{"id":38801,"date":"2017-06-19T08:09:45","date_gmt":"2017-06-19T06:09:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801"},"modified":"2017-06-19T08:09:45","modified_gmt":"2017-06-19T06:09:45","slug":"hinweise-des-tages-2896","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h01\">Macrons B&uuml;ndnis erreicht absolute Mehrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h02\">Kohl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h03\">Londoner Hochhausbrand &ndash; Regierung soll Brandschutz-Empfehlungen ignoriert haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h04\">The Labour Party now belongs to Jeremy Corbyn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h05\">Egon Bahr Symposium 2017 mit Matthias Platzeck: Europ&auml;ische Friedensordnung und das Verh&auml;ltnis zu Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h06\">Gl&uuml;cklicher Alexis &ndash; ungl&uuml;ckliches Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h07\">Die gef&auml;hrlichste Idee Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h08\">Deutsche Export&uuml;bersch&uuml;sse &ndash; Ist doch nicht unsere Schuld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h09\">FDP und CDU bel&uuml;gen die &bdquo;Mitte&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h10\">Konjunkturanalyse geht jeden an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h11\">Analyse: Steuerflucht &ndash; Die internationale und europ&auml;ische Dimension<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h12\">Mindestl&ouml;hne in der EU: aktuelle Niveaus und Entwicklungstrends<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h13\">Der nach Gerhard Schr&ouml;der &ldquo;beste Niedriglohnsektor&rdquo;, der in Europa geschaffen wurde, betrifft mehr als jeden f&uuml;nften Arbeitnehmer in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h14\">Verdi schl&auml;gt Alarm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h15\">Steueraff&auml;re kostet Landesbank 20 Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h16\">2016 bleibt ein Minus bei Sozialwohnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h17\">Rechnungshof zerpfl&uuml;ckt von der Leyens Korvetten-Deal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h18\">Die &bdquo;Bild-Zeitung&ldquo; pflegt ihr Feindbild<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Macrons B&uuml;ndnis erreicht absolute Mehrheit<\/strong><br>\nMacron und sein B&uuml;ndnis haben ein weiteres Ziel erreicht: die absolute Mehrheit der Sitze in der franz&ouml;sischen Nationalversammlung. Konservative und Sozialisten, die Jahrzehnte lang die Politik des Landes pr&auml;gten, wurden abgestraft. Getr&uuml;bt wird Macrons Triumph durch die schlechte Wahlbeteiligung. [&hellip;]<br>\nMacron hat nun weitgehend freie Bahn f&uuml;r seine sozialliberalen Reformen. Als eine der ersten Ma&szlig;nahmen will der erst Anfang Mai ins Pr&auml;sidentenamt gew&auml;hlte 39-J&auml;hrige ein Gesetz f&uuml;r mehr Moral in der Politik durch die Nationalversammlung bringen. Es ist eine Reaktion auf Skandale wie die Scheinbesch&auml;ftigungsaff&auml;re um den konservativen Pr&auml;sidentschaftskandidaten Fran&ccedil;ois Fillon.<br>\nZudem will Macron das Arbeitsrecht reformieren. Dabei drohen im Herbst neue Massendemonstrationen der Gewerkschaften und der Linken. Die Opposition, so analysiert es ARD-Korrespondentin Ellis Fr&ouml;der, werde sich k&uuml;nftig wohl eher auf der Stra&szlig;e formieren als im vom Macron-Lager dominierten Parlament [&hellip;]<br>\nIm benachbarten Deutschland wurde der Sieg von Macrons Bewegung mit Erleichterung aufgenommen. &ldquo;Gl&uuml;ckwunsch Emmanuel Macron zur klaren parlamentarischen Mehrheit und auf weiter gute Zusammenarbeit&rdquo;, twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert im Namen von Kanzlerin Angela Merkel. &ldquo;Europa bringen wir nur nach vorn mit PolitikerInnen, die gestalten wollen&rdquo;, twitterte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Bundesau&szlig;anminister Sigmar Gabriel sprach in Anlehnung an Macrons Bewegung von einem &ldquo;Durch-Marche&rdquo;.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170619-hwt_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/wahl-frankreich-167.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller zu den Reaktionen aus Deutschland:<\/strong> Die haben offensichtlich nicht mehr alle Tassen im Schrank.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kohl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kohl wollte ein anderes Europa<\/strong><br>\nAltkanzler Kohl ist tot &ndash; und wird von unseren kleinen EU-Politikern sofort als &ldquo;gro&szlig;er Europ&auml;er&rdquo; vereinnahmt. Auch Kanzlerin Merkel stimmt in den Chor ein. Dabei wollte Kohl ein v&ouml;llig anderes Europa als sie.<br>\n&ldquo;Die macht mir mein Europa kaputt&rdquo;, soll Kohl schon 2011 gesagt haben. Das war auf einem der vielen Tiefpunkte der Eurokrise. Merkel lie&szlig; sich damals von Ratingagenturen und Spekulanten treiben.<br>\n&ldquo;Mein Europa&rdquo; &ndash; das bedeutete Kohl viel. Zwar hat er mit der Wiedervereinigung zuallererst Deutschland und den Nationalismus gest&auml;rkt &ndash; vor allem auf dem Balkan sollte das fatale Folgen haben.<br>\nDoch der Altkanzler verstand, dass der Anschlu&szlig; der DDR nicht zum Nulltarif zu haben war. Er &uuml;berging die Westm&auml;chte, ging danach aber auf Russland und vor allem auf Frankreich zu.<br>\nOb die Einf&uuml;hrung des Euro der &ldquo;Preis&rdquo; f&uuml;r die Wiedervereinigung war, ist bis heute umstritten. Frankreichs Ex-Pr&auml;sident Mitterrand nutzte jedenfalls die Gelegenheit, und Kohl schlug ein.<br>\nZwar wurde der Euro zu deutschen Konditionen eingef&uuml;hrt, &ldquo;3,0 ist 3,0&rdquo;, t&ouml;nte Finanzminister Waigel. Aber Kohl wu&szlig;te noch, dass die neue W&auml;hrung ohne politische Union nicht funktionieren w&uuml;rde.<br>\nEr wollte diese politische Union &ndash; im Gegensatz zu Merkel, die dieses Ziel offenbar vergessen hat. Frankreich war f&uuml;r ihn der unverzichtbare Partner &ndash; und nicht eine l&auml;stige Option, wie f&uuml;r Merkel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/kohl-wollte-ein-anderes-europa\/\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><strong>Nichts zu danken: Helmut Kohl war nicht nur zuf&auml;llig korrupt<\/strong><br>\nL&uuml;gen, Ged&auml;chtnisl&uuml;cken und leere Versprechungen. Der Altkanzler verstand sich als Dienstleister f&uuml;r Konzerne und Investoren: In der Pfalz, Deutschland und Europa. Er diente den USA und sie halfen ihm<br>\nIn den W&uuml;rdigungen zum Tod des Alt-Bundeskanzlers taucht &bdquo;die Spendenaff&auml;re&ldquo; routinem&auml;&szlig;ig als missliches Vergehen Helmut Kohls zum Ende der Amtszeit auf. Die Angelegenheit soll durch die angeblich historischen, ja welthistorischen Verdienste Kohls f&uuml;r die Wiedervereinigung und den Aufbau der Europ&auml;ischen Union relativiert werden.<br>\nDabei wird mit der &ldquo;Flick-Aff&auml;re&rdquo; ein wesentlich gr&ouml;&szlig;erer Skandal ausgeblendet, der schon am Anfang seiner Amtszeit f&uuml;r Wirbel sorgte. Bei n&auml;herer Betrachtung zeigt sich: Korruption, Lobbyismus und Klientel-Politik f&uuml;r die Reichen und M&auml;chtigen sind keine Ausrutscher sondern geh&ouml;ren seit ihrer Gr&uuml;ndung zum System der CDU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/nichts-zu-danken-helmut-kohl-war-nicht-nur-zufaellig-korrupt\/\">Werner R&uuml;gemer<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Londoner Hochhausbrand &ndash; Regierung soll Brandschutz-Empfehlungen ignoriert haben<\/strong><br>\nPremierministerin Theresa May wird nach dem Londoner Hochhausbrand mit R&uuml;cktrittsforderungen konfrontiert. Das Feuer h&auml;tte offenbar verhindert werden k&ouml;nnen &ndash; wenn die Regierung auf Warnungen reagiert h&auml;tte. [&hellip;]<br>\nPremierministerin Theresa May steht schwer unter Druck. W&uuml;tende Demonstranten st&uuml;rmten am Freitag das Rathaus von Kensington und bedrohten May bei einem Besuch am Brandort. &ldquo;Schande &uuml;ber dich&rdquo;, &ldquo;Feigling&rdquo; und &ldquo;May muss weg&rdquo;, riefen sie. Die Regierungschefin hatte bei einem ersten Besuch am Brandort nicht mit Bewohnern gesprochen, sondern war schnell wieder verschwunden. Auch hatte die Regierung bei der Betreuung der Betroffenen versagt. Die Unterst&uuml;tzung sei &ldquo;nicht gut genug&rdquo; gewesen, r&auml;umte May nun ein.<br>\nSchwerer noch wiegt der Vorwurf, dass die konservative Vorg&auml;ngerregierung von David Cameron seit Jahren Empfehlungen von Brandschutzexperten ignoriert habe. Der Brand sei vermeidbar gewesen, schrieb Londons B&uuml;rgermeister Sadiq Khan im &ldquo;Observer&rdquo;. Der Labour-Politiker warf den Konservativen jahrelange Vernachl&auml;ssigung des sozialen Wohnungsbaus vor.<br>\nLaut &ldquo;Observer&rdquo; hat die Regierung schon nach einem Brand im Lakanal House 2009 vers&auml;umt, die Feuerschutzvorschriften zu versch&auml;rfen. Ein Ermittlungsbericht hatte dies 2013 empfohlen. Alle Forderungen nach Gesetzes&auml;nderungen seien abgeblockt worden, sagte Ronnie King, ehemaliger Feuerwehrmann und heute Vorsitzender des Parlamentsausschusses f&uuml;r Brandschutz, dem Blatt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/grenfell-tower-regierung-hat-brandschutz-empfehlungen-jahrelang-ignoriert-a-1152679.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Alles Opfer der neoliberalen Ideologie. De-Regulierung, Privatisierung, das &ouml;ffnet die Gesch&auml;ftsmodelle f&uuml;r die Spezis der Regierenden. Warum braucht SPON so lange, um diese Zusammenh&auml;nge zu begreifen?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Sie sind gestorben, weil sie arm waren&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem Feuer im Grenfell Tower w&auml;chst in Gro&szlig;britannien die Wut auf die Politik. Das Land debattiert &uuml;ber Slums in London und eine au&szlig;er Kontrolle geratene Deregulierung.<br>\nSeit der Regierungszeit Margaret Thatchers in den Achtzigerjahren galt eine der S&auml;ulen ihrer Wirtschaftspolitik in Gro&szlig;britannien als unumst&ouml;&szlig;lich: Deregulierung. B&uuml;rokratie geh&ouml;rte abgeschafft, weil sie das Wachstum bremste &ndash; das sahen auch alle folgenden Premierminister so, egal ob Tory oder Labour.<br>\nDer Brand im Londoner Grenfell Tower scheint nun ein Umdenken auszul&ouml;sen. Pl&ouml;tzlich debattiert das Land, ob Regeln und Standards nicht doch ihr Gutes haben. Und es r&uuml;ckt ein Problem in den Fokus, das lange ignoriert wurde: der alarmierende Zustand des sozialen Wohnungsbaus. [&hellip;]<br>\nMan solle sich nichts vormachen, schrieb Nick Cohen im konservativen &ldquo;Spectator&rdquo;. &ldquo;Sie sind gestorben, weil sie arm waren.&rdquo; Auch viele von Londons Million&auml;ren wohnten in Hochh&auml;usern. Doch deren Leben sei nicht in Gefahr, weil nach unterschiedlichen Ma&szlig;st&auml;ben gebaut werde. Das Land stehe an einem Wendepunkt. &ldquo;Wir sollten darauf bestehen, dass Reiche und Arme die gleichen Sicherheitsstandards bekommen. Wenn die Reichen Sprinkler haben, sollten auch die Armen Sprinkler haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/london-brand-im-grenfell-tower-ruettelt-am-deregulierungs-dogma-a-1152449.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>The Labour Party now belongs to Jeremy Corbyn<\/strong><br>\nThe Blair era truly ended on June 8th<br>\nWHEN Theresa May called the general election eight weeks ago, Jeremy Corbyn was widely regarded as the weakest leader the Labour Party had fielded since Michael Foot in 1983 or perhaps even since George Lansbury in 1935. Today he is the comeback grandpa: a potential kingmaker in Parliament and the undisputed leader of the Labour Party.<br>\nThere is a small chance that Mr Corbyn will be able to form a coalition government. As we went to press the Tories looked as if they could fall just short of an overall majority. By convention, the incumbent party has the first chance to form a government. Yet the largest of the minority parties, the Scottish National Party and the Liberal Democrats, would be far more likely to make a deal with Labour than with the Tories. Even if the Tories are able to form a government, Mr Corbyn will be the powerful leader of a powerful opposition: he will be able to put a prime minister who has at best a small majority under constant pressure.<br>\nMr Corbyn has revolutionised the British left. Since the mid-1980s Labour has assumed that the only way that it can have any chance of winning power is to cleave to the centre: drop left-wing policies such as nationalising industries or supporting &ldquo;national liberation struggles&rdquo; and embrace the market and the Western alliance. Mr Corbyn was one of only a handful of MPs who held out against this argument. Tony Blair and his allies treated him as an irritant and an eccentric.<br>\nThe vast majority of Labour MPs agreed with the Blair approach until only the other day. In 2015 he scraped onto the ballot to become the party&rsquo;s leader, a contest he never expected to win. Last year three-quarters of Labour MPs voted against him staying on in the job, in a failed attempt at a coup. To many, Mr Corbyn looked like an occupying force, supported largely by a small group of faithful hard-leftists in his office, notably Seumas Milne, his chief strategist, and, outside Parliament, by Len McLuskey, the boss of the Unite trade union, and by Momentum, a grassroots pressure group of activists, many of them until recently members of other parties.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/news\/britain\/21723193-blair-era-truly-ended-june-8th-labour-party-now-belongs-jeremy-corbyn\">The Economist<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der wirtschaftsliberale\/neoliberale Economist zollt dem Labour-Vorsitzenden und seiner konsequenten sozialistisch-sozialdemokratischen Herangehensweise Respekt. Chapeau.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Egon Bahr Symposium 2017 mit Matthias Platzeck: Europ&auml;ische Friedensordnung und das Verh&auml;ltnis zu Russland<\/strong><br>\nliebe Mitglieder des Willy-Brandt-Kreises,<br>\nliebe Freunde und G&auml;ste,<br>\nmeine sehr geehrten Damen und Herren!<br>\nHerzlichen Dank f&uuml;r die Einladung zum heutigen Bahr-Symposium. F&uuml;r mich ist es eine Ehre hier sein zu d&uuml;rfen und gemeinsam mit Ihnen, gemeinsam mit Euch, an Egon Bahrs gro&szlig;es Verm&auml;chtnis anzukn&uuml;pfen und in die Zukunft Europas zu blicken.<br>\nSeine klaren Analysen, seine tiefgehenden Einsichten haben bis heute G&uuml;ltigkeit &ndash; vielleicht mehr denn je. Bahr, der pr&auml;zise politische Denker, kann Orientierung geben in einer Welt, die immer un&uuml;bersichtlicher und unsicherer erscheint, in einem Europa, in dem wieder sp&uuml;rbar geworden ist, dass Frieden alles andere als selbstverst&auml;ndlich ist.<br>\nIch begreife sein Verm&auml;chtnis auch als Auftrag, heute Verantwortung auf sich zu nehmen f&uuml;r eine gemeinsame Zukunft in Europa.<br>\nEgon Bahr hat einmal gesagt, dass man gro&szlig;e Pers&ouml;nlichkeiten der Politik auch daran erkennt, dass in ihrem Leben &bdquo;eine unverwechselbare Grundmelodie h&ouml;rbar bleibt&ldquo;. Die Grundmelodie in seinem Leben hie&szlig;: &bdquo;Ein sicheres Haus f&uuml;r Europa.&ldquo;<br>\nIn diesem Haus muss Russland seinen festen Platz haben. Amerika ist unverzichtbar; Russland ist auf dem europ&auml;ischen Kontinent unverr&uuml;ckbar: Bahrs griffige Formel gilt unver&auml;ndert. Das hei&szlig;t: Ohne oder gar gegen Russland, unseren gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Nachbarn, gibt es keine dauerhafte Sicherheit in Europa. Heute m&uuml;ssen wir uns das wieder in aller Deutlichkeit vor Augen halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutsch-russisches-forum.de\/egon-bahr-symposium-2017-mit-matthias-platzeck-europaeische-friedensordnung-und-das-verhaeltnis-zu-russland\/8419\">Deutsch-Russisches Forum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gl&uuml;cklicher Alexis &ndash; ungl&uuml;ckliches Griechenland<\/strong><br>\nDer griechische Ministerpr&auml;sident ist eine traurige Figur, aber er macht auf Optimismus. Wo er diesen Optimismus hernimmt, bleibt sein Geheimnis. Was er allerdings seinem Land zumutet, ist unertr&auml;glich.<br>\nMan glaubt es nicht, aber Griechenland ist wieder einmal &bdquo;gerettet&ldquo;. Fast zwei Jahre nach dem griechischen Volks-Votum gegen weitere Austerit&auml;tspolitik, das von der Eurogruppe brutal ignoriert wurde, also wieder eine europ&auml;ische &bdquo;Hilfe&ldquo; f&uuml;r das Land, um die Regierung davor zu bewahren, den Bankrott erkl&auml;ren zu m&uuml;ssen.<br>\nNat&uuml;rlich kommt auch diese &bdquo;Hilfe&ldquo; nicht ohne Bedingungen. Unter vielem anderen hat sich Griechenland verpflichtet, die ohnehin schon geringen Renten noch einmal erheblich zu k&uuml;rzen und auf unabsehbare Zeit eine extrem restriktive Haushaltspolitik zu implementieren (der Beschluss der Eurogruppe von vergangener Woche findet sich hier).<br>\nNicht weniger als zwei Prozent des BIP sollen die Einsparungen bis 2018 erbringen. Zur &bdquo;Ankurbelung&ldquo; des Wachstums (bzw. des Wachstumspotentials) hat man sich nat&uuml;rlich auf &bdquo;Strukturma&szlig;nahmen&ldquo; geeinigt, darunter die weitere Deregulierung stark regulierter Berufsgruppen. Das wird sicher das Wachstum stark ankurbeln, wenn in Zukunft die Apotheker weniger strikte Auflagen erf&uuml;llen m&uuml;ssen, um ihre Medikamente zu verkaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/06\/gluecklicher-alexis-unglueckliches-griechenland\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die gef&auml;hrlichste Idee Europas<\/strong><br>\nDer Angriff der Griechen wurde abgewehrt. Europa bleibt auf Sparkurs &ndash; und damit seiner Idee von der Austerit&auml;t treu.<br>\n&laquo;Nichts ist gef&auml;hrlicher als eine Idee, wenn man nur eine hat&raquo;, schrieb der franz&ouml;sische Philosoph Alain. Schon deshalb ist Austerit&auml;t eine gef&auml;hrliche Idee. Sie ist das einzige politische Projekt, das Europa hat.<br>\nSelten haben so zahlreiche Regierungschefs quer durch L&auml;nder und Parteien so einig auf dieselbe Karte gesetzt. F&uuml;r die Sparpolitik riskieren sie Milliarden, ihr Gesicht, die Zukunft ihres Landes. Und das ohne Reserve. Als die griechische Regierung &uuml;ber Alternativen sprechen wollte, prallte sie gegen eine Wand. Am Ende stand es 18:1. Und der deutsche Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble fragte, wer wohl auf dem richtigen Kurs sei. Das eine Auto oder die 18 Autos in der Gegenrichtung.<br>\nKein Zweifel, Austerit&auml;t ist die wichtigste politische Idee der Gegenwart. Das Erschreckende daran ist: Es ist eine Idee, die keine Theorie im R&uuml;cken hat, keine nachweisbaren Erfolge zeigt, daf&uuml;r aber direkt zur gr&ouml;ssten politischen Katastrophe des letzten Jahrhunderts f&uuml;hrte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/Die-gefaehrlichste-Idee-Europas\/story\/27729647#mostPopularComment\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutsche Export&uuml;bersch&uuml;sse &ndash; Ist doch nicht unsere Schuld<\/strong><br>\nDeutschland hat einen zu hohen Export&uuml;berschuss, sagt das Ausland. Aber wieso ist das schlecht? Die wichtigsten Fragen und Antworten.<br>\nWieso attackiert der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron die deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse als &bdquo;nicht tragbar&ldquo;?<br>\nFrankreich ist gegen&uuml;ber Deutschland nicht mehr konkurrenzf&auml;hig, denn seit der Einf&uuml;hrung des Euros sind die franz&ouml;sischen Lohnst&uuml;ckkosten deutlich st&auml;rker gestiegen als die deutschen. Macron hat jetzt angek&uuml;ndigt, dass er die franz&ouml;sischen L&ouml;hne auch &bdquo;flexibilisieren&ldquo; will. Das ist sehr gef&auml;hrlich: Wenn die L&ouml;hne stagnieren oder gar fallen, bricht die Binnennachfrage ein und es kommt zu einer Rezession in Frankreich. [&hellip;]<br>\nAber es muss doch erlaubt sein, zu exportieren!<br>\nEs geht nicht um Deutschlands Exporte &ndash; sondern um die &Uuml;bersch&uuml;sse. Deutschland exportiert viel mehr, als es importiert. 2016 betrug dieses Plus 261 Milliarden Euro. Dies entsprach 8,3 Prozent der Wirtschaftsleistung. Deutschland kann ruhig &bdquo;Exportweltmeister&ldquo; sein. Aber dann muss es auch &bdquo;Importweltmeister&ldquo; sein, damit der Au&szlig;enhandel ausgeglichen ist.<br>\nWarum soll der &Uuml;berschuss denn schlecht sein?<br>\nSimple Logik: Man kann nur &Uuml;bersch&uuml;sse haben, wenn andere Defizite machen. Da Deutschland jedes Jahr mehr exportiert als importiert, k&ouml;nnen die Menschen in den anderen L&auml;ndern gar nicht das n&ouml;tige Geld haben, um die hiesigen Waren und Dienstleistungen zu kaufen. Sie m&uuml;ssen Kredite aufnehmen und sich verschulden &ndash; bei deutschen Banken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5417971\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin H.K.:<\/strong> Der Euro ist f&uuml;r D um mindestens 20 % unterbewertet, f&uuml;r die Krisenl&auml;nder umgekehrt viel zu stark. Seit 2002 haben sich betr&auml;chtliche Auf- und Abwertungsbedarfe summiert! Hinzu kommt das deutsche Lohndumping. Mit deutlichen Lohnerh&ouml;hungen allein werden sich die seit 2002 mit der EWU und seit der Agenda 2010 aufgebauten massiven Ungleichgewichte nur zum Teil  ausgleichen lassen. Solange neoliberale Politik auch in D bestimmt, wird es nicht dazu kommen, erst recht nicht zum Austritt D&rsquo;s aus der EWU. Der w&auml;re bspw. von GR und Italien ernsthaft zu erw&auml;gen. Eine Finanz-, Wirtschafts-, Transfer- und Ausgleichsunion d&uuml;rfte kaum einigungsf&auml;hig  sein. Eurobonds w&uuml;rden an weitere Auflagen und Bedingungen gekn&uuml;pft. Ob &uuml;ber erw&uuml;nschte abgefederte  Austritte, Neugruppierung oder Aufl&ouml;sung der EWU &ndash; oder &uuml;ber dauerhafte Ausgleichsmechanismen: alle L&ouml;sungsmodelle sind mit mehr oder weniger gro&szlig;en Problemen verbunden, alle haben ihren Preis. Fest steht: die EWU bleibt ein &ouml;konomisch und politisch abenteuerliches Kunstprodukt, das ebenso wie neoliberales Missmanagement zur Krisenversch&auml;rfung beitr&auml;gt. Statt Eurofetischismus ist ratio angebracht. Sog. &bdquo;Reformen&ldquo; bleiben ohne substantielle &Auml;nderung der wirtschaftsliberalen EU-Vertr&auml;ge &ndash; sie sind auch der Rahmen f&uuml;r die EWU &ndash; in der Quadratur des neoliberalen Teufelskreislaufs gefangen. Ohne Alternativen zu erwiesenerma&szlig;en gescheiterten neoliberaler Politik, die vertragsrechtlich in der EU\/EWU fixiert ist, wird es keine nachhaltigen L&ouml;sungen geben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>FDP und CDU bel&uuml;gen die &bdquo;Mitte&ldquo;<\/strong><br>\nDie Parteien bedienen Million&auml;re, anstatt Facharbeiter zu entlasten. Sie werben um die &bdquo;Mitte&ldquo;, sehen sie aber nur als Stimmvieh f&uuml;r klassische Klientelpolitik<br>\nDie FDP will in den Bundestag zur&uuml;ckkehren &ndash; und am liebsten gleich in die Regierung einziehen. Mehrheiten sind aber ohne die Normalverdiener in der &bdquo;Mitte&ldquo; nicht zu gewinnen, wie auch die Liberalen wissen. Deswegen hei&szlig;t der zentrale FDP-Slogan jetzt: &bdquo;Wir sind die Alternative f&uuml;r die ungeduldige Mitte.&ldquo;<br>\nEin ausgebautes Programm hat die FDP noch nicht, aber es gibt schon einen poppigen Internetauftritt. Diese bunte Werbewelt macht klar: Die Liberalen halten die &bdquo;ungeduldige Mitte&ldquo; f&uuml;r ziemlich d&auml;mlich. Denn die FDP hantiert mit einer krassen Steuerl&uuml;ge und glaubt offenbar, dass die W&auml;hler diesen Betrug nicht bemerken.<br>\nDie einzige konkrete FDP-Forderung lautet n&auml;mlich: &bdquo;Endlich Entlastung durch die Abschaffung des Soli bis 2019.&ldquo; Die Liberalen suggerieren, dass vorneweg die Normalverdiener profitieren w&uuml;rden, wenn der Solidarzuschlag entfiele. Doch dies ist falsch. Den Solidarzuschlag zahlen vor allem die Besserverdienenden.<br>\nKonkret: Eine Familie mit zwei Kindern zahlt &uuml;berhaupt gar keinen Soli&shy;darzuschlag, wenn ihr Jahresbruttoeinkommen weniger als 52.000 Euro betr&auml;gt. Ein solches Einkommen k&ouml;nnen aber nur wenige Haushalte verbuchen, denn selbst Vollzeitbesch&auml;ftigte verdienen im Mittel nur knapp 42.000 Euro im Jahr. [&hellip;]<br>\nDie CDU betreibt klassische Klientelpolitik, will dies aber als &bdquo;Entlastung&ldquo; f&uuml;r die &bdquo;Mitte&ldquo; verkaufen. [&hellip;]<br>\nNicht die Steuern an sich sind das Problem, sondern ihre Struktur. In den letzten Jahrzehnten wurden die Reichen entlastet &ndash; und die Geringverdiener belastet. Denn die &bdquo;direkten&ldquo; Steuern, die progressiv auf das Einkommen und Verm&ouml;gen erhoben werden, sanken. Gleichzeitig stiegen die &bdquo;indirekten&ldquo; Steuern, die auf den Verbrauch entfallen und von allen gezahlt werden. Vor allem die Mehrwertsteuer kletterte von einst 10 auf inzwischen 19 Prozent.<br>\nDas irritierende Ergebnis: Allein die Steuerreformen seit dem Jahr 2000 f&uuml;hrten dazu, dass das &auml;rmste Zehntel der Bev&ouml;lkerung jetzt 5,4 Prozentpunkte mehr Steuern auf sein Bruttoeinkommen zahlt &ndash; w&auml;hrend umgekehrt das reichste Tausendstel 4 Prozentpunkte sparen konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5417956\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und wie jedes Mal wird es auch diesmal wieder gelingen. Zum L&uuml;gen geh&ouml;ren zwei, und die &ldquo;Mitte&rdquo; schaut nicht hin und l&auml;&szlig;t sich wieder und wieder bel&uuml;gen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Konjunkturanalyse geht jeden an<\/strong><br>\n&Ouml;konomen verstehen noch immer recht wenig davon, warum sich Boom und Krise alle paar Jahre abwechseln. Beginnen wir doch damit, die Konjunkturimpulse richtig zu beschreiben.<br>\nKonjunkturzyklen treten erst seit rund 200 Jahren in den entwickelten kapitalistischen Marktwirtschaften auf. Einige Historiker datieren die Wirtschaftskrise von 1825 in England als die erste Rezession &uuml;berhaupt in der Geschichte, die ein gesamtes Land erfasst hat. Da war gerade einmal ein halbes Jahrhundert vergangen, seitdem Adam Smith &uuml;ber die unsichtbare Hand geschrieben hatte: Das Volkseinkommen eines Landes werde zwangsl&auml;ufig und unbewusst (d.h. ohne Eingriffe des damaligen feudalen Staates) so gross wie m&ouml;glich, wenn doch nur alle Gesch&auml;ftsleute allein ihre eigenen Gewinninteressen verfolgen.<br>\nRund f&uuml;nfzig Jahre sp&auml;ter begann aber in England das regelm&auml;ssige Auf und Ab, das wir als Konjunkturentwicklung kennen und das wir noch heute in fast allen modernen Volkswirtschaften beobachten k&ouml;nnen: Wie aus heiterem Himmel scheinen pl&ouml;tzlich, alle paar Jahre, die Gewinne zu schrumpfen, und die Unternehmen fahren schlagartig ihre Investitionen in neuen Kapitalstock zur&uuml;ck, also ihre Ausgaben f&uuml;r neue Maschinen, Anlagen oder f&uuml;r den Bau von Gesch&auml;ftsgeb&auml;uden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fuw.ch\/article\/konjunkturanalyse-geht-jeden-an\/\">Finanz und Wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Analyse: Steuerflucht &ndash; Die internationale und europ&auml;ische Dimension<\/strong><br>\nIn einem neuen Papier f&uuml;r die Friedrich-Ebert-Stiftung &ldquo;Steuerflucht &ndash; Die internationale und europ&auml;ische Dimension&rdquo; analysiert Markus Henn von WEED den aktuellen Stand der Reformen. Das Gesamtfazit lautet:<br>\nNoch ist es nicht gelungen, Schattenfinanzpl&auml;tzen und Niedrigsteuerl&auml;ndern ihr Gesch&auml;ft endg&uuml;ltig kaputt zu machen oder besser gesagt all die Techniken zu unterbinden, mit denen ein Staat anderen Staaten gro&szlig;e Steuerverluste zuf&uuml;gt. Auch wenn inzwischen vieles in Bewegung ist, braucht es noch einen langen Atem bei der Umsetzung und Nachbesserung der Ma&szlig;nahmen. Und selbst ein v&ouml;lliges Scheitern ist noch m&ouml;glich. Damit sich die Dinge dauerhaft &auml;ndern, muss ein Wandel der Mentalit&auml;t es selbstverst&auml;ndlich werden lassen, sich um die Steuergesetze anderer Staaten und um eine gerechte Besteuerung von Verm&ouml;gen und Unternehmen zu k&uuml;mmern.<br>\nBei der Bek&auml;mpfung der Steuerhinterziehung wurde mit der internationalen Einf&uuml;hrung des automatischen Informationsaustauschs der richtige gro&szlig;e Schritt getan. Das neue System ist aber unvollst&auml;ndig und insbesondere &auml;rmere L&auml;nder werden vielleicht nicht davon profitieren.<br>\nAuch die Transparenz von Firmen, Stiftungen, Trusts und anderen Rechtskonstrukten wurde und wird in  Zukunft durchaus verbessert, vor allem &uuml;ber die Gesetze zur Bek&auml;mpfung der Geldw&auml;sche. Doch einige alte Ans&auml;tze scheitern auch nach vielen Jahren, und die Bew&auml;hrungsprobe der neuen Ans&auml;tze steht noch aus. Bislang kommt es auch noch nicht zu der n&ouml;tigen &ouml;ffentlichen Transparenz &uuml;ber die wahre Eigent&uuml;merschaft an Firmen, Stiftungen und Trusts. Der Erfolg der neuen Regelungen h&auml;ngt bei alledem aber gerade an der Umsetzung, die angesichts unzureichenden Personals und fehlender Sachmittel in vielen Steuerverwaltungen nicht gesichert ist.<br>\nBei den Ma&szlig;nahmen gegen Steuervermeidung von Unternehmen im Rahmen des G20\/OECD-Prozesses zu Gewinnverk&uuml;rzung und Gewinnverlagerung (BEPS) sind viele richtige Ans&auml;tze letztlich verw&auml;ssert worden. Jede Steueroase hatte daf&uuml;r gesorgt, dass ihr Modell zur F&ouml;rderung der eigenen oder ausl&auml;ndischen Unternehmen m&ouml;glichst unber&uuml;hrt bleibt, seien es die Sondersteuerregeln in den Niederlanden und Gro&szlig;britannien oder die laxen Regeln f&uuml;r Auslandsgewinne von Briefkastenfirmen in den USA. Wichtige Fortschritte gab es dennoch, allen voran die Einf&uuml;hrung der l&auml;nderbezogenen Berichte f&uuml;r Gro&szlig;unternehmen, selbst wenn die fehlende Ver&ouml;ffentlichung deren Wirkung mindert. Auch die neuen Regeln zur besseren Definition von steuerbaren Betriebsst&auml;tten oder gegen  Missbrauch von Steuerabkommen sind zu begr&uuml;&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2017\/06\/analyse-steuerflucht-die-internationale.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mindestl&ouml;hne in der EU: aktuelle Niveaus und Entwicklungstrends<\/strong><br>\n22 von 28 EU-Staaten verf&uuml;gen &uuml;ber einen nationalen Mindestlohn. In &Ouml;sterreich verhandeln die Sozialpartner derzeit &uuml;ber eine Lohnuntergrenze von 1.500 Euro. Wo l&auml;ge ein solcher Mindestlohn im EU-Vergleich? Welche Trends lassen sich bei der Mindestlohnentwicklung beobachten?<br>\nInnerhalb der EU lassen sich grundlegend zwei verschiedene Mindestlohnregime unterscheiden. In 22 von 28 EU-Staaten besteht ein universelles Mindestlohnregime mit einer allgemeinen nationalen Lohnuntergrenze, die in der Regel per Gesetz festgelegt wird. Demgegen&uuml;ber verf&uuml;gen sechs EU-Staaten &uuml;ber ein sektorales Mindestlohnregime, das keine allgemeine Lohnuntergrenze kennt, sondern lediglich eine Vielzahl von sektoralen Mindestl&ouml;hnen, die im Wesentlichen durch Kollektivvertr&auml;ge festgelegt werden. Kennzeichnend f&uuml;r die L&auml;ndergruppe mit sektoralen Mindestlohnregimen, zu der neben den skandinavischen Staaten D&auml;nemark, Finnland und Schweden sowie Italien und Zypern auch &Ouml;sterreich geh&ouml;rt, ist zumeist eine besonders hohe Kollektivvertrags-Abdeckung. (&hellip;)<br>\nHinter den f&uuml;r die EU ermittelten Daten stehen sehr unterschiedliche nationale Entwicklungsdynamiken. Insbesondere in vielen osteurop&auml;ischen L&auml;ndern kam es auf der Grundlage eines relativ niedrigen Mindestlohnniveaus in den letzten Jahren zu recht kr&auml;ftigen Mindestlohnerh&ouml;hungen, die teilweise sogar zweistellige Zuwachsraten erreichten. Damit wurde der in der Krise ab 2008 zeitweilig unterbrochene Aufholprozess wieder in Gang gesetzt.<br>\nIn den westeurop&auml;ischen L&auml;ndern fielen demgegen&uuml;ber die Mindestlohnerh&ouml;hungen auch in den letzten Jahren eher bescheiden aus. In Griechenland gibt es gar keine Zuw&auml;chse. Das Land wurde im Jahr 2012 durch die Troika aus Europ&auml;ischer Kommission, Europ&auml;ischer Zentralbank und Internationalem W&auml;hrungsfonds sogar gezwungen, den Mindestlohn um 20 Prozent zu k&uuml;rzen. Seither hat die Troika der griechischen Regierung jede Mindestlohnerh&ouml;hung untersagt.<br>\nTrotz der wieder erstarkten Entwicklungsdynamik in den letzten Jahren liegt der Mindestlohn in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern nach wie vor auf einem relativ niedrigen Niveau, das oft nicht f&uuml;r ein existenzsicherndes Einkommen ausreicht. Vor diesem Hintergrund haben sich in j&uuml;ngster Zeit die Diskussionen &uuml;ber eine europ&auml;ische Mindestlohnpolitik wieder verst&auml;rkt, mit der sichergestellt werden soll, dass alle Besch&auml;ftigten in Europa einen angemessenen Living Wage (d.h. einen existenzsichernden Mindestlohn) erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/mindestloehne-in-der-eu-aktuelle-niveaus-und-entwicklungstrends\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der nach Gerhard Schr&ouml;der &ldquo;beste Niedriglohnsektor&rdquo;, der in Europa geschaffen wurde, betrifft mehr als jeden f&uuml;nften Arbeitnehmer in Deutschland<\/strong><br>\nIm Januar 2005 &ndash; Hartz IV hatte gerade das Licht der Welt erblickt &ndash; preist der damalige Noch-Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sein ganz besonderes Kind: &ldquo;Wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt.&rdquo;<br>\nNun war das im Jahr 2005. Mittlerweile sind wir in 2017 angekommen. Und da, nach Jahren des &ldquo;Jobwunders&rdquo; in Deutschland, wird man mit so einer Meldung konfrontiert: Knapp jeder Vierte arbeitet f&uuml;r Niedriglohn: &raquo;Der Anteil der Arbeitnehmer, die in Deutschland einen Niedriglohn beziehen, ist im europ&auml;ischen Vergleich hoch. So verdienen 22,5 Prozent der Besch&auml;ftigten unter der Niedriglohnschwelle von 10,50 Euro pro Stunde &hellip; Zum Vergleich: Im Euroraum insgesamt kommen nur 15,9 Prozent der Arbeitnehmer mit Niedriglohn nach Hause und haben aber mehr in der Tasche als deutsche Niedrigl&ouml;hner: Im Euroraum beginnt der Niedriglohn erst unterhalb von 14,10 Euro.&laquo; Als Niedriglohn gilt nach einer Definition der OECD ein Verdienst, der unterhalb von zwei Dritteln des mittleren Bruttostundenlohns (gemessen am Median, nicht am arithmetischen Mittel) liegt. In Frankreich arbeiten nur 8,8 Prozent der Besch&auml;ftigten f&uuml;r einen Niedriglohn, der dort mit nur zehn Euro etwas niedriger liegt als in Deutschland. An der Niedriglohnschwelle von 10,50 Euro pro Stunde wird auch erkennbar, dass eine Verg&uuml;tung nach dem gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 8,84 Euro pro Stunde nicht dazu f&uuml;hren kann, die betroffenen Arbeitnehmer aus dem Niedriglohnbereich herauszuholen &ndash; er ist ja auch &ldquo;nur&rdquo; eine Lohnuntergrenze.<br>\nWoher die Zahlen kommen? Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der Linken im Deutschen Bundestag: Der deutsche Mindestlohn gemessen an der Niedriglohnschwelle und im internationalen Vergleich, BT-Drs. 18\/12722 vom 13.06.2017.<br>\nDer durchschnittliche Brutto-Stundenverdienst in Deutschland lag im Jahr 2014 bei 17,78 Euro, die Niedriglohnschwelle liegt bei 10,50 Euro und der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland anfangs bei 8,50 Euro und mittlerweile bei 8,84 Euro. Die Bundesregierung bezieht sich in ihrer aktuellen Antwort auf Daten von Eurostat.  Zur Feststellung der Stundenverdienste wird EU-weit alle vier Jahre eine Verdienststrukturerhebung von den statistischen &Auml;mtern durchgef&uuml;hrt. Und die Bundesregierung zitiert in ihrer Antwort die Werte aus der Erhebung in 2014, es handelt sich also nicht um Werte aus 2016 oder gar 2017.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/06\/niedriglohnsektor-in-deutschland.html#more\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Verdi schl&auml;gt Alarm<\/strong><br>\n44 Prozent verdienten 2015 weniger als 2500 Euro brutto im Monat. Verdi-Chef Frank Bsirske fordert deshalb eine Umkehr der Renten- und Lohnpolitik.<br>\nViele sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte in Deutschland werden nur Rentenanspr&uuml;che auf Sozialhilfeniveau erwerben. Bleibt es bei der geplanten Absenkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent des durchschnittlich erzielten Nettoeinkommens, w&uuml;rden 30 Prozent der west- und 40 Prozent der ostdeutschen Besch&auml;ftigten nach 45 Beitragsjahren auf Renten von rund 800 Euro und weniger kommen &ndash; die Grundsicherung im Alter lag 2015 im Bundesdurchschnitt bei 771 Euro. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie im Auftrag der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Deshalb fordert Verdi-Chef Frank Bsirske eine Umkehr der Renten- und Lohnpolitik.<br>\nGrundlage der Berechnungen des Pestel-Instituts in Hannover sind die Bruttoarbeitseinkommen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigter von 2015. Danach verdienten 44 Prozent 2015 weniger als 2500 Euro brutto im Monat. Dabei stehen Besch&auml;ftigte in den ostdeutschen L&auml;ndern deutlich schlechter da. In Th&uuml;ringen etwa lag der Verdienst von 62,1 Prozent der Besch&auml;ftigten unter der 2500-Euro-Schwelle, im wohlhabenden Baden-W&uuml;rttemberg waren es nur 37,8. (&hellip;)<br>\nDer von der SPD j&uuml;ngst vorgestellte Plan, das Rentenniveau bis 2030 auf dem derzeitigen Stand von knapp 48 Prozent des Arbeitsnettoeinkommens zu stabilisieren, reiche nicht aus, sagte der Gewerkschaftschef. Das Niveau m&uuml;sse bis 2030 auf 50 Prozent steigen. &Ouml;sterreich mit einem Beitragssatz von derzeit 22,75 Prozent und durchschnittlich um 500 Euro h&ouml;heren Monatsrenten zeige, dass ausk&ouml;mmliche Altersbez&uuml;ge m&ouml;glich seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/rente-verdi-schlaegt-alarm-a-1297475\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Im Gegensatz zu Deutschland hat &Ouml;sterreich seine ganze Kraft in die gesetzliche Rente gesteckt. Dort wird also nicht u.a. die Versicherungsbranche gep&auml;ppelt &ndash; und die &ouml;sterreichische Arbeitnehmerschaft muss keine zus&auml;tzlichen Beitr&auml;ge vergleichbar der sog. Riester- und R&uuml;rup-Renten zahlen, um auch im Alter angeblich besser leben zu k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Steueraff&auml;re kostet Landesbank 20 Millionen Euro<\/strong><br>\nDie Luxemburger Tochterfirma der Bayern LB hat mit Briefkastenfirmen reichen Kunden in Panama geholfen, Verm&ouml;gen zu verstecken.<br>\nEs ist nach vielen Jahren Misswirtschaft die letzte Altlast bei der Bayerischen Landesbank, die jetzt bereinigt wird. Eine Altlast, die nicht so teuer kommt wie andere Aff&auml;ren, die aber politisch besonders unsch&ouml;n ist. Die ehemalige Tochter der Bayern LB in Luxemburg, die Banque LB Lux, muss wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung mehr als 20 Millionen Euro Bu&szlig;geld zahlen.<br>\nDaf&uuml;r aufkommen muss am Ende die Bayern LB. Deren Luxemburger Tochter hat im vergangenen Jahrzehnt zahlreichen verm&ouml;genden Kunden aus Deutschland Briefkastenfirmen in Panama vermittelt. Die reichen Kunden konnten dort Verm&ouml;gen vor dem Fiskus verstecken. Ausgerechnet eine Tochter der bayerischen Staatsbank hat also geholfen, den Staat um Steuereinnahmen zu bringen und zu betr&uuml;gen. Geschehen ist das vor allem in den Amtszeiten der Finanzminister und CSU-Politiker Kurt Faltlhauser und Erwin Huber, die zeitweise auch das Aufsichtsgremium der Bayern LB geleitet hatten, den Verwaltungsrat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayern-lb-steueraffaere-kostet-landesbank-millionen-euro-1.3549335\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>2016 bleibt ein Minus bei Sozialwohnungen<\/strong><br>\nTrotz Erh&ouml;hung der Bundesmittel f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau bleibt unterm Strich ein Saldo beim Sozialen Wohnungsbau. Grund ist unter anderem die Zweckentfremdung der Mittel, zum Beispiel durch die Fortf&uuml;hrung der Eigenheimf&ouml;rderung in vielen L&auml;ndern. Caren Lay fragte in einer schriftlichen Frage die Bundesregierung, wie die vom Bund zur Verf&uuml;gung gestellten Mittel zur Wohnraumf&ouml;rderung verwendet wurden.<br>\nDie zus&auml;tzlichen finanziellen Mittel spiegeln sich jedoch nicht konsequent im Anstieg beim Sozialen Wohnungsbau wieder. Zwar wurden 24.550 Sozialwohnungen neu gebaut. Da allerdings j&auml;hrlich immer noch davon auszugehen ist, dass 50.000 Sozialwohnungen wegfallen, weil die Belegungsbindung ausl&auml;uft, fallen j&auml;hrlich immer noch ca. 25.000 Sozialwohnungen weg.<br>\nW&uuml;rden alle zur Verf&uuml;gung gestellten Mittel f&uuml;r den Sozialen Wohnungsbau ausgegeben, k&ouml;nnte zumindest der nach wie vor dramatische R&uuml;ckgang der Sozialwohnungen gestoppt werden. Daf&uuml;r m&uuml;ssten die L&auml;nder aufh&ouml;ren, mit den Geldern die inzwischen abgeschaffte Eigenheimf&ouml;rderung fortzuf&uuml;hren, wie es vor allem Bayern, Baden-W&uuml;rttemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen tun. Insgesamt wurden 14.630 Eigentumswohnungen mit insgesamt 632 Millionen Euro gef&ouml;rdert. Fast alle L&auml;nder au&szlig;er Berlin, Bremen und das Saarland geben die Gelder auch f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau an Eigenheimbesitzer. Mit 6.998 Wohnungen wird die H&auml;lfte aller Wohnungen sogar ohne Einkommensgrenzen, also theoretisch auch f&uuml;r Gutverdiener, gef&ouml;rdert.<br>\nBedingung w&auml;re auch, die Gelder nicht komplett au&szlig;erhalb der Wohnraumf&ouml;rderung zu verwenden. Dies geschieht jedoch besonders stark in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Insgesamt wurden 58,31 Millionen Euro aus den Geldern, die f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau vorgesehen sind, anderweitig eingesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/2016-bleibt-ein-minus-bei-sozialwohnungen\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das scheint bereits aktuell ein massives Problem zu sein. Negativ d&uuml;rfte sich jetzt auch auswirken, dass viele Kommune ihre &ouml;ffentlichen Wohnungsbaugesellschaften inzwischen privatisiert haben. Die Re-Vergesellschaftung bzw. -Verstaatlichung w&auml;re dringend geboten, um den ohnehin geringen Einflu&szlig; auf die Mietpreise zu verbessern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Rechnungshof zerpfl&uuml;ckt von der Leyens Korvetten-Deal<\/strong><br>\nWie f&uuml;r ihre Vorg&auml;nger werden die R&uuml;stungsgesch&auml;fte auch f&uuml;r Ursula von der Leyen zum Problem: Nach SPIEGEL-Informationen r&uuml;gt der Rechnungshof einen ihrer Milliardendeals als viel zu teuer und schlecht verhandelt.<br>\nBei Ursula von der Leyen l&auml;uft es nicht rund. Seit Wochen steht sie wegen ihres Umgangs mit der Aff&auml;re um den rechten Oberleutnant Franco A. in der Kritik. Am kommenden Mittwoch wollen die Opposition, aber auch der Regierungspartner SPD die Verteidigungsministerin dazu vernehmen, ob sie die &Uuml;bergriffe von Sanit&auml;tsausbildern in Pfullendorf aufgebauscht und als Eigen-PR missbraucht hat.<br>\nUnd in der kommenden Woche droht der Ministerin weiteres Unheil.<br>\nDenn im Haushaltsausschuss will sie kurz vor der Sommerpause eine ganze Reihe von Beschaffungsvertr&auml;gen f&uuml;r die Bundeswehr durchboxen. Insgesamt geht es um die Summe von knapp 15 Milliarden Euro. Selbst erfahrene Haush&auml;lter sprechen jetzt schon von einem rekordverd&auml;chtigen Sammelsurium an sogenannten 25-Millionen-Vorlagen, f&uuml;r die von der Leyen das Okay will.<br>\nBei einem Projekt jedoch d&uuml;rften ihre Beamten noch einige Fragen beantworten m&uuml;ssen. So wirft der Bundesrechnungshof der Verteidigungsministerin vor, bei einem ihrer gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungsgesch&auml;fte schlecht verhandelt zu haben. Das geht aus einer vertraulichen Analyse &uuml;ber den geplanten Kauf von f&uuml;nf Korvetten des Typs K 130 hervor. Das Papier vom 14. Juni liegt dem SPIEGEL vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ursula-von-der-leyen-rechnungshof-kritisiert-verteidigungsministerin-a-1152539.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und diese mindestens inkompetente, nur auf PR und gutes Aussehen bedachte Ministerin hat mit die h&ouml;chsten Zustimmungswerte und angeblich ernsthafte Aussichten auf die Kanzlerschaft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die &bdquo;Bild-Zeitung&ldquo; pflegt ihr Feindbild<\/strong><br>\nWenn die &bdquo;Bild-Zeitung&ldquo; den russischen Pr&auml;sidentin Putin als Feindbild nicht h&auml;tte, m&uuml;sste sie ihn erfinden. So meldet das Boulevardblatt heute, &bdquo;Putin freut sich &uuml;ber Syrien-Krieg als Waffen-Test&ldquo;.<br>\nNat&uuml;rlich w&uuml;rde in den USA niemals irgendwer auf die zynische Idee kommen, Kriege als willkommene Erprobung der Waffenarsenale zu begreifen oder gar zu f&ouml;rdern. Oder etwa doch? &bdquo;Die Kriege und die Angst vor neuen Anschl&auml;gen sind der Motor unserer Wirtschaft&ldquo;, urteilt die US-amerikanische Nicht-Regierungsorganisation &bdquo;Center for Defense Information&ldquo;. Und die Marktforschungsfirma Teal Group schw&auml;rmte schon vor drei Jahren &uuml;ber den Syrien-Krieg: &bdquo;Aus der Sicht der Verteidigungsindustrie ist es der perfekte Krieg&ldquo;, weil der wachsende Bedarf an Bomben, Raketen, Ersatzteilen f&uuml;r Kampfflugzeuge und Entwicklung neuer R&uuml;stungsprojekte die Profite und Aktienkurse der US-R&uuml;stungskonzerne in die H&ouml;he treibt.<br>\nZu Recht kritisiert &bdquo;Bild&ldquo; die hohe Zahl der get&ouml;teten Zivilisten &ndash; allerdings in gewohnter Ein&auml;ugigkeit wieder einmal nur diejenigen, die durch das russische Milit&auml;r ihr Leben verloren haben. Dabei starben laut der Organisation Airwars allein in der ersten M&auml;rzwoche zwischen 250 und 370 Zivilisten durch Luftangriffe der US-gef&uuml;hrten Koalition, seit 2014 wurden mehr als 2.800 Zivilisten durch die USA und ihre Verb&uuml;ndeten get&ouml;tet.<br>\nDas erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit. Wer nur die Opfer der Russen beklagt, &uuml;ber die Opfer der USA und der &bdquo;westlichen Wertegemeinschaft&ldquo; aber schweigt, hat jede Glaubw&uuml;rdigkeit verspielt. Jeder Tote ist einer zu viel!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1449403248454471\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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