{"id":38742,"date":"2017-06-14T08:30:46","date_gmt":"2017-06-14T06:30:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742"},"modified":"2017-06-14T08:30:46","modified_gmt":"2017-06-14T06:30:46","slug":"hinweise-des-tages-2894","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h01\">Dumm gelaufen &ndash; Jeremy Corbyn und die Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h02\">Macron: Kein Heilsbringer, sondern nur der Pr&auml;sident<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h03\">TV-Dokumentation zu Antisemitismus &ndash; Mit Elan ins Minenfeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h04\">Spanien: Linke wollen Rajoy st&uuml;rzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h05\">Vergessene Verlierer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h06\">Are Protective Labor Market Institutions Really at the Root of Unemployment? A Critical Perspective on the Statistical Evidence<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h07\">Wo Kinderarbeit drinsteckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h08\">&Ouml;PP: &Ouml;ffentlich-private Pl&uuml;nderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h09\">Der neoliberale Weg in die Autokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h10\">Wegen G20-Gipfel: Ab sofort wieder Grenzkontrollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h11\">Strategiepapier der CDU: Wirtschaft soll mehr Daten sammeln d&uuml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h12\">Wie w&uuml;rde es einem &bdquo;Daniel Blake&ldquo; in Deutschland ergehen? &ndash; Prof. Klaus-Dieter Kolenda zur sozialen Entrechtung durch die &bdquo;Agenda-Reformen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h13\">Montenegro: Der j&uuml;ngste NATO-Partner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h14\">Bericht widerlegt These von Toten durch Staatsgewalt in Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h15\">Der Anti-Trump (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h16\">Warum politische Bewegungen Erfolg haben (und warum nicht)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h17\">&Auml;rzte f&uuml;r den Frieden laden ein: Untergang der Humanit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38742#h18\">Unterzeichnen Sie den JuristInnenbrief zur Abschaffung von Kernwaffen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Dumm gelaufen &ndash; Jeremy Corbyn und die Medien<\/strong><br>\nAm 14. August 2016 hatte ich auf dieser Seite einen Beitrag ver&ouml;ffentlicht, der sich kritisch mit der Berichterstattung britischer Medien &uuml;ber den Vorsitzenden der Labour Party, Jeremy Corbyn, besch&auml;ftigte. Der Parteilinke Corbyn war zum Entsetzen der Anh&auml;nger des fr&uuml;heren Labour-Chefs Tony Blair im September 2015 per Urwahl und mit eindrucksvoller Mehrheit in sein Amt gew&auml;hlt worden. Seine politischen Gegner haben sich mit dieser basisdemokratischen Entscheidung nie abgefunden und ihr M&ouml;glichstes getan, Corbyn das Leben schwer zu machen und ihn zum Scheitern zu bringen. Tatkr&auml;ftig unterst&uuml;tzt wurden sie dabei von den Mainstream-Medien des Landes, die Corbyn vom ersten Tag an keine Ruhe lie&szlig;en und alles daran setzen, ihn niederzuschreiben. Jeremy Corbyn als Medienopfer &ndash; das war kein blo&szlig; subjektiver Eindruck meinerseits, sondern wurde im Sommer 2016 durch zwei wissenschaftliche Untersuchungen &uuml;berzeugend belegt. Die beiden Studien (die eine von der London School of Economics, die andere von der &bdquo;Media Reform Coalition&ldquo; in Zusammenarbeit mit Birkbeck\/University of London) lie&szlig;en keinen Zweifel: Die betont-einseitige, Corbyn-feindliche Berichterstattung und Kommentierung ist inakzeptabel und eine Gef&auml;hrdung demokratischer Prozesse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/augenaufunddurch.net\/2017\/06\/13\/dumm-gelaufen\/\">Ulrich Teusch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die massive Corbyn-Hatz gerade des &bdquo;progressiven&ldquo; Guardian erinnert an die Attacken mancher &bdquo;linker&ldquo; Zeitungen hierzulande auf Sahra Wagenknecht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Macron: Kein Heilsbringer, sondern nur der Pr&auml;sident<\/strong><br>\nDer Triumph von Frankreichs Pr&auml;sident Macron ist Anlass zu gro&szlig;er Hoffnung. Doch dessen franz&ouml;sische Revolution birgt auch gro&szlig;e Gefahren. (&hellip;) Ja, der franz&ouml;sische Pr&auml;sident hat das Zeug zum populistischen Verf&uuml;hrer. Sein Aufstieg ist au&szlig;ergew&ouml;hnlich, in k&uuml;rzester Zeit schuf er eine Volksbewegung. Die Pr&auml;sidentschaft und nun der atemberaubende Sieg bei den Parlamentswahlen sind allein mit seiner Person verbunden. Diese in Windeseile angeh&auml;ufte Machtf&uuml;lle muss aus prinzipiellen Erw&auml;gungen heraus stutzig machen. Wie kann ein junger Politiker quasi &uuml;ber Nacht einen Staat hinter sich versammeln? Ein funktionierendes politisches System kollabiert nicht in diesem Tempo. (&hellip;) Die Radikalit&auml;t, mit der Frankreichs W&auml;hler das alte System zerst&ouml;ren, macht Macrons neuer Bewegung auf lange Sicht das Dasein nicht leichter. Die gro&szlig;e Zahl politischer Novizen im Parlament mag ein faszinierendes Experiment abgeben, sie birgt aber auch ein hohes Risiko. Das gr&ouml;&szlig;te Risiko besteht darin, dass sich die W&auml;hler in derselben Radikalit&auml;t von der neuen Gruppierung abwenden, wie sie sich ihr nun hingegeben haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/parlamentswahl-in-frankreich-macron-ist-kein-heilsbringer-sondern-nur-der-praesident-1.3542761\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Da hat wohl einer kalte F&uuml;&szlig;e bekommen. Stefan Kornelius traut dem ganzen Braten der hysterischen Politikgestaltung nicht, die er selbst mit herbei geschrieben hat. Und jetzt? Was kommt nach dem Hype um die sogenannte Mitte? Die ruhige Hand der Orientierungslosen?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Stefan Kornelius, Au&szlig;enpolitikchef der S&uuml;ddeutschen Zeitung, ist offenbar zum Opfer der eigenen Propaganda bzw. der Erz&auml;hlung der Leitmedien von Macrons &bdquo;Frische&ldquo; und &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit&ldquo; geworden. Anscheinend ist ihm entgangen, dass der neue franz&ouml;sische Pr&auml;sident kein Rebell ist, sondern, wie seine Biographie eindeutig zeigt, ein stromlinienf&ouml;rmiger Elitenz&ouml;gling. Macrons Radikalit&auml;t ist die Marktradikalit&auml;t, also die herrschende Ideologie. Kornelius sorgt sich um Instabilit&auml;t, doch diese ist ja erst eine Folge des Marktradikalismus.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Autorit&auml;re Versuchung<\/strong><br>\n&raquo;La R&eacute;publique en Marche&laquo; marschiert von Sieg zu Sieg. Aber im Grunde marschiert nur einer: Emmanuel Macron. Seine Bewegung &ndash; von einer Partei kann keine Rede sein &ndash; ist eine von seinen Gnaden. Die Kandidaten f&uuml;r das Parlament wurden von einem Parteigremium gecastet und aufgestellt, nicht etwa von Parteigliederungen gew&auml;hlt. Und ins Parlament gew&auml;hlt werden die zuk&uuml;nftigen Abgeordneten, weil ihr Konterfei neben dem des Pr&auml;sidenten prangte. Schon wird Macron mit einem demokratisch gew&auml;hlten Monarchen, gar mit Napoleon verglichen. Die Gl&uuml;ckw&uuml;nsche, gerade aus Deutschland, muten seltsam an. Was wird hier eigentlich begr&uuml;&szlig;t? Die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit f&uuml;r einen europ&auml;ischen Hoffnungstr&auml;ger und f&uuml;r Reformbereitschaft, lautet die Mainstream-Erz&auml;hlung. Mehrheit. Gerade einmal rund 15 Prozent der franz&ouml;sischen Wahlberechtigten sprachen sich f&uuml;r Macron aus. Seine wichtigste Reform, die des Arbeitsrechts, kommt der Kapitalseite entgegen und schw&auml;cht die Lohnabh&auml;ngigen. Sein Vorhaben, Elemente des Ausnahmezustandes in gew&ouml;hnliches Recht zu &uuml;berf&uuml;hren, bedeutet den Ausbau des Sicherheitsstaates. Schon 2016 wurden zahlreiche Demonstrationen verboten, die sich gegen die Liberalisierung des Arbeitsmarktes richteten. Demokratie lebt von Opposition. Die wird in der franz&ouml;sischen Nationalversammlung kaum noch zu finden sein. Aber auf der Stra&szlig;e. Wenn Gewerkschaften und Arbeiter erneut gegen die Reform des Arbeitsrechts protestieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1053951.autoritaere-versuchung.html\">neues deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hoffentlich werden insbesondere die Gewerkschaften tats&auml;chlich protestieren. Und: Zu hoffen ist ebenfalls, dass der Protest in Frankreich erfolgreicher sein wird als in Deutschland.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>TV-Dokumentation zu Antisemitismus &ndash; Mit Elan ins Minenfeld<\/strong><br>\n&Uuml;bten Arte und WDR Zensur, als sie entschieden, eine Dokumentation &uuml;ber Antisemitismus nicht auszustrahlen? Kaum &ndash; der Film hat schlicht handwerkliche M&auml;ngel. Die L&ouml;sung von bild.de, ihn unfertig doch zu zeigen, ist keine.<br>\n&ldquo;Glauben Sie alles, was Sie im Internet sehen?&rdquo;, fragt der Reporter einen zauseligen Verschw&ouml;rungstheoretiker, der eben noch &uuml;ber die &ldquo;Protokolle der Weisen von Zion&rdquo; referiert hat und nun abwehrend die H&auml;nde hebt: &ldquo;Nein, das w&auml;re ja schlimm!&rdquo;<br>\nInhaltliche Schw&auml;chen, handwerkliche Fehler, redaktionelle Bedenken aller Art &ndash; wenn &ouml;ffentlich-rechtliche Sender eine bestellte und geb&uuml;hrenfinanzierte Dokumentation nicht ausstrahlen, kann das viele Gr&uuml;nde haben, gute wie schlechte.<br>\nDie durchtriebenste Annahme aber ist jene, mit der Bild.de f&uuml;r 24 Stunden einen Leak von &ldquo;Auserw&auml;hlt und ausgegrenzt &ndash; Der Hass auf die Juden in Europa&rdquo; pr&auml;sentiert: &ldquo;Der Verdacht liegt nahe&rdquo;, hei&szlig;t es da, &ldquo;dass die Dokumentation deshalb nicht gezeigt wird, weil sie ein antisemitisches Weltbild in Teilen der Gesellschaft belegt, das ersch&uuml;tternd ist&rdquo;.<br>\nWomit unterstellt w&auml;re, Arte und WDR h&auml;tten der &Ouml;ffentlichkeit willentlich die sensationelle Selbsterkenntnis vorenthalten, dass die &Ouml;ffentlichkeit antisemitisch ist. Auch hatten die betreffenden Sender, wie f&uuml;r Beh&ouml;rden dieser Gr&ouml;&szlig;e &uuml;blich, auf kritische Fragen denkbar t&auml;ppisch reagiert. Und je l&auml;nger der ohnehin schon brisante Film im Giftschrank lagerte, umso brisanter wurde er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/umstrittene-antisemitismus-dokumentation-von-arte-und-wdr-mit-elan-ins-minenfeld-a-1152010.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Doku l&auml;sst sich auch <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SH4yLk4qMsk\">&uuml;ber YouTube abrufen<\/a>. Die Argumentation von Arte und WDR ist in der Tat schl&uuml;ssig. Bereits beim oberfl&auml;chlichen Anschauen entdeckt man zahlreiche handwerkliche Fehler und vors&auml;tzliche Manipulationen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Spanien: Linke wollen Rajoy st&uuml;rzen<\/strong><br>\nDas Linksb&uuml;ndnis Unidos Podemos (Vereint k&ouml;nnen wir) hat in Spanien einen Misstrauensantrag gegen die konservative Minderheitsregierung von Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy eingebracht. Zum Auftakt der Debatte am Dienstag im Madrider Parlament warf die Parteisprecherin Irene Montero Rajoys Volkspartei (PP) unter anderem die zahlreichen Korruptionsskandale vor.Der Initiative, mit der die vom Politikdozenten Pablo Iglesias angef&uuml;hrte drittst&auml;rkste Fraktion Rajoy st&uuml;rzen und die Regierung &uuml;bernehmen will, werden allerdings keine Aussichten auf Erfolg einger&auml;umt. (&hellip;) Montero kritisierte in ihrer Rede neben der Korruption unter anderem auch die Sparpolitik der Regierung. Rajoy verwandle Spanien &bdquo;in eine Kolonie Deutschlands&ldquo;, sagte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Misstrauensantrag-in-Spanien\/!5420455\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vergessene Verlierer<\/strong><br>\nDie Ergebnisse einer OECD-Studie zu den Arbeitsm&auml;rkten der Industrienationen weist auf einige Defizite in Deutschland hin.<br>\nAngela Merkel pflegt zu sagen: Deutschland geht es gut. Fragt sich nur, wen oder was sie mit &bdquo;Deutschland&ldquo; meint.<br>\nMan kann aus dem, was der Industriestaaten-Club OECD jetzt &uuml;ber den deutschen Arbeitsmarkt berichtet, eine Art Quersumme ziehen. Dann kommt heraus: Die Arbeitslosigkeit ist niedrig, die L&ouml;hne steigen wenigstens moderat, die Aussichten scheinen nicht schlecht. Also: Deutschland geht es gut.<br>\nMan muss aber kein N&ouml;rgler sein (der OECD-Generalsekret&auml;r ist sicher keiner), um festzustellen: Nicht so gut geht es vielen Frauen &ndash; jedenfalls nicht so gut wie den M&auml;nnern, was die Bezahlung betrifft. Nicht so gut geht es den Niedrigl&ouml;hnern, deren Anteil gestiegen ist &ndash; jedenfalls nicht so gut wie den oberen 60 Prozent, die im Gegensatz zu den unteren 40 an den Lohnsteigerungen teilnehmen durften. Nicht so gut auch denjenigen, die aus der kleiner werdenden Gruppe der Normalverdiener abgestiegen sind.<br>\nDeutschland geht es gut? Wer so redet, hat die Verlierer seiner eigenen Politik schon vergessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/meinung\/kommentare\/konjunktur-vergessene-verlierer-a-1295917\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Are Protective Labor Market Institutions Really at the Root of Unemployment? A Critical Perspective on the Statistical Evidence<\/strong><br>\nIt is widely accepted that the rigidities created by labor market institutions explain the pattern of unemployment across countries. A rapidly expanding recent literature has explored the statistical support for this orthodox view. This paper offers a critical perspective on the evidence. We focus on the protective institutions that are the usual suspects: unemployment benefit entitlements, employment protection laws, and trade unions. Given the dominance of this view, the simple correlation evidence offers remarkably little support. The most robust finding of the cross-country regression literature points to a potentially important role for unemployment benefits generosity, but there are reasons to doubt the strength of this relationship and even the direction of causation. The micro evidence on the effects of major changes in benefit generosity on the duration of unemployment (and the exit rate into employment) is much less supportive of a sizable impact of benefit generosity on the aggregate unemployment rate than is often suggested. Finally, we find little evidence to suggest that changes in the strength of these protective labor market institutions can explain either the success of the &ldquo;success stories&rdquo; or the continued high unemployment of the four large continental European countries.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cepr.net\/documents\/2006_07_unemployment_institutions.pdf\">CEPR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> Um seine neoliberalen Attacken auf die Gewerkschaften und den Arbeitsmarkt zu rechtfertigen, zieht Macron die Plattit&uuml;de heran, dass Gewerkschaften etc. Schuld sind an der hohen Arbeitslosigkeit. Zu dumm nur, dass dieses 76-seitige Paper von 2006 diese Behauptungen widerlegt. Es gibt keinerlei Belege, dass eine Deregulierung des Arbeitsmarktes irgendwelche positiven Auswirkungen auf die Anzahl der Arbeitslosen hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wo Kinderarbeit drinsteckt<\/strong><br>\nAllt&auml;glich haben wir es mit Produkten zu tun, die durch Kinderarbeit entstanden sind. Spontan denken sicherlich viele an die Textilindustrie in Asien und Kinder, die dort T-Shirts und andere Kleidunggst&uuml;cke n&auml;hen m&uuml;ssen. Das ist aber l&auml;ngst nicht alles. Das Kinderhilfswerk &ldquo;Terre des Hommes&rdquo;  hat aufgelistet, in welchen Produkten und Dienstleistungen Kinderarbeit sonst noch stecken kann. In dieser Liste findet man zynischer Weise Spielzeug &ndash; aber auch Schmuck, Blumen, Feuerwerksk&ouml;rper, Kosmetik und Handys. (&hellip;) Allerdings arbeiten die meisten Kinder nach Angaben von Unicef global betrachtet in der Landwirtschaft, gefolgt vom Dienstleistungsbereich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/welttag-kinderarbeit-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Ouml;PP: &Ouml;ffentlich-private Pl&uuml;nderung<\/strong><br>\nWas die Autobahnprivatisierung mit der G20 und Afrika zu tun hat &ndash; Nicht nur in Deutschland verwandelt die Bundesregierung die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge in Anlageobjekte der Finanzindustrie. Im Rahmen ihrer G20-Pr&auml;sidentschaft will sie nun auch afrikanische Infrastrukturen f&uuml;r transnationale Konzerne erschlie&szlig;en. (&hellip;) Im Rahmen ihrer G20-Pr&auml;sidentschaft promotet die Bundesregierung einen &lsquo;Compact with Africa&rsquo;, der auf ganz &auml;hnliche Weise private Investitionen in die afrikanische Infrastruktur ankurbeln soll. (&hellip;) Die erforderlichen Reformen m&uuml;ssen die Compact-L&auml;nder mit den internationalen Finanzinstitutionen Weltbank, IWF und Afrikanische Entwicklungsbank abstimmen. Erst wenn sie deren Segen haben, sollen potenzielle Privatinvestoren angesprochen werden. Denn die interessieren sich nur f&uuml;r die lukrativsten Filetst&uuml;cke der &ouml;ffentlichen Infrastruktur. Diese m&uuml;ssen also zun&auml;chst aufgesp&uuml;rt und in attraktive Anlageobjekte verwandelt werden. (&hellip;) Auch dieses Beispiel zeigt, dass es den &Ouml;PP-Propagandisten keineswegs um soziale Gerechtigkeit, Armutsbek&auml;mpfung oder den Schutz der Daseinsvorsorge geht. Vielmehr ist es ihr Ziel, die &ouml;ffentlichen Infrastrukturen St&uuml;ck um St&uuml;ck in eine Anlagesph&auml;re f&uuml;r den Finanzsektor zu verwandeln. Dessen Renditeerwartungen aber stehen im unaufl&ouml;sbaren Widerspruch zum Allgemeinwohl &ndash; in Deutschland ebenso wie in Afrika.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/thomas-fritz.org\/default\/oepp-oeffentlich-private-pluenderung\">Thomas Fritz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der neoliberale Weg in die Autokratie<\/strong><br>\nDie Globalisierung kann ihre Versprechen nicht einl&ouml;sen und die Demokratie zahlt den Preis. Die Anh&auml;nger der Globalisierung von Finanz- und Handelsm&auml;rkten hatten lange die Oberhand. Sie arbeiten an Universit&auml;ten, bei Weltbank und IWF sowie in den Finanzministerien. Auch in den Parteien der westlichen Welt sind sie zahlreich vertreten &ndash; bei den Linken wie bei den Rechten. In allen L&auml;ndern, in denen die Wirtschaft von &bdquo;Mainstream&ldquo;-&Ouml;konomen gestaltet wird und in denen die Auslandsverschuldung daf&uuml;r sorgt, dass Wirtschaftswissenschaftler von Weltbank und IWF die Macht &uuml;ber die Politik souver&auml;ner Nationen &uuml;bernehmen, haben sie sich f&uuml;r &bdquo;mehr Globalisierung&ldquo; eingesetzt. (&hellip;) Anders als Hayek erwartet hatte, zeigt nun die Globalisierung der Finanzm&auml;rkte, dass nicht der regulierende Staat die Welt in eine &Auml;ra des Autoritarismus und Totalitarismus gest&uuml;rzt hat, sondern der Marktfundamentalismus &ndash; in den USA, Osteuropa, Indien und China. (&hellip;) Bis die &Ouml;ffentlichkeit verstanden hat, dass es notwendig ist, Kapitalfl&uuml;sse zu kontrollieren und Offshore-Kapital zur&uuml;ckzubringen und dadurch beispielsweise die demokratische Kontrolle &uuml;ber die Besteuerung der globalen Unternehmen zur&uuml;ckzugewinnen, werden die Protektionisten die Aufmerksamkeit auf die Einwanderung lenken und Handelsvertr&auml;gen die gr&ouml;&szlig;te Priorit&auml;t einr&auml;umen. Und so lange werden autorit&auml;re Politiker, die vorgeben beides bew&auml;ltigen zu k&ouml;nnen, an der Macht bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/schwerpunkt-des-monats\/g-20-gipfel\/artikel\/detail\/der-neoliberale-weg-in-die-autokratie-2102\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wegen G20-Gipfel: Ab sofort wieder Grenzkontrollen<\/strong><br>\nAn den deutschen Grenzen wird wieder kontrolliert. Grund ist der bevorstehende G20-Gipfel in Hamburg. Die Beh&ouml;rden wollen so m&ouml;gliche Gewaltt&auml;ter an der Einreise hindern. Beeintr&auml;chtigungen seien nur &ldquo;punktuell&rdquo; zu erwarten, so das Innenministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/g20-grenzkontrollen-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Strategiepapier der CDU: Wirtschaft soll mehr Daten sammeln d&uuml;rfen<\/strong><br>\nDie CDU will der Wirtschaft eine weiterreichende Verarbeitung von Daten erlauben und so Gesch&auml;ftsmodelle nach dem Vorbild des Silicon Valley erm&ouml;glichen. Die Partei wolle &ldquo;unser Land zum b&uuml;rger- und unternehmerfreundlichen digitalen Deutschland weiterentwickeln&rdquo;. Darauf dr&auml;ngen die Netzpolitiker in einem Strategiepapier, das dem SPIEGEL vorliegt. Insbesondere kritisieren sie das geltende Prinzip der Datensparsamkeit, nach dem m&ouml;glichst wenige personenbezogene Informationen erhoben und verarbeitet werden sollen. &ldquo;Datensparsamkeit kann heute nicht mehr die generelle Verhaltensleitlinie sein. Denn sie reduziert Chancen f&uuml;r neue Produkte, Dienstleistungen und Fortschrittsm&ouml;glichkeiten&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Papier des Netzwerks Digitalisierung der CDU. Der Gruppe geh&ouml;ren etwa die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Nadine Sch&ouml;n, und der digitalpolitische Sprecher Thomas Jarzombek an.Der Vorsto&szlig; f&auml;llt in eine Reihe von Bem&uuml;hungen der Union und von Teilen der Bundesregierung, Daten als Rohstoff f&uuml;r Wachstum zu begreifen. Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel bezeichnete Datensparsamkeit in den vergangenen Monaten mehrfach als &uuml;berholtes Prinzip. Alexander Dobrindt (CSU), Minister f&uuml;r Verkehr und Digitale Infrastruktur, forderte in einem Strategiepapier, Daten mit Sachen gleichzustellen, um sie als Eigentum zuzuweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/geschaeft-mit-daten-cdu-will-sparsamkeit-beenden-a-1151862.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ist also die &ldquo;sozialliberale&rdquo; CDU, die mit B&uuml;rgerrechten und dem Grundgesetz (Recht auf informationelle Selbstbestimmung, Datensparsamkeit) leider, leider nicht so viel am Hut hat, wenn es nur kommerziellen Interessen dient.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie w&uuml;rde es einem &bdquo;Daniel Blake&ldquo; in Deutschland ergehen? &ndash; Prof. Klaus-Dieter Kolenda zur sozialen Entrechtung durch die &bdquo;Agenda-Reformen&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Ich, Daniel Blake&ldquo; hei&szlig;t der Film von Ken Loach, der 2016 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde. Der wesentliche Inhalt ist kurz erz&auml;hlt. Daniel Blake ist ein Durchschnittsengl&auml;nder, ein Facharbeiter und gelernter Schreiner, der durch einen Herzinfarkt seine Arbeit verliert und deshalb Sozialhilfe beantragt. Aber die Staatsb&uuml;rokratie auf dem Sozialamt stellt sich quer und verwehrt ihm die finanzielle Unterst&uuml;tzung. Schnell ger&auml;t er in einen Teufelskreis von Zust&auml;ndigkeiten, Bestimmungen und Antragsformularen. Bei einem seiner h&auml;ufigen vergeblichen Besuche im Jobcenter verstirbt er pl&ouml;tzlich in der Toilette, wahrscheinlich an einem durch den erlebten Stress ausgel&ouml;sten Herzversagen. Bei einer Diskussion im Anschluss an diesen ersch&uuml;tternden Film im Kreise von IPPNW-Kolleginnen und Kollegen in Kiel ergab sich die Frage, wie es einem &bdquo;Daniel Blake&ldquo; in Deutschland wohl ergehen w&uuml;rde. Da unsere spontanen Antworten nur sehr l&uuml;ckenhaft und unbefriedigend ausfielen, habe ich mich mit dieser Frage intensiver besch&auml;ftigt und versucht, die sozialpolitischen Bestimmungen zusammenzustellen, die im Falle eines &bdquo;Daniel Blake&ldquo; bei uns zur Anwendung kommen w&uuml;rden. Dabei zeigt sich in erschreckendem Ma&szlig;e, wie unser &bdquo;Sozialstaat&ldquo; durch die neoliberalen &bdquo;Agenda-Reformen&ldquo; der letzten 20 Jahre, vor allem durch die neuen Rentengesetze aus dem Jahre 2001 und die Agenda 2010, die 2003 von der Regierung Schr&ouml;der\/Fischer in Gang gesetzt wurde, abgebaut worden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=11811\">Maskenfall<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Montenegro: Der j&uuml;ngste NATO-Partner<\/strong><br>\nMit dem NATO-Beitritt Montenegros in der vergangenen Woche haben Deutschland und die anderen westlichen M&auml;chte einen wichtigen Punktgewinn im Machtkampf gegen Russland in S&uuml;dosteuropa erzielt. Montenegro ist am 5. Juni dem westlichen Milit&auml;rpakt als 29. Mitglied in aller Form beigetreten. Die deutschen Bundesregierungen der vergangenen 15 Jahre hatten das kleine s&uuml;dosteurop&auml;ische Land stets bei der Abspaltung von Serbien und der Ann&auml;herung an die westlichen B&uuml;ndnisse (EU und NATO) unterst&uuml;tzt. Ihrem wichtigsten montenegrinischen Kooperationspartner ist dabei immer wieder eine enge Verbindung zur Organisierten Kriminalit&auml;t vorgeworfen worden. Russland hingegen hat sich seit der Jahrtausendwende insbesondere &ouml;konomisch um Einfluss in Montenegro bem&uuml;ht: Wirtschaftlich unterhielten Moskau und Podgorica lange Zeit enge Beziehungen. J&uuml;ngst ver&ouml;ffentlichten Dokumenten zufolge zielte Russland darauf ab, durch die Schaffung eines neutralen Staateng&uuml;rtels in S&uuml;dosteuropa den Druck, dem es durch die NATO-Osterweiterung ausgesetzt ist, ein wenig zu lindern. (&hellip;) Zu den &ldquo;B-4-Staaten&rdquo; sollen demnach Bosnien-Herzegowina, Serbien, Makedonien und Montenegro geh&ouml;ren. Der j&uuml;ngst unter ma&szlig;geblichem Druck Berlins forcierte Regierungswechsel in Makedonien gegen den auf au&szlig;enpolitische Eigenst&auml;ndigkeit orientierten Premierminister Nikola Gruewski steht dieser Strategie ebenso entgegen wie vor allem die Aufnahme Montenegros in die NATO in der vergangenen Woche. Letztere hilft, ein Land des einst b&uuml;ndnisneutralen Staateng&uuml;rtels im ehemaligen Jugoslawien fest in die westlichen B&uuml;ndnisstrukturen zu integrieren. Sie ist ein schwerer R&uuml;ckschlag f&uuml;r Russland im Machtkampf in S&uuml;dosteuropa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59617\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bericht widerlegt These von Toten durch Staatsgewalt in Venezuela<\/strong><br>\nIn Venezuela hat der Menschenrechtsbeauftragter Tarek William Saab Regierung und Opposition zum Dialog aufgerufen, um die fortschreitende Eskalation des Konfliktes zwischen beiden Lagern zu beenden. Der Weg der Gewalt sei offensichtlich gescheitert, bekr&auml;ftigte Saab &uuml;ber den Kurznachrichtendienst Twitter. Mit der schwindenden Anzahl von Demonstranten steige die Gefahr isolierter krimineller Taten, f&uuml;gte er an. Diese Strategie einiger Gruppen habe offensichtlich zum Ziel, ein Eingreifen ausl&auml;ndischer Akteure zu rechtfertigen. Tats&auml;chlich hatte die New York Times vor wenigen Tagen eine Intervention in Venezuela gefordert. Saab hatte zuvor einen gut 100-seitigen Bericht zu den Protesten vorgelegt, in dem sein B&uuml;ro zu Gewalttaten im Zuge der laufenden Proteste Stellung bezieht. In den zwei Monaten der Antiregierungsproteste sind demnach 52 Menschen in direktem Zusammenhang mit den Demonstrationen ums Leben gekommen; (&hellip;) Die Mehrheit der Toten geht demnach nicht auf das Konto von Regierung oder Sicherheitskr&auml;ften. Diese These wird von der Opposition im Land und international lanciert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Bericht-widerlegt-These-von-Toten-durch-Staatsgewalt-in-Venezuela-3740475.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Anti-Trump (II)<\/strong><br>\nAuf einer Reise nach Argentinien und Mexiko hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vergangene Woche die Spannungen zwischen US-Pr&auml;sident Donald Trump und Lateinamerika zum Ausbau der deutschen Stellung auf dem Subkontinent zu nutzen gesucht. In beiden L&auml;ndern ging es um einen Ausbau der Gesch&auml;fte; w&auml;hrend Berlin Argentinien &uuml;ber ein Freihandelsb&uuml;ndnis mit dem s&uuml;damerikanischen Staatenbund Mercosur enger anbinden will, ist in Mexiko eine Ausweitung von Ex- und Import auf Grundlage des bestehenden Freihandelsvertrags geplant. Um den Ausbau des Lateinamerikagesch&auml;fts hat sich die Bundesregierung bereits lange vor Trumps Wahlsieg bem&uuml;ht; dessen Drohungen mit dem Bau einer Grenzmauer und der Aufk&uuml;ndigung des Freihandelsvertrags NAFTA treiben die L&auml;nder der Region nun aber Berlin geradezu in die Arme. Merkel hat dies mit einer &ouml;ffentlichen Kritik an den Mauerbaupl&auml;nen in Mexiko verst&auml;rkt. Der Coup ist gelungen, obwohl auch die EU sich auf Druck der Bundesregierung mit mauer&auml;hnlichen Abschottungsanlagen umgibt. Das deutsche Bem&uuml;hen, den eigenen Einfluss in Lateinamerika auszuweiten, richtet sich zugleich gegen China.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59616\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Warum politische Bewegungen Erfolg haben (und warum nicht)<\/strong><br>\nBringt Demonstrieren etwas? Dar&uuml;ber rede ich gerade viel mit meinen Freunden. Dank eines Lesers habe ich zwei gute Beispiele gefunden, um diese Frage zu beantworten: Pulse of Europe und Diem25. Beide sind f&uuml;r ein neues Europa, aber beide gehen verschiedene Wege. (&hellip;) Wieso hatte ich schon so viel &uuml;ber das schw&auml;rmerische Pulse of Europe geh&ouml;rt, aber so wenig &uuml;ber Diem25, obwohl diese Bewegung deutlich &auml;lter, deutlich besser strukturiert und deutlich konkreter in ihren Forderungen ist? (&hellip;) Rudolf hatte sich an mich gewandt, weil es ihn wunderte, wie wenig im Vergleich &uuml;ber Diem25 in Deutschland geschrieben wird. Viele junge Menschen, sagte er mir, engagierten sich in dieser Bewegung, die noch nie zuvor Mitglied einer Partei gewesen seien. &bdquo;Ich habe den Eindruck, dass die bekannten Medien kaum Notiz von Diem25 nehmen, weil diese Organisation als zu systemkritisch wahrgenommen wird und deshalb keine Aufmerksamkeit bekommen soll.&rdquo; Das war Rudolfs Vermutung. Sie klingt ziemlich verschw&ouml;rerisch, oder? Aber Rudolf hat recht. &Uuml;ber Diem25 wurde tats&auml;chlich weniger berichtet, viel weniger. Und nicht nur das. Ich kann nicht alle Artikel durchsehen, aber diejenigen &uuml;ber Diem25, die ich in Mainstream-Medien gefunden habe, waren auch kritischer. Immer wieder monierten meine Kollegen, dass Diem25 keinen guten konkreten Plan habe. Zum Beispiel die S&uuml;ddeutsche Zeitung: &bdquo;Alles bleibt so hinreichend unkonkret, dass kaum jemand nicht sagen k&ouml;nnte, dass das alles irgendwie eine nette Idee ist.&rdquo; Darin liegt eigenartigerweise eine gewisse Logik. Denn, ob bewusst oder nicht, Medien funktionieren bei neuen politischen Bewegungen manchmal wie die Tante, die auf das Kind aufpasst, w&auml;hrend die Mutter gerade woanders besch&auml;ftigt ist. Sie achten darauf, dass sich jeder an die vorherrschenden Regeln h&auml;lt und &uuml;ben so eine &bdquo;soziale Kontrolle&rdquo; aus. So nennen das die Wissenschaftler. Je aufs&auml;ssiger das Kind ist, desto besser passen sie auch auf. Oder anders gesagt: Je systemkritischer eine Bewegung ist, desto kritischer sind auch die Berichte in der Presse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krautreporter.de\/1945-warum-politische-bewegungen-erfolg-haben-und-warum-nicht\">Krautreporter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> An der Analyse ist was dran. Die Analogie von oppositioneller Bev&ouml;lkerung und &bdquo;Kind&ldquo; findet man &uuml;brigens in letzter Zeit h&auml;ufiger. Man kann das als Ausdruck eines autorit&auml;r gepr&auml;gten Denkens verstehen, das echten demokratischen Impulsen mit Misstrauen begegnet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&Auml;rzte f&uuml;r den Frieden laden ein: Untergang der Humanit&auml;t<\/strong><br>\nPeter K&ouml;nig &ndash; Oekonom &ndash; &ldquo;Untergang der Humanit&auml;t&rdquo;, &Ouml;konomische Eroberung der Welt, &ldquo;Finanzielle Massenvernichtungswaffen&rdquo;<br>\n01.07.2017    20:00 Uhr<br>\nRudolf-Steiner-Haus, Mittelweg 11 &ndash; 12<br>\n20148 Hamburg (N&auml;he Bhf. Dammtor)<br>\nKostenbeteiligung 15,00 &euro;   &ndash;   (7,00 &euro; erm&auml;&szlig;igt)<br>\nHier sprechen Erfahrungen aus &uuml;ber 30 j&auml;hriger T&auml;tigkeit bei der Weltbank, inklusive 10 Jahren bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO)!<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/170614_Plakat_Peter.pdf\">&Auml;rzte f&uuml;r den Frieden<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/170614_Text_unter_Plakat_P.pdf\">PDF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Unterzeichnen Sie den JuristInnenbrief zur Abschaffung von Kernwaffen<\/strong><br>\nBegleitet von einem Stillschweigen in den deutschen Medien und deshalb nahezu unbemerkt von der deutschen &Ouml;ffentlichkeit findet derzeit bei den Vereinten Nationen in New York eine von 134 Staaten gef&uuml;hrte Konferenz statt, in der ein Atomwaffenverbotsvertrag mit dem Ziel der Abschaffung aller Atomwaffen verhandelt wird. Seit der Verabschiedung des Nichtverbrei-tungsvertrags im Jahr 1968 ist dies die wichtigste Staateninitiative zur nuklearen Abr&uuml;stung. Nach einer ersten Verhandlungsrunde im M&auml;rz steht in der Zeit vom 15. Juni bis 7. Juli 2017 die zweite Konferenzrunde an. (&hellip;) Allerdings finden die Verhandlungen ohne Beteiligung Deutschlands statt. Die NATO-Staaten mit Ausnahme der Niederlande boykottieren die Verhandlungen. (&hellip;) Die Bundesregierung folgt (&hellip;) bislang offenbar einer Demarche der Regierung der USA an alle Mitglieder der NATO, in der diese dringend dazu aufgerufen werden, der Konferenz fern zu bleiben. IALANA Deutschland hat dies in der Neuauflage der Erkl&auml;rung &bdquo;Atomzeitalter beenden&ldquo; ausf&uuml;hrlich dokumentiert. Wir wenden uns nun an Sie mit der Bitte, den beigef&uuml;gten Juristenaufruf zur Unterst&uuml;tzung des Verhandlungsprozesses zu unterzeichnen. Wir m&ouml;chten damit zugleich &ouml;ffentlich zum Ausdruck bringen, dass die Haltung der Bundesregierung Widerspruch in der deutschen Zivilgesellschaft findet und dringend der Korrektur bedarf. Deutschland darf in diesen Verhandlungen nicht im Abseits stehen. Deutschland muss vielmehr zu den ersten Signatarstaaten geh&ouml;ren des Atomwaffenverbotsvertrags!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ialana.info\/2017\/06\/unterzeichnen-sie-den-juristinnenbrief-zur-abschaffung-von-kernwaffen\/\">IALANA<\/a>\n<p><strong>Dazu: Verbot von Atomwaffen: Die Mehrheit ist f&uuml;r Verhandlungen<\/strong><br>\nDrei Viertel der Deutschen sind daf&uuml;r, in Verhandlungen &uuml;ber ein Verbot der Nuklearwaffen einzusteigen. Die Bundesregierung boykottiert diese bislang. Drei Viertel aller wahlberechtigten Deutschen wollen, dass sich die Bundesregierung an den bislang von ihr boykottierten UNO-Verhandlungen &uuml;ber ein weltweites und vollst&auml;ndiges Verbot von Atomwaffen beteiligt. Jeweils zw&ouml;lf Prozent sprechen sich dagegen aus oder haben keine Meinung zu der Frage. Das ist das Ergebnis einer repr&auml;sentativen Umfrage, deren Ergebnis der taz vorliegt. (&hellip;) Gabriel rechtfertigte hingegen erneut den Verhandlungsboykott der Bundesregierung. Zwar sei es &bdquo;gut und richtig, dass die Vereinten Nationen eine atomwaffenfreie Welt anstreben&ldquo;, sagte er der dpa. Aber die Verhandlung in der UNO mache &bdquo;nat&uuml;rlich wenig Sinn&ldquo;, da &bdquo;ausgerechnet die Staaten mit Atomwaffen daran nicht teilnehmen&ldquo;. Statt auf ein generelles Verbot setzt das Ausw&auml;rtige Amt auf Fortschritte bei bestehenden Instrumenten wie dem Atomwaffensperrvertrag. Diesen haben zwar mehrere Atomwaffenstaaten unterschrieben haben, seine praktische Auswirkungen sind aber begrenzt. Gabriels Argumente seien &bdquo;vorgeschoben&ldquo;, kritisierte Xanthe Hall von der Internationale &Auml;rztevereinigung gegen den Atomkrieg. Ein Verbot habe &bdquo;auch ohne die Atomwaffenstaaten praktische Auswirkungen&ldquo;. Denn dann d&uuml;rften keine Bomben mehr auf dem Boden der unterzeichnenden L&auml;nder gelagert werden. Aus Deutschland m&uuml;ssten beispielsweise die US-Atomwaffen in B&uuml;chel abgezogen werden. &bdquo;Wahrscheinlich ist das der wahre Grund, weshalb Gabriel gegen ein Verbot ist&ldquo;, erkl&auml;rte Hall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Verbot-von-Atomwaffen\/!5416648\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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