{"id":3894,"date":"2009-04-17T09:16:55","date_gmt":"2009-04-17T07:16:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3894"},"modified":"2009-04-18T10:10:47","modified_gmt":"2009-04-18T08:10:47","slug":"hinweise-des-tages-873","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3894","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen<\/p><ul>\n<li>Die Good-Bank-L&ouml;sung<\/li>\n<li>Europas Industrieproduktion bricht ein<\/li>\n<li>Autoverk&auml;ufe sinken um 17 Prozent<\/li>\n<li>Robert von Heusinger: Die Binnennachfrage muss steigen<\/li>\n<li>Island in Not<\/li>\n<li>Lettland: Vom Wirtschaftsboom in den Staatsbankrott<\/li>\n<li>&Ouml;sterreich ist kein Pleitekandidat<\/li>\n<li>IWF sieht Parallelen zur Gro&szlig;en Depression<\/li>\n<li>Trotz K&uuml;ndigungsschutz &ndash; Arbeitgeber feuern nach Belieben<\/li>\n<li>MDR verliert Millionen<\/li>\n<li>Greanpeace: Gro&szlig;konzerne bremsen beim &Ouml;kostrom<\/li>\n<li>R&uuml;stungsgesch&auml;ft von EADS trotzt Krise<\/li>\n<li>Was bedeutet die Krise f&uuml;r unsere Sozialsysteme?<\/li>\n<li>Die Illusionen der SPD<\/li>\n<li>DGB-Aufruf zum 1. Mai 2009<\/li>\n<li>Weniger Geld f&uuml;r Kurzarbeiter<\/li>\n<li>Ein Konzern namens Staat<\/li>\n<li>Europawahl fehlen die W&auml;hler<\/li>\n<li>LobbyControl: Zweiter Bericht zu Lobbyisten in Ministerien: erfreulicher R&uuml;ckgang, einige Unstimmigkeiten<\/li>\n<li>Missbrauchsopfer k&auml;mpfen gegen Netzsperren<\/li>\n<li>Mediaagenturen in der Grauzone<\/li>\n<li>US-B&uuml;rger zahlen ihre Schulden nicht<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3894&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen<br>\nInformation hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Die Good-Bank-L&ouml;sung<\/strong><br>\nStatt dem schlechten Geld gutes hinterherzuwerfen, solle der Staat lieber neue Banken mit den wertvollen Aktiva der alten Banken gr&uuml;nden und diesen Instituten Kapital geben.<br>\nF&uuml;r die Restbanken, die auf einem Haufen Schulden und faulen Krediten sitzen bleiben, d&uuml;rfte das in den meisten F&auml;llen den sicheren Weg in die Pleite bedeuten. Sie w&uuml;rden automatisch zu Bad Banks, nur ohne staatliche Unterst&uuml;tzung. Dennoch finden etliche Experten, dies sei der bessere Weg, das Finanzsystem zu stabilisieren. Blo&szlig; weil man die Banken retten will, m&uuml;sse man nicht auch die Banker und Aktion&auml;re retten, erkl&auml;rt Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz. Im Gegenteil: Ohne deren Anspr&uuml;che k&auml;me die Rettung billiger f&uuml;r die Steuerzahler. Das Prinzip &ldquo;Der Verschmutzer zahlt&rdquo; m&uuml;sse gelten, fordert Stiglitz, das sei &ldquo;eine Frage von Fairness und Effizienz&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,druck-619203,00.html\">manager-magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu auch noch einmal: <a href=\"?p=3761\">James Galbraiths Vorschlag: Banken in Insolvenz gehen lassen und das Management austauschen &ndash; f&uuml;r uns sehr relevant (Teil VII Finanzkrise<\/a>) <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europas Industrieproduktion bricht ein<\/strong><br>\nDie Industrie in der Euro-Zone produziert nur noch so viel wie vor knapp zehn Jahren. Das Produktionsniveau sackte im Februar auf den niedrigsten Stand seit Juli 1999, wie das Europ&auml;ische Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Br&uuml;ssel mitteilte. Dabei sank die Industrieproduktion in allen Staaten, f&uuml;r die Daten vorlagen. Die st&auml;rksten R&uuml;ckg&auml;nge gab es in Estland (minus 30,2), Lettland (minus 24,2) und Spanien (minus 22 Prozent); auch in Deutschland gab es mit minus 20,6 Prozent einen massiven Einbruch. Am besten sah es noch in Griechenland (minus 4,9), den Niederlanden (minus 5,9) und D&auml;nemark (minus 11,8 Prozent) aus. Erfasst wurde die gesamte Industrie ohne das Baugewerbe.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/europas_industrieproduktion_bricht_ein_1.2413658.html?printview=true\">NZZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/pls\/portal\/docs\/PAGE\/PGP_PRD_CAT_PREREL\/PGE_CAT_PREREL_YEAR_2009\/PGE_CAT_PREREL_YEAR_2009_MONTH_04\/4-16042009-DE-AP.PDF\">eurostat Pressemitteilung [PDF &ndash; 284 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Autoverk&auml;ufe sinken um 17 Prozent<\/strong><br>\nTrotz weltweiter Konjunkturhilfen findet die Autobranche keinen Weg aus der Krise. Laut Automobilverband ging der Pkw-Absatz allein in Europa im ersten Quartal um 17 Prozent zur&uuml;ck. Deutschland komme nur dank Abwrackpr&auml;mie relativ glimpflich davon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/autoindustrie\/:Erstes-Quartal-in-Europa-Autoverk%E4ufe-sinken-um-17-Prozent\/500922.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aber wie wird der Absatz in Deutschland erst nach der &bdquo;Abwrackpr&auml;mie&ldquo; aussehen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Die Binnennachfrage muss steigen<\/strong><br>\nDie langfristige Agenda muss jedoch an die Wurzel allen &Uuml;bels: die globalen Ungleichgewichte. Sie sind der wichtigste Grund f&uuml;r die Verwerfungen. Auf Dauer geht es nicht gut, wenn einige L&auml;nder immer &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse leben wie die USA, andere zu viel sparen und so zu viel exportieren.\n<p>Soll die Weltwirtschaft wieder nachhaltig wachsen, m&uuml;ssen die drei Exportnationen China, Japan und nat&uuml;rlich Deutschland ihre Binnennachfrage deutlich erh&ouml;hen und eine Politik der ausgeglichenen Leistungsbilanz betreiben.<\/p>\n<p>Das haben bislang weder die Arbeitgeber, die schon wieder die L&ouml;hne senken wollen, noch die Regierung, die sich klar gegen ein drittes Konjunkturpaket ausspricht, verstanden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1723079_Kommentar-Die-Binnennachfrage-muss-steigen.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Robert von Heusinger ist immer wieder gut. Was er noch beachten sollte: Nicht die vorurteilsbeladene Sprache der Versager in der Makro&ouml;konomie &uuml;bernehmen! &bdquo;Schuldenfinanzierte Staatsausgaben&ldquo; ist so ein Wort, wie auch das analoge: &bdquo;schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme&ldquo;. Damit wird suggeriert, dass ohne diese zus&auml;tzlichen Staatsausgaben und ohne Konjunkturprogramme die Schulden geringer blieben. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall. Siehe zum Beispiel die k&uuml;rzliche Steuersch&auml;tzung mit minus 20.000.000.000 &euro;. Man sollte stattdessen vom &bdquo;schuldenfinanzierten Nichtstun&ldquo; der Frau Merkel und der Herren von und zu Gutenberg und Steinbr&uuml;ck sprechen. &ndash; Sprache ist wichtig, lieber Robert von Heusinger. So und so. Fallen wir also bitte nicht auf die Vorgaben jener herein, die unser Land und unsere Volkswirtschaft so tief in den Keller reiten &ndash; aus Unwissenheit oder Verschlagenheit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Island in Not<\/strong><br>\nNoch vor einem Jahr war Island eines der reichsten L&auml;nder Europas. Kurz vor Weihnachten 2008 dagegen boomen Flohm&auml;rkte und Second-Hand-L&auml;den.<br>\nAlles beginnt Anfang Oktober 2008. Die Internationale Finanzkrise trifft Island besonders hart. Als erstes Land der Welt steht die Insel vor dem Staatsbankrott. Die drei gr&ouml;&szlig;ten Banken m&uuml;ssen per Notgesetz verstaatlicht werden. Der Grund f&uuml;r den Absturz sind vor allem waghalsige internationale Kreditgesch&auml;fte auf Pump, die platzen.\n<p>Was bleibt sind Schulden, die das Bruttoinlandsprodukt um knapp das Zehnfache &uuml;bersteigen. Praktisch &uuml;ber Nacht rei&szlig;en ein paar Finanzjongleure das gesamte Land in den Abgrund.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dokumentation.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/19\/0,1872,1021587_idDispatch:8535216,00.html?dr=1\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;brigens ein Drittel seiner Schulden hat <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/:Gutgl%E4ubige-Gl%E4ubiger-Gr%F6%DFtes-Islandrisiko-bei-deutschen-Banken\/429827.html?mode=print\">Island bei deutschen Geldh&auml;usern<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lettland: Vom Wirtschaftsboom in den Staatsbankrott<\/strong><br>\nZu Sowjetzeiten haben die Letten nicht gelernt, mit Krediten umzugehen, jetzt sitzen sie auf Schuldenbergen. Der Staat, der Wachstum um jeden Preis wollte, machte dieselben Fehler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1723267&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>&Ouml;sterreich ist kein Pleitekandidat<\/strong><br>\nEZB-Ratsmitglieg Ewald Nowotny widerspricht Wirtschafts-Nobelpreistr&auml;ger und Star-Autor Paul Krugman, wonach &Ouml;sterreich wegen des Osteuropa-Engagements der Staatsbankrott drohen k&ouml;nnte. &ldquo;Die Bonit&auml;t des Staates und der &ouml;sterreichischen Banken steht au&szlig;er Zweifel&rdquo;, betonte Nowotny.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/app_support\/print.aspx?TabID=3924&amp;Alias=WZO&amp;cob=408616&amp;mID=12048&amp;ModId=12048\">Wiener Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Nerven m&uuml;ssen in &Ouml;sterreich ziemlich blank liegen. Warum aufregen, wenn das Triple A Rating&nbsp; steht? Die von Paul Krugman angesprochene Malaise bezieht sich eigentlich auf die sich auf &Ouml;sterreich auswirkende Wirtschaftskrise Osteuropas. Die &ouml;sterreichischen Banken&nbsp; haben in Osteuropa Kredite ausstehend, in H&ouml;he von 70- 75% des &ouml;sterreichischen Bruttoinlandprodukts. Auch wenn der sogenannte &ldquo;Spread&rdquo;, der Rendite-Abstand zu&nbsp; zehnj&auml;hrigen deutschen Staatsanleihen, z.Z. wieder bei 100 Basispunkte liegt, belief er sich im Februar auf 133 Basispunkte. Das hei&szlig;t, Anleger bekamen f&uuml;r ihr Anlagegeld um 1,33 Prozentpunkte mehr Rendite als bei Deutschland, um das h&ouml;here Risiko abzugelten. Dieses Risiko bleibt weiterhin v&ouml;llig ungekl&auml;rt. Zwar werden die Anleihen von Irland und Griechenland am riskantesten eingesch&auml;tzt, gefolgt von Portugal, Italien, &Ouml;sterreich und Spanien, aber die Einsch&auml;tzung f&uuml;r &Ouml;sterreich hat sich in den vergangenen 12 Monaten st&auml;rker verschlechtert als f&uuml;r diese L&auml;nder. Vor einem Jahr hatte &Ouml;sterreich nur einen Aufschlag von 10 Basispunkten (0,1 Prozentpunkten) zahlen m&uuml;ssen. Zudem spiegeln sich diese Risiken am Kassamarkt f&uuml;r Staatsanleihen nicht in angemessener Weise wider. Die Versicherungen gegen Zahlungsausf&auml;lle, den Credit Default Swaps, lagen im M&auml;rz &uuml;ber denjenigen Italiens, Spaniens und der Slowakei.<\/em><\/p>\n<p>Inzwischen hat Krugman in seinem Blog nicht ohne Selbstironie festgestellt: &ldquo;Aha. It seems that I have reached the stage where I create a stir by saying the obvious.&rdquo;&nbsp; Er habe in Beantwortung einer Frage zum Ost-Engagement der &ouml;sterreichischen Banken doch nur das gesagt, was ohnehin jeder wisse. &Ouml;sterreichs Kreditvergabe in den Osten Europas sei deutlich h&ouml;her als das anderer Staaten und deshalb seien auch die Risken h&ouml;her. &Ouml;sterreich sei deshalb nicht dem Untergang geweiht,&nbsp; aber es sei nach&nbsp; Island und Irland, unter den entwickelten Staaten m&ouml;glicherweise jenes Land, dem aus der Finanzkrise die h&ouml;chsten Risiken erwachsen k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2009\/04\/15\/austria\/\">Krugman Blog<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>IWF sieht Parallelen zur Gro&szlig;en Depression<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hat vor einer schweren weltweiten Rezession gewarnt und die Regierungen weltweit zum Handeln aufgefordert. &ldquo;Die Tatsache, dass der aktuelle Abschwung weltweit synchron auftritt und mit einer tiefen Finanzkrise einhergeht, legt nahe, dass er lange andauert, und die anschlie&szlig;ende Erholung schwach ausf&auml;llt&rdquo;, schreiben die Experten in dem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Ausblick f&uuml;r die Weltwirtschaft. Sogar Analogien zur Gro&szlig;en Depression in den 30er-Jahren macht der IWF aus: &ldquo;Die Parallelen sind besorgniserregend.&rdquo; Zwar h&auml;tten die Regierungen und Notenbanken im Gegensatz zu damals rasch regiert. Trotzdem erinnere der Verfall der Verm&ouml;genspreise, die schleppende Kreditvergabe der Banken und das fehlende Vertrauen der Finanzakteure an die Weltwirtschaftskrise vor mehr als 70 Jahren. Um die Risiken einer schuldenerh&ouml;henden Deflation einzud&auml;mmen, mahnte der IWF zu raschem Handeln: &ldquo;Eine aggressive Geld- und Fiskalpolitik ist notwendig.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/:Hoffen-auf-den-Wendepunkt-IWF-sieht-Parallelen-zur-Gro%DFen-Depression\/501147.html?mode=print\">FTD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/weo\/2009\/01\/index.htm\">IWF<\/a><\/li>\n<li><strong>Trotz K&uuml;ndigungsschutz &ndash; Arbeitgeber feuern nach Belieben<\/strong><br>\nSchlecker ist die gr&ouml;&szlig;te Drogeriekette Deutschlands. Mehr als 10.000 Filialen z&auml;hlen zu diesem Imperium. Jahresumsatz: Rund f&uuml;nf Milliarden Euro. Das Konzept: Viele L&auml;den in der Provinz, niedrige Preise, wenig Service.\n<p>Viele kleine Filialen aber laufen nicht mehr so wie fr&uuml;her. Schlecker schlie&szlig;t deshalb M&auml;rkte mit wenig Umsatz und er&ouml;ffnet im Gegenzug gr&ouml;&szlig;ere, sch&ouml;nere Filialen &ndash; so genannte Schlecker-XL-M&auml;rkte &ndash; oft direkt nebenan. Den Mitarbeitern der &ldquo;alten&rdquo; Filialen wird gek&uuml;ndigt &ndash; denn offiziell geh&ouml;ren die neuen Filialen zu einem neuen Betrieb. Juristisch nennt sich das dann &ldquo;betriebsbedingte K&uuml;ndigung&rdquo;. F&uuml;r die XL-Filialen gibt es neue Arbeitsvertr&auml;ge, mit deutlich schlechterer Bezahlung und ohne Tarifbindung. Schlecker nennt dies ein &ldquo;revolution&auml;res Konzept&rdquo;. F&uuml;r die Experten ist es ein Etikettenschwindel, mit dem die Firma Tarifflucht begeht und sich mit rechtlich fragw&uuml;rdigen Methoden unliebsamer Mitarbeiter entledigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2009\/panoramakuendigungsschutz100.html\">NDR Panorama<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>MDR verliert Millionen<\/strong><br>\nDer Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat Finanzr&uuml;cklagen in gro&szlig;em Stil in riskante Wertpapiere investiert und damit m&ouml;glicherweise Millionen verloren. Eine Sprecherin des s&auml;chsischen Rechnungshofes best&auml;tigte entsprechende Medienberichte. Wegen dramatischer Kursverluste sei der Wert der R&uuml;cklagen von knapp 625 Millionen Euro Ende 2000 auf knapp 465 Millionen Euro Ende 2002 gesunken. Erst danach h&auml;tten sich die Kurse wieder erholt. Allerdings seien sie dann durch die Finanzkrise betroffen worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1723190&amp;em_loc=91&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/medien\/&amp;em_ivw=kul_med\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Auch jetzt ert&ouml;nt der Ruf nach sch&auml;rferer Kontrolle, aber genau diese Forderung wurde auch im Jahre 2000 nach der Spekulationsverlusten mit der ecuadorianischen W&auml;hrung erhoben. Man fragte sich damals, wie das &uuml;berhaupt m&ouml;glich ist, dass sich ein&nbsp; &ouml;ffentlich-rechtlicher Sender als Spekulant gerieren darf. Man sollte meinen, dass die Betriebsrenten einer &ouml;ffentlich-rechtlichen Einrichtung besonders strengen Richtlinien unterworfen w&auml;ren. Pustekuchen! Selbst die Fehlspekulation mit argentinischen Anleihen rief anscheinend keinen Kontrolleur auf den Plan. Das ist nicht einfach ein Problem unbelehrbarer, wild gewordener Buchhalter beim MDR, sondern ein Versagen der politischen Aufsicht. M&ouml;glicherweise k&ouml;nnen globale Finanzm&auml;rkte nicht reguliert werden, aber bei den &ouml;ffentlich -rechtlichen&nbsp; Sendern sollte es doch m&ouml;glich sein, R&uuml;cklagen solider anzulegen. &ndash; Was mag da noch auf uns zukommen, wenn diese Anlagestrategien bei den Landesrundfunkanstalten &ldquo;g&auml;ngige Praxis&rdquo; sind?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Greanpeace: Gro&szlig;konzerne bremsen beim &Ouml;kostrom<\/strong><br>\nDer Markt mit Erneuerbaren Energien w&auml;chst, die vier gr&ouml;&szlig;ten Versorger in Deutschland aber hinken laut einer Untersuchung im Auftrag von Greenpeace hinterher. Gr&ouml;&szlig;eres Interesse haben sie am Ausbau von Atomstrom.\n<p>Die vier gro&szlig;en Versorger Eon, RWE, Vattenfall und EnBW haben einer neuen Greenpeace-Studie zufolge bisher nur einen minimalen Anteil am rasanten Ausbau Erneuerbarer Energien in Deutschland. Auch die &Ouml;kostrom-Ziele der gro&szlig;en Konzerne bis 2020 seien weniger ehrgeizig als die der Bundesregierung, hei&szlig;t es in der am Donnerstag von dem Umweltverband vorgestellten Papier.<\/p>\n<p>Weit gr&ouml;&szlig;ere Steigerungsraten als beim &Ouml;kostrom planten Eon, Vattenfall und RWE beim Atomstrom ein, n&auml;mlich ein Plus von 50 bis 60 Prozent bis 2030 durch den Bau neuer Anlagen in Europa, hie&szlig; es weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:Greenpeace-Studie-Gro%DFkonzerne-bremsen-beim-%D6kostrom\/501044.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>R&uuml;stungsgesch&auml;ft von EADS trotzt Krise<\/strong><br>\nDie R&uuml;stungssparte des EADS-Konzerns expandiert trotz Wirtschaftskrise. Dazu sollen auch Gro&szlig;projekte beitragen &ndash; wie etwa der in den n&auml;chsten Tagen erwartete Multimilliardenauftrag &uuml;ber weitere 112 Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter.\n<p>2008 stieg der Umsatz um f&uuml;nf Prozent auf 5,67 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis lag bei 7,2 Prozent vom Umsatz, nach 6,4 Prozent im Vorjahr.<\/p>\n<p>So w&auml;chst auch der US-Verteidigungshaushalt, obwohl es jetzt zu K&uuml;rzungen bei einigen Schl&uuml;sselprojekten kommt. Zudem sehen Experten in Zeiten von Wirtschaftskrisen eine erh&ouml;hte Nachfrage nach &Uuml;berwachungs- und Sicherheitssystemen, etwa an Landesgrenzen. Hier ist EADS vor allem im Mittleren Osten t&auml;tig. So erhielt EADS einen Auftrag zur Sicherung der Grenze von Saudi Arabien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:Vor-Milliardenauftrag-R%FCstungsgesch%E4ft-von-EADS-trotzt-Krise\/500837.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein trauriger Lichtblick in der Krise.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Was bedeutet die Krise f&uuml;r unsere Sozialsysteme?<\/strong><br>\nDie schwere Wirtschaftskrise wird zu einer immer gr&ouml;&szlig;eren Belastung f&uuml;r unser Sozialsystem!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/wirtschaft\/2009\/04\/16\/sozialsysteme\/was-bedeutet-die-krise-fuer-die-sozialversicherungen.html\">Bild<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vergleichen Sie diesen Beitrag mit dem Artikel &bdquo;Die Dritte Phase der Krise&ldquo; in der SZ (<a href=\"?p=3892\">Hinweis Ziffer 2 vom 16.04.09<\/a>) Sie werden das gleiche Argumentationsmuster entdecken. Die neue Kampagne f&uuml;r einen weiteren Sozialabbau l&auml;uft also. <\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkung J.E.:<\/strong> Bild will mehr Reformen, weil das System nicht mehr bezahlbar sei. Kein Hinweis darauf, das die Politik falsche Zeichen gestellt hat, besonders im Zuge der K&uuml;rzung der Alg-Versicherungsbeitr&auml;ge  und die Bezugsdauer des alg1. Hat nicht gerade auch der Staat massiv daf&uuml;r gesorgt mit den Ausbau des Niedriglohnsektors und Hartz-IV das die Sozialversicherungskassen finanziell ausgeblutet werden um sp&auml;ter zu behaupten das System ist nicht finanzierbar. Die Bildzeitung macht sie hier die Wirtschaftskrise zu nutze um zu suggerieren das unser jetziges System nicht krisensicher ist,<\/p><\/li>\n<li><strong>Die Illusionen der SPD<\/strong><br>\nDie SPD blinkt im Wahlkampf links: Sie tut so, als wolle sie heldenhaft den Besserverdienenden ins Portemonnaie greifen. Jetzt m&ouml;chte die Parteispitze einen Steuerbonus f&uuml;r Kleinverdiener ins Programm schreiben, mit der B&ouml;rsenumsatzsteuer Aktienbesitzer triezen und mit einer Reichensteuer Spitzenverdiener st&auml;rker belasten. Wir haben verstanden, wollen M&uuml;nte, Steinmeier und Co. dem krisengebeutelten Wahlvolk suggerieren. Allein, glaubw&uuml;rdig ist ihre Sozialoffensive nicht. Die W&auml;hlerInnen lassen sich n&auml;mlich nicht f&uuml;r bl&ouml;d verkaufen. Die rot-gr&uuml;ne Koalition unter SPD-Kanzler Schr&ouml;der hat Gutverdienende geh&auml;tschelt, in dem sie den Spitzensteuersatz in historisch einmaliger Weise von 53 auf 42 Prozent gesenkt hat. Wenn die Sozialdemokraten jetzt pl&ouml;tzlich die Reichen um ein paar lumpige Prozentpunkte mehr belasten wollen, merzen sie diesen sozialpolitischen Irrsinn nicht mal ansatzweise aus. Auch der 300-Euro-Bonus f&uuml;r Besch&auml;ftigte, die keine Steuererkl&auml;rung abgeben, blendet eine Tatsache aus: Niedrigverdiener zahlen keine Steuern.\n<p>Und die SPD verschweigt ein weiteres Problem grunds&auml;tzlicher Natur. Egal welche sozialpolitische Gro&szlig;tat sie noch ank&uuml;ndigen wird &ndash; &uuml;ber allen liegt der Schatten k&uuml;nftigen Wahlbetrugs. Denn wenn nicht ein Wunder geschieht, hat sie genau zwei Optionen, wieder regieren zu d&uuml;rfen: In einer gro&szlig;en Koalition unter Kanzlerin Merkel oder in einer Ampel mit der FDP. Und dass Christdemokraten oder Liberale eine Reichensteuer mittragen, ist illusorisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F04%2F17%2Fa0125&amp;cHash=d313717466&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man kann zwar keine Wahlprogramme schreiben, die sich nach der Durchsetzbarkeit mit k&uuml;nftigen Koalitionspartner richten, aber es bleibt dabei: Die SPD wird nur Glaubw&uuml;rdigkeit zur&uuml;ckgewinnen, wenn sie bereit ist, ihre bisherige Politik einer kritischen Bestandsaufnahme zu unterziehen und dabei Irrt&uuml;mer und Fehler einzugestehen und das hei&szlig;t einen Kurswechsel vorzunehmen. Man kann nicht so tun, als habe man nicht seit 9 Jahren regiert oder mitregiert und dies als eine sozialdemokratische Erfolgsgeschichte erkl&auml;ren und dann zu hoffen, als k&ouml;nne man mit ein paar wohlklingenden neuen Vorschl&auml;gen wieder Vertrauen zur&uuml;ckgewinnen. <\/em><\/p>\n<p><em>Dazu ein h&ouml;chst entlarvender Einwand:<\/em><\/p>\n<p><strong>&ldquo;Populistisches Wahlkampfget&ouml;se&rdquo;<\/strong><br>\n300 Euro Bonus, und daf&uuml;r keine Steuererkl&auml;rung: Warum der SPD-Vorschlag nicht zur Entb&uuml;rokratisierung taugt und was das wahre Anliegen der Sozialdemokraten ist, erkl&auml;rt Reiner Holznagel vom Bund der Steuerzahler.<\/p>\n<p>Holznagel: Die SPD m&ouml;chte diesen Vorschlag als Beitrag zur Entb&uuml;rokratisierung verkaufen. Tats&auml;chlich m&ouml;chte sie aber den Finanz&auml;mtern Kapazit&auml;ten freir&auml;umen, damit die Reichen viel intensiver gepr&uuml;ft werden k&ouml;nnen. Wer f&uuml;r die SPD allerdings als reich gilt, bleibt v&ouml;llig offen.<\/p>\n<p>Angemerkt sei aber, dass derzeit ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von mehr als 52.000 Euro mit dem H&ouml;chststeuersatz besteuert wird. Mit diesem Vorschlag will die SPD jedenfalls keine Vereinfachung des Steuerrechts erreichen. Es geht ihr schlicht und ergreifend darum, dass die sogenannten kleinen Fische, die eh nichts abwerfen, in Ruhe gelassen werden. Die gro&szlig;en Fische sollen hart und intensiv gepr&uuml;ft werden. Das ist eine Ungleichbehandlung, die nicht akzeptabel ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/649\/465241\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das ist also der Kern der Kritik: Die Reichen d&uuml;rfen nicht intensiver gepr&uuml;ft werden. Und das obwohl nach Sch&auml;tzungen des Vorsitzenden der Deutschen Steuergewerkschaft das Volumen der j&auml;hrlichen <a href=\"?p=3070\">Steuerhinterziehung bei 30 Milliarden liegt<\/a>. <\/em><\/p>\n<p>Zum &bdquo;Bund der Steuerzahler&ldquo; muss man wissen, dass schon der Name dieses Bundes eine T&auml;uschung ist. Er ist n&auml;mlich kein Interessenvertreter bzw. kein Anwalt der Steuerzahler, sondern eine k&auml;mpferische Lobbyorganisation f&uuml;r die Steuerinteressen von Unternehmen und des gewerblichen Mittelstands. 60 bis 70 Prozent seiner Mitglieder kommen aus diesem gesellschaftlichen Bereich. Dieser Bund und sein Vorsitzender Karl Heinz D&auml;ke ziehen schon seit Jahren gegen Steuern und Sozialabgaben zu Felde. Kein Wunder, dass etwa zur letzten Unternehmenssteuersenkung mit einer Bruttoentlastung von knapp 30 Milliarden nichts Kritischeres zu h&ouml;ren war, als dass diese Senkung immer noch zu gering ausgefallen sei.<br>\nDer ziemlich pharis&auml;erhafte Vorsitzende D&auml;ke wird z.B. nicht m&uuml;de, etwa die Di&auml;ten der Abgeordneten zu attackieren. Dass er selbst im Glashaus sitzt und als Pr&auml;sident des BdSt drei Geh&auml;lter von mehr als 185.000 Euro pro Jahr kassiert hat und dazu noch f&uuml;r Vortr&auml;ge Betr&auml;ge in f&uuml;nfstelliger H&ouml;he einsackt, scheint ihm keineswegs die Schamesr&ouml;te ins Gesicht zu treiben<br>\nDem Steuerzahlerbund geht es auch nicht um Steuergerechtigkeit, sonst d&uuml;rfte er auch nicht wohlwollend hinnehmen, dass der Anteil der Gewinn- und Verm&ouml;genssteuern von 1977 auf 2002 von 29% auf 14% gefallen ist (WSI-Info Nr. 3\/2004).<\/p>\n<p>Der BdSt will vor allem den &bdquo;schlanken&ldquo;, um nicht zu sagen den ausgehungerten Staat, er will Privatisieren und ihm w&auml;re am liebsten, wenn statt (sozial gestaffelter) Steuern nur noch gleiche Geb&uuml;hren f&uuml;r alle f&uuml;r die Leistungen der Daseinsvorsorge bezahlt werden m&uuml;ssten.<\/p>\n<p>Vor allem aber geht es <a href=\"?p=2475\">dem Steuerzahlerbund um die Senkung oder besser gleich Abschaffung der Sozialabgaben, Rente, Gesundheit oder Arbeitslosigkeit sollten privat finanziert werden und am besten mit einer f&uuml;r alle gleich hohen Kopfpauschale<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>DGB-Aufruf zum 1. Mai 2009<\/strong><br>\nGute Arbeit bei fairem Lohn ist ein Grundrecht aller arbeitenden Menschen. Aber die Realit&auml;t in Deutschland, Europa und der Welt sieht anders aus: Die Finanz- und Wirtschaftskrise bedroht Besch&auml;ftigte und ihre Familien. Die Arbeitslosigkeit steigt. Immer mehr Menschen haben Angst um ihren Arbeitsplatz.<br>\nWir demonstrieren am 1. Mai\n<ul>\n<li>f&uuml;r den Erhalt von Arbeitspl&auml;tzen und eine neue nachhaltige Wirtschaftsordnung<\/li>\n<li>f&uuml;r mehr Demokratie und Mitbestimmung in Wirtschaft und Gesellschaft<\/li>\n<li>f&uuml;r gute Arbeit f&uuml;r alle bei fairem Lohn<\/li>\n<\/ul>\n<p>Deshalb lautet unser Motto am 1. Mai, dem Tag der Arbeit:<br>\nARBEIT F&Uuml;R ALLE BEI FAIREM LOHN!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/2009\/erster_mai\/index_html?-C\">DGB<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Berthold Huber: Alle Instrumente nutzen<\/strong><br>\nDie Krise gibt ihnen erhebliche Erpressungspotenziale an die Hand. Leere Auftragsb&uuml;cher, wachsende Arbeitslosigkeit und fehlende Finanzierungen werden sicherlich benutzt werden, um Druck auf L&ouml;hne, Arbeitszeiten und Sozialleistungen zu machen. Die versch&auml;rfte Standortkonkurrenz kann eingesetzt werden, um sich politischen Auflagen oder Steuerzahlungen zu entziehen. Um zu verhindern, dass das ganze Spiel noch einmal von vorne beginnt, brauchen wir daher eine starke Mobilisierung in den Betrieben und in der &Ouml;ffentlichkeit. Durch den dramatischen R&uuml;ckgang der Auftr&auml;ge sind viele dieser industriellen Arbeitspl&auml;tze in Gefahr. Kurzarbeit allein reicht hier nicht mehr aus. Es drohen Massenentlassungen und Insolvenzen. Nur ein massives Konjunkturprogramm, das schnell wirkt, kann diesen Prozess aufhalten.<\/p>\n<p>Daher fordert die IG Metall einen Fonds zur Unternehmenssicherung in H&ouml;he von 100 Milliarden Euro, finanziert durch h&ouml;here Belastung der Spitzeneinkommen und gro&szlig;en Verm&ouml;gen. Unternehmen, die in der Substanz gesund sind, m&uuml;ssen &uuml;ber die Krise gerettet werden. Denn sind sie einmal geschlossen, gehen Qualifikationen und Spezialwissen unwiederbringlich verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/alle-instrumente-nutzen\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Weniger Geld f&uuml;r Kurzarbeiter<\/strong><br>\nDie Metall-Tarifparteien in Baden-W&uuml;rttemberg haben sich auf einen Krisen-Tarifvertrag verst&auml;ndigt: Die Arbeitgeber k&ouml;nnen Zusch&uuml;sse f&uuml;r Kurzarbeiter verringern, und Arbeitnehmer k&ouml;nnen k&uuml;nftig vier statt zwei Jahre befristet besch&auml;ftigt werden. \n<p>Diese Erleichterungen f&uuml;r Unternehmen gelten bis Dezember 2010, dann ende der Vertrag automatisch, teilte die IG Metall mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1722184_IG-Metall-Weniger-Geld-fuer-Kurzarbeiter.html%20\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Konzern namens Staat<\/strong><br>\n454 Firmen, in denen der Staat mitmischt, listet der Beteiligungsbericht des Bundesfinanzministeriums auf. Dass die Zahl zuletzt wieder hochschnellte, liegt weniger an der Wirtschaftskrise, zumal die beiden Banken noch nicht mitgez&auml;hlt wurden. Vielmehr sind auch Staatsunternehmen fit im Schaffen von Tochterfirmen &ndash; vor allem die Bahn. Die Geschichte der Beteiligungen liest sich wie eine Chronik der Entstaatlichung. Direkt besitzt der Bund dem Bericht zufolge noch Anteile an 108 Unternehmen. Und bei gerademal 30 davon liegt der Wert des vom Bund gehaltenen Kapitals &uuml;ber 50 000 Euro. Die gr&ouml;&szlig;ten sind die Telekom, die Staatsbank KfW und die Bahn.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/090417_diagramm.jpg\" alt=\"Diagramm \"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1722198_Bundes-Imbiss-Ein-Konzern-namens-Staat.html\">FR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Europawahl fehlen die W&auml;hler<\/strong><br>\nNicht einmal jeder Zweite in Deutschland wei&szlig; laut einer Studie &uuml;berhaupt, dass in diesem Jahr das EU-Parlament neu gew&auml;hlt wird. Auch die Bereitschaft, w&auml;hlen zu gehen, ist nicht sehr ausgepr&auml;gt, sie liegt aber dennoch &uuml;ber dem EU-Durchschnitt. Das geht aus einer noch unver&ouml;ffentlichten Eurobarometer-Umfrage hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Demnach konnten nur 44 Prozent der in Deutschland Befragten gut vier Monate vor der Wahl am 7. Juni das korrekte Wahljahr nennen. EU-weit waren es mit 32 Prozent noch weniger. 43 Prozent der Bundesb&uuml;rger gaben an, ihre Stimme abgeben zu wollen. In der EU waren es nur 34 Prozent. Die jungen Europ&auml;er k&ouml;nnen sich laut Studie am wenigsten f&uuml;r den Urnengang erw&auml;rmen. 25 Prozent der 15- bis 24- J&auml;hrigen gaben an, definitiv nicht w&auml;hlen zu wollen. Insgesamt sagten das nur 15 Prozent aller Befragten.\n<p>An den Wahlkampfthemen Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum &auml;u&szlig;erten mit Abstand die meisten europaweit Befragten (57 und 52 Prozent) Interesse. Auch das Vertrauen der Menschen in die politischen Institutionen hat seit der letzten Umfrage drei Monate zuvor auff&auml;llig abgenommen, beim EU-Parlament von 51 auf 45 Prozent. Noch weniger Befragte vertrauen der Kommission (42 Prozent) und der Europ&auml;ischen Zentralbank (39 Prozent). Weit abgeschlagen findet sich dagegen das Interesse am Kampf gegen den Terrorismus (24 Prozent).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,619028,00.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/public_opinion\/archives\/eb_special_en.htm\">Eurobarometer surveys 04\/09 The EP elections Analysis summary<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir sind zwar gegen eine Wahlabstinenz, weil sie den W&auml;hlerwillen verf&auml;lscht und nur dazu f&uuml;hrt, dass sich die etablierten Parteien nach der Wahl in ihren (Prozent-)Anteilen sonnen. Andererseits: Ist es dem europ&auml;ischen Parlament gelungen, den W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern zu vermitteln, dass sie mit einer Stimmabgabe irgendetwas bewirken k&ouml;nnten? <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>LobbyControl: Zweiter Bericht zu Lobbyisten in Ministerien: erfreulicher R&uuml;ckgang, einige Unstimmigkeiten<\/strong><br>\nZwar gibt es weiterhin von privaten Stellen entsandte Mitarbeiter\/innen in den Ministerien. Doch ist ihre Zahl seit Inkrafttreten der Richtlinie, die die Dauer und Einsatzbereiche starkt einschr&auml;nkt, zur&uuml;ckgegangen. Insbesondere Unternehmen und Wirtschaftsverb&auml;nde scheinen das Interesse zu verlieren, seit sie nicht mehr an Gesetzen mitschreiben d&uuml;rfen.\n<p>Zugleich haben wir bei unserer Auswertung erneut Unregelm&auml;&szlig;igkeiten festgestellt. So sind drei F&auml;lle aus dem ersten Bericht von September 2008 in dem neuen Bericht nicht mehr zu finden, obwohl ihre Mitarbeit im Ministerium laut erstem Bericht im neuen Berichtszeitraum weiter lief. Umgekehrt wird im neuen Bericht ein Mitarbeiter des Deutschen Zentrums f&uuml;r Luft- und Raumfahrt im Gesundheitsministerium gelistet, der schon im August 2008 dort t&auml;tig war und demnach im ersten Bericht h&auml;tte aufgef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen.<br>\nUnklar bleibt au&szlig;erdem, ob nicht Schlupfl&ouml;cher genutzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/04\/zweiter-bericht-zu-lobbyisten-in-ministerien-erfreulicher-ruckgang-einige-unstimmigkeiten\/\">LobbyControl<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Missbrauchsopfer k&auml;mpfen gegen Netzsperren<\/strong><br>\nChristian Bahls ist missbraucht worden. Im Interview sagt er: <em>&ldquo;Ursula von der Leyens Kampagne gegen Kinderpornografie nutzt nichts und macht mich erneut zum Opfer.&rdquo;<\/em>\n<p>Ich bin durch die aktuelle Diskussion aus meinem Trott gerissen und wieder damit konfrontiert worden. Das ist &Auml;rger und der treibt mich an. Die Diskussion, wie sie gerade l&auml;uft, ist nicht hilfreich. Die ist schlimm f&uuml;r die Opfer, ihnen wird damit noch ein zweites Mal wehgetan. Ich f&uuml;hle mich wieder zum Opfer gemacht. Ich f&uuml;hle mich in der Debatte f&uuml;r ein politisches Ziel missbraucht.<\/p>\n<p>Denn die Regierung will nur die Verbreitung der &ldquo;Dokumentation des Missbrauchs&rdquo; einschr&auml;nken, nicht den Missbrauch selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/17\/netzsperren-missbrauch\">Die Zeit<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mediaagenturen in der Grauzone<\/strong><br>\nSie hei&szlig;en GroupM, Omnicom Media Group, oder Zenithmedia. Und sie bewegen gesch&auml;tzte 20 Milliarden Euro &ndash; Pro Jahr &ndash; ein Riesengesch&auml;ft. Mediaagenturen, wie Carat in Hamburg, sind die stillen Lenker im Gesch&auml;ft zwischen werbungstreibender Wirtschaft und den Medien. Sie entscheiden, wo eine Anzeige erscheint und wann ein Werbespot l&auml;uft (&hellip;)\n<p>Der Markt der Mediaagenturen in Deutschland hat sich extrem konzentriert. Die Marktf&uuml;hrer sind mittlerweile Teile internationaler Holdings. Und die Chefs dieser Holdings, die Headquarters, verlangen nach Rendite (&hellip;)<\/p>\n<p>Diese Macht der Mediaagenturen hat f&uuml;r die Sender fatale Folgen. Sie werden zu Abh&auml;ngigen. Sonja Feldmeier, Medienjournalistin &bdquo;w&amp;v&ldquo;: &bdquo;Sowohl TV-Sender wie Verlage k&auml;mpfen im Moment alle ums &Uuml;berleben. Und ihnen gegen&uuml;ber stehen einige wenige sehr, sehr m&auml;chtige Mediaagenturen, die sehr, sehr viel Einkaufsvolumen mittlerweile b&uuml;ndeln. Und diesen Mediaagenturen sind die Medien auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Die stehen mit dem R&uuml;cken zur Wand.&ldquo; Uli Bellieno, ehemaliger Vermarktungschef von RTL: &bdquo;Das Problem liegt darin, dass die Margen der Medien immer schlechter werden, weil nat&uuml;rlich die Agenturen immer unversch&auml;mtere Forderungen aufstellen. Und immer dreistere Forderungen, weil das ein tolles Gesch&auml;ftsmodell f&uuml;r die ist. So, dass die Medien dann irgendwann nicht mehr in der Lage sein werden, ihren redaktionellen Job zu machen. Vor allem die, die sich haupts&auml;chlich aus Werbung finanzieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/sendungen\/zapp\/archiv\/medien_wirtschaft\/mediaagenturen100.html\">NDR Zapp<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>US-B&uuml;rger zahlen ihre Schulden nicht<\/strong><br>\nImmer mehr Amerikaner werden arbeitslos. Nun k&ouml;nnen sie auch ihre Kreditkartenrechnungen nicht mehr begleichen. American Express und Capital One, in den USA f&uuml;hrende Anbieter von Kreditkarten, meldeten am Donnerstag beide steigende Ausfallraten. Bei American Express stieg die Ausfallrate von Krediten im M&auml;rz auf 8,8 Prozent, einen Rekordwert. Im Februar hatte sie noch bei 8,6 Prozent gelegen. Die Ausf&auml;lle bei Capital One stiegen von 8 auf 9,3 Prozent. Die Ausfallrate von Krediten gibt an, wie viele Kredite die Unternehmen als unwiederbringlich verloren einstufen. Die Rate h&auml;ngt ma&szlig;geblich von der Arbeitslosenrate ab, welche in der USA derzeit auf einem Rekordhoch ist. In der letzten Woche verk&uuml;ndete das Arbeitsministerium der USA eine Arbeitslosenrate von 8,5 Prozent &ndash; der h&ouml;chste Wert seit 25 Jahren. Die Ratingagentur Moodys rechnet deshalb damit, dass bis Ende des Jahres mehr als 10 Prozent aller Kreditkartenkredite ausfallen werden.\n<p>Anders als in Deutschland bieten Kreditkarten in Amerika tats&auml;chlich den Zugriff auf einen Kredit. Neben dem bargeldlosen Zahlungsverkehr nutzen Amerikaner Kreditkarten deshalb oft zur Finanzierung kleinerer Anschaffungen. Der Anstieg der Ausfallrate habe deshalb auch Auswirkungen auf amerikanische und deutsche Banken, sagt Thomas Hartmann-Wendels, Professor f&uuml;r Bankwesen an der Universit&auml;t K&ouml;ln &ndash; &ldquo;Viele dieser Kredite sind, ebenso wie Immobilienkredite, verbrieft und verkauft worden.&rdquo; Banken, die derartige Papiere gekauft h&auml;tten, m&uuml;ssten mit Abschreibungen rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2009%2F04%2F17%2Fa0100&amp;cHash=62aac9c0e4&amp;type=98\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen<\/p>\n<ul>\n<li>Die Good-Bank-L&ouml;sung<\/li>\n<li>Europas Industrieproduktion bricht ein<\/li>\n<li>Autoverk&auml;ufe sinken um 17 Prozent<\/li>\n<li>Robert von Heusinger: Die Binnennachfrage muss steigen<\/li>\n<li>Island in Not<\/li>\n<li>Lettland: Vom Wirtschaftsboom in den Staatsbankrott<\/li>\n<li>&Ouml;sterreich ist kein Pleitekandidat<\/li>\n<li>IWF sieht Parallelen zur Gro&szlig;en Depression<\/li>\n<li>Trotz K&uuml;ndigungsschutz &ndash; Arbeitgeber feuern nach Belieben<\/li>\n<li>MDR verliert Millionen<\/li>\n<li>Greanpeace: Gro&szlig;konzerne<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3894\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3894","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3894","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3894"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3894\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3894"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3894"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3894"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}