{"id":3882,"date":"2009-04-08T15:24:58","date_gmt":"2009-04-08T14:24:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3882"},"modified":"2014-01-28T15:33:26","modified_gmt":"2014-01-28T14:33:26","slug":"nato-gipfel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3882","title":{"rendered":"NATO-Gipfel"},"content":{"rendered":"<p>Am 3. und 4. April fand der NATO-Gipfel in Stra&szlig;burg, Kehl und Baden-Baden statt. Die Veranstaltung wurde begleitet von Demonstrationen, zu denen rund 600 Organisationen darunter Globalisierungskritiker, Friedens- und Menschenrechtsbewegungen aus insgesamt 33 L&auml;ndern aufgerufen hatten. In einer Zeit, in der offenkundig wird, dass die neoliberale Wirtschaftsordnung selbstzerst&ouml;rerisch ist und schon gar nicht ein Angebot f&uuml;r Frieden, Wohlstand und Sicherheit in der Welt ist, setzten sich die Demonstranten f&uuml;r eine gerechtere Weltwirtschaft, konkrete Ma&szlig;nahmen zum Klimaschutz und gegen Milit&auml;reins&auml;tze im Kampf um einen privilegierten Zugriff auf die Rohstoffe in aller Welt ein. Christine Wicht<br>\n<!--more--><br>\nDie Demonstrationen in Deutschland verliefen friedlich. Der w&uuml;rttembergische Innenminister Rech rechtfertigte den Einsatz von 16.000 deutschen Polizisten aus Bund und L&auml;ndern mit der abstrakten Gefahr islamistischer Anschl&auml;ge. In der badischen Grenzstadt Kehl versammelten sich 6000 friedliche Protestierende, die gemeinsam &uuml;ber die Europabr&uuml;cke zur Gro&szlig;kundgebung nach Stra&szlig;burg zogen. Dort eskalierte die Situation, da eine Gruppe gewaltt&auml;tiger Demonstranten Molotow-Cocktails und Flaschen warfen und Geb&auml;ude in Brand setzten.<\/p><p>Wie &uuml;blich waren die Gewaltt&auml;ter das Hauptthema der Medien und eben nicht die Kritik an der Ausrichtung der NATO f&uuml;r die der ganz &uuml;berwiegende Teil der meist jungen Leute demonstrierten.<br>\nDie Kernfrage, n&auml;mlich ob sich die NATO &uuml;berhaupt noch den in der Pr&auml;ambel vereinbarten Zielen &uuml;berhaupt verpflichtet f&uuml;hlt, wurde &ouml;ffentlich nicht thematisiert. In dieser Pr&auml;ambel hei&szlig;t es: <\/p><blockquote><p>Die Parteien des Vertrages bekr&auml;ftigen erneut ihren Glauben an die Ziele und Grunds&auml;tze der Satzung der Vereinten Nationen und ihren Wunsch, mit allen V&ouml;lkern und allen Regierungen in Frieden zu leben. Sie sind entschlossen, die Freiheit, das gemeinsame Erbe und die Zivilisation ihrer V&ouml;lker, die auf den Grunds&auml;tzen der Demokratie, der Freiheit der Person und der Herrschaft des Rechtes beruhen, zu gew&auml;hrleisten.<\/p>\n<p>Sie sind bestrebt, die innere Festigkeit und das Wohlergehen im nordatlantischen Gebiet zu f&ouml;rdern. Sie sind entschlossen, ihre Bem&uuml;hungen f&uuml;r die gemeinsame Verteidigung und f&uuml;r die Erhaltung des Friedens und der Sicherheit zu vereinigen. Sie vereinbaren daher diesen Nordatlantikvertrag.<\/p><\/blockquote><p>Das Komitee f&uuml;r Grundrechte und Demokratie gab bereits im Vorfeld bekannt, dass jegliche Demonstration im inneren Stadtbezirk von Stra&szlig;burg verboten ist. Des Weiteren wurde eine sog. &bdquo;Rote Zone&ldquo;, eine Passier-Ausweis-Kontrolle und ein neues Video-&Uuml;berwachungssystem eingerichtet und das Schengener-Abkommen vor&uuml;bergehend au&szlig;er Kraft gesetzt (siehe auch <a href=\"?p=3039\">&ldquo;Die Umgehung des Grundgesetzes &uuml;ber die europ&auml;ische &Uuml;berwachungs-Union&rdquo;<\/a>). Offensichtlich sollten grenz&uuml;berschreitende Demonstrationen eingeschr&auml;nkt oder unterbunden werden. Das Komitee f&uuml;r Grundrechte und Demokratie hat ihm Rahmen seiner Aktivit&auml;ten und Kooperationen mit der Friedensbewegung dazu aufgerufen, an den Demonstrationen rund um den NATO-Gipfel teilzunehmen und wies schon im Vorfeld darauf hin, dass die Einschr&auml;nkungen des Versammlungsrechts und damit des kollektiven Rechts auf freie Meinungs&auml;u&szlig;erung w&auml;hrend des NATO-Gipfels nicht mit den verfassungsrechtlich verb&uuml;rgten B&uuml;rgerrechten vereinbar seien. <\/p><p>Anl&auml;sslich der NATO-Tagung verh&auml;ngte die Polizei- und Milit&auml;rverwaltung &uuml;ber eine ganze Region zwischen Baden-Baden und Stra&szlig;burg einen Ausnahme- und Belagerungszustand. Die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger wurden ausgeschlossen. Das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit, also das Recht auf Demonstrationen, ist das demokratische Urrecht der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger schlechthin, allemal in repr&auml;sentativ demokratisch verfassten Systemen, die ansonsten wenig Raum f&uuml;r unmittelbare &Auml;u&szlig;erungen des Souver&auml;ns bereithalten.<br>\nMit der feierlich proklamierten Charta der NATO, also mit &bdquo;Freiheit&ldquo;, &bdquo;den Grunds&auml;tzen der Demokratie&ldquo; und der &bdquo;Herrschaft des Rechts&ldquo;, hatte dieser Ausnahmezustand nichts mehr gemein. Deshalb forderte das Komitee alle Politikerinnen und Politiker auf, keinerlei Einschr&auml;nkungen von Grundfreiheiten anl&auml;sslich des NATO-Gipfeltreffens zu akzeptieren. Die kriegsstrategischen Planungen der NATO m&uuml;ssten sich der Kritik und dem &ouml;ffentlichen Protest stellen. Eine Demokratie unter polizeilich-milit&auml;rischem NATO-Ausnahmezustand w&uuml;rden B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht hinnehmen (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.grundrechtekomitee.de\/ub_showarticle.php?articleID=309\">www.grundrechtekomitee.de<\/a>). <\/p><p>Angesichts der schweren Krawalle w&auml;hrend des Nato-Gipfels bleiben f&uuml;r die Bundestagskandidatin Annette Groth, die an den Protesten in Stra&szlig;burg und Kehl teilnahm, viele Fragen offen:<br>\nSo ist es inzwischen bekannt, dass sich unter die friedlichen Demonstranten in Frankreich &bdquo;Schl&auml;gertrupps&ldquo; &ndash; wie ein franz&ouml;sischer Friedensaktivist sie bezeichnete &ndash; gemischt hatten. Warum hat die franz&ouml;sische Polizei zugelassen, dass sich der sog. &bdquo;Schwarze Block&ldquo;, unter denen sich nach ihrer Einsch&auml;tzung etliche &bdquo;Hooligans&ldquo; befanden, an die Spitze des franz&ouml;sischen Demonstrationszuges setzen konnte? Warum konnten die Geb&auml;ude stundenlang lichterloh brennen, ohne dass Wasserwerfer und Feuerwehr eingriffen? Stimmt es, dass die Feuerwehr &ndash; aus welchen Gr&uuml;nden auch immer &ndash; nicht eingreifen durfte? Oder warum konnte die Feuerwehr nicht fr&uuml;hzeitig eingreifen? Siehe dazu auch <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30085\/1.html\">&bdquo;Anderthalb Stunden f&uuml;r vermummte Brandstifter&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Auch Groth kritisiert die Berichterstattung der Medien, die sich vor allem auf die Krawalle konzentrierten, w&auml;hrend die Gr&uuml;nde f&uuml;r den friedlichen Protest tausender Menschen unterbelichtet blieben. F&uuml;r ihre Partei, DIE LINKE, stelle die NATO, seit dem Ende der Ost-West-Konfrontation, die gr&ouml;&szlig;te Sicherheitsbedrohung f&uuml;r die Welt dar. Des Weiteren stehe die NATO f&uuml;r die nukleare Erstschlagsoption, den atomaren und konventionellen R&uuml;stungswettlauf, f&uuml;r Stellvertreterkriege und f&uuml;r eine unglaubliche Verschwendung von Rohstoff- und Finanzressourcen. Die 50 Millionen Euro, die der deutsche Steuerzahler f&uuml;r den Gipfel aufbringen muss, h&auml;tten sinnvoller f&uuml;r viele andere unterfinanzierte Programme in Deutschland ausgegeben werden sollen. &bdquo;Wir k&ouml;nnen uns solche luxuri&ouml;sen Gipfel&ldquo;, so Annette Groth, &bdquo;auch aus &ouml;kologischen Gr&uuml;nden, nicht mehr leisten&ldquo;.<\/p><p>Auch das globalisierungskritische Netzwerk Attac kritisierte die Sicherheitsvorkehrungen und das angebliche Bestreben der deutschen und franz&ouml;sischen Beh&ouml;rden aufs sch&auml;rfste, da das Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit massiv behindert worden sei. Im aktuellen <a href=\"http:\/\/sandimgetriebe.attac.at\/6660.html\">Newsletter der L&auml;nder &Ouml;sterreich, Schweiz und Deutschland<\/a> schreibt die  globalisierungskritische Organisation, dass mit der Durchf&uuml;hrung des Gipfels in Europa zum einen die Absicht des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Sarkozy honoriert werden solle, die franz&ouml;sische Armee wieder in die milit&auml;rischen Strukturen der NATO einzubringen. Zum anderen sei Stra&szlig;burg Sitz des Europ&auml;ischen Parlaments. Mit dem Gipfelereignis solle die Transformation einer zivilen Europ&auml;ischen Union in ein Milit&auml;rb&uuml;ndnis gew&uuml;rdigt werden, das fest an der Seite der USA und der NATO stehe. Mit dem Vertrag von Lissabon habe sich die Europ&auml;ische Union inzwischen eine kontinuierliche Aufr&uuml;stungsverpflichtung auferlegt (siehe auch <a href=\"?p=2570\">&ldquo;Die Europ&auml;ische Union, von einer Wirtschaftsgemeinschaft zu einer Milit&auml;runion&rdquo;<\/a>). Zudem gebe es Frankreich wenig Zustimmung zu Sarkozys demonstrativem milit&auml;rischen Schulterschluss mit den USA und der NATO. Auch in Deutschland &ndash; so Attac &ndash; wachse die Skepsis gegen&uuml;ber milit&auml;rischer Aufr&uuml;stung. Die NATO sei nach der Aufl&ouml;sung des Warschauer Paktes und dem Ende der europ&auml;ischen Bipolarit&auml;t zu einem historischen Anachronismus geworden. Zur Verteidigung werde sie nicht mehr gebraucht, weil ihr der Gegner abhanden gekommen sei. Was ihr noch bleibe und was sie vorantreibe, sei ihre territoriale Ausdehnung bis an die Grenzen Russlands und in den pazifischen Raum sowie die Ausweitung ihrer milit&auml;rischen &ldquo;Zust&auml;ndigkeit&rdquo; weit &uuml;ber die urspr&uuml;nglichen, im NATO-Vertrag definierten Grenzen hinaus. <\/p><p>Die NATO wandele sich z&uuml;gig weiter in ein weltweites Interventionsb&uuml;ndnis, wof&uuml;r beim j&uuml;ngsten Gipfel in Bukarest weitere Weichenstellungen vorgenommen worden seien. Der sog. &ldquo;Raketenschirm&rdquo; der USA aus einer Radaranlage in Tschechien und zehn Abfangraketen in Polen wurde in Bukarest unter Dach und Fach gebracht. Diese angeblich gegen eine Bedrohung aus dem Iran gerichtete R&uuml;stungsma&szlig;nahme br&uuml;skiere Russland. Dies umso mehr, als Kroatien und Albanien in die NATO aufgenommen und der Beitritt der Ukraine und Georgiens lediglich zeitlich verz&ouml;gert worden sei. Die Beteuerungen des Westens, mit Russland auf der Basis gleichberechtigter und partnerschaftlicher Beziehungen koexistieren zu wollen, seien deshalb unglaubw&uuml;rdig. Denn durch die Erweiterung werde der NATO-Ring um Russlands Westen immer enger. Eine neue Aufr&uuml;stungsrunde drohe. Die Milit&auml;rausgaben h&auml;tten weltweit eine neue Rekordh&ouml;he erreicht. <\/p><p>Schon heute t&auml;tigen die NATO-Staaten rund 70 Prozent der weltweiten Milit&auml;rausgaben (siehe auch die <a href=\"http:\/\/yearbook2006.sipri.org\/\">Jahrb&uuml;cher des Stockholmer International Peace Research Institute, SIPRI<\/a>). Mit nur einem geringen Teil der hier verschwendeten Gelder lie&szlig;en sich wesentlicher Beitr&auml;ge zur Errichtung einer friedlicheren und gerechteren Welt leisten. Die NATO sei also nicht nur gef&auml;hrlich und &uuml;berfl&uuml;ssig sondern auch teuer. Die Afghanistan-Strategie der Nato bliebe obendrein weiter auf den &bdquo;milit&auml;rischen Sieg&ldquo; ausgerichtet, was die Fortsetzung des bisherigen milit&auml;rischen Einsatzes mit einer nach wie vor unbedeutenden zivilen Komponente bedeute. Dieser Kriegslogik entspreche auch die im Abschlussdokument von Bukarest angesprochene Verbesserung der milit&auml;rischen F&auml;higkeiten der Nato. Es geht um die z&uuml;gige Realisierung einer strategischen &Uuml;berlegenheit des Westens gegen&uuml;ber den potenziellen globalen Kontrahenten Russland und China.  Das im Vorfeld bekannt gewordene Strategiepapier &bdquo;Towards a Grand Strategy for an Uncertain World&ldquo; propagiere die Bereitschaft zum atomaren Erstschlag und zu milit&auml;rischen Interventionen. Die Autoren aus h&ouml;chsten NATO-Kreisen betrachten ihr Papier als inhaltliches Angebot f&uuml;r ein neues Strategisches Konzept der NATO f&uuml;r den Gipfel 2009. Sie forderten in an Zynismus kaum zu &uuml;bertreffender Weise eine &bdquo;Eskalationsdominanz&ldquo; zur Sicherung der &bdquo;westlichen Kultur&ldquo; und &bdquo;Lebensweise&ldquo;. <\/p><p>Laut Jahresbericht 2007\/2008 des Internationalen Konversionszentrums (BICC in Bonn) wachse die Gefahr eines Atomkrieges. W&ouml;rtlich hei&szlig;t es dort, dass &bdquo;die Vertragsparteien, die &uuml;ber Kernwaffen verf&uuml;gen und die eigentlich einen Zeitplan f&uuml;r den schrittweisen Abbau ihrer Arsenale vorlegen sollten, de facto genau das Gegenteil tun &ndash; n&auml;mlich Zeitpl&auml;ne f&uuml;r die Modernisierung ihrer Waffensysteme aufstellen&ldquo;. <\/p><p>Attac kritisiert den das V&ouml;lkerrecht brechende NATO-Krieg gegen Jugoslawien im Jahr 1999 als eine Z&auml;sur der internationalen Politik nach dem Ende der Blockkonfrontation. Der NATO-Einsatz belege den Beginn einer Epoche des offenen Einsatzes milit&auml;rischer Gewalt zur Verwirklichung wirtschaftlicher und machtpolitischer Ziele, um die es auch in den Kriegen gegen Afghanistan und Irak gehe. Der &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo; sei  inzwischen selbst zum Terror geworden.<br>\nDie &ldquo;Transformation der NATO&rdquo; werfe eine Reihe politischer und v&ouml;lkerrechtlicher Fragen auf. Ihre &bdquo;Sicherheitsstrategie&rdquo; reklamiere das Recht auf &ldquo;pr&auml;ventive&rdquo; Angriffskriege gegen jeden Staat der Welt, der im dringenden Verdacht stehe, den internationalen Terrorismus zu unterst&uuml;tzen oder Massenvernichtungswaffen herzustellen bzw. weiterzugeben. Diese Strategie drohe die Welt in einen chaotischen Zustand politischer Willk&uuml;r und Instabilit&auml;t zu st&uuml;rzen. V&ouml;lkerrechtlich bedeute diese Strategie einen R&uuml;ckfall in die Zeit vor dem V&ouml;lkerbund (1920), vor dem Kellogg-Pakt (1928, &Auml;chtung des Krieges) und vor der Charta der Vereinten Nationen (1945), in der den Staaten ein striktes Gewaltverbot auferlegt wurde. Ein ganzes Jahrhundert der Entwicklung eines modernen zivilisierten V&ouml;lkerrechts drohe zur&uuml;ckgedreht zu werden. <\/p><p>Die Friedensbewegung setze sich dagegen daf&uuml;r ein, mit der Logik der milit&auml;rischen Abschreckung, Bedrohung und Kriegsf&uuml;hrung zu brechen und fordere eine UNO, die ihren friedenspolitischen Zielen gerecht werde, eine zivile Europ&auml;ische Union und anstelle der NATO ein internationales Sicherheitssystem. Dar&uuml;ber hinaus fordert die Friedensbewegung vorbeugende Konfliktvermeidung, um Aufr&uuml;stung und Kriege, unw&uuml;rdige Lebensbedingungen, soziale Ungerechtigkeiten und Missachtung der Menschenrechte zu &uuml;berwinden. Die Friedensbewegung dringt auf die Einhaltung des V&ouml;lkerrechts, wie es in der Charta der Vereinten Nationen verankert ist und vertritt den Standpunkt, dass die NATO einen historischen Anachronismus darstelle, und deshalb m&uuml;sse die NATO aufgel&ouml;st werden. <\/p><p>Die extremen Sicherheitsvorkehrungen erinnern zunehmend an Vorgehensweisen totalit&auml;rer Staaten, wo ganze St&auml;dte abgesperrt und das Volk ausgesperrt wurden und einige von Regierungsvertretern auserlesene bestellte Claqueure die Kulisse bildeten. <\/p><p>Noch nie in der Geschichte haben sich derartige B&uuml;ndnisse wie die NATO von selbst aufgel&ouml;st. F&uuml;r die politischen Selbstdarsteller mit ihrer milit&auml;rischen Logik und die hinter ihnen stehenden Interessen der R&uuml;stungsindustrie und der rohstoffabh&auml;ngigen Wirtschaft ist das Forum NATO zu verlockend um es freiwillig aufzugeben. Deshalb steht zu bef&uuml;rchten, dass die NATO ihre &bdquo;Hammer sucht Nagel-Politik&ldquo; (so <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/11\/nato-jubilaeum\">Theo Sommer in der ZEIT<\/a>) weiter fortsetzen wird. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 3. und 4. April fand der NATO-Gipfel in Stra&szlig;burg, Kehl und Baden-Baden statt. Die Veranstaltung wurde begleitet von Demonstrationen, zu denen rund 600 Organisationen darunter Globalisierungskritiker, Friedens- und Menschenrechtsbewegungen aus insgesamt 33 L&auml;ndern aufgerufen hatten. In einer Zeit, in der offenkundig wird, dass die neoliberale Wirtschaftsordnung selbstzerst&ouml;rerisch ist und schon gar nicht ein Angebot<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3882\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,172,11],"tags":[238,282,462,466,1554,421],"class_list":["post-3882","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-aufruestung","category-strategien-der-meinungsmache","tag-attac","tag-buergerproteste","tag-jugoslawien","tag-nato","tag-orwell-2-0","tag-polizei"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3882","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3882"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3882\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20420,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3882\/revisions\/20420"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3882"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3882"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3882"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}