{"id":38935,"date":"2017-06-27T09:42:09","date_gmt":"2017-06-27T07:42:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38935"},"modified":"2026-01-27T11:17:29","modified_gmt":"2026-01-27T10:17:29","slug":"wir-leben-unter-einer-diktatur-der-oligarchien-des-globalisierten-finanzkapitals","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38935","title":{"rendered":"\u201eWir leben unter einer Diktatur der Oligarchien des globalisierten Finanzkapitals\u201c"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170627_ziegler.jpg\" alt=\"Jean Ziegler\" title=\"Jean Ziegler\"><\/div><p>Private Oligarchien haben eine Macht, die &bdquo;nie auch nur irgendein Kaiser, K&ouml;nig, Papst jemals auf diesem Planeten hatte. Sie entziehen sich jeder sozialen, staatlichen und gewerkschaftlichen Kontrolle.&ldquo; Das sagt der Vizepr&auml;sident des Beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrats <strong>Jean Ziegler<\/strong> in einem ausf&uuml;hrlichen Interview mit den NachDenkSeiten.  Der Schweizer Soziologe, der gerade das Buch <a href=\"https:\/\/www.randomhouse.de\/Buch\/Der-schmale-Grat-der-Hoffnung\/Jean-Ziegler\/C-Bertelsmann\/e517847.rhd\">&ldquo;Der schmale Grat der Hoffnung. Meine gewonnenen und verlorenen K&auml;mpfe und die, die wir gemeinsam gewinnen werden&rdquo;<\/a> ver&ouml;ffentlicht hat, zeigt sich im Interview von seiner k&auml;mpferischen Seite. <\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_419\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-38935-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170627_Interview_mit_Jean_Ziegler_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170627_Interview_mit_Jean_Ziegler_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170627_Interview_mit_Jean_Ziegler_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170627_Interview_mit_Jean_Ziegler_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=38935-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170627_Interview_mit_Jean_Ziegler_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170627_Interview_mit_Jean_Ziegler_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die Akkumulation eines unfassbaren Reichtums in den H&auml;nden Weniger ist f&uuml;r Ziegler das Ergebnis einer &bdquo;kannibalischen Weltordnung&ldquo;, die ein &bdquo;m&ouml;rderisches Instrument&ldquo; gegen die Armen und &Auml;rmsten ist. Wenn Ziegler &uuml;ber die systemische Ungerechtigkeit in dieser Welt redet, dann wird klar: Auch mit 83 Jahren hat der Globalisierungskritiker nicht vor, die &bdquo;Waffen&ldquo; niederzulegen. Im Gegenteil: Blitzschnell zitiert er Che Guevara (&bdquo;Die st&auml;rksten Mauern fallen durch Risse&ldquo;), Karl Marx (&bdquo;Der Revolution&auml;r muss im Stande sein, das Gras wachsen zu h&ouml;ren&ldquo;) oder den franz&ouml;sischen Schriftsteller Georges Bernanos (&bdquo;Gott hat keine anderen H&auml;nde als die unseren&ldquo;), um dann festzustellen: &bdquo;Entweder wir st&uuml;rzen die kannibalische Weltordnung oder sonst tut es niemand.&ldquo;<\/p><p>Ziegler, den eine enge <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Staatskritik-symbolische-Macht-und-Herrschaftsverhaeltnisse-3379589.html\">Freundschaft mit dem franz&ouml;sischen Soziologen Pierre Bourdieu<\/a> verband, hat alleine schon durch seine langj&auml;hrige Arbeit als UN-Sonderberichterstatter f&uuml;r das Recht auf Nahrung viel Elend in dieser Welt gesehen. Er geht davon aus, dass ein &bdquo;System der strukturellen Gewalt&ldquo; (Bourdieu) existiert, in dem sich alles der Profitmaximierung unterzuordnen hat. In dem enormen Reichtum, konzentriert in den H&auml;nden &bdquo;privater Oligarchien&ldquo;, liegt f&uuml;r Ziegler eine gro&szlig;e Gefahr. Ihr Einfluss auf die Demokratie sei mittlerweile so gro&szlig;, dass die Demokratie &bdquo;in vielerlei Sicht zu einer simulativen Demokratie geworden ist. <\/p><p>&bdquo;Diejenigen&ldquo;, sagt Ziegler, &bdquo;die da bald in Hamburg auf dem G20-Gipfel zusammenkommen, wurden l&auml;ngst zu Befehlsempf&auml;ngern degradiert. Das sind Lakaien und zugleich S&ouml;ldner der Oligarchien.&ldquo; Ein Interview mit einem, der fest davon &uuml;berzeugt ist, dass alle Probleme mit den Waffen der Demokratie zu l&ouml;sen sind. &bdquo;Wir m&uuml;ssen&ldquo;, wie Ziegler sagt, &bdquo;uns nur b&uuml;cken und sie aufheben.&ldquo;<\/p><p>Die B&ouml;rsenspekulation auf Grundnahrungsmittel durch Hedgefonds und Gro&szlig;banken k&ouml;nne schon morgen fr&uuml;h verboten werden &ndash; &bdquo;wenn wir das wollen, wenn wir einen ausreichend starken Druck machen.&ldquo; Das Interview f&uuml;hrte <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170627_ziegler_zitat.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p><strong>Herr Ziegler, in Ihrem neuen Buch schreiben Sie: &bdquo;Der Dritte Weltkrieg gegen die V&ouml;lker der Dritten Welt hat l&auml;ngst begonnen.&ldquo; Was meinen Sie damit?<\/strong><\/p><p>Die 23 Spezialorganisationen der Vereinten Nationen m&uuml;ssen jedes Jahr im Monat Juni dem Wirtschafts- und Sozialrat der UNO ihre Gesch&auml;ftsberichte vorlegen. Und in diesen Berichten l&auml;sst sich ablesen, was ich hier anf&uuml;hre. In den Berichten wird deutlich, wer die Opfer von verseuchtem Wasser, von Hunger, von Kriegen, von Klimasch&auml;den und von Epidemien etc. sind. Es sind allesamt Menschen, die in den L&auml;ndern der Dritten Welt leben. Aus diesen Berichten wird deutlich, dass wir hier von einer Opferzahl von 53 Millionen Menschen reden in einem Jahr! Im 2. Weltkrieg sind insgesamt 57 Millionen Menschen zu Tode gekommen, sowohl Zivilisten als auch Soldaten.<\/p><p>Allein diese beiden Zahlen zeigen: Wir haben es mit einem Weltkrieg gegen die L&auml;nder der Dritten Welt zu tun. <\/p><p><strong>Warum wird dieser Krieg gef&uuml;hrt?<\/strong><\/p><p>Der Krieg ist das, was die kannibalische Weltordnung fordert. <\/p><p><strong>Kannibalische Weltordnung? Was meinen Sie damit?<\/strong><\/p><p>Die Weltordnung, von der ich spreche, ist m&ouml;rderisch und absurd. Diese kannibalische Weltordnung ist gezeichnet von einer unglaublichen Machtakkumulation in den H&auml;nden ganz weniger Oligarchien. Wir leben unter einer Diktatur der Oligarchien des globalisierten Finanzkapitals. Diese Oligarchien haben eine Diktatur &uuml;ber den gesamten Planeten, also auch &uuml;ber die st&auml;rksten Staaten, errichtet. <\/p><p><strong>Wie kommen Sie zu diesen Gedanken?<\/strong><\/p><p>Ich werde es an einer Zahl verdeutlichen. <\/p><p><strong>Bitte.<\/strong><\/p><p>Die 500 gr&ouml;&szlig;ten transkontinentalen privaten Konzerne, haben nach Weltbankstatistik letztes Jahr 52 Prozent des Weltbruttosozialproduktes kontrolliert (also alle in einem Jahr auf der Welt erschaffenen Reicht&uuml;mer). K&ouml;nnen Sie sich vorstellen, was dahinter f&uuml;r eine Macht steckt? <\/p><p>Diese Oligarchien haben eine ideologische, finanzielle, wirtschaftliche und politische Macht, die nie auch nur irgendein Kaiser, K&ouml;nig, Papst jemals auf diesem Planeten hatte. Sie entziehen sich jeder sozialen, staatlichen und gewerkschaftlichen Kontrolle. Au&szlig;erdem: Diese Konzerne k&ouml;nnen sehr viel. Sie kontrollieren den wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt &ndash; sie sind unglaublich kreativ. <\/p><p><strong>Das zuletzt Genannte muss nicht negativ sein. Warum sagen Sie das in einem Ton, als ob gro&szlig;es Unheil droht.<\/strong><\/p><p>Das Unheil ist doch schon l&auml;ngst eingetreten. Diese Konzerne funktionieren n&auml;mlich nur nach einem einzigen Prinzip. <\/p><p><strong>Welches?<\/strong><\/p><p>Es ist das Prinzip der Profitmaximierung. Sie wollen allesamt in m&ouml;glichst k&uuml;rzester Zeit einen m&ouml;glichst hohen Profi akkumulieren &ndash; und das um jeden Preis. Die 85 reichsten Milliard&auml;re der Welt haben im letzten Jahr &uuml;ber so viel Verm&ouml;gen verf&uuml;gt, wie 4,5 Milliarden der &auml;rmsten Menschen dieser Welt. Da taucht sie wieder auf, die kannibalische Weltordnung, die ich gerade erw&auml;hnt habe. <\/p><p>Auf der einen Seite stehen 85 Menschen, die &uuml;ber ein unfassbar gro&szlig;es Verm&ouml;gen verf&uuml;gen, w&auml;hrend auf der anderen Seite die Leichenberge steigen. Auf dieser Welt stirbt alle 5 Sekunden ein Kind unter 10 Jahren am Hunger oder seinen unmittelbaren Folgen. Derselbe UN-Report, der diese Opferzahlen offenbart, legt gleichzeitig dar, dass die Weltlandwirtschaft heute problemlos 12 Milliarden Menschen ern&auml;hren k&ouml;nnte. Das hei&szlig;t praktisch das Doppelte der heutigen Weltbev&ouml;lkerung.<\/p><p><strong>Das hei&szlig;t, es gibt also keinen faktischen Mangel an Nahrungsmitteln.<\/strong><\/p><p>So ist es. Das Problem ist nicht mehr fehlende Produktivit&auml;t, wie es Marx noch bis zu seinem Tode im M&auml;rz 1883 gemeint hat. Seit dem Tod von Marx hat die Menschheit ihre Produktionskr&auml;fte so unglaublich gesteigert, dass heute, seit dem Beginn des neuen Jahrtausends, kein objektiver Mangel an Nahrungsmitteln mehr gegeben ist<\/p><p><strong>Kein Mensch m&uuml;sste also mehr auf diesem Planeten hungern?<\/strong><\/p><p>Der Hunger ist von Menschen gemacht und er kann, wenn der kollektive Wille da ist, morgen aus der Welt geschafft werden. <\/p><p><strong>Wo genau liegt jetzt das Problem? Warum hungern noch immer so viele Menschen auf dieser Welt?<\/strong><\/p><p>Das Problem ist nicht fehlende Produktion, sondern fehlende Kaufkraft. Die, die hungern, haben keine Mittel, um sich Essen leisten zu k&ouml;nnen. Die kannibalische Weltordnung stellt sich eben dar durch eine unglaubliche Ungleichheit &ndash; eine Ungleichheit, die auf die Kosten der &Auml;rmsten geht. Die kannibalische Weltordnung t&ouml;tet. Und sie ist absurd, denn sie m&uuml;sste nicht t&ouml;ten. Heute zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit w&auml;ren wir in der Lage, allen Menschen ein menschenw&uuml;rdiges Leben zu erm&ouml;glichen. Ein Leben, das frei von der Angst ist, im Elend zugrunde zu gehen.<\/p><p><strong>Wie vertragen sich denn die privaten Oligarchien mit dem demokratischen System?<\/strong><\/p><p>Sie bedrohen das demokratische System. Diejenigen, die da bald in Hamburg auf dem G20-Gipfel zusammenkommen, wurden l&auml;ngst zu Befehlsempf&auml;ngern degradiert. Das sind Lakaien und zugleich S&ouml;ldner der Oligarchien. Unsere Demokratie ist in vielerlei Sicht zu einer simulativen Demokratie geworden. <\/p><p><strong>Aber es gibt doch freie, gleiche und geheime Wahlen. Kernelemente der Demokratie.<\/strong><\/p><p>Das stimmt, aber was nutzen freie, gleiche und geheime Wahlen, wenn diejenigen, die gew&auml;hlt werden, nachher unter dem Diktat der Oligarchien stehen?<\/p><p><strong>Das sind harte Aussagen, die Sie treffen. K&ouml;nnen Sie das vielleicht einmal anhand eines Beispiels verdeutlichen?<\/strong><\/p><p>Nehmen wir doch Deutschland als Beispiel. Deutschland ist sicher die lebendigste Demokratie dieses Kontinentes und dazu noch die drittst&auml;rkste Wirtschaftsmacht der Welt. Aber nun erz&auml;hle ich Ihnen, was ich vor kurzem im Menschenrechtsrat erlebt habe. Der Menschenrechtsrat hat vorgeschlagen, die nichtstaatlichen Akteure der Menschenrechtskontrolle zu unterstellen.<\/p><p><strong>Das hei&szlig;t?<\/strong><\/p><p>Wenn Nestl&eacute; in Kolumbien einen Streik niederschlagen l&auml;sst und Menschen durch den Einsatz der kolumbianischen Polizei ums Leben kommen, dann k&ouml;nnten die &Uuml;berlebenden der Opferfamilie in der Schweiz Schadensersatzklage einreichen &ndash; also immer im Heimatland des entsprechenden Konzerns. Wenn Bayer mit seinen Pestiziden in S&uuml;dindien Menschen mit Krebs verseucht und das nachgewiesen werden kann, dann k&ouml;nnten die Opfer in Deutschland vor den Gerichten klagen. <\/p><p><strong>Verstanden. Sie wollten aber ein Beispiel anf&uuml;hren, wie es aussieht, wenn sich demokratische Politiker gro&szlig;en Konzernen unterordnen.<\/strong><\/p><p>Da bin ich gerade dabei. Jetzt kommt es n&auml;mlich. Deutschland spielt normalerweise im Menschenrechtsrat eine sehr progressive Rolle. Allerdings k&ouml;nnen die Botschafter, die im Menschenrechtsrat abstimmen, nicht frei nach ihrem Gewissen abstimmen. Sie haben ein imperatives Mandat.<\/p><p><strong>Das hei&szlig;t?<\/strong><\/p><p>Das hei&szlig;t, die Botschafter m&uuml;ssen so abstimmen, wie es ihre jeweiligen Regierungen vorgeben. Aus Berlin kam also die Anweisung, dass diese neue Konvention, die dazu f&uuml;hren sollte, dass nichtstaatliche Akteure der Menschenrechtskontrolle unterstellt w&uuml;rden, zu Fall gebracht werden muss. <\/p><p><strong>Aber warum? Welche Erkl&auml;rung haben Sie daf&uuml;r?<\/strong><\/p><p>Die Erkl&auml;rung ist sicherlich nicht, dass Frau Merkel, die ich f&uuml;r eine sehr kluge und humane Frau halte (was sie exemplarisch in der Fl&uuml;chtlingsfrage bewiesen hat) gegen diese Konvention w&auml;re. <\/p><p><strong>Sondern?<\/strong><\/p><p>Die Gro&szlig;konzerne haben mobilisiert und massiven Druck auf den Bundestag und die Regierung ausge&uuml;bt. Diesem Druck hat sich die deutsche Regierung gebeugt. <\/p><p><strong>Da wir gerade &uuml;ber das Spannungsfeld private Oligarchien und Demokratie reden: Die Machtstrukturforschung hat dargelegt, dass es einen vorgelagerten politischen Formationsprozess von Machteliten gibt. Wie sehen sie das? <\/strong><\/p><p>Ja, nat&uuml;rlich, es gibt diesen Formationsprozess. Er ist zutiefst undemokratisch. <\/p><p><strong>Was halten Sie von den j&auml;hrlich stattfindenden Bilderberg-Konferenzen?<\/strong><\/p><p>Das sind ganz gef&auml;hrliche Zusammenk&uuml;nfte, die hinter verschlossenen T&uuml;ren stattfinden. Die Konferenzen zeigen, dass die freie pluralistische Meinungsbildung von wenigen Oligarchen sabotiert wird. Zusammenk&uuml;nfte wie &bdquo;Bilderberg&ldquo; sind gef&auml;hrliche, ja f&uuml;r die Demokratie t&ouml;dliche und f&uuml;r die &auml;rmsten Menschen der Welt m&ouml;rderische Einrichtungen. <\/p><p><strong>Ein anderes Thema. In Ihrem Buch sprechen Sie viel &uuml;ber Geierfonds. Was ist das?<\/strong><\/p><p>Das erkl&auml;re ich Ihnen gerne, aber ich muss etwas ausholen. In Ordnung?<\/p><p><strong>Ja, nat&uuml;rlich.<\/strong><\/p><p>Eines der gro&szlig;en Elendsprobleme der kannibalischen Weltordnung ist die &Uuml;berschuldung der L&auml;nder der s&uuml;dlichen Hemisph&auml;re.  Die Staaten der Dritten Welt (ausgenommen die f&uuml;nf Schwellenl&auml;nder: Brasilien, S&uuml;dafrika, Russland, Indien und China) hatten im vergangenen Jahr eine kumulierte Auslandsschuld von 2100 Milliarden Dollar. <\/p><p>Alles, was die Staaten mit Baumwolle, Erdn&uuml;ssen usw. verdienen, geht sofort als Schuldzinszahlungen an die Gro&szlig;banken in New York, London, Frankfurt und Z&uuml;rich. Diese &Uuml;berschuldung ist wie ein W&uuml;rgegriff am Hals dieser Staaten.Sie haben keinen Cent mehr, um in Schulen, k&uuml;nstliche Bew&auml;sserung, in D&uuml;nger oder Krankenh&auml;user zu investieren. Und das ist der Grund, warum zum Beispiel im Sahel die b&auml;uerliche Produktivit&auml;t etwa 10 Mal geringer als in europ&auml;ischen Landwirtschaftsgebieten ist. <\/p><p>Um nur ein Beispiel anzuf&uuml;hren: 1 Hektar Getreide im Sahel ergibt in normalen Zeiten, also in Zeiten, wo es keinen Krieg, Heuschreckenplagen oder Trockenkatastrophen gibt, 600-700 Kilo Getreide. Bei Ihnen in Deutschland, in Baden-W&uuml;rttemberg, ergibt ein Hektar 10.000 Kilo Getreide. Aber der deutsche Landwirt f&auml;hrt dieses Ergebnis nicht deshalb ein, weil er viel kompetenter ist als der afrikanische, sondern weil der afrikanische Bauer &uuml;berhaupt keine finanziellen Mittel hat, um in seine Landwirtschaft zu investieren. <\/p><p><strong>Und was hat das mit den Geierfonds zu tun?<\/strong><\/p><p>Man muss wissen: Der afrikanische Bauer kann eben nicht in Landwirtschaftskredite, in D&uuml;ngemittel und Bew&auml;sserungsanlagen investieren, weil die Auslandsverschuldung seines Landes so extrem hoch ist. <\/p><p><strong>Und dabei kommen nun die Geierfonds ins Spiel, die Sie in Ihrem Buch ja ausf&uuml;hrlich beschreiben?<\/strong><\/p><p>So ist es. Sie wissen, dass in Lateinamerika, Afrika und Asien periodisch Staaten komplett zahlungsunf&auml;hig werden. Wenn das passiert, rufen die verschuldeten Staaten ihre Gl&auml;ubiger zusammen und versuchen &uuml;ber Verhandlungswege, dass ihre Schulden reduziert werden. Die Gl&auml;ubiger sagen sich: Lieber 30 Prozent am Schluss als &uuml;berhaupt nichts. Dann werden, um es abzuk&uuml;rzen, neue Schuldpapiere ausgegeben. <\/p><p>Das Problem: Die alten Schuldpapiere, auf denen die Schulden zu 100 Prozent ausgewiesen sind, zirkulieren noch immer auf einem Parallelmarkt. Hedgefonds st&uuml;rzen sich dann darauf &ndash; wie die Geier &ndash; und kaufen diese Schuldpapiere zu einem l&auml;cherlichen Preis auf. Damit gehen sie dann vor die Gerichte in New York, London oder Paris und klagen diese Forderungen zu 100 Prozent ein. Und in den allermeisten F&auml;llen erhalten sie auch Recht. Diese Urteile sind dann vollstreckbar. <\/p><p>Und so passiert es, dass sie, beispielsweise, ein argentinisches Schiff, das Getreide gelagert hat und in Hamburg am Hafen liegt, konfiszieren. Die Geierfonds sind eines der schlimmsten Instrumente des Rauptierkapitalismus. <\/p><p><strong>Ihr Buch tr&auml;gt den Titel: &bdquo;Der Schmale Grat der Hoffnung&ldquo;. Warum ein schmaler Grat? Wie sieht dieser schmale Grat denn aus?<\/strong><\/p><p>Die kannibalische Weltordnung hat ein neues historisches Subjekt hervorgebracht und das ist die planetarische Zivilgesellschaft. Che Guevara hat gesagt: &bdquo;Die st&auml;rksten Mauern fallen durch Risse.&ldquo;  Und Risse entstehen &uuml;berall. Karl Marx hat gesagt: &bdquo;Der Revolution&auml;r muss im Stande sein, das Gras wachsen zu h&ouml;ren.&ldquo; Und das Gras w&auml;chst. <\/p><p><strong>Sie meinen also, Widerstand formiert sich?<\/strong><\/p><p>Das tut er.  Zur Zivilgesellschaft, von der ich spreche, geh&ouml;ren all die vielen sozialen Bewegungen jenseits der Parteien und Nationalstaaten. Ob Attac, Greenpeace, Via Campesia, Amnesty, die Frauenbewegung: Gruppen wie diese leisten bereits Widerstand gegen die Weltdiktatur der Oligarchien an ganz verschiedenen Fronten. All diese Gruppen in ihrer Gesamtheit sind unbesiegbar. Sie funktionieren nicht nach Parteilinien. Sie richten sich nicht an einem Zentralkomitee aus. <\/p><p>Sie funktionieren nach dem kategorischen Imperativ, den jeder Mensch in sich tr&auml;gt. Von Immanuel Kant stammt die Aussage: &bdquo;Die Unmenschlichkeit, die einem Anderen angetan wird, zerst&ouml;rt die Menschlichkeit in mir.&ldquo;<\/p><p><strong>Auch wenn es Widerstand gibt, so einfach scheinen sich Ver&auml;nderungen nicht herbeif&uuml;hren zu lassen.<\/strong><\/p><p>Das gro&szlig;e Problem ist die Entfremdung des Kollektivbewusstseins. <\/p><p><strong>Was meinen Sie damit?<\/strong><\/p><p>Die kannibalische Weltordnung kann nur existieren aufgrund dieser Entfremdung, weil es ihr gelungen ist, uns von unserer eigenen Ohnmacht zu &uuml;berzeugen. Lassen Sie mich an dieser Stelle bitte eine Klammer aufmachen.<\/p><p>Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das ein Identit&auml;tsbewusstsein hat, also sich selbst im Anderen erkennt. Wenn ein Hund einen anderen Hund sieht, der geschlagen wird, passiert nichts.  Wenn ein Mensch, egal aus welchem Kulturkreis, sozialer Klasse etc. er kommt, sieht, wie ein Kind vor seinen Augen gequ&auml;lt wird, bricht etwas in ihm zusammen, weil er sich selbst unmittelbar in diesem Kind erkennt. <\/p><p>Das Identit&auml;tsbewusstsein ist heute versch&uuml;ttet von der neoliberalen Wahnidee. Diese besagt: Den Menschen als historisches Subjekt gibt es gar nicht mehr. Es gibt nur eine historische Kraft, n&auml;mlich die unsichtbare Hand des Marktes. Und die folgt Naturgesetzen. <\/p><p><strong>Marktkr&auml;fte regieren also die Welt?<\/strong><\/p><p>Das will uns die neoliberale Wahnidee weismachen. Sie sagt uns: Alles, was der Mensch tun kann, ist sich diesen Marktkr&auml;ften funktionell zu unterwerfen, das hei&szlig;t, die Funktionen auszuf&uuml;hren, die die Oligarchien ihm zuweisen. Aber die Singularit&auml;t des Menschen, seine Solidarit&auml;t gibt es nicht mehr. Diese Entfremdung hat unser Identit&auml;tsbewusstsein regelrecht zubetoniert. <\/p><p><strong>Haben Sie ein Beispiel?<\/strong><\/p><p>Ich erlebe das immer wieder bei meinen Vortr&auml;gen. Kluge Menschen, die sich aus dem Plenum zu Wort melden, sagen, dass ich ja recht habe, mit dem was ich erkl&auml;re, aber was k&ouml;nne schon der Einzelne gegen Siemens, gegen Bayer usw. unternehmen. Diese Menschen stehen da und sagen: &bdquo;Ich bin doch nur ein kleiner B&uuml;rger.&ldquo; <\/p><p><strong>Also ein Ohnmachtsgef&uuml;hl kommt zum Vorschein.<\/strong><\/p><p>Genau. Verinnerlichte Ohnmacht ist Ausdruck der Entfremdung. Dieses Gef&uuml;hl ist der gr&ouml;&szlig;te Sieg der Oligarchien. Sie arbeiten mit einer L&uuml;ge, die wir brechen m&uuml;ssen.  Es gibt keine Ohnmacht in der Demokratie. Alle m&ouml;rderischen Strukturen k&ouml;nnen morgen auf verfassungsrechtlich friedlich demokratische Weise aus dem Weg ger&auml;umt werden. Sie wissen, wie furchtbar die B&ouml;rsenspekulation auf Grundnahrungsmittel durch Hedgefonds und Gro&szlig;banken ist. Durch sie werden die Weltpreise auf Grundnahrungsmittel in die H&ouml;he getrieben. <\/p><p>Ihre Auswirkungen in den Slums von Sao Paolo oder Manila sind verheerend. Wenn der Reispreis steigt, kann die Mutter in Sao Paolo nicht genug Reis kaufen und ihre Kinder gehen zugrunde. Morgen fr&uuml;h kann die B&ouml;rsenspekulation auf Grundnahrungsmittel durch den Bundestag verboten werden &ndash; wenn wir das wollen, wenn wir einen ausreichend starken Druck machen. <\/p><p>Ich sage es nochmal: Es gibt keine Ohnmacht in der Demokratie. Das Grundgesetz gibt uns alle Waffen, die wir ben&ouml;tigen, in die Hand &ndash; wir m&uuml;ssen uns nur b&uuml;cken und sie aufheben. Wir haben ein Streikrecht, wir haben Wahlen, wir haben ein Demonstrationsrecht und viele Rechte mehr. Wir k&ouml;nnen die Regierungen zwingen, diese Strukturreformen durchzuf&uuml;hren.<\/p><p><strong>Das klingt revolution&auml;r, was Sie sagen. Und Sie reden mit einer sehr authentischen Leidenschaft. Aber dieser Kampf wird doch vonseiten der von Ihnen angef&uuml;hrten Zivilgesellschaft schon seit langer Zeit gef&uuml;hrt.  Ihr Freund, der franz&ouml;sische Soziologe Pierre Bourdieu, sagte bereits 2001 in einem <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-19646181.html\">Spiegel-Interview<\/a> kurz vor seinem Tod das Folgende: &bdquo;In Wirklichkeit lassen die Politiker der Globalisierung ihren Lauf. Sie bedienen sich schamlos eines Vokabulars der Freiheit, des Wohlstands f&uuml;r alle; dabei unterwerfen sie sich selbst und ihre B&uuml;rger den derart von ihren Fesseln befreiten Kr&auml;ften der &Ouml;konomie. &ldquo; Seitdem sind 16 Jahre vergangen. Sind die Verh&auml;ltnisse besser geworden?<\/strong><\/p><p>Ich wei&szlig;, es ist schlimmer geworden.<\/p><p><strong>Das meine ich. Was Sie sagen, h&ouml;rt sich durchaus vern&uuml;nftig an, aber&hellip;<\/strong><\/p><p>&hellip; ich hoffe, Sie nennen mich jetzt nicht einen &bdquo;Idealisten&ldquo;. Dieses Wort hasse ich n&auml;mlich. <\/p><p><strong>Der Begriff Idealismus lag mir auf der Zunge.<\/strong><\/p><p>Blo&szlig; nicht. Sartre hat gesagt: &bdquo;Den Feind erkennen, den Feind bek&auml;mpfen. Den Feind erkennen hei&szlig;t also, die neoliberalen Globalisierungsl&uuml;gen zu erkennen, zu entlarven, das Ohnmachtsgef&uuml;hl des B&uuml;rgers zu eliminieren, ihm zu zeigen, wo seine Waffen sind, also zu zeigen, wie die kannibalische Weltordnung funktioniert und bek&auml;mpft werden kann. Und das ist die Aufgabe der Intellektuellen: Sie m&uuml;ssen Ihre Stimme erheben f&uuml;r die, die keine Stimme haben und ohne M&ouml;glichkeit der Verteidigung zerst&ouml;rt werden. <\/p><p>Es gibt eine Gerechtigkeit, die das Bewusstsein einfordert. Und ich sage Ihnen, dieses Bewusstsein f&uuml;r die Gerechtigkeit, es steigt, es w&auml;chst. <\/p><p>Nehmen wir das Beispiel Sklaverei. Vor 150 Jahren wurde die Sklaverei noch im englischen Unterhaus verteidigt. Sklaverei war v&ouml;llig legal, Teil der &ouml;konomischen Struktur. Auch heute gibt es noch Menschenhandel und zwar mitten in Europa. Aber kein Mensch w&uuml;rde sich erlauben, die Sklaverei in einer UN-Sitzung, in einem Parlament oder einer Kirche zu verteidigen. Ein Aufstand des Gewissens steht bevor. Er wird kommen. <\/p><p>Nietzsche schreibt: &bdquo;Die Revolution kommt auf den F&uuml;&szlig;en der Taube.&ldquo; Wenn Sie all das Leid sehen &ndash; und ich wei&szlig;, Sie haben es gesehen -, das auf der Welt passiert, k&ouml;nnen Sie dann sagen, Sie haben von nichts gewusst?  Kann jemand in Deutschland tats&auml;chlich sagen, ich habe von nichts gewusst?  Ich f&uuml;hre noch ein Zitat von dem franz&ouml;sischen Schriftsteller George Bernanos an: &bdquo;Gott hat keine anderen H&auml;nde als die unseren.&ldquo; Entweder wir st&uuml;rzen die kannibalische Weltordnung oder sonst tut es niemand. <\/p><p><strong>Im Hinblick auf die Ebene der Akteure: Ist denn der Pr&auml;sident, zum Beispiel, von Siemens, von Nestl&eacute; oder von Bayer ein schlechter Mensch?<\/strong><\/p><p>Es geht um ein, um auch hier nochmal Bourdieu anzuf&uuml;hren, System der &bdquo;strukturellen Gewalt&ldquo;.  Der Pr&auml;sident von Nestl&eacute; ist ein sehr guter Ski-Fahrer. Hin und wieder kreuzen sich unsere Wege auf der Piste in Zermatt. Ich kenne ihn. Er ist ein hochanst&auml;ndiger Mensch. Aber wenn es darum geht, in seiner Funktion als Pr&auml;sident von Nestl&eacute; den B&ouml;rsenwert seines Unternehmens zu steigern, dann tut er das, was dazu eben n&ouml;tig ist. Tut er es nicht, wird er nach drei Monaten nicht mehr Pr&auml;sident von Nestl&eacute; sein. <\/p><p><strong>Es gab einmal einen hochrangigen Akteur aus Deutschland. Er hat sich pl&ouml;tzlich f&uuml;r die Entschuldung der Dritten Welt eingesetzt. Sein Name war Alfred Herrhausen. Er wurde allerdings von der RAF ermordet.<\/strong><\/p><p>Oder im fernen Auftrag von jemanden. <\/p><p><strong>Halten Sie das f&uuml;r m&ouml;glich?<\/strong><\/p><p>Das halten viele Menschen f&uuml;r m&ouml;glich.<\/p><p><strong>Wenn also jemand innerhalb dieses Systems Herz zeigt und versucht, die Strukturen aufzubrechen&hellip;<\/strong><\/p><p>&hellip;. ja, dann ist sein Leben in Gefahr. <\/p><p><strong>So schlimm?<\/strong><\/p><p>Ja, nat&uuml;rlich. Diejenigen, die das wagen, riskieren ihr Leben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170627_ziegler.jpg\" alt=\"Jean Ziegler\" title=\"Jean Ziegler\"\/><\/div>\n<p>Private Oligarchien haben eine Macht, die &bdquo;nie auch nur irgendein Kaiser, K&ouml;nig, Papst jemals auf diesem Planeten hatte. Sie entziehen sich jeder sozialen, staatlichen und gewerkschaftlichen Kontrolle.&ldquo; Das sagt der Vizepr&auml;sident des Beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrats <strong>Jean Ziegler<\/strong> in einem ausf&uuml;hrlichen Interview<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38935\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,107,35,126,37,209,127,132,161],"tags":[881,1960,431,757,1759,1532,593,285,1683,305,849,1337,487,325,687,639,1400],"class_list":["post-38935","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-audio-podcast","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-erosion-der-demokratie","category-globalisierung","category-interviews","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-ungleichheit-armut-reichtum","category-wertedebatte","tag-armut","tag-boersenwetten","tag-bilderberger","tag-bourdieu-pierre","tag-entsolidarisierung","tag-entwicklungslaender","tag-g7820","tag-hedgefonds","tag-kategorischer-imperativ","tag-menschenrechte","tag-nahrungsmittel","tag-oligarchen","tag-produktivitaet","tag-staatsschulden","tag-ungleichheit","tag-uno","tag-ziegler-jean"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38935","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38935"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38935\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89517,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38935\/revisions\/89517"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38935"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38935"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38935"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}