die Republikaner in der Reagan-&Auml;ra von der Machtelite gekapert wurde und, damit die 0,001% bei Wahlen bestehen kann, Wahlk&auml;mpfe mit radikalen Ansichten machen muss (Klima, Abtreibung, Ablehnung des Staatwesens, Cowboymentalit&auml;t &hellip;)). Augenblicklich l&auml;uft alles zu ihrer Zufriedenheit. Falls er keine Einfuhrz&ouml;lle verh&auml;ngt, macht er im Sinne der Machtelite alles richtig. Und Merkel? Sie erf&uuml;llt die Vorgaben dieser Machtelite. Sie soll den amtierenden Poltergeist in die Schranken weisen &ndash; und das macht sie ordentlich. Merkel ist meiner Meinung nach eine Erf&uuml;llungsgehilfin der Nato, der Transatlantiker, der Gro&szlig;industrie, des Geldadels. Dass sie oberfl&auml;chlich betrachtet als m&auml;chtige Frau mit eigenst&auml;ndigen Gedanken und Machtanspruch daherkommt, ist eine Schmeichelei ohne Wahrheitsgehalt.<\/p><p>Die Machtelite braucht Kriege und Handel. Nur so kann man Gewinne generieren und noch reicher werden. Eingeengt formuliert: Trump muss Kriege liefern und Merkel muss stillhalten, Merkel muss Handel liefern und Trump muss stillhalten.<\/p><p>Der Geheimplan stammt nicht von Merkel.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nEdmund Hagmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>die Szenarien, die Sie in Ihrem Artikel aufzeigen, widerspiegeln vielleicht das Wunschdenken einiger Strategen in den Hinterzimmern der Macht. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass ein Hegemonialstreben Deutschlands in Europa durchsetzbar ist. Daf&uuml;r gibt es viele Gr&uuml;nde. Um dies plausibel darzustellen, m&uuml;sste man allerdings hinter die Kulissen schauen k&ouml;nnen. Dennoch hierzu einige verstreute Gedanken<\/p><ol>\n<li>Die meisten &Uuml;berlegungen gehen davon aus, dass Frau Merkel die starke Frau im Zentrum der Macht ist. Das halte ich f&uuml;r v&ouml;llig abwegig. Sie kann keine Strategien entwerfen. Wenn sie wirklich gefordert ist, kommen solche Entscheidungen zustande wie 2015 auf dem Gipfel der Fl&uuml;chtlingskrise. Ansonsten ist sie ja bekannt daf&uuml;r, dass sie gerne mal auf Tauchstation geht und abwartet, in welche Richtung sich der Wind dreht. Ihre St&auml;rke liegt wohl eher darin, die Konzepte moderat zu verkaufen, die Ihr auf den Weg mitgegeben werden. Die Frage muss also lauten, welche Think Tanks die politischen Vorgaben erarbeiten und vor allem, wie diese besetzt sind und welchen Interessen sie dienen.<\/li>\n<li>Ich glaube nicht, dass eine nationale oder im europ&auml;ischen Sinne ausgerichtete Politik der Masterplan f&uuml;r die Zukunft ist. Es gibt gen&uuml;gend Publikationen dar&uuml;ber, die zeigen, dass die internationale Politik k&uuml;nftig zunehmend durch die Interessen der Konzerne bzw. des Kapitals gesteuert wird. Die nationale Politik schafft daf&uuml;r nur die Freir&auml;ume und wenn es geht, in einem m&ouml;glichst gro&szlig;en Rahmen. TTIP ist daf&uuml;r ein Beispiel, die Eigent&uuml;merstruktur der gro&szlig;en internationalen Konzerne ein anderes. Welcher Raum ist da noch f&uuml;r die Entfaltung nationaler politischer Interessen, au&szlig;er, sich diesen Kapitalinteressen dienstbar zu machen?<\/li>\n<li>Allein aus dem Machtanspruch, der sich aus der Rolle eines Gl&auml;ubigers ergibt, lassen sich Europa und die Welt nicht dauerhaft bevormunden. Abgesehen von dem riesigen finanziellen Loch, welches in Summe in den &lsquo;S&uuml;dl&auml;ndern&rsquo; aufgerissen ist, wird sich die Bev&ouml;lkerung dieser L&auml;nder nicht ewig auf der Nase herumtanzen lassen, zumal dort ein starkes Nationalbewusstsein ausgepr&auml;gt ist. Nicht anders ist es in den Visegr&aacute;d-Staaten. Und die sind noch nicht einmal in diesem Ma&szlig;e verschuldet. Man kann sich nicht vorstellen, dass sich Polen als starke Kraft in dieser Allianz ans G&auml;ngelband legen l&auml;sst. K&ouml;nnte man sich denn unter den allgemeinen Aufl&ouml;sungserscheinungen vorstellen, dass &Ouml;sterreich unter einem neuen Kanzler an alte Traditionen ankn&uuml;pft und sich dort andockt, um v&ouml;llig neue Synergien f&uuml;r sich nutzbar zu machen? Deutschland sollte sich doch nicht in dem Glauben wiegen, &uuml;berall als die beliebteste Nation auf dieser Welt angesehen zu werden. Es ist zwar nur ein Nebenkriegsschauplatz, aber die jeweils letzten Pl&auml;tze beim Eurovision Song Contest der letzten Jahre sind nicht allein darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass Deutschland die schlechtesten Lieder gesungen hat.<\/li>\n<li>Eine Befreiung aus der amerikanischen Vormachtstellung kann ich nicht erkennen. Man darf doch den derzeitigen Dauerbeschuss des Pr&auml;sidenten nicht mit einer allgemeinen Abnabelung von den transatlantischen Beziehungen verwechseln. Die alten Verbindungen zum Tiefen Staat scheinen ja immer noch gut zu funktionieren. Letztendlich ist das derzeitige Verhalten bestenfalls eine grobe Unsportlichkeit, weil die allgemeinen Spielregeln verletzt werden. In der Vergangenheit haben die unterlegenen Parteien den Machtverlust in den USA (und die damit verbundene zeitweilige Verm&ouml;gensumverteilung) f&uuml;r die Dauer von ein oder zwei Legislaturperioden immer akzeptiert. Jetzt haben wir es mit einer neuen Qualit&auml;t in diesem Spiel zu tun.<\/li>\n<li>Sollte es aber entgegen (4) doch zu einer neuen Machtverteilung mit einem unabh&auml;ngig starken Europa\/Deutschland kommen, dann darf auch die vern&uuml;nftige Frage erlaubt sich, ob damit nicht auch die Beziehung zu Russland auf eine v&ouml;llig neue qualitative Ebene gehoben werden kann. Ein solches Konglomerat w&auml;re sicher auf lange Sicht ein Garant f&uuml;r Sicherheit und wirtschaftlichen Aufschwung zum Vorteil aller Beteiligten.<\/li>\n<\/ol><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBj&ouml;rn Ehrlich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Hallo, NDS,<\/p><p>in durchaus richtungslosen Zeiten f&uuml;r Regierende und Regierte, sind Interpretationen in alle Richtungen doch nichts Au&szlig;ergew&ouml;hnliches.<\/p><p>Ich versuche mal, die Bierzeltworte unserer Kanzlerin im Zusammenhang mit dem G-7- und dem NATOtreffen zu sehen. Sind die Ergebnisse der Treffen tats&auml;chlich so nieder schmetternd gewesen, dass sie Anlass w&auml;ren f&uuml;r, wenn nicht &ldquo;tektonische&rdquo;, so doch mindestens &ldquo;historische&rdquo; Schnellsch&uuml;sse? Ich denke, dem ist nicht so. Merkel liefert meinen &ldquo;Lieblingszeitungen&rdquo; WP und NYT, DAS Fressen, aus dem die Zeitungen leicht eine Antipathie Trumps, Europa gegen&uuml;ber, ableiten k&ouml;nnten. Diese Medien warten nur darauf, dass Trump einmal eine total ungesch&uuml;tzte Flanke anbietet.<\/p><p>Merkel&rsquo;s Geheimplan (und selbst die Bierzelt&auml;u&szlig;erungen) enth&auml;lt kiloweise Sprengstoff; und der Plan wird ihr noch von Seiten der USA auf die F&uuml;&szlig;chen fallen. Man k&ouml;nnte, w&uuml;sste man es nicht besser, Frau Merkel beinahe eine Bierlaune unterstellen. KEIN Ort f&uuml;r solche Aussagen! Stammt vermutlich aus dem Fundus &ldquo;Wir schaffen das&rdquo;!<\/p><p>Trump wird reagieren (m&uuml;ssen?) &ndash; und er wird seinen Zuh&ouml;rernInnen beim Treffen unterstellen, ihn total missverstanden zu haben. Dann steht Frau Merkel da mit ihrem Spruch, jener, mit den versteckten Strategieambitionen. Selbst wenn sie das konsequent weiter verfolgen w&uuml;rde, was l&auml;ge n&auml;her, als ihr eine deutsche und KEINE europ&auml;ische Strategie zu unterstellen? Welcher Art Strategie &ndash; eine europ&auml;ische NEBEN der NATO? Artikel 5 des NATO-Vertrages (B&uuml;ndnisfall) in doppelter Ausf&uuml;hrung? Oder ist es gar eine neoliberale Strategie? Wer w&uuml;rde mir mal die unterschiedlichen Strategien (Ziele) erkl&auml;ren wollen?<\/p><p>Vermutlich wird auch Frau Merkel ihre Biers&auml;tze relati(b)vieren&hellip;Wenn nicht? Vor allem die Osteurop&auml;er, allen voran Herr Orban, sind doch spezialisiert darin, ihr Alleing&auml;nge vorzuwerfen&hellip;War das wieder einer?<\/p><p>Trump w&uuml;rde ihr das (eigene europ&auml;isch\/deutsche Wege zu gehen) auch nie verzeihen und ich bin auch echt gespannt, wie Macron mit dieser Situation umgehen wird.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nWilfried Schmitt<\/p><p>PS. Danke f&uuml;r Ihre hervoragende Aufkl&auml;rungsarbeit in Zeiten, in denen Wahrheiten nichts mehr z&auml;hlen! Sie haben zudem extrem kurze Halbwertzeiten&hellip;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrte Nachdenkseitenredaktion,<\/p><p>Ich meine das die in den Nachdenkseiten vertretene Sichtweise in dieser Sache und auch in Bezug auf die Wahl Macrons zu pessimistisch ist.<\/p><p>Sicher, in Berlin wird schon seit l&auml;ngeren heimlich vom alten Glanz getr&auml;umt. Ja, Angela Merkel ist wie keine Zweite &nbsp;die Kandidatin des von Trump verschreckten globalen Kapitals. Ja, Macron ist ein Investmentb&auml;nkerm&auml;nnlein wie sie schon so viele die politische B&uuml;hne bev&ouml;lkern. Aber gerade weil Merkel und Macron &nbsp;&bdquo;Kandidaten der mutlosen Vernunft&ldquo; sind, werden sie sich den geostrategischen tektonischen Verschiebungen die durch Trump und Brexit sichtbar geworden sind, nicht entziehen k&ouml;nnen.&nbsp;<\/p><p>Kontinentaleuropa wird eine deutsche Instrumentalisierung der EU als Machtmittel schlicht nicht hinnehmen. Macron wird &bdquo;Reformen&ldquo; nach dem Vorbild Schr&ouml;ders nicht ohne massive Widerst&auml;nde durchsetzen k&ouml;nnen. Er wird einen Preis anbieten m&uuml;ssen, und dieser wird vermutlich sein, Deutschland auf einen sozialeren Kurs in Bezug auf Resteuropa zu zwingen. Dabei wird er ohne Zweifel die Unterst&uuml;tzung der &bdquo;&Auml;rmeren&ldquo; &nbsp;EU-Mitglieder finden. Deutschland ist auf die EU angewiesen und wird sp&auml;testens nach der Wahl Kompromisse machen m&uuml;ssen.&nbsp;<\/p><p>Deutschland hat England als Partner und Buhmann f&uuml;r eine reine Freihandels-EU verloren. So ist zu vermuten das die EU als ganzes &bdquo;Linker&ldquo; wird m&ouml;gen die K&ouml;pfe diese Wende durchf&uuml;hren m&uuml;ssen auch &bdquo;neoliberal&ldquo; sein. Hier gleicht die Situation den Neunziger Jahren, als weltweit linke Parteien gew&auml;hlt wurden und diese getrieben vom vermeintlichen Standortwettbewerb &bdquo;rechte&ldquo; Agenden &nbsp;durchsetzten.<\/p><p>In Bezug auf Russland m&ouml;gen Merkel und Macron die Hardliner spielen, aber Kontinentaleuropa kann sich ohne zuverl&auml;ssige R&uuml;ckendeckung der USA eine dauerhafte Konfrontation mit Russland weder milit&auml;risch noch wirtschaftlich leisten. Sp&auml;testens wenn Merkel ihr Amt auf die eine oder andere Weise aufgibt, wird Europa eine erneute &Ouml;ffnung nach Osten vollziehen. Traditionell russlandfeindliche Staaten wie die baltischen Staaten und Polen werden ohne &nbsp;R&uuml;ckendeckung der Briten die Mitteleurop&auml;er nicht dazu zwingen k&ouml;nnen eine Politik gegen ihre eigenen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen zu machen.<\/p><p>So gesehen steht uns also in Europa eine strahlende Zukunft bevor!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nJohannes Bicher<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nmeiner Ansicht nach ist der sogenannte &ldquo;Geheimplan&rdquo; nichts als substanzloses Gepolter. Man mag es auch Wahlkampfget&ouml;se nennen.<br>\nIm Endeffekt wird sich&nbsp;nichts &auml;ndern, au&szlig;er dass die R&uuml;stungsindustrie durch den Aufbau einer EUTO nochmal massig Ger&auml;t absetzen kann. Die USA hat in den letzten Jahrzehnten als imperiale Supermacht ihr eigenes, hegemoniales Ding gemacht und das wird sie auch weiterhin tun. NATO-Europa wird Partner\/Freund\/Vasall&nbsp;bleiben. Russland ist beider Feind und China die Macht, die den eigenen Interessen gef&auml;hrlich werden kann. Die neoliberale, zerst&ouml;rerische Spaltung&nbsp;unserer Gesellschaften setzt sich weiter fort, genauso wie die Ausbeutung armer Regionen&nbsp;sowie die milit&auml;rische Zerst&ouml;rung islamischer L&auml;nder, bei stetig steigender Gefahr gr&ouml;&szlig;erer Kriege, weil Ressourcen knapp und &Ouml;kosysteme instabiler werden.<br>\n&nbsp;<br>\nF&uuml;r mich ist da nichts Geheimes zu erkennen. Business as usual einer herrschenden Klasse, die leider nicht die L&ouml;sung, sondern das Problem ist. Ein Befund, mit dem ich mich allerdings in der Minderheit befinde. Die Mehrheit vertraut Mutti.&nbsp;Und so trudeln wir weiter Richtung Abgrund und werden uns erst ver&auml;ndern, wenn wir die drohenden Katastrophen am eigenen Leib sp&uuml;ren.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAlexandar Allinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nich sehe eine st&auml;rkere Hegemonie Deutschlands &auml;u&szlig;erst skeptisch. Jedes Mal wenn Deutschland sich anschickte Europa zu beherrschen, endete das in einer Katastrophe.&nbsp;<\/p><p>Es scheint, dass Deutschland einfach nicht als F&uuml;hrungsmacht geeignet ist. Ein Anf&uuml;hrer einer Gruppe zeichnet sich gerade dadurch aus, dass er die Bed&uuml;rfnisse der Mitglieder wahrnimmt und ber&uuml;cksichtigt.&nbsp;<\/p><p>Deutschland l&auml;sst diese Eigenschaft gerade in der Eurokrise vermissen. Man leugnet die Zusammenh&auml;nge von Niedriglohn, Handels&uuml;bersch&uuml;sse und Staatschulden. Eigens&uuml;chtig wird die &bdquo;Beggar thy Neighbour&ldquo;-Strategie verteidigt, und man w&auml;hnt sich im Recht, weil man der Gewinner ist. Anstatt den elementaren Zusammenhang von &Uuml;bersch&uuml;ssen und Defiziten einzur&auml;umen, l&auml;stert man &uuml;ber die Verlierer. Wie soll man so gleichzeitig die akzeptierte F&uuml;hrungsmacht sein? Im Gegenteil man ist der verhasste Zuchtmeister, aus dessen Klauen man sich irgendwann befreien will.<\/p><p>Sp&auml;testens wenn Herr Weidmann EZB-Chef wird, ist die Zeit des Euro gez&auml;hlt. Denn Deutschland wird in absehbarer Zeit seine Niedriglohnpolitik fortsetzen. Frankreich wird unter Macron versuchen den Kostennachteil gegen&uuml;ber Deutschland etwas abzumildern. Es wird aber weiterhin Defizite machen, oder so extrem k&uuml;rzen, dass in Europa endg&uuml;ltig eine Deflation ausbricht. Der Austritt Frankreichs und Italiens ist dann nur noch eine Frage der Zeit. Es sei denn, in diesen L&auml;ndern werden Marionettenregierungen eingesetzt.<br>\n&nbsp;<br>\nFreundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nC. Sarantakis<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Ich glaube, nichts liegt Merkel ferner, als die Idee einer deutschen Hegemonialmacht in Europa. Sie will es nicht, und sie begreift auch nicht, dass es dazu kommen kann. Deswegen sieht sie auch die Gefahren nicht, die dadurch entstehen k&ouml;nnen. In nationalen Dimensionen denkt sie nicht.&nbsp;Was&nbsp;Merkel antreibt, sind meines Erachtens zwei Dinge: die Wahlen in vier Monaten und ihre&nbsp;wirtschafts- und sozialpolitische&nbsp;Grundeinstellung.&nbsp;<\/p><p>Was ist besser f&uuml;r eine zur Wahl stehende Kanzlerin, als eine unsichere Welt? Wer kann uns &uuml;berhaupt noch sch&uuml;tzen, wenn die USA es nicht mehr tut? Das sind ihre Gedanken, und sie verfangen bei vielen Menschen. Schon jetzt gibt es zumindest bei einer Umfrage (Forsa 23.05.) eine absoluten Mandatsmehrheit f&uuml;r CDU\/CSU und FDP (zusammen 48 % der Stimmen bei 5 % Sonstigen). Mit der Perspektive des von den USA &ldquo;allein gelassenen&rdquo; und damit unsicheren Europas, ist eine b&uuml;rgerliche Koalition nicht mehr abzuwenden.&nbsp;<\/p><p>Merkel hat 2005 ihren ersten Wahlkampf als Kanzlerkandidatin mit extrem neoliberalen Forderungen gef&uuml;hrt (Kopfpauschale in der Krankenversicherung, Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer, Senkung des K&uuml;ndigungsschutzes, Studiengeb&uuml;hren). Sie hatte damit zwar knapp gewonnen, doch nur mit einem m&auml;&szlig;igen Ergebnis (35,2 %, -3,3 % gegen&uuml;ber 2002). Ihr Machtinstinkt hat ihr bei den folgenden Wahlen gesagt, dass sie mit solchen Forderungen nicht gewinnen kann. Was aber machen, wenn sie solche Dinge&nbsp;durchsetzen will? So wie Sch&ouml;der, also vor der Wahl sozial reden und nach der Wahl sozialen Kahlschlag?<\/p><p>Nein, es geht eleganter: &uuml;ber Europa. In Europa herrschen &uuml;berwiegend konservative und liberale Regierungen, entsprechend ist die Europ&auml;ische Kommission zusammengesetzt: 14 Konservative, 5 Liberale und 8 Sozialdemokraten. Fast alle Resorts, die etwas mit Wirtschaft und Sozialem zu tun haben sind in den H&auml;nden der Liberalen und Konservativen (nur ein Sozialdemokrat besetzt noch ein Wirtschaftsressort, der kommt aus Frankreich und steht damit demn&auml;chst sicher zur Disposition). Mehr Europa hei&szlig;t also immer auch mehr liberale Wirtschaftspolitik. Da kann sich Merkel in der b&uuml;rgerlichen Presse weiterhin als &ldquo;sozialdemokratische&rdquo; Kanzlerin feiern lassen &ndash; und gleichzeitig nutzt sie Europa f&uuml;r ihre&nbsp;wirtschafts- und sozialpolitischen Vorstellungen.&nbsp;<\/p><p>Ich denke, dass auch die Milit&auml;rpolitik f&uuml;r sie nur ein Mittel zum Zweck ist. Sie denkt zu rational, als dass sie prinzipiell mehr Geld in R&uuml;stung stecken will. Aber es passt halt im Moment: es bindet die Osteurop&auml;er ein und verfestigt die Meinung in der Bev&ouml;lkerung, dass wir au&szlig;enpolitisch in unsicheren Zeiten leben. Auch wenn die Mehrheit der Deutschen nicht der Meinung ist, dass mehr Waffen mehr Sicherheit bedeutet, bleibt doch eins h&auml;ngen: die Welt ist unsicher &ndash; und da hilft nur Merkel.&nbsp;<\/p><p>So bitter es ist: man muss Merkel f&uuml;r ihren Machtinstinkt und das Nutzen einmaliger Gelegenheiten (wie jetzt Trump) Respekt zollen. Sie hat genau das, was offenbar weder Martin Schulz noch irgend ein Mitarbeiter der SPD-Zentrale haben. Diese sind allenfalls machtverliebt und verschlafen erst ihr Umfrage-Hype, und begreifen offenbar bis heute nicht, wodurch dieses kurze Umfrage-Hoch ausgel&ouml;st wurde: durch das Reden &uuml;ber den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft. Diese Umfragehoch war die einmalige Chance der SPD, und mit einem Qu&auml;ntchen&nbsp;Machtinstinkt&nbsp;h&auml;tten sie es halten k&ouml;nnen, indem sie konkret geworden w&auml;ren und klare Versprechen und Ansagen gemacht h&auml;tten.&nbsp;<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Thomas R&uuml;ffer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Plan A oder B?<br>\n&nbsp;<br>\nTrump war und ist niemals der Kandidat der politischen Eliten (gewesen), dies war Hillary Clinton. Entgegen aller Versuche der Massenmedien, die zu &uuml;ber 90% ein Jahr lang Anti-Trump Propaganda mit unglaublicher Sch&auml;rfe veranstalteten geschah das Undenkbare: Trump &ndash; der falsche Kandidat &ndash; gewann die US-Wahl.<br>\nDas eingespielte Eliten-Netzwerk in Washington kann auf einmal nicht mehr bedenkenlos schalten und walten wie es m&ouml;chte. Die Medien, sogar die Geheimdienste &ndash; zentrale S&auml;ule des &bdquo;Deep State&ldquo; &ndash; stehen tw. am &ouml;ffentlichen Pranger (dank Twitter&hellip;). Das ist eine vollkommen neue Situation.&nbsp;<br>\nUnd Trump war und ist kaum berechenbar.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nWelche Optionen haben nun die Machteliten, wenn sie erstmals den Pr&auml;sidenten nicht mehr steuern k&ouml;nnen? Entweder Loswerden (-&gt; Impeachment, die Vorbereitungen laufen bereits, Plan A) oder Ausweichen auf eine Regierungskraft, die ausreichend Einflu&szlig; hat und nach wie vor gut zu steuern ist (Plan B).<br>\nWer k&ouml;nnte das sein? Im Herzen Europas existiert da seit Jahrzehnten die treueste Gefolgschaft der USA, ein Land das alles mit sich geschehen l&auml;&szlig;t und deren Leitmedien maximale Treue geschworen haben. Und das in Europa die erste Geige spielt, dabei &auml;u&szlig;erst solvent und au&szlig;enpolitisch ohne eigene Meinung ist. Bingo!<br>\nWas also tun? Was hinter den Kulissen l&auml;uft werden wir kaum erfahren. Vor den Kulissen macht sich ein neues Traumpaar der Weltpolitik bereit: Merkel und Obama. Obama? Hat der noch etwas zu sagen? Offiziell nicht, aber&hellip; (wer nach z. B. &bdquo;Obama und Merkel&ldquo; googelt erkennt schnell die neue mediale Marschrichtung: &bdquo;Anfangs begegneten sie einander mit Skepsis, sp&auml;ter bezeichnete&nbsp;<em>Obama Merkel<\/em>&nbsp;als &ldquo;engste Verb&uuml;ndete&rdquo; sagt z.B. die tagesschau.)<br>\n&nbsp;<br>\nWas sagt uns dies? Die seit mehr als 50 Jahren praktizierte Hegemonial-Strategie der transatlantischen Machteliten kann und darf durch einen unplanm&auml;&szlig;igen Pr&auml;sidenten nicht ernsthaft gef&auml;hrdet werden. Zwei Strategien laufen nun parallel: Trumps Amtsenthebung (oder gar Schlimmeres) und die Steuerung des transatlantischen Blockes von einer Au&szlig;enstelle in Berlin. So &auml;hnlich wie damals der Gegenpapst in Avignon.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nDie Symbolik ist schon klar zu erkennen: die F&uuml;hrungsrolle der US in NATO und Diplomatie wird offen in Frage gestellt (von Merkel!), die &bdquo;Europ&auml;er&ldquo; m&uuml;ssten ihr Schicksal in die eigenen H&auml;nde nehmen u. &auml;. Hier wird die Situation vorbereitet, dass die EU offen in Widerspruch zu Trump geht, falls dieser nicht rechtzeitig &bdquo;auf Linie&ldquo; gebracht werden kann. Sein Versuch, eine Ann&auml;herung an Russland zu erzielen wurde ja bereits im Keim erstickt, ebenso wie eine friedliche L&ouml;sung in Syrien, bei welcher Assad und Russland im Spiel geblieben w&auml;ren.<br>\n&nbsp;<br>\nDas scheinbar aussenpolitisch erstarkende Deutschland ist damit nichts anderes als der Plan B der Eliten, der zum Einsatz kommt, wenn Plan A (Gef&uuml;gigmachung oder Absetzung Trumps) scheitern sollte.<br>\n&nbsp;<br>\nSch&ouml;nen Gru&szlig;,<br>\nThomas Eisinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>nach wie vor ist Deutschland zwar &ouml;konomischer Riese,&nbsp;aber &nbsp;milit&auml;rischer Zwerg, zudem noch festgenagelt durch US-Pr&auml;senz, NATO&nbsp;und Reste des Besatzungsstatuts. Die &ouml;konomisch ungleichm&auml;&szlig;ige Entwicklung der europ&auml;ischen L&auml;nder und dementsprechend divergierende Interessen (deutsche &Uuml;bersch&uuml;sse, Schulden der anderen usw.) d&uuml;rfte das &ldquo;deutsche Europa&rdquo;&nbsp;eher zur Fata morgana machen. Frankreich tr&auml;umt&nbsp; von einem&nbsp;<em>franz&ouml;sischen<\/em>&nbsp;Europa usw. (f&uuml;hrend&nbsp;mit einem frankophonen Imperium&nbsp;und deutscher Beihilfe). Auch allen anderen &ldquo;Partnern&rdquo;&nbsp;ist&nbsp;das nationale Hemd letztlich n&auml;her als ein deutscher Rock, da hilft auch die&nbsp;hingebungsvollste Europa-Romantik nichts. Insgesamt d&uuml;rfte die &ldquo;geostrategische Wende&rdquo; eher zu anschwellender Kakophonie nicht nur in Europa f&uuml;hren. Der deutsche Wahn, dass Schulden und Deindustrialisierung der anderen&nbsp;nur&nbsp;auf deren vers&auml;umten &ldquo;Reformen&rdquo; &nbsp;bzw. besseren deutschen Produkten beruhen,&nbsp;wird Europa weiter spalten. Die einzig denkbare Alternative &ndash; ein gesamteurop&auml;ischer L&auml;nderfinanzausgleich in welcher Form auch immer &ndash; w&uuml;rde ein Vielfaches der Summe des Aufbaues Ost kosten und w&auml;re unbezahlbar, zumindest unvermittelbar. Auch das Patentrezept von mehr deutschen Investitionen&nbsp;in Bildung, Infrastruktur sowie h&ouml;heren L&ouml;hnen m&uuml;sste erst mal mit der deutschen Real-Exportwirtschaft verhandelt werden, die mit Sicherheit nicht&nbsp; ihr Gesch&auml;ftsmodell und die Wettbewerbsf&auml;higkeit des&nbsp;entsprechenden&nbsp;materiellen Produktionssystems&nbsp; zugunsten der Konkurrenten zur&uuml;ckfahren wird.&nbsp;Wahrscheinlicher als ein deutsches Europa scheint mir in einer kommenden Krise ein &ouml;konomisches Stalingrad Deutschlands.&nbsp;<\/p><p>Richtig ist, dass&nbsp;die Zeit des vermeintlichen&nbsp;&ldquo;ideellen Gesamtimperialismus unter F&uuml;hrung der USA&ldquo; (Robert Kurz)&nbsp; von einer komplexeren, brisanten &ldquo;multipolaren&rdquo; Gemengelage abgel&ouml;st wird mit unkalkulierbaren Risiken und Nebenwirkungen.&nbsp;<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKarl-Heinz Goll<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>ist ja interessant, dass die Bundeskanzlerin Geheimpl&auml;ne laut FAS im Bierzelt lanciert &hellip;.<\/p><p>Im Ernst: Es l&auml;uft medial die Operation Gr&ouml;KaZ (gr&ouml;&szlig;te Kanzlerin aller Zeiten) und rhetorisch alles nach dem gleichen Schwarzfahrer-Prinzip.<\/p><p>Makron nutzt die Aufregung &uuml;ber Le Pen um einen Wahlsieg ohne oder trotz seiner Wahlaussagen einzufahren. Der Bundespr&auml;sident h&auml;lt auf dem Kirchentag eine Rede gegen Fake-news und &uuml;ber die Gefahr, die Wichtigkeit objektiver Vernunft und Wahrheit zu vergessen &ndash; und stilisiert so kostenlos und unter dem Beifall der Kirchentagsbesucher die herrschende politische Klasse als Inbegriff der Wahrheit und Vernunft. Die Bundeskanzlerin nutzt den Buhmanneffekt eines Trump, um sich nach &ldquo;F&uuml;hrerin der freien Welt&rdquo; nun auch als Jeanne d&rsquo;Arc der europ&auml;ischen Idee zu profilieren &ndash; um dabei immer nur dieselben deutschen Interessen &ndash; wie sie sie versteht &ndash; in Europa zu vertreten.<\/p><p>Dass damit ernsthaft ein Kurswechsel gegen&uuml;ber den USA verbunden ist, ist ebenfalls ein Schwarzfahrer-Mythos, den die Kanzlerin gerne auch noch mitnimmt, wenn man ihn ihr anbietet.<\/p><p>Dass politische Rhetorik stets einen doppelten Boden hat, h&ouml;rt der in der Selbstwahrnehmung ehrliche Deutsche nicht gerne &ndash; und ist genau darum ein willliges Opfer von Bierzeltinszenierungen wie der der Kanzlerin.<\/p><p>Deutsche W&auml;hler sind sich mit ihrem politischen F&uuml;hrungspersonal einig: Was Machiavelli &uuml;ber Politik zu sagen hatte, gilt vielleicht f&uuml;r Italien &ndash; in Deutschland vertrauen wir der Obrigkeit.<\/p><p>P.S.: Auf dem evangelischen Kirchentag tat der Pr&auml;ses der evangelischen Kirche, Bedford-Strom auf dem Dreier-Podium kund, mit Obama sitzte er neben dem ehemals m&auml;chtigsten Mann der Welt. Merkel, die in der Mitte sa&szlig;, lie&szlig; das nicht auf sich sitzen: Zun&auml;chst mal sitze Bedford-Strom neben ihr. Es ist nicht so, dass Merkel von sich selbst als Jeanne d&rsquo;Arc nicht &uuml;berzeugt w&auml;re &hellip;. das macht die Sache nicht besser.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>EJ<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Herzlichen Dank f&uuml;r `Merkels Geheimplan &ndash; sind wir Zeugen einer historischen Zeitenwende?&acute;&nbsp;<\/p><p>Der ist sehr interessant, doch ich sehe die Sache v&ouml;llig anders, n&auml;mlich:&nbsp;<\/p><p>Merkel ist nicht so dumm, Deutschland zur f&uuml;hrenden Macht in Europa zu machen. M. E. sieht sie die Chance, das Schwergewicht unserer Beziehungen von West nach Ost zu verschieben. Mitte Juli 2016 fand das 11. ASEM-Treffen (Asia-Europe Meeting) in Ulan Bator statt, also in der Mongolei. 30 Regierungschefs aus Ost und West sowie die Spitzen der EU sprachen zum Thema `20 Jahre ASEM: Partnerschaft f&uuml;r die Zukunft durch Vernetzung.&acute; Dabei wurde u. a. beschlossen, `sich f&uuml;r verst&auml;rkte Handels- und Investitionsstr&ouml;me zwischen den Regionen&acute; einzusetzen. Ich habe &ndash; und zwar seit langem &ndash; die Hoffnung, dass die Europ&auml;ische Union und Russland eine `Europ&auml;isch-Asiatische Wirtschaftsunion&acute; bilden, die von der atlantischen bis zur pazifischen K&uuml;ste reicht. Das w&auml;re in meinen Augen ein Riesenvorteil f&uuml;r beide Seiten: Europa hat in Wissenschaft und Technik sehr viel zu bieten, der Osten hat den riesigen Raum und gewaltige Bodensch&auml;tze. Das sind&nbsp; jeweils nur zwei Faktoren unter vielen. Eine enge Zusammenarbeit, (zun&auml;chst) nur in der Wirtschaftspolitik, k&auml;me beiden Seiten zugute. Wenn die Erfolge bringt, dann w&uuml;rden vielleicht andere L&auml;nder sich anschlie&szlig;en, vor allem China. Den Nutzen h&auml;tten alle Teilnehmer, sicher auch der Rest der Welt. Das n&auml;chste ASEM-Treffen findet &uuml;brigens 2018 in Br&uuml;ssel statt.&nbsp;<\/p><p>Rudolf Binsack<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Hallo Nachdenkseiten,<\/p><p>ich habe jetzt Herrn M&uuml;llers heutige Gegendarstellung&nbsp; nur kurz angelesen, halte die ganze Geschichte aber auch f&uuml;r einen geschickten (Wahlkampf-)Coup , denn damit hat Merkel einen h&uuml;bschen Wellenbrecher gegen rechtsau&szlig;en installiert,&nbsp; damit wieder Europa als &ldquo;Europ&auml;ische Idee&rdquo; in den Fokus ger&uuml;ckt und kann durchaus damit rechnen, gem&auml;&szlig;igt rechtskonservativ-nationalistisch ausgerichtete Kr&auml;fte (bzw. deren W&auml;hler und Wutb&uuml;rger- Sympathisanten), die aus diesen Gr&uuml;nden auch die EU ablehnen wieder ins Boot zu holen und damit die gesamte rechtspopulistische Bewegung zu fragmentieren &ndash; so etwa k&ouml;nnte das in der Theorie aussehen.<\/p><p>Aussenpolitisch bzw. europolitisch liesse sich dann auch, wie angedacht, der deutsche F&uuml;hrungsanspruch weiter zementieren und unsere Angela f&uuml;r weitere vier Jahre den bundesdeutschen Thron besteigen lassen.<\/p><p>Sie ist zwar eine lausige Rednerin die gern alle b&uuml;rgerlichen Denkklisch&eacute;es bedient und sich als betuhliche Kaffeetante generiert (&ldquo;Aber bitte mit Sahne&rdquo;) aber dumm ist sie (und ihre politschen Berater) sicherlich nicht.<\/p><p>Auf emotionaler Ebene war meine pers&ouml;nliche Resonanz unmittelbar an Orwells 1984 zu denken und die dortige Darstellung, die Welt in sich untereinander endlos bekriegende Machtbl&ouml;cke zu unterteilen. Gott (oder wer auch immer) bewahre uns vor diesem &ldquo;Schicksal&rdquo;&hellip;.<\/p><p>Unmittelbar vorher las ich &uuml;brigens <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=23801\">diesen Artikel in der NRhZ-Online<\/a>, den man bei der Betrachtung des ganzen Spektakels nicht ausser Acht lassen sollte. F&uuml;r alles Weitere muss man wohl erst einmal abwarten und Tee trinken.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<\/p><p>Andr&eacute; G.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Kein Geheimplan, keine geostrategische Wende &ndash; Ich w&uuml;rde Albrecht M&uuml;ller weitgehend Recht geben wollen. Die vermeintliche &bdquo;geostrategische Wende&ldquo; ist keine. Die &bdquo;Emanzipation Europas&ldquo; unter deutscher F&uuml;hrung wurde bereits am Tag von Trumps Wahlsieg von &bdquo;HillaryUSA&ldquo; so gefordert, als sie ausgerechnet Angela Merkel zur neuen &bdquo;Fackeltr&auml;gerin der Freiheit&ldquo; ausriefen (Washington Post?). Dass diese jetzt ernst macht und (ohne jeden Widerstand aus Politik und Medien in Deutschland) statt des gew&auml;hlten US Pr&auml;sidenten die Front gegen Russland und die anderen &bdquo;Feinde der Freiheit&ldquo; anf&uuml;hren und die Globalisierung retten will zeigt zweierlei: einerseits, wie m&uuml;helos Hillary(corporate)USA in Deutschland durchregieren kann und andererseits, dass der Demokratieunfall Trump m&ouml;glicherweise nicht so schnell &bdquo;korrigiert&ldquo; werden kann, wie man urspr&uuml;nglich hoffte. <\/p><p>Widersprechen w&uuml;rde ich lediglich der Interpretation&nbsp;als &bdquo;Wahlkampftrick&ldquo;. Dass die Figur Merkel durch dieses Vorgehen auch als Wahlk&auml;mpferin profitiert, ist aus Sicht ihrer Auftraggeber wohl kaum mehr als eine erfreuliche Nebenwirkung.<\/p><p>Ich wollte es kurz machen und bitte, die ungenauen Formulierungen zu entschuldigen!<br>\n&nbsp;<br>\nIch bedanke mich f&uuml;r die Aufmerksamkeit und f&uuml;r Ihre unverzichtbare Arbeit an den Nachdenkseiten!<br>\n&nbsp;<br>\nLothar Zimmermann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Nach meiner &Uuml;berzeugung vollziehen Merkel wie Trump als Angestellte der echten Machteliten folgende geheime Kooperation: eine wesentlich h&ouml;here Stufe der Militarisierung und der &Uuml;berwachung wird erreicht durch den &bdquo;Trick&ldquo;, die Propaganda zu verbreiten, man sei vom gro&szlig;en Bruder, dem transatlantischen Hegemon verlassen worden und m&uuml;sse nun eigene Verantwortung voll &uuml;bernehmen. &bdquo;Europa first?&ldquo; Nein: &bdquo;Europa Weltmacht Nr. 2&ldquo;.<\/p><p>Solche Politik braucht &auml;u&szlig;erste H&auml;rte, u. a. gegen Migranten, und viel Geld. Feindbilder werden nicht abgebaut, sondern verh&auml;rtet. Ausbau Europas als Atommacht wird auch angedacht.<\/p><p>Cui bono? Dem milit&auml;risch-industriellen Komplex, der Finanzkapitalindustrie und den transnationalen Konzernen, alles unter dem ideologischen Deckmantel des Neoliberalismus.<\/p><p>Manfred Lotze<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38502\">Merkels Geheimplan &ndash; sind wir Zeugen einer historischen Zeitenwende?<\/a>&ldquo; (Jens Berger) und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38529\">&bdquo;Merkels &bdquo;Geheimplan&ldquo; ist vermutlich vor allem ein cleverer Wahlkampftrick&ldquo;<\/a> (Albrecht M&uuml;ller) haben bei unseren Lesern ein gro&szlig;es Echo ausgel&ouml;st. Uns erreichten &uuml;ber 100 Leserbriefe zum Thema &ndash; stets konstruktiv und in den meisten F&auml;llen interessant und lehrreich. Wir k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38587\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,181,103,11],"tags":[1519,895,1426,2066,315,835,1367,259,1977,1800,1556,1347],"class_list":["post-38587","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-europapolitik","category-leserbriefe","category-strategien-der-meinungsmache","tag-atomwaffen","tag-freihandel","tag-hegemonie","tag-macron-emmanuel","tag-merkel-angela","tag-nationalismus","tag-ruestungsausgaben","tag-russland","tag-transatlantische-partnerschaft","tag-trump-donald","tag-usa","tag-wahlkampf"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38587","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38587"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38587\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38589,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38587\/revisions\/38589"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38587"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38587"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38587"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}