{"id":38931,"date":"2017-06-27T08:19:57","date_gmt":"2017-06-27T06:19:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931"},"modified":"2017-06-27T08:19:57","modified_gmt":"2017-06-27T06:19:57","slug":"hinweise-des-tages-2902","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h01\">SPD-Parteitag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h02\">Wie Wirtschaftslobbyisten die SPD-Steuerpl&auml;ne verf&auml;lschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h03\">&bdquo;Martin Schulz f&uuml;hrt einen Schatten-Wahlkampf&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h04\">Eine Dosis Jeremy Corbyn f&uuml;r die SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h05\">JEFTA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h06\">Warum sich reiche L&auml;nder nur reich rechnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h07\">17 Milliarden f&uuml;r zwei eher kleine Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h08\">Deutsche Bank ger&auml;t immer tiefer in die Russland-Ermittlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h09\">Mieten in K&ouml;ln steigen jedes Jahr um 6,3 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h10\">Das Rentenniveau stabilisieren &ndash; und dann anheben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h11\">Kalifornien warnt: Glyphosat kann Krebs verursachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h12\">Politische Ungleichheit programmiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h13\">Rakka und das Tauziehen um Einfluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h14\">Warum die &bdquo;Ehe f&uuml;r alle&ldquo; zum Hit im Wahlkampf werden kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h15\">Eine Generation verschwindet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38931#h16\">Daniela Dahn zum Tod von Helmut Kohl<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>SPD-Parteitag<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gerd macht Mut<\/strong><br>\nAls Gerhard Schr&ouml;der aufs Podium tritt, ist die Hoffnung urpl&ouml;tzlich wieder da. Es ist Sonntagvormittag, die SPD hat den Altkanzler als Gastredner auf den Parteitag nach Dortmund geladen, bei dem eigentlich Martin Schulz und sein Regierungsprogramm gefeiert werden sollen. Aber vielen im Saal ist kaum nach Feiern zumute angesichts der Umfragen, in denen die SPD immer weiter zur&uuml;ckf&auml;llt. Die Wahl ist schon gelaufen, f&uuml;rchten viele. Deshalb also Schr&ouml;der: Wenn einer Attacke kann, dann er.<br>\n&bdquo;Wir haben 2005 in wenigen Wochen &uuml;ber 20 Prozentpunkte aufgeholt&ldquo;, ruft der Altkanzler unter dem gro&szlig;en Applaus der Genossen. &bdquo;Wir haben gek&auml;mpft, wir haben aufgeholt, und was damals ging, das geht heute auch.&ldquo; Das ist die Botschaft, die Schr&ouml;der in Dortmund verk&uuml;nden soll. Er soll der Partei wieder Mut machen. Man k&ouml;nnte auch sagen: Er soll sie an ein Wunder glauben lassen.<br>\nAn ein Wunder wie im Sommer 2005, als die SPD in den Umfragen vor der Bundestagswahl hoffnungslos hinter der Union lag und dann, dank der Verve eines pl&ouml;tzlich wie befreit aufspielenden Schr&ouml;ders, binnen Wochen so rasant zulegte, dass sie am Wahlabend um ein Haar noch gesiegt h&auml;tte. Seither gilt Schr&ouml;ders Aufholjagd in der SPD als Heldenlegende, die Unm&ouml;gliches m&ouml;glich gemacht hat. Und wenn Schr&ouml;der das geschafft hat, warum dann nicht auch Schulz?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/bundestagswahl\/spd-parteitag-gerd-macht-mut-15076460.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man sieht dieses bizarre Schauspiel und kann es nicht glauben, da spricht jener Gerhard Schr&ouml;der (SPD) und wird beklatscht, der mit der Agenda 2010 und der Einf&uuml;hrung von Hartz IV den Grundstein f&uuml;r eine soziale Polarisierung der Gesellschaft gelegt hat, wie sie die Bundesrepublik seit ihrem Bestehen noch nicht erlebt hat, der sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, im Jahre 2005 damit br&uuml;stete &ldquo;Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt. Und dieser Schr&ouml;der spricht vor einem Rednerpult mit der Aufschrift &ldquo;Zeit f&uuml;r mehr Gerechtigkeit&rdquo;. Glaubt die SPD wirklich, die B&uuml;rger dieses Landes w&uuml;rden diesen grunds&auml;tzlichen Widerspruch nicht erkennen? Solange sich die SPD nicht von Hartz IV verabschiedet, einem repressiven und angstverbreitenden System, das tagt&auml;glich Millionen B&uuml;rger Dem&uuml;tigungen und Schikanen aussetzt, sind alle Beschw&ouml;rungen der sozialen Gerechtigkeit nur hei&szlig;e Luft.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur Erinnerung nur einige Stichpunkte zu den Folgen des Wirkens, des famosen Herrn Schr&ouml;der:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Der Niedriglohn-Sektor in Deutschland wuchs so rasch wie in kaum einem anderen Land. Bereits 2008 waren fast 23 Prozent der Besch&auml;ftigten Geringverdiener, die weniger als 8,90 Euro pro Stunde erhielten. 1996 betrug der Niedriglohn-Anteil hierzulande nur 16,4 Prozent. In rasendem Tempo hatte die Bundesrepublik damit US-Niveau erreicht.<\/em><\/li>\n<li><em>Rot-Gr&uuml;n hat Leiharbeit dereguliert und Minijobs gef&ouml;rdert. Arbeitslose werden nun schneller in schlecht bezahlte Jobs gezwungen und auch gut Qualifizierte machen aus Angst vor Hartz IV eher Konzessionen.<\/em><\/li>\n<li><em>Von 2000 bis 2010 sind die Geh&auml;lter im gesamten Euroraum sieben Prozentpunkte st&auml;rker gestiegen als in Deutschland. <\/em><\/li>\n<li><em>Zwischen 2004 und 2008 stagnierten die durchschnittlichen Bruttostundenl&ouml;hne trotz des damaligen kr&auml;ftigen wirtschaftlichen Aufschwungs.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Vern&uuml;nftige Sozialdemokraten<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Schwierigkeit der SPD in diesem Wahlkampf liegt darin, dass es hierzulande derzeit keine gro&szlig;e Sehnsucht nach Ver&auml;nderung gibt. Die wirtschaftliche Lage ist solide, und auch die rauen Verh&auml;ltnisse der Weltpolitik f&ouml;rdern eher den Wunsch nach Stabilit&auml;t. Das macht es der Union leicht, sich mit Reformideen zur&uuml;ckzuhalten, sie stellt ja schon die Kanzlerin.<br>\nDer SPD bleibt diese Taktik dagegen verwehrt. Denn sie will ja einen sichtbaren Machtwechsel erreichen, anstatt sich vornherein als Juniorpartner einer neuen gro&szlig;en Koalition zu bewerben. Unter diesen Umst&auml;nden hat sie aus ihrem Parteitag das Beste gemacht: Sie hat Geschlossenheit und Kampfesmut gezeigt. Und sie hat der Versuchung widerstanden, mit ihrem Programm demonstrativ weiter nach links zu r&uuml;cken.<br>\nSie positioniert sich mit ihrem Steuer- und Rentenkonzept links der Mitte, wahrt aber deutlich Distanz zur Linkspartei. Der Beinahe-Wahlsieg des Altlinken Jeremy Corbyn in Gro&szlig;britannien ist f&uuml;r die SPD eben auch keine Blaupause &ndash; nicht zuletzt, weil sie in der gro&szlig;en Koalition daran mitgewirkt hat, dass es heute in Deutschland weniger Sehnsucht nach Ver&auml;nderungen gibt als in Gro&szlig;britannien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/spd-kommentar-vernuenftige-sozialdemokraten-15076893.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier muss man wieder das alte Bonmot anbringen, sage mir wer Dich lobt und ich sage Dir was Du falsch gemacht hast. Das Lob der konservativ-neoliberalen FAZ f&uuml;r die SPD zeigt wie wichtig es f&uuml;r herrschende Elite in Deutschland ist, dass die SPD nicht nach links r&uuml;ckt, sondern den &ldquo;Weg der Mitte&rdquo; weiter beschreitet. Die SPD hat daf&uuml;r zu sorgen, dass die Verh&auml;ltnisse gerade noch so sind, dass sie nicht kippen und die SPD scheint sich in dieser Rolle weiter wohl zu f&uuml;hlen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie Wirtschaftslobbyisten die SPD-Steuerpl&auml;ne verf&auml;lschen<\/strong><br>\nWill die SPD Durchschnittsverdiener mit einer Reichensteuer schr&ouml;pfen? Das legt eine Anzeige der Lobbyorganisation Neue Soziale Marktwirtschaft nahe. Sie ist irref&uuml;hrend &ndash; und wurde nur teilweise korrigiert.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170627-hdt-1158458.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nDie Seite eins der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung ist immer noch eines der lautesten Megafone, das es in Deutschland gibt. Am vergangenen Freitag w&auml;hlte es die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), um Stimmung gegen die Steuerpl&auml;ne der SPD zu machen. &ldquo;Lieber Herr Schulz&rdquo;, stand dort in einer Anzeige neben einem Bild des l&auml;chelnden Kanzlerkandidaten. &ldquo;Reichensteuer schon ab 60.000 Euro: Ist das Ihr Respekt vor Leistung?&rdquo; Die knappe Unterschrift: &ldquo;insm.de&rdquo;.<br>\nStatt des K&uuml;rzels, das den meisten Lesern unbekannt sein d&uuml;rfte, h&auml;tte dort auch stehen k&ouml;nnen: die deutsche Metall- und Elektroindustrie. Ihre Arbeitgeberverb&auml;nde sind es, welche die 2000 gegr&uuml;ndete Initiative mit einem Jahresbudget von sieben Millionen Euro finanzieren. Entsprechend fallen die Botschaften aus: Die INSM ist f&uuml;r unternehmensfreundliche Reformen und Steuerentlastungen, gegen hohe Sozialleistungen oder den Mindestlohn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/martin-schulz-wie-der-lobbyverband-insm-die-spd-steuerplaene-verfaelscht-a-1154508.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Stellt sich die Frage, ob solche Attacken der SPD nicht eher n&uuml;tzen als dass sie ihr schaden. Auf die Idee, die SPD betreibe eine Wahlkampf, der Besserverdiener zu stark in die Pflicht nimmt, w&uuml;rde ohne die INSM niemand kommen. Wer wei&szlig;, vielleicht verhilft die INSM der SPD gerade bei politisch desinteressierten BILD-Lesern so zu dem Image, dem die SPD-Strategen hinterherrennen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Martin Schulz f&uuml;hrt einen Schatten-Wahlkampf&ldquo;<\/strong><br>\nH&ouml;here Erbschaftsteuer, h&ouml;herer Spitzensteuersatz &ndash; das Konzept von Kanzlerkandidat Schulz st&ouml;&szlig;t bei SPD-nahen Unternehmern auf Bedenken. Der Pr&auml;sident des SPD-Wirtschaftsforums spricht sich f&uuml;r eine ungeliebte Koalition aus.<br>\nHat Deutschland ein Gerechtigkeitsproblem und wie sieht das aus?<br>\nMein Eindruck ist, dass es kein generelles Gef&uuml;hl einer um sich greifenden Ungerechtigkeit gibt. Es gibt immer wieder Einzelpunkte, in denen Menschen sich mit anderen vergleichen und dann dieses oder jenes nicht in Ordnung finden. Politisch kommt es aber darauf an, nicht in allgemeine Systemkritik abzugleiten, sondern lebensnahe L&ouml;sungen anzubieten, die nach vorne weisen.<br>\nUnd das leistet Martin Schulz?<br>\nJa, das tut er. Umverteilung um der Umverteilung Willen ist das plumpe Rezept der Linkspartei. Der Schl&uuml;sselbegriff f&uuml;r die SPD ist Leistungsgerechtigkeit. Dazu geh&ouml;rt Solidarit&auml;t mit denen, die sich objektiv in einer schwachen Position befinden. Das ist Teil der sozialdemokratischen DNA. Aber es ist eben auch nicht anr&uuml;chig, wenn gute Leistungen leistungsgerecht verg&uuml;tet werden.<br>\nSchulz ist mit der Forderung nach l&auml;ngerem Arbeitslosengeld gestartet, es folgten Vorst&ouml;&szlig;e f&uuml;r ein Familiengeld und h&ouml;here Renten. Wo bleiben da die viel zitierten &bdquo;hart arbeitenden Menschen&ldquo;?<br>\nAuch sie wollen nat&uuml;rlich ein solides Auffangnetz. Aber das Thema Arbeitslosengeld wurde meinem Eindruck nach in der Debatte &uuml;berbewertet, eigentlich stand ja die wichtige Frage der Weiterbildung im Mittelpunkt. Und mit dem neuen Steuerkonzept hat die SPD nun auch ganz konkrete Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine Entlastung der arbeitenden Mitte vorgelegt.<br>\nIn Gro&szlig;britannien und Frankreich re&uuml;ssieren gerade linke oder linksliberale Bewegungen. Was folgt daraus f&uuml;r Deutschland und die SPD?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/michael-frenzel-ueber-wirtschaftskompetenz-der-spd-15074686-p2.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein uns&auml;gliches Interview in dem jedes marktradikale Stereotyp durchgekaut wird: Soziale Polarisierung, gibt es nicht; die LINKE propagiert Klassenkampf; das Thema Arbeitslosigkeit und Arbeitslosengeld, &uuml;berbewertet; Verm&ouml;gens- und Erbschaftssteuer, belastet nur die &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo;, als ob nicht gerade die Menschen, die jeden Tag in den Unternehmen arbeiten, die wahren Leistungstr&auml;ger sind. Nat&uuml;rlich bleibt die &uuml;bliche L&uuml;ge von einer zu hohen Abgabenlast von 50 Prozent des Bruttolohns (f&uuml;r die &bdquo;arme&ldquo; obere Mittelschicht) von Frenzel unwidersprochen. Dabei sollte klar sein, dass den Sozialabgaben, wie Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung entsprechende Gegenleistungen oder Forderungen gegen&uuml;berstehen, das Geld also nicht einfach verschwunden ist, wie suggeriert wird. Zudem sind nicht die Sozialabgaben die Hauptbelastung f&uuml;r mittlere Einkommen, sondern die Lohnsteuer, da der Spitzensteuersatz bereits ab einem zu versteuernden Einkommen von 53.666 &euro; greift und es dann keine Rolle mehr spielt ob jemand gerade an der Grenze liegt oder 200.000 &euro; verdient. Man fragt sich was Neoliberale wie Frenzel eigentlich in der SPD machen? Klar, dass es der FAZ Verpflichtung und Ehre ist dieses Interview vor dem Hintergrund des SPD- Wahlprogrammparteitages zu publizieren. Dabei hat Jeremy Corbyn in Gro&szlig;britannien vorgemacht wie man mit einer konsequenten Positionierung f&uuml;r ursozialdemokratische Themen Wahlerfolge erzielen kann. Die SPD kann es aber nicht lassen sich immer wieder an die deutsche Oligarchie anzubiedern um &bdquo;Wirtschaftskompetenz&ldquo; zu beweisen. Dazu passt, dass nun pl&ouml;tzlich wieder Gerhard Schr&ouml;der aus der Versenkung geholt wird, der Mann, der mit der Agenda 2010 und Hartz IV die SPD in den Abgrund gest&uuml;rzt hat. Ist das die Lust am eigenen Untergang?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eine Dosis Jeremy Corbyn f&uuml;r die SPD<\/strong><br>\nJeremy Corbyn hat mit seiner Labour-Partei bei der britischen Parlamentswahl besser abgeschnitten, als erwartet. Das Rezept des Au&szlig;enseiters: Authentizit&auml;t und Volksn&auml;he. Wahlforscher fragen sich jetzt: K&ouml;nnte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bei der Bundestagswahl im Herbst &auml;hnliches gelingen?<br>\nDer britische Wahlabend des 8. Juni &ndash; Punkt 22 Uhr verk&uuml;ndete der Moderator der BBC die Sensation. Die Konservativen wurden zwar zur st&auml;rksten Partei gew&auml;hlt, aber Theresa May verlor die absolute Mehrheit. Jeremy Corbyn und seine Labour-Partei waren ihr gef&auml;hrlich nahe ger&uuml;ckt. Eine solche Aufholjagd, wie jetzt die von Labour, hat es praktisch noch nie gegeben, ist das Fazit der verbl&uuml;fften Wahlforscher.<br>\nUnd in Deutschland fragen sich die Politikanalysten: K&ouml;nnte Martin Schulz ein &auml;hnliches Beinahe-Wunder gelingen? Nicht nur der Chef des Gewerkschaftsbundes Reiner Hoffmann verlangt: &ldquo;Wir brauchen einen deutschen Corbyn&rdquo;. In einem sind &ldquo;Old Labour&rdquo; und die angeblich altlinken Politiker von vorgestern ziemlich modern: im Umgang mit den sozialen Netzwerken.<br>\n&ldquo;Wir haben die Mundpropaganda wieder neu erfunden&rdquo;, freute sich John McDonnell, die Nummer 2 der Partei. &ldquo;Wir haben damit die &Uuml;berheblichkeit in der Printpresse umgangen und unsere W&auml;hler &uuml;ber die sozialen Medien direkt angesprochen.&rdquo;<br>\nEine Untersuchung hat jetzt ergeben, dass von den 100 erfolgreichsten Wahlkampf-Posts im Netz f&uuml;nf pro Theresa May waren, aber fast 50 pro Labour und Jeremy Corbyn. Der Rest war neutral. &ldquo;Was die Menschen, nicht die Etablierten und ihre Sprachrohre in den Medien wollen, das ist unsere Politik.&rdquo;<br>\nJunge W&auml;hler f&uuml;r Parteipolitik begeistern<br>\nErfolgsfaktor Nummer 2: Die Wahlbeteiligung der Jungen kletterte von 43 auf nicht f&uuml;r m&ouml;gliche gehaltene 72 Prozent. In Deutschland haben sowohl SPD als auch CDU ein Generationenproblem. Eine Bundestagswahl der unter 60j&auml;hrigen w&uuml;rde die CDU vermutlich verlieren. Wie aber kann man die Jungen wieder von der Partei-Politik begeistern?<br>\nJeremy Corbyn wurde im Wahlkampf wie ein Popstar gefeiert. &Uuml;berall entfachte der Mann, der angeblich kein Charisma besitzt, wahre Jubelst&uuml;rme, und im Publikum waren viele junge Leute. Wem es gelingt, ihren Enthusiasmus zu wecken, der kann eine Wahl drehen &ndash; oder zumindest fast drehen.<br>\n&ldquo;Die jungen Menschen lassen sich am meisten begeistern, weil sie sich ihrer Zukunft beraubt sehen&rdquo;, analysierte Owen Jones schon fr&uuml;hzeitig. Er ist Redakteur des &ldquo;Guardian&rdquo; und Aktivist der Linken. Die Jungen k&ouml;nnten sich kein Haus und keine Wohnung mehr leisten, ihnen w&uuml;rden Schulden aufgeb&uuml;rdet und sie f&auml;nden nur schwer sichere Jobs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/lernen-von-der-labour-partei-eine-dosis-jeremy-corbyn-fuer.862.de.html?dram:article_id=389393\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Vergleich von Schulz mit Corbyn ist zwar legitim, zeigt aber doch schnell auch die Absurdit&auml;t auf, hier etwas vergleichen zu wollen, das man nicht vergleichen kann. Ein deutscher Corbyn w&auml;re nat&uuml;rlich nicht in der SPD, sondern bei den Linken zu suchen. Dort haben wir mit Sahra Wagenknecht ja auch bereits eine Spitzenpolitikerin, die inhaltlich sicher sehr, sehr gro&szlig;e Schnittmengen mit Corbyn hat, aber vom Politikertyp her (und nat&uuml;rlich auch vom Geschlecht und Alter her) nicht mit Corbyn vergleichbar ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>JEFTA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>EU-Freihandelsabkommen mit Japan als Hydra<\/strong><br>\nWenn es um die Freihandelsabkommen der EU geht, die bei den EU-B&uuml;rgern nicht gerade beliebt sind und dennoch in immer neuen Varianten aus dem Hut gezaubert werden, hat man h&auml;ufiger das Gef&uuml;hl, als s&auml;&szlig;e man als Gast in Robert Lembkes Rateschau Was bin ich[1] und bek&auml;me die Eingangsfrage gestellt: &ldquo;Welches Schweinderl h&auml;tten Sie denn gern?&rdquo;<br>\nNach der Wahl von Donald Trump zum amerikanischen Pr&auml;sidenten und seiner Abneigung gegen Freihandelsabkommen wurde es wieder ruhiger um die Freihandelsambitionen der Europ&auml;ischen Union. Die Ruhe hat wohl die Mehrheit vermuten lassen, dass jetzt auch die EU ihre Freihandelsabkommen zu Grabe getragen habe. Doch dies hat sie mitnichten. Ganz im Gegenteil hat man in aller Stille ein neues Freihandelsabkommen mit Japan ausgehandelt. Und jetzt sollen beim kommenden G20-Gipfel die abschlie&szlig;ende Einigung erzielt werden.<br>\nDas Einzige, was man in Br&uuml;ssel im Gefolge der CETA-Verhandlungen offensichtlich gelernt zu haben scheint, ist, dass man bei Freihandelsverhandlungen die &Ouml;ffentlichkeit noch st&auml;rker scheuen sollte, als man das bei den beiden transatlantischen Vertr&auml;gen geschafft hatte. Bei CETA musste man soviel nachbessern, dass die Verhandlungspartner in den USA klar zu erkennen gegeben hatten, dass CETA keinesfalls ein Vorbild f&uuml;r TTIP sein k&ouml;nnte, wie das die &Ouml;ffentlichkeit in der EU gedacht hatte. Die Wahl von Trump hatte dann daf&uuml;r gesorgt, dass sich diese Bef&uuml;rchtung in Nichts aufgel&ouml;st hat.<br>\nUnd damit die Probleme, die sich f&uuml;r Br&uuml;ssel mit CETA ergeben hatten, sich in den Verhandlungen mit Japan nicht ebenfalls als Gesichtsverlust enden k&ouml;nnten, hat man bei JEFTA dann jegliche Transparenz vermieden. So ist nicht einmal das aus dem Jahre 2012 stammende Verhandlungsmandat der EU bislang ver&ouml;ffentlicht worden. Und nur zwei kleinere Kapitel haben inzwischen das Licht der &Ouml;ffentlichkeit erblickt. Und dies auch nur aufgrund von keinesfalls erw&uuml;nschten durchgestochenen Informationen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/JEFTA-EU-Freihandelsabkommen-mit-Japan-als-Hydra-3755360.html?view=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Schlimmer geht immer<\/strong><br>\nHatte die Politik nicht Besserung gelobt? Undurchsichtig, verbraucher- und besch&auml;ftigtenfeindlich, keine R&uuml;cksicht auf Umwelt- und Sozialstandards, einseitig die Profitinteressen von Investoren bedienend &ndash; der Widerstand gegen die &raquo;Freihandelsabkommen&laquo; der EU mit Kanada (CETA) bzw. den USA (TTIP) trieb europaweit Hundertausende auf die Stra&szlig;en, und Millionen bezeugten ihren Unmut mit ihrer Unterschrift. CETA wurde trotzdem durchgeboxt, und TTIP soll &ndash; ob mit oder nach Donald Trump &ndash; irgendwann folgen.<br>\nSo weit, so schlecht. Aber schlimmer geht immer. Am vergangenen Freitag durch die niederl&auml;ndische Greenpeace-Sektion geleakte Dokumente zum geplanten europ&auml;isch-japanischen Handelsvertrag JEFTA offenbaren das Gegenteil von L&auml;uterung.<br>\nTats&auml;chlich sind die mehr als 200 Seiten ein Manifest des R&uuml;ckschritts: W&auml;hrend etwa bei CETA auf &ouml;ffentlichen Druck hin das System Parallelgerichtsbarkeit durch Einrichtung eines &ouml;ffentlichen Schiedsgerichtshofs wenigstens entsch&auml;rft wurde, h&auml;lt JEFTA weiter an privaten Schiedsgerichten fest, vor denen Konzerne Staaten wegen entgangener Gewinne verklagen k&ouml;nnten.<br>\n&raquo;Es ist skandal&ouml;s: Hinter verschlossenen T&uuml;ren wird hier abermals ein Abkommen verhandelt, dessen Dimension CETA sogar bei weitem &uuml;bersteigt&laquo;, kommentierte Alexander Egit, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Greenpeace f&uuml;r Ost- und Mitteleuropa. M&ouml;glich macht dies auch und gerade der Trump-Faktor. Weil die Achse Br&uuml;ssel-Washington knirscht und der Ausgang von TTIP in den Sternen steht, ist die EU im Zugzwang, alternative Partnerschaften klarzumachen. Wie es hei&szlig;t, k&ouml;nnten die JEFTA-Gespr&auml;che<br>\nnoch vor dem G-20-Gipfel in Hamburg zum Abschluss gebracht werden. Man will dem US-Pr&auml;sidenten Beine machen, damit der endlich dem Protektionismus abschw&ouml;rt. Den schnellen Vollzug bekommt Br&uuml;ssel freilich nur gegen Zugest&auml;ndnisse. Bei JEFTAzeigt sich das an einem regelrechten Kniefall vor den Interessen Tokios. So ist in den Vertragsentw&uuml;rfen das sogenannte Vorsorgeprinzip ausgehebelt. Die Einfuhr von hormonbehandeltem Fleisch oder genetisch ver&auml;nderten Lebensmitteln aus Nippon in die<br>\nEU lie&szlig;e sich so nur im Falle des wissenschaftlichen Nachweises von Gesundheitsgefahren verbieten. Bisher gen&uuml;gen daf&uuml;r schon Anhaltspunkte. Japan macht exzessiv Jagd auf Wale, als einziges Land auch au&szlig;erhalb der eigenen Gew&auml;sser. Verhandlungsstand jetzt ist: Alles bleibt, wie es ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/313093.schlimmer-geht-immer.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Trotz des breiten Widerstandes gegen die Freihandelsabkommen TTIP und Ceta und der Kritik an der intransparenten und undemokratischen Verhandlungsf&uuml;hrung unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit, macht die Br&uuml;sseler Politelite, vorneweg der EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker, einfach weiter, gegen die Interessen der B&uuml;rger, f&uuml;r die Interessen der gro&szlig;en Industriekonzerne. Wer dies kritisiert ist dann sofort &bdquo;Anti-Europ&auml;er&ldquo;. Aber ein Europa als neoliberale Freihandelszone braucht kein B&uuml;rger und w&auml;re dies nicht auch eine Steilvorlage f&uuml;r den deutschen Bundestagswahlkampf? Bl&ouml;d nur, dass der Herr Schulz in seiner Zeit als Pr&auml;sident des EU-Parlaments die Freihandelsabkommen TTIP und Ceta immer bef&uuml;rwortet hat.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum sich reiche L&auml;nder nur reich rechnen<\/strong><br>\nNiger, Kongo und die Zentralafrikanische Republik sind laut UN die drei &auml;rmsten L&auml;nder der Welt. Zu Unrecht, so der Sozialwissenschaftler Alexander Dill in seinem Buch &ldquo;Die Welt neu bewerten&rdquo;. Diese L&auml;nder bleiben arm, weil das Bruttosozialprodukt als Ma&szlig;stab dient &ndash; und nicht das Sozialkapital, wie Dill es vorschl&auml;gt.<br>\nWie bewertet man die Welt und ihre knapp siebeneinhalb Milliarden Bewohner, wie die menschliche Entwicklung oder den sozialen Fortschritt? Das sind die Fragen, die Alexander Dill sich stellt. Und gleich zu Anfang seines Buchs &ldquo;Die Welt neu bewerten&rdquo; betont der Sozialwissenschaftler die Wichtigkeit seiner Unternehmung.<br>\n&ldquo;Weltbewertung wird bis heute als ein Expertenthema angesehen, eine wirkliche Relevanz wird ihr nicht beigemessen. Dabei h&auml;ngen die gro&szlig;en internationalen Probleme weitgehend von der Bewertung ab: Wie soll etwa eine Energiewende finanziert werden, wenn nur wenige Staaten Kredite zu Nullzinsen aufnehmen du&#776;rfen? Wie soll Frieden herrschen, wenn die Vertriebenen und Besetzten nicht auf die Solidarit&auml;t anderer V&ouml;lker bauen k&ouml;nnen? Die viel geschm&auml;hte Weltbank verleiht pro Jahr gerade einmal 47 Milliarden Dollar &ndash; dies ist nicht einmal ein Viertel dessen, was alleine Deutschland jedes Jahr an neuen Krediten aufnimmt.&rdquo;<br>\nF&uuml;r Dill steht fest: Die Ma&szlig;st&auml;be, an denen Staaten heute gemessen werden, sind weder objektiv noch unver&auml;nderlich. Im antiken Griechenland war es die Anzahl der Schiffe, die &uuml;ber den Stellenwert einer Nation entschied. Im Mittelalter galt die H&ouml;he der Kircht&uuml;rme, in der Romantik die Zahl der Theaterauff&uuml;hrungen als Gradmesser f&uuml;r Entwicklung. Und heute? Entscheidet vor allem anderen das Bruttosozialprodukt, die &ldquo;Summe aller G&uuml;ter und Dienstleistungen, die in einer Volkswirtschaft hergestellt werden&rdquo;, &uuml;ber Wohl oder Wehe in den Rankings. Genau das aber f&uuml;hrt laut Dill dazu, dass im Wettbewerb der Staaten reiche L&auml;nder reich bleiben &ndash; und arme L&auml;nder arm.<br>\n&ldquo;Im Jahre 2010 stammten bereits 35 Prozent der in Deutschland vom Staat registrierten Einkommen aus &lsquo;Verm&ouml;gen&rsquo;. Zusammen mit den st&auml;ndigen Ertr&auml;gen, die der Staat seitdem aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Staatsanleihen direkt in seinem Haushalt verbuchen kann, bilden die &lsquo;magischen&rsquo; Verm&ouml;genseinkommen auf einmal eine neue Wachstumsquelle fu&#776;r das Bruttosozialprodukt. Der wohlhabende Senior leistet sich mit 88 Jahren einen nagelneuen Mercedes der E-Klasse fu&#776;r 77.867 Euro. Er wird damit in 18 Monaten genau 5.678 Kilometer fahren. Die Erben verkaufen das Schmuckstu&#776;ck fu&#776;r 36.000 Euro. Wo ist der Differenzbetrag geblieben? Wurde das Bruttosozialprodukt um diesen Betrag korrigiert? Nein. Der Preis wurde voll als Wirtschaftsleistung verbucht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/armut-warum-sich-reiche-laender-nur-reich-rechnen.1310.de.html?dram:article_id=389609\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>17 Milliarden f&uuml;r zwei eher kleine Banken<\/strong><br>\nKurztext: Die beiden Krisenbanken sind eher klein. Sie zu retten, wird Italiens Steuerzahler viel Geld kosten: 17 Milliarden Euro &ndash; davon f&uuml;nf sofort. Die Regierung gew&auml;hrt die Finanzspritze per Dekret. Das EU-Recht sieht eigentlich anderes vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/banken-italien-103.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutsche Bank ger&auml;t immer tiefer in die Russland-Ermittlungen<\/strong>\n<ul>\n<li>Ein Kreditgesch&auml;ft kurz vor der US-Pr&auml;sidentschaftswahl bringt die Deutsche Bank in Erkl&auml;rungsnot.<\/li>\n<li>Donalds Trumps Schwiegersohn Jared Kushner erhielt von dem Institut einen Millionenkredit.<\/li>\n<li>Nun fragt sich, wie unabh&auml;ngig US-Beh&ouml;rden die Bank seit dem Regierungswechsel behandeln k&ouml;nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die denkw&uuml;rdige US-Wahl, sein Einzug ins Wei&szlig;e Haus und die Ermittlungen gegen ihn liegen noch in weiter Ferne, als Jared Kushner im Fr&uuml;hjahr 2015 eine lukrative Chance wittert. In einem historischen Geb&auml;ude nahe dem Times Square in Manhattan sollen vier Etagen mit Gewerbefl&auml;chen verkauft werden, beste Lage, ausgerechnet die legend&auml;ren ehemaligen R&auml;ume der New York Times. Aber ein schwieriger Fall: Etwa 75 Prozent der Fl&auml;chen stehen leer. Kushners Firma &uuml;bernimmt den Geb&auml;udeteil f&uuml;r ann&auml;hernd 300 Millionen Dollar, vermietet ihn fast komplett &ndash; und hat im Jahr darauf bereits einen satten Gewinn gemacht.<br>\nDas hat die Washington Post jetzt anhand von Dokumenten der US-B&ouml;rsenaufsicht SEC belegt. Im Oktober 2016, mitten in der Schlussphase des US-Wahlkampfs, stand die Refinanzierung an. Kushner besorgte sich neue Kredite &uuml;ber 370 Millionen Dollar. 285 Millionen Dollar davon steuerte einer der gr&ouml;&szlig;ten Gl&auml;ubiger von Kushners Schwiegervater und US-Pr&auml;sident Donald Trump bei: die Deutsche Bank. Die Gesch&auml;ftsbeziehung wurde bekannt, weil die Bank die Kredite verbrieft und Investoren angeboten hatte, was bei Immobilienfinanzierungen &uuml;blich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsche-bank-die-deutsche-bank-verwickelt-sich-in-die-russland-ermittlungen-1.3560940\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> F&uuml;rs Protokoll &ndash; Trumps Schwiegersohn, der selbst ein <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/trumps-schwiegersohn-jared-kushner-die-stille-schluesselfigur\/14862900.html\">milliardenschwerer<\/a> Immobilienmogul ist, hat von der Deutschen Bank einen Kredit bekommen. Und was hat das jetzt mit &bdquo;Russland&ldquo; zu tun? Es ist ja schon richtig, dass man kritisch m&ouml;gliche Interessenkonflikte durchleuchtet. Dass Trump und sein Umfeld gute Gesch&auml;ftskontakte zur Deutschen Bank haben, war jedoch schon vor der Wahl bekannt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mieten in K&ouml;ln steigen jedes Jahr um 6,3 Prozent<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Becher ist so einiges gewohnt, wenn es um bezahlbare Wohnungen in K&ouml;ln geht. Doch eine Offerte, die ihm unl&auml;ngst bei den Mietangeboten untergekommen ist, hat selbst ihn geschockt. 52 Quadratmeter Altbau, voll m&ouml;bliert, gehobene Ausstattung, N&auml;he Barbarossaplatz, f&uuml;r 1560 Euro. &bdquo;Das sind 30 Euro pro Quadratmeter&ldquo;, sagt der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Mietervereins kopfsch&uuml;ttelnd. Ein Ausrei&szlig;er vielleicht, der aber dennoch zeige, wohin die Reise gehe.<br>\nDas hat eine Studie des Prognos-Instituts, die auf dem Wohnungsbautag in Berlin vorgestellt wurde, best&auml;tigt. F&uuml;r einen Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung wird Wohnen allm&auml;hlich unbezahlbar. Etwa die H&auml;lfte der Menschen im Lande lebt in Regionen mit akutem Wohnraummangel zu Mieten, die f&uuml;r Normalverdiener nicht mehr erschwinglich sind. &bdquo;Der Wohnungsmangel ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen&ldquo;, sagt der Pr&auml;sident des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Andreas Ibel.<br>\nDie Prognos-Daten best&auml;tigen diese These. Demnach handelt es sich bei 138 der 402 Kreise und kreisfreien St&auml;dte in Deutschland um Zuzugsregionen, in denen insgesamt rund 900.000 Wohneinheiten fehlen. Hauptgrund ist nach &Uuml;berzeugung von sieben Verb&auml;nden, die sich zu einem &bdquo;B&uuml;ndnis Wohnungsbau&ldquo; zusammengeschlossen haben, die viel zu geringe Neubauquote.<br>\nW&auml;hrend Deutschland zwischen 2011 und 2016 durch Zuwanderung rund 2,5 Millionen Einwohner hinzu gewann, stieg die Zahl fertig gestellter Wohneinheiten im gleichen Zeitraum nur um 1,3 Millionen. Versch&auml;rft wird der Mangel durch den langj&auml;hrigen Trend zu Single- und Zweipersonen-Haushalten sowie den Zuzug in Ballungsr&auml;ume. &bdquo;Unter dem Strich fehlen eine Million Wohnungen&ldquo;, sagte der Chef des Mieterbundes, Lukas Siebenkotten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/wirtschaft\/wohnungen-werden-unbezahlbar-mieten-in-koeln-steigen-jedes-jahr-um-6-3-prozent-27845498?dmcid=f_msn_web\">K&ouml;lner Stadtanzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Wohnungsnot und die exorbitant steigenden Mieten w&auml;ren auch ein sch&ouml;nes Wahlkampfthema, aber auch hier hat die SPD bei der Privatisierung &ouml;ffentlichen Wohnraumes flei&szlig;ig mitgemacht. Und auch hier zeigt &Ouml;sterreich, wie bei der Rentenversicherung, wie es anders geht. Dort gibt es noch &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Wohnungsbau der diesen Namen verdient. Allein die Stadt Wien steckt mehr Mittel in den &ouml;ffentlichen Wohnungsbau als ganz Deutschland.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das Rentenniveau stabilisieren &ndash; und dann anheben<\/strong><br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund sieht angesichts drohender Altersarmut erh&ouml;hten Handlungsbedarf bei der Rente. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach kritisierte im DLF, es werde noch immer die Illusion verbreitet, &ldquo;man k&ouml;nnte privat hinter den L&ouml;chern hersparen, die in der gesetzlichen Rente gerissen worden sind&rdquo;.<br>\nDobovisek: In 20 Jahren wird jeder f&uuml;nfte neue Rentner armutsgef&auml;hrdet sein, prognostiziert die Bertelsmann-Stiftung. Zeichnet die Studie ein realistisches Bild?<br>\nBuntenbach: Ich denke, ja, und ich glaube, die Studie zeigt, dass wir heute handeln m&uuml;ssen und dass wir das nicht auf die lange Bank schieben d&uuml;rfen. Denn wir haben wegen der Entwicklung am Arbeitsmarkt, des gro&szlig;en Niedriglohnbereichs, den wir in Deutschland haben, und den vielen L&uuml;cken in der Erwerbsbiografie, die daraus auch folgen, auf der einen Seite und den gek&uuml;rzten Renten &ndash; das sind ja Entscheidungen von Anfang des Jahrtausends gewesen &ndash; eine Situation, dass wenn diese beiden Dinge zusammentreffen, dann viele in Altersarmut zu rutschen drohen. Da m&uuml;ssen wir gegensteuern und das m&uuml;ssen wir heute tun.<br>\nAgenda 2010? &ldquo;Eine falsche Weichenstellung&rdquo;<br>\nDobovisek: Daran ist ja auch die Agenda 2010 der Sozialdemokraten nicht gerade unbeteiligt, gerade wenn wir auf den Niedriglohnsektor blicken. War das der gr&ouml;&szlig;te Fehler, wenn wir jetzt auf die Renten uns konzentrieren?<br>\nBuntenbach: Das war sicherlich eine falsche Weichenstellung, die sich massiv auswirkt. Wir befinden uns da &ndash; und da war der Mindestlohn ein wichtiger Schritt, um wieder dem Druck nach unten am Arbeitsmarkt einen Riegel vorzuschieben &ndash; in einer Aufholjagd f&uuml;r gute Arbeit, auf dem Weg zu einer neuen Ordnung der Arbeit, die dringend n&ouml;tig ist, die dazu f&uuml;hrt, dass Menschen von ihrer Arbeit auch leben k&ouml;nnen und auch wieder in den Schutz der sozialen Sicherung zur&uuml;ckgeholt werden m&uuml;ssen oder da einbezogen werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/dgb-vorstandsmitglied-buntenbach-das-rentenniveau.694.de.html?dram:article_id=389605\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Buntenbach macht es sich viel zu einfach, wenn sie behauptet man k&ouml;nne das Rentenversicherungssystem in &Ouml;sterreich nicht einfach kopieren. Dabei gibt sie selbst zu, dass sich die &Ouml;sterreicher einfach dagegen entschieden haben die gesetzliche Rentenversicherung an die Finanzindustrie auszuliefern und man muss hier fragen weshalb die Gewerkschaften insgesamt gegen die Agenda 2010 nicht mehr Widerstand geleistet haben. Die nun vorgebrachte Kritik hat etwas von &ldquo;haltet den Dieb&rdquo; und die Forderung, das Rentenniveau auf 50 Prozent anzuheben, als sozialpolitische Gro&szlig;tat verkaufen zu wollen, kann nur als schlechter Scherz bezeichnet werden.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Altersarmut bei jedem f&uuml;nften Neurentner?<\/strong><br>\nJahrzehntelang hat Uwe Lagoda in die Rentenkasse eingezahlt &ndash; nun bleiben ihm nur 320 Euro im Monat zum Leben. Eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung schl&auml;gt Alarm: 2036 werde jeder f&uuml;nfte Neurentner von Altersarmut betroffen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/altersarmut-115.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kalifornien warnt: Glyphosat kann Krebs verursachen<\/strong><br>\nDie Gesundheitsbeh&ouml;rde in Kalifornien wird den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat auf eine schwarze Liste setzen. Das ist eine schwere Schlappe f&uuml;r den Saatgut-Konzern Monsanto. Das Pestizid kommt auch in Deutschland auf zahlreichen Feldern zum Einsatz.<br>\nDer Saatgut-Konzern Monsanto hat mit seinem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat einen R&uuml;ckschlag in den Vereinigten Staaten erlitten. In Kalifornien teilte die zust&auml;ndige Beh&ouml;rde f&uuml;r Gesundheit und Umwelt am Montag mit, Glyphosat werde ab dem 7. Juli auf die Liste mit Chemikalien gesetzt, die krebserregend sein k&ouml;nnen.<br>\nMonsanto wird gerade in einem 66 Milliarden Dollar schweren Deal vom deutschen Bayer-Konzern &uuml;bernommen. Kritiker der Transaktion bef&uuml;rchten ein Imageproblem f&uuml;r Bayer. Denn Monsanto sieht sich wegen Glyphosat immer neuer Klagen ausgesetzt. Der amerikanische Konzern will gegen die Entscheidung in Kalifornien vorgehen und nannte sie &bdquo;ungerechtfertigt auf der Basis von Wissenschaft und Gesetz&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/kalifornien-warnt-monsanto-mittel-glyphosat-kann-krebs-verursachen-15079044.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nach dem VW-Diesel-Skandal kommen nun weitere grundlegende Ermittlungen gegen einen Industriegiganten aus Kalifornien. Warum verschlie&szlig;t die EU immer wieder Augen? Bei Fragen des Umwelt- und Verbraucherschutzes hat die EU offenbar deutlichen Aufholbedarf.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Politische Ungleichheit programmiert<\/strong><br>\nMit eigenem Geld zum politischen Mandat: 90 Prozent der in einer Studie befragten Kandidaten haben im Bundestagswahlkampf 2013 privat investiert. Bernhard We&szlig;els vom Wissenschaftszentrum Berlin erkennt darin ein Problem f&uuml;r die Demokratie.<br>\n&ldquo;Jeder Kandidat sollte Geld mitbringen, die Bereitschaft muss da sein, die H&ouml;he, das kann dann jeder selber entscheiden, das kommt nat&uuml;rlich auch so ein bisschen auf die Gegebenheiten an. Was f&uuml;r ein Wahlkreis ist das, muss man viel aufwenden oder wenig?<br>\nDer Landtagskandidat Bj&ouml;rn Franken von der CDU in einem Bericht der ARD-Sendung Monitor.<br>\n&ldquo;So 20- bis 30.000 Euro kann man sicherlich rechnen.&rdquo;<br>\nFranken war bereit, f&uuml;r seinen Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen eigenes Geld zu investieren. Da ist er nicht der einzige. Nach einer Studie des Wissenschaftszentrums Berlin &uuml;ber die Bundestagswahl 2013 haben 90 Prozent der Kandidaten, die an der Befragung teilgenommen haben, eigenes Geld f&uuml;r den Wahlkampf eingesetzt.<br>\n&ldquo;Haben Sie mal etwas gemacht, von dem Sie &uuml;berzeugt waren, dass es richtig ist?&rdquo;<br>\nFragt Christian Lindner von der FDP in einem Wahlwerbespot. Wer als Kandidat von seinen Ideen &uuml;berzeugt ist, f&uuml;r den muss es verlockend sein, m&ouml;glichst viel in den Wahlkampf zu investieren. Denn je mehr investiert wird, desto h&ouml;her sind die Chancen zu gewinnen. Aber die privaten Zusch&uuml;sse sind problematisch f&uuml;r eine Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/wahlkampf-aus-eigener-tasche-politische-ungleichheit.976.de.html?dram:article_id=389638\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein viel gr&ouml;&szlig;eres Problem d&uuml;rfte allerdings der Superreichtum sein.  Mit den aberwitzigen Verm&ouml;gen der globalen Oligarchie l&auml;sst sich das politische Geschehen nach Belieben beeinflussen. Herausragendes negatives Beispiel sind die Koch-Br&uuml;der in den USA, die aberwitzige Summen in die Beeinflussung der US-amerikanischen Politik und der gesellschaftlichen Meinungsbildung investieren. Aber auch in Europa ist etwa der Multimilliard&auml;r Berlusconi, der sich einfach eine politische Bewegung nach seinem eigenen Gusto schuf, in schlechter Erinnerung. Auch hinter Macron steckt bei genauerem Hinsehen, die franz&ouml;sische Oligarchie, vorneweg der reichste Mann Frankreich Bernard Arnault.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35882\">Die M&auml;nner hinter Donald Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28097#h06\">Das Geld l&auml;sst w&auml;hlen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Rakka und das Tauziehen um Einfluss<\/strong><br>\nDer SDF und der nordsyrischen F&ouml;deration stehen schwierige Zeiten bevor. Russland und die syrische Regierung &auml;ndern offenbar ihren Kurs<br>\nDie Tage des Islamischen Staates scheinen gez&auml;hlt. Die SDF (Syrian Democratic Forces) haben Rakka (Raqqa) umzingelt. Unterst&uuml;tzt werden sie durch Luftangriffe der Anti-IS-Koalition. Unterdessen sind in der Sheba-Region um Al-Bab und Azaz heftige K&auml;mpfe zwischen den von der T&uuml;rkei unterst&uuml;tzten Milizen ausgebrochen. Die Angriffe gegen den Kanton Afrin der &ldquo;Demokratischen F&ouml;deration Nordsyrien&rdquo; (die Rojava miteinschlie&szlig;t) durch t&uuml;rkische Proxytruppen gehen trotzdem weiter.<br>\nDurch den neu intensivierten sunnitisch-schiitischen Konflikt um Einfluss in Syrien stehen der nordsyrischen F&ouml;deration schwierige Zeiten bevor. Schon wird ihnen eine Allianz mit Saudi Arabien unterstellt, um sie zu diskreditieren. Auch Russland versucht neuerdings, die nordsyrische F&ouml;deration unter Druck zu setzen. Russland und die USA verwandeln mit ihren regionalen Partnern im Tauziehen um Macht und Einfluss Syrien wieder mal in einen un&uuml;bersichtlichen Sumpf. Die Aktionen und Intentionen der T&uuml;rkei geraten gleichzeitig aus dem Blickfeld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Syrien-Rakka-und-das-Tauziehen-um-Einfluss-3755386.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Warum die &bdquo;Ehe f&uuml;r alle&ldquo; zum Hit im Wahlkampf werden kann<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Debatte um die &bdquo;Ehe f&uuml;r alle&ldquo; nimmt in diesen Tagen Fahrt auf<\/li>\n<li>FDP, SPD, Gr&uuml;ne und Linke sprechen sich f&uuml;r die Gleichstellung schwuler und lesbischer Paare aus<\/li>\n<li>Die Union k&ouml;nnte das in Bedr&auml;ngnis bringen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Berlin.  Der SPD-Bundestagsabgeordnete Marco B&uuml;low machte am Samstag per Twitter einen pfiffigen Vorschlag: Seine Partei solle doch in der n&auml;chsten Woche, bevor der Bundestag in die Sommerferien geht, noch schnell gemeinsam mit Gr&uuml;nen und Linkspartei die &bdquo;Ehe f&uuml;r alle&ldquo; beschlie&szlig;en &ndash; mit der rot-rot-gr&uuml;nen Mehrheit der Mandate im Parlament rein rechnerisch machbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derwesten.de\/politik\/warum-die-ehe-fuer-alle-zum-hit-im-wahlkampf-werden-kann-id211020147.html\">Der Westen<\/a><\/p>\n<p><em>Wenige Stunden sp&auml;ter zerst&ouml;rte die Kanzlerin bereits die Hoffnung auf &bdquo;einen Wahlkampfhit&ldquo;:<\/em><\/p>\n<p><strong>Merkel r&uuml;ckt vom Nein zur Ehe f&uuml;r alle ab<\/strong><br>\nDie Union lehnt die Ehe f&uuml;r alle offiziell ab. Doch CDU-Chefin Angela Merkel bezeichnete sie nun als Gewissensfrage. Damit w&auml;re der Weg frei f&uuml;r eine &uuml;berparteiliche Mehrheit im Bundestag.<br>\nDer Union droht neuer Streit &uuml;ber die Ehe f&uuml;r alle. CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel ist vom klaren Nein ihrer Partei abger&uuml;ckt und will die Entscheidung offenbar jedem einzelnen Abgeordneten &uuml;berlassen. &ldquo;Ich m&ouml;chte die Diskussion mehr in die Situation f&uuml;hren, dass es eher in Richtung einer Gewissensentscheidung ist, als dass ich jetzt per Mehrheitsbeschluss irgendwas durchpauke&rdquo;, sagte Merkel auf einer Veranstaltung der Zeitschrift &ldquo;Brigitte&rdquo; in Berlin.<br>\nBei einer Abstimmung im Bundestag ohne Fraktionszwang gilt eine Mehrheit f&uuml;r die gleichgeschlechtliche Ehe als sicher. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat Merkel die Linie mit CSU-Chef Horst Seehofer abgesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/angela-merkel-rueckt-vom-nein-der-cdu-zur-ehe-fuer-alle-ab-a-1154555.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ist durchaus clever. Damit h&auml;lt sich die CDU alle denkbaren Koalitionsoptionen offen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Eine Generation verschwindet<\/strong><br>\nWenn qualifizierte Arbeitskr&auml;fte und junge Wissenschaftler gehen: Eine ganze Generation verl&auml;sst den Balkan Richtung Deutschland &ndash; und findet auch dort kaum echte Chancen.<br>\nAlle L&auml;nder in S&uuml;dosteuropa, ob EU-Mitglied oder nicht, k&auml;mpfen gegen einen gewaltigen &bdquo;Braindrain&ldquo; an, gegen die Abwanderung hochqualifizierter Arbeitskr&auml;fte und Wissenschaftler. Aus Serbien, so der Belgrader Bev&ouml;lkerungsforscher Vladimir Greic, sind in den letzten zwei Jahrzehnten 300 000 frisch ausgebildete junge Leute, darunter 40 000 Hochschulabsolventen, ins Ausland abgewandert &ndash; unter Mitnahme einer Qualifikation, die das verarmte Land rund zw&ouml;lf Milliarden Euro gekostet hat. In Kroatien hat der Bildungsminister vorgeschlagen, von auswandernden Medizinern einen Teil der Studienkosten zur&uuml;ckzuverlangen.<br>\nDie Hoffnung, dass die gebildeten Emigranten irgendwann &bdquo;remigrieren&ldquo; und ihr Wissen und ihre Erfahrung zur&uuml;ck in die Heimat tragen, hat sich nicht erf&uuml;llt. &bdquo;Sie kommen zur&uuml;ck und merken: Ich bin dreimal so gut wie mein Chef&ldquo;, beobachtet Frank Hantke, der sich f&uuml;r die Friedrich-Ebert-Stiftung in Tirana mit Arbeitskr&auml;ften und Berufsausbildung besch&auml;ftigt. &bdquo;Und dann gehen sie wieder.&ldquo; Genauso in Kroatien: &bdquo;Die jungen Leute haben begriffen, dass ihre Arbeitskraft auf dem Balkan nicht gesch&auml;tzt wird&ldquo;, sagt die Migrationsforscherin Silva Me&#382;naric. &bdquo;Deshalb organisieren sie sich ihr Leben woanders.&ldquo; Wie in allen Balkanl&auml;ndern gelten auch in Kroatien als wichtigste Qualifikationen erstens Verwandtschaft und zweitens Parteibuch.<br>\nTats&auml;chlich geht nicht nur eine Bildungsschicht, es geht eher eine ganze Generation. Zur&uuml;ck bleiben die Alten. Kroatien mit seinen 1,2 Millionen Arbeitspl&auml;tzen verliert seit dem EU-Beitritt 2013 j&auml;hrlich rund 25 000 Einwohner, immer h&auml;ufiger ganze Familien. Dabei schwindet in allen L&auml;ndern der Region schon seit der Wende um das Jahr 1990 die Bev&ouml;lkerung, zum kleineren Teil wegen der sinkenden Geburtenrate. Zum gr&ouml;&szlig;eren Teil wegen der Emigration: Mehr als zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung von Rum&auml;nien und Mazedonien leben dauerhaft im Ausland; Rum&auml;nen lassen sich vor allem in Italien, Spanien und Frankreich nieder. Von den Kosovaren lebt jeder zehnte allein in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/balkan-eine-generation-verschwindet-a-1302223\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Daniela Dahn zum Tod von Helmut Kohl<\/strong><br>\nEs gibt nur wenige Texte zum Tod von Helmut Kohl, die &uuml;ber das &uuml;bliche Gelaber hinausgehen. Der Beitrag von Daniela Dahn im &bdquo;Freitag&ldquo; geh&ouml;rt zu diesen Ausnahmen.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170627-dahn.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170627-dahn-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nDer Artikel ist &uuml;ber den Link auf das PDF frei zug&auml;nglich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/170627-Daniela-Dahn-Kohl-Nachruf.pdf\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-38931","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38931","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38931"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38931\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38934,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38931\/revisions\/38934"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38931"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38931"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38931"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}