{"id":3873,"date":"2009-04-06T07:56:35","date_gmt":"2009-04-06T06:56:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3873"},"modified":"2009-04-06T07:56:36","modified_gmt":"2009-04-06T06:56:36","slug":"hinweise-des-tages-866","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3873","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>UBS leert ihren Giftschrank<\/li>\n<li>&Ouml;konom Heiner Flassbeck fordert nach G-20-Gipfel weitere Staatsma&szlig;nahmen: &ldquo;Der gro&szlig;e Wurf war es nicht&rdquo;<\/li>\n<li>&ldquo;Es wird viel geredet, gehandelt wird wenig&rdquo;\/Lafontaine zum Weltfinanzgipfel<\/li>\n<li>Dieter Wermuth: R&uuml;cksichtslose deutsche Sparer<\/li>\n<li>Steinbr&uuml;ck: London ist ein klares Zeichen an die Menschen und die Finanzm&auml;rkte<\/li>\n<li>G-20-Gipfel: Der Goldene Schuss?<\/li>\n<li>Steuereinnahmen schrumpfen um 20 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Nur vier Steueroasen auf der &ldquo;schwarzen Liste&rdquo;<\/li>\n<li>Private Altersvorsorge in den Niederlanden: Das System kollabiert<\/li>\n<li>Die 97.000.000.000 Euro-L&uuml;cke<\/li>\n<li>Demokratieabbau von oben<\/li>\n<li>Arbeitslose bekommen weniger Geld<\/li>\n<li>Wenn die Krise die Miete treibt<\/li>\n<li>Deutschlands armer Hauptstadt droht die Spaltung<\/li>\n<li>New York Times: Der Elfenbeinturm bleibt vom Zusammenbruch der &Ouml;konomie unbeeinflusst<\/li>\n<li>Wir sind eine programmatische Provokation<\/li>\n<li>Deutsche Fabriken an US-Banken verpf&auml;ndet<\/li>\n<li>Manager entkoppeln Gehalt von Leistung<\/li>\n<li>Europ&auml;ische Staaten st&uuml;tzen das Tarifgef&uuml;ge<\/li>\n<li>Zur Not auch mit den Gr&uuml;nen<\/li>\n<li>&ldquo;M&auml;nnerarbeit ist anders eingruppiert&rdquo;<\/li>\n<li>Berufsbildungsbericht<\/li>\n<li>One nation left behind<\/li>\n<li>G20-Proteste: Friedlich und entschlossen <\/li>\n<li>Krise &amp; Protest<\/li>\n<li>Radikal aus Verzweiflung<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/p><ol>\n<li><strong>UBS leert ihren Giftschrank<\/strong><br>\nDie Auffanggesellschaft der Schweizerischen Nationalbank f&uuml;r die Problemengagements der UBS hat die restlichen faulen Papiere der Grossbank f&uuml;r 22,2 Milliarden Dollar &uuml;bernommen. Es handelt sich um die letzten Papiere, die im Zug dieser Massnahme ausgelagert werden. Damit hat die SNB-Auffanggesellschaft die &Uuml;bernahme toxischer UBS-Papiere abgeschlossen. Insgesamt wurden Aktiven f&uuml;r 38,7 Milliarden Dollar &uuml;bernommen. Die UBS wies darauf hin, dass das Ergebnis des ersten Quartals 2009 lediglich mit rund 300 Millionen Dollar belastet werde. Der restliche Betrag sei bereits im Jahresergebnis 2008 ber&uuml;cksichtigt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/ubs_papiere_auffanggesellschaft_1.2321594.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Und demn&auml;chst werden wieder Gewinne gemeldet und ausgesch&uuml;ttet. Die Verluste aus den toxischen Papieren bleiben an den Schweizern insgesamt h&auml;ngen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&Ouml;konom Heiner Flassbeck fordert nach G-20-Gipfel weitere Staatsma&szlig;nahmen: &ldquo;Der gro&szlig;e Wurf war es nicht&rdquo;<\/strong><br>\nDer Chef&ouml;konom der UN-Konferenz f&uuml;r Handel und Entwicklung, Heiner Flassbeck, kritisiert die Beschl&uuml;sse des G-20-Gipfels als nicht ausreichend. Es sei nicht erkennbar, dass die Staaten aus den Fehlern gelernt h&auml;tten und die Spekulationen beschr&auml;nken werden. Flassbeck fordert Einschr&auml;nkungen der kreditfinanzierten Aktienspekulationen sowie der W&auml;hrungs- und Rohstoffspekulationen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/944923\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/04\/02\/dlf_20090402_2315_d110eef9.mp3\">Deutschlandradio (Audio-Podcast)<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Es wird viel geredet, gehandelt wird wenig&rdquo;<\/strong><br>\nOskar Lafontaine, Parteichef Die Linke, erwartet wenig Ergebnisse vom Weltfinanzgipfel in London. Die Beschw&ouml;rungen bei dem Treffen seien so allgemein, dass er kaum mit konkreten Resultaten rechne. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warf er Unt&auml;tigkeit vor. Erste Regulierungsschritte wie das Verbot von Hedgefonds oder der Handel mit Giftpapieren h&auml;tten in Deutschland l&auml;ngst umgesetzt werden k&ouml;nnen, passiert sei aber nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/944041\/\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Lafontaine bringt die Dinge auf den Punkt &ndash; lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dieter Wermuth: R&uuml;cksichtslose deutsche Sparer<\/strong><br>\nAm Mittwoch hatte Marco Annunziato von der italienischen Bank UniCredit unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Reckless Thrift&rdquo; die &Uuml;berschussl&auml;nder China und Deutschland massiv angegriffen &ndash; sie seien wegen ihrer gewaltigen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse mitverantwortlich f&uuml;r die globale Krise. Sie sparten zu viel, und insbesondere Deutschland setze auf eine Erholung des Welthandels statt die Rezession durch eine kr&auml;ftige Stimulierung der Inlandsnachfrage abzumildern und zu verk&uuml;rzen. Ebenso wie die anderen L&auml;nder des Euroraums verlasse es sich zu sehr auf die automatischen Stabilisatoren &ndash; steigende staatliche Defizite durch Steuerausf&auml;lle und h&ouml;here Sozialleistungen &ndash; und kritisiere die Ausgabenpl&auml;ne der amerikanischen und britischen Regierungen, hoffe aber gleichzeitig, dass sie die konjunkturelle Wende bringen. Die gr&ouml;&szlig;te europ&auml;ische Volkswirtschaft wieder einmal als Trittbrettfahrer!&hellip;.<br>\nUm also den Nachfrageausfall auszugleichen, w&auml;re bis Ende 2009 ein gesamtstaatliches Defizit von 2 &frac12;% (f&uuml;r die automatischen Konjunkturstabilisatoren) plus 9,2% gleich 11 &frac12;% des BIP anzustreben. Das entspricht etwa den amerikanischen Gr&ouml;&szlig;enordnungen.<br>\nWie sollte ein solches Programm aussehen? Es geht darum, kurzfristige Nachfrageimpulse auszusenden und mittelfristig die Wachstumsrate des Produktionspotentials, also unseren k&uuml;nftigen Wohlstand, zu erh&ouml;hen. Ich stelle mir bei den rasch greifenden Ma&szlig;nahmen eine Mischung aus niedrigerer Mehrwertsteuer (von 19% auf 10%), Verl&auml;ngerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes, Aufstockung von Hartz IV und Kindergeld, sowie eine vor&uuml;bergehende Senkung der Sozialabgaben vor. Dazu k&auml;me ein Programm f&uuml;r die Zukunft: zeitlich limitierte Subventionen f&uuml;r neue Unternehmensinvestitionen, zus&auml;tzliche Ausgaben f&uuml;r das Bildungswesen auf allen Stufen, vorgezogene Investitionen in das Verkehrswesen (vor allem f&uuml;r die Bahn) und Mehrausgaben f&uuml;r die Forschung.<br>\nR&uuml;cksichtslose deutsche Sparer? Ist Herr Mustermann, zusammen mit Frau Watanabe aus Japan und Herrn Li aus China tats&auml;chlich mit schuld an der gegenw&auml;rtigen Misere? Die Leute sind nun mal so wie sie sind, und sie haben bestimmte Pr&auml;ferenzen bez&uuml;glich ihres Ausgaben-Sparmixes. Wenn sie aus Makrosicht zu viel sparen, was gegenw&auml;rtig tats&auml;chlich der Fall ist, muss die Politik das Anreizsystem &auml;ndern und einen Teil der Nachfragel&uuml;cke f&uuml;llen, oder sogar mehr als das. Nur bei den Zinsen wurde bisher das getan, was zu tun war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2009\/04\/02\/rucksichtslose-deutsche-sparer_763#more-763\">ZEIT ONLINE &ndash; Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;ck: London ist ein klares Zeichen an die Menschen und die Finanzm&auml;rkte<\/strong><br>\n[&hellip;]<br>\nStern: Das HRE-Enteignungsgesetz hat die Kanzlei Hengeler und Mueller mit formuliert, die zuvor den HRE-Gro&szlig;aktion&auml;r Flowers beraten hat. Das ist doch ein klarer Interessenkonflikt.<br>\nSteinbr&uuml;ck: Nein. Die Kanzlei hatte das Mandat f&uuml;r Flowers niedergelegt. Das Innenministerium hat das gepr&uuml;ft. Ich brauche Fachleute au&szlig;erhalb des Ministeriums, die im Aktienrecht und im Bilanzrecht firm sind. Anders ist die Krise nicht zu bew&auml;ltigen.<br>\nMir fallen in meinem Ministerium wegen &Uuml;berlastung Leute um, im Kanzleramt haben zwei Mitarbeiter wegen &Uuml;berlastung einen H&ouml;rsturz gekriegt. Die arbeiten bis zum Anschlag. Aber das k&uuml;mmert im Parlament und in den Medien keinen Menschen.<br>\n[&hellip;]<br>\nStern: Wie wollen Sie die immensen Schulden, die wir jetzt aufnehmen m&uuml;ssen, wieder abbauen?<br>\nSteinbr&uuml;ck: Wir kommen nur wieder raus, wenn wir weniger konsumieren oder ausgeben, als das Wachstum zul&auml;sst. Es wird lange Zeit fast nichts zus&auml;tzlich zu verteilen geben.<br>\n[&hellip;]<br>\nStern: Droht uns am Ende sogar eine W&auml;hrungsreform?<br>\nSteinbr&uuml;ck: Das ist ein v&ouml;llig unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iges Horrorgem&auml;lde. Kein Mensch wird irgendetwas tun, was die Stabilit&auml;t des Euro gef&auml;hrdet. Das ist v&ouml;llig ausgeschlossen. Vorher w&uuml;rden wir handeln &ndash; m&uuml;ssen!<br>\n[&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/Interview\/2009\/04\/2009-04-02-steinbrueck-stern.html\">Bundesregierung&nbsp;<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Interessant ist der Versuch Steinbr&uuml;cks, die Beteiligung privater und mit Interessen verbundener Anwaltskanzleien an der Formulierung von Gesetzen zu besch&ouml;nigen.<br>\nUnd wieder zeigt Steinbr&uuml;ck, dass er makro&ouml;konomische Zusammenh&auml;nge nicht versteht. Er wirbt mitten in der Krise f&uuml;r &bdquo;weniger konsumieren&ldquo; und macht Stimmung gegen das &bdquo;Verteilen&ldquo;. Das ist zum Beispiel auch Stimmungsmache gegen die Wiederinstallation einer funktionierenden Arbeitslosenversicherung und einer St&uuml;tzung der unteren Einkommen und der Erwerbslosen gerade in der Krise, wie sie immerhin von der bis vor kurzem noch eindeutig neoliberal gepr&auml;gten OECD vorgeschlagen wurde. Siehe <a href=\"?p=3860\">&ldquo;Selbst Wendeh&auml;lse kommen mit guten Vorschl&auml;gen: die OECD pl&auml;diert u.a. f&uuml;r eine wirksame Ausdehnung der Arbeitslosenversicherung.&rdquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>G-20-Gipfel: Der Goldene Schuss?<\/strong><br>\nDie G-20-Staaten bek&auml;mpfen die Krise, indem sie die n&auml;chste vorbereiten: Mit neuen Billionen auf Pump soll die Weltwirtschaft angekurbelt werden. Das offizielle Gipfelmotto lautete Stabilit&auml;t\/Wachstum\/Arbeitspl&auml;tze &ndash; das wahre m&uuml;sste hei&szlig;en: Verschuldung\/Arbeitslosigkeit\/Inflation. Von Gabor Steingart<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,617151,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Roger Strassburg meint dazu:<\/strong> Gabor Steingart, Meister der Milchm&auml;dchenrechnung<br>\nSteingart macht das, was er am Besten kann: Er schwadroniert auf Stammtischniveau &uuml;ber das, wovon er keine Ahnung hat.<br>\nEr schreibt, &ldquo;So fiel nicht weiter auf, dass die Krise mit jenen Mitteln bek&auml;mpft wird, die sie verursacht hat.&rdquo;<br>\nNein, tun sie nicht. Die Krise wurde von einer Spekulationsblase verursacht, die durch die von Steingart normalerweise f&uuml;r erstrebenswert gehaltene Deregulierung der Finanzm&auml;rkte erst erm&ouml;glicht wurde. Viel zu viel Geld wurde in Finanzprodukte investiert, anstatt in die Realwirtschaft, wo tats&auml;chlich Werte geschaffen werden, und nicht nur hei&szlig;e Luft.<br>\nDie Konjunkturprogramme, die jetzt anlaufen, finanzieren nicht die Spekulation, sondern G&uuml;ter, Dienstleistungen und Infrastruktur, um die ausfallende Nachfrage des privaten Sektors auszugleichen, damit die Kapazit&auml;ten, die f&uuml;r Arbeitspl&auml;tze sorgen, ausgelastet sind.<br>\nDas ist der kleine, aber feine Unterschied, den Steingart nicht zu erkennen vermag oder nicht will.<br>\nStattdessen betrachtet er die Weltwirtschaft wie einen Betrieb, der f&uuml;r au&szlig;enstehende Kunden produziert und von denselben Geld einnimmt. Dumm nur, dass die Weltwirtschaft eben dies nicht tun kann, denn sie produziert f&uuml;r sich selbst, verkauft an sich selbst und kauft von sich selbst, denn f&uuml;r die Gesamtwirtschaft gibt es eben kein Au&szlig;en.<br>\nInnerhalb der Weltwirtschaft sind des einen Schulden des anderen Ersparnisse, des einen Kosten des anderen Einnahmen. Wenn der eine sparen will, muss ein anderer sich verschulden, wenn einer etwas verkaufen will, muss ein anderer es kaufen.<br>\nGleiches gilt f&uuml;r das Verschulden einzelner Volkswirtschaften gegen&uuml;ber anderen sowie f&uuml;r die Handelsbilanzen.<br>\nOffenbar meint Steingart, dass alle L&auml;nder dem deutschen Beispiel folgen und einen Export&uuml;berschuss erzielen sollen. Nur soll er endlich erkl&auml;ren, wer denn diese &Uuml;bersch&uuml;sse abnehmen soll, wenn keiner ein Defizit macht. Oder wei&szlig; er nicht, dass das weltweite Handelssaldo definitionsgem&auml;&szlig; immer gleich null ist, also dass jeder &Uuml;berschuss stets einem Defizit anderswo gegen&uuml;bersteht? Und dass das gleiche Prinzip auch f&uuml;r Schulden gilt?<br>\nNein, Herr Steingart denkt das alles nicht zu Ende. Milchm&auml;dchenrechnungen sind einfacher.<br>\nNehmen wir an, es wird gespart, anstatt zu konsumieren. Dann geht derjenige leer aus, der produziert und verkaufen will. Dieser will sein Geld nat&uuml;rlich nicht f&uuml;r Produktion ausgeben, wenn er das Produzierte nicht verkaufen und damit seine Kosten wieder hereinholen kann. Also er f&auml;hrt seine Produktion zur&uuml;ck und entl&auml;sst Mitarbeiter. Diese wiederum m&uuml;ssen mangels Einkommen ihre Ausgaben k&uuml;rzen, also weniger kaufen, was zu weiterer Produktionssenkungen und Entlassungen f&uuml;hrt. Und so weiter und so fort.<br>\nWenn sich diese Spirale zu lange dreht, fangen die Preise an zu sinken. Was wie ein Segen f&uuml;r den Verbraucher klingt, wirkt sich auch auf deren L&ouml;hne aus, was die Kaufkraft dann entsprechend senkt.<br>\nDas nennt man Deflation.<br>\nNur die Schulden sinken nicht. Sie bleiben nach wie vor auf ihrem alten Niveau, das angesichts der Deflation jetzt viel h&ouml;her erscheinen, als vorher. Dies f&uuml;hrt dann zur Zahlungsunf&auml;higkeit vieler Schuldner, was wiederum die Banken in Bedr&auml;ngnis bringt.<br>\nKommt Ihnen das bekannt vor, Herr Steingart?<br>\nGenau dieses Szenario war es, was zur gro&szlig;en Depression f&uuml;hrte. Die Lage wurde noch verschlimmert, indem Regierungen versucht haben, gerade in diesem Moment zu sparen. Ber&uuml;hmte Beispiele daf&uuml;r waren die Politik von Heinrich Br&uuml;ning in Deutschland und Herbert Hoover in den USA.<br>\nDoch genau diese Politik bef&uuml;rwortet Steingart. Er merkt es nur nicht, weil er nicht zu Ende denkt, was er schreibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Steuereinnahmen schrumpfen um 20 Milliarden Euro<\/strong><br>\nSchlechte Nachrichten f&uuml;r den Bundeshaushalt: Das Finanzministerium rechnet nach Informationen des SPIEGEL in diesem Jahr mit Steuerausf&auml;llen von 20 Milliarden Euro. Der Grund ist die schrumpfende Wirtschaftsleistung Deutschlands.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,617422,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg:<\/strong> NDS-Leser wissen das schon lange.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nur vier Steueroasen auf der &ldquo;schwarzen Liste&rdquo;<\/strong><br>\nDarauf stehen nur vier L&auml;nder: Costa Rica, Malaysia, die Philippinen und Uruguay. Kein Wort von weitaus ber&uuml;chtigteren Steuerparadiesen: der Kanalinsel Jersey etwa, auf die die kollabierte britische Hypothekenbank Northern Rock ihre Spekulationsgesch&auml;fte ausgelagert hatte. Oder dem US-Bundesstaat Delaware, in dem die deutsche Pleitebank IKB ihre au&szlig;erbilanziellen Vehikel betrieb. Oder den karibischen Kaimaninseln, die einem Gro&szlig;teil der Hedgefonds der Welt Unterschlupf bietet. Die OECD begr&uuml;ndete ihre &uuml;berraschende Auswahl damit, dass sich nur diese vier L&auml;nder den &ldquo;international vereinbarten Steuerstandards&rdquo; verweigert h&auml;tten. Die Schweiz, &Ouml;sterreich und Luxemburg werden von der OECD zwar genannt &ndash; aber nicht als Steueroasen, sondern auf einer Liste von 38 Finanzzentren, die sich den Standards immerhin angeschlossen, sie aber noch nicht umgesetzt h&auml;tten. Die Kanalinseln, Hongkong und Macau tauchen gar nicht auf, wohl auf Druck der Briten und Chinesen. &ldquo;Die Liste ist politisch manipuliert&rdquo;, urteilt der Gr&uuml;nen-Politiker Sven Giegold.<br>\nWas ist nun das Neue am Londoner Beschluss? Die Schweiz gab darauf schon mal eine Antwort: &ldquo;Das Bankgeheimnis bleibt bestehen, und einen automatischen Informationsaustausch lehnen wir entschieden ab&rdquo;, erkl&auml;rte Wirtschaftsministerin Doris Leuthard. Nur &ldquo;im Einzelfall und auf konkrete Anfrage&rdquo; werde man k&uuml;nftig Auskunft erteilen. Mehr hat die G 20 ja auch nicht gefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2009%2F04%2F04%2Fa0162&amp;cHash=a314b088b2&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Angesichts der Tatsache, dass sich die OECD schon seit Jahren mit dem Thema Steueroasen besch&auml;ftigt, ist das Kriterium, um auf die sog. wei&szlig;e Liste zu kommen, ein Witz. Um aufgenommen zu werden, muss ein Land 12 Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen haben. Das qualitative Element umfasst dabei einen Informationsaustausch auf konkrete Anfrage. Das letztlich rein quantitative Kriterium konnten die karibischen Steueroasen f&uuml;r sich nutzen, indem sie diese Abkommen untereinander abschlossen und so locker auf die Zahl 12 und auf die wei&szlig;e Liste kommen konnten. Da man von ausgehen kann, dass die Betreiber dieser Listen keine Idioten sind, wird hier ersichtlich, dass es diesen nicht ernst ist, diese Steueroasen und Finanzpl&auml;tze wirksamen Kontrollen zu unterwerden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Private Altersvorsorge in den Niederlanden: Das System kollabiert<\/strong><br>\nAngeblich haben die westlichen Nachbarn Deutschlands bei der Altersvorsorge das &ldquo;beste System der Welt&rdquo; installiert, doch die Wirtschaftskrise sorgt nun f&uuml;r Milliardenverluste.<br>\nIn den Niederlanden droht den Erwerbst&auml;tigen eine Rentenk&uuml;rzung. Aufgrund der Finanzkrise k&auml;mpft die H&auml;lfte der rund 600 Pensionskassen mit Problemen, wie Sozialminister Piet Hein Donner von den Christdemokraten unl&auml;ngst einr&auml;umen musste. Jeder Euro, den die Kassen an ihre k&uuml;nftigen Rentner zahlen m&uuml;ssen, ist momentan nur noch mit durchschnittlich 85 Cent gedeckt. Die L&uuml;cke betr&auml;gt insgesamt etwa 100 Milliarden Euro. Allein das Verm&ouml;gen der gr&ouml;&szlig;ten Kasse, ABP, schrumpfte letztes Jahr um 44 Milliarden Euro und betrug Ende 2008 nur noch 173 Milliarden. Der Amsterdamer Wirtschaftsprofessor Arnoud Boot warnte in der Tageszeitung NRC Handelsblad, dass die Altersbez&uuml;ge bis zu 50 Prozent ihres Wertes verloren haben k&ouml;nnten, wenn die jetzt Erwerbst&auml;tigen in einigen Jahrzehnten in Rente gehen. Der prominente sozialdemokratische Wirtschaftsexperte Flip de Kam sprach von einer &ldquo;schleichenden Enteignung&rdquo;. &hellip;<br>\nDabei galt das holl&auml;ndische Rentensystem bislang als internationales Vorbild. Die Weltbank sprach vom &ldquo;besten System der Welt&rdquo;, da es der zunehmenden Vergreisung am besten entgegenwirke. &hellip;<br>\nEine fundamentale Debatte &uuml;ber die Zukunft des Rentensystems findet in den Niederlanden jedoch noch nicht statt. Verbon ist einer der wenigen Experten, der f&uuml;r eine Reform pl&auml;diert. &ldquo;Die Regierung sollte die staatliche Rente erh&ouml;hen, die aus Steuermitteln finanziert wird.&rdquo; Doch letztendlich glaubt auch Verbon, dass das niederl&auml;ndische System langfristig am besten geeignet sei, um die Vergreisung aufzufangen.<br>\nDie Gewerkschaften denken &auml;hnlich. Sie geh&ouml;ren aber auch dem Vorstand der Rentenkassen an und sind so mitverantwortlich f&uuml;r die bisherige Investitionspolitik &ndash; riskante Aktien und Hedgefonds inklusive.<br>\nDiese Anlagestrategie solle sich trotz der Krise nicht fundamental &auml;ndern, versichert Noordman. &ldquo;Alle Wirtschaftsexperten sagen, dass die Zinsen steigen werden und die Aktienindices ebenso. Das ist nur eine Frage der Zeit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/das-system-kollabiert\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> F&uuml;r NDS-Leser keine &Uuml;berraschung, siehe u.a. eine <a href=\"?p=2798\">Folien-Pr&auml;sentation zum Mackenroth-Theorem<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Einmal mehr ein Beispiel daf&uuml;r, dass die Privatvorsorge h&ouml;chst riskant ist und nicht h&auml;lt, was sie verspricht. Die zitierten Einlassungen zeigen aber auch, dass man von jenen, die das System mit eingef&uuml;hrt haben, Einsicht nicht erwarten kann. Sie reden weiter davon, dieses System sei am besten geeignet, &bdquo;um die Vergreisung aufzufangen.&ldquo; Das sind &uuml;berall die g&auml;ngigen Spr&uuml;che. Und auch in Holland beruft man sich auf &bdquo;Wirtschaftsexperten&ldquo;. Diese haben sich auf allen Feldern permanent get&auml;uscht. Da aber die Verstrickung der Politik, der privaten Interessen der Versicherungswirtschaft, der Verb&auml;nde und dieser so genannten Wirtschaftsexperten nach wie vor existiert und funktioniert, kann man sich gegenseitig aufeinander berufen, um den falschen Weg weitergehen zu k&ouml;nnen.<br>\nWer sich daf&uuml;r n&auml;her interessiert, dem empfehlen wir auch die Rubrik <a href=\"?cat=40\">&bdquo;Riester-R&uuml;rup-T&auml;uschung&ldquo;<\/a> in den NachDenkSeiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die 97.000.000.000 Euro-L&uuml;cke<\/strong><br>\nDeutsche Firmen sitzen auf ungedeckten Pensionszusagen in Milliardenh&ouml;he. Die Robert-Bosch-Gruppe hat diese Lasten bereits vor Jahren aus ihrer Bilanz ausgelagert. Ein Beispiel aus der betrieblichen Altersvorsorge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/karriere_management\/management\/:Pensionslasten-Die-97-000-000-000-Euro-L%FCcke\/494948.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Demokratieabbau von oben<\/strong><br>\nAlle rechnen derzeit im Zuge der schwersten weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise seit Generationen mit einer massiv ansteigenden Arbeitslosigkeit. In ihren Sog ger&auml;t auch Deutschland als gr&ouml;&szlig;te Exportnation Europas. Von f&uuml;nf Millionen Arbeitslosen ist die Rede, manche gehen von wesentlich h&ouml;heren Erwerbslosenzahlen aus. Und was macht die Bundesregierung? Sie leistet sich einen Streit um die Neuorganisation der Jobcenter. Das ist nur noch als soziale Verantwortungslosigkeit einzuordnen.<br>\nStatt die Jobcenter schleunigst f&uuml;r den kommenden Ansturm fit zu kriegen, will sie die l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Neuorganisation erst nach der Bundestagswahl in Angriff nehmen. Damit beweist die Regierung einmal mehr, dass sie sich f&uuml;r die Schw&auml;chsten in der Gesellschaft nicht verantwortlich f&uuml;hlt. Deutlicher kann man es kaum sagen: Langzeitarbeitslose und ihre Angeh&ouml;rigen &ndash; darunter auch zwei Millionen Kinder und Jugendliche &ndash; sind f&uuml;r uns als Wahlvolk uninteressant. Sollen sie doch warten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/demokratieabbau-von-oben\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeitslose bekommen weniger Geld<\/strong><br>\nDie Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr so wenig f&uuml;r Lohnersatzleistungen ausgegeben wie seit 18 Jahren nicht mehr. &bdquo;Die Arbeitslosenversicherung tr&auml;gt immer weniger zur Sicherung Arbeitsloser bei&ldquo;, hei&szlig;t es in einer Analyse des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Nur noch eine Minderheit der Arbeitslosen habe &uuml;berhaupt einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Zudem seien die ausgezahlten Betr&auml;ge in den vergangenen Jahren gesunken &ndash; oft so stark, dass Erwerbslose zus&auml;tzlich Hartz-IV-Geld beantragen m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/art271,2767630?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> So viel zum Ger&uuml;cht von der angeblich immer noch relativ guten sozialen Absicherung von Arbeitslosen in Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wenn die Krise die Miete treibt<\/strong><br>\nDer Deutsche Mieterbund rechnet angesichts der Finanzkrise mit steigenden Mieten. &bdquo;Wir haben wieder eine deutliche Zunahme von Mieterh&ouml;hungsforderungen&ldquo;, sagte Franz-Georg Rips, Pr&auml;sident des Deutschen Mieterbundes, dem Tagesspiegel am Sonntag. In den vergangenen zwei bis drei Jahren h&auml;tten sich die Beratungsf&auml;lle zu Mieterh&ouml;hungsfragen verdoppelt. Das liege vor allem daran, dass ausl&auml;ndische Investoren zunehmend Mietwohnungen hierzulande aufkauften. Diese erwarteten meist eine Rendite auf ihr Eigenkapital von 25 Prozent. Das sei unter den jetzigen Bedingungen allerdings kaum mehr realisierbar. Nur zwei Optionen gebe es, um diese Erwartung zu erf&uuml;llen: eine Senkung der Ausgaben &ndash; also der Verzicht oder die Verschiebung von Modernisierungen und Instandsetzungen. Oder eine Erh&ouml;hung des Cashflows &ndash; sprich: h&ouml;here Mieten. Die betroffenen Wohnungen hatten die Investoren meist Bund und Kommunen abgekauft. Rips f&uuml;rchtet schlimme Folgen. &bdquo;Wenn ausl&auml;ndische Gro&szlig;investoren ihre Miete erh&ouml;hen und ihre Instandsetzung zur&uuml;ckfahren, m&uuml;ssen die anderen Eigent&uuml;mer aus Wettbewerbsgr&uuml;nden folgen. Es entsteht Druck. Insgesamt wird das Preisniveau nach oben getrieben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Verbraucher-Miete;art131,2766918?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Dies als Warnung an alle Kommunalpolitiker, die immer noch glauben, ihre Stadt durch den Verkauf st&auml;dtischen Wohneigentums entschulden zu k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschlands armer Hauptstadt droht die Spaltung<\/strong><br>\nDie Lage hat sich in vielen Berliner Kiezen verschlechtert. Das haben jetzt die Daten des neuen Sozialstrukturatlas best&auml;tigt. Doch dem rot-roten Senat fehlt eine entschlossene Strategie, um die soziale Spaltung der Stadt aufzuhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article1068148\/Deutschlands_armer_Hauptstadt_droht_die_Spaltung.html?slideshowpage=2\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Berlin macht vor, was uns in Deutschland insgesamt erwartet, sofern die Politik nicht grundlegend gegensteuert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>New York Times: Der Elfenbeinturm bleibt vom Zusammenbruch der &Ouml;konomie unbeeinflusst<\/strong><br>\nYet prominent economics professors say their academic discipline isn&rsquo;t shifting nearly as much as some people might think. Free market theory, mathematical models and hostility to government regulation still reign in most economics departments at colleges and universities around the country. True, some new approaches have been explored in recent years, particularly by behavioral economists who argue that human psychology is a crucial element in economic decision making. But the belief that people make rational economic decisions and the market automatically adjusts to respond to them still prevails.<br>\nThe financial crash happened very quickly while &ldquo;things in academia change very, very slowly,&rdquo; said David Card, a leading labor economist at the University of California, Berkeley.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2009\/03\/05\/books\/05deba.html?_r=1\">NYT<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Das ist vermutlich eine richtige Beobachtung. Auch bei uns ist sichtbar, dass sich die herrschenden Ideologen gegenseitig best&auml;rken und sich einmauern. Dazu passt auch eine Einrichtung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: <a href=\"http:\/\/www.insm-oekonomenblog.de\/\">Der INSM-&Ouml;konomen-Blog<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Fabriken an US-Banken verpf&auml;ndet<\/strong><br>\nEine Rettung von Opel wird immer unwahrscheinlicher: Der Mutterkonzern General Motors hat s&auml;mtliche Verm&ouml;genswerte wie Werksgel&auml;nde und Fabriken der europ&auml;ischen Tochter an US-Banken verpf&auml;ndet.<br>\nDas best&auml;tigte ein Mitglied der Bundesregierung dem FOCUS. Der Autobauer besitze keinerlei Verm&ouml;genswerte: &bdquo;Opel ist nur eine H&uuml;lle. Und GM hat darauf auch keinen Zugriff mehr.&ldquo; Als Sicherheiten f&uuml;r Milliardenhilfen habe GM auch die Opel-Patente an die US-Regierung abgetreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/finanzkrise\/opel-deutsche-fabriken-an-us-banken-verpfaendet_aid_387105.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><strong>Manager entkoppeln Gehalt von Leistung<\/strong><br>\nAusgerechnet im Mutterland der leistungsgerechten Bezahlung kommen die Manager bislang vergleichsweise ungeschoren durch die Krise: In den USA sind die Geh&auml;lter der Topmanager im vergangenen Jahr nur um 3,4 Prozent gesunken. Die Chefs der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Unternehmen verloren im gleichen Zeitraum hingegen rund 20 Prozent ihrer Eink&uuml;nfte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/karriere_management\/management\/:Verg%FCtungen-in-den-USA-Manager-entkoppeln-Gehalt-von-Leistung\/496414.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant ist dabei vor allem die in dort verlinkte Tabelle der deutschen Managergeh&auml;lter. Angesichts der dort aufgelisteten Gesamtverg&uuml;tungen, wird deutlich, dass die durch die Schlagzeilen geisternden Gehaltsk&uuml;rzungen die deutschen Manager nicht gerade in die Bed&uuml;rftigkeit treiben. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europ&auml;ische Staaten st&uuml;tzen das Tarifgef&uuml;ge<\/strong><br>\nDie Tarifbindung nimmt ab. Ein Blick auf andere europ&auml;ische L&auml;nder zeigt aber, dass die Politik den Erosionsprozess aufhalten k&ouml;nnte. Das wichtigste Mittel dazu ist die&nbsp; Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung.<br>\nNachdem die Tarifbindung in Deutschland im vergangenen Jahrzehnt um etwa ein Sechstel gesunken ist,&nbsp; gelten Tarifvertr&auml;ge nur noch f&uuml;r 63 Prozent aller Arbeitsverh&auml;ltnisse. Von den L&auml;ndern der alten Europ&auml;ischen Union werden nur in Luxemburg und Gro&szlig;britannien noch weniger Besch&auml;ftigte von Tarifvertr&auml;gen erfasst.&nbsp; In den &uuml;brigen&nbsp; Staaten ist das Niveau der Tarifbindung dagegen deutlich h&ouml;her und zudem stabil. Die Spanne reicht von 70 Prozent in Portugal bis zu 99 Prozent in &Ouml;sterreich. Die WSI-Tarifexperten Reinhard Bispinck und Thorsten Schulten haben untersucht, warum Deutschland in der vergangenen Dekade so weit abgerutscht ist &ndash; und wie sich der Trend wieder umkehren lie&szlig;e.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_94838.html\">B&ouml;ckler Impuls 06\/2009<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Die Gewerkschaften fangen an, auf ihre in Europa einzigartig schlechte Position zu &ldquo;reagieren&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zur Not auch mit den Gr&uuml;nen<\/strong><br>\nGuido Westerwelle denkt schon jetzt an die Zeit nach der Wahl. Eine Jamaika-Koalition mit Union und Gr&uuml;nen schlie&szlig;t der FDP-Chef nicht aus, eine andere Dreierkonstellation schon.<br>\nSeine Abneigung gegen eine Ampelkoalition bekr&auml;ftigte der FDP-Vorsitzende mit den Worten: &bdquo;Dazu zitiere ich mal &ndash; widerwillig, muss ich hinzuf&uuml;gen &ndash; den Chef der Linkspartei, Oskar Lafontaine. Der sagt: &acute;SPD und Gr&uuml;ne schreiben unser Wahlprogramm ab, wollen es aber mit Herrn Westerwelle durchsetzen. Das ist lustig.&acute; Wo er recht hat, hat er recht.&ldquo; Eine Ampel h&auml;tte er schon 2005 haben k&ouml;nnen, &bdquo;aber wir haben Wort gehalten&ldquo;, f&uuml;gte der FDP-Chef hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/fdp-zur-not-auch-mit-den-gruenen_aid_387377.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Soviel zu den Hoffnungen der SPD auf eine Ampelkoalition.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;M&auml;nnerarbeit ist anders eingruppiert&rdquo;<\/strong><br>\nDie Wirtschaftsforscherin Astrid Ziegler vom DGB-nahen WSI-Institut hat Software-Tools begutachtet, die in Kanada Lohnungleichheit zwischen Frauen und M&auml;nnern messen. Davon k&ouml;nnten auch die Unternehmen in Deutschland lernen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2009%2F04%2F03%2Fa0114&amp;cHash=5b70550ae3&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Berufsbildungsbericht<\/strong><br>\n&bdquo;Fast alle nationalen und internationalen Vergleichsstudien stellen dem deutschen Bildungswesen ein miserables Zeugnis aus: Die Zahl der Jugendlichen ohne Schul- und Berufsabschluss ist erschreckend hoch. Hauptsch&uuml;ler haben nach wie vor kaum Chancen, direkt einen Platz in Ausbildung und Beruf zu erhalten. Migrantinnen und Migranten sind die Verlierer unseres Bildungswesens. Sie verlassen die Schule doppelt so h&auml;ufig wie ihre deutschen Mitsch&uuml;lerinnen und &ndash; sch&uuml;ler ohne Abschluss. Mindestens 400.000 Jugendliche<br>\n&bdquo;verschwinden&ldquo; im &Uuml;bergangssystem zwischen Schule und Beruf &ndash; die meisten von ihnen<br>\nbleiben ohne Chance auf eine qualifizierende Ausbildung. Gleichzeitig gelingt es nicht, signifikant mehr Jugendliche f&uuml;r ein Studium zu gewinnen.&ldquo;<br>\nDas ist die Bewertung der Arbeitnehmerseite im Berufsbildungsbericht der Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/pub\/bbb_09.pdf\">BMBF [PDF &ndash; 557 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Selbst die Bertelsmann Stiftung schreibt: &bdquo;Mehrere hunderttausend Jugendliche m&uuml;ssten derzeit nach Verlassen der Schule in die Warte&shy;schleife. Weil sich f&uuml;r sie kein regul&auml;rer Ausbildungsplatz finde, landeten sie im so genannten &Uuml;bergangssystem, sagte Dr&auml;ger. Der Flickenteppich von Einzelma&szlig;nahmen wie berufsvorberei&shy;tende Kurse oder Praktika schaffe aber nur selten &Uuml;berg&auml;nge zwischen Schule und Arbeitswelt. Daher seien strukturelle Reformen unausweichlich. Der un&uuml;berschaubare Ma&szlig;nahmendschungel m&uuml;sse endlich beseitigt werden.&ldquo;<br>\nStatt jedoch Druck auf die Unternehmen zu machen, damit sie &ndash; in ihrem eigenen Interesse &ndash; ausreichend Ausbildungspl&auml;tze anbieten, fordert Bertelsmann, dass der Staat in die Presche springt und verst&auml;rkt schulische oder &uuml;berbetriebliche Ausbil&shy;dungen anbietet. Die sonst so auf ein Zur&uuml;ckdr&auml;ngen des Staates und auf Privatisierung erpichte Stiftung, ruft immer dann nach dem Staat und nach Steuergeldern, wenn der private Sektor versagt.<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/bst\/de\/media\/xcms_bst_dms_27405_27406_2.pdf\">Bertelsmann Stiftung Berufsausbildung 2015 [PDF &ndash; 1 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>One nation left behind<\/strong><br>\nA new policy brief by the Alliance for Excellent Education decries the &ldquo;tunnel vision&rdquo; the United States displays in the &ldquo;global schoolhouse.&rdquo; Our competitors &ldquo;eagerly compare, or benchmark, their performance and standards against each other &mdash; and particularly against top performers.&rdquo; They &ldquo;take their international assessment performance results seriously,&rdquo; and &ldquo;take advantage of opportunities to compare policies and practices so that they can learn and improve.&rdquo; The United States, world leader in many areas, ignores opportunities to learn from its international peers in education. In the 1960s, data show the U.S. produced the greatest high school completion rates among 23 member nations in the Organisation for Economic Co-operation and Development. It has since fallen to 18th out of 23, and from 1995 to 2005, the national college graduation rate fell from second to 15th. With recent globalization, American workers spend &ldquo;dramatically&rdquo; more time performing higher-level cognitive tasks that take problem-solving ability and effective communication with sophisticated tools. Much less time is spent in routine manual tasks, such as installing parts or packing items on assembly lines, and routine cognitive tasks, such as taking simple customer orders or maintaining inventory counts. Consequences of this are too important to ignore, the Alliance says.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.all4ed.org\/files\/shortsighted.pdf\">www.all4ed.org [PDF &ndash; 530 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Georg Lind:<\/strong> Obwohl &ndash; oder weil &ndash; die USA seit 40 Jahren ein rigoroses strafbewehrtes Schulleistungstestprogramm &aacute; la PISA haben, um Lehrer und Schulen zu H&ouml;chstleistungen anzutreiben, sank die Schulabschlussrate im Vergleich der OECD-L&auml;nder vom 1. auf den 18. Platz von 23 L&auml;ndern, und die College-Abschlussrate fiel vom 2. auf den 15. Platz. Warum eifern unsere Politiker diesem zweifelhaften Vorbild kopflos nach?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>G20-Proteste: Friedlich und entschlossen <\/strong><br>\nIn London wird kreativ protestiert, doch die Medien zeigen nur Gewalt. Es ist erstaunlich, wie stark die Berichterstattung von der Realit&auml;t vor Ort abweicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/neuigkeiten\/detailansicht\/datum\/2009\/04\/02\/g20-proteste-friedlich-und-entschlossen\/?no_cache=1&amp;cHash=6c12e1d6a0\">ATTAC<\/a>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> &Auml;hnliche Erfahrung in Stra&szlig;burg.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krise &amp; Protest<\/strong><br>\nWie sieht die Krisenbew&auml;ltigung in Deutschland aus?<br>\nSendeanstalt und Sendedatum: RBB, Sonntag, 5. April 2009<br>\n[&hellip;]<br>\nNoch schauen wir der Krise zu, als h&auml;tten wir nichts damit zu tun, als k&ouml;nnte sie uns nicht erwischen. Aber wir stecken schon mittendrin. Noch ist es still in Deutschland. So still wird es nicht bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/ttt\/beitrag_dyn~uid,i46qld46n60senot~cm.asp\">ttt &ndash; titel thesen temperamente<\/a><\/li>\n<li><strong>Radikal aus Verzweiflung<\/strong><br>\nMit Geiselnahmen von Managern k&auml;mpfen franz&ouml;sische Arbeitnehmer um ihre Jobs &ndash; die Regierung f&uuml;rchtet eine soziale Explosion<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/art271,2767515?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>UBS leert ihren Giftschrank<\/li>\n<li>&Ouml;konom Heiner Flassbeck fordert nach G-20-Gipfel weitere Staatsma&szlig;nahmen: &ldquo;Der gro&szlig;e Wurf war es nicht&rdquo;<\/li>\n<li>&ldquo;Es wird viel geredet, gehandelt wird wenig&rdquo;\/Lafontaine zum Weltfinanzgipfel<\/li>\n<li>Dieter Wermuth: R&uuml;cksichtslose deutsche Sparer<\/li>\n<li>Steinbr&uuml;ck: London ist ein klares Zeichen an die Menschen und die Finanzm&auml;rkte<\/li>\n<li>G-20-Gipfel: Der Goldene Schuss?<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3873\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3873","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3873","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3873"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3873\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3873"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3873"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3873"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}