{"id":38600,"date":"2017-06-02T15:26:38","date_gmt":"2017-06-02T13:26:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600"},"modified":"2017-06-02T15:45:34","modified_gmt":"2017-06-02T13:45:34","slug":"hinweise-des-tages-ii-297","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h01\">Wer Hartz IV bezieht, soll was tun<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h02\">Besch&auml;ftigungswunder Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h03\">Die &ldquo;Pflegemafia&rdquo; aus dem Osten reloaded: Organisierte Kriminalit&auml;t, Gesch&auml;fte an und mit alten Menschen und die nicht-triviale Frage: Was tun?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h04\">Big Data Healthcare: Risiko-Faktor Arbeitsunf&auml;higkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h05\">Die Gesellschaft r&uuml;ckt auseinander: Warum immer weniger Menschen immer mehr besitzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h06\">Steuergerechtigkeit: Abgeltungssteuer abschaffen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h07\">&Uuml;ber die WTO sollen wir den Datenkraken schutzlos ausgeliefert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h08\">Spanische Justiz: F&uuml;r Respektlosigkeit gegen Polizei bis zu 600.000 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h09\">Partner mit Annexionsw&uuml;nschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h10\">Seit&rsquo; an Seit&rsquo; mit China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h11\">Linke Forderungen &ndash; f&uuml;r einmal aus den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h12\">Es ist nicht alles seine Schuld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h13\">Weil die SPD keine AfD sein wollte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h14\">Keine gute Entscheidung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h15\">Kretschmann &uuml;berzeugt bei Podiumsdiskussion in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h16\">NRW-Abgeordnete bekommen mehr Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38600#h17\">Zu guter Letzt: Sicheres Herkunftsland: De Maizi&egrave;re verbringt Sommerurlaub in Afghanistan<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wer Hartz IV bezieht, soll was tun<\/strong><br>\nBremerhavener Agentur f&uuml;r Arbeit will in Pilotprojekt schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose entgeltfrei f&uuml;r Firmen und Kommunen arbeiten lassen.<br>\nIn Bremerhaven soll Anfang 2018 ein Pilotprojekt zur Bek&auml;mpfung der Langzeitarbeitslosigkeit starten. Statt einfach nur zu Hause rumzusitzen, sollen Hartz-IV-Empf&auml;ngerInnen entgeltfrei in Firmen aushelfen oder &ouml;ffentliche Gr&uuml;nanlagen pflegen. Ziel ist es, sie durch Arbeit in die Gesellschaft zu integrieren.<br>\nDass das strukturschwache Bremerhaven schon l&auml;nger ein Problem mit Langzeitarbeitslosigkeit hat, ist bekannt. Neu ist jedoch, dass sich die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit selbst eingesteht, dass ihre Konzepte zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt nicht funktionieren. Auf der Pressekonferenz der Agentur f&uuml;r Arbeit Bremen\/Bremerhaven, in der die aktuellen Arbeitsmarktzahlen f&uuml;r das Land Bremen vorgestellt werden sollten, r&auml;umte sie ein, dass es einen harten Kern von Langzeitarbeitslosen gibt, dem sie nicht helfen kann.<br>\n&bdquo;Je l&auml;nger man von Arbeitslosigkeit betroffen ist, desto schwieriger wird es auch, aus ihr wieder raus zu kommen&ldquo;, sagte Susanne Ahlers, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Jobcenters Bremen. Kommen dazu noch Faktoren wie ein Kind, hohes Alter oder ein Migrationshintergrund, gehen die Chancen, einen neuen Job zu bekommen gegen Null.<br>\nDie bisherigen Wiedereingliederungsma&szlig;nahmen dauerten nur ein halbes Jahr. In den meisten F&auml;llen scheiterten diese Versuche. &bdquo;Auch Langzeitarbeitslose einfach nur weiterzubilden hilft nicht, denn viele von ihnen sind einfach nicht mehr beschulbar&ldquo;, sagt G&ouml;tz von Einem, der Chef der Agentur f&uuml;r Arbeit in Bremen.<br>\nDas neue Konzept sieht vor, Menschen, die seit mindestens vier Jahren arbeitslos sind, zwei bis drei Jahre lang in eine &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung zu schicken. Langzeitarbeitslose sollen demnach Betrieben, als zus&auml;tzliche kostenlose Kraft angeboten werden. &bdquo;Dort k&ouml;nnen sie als eine Art Handlanger den Arbeitsprozess in Firmen unterst&uuml;tzen&ldquo;, sagt von Einem. Ein weiterer Vorschlag sieht vor, sie in der Stadtteilversch&ouml;nerung einzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Pilotprojekt-fuer-Langzeitarbeitslose\/!5411233\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> 1. April? Nein, 31. Mai 2017. Sogar unentgeltliche Arbeit f&uuml;r kommerziell arbeitende, private Firmen. Das ist nicht &ldquo;fast Zwangsarbeit&rdquo;, das ist Zwangsarbeit. Das kann eigentlich nicht wahr sein; was unterscheidet diese T&auml;tigkeiten von (echten) Sklavenjobs, wo nur die Existenz gesichert wird (was bei Hartz IV nicht einmal gegeben ist)? Was ist daran &ldquo;Pilotprojekt&rdquo;? Genau dasselbe Konzept wie die 1-Euro-Jobs, nur jetzt ohne den einen Euro extra; wiederum mit der Behauptung, es d&uuml;rften nur &ldquo;zus&auml;tzliche Jobs&rdquo; angeboten werden, wobei ein Job der &ldquo;zus&auml;tzlich&rdquo; ist und gemacht werden muss, bezahlt geh&ouml;rt, und anderenfalls bezahlte Arbeitsstellen vernichtet werden. Workfare wie in den turbokapitalistischen USA&hellip; Das Konzept 1-Euro-Job ist 12 Jahren lang gescheitert, deshalb wird es neu aufgelegt??? &ldquo;Wenn die SPD einen Fehler macht, dann macht die den immer wieder&rdquo; &ndash; jetzt in der Landesregierung von Bremen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Besch&auml;ftigungswunder Deutschland?<\/strong><br>\nDie Wirtschaft boomt, die Zahl der Arbeitspl&auml;tze steigt. Manche sprechen schon davon, dass fast Vollbesch&auml;ftigung erreicht sei. Doch so ist es leider nicht. Zahlreiche Arbeitslose finden keinen Job &ndash; weil zu wenig Arbeit f&uuml;r alle vorhanden. Es gilt daher, Arbeit anders zu verteilen. An guten Ideen daf&uuml;r, mangelt es nicht, meint Lars Niggemeyer.<br>\nFolgt man den &ouml;ffentlichen Verlautbarungen von Politik und Presse sieht die Lage auf dem Arbeitsmarkt bestens aus: Vollbesch&auml;ftigung sei fast erreicht, es vollziehe sich seit zehn Jahren ein Besch&auml;ftigungswunder. Eine aktuelle Studie des Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) kommt jedoch zu einem ganz anderen Ergebnis: Das deutsche &bdquo;Besch&auml;ftigungswunder&ldquo; basiert zum erheblichen Teil auf einer Zunahme der atypischen Besch&auml;ftigung. Prek&auml;re Besch&auml;ftigungsformen plus regul&auml;re Teilzeit sind zusammen f&uuml;r 77 Prozent aller seit dem konjunkturellen Tiefpunkt im Jahr 2004 neu entstandenen Arbeitsverh&auml;ltnisse ausschlaggebend.<br>\nDer Besch&auml;ftigungsaufbau hat daher nicht zu einer qualitativen Verbesserung des Arbeitsmarktes beigetragen, im Gegenteil: Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) kommt zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2015 39,3 Prozent aller Arbeitnehmer atypisch (Teilzeit, Minijob, Leiharbeit) besch&auml;ftigt sind. Zu Beginn der Erfassung durch das WSI &ndash; im Jahr 2003 &ndash; lag der Anteil nur bei 29,5 Prozent. Zusammengenommen sind 14,1 Millionen Besch&auml;ftige betroffen. Addiert man hierzu noch 3,1 Millionen Vollzeitbesch&auml;ftigte, die nur befristete Arbeitsvertr&auml;ge haben, sind insgesamt 17,2 Millionen von 36 Millionen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigen atypisch erwerbst&auml;tig, das sind 48 Prozent, also fast jeder zweite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++a8206d0a-4479-11e7-8954-525400e5a74a\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Big Data Healthcare: Risiko-Faktor Arbeitsunf&auml;higkeit<\/strong><br>\nL&auml;ngst versuchen Krankenkassen, ein detailliertes Abbild unserer Gesundheit zu ermitteln &ndash; oder was sie aus ihrer von Interessen geleiteten Sicht daf&uuml;r halten. In dieses Abbild flie&szlig;en alle unsere erfassbaren Arbeits-, Ess-, Freizeit-, Einkaufs- sowie sonstige Lebensgewohnheiten und Neigungen ein.<br>\nAnalog zum unbegrenzten Datenhunger der Kreditinstitute f&uuml;r die Berechnung der Kreditw&uuml;rdigkeit anhand von mehr als 80.000 Indikatoren wird auch die medizinische &bdquo;Bonit&auml;t&ldquo; eines jeden Versicherten errechnet. Diese Daten geben nicht nur statistisch Aufschluss &uuml;ber Korrelationen zwischen gesundheitlichen Beschwerden einerseits und den vielleicht urs&auml;chlichen, individuellen Lebensgewohnheiten, sondern lassen eine detaillierte Analyse des individuellen Krankheits-Risikos zu, welches &uuml;ber vollst&auml;ndig individualisierte Versicherungstarife eingepreist werden soll.<br>\nDas Ziel dieser forcierten &bdquo;Entwicklung&ldquo; ist die feinst m&ouml;gliche Risiko-Kategorisierung &ndash; die maximale Verfeinerung der Schubladen, in die uns Krankenversicherer bislang sortiert hatten. Das bedeutet nicht weniger als das vollst&auml;ndige Unterlaufen des urspr&uuml;nglichen Solidargedankens der (ersten Betriebs-) Krankenkassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/big-data-healthcare-risiko-faktor-arbeitsunfaehigkeit\/\">Arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die &ldquo;Pflegemafia&rdquo; aus dem Osten reloaded: Organisierte Kriminalit&auml;t, Gesch&auml;fte an und mit alten Menschen und die nicht-triviale Frage: Was tun?<\/strong><br>\nGerade in der Presse sollte man mit Sorgfalt die Worte w&auml;gen und benutzen. Dieser Satz geh&ouml;rt nicht dazu: &raquo;Rund 230 &uuml;berwiegend russische Pflegedienste stehen im Verdacht, ein System f&uuml;r Abrechnungsbetrug aufgebaut zu haben.&laquo; Da wird sich der eine oder andere fragen &ndash; wieso &ldquo;russische&rdquo; Pflegedienste? Was haben die in Deutschland verloren? Und stimmt das &uuml;berhaupt?<br>\nDer Satz stammt aus diesem Artikel von Anette Dowideit: Hunderte Pflegedienste unter Betrugsverdacht. Und darin schreibt sie, dass das mit den &ldquo;russischen Pflegediensten&rdquo; aus dem Abschlussbericht von Sonderermittlern des BKA und LKA aus Nordrhein-Westfalen hervor gehe, der ihr und dem Bayerischen Rundfunk vorliegt. Der BR ver&ouml;ffentlichte zeitgleich unter der &Uuml;berschrift Sonderermittler vermuten bundesweites Netzwerk. Dort findet man dann diese Typisierung: &raquo;Rund 230 russisch-eurasische ambulante Pflegedienste stehen nach Erkenntnissen deutscher Ermittlungsbeh&ouml;rden im Verdacht, ein bundesweites System zum Abrechnungsbetrug aufgebaut zu haben.&laquo; &ldquo;Russisch-eurasische&rdquo; Pflegedienste &ndash; das wird ja immer bunter. Nat&uuml;rlich kommen da bei nicht wenigen Lesern unangenehme Assoziationen zur &ldquo;Russenmafia&rdquo; auf. Und die Berichterstattung liefert einiges Futter f&uuml;r diese Einordnung: &raquo;Bei einigen der 230 Unternehmen, die dem Betrugsnetzwerk angeh&ouml;ren sollen, gehen die Ermittler zudem von Verbindungen zur Organisierten Kriminalit&auml;t aus. So zum Beispiel wegen der Einrichtung von Scheinfirmen im In-und Ausland, wegen des Verdachts der Geldw&auml;sche oder enger Verflechtungen zur Gl&uuml;cksspielbranche. Unter ehemaligen Firmenbetreibern sollen au&szlig;erdem auch Personen sein, die von den Beh&ouml;rden in anderem Zusammenhang als Auftragsm&ouml;rder verd&auml;chtigt werden.&laquo; Geldw&auml;sche bis hin zu Auftragskillern? Und dann die armen Pflegebed&uuml;rftigen, die von solchen Gestalten ausgenommen werden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/05\/pflegemafia-aus-dem-osten-reloaded.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Gesellschaft r&uuml;ckt auseinander: Warum immer weniger Menschen immer mehr besitzen<\/strong><br>\nIn Deutschland besitzen nur zehn Prozent der Haushalte mehr als die H&auml;lfte des Gesamtverm&ouml;gens &ndash; und die Ungleichheit nimmt weiter zu. Besonders bemerkenswert ist, dass 74 Prozent der Haushalte &uuml;ber ein geringeres Verm&ouml;gen verf&uuml;gen, als der Durchschnitt. Diese extrem ungleiche Verteilung des Wohlstandes birgt nicht nur ein soziales, sondern auch ein &ouml;konomisches Problem.<br>\nUm Ungleichheit statistisch zu beschreiben, zum Beispiel der Verteilung von Verm&ouml;gen oder Einkommen, gibt es einen speziellen Index. Der &ldquo;Gini-Koeffizient&rdquo; beschreibt den Grad der Ungleichverteilung. Ein Wert von &ldquo;0&rdquo; steht f&uuml;r totale Gleichheit: Alle haben exakt gleich viel Verm&ouml;gen. &ldquo;100&rdquo; st&auml;nde daf&uuml;r, dass ein Mensch alles besitzt und der Rest nichts. In Deutschland liegt der &ldquo;Gini-Koeffizient&rdquo; mit 77,5 relativ hoch. Im Nachbarland Belgien ist er mit 62,6 deutlich niedriger. Trauriger Spitzenreiter in puncto Ungleichheit in Europa sind die Schweiz (80,3) und Schweden (80,9). Weltweit aber ist der Unterschied zwischen dem, was die Reichen besitzen, und dem, was die Armen haben, am gravierendsten in den USA mit 85 und in Russland mit 91,2. Nirgendwo sonst besitzen so wenige Menschen so viel. Fast alle Untersuchungen zu dem Thema zeigen auch, dass die Ungleichheit in den letzten Dekaden w&auml;chst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/ard\/sendung\/192887\/index.html\">3sat<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuergerechtigkeit: Abgeltungssteuer abschaffen!<\/strong><br>\nAuch die Ern&uuml;chterung dar&uuml;ber, dass sie gar nicht so unkompliziert ist wie versprochen, l&auml;sst ehemalige Bef&uuml;rworter nun zu Gegnern der Abgeltungssteuer werden. &bdquo;Gut so!&ldquo;, meint der DGB-klartext und kl&auml;rt auf.<br>\nDie steuerpolitischen Eckpunkte des DGB zur Bundestagswahl gewinnen zunehmend an Bekanntheit und Anerkennung. Bereits in der vorletzten Woche attestierte das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), dass im Vergleich mit anderen Ideen einzig der vom DGB geforderte Einkommensteuertarif f&uuml;r eine Entlastung von 95 Prozent aller Lohnsteuerzahler sorge, zugleich aber den begrenzten Spielraum der &ouml;ffentlichen Haushalte nicht &uuml;berstrapaziere.<br>\nW&auml;hrend des vom DGB mitausgerichteteten Makro&ouml;konomischen Kongresses bezeichnete dann vergangene Woche der Direktor der Abteilung f&uuml;r wirtschaftspolitische Studien bei der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die steuerpolitischen Vorschl&auml;ge der Gewerkschaften als &bdquo;das Beste, was derzeit auf dem Markt ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++a7c9b0c6-453e-11e7-af54-525400e5a74a\">DGB Klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Uuml;ber die WTO sollen wir den Datenkraken schutzlos ausgeliefert werden<\/strong><br>\nIn der Welthandelsorganisation WTO laufen derzeit im Hintergrund besorgniserregende Diskussionen. Wenn die Pl&auml;ne f&uuml;r den Freihandel mit Daten so umgesetzt werden, wie diskutiert, kann man die Durchsetzung nationaler oder &uuml;berhaupt irgendwelcher Datenschutzregeln vergessen.<br>\nUnter dem Deckmantel des Begriffs &bdquo;E-Commerce&ldquo; w&uuml;rden die der WTO unterbreiteten Vorschl&auml;ge die Datenfl&uuml;sse vollst&auml;ndig und bedingungslos liberalisieren, die Z&ouml;lle abbauen, die wirtschaftlichen Auflagen f&uuml;r den Handel unterbinden und nationale und &ouml;rtliche Unternehmen, Dienstleistungen und Besch&auml;ftigte gef&auml;hrden. Das geht aus einem Bericht der internationalen Gewerkschaftsorganisation Uni Global Union hervor, der mir vorliegt. Titel: &bdquo;Drohende Vertiefung der digitalen Kluft &ndash; besorgniserregende WTO-Diskussionen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/844-wto-daten\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Spanische Justiz: F&uuml;r Respektlosigkeit gegen Polizei bis zu 600.000 Euro<\/strong><br>\nIn Spanien kann Ungehorsam gegen&uuml;ber der Polizei mit harten Strafen geahndet werden: Eine Frau ver&ouml;ffentlicht das Foto eines Einsatzfahrzeugs auf einem Behindertenparkplatz und muss eine Geldstrafe zahlen. Die Kritik w&auml;chst. [&hellip;]<br>\nDas kleine Schild reichte den Beh&ouml;rden, um gegen L&aacute;zaro und Garc&iacute;a vorzugehen. &bdquo;Mit Videoaufnahmen, dem Drehbuch und zahlreichen Zeugen konnten wir ihre Unschuld beweisen&ldquo;, sagt der Anwalt Daniel Amelang L&oacute;pez, der half, die Puppenspieler aus dem Gef&auml;ngnis zu holen. Bis Anfang 2017 dauerte es danach, bis er die Richter davon &uuml;berzeugt hatte, dass die beiden nicht zu Hass und Gewalt aufgerufen hatten, und alle Anschuldigungen fallengelassen wurden. &bdquo;Fast t&auml;glich gibt es neue F&auml;lle&ldquo;, sch&auml;tzt der Anwalt, dessen Kanzlei es nicht an Klienten mangelt: Sie werden beschuldigt, im Internet Sympathie f&uuml;r Terroristen ge&auml;u&szlig;ert oder sich Polizisten gegen&uuml;ber ungeb&uuml;hrlich verhalten zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/kritik-an-drastischen-strafgesetzen-in-spanien-15036473.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das st&ouml;&szlig;t sogar der bei Vergehen der Konservativen weniger empfindlichen FAZ im Politikteil auf. Die EU sollte viel mehr gegen die Rechtsverst&ouml;&szlig;e in Ungarn und Polen unternehmen, aber auch mal den Blick gen Westen werfen: das beschriebene Gesetz ist eine Ma&szlig;nahme eines Unterdr&uuml;ckungs- und Polizeistaats.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Partner mit Annexionsw&uuml;nschen<\/strong><br>\nMit massivem Druck sucht Berlin die politische Krise in Albanien, einem traditionellen Verb&uuml;ndeten deutscher S&uuml;dosteuropapolitik, beizulegen. In Tirana ist auf der Basis von Vorschl&auml;gen eines CDU-Europaabgeordneten eine &Uuml;bergangsregierung gebildet worden; Neuwahlen sollen folgen. Die &Uuml;bergangsregierung wird von Premierminister Edi Rama gef&uuml;hrt, einem engen Weggef&auml;hrten Berlins mit guten Kontakten zur Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD). Albanien, das prowestlichste Land S&uuml;dosteuropas, arbeitet seit langem systematisch mit der Bundesrepublik zusammen, die vor allem den gro&szlig;albanischen Irredentismus nutzt, um Druck auf missliebige Regierungen der Region auszu&uuml;ben. Tirana half etwa bei der Unterst&uuml;tzung kosovoalbanischer Separatisten im Kosovo-Krieg des Jahres 1999 und droht aktuell, bei Bedarf die s&uuml;dserbische Provinz Kosovo zu annektieren. W&auml;hrend deutsche Unternehmen in gewissem Ma&szlig;e gute Gesch&auml;fte in Albanien machen, verarmt die Bev&ouml;lkerung; gelegentlich kommt es zu Unruhen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59609\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Seit&rsquo; an Seit&rsquo; mit China<\/strong><br>\nF&uuml;r Freihandel und eine &raquo;regelbasierte Weltordnung&laquo;: Kanzlerin Merkel und Premierminister Li &uuml;ben in Berlin den Schulterschluss<br>\nDie Bundesregierung kann auch pragmatisch: Mit den USA l&auml;uft es derzeit nicht so gut. Da bietet sich der Schulterschluss mit der zweiten gro&szlig;en Weltwirtschaftsmacht geradezu an. Das machte den Staatsbesuch von Chinas Premierminister Li Keqiang am Mittwoch und Donnerstag besonders interessant. Nach einem Gespr&auml;ch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Ankunftsabend und deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am Donnerstag, machten sich die G&auml;ste dann auf nach Br&uuml;ssel zu einem Treffen mit den Spitzenkr&auml;ften der EU. Li wurde von mehreren Ministern begleitet, die mit ihren deutschen Pendants konferierten. Der Besuch fand im Rahmen der seit 2004 j&auml;hrlich abgehaltenen Treffen zwischen den deutschen und chinesischen Regierungschefs statt, wurde aber diesmal mit Bedacht in das Vorfeld des G-20-Gipfels der selbsternannten wichtigsten Industrie- und Schwellenl&auml;nder gelegt, der Anfang Juli unter deutschem Vorsitz in Hamburg tagen wird.<br>\nDie chinesische Nachrichtenagentur Xinhua hebt in ihrer Berichterstattung gemeinsame Interessen von Gast und Gastgeber hervor. Li habe sich bei Merkel daf&uuml;r eingesetzt, dass Deutschland und China weiter &raquo;Freihandel&laquo; und eine investitionsfreundliche Politik f&ouml;rdern sowie die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) verteidigen sollten. Letztere war in den 1990ern nicht zuletzt dank des Engagements der damaligen BRD-Regierungen aus Union und FDP entstanden. China war 2001 beigetreten und hat mit seinem exportorientierten Entwicklungsmodell seitdem erheblich von der Mitgliedschaft profitiert. Die weitere &raquo;Liberalisierung&laquo; des Welthandels im Rahmen der WTO stockt jedoch seit Ende der 1990er Jahre aufgrund gro&szlig;er Interessenkonflikte zwischen dem reichen Norden und vielen Entwicklungsl&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/311781.seit-an-seit-mit-china.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Nun also doch eine gemeinsame Linie zwischen China und Deutschland &ndash; auch beim Thema &ldquo;Freihandel&rdquo;. Selbst Herr Gabriel, der k&uuml;rzlich in China <a href=\"http:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/DE\/Aussenpolitik\/Laender\/Aktuelle_Artikel\/China\/170523_Abflug_Peking.html\">war<\/a>, stellte seine Flexibilt&auml;t erneut unter Beweis. Noch in seiner Funktion als Bundeswirtschaftsminister hatte er vor den Standards &ndash; insbesondere den angeblich so sehr viel niedrigeren aus Asien &ndash; f&uuml;r den Fall eines Scheiterns der sogenannten Freihandelsabkommen <a href=\"https:\/\/www.produktion.de\/nachrichten\/wirtschaftspolitik\/bundeswirtschaftsminister-gabriel-warnt-vor-ceta-scheitern-319.html\">CETA<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/sigmar-gabriel-und-der-kampf-um-ttip-die-bezirzte-parteibasis\/11413718.html\">TTIP<\/a> &ndash; auch auf einer sog. Freihandelskonferenz der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25219\">SPD<\/a> gewarnt.<\/em><br>\n<em>Vielleicht ist sich diese Bundesregierung &ndash; und hier vor allem die Vertreterschaft der SPD &ndash; inzwischen bewusst geworden, dass dieser Abstand durch ihre Politik (z.B. eines &ldquo;der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt&rdquo;; so Bundeskanzler Schr&ouml;der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27937\">2005<\/a>) wesentlich geringer worden sein d&uuml;rfte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Linke Forderungen &ndash; f&uuml;r einmal aus den USA<\/strong><br>\nUS-Senator Bernie Sanders zeigte an der Freien Universit&auml;t Berlin, dass eine international gesinnte Linke gute Argumente hat.<br>\nWird Berlin zum Hyde Park Corner der amerikanischen Opposition? Eine Woche nach dem triumphalen Auftritt von Ex-Pr&auml;sident Obama ist Senator Bernie Sanders, der unterlegene Pr&auml;sidentschaftskandidat der Demokratischen Partei, an der Freien Universit&auml;t Berlin gefeiert worden. Anlass seiner Rede war die deutsche Ausgabe seines Buchs zur Wahl (&laquo;Unsere Revolution. Wir brauchen eine gerechte Gesellschaft&raquo;). &Uuml;ber die zu erwartende Kritik an der Regierung Trump hinaus argumentierte Sanders f&uuml;r internationale Zusammenarbeit und gegen die Politik des in sich gekehrten Hasses. Er sprach viel &uuml;ber die europ&auml;ischen Modelle in der Bildungs- und Gesundheitspolitik &ndash; so viel, dass der Berichterstatter des Berliner &laquo;Tagesspiegels&raquo; sich zur (genau genommen ungeheuerlichen) Behauptung verstieg, der in Brooklyn\/New York geborene Sanders sei &laquo;ja selbst ein Europ&auml;er, der zum Amerikaner bekehrt wurde. Sein Vater, ein polnischer Jude, wanderte im Ersten Weltkrieg in die USA ein&raquo;. &Uuml;ber den Stellenwert der Europ&auml;ischen Union &ndash; die Gretchenfrage europ&auml;ischer Politik &ndash; verlor der Senator aus Vermont dagegen kein Wort. Er wurde auch nicht gefragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Der-Klassenkampf-spricht-Englisch\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Es ist nicht alles seine Schuld<\/strong><br>\nDer Kampf ums Klima ist nicht gleich verloren, nur weil die USA nicht mehr mitmachen. China holt auf &ndash; und Deutschland muss sich um seine Autos und Kraftwerke k&uuml;mmern. [&hellip;]<br>\nWenn ein Weltklimavertrag &uuml;berhaupt so etwas wie eine bremsende, regulierende Funktion entfaltet, wird man sich diese Wirkung kaum als globale Treibhausplanwirtschaft vorstellen k&ouml;nnen. Mit Widerstand ist zu rechnen, L&auml;nder werden aus- und wieder einsteigen, soeben beginnen die USA ein solches Man&ouml;ver. Und nat&uuml;rlich ist offene Obstruktion, wie die Trump-Regierung sie &uuml;bt, nur eine Form des Widerstands.<br>\nDie deutsche Methode besteht eher darin, die gro&szlig;e Bedeutung des Klimaschutzes zu betonen, um ihn zu ignorieren, wenn es darauf ankommt: beim Atomausstieg, in der Verkehrspolitik, im Wohnungsbau. Alle zehn Jahre, ganz grob gesch&auml;tzt, braucht Deutschland ein neues Klimaziel &ndash; damit nicht auff&auml;llt, dass das jeweils letzte nach jahrelanger Vernachl&auml;ssigung unerreichbar geworden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/donald-trump-pariser-klimabkommen-ausstieg-deutschland-verantwortung\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Trump und das Welt-Klima&rdquo;Merkel blockiert auf der europ&auml;ischen Ebene&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem angek&uuml;ndigten Ausstieg der USA aus dem Klimaschutzabkommen ist die Kritik vonseiten der Bundesregierung besonders laut. Doch der Zeigefinger in Richtung Washington sei &uuml;berhaupt nicht angebracht, sagte der Kieler Klimaforscher Mojib Latif im Dlf. Deutschland trete immer als Mahner auf, aber die Bundeskanzlerin blockiere auf europ&auml;ischer Ebene.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/trump-und-das-welt-klima-merkel-blockiert-auf-der.694.de.html?dram:article_id=387708\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Weil die SPD keine AfD sein wollte<\/strong><br>\nWarum die Sozialdemokraten aus machttaktischen Gr&uuml;nden froh sein werden, wenn es die &raquo;Schande f&uuml;r Deutschland&laquo; in den Bundestag schafft<br>\nWas war das doch f&uuml;r eine Aufbruchsstimmung, die Martin Schulz da in seine Rede im Willy-Brandt-Haus legte, als er Ende Januar vor ausgesuchten Genossinnen und Genossen sprach. Die Sozialdemokratie sollte wieder Kanzlerpartei werden. Auch um gegen die Rechtspopulisten ein Zeichen zu setzen. Und um sie, die er eine &raquo;Schande f&uuml;r Deutschland&laquo; nannte, wegzuhalten von etwaigen Machtoptionen. Dass man &raquo;diese Typen [&hellip;] bek&auml;mpfen&laquo; m&uuml;sse, hatte er schon ein Jahr vor seiner Kandidatur der Presse gallig ins Notizb&uuml;chlein diktiert. Jetzt sollte das angepackt werden. Mit ihm als SPD-Kanzler.<br>\nVier Monate sind seitdem vergangen. Die Umfragewerte sind so, wie sie waren, als Gabriel Schulz die Kandidatur antrug. Zwischenzeitlich sah es jedoch tats&auml;chlich bei fast allen Demoskopen so aus, als w&uuml;rde die Sozialdemokratie zu einer Alternative f&uuml;r Merkel-Deutschland werden k&ouml;nnen &ndash; je nachdem, wie offen sie sich f&uuml;r m&ouml;gliche Koalitionspartner zeigte. Aber dieser Hype kam viel zu fr&uuml;h, konnte bis September nicht gehalten werden. Nun ist man selbst als Juniorpartner in der Koalition nicht sicher. Ob nun bei Forsa, Emnid oder Allensbach: Fiele die AfD unter f&uuml;nf Prozent, w&auml;re die GroKo abgel&ouml;st und k&ouml;nnte diese Regierung durch eine Neuauflage der sogenannten &raquo;b&uuml;rgerlichen Koalition&laquo; zwischen Union und FDP ersetzt werden. Anders, polemischer gesagt: Die Sozialdemokraten m&uuml;ssen froh sein, wenn es diese &raquo;Schande f&uuml;r Deutschland&laquo; in den Bundestag schafft. Denn ohne die AfD geht es geradewegs in die Opposition.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1052809.weil-die-spd-keine-afd-sein-wollte.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<p><strong>dazu: Umfragen: SPD sinkt in Gunst der W&auml;hler weiter<\/strong><br>\nDie SPD setzt ihren Sinkflug in den Umfragen fort: Im ZDF-&bdquo;Politbarometer&rdquo; kommen die Sozialdemokraten derzeit nur noch auf 25 Prozent (minus 2 Punkte), wie der Sender mitteilte. Die Union kann sich dagegen zum dritten Mal in Folge weiter absetzen (39 Prozent, plus 1). Bereits am Donnerstag hatte das Hamburger Institut GMS f&uuml;r die SPD einen Zustimmungswert von nur noch 23 Prozent gemeldet. Damit n&auml;hern sich die SPD-Umfragewerte denen vor der Nominierung von Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidaten im Januar. Im April noch hatten ihre Zustimmungswerte bei mehr als 30 Prozent gelegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/umfragen--spd-sinkt-in-gunst-der-waehler-weiter-27025302\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Keine gute Entscheidung<\/strong><br>\nDer Bundestag hat seine Gesch&auml;ftsordnung ge&auml;ndert, um einen AfD-Alterspr&auml;sidenten zu verhindern. Das nutzt nur den Rechtspopulisten.<br>\nNorbert Lammerts Absicht war gut. Der scheidende Bundestagspr&auml;sident will verhindern, dass ein AfD-Abgeordneter die erste Sitzung des neugew&auml;hlten Parlaments im Herbst mit einer Rede er&ouml;ffnen darf &ndash; dazu vermutlich einer, der den Holocaust als &bdquo;Mythos&ldquo; bezeichnet hat.<br>\nDeshalb hat das Parlament mit den Stimmen von CDU und SPD am fr&uuml;hen Freitagmorgen auf Lammerts Vorschlag hin die Gesch&auml;ftsordnung ge&auml;ndert: Alterspr&auml;sident des Bundestags soll k&uuml;nftig nicht mehr der an Jahren &auml;lteste Abgeordnete, sondern der mit den meisten Dienstjahren sein. Statt des bef&uuml;rchteten AfD-Mannes Wilhelm von Gottberg wird dies nun vermutlich der CDU-Abgeordnete und Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble werden.<br>\nOhne jeden Zweifel ist Sch&auml;uble die bessere Wahl. Und dennoch: Die Entscheidung ist falsch, schlecht f&uuml;r die Demokratie und sie wird vor allem der AfD nutzen. Denn diese kann sagen: Schaut her, die Regierungsparteien haben eine solche Angst vor uns, dass sie zu Verfahrenstricks greifen m&uuml;ssen. Auch k&ouml;nnen sich die Rechtspopulisten wieder mal als ausgegrenzt und damit als Opfer darstellen. Das d&uuml;rfte ihnen im Wahlkampf eher nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Alterspraesident\/!5417494\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Kritik an dieser &Auml;nderung der Gesch&auml;ftsordnung ist wohlbegr&uuml;ndet und richtig, und nat&uuml;rlich ist ein Holocaust-Leugner an prominenter Stelle im Bundestag eine Schande &ndash; aber dass der durch die CDU-Spendenaff&auml;re belastete Sch&auml;uble, der schon mal Flugzeuge abschie&szlig;en und die Bundeswehr im Innern einsetzen wollte und auch die Beschr&auml;nkung des Gesetzgebers durch das Grundgesetz beklagt <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/bundesverfassungsgericht-berliner-gedankenspiele-zur-dritten-gewalt-12879093.html\">hat<\/a>, eine so viel bessere Wahl w&auml;re, stelle ich infrage.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kretschmann &uuml;berzeugt bei Podiumsdiskussion in Berlin<\/strong><br>\nAuftritte in Berlin sind f&uuml;r Winfried Kretschmann prinzipiell Ausw&auml;rtsspiele. Besonders Gremiensitzungen seiner eigenen Partei meidet der baden-w&uuml;rttembergische Ministerpr&auml;sident nach M&ouml;glichkeit &ndash; die Rituale und Profilneurosen auf der Hauptstadtb&uuml;hne sind ihm ein Graus. Erstaunlich wohl f&uuml;hlte sich der Gr&uuml;ne jetzt aber bei einer Veranstaltung der Initiative &bdquo;Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo;, einer von Arbeitgebern und Industrie finanzierten marktliberalen Lobby-Organisation.<br>\nKretschmann war gebeten worden, &bdquo;20 Minuten Klartext&ldquo; zu reden, und wurde befragt von einem prominenten Parteifreund, dem fr&uuml;heren Bundestagsabgeordneten der Gr&uuml;nen, Hubert Kleinert, der heute als Politik-Professor in Kassel t&auml;tig ist. Im Publikum mischten sich ehemalige und aktuelle Bundestagsabgeordnete von FDP und CDU mit Interessenvertretern von Verb&auml;nden und Unternehmen &ndash; Dirk Niebel und Hermann Otto Solms, Oswald Metzger und Thomas Barei&szlig;. Ein Hauch von &bdquo;Jamaika&ldquo; waberte durch den Salon in Berlin-Mitte. [&hellip;]<br>\nDer neoliberale Gastgeber war rundum zufrieden mit Kretschmann: &bdquo;Das ist ja fast einer von uns&ldquo;, raunte ein sichtlich &shy;&uuml;berzeugter Lobbyist, &bdquo;wenn er nur nicht demn&auml;chst ein &shy;Fahrverbot f&uuml;r Dieselautos verh&auml;ngt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swp.de\/ulm\/nachrichten\/suedwestumschau\/_das-ist-ja-fast-einer-von-uns_-15134920.html\">S&uuml;dwest Presse<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>NRW-Abgeordnete bekommen mehr Geld<\/strong><br>\nAm Ende geht&rsquo;s ums Geld: Als letzter Tagesordnungspunkt der konstituierenden Sitzung des neuen Landtags am Donnerstag (01.06.2017) ist eine Erh&ouml;hung der Abgeordnetenbez&uuml;ge beschlossen worden. Nach einer Mitteilung der fr&uuml;heren Parlamentspr&auml;sidentin Carina G&ouml;decke (SPD) sollen die Di&auml;ten zum 1. Juli um rund 180 Euro monatlich auf dann 11.185,85 Euro steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/landespolitik\/landtag-abgeordnetenbezuege-100.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> K&ouml;stlich immer wieder &ndash; diese &ldquo;Meldungen&rdquo; des &ldquo;Postillon&rdquo;. Huch! Diese Nachricht stammt doch gar nicht aus der Feder des &ldquo;Postillon&rdquo;, die ist vom WDR! Jetzt verstehe ich Frau Merkels Standard-Phrase endlich richtig: UNS geht es gut.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Sicheres Herkunftsland: De Maizi&egrave;re verbringt Sommerurlaub in Afghanistan<\/strong><br>\nBerlin, Kabul (dpo) &ndash; Deutschlands Innenminister will sich im Urlaub keine Sorgen um seine Sicherheit machen. Deshalb wird Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) seinen Sommerurlaub in diesem Jahr nach eigenen Angaben in dem sicheren Herkunftsland Afghanistan verbringen &ndash; schlie&szlig;lich werden regelm&auml;&szlig;ig Fl&uuml;chtlinge dorthin abgeschoben, ohne um ihr Leben f&uuml;rchten zu m&uuml;ssen.<br>\n&ldquo;In Afghanistan ist das Wetter in dieser Jahreszeit fantastisch&rdquo;, best&auml;tigte de Maizi&egrave;re, der vor der Bundestagswahl noch schnell seinen Resturlaub verbrauchen muss, kurz vor dem Abflug Richtung Hindukusch.. &ldquo;Und sicher ist es dort auch. Sonst w&uuml;rde die Bundesregierung es niemals verantworten k&ouml;nnen, Menschen dort abzusetzen und sich selbst zu &uuml;berlassen!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/06\/sicheres-herkunftsland.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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