{"id":38706,"date":"2017-06-12T08:19:14","date_gmt":"2017-06-12T06:19:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706"},"modified":"2017-06-12T17:24:43","modified_gmt":"2017-06-12T15:24:43","slug":"hinweise-des-tages-2892","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706#h01\">Parteitag Die Linke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706#h02\">Der Durchmarche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706#h03\">Gro&szlig;britannien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706#h04\">Trump setzt unsere Welt in Brand &ndash; werden wir uns endlich wehren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706#h05\">Merkel in Lateinamerika: Mission Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706#h06\">Europ&auml;ische Dienstleistungskarte als neues Instrument f&uuml;r Scheinselbst&auml;ndige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706#h07\">Umweltbundesamt: Preise steigen wegen hoher Nitratbelastung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706#h08\">Die offene Gesellschaft und ihre W&auml;rter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706#h09\">De Maiziere will Chat-Nachrichten &uuml;berwachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706#h10\">Bayern fordert Abschiebungen in den Irak<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706#h11\">Russian Hackers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706#h12\">Rat- und planlos in die Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706#h13\">Die Faust Gottes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38706#h14\">Eine Gro&szlig;e Koalition ist auch Mist f&uuml;r unsere Demokratie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Parteitag Die Linke<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sahra Wagenknecht zum Parteitag<\/strong><br>\nIn den Medien lese ich zu unserem Parteitag fast &uuml;berall nur von gro&szlig;en Differenzen in der Koalitionsfrage. Mein Eindruck hier vor Ort ist ein anderer. Es besteht gro&szlig;e &Uuml;bereinstimmung darin: wir wollen die Politik in diesem Land ver&auml;ndern: den Sozialstaat wieder herstellen und eine friedliche Au&szlig;enpolitik durchsetzen. Nat&uuml;rlich w&auml;re es sch&ouml;n, wenn wir dazu potentielle Koalitionspartner h&auml;tten. Angesichts der Positionierung der Schulz-SPD und der &Ouml;zdemir-Gr&uuml;nen ist aber wohl eher Druck aus der Opposition angesagt!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/?fref=mentions%20\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: Hannoverscher Parteitag: Rede von Sahra Wagenknecht, Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ATpz8-9Mu2A%20\">Die Linke via You Tube<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Sahra Wagenknecht f&uuml;r Politikwechsel<\/strong><br>\nWir Linken wollen die Grundrichtung der Politik in diesem Land ver&auml;ndern! Wenn wir dazu Partner finden, dann wollen wir auch regieren, das ist doch v&ouml;llig klar. Ebenso klar ist aber auch, was wir nicht wollen und wof&uuml;r wir nicht zur Verf&uuml;gung stehen: daf&uuml;r, die Vielfalt neoliberaler Koalitionsvarianten um eine zus&auml;tzliche zu erweitern, die sich dann &ldquo;rot-rot-gr&uuml;n&rdquo; nennt, aber im Kern die bisherige Politik des Sozialabbaus, der Aufr&uuml;stung und der Kriegseins&auml;tze fortsetzt. Daf&uuml;r ist die Linke nicht gegr&uuml;ndet worden. Gute Opposition ist immer noch besser als schlechte Regierungspolitik. Denn schlechte Regierungspolitik &ndash; Politik f&uuml;r die Wirtschaftsf&uuml;rsten, Banker und R&uuml;stungslobbyisten und gegen die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der Menschen &ndash; hat dieses Land schon genug erlebt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/?ref=py_c\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Was die Linkspartei genau fordert<\/strong><br>\nWelche Steuern will die Linkspartei anheben? Was soll mit Mindestlohn, Renten und Hartz IV passieren? Und wie weit ist die Partei eigentlich grunds&auml;tzlich von der SPD entfernt? Ein &Uuml;berblick &uuml;ber das Wahlprogramm.<br>\nSozial. Gerecht. F&uuml;r alle. Das ist der Titel des Leitantrags, in dem die Linke ihre Vorstellungen einer &ldquo;Gerechtigkeitswende&rdquo; skizziert. Sie setzt auf Brot und Butter-Themen: Arbeit, Rente, Wohnen &ndash; und fordert eine Umverteilung des Reichtums von oben nach unten. 580 Delegierte sollen &uuml;ber dieses Wahlprogramm abstimmen, mit dem die Linke durchaus T&uuml;ren zu einem rot-rot-gr&uuml;nen B&uuml;ndnis &ouml;ffnet. (&hellip;)<br>\nDie Parteichefin Katja Kipping gibt in ihrer Auftaktrede auf dem Parteitag die Linie vor: Die Linke solle sich &ldquo;nicht auf die Oppositionsrolle beschr&auml;nken&rdquo; und sich &ldquo;nicht kleiner machen&rdquo; als sie sei. Allerdings: Nachdem der Schulz-Hype abgeflaut ist, h&auml;tte eine linke Koalition in Umfragen ohnehin keine Mehrheit. Und auch die m&ouml;glichen B&uuml;ndnispartner, Gr&uuml;ne uns SPD, winkten zuletzt ab &ndash; obwohl es inhaltlich Schnittmengen gibt. Wie passen die drei Parteien zusammen? (&hellip;)<br>\nDas Thema soziale Ungerechtigkeit nennt die Linke &ldquo;das gr&ouml;&szlig;te Problem unserer Zeit.&rdquo; Mit diesem Schwerpunkt zieht &uuml;brigens auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz in den Wahlkampf. Die Forderungen der Linken sind aber radikaler: Sie will einen h&ouml;heren Mindestlohn von zw&ouml;lf Euro und fordert die Abschaffung von Hartz IV. Stattdessen soll es eine Mindestsicherung von 1.050 Euro geben. Eine &ldquo;solidarische Mindestrente&rdquo; in gleicher H&ouml;he fordert die Linke auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/linkspartei-137.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Warum schreibt Frau Boese, dass die Linke beim Stichwort &bdquo;soziale Ungerechtigkeit&ldquo; radikaler sei als die SPD? W&auml;re es der Situation nicht viel angemessener zu schreiben: Die Forderungen der Linken sind konsequent w&auml;hrend die SPD offenbar &ndash; in reiner Marketing-Manier &ndash; lediglich &Uuml;berschriften besetzen m&ouml;chte und den tats&auml;chlichen Bed&uuml;rfnissen der &bdquo;kleinen Leute&ldquo; weit hinterher hinkt?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Durchmarche<\/strong><br>\nTriumph f&uuml;r Emmanuel Macron: Seine Partei R&eacute;publique en Marche kann mit einer absoluten Mehrheit in der Nationalversammlung rechnen. Der franz&ouml;sische Pr&auml;sident hat damit freie Hand f&uuml;r radikale Reformen.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170612_01-hwt.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170612_01-hwt-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>&Uuml;ber die endg&uuml;ltige Sitzverteilung in der Nationalversammlung wird zwar erst bei den Stichwahlen am kommenden Sonntag entschieden (lesen Sie hier mehr zum franz&ouml;sischen Wahlsystem). Dennoch ist schon jetzt sicher: Nach der jahrzehntelangen Herrschaft der Rechts- oder Linksb&uuml;ndnisse wird Frankreich zum ersten Mal von einer Mehrheit der Mitte regiert.<br>\nDer Pr&auml;sident ben&ouml;tigt zur Durchsetzung seiner radikalen Agenda nicht einmal die Hilfe des Koalitionspartners MoDem &ndash; die Zentristen von Justizminister Fran&ccedil;ois Bayrou sind allenfalls demokratische Beigabe. [&hellip;]<br>\nObendrein boten die die etablierten Parteien, geschw&auml;cht durch interne K&auml;mpfe, keine glaubhaften Alternativen. &ldquo;Die Rechte gek&ouml;pft, die Sozialisten begraben, der Front National zerrissen, M&eacute;lenchon eingeschrumpft&rdquo;, res&uuml;miert das Magazin &ldquo;Marianne&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/emmanuel-macron-siegt-bei-wahl-in-frankreich-der-durchmarche-a-1151647.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Armes Frankreich. Ohne m&ouml;gliches Korrektiv durch das Parlament kann Macron nun nicht nur durchregieren; er wird es aller Voraussicht nach auch tun. Und in welche Richtung er durchregieren wird, hat er ja bereits durchblicken lassen:<\/em><\/p>\n<p><strong>Reform per Dekret &ndash; Macron will schon im Sommer Arbeitsmarkt liberalisieren<\/strong><br>\nEmmanuel Macron geht auf Konfrontationskurs zu den Gewerkschaften. Der neue franz&ouml;sische Pr&auml;sident will seine umstrittenen Arbeitsmarktreformen per Dekret durchsetzen. Dabei dr&uuml;ckt er aufs Tempo.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/emmanuel-macron-will-schon-im-sommer-arbeitsmarkt-liberalisieren-a-1150901.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>The Facts Proving Corbyn&rsquo;s Election Triumph<\/strong><br>\nWatching the BBC&rsquo;s coverage of the election, you could be excused for taking away two main impressions of last night&rsquo;s results. First, that Theresa May had a terrible, self-sabotaging campaign; and second that, while Jeremy Corbyn may be celebrating, he decisively lost the election.<br>\nThose are the conclusions we would expect a pundit class to draw that has spent two years slandering Corbyn, calling him &ldquo;unelectable&rdquo;, warning that he appealed to little more than a niche group of radical leftists, and claiming that Labour was about to face the worst electoral defeat in living memory &ndash; if not ever. Corbyn&rsquo;s social justice message was supposedly alienating the heartlands of the UK.<br>\nSo let&rsquo;s stand back, look at the voting figures and see how a Corbyn-led Labour party actually did.<br>\nCorbyn received 41 per cent of the vote, against May&rsquo;s 44 per cent. Given the UK&rsquo;s inherently flawed, first-past-the-post electoral system, he won some 50 fewer seats than the Conservatives, but that was still a big improvement on Labour&rsquo;s share of seats in the last election, under Ed Miliband. There is now a hung parliament, and to survive May will need to depend on the votes of a small group of Northern Irish Ulster unionists, creating a deeply unstable government.<br>\nBut how did Corbyn do in terms of the Labour vote compared to his recent predecessors? He won many more votes than Ed Miliband, Gordon Brown and Neil Kinnock, who were among those that, sometimes noisily, opposed his leadership of the party.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.counterpunch.org\/2017\/06\/09\/the-facts-proving-corbyns-election-triumph\/%20\">counterpunch<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;May ist an ihrer Unglaubw&uuml;rdigkeit gescheitert&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r Theresa May ist die Wahl zum politischen Desaster geworden. Im Interview erkl&auml;rt Ulrich Storck vom Londoner B&uuml;ro der Friedrich-Ebert-Stiftung Mays schlechtes Abschneiden, was Br&uuml;ssel nun erwartet und warum die schottische Unabh&auml;ngigkeit vorerst vom Tisch ist.<br>\nHerr Storck, Theresa May wollte ihre Position festigen und hat sich am Ende gr&uuml;ndlich verzockt. Woran ist May bei der Wahl gescheitert?<br>\nDas Ergebnis ist sicherlich mehr auf das Versagen von Mays Tories, als auf eine starke Labour-Partei zur&uuml;ckzuf&uuml;hren &ndash; auch wenn Jeremy Corbyns Resultat &uuml;berrascht. May hat eine Wahl ausgerufen, die niemand haben wollte und hat sich darauf verlassen, dass ihre F&uuml;hrungsst&auml;rke ihr den Sieg sichern wird. Sie hat versucht, den Wahlkampf auf den Brexit einzugrenzen und auf ihre strenge Linie gegen&uuml;ber den Br&uuml;sseler Institutionen. Es wurde aber schnell klar, dass es den Briten um sozialpolitische Themen geht &ndash; vor allem um Mays Austerit&auml;tspolitik, die von vielen abgelehnt wird. Hier konnte die Labour-Partei mit ihrem linkspopulistischen Programm punkten. Mays Scheitern ist ihrer Unglaubw&uuml;rdigkeit und dem hart-konservativen Programm ihrer Partei verschuldet. (&hellip;)<br>\nTheresa May will trotz R&uuml;cktrittsforderungen im Amt bleiben und formt mit der DUP eine Koalition. Halten Sie das f&uuml;r die richtige Entscheidung?<br>\nZuerst einmal muss man fragen, ob die Tories &uuml;berhaupt eine Regierung bilden sollten. Das linke Lager, das man hierzulande die Progressive Alliance nennt, ist ja fast mit den Konservativen gleichauf. Was f&uuml;r May als Regierungschefin spricht, sind Stabilit&auml;t und Kontinuit&auml;t, die f&uuml;r die anstehen Brexit-Verhandlungen notwendig sind. Ob sich May aber mittel- oder langfristig im Amt halten kann, ist unklar. Sie ist nach dieser Wahl stark angeschlagen, was einen sp&auml;teren Wechsel sehr wahrscheinlich macht. Neuwahlen im Herbst sind durchaus denkbar. (&hellip;)<br>\nWird es Jeremy Corbyn gelingen aus diesem guten Wahlergebnis langfristig Profit zu schlagen?<br>\nCorbyn war selbst in seiner Partei sehr unbeliebt und galt als nicht w&auml;hlbar. Er hat aber bewiesen, dass er weite Teile der Labour-W&auml;hler hinter sich versammeln kann und hat ein besseres Resultat erzielt, als die beiden vorigen Labour-Kandidaten. Er hat sich mit dieser Wahl eine gewisse Immunit&auml;t verschafft und sitzt jetzt fest im Sattel. Seine linkspopulistische Agenda kam gut an und konnte gerade viele junge W&auml;hler &uuml;berzeugen. Er bietet einen grunds&auml;tzlichen Politikwechsel an, der sich vom Mainstream distanziert. Die Partei kann davor nicht die Augen verschlie&szlig;en und wird ihm folgen. Labour wird wieder zu mehr Einigkeit finden und sich aus dem Dauertief befreien. Man kann also mit einer sehr starken Opposition rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/causa.tagesspiegel.de\/politik\/grossbritannien-nach-der-wahl-was-nun\/may-ist-an-ihrer-unglaubwuerdigkeit-gescheitert.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.H.:<\/strong> Wenn hauptamtliche Sozialdemokraten ein genuin sozialdemokratisches Programm der Labour-Party als &ldquo;linkspopulistisch&rdquo; beschreiben, scheint die Kompassmi&szlig;weisung recht gro&szlig; zu sein &hellip;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ich leide wie ein Hund&rdquo;<\/strong><br>\nThomas Oppermann im Interview mit DIE WELT [&hellip;]<br>\nWelt: Gro&szlig;britannien hat sich bereits von der EU verabschiedet. Labour-Chef Jeremy Corbin k&auml;mpft f&uuml;r den Brexit. Ist Labour noch eine europ&auml;ische Partei?<br>\nThomas Oppermann: Jeremy Corbyn hat die einst bedeutende Labour Party kampfunf&auml;hig gemacht. Vor dem Volksentscheid waren seine Abgeordneten zu 90 Prozent f&uuml;r Europa. Nach dem Brexit ist die Partei zerrissen. Corbyn lehnt ein Pl&auml;doyer f&uuml;r Europa ab. Labour ist deshalb v&ouml;llig orientierungslos und wird bei der Wahl voraussichtlich eine katastrophale Niederlage erleiden. Corbyn ist ein Alt-Linker, der &auml;hnlich wie Wagenknecht Europa als eine Festung des Kapitalismus betrachtet. Er ist deshalb unf&auml;hig, die positiven Werte Europas &ndash; Frieden, Demokratie, Wohlstand, Reisefreiheit &ndash; angemessen zu w&uuml;rdigen. Ich kenne viele wirklich gute Akteure bei Labour. Aber wenn ich mir Labour heute ansehe, leide ich wie ein Hund.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spdfraktion.de\/presse\/interviews\/leide-hund\">SPD Fraktion<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das Interview ist jetzt sechs Wochen alt und zeigt hervorragend, wie die SPD tickt. Die &bdquo;katastrophale Niederlage&ldquo; erlebte jedoch nicht Corbyn, sondern die SPD. Mit Figuren wie Oppermann ist aber wohl ohnehin nicht mehr drin.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Trump setzt unsere Welt in Brand &ndash; werden wir uns endlich wehren?<\/strong><br>\nNaomi Klein &uuml;ber Klima, Trump, Korruption, Heuchelei und Dich und mich<br>\nAll die ohnehin im Pariser Klimaschutzabkommen vorhandenen Schw&auml;chen sind das Ergebnis jahrelanger US-Lobbyarbeit. Doch schwach ist nicht dasselbe wie nutzlos. Trumps Ausstieg ist ein Brandanschlag auf unseren Planeten. Regierungen und soziale Bewegungen sollten gegen die USA, ihre &Ouml;lkonzerne und das Trump-Imperium Sanktionen und Divestment-Kampagnen fahren &ndash; meint Naomi Klein.<br>\nJetzt, da Donald Trump nun wirklich aus dem Pariser Klimaschutzabkommen austritt und Klimaaktivisten zu Recht gegen diesen dystopischen Schritt mobilisieren, ist es an der Zeit, sich &uuml;ber etwas im Klaren zu werden: So ziemlich jede Schw&auml;che, jede Entt&auml;uschung und jede Unzul&auml;nglichkeit des Pariser Abkommens ist das Ergebnis von US-amerikanischer Lobbyarbeit, angefangen im Jahre 2009.<br>\nDie Tatsache, dass das Abkommen Regierungen lediglich darauf verpflichtet, die globale Erw&auml;rmung auf 2 Grad zu begrenzen &ndash; anstatt dem wesentlich sichereren Ziel von 1,5 Grad &ndash;, wurde durch US-Lobbyarbeit erk&auml;mpft.<br>\nDie Tatsache, dass das Abkommen es den einzelnen Nationen &uuml;berl&auml;sst, wieviel sie konkret bereit sind, f&uuml;r dieses Temperaturziel zu tun &ndash; und es ihnen erlaubte, mit halbherzigen Versprechen nach Paris zu kommen, die uns kollektiv auf den katastrophalen Kurs von mehr als 3 Grad globaler Erw&auml;rmung schicken &ndash; wurde durch US-Lobbyarbeit erk&auml;mpft.<br>\nDie Tatsache, dass das Abkommen selbst diese unzul&auml;nglichen Verpflichtungen als unverbindlich behandelt &ndash; was bedeutet, dass Regierungen nicht das Geringste zu bef&uuml;rchten haben, wenn sie ihre eigenen Verpflichtungen ignorieren &ndash;, wurde ebenfalls durch US-Lobbyarbeit erk&auml;mpft.<br>\nDie Tatsache, dass das Abkommen es den armen L&auml;nder ausdr&uuml;cklich verbietet, Schadensersatz f&uuml;r die Kosten von Klimakatastrophen zu verlangen, wurde durch US-Lobbyarbeit erk&auml;mpft.<br>\nDie Tatsache, dass es sich um ein &bdquo;Abkommen&ldquo; oder eine &bdquo;Vereinbarung&ldquo; aber nicht um einen Vertrag handelt &ndash; exakt dieser Umstand, der es Trump heute erm&ouml;glicht, seinen Action-Film-reifen zeitlupenartigen Auftritt abzuziehen, hinter ihm die Welt in Flammen &ndash; wurde durch US-Lobbyarbeit erk&auml;mpft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/trump-setzt-unsere-welt-in-brand-werden-wir-uns-endlich-wehren\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Merkel in Lateinamerika: Mission Freihandel<\/strong><br>\nArgentinien und Mexiko gelten in Deutschland als Partner. Die kann Bundeskanzlerin Angela Merkel als G20-Gastgeberin gut gebrauchen. In Lateinamerika sucht sie deshalb Verb&uuml;ndete gegen Trumps Protektionismus-Pl&auml;ne. (&hellip;)<br>\nMerkel m&uuml;sste also Deutschland und die EU dringend als Akteur positionieren, schlussfolgert auch G&uuml;nther Maihold. Verhandlungsmasse bringe Merkel mit: &ldquo;Mexiko hegt seit Jahren gro&szlig;e, bisher unerf&uuml;llte Erwartungen an Deutschland &ndash; insbesondere im Bereich wissenschaftlich-technischer Kooperationen&rdquo;, so der Mexiko-Kenner. Das gemeinsame Austauschjahr 2016\/17, das Mexikos Pr&auml;sident Enrique Pe&ntilde;a Nieto vor einem Jahr in Berlin er&ouml;ffnete und das Merkel nun feierlich beenden wird, k&ouml;nnte ein erster Schritt in diese Richtung gewesen sein.<br>\nIn Argentinien w&auml;re eine solche Positionierung vielleicht noch wichtiger, wenn Deutschland das Feld nicht anderen M&auml;chten &uuml;berlassen will: Russland und Indien haben in den vergangenen Jahren an Einfluss gewonnen. China ist bereits dick im Gesch&auml;ft &ndash; unter anderem mit dem Bau zweier Wasserkraftwerke und anderen Auftr&auml;gen, die noch aus der Kirchner-&Auml;ra stammen.<br>\nDem seit Ende 2015 amtierenden Pr&auml;sidenten Mauricio Macri scheint Chinas Einfluss zwar etwas zu gro&szlig; zu sein, dennoch hat er die alten Vertr&auml;ge lediglich neu verhandelt, nicht aber aufgek&uuml;ndigt. Was die Handelspartner betrifft, ist Argentiniens Wirtschaft bereits diversifiziert. Allerdings umfasst der gesamte Au&szlig;enhandel auch nur in etwas das Volumen, das Mexiko ohne die USA-Exporte realisiert.<br>\nMerkel d&uuml;rfte also in beiden L&auml;ndern auf offene Ohren sto&szlig;en, wenn sie versucht, eine Allianz gegen die USA und f&uuml;r den Freihandel zu schmieden. Denn auch wenn weder Mexiko noch Argentinien bisher die ihnen angedachte Rolle als Gestaltungsm&auml;chte ausf&uuml;llen konnten, sagt SWP-Forscher Maihold, halte Deutschland an ihnen als Wertepartner im Kontext internationaler Gremien fest. Heute vielleicht mehr denn je.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/merkel-in-lateinamerika-mission-freihandel\/a-39111765\">DW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist es Zufall oder die neue Sprachregelung: Nicht mehr &bdquo;f&uuml;r Freihandel&ldquo;, sondern &bdquo;gegen Protektionismus&ldquo;? Dann w&auml;re die Bundeskanzlerin in die Defensive geraten. Insbesondere angesichts der seit Jahren wachsenden Export&uuml;bersch&uuml;sse ist wohl ein Mehr an sogenanntem Freihandel der hiesigen Bev&ouml;lkerung nicht oder kaum mehr vermittelbar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Dienstleistungskarte als neues Instrument f&uuml;r Scheinselbst&auml;ndige<\/strong><br>\nMit der Einf&uuml;hrung einer Europ&auml;ischen Dienstleistungskarte soll die Erbringung grenz&uuml;berschreitender Dienstleistungen laut Europ&auml;ischer Kommission ma&szlig;geblich erleichtert werden. KonsumentInnen, Arbeitssuchende und Unternehmen w&uuml;rden davon profitieren. Eine Analyse des Legislativtextes zeigt jedoch: Das Vorhaben k&ouml;nnte vor allem Scheinselbst&auml;ndigkeit und unredliche Wirtschaftstreibende f&ouml;rdern. ArbeitnehmerInnenorganisationen laufen dagegen bereits Sturm. (&hellip;)<br>\nSchon die Begr&uuml;ndung f&uuml;r den Legislativvorschlag ist nicht nachvollziehbar: Die Kommission behauptet, dass es nur wenige grenz&uuml;berschreitende Aktivit&auml;ten im Dienstleistungsbereich gibt. Vorliegende Daten zu grenz&uuml;berschreitend eingesetzten Besch&auml;ftigten (von Unternehmen entsandte ArbeitnehmerInnen) ergeben jedoch ein anderes Bild: Im Jahr 2015 wurden insgesamt 2,05 Millionen Entsendebescheinigungen ausgestellt. Die Anzahl von Entsendungen in eines oder mehrere EU-Staaten (gem&auml;&szlig; Artikel 12 und 13 der Entsenderichtlinie) ist dabei zwischen 2010 und 2015 um rund 63,5% gestiegen. Diese Zahlen stammen dabei von der Europ&auml;ischen Kommission selbst. Alleine nach &Ouml;sterreich wurden mehr als 192.000 Personen entsandt. (&hellip;)<br>\nOb es der Kommission mit derartigen Vorschl&auml;gen gelingen wird, die schlechte Stimmung in der Europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerung zu verbessern, darf bezweifelt werden. Wesentlich hilfreicher w&auml;re es gewesen, die grenz&uuml;berschreitende Kooperation zwischen den Beh&ouml;rden zu verbessern und f&uuml;r mehr Rechtssicherheit zu sorgen. Leider geht dieser Vorschlag jedoch in die entgegengesetzte Richtung.<br>\nIn &Ouml;sterreich hat der Bundesrat auf den Rechtsvorschlag der Kommission bereits im M&auml;rz ablehnend mit einer Subsidiarit&auml;tsr&uuml;ge reagiert. Auf EU-Ebene wird die Dienstleistungskarte derzeit in den verschiedenen EU-Institutionen verhandelt. Letzte Woche hat der Europ&auml;ische Wirtschafts- und Sozialausschuss bereits eine ablehnende Stellungnahme beschlossen. Der Grund: Die Kontrollm&ouml;glichkeiten f&uuml;r die Mitgliedsstaaten w&uuml;rden mit der Dienstleistungskarte deutlich eingeschr&auml;nkt, durch die Verlagerung ma&szlig;geblicher Kompetenzen auf das Mitgliedsland des Dienstleisters das sogenannte Herkunftslandprinzip eingef&uuml;hrt werden.<br>\nKritisch d&uuml;rfte der Kommissionsvorschlag auch von den VertreterInnen des Europ&auml;ischen Parlaments gesehen werden. Hauptzust&auml;ndig ist der so genannte Binnenmarktausschuss, der seine Arbeiten dazu bis Ende des Jahres abschlie&szlig;en will. Der Rat wiederum ber&auml;t &uuml;ber die Dienstleistungskarte bereits seit Februar diesen Jahres. Die Verhandlungen dauern noch an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/eu-dienstleistungskarte\/#more-16443\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Umweltbundesamt: Preise steigen wegen hoher Nitratbelastung<\/strong><br>\nDie Massentierhaltung produziert jede Menge G&uuml;lle und Mist. Als D&uuml;nger landen die Hinterlassenschaften auf Feldern und &Auml;ckern &ndash; und belasten das Trinkwasser. Experten warnen: Das ist nicht nur sch&auml;dlich, sondern kostet viel Geld.<br>\nTrinkwasser k&ouml;nnte nach Darstellung von Experten wegen der hohen Nitratbelastung durch die Landwirtschaft deutlich teurer werden. Verbraucher m&uuml;ssten sich darauf einstellen, dass der Wasserpreis um bis zu 45 Prozent steigen werde, wenn nicht bald weniger D&uuml;nger auf die Felder gebracht werde, teilte am Samstag das Umweltbundesamt (UBA) mit. Sollte die Belastung nicht bald sinken, m&uuml;ssten die Wasserversorger zu teueren Reinigungs- und Aufbereitungsmethoden greifen. Auf eine vierk&ouml;pfige Familie k&auml;men dann Mehrkosten von bis zu 134 Euro im Jahr zu, berechnete das UBA.<br>\n&Uuml;berm&auml;&szlig;iger Einsatz von G&uuml;lle und stickstoffhaltigem D&uuml;nger etwa im Obst- und Gem&uuml;seanbau gilt als Ursache f&uuml;r zu hohe Nitratwerte im Grundwasser. Das Problem ist lange bekannt. Bereits zu Jahresbeginn hatte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) vor steigenden Wasserpreisen gewarnt. Die EU hatte im November 2016 Deutschland wegen der hohen Werte verklagt. Laut UBA wird in mehr als 27 Prozent der Grundwasserk&ouml;rper derzeit der Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter &uuml;berstiegen. Gerade in Gebieten mit intensiver Landwirtschaft sei das Grundwasser h&auml;ufig durch zu viel Stickstoff belastet.<br>\nNitrat ist eine chemische Verbindung aus Stickstoff und Sauerstoff. In Gew&auml;ssern f&ouml;rdert sie Algenwachstum, was anderen Pflanzen schadet. F&uuml;r Menschen ist der Stoff nicht gef&auml;hrlich. Nitrat kann aber zu Nitrit werden, das wiederum den Sauerstofftransport im Blut blockiert. Au&szlig;erdem steht Nitrit im Verdacht, indirekt krebserregend zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/trinkwasser-umweltbundesamt-preise-steigen-wegen-hoher-nitratbelastung\/19918416.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu: Preis der G&uuml;lle<\/strong><br>\nWer m&ouml;chte, dass er geh&ouml;rt wird, warnt vor steigenden Preisen. Auf genau diese Art versucht das Umweltbundesamt auf ein Problem aufmerksam zu machen, dass seit langem bekannt ist &ndash; und doch in der &Ouml;ffentlichkeit nur als Randaspekt wahrgenommen wird.<br>\nEs geht um Nitrate im Trinkwasser, jene Stickstoffverbindung also, die sich vor allem als Folge der Massentierhaltung und intensiver Bewirtschaftung des Bodens anreichert. Denn: Nitrate stecken in der G&uuml;lle und im D&uuml;nger.<br>\nIn gut einem Viertel der Grundwasservorkommen werde derzeit der Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat je Liter Wasser &uuml;berschritten, schreibt das UBA. Sollte sich die Situation in den betroffenen Gebieten nicht &auml;ndern, m&uuml;ssten die Wasserversorger aufw&auml;ndigere und damit teurere Aufbereitungsmethoden nutzen, um dass Wasser zu reinigen.<br>\nDer Studie &ldquo;Quantifizierung der landwirtschaftlich verursachten Kosten zur Sicherung der Trinkwasserbereitstellung&rdquo; zufolge k&ouml;nnten sich darum die Kosten f&uuml;r das Trinkwasser um 55 bis 76 Cent je Kubikmeter erh&ouml;hen. Das entspreche einer Preissteigerung von bis zu 45 Prozent. F&uuml;r eine vierk&ouml;pfige Familie w&uuml;rde das zus&auml;tzliche Kosten von bis zu 134 Euro im Jahr bedeuten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/wasserkosten-preis-der-guelle-1.3541172%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.S.:<\/strong> Ergebnis der Massentierhaltung<\/em><br>\n<em>Strafgelder, ach iwo, lieber die Wasserkosten der B&uuml;rger f&uuml;r die Reinigung des Grundwassers erh&ouml;hen.<\/em><br>\n<em>200 Millionen Tonnen G&uuml;lle aus der Massentierhaltung und G&auml;rreste aus rund 8000 Biogasanlagen in Deutschland haben dazu gef&uuml;hrt, dass Felder in vielen Regionen &uuml;berd&uuml;ngt und Grundw&auml;sser belastet sind. Die EU-Kommission hat darum schon im Herbst 2013 ein Verfahren gegen Deutschland angestrengt. Im Juli 2014 wurde der zweite Schritt eingeleitet. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/nitrat-im-grundwasser-durch-ueberduengung-und-guelle-a-1027279.html\">Nun drohen Strafgelder<\/a>. <\/em><br>\n<em>Zu hohe Nitrat-Belastungen: EU klagt gegen Deutschland. Und Bayern schlie&szlig;t daraufhin einen Pakt gegen Nitratbelastung, an den sich niemand halten mu&szlig;.<\/em><br>\n<em>So mu&szlig;te alles doch schlie&szlig;lich kommen. Auch der B&uuml;rger ist daran nicht ganz unschuldig. Aber er merkt es immer noch nicht.<\/em><br>\n<em>Warum nicht? Weil Hundefutter heute bereits teurer ist als ein Schweinenackensteak bei Aldi.<\/em><br>\n<em>Jetzt ist schlie&szlig;lich Grillsaison!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zumal die H&ouml;he der angeblichen Mehrkosten absolut haneb&uuml;chen ist. Je nach Wasserwerkgr&ouml;&szlig;e kann man zwischen 2 und 20 Cent Mehrkosten (pro Kubikmeter) f&uuml;r eine spezielle Nitrat-\/Nitritentfernung einkalkulieren. Aber 55 bis 76 Cent? Das ist kompletter Unsinn. Dazu muss man wissen: Der Endkundenpreis besteht zu 90% bis 95% aus Kosten, die mit der Aufbereitung nichts zu tun haben (Abschreibungen, Personal, Verwaltung, Marketing, Finanzkosten) und nur zu 5% bis 10% aus variablen Kosten wie der F&ouml;rderung, der Aufbereitung oder dem Transport. Die Versorger nutzen das Nitratproblem &bdquo;elegant&ldquo; um kr&auml;ftig an der Preisschraube zu drehen. Es gibt auch Versorger, die &bdquo;proaktiv&ldquo; mit den Landwirten im Einzugsbereich Kooperationen geschlossen haben, bei denen es Boni f&uuml;r eine d&uuml;ngungsarme Landwirtschaft gab. So was kann man machen, aber das kostet halt Geld. Dieses Geld wurde jedoch von den Kunden bezahlt. Private Versorger drehen da lieber an der Preisschraube und sch&uuml;tten die &Uuml;bersch&uuml;sse aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die offene Gesellschaft und ihre W&auml;rter<\/strong><br>\nIn der Endlosschleife der Tugend: &ldquo;Political Correctness&rdquo; ist der Entlastungsdiskurs einer Gesellschaft, die an nichts mehr glaubt [&hellip;]<br>\nRichtig &ldquo;political correct&rdquo; w&auml;re es nat&uuml;rlich, den Begriff &ldquo;political correct&rdquo; gar nicht erst zu verwenden. Und viel bequemer w&auml;re es auch. Aber welchen Begriff k&ouml;nnte man dann stattdessen nehmen? Vorschl&auml;ge sind willkommen.<br>\nWomit k&ouml;nnte man das bezeichnen, was an Verhaltens-, Benennungs- und Denk-Vorschriften von den selbsternannten Sozialp&auml;dagogen unserer Gesellschaft, von V&auml;tern am Wochenende und M&uuml;ttern auf dem Kinderspielplatz, von Gr&uuml;nen-Politikern, &Ouml;kologie- und Ern&auml;hrungs-Fundis, Religionsverstehern, Nachhaltigkeitsfetischisten und &ldquo;kritischen Studierenden&rdquo; aller F&auml;cher, von der semantischen Polizei des &ldquo;Syndikats f&uuml;r gerechte Sprache&rdquo; und den Anti-Pragmatisten der &ldquo;Gesellschaft f&uuml;r gutes Handeln&rdquo; in den letzten drei Jahrzehnten in die Welt gesetzt wurde? Kokette Fladen, die in den R&auml;ndern der Gesellschaft vor sich hin dampfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-offene-Gesellschaft-und-ihre-Waerter-3740417.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>De Maiziere will Chat-Nachrichten &uuml;berwachen<\/strong><br>\nAuf SMS k&ouml;nnen die deutschen Sicherheitsbeh&ouml;rden bereits zugreifen. Geht es nach dem Innenminister, soll das auch bald f&uuml;r WhatsApp-Nachrichten gelten. Er will sogar noch weitere &Uuml;berwachungsm&ouml;glichkeiten schaffen. (&hellip;)<br>\nUm Zugang zu den Messenger-Diensten zu bekommen, k&ouml;nnten Instrumente wie die Online-Durchsuchung und Quellen-Telekommunikations&uuml;berwachung (TK&Uuml;) genutzt werden, sagte der Minister. Bei der Quellen-TK&Uuml; k&ouml;nnen die Beh&ouml;rden mit einer Software die laufende Kommunikation eines Verd&auml;chtigen auf einem Ger&auml;t mitlesen, bevor sie verschl&uuml;sselt wird. Beide Instrumente sollen bald in der Strafprozessordnung geregelt werden. De Maiziere orientiert sich an dem Ma&szlig;stab, dass der Polizei alles, was sie im analogen Bereich tun d&uuml;rfe, auch im Digitalen m&ouml;glich sein sollte &ndash; rechtlich wie technisch.<br>\nIm Kampf gegen den Terror will De Maiziere noch weitere &Uuml;berwachungsm&ouml;glichkeiten schaffen. Er m&ouml;chte m&ouml;chte Software zur Gesichtserkennung nicht nur an Bahnh&ouml;fen einsetzen, sondern auch an anderen video&uuml;berwachten Orten. Bereits seit l&auml;ngerem ist von diesem Sommer an der bundesweit erste Test solcher Software am Berliner Bahnhof S&uuml;dkreuz geplant. Er sagte: &bdquo;Wenn die Software wirklich zuverl&auml;ssig funktioniert, sollte sie bei schweren Verbrechen auch an anderen Stellen zum Einsatz kommen k&ouml;nnen, an denen &ouml;ffentliche Videokameras eingesetzt werden.&ldquo; Auf diese Weise sollen Terroristen, Gef&auml;hrder und Straft&auml;ter leichter erkannt und gefasst werden k&ouml;nnen.<br>\nBeide Instrumente sollen in den kommenden Sitzungswochen in der Strafprozessordnung geregelt werden. Der Ma&szlig;stab m&uuml;sse sein, was die Polizei im analogen Bereich darf. &bdquo;Das muss sie auch im Digitalen rechtlich d&uuml;rfen und technisch k&ouml;nnen&ldquo;, sagte de Maizi&egrave;re.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article165407938\/De-Maiziere-will-Chat-Nachrichten-ueberwachen.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38699#h05\">Bundesregierung will schwere Grundrechtseingriffe im Eilverfahren durch die Hintert&uuml;r einf&uuml;hren<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38654#h15\">Antiterrorkampf: May zur Einschr&auml;nkung der Menschenrechte bereit<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bayern fordert Abschiebungen in den Irak<\/strong><br>\nAktuell wird bundesweit heftig &uuml;ber die Abschiebungen nach Afghanistan diskutiert. Nun geht die CSU-gef&uuml;hrte Landesregierung in Bayern noch einen Schritt weiter: Sie fordert, Abschiebungen in alle Teile des Irak wieder zu erlauben &ndash; zumindest in bestimmten F&auml;llen.<br>\nDie bayerische Landesregierung m&ouml;chte Migranten und Fl&uuml;chtlinge k&uuml;nftig wieder in alle Landesteile des Iraks abschieben k&ouml;nnen. Bei der Innenministerkonferenz in Dresden wolle sich Minister Joachim Herrmann n&auml;chste Woche daf&uuml;r einsetzen, dass zumindest Straft&auml;ter und Gef&auml;hrder dorthin abgeschoben werden k&ouml;nnen, teilten Innen-, Justiz- und Sozialministerium des Freistaats gemeinsam mit.<br>\nDerzeit leben vier abgelehnte Asylbewerber mit elektronischer Fu&szlig;fessel in Bayern, drei von ihnen kommen aus dem Irak. Trotz intensiver Bem&uuml;hungen sei es bislang nicht gelungen, die vier Fl&uuml;chtlinge abzuschieben, sagte Herrmann. Die Fu&szlig;fessel tragen die verurteilten Straft&auml;ter seit der Verb&uuml;&szlig;ung ihrer Haftstrafe &ndash; laut CSU-Landesregierung wegen ihrer Gef&auml;hrlichkeit. (&hellip;)<br>\nDerzeit besteht f&uuml;r weite Teile des Iraks ein Abschiebestopp. Beschlossen hatten ihn die Innenminister aus Bund und L&auml;ndern in den Jahren 2006 und 2007. Seit damals habe sich die politische Situation dort aber &ldquo;deutlich ver&auml;ndert&rdquo;, argumentiert Innenminister Herrmann nun. Konkreter wurde er nicht.<br>\nDie Menschenrechtsorganisation Pro Asyl kritisierte Herrmann scharf. Er wolle abschieben &ldquo;um jeden Preis, egal wohin, koste es was es wolle&rdquo;, erkl&auml;rte Pro-Asyl-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer G&uuml;nter Burkhardt. &ldquo;Mit der Forderung nach Abschiebungen in Kriegs- und Krisengebiete soll ein schleichender Gew&ouml;hnungsprozess eingeleitet werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bayern-abschiebung-irak-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die B&uuml;chse der Pandora von Abschiebungen ist u.a. mit Afghanistan ge&ouml;ffnet worden und findet scheinbar kein Ende &ndash; zumindest wenn es nach den &bdquo;christlich-sozialen&ldquo; (was sagt eigentlich der Papst zu solchen Forderungen?), aber eigentlich schlicht konservativen Kr&auml;ften hierzulande geht. Nun soll also &ndash; gem&auml;&szlig; dieser Forderung &ndash; auch in den Irak abgeschoben werden d&uuml;rfen. Nicht wundern w&uuml;rde es, wenn demn&auml;chst Syrien als Abschiebeziel benannt wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Russian Hackers<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Top-Secret NSA Report Details Russian Hacking Effort Days Before 2016 Election<\/strong><br>\nRussian military intelligence executed a cyberattack on at least one U.S. voting software supplier and sent spear-phishing emails to more than 100 local election officials just days before last November&rsquo;s presidential election, according to a highly classified intelligence report obtained by The Intercept.<br>\nThe top-secret National Security Agency document, which was provided anonymously to The Intercept and independently authenticated, analyzes intelligence very recently acquired by the agency about a months-long Russian intelligence cyber effort against elements of the U.S. election and voting infrastructure. The report, dated May 5, 2017, is the most detailed U.S. government account of Russian interference in the election that has yet come to light.<br>\nWhile the document provides a rare window into the NSA&rsquo;s understanding of the mechanics of Russian hacking, it does not show the underlying &ldquo;raw&rdquo; intelligence on which the analysis is based. A U.S. intelligence officer who declined to be identified cautioned against drawing too big a conclusion from the document because a single analysis is not necessarily definitive.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2017\/06\/05\/top-secret-nsa-report-details-russian-hacking-effort-days-before-2016-election\/%20\">The Intercept<\/a><\/li>\n<li><strong>CNN Exclusive: US suspects Russian hackers planted fake news behind Qatar crisis<\/strong><br>\nUS investigators believe Russian hackers breached Qatar&rsquo;s state news agency and planted a fake news report that contributed to a crisis among the US&rsquo; closest Gulf allies, according to US officials briefed on the investigation.<br>\nThe FBI recently sent a team of investigators to Doha to help the Qatari government investigate the alleged hacking incident, Qatari and US government officials say.<br>\nIntelligence gathered by the US security agencies indicates that Russian hackers were behind the intrusion first reported by the Qatari government two weeks ago, US officials say. Qatar hosts one of the largest US military bases in the region.<br>\nThe alleged involvement of Russian hackers intensifies concerns by US intelligence and law enforcement agencies that Russia continues to try some of the same cyber-hacking measures on US allies that intelligence agencies believe it used to meddle in the 2016 elections.<br>\nUS officials say the Russian goal appears to be to cause rifts among the US and its allies. In recent months, suspected Russian cyber activities, including the use of fake news stories, have turned up amid elections in France, Germany and other countries.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/edition.cnn.com\/2017\/06\/06\/politics\/russian-hackers-planted-fake-news-qatar-crisis\/index.html\">CNN<\/a>\n<p><strong>dazu aber auch: Do Not Trust The Intercept or How To Burn A Source<\/strong><br>\nYesterday The Intercept published a leaked five page NSA analysis about alleged Russian interference in the 2016 U.S. elections. Its reporting outed the leaker of the NSA documents. That person, R.L. Winner, has now been arrested and is likely to be jailed for years if not for the rest of her life.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.moonofalabama.org\/2017\/06\/do-not-trust-the-intercept-or-how-to-burn-a-source.html\">Moon of Alabama<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Meldungen von CNN und The Intercept sind durchaus kritisch zu sehen. So k&ouml;nnte The Intercept sogar die Verantwortung daf&uuml;r tragen, dass die Whistleblowerin enttarnt und festgenommen wurde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rat- und planlos in die Zukunft<\/strong><br>\nIn einem neuen Papier der EU werden &bdquo;vielf&auml;ltige Anregungen&ldquo; zu einer Vertiefung und Vervollst&auml;ndigung der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion angek&uuml;ndigt. Gibt es Neues im Westen?<br>\nAm 31. Mai legte die EU-Kommission ihr sogenanntes Reflexionspapier zur Vertiefung der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion (WWU) vor. Darin wird der Euro zun&auml;chst einmal als ein &bdquo;Symbol der Einheit und ein Garant der Stabilit&auml;t&ldquo; gefeiert. Zugegeben wird allerdings, dass die vermeintliche Erfolgsgeschichte von vielen nicht als eine solche wahrgenommen wird. Der Euro werde gar als Ursache der wirtschaftlichen Verwerfungen in der EU erachtet. Bei Licht betrachtet aber seien sie Folgen der &bdquo;schlimmsten Rezession&ldquo;, &bdquo;die die Europ&auml;ische Union in ihrer sechzigj&auml;hrigen Geschichte je erlebt hat&ldquo; und deren Ausl&ouml;ser sei in den USA zu verorten.<br>\nNun ist auch EU-Vertretern nicht verborgen geblieben, dass mit dem Brexit, der Fl&uuml;chtlingskrise, der Ablehnung des Verfassungsreferendums in Italien und der Trump-Wahl in den USA, sich die Aussichten auf das erkl&auml;rte Ziel eines &bdquo;immer engeren Zusammenschlusses der europ&auml;ischen V&ouml;lker&ldquo; nicht unbedingt verbessert haben. Vielleicht erkl&auml;rt das, dass man die Erfolgsgeschichte &bdquo;Euro&ldquo; recht unvermittelt auf ein &bdquo;Wohlstandsversprechen&ldquo; herunterstuft und zum politischen Mut aufruft, den eingeschlagenen Weg der &bdquo;Vertiefung der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion&ldquo; weiter zu gehen.<br>\nBetrachten wir uns, ob die j&uuml;ngsten Reflexionen der Kommission zum Mutmacher taugen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/06\/rat-und-planlos-die-zukunft\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Faust Gottes<\/strong><br>\nRamush Haradinaj will neuer Premierminister des Kosovo werden. Das w&auml;re politisch heikel. Ihm werden Kriegsverbrechen vorgeworfen &ndash; und Kontakte zum organisierten Verbrechen.<br>\nHaradinaj hat gute Aussichten. Der 48-J&auml;hrige ist der Spitzenkandidat des &ldquo;Kriegsfl&uuml;gels&rdquo;. So nennt die Zeitung &ldquo;Gazeta Expres&rdquo; die Allianz dreier ehemaliger Kommandanten der Rebellenbewegung UCK, die im Kosovo-Krieg 1998\/99 f&uuml;r die Abtrennung von Jugoslawien und einen eigenen Staat k&auml;mpfte. Wochenlang hat das B&uuml;ndnis aus Haradinajs &ldquo;Allianz f&uuml;r die Zukunft&rdquo;, der &ldquo;Demokratischen Partei des Kosovo&rdquo; unter dem einstigen Geheimdienstchef Kadri Veseli und der &ldquo;Initiative f&uuml;r Kosovo&rdquo; des fr&uuml;heren Paramilit&auml;rs Fatmir Litmaj die Meinungsumfragen mit gro&szlig;em Vorsprung angef&uuml;hrt.<br>\nNeun Jahre nach der Losl&ouml;sung von Serbien herrscht Frust im Kosovo. Mehr als 80 Staaten, unter ihnen mehrere EU- und Nato-Mitglieder, erkennen die junge Nation bis heute nicht an. Der Konflikt zwischen der albanisch-kosovarischen Mehrheit und der serbischen Minderheit im Kosovo ist ungel&ouml;st. Und schlimmer noch: die Wirtschaft entwickelt sich l&auml;ngst nicht so wie erhofft. Korruption, Vetternwirtschaft und Arbeitslosigkeit plagen das Land. &ldquo;Ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung hat das Gef&uuml;hl, perspektivlos zu leben&rdquo;, sagt der Westbalkan-Experte Dusan Reljic, und Leiter des Br&uuml;sseler B&uuml;ros der Stiftung Wissenschaft und Politik. &ldquo;Gerade die Jungen und gut Ausgebildeten zieht es weg zu den Arbeitspl&auml;tzen im Ausland.&rdquo; Und viele derer, die bleiben, setzen ihre Hoffnungen auf Radikale wie Haradinaj.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/kosovo-ramush-haradinaj-will-neuer-premier-werden-a-1151366.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wolfgang Ksoll &uuml;ber den Kosovo<\/strong><br>\nWenn Russland der Bev&ouml;lkerung von der Krim hilft, sich von der Ukraine abzuspalten, ist der Westen b&ouml;se. Wie macht die NATO es aber, wenn sie bestimmte Gebiete haben will?<br>\nMit 28.018 Sprengk&ouml;rper bombardierte die NATO den Kosovo aus Serbien heraus. Nach Gerhard Schr&ouml;der, damals verantwortlicher Bundeskanzler mit Rot-Gr&uuml;n, v&ouml;lkerrechtswidrig. Man war weder angegriffen worden, noch hatte man ein UN Mandat, also war es ein verbrecherischer Angriffskrieg. Man erreichte aus NATO-Willk&uuml;r heraus einen Staat, der von vielen nicht anerkannt wird, wie der Islamische Staat. Das BIP wird zu &uuml;ber 40% mit organisierter Kriminalit&auml;t bestritten. Was der Artikel verschweigt, ist dass es haupts&auml;chlich um Opium\/Heroin geht, dass dank der NATO in Afghanistan angebaut wird. Die Taliban hatten die Produktion auf 150 Jahrestonnen gedr&uuml;ckt, dank des Krieges in Afghanistan durch den Westen ist Afghanistan wieder Heroin-Weltmarktf&uuml;hrer mit &uuml;ber 90% Marktanteil. Freunde der NATO wie die Faust Gottes sorgen f&uuml;r die reibungslose Versorgung Europas mit afghanischen Drogen. Es besch&uuml;tzen ihn tun 10.000 US-Soldaten im Camp Bondsteel im Kosovo. So eine Art Besatzer. In Den Haag wurde die Faust Gottes nicht bestraft, weil die Zeugen ermordet wurden. Jeder kann sich selbst ein Bild machen, wie es aussieht wenn Russland ohne Waffeneinsatz neue Staaten wie auf der Krim baut oder der Westen mit 28.000 Bomben im Kosovo zur Heroinversorgung Europas mit Schwerkriminellen, die als Putschisten auf US-Befehl (Blow-Job-Clinton) Jugoslawien vernichtet haben.<br>\nAm Rande: fr&uuml;her kamen die Heroinlieferungen aus Afghanistan &uuml;ber die Ukraine. In den 1980ern brachte das auch AIDS in die Ukraine. Nachdem sich der Westen in der Ukraine verzockt hat und das Land vernichtet hat hat wie Jugoslawien, ist dieser Weg viel zu unsicher f&uuml;r das Heroingesch&auml;ft. Da installiert sich der Westen lieber Kriegsverbrecher im Kosovo, denen mit 28.000 v&ouml;lkerrechtswidrigen (Gerhard Schr&ouml;der, Rechtsanwalt) feigen Terrorbomben aus der Luft in den Sattel geholfen wird. Das sind heute die westlichen Werte, Das ist es schon egal, ob die T&auml;ter Clinton, Bush, Obama oder Trump hei&szlig;en. Den Terror aus der Luft zur Installation des Drogengesch&auml;ftes bezahlen wir zynischer Weise auch noch mit unseren Steuern. Und erz&auml;hlt bekommen wir dann mit alternativen Nachrichten, dass wir f&uuml;r Freiheit und Demokratie in Kosovo und unseren anderen Kriegsgebieten k&auml;mpfen. O what a brave new world! Da stecken bestimmt die Russen hinter!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/woksoll\/posts\/1588646051145917\">Wolfgang Ksoll via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Eine Gro&szlig;e Koalition ist auch Mist f&uuml;r unsere Demokratie<\/strong><br>\nDer Ausgang der britischen Parlamentswahl zeige, dass Wahlen &ldquo;erst auf den letzten Metern&rdquo; entschieden werden, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Thomas Oppermann, im Dlf. Die derzeitigen Umfragewerte f&uuml;r die SPD seien &ldquo;eine gute Basis f&uuml;r eine Aufholjagd&rdquo;. &ldquo;Soziale Sprengkraft&rdquo; sieht Oppermann in der Haltung der CDU beim Thema Lebensarbeitszeit.<br>\nFrank Capellan: Thomas Oppermann, es steht derzeit nicht gut um eine Kanzlerschaft von Martin Schulz. Die Umfragewerte bewegen sich wieder steil nach unten. Manche n&auml;hern sich schon wieder der 20-Prozent-Marke. Kann die SPD aus dem &uuml;berraschenden Wahlergebnis in Gro&szlig;britannien neue Hoffnung sch&ouml;pfen?<br>\nThomas Oppermann: Die Wahl in Gro&szlig;britannien war nat&uuml;rlich eine riesige &Uuml;berraschung. Theresa May lag vor wenigen Wochen scheinbar uneinholbar mit absoluter Mehrheit vorne. Und dann hat sie innerhalb weniger Wochen diesen Vorsprung verloren. Sie hat ihr Land in eine schwierige Situation gebracht. Da kommt ganz viel zusammen. Nichts, woraus man Hoffnung sch&ouml;pfen kann, aber eines zeigt doch die Wahl in Gro&szlig;britannien in aller Deutlichkeit: Kein Amtsinhaber ist bei der politischen Volatilit&auml;t, die es heute &uuml;berall auf der Welt gibt, sicher vor einer Abwahl. Und Wahlen werden offenkundig in diesen Tagen erst auf den letzten Metern entschieden, das hei&szlig;t, erst in den letzten ein, zwei oder drei Wochen. Auf die kommt es an. Darauf, glaube ich, kann man auch bauen bei der Bundestagswahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bundestagswahlkampf-eine-grosse-koalition-ist-auch-mist.868.de.html?dram:article_id=388361%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zusammengefa&szlig;t klingen die Aussagen des derzeitigen SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden wie Durchhalteparolen. Merkt Herr Oppermann denn gar nicht den fundamentalen Unterschied seiner Partei zur britischen Schwesterpartei? W&auml;hrend die SPD trotz der negativen Folgen z.B. f&uuml;r die Arbeitsbedingungen und das Rentensystem weiter an der neoliberalen Politik der Agenda 2010 festh&auml;lt, hat sich die Labour-Party auf ein tradtionelles sozialdemokratisches Programm zur&uuml;ck besonnen und konnte das dank Personen wie Jeremy Corbyn auch glaubw&uuml;rdig der W&auml;hlerschaft vermitteln. Bei der hiesigen SPD ist &ndash; leider &ndash; weder eine programmatische Wende noch daf&uuml;r geeignetes Personal in Sicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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