{"id":3890,"date":"2009-04-15T09:39:07","date_gmt":"2009-04-15T07:39:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3890"},"modified":"2009-04-15T10:21:21","modified_gmt":"2009-04-15T08:21:21","slug":"hinweise-des-tages-871","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3890","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Industrie schrumpft im Rekordtempo<\/li>\n<li>Paul Krugman: &ldquo;Wir m&uuml;ssten schon einen neuen Planeten finden&rdquo;<\/li>\n<li>Die Euro-Staaten driften auseinander<\/li>\n<li>Lucas Zeise &ndash; Wenn wir zahlen Seit&rsquo; an Seit&rsquo;<\/li>\n<li>Schuld der Banker: Versager in der Krise <\/li>\n<li>Bad Bank: Politiker von Union und SPD mahnen schnelle Entscheidung an<\/li>\n<li>Hedge-Fonds droht Massensterben<\/li>\n<li>Positionspapier der Arbeitgeber: Erschreckend <\/li>\n<li>Verk&uuml;rzung des Alg I &ndash; Geschw&auml;chter Katalysator<\/li>\n<li>Auch Bundesunternehmen drohen hohe Verluste aus Cross Border Leasing-Gesch&auml;ften<\/li>\n<li>Hohe Wasserpreise nutzen dem Land &ndash; Berliner machen Berlin fl&uuml;ssig<\/li>\n<li>Wasserpreise ver&auml;rgern Kartellamt: St&auml;rkere Regulierung der Monopole gew&uuml;nscht<\/li>\n<li>Gutachter: Gasag &uuml;berzieht beim Preis<\/li>\n<li>Baustelle Bahn: Sparen bei der Sicherheit?<\/li>\n<li>BILD: So schrumpft die Krise Ihre Rente<\/li>\n<li>Gesetzliche Rente: Auch die Rendite stimmt<\/li>\n<li>Rentnerparadies Florida: Wie reiche Rentner verarmen<\/li>\n<li>B&uuml;rger lehnen Umbau der Krankenversicherung ab<\/li>\n<li>500 Euro f&uuml;r jedes Kind<\/li>\n<li>Genmais: Vom Acker<\/li>\n<li>Illegale: Von der Konkurrentin zur Kollegin<\/li>\n<li>Reichensteuer-Forderung der SPD: Heuchelei als Prinzip<\/li>\n<li>Clement wird Berater in Russland<\/li>\n<li>Die Argumente f&uuml;r Kinderporno-Sperren laufen ins Leere<\/li>\n<li>Buchbesprechung: Heiner Flassbeck: &bdquo;Gescheitert&ldquo;. Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert.<\/li>\n<li>DIW kapituliert bei der Konjunkturforschung<\/li>\n<li>Demokratie in der Hochschulen und Hochschulen in der Demokratie<\/li>\n<li>Nachtrag zum gestrigen Hinweis &bdquo;Abgest&uuml;rzte Helden: Die Bankenkrise&ldquo;<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3890&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Industrie schrumpft im Rekordtempo<\/strong><br>\nDie Rezession schl&auml;gt voll auf die deutsche Industrie durch: Die Ums&auml;tze des verarbeitenden Gewerbes brachen im Februar so stark ein wie seit Beginn der Datenerhebung nicht. Am st&auml;rksten betroffen sind die Autohersteller und ihre Zulieferer.\n<p>Die deutsche Industrie hat im Februar erneut weniger umgesetzt. Die Erl&ouml;se im verarbeitenden Gewerbe sackten im Vergleich zum Vorjahr arbeitst&auml;glich bereinigt um 23,3 Prozent ab, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Dies sei der st&auml;rkste Einbruch gegen&uuml;ber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Berechnungen im Jahr 1991. Damit beschleunigte sich das Tempo des Einbruchs: Im Januar waren die Ums&auml;tze noch um 19,9 Prozent zur&uuml;ckgegangen. <\/p>\n<p>Im Februar gab vor allem der Auslandsumsatz nach &ndash; er brach um 27,5 Prozent ein. Im Inland erl&ouml;sten die Unternehmen 19,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/:Massiver-R%FCckgang-Industrie-schrumpft-im-Rekordtempo\/499868.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aber in Deutschland gilt die Hauptsorge der Inflation!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman: &ldquo;Wir m&uuml;ssten schon einen neuen Planeten finden&rdquo;<\/strong><br>\nZwar gebe es Anzeichen daf&uuml;r, dass sich der Abschwung verlangsame. Aber Anzeichen f&uuml;r einen Aufschwung gebe es nicht. Nirgends.\n<p><em>&ldquo;Woher soll denn der Nachfrageschub kommen, den wir brauchen&ldquo;<\/em>, fragt Krugman.<em> &ldquo;Exporte werden uns nicht retten, weil die gesamte Welt am Boden liegt. Es sei denn, wir finden einen neuen Planeten, der uns unsere Waren abkauft.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>&ldquo;Wir haben noch nie einen so rasanten Absturz erlebt&ldquo;<\/em>, sagt er,<em> &ldquo;nicht einmal zu Zeiten der Gro&szlig;en Depression.&ldquo; <\/em> St&auml;rker noch als die USA w&uuml;rde Europa von den weltwirtschaftlichen Verwerfungen getroffen, glaubt Krugman.<\/p>\n<p>Es gebe trotz Einheitsw&auml;hrung keinen einheitlichen Anleihenmarkt. &ldquo;Eine Euro-Anleihe ist keine Euro-Anleihe, weil Investoren weit h&ouml;here Risikoaufschl&auml;ge f&uuml;r griechische Staatsanleihen verlangten als f&uuml;r spanische, franz&ouml;sische oder deutsche&ldquo;, sagt Krugman. Diese Fragmentierung bedeute, dass der Euro auf absehbare Zeit auf dem Devisenmarkt nicht zum Dollar aufschlie&szlig;en werde.<\/p>\n<p>Trotz seiner d&uuml;steren Lagebeschreibung will er seiner Heimat eine europ&auml;ische Kur verschreiben.<br>\n&ldquo;Amerika braucht einen Sozialstaat nach dem Vorbild Europas und ein stark reguliertes Finanzsystem&rdquo;, sagt er. &ldquo;Bankgesch&auml;fte m&uuml;ssen dringend wieder langweilig werden.&rdquo; Nur dann g&auml;ben die Finanzm&auml;rkte Ruhe und die Wirtschaft k&ouml;nnte wieder wachsen. Ganz gem&auml;chlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/350\/464944\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Krugmann gei&szlig;elt Europas Krisenmanagement<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubB8DFB31915A443D98590B0D538FC0BEC\/Doc~EE8561627312F43F298CADDB7AC64DCC3~ATpl~Ecommon~Scontent.html%20\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em>Zur These Krugmanns, dass es trotz Einheitsw&auml;hrung keinen einheitlichen Anleihemarkt g&auml;be:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Euro-Staaten driften auseinander<\/strong><br>\nWie ein k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichter Bericht der EU-Kommission zeigt, hat sich die Wettbewerbsf&auml;higkeit der Euro-L&auml;nder auseinanderentwickelt. Die Studie unterscheidet aufgrund empirischer Daten (reale effektive Wechselkurse) drei L&auml;ndergruppen: Deutschland und in geringerem Ma&szlig; Finnland, &Ouml;sterreich und Frankreich haben ihre Preis- und Kosten-Wettbewerbs-F&auml;higkeit im Vergleich mit den &uuml;brigen Euro-Staaten in diesen zehn Jahren verbessert. Staaten wie Irland, Griechenland und Spanien haben hingegen an Wettbewerbsf&auml;higkeit verloren; einige weitere, darunter Belgien, haben ihre Position ungef&auml;hr gehalten. Diese Verschiebungen trugen zu einer divergierenden Entwicklung der nationalen Handels- und Leistungsbilanzen bei. Hatten zum Beispiel die Leistungsbilanzen von Deutschland und der Niederlande 1998 noch ein geringes Defizit bzw. einen relativ bescheidenen &Uuml;berschuss ausgewiesen, schrieben sie 2008 &Uuml;bersch&uuml;sse von satten 7,1% bzw. 8,4% des Bruttoinlandprodukts (BIP). Am anderen Ende des Spektrums stehen &ndash; abgesehen vom erst k&uuml;rzlich zur Euro-Zone gesto&szlig;enen Zypern &ndash; Spanien, Portugal und Griechenland mit letztj&auml;hrigen Leistungsbilanzdefiziten von &uuml;ber 9% des BIP und einer starken Ausweitung &uuml;ber die letzten zehn Jahre.\n<p>Staaten mit einem zu Beginn vergleichsweise tiefen Preisniveau haben h&ouml;here durchschnittliche Preissteigerungen erlebt als solche mit einem durchschnittlichen Ausgangsniveau. Damit verteuerten sich ihre Exporte, was einen (kleinen) Teil der Verluste an Wettbewerbsf&auml;higkeit erkl&auml;rt. Ein wesentlicher Teil der Divergenzen aber h&auml;tten beunruhigende Ursachen, mahnt die Kommission. Hierzu z&auml;hlt sie etwa eine entt&auml;uschende Produktivit&auml;tsentwicklung in manchen &auml;rmeren Staaten und eine &uuml;ber dem Produktivit&auml;tswachstum liegende Lohnentwicklung. So seien die Lohnst&uuml;ckkosten in Griechenland 2003&ndash;07 deutlich gestiegen, da der zuvor verzeichnete Anstieg der Arbeitsproduktivit&auml;t versiegte, die L&ouml;hne aber weiter wuchsen. Umgekehrt war Lohnzur&uuml;ckhaltung ein Grund f&uuml;r die Steigerung der deutschen Wettbewerbsf&auml;higkeit. Die &auml;rmeren Staaten haben im Allgemeinen einen hohen Kapitalzufluss erlebt, da mit der Schaffung der W&auml;hrungsunion ihr zuvor hohes Wechselkursrisiko entfiel, die von den Investoren verlangten Risikopr&auml;mien sanken und die Gemeinschaftsw&auml;hrung die Integration der Finanzm&auml;rkte f&ouml;rderte. Doch das ausl&auml;ndische Kapital sei nicht immer f&uuml;r die produktivsten Zwecke genutzt worden, betont der Kommissionsbericht. Statt in Investitionen sei es vor allem in den Konsum und in den Wohnungsbau geflossen, womit es statt des Wachstums die Verschuldung der privaten Haushalte und Immobilienblasen gef&ouml;rdert habe. Zu Letzteren trugen auch tiefe Realzinsen bei, die sich in diesen Staaten aus der Kombination einer &uuml;ber dem Durchschnitt der Euro-Zone liegenden Inflation mit einer einheitlichen Geldpolitik ergaben. All dies macht die Defizitl&auml;nder anf&auml;llig f&uuml;r abrupte &Auml;nderungen der Finanzmarkt-Bedingungen, weshalb sie der jetzigen Finanzkrise besonders stark ausgesetzt sind.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_euro-staaten_driften_auseinander_1.2393044.html?printview=true\">NZZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/economy_finance\/publications\/publication14650_en.pdf\">Europ&auml;ische Kommission [PDF &ndash; 1,1 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Einmal mehr erfolgt der Beleg, dass die Konvergenzkriterien von Maastricht, welche bestimmte Werte bei Inflation, langfristigen Zinss&auml;tzen und beim Haushaltsdefizit sowie stabile Wechselkurse vorschrieben, wenig &uuml;ber die reale Wettbewerbsf&auml;higkeit einer Volkswirtschaft aussagen &ndash; zudem sind sie extrem manipulationsanf&auml;llig. Einen einheitlichen W&auml;hrungsraum sollten nur L&auml;nder bilden, die sich realwirtschaftlich &auml;hnlich sind, d.h. vor allem ein &auml;hnliches Produktivit&auml;tsniveau aufweisen. So sonnten sich kurzfristig gew&auml;hlte Politiker inklusive Kommission im viel zu ambiti&ouml;s angelegten Projekt einer gro&szlig;en W&auml;hrungsunion, das das Langfristprojekt, das gemeinsame Haus Europa, heute zu zerrei&szlig;en droht. Nat&uuml;rlich hat sich Deutschland, durch extreme Lohnzur&uuml;ckhaltung, sprich Lohndumping, auf Kosten der &uuml;brigen Eurozone und der eigenen Arbeitnehmer Wettbewerbsvorteile verschafft, aber nichtsdestotrotz waren die S&uuml;dl&auml;nder f&uuml;r einen derartigen Schritt schlecht ger&uuml;stet. <\/em><\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund kommt der Vorschlag von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy wie auch des IWF, die osteurop&auml;ischen EU-Mitglieder angesichts der aktuellen Krise so schnell wie m&ouml;glich in die Eurozone aufzunehmen nur einer kosmetischen Korrektur gleich. Die meisten L&auml;nder sind in einer W&auml;hrungsunion nicht wettbewerbsf&auml;hig. W&auml;hrend man Merkel und Sarkozy als ahnungslose Wichtigtuer abtun kann, ist es geradezu ein Alarmzeichen, dass eine Institution wie der IWF, dem die G-20 eine wichtige Rolle in der jetzigen Wirtschaftskrise zugeschrieben haben, auf solche Strategien setzt. Die baltischen Staaten und Bulgarien haben ihre W&auml;hrungen bereits in einem fixen Wechselkurs an den Euro gebunden, d.h. sie k&ouml;nnen ihre W&auml;hrung nicht abwerten und damit ihre Exporte f&ouml;rdern bzw. die Bev&ouml;lkerung zwingen, beim Konsum ausl&auml;ndischer Waren zu sparen. Wachsende Defizite sind die Folge. Und was die Bewertung der hohen Verschuldung betrifft, die Zinsdifferenz (Spread) zwischen deutschen Staatsanleihen und denjenigen der Peripherie der Eurozone war noch nie so hoch wie heute. D.h. aber je h&ouml;her die Zinsen, desto teurer wird die Finanzierung beispielsweise von Konjunkturprogrammen, was wiederum die Krise versch&auml;rft.<\/p><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise &ndash; Wenn wir zahlen Seit&rsquo; an Seit&rsquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung opfert den Staatshaushalt einem Ziel, das sie mit den Top-Bankern teilt: Dass die deutsche Finanzbranche gr&ouml;&szlig;er und st&auml;rker aus dieser Krise hervorgeht.<br>\nNun kommt die Bad Bank doch. Nicht allein, weil Schnappauf und Ackermann sie w&uuml;nschen. Es zeigt sich vielmehr, dass die deutschen Banken alles andere als stabil sind. Angesichts der rapide schlechter werdenden Gesch&auml;ftslage ihrer Kunden kommen bei den Banken zu den alten toxischen Giftkreditpaketchen ganz gew&ouml;hnliche faule Kredite hinzu.<br>\nVieles deutet darauf hin, dass alles noch viel schlimmer ist. Dass n&auml;mlich die Verantwortlichen in Kanzleramt und Ministerium und die Gro&szlig;en der Finanzbranche eine grundlegende Einigkeit des Ziels verbindet, welches da lautet: Die deutsche Finanzbranche soll gr&ouml;&szlig;er und st&auml;rker aus dieser Krise hervorgehen(&hellip;)\n<p>Die satte Zuwendung an die Commerzbank (zeigt), dass der Bankenrettungsplan ganz offen dazu genutzt wird, eine relativ gro&szlig;e Bank noch gr&ouml;&szlig;er zu machen und zugleich den Marktf&uuml;hrer im Versicherungsgewerbe zu kr&auml;ftigen. Mit diesen Zielen identifiziert sich das Team an der Regierungsspitze. Wir sollten ernsthaft &uuml;berlegen, es bei der Wahl abzul&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Lucas-Zeise-Wenn-wir-zahlen-Seit-an-Seit\/499691.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl: Schuld der Banker: Versager in der Krise <\/strong><br>\nErst versagen sie, jetzt stehlen sie sich aus der Verantwortung: Bei den Bankern mangelt es an Selbstkritik, dem Eingest&auml;ndnis von Fehlern &ndash; und an einem Schuldbekenntnis.<br>\nNeuerdings schieben sie die Schuld auch gern auf den Staat: Der Staat habe eben den Markt nicht gut reguliert. Regulierungsversagen aber sei ein Staatsversagen, kein Marktversagen. Dieses Reden ist von geh&ouml;riger Chuzpe. Wer so redet, ist in der Krise so verantwortunglos wie vor der Krise. Er redet wie der Brandstifter, der sich darauf hinausredet, dass der Brandschutz zu lasch gehandhabt worden sei.\n<p>Bei dieser Argumentation versagt aber offensichtlich das Erinnerungsverm&ouml;gen derer, die so argumentieren: Der Staat hat n&auml;mlich nicht &ldquo;versagt&rdquo;, sondern genau das getan, was die Ideologen des v&ouml;llig freien, ungez&uuml;gelten Marktes verlangt haben: Der Staat hat sich aus dem Finanzmarkt forderungsgem&auml;&szlig; weitgehend herausgehalten.<br>\nEs fand also in der Tat keine oder kaum eine Kontrolle statt, wenn die Banken ihre dubiosen Gesch&auml;fte in Zweckgesellschaften auslagerten; das war nicht Schlamperei, Leichtsinn, Lustlosigkeit, Lethargie, &Uuml;berforderung des Staates &ndash; das war so gewollt. Das angebliche Versagen der Finanzkontrolle war kein Versagen, sondern die konsequente Durchsetzung der Ideologie des freien, sich selbst kontrollierenden Marktes. <\/p>\n<p>Der Staat war nicht Versager, sondern Verf&uuml;hrter. Er wurde verf&uuml;hrt und in die Irre gef&uuml;hrt von den Lehren derer, die ihn jetzt Versager nennen, es aber selber sind. Erst haben sie versagt, jetzt stehlen sie sich aus der Verantwortung. Mit solchen &Ouml;konomen ist das Vertrauen in die Wirtschaft nicht wiederherzustellen. Eine neue F&uuml;hrungsgeneration muss die F&uuml;hrung und die Verantwortung &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/305\/464899\/text\/\">SZ <\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bad Bank: Politiker von Union und SPD mahnen schnelle Entscheidung an<\/strong><br>\nAuf die Steuerzahler kommen durch die Bad-Bank-Pl&auml;ne der Regierung m&ouml;glicherweise neue Milliardenrisiken zu. Experten von Union und SPD warnen bereits, dass das Geld des Rettungsfonds Soffin nicht ausreicht, um eine Kreditklemme in der zweiten Jahresh&auml;lfte zu verhindern.\n<p>Die knapp 500 Milliarden Euro reichen dem Soffin wohl bald nicht mehr aus. Davon ist jedenfalls der Unions-Fraktionsvize Michael Meister &uuml;berzeugt. &ldquo;Es ist ausgeschlossen, dass die bisher vorgesehenen Mittel des Bankenrettungsfonds f&uuml;r eine Bereinigung der Bankbilanzen reichen&rdquo;, sagte der Finanzexperte dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo;. Der Soffin kann f&uuml;r Refinanzierungsgesch&auml;fte der Banken b&uuml;rgen oder sich zu ihrer Stabilisierung direkt in die Geldinstitute einkaufen.<\/p>\n<p>Meister forderte, die Regierung m&uuml;sse unverz&uuml;glich handeln, um ernsthafte Probleme bei der Kreditversorgung in der zweiten Jahresh&auml;lfte zu vermeiden. Die Banken sollten m&ouml;glichst noch im zweiten Quartal von institutseigenen Bad Banks profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,618929,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Die Unverfrorenheit, mit der hier Lobbyisten der Finanz-&ldquo;industrie&rdquo; im Gewand von Bundestagsabgeordneten hunderte Milliarden Euro vom Staat <strong>fordern<\/strong>, macht nur noch fassungslos.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>LBO-Firmen droht Massensterben<\/strong><br>\nDie Kreditkrise sch&uuml;ttelt Private-Equity-Gesellschaften richtig durch: Zahlreiche Unternehmen, deren &Uuml;bernahme durch Schulden finanziert wurde, brechen zusammen. Laut S&amp;P k&ouml;nnte die Ausfallrate in Westeuropa dieses Jahr auf ein Rekordhoch steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Schuldenfinanzierte-%DCbernahmen-LBO-Firmen-droht-Massensterben\/498936.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Positionspapier der Arbeitgeber: Erschreckend<\/strong><br>\nMit einem Positions-Papier buchstabieren sie unmissverst&auml;ndlich vor, wo ihre politischen Pr&auml;ferenzen liegen: Weg mit dem Mindestlohn! Runter mit dem K&uuml;ndigungsschutz! Her mit der Gesundheitspr&auml;mie! Voran mit der Privatisierung von Unternehmen wie der Deutschen Bahn. Etliches davon wird sich demn&auml;chst eins zu eins in den Wahlprogrammen von Union und FDP wiederfinden.\n<p>Auf erschreckende Weise neu ist dagegen, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise nur altbekannte Reflexe beim Spitzenverband der deutschen Arbeitgeber ausl&ouml;st.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1719668_Kommentar-Erschreckend.html\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.arbeitgeber.de\/www\/arbeitgeber.nsf\/res\/BDA_Krise_bew%C3%A4ltigen.pdf\/$file\/BDA_Krise_bew%C3%A4ltigen.pdf\">Die Krise bew&auml;ltigen &ndash; Weichen f&uuml;r Wachstum und Arbeit stellen, BDA [PDF &ndash; 339 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Verk&uuml;rzung des Alg I &ndash; Geschw&auml;chter Katalysator<\/strong><br>\nDie Konjunkturforscher des IMK bef&uuml;rchten, dass viele Unternehmen in wenigen Monaten doch mit umfangreichen Entlassungen beginnen werden. F&uuml;r die zweite Jahresh&auml;lfte rechnen sie mit einem Anstieg der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl um 675.000. Zum Jahresende werden nach der aktuellen IMK-Prognose 4,2 Millionen Menschen ohne Stelle sein.<br>\nAngesichts der d&uuml;steren Zahlen r&auml;t Gustav Horn, &uuml;ber eine l&auml;ngere Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld I nachzudenken. Denn die finanzielle Absicherung &uuml;ber Sozialtransfers z&auml;hlt f&uuml;r Makro&ouml;konomen zu den &ldquo;automatischen Stabilisatoren&rdquo;, mit denen Nachfrage- und Konjunkturschwankungen abgefangen werden k&ouml;nnen. Die stabilisierende Wirkung des Arbeitslosengeldes ist in Deutschland aber erheblich zur&uuml;ckgegangen, seit die Bezugsdauer f&uuml;r die meisten Arbeitnehmer im Zuge der Hartz-Reformen auf ein Jahr begrenzt wurde und danach nur noch das deutlich niedrigere ALG II gezahlt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_94837.html?cis_mode=print\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/li>\n<li><strong>Auch Bundesunternehmen drohen hohe Verluste aus Cross Border Leasing-Gesch&auml;ften <\/strong><br>\nNeben Kommunen haben auch Unternehmen im Besitz des Bundes Cross-Border-Leasing-Gesch&auml;fte mit US-Investoren abgeschlossen. Das berichtet das ARD-Wirtschaftsmagazins Plusminus in seiner aktuellen Ausgabe. Dabei hat die Deutsche Bahn AG ICE-Z&uuml;ge im Wert von 660 Millionen Euro ver&auml;u&szlig;ert und f&uuml;r die Nutzung zur&uuml;ckgeleast. Die Deutsche Post AG hat Briefverteilzentren und die Deutsche Flugsicherung GmbH technische Anlagen in derartige Gesch&auml;fte eingebracht. Bund und Kommunen m&uuml;ssen mit hohen Verlusten durch Cross-Border-Leasing-Gesch&auml;fte rechnen, sagt Prof. Thomas Hartmann-Wendels vom Forschungsinstitut f&uuml;r Leasing an der Universit&auml;t K&ouml;ln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,mvn6poflgwlwh1rv~cm.asp\">ARD\/Plusminus<\/a><\/li>\n<li><strong>Hohe Wasserpreise nutzen dem Land &ndash; Berliner machen Berlin fl&uuml;ssig<\/strong><br>\nBei den halbprivaten Wasserbetrieben sprudeln die Einnahmen dank einer Tariferh&ouml;hung. Das Geld flie&szlig;t in den Landeshaushalt. Opposition fordert Preissenkung, SPD bereut die Teilprivatisierung. Die SPD zeigt sich selbstkritisch: &ldquo;Wir betrachten die Teilprivatisierung inzwischen als Fehler, den wir heute nicht mehr machen w&uuml;rden&rdquo;, sagt der Abgeordnete Holger Th&auml;richen. &ldquo;Aber da kommen wir erstmal nicht mehr heraus.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/regional\/berlin\/aktuell\/artikel\/1\/berliner-machen-berlin-fluessig\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Wasserpreise ver&auml;rgern Kartellamt: St&auml;rkere Regulierung der Monopole gew&uuml;nscht<\/strong><br>\nAnders als die Branchen Energie und Telekommunikation unterliegt die Wasserindustrie einer schwachen Regulierung. Erst bei einem Missbrauchsverdacht gegen die Firmen, die ihre Preise unabh&auml;ngig festlegen d&uuml;rfen, k&ouml;nnen die Beh&ouml;rden einschreiten. Experten wie Christian von Hirschhausen vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) fordern daher eine sch&auml;rfere Regulierung. Die Wasserwirtschaft habe ein Monopol, in dem die Preise f&uuml;r ein Kubikmeter Wasser zwischen 50 Cent und vier Euro schwankten. Die Kartellw&auml;chter wollen sich nun einen &Uuml;berblick &uuml;ber die Entgeltstruktur der zergliederten Branche verschaffen. Dazu wurde bei dem Treffen in Bonn ein Arbeitskreis eingesetzt, in dem Vertreter der Kartell&auml;mter sitzen, wie eine Kartellamtssprecherin best&auml;tigte. Die Wasserbranche lehnt eine sch&auml;rfere Regulierung ab und bevorzugt freiwillige L&ouml;sungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/art271,2773380?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Etwas seltsam mutet die Aussage, dass die Preisgestaltung auf dem Wassermarkt erinnere an die Strom- und Gasbranche vor zwanzig Jahren. &ldquo;Unbehelligt von Aufsichtsbeh&ouml;rden k&ouml;nnen die Wasserversorger ihre Preise und Geb&uuml;hren festsetzen und das Geld von den Konten der rund 44 Millionen Kunden abbuchen. Wie die Preise zustande kommen, bleibt im Dunkel, bem&auml;ngeln Kritiker.&rdquo; Seit wann kennen wir die Preisstruktur der Strom- und Gasbranche?<\/em><\/p>\n<p><em>Zu dieser Anmerkung passt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gutachter: Gasag &uuml;berzieht beim Preis<\/strong><br>\nEine Studie zur Gaspreisentwicklung in Deutschland wirft f&uuml;hrenden Regionalversorgern systematischen Preismissbrauch vor und kommt zu dem Schluss, dass die Verbraucher aufgrund des mangelnden Wettbewerbs in diesem Jahr rund zwei Milliarden Euro zu viel zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite-Gasag-Gaspreis-Energie;art692,2773475?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Baustelle Bahn: Sparen bei der Sicherheit?<\/strong><br>\nViele Baustellen der Deutschen Bahn sind offenbar unzureichend abgesichert und damit gef&auml;hrlich f&uuml;r Bauarbeiter, Zugf&uuml;hrer und Bahnreisende. Das belegen interne Unterlagen und Aussagen von Mitarbeitern der Bahn gegen&uuml;ber Frontal21. Grund sind fehlende oder mangelhafte &ldquo;Bau- und Betriebsanweisungen&rdquo;.\n<p>Diese Bau- und Betriebsanweisung, kurz: Betra, legt Sonderregeln bei Bauarbeiten fest, wie zum Beispiel Geschwindigkeitsbegrenzungen, Umleitungen oder Streckensperrungen. Solche Sonderregeln muss der &ouml;rtlich f&uuml;r die Sicherheit verantwortliche Fahrdienstleiter kennen, damit Unf&auml;lle vermieden werden.<\/p>\n<p>Frontal21 liegen Dokumente vor, nach denen beispielsweise in der Eisenbahnregion West, das ist die meist befahrene Region Deutschlands, 40 Prozent der Bau- und Betriebsanweisungen zu sp&auml;t eintreffen oder fehlerhaft sind. &ldquo;Nicht qualit&auml;tsgerecht&rdquo; waren bundesweit sogar 92 Prozent der Antr&auml;ge f&uuml;r diese Anweisungen, beschwerte sich noch Ende 2007 der Bahngesamtbetriebsrat beim Vorstand der DB Netz AG.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/13\/0,1872,7554829,00.html\">ZDF\/Frontal21<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>BILD: So schrumpft die Krise Ihre Rente<\/strong><br>\nF&uuml;r manche sind es 5 Euro, f&uuml;r andere fast 50 Euro: Immer mehr Deutsche haben durch die Wirtschaftskrise Einbu&szlig;en bei der Rente!\n<p>Rentenberaterin Astrid Koser, Karlsruhe: &bdquo;Die Riester-Rente ist die einzige Privatvorsorge, die Hartz-IV-sicher ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/ratgeber\/geld-karriere\/2009\/04\/14\/rente\/hartz-iv-empfaenger-verlieren-am-meisten-durch-finanzkrise.html\">BILD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine neue Variante der BILD-Kampagne zur <a href=\"?p=305\">&bdquo;Schrumpf-Rente&ldquo;<\/a> und eine unverhohlene Werbung f&uuml;r die private Riester-Rente. Das Wichtigste wurde typischerweise wieder einmal unterschlagen, n&auml;mlich dass jemand, der l&auml;ngere Zeit arbeitslos ist, sehr schnell unter den Betrag der Grundsicherung von 627 Euro monatlich f&auml;llt. Und wer diese (staatliche) Grundsicherung erh&auml;lt, bei dem wird die Riester-Rente verrechnet. Wer als Hartz-IV-Empf&auml;nger riestert, l&auml;uft Gefahr, <a href=\"?p=2890\">am Ende vergebens gespart zu haben<\/a><\/em>.<\/p><\/li>\n<li><strong>Gesetzliche Rente: Auch die Rendite stimmt<\/strong><br>\nAuch wer nicht nur auf das Leistungspaket, sondern auch auf die Verzinsung seiner Beitr&auml;ge schaut, f&auml;hrt mit der gesetzlichen Rente gut: W&auml;hrend die Garantieverzinsung f&uuml;r Neuvertr&auml;ge bei privaten Lebensversicherungen seit Anfang 2007 nur noch 2,25 Prozent betr&auml;gt, erwarten Berechnungen der Stiftung Warentest, aber auch der &ldquo;F&uuml;nf Weisen&rdquo; und der Deutschen Rentenversicherung auch langfristig eine Rentenrendite von etwa 2,5 bis 3,5 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Rentenversicherung-fuer-Selbststaendige.html?nwsl=y\">ihre-vorsorge<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Rentnerparadies Florida: Wie reiche Rentner verarmen<\/strong><br>\nVielen &auml;lteren B&uuml;rgern aus der amerikanischen Mittelschicht droht der soziale Abstieg. Besonders betroffen: das klassische Rentnerparadies Florida.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/wie-reiche-rentner-verarmen-393001\/\">Wiwo<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Dies nur als weiteren Beitrag zur Sicherheit der privaten Altersvorsorge.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>B&uuml;rger lehnen Umbau der Krankenversicherung ab<\/strong><br>\nBeim Thema Gesundheit sind die Deutschen erzkonservativ. Die meisten Versicherten lehnen gro&szlig;e Reformen der Krankenversicherung ab, zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Barmer Ersatzkasse. Auf die Barrikaden gehen die Deutschen, wenn Leistungen f&uuml;r alte Menschen gekappt werden sollen.\n<ul>\n<li>68% lehnen die Beschr&auml;nkung der gesetzlichen Krankenversicherung auf eine Basisversorgung ab.<\/li>\n<li>80 % lehnen eine Vorabfinanzierung f&uuml;r Behandlung und Medikamente mit anschlie&szlig;ender Abrechung mit der Krankenkasse ab.<\/li>\n<li>90 % lehnen eine Einschr&auml;nkung der Leistungen f&uuml;r Versicherte ab einem bestimmten Alter ab.<\/li>\n<li>53 % w&auml;ren bereit mehr Steuern oder h&ouml;here Krankenkassenbeitr&auml;ge zu bezahlen, damit Geld in medizinischen Fortschritt investiert werden kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article3548988\/Buerger-lehnen-Umbau-der-Krankenversicherung-ab.html\">Die Welt Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>500 Euro f&uuml;r jedes Kind <\/strong><br>\nAngesichts wachsender Kinderarmut verlangen Experten und Verb&auml;nde eine eigenst&auml;ndige Grundsicherung f&uuml;r jedes Kind von 500 Euro im Monat bis zum 27. Lebensjahr. Sie soll die bestehende Familienf&ouml;rderung aus Kindergeld, Sozialgeld, Kinderzuschlag und Baf&ouml;g abl&ouml;sen. Diese Kindergrundsicherung soll vor allem die Chancen der 2,4 Millionen Jungen und M&auml;dchen in Armut deutlich verbessern, wie Christiane Reckmann vom Arbeiterwohlfahrt Bundesverband (AWO) bei der Pr&auml;sentation des Vorschlags in Berlin sagte. &ldquo;Damit k&ouml;nnte der Staat zeigen, dass ihm alle Kinder gleich viel wert sind.&rdquo;\n<p>Die neue Leistung w&uuml;rde den Staat etwa 100 Milliarden Euro kosten. Allerdings w&uuml;rde sie durch Streichung aller bisherigen Familienleistungen zu 90 Prozent gegenfinanziert, rechnete Heinz Hilgers, Pr&auml;sident des Deutschen Kinderschutzbundes, vor. Auch sollen die 500 Euro versteuert werden. Damit bliebe armen Familien meist alles davon, w&auml;hrend Gutverdiener nur einen Teil behalten w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/grundsicherung100.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Im Ansatz richtig, der Teufel steckt im Detail. Sind damit die steuerlichen Kinderfreibetr&auml;ge, mit denen gut Verdienende weit &uuml;ber das Kindergeld hinaus beg&uuml;nstigt werden, abgeschafft? Werden die 500 Euro bei Hartz IV-Beziehern angerechnet? Die Grundsicherung liegt unterhalb des BAf&ouml;G-H&ouml;chstbetrages von 643 Euro.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Vom Acker<\/strong><br>\nF&uuml;r Agrarministerin Ilse Aigner stellt die Sorte Mon 810 eine Gefahr f&uuml;r die Umwelt dar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Genmais-Monsanto-Landwirtschaft;art122,2773520?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenngleich Ilse Aigner betont, dass das keine &bdquo;politische&ldquo;, sondern eine &bdquo;fachliche&ldquo; Entscheidung sei, k&ouml;nnen wir getrost davon ausgehen, die breite Ablehnung gr&uuml;ner Gentechnik bei Landwirten gerade in Bayern und den deutschen Verbrauchern angesichts der anstehenden Wahlen (Europa, Bund) eine nicht zu untersch&auml;tzende Rolle gespielt hat. Sch&ouml;n w&auml;re es, wenn auch bei anderen Projekten wie z.B. beim B&ouml;rsengang der Bahn der &ldquo;Druck der W&auml;hler&rdquo; &Auml;hnliches bewirken k&ouml;nnte.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Von der Konkurrentin zur Kollegin<\/strong><br>\nDarf eine Gewerkschaft sich f&uuml;r Menschen einsetzen, die hier ohne Vertrag und sogar ohne Aufenthaltsrecht arbeiten? Die Frage ist alt und noch immer ungekl&auml;rt. Bei Verdi hat man die Antwort jetzt erst einmal verschoben und angefangen zu handeln. Seit gut vier Wochen unterh&auml;lt die Dienstleistungsgewerkschaft in Berlin eine Beratungsstelle f&uuml;r sogenannte Illegale. Lange galten die &bdquo;Illegalen&ldquo; als Lohndr&uuml;cker und mancher Gewerkschafter erinnert sich mit Grausen, dass noch vor wenigen Jahren Kollegen der IG Bauen, Agrar, Umwelt Polizeirazzien auf Baustellen begleiteten. Nat&uuml;rlich wolle man die Zahl der Illegalen verringern, sagt der IG-BAU-Abteilungsleiter Internationales Frank Schmidt-Hullmann jetzt. &bdquo;Aber wir helfen auch denen, die da sind, an ihren Lohn zu kommen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Migration-Aufenthaltsrecht;art122,2773508?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Harald Schumann: Reichensteuer-Forderung der SPD: Heuchelei als Prinzip<\/strong><br>\nNun also wieder die Reichen. F&uuml;nf Monate sind es noch bis zur Bundestagswahl und pl&ouml;tzlich entdeckt die F&uuml;hrungsriege der SPD jenes Thema, das einst einen Kernauftrag ihrer Partei ausmachte: die gerechte Verteilung von Einkommen und Steuerlasten.\n<p>Das klingt logisch und erscheint popul&auml;r. Doch aus dem Munde der SPD-Granden entbehrt die Forderung jeder Glaubw&uuml;rdigkeit. Schlie&szlig;lich waren es eben die Finanzminister der SPD, die &uuml;ber Jahre genau das Gegenteil betrieben haben. Erst senkten sie den Spitzensteuersatz von 52 auf 42 Prozent. Dann verschenkten sie mit der Minderung der K&ouml;rperschaftsteuer auf nur noch 15 Prozent zweistellige Milliardenbetr&auml;ge j&auml;hrlich an Kapitalgesellschaften aller Art. Anschlie&szlig;end beteiligte sich die SPD, die so gern die Chancengerechtigkeit predigt, mit der Abschaffung der Erbschaftsteuer auf Betriebsverm&ouml;gen zum Frohlocken des Geldadels an der garantierten Steuerfreiheit des Reichtums per Geburtsrecht. Und zu allem &Uuml;berfluss setzte ausgerechnet der amtierende SPD-Finanzminister durch, dass private Kapitalgewinne jeder Art nur noch pauschal mit 25 Prozent besteuert werden. Ausgerechnet jene Einkommen also, die durch die Arbeit anderer erwirtschaftet werden und im Gegensatz zu den L&ouml;hnen in den ersten sieben Jahren dieses Jahrzehnts um 30 Prozent zulegten, ausgerechnet diese &bdquo;leistungslosen&ldquo; Einnahmen der Verm&ouml;genden, wie sie Sozialdemokraten fr&uuml;her nannten, unterliegen nur noch einer Billigsteuer.<br>\n&Uuml;ber all das verlieren die SPD-Wahlk&auml;mpfer aber kein Wort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Reichensteuer-SPD-Spitzesteuersatz;art141,2773471?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es geht ja nicht darum, gegen eine bessere Einsicht zu polemisieren, aber es ist einfach unglaubw&uuml;rdig, in einem Atemzug die Schr&ouml;dersche Agenda-Politik hochzuloben und ohne jede Selbstkritik daran jetzt pl&ouml;tzlich populistische Wahlkampf-Luftballons steigen zu lassen. Nicht nur der Steuersenkungswahn war ein Instrument der Umverteilung von unten und von der Mitte nach oben, auch der Sozialabbau und das Lohndumping-Instrument Hartz IV geh&ouml;ren dazu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Clement wird Berater in Russland<\/strong><br>\nWolfgang Clement ist in den Aufsichtsrat des russischen Beratungsunternehmens Energy Consulting gew&auml;hlt worden. Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und fr&uuml;here Ministerpr&auml;sident von Nordrhein-Westfalen werde dort als unabh&auml;ngiger Experte t&auml;tig sein, teilte das Unternehmen am Dienstag in Moskau mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/ex-minister-clement-wird-berater-in-russland_aid_389870.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wolfgang Clement hat also die Liste seiner Jobs erweitert:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Dussmann AG &amp; Co. KGaA, Berlin (Branchenprimus bei den Geb&auml;udereinigern): Aufsichtsrat<\/li>\n<li>M. DuMont Schauberg GmbH &amp; Co. KG, K&ouml;ln (u.a. K&ouml;lner Stadtanzeiger, Frankfurter Rundschau, Express et. al.): Aufsichtsrat<\/li>\n<li>Landau Media AG, Berlin (einem Anbieter von Medienbeobachtung und Resonanz-Analysen: Aufsichtsrat<\/li>\n<li>RWE Power AG, Essen (einer der gr&ouml;&szlig;ten Stromproduzenten Europas): Aufsichtsrat<\/li>\n<li>Wolters Kluwer Germany, K&ouml;ln-M&uuml;nchen (Deutscher Wirtschaftsdienst): Beirat<\/li>\n<li>Citigroup Global Markets Deutschland AG &amp; Co. KGaA, Frankfurt: Beirat<\/li>\n<li>Chairman Adecco-Institut, (Adecco ist der Welt gr&ouml;&szlig;ter Leiharbeitsvermittler) London: Beirat (stern: &bdquo;Mister Zeitarbeit&ldquo;)<\/li>\n<li>DIS Deutscher Industrie Service AG (Personaldienstleister): Aufsichtsrat (DIS ist inzwischen von Adecco &uuml;bernommen)<\/li>\n<li>Senior Advisor bei Deekeling Arndt Advisors(strategische Kommunikationsberatung)<\/li>\n<\/ul>\n<p><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Argumente f&uuml;r Kinderporno-Sperren laufen ins Leere<\/strong><br>\nGegen alle Einw&auml;nde von Experten setzt das Bundesfamilienministerium die Kinderpornografie-Sperren durch. Die Argumente sind so l&ouml;chrig wie der geplante Sichtschutz f&uuml;r illegale Inhalte. Obwohl alle Provider das wissen, werden sie mitmachen &ndash; aus Angst, in die b&ouml;se Ecke gedr&auml;ngt zu werden.\n<p>Ein Gutachten des wissenschaftlichen Diensts des Bundestags etwa bescheinigt dem Sperrvorhaben, weitgehend wirkungslos und gleichzeitig grundrechtsgef&auml;hrdend zu sein. Solche Aussagen h&auml;lt die Ministerin f&uuml;r &bdquo;unterirdisch&ldquo;. Die Gesellschaft f&uuml;r Informatik (GI), also die gr&ouml;&szlig;te Ansammlung von Fachkompetenz im deutschsprachigen Raum, pl&auml;dierte Anfang April fast schon verzweifelt f&uuml;r eine effektivere Strafverfolgung. Die geplanten Sperrungen dagegen seien wenig hilfreich, sondern &uuml;berwiegend sch&auml;dlich.<\/p>\n<p>L&auml;ngst wurden sogar Forderungen laut, nach denen auf die Liste auch gewaltverherrlichende Inhalte und Gl&uuml;cksspielangebote geh&ouml;ren. Es d&uuml;rfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch radikale politische Aussagen ausgeblendet werden sollen. Dann fehlt nur noch ein Gesetz, das jedes Umgehen der technischen Sperre unter Strafe stellt, und die Machthabenden h&auml;tten ein perfektes Zensurwerkzeug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/ct\/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--\/artikel\/135867\">c`t magazin<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gescheitert: Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert. Von Heiner Flassbeck. Eine Buchbesprechung.<\/strong><br>\nFlassbeck fordert volkswirtschaftliches Management statt der herrschenden unternehmerischen Wirtschaft. Dieses Buch will daher aufzeigen, dass Demokratie und Marktwirtschaft gef&auml;hrdet sind, wenn Politik und Gesellschaft in Grundfesten von der Unternehmerlogik dominiert werden. Regierung und Opposition bieten n&auml;mlich wirtschaftspolitisch keine Alternative. Nur volkswirtschaftliche Logik kann dabei Abhilfe schaffen. Weg mit der Angebotspolitik.\n<p>Alle brisanten Themen der gegenw&auml;rtig relevanten &ouml;konomischen Themen werden in diesem Buch leidenschaftlich angeschnitten und konkret erl&auml;utert. Das Buch ist f&uuml;r politisch bewusste B&uuml;rger eine Pflichtlekt&uuml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.com\/2009\/04\/gescheitert.html\">Blog Acemaxx-Analytics<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Konjunkturforscher kapitulieren<\/strong><br>\nViele Institute haben versucht, die k&uuml;nftige Entwicklung der Konjunktur in Zahlen zu fassen &ndash; und sind dabei oft gescheitert. Das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung verweigert nun die Prognose f&uuml;r das kommende Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/391\/464984\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir haben zwar regelm&auml;&szlig;ig die Fr&uuml;hjahrsgutachten der Forschungsinstitute kritisiert, aber nicht weil wir Konjunkturforschung f&uuml;r unn&ouml;tig halten, sondern weil die Institute, die das Gemeinschaftsgutachten erstellten, bei ihren Prognosen von einseitigen und eindimensionalen Modellen ausgingen. Bis heute ist etwa das eher der nachfrageorientierten Schule anh&auml;ngende und gewerkschaftsnahe IMK, das mit seinen Prognosen in den letzten Jahren immer am besten lag, kein Vollmitglied der Arbeitsgruppe. <\/em><\/p>\n<p>Das DIW macht mit seinem Verzicht aus seiner Not eine Tugend. Dieses Institut ist aus dem Gemeinschaftsgutachten wegen mangelnder Qualit&auml;t herausgeflogen. Der Chef des DIW, Klaus Zimmermann, hatte das ehemals vom Mainstream abweichende Institut in die neoliberale Phalanx der Forschungsinstitute eingereiht und Gustav Horn, den heutigen Leiter des IMK, mit ziemlich <a href=\"?p=549\">&uuml;blen Methoden rausgeworfen<\/a>; auf dem Feld der Konjunkturforschung verlor das DIW daraufhin seinen wissenschaftlichen Ruf.<\/p>\n<p>Mit dem Rauswurf als Gemeinschaftsgutachter floss nat&uuml;rlich auch kein &ouml;ffentliches Geld mehr.<\/p>\n<p>Von daher d&uuml;rfte der Verzicht auf ein eigenes Konjunkturgutachten ziemlich leicht gefallen sein.<\/p>\n<p>Der Verzicht ist im &Uuml;brigen nur konsequent, denn das Versagen der &ouml;konomischen Ausrichtung, die Zimmermann vertritt, ist angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise ziemlich evident.<br>\nAm besten w&auml;re es, wenn das DIW mit dieser Kapitulationserkl&auml;rung gleich seinen Chef mit in die W&uuml;ste schicken w&uuml;rde. Zimmermann, zugleich Direktor des von der Deutschen Post AG ausgehaltenen Bonner Instituts Zukunft der Arbeit (IZA), ist ein Musterbeispiel f&uuml;r die <a href=\"?p=333\">Gleichschaltung der Wirtschaftswissenschaften in Deutschland<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Demokratie in der Hochschulen und Hochschulen in der Demokratie<\/strong><br>\nDoch im Zuge der Reformen der Hochschullandschaft seit den 1990er Jahren wird die Frage von Wissenschaftsfreiheit und Partizipation unter neuen Vorzeichen diskutiert: Die Entmachtung der kollegialen Selbstverwaltungsorgane zugunsten starker Pr&auml;sidien, die Schaffung von Hochschulr&auml;ten, die &Uuml;berf&uuml;hrung von Hochschulen in die Tr&auml;gerschaft von Stiftungen &ouml;ffentlichen Rechts und die Akkreditierung von Studieng&auml;ngen durch privat organisierte Stiftungen hat die Mitwirkungsm&ouml;glichkeiten der Hochschulangeh&ouml;rigen auf vielf&auml;ltige Weise ver&auml;ndert. Auf all diesen Feldern wird darum gerungen, ob sie die institutionelle oder individuelle Wissenschaftsfreiheit (ggf. zu weit) einschr&auml;nken. Dabei muss aufgrund des Doppelcharakters der Hochschule als staatlicher Anstalt einerseits und autonomer K&ouml;rperschaft andererseits immer klar unterschieden werden, welche Kompetenzen delegiert werden und wessen Mitwirkung dadurch eingeschr&auml;nkt wird. W&auml;hrend das Letztentscheidungsrecht eines Pr&auml;sidiums bei Berufungen also in den Kernbereich der individuellen Wissenschaftsfreiheit von HochschullehrerInnen eingreifen k&ouml;nnte, sind weitreichende Entscheidungskompetenzen eines zu staatsfern besetzten Stiftungs- oder Hochschulrates nur schwer mit dem Demokratieprinzip aus Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 GG zu vereinbaren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/Hintergrund\/demokratisierung.php\">Studis Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine lesenswerte Abhandlung &uuml;ber den Wandel der inneren Organisation der Hochschulen von der Ordinarien &uuml;ber die Gruppenuniversit&auml;t zur autokratisch verfassten, &bdquo;unternehmerischen&ldquo; Hochschule. Wichtig erscheint mir auch der hier er&ouml;rterte Konflikt zwischen grundgesetzlich garantierter individueller Wissenschaftsfreiheit und den Kompetenzen der Hochschulleitungen und der Hochschulr&auml;te.<\/em><\/p>\n<p>Dass das Bundesverfassungsgericht auch die Studierenden als Grundrechtstr&auml;ger der Wissenschaftsfreiheit anerkannt hat, wirkt angesichts der Einf&uuml;hrung von Paukstudien im Rahmen der Bachelor-Studieng&auml;nge wie die Erinnerung an eine l&auml;ngst verlorene Zeit.<\/p><\/li>\n<li><strong>Nachtrag zum gestrigen Hinweis &bdquo;Abgest&uuml;rzte Helden: Die Bankenkrise&ldquo;:<\/strong><br>\nVer.di weist darauf hin, dass die Gewerkschaft sich seit l&auml;ngerem schon mit den Arbeitsbedingungen in der Finanzdienstleistungs-Branche, insbesondere mit dem aktuellen Verkaufsdruck, besch&auml;ftigt. Anbei zwei aktuelle Infos von ver.di und ein <a href=\"http:\/\/fidi.nrw.verdi.de\/faire_arbeit\">Link auf die entsprechende Internet-Seite<\/a>.\n<p>Quelle 1: <a href=\"upload\/pdf\/090415_verdi_lt_anhoerung.pdf\">Bericht &uuml;ber eine Anh&ouml;rung des Ausschusses f&uuml;r Verbraucherschutz im Landtag von NRW [PDF &ndash; 240 KB]<\/a><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"upload\/pdf\/090415_verdi_verkaufsdruck_abstimmung.pdf\">Teilnahmem&ouml;glichkeit an einer ver.di-Abstimmung gegen unseri&ouml;sen und unmenschlichen Verkaufsdruck in privaten Banken [PDF &ndash; 168 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Industrie schrumpft im Rekordtempo<\/li>\n<li>Paul Krugman: &ldquo;Wir m&uuml;ssten schon einen neuen Planeten finden&rdquo;<\/li>\n<li>Die Euro-Staaten driften auseinander<\/li>\n<li>Lucas Zeise &ndash; Wenn wir zahlen Seit&rsquo; an Seit&rsquo;<\/li>\n<li>Schuld der Banker: Versager in der Krise <\/li>\n<li>Bad Bank: Politiker von Union und SPD mahnen schnelle Entscheidung an<\/li>\n<li>Hedge-Fonds droht Massensterben<\/li>\n<li>Positionspapier<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3890\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3890","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3890","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3890"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3890\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3890"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3890"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3890"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}