{"id":38638,"date":"2017-06-07T08:11:34","date_gmt":"2017-06-07T06:11:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638"},"modified":"2017-06-07T08:11:34","modified_gmt":"2017-06-07T06:11:34","slug":"hinweise-des-tages-2889","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h01\">Das j&uuml;dische Problem der Labour Party<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h02\">Katar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h03\">Raus aus der Gefangenschaft der Merkel-Politik!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h04\">Politikwechsel hei&szlig;t: Eine andere Sozialpolitik, eine andere Europapolitik und eine andere Ostpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h05\">Die OECD r&uuml;ckt nach links<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h06\">Mieterbund: Gro&szlig;e Koalition hat nicht genug f&uuml;r Mieter getan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h07\">Wenn der Chef dich neun Mal k&uuml;ndig: Gewerkschafter sprechen &uuml;ber &raquo;Union Busting&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h08\">Zur Entwicklung der Tarifbindung und der betrieblichen Mitbestimmung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h09\">Autobahnen: Hohe Risiken f&uuml;r Steuerzahler und Autofahrer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h10\">Herkunft und\/oder Haltung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h11\">Nordkorea: &bdquo;Man merkt, dass die Sanktionen greifen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h12\">Morales: USA unterst&uuml;tzen Putsch in Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h13\">NATO = Frontex?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h14\">Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages h&auml;lt NetzDG ebenfalls f&uuml;r europarechtswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h15\">Krise in Brasilien &ndash; Im Labyrinth der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h16\">Anzeige gegen Jobcenter Pankow: Berliner Mutter wehrt sich gegen Stelle in Sexshop<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38638#h17\">Die R&uuml;ckkehr der S&ouml;ldner<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das j&uuml;dische Problem der Labour Party<\/strong><br>\nSchon vor Jeremy Corbyn war die Labour Party von antisemitischer F&auml;ulnis zersetzt, aber jetzt stinkt diese schlimmer als je zuvor. Eine einstmals gro&szlig;e Partei verwechselt den demokratischen Sozialismus mit einem Sozialismus von Irren.<br>\nJeremy Corbyns Aufstieg f&auml;llt zeitlich recht genau mit einer wachsenden Toleranz gegen&uuml;ber dem Antisemitismus innerhalb der britischen Linken zusammen.<br>\nAbgesehen von der erfreulich leblosen British National Party finden sich in der britischen Rechten heute kaum noch Anzeichen von Antisemitismus. Man vergleiche damit einmal die elende Lage innerhalb der Linken. Seit der Kaperung der Labour Party durch Jeremy Corbyn und seine Gefolgsleute im Herbst 2015 ist die Partei von einer Serie antisemitischer Skandale heimgesucht worden. Ken Livingstones krankhafte Fixierung auf die Behauptung, Hitler sei ein Zionist gewesen (die letztlich Israel als Reinkarnation Nazideutschlands erscheinen lassen soll), w&auml;re eigentlich nur l&auml;cherlich, wenn der fr&uuml;here B&uuml;rgermeister Londons keine so popul&auml;re Gestalt in seiner Partei w&auml;re.<br>\nTats&auml;chlich war die Zahl der antisemitischen Ausf&auml;lle in der Labour Party so gewaltig, dass sie sowohl die Partei als auch den Innenausschuss des Parlaments zu getrennten Untersuchungen veranlasste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/wahl-in-grossbritannien\/wahl-in-grossbritannien-das-juedische-problem-der-labour-party-15048708.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.H.:<\/strong> Wie bereits aus dem Vorspann deutlich hervorgeht, zielt der Artikel des amerikanischen Gastautors James Kirchick allein darauf ab, Jeremy Corbyn auf das Sch&auml;ndlichste mit Schmutz zu bewerfen &ndash; und das nat&uuml;rlich zwei Tage vor den anstehenden Unterhauswahlen in Gro&szlig;britannien. Das, was der streng neokonservative Kerchick hier zum Besten gegeben hat, kann nur als Propaganda bezeichnet werden. So betreibe Corbyn &ldquo;Kameraderie mit einer elenden Kollektion von Terroristen, Spinnern und Antisemiten&rdquo;. Zudem wird der Antisemitismus in Gro&szlig;britannien als vornehmlich linkes! Problem dargestellt. Eine derartige Verleumdungskampagne habe ich jedenfalls noch nicht gelesen.<\/em><br>\n<em>Noch einige Informationen zum Autor: Der j&uuml;disch-amerikanische Journalist James Kirchick trat auch als Russland bzw. Putin-Kritiker in Erscheinung. In einem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CHPxybEhIbM\">RT-Interview<\/a> sollte er eigentlich ein Statement zu Chelsea Manning abgeben, holte stattdessen aber zu einer aggressiv vorgetragenen Generalkritik &uuml;ber das homophobe Russland und den Staatssender RT aus. Ich merke dies nur insofern an, weil Kirchick andere Regime, in denen es Homosexuellen noch deutlich schlechter geht als in Russland (z.B. Saudi Arabien) noch nicht mit einer derartigen Kritik bedacht hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Da Labour den Tories immer n&auml;her kommt, sehen die Neoliberalen ihre Felle davon schwimmen und packen die Antisemitismuskeule aus. Mieser, erb&auml;rmlicher und sprachlich niveauloser geht es nicht. Hier kann man antizipieren welchen Attacken Jeremy Corbyn in Gro&szlig;britannien ausgesetzt ist und auf welchem Niveau sich die &ldquo;besseren&rdquo; Kreise bewegen, wenn sie einmal die Maske fallen lassen. Am&uuml;santerweise ist der Autor nicht einmal Brite, sondern ein amerikanischer Journalist <a href=\"http:\/\/www.foreignpolicyi.org\/content\/james-kirchick\">aus dem Dunstkreis<\/a> der US-Neocons. Fast schon logisch, dass Kirchick auch Fellow der Atlantik Br&uuml;cke ist. Da die FAZ diese hasserf&uuml;llte P&ouml;belei publiziert, scheint die Chefredaktion der FAZ den Tenor des Textes zu teilen. Man kennt sich eben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Katar<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>L&uuml;ders: &ldquo;Konfrontation mit Katar ist pikant&rdquo;<\/strong><br>\nDie diplomatische Eskalation auf der arabischen Halbinsel h&auml;nge mit dem Besuch des US-Pr&auml;sident Trump zusammen. Bei dem Abbruch der Beziehungen zu Katar gehe es Hintergr&uuml;ndig um den Erzfeind Iran, zu dem Katar gute Beziehungen pflege, sagt Michael L&uuml;ders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/zdf-morgenmagazin\/zdf-morgenmagazin-clip-17-244.html\">ZDF Morgenmagazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Saudi-Arabien: Wei&szlig;waschung und Machtanspruch<\/strong><br>\n&ldquo;Katar als S&uuml;ndenbock&rdquo; &ndash; Der Streit der Golfstaaten &uuml;ber Terrorunterst&uuml;tzung hat Dimensionen, die auch Deutschlands Waffenlieferungen betreffen (&hellip;) Es gibt noch mehr US-Think Tanks, die vom Geld aus Katar profitieren. Ein Bericht der New York Times gibt einen &Uuml;berblick. Genannt wird auch das Atlantic Council, dessen Mitarbeiter im Syrien-Konflikt sich mit wohlmeinenden &Auml;u&szlig;erungen zur bewaffneten syrischen Opposition hervortaten. Schaut man genauer hin, so erf&auml;hrt man, dass auch Saudi-Arabien und die VAE das Atlantic Council und andere Einfluss- und politische Script-Fabriken wie das Center for Strategic and International Studies mit viel Geld f&uuml;ttern. Auch Haaretz berichtet aktuell &uuml;ber solche Finanzhilfen aus Golfl&auml;ndern f&uuml;r die Denkfabriken. (&hellip;) Der Medienkrieg zeigt an, dass der Streit durchaus eine gr&ouml;&szlig;ere Dimension hat, die l&auml;ngst nicht nur die Golfstaaten betrifft und dass M&ouml;glichkeiten bestehen, dass er sich auswachsen k&ouml;nnte. Ein Blick auf gro&szlig;e Finanzbeteiligungen Katars unter anderem auch an der Volkswagen AG und der Deutschen Bank ist ein Hinweis darauf, wer alles mit hineingezogen werden k&ouml;nnte. So oder so muss sich die deutsche Regierung bei ihren Waffengesch&auml;ften mit Golfstaaten nun vor Augen halten, wie schnell sich Situationen im Nahen Osten &auml;ndern k&ouml;nnen, und dass die Standarderkl&auml;rung, die Waffenlieferungen mit Stabilit&auml;t in Golftstaaten verbindet, pure Augenwischerei ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Saudi-Arabien-Weisswaschung-und-Machtanspruch-3735790.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>FBI vermutet russische Hacker hinter Katar-Krise<\/strong><br>\nSind russische Hacker f&uuml;r die Krise in der Golfregion verantwortlich? Laut CNN kommen FBI-Ermittler zu dem Schluss, dass Angreifer eine Fehlinformationskampagne initiiert haben. [&hellip;]<br>\nNun berichtet CNN: FBI-Ermittler, die die mutma&szlig;liche Cyberattacke untersuchten, verd&auml;chtigen russische Hacker, eine Fehlinformationskampagne initiiert zu haben.<br>\nDem Bericht zufolge reisten Experten der US-Bundespolizei Ende Mai in die Hauptstadt Doha, um den mutma&szlig;lichen Cyberangriff zu untersuchen. Der TV Sender beruft sich auf Geheimdienstmitarbeiter, die &uuml;ber die Ermittlungen unterrichtet wurden.<br>\nDemnach seien die Hacker aus Russland vor rund zwei Wochen in die Systeme der staatlichen Nachrichtenagentur Katars eingedrungen und h&auml;tten dort eine Fake-News-Geschichte platziert. Darin standen laut der Regierung Katars falsche Informationen hinsichtlich der F&uuml;hrung des Emirates, die gegen&uuml;ber Iran und Israel freundlich schienen. &Uuml;berdies soll in dem Bericht in Frage gestellt worden sein, ob sich US-Pr&auml;sident Donald Trump im Amt halten k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/katar-fbi-vermutet-russische-hacker-hinter-krise-a-1150946.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Potztausend! Nun warte ich nur noch auf die FBI-Enth&uuml;llung, dass russische Hacker auch Kennedy ermordet und den Zweiten Weltkrieg ausgel&ouml;st haben. Das sind schon Teufelskerle, diese russischen Hacker!<\/em><\/p>\n<p><em>Jenseits der Ironie hat sich Albrecht M&uuml;ller erst gestern <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38630\">mit dem Thema befasst<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Raus aus der Gefangenschaft der Merkel-Politik!<\/strong><br>\nEs gibt f&uuml;r die SPD wohl keinen direkten Weg ins Kanzleramt: Wer Mehrheiten f&uuml;r eine linke Politik erreichen will, muss dem Mainstream etwas entgegensetzen &ndash; statt ihm hinterherzulaufen. Ein Appell. (&hellip;) Es scheint, als ob hier die europ&auml;ische Gesamtlinke in eine Falle gelaufen ist. Die aktionistische Fl&uuml;chtlingspolitik der Kanzlerin hat europaweit den rechten Parteien W&auml;hler zugetrieben, W&auml;hler, die eigentlich von der Linken zu verstehen und zu integrieren w&auml;ren. Dies Dilemma kann die Linke nur l&ouml;sen, wenn sie ihren Begriff von internationaler Solidarit&auml;t kl&auml;rt. Wer die Kriege und die geopolitischen Machtk&auml;mpfe im Nahen und Mittleren Osten nicht als Ursache der Destabilisierung benennt, betreibt zwar verdienstvolle Sozialarbeit, ist aber fern von einer politischen Antwort auf die Migrationskrise. (&hellip;) Mit den falschen Lehren aus dem Umbruch der Jahre 1989 ist die gesamte europ&auml;ische Linke in eine Sinnkrise und Orientierungslosigkeit geraten, die zu ihrer umfassenden Niederlage und Bedeutungslosigkeit gef&uuml;hrt hat. Das war vielleicht unvermeidlich. Dass sich gro&szlig;e Teile der sozialdemokratischen und gr&uuml;nen F&uuml;hrungsschichten aber ohne Not freiwillig in die ewige Gefangenschaft von neoliberalen und neokonservativen Politikkonzepten und -strategien begeben, deren praktische Ergebnisse nach 25 Jahren des wilden Experimentierens niemanden &uuml;berzeugen, ist nichts als selbst verschuldete Unm&uuml;ndigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/bundestagswahl-raus-aus-der-gefangenschaft-der-merkel-politik\/19893354.html\">Antje Vollmer und Peter Brandt im Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Alles absolut richtig, was in diesem Beitrag steht. Nur, insbesondere bei der SPD wird dieser Appell wieder einmal auf taube Ohren sto&szlig;en. Solange es die SPD(-Basis) nicht schafft, sich ihrer neoliberalen F&uuml;hrungsriege, sich der Gabriels, Oppermanns, Kahrs, Zypries zu entledigen und sich vom neoliberalen &ldquo;Dritten Weg&rdquo; zu verabschieden, gibt es erst einmal wenig Chancen, einen Politikwechsel auf parlamentarischem Weg zu erreichen. Es fehlt ein deutscher Bernie Sanders und definitiv, Martin Schulz ist es nicht und war es nie! Aber das politische Potential w&auml;re da, wie Bernie Sanders gefeierter Auftritt vergangene Woche in der FU Berlin gezeigt hat. Leider kann auch die Linke dies aktuell nicht im Ansatz leisten. Popul&auml;re Personen wie Sahra Wagenknecht haben viel zu sehr mit Angriffen aus den eigenen Reihen zu k&auml;mpfen, als das sie sich an die Spitze einer gegen den Neoliberalismus gerichteten Bewegung stellen k&ouml;nnten. Ein weiteres gro&szlig;es Problem sind dann Figuren wie der th&uuml;ringische Ministerpr&auml;sident Ramelow, der, um des reinen Machterhaltes willen, die neoliberale Politik unterst&uuml;tzt, wie die Zustimmung Th&uuml;ringens zur Grundgesetz&auml;nderung im Bundesrat gezeigt hat. So kann die Linke den Widerstand gegen die neoliberale Agenda nicht glaubw&uuml;rdig vermitteln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Politikwechsel hei&szlig;t: Eine andere Sozialpolitik, eine andere Europapolitik und eine andere Ostpolitik<\/strong><br>\nDiese &bdquo;selbstverschuldete Unm&uuml;ndigkeit&ldquo; wollen die f&uuml;hrenden Politiker von SPD und Gr&uuml;nen bis zum heutigen Tage nicht aufgeben. Ich spreche daher seit langem von der neoliberalen Einheitspartei bestehend aus CDU, CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;nen. Und DIE LINKE kann nicht mit Politikern eine Regierung bilden, die sich in die &bdquo;Gefangenschaft von neoliberalen und neokonservativen Politikkonzepten und -strategien begeben haben&ldquo;. Die Autoren weisen zu Recht darauf hin, dass Angela Merkel mit Unterst&uuml;tzung von SPD und Gr&uuml;nen zwei S&auml;ulen der deutschen Nachkriegspolitik schwer besch&auml;digt hat: Die Europapolitik der guten Nachbarschaft und die auf Frieden und Entspannung beruhende Ostpolitik Willy Brandts. Erg&auml;nzt werden muss: Der wichtigste Pfeiler der deutschen Nachkriegspolitik, den der Neoliberalismus zum Einsturz gebracht hat, ist ein leistungsf&auml;higer Sozialstaat. Er ist die Grundlage jeder demokratischen Gesellschaft und wurde durch die von allen neoliberalen Parteien getragene Agenda 2010 schwer besch&auml;digt. Der Schlussfolgerung der beiden Autoren kann man nur zustimmen: &bdquo;Es f&uuml;hrt derzeit kein direkter Weg eines Sozialdemokraten ins Kanzleramt. Wer parlamentarische Mehrheiten f&uuml;r eine linke Politik erreichen will, muss dem Mainstream etwas entgegensetzen &ndash; statt ihm hinterherzulaufen.&ldquo; Ja, bei der ganzen, die eigentlichen Konflikte verschleiernden Diskussion um Rot-Rot-Gr&uuml;n, geht es genau darum: DIE LINKE darf nicht auch noch dem neoliberalen Mainstream hinterherlaufen, sonst wird sie wie andere linke Parteien verschwinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/1438952052832924\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die OECD r&uuml;ckt nach links<\/strong><br>\nDie OECD ruft dazu auf, die wachsende Ungleichheit in der Welt mit einer progressiveren Besteuerung von Einkommen und Verm&ouml;gen zu bek&auml;mpfen. &bdquo;Das Steuersystem und das System der Sozialabgaben bringen nicht mehr die gleichen Korrekturen hervor wie fr&uuml;her&ldquo;, bem&auml;ngelte Angel Gurr&iacute;a, Generalsekret&auml;r der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), gegen&uuml;ber Journalisten in Paris zur Vorbereitung des OECD-Ministertreffens, das an diesem Mittwoch beginnt. Das m&uuml;sse sich &auml;ndern. (&hellip;) Eine Reihe von wirtschaftsliberalen &Ouml;konomen aus Deutschland sieht die Entwicklung der OECD kritisch. Der Pr&auml;sident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, bestreitet die These, dass zunehmende Ungleichheit das Wachstum verringere. &bdquo;Mittlerweile haben verschiedene Studien gezeigt, dass dieses Resultat nicht stimmt&ldquo;, sagte Fuest der F.A.Z.: &bdquo;Solche Fehlinterpretationen von Daten untergraben das Ansehen der OECD und leiten die Politik in die Irre.&ldquo; (&hellip;) Zu den neuen Akzenten geh&ouml;rt, dass die OECD im vergangenen November h&ouml;here Staatsverschuldung zum Anschub von Investitionen forderte. Auch daf&uuml;r kommt Kritik aus Deutschland: &bdquo;Man hat den Eindruck, dass die OECD sich mit dem Internationalen W&auml;hrungsfonds, der EU-Kommission, mit Italien, Frankreich und SPD abgesprochen hat, um Deutschland zu mehr Verschuldung zu dr&auml;ngen&ldquo;, sagte Lars Feld, Mitglied des Sachverst&auml;ndigenrates, der F.A.Z.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/oecd-fordert-umverteilung-und-hoehere-staatsausgaben-15048053.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn die neoliberale OECD weniger Ungleichheit und Staatsverschuldung f&uuml;r Investitionen fordert, ist das beinahe eine Zeitenwende. Dass die deutschen wirtschaftsliberalen &ldquo;&Ouml;konomen&rdquo; dagegen anschreiben, ist kein Wunder und nur peinlich f&uuml;r sie. Interessant auch, da&szlig; Clemens Fuest nicht damit argumentiert, es g&auml;be nicht zu viel Ungleichheit, sondern er &ldquo;bestreitet die These, dass zunehmende Ungleichheit das Wachstum verringere&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mieterbund: Gro&szlig;e Koalition hat nicht genug f&uuml;r Mieter getan<\/strong><br>\nIn Deutschland fehlen nach Angaben des Deutschen Mieterbundes eine Million Wohnungen. Der Pr&auml;sident des Dachverbandes, Rips, sagte, auch der soziale Wohnungsbau komme nicht schnell genug voran. Die gro&szlig;e Koalition habe zwar die Finanzmittel daf&uuml;r deutlich erh&ouml;ht. Der Bau neuer g&uuml;nstiger Wohnungen bleibe aber weit hinter dem Bedarf zur&uuml;ck. Auch die Mietpreisbremse funktioniere nicht. Mit 6,3 Prozent im Bundesdurchschnitt seien die Mieten 2016 noch st&auml;rker gestiegen als in den Vorjahren, kritisierte Rips. Die Mietpreisbremse war 2015 eingef&uuml;hrt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mieterbund-grosse-koalition-hat-nicht-genug-fuer-mieter.1939.de.html?drn:news_id=753555\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wenn der Chef dich neun Mal k&uuml;ndig: Gewerkschafter sprechen &uuml;ber &raquo;Union Busting&laquo;<\/strong><br>\nAnwaltskanzleien, die Unternehmen im Kampf gegen den Betriebsrat unterst&uuml;tzen; private Sicherheitsfirmen, die das Firmengel&auml;nde ruppig gegen Gewerkschafter &raquo;verteidigen&laquo;; die Auslagerung ganzer Unternehmensteile und damit die Zerschlagung bestehender Mitbestimmungsstrukturen &ndash; all das geh&ouml;rt zum &raquo;Union Busting&laquo;, dem geplanten Vorgehen von Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungen gegen die Organisation der Belegschaft. Mit dem Thema besch&auml;ftigte sich am vergangenen Donnerstag eine Podiumsdebatte, die im Hanauer Haus des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) stattfand. In den USA habe sich bereits eine eigene Union-Busting-Industrie gebildet, f&uuml;hrte Elmar Wigand vom Verein Arbeitsunrecht aus. Die Entwicklung in der Bundesrepublik sei noch nicht so weit, doch auch hier avanciere die professionelle Zerschlagung von Gewerkschaftsstrukturen zum eintr&auml;glichen Gesch&auml;ftsmodell.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/311948.wenn-der-chef-dich-neun-mal-k%C3%BCndigt.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zur Entwicklung der Tarifbindung und der betrieblichen Mitbestimmung<\/strong><br>\nDass es f&uuml;r Arbeitnehmer handfeste Vorteile hat, wenn sie in tarifgebundenen Unternehmen arbeiten (k&ouml;nnen), hat sich mittlerweile herumgesprochen. (&hellip;) Dieser Prozess einer abnehmenden Tarifbindung hat seit Mitte der 1990er Jahre kr&auml;ftig an Fahrt gewonnen und scheint in der letzten Zeit zumindest zum Stillstand gekommen zu sein. Auf den ersten Blick. Hier lohnt ein genauerer Blick auf die Daten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/06\/entwicklung-der-tarifbindung.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Autobahnen: Hohe Risiken f&uuml;r Steuerzahler und Autofahrer<\/strong><br>\nAutobahnen: Hohe Risiken f&uuml;r Steuerzahler und Autofahrer<br>\nDeutsche Wirtschafts Nachrichten  |  Ver&ouml;ffentlicht: 06.06.17 00:21 Uhr<br>\nDie Beteiligung von privaten Investoren am Betrieb der deutschen Autobahnen birgt hohe Risiken f&uuml;r Steuerzahler und Autofahrer.<br>\nF&uuml;r Werner R&uuml;gemer, Mitbegr&uuml;nder des Vereins &bdquo;Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand&ldquo;, dienen die k&uuml;rzlich beschlossenen 13 &Auml;nderungen des Grundgesetzes auch dem Ziel, den privaten Betrieb der Autobahnen auszuweiten. Dies erfolge im Interesse internationaler Investoren und im Einklang mit einer zunehmend zentralistisch organisierten EU &ndash; und nicht zum Wohle der nationalen Volkswirtschaften oder Regionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/2017\/06\/06\/autobahnen-hohe-risiken-fuer-steuerzahler-und-autofahrer\/\">DWN<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Herkunft und\/oder Haltung<\/strong><br>\nIch komme aus Nordrhein-Westfalen und bin in Datteln geboren. Meine Eltern sind Einwanderer aus dem Irak und kamen schon lange vor meiner Geburt nach Deutschland. Ich bin dort in Datteln ganz normal zur Schule gegangen. Es war so normal, es war schon langweilig normal. Niemals hat mich jemand w&auml;hrend meiner Schulzeit gefragt, ob ich Deutsche bin. Kein einziges Mal. Ganz offensichtlich ist es niemandem in den Sinn gekommen, nicht mal mir, dass irgendwas nicht stimmen k&ouml;nnte. Erst seitdem ich beim Fernsehen arbeite, behaupten immer wieder Menschen, dass ich keine Deutsche sei und hier nicht hingeh&ouml;re. Bullshit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/DunjaHayali\/photos\/a.366477286740111.110689.126991357355373\/1339430292778134\/?type=3&amp;permPage=1\">Dunja Hayali via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist eine Schande, dass man auf solche Selbstverst&auml;ndlichkeiten im Jahre 2017 noch hinweisen muss.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nordkorea: &bdquo;Man merkt, dass die Sanktionen greifen&ldquo;<\/strong><br>\nBerichte aus Nordkorea sind selten, das kommunistische Land schottet sich ab. Die Caritas aber unterh&auml;lt dort Hilfsprojekte in der Gesundheitsf&uuml;rsorge. Vor allem auf dem Land h&auml;tten die Menschen mit Mangelern&auml;hrung zu k&auml;mpfen, sagte Oliver M&uuml;ller, Leiter der Caritas International im Dlf. Die UN-Sanktionen versch&auml;rften die Lage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nordkorea-man-merkt-dass-die-sanktionen-greifen.694.de.html?dram:article_id=387913\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Morales: USA unterst&uuml;tzen Putsch in Venezuela<\/strong><br>\ndpa: 65 Tote, Tausende Festnahmen &ndash; warum unterst&uuml;tzen Sie noch als einer der letzten Venezuelas Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro?<br>\nMorales: Ich m&ouml;chte mal daran erinnern, was hier in Bolivien zur Zeit des Pr&auml;sidenten Gonzalo S&aacute;nchez de Lozada im Oktober 2003 passiert ist. In zwei Tagen 70 Tote. Und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) schaute weg. Und das bei einem Pr&auml;sidenten, der mit nur 21 Prozent gew&auml;hlt worden war. Maduro ist ein Pr&auml;sident, der von der Mehrheit des Volkes gew&auml;hlt worden ist. Die Stimmen muss man verteidigen. Das ist Teil der Demokratieklausel der Union S&uuml;damerikanischer Nationen.<br>\ndpa: Aber rechtfertigt das, den in die Krise geratenen Sozialismus mit so viel Gewalt und Ausschaltung demokratischer Grundrechte wie der Gewaltenteilung zu verteidigen?<br>\nMorales: Was passiert dort? Da sind Gruppen in einigen Zonen, die sehr gut vorbereitet und bewaffnet sind (&hellip;). Da wird der Tod gesucht, um die Lage zu skandalisieren. Das hat auch eine internationale Ebene: Die USA und (der Generalsekret&auml;r der Organisation Amerikanischer Staaten) Luis Almagro garantieren nicht die Demokratie. Das ist ein Staatsstreich, der dort im Gange ist. Dabei will die Regierung Gouverneurswahlen garantieren und eine Verfassungsgebende Versammlung einberufen, aber die Rechte will nur den R&uuml;cktritt von Maduro. Und die USA und die OAS intervenieren in dem Sinne. Das ist ein Staatsstreich. Die USA wollen sich das venezolanische &Ouml;l aneignen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1053172.morales-usa-unterstuetzen-putsch-in-venezuela.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>NATO = Frontex?<\/strong><br>\nDie NATO f&uuml;hrt schon heute Eins&auml;tze durch, die zumindest auch der Migrationsbek&auml;mpfung dienen. Angesichts von Aussagen von US-Pr&auml;sident Donald Trump wird im EUobserver unter dem Titel &bdquo;Will Nato become a transatlantic Frontex?&ldquo; spekuliert, ob diese Rolle k&uuml;nftig ausgebaut werden k&ouml;nnte: During his speech, Trump commented that &lsquo;the Nato of the future must include a great focus on terrorism and immigration&rsquo;. [&hellip;] By establishing a clear link between terrorism and migration in his speech, Trump qualified migration as a major security threat that requires joint military action in order to be mitigated.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/06\/06\/nato-frontex\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages h&auml;lt NetzDG ebenfalls f&uuml;r europarechtswidrig<\/strong><br>\nDas von der Bundesregierung geplante &ldquo;Netzwerkdurchsetzungsgesetzes&rdquo; (NetzDG) wird von zahlreichen und namhaften deutschen Rechtswissenschaftlern als verfassungs- und europarechtswidrig eingestuft. Nun wurde dem fernsehbekannten Rechtsanwalt Joachim Steinh&ouml;fel ein auf den 31. Mai datiertes Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages mit dem Titel &ldquo;Der Entwurf des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes &ndash; Vereinbarkeit mit dem Herkunftslandprinzip&rdquo; zugespielt, der zeigt, dass auch die zur Neutralit&auml;t und Objektivit&auml;t verpflichteten Juristen dort von einer Unvereinbarkeit mit der E-Commerce Richtlinie 2000\/31\/EG2 ausgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wissenschaftlicher-Dienst-des-Bundestages-haelt-NetzDG-ebenfalls-fuer-europarechtswidrig-3734058.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Krise in Brasilien &ndash; Im Labyrinth der Politik<\/strong><br>\nAm Dienstag entscheidet das oberste Wahlgericht Brasiliens, ob Pr&auml;sident Temer im Amt bleibt. Dahinter steckt eine beispiellose Korruptionsaff&auml;re.<br>\nIn der tiefsten politischen und &ouml;konomischen Krise seiner j&uuml;ngeren Geschichte richtet sich der Stolz der Nation in Brasilien an seltsamen Dingen auf: Netflix erkl&auml;rte per Twitter, dass seine Serie &bdquo;House of Cards&ldquo; nicht mit der brasilianischen Wirklichkeit konkurrieren k&ouml;nne &ndash; nicht einmal, wenn man 20 Drehbuchautoren verpflichte.<br>\nWie der durchtriebene Frank Underwood der Fernsehserie ist auch der amtierende Pr&auml;sident Michel Temer durch ein &auml;u&szlig;erst umstrittenes Impeachmentverfahren in sein Amt gekommen. Und nach einem Jahr Regierungszeit wackelt nun auch sein Stuhl. Die Besitzer der gr&ouml;&szlig;ten Schlachthauskette der Welt (JBS Friboi), die Br&uuml;der Batista, haben eine Unterhaltung mit Temer mitgeschnitten, bei der er sie anscheinend ermutigt, das Schweigen eines inhaftierten Politikers durch Geldzahlungen zu sichern.<br>\nTemers Tage scheinen nun gez&auml;hlt, aber der schwer angeschlagene Pr&auml;sident h&auml;lt sich verzweifelt am Amt fest, denn er hat einiges zu verlieren. Das Amt garantiert ihm Immunit&auml;t und allgemein wird angenommen, dass Temer gute Chancen hat, nach Ende der Amtszeit seine politische Karriere im Gef&auml;ngnis zu beenden. Seit auch der m&auml;chtige Fernsehsender Globo offen das Ende Temers als Pr&auml;sident fordert, ist sein &Uuml;berleben bis zum regul&auml;ren Wahltermin im Oktober 2018 mehr als fraglich. Am 6. Juni soll nun das oberste Wahlgericht eine Entscheidung treffen, die Temer aus dem Amt hebeln k&ouml;nnte: Es muss &uuml;ber den Antrag befinden, die Pr&auml;sidentschaftswahl &ndash; und damit auch die Wahl des ehemaligen Vizepr&auml;sidenten Temer &ndash; wegen illegaler Wahlkampffinanzierung f&uuml;r ung&uuml;ltig zu erkl&auml;ren. Ein solche Entscheidung gilt sogar noch als eine Art &bdquo;ehrenvoller Abgang&ldquo; f&uuml;r Temer, weil die Hauptschuld auf die damalige Pr&auml;sidentschaftskandidatin Dilma Rousseff und ihre Arbeiterpartei fallen w&uuml;rde. [&hellip;]<br>\n Nur das politisch wichtigste Ereignis der letzten Jahre, der Sturz der gew&auml;hlten Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff, hatte nichts mit den Ermittlungen von Lava Jato zu tun: Ihr wurden Manipulationen des Haushalts vorgeworfen &ndash; zweifelhafte technische Man&ouml;ver, bei denen sich niemand bereicherte. Aber Lavo Jato erm&ouml;glichte das Amtsenthebungsverfahren: Es schuf das politische Umfeld und forcierte den Vertrauens- und Legitimationsverlust der Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5417635\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Anzeige gegen Jobcenter Pankow: Berliner Mutter wehrt sich gegen Stelle in Sexshop<\/strong><br>\nFrigga Wendt ist Mutter eines Kindes, hat an der Humboldt-Uni Physik studiert und arbeitet als Freiberuflerin in Vereinen, Lernwerkst&auml;tten und Schulen. Doch wenn es nach dem Willen des Jobcenters Pankow geht, steht die 36-J&auml;hrige k&uuml;nftig im Sex-Shop. Dort soll sie Erotikzeitschriften und Sex-Spielzeug verkaufen. Das Jobcenter hat der Frau jedenfalls ein Stellenangebot inklusive Aufforderung zum Vorstellungsgespr&auml;ch in einem Erotik-Laden geschickt. Doch Frigga Wendt wehrt sich. Sie hat Strafanzeige wegen N&ouml;tigung erstattet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/anzeigejobcenterpankow-27033694\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkseiten haben <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38574#h05\">hier<\/a> auf den anderen &ldquo;Vermittlungsvorschlag&rdquo; des Jobcenters Berlin-Pankow hingewiesen. Was ist blo&szlig; los mit diesem Jobcenter? Ist dieses Jobcenter lediglich eine Ausnahme von der Regel?<\/em><br>\n<em>Generell k&ouml;nnte insbesondere die SPD mal &uuml;berlegen, ob tats&auml;chlich jede Arbeit f&uuml;r (erwerbslose) ALG II-beziehende Personen zumutbar ist? W&auml;re bei Vermittlungsvorschl&auml;gen eine Ber&uuml;cksichtigung von Erfahrungen, Kenntnissen und Qualifikationen der aufstockenden bzw. erwerbslosen Personen nicht viel sinnvoller?<\/em><br>\n<em>Im &Uuml;brigen k&ouml;nnte auch die jetzige Bundesregierung die Notwendigkeit von Sanktionen allgemein &uuml;berpr&uuml;fen. Wenn &uuml;berhaupt k&ouml;nnten Sanktionen lediglich bei einem &Uuml;berangebot von Stellen sinnvoll erscheinen. Das ist aber gar nicht der Fall: 2.643.583 Bewerberprofilen stehen 1.345.261 Stellen und 284.579 Ausbildungsstellen (Stand 05.06.2017) gegen&uuml;ber.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die R&uuml;ckkehr der S&ouml;ldner<\/strong><br>\nSie hei&szlig;en Blackwater, Securitas oder DynCorp und nennen sich Sicherheits-Dienstleister. Sie sind Unternehmen, die bewaffneten Schutz und bewaffnete Begleitung f&uuml;r Objekte wie f&uuml;r Personen in den Kriegs- und Krisengebieten der Welt anbieten. Ihre Struktur scheint sich jeder Regulation zu entziehen.<br>\n&ldquo;Das S&ouml;ldnerwesen ist das zweit&auml;lteste Gewerbe der Welt. Schauen Sie sich die Milit&auml;rgeschichte an: Vieles, vielleicht das meiste, war privatisiert.&rdquo;<br>\nDer S&ouml;ldner-Experte hat ohne Zweifel einen sicheren Arbeitsplatz. Die Nationale Verteidigungsuniversit&auml;t in Washington D.C. liegt auf dem Gel&auml;nde von Fort McNair, einer Kaserne auf einer Halbinsel am Potomac River. Eine Kriegsakademie. McFates Studenten sind Colonels und Gener&auml;le aus den USA und befreundeten Staaten.<br>\n&ldquo;Dass es in den letzten Jahrhunderten nur nationale Armeen gab, ist die Ausnahme, nicht die Regel in der Milit&auml;rgeschichte.&rdquo;<br>\nSchon K&ouml;nig David besch&auml;ftigte Miet-Krieger &ndash; die Krether und Plether. Athener und Spartiaten verst&auml;rkten ihre Heere mit Leiharbeitern. Der Perser Kyros warb um 400 vor Christi Griechen in gro&szlig;em Stil an, um die Krone zu ergattern. S&ouml;ldner k&auml;mpften in den Punischen Kriegen, Alexander griff auf seinem Marsch gen Asien auf solche Dienstleister zur&uuml;ck. Auch das r&ouml;mische Reich stellte zum Ende hin immer mehr &ldquo;Barbaren&rdquo; auf.<br>\n&ldquo;Im europ&auml;ischen Mittelalter gab es nicht nur Ritter. Es war &uuml;blich, mit S&ouml;ldnerarmeen Krieg zu f&uuml;hren, sogar P&auml;pste haben sich ihrer bedient. Viele arbeitslose Kerle griffen sich ein Schwert und zogen in die Konfliktgebiete, um Arbeit zu finden. H&auml;ufig wechselten sie die Seiten. Davor hat uns schon Machiavelli gewarnt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/privatisierter-krieg-die-rueckkehr-der-soeldner.724.de.html?dram:article_id=387559\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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