{"id":38894,"date":"2017-06-26T08:34:08","date_gmt":"2017-06-26T06:34:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894"},"modified":"2017-06-27T07:46:01","modified_gmt":"2017-06-27T05:46:01","slug":"hinweise-des-tages-2901","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h01\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h02\">Jeremy Corbyn at Glastonbury Festival (24\/6\/2017)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h03\">Staatstrojaner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h04\">Trump&lsquo;s Red Line<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h05\">EU verl&auml;ngert Sanktionen gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h06\">Der Gipfelst&uuml;rmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h07\">Wer Erhards Anspruch ernst nimmt, m&uuml;sste die Linke w&auml;hlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h08\">Handelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h09\">Daniel Blake in Deutschland &ndash; drei erfahrungsreiche Perspektiven auf den Sozialstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h10\">Durchpeitschen der Autobahnprivatisierung deckt sieben Kurzschl&uuml;sse unserer Demokratie auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h11\">Christen bauen keine Waffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h12\">Unschuldig auf der schwarzen Liste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h13\">Gericht sieht in Vorratsdatenspeicherung Versto&szlig; gegen EU-Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h14\">&bdquo;For sale&ldquo; &ndash; wie Fl&uuml;chtlinge in Libyen zu Sklaven werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h15\">In einem abgekoppelten Waggon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h16\">Warum niemand lesen will, was Martin Schulz wichtig ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38894#h17\">Deutsche Welle vs. RT Deutsch: Wer macht hier tats&auml;chlich &ldquo;Propaganda&rdquo;? &ndash; Teil 1<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mehr FDP als Linkspartei<\/strong><br>\nEs gibt wenig Zwist beim SPD-Parteitag &ndash; und ordentlich Jubel f&uuml;r Parteichef Schulz. Der attackiert Merkel, zielt aber wohl mehr auf Seehofer. Und manches was der SPD-Chef sagt, k&ouml;nnte auch aus dem Mund eines FDP-Politikers stammen. [&hellip;]<br>\nDass es auch im besten aller F&auml;lle nicht f&uuml;r eine absolute SPD-Mehrheit bei den Bundestagswahlen reichen d&uuml;rfte, ist sicherlich auch dem optimistischsten aller SPD-Anh&auml;nger klar, eine Koalitionsempfehlung gibt es trotzdem nicht, auch keine Diskussion dar&uuml;ber.<br>\nAber man hatte den Eindruck, dass Schulz in seiner Rede n&auml;her an den Positionen der FDP lag als an denen der Linken. S&auml;tze wie &ldquo;wir brauchen mehr Mut, mehr Risikobereitschaft und richtige Rahmenbedingungen f&uuml;r Gr&uuml;nderinnen und Gr&uuml;nder&rdquo; k&ouml;nnte man ohne Probleme auch bei den Liberalen verorten, auf der anderen Seite fehlte jeder Hinweis auf eine Verm&ouml;genssteuer, die ein deutlicher Wink nach links gewesen w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/spd-parteitag-165.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Anschlag auf die Demokratie &ndash; Eigentor der SPD<\/strong><br>\nEinen &ldquo;Anschlag auf die Demokratie&rdquo; hat Martin Schulz der Kanzlerin vorgeworfen. Sie wolle die Wahlbeteiligung absichtlich nach unten dr&uuml;cken, durch eine asymmetrische Demobilisierung &ndash; zu deutsch: Die Wahl soll so langweilig werden, dass m&ouml;glichst wenig W&auml;hler ihre Stimme abgeben. Ein klassisches Eigentor der SPD. Langweilig wird die Wahl, weil sich die Politik des Herausforderers und die der Amtsinhaberin kaum unterscheiden. Das macht die Angriffe auf Merkel unglaubw&uuml;rdig.<br>\nBeispiele: Schr&ouml;der und Schulz werfen Merkel vor, die Ost- und Entspannungspolitik Willy Brandts aufgegeben zu haben. Recht haben sie! Nur vergessen sie hinzuzuf&uuml;gen: mit Unterst&uuml;tzung der SPD. Nur die Zustimmung der Sozialdemokraten in der Bundesregierung machte es m&ouml;glich, dass jetzt auch deutsche Truppen an der russischen Grenze stehen.<br>\nAn der Krise in Europa sind Merkel und Sch&auml;uble schuld, sagen Schr&ouml;der und Schulz. Recht haben sie! Nur vergessen sie hinzuzuf&uuml;gen: mit Unterst&uuml;tzung der SPD. Nur mit Zustimmung der Sozialdemokraten in der Bundesregierung konnten Merkel und Sch&auml;uble ihre Sozialabbau-Diktate in Europa durchsetzen.<br>\n&ldquo;Zeit f&uuml;r Gerechtigkeit&rdquo; ist die Parole der SPD im kommenden Bundestagswahlkampf. Und damit trifft sie ins Schwarze. Nur gerade weil es Zeit f&uuml;r Gerechtigkeit ist, kann man nicht SPD w&auml;hlen, die die durch die Agenda 2010 in Gang gesetzte Lohndr&uuml;ckerei und Rentenk&uuml;rzung nicht r&uuml;ckg&auml;ngig machen will.<br>\nNoch in der letzten Bundestags-Sitzung traute sich die SPD nicht, einem Antrag auf Beendigung der sachgrundlosen Befristung zuzustimmen und verpasste damit die letzte Gelegenheit, etwas f&uuml;r die Wiederherstellung ihrer verlorengegangenen Glaubw&uuml;rdigkeit zu tun.<br>\nDer Anschlag auf die Demokratie besteht darin, dass die neoliberalen Parteien CDU, CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;ne &ndash; ob Sozialpolitik, Steuerpolitik, Aufr&uuml;stung, Interventionskriege, Au&szlig;enpolitik &ndash; mehr oder weniger dasselbe wollen. Nur DIE LINKE ist noch nicht vor dem Neoliberalismus in die Knie gegangen. Spannend ist daher nur die Frage, wie stark DIE LINKE bei der Bundestagswahl wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1459377327457063\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine<\/a><\/li>\n<li><strong>Mutlose SPD<\/strong><br>\nIn Gro&szlig;britannien begeistert ein Jeremy Corbyn mit der Formulierung &bdquo;For the many, not the few&ldquo;. Dahinter steckt ein Projekt der ernsthaften Erneuerung. Eine Alternative zur Alternativlosigkeit. In Deutschland findet Martin Schulz, sei es an der Zeit f&uuml;r mehr Gerechtigkeit, doziert dann aber stundenlang &uuml;ber die asymmetrische Demobilisierung und jammert &uuml;ber die Schwarzen, mit denen seine Sozen aber gern im Bett herum l&uuml;mmeln.<br>\nDie SPD hat heute ihr Wahlprogramm beschlossen, also etwas, auf das andere bislang verzichten, wie die Sozialdemokraten meinen. Doch welche Begeisterungsformel steckt in dem Programm eigentlich drin, um ein gutes Wahlergebnis im Herbst erzielen zu k&ouml;nnen? Geschlossenheit. Das war die Hauptbotschaft aus der Dortmunder Westfalenhalle. Mehr gibt es nicht zu sagen, denn Diskussionen fanden gar nicht statt. Nicht einmal um angeblich strittige Themen wie die Verm&ouml;genssteuer. Zwar hat die Partei ein dickes Programm zusammengestellt, tut aber so, als h&auml;tte sie nicht gerade noch im Bundestag Seit an Seit mit Angela Merkel gegen die eigenen &Uuml;berzeugungen gestimmt.<br>\nDie Beispiele sind endlos. Die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung hat die SPD-Bundestagsfraktion am Freitag erneut abgelehnt. Heute steht sie im Wahlprogramm wieder drin. Die Verletzung von Grundrechten durch die Nutzung von Staatstrojanern hat die SPD ebenfalls letzte Woche im Bundestag beschlossen. Heute sagt Schulz unter dem Applaus der Delegierten: Jeder, der Grundrechte der Verfassung infrage stellen wolle, habe in der SPD eine entschiedene Gegnerin. Ja offensichtlich nicht! Die Ehe f&uuml;r alle wird auch wieder als Forderung erhoben. Schulz wolle keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem diese nicht festgeschrieben sei. Doch zusammen mit der Union hat die SPD-Fraktion einen entsprechenden Beschluss im Bundestag rund 30 Mal vertragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/170625mutlose-spd\">TauBlog<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Eine Gro&szlig;e Koalition unter Merkel hat keine Zukunft&rdquo;<\/strong><br>\nDie Lage der SPD ist mies. Kann der Parteitag f&uuml;r Kanzlerkandidat Martin Schulz die Wende bringen? Fraktionschef Thomas Oppermann setzt auf die Unterst&uuml;tzung von Altkanzler Schr&ouml;der &ndash; und warnt vor der Verm&ouml;gensteuer.<br>\nDie Dortmunder Westfalenhalle ist ein legend&auml;rer Ort. Gelingt dort der SPD auf dem Parteitag nun der Start zur Aufholjagd gegen dieweit enteilte Union? Darauf hofft Fraktionschef Thomas Oppermann. &ldquo;Es sind noch 91 Tage, da k&ouml;nnen wir noch kr&auml;ftig zulegen&rdquo;, sagt er im SPIEGEL-ONLINE-Interview. &ldquo;Wenn nur jedes zweite SPD-Mitglied jeden zweiten Tag einen W&auml;hler &uuml;berzeugt, landet die SPD am 24. September auf dem ersten Platz.&rdquo;<br>\nParteichef und Kanzlerkandidat Martin Schulz leiste &ldquo;saubere Arbeit&rdquo;, so Oppermann: &ldquo;Ich bin mir deshalb sicher, dass seine Werte und die der SPD wieder nach oben gehen werden&rdquo;. Der Fraktionschef sagt: &ldquo;Eine Gro&szlig;e Koalition unter F&uuml;hrung von Merkel hat keine Zukunft.&rdquo; Oppermann: &ldquo;Wir wollen st&auml;rkste Fraktion werden, dann regeln wir die Frage der Partner.&rdquo;<br>\nIn Dortmund, wo 635 Delegierte &uuml;ber das Wahlprogramm entscheiden werden, erwartet Oppermann keinen Streit um die Verm&ouml;gensteuer, die er ordnungspolitisch ablehnt. Mit Blick auf den Auftritt von Altkanzler Gerhard Schr&ouml;der sagt er: &ldquo;Seine Unterst&uuml;tzung ist viel wert.&rdquo; F&uuml;r den Wahlkampf nehme die SPD &ldquo;seinen Kampfeswillen mit&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/thomas-oppermann-spd-eine-grosse-koalition-unter-merkel-hat-keine-zukunft-a-1153782.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Oppermann, die derzeitige SPD-Spitze und Herr Schr&ouml;der verkennen offenbar die Situation. Wie will diese Partei denn in Zukunft den Bundeskanzler stellen, wenn sie auf wichtigen politischen Feldern keine klaren Alternativen zu den neoliberalen und konservativen Kr&auml;ften entwerfen m&ouml;chte. So kommen auch die Worte des (fragw&uuml;rdigen) Alt-Kanzlers Schr&ouml;der auf dem gestrigen Parteitag in Dortmund nicht &uuml;ber den Charakter von Durchhalteparolen hinaus.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jeremy Corbyn at Glastonbury Festival (24\/6\/2017)<\/strong><br>\nLet&rsquo;s look to build a world of human rights, peace, justice and democracy all over the planet!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rN07fnvGomo\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.J.:<\/strong> Wird das seit Jahrzehnten propagierte neoliberale &ldquo;Alternativlos&rdquo; jetzt ausgerechnet in jenem westlichen Land begraben, in dem es zuerst seinen verheerenden Siegeszug antrat? Ein immer gr&ouml;&szlig;erer und begeisterterer Teil der Bev&ouml;lkerung in UK, getragen von den jungen Leuten, hat die Leitbotschaft der Labour Partei unter Corbyn offenbar sehr gut verinnerlicht: &ldquo;For the many, not the few&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Die Labour Partei hat mittlerweile in den Umfragen die Konservativen &uuml;berholt. Weiterer Spielraum ist gegeben, da die Wahlbeteiligung bei den jungen Menschen immer noch unterhalb jener der &uuml;brigen Bev&ouml;lkerung liegt, doch ist es Corbyn, seinem Team und seiner Bewegung gelungen, diese bereits um eindrucksvolle 16 Prozentpunkte bei den 18-24j&auml;hrigen w&auml;hrend der letzten Wahl zu steigern. In UK scheint die Stimmung sich deutlich gegen das Establishment zu wenden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ach, wenn Kanzlerkandidat Martin Schulz einen &auml;hnlichen Inhalt so glaubw&uuml;rdig &bdquo;r&uuml;berbringen&ldquo; k&ouml;nnte. Aber in der deutschen Sozialdemokratie fehlt das &uuml;berzeugende Personal &ndash; und ein Programm &ndash;, das die durchaus vorhandene Wechselstimmung kanalisieren k&ouml;nnte.<\/em><br>\n<em>Stattdessen schielen Herr Schulz und die SPD-Spitze zum neuen neoliberalen Star, dem franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Macron. Lernen sie denn nicht aus dem Wahldesaster dieser Schwesterpartei &ndash; nachdem die Pr&auml;sidentschaft Hollands (entgegen den Versprechen vor seiner Wahl) vom Versuch gepr&auml;gt war, Schr&ouml;ders Agenda 2010 nachzueifern?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Stellen Sie sich doch mal f&uuml;r einen Moment Martin Schulz bei Rock am Ring vor &hellip; geht nicht? Stimmt. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Jeremy Corbyn calls for unity in Glastonbury speech<\/strong><br>\nLabour leader urges Donald Trump to build &lsquo;bridges not walls&rsquo; while addressing huge Pyramid Stage crowd, while telling the Guardian it was his campaign&rsquo;s spirit of hope that chimed with young voters<br>\nThe roar was deafening as Jeremy Corbyn walked on to the main Pyramid Stage of Glastonbury. The 68-year-old political veteran&rsquo;s appearance was one of the most hotly anticipated moments of the weekend &ndash; an extraordinary turn a year after he cancelled his 2016 festival appearance following the vote for Brexit and as uncertainty mounted about his future as Labour leader.<br>\nFacing the tens of thousands of festivalgoers who had gathered to see him, Corbyn, arriving on stage with Glastonbury founder Michael Eavis, beamed and waited for the chants of his name to die down. &ldquo;Michael, you brought the spirit of music, of love, of ideas, and of great messages,&rdquo; he said, giving Eavis a copy of the Labour manifesto.<br>\n&ldquo;And if you see that far,&rdquo; he said to the crowd, &ldquo;look at the wall that surrounds this festival. There&rsquo;s a message for president Donald Trump. You know what it says? Build bridges, not walls.&rdquo; The cheering erupted again.<br>\n&ldquo;Politics is actually about everyday life. It&rsquo;s about all of us: what we dream, what we want, what we achieve and what we want for everybody else.<br>\n&ldquo;The commentariat got it wrong, the elites got it wrong. Politics is about the lives of all of us. The wonderful campaign I was a part of and led, brought people back to politics because they believed there was something on offer for them.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/music\/2017\/jun\/24\/jeremy-corbyn-calls-for-unity-in-glastonbury-speech\">the guardian<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Staatstrojaner<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Scheinbare Sicherheit statt Freiheit &ndash; Staatstrojaner wird heimlich eingef&uuml;hrt<\/strong><br>\nHeute beschloss der Deutsche Bundestag das &bdquo;Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens&ldquo; und damit den Einsatz von Staatstrojanern. Dazu erkl&auml;rt der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Marco B&uuml;low:<br>\n&bdquo;Heute beschlie&szlig;t der Bundestag ein &Uuml;berwachungsgesetz mit einer massiven Ausweitung von staatlicher Sp&auml;hsoftware. Es ist eines der weitreichendsten &Uuml;berwachungsgesetze in der Geschichte der Bundesrepublik. Ich lehne dieses Gesetz vehement ab.<br>\nVor allem: Das Vorhaben wird ohne &ouml;ffentliche Debatte &ndash; still und fast heimlich &ndash; und gegen alle Urteile des Bundesverfassungsgesetzes verabschiedet. Versteckt in einem Gesetz, ohne namentliche Abstimmung und ohne ausreichende parlamentarische oder gesellschaftliche Debatte. Was ist das f&uuml;r ein Politikverst&auml;ndnis? &Uuml;ber die Vorratsdatenspeicherung wurde zurecht jahrelang heftig gestritten. Und jetzt wird ein so weitereichendes Gesetz heimlich verabschiedet, damit keine Debatten aufkommen. Ich bin sehr entt&auml;uscht, dass meine Fraktion diesen Eingriff und dieses Vorgehen zugelassen hat.<br>\nWas nur f&uuml;r den &auml;u&szlig;ersten Notfall und schwerste Verbrechen wie Terrorismus gedacht war, soll jetzt zum Standard der Ermittler geh&ouml;ren. Diese k&ouml;nnen dann ab jetzt heimlich mit Schadsoftware die Kommunikation auf privaten Computer, Laptops, Handys und Tablets &uuml;berwachen, ebenso auf Messengerdiensten wie WhatsApp. Zugleich wird in dem geplanten Gesetz die Online-Durchsuchung erlaubt. Damit kann man dann sogar die gesamte Festplatte aussp&auml;hen.<br>\nViele haben anscheinend nicht begriffen, wie stark wir damit unsere freiheitliche Demokratie einschr&auml;nken. Terrorismus dient immer mehr als Begr&uuml;ndung, wenn die Freiheit der B&uuml;rger eingeschr&auml;nkt werden soll. Mittlerweile sind dem Staat alle B&uuml;rger verd&auml;chtig. Es gibt bei der Sicherheit kein Genug. Auf jede neue Regelung folgt eine weitere Forderung nach mehr Daten, mehr Kameras, mehr &Uuml;berwachung. Das ist fatal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.marco-buelow.de\/scheinbare-sicherheit-statt-freiheit-staatstrojaner-wird-heimlich-eingefuehrt\/\">Marco B&uuml;low<\/a><\/li>\n<li><strong>Tilo Jung &uuml;ber SPD-Parteitag und Verfassungsgegner<\/strong><br>\nMoment, f&uuml;r den Staatstrojaner, f&uuml;r die n&auml;chsten Einschr&auml;nkungen unserer Grundrechte haben SPD-Abgeordnete allein diese Woche gar nicht gestimmt?!<br>\nF&uuml;r neue &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen, f&uuml;r die Vorratsdatenspeicherung haben SPDler in dieser Legislaturperiode auch nicht gestimmt? Das aktuele Zensur-Gesetz &ldquo;NetzDG&rdquo; kommt gar nicht aus einem SPD-Ministerium? Was f&uuml;r eine Farce!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\/photos\/a.639951416016810.1073741828.573823342629618\/1789614074383866\/?type=3&amp;notif_t=notify_me_page&amp;notif_id=1498395951090299%20\">Jung &amp; Naiv via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Peter Schaar: Der Staat ist ein feiger Leviathan<\/strong><br>\n&ldquo;Heute soll der Bundestag eines der gr&ouml;&szlig;ten Gesetzesreformpakete der laufenden Legislaturperiode beschlie&szlig;en.&rdquo; &ndash; Mit diesen Worten begann am 22. Juni 2017 um 17:49 Uhr die denkw&uuml;rdige Debatte &uuml;ber ein Gesetzespaket, das unter der Federf&uuml;hrung des Bundesministeriums der Justiz ausgearbeitet worden war. Es umfasste &Auml;nderungen vieler Gesetze, darunter auch die Einf&uuml;hrung der &ldquo;Quellen-Telekommunikations-&Uuml;berwachung&rdquo; und der &ldquo;Online-Durchsuchung&rdquo; bei der Strafverfolgung.<br>\nNormalerweise wird ein solcher ambitionierter Gesetzentwurf vom zust&auml;ndigen Ressortchef begr&uuml;ndet. Hier war es anders. Bundesjustizminister Heiko Maas lie&szlig; sich w&auml;hrend der Aussprache weder auf der Regierungsbank noch im Plenarsaal blicken. Die Einf&uuml;hrungsrede hielt stattdessen die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina B&auml;hr-Losse. Sie war als Nachr&uuml;ckerin im Oktober 2016 in den Bundestag eingezogen, als Ersatz f&uuml;r den ausgeschiedenen Peer Steinbr&uuml;ck. Sie ist Rechtsanw&auml;ltin f&uuml;r Familienrecht und hat als Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Sankt Augustin und als Beisitzerin im dortigen Stadt-Sportverband politische Meriten erworben. Mit einem Wort: Sie war genau die richtige Person, um das Reformpaket zu begr&uuml;nden.<br>\nUm nicht falsch verstanden zu werden: Ich kritisiere nicht die Abgeordnete B&auml;hr-Losse. Aber ich kritisiere die SPD-Fraktion, die eine junge, recht unerfahrene Abgeordnete zur Begr&uuml;ndung eines Gesetzespakets ins Feuer schickt, dem die Verfassungswidrigkeit auf die Stirn geschrieben steht. Und ich kritisiere Heiko Maas, der zu feige war, diese wichtigen Gesetzes&auml;nderungen im Parlament zu begr&uuml;nden. Auch der Koalitionspartner CDU\/CSU bot in der Debatte nicht gerade sein Spitzenpersonal auf, aber er konnte sich wohl darauf zur&uuml;ckziehen, dass es sich um eine in einem SPD-Ressort entstandene Vorlage handelte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Peter-Schaar-Der-Staat-ist-ein-feiger-Leviathan-3755246.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Staatstrojaner im doppelten Sinne<\/strong><br>\nMaas versteckte Massenausweitung der Online-Durchsuchung privater Computer und Telefone in &ldquo;Formulierungshilfe&rdquo; zu weitgehend sachfremdem Gesetz<br>\nAls der (inzwischen auch amerikabekannte) deutsche Justizminister Heiko Maas gestern twitterte, der Bundestag berate jetzt &uuml;ber die &ldquo;Streichung der Steuergelder f&uuml;r verfassungsfeindliche Parteien&rdquo;, antwortete ihn die Twitter-Prominentheit Lyllith Beaumont: &ldquo;Endlich mal ein sinnvoller Vorschlag von Heiko Maas, er will der SPD die Steuergelder streichen [&hellip;].&rdquo;<br>\nHintergrund ist, dass Maas in den letzten Wochen mit einer ganzen Batterie von Gesetzen Aufsehen erregte, die Juristen als so offensichtlich verfassungs- und europarechtswidrig einstuften, dass sich der Eindruck aufdr&auml;ngt, dass seine Partei das bewusst in Kauf nimmt. Das betrifft nicht nur das &ldquo;NetzDG&rdquo;, dem der wissenschaftliche Dienst des Bundestages und der Gro&szlig;teil der angeh&ouml;rten Experten ein Scheitern vor dem Bundesverfassungsgericht und dem EuGH vorhersagen (und wegen dem David Kaye, der UN-Sonderberichterstatter f&uuml;r Meinungsfreiheit, die Bundesregierung zu einer Stellungnahme aufforderte und Thorbj&oslash;rn Jaglan, der Generalsekret&auml;r des Europarates, vor Zensur und einem &ldquo;falschen Signal f&uuml;r andere Staaten&rdquo; warnte)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Staatstrojaner-im-doppelten-Sinne-3754565.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar haben auch die meisten SPD-Bundestagsabgeordneten und Herr Maas als Bundesjustizminister jedes (auch juristische) Ma&szlig; verloren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Trump&lsquo;s Red Line<\/strong><br>\nOn April 6, United States President Donald Trump authorized an early morning Tomahawk missile strike on Shayrat Air Base in central Syria in retaliation for what he said was a deadly nerve agent attack carried out by the Syrian government two days earlier in the rebel-held town of Khan Sheikhoun. Trump issued the order despite having been warned by the U.S. intelligence community that it had found no evidence that the Syrians had used a chemical weapon.<br>\nThe available intelligence made clear that the Syrians had targeted a jihadist meeting site on April 4 using a Russian-supplied guided bomb equipped with conventional explosives. Details of the attack,  including information on its so-called high-value targets, had been provided by the Russians days in advance to American and allied military officials in Doha, whose mission is to coordinate all U.S., allied, Syrian and Russian Air Force operations in the region.<br>\nSome American military and intelligence officials were especially distressed by the president&rsquo;s determination to ignore the evidence. &ldquo;None of this makes any sense,&rdquo; one officer told colleagues upon learning of the decision to bomb. &ldquo;We KNOW that there was no chemical attack &hellip; the Russians are furious. Claiming we have the real intel and know the truth &hellip; I guess it didn&rsquo;t matter whether we elected Clinton or Trump.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article165905578\/Trump-s-Red-Line.html\">Seymour Hersh in der WELT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU verl&auml;ngert Sanktionen gegen Russland<\/strong><br>\nDie EU verl&auml;ngert ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate. Das haben die Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfeltreffen in Br&uuml;ssel beschlossen. EU-Ratspr&auml;sident Tusk erkl&auml;rte, es gebe M&auml;ngel bei der Umsetzung des Minsker Abkommens in der Ukraine-Politik Russlands.<br>\nDie Sanktionen betreffen unter anderem die Ein- und Ausfuhr von R&uuml;stungsg&uuml;tern sowie Gas- und &Ouml;llieferungen. Die L&auml;nder der Europ&auml;ischen Union vereinbarten in Br&uuml;ssel au&szlig;erdem, ihre Verteidigungspolitik enger zu koordinieren und Extremismus im Internet st&auml;rker zu bek&auml;mpfen.<br>\nBundeskanzlerin Merkel mahnte zum st&auml;rkeren Dialog mit L&auml;ndern Osteuropas. Sie unterst&uuml;tzte damit die Position des neuen franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Macron. Die EU sei eine Wertegemeinschaft. Die EU-Kommission hatte entschieden, wegen mangelnder Solidarit&auml;t in der Fl&uuml;chtlingspolitik gegen Polen, Ungarn und Tschechien Vertragsverletzungsverfahren einzuleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gipfeltreffen-eu-verlaengert-sanktionen-gegen-russland.1939.de.html?drn:news_id=760173\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> &hellip;die &bdquo;EU-Wertegemeinschaft&ldquo; setzt weiter auf Konfrontation statt auf Dialog, so wie vom gro&szlig;en Bruder in den USA gew&uuml;nscht!!<\/em><br>\n<em>Erst Russland t&auml;uschen und dann mit Sanktionen und mit Truppenaufm&auml;rschen Richtung Osten die Stimmung anheizen; aus der Geschichte haben diese EU-Verantwortlichen nichts gelernt.<\/em><br>\n<em>Einen ehrlichen und fairen Dialog und das Ringen um einen stabilen Frieden ist wohl zuviel von den EU-Gr&ouml;&szlig;en verlangt; dann lieber Milliarden f&uuml;r die Aufr&uuml;stung einer EU-Armee ausgeben.<\/em><br>\n<em>Die Waffenindustrie inkl. den USA-Freunden wird es gefallen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und dennoch gibt es erfreulicherweise <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38884#h10\">einen deutsch-russischen Aufschwung<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Gipfelst&uuml;rmer<\/strong><br>\nDeb&uuml;t f&uuml;r Frankreichs neuen Pr&auml;sidenten beim EU-Gipfel in Br&uuml;ssel: Emmanuel Macron bezirzte die anderen Teilnehmer &ndash; und konnte bei einem wichtigen Thema gleich punkten. Ganz anders erging es der Britin Theresa May.<br>\nEs ist die Frage, die Menschen angesichts der Brexit-Verhandlungen wohl am meisten umtreibt: Welche Rechte werden die 3,2 Millionen EU-B&uuml;rger, die derzeit in Gro&szlig;britannien leben, k&uuml;nftig haben?<br>\nGlaubt man dem Angebot, das die britische Premierministerin Theresa May gestern in Br&uuml;ssel unterbreitete, steht zumindest eines fest: Ausgewiesen werden sie nicht. Alles andere, das muss man sagen, w&auml;re auch eine Kampfansage an die EU gewesen.<br>\nNach Mays Vorstellungen soll jeder EU-B&uuml;rger, der l&auml;nger als f&uuml;nf Jahre auf der Insel lebt, einen speziellen Status erhalten, der durch die britischen Gerichte gesch&uuml;tzt wird. Ziel sei es, die EU-B&uuml;rger bei der Kranken- und Rentenversicherung so zu behandeln wie britische B&uuml;rger. Wer noch nicht f&uuml;nf Jahre in Gro&szlig;britannien lebe, k&ouml;nne bleiben, bis dieses Ziel und damit der gesch&uuml;tzte Status erreicht sei. Offen ist, bis zu welchen Stichtag EU-B&uuml;rger, die sich jetzt noch in Gro&szlig;britannien niederlassen, von dem Angebot profitieren.<br>\nMays Angebot war mit Spannung erwartet worden, es ist die erste inhaltliche Positionierung der Briten bei den Brexit-Verhandlungen, die am Montag in Br&uuml;ssel gestartet sind. Die restlichen Staats- und Regierungschefs taten trotzdem alles, um den Vorgang m&ouml;glichst klein zu reden. &ldquo;Herr Barnier f&uuml;hrt die Verhandlungen&rdquo;, sagte Kanzlerin Angela Merkel am fr&uuml;hen Abend spitz. Soll hei&szlig;en: Nicht die Staats- und Regierungschefs der EU, sondern der Brexit-Unterh&auml;ndler der EU-Kommission soll sich jetzt &uuml;ber das Angebot beugen. (&hellip;)<br>\nStatt sich mit den Briten zu besch&auml;ftigen, r&uuml;ckte Merkel am Donnerstagnachmittag lieber einen Mann ins Rampenlicht, mit dem sie nun k&uuml;nftig Europa gestalten will &ndash; Macron. Sie freue sich auf die Zusammenarbeit, &ldquo;gerade weil Kreativit&auml;t und neue Impulse von Frankreich und Deutschland ausgehen, die allen gut tun k&ouml;nnen&rdquo;, sagte die Kanzlerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/eu-gipfel-theresa-mays-angebot-emmanuel-macrons-rampenlicht-a-1153660.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.M.:<\/strong> Es ist mir unbegreiflich, wie Journalisten derart verkl&auml;rt auf diesen Mann blicken k&ouml;nnen und dabei frech behaupten, er w&uuml;rde ganz Europa in Verz&uuml;ckung versetzen. Man bekommt fast den Eindruck, dass der langersehnte Heiland nun endlich wieder zur&uuml;ckgekommen sei. Jetzt fehlt nur noch der Friedensnobelpreis.<\/em><br>\n<em>Von seri&ouml;sen Journalisten h&auml;tte ich erwartet, dass man die Hintergr&uuml;nde der Entstehung und des Aufstiegs inklusive der Finanzierung der &ldquo;Bewegung&rdquo; von Macron genauer beleuchtet.<\/em><br>\n<em>Eine Bewegung entsteht innerhalb k&uuml;rzester Zeit und kann ziemlich schnell in den Parlamenten alle Positionen direkt besetzen. Ich meine mal aus der Geschichte gelernt zu haben, dass selbst die Nationalsozialisten viele Jahre lang Aufbauarbeit betreiben mussten, bis sie regierungsf&auml;hig waren.<\/em><br>\n<em>Und wenn dann der &ldquo;Wunderkandidat&rdquo; auch noch Rothschild-Banker war (oder irgendwie noch ist?) und eine elit&auml;re Bildung genossen hat und als relativ junger Mann die Bekanntschaft von sehr reichen Leuten und Medienmogulen im Hintergrund hat, dann werfen sich mir Fragen auf.<\/em><br>\n<em>Seine Programmatik ist bislang eher nebul&ouml;s zu nennen. Die &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; haben Corbyn und sein wenigstens existierendes Programm in der Luft zerissen. Aber die Schwammigkeit Macrons endet schon fast in einer Heiligsprechung. Und ihn dann auch noch einen Vork&auml;mpfer f&uuml;r den Schutz des europ&auml;ischen Arbeiters vor unlauterem Wettbewerb zu nennen, ist angesichts der beabsichtigten Kopie des deutschen Modells der Agenda 2010 an Verf&auml;lschung kaum noch zu unterbieten.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Der sch&ouml;ne Schein<\/strong><br>\nDer EU-Gipfel in Br&uuml;ssel war eine nahezu perfekte Inszenierung. Doch das Theater konnte nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die Union in Kernfragen heillos zerstritten ist. Vor allem das Feilschen um die Brexit-Beute birgt eine enorme Sprengkraft. (&hellip;)<br>\nAls Inszenierung war das Br&uuml;sseler Harmonietheater perfekt. Doch mit der EU-Wirklichkeit hatte dieses Gipfelspektakel nichts zu tun. Auch der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron kann die de facto heillos zerstrittene EU nicht in einen Club der solidarischen Probleml&ouml;sung verwandeln. Denn sobald es konkret wird, ist es aus mit dem sch&ouml;nen Schein der neuen EU-Harmonie. Dann dominieren gleich wieder kleinkariertes Feilschen und nationales Schrebergartendenken. Zum Beispiel bei der Frage, wer sie denn nun tats&auml;chlich bekommt, die prestigetr&auml;chtigen Agenturen zur Arzneimittelkontrolle und Bankenaufsicht. (&hellip;)<br>\nWie zerbrechlich diese Wahl-Verwandtschaft namens EU ist, zeigte ausgerechnet ihr M&ouml;chtegern-Reformer Macron, als er die osteurop&auml;ischen Staaten wegen ihrer angeblichen Supermarktmentalit&auml;t angriff: Geld aus Br&uuml;ssel? Ja, bitte. Fl&uuml;chtlinge aus muslimischen Staaten? Nein, danke. W&uuml;tend keiften die Angegriffenen zur&uuml;ck. Der Neuling Macron sei ahnungslos und sein erster Auftritt gleich ein Ausfall. Da wurde sie einen Moment lang sichtbar &ndash; die authentische EU: In den Kernfragen heillos zerstritten und ohne ein wirkliches Konzept f&uuml;r die Zukunft. Aber f&uuml;r einen Gipfel des sch&ouml;nen Scheins reicht es noch immer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/eu-gipfel-kommentar-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wer Erhards Anspruch ernst nimmt, m&uuml;sste die Linke w&auml;hlen<\/strong><br>\nLudwig Erhard gilt als Mythos. Mit dem fr&uuml;heren Wirtschaftsminister und Bundeskanzler verbindet ganz Deutschland die Wirtschaftswunderjahre. Sahra Wagenknecht, Spitzenkandidatin der Linken, h&auml;lt seine Bilanz f&uuml;r widerspr&uuml;chlich.<br>\nFrau Wagenknecht, wenn Ludwig Erhard heute noch leben w&uuml;rde, welche Partei w&uuml;rde er w&auml;hlen?<br>\nLudwig Erhard steht f&uuml;r den Anspruch, Wohlstand f&uuml;r alle zu schaffen. Wer diesen Anspruch ernst nimmt, kann heute eigentlich nur noch die Linke w&auml;hlen. Das w&uuml;rde Erhard wahrscheinlich nicht tun, aber er w&auml;re mit Sicherheit auch kein Anh&auml;nger der Parteien der Gro&szlig;en Koalition. Die Politik der letzten 20 Jahre hat daf&uuml;r gesorgt, dass immer mehr Menschen von ihrer Arbeit nicht mehr gut leben k&ouml;nnen und viele Angst vor Altersarmut haben. Ganze 40 Prozent der Bev&ouml;lkerung haben heute real weniger Einkommen als Ende der Neunziger. Das ist das Gegenteil von &ldquo;Wohlstand f&uuml;r alle&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDie Ordoliberalen forderten einen Staat, der Regeln setzt und aktiv eingreift, um fairen Leistungswettbewerb zu gew&auml;hrleisten. Sie verlangten damals auch von Erhard ein Kartellrecht mit Biss und waren &uuml;ber das am Ende verabschiedete Kartellgesetz zu Recht entt&auml;uscht. Zumal unter Erhard die Bem&uuml;hungen, die Konzerne und Gro&szlig;banken zu entflechten, die sich durch ihre Kooperation mit dem Naziregime zutiefst diskreditiert hatten, irgendwann eingestellt wurden. Insofern ist seine Bilanz widerspr&uuml;chlich.<br>\nAuch der damalige Bundeskanzler Adenauer hatte Erhard ausdr&uuml;cklich daf&uuml;r kritisiert, dass Erhard  bei der Frage der Dekonzentration nicht schnell genug agierte. Aber haben die Linken nicht ein Faible f&uuml;r Staatskonzerne? M&uuml;ssten Sie nicht begeistert sein, dass Erhard bei Staatskonzernen zur&uuml;ckhaltend war?<br>\nWir fordern gemeinwohlorientierte kommunale Unternehmen f&uuml;r die Daseinsvorsorge, aber nicht Staatskonzerne. Uns geht es um bezahlbares Wohnen und faire Strompreise. Das ist nicht zu gew&auml;hrleisten, wenn diese Bereiche privaten Renditej&auml;gern &uuml;berlassen werden. Das Unwesen sogenannter &ouml;ffentlich-privater-Partnerschaften, bei denen die &ouml;ffentliche Hand alle Risiken tr&auml;gt und die privaten Unternehmen sichere Renditen einstreichen, h&auml;tte Erhard mit Sicherheit ebenso gruselig gefunden wie wir.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/sahra-wagenknecht-wer-erhards-anspruch-ernst-nimmt-muesste-die-linke-waehlen\/19970036.html\">Sahra Wagenknecht in der WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Handelsabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkel stellt neue Handelsvertr&auml;ge zwischen EU und Afrika in Aussicht<\/strong><br>\nKehrtwende in der deutschen Handelspolitik?<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat im Rahmen einer Diskussion mit zivilgesellschaftlichen Gruppen aus G20-L&auml;ndern in Aussicht gestellt, Handelsvertr&auml;ge mit Afrika neu zu verhandeln. Beim EU-Afrika-Gipfel im Herbst sollten Gespr&auml;che dar&uuml;ber gef&uuml;hrt werden, wie dies angegangen werden k&ouml;nne. Die bestehenden Vertr&auml;ge der EU mit afrikanischen Staaten seien &ldquo;nicht richtig&rdquo;.<br>\nDie Organisationen Attac, Germanwatch und die Kirchliche Arbeitsstelle S&uuml;dliches Afrika (KASA) begr&uuml;&szlig;en dieses Vorhaben. Die Bundesregierung erkennt damit die Risiken der Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs) an, die die EU mit regionalen Zusammenschl&uuml;ssen in Afrika verhandelt und zum Teil schon abgeschlossen hat. Die Bundesregierung muss die schon unterzeichneten EPAs nun aussetzen und keinen Druck mehr auf Afrika aus&uuml;ben, neue EPAs auf Basis des derzeitigen Verhandlungsstands zu unterzeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/merkel-stellt-neue-handelsvertraege-zwischen-eu-und-afrika-in-aussicht\/%20\">attac<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn das mal keine Wahlkampffinte ist &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Geheimniskr&auml;merei um EU-Japan-Abkommen &ndash; Keine Lehren aus TTIP und CETA gezogen<\/strong><br>\nNach dem Leak der Verhandlungsdokumente durch Greenpeace Niederlande zum Handelsabkommen zwischen EU und Japan (Jefta) steigt der Druck: Jefta soll laut der beiden Verhandlungsparteien bis Ende des Jahres ausverhandelt sein. Auf dem EU-Japan-Gipfel am 6. Juli in Br&uuml;ssel soll die politische Einigung verk&uuml;ndet werden. Weder das Verhandlungsmandat noch die europ&auml;ischen Verhandlungspositionen sind bislang freiwillig ver&ouml;ffentlicht worden.<br>\nDer DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann stellt fest:<br>\n&bdquo;Die EU-Kommission hat aus den Ereignissen um TTIP und CETA nichts gelernt. Die vielbeschworene Transparenzoffensive von Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m im Kontext von TTIP ist ein Witz, wenn die Zivilgesellschaft bei jedem Abkommen aufs Neue um die banalsten Informationen betteln muss. So wird die Akzeptanz der europ&auml;ischen Institutionen und der Handelspolitik nicht gesteigert.&ldquo;<br>\nDie Leaks zeigen, dass auch inhaltlich wenig Lehre aus den Debatten um TTIP und CETA gezogen wurden. Reiner Hoffmann:<br>\n&bdquo;Japan hat nur sechs der acht Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ratifiziert. Es ist eines der wirtschaftlich st&auml;rksten Industriel&auml;nder der Welt &ndash; Mitglied der G7, der G20, der OECD. Wie bei den USA und Kanada kann man erwarten, dass diese Regierung sich verpflichtet, in Handelsabkommen grundlegende arbeitnehmerrechtliche Standards zu ratifizieren und umzusetzen. Doch die Leaks zeigen, dass das EU-Japan-Abkommen genau diese verbindliche Ratifizierung nicht vorsieht. Zur Ratifizierung gibt es nur Lippenbekenntnisse, mehr nicht. Wir setzen das aber bei Aufnahme der Verhandlungen voraus. Gerade bei Abkommen zwischen Industriel&auml;ndern!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++a2374f48-580c-11e7-b020-525400e5a74a%20\">DGB<\/a>\n<p><strong>Dazu: Handelspakt mit Japan k&ouml;nnte EU-B&uuml;rgern schaden &ndash; zugunsten von Konzernen<\/strong><br>\nEin Handelsabkommen der EU mit Japan k&ouml;nnte Investoren und Konzerne zulasten von B&uuml;rgern bevorzugen. Das zeigen geheime Unterlagen.<br>\nSie werfen Zweifel auf, ob der Schutz von Gesundheit und Umwelt im Abkommen ausreichend verankert ist.<br>\nBei dem von Europa angestrebten Handelsvertrag mit Japan sollen politisch heikle Fragen offenbar ausgeklammert und Industriekonzerne zulasten der B&uuml;rger bevorzugt werden. Das zeigen Hunderte Seiten geheimer Verhandlungsdokumente, die S&uuml;ddeutsche Zeitung, NDR und WDR einsehen konnten. Sie wurden von Greenpeace und anderen Quellen zur Verf&uuml;gung gestellt, werden teils ver&ouml;ffentlicht und erlauben den ersten tiefen Einblick in die seit 2013 laufenden, geheim gef&uuml;hrten Gespr&auml;che.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/exklusiv-geheimpapiere-zeigen-eu-handelspakt-mit-japan-koennte-buergern-schaden-1.3557851%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die EU-Kommission und BK Merkel handeln nach der bekannten neoliberalen Richtlinie:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Wir stehen am Abgrund, aber wir halten die Richtung bei, nur dass wir noch einen Schritt schneller gehen&ldquo;. Sind die Erfahrungen mit der Einstellung der B&uuml;rger zu TTIP und CETA nicht in Br&uuml;ssel und Berlin angekommen oder soll die bevorstehende Sommerpause genutzt werden, vollendete Tatsachen zu schaffen? Nach den Erfahrungen mit den Eilgesetzen zur Privatisierung der Autobahnen und den weitreichenden &Uuml;berwachungsgesetzen sollen vor dem G20 Gipfel im Hamburg wieder einmal die Methode :&bdquo;Ohne &ouml;ffentliche Diskussionen den B&uuml;rgerwillen &uuml;ber den Tisch zu ziehen&ldquo;, angewandt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Daniel Blake in Deutschland &ndash; drei erfahrungsreiche Perspektiven auf den Sozialstaat<\/strong><br>\n&bdquo;Daniel Blake in Deutschland &ndash; eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zu den Agenda-Reformen&ldquo;, unter diesem Titel fand am 16.6.2017 im Legienhof in Kiel eine gut besuchte Veranstaltung statt, die auch die Auswirkungen der seit 2001 g&uuml;ltigen Rentengesetze behandelt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von attac Kiel, der Kieler IPPNW-Gruppe und der IG Metall Kiel-Neum&uuml;nster vorbereitet und vom DGB Kern unterst&uuml;tzt. Sie bestand aus drei Vortr&auml;gen, die jeweils aus unterschiedlicher Perspektive Hauptelemente der sog. &bdquo;Jahrhundert-Reform&ldquo; beleuchteten, die dieses Land seit nun fast zwei Jahrzehnten sehr ver&auml;ndert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=11891\">Maskenfall<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Durchpeitschen der Autobahnprivatisierung deckt sieben Kurzschl&uuml;sse unserer Demokratie auf<\/strong><br>\nAm 1. Juni 2017 verabschiedete der Deutsche Bundestag ein Paket aus 13 Grundgesetz&auml;nderungen und 19 Begleitgesetzen.. Einen Tag sp&auml;ter, am 2. Juni, best&auml;tigte der Bundesrat das Paket im Eilverfahren und einstimmig. Kern des Vorhabens ist die Privatisierung der Autobahnen. Mit dem Gesetzespaket werden die Autobahnen in Deutschland zentralisiert und ins Privatrecht &uuml;berf&uuml;hrt. Das materielle Eigentum an der neuen Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften bleibt beim Bund. Allerdings wurde eine materielle Privatisierungsform, sogenannte &ouml;ffentlich-privaten Partnerschaften (&Ouml;PP), erstmals in Grundgesetz aufgenommen. K&uuml;nftig kann nun das Management der neuen Gesellschaft den Neubau, Ausbau, Erhalt und Betrieb der Autobahnen auf Wege von &Ouml;PP sukzessive oder &ndash; wenn gew&uuml;nscht &ndash; auch auf einen Schlag privatisieren. Erm&ouml;glicht werden auch eigenkapital-&auml;hnliche Anlageformen an der Gesellschaft selbst wie Genu&szlig;scheine. Parallel wurde &Ouml;PP in Schulen f&uuml;r f&ouml;rderf&auml;hig erkl&auml;rt und mit 3,5 Mrd. Euro F&ouml;rdergeld vom Bund ausgestattet. Damit hat die Bundesregierung insgesamt die Struktur geschaffen f&uuml;r den umfangreichsten Privatisierungsprozess in Deutschland seit dem B&ouml;rsengang der Deutschen Telekom.<br>\nGegen das Vorhaben gab und gibt es eine  umfassende Aufkl&auml;rungskampagne und breiten Widerstand.  Wie kam es trotzdem zu dieser Privatisierung? Zur Beantwortung dieser Frage bedarf es sicher noch umfassender Nachbetrachtungen.  Die Stimmen aus der Zivilgesellschaft haben sich durchaus als lautstark und selbstbewusst erwiesen. Dieser Protest h&auml;tte aber noch lauter, noch breiter sein k&ouml;nnen und m&uuml;ssen. Inhaltlich endete die Auseinandersetzung faktisch aus Zeitgr&uuml;nden. Wer vor der Abstimmung  an eine Abgeordnete oder einen Abgeordneten geschrieben hatte, erhielt im besten Fall 36 Stunden vor der Abstimmung eine 10-seitige, vorformulierte E-Mail. Die meisten Abgeordneten antworteten erst nach der Abstimmung. Die Kurz-vor-Knapp-Argumentation erweist sich allerdings in den meisten Antworten der VolksvertreterInnen  als nicht stichhaltig, dazu an anderer Stelle mehr. [1]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/durchpeitschen-der-autobahnprivatisierung-deckt-sieben-kurzschluesse-unserer-demokratie-auf\/\">GiB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Christen bauen keine Waffen<\/strong><br>\n&ldquo;Sie sagen das eine und tun das andere&rdquo;: Besch&auml;ftigte und Unterst&uuml;tzer der Waffenbranche k&ouml;nnen sich laut Papst Franziskus nicht ernsthaft als christlich bezeichnen.<br>\nWer Waffen herstellt oder in die Waffenindustrie investiert, kann sich nicht ernsthaft als Christ bezeichnen &ndash; das meint zumindest Papst Franziskus. &ldquo;Alles wird f&uuml;r Geld getan&rdquo;, sagte er in Turin. Der Papst sprach &uuml;ber Vertrauen und sagte, wenn man nur Menschen vertraue, sei man verloren. Er denke dabei an &ldquo;Leute, Manager, Gesch&auml;ftsm&auml;nner, die sich als christlich bezeichnen und Waffen herstellen. Das f&uuml;hrt zu Misstrauen, oder nicht?&rdquo;<br>\nFranziskus kritisierte nicht nur Besch&auml;ftigte, sondern auch Investoren der Waffenindustrie. Ihnen warf er Doppelz&uuml;ngigkeit vor. &ldquo;Sie sagen das eine und tun das andere.&rdquo;<br>\nBereits mehrfach hatte sich der Papst kritisch &uuml;ber die Waffenbranche ge&auml;u&szlig;ert. Vor einem Jahr hatte er die Unternehmen als &ldquo;H&auml;ndler des Todes&rdquo; bezeichnet, vor einem Monat sagte er, die Branche verewige den Krieg, um Gewinn zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/papst-franziskus-kritisiert-waffenbranche-a-1040023.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hoffentlich haben das auch die katholisch gepr&auml;gten Mitglieder des Deutschen Bundestages vernommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Unschuldig auf der schwarzen Liste<\/strong><br>\nBanken m&uuml;ssen pr&uuml;fen, ob Kunden Terrorgruppen finanzieren oder Geldw&auml;sche betreiben. Daf&uuml;r nutzen sie Datenbanken wie &ldquo;World-Check&rdquo;. Nach einem Datenleck konnten nun erstmals Journalisten in diese Liste schauen und fanden dort auch einige fragw&uuml;rdige Eintr&auml;ge.<br>\nDie Liste ist ausgesprochen teuer. Wer reinschauen will, muss laut einer aktuellen Studie des Europaparlaments bis zu einer Millionen Euro pro Jahr daf&uuml;r bezahlen. Dennoch scheint sie ausgesprochen beliebt zu sein: Laut dem Anbieter nutzen sie 49 der 50 Top-Banken der Welt. Sie k&ouml;nnen sich damit unliebsame Kunden vom Leib halten &ndash; zum Beispiel Terroristen, Hacker, Betr&uuml;ger oder Kidnapper. Und die Liste ist lang: Sie umfasst mehr als zwei Millionen Profile &ndash; darunter auch von Mitgliedern von &Auml;rzte ohne Grenzen, Greenpeace oder Human Rights Watch. (&hellip;)<br>\nDer Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar bewertet die Nutzung von &ldquo;World-Check&rdquo; als &ldquo;rechtlich problematisch&rdquo;. In Deutschland w&auml;re der Betrieb der Datenbank nicht zul&auml;ssig. Ob deutsche Unternehmen Informationen von dem britischen Unternehmen abrufen d&uuml;rfen, ist demnach auch fraglich und h&auml;ngt vom Einzelfall ab. Laut dem Datensch&uuml;tzer muss jeweils gepr&uuml;ft werden, ob das schutzw&uuml;rdige Interesse des Betroffenen &uuml;berwiege &ndash; was in der Regel der Fall sein d&uuml;rfte. Caspar verweist insbesondere auf das &ldquo;Recht auf Vergessenwerden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/world-check-103.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gericht sieht in Vorratsdatenspeicherung Versto&szlig; gegen EU-Recht<\/strong><br>\nDie Speicherpflicht von Nutzerdaten gilt in Deutschland seit Dezember 2015. Eine &Uuml;bergangsfrist l&auml;uft am 1. Juli 2017 ab. Ab dann sind die Anbieter verpflichtet, gesammelte Daten bei Bedarf f&uuml;r die Strafverfolgung an Beh&ouml;rden zur Verf&uuml;gung zu stellen.<br>\nNach Auffassung des OVG aber verst&ouml;&szlig;t die deutsche Rechtslage nach einem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs vom Dezember 2016 gegen europ&auml;ische Datenschutzrichtlinien. Dabei geht es um das Vorhalten von Verkehrsdaten von Nutzern &uuml;ber zehn Wochen &ndash; also wer wann mit wem wie lange telefoniert oder sich im Internet bewegt &ndash; und von Standortdaten der Gespr&auml;che f&uuml;r vier Wochen (Az: 13 B 238\/17).<br>\nDie EU-Richter hatten sich an der anlasslosen Speicherung von Daten gest&ouml;rt. Ein IT-Unternehmen aus M&uuml;nchen hatte sich per einstweiliger Anordnung erfolglos an das Verwaltungsgericht K&ouml;ln gewandt. Das OVG gab dem Antrag jetzt in der zweiten Instanz statt. Das Unternehmen bleibt damit bis zu einer Entscheidung &uuml;ber eine Klage am Verwaltungsgericht K&ouml;ln gegen die Bundesnetzagentur vorerst von der Pflicht befreit.<br>\nDer Beschluss aus M&uuml;nster hat nach Aussage eines Gerichtssprechers keine grunds&auml;tzliche Auswirkung auf weitere anh&auml;ngige Verfahren, gilt aber als wichtiger Fingerzeig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/urteil-gericht-sieht-in-vorratsdatenspeicherung-verstoss-gegen-das-eu-recht-aid-1.6901065\">RP online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Zusammengefasst: Die Entscheidung zur Vorratsdatenspeicherung und ihre Folgen<\/strong><br>\nDa Spacenet den Antrag gestellt hat und ein Verwaltungsgericht nur im Einzelfall entscheiden kann, gilt die Entscheidung des OVG NRW unmittelbar nur f&uuml;r dieses Unternehmen. Das hei&szlig;t, wenn ein anderes Unternehmen ebenfalls von der Speicherpflicht ausgenommen werden will, muss es selbst einen Antrag an das Verwaltungsgericht K&ouml;ln stellen. Das Gericht ist f&uuml;r Angelegenheiten zust&auml;ndig, bei denen die Bundesnetzagentur (BNetzA) involviert ist. Die BNetzA hat den Anforderungskatalog f&uuml;r die VDS erstellt und ist daf&uuml;r zust&auml;ndig, die Sicherheitskonzepte der Provider zu pr&uuml;fen und Bu&szlig;gelder zu verh&auml;ngen, wenn diese ihrer Speicherpflicht nicht nachkommen.<br>\nDie Rechtslage ist f&uuml;r alle gleich, daher wird das VG K&ouml;ln bei Antr&auml;gen anderer Provider ebenso wie nun das OVG entscheiden. Die Provider m&uuml;ssen sich also keine Sorgen machen, dass ihre Eilantr&auml;ge abgelehnt werden. Jetzt geht es darum, die Provider dazu zu bewegen, solche Eilantr&auml;ge zu stellen &ndash; quasi ein &bdquo;opt out&ldquo; aus der Vorratsdatenspeicherung. Daf&uuml;r braucht es Druck von den Kunden, also von euch. Ihr k&ouml;nnt euch an eure Provider wenden und sie dazu auffordern, es Spacenet gleichzutun. Jens Kubieziel hat dazu bereits ein Musterschreiben erstellt. Je mehr Provider sich beteiligen, desto gr&ouml;&szlig;er wird der Druck auf die BNetzA. Wenn dieser pl&ouml;tzlich einige hundert Verfahren winken, ist denkbar, dass sie die Speicherpflicht erst einmal f&uuml;r alle aussetzt. (&hellip;)<br>\nDas endg&uuml;ltige Urteil des VG K&ouml;ln steht noch aus. Aber da &ndash; wie oben erw&auml;hnt &ndash; die Verwaltungsgerichte nur &uuml;ber Einzelf&auml;lle entscheiden k&ouml;nnen, liegt es am Bundesverfassungsgericht (BVerfG), das deutsche Gesetz zu kippen. Dort liegen mehrere Verfassungsbeschwerden vor, unter anderem von der Grundrechtsorganisation digitalcourage zusammen mit anderen Personen.<br>\nDas OVG NRW hat unmissverst&auml;ndlich formuliert, dass die deutsche VDS &bdquo;mit dem Recht der Europ&auml;ischen Union nicht vereinbar&ldquo; sei. Das Gericht begr&uuml;ndet das damit, dass die Speicherpflicht pauschal gelten solle und der Europ&auml;ische Gerichtshof genau das im Dezember ausgeschlossen hatte. Nicht nur das OVG ist dieser Ansicht: Zum gleichen Ergebnis kamen der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages, die Bundesdatenschutzbeauftragte und viele andere.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/zusammengefasst-die-entscheidung-zur-vorratsdatenspeicherung-und-ihre-folgen\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;For sale&ldquo; &ndash; wie Fl&uuml;chtlinge in Libyen zu Sklaven werden<\/strong><br>\nEinst war Libyen ein Eldorado f&uuml;r Migranten. Doch die Schlepper gehen immer brutaler mit denen um, die nach Europa wollen.<br>\nLibyen war einst ein Eldorado f&uuml;r Migranten: Ein Zufluchtsort f&uuml;r Hunderttausende von Westafrikanern, auf dessen Baustellen, &Ouml;lfeldern oder Fabriken sie mit f&uuml;r ihre Verh&auml;ltnisse traumhaften Geh&auml;ltern rechnen konnten. Seit Muammar Gaddafis Regime vor sechs Jahren mit westlicher Hilfe aus der Macht gebombt wurde, ist aus dem Zufluchtsort jedoch eine H&ouml;lle geworden &ndash; mit immer grausameren Berichten &uuml;ber die Machenschaften von Menschenh&auml;ndlern, die ihre Opfer als Sklaven verkaufen, in Bordellen halten oder unter Folter Geld von ihren Familien erpressen. Noch immer steuern Hunderttausende von Afrikanern auf der Suche nach Jobs den nordafrikanischen Staat an: Doch nur, um so schnell wie m&ouml;glich nach Europa zu kommen &ndash; woran viele bereits in der s&uuml;dlibyschen W&uuml;stenstadt Sabha auf schreckliche Weise scheitern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.fr.de\/politik\/migration-for-sale-wie-fluechtlinge-in-libyen-zu-sklaven-werden-a-1300788?google_editors_picks=true\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Normalerweise gehen Medien, Politik und &Ouml;ffentlichkeit mit der Ursache daf&uuml;r, dass sich so viele Fl&uuml;chtlinge auf dem Weg nach Europa machen, verschleiernd um. Auch in diesem Bericht wird nur im ersten gr&ouml;&szlig;eren Absatz erw&auml;hnt, dass die Flucht von 100 tausenden und der folgende Sklavenhandel und die Situation in Libyen die Folgen der westlichen Kriege sind, also direkt auf die Verantwortung der Regierungen in Frankreich, USA, Gro&szlig;britannien, etc. zur&uuml;ckgeht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>In einem abgekoppelten Waggon<\/strong><br>\nDer Soziologe Klaus D&ouml;rre &uuml;ber rechtspopulistische Erfolge unter Arbeitern &ndash; und wie man diesen begegnen kann<br>\nNicht nur der britische Punkmusiker John Lydon brachte die Wahl Donald Trumps zum US-Pr&auml;sidenten und den Brexit in Verbindung mit der &raquo;Arbeiterklasse&laquo;. Viele Beobachter stellen eine solche Verbindung her &ndash; in Deutschland am Beispiel der AfD. Lassen sich all diese Erscheinungen tats&auml;chlich in einen Topf werfen?<br>\nAlle diese Parteien haben Anh&auml;nger in allen gesellschaftlichen Schichten. Dennoch haben sie eine einschl&auml;gige Gemeinsamkeit: Sie vollziehen seit geraumer Zeit eine Entwicklung von einem radikalisierten Neoliberalismus hin zu einer sozial-nationalen Ausrichtung. Wie im Zeitraffer zeigt dies die Entwicklung der AfD. W&auml;hrend die Apparate und Kader dieser Parteien &uuml;berwiegend kleinb&uuml;rgerlich sind, haben sie doch viele Anh&auml;nger unter Arbeitern. Arbeiter haben den Brexit &uuml;berproportional unterst&uuml;tzt, Trump w&auml;re ohne rund zehn Millionen Stimmen aus dem Gewerkschaftslager nicht gew&auml;hlt worden. Bei ihrem spektakul&auml;ren Erfolg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und den nachfolgenden Landtagswahlen in 2016 war die AfD die von Arbeitern meistgew&auml;hlte Partei &ndash; und in &Ouml;sterreich stimmten 86 Prozent der Arbeiter bei der Pr&auml;sidentschaftswahl f&uuml;r den Kandidaten der FP&Ouml;. Auch wenn die Arbeiter in Europa mehrheitlich nicht f&uuml;r solche Kr&auml;fte stimmen, ist das sehr bedenklich. (&hellip;)<br>\nEs gilt, eine populare Klassenpolitik von unten zu erfinden, deren Horizont Gleichheit ist und nicht nur schwammige Gerechtigkeit. Eine solche Politik muss es freilich vermeiden, die Konfliktlinie &raquo;Klasse&laquo; etwa gegen &raquo;Umwelt&laquo; oder &raquo;Gender&laquo; auszuspielen. An einer solchen r&uuml;ckw&auml;rtsgewandten Politik ist schon die einst m&auml;chtige Kommunistische Partei Frankreichs eingegangen. Inspirierend k&ouml;nnen Bernie Sanders in den USA oder Jeremy Corbyn in Gro&szlig;britannien sein. Beide zeigen, dass eine solche Politik nicht von gestern ist, sondern junge Leute begeistert. Weniger bekannt ist die Schweizer Sozialdemokratie, die sich j&uuml;ngst eine wirtschaftsdemokratische Agenda gegeben hat, die &uuml;ber die Programmatik der deutschen Linkspartei hinausgeht. Vor einer Politik, die demokratisch polarisiert, haben die Rechtspopulisten Angst, weil sie zwischen ihren b&uuml;rgerlich-nationalen und ihren sozial-nationalen Fl&uuml;gel Keile treiben k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1055031.in-einem-abgekoppelten-waggon.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Warum niemand lesen will, was Martin Schulz wichtig ist<\/strong><br>\nDas Buch von SPD-Justizminister Heiko Maas zu seiner &bdquo;Strategie gegen Rechts&ldquo; ist bei Amazon einen Monat nach Erscheinen auf einen blamablen 22.000sten Verkaufsrang abgerutscht und hat 133 Mal die schlechteste Bewertung und nur sieben Mal die Beste. Martin Schulz&lsquo; Buch geht es kaum besser. Eine Woche nach Erscheinen liegt &bdquo;Was mir wichtig ist&ldquo; auf 3.700stem Rang und wird ebenfalls vorwiegend mit Spott bedacht. Warum interessiert es niemand, was dem Spitzenkandidaten der zweitgr&ouml;&szlig;ten Partei wichtig ist, w&auml;hrend ein Buch der Spitzenkandidatin der Linken monatelang an der Spitze der Sachbuch-Verkaufscharts stand?<br>\nBei Panorama ist nachzulesen und im Video nachzusehen, was Schulz fordert und die SPD schon 2013 im Wahlkampf gefordert und danach wieder vergessen hat, ein Ende der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen. Dargestellt wird auch, wie die SPD-gef&uuml;hrten Ministerien die M&ouml;glichkeiten der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen gerne und zunehmend nutzen. Bei der Abstimmung &uuml;ber einen Antrag auf Abschaffung der sachgrundlosen Befristung im Bundestag hat die SPD mit Nein gestimmt. (Die Gr&uuml;nen haben sich henthalten.) Es ist also erkennbar unerheblich, was der SPD-Spitzenkandidat sagt oder schreibt, dass ihm wichtig sei. Verst&auml;ndlicher Weise liest niemand ein Buch, in dem er das ausbreitet.<br>\nZum Vergleich: Das Buch von Sahra Wagenknecht &bdquo;Reichtum ohne Gier&ldquo; stand lange auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und hat 54 beste und zweitbeste gegen&uuml;ber acht schlechtesten (und 0 zweitschlechtesten) Bewertungen. Sogar Thomas de Maizi&egrave;re, auch nicht gerade ein Sympathietr&auml;ger, kam mit seinem Buch vor ein paar Jahren besser weg als Schulz und Maas.<br>\nDie SPD hat ein betr&auml;chtliches Relevanz- und Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/850-spd-buecher\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Deutsche Welle vs. RT Deutsch: Wer macht hier tats&auml;chlich &ldquo;Propaganda&rdquo;? &ndash; Teil 1<\/strong><br>\nEin Vergleich von RT Deutsch mit der Deutschen Welle (DW) als Pendant liegt nahe. Aber die DW-Journalisten weisen ihn zur&uuml;ck. Sie halten ihre Arbeit im Unterschied zum russischen Medium f&uuml;r &ldquo;unabh&auml;ngigen und ausgewogenen Journalismus&rdquo;. Ist es wirklich so?<br>\nIm Vergleich zur Deutschen Welle, die &ndash; zun&auml;chst als GmbH gegr&uuml;ndet &ndash; seit 1924 auf Sendung ist und zurzeit ein weltweites Netz in 30 Sprachen unterh&auml;lt, ist RT noch ein Kind. Das russische staatliche Auslandsmedium ist 2005 entstanden, RT Deutsch gibt es seit Oktober 2014. Vielleicht kam die Deutsche Welle auch deshalb bislang nicht auf unser Radar &ndash; RT Deutsch war zu sehr mit seiner eigenen Entwicklung besch&auml;ftigt. (&hellip;)<br>\nRT im Allgemeinen und RT Deutsch im Besonderen sind bei der Deutschen Welle hingegen ein Dauerthema. Schon fr&uuml;h nach Start des Sendebetriebes begr&uuml;&szlig;te die Deutsche Welle unser Medium auf seine Weise. Bereits im Dezember 2014 brachte der russischsprachige Ableger der DW den Artikel &ldquo;RT in Deutschland: Ehemalige Spione und Skandaljournalisten im Kampf um die Zuschauer&rdquo;. Das Fazit war: Zu aggressiv und antiamerikanistisch sei das neue Portal, zu viele skurrile Experten &ndash; f&uuml;r einen anspruchsvollen Nutzer ist da nichts. Propaganda? Nat&uuml;rlich, aber eine schlechte.<br>\nEigenes Wirken sieht der Sender dagegen in einem strahlenden Licht. Nur aus &ldquo;weiter Ferne&rdquo; sei Deutsche Welle mit RT vergleichbar, sagte der Intendant des Senders, Peter Limbourg:<br>\nNat&uuml;rlich sind wir ein Auslandssender, aber wir sind demokratisch verfasst. Der Unterschied zu russischen Auslandsmedien ist, dass wir auch die Meinungen der Opposition, aller im Parlament vertretener Parteien, abbilden. Wir versuchen, m&ouml;glichst objektiven, ausgewogenen Journalismus zu bieten, der beide Seiten zu Wort kommen l&auml;sst&rdquo;, so Limbourg in einem Zeit-Interview im April 2015.<br>\nZu diesem Moment sei das russisch- und ukrainischsprachige Angebot der Deutschen Welle bereits deutlich erh&ouml;ht worden. Seit Ende 2014 berichtet DW auf Russisch rund um die Uhr und entwickelt immer mehr neue Formate. Seit 2011 geht DW in Russland &uuml;ber russische Partnersender wie RBK und Dozhd als Fernsehen auf Sendung. Insgesamt hat DW bis zu 41 Medienpartner in Russland, dazu arbeiten mehrere bekannte, kremlkritische Journalisten mit dem Sender zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/gesellschaft\/52882-deutsche-welle-vs-rt-deutsch-wer-macht-propaganda\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/AM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-38894","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38894","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38894"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38894\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38928,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38894\/revisions\/38928"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38894"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38894"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38894"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}