{"id":38699,"date":"2017-06-09T16:14:11","date_gmt":"2017-06-09T14:14:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699"},"modified":"2017-06-09T20:17:52","modified_gmt":"2017-06-09T18:17:52","slug":"hinweise-des-tages-ii-298","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h01\">Wahl in Gro&szlig;britannien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h02\">Die Wahrheit (der M&auml;chtigen)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h03\">Fast 40 Milliarden Euro versenkt: Kann sich Deutschland diesen Finanzminister noch leisten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h04\">Ein Jahr Skandal um Steuerflucht: Malta ist das neue Panama<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h05\">Bundesregierung will schwere Grundrechtseingriffe im Eilverfahren durch die Hintert&uuml;r einf&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h06\">Terrorismus: Das b&ouml;se, b&ouml;se Internet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h07\">Ideologien kann man nicht erschie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h08\">Der Aufschrei bleibt aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h09\">Der Schl&uuml;ssel f&uuml;r Macrons Erfolg liegt auch bei der EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h10\">Studium &ndash; eine Entt&auml;uschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h11\">&ldquo;Der Putsch in der Ukraine hat die B&uuml;chse der Pandora ge&ouml;ffnet&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h12\">Achse Doha&ndash;Ankara<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h13\">Griechenland: Die Angst vor Erdogan und den Fl&uuml;chtlingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h14\">Zur Debatte um Rot-Rot-Gr&uuml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h15\">Zu guter Letzt: SPD v&ouml;llig baff: Sozialdemokratische Partei holt mit sozialdemokratischem Programm 40%<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahl in Gro&szlig;britannien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Election results 2017: seat by seat<\/strong><br>\nLatest general election results from the UK&rsquo;s 650 constituencies. Theresa May&rsquo;s gamble has failed, leaving no single party in a position to govern. Search for your own seat by name or postcode and find out your local result<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/politics\/ng-interactive\/2017\/jun\/08\/live-uk-election-results-in-full-2017\">The Guardian<\/a>\n<p><strong>dazu: Junge Briten stimmten mit deutlicher Mehrheit f&uuml;r Labour<\/strong><br>\nDie Tories holten ihre besten Ergebnisse im l&auml;ndlichen England, Ukip ging komplett leer aus. Wer wo punktete, zeigen unsere Grafiken zu den Wahlergebnissen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170609-hwt-bild_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170609-hwt-bild_01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-06\/parlamentswahl-grossbritannien-tories-labour-waehler-wahlanalyse\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Well done, Jeremy! Der letzte Sozialdemokrat lebt auf einer Insel<\/strong><br>\nDie vorgezogenen Parlamentswahlen in Gro&szlig;britannien und das gute Abschneiden der Labour-Partei Jeremy Corbyns, kommentiert der Europaabgeordnete Fabio De Masi, der bereits mehrfach von Labour zur Europa-, Wirtschafts- und Steuerpolitik konsultiert wurde:<br>\n&bdquo;Labour hat unter Jeremy Corbyn eine fulminante Aufholjagd hingelegt und die Buchmacher in die Verzweiflung getrieben. Trotz permanenter Attacken britischer Medienkonzerne und des Parteiestablishments. Die Sozialdemokratie kann offenbar nur mit einem sozialdemokratischen Programm und glaubw&uuml;rdigen Personal Wahlen gewinnen. Davon sind wir in Deutschland leider weit entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1574.well-done-jeremy-der-letzte-sozialdemokrat-lebt-auf-einer-insel.html\">Fabio De Masi<\/a><\/li>\n<li><strong>So, who are the DUP?<\/strong><br>\nThe most likely coalition partners for a floundering Conservative party sit on the hard right fringe of British politics.<br>\nThe Democratic Unionist Party now look like the Tories preferred coalition partners. The DUP, which is the biggest Unionist (ie pro-UK) party in Northern Ireland, are often treated as though they are just the same as the other Unionist party they have essentially replaced &ndash; the Ulster Unionists. But while the UUP have a long running relationship with the Tories, and are a centre right party, the DUP are another thing entirely. The idea that they are near power in Westminster should worry us all. Here are some things you need to know.<br>\nThe first of these is that they have strong historical links with Loyalist paramilitary groups. Specifically, the terrorist group Ulster Resistance was founded by a collection of people who went on to be prominent DUP politicians. Peter Robinson, for example, who was DUP leader and Northern Ireland&rsquo;s first minister until last year, was an active member of Ulster Resistance. The group&rsquo;s activities included collaborating with other terrorist groups including the Ulster Volunteer Force, to smuggle arms into the UK, such as RPG rocket launchers.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.opendemocracy.net\/uk\/adam-ramsay\/so-who-are-dup\">Open Democracy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da hat sich Frau May ja einen feinen Partner ausgesucht. Zynisch k&ouml;nnte man sagen: Da findet zusammen, was wohl auch zusammen geh&ouml;rt. Warten wir mal ab, wie lange diese eigenartige &bdquo;Koalition&ldquo; h&auml;lt. Ich w&uuml;rde jedenfalls keinen Euro darauf setzen, dass die n&auml;chsten General Elections erst 2022 stattfinden. Und wenn die Tories weiter solche &bdquo;Rumpelpolitik&ldquo; betreiben, ist der Weg f&uuml;r PM Corbyn frei.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Berichterstattung&ldquo; im SRF Radio Schweiz &uuml;ber den Ausgang der Wahl in GB gestern<\/strong><br>\nNachzuh&ouml;ren <a href=\"http:\/\/podcasts.srf.ch\/world\/audio\/HeuteMorgen_09-06-2017-0600.1496985851035.mp3\">hier<\/a>.\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.J.:<\/strong> Ganze 11 Minuten, in denen Theresa Mays Name 15 mal fiel dazu unz&auml;hlige &bdquo;sie&ldquo;s und &bdquo;ihr&ldquo;s. Jeremy Corbyns Name wurde 6 mal erw&auml;hnt und &uuml;ber ihn wurde ganze 15 Sekunden im Zusammenhang mit seinem sehr guten Wahlkampf im Vergleich zu Mays berichtet. &Uuml;berhaupt kein Wort dar&uuml;ber, welche Inhalte Labour unter Jeremy Corbyn gebracht hatte, um so viel Plus zu machen au&szlig;er dass JC viele jungen W&auml;hler begeistern konnte.<\/em><br>\n<em>Entweder SRF und die Medien verschweigen bewusst die Alternative oder es gibt keine Alternative und man wundert sich, warum die &ldquo;einzig m&ouml;gliche&rdquo; Option nicht gewonnen hat und diskutiert dadurch im luftleeren Raum, wie es dazu kommen konnte.<\/em><br>\n<em>Wenn man die Stimmenverteilung anschaut, ist der Abstand zwischen 1. und 2. Platz sogar noch geringer, gerade 2,4 %. Unverst&auml;ndlich wieso man dann nur &uuml;ber Platz 1 berichtet und die verlorene absolute Mehrheit. Ich denke, bei Clinton war es fast andersherum. Wie auch immer, es ist ein weiteres Beispiel f&uuml;r den erb&auml;rmlichen Zustand der Massenmedien heute.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Gr&uuml;ndlich verzockt &ndash; zum Nachteil aller<\/strong><br>\nGro&szlig;britanniens Premierministerin May hat Cameron aus Sicht der Gro&szlig;britannien-Kennerin Dittert den Rang als r&uuml;cksichtslosester Zocker im Regierungsamt abgelaufen. Damit habe sie das Land nach dem Brexit-Referendum erneut ins Chaos gest&uuml;rzt. Auf Dauer m&uuml;sse es erneut Neuwahlen geben. [&hellip;]<br>\nUnd die Briten haben ein Parlament, das in sich so uneins und zerstritten &uuml;ber den EU-Ausstieg ist wie das ganze Land. Eines darf man n&auml;mlich nicht durcheinanderbringen: Jeremy Corbyn und die Labour-Partei sind nicht unbedingt die besseren Verhandlungspartner f&uuml;r Br&uuml;ssel. Im Gegenteil: Corbyn hat das Brexit-Votum durch seine unklare Haltung vor dem Referendum &uuml;berhaupt erst m&ouml;glich gemacht. Im Herzen ist auch er ein Brexiteer. Als Altlinker und Crypto-Kommunist geh&ouml;rt er zu dem Fl&uuml;gel der Labour Partei, dessen Misstrauen Br&uuml;ssel gegen&uuml;ber mindestens so ausgepr&auml;gt ist wie bei den ultrarechten Tories. Auch Corbyn hat sich in den letzten Wochen um das Brexit-Thema im Wesentlichen herumgedr&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/may-grossbritannien-103.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Kommentare wie dieser zeigen, dass viele Journalisten nicht &uuml;ber den deutschen Tellerrand hinausschauen k&ouml;nnen oder nicht hinausschauen wollen. Wie kann man die Folgen einer Wahl kommentieren, ohne dabei auf die Briten selbst einzugehen? Alles was deutsche Journalisten interessiert, ist der Brexit. Das konnte man die ganze Wahlnacht &uuml;ber Twitter verfolgen. W&auml;hrend von &uuml;berall auf der Welt interessante Einsch&auml;tzungen und Kommentare getwittert wurden, ging es den deutschen Journalisten nur darum, wer denn nun britischer Vertreter bei den Brexit-Verhandlungen wird. <\/em><br>\n<em>Ein weiterer Punkt, der diesen Kommentar im schlimmsten Sinne repr&auml;sentativ macht, ist die fortgesetzte Hetze gegen Jeremy Corbyn. &bdquo;Crypto-Kommunist&ldquo;? Was soll das sein? Ein Kommunist, der seine Mails verschl&uuml;sselt? Die Tagesschau meint wohl &bdquo;Kryptokommunist&ldquo;, was eine an Geschichtsvergessenheit kaum zu &uuml;berbietende Anspielung auf Adornos Begriff &bdquo;Kryptofaschismus&ldquo; sein soll. Was die Tagesschau hier abliefert ist einfach albern und niveaulos.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Wahrheit (der M&auml;chtigen)<\/strong><br>\nJames Comey, der von US-Pr&auml;sident Trump j&uuml;ngst als FBI-Chef entlassen wurde, hat in dieser Woche vor dem Kongress ausgesagt und sich zum immer wieder erhobenen Vorwurf ge&auml;u&szlig;ert, Russland habe die amerikanischen Pr&auml;sidentschaftswahlen im letzten Jahr manipuliert. Interessant dabei war die Art der Fragestellung. Der Ausschussvorsitzende wollte von Comey wissen, ob er &bdquo;irgendwelche Zweifel&ldquo; daran habe, dass die russische Regierung versucht habe, in die Wahlen einzugreifen &ndash; was Comey mit einem knappen &bdquo;nein&ldquo; beantwortete. Gefragt worden war also nicht nach konkreten und &uuml;berpr&uuml;fbaren Beweisen f&uuml;r diese Behauptung, sondern nach einer pers&ouml;nlichen &Uuml;berzeugung. Dieser Unterschied ist von gro&szlig;er Bedeutung. &bdquo;K&ouml;nnen Sie es beweisen?&ldquo; ist etwas fundamental anderes als &bdquo;Sind Sie davon &uuml;berzeugt?&ldquo; Auf diesem Unterschied basiert letztlich jedes moderne Rechtssystem. (&hellip;) Das Ersetzen von Deutungen durch Wahrheiten, von Beweisen durch &Uuml;berzeugungen, ist ein kultureller R&uuml;ckschritt, der es schwerer macht, k&uuml;nftig noch sinnvoll miteinander zu kommunizieren. &Uuml;ber &bdquo;Wahrheiten&ldquo; l&auml;sst sich nicht debattieren &ndash; daf&uuml;r um so besser Krieg f&uuml;hren. Dass gerade Journalisten, also &bdquo;Spracharbeiter&ldquo;, diesen R&uuml;ckschritt auch noch vorantreiben und eine Welt komplexer Interessen und Interpretationen zu einem hitzig-fundamentalistischen Kampf von &bdquo;wahr&ldquo; gegen &bdquo;falsch&ldquo; verflachen, kann man nur als tragisch bezeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/paulschreyer.wordpress.com\/2017\/06\/09\/die-wahrheit-der-maechtigen\/\">Paul Schreyer<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fast 40 Milliarden Euro versenkt: Kann sich Deutschland diesen Finanzminister noch leisten?<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble pr&auml;sentiert sich gerne als den gro&szlig;en Bewahrer des ausgeglichenen Haushalts und als Besch&uuml;tzer der kleinen Sparinnen und Sparer. Die Nachrichten der letzten beiden Tage f&uuml;hren allerdings vor Augen, wie krass der Minister in den letzten Jahren versagte. Die Fassade des Ministers br&ouml;ckelt. Es gibt keinen Finanzminister, der mehr Steuergeschenke an Reiche, Konzerne und Schurken gemacht hat als ihn. Wolfgang Sch&auml;uble ist der teuerste Finanzminister aller Zeiten! Deutschland kann sich diesen Finanzminister nicht mehr leisten.<br>\nAm 07.06.2017 urteilte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe &uuml;ber die Klagen der Atomkonzerne gegen die Brennelementesteuer. Das Urteil fiel f&uuml;r das Bundesfinanzministerium (BMF) unter der Leitung von Wolfgang Sch&auml;uble ern&uuml;chternd aus. 6,3 Milliarden Euro sind an die Atomkonzerne zur&uuml;ck zu zahlen und zwar noch in diesem Jahr! Hinzu kommen 6 % Zinsen pro Jahr, weil Sch&auml;uble trotz niedriger Marktzinsen an den hohen Zinss&auml;tzen f&uuml;r Steuers&auml;umnisse festhalten will.<br>\nSchuld an diesem Milliardendebakel ist die atompolitische Geisterfahrt Merkels und Sch&auml;ubles, die im Jahr 2010 einen schmutzigen Deal mit den Atombossen eingingen: Atomsteuer gegen Laufzeitverl&auml;ngerung! Das Bundesverfassungsgericht hat diese Steuer kassiert, da der Bundesfinanzminister Sch&auml;uble es nicht vermochte, eine verfassungsfeste Regelung zu finden, die Atomkonzerne in die Pflicht zu nehmen! [&hellip;]<br>\nDoch nicht nur bei der Atomsteuer sondern auch durch die fehlende Bek&auml;mpfung der Cum\/Ex &amp; Cum\/Cum-Gesch&auml;fte l&auml;sst Sch&auml;uble die Steuerzahler*innen bluten. Mindestens 31,8 Milliarden Euro &ndash; so hoch ist der Steuerschaden durch die Cum\/Ex und Cum\/Cum-Gesch&auml;fte. Die aktuellen Berichterstattungen vom 08.06.2017 von Zeit, Zeit Online und Panorama zeigen, wie ein Netzwerk aus gierigen Akteuren einen &bdquo;milliardenschweren Akt der Selbstbedienung&ldquo; vollzog und sich auf Kosten der deutschen Steuerzahler*innen bereicherte. M&ouml;glich war das durch Fehler im Bundesfinanzministerium und seinen nachgelagerten Beh&ouml;rden. Das konnten wir im 4. Untersuchungsausschuss Cum\/Ex nachweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gerhardschick.net\/2017\/06\/08\/fast-40-milliarden-euro-versenkt-kann-sich-deutschland-diesen-finanzminister-noch-leisten\/\">Ein Beitrag von Gerhard Schick &amp; J&uuml;rgen Trittin<\/a>\n<p><strong>dazu: Cum\/Ex-Mafia tanzte Bundesfinanzministerium auf der Nase herum<\/strong><br>\n&bdquo;Kriminelle Banker und Investoren haben den Staat jahrelang ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Deshalb war es ungeheuer wichtig, dass LINKE und Gr&uuml;ne gemeinsam im Bundestag gegen die gro&szlig;e Koalition einen Untersuchungsausschuss zum wohl gr&ouml;&szlig;ten Steuerbetrug in der Geschichte der Bundesrepublik durchgesetzt haben. Damit haben wir die Aufkl&auml;rung ins Rollen gebracht&ldquo;, erkl&auml;rt Richard Pitterle, steuerpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die aktuelle Berichterstattung zum Skandal um die sogenannten Cum\/Ex-Gesch&auml;fte. Bei diesen Gesch&auml;ften ging es darum, sich durch windige Aktientricks eine nur einmal gezahlte Kapitalertragsteuer mehrfach zur&uuml;ckerstatten zu lassen. Pitterle weiter:<br>\n&bdquo;Die Cum\/Ex-Finanzmafia ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist das gr&ouml;&szlig;tenteils dilettantische Vorgehen der Finanzverwaltung. Die gut bezahlten Beamten im Bundesfinanzministerium und in der Bankenaufsicht BaFin haben sich jahrelang von den Cum\/Ex-Gaunern quasi auf der Nase herumtanzen lassen. Man war unterbesetzt, fachlich v&ouml;llig &uuml;berfordert oder f&uuml;hlte sich gleich gar nicht zust&auml;ndig und hat somit einen gro&szlig;en Anteil daran, dass dem Fiskus und damit also den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern die Milliarden aus der Tasche gezogen wurden. Daf&uuml;r tragen letztlich die zust&auml;ndigen Bundesfinanzminister die politische Verantwortung. Dass CDU\/CSU und SPD in ihrem Abschlussbericht zum Untersuchungsausschuss behaupten, die Finanzverwaltung h&auml;tte im Gro&szlig;en und Ganzen korrekt gehandelt, l&auml;sst einem die Haare zu Berge stehen. In unserem Sondervotum der LINKEN zum Untersuchungsausschuss zeigen wir, dass das Gegenteil der Fall ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/cumex-mafia-tanzte-bundesfinanzministerium-auf-der-nase-herum\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein Jahr Skandal um Steuerflucht: Malta ist das neue Panama<\/strong><br>\nGeschw&auml;rzte Dokumente, verweigerte Aussagen: EU-Staaten behindern die Aufkl&auml;rung von Steuerflucht und Geldw&auml;sche, klagt das EU-Parlament.<br>\nDie EU-Staaten behindern systematisch die Aufkl&auml;rung des Panama-Skandals um Steuerflucht und Geldw&auml;sche. Ausgerechnet Malta, das derzeit den Ratsvorsitz innehat, mauert dabei. Die EU-Kommission verspricht zwar Abhilfe &ndash; doch ihr Chef Jean-Claude Juncker ist auch nicht glaubw&uuml;rdig. Zu diesem Schluss kommt der Untersuchungsausschuss, den das Europaparlament vor einem Jahr eingesetzt hatte, um legale und illegale Steuervermeidungsstrategien von Staaten, Banken und Unternehmen aufzukl&auml;ren. Am Donnerstag zogen die Abgeordneten eine Zwischenbilanz; sie fiel vernichtend aus.<br>\n&bdquo;Der Rat hat geschw&auml;rzte Dokumente vorgelegt, einige Betroffene verweigern die Aussage, und wir haben keine Sanktionsm&ouml;glichkeit&ldquo;, fasste der Ausschussvorsitzende Werner Langen (CDU) die Lage nach Ermittlungen in Europa und in den USA zusammen. Vor allem die im Rat vertretenen 28 EU-Staaten setzten auf &bdquo;Obstruktion&ldquo;, kritisierte der Gr&uuml;nen-Finanzexperte Sven Giegold. &bdquo;Nach allen Skandalen ist es l&auml;cherlich, dass die Regierungen weiterhin Kriminelle sch&uuml;tzen, um ihre eigenen nationalen Privilegien aufrechtzuerhalten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Ein-Jahr-Skandal-um-Steuerflucht\/!5415874\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bundesregierung will schwere Grundrechtseingriffe im Eilverfahren durch die Hintert&uuml;r einf&uuml;hren<\/strong><br>\nSechs B&uuml;rgerrechtsorganisationen &ndash; Humanistische Union e.V.; Internationale Liga f&uuml;r Menschenrechte e.V.; Komitee f&uuml;r Grundrechte und Demokratie e.V.; Neue Richtervereinigung e.V.; Republikanischer Anw&auml;ltinnen- und Anw&auml;lteverein e.V.; Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V. &ndash; nehmen zum Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen zur Einf&uuml;hrung der Online-Durchsuchung und Quellen-TK&Uuml; im Strafverfahren Stellung. Sie kommen zu dem Ergebnis: &ldquo;Es ist ein Skandal, dass die Regierung praktisch heimlich und ohne &ouml;ffentliche Debatte versucht, schwerste Grundrechtseingriffe in die Strafprozessordnung einzuf&uuml;hren.&rdquo;<br>\nNach jahrelangen Diskussionen &uuml;ber eine StPO-Reform und verschiedenen aktuellen &Auml;nderungsgesetzen zum Strafverfahren wird ausgerechnet diese hochproblematische Versch&auml;rfung &uuml;ber einen knappen &Auml;nderungsantrag der Koalitionsfraktionen in ein laufendes Gesetzgebungsverfahren eingebracht. Innerhalb weniger Wochen und ohne jede &ouml;ffentliche Debatte, ohne M&ouml;glichkeiten der Beteiligung der Zivilgesellschaft soll einer der intensivsten Grundrechtseingriffe, der der Polizei &uuml;berhaupt gestattet ist, zum Gesetz gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bundesregierung-will-schwere-Grundrechtseingriffe-im-Eilverfahren-durch-die-Hintertuer-einfuehren-3739576.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Bundesl&auml;nder wollen bei der Telekommunikations&uuml;berwachung kooperieren<\/strong><br>\nEs ist auch eine Folge der Schuldenbremse: Um Kosten zu sparen, haben sich die f&uuml;nf Nordl&auml;nder und die f&uuml;nf Ostl&auml;nder zusammengetan, um jeweils gemeinsam ein Abh&ouml;rzentrum f&uuml;r Telekommunikations-&Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen zu betreiben. Damit sollen die bisher in Eigenregie des jeweiligen Landes betriebenen Abh&ouml;reinrichtungen der Polizei abgel&ouml;st werden. Die Verfassungsschutz&auml;mter sind bisher noch nicht an Bord, erw&auml;rmen sich aber zunehmend f&uuml;r eine l&auml;nder&uuml;bergreifende Kooperation und Mitnutzung dieser Zentren. Bis die Zentren betriebsbereit sind, werden allerdings noch einige Jahre ins Land gehen. Weder sind bisher die Unterlagen f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Vergabeverfahren fertig, noch gibt es ausreichend konkrete Datenschutzkonzepte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/bundeslaender-wollen-bei-der-telekommunikationsueberwachung-kooperieren-5368\">cives<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Terrorismus: Das b&ouml;se, b&ouml;se Internet<\/strong><br>\nDie britische Premierministerin May will nach mehreren Terrorattacken die Menschenrechte einschr&auml;nken und das Internet st&auml;rker regulieren. &ldquo;Genug ist genug&rdquo;, k&ouml;nnte die Antwort ihrer Kritiker lauten.<br>\nIn den Zeiten vor Erfindung des Internets m&uuml;ssen paradiesische Zust&auml;nde in Europa geherrscht haben. Mangels Plattformen wie Facebook oder Twitter konnten sich Menschen nicht radikalisieren. Zudem konnten sie keine erfolgreichen Terroranschl&auml;ge planen, weil sie nicht mit verschl&uuml;sselten Messenger-Diensten kommunizieren konnten. Wem haben Politiker eigentlich damals die Schuld gegeben, dass Organisationen wie die RAF, der NSU, die IRA oder die ETA dennoch in Europa Bomben legten? Auch ohne Internet und Whatsapp ist die Liste politisch und religi&ouml;s motivierter Anschl&auml;ge im 20. Jahrhundert auf Wikipedia ziemlich lang.<br>\nHeutzutage scheinen die Reflexe nach einem Anschlag stets die gleichen zu sein: Politiker fordern mehr &Uuml;berwachung und Datenspeicherung, mehr Internetkontrolle, mehr Polizeibefugnisse. W&auml;hrend deutsche Politiker dabei zumindest vorgeben m&uuml;ssen, dass alle neuen Gesetze mit dem Grundgesetz vereinbar sind, hat die britische Premierministerin Theresa May mangels britischer Verfassung dieses Problem nicht. Im Gegenteil. Sie will nun sogar Menschenrechte &ldquo;aus dem Weg r&auml;umen&rdquo;, um den Terrorismus besser bek&auml;mpfen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/terrorismus-das-boese-boese-internet-1706-128257.html\">golem<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ideologien kann man nicht erschie&szlig;en<\/strong><br>\nDie Anti-Terrorpolitik des Westes ist gescheitert. Der Nahe und Mittlere Osten brauchen eine umfassende Friedenskonferenz &ndash; und den Abzug fremder M&auml;chte<br>\nDie Anschl&auml;ge von London erf&uuml;llen mit Trauer und Abscheu. Doch Bomben-Kriege sind dagegen nicht die richtige Antwort. Die f&uuml;hren wir seit &uuml;ber 15 Jahren. Alles wurde durch sie nur schlimmer. Kein vernunftbegabter Mensch schl&auml;gt zur Bek&auml;mpfung bissiger Wespen mit Holzlatten auf ihre Nester ein. Weil es dann noch mehr tollw&uuml;tige Wespen gibt. Doch genau das machen wir mit unseren Kriegen.<br>\nUm den Terror zu besiegen brauchen wir einen radikalen Kurswechsel. Die jungen M&auml;nner, die bei Bombenangriffen auf Kunduz, Aleppo, Mosul oder Raqqa alles verloren haben, sagen leider nicht: &ldquo;Ich wei&szlig;, Ihr wolltet meine Familie nicht t&ouml;ten. Ihr wolltet Eure gro&szlig;en, edlen Werte verteidigen und nur Terroristen ausschalten. Ihr habt ja so Recht.&rdquo;<br>\nNein, diese jungen Leute schw&ouml;ren blutige Rache. Sie schlie&szlig;en sich nicht uns, sondern dem IS oder anderen Terror-Organisationen an. Durch die St&auml;dte-Bombardements der US-gef&uuml;hrten 68-M&auml;chte-Koalition, die t&auml;glich Zivilisten t&ouml;tet, steigt auch die Zahl der IS-Terroristen im Westen. Sie sind die F&uuml;nfte Kolonne der einst von Al Zarkawi als Antwort auf Bushs Irak-Invasion gegr&uuml;ndeten Terror-Organisation. Cham&auml;leon-artig hat sich der IS von einem Territorial-Staat zu einem Kraken-&auml;hnlichen, weltweiten Online-Kalifat weiter entwickelt. Das von unseren strategischen Fehlern lebt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/ideologien-kann-man-nicht-erschiessen\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer auf der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Aufschrei bleibt aus<\/strong><br>\nVerk&uuml;rzung der Wochenarbeitszeit auf vier Tage, ein staatliches Investitionsprogramm von 100 Milliarden Euro, Rente ab 60, Grundeinkommen f&uuml;r junge Leute zwischen 18 und 25 Jahren, Mindestlohn von 1326 Euro netto, Erh&ouml;hung der Einkommensteuer f&uuml;r hohe Einkommen &hellip;: Nein, das sind nicht die Konsequenzen der Bundesregierung aus ihrem Armuts- und Reichtumsbericht vom M&auml;rz, sondern das waren einige Punkte aus dem Programm des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten Jean-Luc M&eacute;lenchon.<br>\nGinge es der Bundesregierung wirklich um den wirksamen Abbau der Armut und der Ungleichheit, h&auml;tte sie viele Jahre daf&uuml;r Zeit gehabt. Nein, der F&uuml;nfte Armuts- und Reichtums-Bericht der Bundesregierung ist eine l&auml;stige Pflicht&uuml;bung, die die &Ouml;ffentlichkeit nicht aufregen soll: Seine Ergebnisse werden schnell verschwinden. Ohnehin behandelt er nicht die politischen und strukturellen Ursachen der verfestigten Armut und der anwachsenden Ungleichheit in Deutschland, allenfalls individuelle Ausl&ouml;ser f&uuml;r Notlagen. Insofern ist es m&uuml;&szlig;ig, in dem 700-seitigen W&auml;lzer nach L&ouml;sungsvorschl&auml;gen f&uuml;r den gesellschaftlichen Skandal der Armut in einem reichen Land zu suchen.<br>\nDabei stellt sogar die Europ&auml;ische Kommission schwere Vers&auml;umnisse bei der deutschen Armutsbek&auml;mpfung fest: &raquo;Im Zeitraum 2008 bis 2014 hat die deutsche Politik in hohem Ma&szlig;e zur Vergr&ouml;&szlig;erung der Armut beigetragen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/11-2017&amp;textfile=3966\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Schl&uuml;ssel f&uuml;r Macrons Erfolg liegt auch bei der EZB<\/strong><br>\nViele internationale Beobachter glauben, dass Deutschland Macron zum Erfolg verhelfen kann und sollte. Und innerhalb der deutschen Regierung, insbesondere auf SPD-Seite, gibt es durchaus den Willen, Frankreich entgegen zu kommen. Fakt ist aber: Die SPD hat die makro&ouml;konomische Debatte in Deutschland schon vor langer Zeit verloren, und wird sie jetzt nicht drehen k&ouml;nnen. Inzwischen positionieren sich die Sozialdemokraten in europ&auml;ischen Fragen eher an der Seite von Angela Merkel. Martin Schulz hat Macrons Ideen zwar offen unterst&uuml;tzt. Aber die SPD wird kein politisches Kapital daf&uuml;r riskieren, um irgendwas zu bef&uuml;rworten, was auch nur im Entferntesten nach &bdquo;Eurobonds&ldquo; oder permanenten Transferzahlungen an andere Eurostaaten riecht.<br>\nMan sollte sich nichts vormachen: die deutsche Ursachenanalyse unterscheidet sich deutlich von der Macrons, und wird es auch nach der Bundestagswahl weiterhin tun. Zwar teilt der franz&ouml;sische Pr&auml;sident die deutsche Sichtweise, nach der sich die Euro-Mitgliedsstaaten auf nationaler Ebene reformieren m&uuml;ssen, um in der W&auml;hrungsunion prosperieren zu k&ouml;nnen. Aber Macron argumentiert auch, dass die Eurozone ein gemeinsames Budget und einen gemeinsamen Finanzminister f&uuml;r eine koordinierte Fiskalpolitik der Mitgliedsstaaten braucht.<br>\nZudem teilt Macron die international g&auml;ngige Sichtweise, dass sich die deutsche Volkswirtschaft in einem ungesunden Ungleichgewicht befindet, das sich in hohen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen und schwacher heimischer Nachfrage ausdr&uuml;ckt. Daher solle Deutschland die heimische Nachfrage durch Investitionen ankurbeln und so den Rest der Eurozone mitziehen. In Deutschland sieht man das bekanntlich anders und scheut auch vor Panikmache nicht zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/der-schluessel-fuer-macrons-erfolg-liegt-auch-bei-der-ezb-21104\">Makronom<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Studium &ndash; eine Entt&auml;uschung<\/strong><br>\nAbbrecherquote weiter gestiegen. Regierung setzt auf Beratung. Mangelfinanzierung kein Thema<br>\nZwar ist an den Universit&auml;ten die Abbruchquote von 35 auf 32 Prozent leicht gesunken, liegt aber immer noch bei einem Drittel. An den Fachhochschulen (FH) dagegen beendeten 27 Prozent der Kommilitonen ihren Aufenthalt dort vorzeitig und damit vier Prozent mehr als bei der letzten Erhebung zwei Jahre fr&uuml;her. Und bei den Bachelorstudieng&auml;ngen ist die Entwicklung im Langzeitvergleich besonders alarmierend: W&auml;hrend von den Studienanf&auml;ngern von 2006\/07 nur 19 Prozent betroffen waren, sind es aktuell 29 Prozent. Zudem brechen Menschen aus Einwandererfamilien in Bachelorstudieng&auml;ngen mit 43 Prozent besonders h&auml;ufig ab.<br>\nF&uuml;r die aktuell besonders negative Entwicklung an den Fachhochschulen sieht der Soziologe und Elitenforscher Michael Hartmann zwei Faktoren: die allm&auml;hliche Abkehr von der traditionellen Praxisn&auml;he dieser Einrichtungen hin zur eine st&auml;rkeren Forschungsorientierung sowie das politische Bestreben, Druck von den &uuml;berf&uuml;llten Unis zu nehmen und Abiturienten dorthin umzuleiten. &raquo;Es ist denkbar, dass der massive Ausbau auf Kosten der Qualit&auml;t gegangen ist&laquo;, sagte er am Mittwoch gegen&uuml;ber jW. So h&auml;tten die Fachhochschulen &raquo;seit Jahren erhebliche Schwierigkeiten&laquo;, ihre Professuren zu besetzen. &raquo;Das f&uuml;hrt dann zu irgendwelchen Notl&ouml;sungen, und die Studierenden haben dann keine festen Ansprechpartner.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/312132.studium-eine-entt%C3%A4uschung.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Der Putsch in der Ukraine hat die B&uuml;chse der Pandora ge&ouml;ffnet&rdquo;<\/strong><br>\nAndrej Hunko, europapolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, &uuml;ber die Krisen in Europa dar, er fordert eine Entspannungspolitik gegen&uuml;ber Russland [&hellip;]<br>\nDer US-amerikanische Diplomat und Historiker George Kennan hat 1997 gewarnt, dass die damals von der Regierung Clinton vorangetriebene Nato-Osterweiterung der verh&auml;ngnisvollste Fehler der amerikanischen Politik in der &Auml;ra nach dem Kalten Krieg sein w&uuml;rde. Leider sollte er Recht behalten.<br>\nNat&uuml;rlich l&auml;sst sich die aktuelle Ukraine-Krise nicht monokausal mit der Nato-Erweiterung erkl&auml;ren. Aber sie war der Beginn einer Politik, die die Ukraine schlie&szlig;lich dazu gedr&auml;ngt hat, sich zwischen Ost und West entscheiden zu m&uuml;ssen. Aber dieses Land ist nicht homogen, es weist starke kulturelle, sprachliche und auch sozio&ouml;konomische Differenzierungen auf. Jedem, der sich ein st&uuml;ckweit mit der Ukraine auskannte, musste klar sein, dass der von EU und USA unterst&uuml;tzte Putsch gegen die Janukowitsch-Regierung die B&uuml;chse der Pandora &ouml;ffnen und das Land spalten w&uuml;rde. Wer ernsthaft an der Entwicklung der Ukraine als unabh&auml;ngigen und souver&auml;nen Staat interessiert ist, h&auml;tte diese Politik niemals unterst&uuml;tzten d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Putsch-in-der-Ukraine-hat-die-Buechse-der-Pandora-geoeffnet-3738672.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Achse Doha&ndash;Ankara<\/strong><br>\nT&uuml;rkei bekr&auml;ftigt Truppenstationierungspl&auml;ne in Katar. F&uuml;rstentum leidet unter Wirtschaftsblockade<br>\nDer Konflikt zwischen dem Staatenb&uuml;ndnis um Saudi-Arabien und Katar versch&auml;rft sich trotz Vermittlungsversuchen Kuwaits und der USA weiter. Die Vereinigten Arabischen Emirate drohten dem eigenwilligen Kleinstaat am Donnerstag mit einem umfassenden Wirtschaftsembargo. Das v&ouml;llig von den Saudis abh&auml;ngige und milit&auml;risch unbedeutende Inself&uuml;rstentum Bah&shy;rain unterstrich, dass gegen Katar &raquo;alle Optionen auf dem Tisch&laquo; seien.<br>\nAm Mittwoch stimmte das t&uuml;rkische Parlament mit eindeutiger Mehrheit einer Resolution zu, die die Stationierung t&uuml;rkischer Truppen in Katar gestattet. F&uuml;r diese Entscheidung votierten haupts&auml;chlich die Abgeordneten der Regierungspartei AKP und der ultrarechten MHP. Das wirkt als warnendes Signal angesichts des S&auml;belrasselns der von Saudi-Arabien angef&uuml;hrten Staatengruppe. Der entsprechende Antrag lag dem Parlament aber schon seit Mai vor und stellt keine unmittelbare Reaktion auf die gegenw&auml;rtige Krise dar. Die T&uuml;rkei ist immer noch dabei, auf der Grundlage eines 2014 geschlossenen Abkommens einen St&uuml;tzpunkt in Katar aufzubauen &ndash; ihre erste Milit&auml;ranlage im Ausland &uuml;berhaupt. 2016 befanden sich dort erst 160 t&uuml;rkische Soldaten. Ein Jahr zuvor hatte der t&uuml;rkische Botschafter in Katar davon gesprochen, dass dort bis zu 3.000 Soldaten stationiert werden k&ouml;nnten. Die T&uuml;rkei und das arabische F&uuml;rstentum stimmen in der Unterst&uuml;tzung mehr oder weniger gem&auml;&szlig;igter islamistischer Organisationen wie der international aktiven Muslimbruderschaft und der pal&auml;stinensischen Hamas &uuml;berein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/312118.achse-doha-ankara.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Griechenland: Die Angst vor Erdogan und den Fl&uuml;chtlingen<\/strong><br>\nMenschenrechte bleiben auf der Strecke: Von einer Politik der Toleranz gegen&uuml;ber Fl&uuml;chtlingen hin zu einer restriktiven Durchsetzung der Gesetze [&hellip;]<br>\nDie EU-Kommission &auml;u&szlig;ert sich besorgt &uuml;ber die j&uuml;ngste Entwicklung bei der Anwendung des Asylrechts in Griechenland. Dieses Mal geht es nicht um Syrer, Afghanen, Pakistani oder Iraker. Vielmehr bem&auml;ngelt der EU-Kommissar Nils Mui&#382;nieks, dass die Menschenrechte von T&uuml;rken verletzt werden. T&uuml;rken, die aus dem von der EU weiterhin als sicheren Drittstaat angesehenen Nachbarland &uuml;ber den Evros oder das Meer nach Griechenland kommen, werden von griechischen Beh&ouml;rden mittels des international ge&auml;chteten push-back Verfahrens kurzerhand zur&uuml;ck &uuml;ber die Grenze bef&ouml;rdert.<br>\nSeitens der EU ist an der Einstufung der T&uuml;rkei als sicherer Drittstand nichts ge&auml;ndert worden, obwohl der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan nach den Beamten, Milit&auml;rs, Richtern und Staatsanw&auml;lten und Journalisten mittlerweile auch Vorsitzende von Menschenrechtsorganisationen mit fadenscheinigen Beschuldigungen in Haft bef&ouml;rdert. Seit dem Putsch vom 15. Juli sind mehr als 50.000 Personen der Opposition gegen Erdogan in t&uuml;rkischen Gef&auml;ngnissen gelandet. Aktuell bem&uuml;ht sich Erdogan, den oppositionellen die Staatsb&uuml;rgerschaft und somit die B&uuml;rgerrechte zu entziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Griechenland-Die-Angst-vor-Erdogan-und-den-Fluechtlingen-3739303.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zur Debatte um Rot-Rot-Gr&uuml;n<\/strong><br>\nIn Gro&szlig;britannien meldet sich die Sozialdemokratie mit einem starken Ergebnis f&uuml;r Labour unter Jeremy Corbyn zur&uuml;ck. Mit einem dezidiert linken klassenorientierten Programm f&uuml;r soziale Gerechtigkeit, einem Wiederaufbau eines solidarischen und sicheren Gesundheitssystems und der Verstaatlichung der Daseinsvorsorge gelang der Arbeiterpartei ein beachtlicher Erfolg. Sein Slogan &ldquo;For the many, not the few&rdquo; ist eine klare Ansage an die Superreichen und Unternehmen gewesen, die Corbyn zur Finanzierung eines Investitionsprogramm zur Wiederherstellung der sozialen Infrastruktur zur Kasse bitten will.<br>\nCorbyns Erfolg zeigt auf, dass sich ein eigenst&auml;ndiger Kurs gegen Privatisierung, Sozialabbau und Krieg lohnt. Auf Rot-Rot-Gr&uuml;n zu setzen aber ist nichts weiter als eine gef&auml;hrliche Illusion. Denn ein B&uuml;ndnis mit einer neoliberalen SPD und mit auf Eskalationspolitik orientierten Gr&uuml;nen l&auml;uft im Ergebnis auf einen Ausverkauf linker Politik hinaus. Eine Weisheit der Dakota-Indianer besagt: &ldquo;Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig&rsquo; ab.&rdquo; DIE LINKE muss erkennen, dass Rot-Rot-Gr&uuml;n im Bund eben dieses tote Pferd ist, von dem man absteigen sollte.<br>\nAnders als Labour in Gro&szlig;britannien hat sich die SPD sozial nicht erneuert. Sie setzt unverdrossen auf eine Fortsetzung der Agenda-Politik von Gerhard Schr&ouml;der, die gegen die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung gerichtet ist. Wie im Fall ihrer Zustimmung zur Privatisierung der Autobahnen vertritt die SPD die Profitinteressen weniger gro&szlig;er Konzerne zu Lasten von Millionen Autofahrern und Steuerzahlern. Die Gr&uuml;nen wiederum stehen f&uuml;r Krieg als Mittel der Politik und setzen auf Eskalation besonders im Verh&auml;ltnis zu Russland. Im B&uuml;ndnis mit ihnen ist eine friedliche Au&szlig;enpolitik nicht m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Zur-Debatte-um-Rot-Rot-Gruen-3739755.html\">Sevim Dagdelen auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: SPD v&ouml;llig baff: Sozialdemokratische Partei holt mit sozialdemokratischem Programm 40%<\/strong>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170609-hwt-Bild_02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170609-hwt-Bild_02-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>London, Berlin (dpo) &ndash; Gro&szlig;e Verwirrung im Willy-Brandt-Haus! Nachdem Labour-Chef Jeremy Corbyn in Gro&szlig;britannien riesige Stimmenzuw&auml;chse vermelden konnte, zeigt sich die Partei-Spitze der SPD verbl&uuml;fft. Der Grund: Die sozialdemokratische Labour-Partei holte sich 40 Prozent der Stimmen (2015: 30%) ausgerechnet mit einem klassisch sozialdemokratischen Programm. [&hellip;]<br>\nSPD-Spitzenkandidat Martin Schulz indes hat bereits angek&uuml;ndigt, sich pers&ouml;nlich mit Labour-Chef Jeremy Corbyn zu treffen: &ldquo;Ich m&ouml;chte mir endlich mal einen echten Sozialdemokraten mit Prinzipien aus der N&auml;he anschauen&rdquo;, so Schulz begeistert. Au&szlig;erdem m&ouml;chte er von Corbyn erfahren, wie es sich anf&uuml;hlt, wenn man von der Parteibasis gew&auml;hlt ist und nicht einfach von Sigmar Gabriel ernannt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/06\/spd-labour.html\">Der Postillon<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: ARD-DeutschlandTrend: Schulz unten, Merkel obenauf<\/strong><br>\nDer Abstand zwischen der Kanzlerin und ihrem SPD-Herausforderer w&auml;chst: W&auml;hrend Martin Schulz einen neuen Tiefstwert verbuchen muss, ist Angela Merkel wieder so beliebt wie vor der Fl&uuml;chtlingskrise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend\/\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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