{"id":3862,"date":"2009-04-01T08:04:20","date_gmt":"2009-04-01T07:04:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3862"},"modified":"2009-04-01T08:04:43","modified_gmt":"2009-04-01T07:04:43","slug":"hinweise-des-tages-863","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3862","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Alarm am Arbeitsmarkt<\/li>\n<li>OECD erwartet deutsche Jobkatastrophe <\/li>\n<li>&ldquo;Gro&szlig;e Depression&rdquo;: Die Lehren aus 1929<\/li>\n<li>Merkel versteht nicht, wie ernst die Krise ist<\/li>\n<li>&ldquo;Die G 20 ist illegitim&rdquo;<\/li>\n<li>Ex-GM-Chef erh&auml;lt 20 Millionen Dollar Pension<\/li>\n<li>Heiner Flassbeck: Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert<\/li>\n<li>Datenschutz 2008: Das Jahr der Skandale &ndash; nicht der Konsequenzen<\/li>\n<li>Beamtenstreik- geht doch!<\/li>\n<li>B&uuml;ndnis der Medien mit der Gewalt<\/li>\n<li>Atom-Endlager: Jeder Tausendste darf krank werden<\/li>\n<li>Nachtrag zur Bilanz von Mehdorn<\/li>\n<li>SPD-Fl&uuml;gelk&auml;mpfe: Wie Sozis die Sozis retten wollen<\/li>\n<li>Statt Steuerprogression Armutsproduktion: FlatTax-Attacke aus Osteuropa<\/li>\n<li>Werbeverbot f&uuml;r Medikamente steht auf der Kippe<\/li>\n<li>NATO: Wie ein Hammer auf der Suche nach N&auml;geln<\/li>\n<li>Kriege im Irak und Afghanistan kosten USA 686 Mrd Dollar<\/li>\n<li>Massengrab Mittelmeer<\/li>\n<li>Klaus Klemm: Dresdner Bildungsgipfel &ndash; &ldquo;Wichtige Ziele bleiben unerreicht&rdquo;<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3862&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Alarm am Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nErstmals seit 1928 gabe es keine Fr&uuml;hjahrsbelebung. Die Kurzarbeit sch&ouml;nt die Statistik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/04-01\/038.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Laut Bremer&nbsp;Institut&nbsp;f&uuml;r&nbsp;Arbeitsmarktforschung und&nbsp;Jugendberufshilfe&nbsp;(BIAJ): 5,970 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (Alg und Alg II). 5,867 Millionen Arbeitsuchende, darunter 3,586 Millionen Arbeitslose.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Monatsbericht<\/strong><br>\n&bdquo;Der konjunkturelle Abschwung wirkt sich zunehmend auf den Arbeitsmarkt aus. Die drei wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes entwickelten sich negativ: Die Arbeitslosigkeit stieg, die sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung nahm ab und die Arbeitskr&auml;ftenachfrage ging weiter zur&uuml;ck. Allerdings hat Kurzarbeit dem stabilisierend entgegengewirkt&ldquo;, erkl&auml;rte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), Frank-J. Weise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/nn_27030\/zentraler-Content\/Pressemeldungen\/2009\/Presse-09-027.html%20\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>OECD erwartet deutsche Jobkatastrophe<\/strong><br>\nF&uuml;nf Millionen Arbeitslose bis 2010: Dieses Schreckensszenario entwirft die Industriel&auml;nderorganisation. Die Bundesregierung m&uuml;sse dringend mit weiteren Milliarden gegensteuern &ndash; was die Kanzlerin aber vehement ablehnt.\n<p>Die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) r&auml;t der Bundesregierung zu einem weiteren milliardenschweren Konjunkturprogramm. Ihrer neuen Prognose zufolge wird die Wirtschaftsleistung in Deutschland in diesem Jahr um 5,3 Prozent einbrechen. Nach Japan leide Deutschland am st&auml;rksten von den sieben gro&szlig;en Industriestaaten unter der Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:Wirkung-der-Konjunkturpakete-OECD-erwartet-deutsche-Jobkatastrophe\/494504.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Gro&szlig;e Depression&rdquo;: Die Lehren aus 1929<\/strong><br>\nDie Wirtschaftsberaterin von US-Pr&auml;sident Barack Obama, Christina Romer, ist eine der f&uuml;hrenden Expertinnen f&uuml;r die &ldquo;Gro&szlig;e Depression&rdquo;. Die Berkeley-Professorin ist der Frage nachgegangen, was die heutige Wirtschaftspolitik aus dem Desaster der 30-er Jahre lernen kann. Zu welchen erstaunlichen Schl&uuml;ssen Romer kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/wissenswert\/die-lehren-aus-1929;2219622\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Lesenswert, auch wenn Leser der NachDenkSeiten die Schlussfolgerungen der Berkeley-Professorin gar nicht erstaunlich finden werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel versteht nicht, wie ernst die Krise ist<\/strong><br>\nDie Kanzlerin will beim G-20-Gipfel hart bleiben gegen&uuml;ber US-Forderungen nach neuen Konjunkturpaketen. Genau das falsche Signal, kritisiert der einflussreiche US-&Ouml;konom Adam Posen und wirft Merkel vor, keine Ahnung von Wirtschaftspolitik zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-616511,00.html\">SPIEGEL online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die G 20 ist illegitim&rdquo;<\/strong><br>\nDie globalisierungskritische indische &Ouml;konomin Jayati Ghosh fordert einen &ldquo;Marshallplan f&uuml;r den S&uuml;den&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2009%2F03%2F31%2Fa0116&amp;cHash=e0edd573b7&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Ex-GM-Chef erh&auml;lt 20 Millionen Dollar Pension<\/strong><br>\nUnter der F&uuml;hrung von Rick Wagoner fuhr der US-Autokonzern General Motors Rekordverluste ein. Der Mutterkonzern des deutschen Autobauers Opel k&auml;mpft ums &Uuml;berleben. Wagoner selbst wird es nach seinem R&uuml;cktritt nicht schlechter gehen: Er verl&auml;sst seine Stelle mit einem Scheck &uuml;ber 20 Millionen Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article3474885\/Ex-GM-Chef-erhaelt-20-Millionen-Dollar-Pension.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Gespr&auml;ch mit Heiner Flassbeck <\/strong><br>\nanl&auml;sslich der Ver&ouml;ffentlichung seines Buches: &ldquo;Gescheitert, Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.radiobremen.de\/radio\/nordwestradio\/audio8346-popup.html\">Radio Bremen<\/a><\/li>\n<li><strong>Datenschutz 2008: Das Jahr der Skandale &ndash; nicht der Konsequenzen<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich der Vorstellung seines T&auml;tigkeitsberichts f&uuml;r das vergangene Jahr zieht der Leiter des Unabh&auml;ngigen Landeszentrums f&uuml;r Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), Dr. Thilo Weichert, eine ern&uuml;chternde Bilanz: &ldquo;Das vergangene Jahr war eines der Datenskandale und der Ank&uuml;ndigungen &ndash; nicht der Konsequenzen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.datenschutzzentrum.de\/presse\/20090331-taetigkeitsbericht.htm\">Datenschutzzentrum<\/a><\/li>\n<li><strong>Beamtenstreik &ndash; geht doch!<\/strong><br>\nBeamtinnen und Beamte d&uuml;rfen nicht streiken. Das erz&auml;hlen die Gewerkschaften des &ouml;ffentlichen Dienstes landauf landab den Besch&auml;ftigten des &ouml;ffentlichen Dienstes  in jeder Tarifrunde. In Bremen hat die GEW inzwischen das Beamtenstreikrecht durchgesetzt &ndash; durch Streik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzwerk-verdi.de\/132.0.html\">Netzwerk Verdi<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wir &uuml;berlassen es unseren Lesern, sich eine Meinung &uuml;ber diese innergewerkschaftliche Opposition zu bilden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>B&uuml;ndnis der Medien mit der Gewalt<\/strong><br>\nBei gro&szlig;en Protesten ist die mediale Berichterstattung meist weitgehend auf gewaltt&auml;tige Proteste fixiert.  Die Medienwissenschaftler Dieter Rucht und Simon Teune untersuchten mit einer quantitativen Inhaltsanalyse insgesamt 1240 Artikel in elf deutschen Tageszeitungen, die sich mit dem G8-Gipfel in Heiligendamm auseinandersetzten. Ihr Ergebnis: nur in 1,7% der Artikel mit Bezug auf den Gipfel wurden die Inhalte der Protestierenden erw&auml;hnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30047\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em>Dazu passt: <\/em><\/p>\n<p><strong>Es war, als w&auml;ren wir unter die Wegelagerer gefallen<\/strong><br>\nPolizei schikanierte die Insassen von zwei ver.di-Bussen, die auf dem Weg zur Demonstration in Frankfurt\/Main waren. Ein Gespr&auml;ch mit Simon Ernst, Vorstandsmitglied der ver.di-Jugend NRW-S&uuml;d.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/04-01\/034.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Atom-Endlager: Jeder Tausendste darf krank werden<\/strong><br>\nNach einem Entwurf des Umweltministeriums darf k&uuml;nftig jeder 1000. Anwohner eines Endlagers Krebs bekommen. Erst wenn es mehr sind, werden Sicherheitsanforderungen nicht erf&uuml;llt. Das Bundesumweltministerium hat einen neuen Entwurf f&uuml;r die Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung radioaktiver Abf&auml;lle vorgelegt. Demnach soll ein Endlager f&uuml;r hochradioaktiven M&uuml;ll genehmigungsf&auml;hig sein, wenn in sp&auml;teren Generationen jeder tausendste Anwohner einen schwerwiegenden Gesundheitsschaden durch freigesetzte Radionuklide erleidet. Als solcher kommt nur Strahlenkrebs in Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/jeder-tausendste-darf-krank-werden\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Zur Bilanz von Mehdorn ein Nachtrag von Dr. Martin Weigele:<\/strong><br>\nRechnet man die Konzern&uuml;bersch&uuml;sse der Jahre 2001-2008 den Bundeszusch&uuml;ssen entgegen, dann ergibt sich in Mio EURO:\n<p>&Uuml;bersch&uuml;sse(2001-2008) = 1321+1716+1680+611+180-245-468-406 = 4389<\/p>\n<p>Bundesleistungen (2001-2008) lt. BRH = 8000<\/p>\n<p>Verlust (2001-2008) = 4389 &ndash; 8000 = &ndash; 3.7 Milliarden <\/p>\n<p>Soweit eine kleine Kurzbetrachtung zum Erfolg von Herrn Mehdorn, wobei unklar ist, ob dieser Bericht wirklich alle &ouml;ffentlichen Zusch&uuml;sse umfasst. Damit ist klar, die Bilanz wurde f&uuml;r den geplanten B&ouml;rsengang  auf Kosten des Steuerzahlers gesch&ouml;nt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bundesrechnungshof.de\/veroeffentlichungen\/sonderberichte\/bericht-finanzierung-bundesschienenwege.pdf\">Bundesrechnungshof [PDF &ndash; 187 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD-Fl&uuml;gelk&auml;mpfe: Wie Sozis die Sozis retten wollen<\/strong><br>\nDie AGSS ist eine dezidiert linke Gruppierung, die den Kurs des Spitzenkandidaten Frank Walter Steinmeier und seines Parteichefs Franz M&uuml;ntefering harsch kritisiert. Zu den Gr&uuml;ndern der Arbeitsgemeinschaft, die sich nach eigenen Angaben vor gut drei Wochen zusammengefunden hat, geh&ouml;ren Wolfgang Denia, der fr&uuml;here Landeschef der Gewerkschaft verdi in Niedersachsen, und der EU-Experte Michael Buckup, derzeit Referent in der nieders&auml;chsischen Staatskanzlei.\n<p>Im Willy-Brandt-Haus, der Parteizentrale der Sozialdemokraten, ist offiziell keine Stellungnahme zu bekommen. Es hei&szlig;t, diese Gruppe sei nicht weiter bedeutend, es sei eben einer von vielen Diskussionszirkeln in der SPD. Diese Einsch&auml;tzung jedoch wird den Mitgliedern der AGSS nicht ganz gerecht. Neben Schreiner verzeichnet der Newsletter weitere prominenter Genossen als Mitglieder. Darunter der ehemalige SPD-Bundesminister Herbert Ehrenberg und der fr&uuml;here SPD-Staatssekret&auml;r Rudolf Dressler, der fr&uuml;here IG Metall-Vorsitzende J&uuml;rgen Peters, der nieders&auml;chsische Ex-Sozialminister Wolf Weber, die SPD-Politiker Horst Fricke, Walter Hiller sowie Albrecht M&uuml;ller, der f&uuml;r die SPD den Willy-Brandt-Wahlkampf 1972 organisiert hatte. Buckup sagte zu stern.de, dass es insgesamt &ldquo;mehrere Hundert&rdquo; Sympathisanten und Unterst&uuml;tzer g&auml;be.<\/p>\n<p>Ziel der Arbeitsgemeinschaft sei es nicht nur, Einfluss auf das derzeit in Entwicklung befindliche SPD-Wahlprogramm zu nehmen. Es gehe auch darum, entt&auml;uschte Mitglieder wieder einzusammeln, sagte Buckup. Das best&auml;tigte auch ein sein Mitstreiter Denia im Gespr&auml;ch mit stern.de. Die AGSS wolle &ldquo;weitere Ausfransungen am linken Rand der SPD verhindern&rdquo;. Er teile die Einsch&auml;tzung des Ex-CDU-Generalsekret&auml;rs, dass die SPD von ihrer eigenen F&uuml;hrung fast zerst&ouml;rt worden sei, sagte Denia. Einen h&auml;rteren Vorwurf kann ein Sozialdemokrat seinem eigenen Spitzenpersonal kaum machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:SPD-Fl%FCgelk%E4mpfe-Wie-Sozis-Sozis\/659338.html?eid=0\">STERN<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Lesenswert, bis auf die d&auml;mliche Einleitung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Statt Steuerprogression Armutsproduktion: FlatTax-Attacke aus Osteuropa<\/strong><br>\nDas lange erwartete Platzen der Spekulationsblase und seine Folgen besch&auml;ftigt linke Analytiker und liberale Analysten rund um den Globus. Doch auch an ganz anderer Front gew&auml;rtigen wir derzeit einen Angriff auf ehedem gemeinschaftlich oder staatlich verwaltete soziale Systeme. Weniger spektakul&auml;r als die in der Bankenkrise offenbar gewordene Verbr&uuml;derung von Staat und Kapital, aber mindestens so systematisch, werden wir Zeugen einer Attacke auf ein bislang von sozialem Ausgleich gepr&auml;gtes Steuersystem. &bdquo;Flat Tax&ldquo; hei&szlig;t die in Osteuropa grassierende steuerpolitische Wende, die mittlerweile die Mehrheit der Staaten &ouml;stlich von Deutschland und &Ouml;sterreich erfasst hat. Von Hannes Hofbauer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lunapark21.net\/archiv\/lp21\/lp21_0804_28-29.pdf\">Lunapark21 [PDF &ndash; 146 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Werbeverbot f&uuml;r Medikamente steht auf der Kippe<\/strong><br>\n&ldquo;Aus Verbraucherschutzsicht katastrophal&rdquo; &ndash; Kritiker haben vor einer Lockerung des Werbeverbots f&uuml;r Medikamente in der EU gewarnt. &ldquo;Dann wird die pharmazeutische Industrie die M&ouml;glichkeit haben, unter dem Deckmantel der Information letztlich Werbeaussagen zu neuen Arzneimitteln breit zu lancieren&rdquo;, sagt Professor Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen &Auml;rzteschaft, gegen&uuml;ber Frontal21.\n<p>Bei einer Lockerung k&ouml;nne Werbung dann &uuml;ber verschiedene Printmedien und &uuml;ber das Internet verbreitet werden, warnt Ludwig. &ldquo;Das w&auml;re eine Entwicklung, die fatal ist.&rdquo; Die Auswirkungen von Arzneimittelwerbung seien in den USA sehr deutlich zu beobachten. &ldquo;Das Verordnungsverhalten wird dadurch massiv beeinflusst, die Preise f&uuml;r Arzneimittel steigen ins uferlose &ndash; wir m&uuml;ssen das f&uuml;r Europa unbedingt unterbinden, weil die pharmazeutische Industrie nicht der geeignete Lieferant von Informationen ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/29\/0,1872,7551773,00.html\">Frontal21<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>NATO: Wie ein Hammer auf der Suche nach N&auml;geln<\/strong><br>\nDie Nato &uuml;berlebte unz&auml;hlige interne Krisen: Der Streit um den Suezkanal 1956; Frankreichs R&uuml;ckzug aus der Milit&auml;rorganisation 1966; in den Siebzigern und Achtzigern der Konflikt um die richtige Nuklearstrategie und dann um die Entspannungspolitik. Aus der gro&szlig;en Zeitenwende 1989 bis &rsquo;91, als die Berliner Mauer fiel, der Warschauer Pakt sich aufl&ouml;ste und die Sowjetunion auseinander fiel, ging die westliche Allianz triumphierend hervor: als eindeutiger Sieger des Kalten Kriegs.\n<p>Seitdem jedoch gleicht die Nato einem Hammer auf der Suche nach N&auml;geln: ein Milit&auml;rb&uuml;ndnis, das verzweifelt neue Auftr&auml;ge finden m&ouml;chte.<\/p>\n<p>Was aber den Doppelgipfel von Baden-Baden und Stra&szlig;burg angeht, so sollte sich niemand von dem Prunk und Pomp blenden lassen, den die 26 Nato-Regierungen dort entfalten werden. Auch hat es keinen Sinn, sich von den &uuml;berbordenden rhetorischen Selbstbegl&uuml;ckw&uuml;nschungen kirre machen zu lassen. Die Botschaften, die vor 60 Jahren die Kapelle im Wei&szlig;en Haus intonierte, sind noch immer beherzigenswert: &ldquo;Wir ham&rsquo; ville von n&uuml;scht&rdquo; und &ldquo;Man muss nich&rsquo; allet glooben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/11\/nato-jubilaeum\">Die Zeit<\/a><\/p>\n<p><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein f&uuml;r Atlantiker und Kriegseinsatzbef&uuml;rworter &uuml;berraschend selbstkritischer Artikel in der Zeit. &Uuml;brigens wurde der Warschauer Pakt, das Gegenb&uuml;ndnis zur NATO, schon 1991 aufgel&ouml;st. <a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/servlet\/ContentServer?pagename=ksta\/page&amp;atype=ksArtikel&amp;aid=1236753320838\">Wichtige Daten des Nordatlantischen B&uuml;ndnisses<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>&bdquo;Sicherheitsstrategie f&uuml;r Deutschland&ldquo; von CDU und CSU<\/strong><br>\nCDU und CSU verlangen in ihrem &raquo;Strategiepapier&laquo; eine &Auml;nderung der Sicherheitspolitik: Die Sicherheitsbeh&ouml;rden sollen zentralisiert, verbunden und entgrenzt, die &raquo;innere Sicherheit&laquo; und Au&szlig;enpolitik einer Militarisierung unterzogen werden. Dies sind auch seit l&auml;ngerem die Merkmale der herrschenden Sicherheitspolitik &ndash; sowohl unter der rot-gr&uuml;nen als auch unter der schwarz-roten Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2008\/20\/21777.html%20\">Jungle World<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu noch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Kriege im Irak und Afghanistan kosten USA 686 Mrd Dollar<\/strong><br>\nDie Kriege im Irak und Afghanistan sowie der Kampf gegen den Terrorismus haben die USA seit 2001 685,7 Milliarden Dollar gekostet. Wie der Rechnungshof des Kongresses (GAO) am Dienstag mitteilte, entfielen davon allein 533,5 Milliarden Dollar auf den Krieg im Irak. Die Eins&auml;tze in Afghanistan, am Horn von Afrika und den Philippinen kommen demnach zusammen auf eine Summe von 124,1 Milliarden Dollar. Die &uuml;brigen 28,1 Milliarden Dollar wurden f&uuml;r Ma&szlig;nahmen zur Verteidigung der USA selbst ausgegeben. Damit nahm das Verteidigungsministerium rund 85 Prozent der seit 2001 vom Kongress zur Verf&uuml;gung gestellten Mittel von 808 Milliarden Dollar in Anspruch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/deEuroRpt\/idDELV68498820090331%20\">Reuters<\/a><\/p>\n<p>Oh h&auml;tte man doch dieses Geld sinnvoll angelegt:<\/p><\/li>\n<li><strong>Massengrab Mittelmeer<\/strong><br>\nMindestens 300 Tote, vielleicht einige hundert mehr, die man nie findet: Die F&uuml;chtlingskatastrophe im Mittelmeer k&ouml;nnte die gr&ouml;&szlig;te werden, die Europa bisher erlebt hat. Aber sie wird nicht die gr&ouml;&szlig;te bleiben. Was rund ums Mittelmeer passiert, ist ein Fanal f&uuml;r die Welt. Denn die Zahl derer, die vor dem Elend fliehen, wird mit der globalen Wirtschaftskrise dramatisch wachsen. Sinkende Rohstoffpreise, teurere Lebensmittel, ausbleibende Kredite versch&auml;rfen die Armut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1705900&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Dresdner Bildungsgipfel: &ldquo;Wichtige Ziele bleiben unerreicht&rdquo;<\/strong><br>\nDie von Bund und L&auml;ndern auf dem Dresdner Bildungsgipfel vereinbarten Mehrausgaben w&uuml;rden einer Studie zufolge zu Verbesserungen bei Kitas und Schulen f&uuml;hren. Sollten die Ziele umgesetzt werden, w&auml;ren etwa Krippenpl&auml;tze f&uuml;r 35 Prozent aller unter Dreij&auml;hrigen, mehr Ganztagsschulen oder eine bessere F&ouml;rderung von Risikosch&uuml;lern m&ouml;glich, sagte der Bildungsforscher Klaus Klemm am Montag in Berlin. \n<p>An den Hochschulen dagegen lie&szlig;e sich allenfalls der Status Quo erhalten. Auch blieben wichtige Ziele wie kleinere Schulklassen oder der Ausbau des Baf&ouml;g unerreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wissen_und_bildung\/aktuell\/1704645_Dresdner-Bildungsgipfel-Wichtige-Ziele-bleiben-unerreicht.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Alarm am Arbeitsmarkt<\/li>\n<li>OECD erwartet deutsche Jobkatastrophe <\/li>\n<li>&ldquo;Gro&szlig;e Depression&rdquo;: Die Lehren aus 1929<\/li>\n<li>Merkel versteht nicht, wie ernst die Krise ist<\/li>\n<li>&ldquo;Die G 20 ist illegitim&rdquo;<\/li>\n<li>Ex-GM-Chef erh&auml;lt 20 Millionen Dollar Pension<\/li>\n<li>Heiner Flassbeck: Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert<\/li>\n<li>Datenschutz 2008: Das Jahr der Skandale &ndash;<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3862\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3862","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3862","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3862"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3862\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3862"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3862"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3862"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}