{"id":38654,"date":"2017-06-08T08:41:29","date_gmt":"2017-06-08T06:41:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654"},"modified":"2017-06-08T08:41:29","modified_gmt":"2017-06-08T06:41:29","slug":"hinweise-des-tages-2890","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h01\">Export&uuml;bersch&uuml;sse &ndash; Wo Trump recht hat: Deutschland lebt vom Konsum der Anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h02\">SPD-Rentenkonzept<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h03\">Brennelementesteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h04\">&ldquo;Gr&ouml;&szlig;ter Steuerskandal der Geschichte&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h05\">OECD setzt G20-Aktionsplan fort: 67 L&auml;nder vereinen sich gegen Steuertricks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h06\">Mit allen Tricks gegen den Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h07\">Arbeitslose Akademiker: Auf der vergeblichen Suche nach dem Traumjob<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h08\">Reform per Dekret: Macron will schon im Sommer Arbeitsmarkt liberalisieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h09\">W&auml;hrungsunion: Planlos in die Zukunft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h10\">Eine progressive Vision nationaler Souver&auml;nit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h11\">VW-Abgasskandal: Erfolglos umger&uuml;stet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h12\">Das Geheimnis der unsichtbaren gelben Punkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h13\">BRD weiter im Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h14\">Neues Gesetz zum R&uuml;stungsexport: Mal wieder sp&auml;ter als versprochen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h15\">Antiterrorkampf: May zur Einschr&auml;nkung der Menschenrechte bereit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h16\">Corbyn startet durch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h17\">Zu guter Letzt: Glaube an allm&auml;chtige russische Hacker als Religion anerkannt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Export&uuml;bersch&uuml;sse &ndash; Wo Trump recht hat: Deutschland lebt vom Konsum der Anderen<\/strong><br>\nDer US-Pr&auml;sident kritisiert die hohen Export&uuml;bersch&uuml;sse der Deutschen. Dabei t&auml;ten wir gut daran, diese Kritik ernst zu nehmen, schreibt Fabio de Masi auf Causa.<br>\nDie Emp&ouml;rung &uuml;ber Donald Trumps Twitter-Schelte f&uuml;r den Handels&uuml;berschuss Deutschlands war gro&szlig;. Es w&auml;re aber im Interesse Deutschlands, die internationale Kritik ernst zu nehmen. Auch Barack Obama und der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) verloren zunehmend die Geduld mit der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Und der US Pr&auml;sident hat gerade mit der fatalen K&uuml;ndigung des Pariser Klimaschutzabkommen bewiesen, dass ihn Diplomatie nicht interessiert.<br>\nDeutschland lebt dauerhaft vom Konsum der Anderen. Wir verkaufen (exportieren) st&auml;ndig mehr ins Ausland als wir von dort einkaufen (importieren). Unser Leistungsbilanz&uuml;berschuss betr&auml;gt mittlerweile 8,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), Exporte machen 46,8 Prozent unseres BIP aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/causa.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/kritik-an-exportueberschuessen-hat-trump-recht\/deutschland-lebt-vom-konsum-der-anderen-1.html\">Tagesspiegel Causa<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>SPD-Rentenkonzept<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schulz will das Niveau halten<\/strong><br>\nWahlwerbung mit Ministerin &ndash; auf diese griffige Formel l&auml;sst sich jene Pressekonferenz bringen, die am Mittwoch im Willy-Brandt-Haus stattfand. SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz pr&auml;sentierte dort an der Seite von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles das Rentenkonzept, mit dem die Sozialdemokraten in den Wahlkampf ziehen wollen. &raquo;Kernversprechen&laquo; einer solidarischen Gemeinschaft sei die &raquo;verl&auml;ssliche Rente&laquo;, betonte Schulz, der angesichts sinkender Umfragewerte sozialpolitische Akzente setzen muss. Um dieses &raquo;Kernversprechen&laquo; zu halten, will die SPD gleich an mehreren Stellschrauben drehen. So solle eine Solidarrente sicherstellen, dass Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, &raquo;nicht im Alter in Armut leben m&uuml;ssen&laquo;, erkl&auml;rte Schulz. Dass Altersarmut aber auch jene betrifft, die lange arbeitslos waren, lie&szlig; der SPD-Chef unerw&auml;hnt. Diese Menschen geh&ouml;ren offenbar nicht zur Zielgruppe von Schulz, der sich nach eigener Aussage f&uuml;r &raquo;die hart arbeitenden Menschen&laquo; k&auml;mpft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1053381.schulz-will-das-niveau-halten.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD-Rentenkonzept ist entt&auml;uschend und mutlos<\/strong><br>\n&bdquo;Eine gute Rentenpolitik muss Menschen den einmal erreichten Lebensstandard im Alter sichern, und sie muss wirksam vor Altersarmut sch&uuml;tzen. Beidem verweigert sich die SPD mit ihrem Rentenkonzept&ldquo;, erkl&auml;rt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Birkwald weiter: &bdquo;Wenn die SPD das Rentenniveau bei 48 Prozent stabilisieren will, hei&szlig;t das konkret, dass sie die K&uuml;rzungen der vergangen 15 Jahre weiterhin akzeptiert. Eine &sbquo;Standardrentnerin&lsquo; mit 45 Beitragsjahren muss deshalb schon heute auf 1520 Euro netto Rente pro Jahr verzichten.<br>\nWenn die SPD die Grundsicherung im Alter nur f&uuml;r diejenigen um zehn Prozent anheben will, die 35 Jahre lang hart gearbeitet haben, hei&szlig;t das konkret, dass einer Rentnerin in Th&uuml;ringen gerade einmal 761,20 Euro Rente im Monat zustehen w&uuml;rden und einer Hamburgerin 963,60 Euro. Das sch&uuml;tzt langj&auml;hrig Versicherte weder in Weimar noch in Hamburg vor Altersarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/spd-rentenkonzept-ist-enttaeuschend-und-mutlos\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><strong>dazu: Ein echter Schulz<\/strong><br>\nNachdem die SPD jahrelang die gesetzliche Rente kaputt gek&uuml;rzt hat, verkauft sie es jetzt als sozialpolitische Gro&szlig;tat, den Ist-Zustand, in dem bereits jeder sechste Rentner in Armut lebt, in Zukunft nicht noch weiter zu verschlechtern. Das ist &ndash; kurz zusammengefasst &ndash; die Kernaussage des mit viel Tam Tam angek&uuml;ndigten &sbquo;neuen&lsquo; Rentenkonzepts der SPD. Meinen die das wirklich ernst? Anstatt ihre Rentenk&uuml;rzungen, ihre Privatisierungen und ihre Rente erst ab 67 zur&uuml;ckzunehmen, versprechen sie nur, dass es mit ihnen nicht noch weiter bergab gehen soll &hellip; Traurig! Statt sich erneut mit einem derart mutlosen Vorschlag zu blamieren, h&auml;tte Martin Schulz lieber mal nach &Ouml;sterreich fahren und das dortige Rentensystem studieren sollen. Dort wurde statt auf privatisierte Betrugsrenten &agrave; la Riester und Nahles auf eine St&auml;rkung der gesetzlichen Rente gesetzt. Im Ergebnis bekommt ein Durchschnittsrentner 800 Euro mehr im Monat als in Deutschland, die Mindestrente liegt bei 1030 Euro. Wann wird die SPD begreifen, dass soziale Gerechtigkeit hei&szlig;t: Abkehr von der bisherigen Politik &ndash; und nicht Weiter so?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/1732013520149371\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die SPD stellt die richtigen Fragen<\/strong><br>\nEs sei ein Programm, das sich sehen lassen k&ouml;nne, kommentiert Volker Finthammer das neue Rentenkonzept der SPD. Ob es um die Sicherung der gesetzlichen Rente oder das Renteneinrittsalter gehe &ndash; beim Thema soziale Gerechtigkeit k&ouml;nne die SPD jetzt klar punkten. Die Frage sei nur, wie relevant das Thema f&uuml;r die W&auml;hler wirklich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/neues-rentenkonzept-die-spd-stellt-die-richtigen-fragen.720.de.html?dram:article_id=388130\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Soll das ein schlechter Scherz sein? Ein Rentenniveau von 48 Prozent kann sich sehen lassen? Das bedeutet f&uuml;r die &uuml;berwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland eine Armutsrente im Alter. Man fragt sich nur wie in &Ouml;sterreich ein Rentenniveau von fast 80 Prozent m&ouml;glich ist. Liegt es wom&ouml;glich daran, dass in &Ouml;sterreich, anders als in Deutschland, die Rentenversicherung nicht an die Finanzindustrie ausgeliefert wurde? Verantwortlich daf&uuml;r in Deutschland, man ahnt es, die SPD, die sich nun als Wohlt&auml;terin in Sachen Rentenversicherung pr&auml;sentieren m&ouml;chte. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Brennelementesteuer<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Atomkonzerne siegen vor Verfassungsgericht<\/strong><br>\nDie Brennelementesteuer ist verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht geurteilt. Die Atomkonzerne k&ouml;nnen auf R&uuml;ckerstattung von mehr als sechs Milliarden Euro hoffen.<br>\nDie deutschen Atomkonzerne haben vor dem Bundesverfassungsgericht einen Erfolg erzielt und k&ouml;nnen nun auf milliardenschwere R&uuml;ckzahlungen hoffen. Die von 2011 bis 2016 erhobene Brennelementesteuer sei nicht mit dem Grundgesetz vereinbar, urteilten die Karlsruher Richter am Mittwoch. Dem Bundesgesetzgeber fehle in diesem Fall die Gesetzgebungskompetenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bundesverfassungsgericht-brennelementesteuer-ist-verfassungswidrig-a-1150972.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Den Atomkonzernen wurden viele, viele Milliarden f&uuml;r die Endlagerung des Atomm&uuml;lls erlassen, an der sie sich nur symbolisch beteiligen &ndash; sogar ohne wenigstens dieses Urteil abzuwarten. Die Aktion&auml;re d&uuml;rfen weiterkassieren, der Steuerzahler kommt f&uuml;r die Verluste der Endlagerung auf. Ist das wirklich nur blanke Inkompetenz, was man kaum glauben kann, oder doch nur schn&ouml;de Korruption?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Milliarden f&uuml;r Atomkonzerne &ndash; plus etwa 700 Millionen Euro Zinsen<\/strong><br>\nDie Erstattung der Brennelementesteuer wird f&uuml;r Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble teuer. Er muss an Eon, RWE und EnBW 6,3 Milliarden Euro &uuml;berweisen &ndash; samt &uuml;ppiger Zinsen. Die schwarze Null steht trotzdem. Der Bund will nach dem Gerichtsurteil des Verfassungsgerichts den Konzernen Eon, RWE und EnBW die gezahlte Atomsteuer plus Zinsen erstatten. &bdquo;Nat&uuml;rlich wird die Bundesregierung das Urteil umsetzen&ldquo;, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Mittwoch in Berlin. Dabei wird das Urteil f&uuml;r die Bundesregierung teurer als bekannt. Die R&uuml;ckerstattung an die Atomkonzerne werde in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von sieben Milliarden Euro liegen, berichtete das Handelsblatt unter Berufung auf Regierungskreise. Die Summe kommt durch die gezahlten Steuern in H&ouml;he von 6,3 Milliarden Euro plus Zinsen zustande. Die Zinsen bei Steuerr&uuml;ckerstattungen betragen sechs Prozent j&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/atomsteuer-milliarden-fuer-atomkonzerne-plus-etwa-700-millionen-euro-zinsen\/19902772.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Liebe Atomkonzerne,<\/strong><br>\nwas f&uuml;r ein Feiertag! Rund sechs Milliarden Euro sollt Ihr jetzt zur&uuml;ckbekommen, weil die Brennelemente-Steuer nicht verfassungsgem&auml;&szlig; war. Da hat sich der Atomdeal aus dem letzten Jahr doch so richtig ausgezahlt. Den L&ouml;wenanteil f&uuml;r Euren Atomm&uuml;ll zahlt der Steuerzahler sowieso schon. Subventionen gab&rsquo;s in den letzten Jahrzehnten auch schon reichlich. Und jetzt nochmal ein Milliarden-Nachschlag. Wie gut, dass Ihr an der Klage festgehalten habt: Das freut die Aktion&auml;re!<br>\nNur eine Frage h&auml;tte ich da noch: Wann bekommen die Stromkunden die sechs Milliarden eigentlich von Euch zur&uuml;ck? Immerhin wurde die Steuer ja auf den Strompreis umgelegt. Und den haben schlie&szlig;lich Eure Kunden bezahlt. W&auml;re also nicht ganz fair, wenn Ihr das sch&ouml;ne Geld jetzt einfach so f&uuml;r Euch behaltet. Oder?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/1421231347915801\">Georg Restle via Facebook<\/a>\n<p><em>Hinweis: Lesen Sie dazu auch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36162\">Merkels Hin und Her bei der Atomenergie kostet uns Milliarden. Sie m&uuml;sste daf&uuml;r bestraft, sanktioniert, werden.<\/a>&ldquo; von Albrecht M&uuml;ller auf den NachDenkSeiten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Gr&ouml;&szlig;ter Steuerskandal der Geschichte&rdquo;<\/strong><br>\nDubiose Deals, mehr als 100 verd&auml;chtige Banken und eine kleine Gruppe Investment-Banker: Durch sogenannte Cum-Ex- und Cum-Cum-Gesch&auml;fte mit Steuern sind dem Staat enorme Summen entgangen. Laut Panorama und &ldquo;Zeit&rdquo; soll es um mindestens 31,8 Milliarden Euro gehen.<br>\nMit mehr als 30 Milliarden Euro h&auml;tte der Staat eine Menge Schulen und Br&uuml;cken sanieren k&ouml;nnen. Doch stattdessen kassierten Banken, B&ouml;rsenmakler und Anw&auml;lte das Geld, das dem Fiskus zugestanden h&auml;tte. &ldquo;Es ist der gr&ouml;&szlig;te Steuerskandal in der Geschichte der Bundesrepublik&rdquo;, sagt der Finanzwissenschaftler Christoph Spengel. Spengel forscht an der Universit&auml;t Mannheim. F&uuml;r Panorama, die &ldquo;Zeit&rdquo; und &ldquo;Zeit online&rdquo; hat er historische Finanzmarktdaten ausgewertet und den Schaden berechnet, der der Bundesrepublik durch rein steuerlich motivierte Aktiengesch&auml;fte rund um den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Cum- und Cum-Ex-Gesch&auml;fte) entstanden ist. Das Ergebnis: mindestens 31,8 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/cum-cum-105.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>OECD setzt G20-Aktionsplan fort: 67 L&auml;nder vereinen sich gegen Steuertricks<\/strong><br>\nFast 70 Staaten, darunter Deutschland, unterzeichnen ein &Uuml;bereinkommen, das legale Steuerhinterziehung erschweren soll. F&uuml;r bisherige Schlupfl&ouml;cher stellte die OECD daf&uuml;r neue Regeln auf. Diese f&uuml;hren einen Aktionsplan der G20 Wirtschaftsm&auml;chte fort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/67-Laender-vereinen-sich-gegen-Steuertricks-article19878575.html\">n-tv<\/a>\n<p><strong>dazu: Internationale Vereinbarung gegen Steuertricks unterzeichnet<\/strong><br>\nErforderlich ist nun noch die Ratifizierung des Abkommens durch die Staaten. In Deutschland ist das erst in der n&auml;chsten Legislaturperiode m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/67-staaten-internationale-vereinbarung-gegen-steuertricks.1939.de.html?drn:news_id=754140\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Warum eigentlich erst in der n&auml;chsten Legislaturperiode, wenn man z.B. die Enteignung der B&uuml;rger mit Privatisierungsprojekten und Grundgesetz&auml;nderungen in Windeseile durch den Bundestag und den Bundesrat paukt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mit allen Tricks gegen den Mindestlohn<\/strong><br>\nIm Schwarzarbeit-Bericht spielt erstmals auch die Umgehung des Mindestlohns, der 2015 eingef&uuml;hrt wurde, eine wichtige Rolle. Zollbeamte stellten eine ganze Reihe &ldquo;besonderer Vorgehensweisen&rdquo; fest, die Firmen nutzten, um sich um die Zahlung des gesetzlichen Lohns zu dr&uuml;cken. So rechneten sie etwa Kost und Logis in die Bezahlung mit ein, verg&uuml;teten Arbeitsstunden mit Einkaufsgutscheinen statt mit Geld oder nutzten Praktikanten-Vertr&auml;ge, um Mitarbeiter billig zu besch&auml;ftigen. Dem Finanzministerium ist auch eine &ldquo;Pauschalverg&uuml;tung ohne Ber&uuml;cksichtigung des Mindestlohns und der Arbeitszeit bekannt&rdquo;, so wie sie zum Beispiel der L&uuml;becker Zeitungszusteller Stefan Becker erlebte, als vor drei Jahren der Mindestlohn in Kraft trat.<br>\nBecker, der seinen echten Namen nicht nennen m&ouml;chte, hatte auch vor der Umstellung nicht viel mit seinem Nebenjob verdient. Doch seit &ldquo;Mindestlohn&rdquo; in seinem Arbeitsvertrag steht, war es noch weniger. Becker ist Zeitungsbote und seit einigen Jahren zugleich auch Briefbote, &ldquo;Hybridzusteller&rdquo; nennt das sein Arbeitgeber. An sechs Tagen in der Woche steht Becker um 4 Uhr auf und sortiert auf seinem K&uuml;chentisch Briefe und Magazine, Reklame und Zeitungen. Dann steigt er auf sein altes Herrenrad und f&auml;hrt durch eines der D&ouml;rfer im L&uuml;becker Umland.<br>\n2014 hat Becker f&uuml;r diesen Job mal 144 Euro im Monat bekommen, mal 156 Euro &ndash; je nach dem, wie viele Briefe er verteilte. Als 2015 der Mindestlohn eingef&uuml;hrt wurde, stand auf seiner Abrechnung nur noch ein Betrag von 140 Euro. Selbst wenn er jeden Tag nur eine Stunde arbeiten w&uuml;rde, k&auml;me er damit auf einen Lohn von 5,83 Euro. In seinem neuen Arbeitsvertrag, den er zum Januar 2015 geschickt bekam, fand er nun eine mathematische Formel: &ldquo;Wegstrecke\/Geschwindigkeit x tagesbezogener individueller Mindestlohn.&rdquo; Das Ergebnis hei&szlig;t dort &ldquo;Wegelohn&rdquo;. Was das bedeuten solle, fragte Becker bei der Betriebsversammlung. Man sei die Strecken abgefahren, habe man ihm geantwortet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/gehaelter-mit-allen-tricks-gegen-den-mindestlohn-1.3537205\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Wie Billigjobs die Gesellschaft spalten<\/strong><br>\n&ldquo;Vor zehn Jahren hab&acute; ich gedacht, schlimmer kann es nicht kommen, aber heute muss ich sagen: Es wird immer noch &acute;ne Schippe draufgelegt. Mit jeder Ausschreibung &ndash; der Billigste wird genommen &ndash; steigt die Arbeitsbelastung, und viele Frauen zerbrechen daran&rdquo;, sagt die Putzfrau Susanne Neumann aus Gelsenkirchen.<br>\nSie ist aktive Gewerkschafterin und Buchautorin, und seit sie im Fernsehen vorrechnete, dass sie nach 35 Jahren Arbeit mit 735 Euro Rente dastehen werde, auch weithin bekannt. Sie spricht im Namen der vielen, die im Kreislauf Arbeitslosigkeit &ndash; Minijob &ndash; Weiterbildung &ndash; neuer Minijob stecken und sich nicht gemeint f&uuml;hlen, wenn Deutschland als Vorzeigewirtschaft gepriesen wird.<br>\nDie Agenda 2010 habe das Wunder vollbracht, hei&szlig;t es landl&auml;ufig. Aber: auf wessen R&uuml;cken ruht die Agenda? Was bedeutet die Floskel von der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit Jahren? Was ein Mindestlohn im Verh&auml;ltnis zur Miete? Wie denken &ndash; und w&auml;hlen &ndash; Menschen, die sich in Deutschland arm f&uuml;hlen, obwohl sie arbeiten? Und: geht es wirklich nicht anders? Eine Abgleich der Praxis mit der Theorie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/die-agenda-verlierer-wie-billigjobs-die-gesellschaft-spalten.1170.de.html?dram:article_id=382462\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitslose Akademiker: Auf der vergeblichen Suche nach dem Traumjob<\/strong><br>\nAkademiker ohne Job? Das gibt&rsquo;s doch gar nicht &ndash; sagt die Statistik. Doch die Zahlen t&auml;uschen: Gerade in begehrten Gro&szlig;st&auml;dten wie Berlin hangeln sich viele junge Akademiker von Praktikum zu Job zu Praktikum. Unsere Autorin hat einen von ihnen bei der Suche begleitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/arbeitslose-akademiker-auf-der-vergeblichen-suche-nach-dem.976.de.html?dram:article_id=387953\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Das kann doch gar nicht sein, bei dem Fachkr&auml;ftemangel, den die Politik und Wirtschaft immer wieder &bdquo;best&auml;tigt&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das trifft nicht nur junge Menschen. Wer mit Ende vierzig in Deutschland seinen Job verliert, auch wenn er Akademiker ist, hat auf dem Arbeitsmarkt faktisch keine Chance, eine ad&auml;quate neue Stelle zu finden. Bestenfalls noch in Leiharbeit oder der Arbeitnehmer&uuml;berlassung, meilenweit entfernt von tariflicher Entlohnung. Das alles bei einem angeblich erdr&uuml;ckenden Fachkr&auml;ftemangel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Reform per Dekret: Macron will schon im Sommer Arbeitsmarkt liberalisieren<\/strong><br>\nEmmanuel Macron geht auf Konfrontationskurs zu den Gewerkschaften. Der neue franz&ouml;sische Pr&auml;sident will seine umstrittenen Arbeitsmarktreformen per Dekret durchsetzen. Dabei dr&uuml;ckt er aufs Tempo.<br>\nDer neue franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron will seine im Wahlkampf versprochenen Wirtschaftsreformen rasch umsetzen. Regierungsunterlagen zufolge sollen in den kommenden Wochen die ersten Schritte eingeleitet werden.<br>\nNoch vor Ende des Sommers will Macron per Erlass unternehmerfreundliche &Auml;nderungen des Arbeitsrechts durchsetzen. Das geht aus einem Dokument hervor, das Gewerkschaftern bei einem Treffen mit Macron und Ministerpr&auml;sident &Eacute;douard Philippe &uuml;berreicht wurde. [&hellip;]<br>\nMacron hatte im Wahlkampf angek&uuml;ndigt, Arbeitsmarktreformen per Dekret umzusetzen. So will er Frankreichs anhaltend hohe Erwerbslosigkeit in den Griff bekommen. Au&szlig;erdem kommt er Investoren entgegen, die die geltenden Gesetze als zu starr und die Kosten f&uuml;r Entlassungen als zu hoch kritisieren.<br>\nMinisterpr&auml;sident Philippe sagte, k&uuml;nftig solle Firmen mehr arbeitsrechtliche Entscheidungsfreiheit gegeben werden. Er r&auml;umte ein, dass es nicht bei allen Reformen Einigkeit mit den Gewerkschaften geben werde. Fortschritt sei aber notwendig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/emmanuel-macron-will-schon-im-sommer-arbeitsmarkt-liberalisieren-a-1150901.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Also am Parlament vorbei und gegen alle demokratischen Standards. Wer Le Pen gew&auml;hlt hat, hat den Faschismus gew&auml;hlt. Und wer Macron gew&auml;hlt hat, den liberalen demokratischen Rechtsstaat? Ach so ist das. Anscheinend war die Pr&auml;sidentenwahl eine Wahl nicht zwischen Pest und Cholera (heilbar, das kleinere &Uuml;bel), sondern zwischen Pest und Pest. Immerhin ist der SPIEGEL so ehrlich, die &ldquo;Reformen&rdquo; gegen die Arbeitnehmer als &ldquo;unternehmerfreundlich&rdquo; zu kennzeichnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>W&auml;hrungsunion: Planlos in die Zukunft?<\/strong><br>\nAm 31. Mai legte die EU-Kommission ihr Reflexionspapier zur Vertiefung der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion (WWU) vor. Es geht um die Frage, wie die Eurozone bis 2025 politisch weiterentwickelt werden soll. Im Vergleich zu fr&uuml;heren Papieren wie dem 5-Pr&auml;sidentenbericht, kommt das Dokument rat- und planlos daher. Es verst&auml;rkt den Eindruck, dass das neoliberale Weiter-so aus immer mehr Marktliberalisierung, Sozialabbau, Ausverkauf &ouml;ffentlichen Eigentums und Machtverlagerung nach Br&uuml;ssel nicht mehr funktioniert. [&hellip;]<br>\nUnter dem Label der Wirtschaftsunion greift die Kommission die alte Idee einer Art Troika f&uuml;r alle auf: EU-Mittel aus dem Investitionsfonds und den Strukturfonds sollen k&uuml;nftig strikt an neoliberale Reformverpflichtungen und Souver&auml;nit&auml;tsverzichte gekoppelt werden. Ob dieser Ansatz mehr Erfolg haben wird als seine zahlreichen Vorg&auml;nger, bleibt abzuwarten.<br>\n&Auml;hnliches ist bei der Fiskalunion vorgesehen, in deren Zentrum eine so genannte makro&ouml;konomische Stabilisierungsfunktion steht. Ein gemeinsames Budget der Eurozone soll geschaffen werden, um daraus Investitionen in Krisenl&auml;ndern und\/oder eine europ&auml;ische Arbeitslosenversicherung zu finanzieren. Beides mag gut klingen, hat aber T&uuml;cken. Investitionen aus dem Fonds und Leistungen der Arbeitslosenversicherung sollen nicht zus&auml;tzlich sein, sondern nationale Leistungen ersetzen. Das hei&szlig;t, es g&auml;be kein Mehr an Investitionen und Arbeitslosenunterst&uuml;tzung, sondern eine Verlagerung von der nationalen auf die EU-Ebene und damit eine Ausgliederung aus den nationalen Systemen demokratischer Kontrolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/waehrungsunion-planlos-in-die-zukunft\/\">Die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Eine progressive Vision nationaler Souver&auml;nit&auml;t<\/strong><br>\nDie Meinung, dass nationale Souver&auml;nit&auml;t mit rechtsgerichtetem Gedankengut einhergeht, hat bei vielen Linken den Status eines Dogmas und verhindert, das Thema als Antrieb f&uuml;r einen progressiven gesellschaftlichen Wandel zu nutzen. [&hellip;]<br>\nViele sehen diese neonationalistische, gegen die Globalisierung und das Establishment gerichtete Revolte als Ank&uuml;ndigung des Endes der (neo-)liberalen &Auml;ra und das Einl&auml;uten einer neuen globalen Ordnung. Insbesondere Trump hat mit der Ank&uuml;ndigung und Implementierung &bdquo;protektionistischer Ma&szlig;nahmen&ldquo; Politiker und Kommentatoren weltweit in Alarmbereitschaft versetzt. Doch ohne den symbolischen und ideologischen Wert dieser Entscheidungen kleinreden zu wollen, war die Globalisierung bereits weit vor der Wahl Trumps in Schwierigkeiten. Seit 2011 wuchs der Welthandel signifikant geringer als das globale BIP. Und mittlerweile sinkt er sogar, obwohl die Weltwirtschaft &ndash; wenn auch nur im Schneckentempo &ndash; w&auml;chst. Die globalen Finanzstr&ouml;me haben seit dem H&ouml;chstwert kurz vor der Krise um 60% abgenommen.<br>\nIn diesem Sinne sind der Wahlsieg Trumps, der Brexit und der Aufstieg populistischer Parteien &bdquo;nur Begleiterscheinungen bedeutsamer Verschiebungen in der globalen Volkswirtschaft und internationaler geopolitischer Anpassungen, die seit den 70er Jahren stattfinden&ldquo;, wie Vassilis K. Fouskas und Bulent Gokay analysieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/06\/eine-progressive-vision-nationaler-souveraenitaet\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>VW-Abgasskandal: Erfolglos umger&uuml;stet<\/strong><br>\nMit einem einfachen Software-Update wollte Volkswagen manipulierte Diesel sauber machen. Experten waren skeptisch. Interne Dokumente belegen nun, dass auch umger&uuml;stete VW Dreckschleudern bleiben &ndash; und VW das wusste.<br>\nNicht nur VW-Kunden haben sich im November 2015 gewundert: Ein simples Update sollte reichen, um Diesel-Golfs, -Tourans oder -Passats, deren Abgassystem umfassend manipuliert worden war, sauber zu machen? Und zwar so, dass sie nicht nur beim Labortest die scharfen Stickoxid-Grenzwerte einhielten, sondern auch auf der Stra&szlig;e? Wenn das so einfach w&auml;re, warum hatten die VW-Ingenieure dann nicht gleich die Autos mit dieser Software ausgeliefert?<br>\nIm Verkehrsministerium schien man sich diese Fragen nicht zu stellen, denn genau diese schnelle Software-L&ouml;sung hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mit dem Vorstand des Wolfsburger Autoherstellers in der Hochphase des Abgasskandals Ende 2015 ausgehandelt. Fachleute haben allerdings damals schon Bedenken angemeldet, wie solch eine technische Verwandlung m&ouml;glich sein soll.<br>\nJetzt zeigt sich, dass die Zweifel der Experten in den Erfolg der Umr&uuml;staktion, mit Kosten von nicht einmal 100 Euro pro Fahrzeug verd&auml;chtig g&uuml;nstig, berechtigt waren. Das jedenfalls legen interne Unterlagen nahe, die dem ZDF vorliegen und der SPIEGEL einsehen konnte. Demnach ist das Abgasproblem dieser VW Diesel noch lange nicht behoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/vw-abgasskandal-auch-umgeruestete-diesel-weiter-dreckig-a-1150977.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Geheimakte VW<\/strong><br>\nDie VW-Abgasaff&auml;re ist der wohl gr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsskandal der deutschen Nachkriegszeit. Mehr als 22 Milliarden Euro hat Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Autobauer bislang daf&uuml;r bezahlt. [&hellip;]<br>\nIn Deutschland stand die Bundesregierung vor einer schwierigen Entscheidung. Damit die Fahrzeuge auf der Stra&szlig;e tats&auml;chlich die gesetzlichen Stickoxid-Grenzwerte einhalten, h&auml;tte man sie mit Entstickungs-Katalysatoren nachr&uuml;sten m&uuml;ssen, ein kostspieliges Verfahren. Von einem zweistelligen Milliardenbetrag, der dann von VW zu zahlen gewesen w&auml;re, ist die Rede. Dies wiederum h&auml;tte mutma&szlig;lich zum Verlust zahlreicher Arbeitspl&auml;tze gef&uuml;hrt.<br>\n&ldquo;ZDFzoom&rdquo; liegen interne Unterlagen vor, aus denen hervorgeht, wie Regierung und VW die Abgaskrise bew&auml;ltigt haben. Anstelle einer teuren Umr&uuml;stung &ndash; so einigte man sich &ndash; sollte ein kosteng&uuml;nstiges Software-Update durchgef&uuml;hrt werden. Damit seien die betroffenen Dieselautos wieder in &Uuml;bereinstimmung mit den Gesetzen. Doch Messungen an auf diese Weise &ldquo;nachgebesserten&rdquo; Fahrzeugen ergeben ein anderes Bild.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfzoom\/zdfzoom-geheimakte-vw-100.html\">ZDF Zoom<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Geheimnis der unsichtbaren gelben Punkte<\/strong><br>\nDie NSA-Mitarbeiterin Reality Winner wurde verhaftet, weil sie geheime Dokumente weitergegeben haben soll. Und dabei offenbar nichts von den verr&auml;terischen Wasserzeichen wusste. [&hellip;]<br>\nDass Winner aufflog, k&ouml;nnte an einem wenig bekannten Deal zwischen Regierungen und Herstellern von Farbdruckern liegen: Es geht um eine umstrittene Technik, den sogenannten MIC (Machine Identification Code), auch Farbdruckermarkierung oder Tracking Dots genannt. Auf praktisch jeder in Farbe gedruckten Seite finden sich n&auml;mlich kaum sichtbare gelbe Punkte, deren Anordnung verschl&uuml;sselte Informationen enth&auml;lt. Sie dienen als eine Art Wasserzeichen und erinnern an die Sicherheitsmechanismen von Banknoten. Mit ihrer Hilfe l&auml;sst sich nachvollziehen, von welchem Ger&auml;t und wann genau die Seite gedruckt wurde.<br>\nDie gelben Punkte treten erst bei starker Vergr&ouml;sserung oder unter UV-Licht zutage. Fast alle grossen Hersteller machen Recherchen der US-amerikanischen B&uuml;rgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation zufolge mit, darunter Toshiba, Xerox und Canon.<br>\nDie Bundesregierung erkl&auml;rte 2014 die Farbdruckermarkierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hin folgendermassen: &laquo;Dabei handelt es sich meist um auf der Kopie f&uuml;r den Nutzer nicht sichtbar angeordnete gelbe Punkte. Aus diesen Punkten k&ouml;nnen durch den Hersteller ggf. Angaben &uuml;ber die Seriennummer des Druckers sowie Datum und Uhrzeit des Drucks ausgelesen werden. Dies erm&ouml;glicht die Identifizierung des Drucksystems und damit eine R&uuml;ckverfolgung&raquo;. Es geht also um Metadaten, die Nutzer unabh&auml;ngig vom Inhalt eines Dokumentes oder einer Nachricht verraten k&ouml;nnen, wie so oft bei &Uuml;berwachung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/amerika\/das-geheimnis-der-unsichtbaren-gelben-punkte\/story\/10880770\">Tagesanzeiger<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>BRD weiter im Krieg<\/strong><br>\nNach ewigem Hin und Her scheint nun auch die Bundesregierung eingesehen zu haben, dass es im Konflikt um das Besuchsrecht von Bundestagsabgeordneten bei deutschen Soldaten in Incirlik keine andere Konsequenz gibt, als die Bundeswehr von dort abzuziehen. Leider ist dieser l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Schritt jedoch nicht zu Ende gedacht. Denn anstatt die deutsche Beteiligung am Anti-IS-Einsatz komplett zu beenden, schickt das Kabinett die Bundeswehr-Soldaten und die dort eingesetzten &raquo;Tornados&laquo; jetzt nach Jordanien.<br>\nDamit ist aber keines der Probleme wirklich gel&ouml;st. Der westliche Krieg gegen den &raquo;Islamischen Staat&laquo; schafft keine Sicherheit in der Welt &ndash; ganz im Gegenteil, wie die Anschl&auml;ge in Manchester und London vergangene Woche wieder einmal schmerzlich zeigten. Die deutsche Beteiligung an diesem Einsatz war von Anfang an nicht nur v&ouml;lkerrechts- und verfassungswidrig, sondern auch politisch falsch.<br>\nDeutschland hat sich in den letzten Wochen vom t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Erdogan vorf&uuml;hren lassen: Die Bundesregierung distanzierte sich auf peinlichste Weise von der Resolution, die der Bundestag zum V&ouml;lkermord an den Armeniern 1915\/1916 verabschiedet hatte, um sich den Besuch von Abgeordneten in Incirlik im vergangenen Jahr zu erkaufen. Nun versucht Erdogan durch das erneute Besuchsverbot weiter Druck auszu&uuml;ben, um weitere Zugest&auml;ndnisse zu erpressen. Das f&uuml;hrt das Prinzip einer Parlamentsarmee ad absurdum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/312015.brd-weiter-im-krieg.html\">Alexander S. Neu in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Neues Gesetz zum R&uuml;stungsexport: Mal wieder sp&auml;ter als versprochen<\/strong><br>\nDas Wirtschaftsministerium macht Vorschl&auml;ge f&uuml;r strenge Gesetze erst nach der Wahl. Jetzt gibt es nicht mal den Abschlussbericht der Experten.<br>\nSigmar Gabriel hatte einen klaren Zeitplan. Vor &uuml;ber einem Jahr k&uuml;ndigte der damalige Wirtschaftsminister in der Berliner Bundespressekonferenz eine Expertenkommission an: Sachverst&auml;ndige sollten &uuml;ber das deutsche R&uuml;stungsexportrecht diskutieren und z&uuml;gig Vorschl&auml;ge f&uuml;r ein neues, strengeres Gesetz pr&auml;sentieren. Die Kommission &bdquo;soll nat&uuml;rlich ihre Arbeit in dieser Legislaturperiode abschlie&szlig;en und nicht etwa dar&uuml;ber hinaus arbeiten&ldquo;, sagte Gabriel damals.<br>\nDaraus wird nun nichts. Wie das Wirtschaftsministerium der taz mitteilte, wird der &bdquo;vertrauliche Beratungsprozess voraussichtlich bis Ende Dezember 2017&ldquo; andauern. Die Beamten sehen &bdquo;weiteren Pr&uuml;fungs- und Er&ouml;rterungsbedarf&ldquo;, die Vorbereitungen daf&uuml;r laufen noch. Woran es genau hapert, verriet das Ministerium auf Nachfrage nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Neues-Gesetz-zum-Ruestungsexport\/!5412082\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Antiterrorkampf: May zur Einschr&auml;nkung der Menschenrechte bereit<\/strong><br>\n&ldquo;Genug ist genug&rdquo;: Gro&szlig;britanniens Premierministerin Theresa May erw&auml;gt im Antiterrorkampf weitreichende Gesetzes&auml;nderungen. Auch in Deutschland sprechen Verfassungssch&uuml;tzer &uuml;ber drastische Ma&szlig;nahmen.<br>\nIm Kampf gegen Terror und Extremismus ist die britische Premierministerin Theresa May zur Schw&auml;chung der Menschenrechtsgesetzgebung bereit. Die Beh&ouml;rden m&uuml;ssten in der Lage sein, sch&auml;rfer gegen Bedrohungen vorgehen zu k&ouml;nnen. Das sagte die Regierungschefin am Dienstag bei einer ihrer letzten Reden vor der Parlamentswahl am Donnerstag.<br>\nMay steht nach dem j&uuml;ngsten Anschlag in London unter Druck. Es war das dritte gro&szlig;e Attentat in Gro&szlig;britannien binnen drei Monaten. Zuvor hatte es bereits Angriffe in Manchester und in Londons Regierungsviertel Westminster gegeben.<br>\nMay sagte, eine m&ouml;gliche Ma&szlig;nahme sei es, die Bewegungsfreiheit von Verd&auml;chtigen einzuschr&auml;nken &ndash; wenn die Beh&ouml;rden genug Hinweise auf eine Bedrohung h&auml;tten, diese aber nicht f&uuml;r eine strafrechtliche Verfolgung ausreichten. [&hellip;]<br>\nAuch in Deutschland gibt es vermehrt den Ruf nach drastischen Ma&szlig;nahmen im Antiterrorkampf. So f&auml;llt etwa der Vorsto&szlig; von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), im islamistischen Umfeld auch Kinder vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen, bei der Th&uuml;ringer Beh&ouml;rde auf Zustimmung.<br>\nTh&uuml;ringens Verfassungsschutzpr&auml;sident Stephan Kramer sagte der &ldquo;Mitteldeutschen Zeitung&rdquo;, man stelle &ldquo;mit gro&szlig;er Sorge&rdquo; fest, dass es in allen Extremismusbereichen, besonders aber beim Islamismus, bei Rekrutierungs- und Radikalisierungsversuchen keine Altersgrenze mehr gebe. Auch vor strafunm&uuml;ndigen Kindern werde nicht haltgemacht.<br>\nSofern konkrete Hinweise im Einzelfall vorl&auml;gen, m&uuml;ssten die Sicherheitsbeh&ouml;rden die M&ouml;glichkeit zur Beobachtung, Speicherung und Bewertung von Erkenntnissen haben, so Kramer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/theresa-may-erwaegt-im-anti-terror-kampf-einschraenkung-der-menschenrechte-a-1150947.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn solche Ma&szlig;nahmen tats&auml;chlich gegen die Verfassung und die Menschenrechtskonvention(en) durchgesetzt werden (k&ouml;nnen), dann bleibt vom liberalen Rechtsstaat, der angeblich gegen die Terroristen verteidigt werden soll, nichts mehr &uuml;brig. Und zur Situation in Th&uuml;ringen kann man nur feststellen, dass Ramelow als Chef des Verfassungsschutzpr&auml;sidenten am Freitag <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/311816.ramelow-kippt-um.html\">seine Indifferenz zum Grundgesetz gezeigt hat<\/a> &ndash; jetzt legt der Untergebene noch mal nach, indem er sich an einen CSU-Vorschlag (!) anh&auml;ngt. Nur noch peinlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Corbyn startet durch<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien vor der Wahl: Sozialdemokraten holen in Umfragen immer weiter auf. Konservative wegen K&uuml;rzungen bei der Polizei unter Druck<br>\nZwei Anschl&auml;ge innerhalb von zwei Wochen. Nicht nur deshalb ist der am Donnerstag endende Parlamentswahlkampf in Gro&szlig;britannien kein normaler. Lange wurden die grundverschiedenen Interessen von Arbeitern und Gro&szlig;unternehmern nicht mehr auf derart gro&szlig;er B&uuml;hne ausgefochten. Das macht sich selbst in der Sicherheitsdebatte bemerkbar, dem traditionellen konservativen Steckenpferd schlechthin.<br>\nAm Sonntag wurde infolge des Anschlags auf der London Bridge eine Wahlkampfpause verk&uuml;ndet. Sie hielt nur wenige Stunden. Theresa May nutzte ihre Plattform als Premierministerin, um eine Wahlkampfrede zu halten. Die Eckpunkte: May m&ouml;chte eine &raquo;Kommission gegen Extremismus&laquo; gr&uuml;nden. Sie soll &raquo;Extremisten aufsp&uuml;ren und blo&szlig;stellen&laquo;. Internetkonzerne sollen gezwungen werden, &raquo;extremistisches Material sowie Nutzer, die solches posten, zu blockieren, und Material, welches einen Anschlag verhindern k&ouml;nnte, an die Polizei weiterzugeben. Whatsapp soll zur Aufgabe von Verschl&uuml;sselungstechniken gezwungen werden.&laquo;<br>\nJeremy Corbyn, Chef der sozialdemokratischen Labour Party, setzte in seiner Reaktion auf Mays Rede andere Schwerpunkte. Seit Jahren w&uuml;rde die Polizeigewerkschaft vor den Folgen des Personalabbaus bei der Polizei warnen. 19.000 Stellen seien gek&uuml;rzt worden. Daf&uuml;r sei Theresa May direkt verantwortlich, schlie&szlig;lich sei sie seit 2010 Innenministerin gewesen. Labour werde diese Einsparungen zur&uuml;cknehmen. (&hellip;)<br>\nDoch ob f&uuml;r Labour schlie&szlig;lich ein Wahlsieg herausspringt, bleibt weiterhin offen. Am Ende geht es darum, wie viele Wahlkreise &ndash; in Gro&szlig;britannien gilt das Mehrheitswahlrecht &ndash; an Labour oder an die Tories fallen. Zu beachten ist auch das Wahlverhalten der Menschen in Schottland, wo die f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit von London werbende Scottish National Party zwar Einbu&szlig;en hinnehmen, aber dennoch wahrscheinlich st&auml;rkste Kraft bleiben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/311990.corbyn-startet-durch.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Insbesondere wenn das Ergebnis wirklich den knappen oder gar siegreichen Umfragen folgen sollte, m&uuml;sste die SPD-Spitze voller Neid zur Insel blicken und rasch entsprechende Lehren ziehen. Zu erwarten ist ein Politikwechsel durch dieses Personal jedoch wohl eher nicht. Das ist bedauerlich.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Mays Herausforderer: Guter Jeremy, b&ouml;ser Corbyn<\/strong><br>\nDer Mann, der Theresa May aus dem Amt jagen will, muss den Normalo nicht spielen. Er lebt ihn seit Jahren, hier mitten in London. Islington North hei&szlig;t Corbyns Wahlkreis, eine Gegend voller Widerspr&uuml;che. Vermehrt zieht es die wohlhabende Mittelschicht in das einstige Armen-Viertel. Doch noch immer dr&auml;ngen sich auch D&ouml;nerl&auml;den und Billigfriseure in dem Quartier. &ldquo;Das Zuhause des k&uuml;nftigen Premiers&rdquo;, ruft ein Anwohner im Vorbeigehen mit Blick auf Corbyns Haus, das sichtlich in die Jahre gekommen ist. [&hellip;]<br>\nGegen diesen Mann hetzen die regierenden Tories. Premier May sagte, Corbyn glaube nicht an Gro&szlig;britannien. Tory-Au&szlig;enminister Boris Johnson nannte ihn &ldquo;weich und wirrk&ouml;pfig&rdquo;. Und &uuml;berhaupt. Von IRA-Terroristen bis Hamas &ndash; der Labour-Politiker habe sich immer auf die Seite von Gro&szlig;britanniens Gegnern geschlagen. Corbyn l&auml;sst sich nicht in eine Schlammschlacht hineinziehen. &ldquo;L&auml;cherlich&rdquo;, nannte er Mays Vorw&uuml;rfe. Das war alles, eine untypische Reaktion f&uuml;r einen Politiker, der einen Ruf als Rebell hat, der Au&szlig;enseiterpositionen vertritt.<br>\nZum lange gem&auml;&szlig;igten Kurs seiner Partei passte das nicht. Seit 1983 sitzt Corbyn im Unterhaus. Nachdem er dort &uuml;ber 500 Mal gegen die Labour-Linie gestimmt hatte, stand er sogar kurz vor dem Rauswurf aus der Partei. Aufgewachsen im Westen Englands, arbeitete er als Gewerkschafter, k&auml;mpfte gegen Atomwaffen, Krieg, Privatisierung. Vieles findet sich jetzt im Wahlkampf wieder. Der linke Hardliner hat das radikalste Parteiprogramm seit Jahren vorgelegt, voller Umverteilungspl&auml;ne. &ldquo;F&uuml;r die Vielen, nicht die Wenigen&rdquo;, lautet der Titel. Niemand bezweifelt, dass er das ernst meint.<br>\nCorbyn war immer eher Aktivist als pragmatischer Politiker. An der Spitze der Macht gilt es jedoch, Kompromisse zu finden. Deshalb wollte er da eigentlich nie wirklich hin. 2015 wurde er eher zuf&auml;llig Kandidat des Linksau&szlig;enfl&uuml;gels, eigentlich ein aussichtsloser Posten. Kurz darauf war er Parteichef. Eine Anti-Stimmung gegen die wirtschaftsliberale Politik von Tony Blair und seiner Nachfolger hatte ihn ins Amt gesp&uuml;lt.<br>\nDoch es zeigt sich, dass seine gr&ouml;&szlig;te St&auml;rke auch seine Schw&auml;che ist: Corbyns ist ein Prinzipienreiter. Seine Anh&auml;nger m&ouml;gen das. Doch es macht ihn auch stur, sein Kurs gegen das Establishment verhindert, dass er die Partei in Ruhe f&uuml;hrt. Stattdessen ist Labour tief gespalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/grossbritannien-jeremy-corbyn-linker-hardliner-und-netter-nachbar-a-1151042.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Typisch SPIEGEL, der ein ganz normales sozialdemokratisches Programm (&ldquo;For the many, not the few&rdquo;) &ldquo;das radikalste Parteiprogramm seit Jahren&ldquo; nennt (f&uuml;r 5 Prozent soll ein h&ouml;herer Spitzensteuersatz gelten, aber Umverteilung ist nat&uuml;rlich nur nach oben gut!!). Und dass die Partei &ldquo;gespalten&rdquo; ist, stimmt wohl, aber was sind die Ursachen bzw. wer ist daran schuld? <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Labours Programm &ndash; eine Chance f&uuml;r die Mehrheit!<\/strong><br>\nDas Programm der Labour Party bietet eine Perspektive, um das Leben von Millionen Menschen zu verbessern. Was auch immer 8. Juni passiert, wir m&uuml;ssen k&auml;mpfen, um sie aufrechtzuerhalten.<br>\nDie Labour Party war nie eine sozialistische Partei, aber es waren stets Sozialistinnen und Sozialisten Mitglieder. Und nun zum ersten Mal auch in leitender Funktion. Dies hatte sich bereits im Parteiprogramm 2017 herauskristallisiert. Mit dem Titel &bdquo;F&uuml;r die Vielen, nicht die Wenigen&ldquo; (Original: &bdquo;For the Many, Not the Few&ldquo;) stellt es den bisherigen H&ouml;hepunkt des Corbynismus dar und bietet dem britischen Volk erstmals seit einer Generation die Gelegenheit f&uuml;r die Politik zu stimmen, die eine gro&szlig;e Verschiebung nach links bedeuten w&uuml;rde. Obwohl es moderat formuliert wurde, sind die Vorschl&auml;ge des Programms tiefgreifend. Sie bauen auf der Verhei&szlig;ung zweier erfolgreicher Kandidaturen Jeremy Corbyns zum Vorsitzenden der Labour Party dar und bieten eine Vision, die die &Auml;ra der Austerit&auml;t beendet und neues Terrain betritt. Eines das Wohlstand und Macht vom Kapital zu den Arbeitenden verlagert.<br>\nUnd es deutet bisher darauf hin, dass es &auml;u&szlig;erst beliebt ist. In der Woche, in der es ver&ouml;ffentlicht wurde, hat sich das 128-seitige Programm viral verbreitet und wurde zehntausende Male geteilt. Es wurde besser aufgenommen als das konservative Counterpendant und katapultierte die Labour Party in einigen Umfragen bis 5%-Punkte an die bisherige Regierungspartei (den Konservativen) heran. Nach 18 schwierigen Monaten hat sich Corbyn&rsquo;s Labour Party erstmals stabilisiert. Was schl&auml;gt das Programm nun vor? Und, wie kann die Vision Realit&auml;t werden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/labours-programm-eine-chance-fuer-die-mehrheit\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Glaube an allm&auml;chtige russische Hacker als Religion anerkannt<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Sie wohnen in jedem Computer auf der ganzen Welt und lenken die Geschicke der Menschheit: Der Glaube an allm&auml;chtige russische Hacker, die den Lauf der Weltgeschichte bestimmen, ist heute offiziell als Religion anerkannt worden. Besonders in den USA, aber auch in Deutschland erfreut sich die Glaubensgemeinschaft immer gr&ouml;&szlig;eren Zulaufs.<br>\nAnh&auml;nger des sogenannten Russohackismus sind fest davon &uuml;berzeugt, dass geheimnisvolle Computerexperten aus Russland hinter nahezu s&auml;mtlichen gr&ouml;&szlig;eren Ereignissen stecken, f&uuml;r die es sonst keine zufriedenstellende Erkl&auml;rung gibt. Dazu z&auml;hlen nicht nur klassische Hackerangriffe unbekannten Ursprungs, sondern unter anderem auch Falschmeldungen, &uuml;berraschende Wahlergebnisse, Strafzettel, Hexenschuss und verknotete Kopfh&ouml;rerkabel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/06\/russische-hacker.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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