{"id":38884,"date":"2017-06-23T15:57:51","date_gmt":"2017-06-23T13:57:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884"},"modified":"2017-06-23T15:57:51","modified_gmt":"2017-06-23T13:57:51","slug":"hinweise-des-tages-ii-300","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h01\">Namentliche Abstimmung zur Abschaffung der sachgrundlosen Befristung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h02\">Das wichtigste Vorhaben der Legislatur darf endlich diskutiert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h03\">Cum-Ex-Skandal: Fragw&uuml;rdige Zusammenarbeit von Politik und Bankenlobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h04\">Deutschland schmarotzt die Nachfrage der Anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h05\">Macron makes EUrope (look) great again<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h06\">Andrea Nahles&rsquo; neue Betriebsrente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h07\">Auf Kosten des Personals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h08\">DGB-Steuereckpunkte: Stadt und Land werden fit gemacht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h09\">Rekommunalisierung &ouml;ffentlicher Dienstleistungen &ndash; was heisst das f&uuml;r die Besch&auml;ftigten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h10\">Deutsch-russischer Aufschwung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h11\">Wie die Gro&szlig;e Koalition ihre Gesetze durchsetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h12\">Bundesanwaltschaft, BKA und LKA sabotieren NSU-Ausschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h13\">Absurdistan Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h14\">Machtkampf im Nahen Osten: Katar soll sich gef&uuml;gig zeigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h15\">Steht auf gegen die McDonaldisierung der Hochschule!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h16\">Republikanerin gewinnt Nachwahl in Georgia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h17\">Regierungssprecher Seibert blamiert sich bei Pressekonferenz: &bdquo;Auch RT kann besser recherchieren&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h18\">Zu guter Letzt: &ldquo;Wir gewinnen doch eh&rdquo;: CDU verzichtet auf Bundestagswahlkampf<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Namentliche Abstimmung zur Abschaffung der sachgrundlosen Befristung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/parlament\/plenum\/abstimmung\/abstimmung?id=483\">Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung ist f&uuml;r den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz so wichtig, dass sie auf dem Parteitag am Sonntag vermutlich mit viel Applaus nach k&auml;mpferischer Rede als zentrale Forderung in das Wahlprogramm aufgenommen wird. Doch was Schulz ank&uuml;ndigt, sp&auml;ter tun zu wollen, lehnt die SPD-Bundestagsfraktion in namentlicher Abstimmung heute mal wieder ab, obwohl die Forderung schon im SPD-Wahlprogramm 2013 stand. Und als ob das nicht schon peinlich genug w&auml;re, setzt Fraktionschef Thomas Oppermann mit <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundestagswahlkampf-thomas-oppermann-warnt-vor-schwarz-gelb-a-1153668.html\">seiner Warnung<\/a> vor einem &bdquo;Albtraum Schwarz-Gelb&ldquo; gleich noch eine weitere Pointe oben drauf. Dabei ist es doch die SPD, die in ihren Tr&auml;umen B&uuml;ndnisse mit der Union als auch mit der FDP favorisiert. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Sachgrundlose Befristungen jetzt abschaffen!<\/strong><br>\n&Uuml;ber drei Millionen Menschen in der Bundesrepublik haben nur einen befristeten Arbeitsvertrag. Betroffen sind vor allem junge Menschen. Sie hangeln sich h&auml;ufig von einem befristeten Job zum anderen. Sie leben in st&auml;ndiger Planungsunsicherheit. Ihnen bleibt trotz Vollzeitarbeit kaum ein Lohn, mit dem man vern&uuml;nftig leben kann. Wir haben einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem sachgrundlose Befristungen abgeschafft werden sollen. Eine Forderung, die sich auch im aktuellen Wahlprogramm-Entwurf der SPD findet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=FMOGfrIdBNE\">Klaus Ernst via Youtube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das wichtigste Vorhaben der Legislatur darf endlich diskutiert werden<\/strong><br>\nBei dem SPD-Parteitag in Dortmund wird es f&uuml;r die SPD-Parteitagsdelegierten zum ersten Mal die M&ouml;glichkeit geben, &uuml;ber die bereits beschlossene Grundgesetz&auml;nderung zur Autobahnprivatisierung innerhalb der SPD zu sprechen. Eine erste Gelegenheit, Fragen und Kritik an dem &ldquo;gr&ouml;&szlig;ten Vorhaben der Legislaturperiode&rdquo; zu &auml;u&szlig;ern und das Thema zu diskutieren. Dazu Carl Wa&szlig;muth von Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand (GiB): \n<blockquote><p>\n&bdquo;Die Debatte h&auml;tte im Vorfeld stattfinden m&uuml;ssen und nicht erst nach den Abstimmungen am 1. und 2. Juni. Das ist v&ouml;llig undemokratisch. Aber auch im Nachhinein versp&uuml;rt man offenbar Rechtfertigungsdruck: Die SPD-Spitze pr&auml;sentiert sich als Privatisierungsverhinderer. Das ist Geschichtsklitterung. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Delegierten das nicht bieten lassen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>GiB hat sich intensiv mit den Gesetzen, aber auch mit den Begr&uuml;ndungen f&uuml;r das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten, auch der SPD-Abgeordneten, befasst. Vor diesem Hintergrund schl&auml;gt GiB den Delegierten sowie Journalisten die folgenden Fragen vor: <\/p>\n<ol>\n<li>Ist die Gr&uuml;ndung einer Infrastrukturgesellschaft Verkehr im Privatrecht keine Privatisierung?<\/li>\n<li>Verhindert der Ausschluss von Netz-&Ouml;PPs die Privatisierung der Autobahnen?<\/li>\n<li>Sind Genussscheine, stille Beteiligungen und &Ouml;PP-Kredite auf der Projektebene keine Formen von privaten Krediten?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/das-wichtigste-vorhaben-der-legislatur-darf-endlich-diskutiert-werden\/\">Geimeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Cum-Ex-Skandal: Fragw&uuml;rdige Zusammenarbeit von Politik und Bankenlobby<\/strong><br>\nDer vorl&auml;ufige Abschlussbericht des Cum-Ex-Untersuchungsausschusses im Bundestag kommt zu dem Schluss, der Ausschuss sei &ldquo;nicht erforderlich&rdquo; gewesen und sieht keinen weiteren Handlungsbedarf. Das Netzwerk Steuergerechtigkeit bedauert diese unkritische Einsch&auml;tzung der Regierungsparteien.<br>\nDie Sondervoten der Opposition zum vorl&auml;ufigen Abschlussbericht legen nahe, dass das Bundesministerium f&uuml;r Finanzen insgesamt zu langsam und mehrfach in nicht ausreichendem Ma&szlig;e vorgegangen ist, um die betr&uuml;gerischen Aktivit&auml;ten von Banken, Investoren und Beratern zu unterbinden. Obwohl Hinweise auf Regulierungsl&uuml;cken vorlagen, wurde in Bezug auf die Cum-Ex-Gesch&auml;fte drei Jahre nicht gehandelt, in Bezug auf Cum-Cum-Gesch&auml;fte von ausl&auml;ndischen Konzernen lie&szlig; die gro&szlig;e Koalition sogar sieben Jahre verstreichen. Die Einnahmeverluste werden auf &uuml;ber 31 Milliarden Euro beziffert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/index.php?id=394&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=9218\">attac<\/a>\n<p><strong>dazu: Abhaken, weitermachen<\/strong><br>\nDas Finanzministerium reagierte hilflos und blau&auml;ugig auf den gr&ouml;&szlig;ten deutschen Steuerraub. Doch statt Konsequenzen zu ziehen, duckt sich die Koalition weg.<br>\nHaken dran und abgelegt &ndash; es geht ja blo&szlig; um 31,8 Milliarden Euro. Man mag es nicht glauben, aber genauso gehen die Bundesregierung und die Koalitionsfraktionen im Bundestag mit dem gr&ouml;&szlig;ten Steuerraub in der Geschichte der Bundesrepublik um. Da haben Banken, B&ouml;rsenmakler und Anw&auml;lte den Staat &uuml;ber ein Vierteljahrhundert hinweg um unfassbare Summen an Steuergeldern gebracht. Doch in der Regierung, in deren Reihen jene sitzen, die den Skandal schon fr&uuml;her h&auml;tten unterbinden k&ouml;nnen, sieht man keinen Anlass, Konsequenzen zu ziehen. [&hellip;]<br>\nSo bleibt letztlich unbeantwortet, warum Politik und Beh&ouml;rden dem Treiben der Steuerbetr&uuml;ger &uuml;ber 25 Jahre lang keinen Einhalt gebieten konnten. Und ob man sicher sein kann, dass so etwas nicht wieder passiert. Die Sache ist n&auml;mlich die: Man kann sich nicht sicher sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-06\/cum-ex-skandal-abschlussbericht-untersuchungsausschuss\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Ministerium auf Autopilot<\/strong><br>\nWarum agierte das Finanzministerium im Cum-Ex-Skandal so hilflos? Weil man eher mit Lobbyisten spricht als mit Kollegen, sagt die Politikwissenschaftlerin Thurid Hustedt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-06\/cum-ex-skandal-finanzministerium-lobbyismus\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutschland schmarotzt die Nachfrage der Anderen<\/strong><br>\nDer Europaabgeordnete Fabio de Masi im Gespr&auml;ch &uuml;ber die Sparpolitik, &bdquo;Mafianomics&ldquo; und Wirtschaftsnationalismus in Europaflagge.<br>\nSeit 2014 sitzt Fabio De Masi f&uuml;r Die Linke im Europ&auml;ischen Parlament und ist dort Mitglied im Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft und W&auml;hrung (ECON). Den Kampf gegen die K&uuml;rzungspolitik bezeichnet er als &bdquo;Markenkern&ldquo; seiner politischen Arbeit. Schon bald k&ouml;nnte das Gesicht des geb&uuml;rtigen Hessen mit italienischen Wurzeln in Deutschland bekannter werden. De Masi wurde zum Hamburger Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl 2017 nominiert. Nico Beckert sprach mit ihm in Br&uuml;ssel.<br>\nHerr De Masi, im deutschen Sprachgebrauch gibt es zahlreiche Sprichw&ouml;rter zur Sparsamkeit: &bdquo;Spare in der Zeit, so hast du in der Not.&ldquo; Am Berliner Rathaus soll es gar den Spruch geben &bdquo;Auf Sparen folgt Haben.&ldquo; Wie ist Ihre Position zur Sparpolitik?<br>\nDie sogenannte Sparpolitik ist verheerend. In Wahrheit wird gek&uuml;rzt, nicht gespart. Denn durch die schwache Wachstumsdynamik steigen die &ouml;ffentliche Schulden statt zu sinken. Was man da macht ist folgendes: Man geht zur einer verschuldeten Person und zwingt ihr noch eine Kreditkarte auf &ndash; ein sogenanntes Rettungspaket. Gleichzeitig sagt man, du musst dein Restaurant , deine St&uuml;hle und deinen Tisch verkaufen, darfst niemanden mehr bedienen an den Tischen, um ein Einkommen zu erzielen.<br>\nMan hat versucht, diese L&auml;nder (Anm. d. R.: die s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder) mit der Sparpolitik zu filetieren. Griechenland musste seine Regionalflugh&auml;fen mit nur einem Bieter an die Fraport verkaufen. Das hat nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun, das ist ganz normale r&auml;uberische Erpressung. Es ist eher eine Art Mafianomics &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/06\/deutschland-schmarotzt-die-nachfrage-der-anderen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Macron makes EUrope (look) great again<\/strong><br>\nEt voil&agrave;, der Macron-Hype zeigt Wirkung. Nachdem der neue franz&ouml;sische Staatschef von den Medien hochgejubelt wurde, erobert er nun auch den EU-Gipfel im Sturm. Vor allem Kanzlerin Merkel kommt das gelegen. Der franz&ouml;sische Pressesaal war &uuml;berf&uuml;llt, jeder wollte den neuen Gipfel-Star sehen. Doch was Macron bei seiner ersten Pressekonferenz in Br&uuml;ssel sagte, war alles andere als &uuml;berraschend.<br>\n&ldquo;Hand in Hand mit Deutschland&rdquo; wolle er arbeiten, sagte der liberale Franzose. Die EU m&uuml;sse ihre B&uuml;rger besser sch&uuml;tzen und strengere Regeln f&uuml;r entsandte Arbeitnehmer aus Osteuropa einf&uuml;hren. Genauso h&auml;tte es auch Macrons Ziehvater Hollande sagen k&ouml;nnen. Doch der w&auml;re daf&uuml;r nicht als &ldquo;Gipfelst&uuml;rmer&rdquo; (SPON) gefeiert worden, sondern als lahme protektionistische Ente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/macron-makes-europe-look-great-again\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Andrea Nahles&rsquo; neue Betriebsrente<\/strong><br>\nMit der Reform der Betriebsrenten will sich die SPD einmal mehr als die Partei der sozialen Gerechtigkeit in Szene setzen. Am 01. Juni hat der Bundestag das Gesetz gebilligt, das Andrea Nahles ma&szlig;geblich entwickelt hat. Das Versprechen: Vor allem Geringverdiener sollen trotz sinkender gesetzlicher Renten eine sichere Altersversorgung haben. Doch wer genauer hinsieht, stellt fest: Daf&uuml;r gibt es keine Garantie. Das Ministerium selbst hat das Konzept offenbar nicht durchgerechnet. Sicher ist nur, wer in die unsichere Betriebsrente einzahlt, bekommt am Ende weniger gesetzliche Rente.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste-vom-22-06-2017\/andrea-nahles-neue-betriebsrente.html\">Kontraste<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Auf Kosten des Personals<\/strong><br>\nKrankenh&auml;user sind unterfinanziert. Proteste bei Gesundheitsministerkonferenz<br>\nIm Rahmen der in Bremen stattfindenden Gesundheitsministerkonferenz hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Ministern am Mittwoch eine Liste mit 200.000 Unterschriften &uuml;bergeben, um auf die angespannte Personalsituation in Krankenh&auml;usern und station&auml;ren Altenpflegeeinrichtungen hinzuweisen. &raquo;Wir machen Rabatz, weil die Besch&auml;ftigten im Gesundheitswesen unter der Personalnot leiden und viele dar&uuml;ber krank werden&laquo;, erkl&auml;rte Sylvia B&uuml;hler, Mitglied des Bundesvorstandes von Verdi. Bundesweit fehlen nach Berechnungen der Gewerkschaft in den Krankenh&auml;usern 162.000 Vollzeitkr&auml;fte, davon allein in der Pflege 70.000. Zudem habe sich der Personalmangel in der Altenpflege seit Jahresbeginn versch&auml;rft, &raquo;weil durch die Einf&uuml;hrung des neuen Pflegebed&uuml;rftigkeitsbegriffs mehr Menschen Anspruch auf Pflegeleistungen haben&laquo;, hei&szlig;t es in einer Erkl&auml;rung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/312945.auf-kosten-des-personals.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>DGB-Steuereckpunkte: Stadt und Land werden fit gemacht!<\/strong><br>\nWir brauchen mehr &ouml;ffentliche Investitionen f&uuml;r alle und Steuerentlastungen f&uuml;r die arbeitende Mehrheit. Dass sich das auch finanzieren l&auml;sst, zeigt der DGB mit seinem Steuereckpunkten zur Bundestagswahl. L&auml;nder, Kommunen und die Mehrheit der Lohnsteuerzahler w&uuml;rden zu den Gewinnern z&auml;hlen.<br>\nNirgends tritt die Schieflage zwischen Sonntagsreden von Politikerinnen und Politikern und ihrem tats&auml;chlichen (Nicht-) Handeln so deutlich hervor, wie in der Bildungspolitik. Das liegt daran, dass f&uuml;r die Bildungspolitik in erster Linie die L&auml;nder und Kommunen in der Verantwortung stehen, diese aber kaum Einfluss auf die Steuereinnahmen haben. Steuerquellen, die nach dem Grundgesetz den L&auml;ndern zustehen, werden entweder gar nicht mehr genutzt oder sind teilweise zur Bagatellsteuer degeneriert. &Auml;hnlich geht es den Kommunen. Anstatt die Gewerbesteuer als deren wichtigste Steuerquelle dem wirtschaftlichen Wandel anzupassen, fordern manche unentwegt ihre Abschaffung. Das hindert sie aber nicht, einen forcierten Ausbau der Kinderbetreuung einzufordern, um &ndash; v&ouml;llig zu Recht! &ndash; die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erh&ouml;hen.<br>\nWer Kita-Geb&uuml;hren abschaffen, beste Schulen, genug bezahlbaren Wohnraum und eine Polizei haben m&ouml;chte, die schnell da ist, wenn man sie braucht, muss zeigen, wie auch L&auml;nder, St&auml;dte und Gemeinden das schaffen sollen. Schlie&szlig;lich m&uuml;ssen besonders sie diese Herausforderungen schultern. Aber auch f&uuml;r sie gilt die sogenannte Schuldenbremse. Ebenso sind die k&uuml;rzlich neu geregelten Finanzbeziehungen zwischen Bund und L&auml;ndern kein gro&szlig;er Wurf, um &auml;rmeren Regionen st&auml;rker unter die Arme zu greifen. Und schlie&szlig;lich ist auch die unstrittig erforderliche Entlastung f&uuml;r die Mehrheit der arbeitenden Menschen bei der Lohn- und Einkommensteuer nicht zum Nulltarif zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++1f41791a-5686-11e7-a9b7-525400e5a74a\">DGB Klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rekommunalisierung &ouml;ffentlicher Dienstleistungen &ndash; was heisst das f&uuml;r die Besch&auml;ftigten?<\/strong><br>\nDas Transnational Institute in Amsterdam (TNI) hat bereits im Jahr 2015 eine internationale Studie zu Rekommunalisierungen im Wassersektor ver&ouml;ffentlicht. Dabei wurde festgestellt, dass die Zahl der Rekommunalisierungen in 37 L&auml;ndern von zwei F&auml;llen im Jahr 2000 auf 235 F&auml;lle bis zum Jahr 2015 gestiegen ist. Aufbauend darauf wurde ein Forschungsprojekt initiiert, um die Entwicklung von Rekommunalisierungen &ouml;ffentlicher Dienstleistungen in allen Sektoren in den letzten 15 Jahren zu beleuchten. Das aktuelle Projekt wurde vor wenigen Tagen abgeschlossen: F&uuml;r &bdquo;Reclaiming Public Services: How cities and citizens are turning back privatisation&ldquo; wurden Entwicklungen und Trends analysiert sowie weltweit 835 Fallbeispiele in mehr als 1.600 St&auml;dten und 45 L&auml;ndern gesammelt, davon &uuml;ber 300 im deutschsprachigen Raum. Betroffen sind viele Branchen, wie zum Beispiel Wasserversorgung, Energie, Abfallentsorgung und soziale Dienstleistungen.<br>\nDie Erfahrungen mit Privatisierungen sind aus Sicht der ArbeitnehmerInnen vorwiegend negativ. In den meisten F&auml;llen brachten sie Verschlechterungen der L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen mit sich. In England, dem Mutterland des Privatisierungstrends ab den 1980er-Jahren, war es sogar deklariertes Ziel von Premierministerin Margaret Thatcher, die Macht der Gewerkschaften zu brechen und L&ouml;hne niedrig zu halten.<br>\nIn Deutschland und &Ouml;sterreich wurden Privatisierungen weniger radikal argumentiert &ndash; betont wurden in den Debatten vorwiegend vermeintliche Kosten- und Effizienzvorteile privater Leistungserbringung. Dennoch hatten auch in Deutschland und &Ouml;sterreich Privatisierungen gravierende Folgen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten der vormals &ouml;ffentlichen Unternehmen. Nach Berechnungen der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gingen allein in Deutschland durch Privatisierungen in der Daseinsvorsorge zwischen 1989 und 2007 rund 600.000 Arbeitspl&auml;tze verloren. F&uuml;r jene Besch&auml;ftigten, die ihren Arbeitsplatz behalten konnten, waren Privatisierungen h&auml;ufig mit deutlicher Intensivierung der Arbeit bei geringerer Bezahlung und schlechteren Arbeitsbedingungen verbunden. Ebenso &uuml;blich war eine vertragliche Schlechterstellung neu eingestellter MitarbeiterInnen gegen&uuml;ber der alten Stammbelegschaft nach einer Privatisierung. Prek&auml;re Besch&auml;ftigungsformen und Leiharbeit nahmen zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/rekommunalisierung-oeffentlicher-dienstleistungen-was-heisst-das-fuer-die-beschaeftigten\/\">Blog Arbeit und Wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutsch-russischer Aufschwung<\/strong><br>\nUngeachtet der gestrigen Verl&auml;ngerung der EU-Russland-Sanktionen befindet sich das deutsche Russland-Gesch&auml;ft erstmals seit Jahren in einem sp&uuml;rbaren Aufschwung. Wie aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht, sind die deutschen Russland-Exporte im ersten Quartal 2017 um fast ein Drittel gestiegen; mit einem Jahreswachstum um mindestens zehn Prozent wird gerechnet. Gleichzeitig nehmen die Investitionen in Russland deutlich zu; der Daimler-Konzern hat am Dienstag den Grundstein f&uuml;r ein etwa 250 Millionen Euro teures Werk in der N&auml;he von Moskau gelegt. Umgekehrt hat der russische Erd&ouml;lkonzern Rosneft Investitionen in H&ouml;he von 600 Millionen Euro in Deutschland angek&uuml;ndigt. Damit k&ouml;nnte der Konzern, der bereits jetzt ein Viertel der deutschen Roh&ouml;limporte stellt, seine Marktmacht in der Bundesrepublik weiter ausbauen. Unterdessen spitzt sich der Streit um die Pipeline Nord Stream 2, die die Ukraine weiter schw&auml;chen und ihr Transitgeb&uuml;hren im Wert von rund zwei Milliarden Euro j&auml;hrlich nehmen w&uuml;rde, weiter zu &ndash; nicht zuletzt aufgrund neuer Sanktionspl&auml;ne aus Washington.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59624\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie die Gro&szlig;e Koalition ihre Gesetze durchsetzt<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;e Koalition hat das Ziel ihrer sicherheitspolitischen W&uuml;nsche mit der gestrigen Abstimmung erreicht. Wie sie vorging, um die Befugnisse f&uuml;r Online-Durchsuchung und Quellen-TK&Uuml; durchzudr&uuml;cken, dabei &bdquo;bleibt einem die Spucke weg&ldquo;, schrieb Heribert Prantl in der SZ. Dieses Vorgehen hat System und Methode. Wir haben die sieben wesentlichen Bausteine des Modus Operandi der Gro&szlig;en Koalition und Regierung bei der Durchsetzung ihrer Gesetzesvorhaben n&auml;her analysiert &hellip;<br>\nScheibchenweise, aber im Ergebnis sehr erfolgreich geht der Gesetzgeber vor, wenn es darum geht, der Polizei (und den Nachrichtendiensten) weitere Befugnisse beim &Uuml;berwachen, Aussp&auml;hen, Mith&ouml;ren, Aufzeichnen und Auswerten der Telekommunikation zu verschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/wie-die-grosse-koalition-ihre-gesetze-durchsetzt-5478\">cives<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Abh&ouml;rbefugnis<\/strong><br>\nDer Bundestag erlaubt die &Uuml;berwachung von Kommunikation &uuml;ber Messenger-Dienste. Und alle wissen: Das ist ein fataler Fehler. [&hellip;]<br>\nDie Debatte um den Staatstrojaner ist selber ein Trojanisches Pferd zur Aushebelung der B&uuml;rgerrechte, und alle wissen das. Da hat die Koalitionsmehrheit im Bundestag sich also gedacht: Warum die erm&uuml;dende Debatte immer wieder f&uuml;hren? Warum das ganze nicht einfach ohne weitere Expertenanh&ouml;rungen und langwierige Aussprache z&uuml;gig mitnehmen?<br>\nZur Vermeidung des parlamentarischen Theaters wurde eine &Auml;nderung im Strafgesetzbuch, in der es um Fahrverbote als Teil des Strafverfahrens geht, wiederum als Trojanisches Pferd verwendet, in dessen Bauch &uuml;ber eine &bdquo;Formulierungshilfe&ldquo; der Bundesregierung die Abh&ouml;rbefugnisse der ermittelnden Beh&ouml;rden um eben den allt&auml;glichen Einsatz des Staatstrojaners ausgeweitet wurden.<br>\nImmerhin durften Lars Klingbeil und Saskia Esken, netzpolitische SprecherInnen der SPD-Fraktion, die beiden Gegenstimmen aus der Koalition abgeben. Damit wurden sie gewisserma&szlig;en selber zu einem Trojanischen Pferd, das den Eindruck erwecken soll, es g&auml;be Platz f&uuml;r b&uuml;rgerrechtliche Verantwortung, netzpolitischen Sachverstand und so etwas wie Prinzipientreue in seiner Partei &ndash; einer Partei, die bald wirklich gemeinsam mit ihren W&auml;hlerInnen in ein bis drei von Hand gezimmerte Pferdeattrappen passen mag. Na h&uuml;h.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kolumne-Gehts-noch\/!5419895\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundesanwaltschaft, BKA und LKA sabotieren NSU-Ausschuss<\/strong><br>\nSicherheitsbeh&ouml;rden behandeln Landtag von Baden-W&uuml;rttemberg wie rechtlosen Bittsteller &ndash; Immer noch wird ermittelt &ndash; nur was genau?<br>\nNSU-Aufkl&auml;rung 2017 live &ndash; dabei geht es weniger um die Taten und T&auml;ter, als um diejenigen, die aufkl&auml;ren sollten und nicht wollen. Die Ermittlungsbeh&ouml;rden Bundesanwaltschaft (BAW), Bundeskriminalamt (BKA) und Landeskriminalamt von Baden-W&uuml;rttemberg (LKA) behindern fortgesetzt die Arbeit des parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) des Landes. Das reicht bis zu Dem&uuml;tigungen. Doch der Ausschuss hat sich das selber zuzuschreiben. Er unterwirft sich seit zweieinhalb Jahren der Exekutive und deren Regeln. Die j&uuml;ngste Sitzung lieferte dazu gleich drei Beispiele. Sie zeigen nebenbei, dass wir uns nach wie vor mitten im Skandal befinden und die Sicherheitsbeh&ouml;rden Teil davon sind.<br>\nThema des Baden-W&uuml;rttemberg-Ausschusses ist der Mord an der Polizistin Mich&egrave;le Kiesewetter vom April 2007 in Heilbronn &ndash; der letzte der zehn Morde, die dem NSU zugeschrieben werden. Die BAW behauptet, die T&auml;ter seien allein Uwe B&ouml;hnhardt und Uwe Mundlos gewesen. Haltbar ist das nicht. Dennoch st&uuml;tzt der Ausschuss in Stuttgart die Sicht der Karlsruher Beh&ouml;rde. Er meint aber, es m&uuml;sse Unterst&uuml;tzer gegeben haben. Die sucht er seit Monaten in Neonazi-Kreisen des Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bundesanwaltschaft-BKA-und-LKA-sabotieren-NSU-Ausschuss-3753225.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Absurdistan Afghanistan<\/strong><br>\nMerkel und die Bundesregierung wissen, wie sehr die Abschiebungen ein Klima der Angst ausgel&ouml;st haben. Offenkundig aber hat auch die Fl&uuml;chtlingskanzlerin entschieden, an der Stelle H&auml;rte zu zeigen. Zum einen, um den Kritikern in den eigenen Reihen zu zeigen, dass sie hart sein kann; zum anderen aber, und das vor allem, um Abschreckung zu erreichen.<br>\nDie im &Uuml;brigen funktioniert auf zynische Weise nahezu perfekt. Bislang hat der Staat 2017 gerade mal knapp siebzig Leute wirklich abgeschoben, obwohl mehr als 14 000 ausreisepflichtig w&auml;ren. Das hei&szlig;t nicht, dass die Abschiebepraxis gar nicht so schlimm sein kann. Anders herum sollte man es lesen: Schon wenige Abschiebungen haben gereicht, um unter Fl&uuml;chtlingen und ihren Helfern maximale Unsicherheit und Angst zu verbreiten.<br>\nWer diese Stimmung kennt, ahnt, wie sehr das Thema zum Wahlkampfthema werden k&ouml;nnte. Zumal die Sache mit der Neubewertung der Sicherheitslage eine l&auml;ngere Geschichte werden k&ouml;nnte. Urspr&uuml;nglich hatten das Ausw&auml;rtige Amt und das Bundesinnenministerium sie bis Ende Juli angek&uuml;ndigt. Und die Innenministerkonferenz erkl&auml;rte vor wenigen Tagen, sie erwarte sie noch vor der Sommerpause.<br>\nIn der Bundesregierung aber gibt es jetzt erste Politiker, die hinter vorgehaltener Hand andeuten, die Sache k&ouml;nnte wom&ouml;glich bis nach der Bundestagswahl dauern. Der Grund: die eingegrenzte Abschiebung k&ouml;nnte f&uuml;r die SPD und ihr SPD-gef&uuml;hrtes Au&szlig;enministerium genau der richtige Kompromiss sein: Straft&auml;ter abschieben, andere Menschen sch&uuml;tzen. Das klingt schon wie ein SPD-Plakat aus dem Wahlkampf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/abschiebungen-absurdistan-afghanistan-1.3556488\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Machtkampf im Nahen Osten: Katar soll sich gef&uuml;gig zeigen<\/strong><br>\n&Uuml;ber Medien wird ein Forderungskatalog von Saudi-Arabien, VAE, Bahrein und &Auml;gypten &uuml;bermittelt, der einer Unterwerfung des Landes gleichkommt<br>\nZehn Tage hat Katar Zeit, um in seine Unterwerfung einzuwilligen. Der Nachrichtenagentur AP ist nach eigenen Angaben eine Liste der Forderungen zugespielt worden, welche Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und &Auml;gypten an den S&uuml;ndenbock Katar stellen, um den Konflikt (siehe: Katar als Schurkenstaat isoliert) zu beenden.<br>\nDie Forderungen sind teilweise &ldquo;bigger than life&rdquo;, surreal. Sie dokumentieren einen Machtkampf, der Katar in die Knie zwingen will. Das Land soll eine Kompensation in noch unbekannter H&ouml;he zahlen, die diplomatischen Beziehungen mit Iran, die gesch&auml;ftlich von gro&szlig;er Bedeutung sind, komplett abbrechen. Es soll al-Jazeera samt der nicht-arabischen Kan&auml;le schlie&szlig;en und die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Medien Arabi 21 und Middle Esat Eye soll einstellen. Saudi-Arabiens Mediengro&szlig;macht in der region h&auml;tte kein kritisches Gegen&uuml;ber mehr.<br>\nDazu kommen kleinere Regelungen, die in innere Angelegenheiten des Landes eingreifen: Katar darf keine katarische Staatsb&uuml;rgerschaft mehr an B&uuml;rger der vier genannten Staaten verleihen und muss diejenigen ausweisen, die aus den vier Staaten stammen und sich in Katar aufhalten. Begr&uuml;ndet wird dies mit der Unterst&uuml;tzung von Terroristen durch Katar. Die Begriffe &ldquo;Terroristen&rdquo; und &ldquo;Oppositionelle&rdquo; werden, wei auch aus anderen L&auml;ndern bekannt, synonym gebraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Machtkampf-im-Nahen-Osten-Katar-soll-sich-gefuegig-zeigen-3754624.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Steht auf gegen die McDonaldisierung der Hochschule!<\/strong><br>\nSchlechte Arbeitsbedingungen f&uuml;r den akademischen Nachwuchs, intellektueller Kahlschlag dank Bachelor, kreuzbrave Studenten ohne kritisches Bewusstsein: Die Zust&auml;nde an deutschen Unis seien bedr&uuml;ckend, sagt Politologe Peter Grottian. Der Protest sei &uuml;berf&auml;llig. Um es vorweg zu nehmen: Wilhelm von Humboldt w&uuml;rde sich wohl im Grabe umdrehen, wenn er die vertanen Chancen f&uuml;r gute Universit&auml;ten heute wahrnehmen k&ouml;nnte.<br>\nHumboldt war zurecht &uuml;berzeugt, dass der wissenschaftliche Fortschritt von einem egalit&auml;r angen&auml;herten Lernprozess zwischen Studenten und Hochschullehrern bestimmt sein sollte. Humboldt wollte, w&uuml;rden wir heute sagen, den demokratischen Lernprozess zwischen Studierenden und Hochschullehrern. Nat&uuml;rlich wollte Humboldt als Repr&auml;sentant der preu&szlig;ischen Reformen den starken, innovativen Hochschullehrer mit Vorbildcharakter. Aber er tr&auml;umte auch davon, wie diese Hochschullehrer mit sich, ihrem wissenschaftlichen Nachwuchs und den Studenten umgehen sollen: f&uuml;rsorglich, aber auch emanzipatorisch, Kritik und Gegenkritik zulassend, auf die produktive Urteilskraft setzend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/zum-250-geburtstag-von-wilhelm-von-humboldt-steht-auf-gegen.1005.de.html?dram:article_id=389267\">Peter Grottian auf Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Republikanerin gewinnt Nachwahl in Georgia<\/strong><br>\nBei der Nachwahl um einen Abgeordnetensitz f&uuml;r den US-Bundesstaat Georgia hat die Republikanerin Karen Handel gewonnen. Jon Ossoff, der 30-j&auml;hrige Hoffnungstr&auml;ger der Demokraten, musste sich trotz eines Kopf-an-Kopf-Rennens geschlagen geben. Der Abgeordnetensitz des sechsten Wahlbezirks ist bereits seit 1979 in der Hand der Republikaner. Nach ersten Hochrechnungen gewann Handel in dem Distrikt n&ouml;rdlich von Atlanta mit rund 52 Prozent vor Ossoff, der 48 Prozent der Stimmen erhielt. Auch in South Carolina konnte sich der republikanische Kandidat durchsetzen. Ralph Norman entschied das Rennen um den Sitz im Repr&auml;sentantenhaus f&uuml;r sich und folgt damit auf Mick Mulvaney nach. Dieser gab sein Amt auf, nachdem er f&uuml;r Trump Haushaltsdirektor im Wei&szlig;en Haus wurde.<br>\nF&uuml;r die Demokraten gilt der Sieg der 55-j&auml;hrigen Handel in Georgia, die schon in der Vergangenheit f&uuml;r die Republikaner politische &Auml;mter innehatte, als gro&szlig;e Entt&auml;uschung. Handel hatte sich im Wahlkampf klar zu Pr&auml;sident Donald Trump und seiner Politik bekannt. Daf&uuml;r hatte dieser ihr enthusiastisch Sch&uuml;tzenhilfe gegeben. Er war im April mit ihr aufgetreten und hatte zahlreiche Tweets abgesetzt, in denen er Ossoff als extremen Linken diskreditierte und zur Wahl von Handel aufrief.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/us-kongress-republikanerin-gewinnt-kongresswahl-in-georgia-1.3553749\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Regierungssprecher Seibert blamiert sich bei Pressekonferenz: &bdquo;Auch RT kann besser recherchieren&ldquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Regierungspressekonferenz bat RT Deutsch um eine Stellungnahme zur Aussage des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels. Die dpa hatte geschrieben, das Bartels eine &bdquo;Zusammenlegung der nationalen Streitkr&auml;fte&ldquo; in Europa fordere. Grund genug f&uuml;r Regierungssprecher Steffen Seibert, faktenfrei gegen RT Deutsch auszuholen.<br>\nW&auml;hrend der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Jens Flo&szlig;dorf, sachlich zur Frage des RT-Reporters Stellung bezieht, f&auml;llt Regierungssprecher Steffen Seibert aus der Rolle. So l&auml;sst er sich unter anderem zu der Behauptung hinrei&szlig;en, dass der konkrete Verweis auf Bartels inhaltlich falsch sei. Seibert f&uuml;gt hinzu, &bdquo;auch Russia Today kann besser recherchieren als das&ldquo;. Im Anschluss an die Regierungspressekonferenz kontaktierte RT Deutsch die dpa. Die Antwort der Deutschen Presseagentur l&auml;sst den Regierungssprecher nicht gut aussehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/52833-regierungssprecher-seibert-eu-armee-bartels\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: &ldquo;Wir gewinnen doch eh&rdquo;: CDU verzichtet auf Bundestagswahlkampf<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Die CDU hat heute &uuml;berraschend verk&uuml;ndet, sich nicht aktiv am Bundestagswahlkampf zu beteiligen. Zuvor hatten parteiinterne Analysen ergeben, dass die Union die Bundestagswahl ohnehin gewinnen werde, weshalb ein eigenes Programm oder politische Inhalte &uuml;berfl&uuml;ssig, wenn nicht gar kontraproduktiv seien. [&hellip;]<br>\nEinzig die bayerische Schwesterpartei CSU will aus Traditionsgr&uuml;nden ein wenig Wahlkampf betreiben und gegen Migranten poltern. &ldquo;Ja, wir werden ein bisschen Kampagne machen&rdquo;, best&auml;tigt Parteichef Horst Seehofer. &ldquo;Irgendeinen Grund brauchen wir doch, um uns in Bierzelten zu versammeln.&rdquo; Auf die konkrete Regierungspolitik werde dies jedoch ebenfalls keine Auswirkung haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/06\/kein-programm.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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