{"id":38793,"date":"2017-06-16T16:06:26","date_gmt":"2017-06-16T14:06:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793"},"modified":"2017-06-16T16:06:26","modified_gmt":"2017-06-16T14:06:26","slug":"hinweise-des-tages-ii-299","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h01\">Rolle des IWF: Die Griechenland-Entscheidung ist ein fauler Kompromiss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h02\">Deutscher Wirtschaft droht &Uuml;berhitzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h03\">Effekte der Hartz-Reformen auf dem Arbeitsmarkt &ndash; neue Erkenntnisse des IAB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h04\">Dumpingakademiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h05\">Cum-Ex: Die Kriminellen tragen Ma&szlig;anzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h06\">Diese Firmen k&ouml;nnten die Pkw-Maut einkassieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h07\">Abgasaff&auml;re VW: Wie die Regierung den Konzern sch&uuml;tzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h08\">Noch mehr Milliardengeschenke an die Atomindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h09\">Kapitalismus t&ouml;tet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h10\">Der Einsatz der AWACS und die Informationsr&auml;ume im Syrienkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h11\">&ldquo;Bild&rdquo;: Streit um Drohnen-Deal der Bundeswehr geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h12\">Trotz Krise am Golf USA verkaufen Kampfjets an Katar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h13\">Putin: Nichterweiterung der Nato h&auml;tte schriftlich fixiert werden m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h14\">Sozialarbeit ist Security<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h15\">Aggressiv und r&uuml;cksichtlos: Das brutale Vorgehen der libyschen K&uuml;stenwache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38793#h16\">Das Letzte: EU-Wirtschaftspolitik: &ldquo;In Europa wird zu wenig &uuml;ber Sozialreformen gesprochen&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rolle des IWF: Die Griechenland-Entscheidung ist ein fauler Kompromiss<\/strong><br>\nJetzt hat es doch Probleme mit dem IWF im Streit &uuml;ber die Tragf&auml;higkeit der griechischen Schulden gegeben. Den Kompromiss der vergangenen Nacht verkauft Sch&auml;uble als gut. In Wirklichkeit ist er ziemlich faul.<br>\nMit dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) werde es am Ende keinerlei Probleme geben. Das hat Wolfgang Sch&auml;uble mit Blick auf den griechischen Schuldenstreit noch vor wenigen Wochen gesagt. Jetzt, nachdem der Dauerstreit der Eurogruppe mit dem IWF &uuml;ber die Tragf&auml;higkeit der griechischen Staatsschuld mit einem faulen Kompromiss f&uuml;r eine Weile &uuml;berbr&uuml;ckt ist, klingt der Bundesfinanzminister schon etwas anders. &bdquo;Wir gehen davon aus, dass das nicht eine wesentliche &Auml;nderung des Programmes ist&ldquo;, sagte Sch&auml;uble in der Nacht nach dem Treffen der Eurogruppe in Luxemburg.<br>\nDiese geschraubte Formulierung zeigt, dass es eben doch Probleme mit dem Fonds gegeben hat. Sch&auml;uble zieht sich jetzt auf die Formel zur&uuml;ck, es gebe keine &bdquo;wesentliche&ldquo; &Auml;nderung. Diese br&auml;uchte einen komplett neuen Beschluss des Bundestags, der ein neues (oder ge&auml;ndertes) Griechenland-Programm billigen m&uuml;sste. F&uuml;r das Parlament war vor zwei Jahren die (auch finanzielle) IWF-Beteiligung die Gesch&auml;ftsgrundlage des unter dramatischen Umst&auml;nden zu Stande gekommenen dritten Hilfsprogramms. Sch&auml;uble tut so, als ob diese Bedingung jetzt erf&uuml;llt sei. Sie ist es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/rolle-des-iwf-die-griechenland-entscheidung-ist-ein-fauler-kompromiss-15063366.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nun steht das sogar in der Unions-freundlichen und allgemein zug&auml;nglichen FAZ, und &ldquo;der Bundestag [will] das nicht so genau wissen&rdquo; und nicht nachfragen???? Die Situation ist grotesk bis surreal.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Griechenland: Der Wahnsinn geht weiter<\/strong><br>\nGriechenland bekommt neue Milliardenhilfen. Eine nachhaltige L&ouml;sung der Krise gibt es jedoch nicht &ndash; weil sich die Bundesregierung vor einer unangenehmen Wahrheit dr&uuml;ckt. [&hellip;]<br>\nSieben verflixte Jahre geht das nun schon so, auch weil sich die Bundesregierung mit jeder anstehenden Wahl davor dr&uuml;ckt, den Menschen in Deutschland ehrlich zu sagen, dass eine nachhaltige L&ouml;sung der Krise einiges kosten w&uuml;rde. Das ist nicht nur tragisch f&uuml;r Griechenland, sondern sch&auml;dlich f&uuml;r den Glauben an das schwer gepr&uuml;fte Europa.<br>\nJa, die Regierung in Athen erh&auml;lt wie vorgesehen weiteres Geld aus dem laufenden Programm, weil sie weitere absurde Sparma&szlig;nahmen beschlossen hat. Ab 2019 werden die Renten noch einmal um neun Prozent gek&uuml;rzt, dabei sind sie im Verlauf der Krise bereits durchschnittlich um ein Viertel reduziert worden. Fast die H&auml;lfte der Rentner in Griechenland bekommt inzwischen weniger als 700 Euro im Monat. Auch die Steuern werden noch einmal erh&ouml;ht, wodurch das Wirtschaftswachstum behindert wird. Man fragt sich, was das soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-06\/griechenland-euro-wahnsinn-geht-weiter\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutscher Wirtschaft droht &Uuml;berhitzung<\/strong><br>\nDas Institut f&uuml;r Weltwirtschaft sieht einen anhaltenden Aufschwung in Deutschland: Die Wirtschaft werde 2017 um 1,7 Prozent, 2018 um zwei Prozent wachsen. Die Wissenschaftler sehen darin auch Gefahren.<br>\nDer deutschen Wirtschaft droht nach Einsch&auml;tzung des Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW) eine konjunkturelle &Uuml;berhitzung. &ldquo;Die gesamtwirtschaftliche &Uuml;berauslastung steigt weiter und ist nach einer sechsj&auml;hrigen Aufschwungphase dann so gro&szlig; wie seit dem Boomjahr 2007 nicht mehr&rdquo;, schreibt das IfW in seiner Konjunkturprognose. Man stehe an der Schwelle zur Hochkonjunktur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/konjunkturprognose-deutscher-wirtschaft-droht-ueberhitzung-a-1152266.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nat&uuml;rlich wird der Aufschwung nicht ewig w&auml;hren, schon weil er ausschlie&szlig;lich auf Export&uuml;bersch&uuml;ssen basiert, die irgendwann nicht mehr gesteigert werden k&ouml;nnen &ndash; aber bei einem halbwegs soliden Wirtschaftswachstum von gerade mal 1,8 Prozent nicht nur einen &ldquo;Boom&rdquo; zu diagnostizieren, sondern sogar eine &ldquo;&Uuml;berhitzungsgefahr&rdquo;, ist komplett verr&uuml;ckt. Im Jahr 2000 lag das Wirtschaftswachstum bei 3 Prozent, 2006, 2007, 2010 und 2011 bei 3,3 bis &uuml;ber 4 Prozent und auch da hat nichts &ldquo;&uuml;berhitzt&rdquo;. Selbst wenn die Kapazit&auml;ten ausgelastet w&auml;ren (bei &uuml;ber 4 Millionen Arbeitslosen ziemlich unwahrscheinlich), k&ouml;nnte man sie leicht erweitern. Ganz polemisch kann man nur vermuten, dass die Gehirne dieser &ldquo;Wirtschaftsforscher&rdquo; &uuml;berhitzt waren.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Streit der &Ouml;konomen Deutschland allein zu Haus<\/strong><br>\nIn keinem nicht nordkoreanischen Land der Welt wehrt sich das &Ouml;konomie- Establishment so bitterlich dagegen, alte Dogmen abzulegen wie in Deutschland. Eine Schrulligkeit, die teuer zu enden droht. [&hellip;]<br>\nUnd &uuml;berall wird nach neuen Losungen gesucht. &Uuml;berall? Na ja, fast. Au&szlig;er, klar, in Nordkorea. Und bei uns. Kein Scherz. In kaum einem anderen Land poltert das Establishment der &Ouml;konomie so eifrig gegen alles, was die alte Lehre infrage stellt &ndash; und gegen jeden, der das wagt. Mit zunehmend bizarren und f&uuml;r uns gef&auml;hrlichen Ausw&uuml;chsen.<br>\nDas Auseinanderdriften von Einkommen? In Deutschland alles halb so wild, befinden unsere Wirtschaftsweisen. Gegen viel Evidenz. W&auml;hrend andere das Ph&auml;nomen bis in Details auszuleuchten versuchen, um herauszubekommen, was dagegen hilft.<br>\nDass Globalisierung zu viele Verlierer schafft? Papperlapapp, t&ouml;nt es aus den Hans-Werner-Sinn-Leistungszentren. Der Saldo ist positiv. Abweichende Einzelf&auml;lle: Pech.<br>\nMehr Geld f&uuml;r &ouml;ffentliche Einrichtungen, Schulen, Unis, Stra&szlig;en, Schienen, Klimaschutz? Fehldiagnose &ndash; so die Sachverst&auml;ndigen. Und wenn schon, soll&rsquo;s der Markt machen. Und wenn der Markt es nicht macht, ist, klar, der Staat schuld. Steht so in der Bibel, &auml;h, im Lehrbuch. Seit mehr als 30 Jahren. Wer anderes denkt, mit dem muss irgendwas nicht stimmen &ndash; der ist, ach, fehlgelenkt. Seit Kurzem ein Massenph&auml;nomen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/deutschland-wirtschaftsweise-gegen-den-rest-der-welt-kolumne-a-1152352.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Effekte der Hartz-Reformen auf dem Arbeitsmarkt &ndash; neue Erkenntnisse des IAB<\/strong><br>\nDie Hartz-Reformen haben nur wenige Arbeitslose in ein Normalarbeitsverh&auml;ltnis in Vollzeit gef&uuml;hrt, sondern am ehesten in atypische Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse oder in den Ruhestand. Das zeigt ein aktueller IAB-Forschungsbericht.<br>\nIn ihrem Kurzbericht schreiben die Autoren: &ldquo;Seit ihrem H&ouml;hepunkt im Februar 2005 sank die Arbeitslosigkeit in Deutschland innerhalb von drei Jahren von 5,2 Millionen auf 3,6 Millionen, w&auml;hrend die Erwerbst&auml;tigkeit um 1,2 Millionen stieg. Die meisten theoretischen und empirischen Analysen gehen implizit davon aus, dass Arbeitslose im Wesentlichen in Vollzeit-Erwerbst&auml;tigkeit wechseln. Wir fragen wohin die Arbeitslosen tats&auml;chlich gehen. Wir erkl&auml;ren den R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit, indem wir die &Uuml;berg&auml;nge zwischen Arbeitslosigkeit und 16 anderen Erwerbsstatusarten anhand zweier gro&szlig;er Mikro-Datens&auml;tze berechnen. Es zeigt sich, dass direkte &Uuml;berg&auml;nge zwischen Arbeitslosigkeit und Vollzeit-Erwerbst&auml;tigkeit nur knapp 9 Prozent zum R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit beitrugen. Dagegen wechselten mehr als 37 Prozent der Arbeitslosen in atypische Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/fachinfos\/detailseite\/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=10162&amp;cHash=54713657cf044fbeb71377a206a3c646\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wenn der Paketbote nicht klingelt<\/strong><br>\nUnzuverl&auml;ssig, unp&uuml;nktlich, unfreundlich: Immer wieder beschweren sich Kunden &uuml;ber falsche Zustellungen, fehlende Benachrichtigungen und das spurlose Verschwinden von Paketsendungen bei der Deutschen Post AG.<br>\nZust&auml;ndig f&uuml;r das Paketgesch&auml;ft ist die Post-Tochter DHL. Frontal 21 hat mit Insidern gesprochen, viele Paketboten sind hoffnungslos &uuml;berlastet. Ein Grund: Mit dem Boom im Online-Handel ist die Anzahl der P&auml;ckchen und Pakete rasant angestiegen, und es sollen noch mehr werden. Gleichzeitig sind die Arbeitsbedingungen teilweise so schlecht, dass Besch&auml;ftigte in gro&szlig;er Zahl k&uuml;ndigen. Das belegen Unterlagen, die Frontal 21 vorliegen.<br>\nMit der Auslagerung der Paketsparte in knapp 50 Einzelgesellschaften, den DHL-Delivery GmbHs, verdienen viele Zusteller weniger als zuvor &ndash; und es fehlen Arbeitsmittel: Boten klagen &uuml;ber ihre Ausr&uuml;stung, fehlende Arbeitskleidung, schlecht gewartete Fahrzeuge. Auf der anderen Seite f&auml;hrt der Konzern Deutsche Post DHL Group Rekordgewinne ein, 3,5 Milliarden Euro im letzten Jahr. Wie passt das zusammen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/ausbeutung-bei-dhl-100.html\">frontal21<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Dumpingakademiker<\/strong><br>\nBachelorabsolventen verdienen deutlich weniger Geld. So war es auch geplant<br>\nDie neoliberalen &raquo;Hochschulreformen&laquo; greifen: Junge Menschen lernen heute weniger, wissen weniger &ndash; und werden schlechter bezahlt. F&uuml;r letzteres lieferte jetzt das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) den empirischen Beleg. Nach einer am Dienstag in N&uuml;rnberg vorgelegten Studie verdienen Bachelor&shy;absolventen auf l&auml;ngere Sicht deutlich weniger Geld als Uniabg&auml;nger mit Diplom- oder Masterabschluss. W&auml;hrend die jeweiligen Einstiegsgeh&auml;lter noch recht nah beieinanderliegen, werden die Unterschiede mit jedem Berufsjahr gr&ouml;&szlig;er. Dazu passend, hat aktuell die OECD ermittelt, dass Arbeitspl&auml;tze mit mittlerer Qualifikation in den Industriestaaten dramatisch weggebrochen sind. Daf&uuml;r boomen die Billigjobs.<br>\nIn der IAB-Untersuchung zur Einkommensentwicklung unter Akademikern hei&szlig;t es bilanzierend: &raquo;Damit best&auml;tigen unsere Analysen den bekannten Befund, wonach sich Bildung lohnt &ndash; und zwar mit dem Alter tendenziell zunehmend.&laquo; Der umgekehrte Schluss trifft es besser. W&auml;hrend Absolventen noch vor 20 Jahren relativ gleichwertige Abschl&uuml;sse in puncto Qualit&auml;t und sp&auml;terer Verg&uuml;tung aufbieten konnten, herrscht heute eine Art Zweiklassengesellschaft. Wer die Hochschulen mit einem Bachelor verl&auml;sst, landet in der Regel in Jobs mit geringerem Anforderungsprofil, ung&uuml;nstigeren Aufstiegs&shy;chancen und schlechterer Bezahlung als Bewerber mit Diplom oder Master. Faktisch wurde h&ouml;here Bildung durch die Umstellung auf die zweistufige Studienstruktur im Rahmen der Bologna-Reform also entwertet und f&uuml;r zunehmend mehr Menschen weniger lohnend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/312427.dumpingakademiker.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben mehrfach den sog. Bologna-Prozess kritisiert &ndash; u.a. hier:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4429\">Jubil&auml;um ohne Jubel &ndash; 10 Jahre Bologna<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4128\">Bundesregierung sieht Korrekturbedarf bei der Bologna-Reform &ndash; Korrekturen allein reichen aber nicht<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2538\">Der Bologna-Prozess f&uuml;r einen &bdquo;Europ&auml;ischen Hochschulraum&ldquo; &ndash; oder wie ein europ&auml;ischer Traum an der Wettbewerbsideologie zerplatzte<\/a>.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Cum-Ex: Die Kriminellen tragen Ma&szlig;anzug<\/strong><br>\nUm mehr als 31 Milliarden Euro wurden die deutschen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler durch sogenannte &bdquo;Cum-Ex&ldquo; und &bdquo;Cum-Cum&ldquo; Finanzgesch&auml;fte betrogen. Das sind 31 Milliarden Euro, die f&uuml;r Schulen, Kinderbetreuung und Stra&szlig;ensanierungen bis heute fehlen. Der DGB-klartext fordert endlich klare Regelungen, um diese Gesch&auml;fte und andere Steuertricks zu unterbinden.<br>\nEs ist einer der gr&ouml;&szlig;ten Steuerbetr&uuml;gereien der Geschichte: Mit &bdquo;Cum-Ex&ldquo; und &bdquo;Cum-Cum&ldquo; genannten Finanzgesch&auml;ften hat eine kriminelle Bande aus Anw&auml;lten, Bankern und superreichen Privatleuten die deutschen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler um mehr als 31 Milliarden Euro betrogen. Das sind 31 Milliarden Euro, die der Allgemeinheit f&uuml;r Schulen, Kinderbetreuung und eine Sanierung der Stra&szlig;en bis heute fehlen und stattdessen in einige Luxusyachten und Villen geflossen sind (siehe Grafik).\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170616_hdt2_01.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170616_hdt2_01_s.gif\" alt=\"Cum-Ex: Die Kriminellen tragen Ma&szlig;anzug\" title=\"Cum-Ex: Die Kriminellen tragen Ma&szlig;anzug\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++d838458e-51ae-11e7-9e78-525400e5a74a\">DGB Klartext<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Cum-Ex: Mit dem Siegel der Gro&szlig;finanz<\/strong><br>\nNeues vom gro&szlig;en Steuerraub: Wie die Allianz und andere Versicherungen mithalfen, den deutschen Staat zu pl&uuml;ndern.<br>\nVergangene Woche haben wir berichtet, wie Banken, Anw&auml;lte und Berater durch rein steuerlich motivierte Aktiengesch&auml;fte rund um den Dividendenstichtag mindestens 31,8 Milliarden Euro vom Staat erbeutet haben. Eine besonders dreiste Methode nennt sich Cum-Ex. Sie l&auml;uft darauf hinaus, dass eine Steuer nur einmal bezahlt, aber mehrfach zur&uuml;ckerstattet wird.<br>\nWir Deutschen lieben Versicherungen. Fast jedes Kind kennt den Slogan &ldquo;Hoffentlich Allianz-versichert&rdquo;. Es gibt kaum etwas, das man nicht versichern k&ouml;nnte. Das gilt offenbar sogar f&uuml;r das Auspl&uuml;ndern des Staates. Ein Redakteursteam von ZEIT und ZEIT ONLINE hat mit dem ARD-Magazin Panorama geheime Ermittlungsakten, Protokolle von Zeugenvernehmungen und E-Mails ausgewertet. Aus ihnen geht hervor, wie die Versicherungswirtschaft an Cum-Ex mitverdiente und den Gesch&auml;ften den Anschein von Seriosit&auml;t verlieh. Allen voran der Marktf&uuml;hrer, die Allianz.<br>\nDer Mann, dessen Kanzlei 2011 eine Versicherung abschlie&szlig;t, hei&szlig;t Hanno Berger. Der Anwalt ist Anfang der neunziger Jahre Finanzbeamter, dann wechselt er die Seiten und ber&auml;t von nun an Konzerne und Milliard&auml;re. Zun&auml;chst geht es darum, die Steuern reicher Kunden m&ouml;glichst auf null zu dr&uuml;cken. Dann reicht auch das nicht mehr. Sp&auml;testens 2006 steigt Berger ins Cum-Ex-Gesch&auml;ft ein. Er &ouml;ffnet die T&uuml;ren zu Banken und Milliard&auml;ren und sorgt f&uuml;r die juristischen Gutachten, die behaupten: alles legal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/25\/cum-ex-versicherungen-steuerhinterziehung\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Diese Firmen k&ouml;nnten die Pkw-Maut einkassieren<\/strong><br>\nGelacht wird schon lange nicht mehr &uuml;ber die Idee einer Ausl&auml;ndermaut. Verkehrsminister Alexander Dobrindt schickt sich an, das Prestigeprojekt seiner CSU in die Wirklichkeit umzusetzen. Vor der Bundestagswahl wird die Infrastrukturabgabe zwar nicht mehr kassiert, aber das Ministerium bereitet die Maut mit dem neuen Zieldatum 2019 vor.<br>\nJetzt sind zwei Auftr&auml;ge an private Firmen ausgeschrieben: einer f&uuml;r ein System, um die Stra&szlig;engeb&uuml;hr einzutreiben, und ein weiterer f&uuml;r die Kontrolle, ob korrekt bezahlt wird. Die interessierten Unternehmen k&ouml;nnen ihre Angebote bis Ende Juli einreichen. Nach einer Vorauswahl soll Anfang 2018 verhandelt werden. Die Gewinner bekommen demnach ab Juni 2018 Vertr&auml;ge mit zw&ouml;lf Jahren Laufzeit und Option auf drei Jahre Verl&auml;ngerung.<br>\nLaut Plan k&ouml;nnen sie mit eher bescheidenen Erl&ouml;sen rechnen. Das Ministerium kalkuliert mit Betriebskosten von 210,5 Millionen Euro pro Jahr &ndash; ohne die einmaligen Anschaffungskosten f&uuml;r das System, aber einschlie&szlig;lich des eigenen Aufwands der Beh&ouml;rden Bundesamt f&uuml;r G&uuml;terverkehr (BAG) und Kraftfahrtbundesamt (KBA). Die Autobahn w&uuml;rde also wenigstens ein bisschen privatisiert, br&auml;chte aber nur einen kleinen dreistelligen Millionenumsatz.<br>\nDie Rechnung k&ouml;nnte sich aber noch &auml;ndern, wenn die Angebote hereinkommen. Das Ministerium will zu 70 Prozent nach dem Preis, zu 30 Prozent nach der Qualit&auml;t ausw&auml;hlen. Bleibt die Frage, wer infrage kommt, das weiterhin umstrittene und juristisch gef&auml;hrdete Vorhaben umzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/autobahnvignette-diese-firmen-kommen-fuer-pkw-maut-infrage-a-1151968.html\">Manager Magazin<\/a>\n<p>dazu: <strong>Dobrindt erweist Steuerzahlern und Pendlern einen B&auml;rendienst<\/strong><br>\n&bdquo;Mit dieser Ausschreibung produziert Herr Dobrindt nur eines, n&auml;mlich eine Millionenbelastung f&uuml;r Steuerzahler und Autofahrer. Wird seine Maut vom Europ&auml;ischen Gerichtshof gekippt, kann die Ausschreibung nur noch mit horrenden Abfindungszahlungen an die Bewerber gestoppt werden. Andernfalls k&ouml;nnte nur noch die Mauterstattung f&uuml;r Inl&auml;nder &uuml;ber die Kfz-Steuer aufgehoben werden und dann h&auml;tten wir die Maut f&uuml;r alle. Herr Dobrindt hat heute den Menschen in diesem Land einen B&auml;rendienst erwiesen&ldquo;, kommentiert Herbert Behrens, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Verkehrsausschuss des Bundestages, die heute erfolgte Ausschreibung des Erhebungssystems der Pkw-Maut. Behrens weiter:<br>\n &bdquo;Au&szlig;erdem muss der Minister erkl&auml;ren, wie es mit diesem Mautsystem ab dem Jahr 2027 weitergehen soll. Von dort an will die EU-Kommission Vignettensysteme wie die Pkw-Maut verbieten, wobei der Betreibervertrag aber bis mindestens 2030 geschlossen wird. Das hei&szlig;t im Klartext: In zehn Jahren ist Dobrindts Pkw-Mautsystem nichts mehr als teurer Elektroschrott, weil es nicht mehr betrieben werden darf, und der private Betreiber kann bis zum Ende der Vertragslaufzeit eine Verg&uuml;tung ohne Gegenleistung einstreichen. Solch eine Posse kann nur noch verhindert werden, wenn die Ausschreibung noch vor Abgabe der ersten Angebote zur&uuml;ckgezogen wird. Aber dieser Minister rennt wahrscheinlich lieber sehenden Auges ins Verderben, als seine Ausl&auml;ndermaut aufs Abstellgleis zu setzen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/dobrindt-erweist-steuerzahlern-und-pendlern-einen-baerendienst\/\">Linksfraktion<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Abgasaff&auml;re VW: Wie die Regierung den Konzern sch&uuml;tzt<\/strong><br>\nVolkswagen musste nach Bekanntwerden des Abgasskandals die &ldquo;Schummelsoftware&rdquo; entfernen und hat deshalb f&uuml;r 8,5 Millionen Dieselautos in Europa Software-Updates entwickelt. F&uuml;r die betroffenen VW-Kunden sollte damit das Abgasproblem behoben werden.<br>\nDoch das Software-Update, das VW f&uuml;r seine Diesel-PKW entwickelt hat, l&ouml;st die Abgasprobleme der gesch&auml;digten Kunden nicht. Jetzt zeigen interne Unterlagen, die Frontal 21 vorliegen: Mit der neuen Software von Volkswagen haben die Dieselautos gleich mehrere Abschalteinrichtungen, die zu hohen Stickoxid-Emissionen im Stra&szlig;enverkehr f&uuml;hren. Abschalteinrichtungen k&ouml;nnen laut EU-Verordnung nur ausnahmsweise erlaubt sein. Doch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) kommt &ndash; so die Unterlagen &ndash; zu einem anderen Schluss: &ldquo;Die vorhandenen Abschalteinrichtungen wurden als zul&auml;ssig eingestuft.&rdquo;<br>\nDas KBA selbst will dazu keine Stellung nehmen und verweist an das Bundesverkehrsministerium, dem es unterstellt ist. Dieses wiederum erkl&auml;rt auf Nachfrage von Frontal 21, dass Freigaben der Updates vom KBA erfolgen, &ldquo;wenn das KBA sich von der Wirksamkeit der optimierten Emissionskonzepte &uuml;berzeugt hat und keine Zweifel an der Zul&auml;ssigkeit der optimierten Konzepte bestehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/abgasaffaere-vw-100.html\">frontal21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist es lediglich dieser Autokonzern, den die Regierung sch&uuml;tzt? Verf&uuml;gen lediglich die &ldquo;Wolfsburger&rdquo; &uuml;ber diese Software mit mehreren Abschalteinrichtungen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Noch mehr Milliardengeschenke an die Atomindustrie<\/strong><br>\nErst vor wenigen Monaten hat die Bundesregierung den Atomfonds beschlossen. Der Deal: Die Atomkonzerne zahlen rund 24 Milliarden Euro in den Fonds ein und sind damit alle Risiken f&uuml;r die Endlagerung des Atomm&uuml;lls los. Alles, was dar&uuml;ber hinausgeht, tr&auml;gt der Steuerzahler. Ein gutes Gesch&auml;ft f&uuml;r die Konzerne, sagen Experten. Und nach der erfolgreichen Klage gegen die Brennelementesteuer wird es noch g&uuml;nstiger f&uuml;r die Konzerne. Sie bekommen nun gut 6 Milliarden Euro gezahlte Steuern vom Staat zur&uuml;ck. Monitor Recherchen zeigen: Das #Milliardengeschenk an die #Atomkonzerne wurde offenbar sehenden Auges in Kauf genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/atomindustrie-100.html\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kapitalismus t&ouml;tet<\/strong><br>\nGro&szlig;brand in London: Bewohner warnten vor Gefahren. Gesetzes&auml;nderung zum Mieterschutz abgelehnt. Corbyn macht Regierung mitverantwortlich [&hellip;]<br>\n&Uuml;ber Jahre hatten Anwohner des 1974 errichteten und in den vergangenen drei Jahren sanierten Geb&auml;udes immer wieder gewarnt, dass der Tower im Falle eines Brandes zu einer t&ouml;dlichen Falle werden k&ouml;nnte. Die Initiative &raquo;Grenfell Action Group&laquo; schrieb zuletzt im vergangenen November in ihrem Internetblog, dass wohl &raquo;nur ein katastrophales Ereignis die Unbeholfenheit und Inkompetenz unseres Vermieters KCTMO offenlegen und ein Ende der gef&auml;hrlichen Lebensbedingungen sowie der nachl&auml;ssigen Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften bringen&laquo; k&ouml;nne. Das Internetportal Evolve Politics schrieb unter Berufung auf Augenzeugen, dass die gerade erst angebrachte Au&szlig;enfassade aus Aluminiumverbundplatten &raquo;wie Papier gebrannt&laquo; habe. &raquo;Und was war der Hauptgrund daf&uuml;r, dieses Material zu benutzen? Man wollte den Anblick des Hochhauses f&uuml;r die Besitzer der in der N&auml;he liegenden Luxusapartments versch&ouml;nern.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/312477.kapitalismus-t%C3%B6tet.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> W&auml;re ein solches Ungl&uuml;ck in Deutschland undenkbar? Werden auch hierzulande eventuell sogar Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften vernachl&auml;ssigt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Einsatz der AWACS und die Informationsr&auml;ume im Syrienkrieg<\/strong><br>\nMehrere Friedensorganisationen, darunter der Aachener Friedenspreis und die DFG-VK NRW, planen am 1. Juli 2017 ab 11:00 Uhr eine Kundgebung vor dem Haupteingang des Fliegerhorst Geilenkirchen-Teveren, wo die AWACS-Flugzeuge der NATO stationiert sind. Im Vorfeld wurde die IMI um eine kurze Einsch&auml;tzung gebeten, welche Rolle die AWACS im Syrienkrieg spielen. Da Geilenkirchen nah an jener Region liegt, in der gegenw&auml;rtig das Herz des neuen Bundeswehr-Organisationsbereichs &bdquo;Cyber- und Informationsraum&ldquo; aufgebaut wird (hier eine entsprechende Karte des Raums K&ouml;ln-Bonn), soll die Rolle der AWACS und damit der NATO im Syrienkrieg anhand verschiedener &bdquo;Informationsr&auml;ume&ldquo; dargestellt werden.<br>\nAngewandte Technologie repr&auml;sentiert mit unterschiedlicher Verz&ouml;gerung politische Strategie und milit&auml;rische Praxis. Um das zu verdeutlichen, sollen zun&auml;chst zwei unterschiedliche milit&auml;rische Kommunikations-Technologien und ihre Bedeutung im Syrienkrieg dargestellt werden. Dabei handelt es sich einerseits um Software Defined Radio (SDR) und andererseits eben um die AWACS, die sozusagen die in Technologie gegossene NATO darstellen. (&hellip;)<br>\nDie AWACS sollen nach vorliegendem Mandat (Bundestags-Drucksache 18\/9960) nur in t&uuml;rkischem und internationalem Luftraum fliegen und &bdquo;der Verdichtung des Lagebildes unter Weitergabe der dabei gewonnenen Erkenntnisse in Echtzeit an die internationale Anti-IS-Koalition&ldquo; dienen. Da die Reichweite ihrer Sensoren jedoch tief in den irakischen und syrischen Luftraum hineinreicht soll dies &bdquo;auch der Sicherheit der deutschen Aufkl&auml;rungsflugzeuge Tornado sowie der [deutschen] Tankflugzeuge&ldquo; dienen. Letztlich &uuml;bernimmt hiermit die NATO die Funktion der Luftsicherheit &uuml;ber den formal nach wie vor souver&auml;nen Staaten Irak und Syrien. Dar&uuml;ber hinaus werden alle Mitglieder der &bdquo;Anti-IS-Koalition&ldquo; mit Informationen &uuml;ber Flugbewegungen Dritter versorgt und &ndash; dies aber unter Kommando der NATO und nicht der Koalition &ndash; Gegenma&szlig;nahmen eingeleitet. Die NATO &uuml;bernimmt damit den Schutz der Koalition im Luftraum, zu der auch verschiedene Staaten geh&ouml;ren, die offenbar am Boden auch mit radikal-islamistischen Gruppen zusammenarbeiten. Als m&ouml;gliche Gegner dieses NATO-Einsatzes kommen gegenw&auml;rtig nur Russland, Syrien und der Iran infrage. Mit dem AWACS-Einsatz in der T&uuml;rkei ist damit die NATO Partei im zunehmend eskalierenden Konflikt zwischen Saudi Arabien und Iran, sunnitischen und schiitischen bewaffneten Parteien und droht diesen mit einem zwischenstaatlichen Konflikt zwischen der NATO und Russland zu verbinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/06\/15\/der-einsatz-der-awacs-und-die-informationsraeume-im-syrienkrieg\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Bild&rdquo;: Streit um Drohnen-Deal der Bundeswehr geht weiter<\/strong><br>\nDer amerikanische Drohnenhersteller General Atomics versucht nach einem Bericht der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung erneut, das Gesch&auml;ft der Bundeswehr mit dem israelischen Konkurrenten IAI zu verhindern.<br>\nDie geplante Ausr&uuml;stung der Bundeswehr mit Kampfdrohnen steht einem Bericht zufolge weiterhin vor juristischen Problemen. Nach Informationen der &ldquo;Bild&rdquo; geht die US-R&uuml;stungsfirma General Atomics gerichtlich gegen die Vergabe des wichtigen R&uuml;stungsvorhabens an den israelischen Konkurrenten IAI vor: General Atomics habe am Mittwochabend beim Oberlandesgericht D&uuml;sseldorf eine Anh&ouml;rungsr&uuml;ge zu einer abgewiesenen Wettbewerbsklage eingereicht.<br>\nGeneral Atomics beklage die Intransparenz bei dem Auswahlverfahren und erw&auml;ge deswegen sogar eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht, berichtete die Zeitung. Der Drohnen-Hersteller hatte bei der Vergabe des Auftrags Anfang 2016 das Nachsehen gegen IAI. Die Amerikaner hatten zun&auml;chst erfolglos Einspruch beim Bundeskartellamt eingelegt und waren daraufhin vor das Oberlandesgericht D&uuml;sseldorf gezogen und auch dort gescheitert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/bild-streit-um-drohnen-deal-der-bundeswehr-geht-weiter\/a-39271765\">DW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Trotz Krise am Golf USA verkaufen Kampfjets an Katar<\/strong><br>\nMitten im diplomatischen Konflikt um Katar haben die USA ein milliardenschweres R&uuml;stungsgesch&auml;ft mit dem Emirat abgeschlossen. Der Golfstaat erh&auml;lt US-Kampfjets vom Typ F-15. Saudi-Arabien und andere arabische L&auml;nder hatten die Beziehungen zu Katar abgebrochen.<br>\nTrotz der schweren diplomatischen Krise am Golf haben die USA den Verkauf von Kampfjets vom Typ F-15 an Katar besiegelt. Verteidigungsminister James Mattis unterzeichnete eine entsprechende Vereinbarung mit seinem katarischen Kollegen Khalid al-Attiyah. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge handelt es sich um insgesamt 36 Maschinen. Hersteller Boeing lehnte eine Stellungnahme ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/katar-usa-kampfjets-103.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Putin: Nichterweiterung der Nato h&auml;tte schriftlich fixiert werden m&uuml;ssen<\/strong><br>\nRusslands Pr&auml;sident Wladimir Putin hat sich im Gespr&auml;ch mit dem US-Regisseur Oliver Stone, das als Film unter dem Namen &bdquo;The Putin Interviews&ldquo; in vier Teilen vom TV-Sender Showtime ausgestrahlt wird, zur Nato ge&auml;u&szlig;ert. Ihm zufolge h&auml;tte die Vereinbarung &uuml;ber die Nichterweiterung der Allianz gen Osten schriftlich dokumentiert werden m&uuml;ssen.<br>\n&bdquo;Als &uuml;ber die Vereinigung Deutschlands und den nachfolgenden Abzug der sowjetischen Truppen aus Osteuropa entschieden wurde, da sagten die Amtspersonen in den Vereinigten Staaten und ebenso der Nato-Generalsekret&auml;r, dass die Sowjetunion in einem &uuml;berzeugt sein k&ouml;nne &ndash; die Ostgrenze der Nato werde nicht weiter vorgeschoben als bis an die Ostgrenze der Deutschen Demokratischen Republik&ldquo;, erz&auml;hlte der russische Staatschef.<br>\nDanach befragt, ob dieses Versprechen gebrochen worden sei, konkretisierte Putin, dass &bdquo;es nicht auf Papier festgehalten worden war&ldquo;. &bdquo;Das war ein direkter Fehler gewesen, aber bereits von Seiten Gorbatschows. In der Politik muss alles fixiert werden, obwohl auch oft gegen fixierte Sachen versto&szlig;en wird. Er aber hatte es einfach m&uuml;ndlich abgesprochen und gemeint, alles w&auml;re damit geregelt. So ist es nicht&ldquo;, erg&auml;nzte der russische Pr&auml;sident.<br>\nWie er ferner sagte, lie&szlig;en die Nato-L&auml;nder nicht einmal den Gedanken zu, dass Russland das Recht auf eine eigene Stimme haben k&ouml;nne, darunter in der Nordatlantikallianz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20170613316144750-putin-nichterweiterung-der-nato-schriftlich-fixiert\/\">Sputnik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sozialarbeit ist Security<\/strong><br>\nSondierte man an jenem Freitagabend, an dem Rock am Ring kurzzeitig unterbrochen war, ein bisschen die Netzwerke, so konnte man sich ein Bild der allgemeinen Gem&uuml;tslage machen. Die lautete ungef&auml;hr so: Wir lassen uns von denen die Party nicht verderben. Oder aber: Wir m&uuml;ssen denen zeigen, dass sie uns nicht in die Knie zwingen k&ouml;nnen. Nat&uuml;rlich ist das demokratischer, ja gesunder Trotz. Aber in ihm schwingt etwas mit, wann das Dilemma in all den Debatten ist, die man jetzt zum Thema Terrorismus f&uuml;hrt. Denn die Spezifikation in &raquo;Wir und die anderen&laquo; erzeugt die Ansicht, als seien Radikalisierung und der in einzelnen F&auml;llen daraus entstehende Terrorismus etwas, was von au&szlig;erhalb der Gesellschaft aufgehalst wird.<br>\nHaargenau diesen Fehler sollten wir aber nicht machen, erkl&auml;rt der Psychologe und Sozialarbeiter Ahmad Mansour in seinem Buch &raquo;Generation Allah &ndash; Warum wir im Kampf gegen religi&ouml;sen Extremismus umdenken m&uuml;ssen&laquo;. Denn die islamistische Radikalisierung ist im globalisierten Europa nun mal kein Ph&auml;nomen, das man per Ausweisungsbescheid in den Griff kriegen k&ouml;nnte. Die &raquo;Generation Allah&laquo;, wie er die jungen Frauen und M&auml;nner nennt, die sich in fundamentalistische Kreise begeben, stammen ja in vielen F&auml;llen nicht mal aus muslimischen Familien, sondern kommen teilweise auch aus einem deutschen Umfeld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1054231.sozialarbeit-ist-security.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Aggressiv und r&uuml;cksichtlos: Das brutale Vorgehen der libyschen K&uuml;stenwache<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlinge sitzen im Schlauchboot Aggressiv und r&uuml;cksichtlos: Das brutale Vorgehen der libyschen K&uuml;stenwache Seit Monaten bilden europ&auml;ische und deutsche Soldaten Angeh&ouml;rige der libyschen K&uuml;stenwache aus. Das Ziel: Die Libyer sollen k&uuml;nftig Schlepper jagen und Menschen aus Seenot retten. Tats&auml;chlich geht die K&uuml;stenwache &auml;u&szlig;erst aggressiv gegen Fl&uuml;chtlinge vor. Selbst in internationalen Gew&auml;ssern behindert sie zivile Seenotretter und bringt Fl&uuml;chtlinge auch unter Einsatz von Waffen zur&uuml;ck ins B&uuml;rgerkriegsland Libyen. Laut den Vereinten Nationen drohen ihnen dort Folter, Sklavenarbeit und Tod. Push-Backs durch die Hintert&uuml;r &ndash; mit Unterst&uuml;tzung der Bundesregierung.  |  mehr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/libysche-kuestenwache-100.html\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: EU-Wirtschaftspolitik: &ldquo;In Europa wird zu wenig &uuml;ber Sozialreformen gesprochen&rdquo;<\/strong><br>\nAnn-Kathrin B&uuml;&uuml;sker: Neue Hilfszahlungen f&uuml;r Griechenland, das haben die Euro-Finanzminister gestern in Luxemburg entschieden, m&ouml;glich geworden durch einen Kompromiss. Am Telefon ist nun Volker Wissing, FDP. Er ist Wirtschaftsminister in Rheinland-Pfalz! Guten Morgen, Herr Wissing!<br>\nVolker Wissing: Guten Morgen, ich gr&uuml;&szlig;e Sie!<br>\nB&uuml;&uuml;sker: Vielleicht schauen wir noch mal auf die grunds&auml;tzlichen Positionen, Herr Wissing. Der IWF sagt ja, die Schuldenlast Griechenlands, die ist nicht tragf&auml;hig und wird das so schnell auch nicht werden. Wolfgang Sch&auml;uble ist dagegen optimistisch. Wie erkl&auml;ren Sie sich diese unterschiedlichen Einsch&auml;tzungen?<br>\nWissing: Das ist wahrscheinlich eine unterschiedliche Einsch&auml;tzung auch aus unterschiedlicher Betroffenheit heraus. Ich halte es f&uuml;r dringend erforderlich, dass Griechenland bei den Reformforderungen keine Nachl&auml;sse gegeben werden. Griechenland muss maximale Reformanstrengungen zeigen, und zwar nicht nur Reformen auf dem Papier beschlie&szlig;en, sondern sie auch konkret umsetzen.<br>\nB&uuml;&uuml;sker: Aber tut Griechenland das nicht? Wenn wir beispielsweise auf die soziale Situation in dem Land schauen, da geht es vielen Menschen aufgrund der Sparma&szlig;nahmen sehr schlecht.<br>\nWissing: Den Menschen geht es schlecht aufgrund der hohen Schulden in Griechenland, aufgrund verfehlter Politik der vergangenen Jahre, nicht aufgrund der Reformen. Die Reformen sind die Voraussetzung daf&uuml;r, dass es den Menschen wieder besser gehen kann. Ich glaube, hier wird der Fokus nicht ausreichend auf die Fehler der Vergangenheit gerichtet.<br>\nB&uuml;&uuml;sker: Wo sehen Sie die denn?<br>\nWissing: Der staatliche Sektor in Griechenland ist zu gro&szlig;, man hat zu wenig auf die Wettbewerbsf&auml;higkeit des Landes geachtet. Man hat die g&uuml;nstigen Refinanzierungsm&ouml;glichkeiten innerhalb der Eurozone nicht genutzt, um zu investieren, sondern man hat das Geld verkonsumiert und das Land aus der Schuldentragf&auml;higkeit herausgef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/eu-wirtschaftspolitik-in-europa-wird-zu-wenig-ueber.694.de.html?dram:article_id=388843\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.V.:<\/strong> Hier paaren sich &ouml;konomische Unvernunft und deutschnationale &Uuml;berheblichkeit. Und solch ein Mensch ist Wirtschaftsminister im SPD-regierten Rheinland-Pfalz!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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