{"id":38943,"date":"2017-06-28T08:22:37","date_gmt":"2017-06-28T06:22:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943"},"modified":"2017-06-28T08:22:37","modified_gmt":"2017-06-28T06:22:37","slug":"hinweise-des-tages-2903","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h01\">&Ouml;konomie und Ethos im Gesundheitswesen: Die M&auml;r der Kostenexplosion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h02\">&bdquo;Fast alle Berichte &uuml;ber Russland Bullshit&ldquo; &ndash; Versteckte Kamera bei CNN-Produzent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h03\">Vorwurf der US-Regierung: Droht weiterer Giftgasangriff in Syrien?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h04\">Brexit: Z&uuml;geln Schiedsgerichte Theresa May?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h05\">Macrons Zauberformel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h06\">Kommentar Altersarmut: Manche haben noch weniger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h07\">Im Namen der Demokratie: Hamburg r&uuml;stet auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h08\">G-20-Einsatz: Hamburg schickt Berliner Polizisten nach Gelage nach Hause<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h09\">Abgasskandal: Dobrindt lenkt vom Wesentlichen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h10\">NSA-Untersuchungsausschuss: Patrick Sensburg wird Landesverr&auml;ter wider Willen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h11\">&ldquo;Tariforientierte&rdquo; Firmen reden die Bezahlung sch&ouml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h12\">Brasilien: Pr&auml;sident Temer wegen Korruption angeklagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h13\">Auf US-Flugh&auml;fen werden nun auch B&uuml;cher kontrolliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h14\">Ungleichheit in der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h15\">Fifa zeigt brisanten Bericht zu WM-Vergaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38943#h16\">Zu guter Letzt: Umverteilen mit Luther<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&Ouml;konomie und Ethos im Gesundheitswesen: Die M&auml;r der Kostenexplosion<\/strong><br>\nDie Behauptung, das deutsche Gesundheitswesen sei nicht mehr bezahlbar, wird inzwischen von Vielen als gegeben akzeptiert. Das ist aber nicht richtig, wie nachfolgender &ouml;konomischer und gesundheitspolitischer Diskurs darlegt. Ist Deutschlands Gesundheitswesen in den kommenden Jahrzehnten noch bezahlbar? Die Antwort ist: Ja, und zwar mindestens f&uuml;r die n&auml;chsten f&uuml;nfzig Jahre! F&uuml;r viele wenig glaubhaft, wird doch in der breiten &Ouml;ffentlichkeit die Behauptung von der Nichtfinanzierbarkeit und der Kostenexplosion im Gesundheitswesen l&auml;ngst als Tatsache akzeptiert. Diese Auffassung ist durch die Medien verbreitet und verfestigt worden. Begleitet wird diese Argumentation stets von einer weiteren, kaum angezweifelten &Uuml;berzeugung, n&auml;mlich der Vergreisung der Gesellschaft und einer dadurch kaum beherrschbaren Kostenexplosion. Die nachfolgenden Thesen liefern Gegenargumente, die die Finanzierbarkeit unseres Gesundheitswesens aufzeigen. (&hellip;) Eine kaum bemerkte Monetarisierung aller menschlicher Beziehungen, die Verinnerlichung einer kommerzgesteuerten Marktanpassung, letztlich die Anpassung an die dominierende neoklassische Markttheorie, die bei genauerer Betrachtung an Skurrilit&auml;t kaum zu &uuml;berbieten ist. Worauf es ankommt, ist eine Orientierung in Relation zu den realisierbaren M&ouml;glichkeiten im Rahmen der Produktivit&auml;t. Welche der M&ouml;glichkeiten realisiert werden soll, obliegt Wertentscheidungen, die keinen Sachzw&auml;ngen unterliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/190684\/Oekonomie-und-Ethos-im-Gesundheitswesen-Die-Maer-der-Kostenexplosion\">&Auml;rzteblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Fast alle Berichte &uuml;ber Russland Bullshit&ldquo; &ndash; Versteckte Kamera bei CNN-Produzent<\/strong><br>\nDer hochrangige CNN-Produzent John Bonifield wurde mit versteckter Kamera gefilmt, wie er &uuml;ber die Russland-Berichterstattung seines Senders herzieht. Die anti-russischen Berichterstattung sei ihm zufolge in erster Linie den Einschaltquoten geschuldet, nicht den Fakten. Bonifield gab dem US-Pr&auml;sidenten Donald Trump damit recht, als dieser die Berichterstattung &uuml;ber ihn mit einer Hexenjagd verglich. Der CNN-Mitarbeiter merkte an, dass &bdquo;Trump gut f&uuml;r das Gesch&auml;ft&ldquo; sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/kurzclips\/53075-fake-news-fast-alle-berichte-bullshit-cnn\/\">RT deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Inzwischen hat Trumps stellvertretende Sprecherin bei einer Pressekonferenz im Wei&szlig;en Haus ebenfalls auf dieses <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/us-news\/2017\/jun\/27\/white-house-cnn-video-james-o-keefe\">Video hingewiesen und es allen B&uuml;rgern empfohlen<\/a> &ndash; die n&auml;chste Runde im Kampf um Deutungshoheit zwischen Mainstream-Medien und US-Pr&auml;sident.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Vorwurf der US-Regierung: Droht weiterer Giftgasangriff in Syrien?<\/strong><br>\nNeue Warnungen aus den USA in Richtung Syrien: Die Regierung unter Machthaber Assad bereite einen weiteren Angriff mit Giftgas vor, hie&szlig; es vom Sprecher des Wei&szlig;en Hauses, Spicer. Er drohte mit schweren Konsequenzen, sollte sich diese Bef&uuml;rchtung bewahrheiten. (&hellip;) Wie der Sprecher des Wei&szlig;en Hauses, Sean Spicer, in einer Mitteilung bekannt gab, habe die US-Regierung &ldquo;potenzielle&rdquo; Hinweise darauf, dass die syrische Regierung unter Machthaber Bashar al-Assad einen Angriff mit Chemiewaffen vorbereite, der zum Massenmord von Zivilisten, darunter unschuldige Kinder, f&uuml;hren k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/usa-syrien-giftgas-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> &bdquo;Potenzielle Hinweise&ldquo; &ndash; man wei&szlig; nicht, ob man dar&uuml;ber lachen oder weinen soll. Kein Wort in diesem Bericht zu den exklusiv von der WELT ver&ouml;ffentlichten Recherchen von Seymour Hersh, wonach der vermeintliche Giftgasangriff vom April wohl eher als &bdquo;False Flag&ldquo;, als Angriff unter falscher Flagge, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38923\">zu werten ist<\/a>, wodurch die gesamte Story kollabiert. Auch sonst schweigt die Presse weitgehend zu den brisanten Enth&uuml;llungen der US-Reporterlegende (die im eigenen Land schon seit l&auml;ngerem keine M&ouml;glichkeit der Ver&ouml;ffentlichung mehr findet).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Brexit: Z&uuml;geln Schiedsgerichte Theresa May?<\/strong><br>\nInternationale Schiedsgerichte gelten als Gefahr f&uuml;r die Demokratie. Doch jetzt k&ouml;nnten sie daf&uuml;r sorgen, dass der Brexit weicher ausf&auml;llt als erwartet. [&hellip;] Denn Juristen spekulieren schon, ob der Brexit nicht ein Fall f&uuml;r internationale Schiedsgerichte werden k&ouml;nnte. Vor diesen viel gescholtenen &bdquo;Geheimtribunalen&ldquo; k&ouml;nnten sich internationale Konzerne mit der britischen Regierung dar&uuml;ber streiten, ob ein harter Brexit ihre Investitionen gef&auml;hrdet. [&hellip;] &Auml;hnliches k&ouml;nnte nun auch beim Brexit passieren. Die Entscheidung des Volkes ist zwar unverr&uuml;ckbar, auch die Parlamentswahlen haben daran nichts ge&auml;ndert. 80 Prozent der W&auml;hler haben sich f&uuml;r Parteien entschieden, die f&uuml;r einen wie immer gearteten Brexit sind. Aber er k&ouml;nnte f&uuml;r Gro&szlig;britannien noch teurer werden als bisher schon angenommen &ndash; wenn die Unternehmen, allen voran internationale Finanzkonzerne, die britische Regierung vor ein internationales Schiedsgericht zerren<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/brexit\/amtsgericht-weitergabe-von-kontaktdaten-an-whatsapp-unzulaessig-15075765.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es mag einem aus politischen, humanit&auml;ren oder wirtschaftlichen Gr&uuml;nden gefallen, Gro&szlig;britannien in der EU halten zu wollen &ndash; aber der Artikel zeigt doch ganz klar, wie sehr private Schiedsgerichte die demokratische Willensbildung beeintr&auml;chtigen oder gar verhindern. Auch wenn hier die FAZ frohlockt: das ist alles v&ouml;llig indiskutabel, wenn Demokratie mehr sein soll als eine Worth&uuml;lse, und kein Argument f&uuml;r, sondern ein ganz starkes Argument gegen private Konzerngerichtsbarkeit.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die Stimmung f&uuml;r den Brexit r&uuml;hrte ja nicht zuletzt daher, dass man sich eben nicht durch &uuml;berstaatliche Institutionen lenken lassen m&ouml;chte. Wer das nun mit eben diesen Mitteln und Institutionen kippen will, gie&szlig;t nur noch mehr &Ouml;l ins Feuer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Macrons Zauberformel<\/strong><br>\nIst es seine Begeisterungsf&auml;higkeit, sein Charisma? Macron hat beides, entscheidend ist aber etwas anderes. Es ist, was er beim Einzelnen ausl&ouml;st. Die politische Landschaft Frankreichs ist v&ouml;llig neu strukturiert: Der alte Gegensatz, Sozialdemokratie versus Konservative, wurde durch einen neuen Gegensatz abgel&ouml;st. Einen, der besser zu den heutigen Verh&auml;ltnissen zu passen scheint. Im Parlament sind Macrons Hauptgegner nun Marine Le Pen und Jean-Luc M&eacute;lenchon. Es geht also nicht mehr um links gegen rechts. Die neue Demarkationslinie verl&auml;uft eher zwischen Konsens und Konflikt. Denn die wesentliche Opposition bilden nunmehr politische Kr&auml;fte, die Politik als Kampfplatz sehen, auf dem Gegner gegeneinander antreten. Ihr Diskurs ist die Kampfrhetorik. Macron hingegen h&auml;lt beiden Offensiven sein Konzept des Konsenses, des Gemeinsamen &ndash; kann man sagen: entgegen? (&hellip;) Woher aber r&uuml;hrt die Begeisterung, die Macron weckt? Es ist nicht einfach nur das Charisma des Shootingstars. Es ist auch das neue politische Modell, die neue Form, die er angeboten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kolumne-Knapp-ueberm-Boulevard\/!5421184\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ich will den Vergleich nicht zu weit treiben, aber das hier ist kurz vor der Apotheose Macrons und erinnert mich an Artikel, die &uuml;ber den F&uuml;hrer und seine unglaublichen F&auml;higkeiten geschrieben worden sind. Woher will die Autorin eigentlich wissen, was &ldquo;Macron im Einzelnen ausl&ouml;st&rdquo;? In mir z. B. eher das Gef&uuml;hl, da&szlig; ich seine geplante Politik widerw&auml;rtig und falsch finde.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Die Autorin hat wohl gar nicht bemerkt, dass mehr als 50 % der neuen franz&ouml;sischen Individualisten an diesem undefinierbaren Einheitsbrei gar nichts inspirierendes finden und dass es die verzweifelte Verhinderung von Le Pen war, die Macron an die Macht sp&uuml;lte. All dies basiert auf dem Niedergang der inhaltsleeren Sozialdemokratie. Und man sollte immer das Gedicht des Zauberlehrlings in Erinnerung behalten.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die taz wird von Tag zu Tag unlesbarer. Schon nach den Wahlen in Gro&szlig;britannien schoss der uns&auml;gliche Dominic Johnson <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5419484\/\">in der taz den Vogel ab<\/a>, als er Jeremyn Corbyn als &bdquo;linkspopulistisch&ldquo; und sein Programm als &bdquo;plumpe Demagogie&ldquo; bezeichnete. Doch nicht nur au&szlig;enpolitisch ist die taz mittlerweile zum Kampfblatt der extremen Mitte verkommen, wie folgender Artikel zeigt &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kommentar Altersarmut: Manche haben noch weniger<\/strong><br>\nHaupts&auml;chlich alleinstehende Frauen sind im Rentenalter armutsgef&auml;hrdet. Mit einer g&uuml;nstigen Miete und einem Zuverdienst l&auml;sst sich das aushalten. Das klingt hart: In 20 Jahren ist jede zweite alleinstehende Frau, die in Rente geht, &bdquo;armutsgef&auml;hrdet&ldquo;. &bdquo;Altersarmut in Deutschland steigt&ldquo;, ist die neue Studie aus dem Hause Bertelsmann betitelt. Doch mit den Begriffen muss man vorsichtig sein. Arm ist nicht gleich arm. Wer als Alleinstehender 958 Euro Einkommen im Monat hat, das sind 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland, der gilt als &bdquo;armutsgef&auml;hrdet&ldquo; oder mit einem &bdquo;Armutsrisiko&ldquo; behaftet. Man ertappt sich bei dem Gedanken: Ist doch eigentlich gar nicht so wenig?! Wer eine sehr g&uuml;nstige Miete hat und vielleicht auch die Gelegenheit, sich im Alter noch ein paar hundert Euro dazuzuverdienen, der kann damit auskommen. In Berlin leben Tausende mit diesem Einkommen. (&hellip;) Jede weitere Idee, alle Renten mit &bdquo;Armutsrisiko&ldquo; auf Kosten der erwerbst&auml;tigen Steuerzahler pauschal zu erh&ouml;hen, ist hingegen zweifelhaft. Besser w&auml;re es, die Idee der altersvertr&auml;glichen Teilzeitjobs im Rentenalter popul&auml;rer zu machen, auch bei den Arbeitgebern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Altersarmut\/!5421140\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Irgendwo, auch unter den eigenen Redakteuren, gilt die taz glaube ich als &ldquo;linksalternativ&rdquo;. So alternativ, dass in Deutschland die L&ouml;hne dringend deutlich erh&ouml;ht werden m&uuml;ssen und eine lebensstandardsichernde Rente gut bezahlbar ist, denkt man dort aber anscheinend nicht. Statt eigener ein paar passende Leserkommentare: &ldquo;Ich brauche &lsquo;ne neue Brille. Kauf&rsquo; mir die taz, denke ich, und zuhause stelle ich fest, dass ich schon wieder den Bayernkurier aus dem Stapel gezogen habe.&rdquo; &ndash; &ldquo;Die Rente wurde einst eingef&uuml;hrt, damit die Arbeiter ihren Lebensabend sorgenfrei erleben d&uuml;rfen. Wie kommen sie darauf, dass der Lebensabend mit Arbeit verbraucht werden soll?&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Im Namen der Demokratie: Hamburg r&uuml;stet auf<\/strong><br>\nBeim &ldquo;Festival der Demokratie&rdquo; (G-20-Gipfel) &ldquo;feiern&rdquo; 15.000 Polizeibeamte und die GSG-9 mit &ndash; flankiert von Eurofightern und voraussichtlich einem Kriegsschiff<br>\nDas wird ein Spa&szlig;: Am 7. und 8. Juli 2017 findet in Hamburg der G-20-Gipfel statt. Das bedeutet aber nicht, dass 20 G&auml;ste anreisen, sondern 19 Staatschefinnen und Staatschefs der Mitgliedsstaaten mit ihrem Stab, eine Delegation der EU, f&uuml;nf weitere aus verschiedenen Gast-Staaten, drei aus Gast-Institutionen, plus eine Delegation der Weltbank.<br>\nInsgesamt 70 Sondermaschinen werden am Hamburger Flughafen zu dem &ldquo;Festival der Demokratie&rdquo; erwartet, wie der Hamburger Innensenator Andy Grote (SPD) das Gipfeltreffen nennt. Zudem werden Tausende Fans und Gegner der Angereisten erwartet. Und als ob das alles nicht reichen w&uuml;rde, auch noch einige tausend Planespotter. Das sind Flugzeugfans, die angelockt werden von den 70 Sondermaschinen, die es selten, eigentlich nie in dieser Ansammlung auf einem Fleck zu sehen gibt.<br>\nUm die Sicherheit der G&auml;ste zu gew&auml;hrleisten, wird allerhand aufgeboten: 15.000 Polizeibeamte, 3.000 Einsatzwagen, Wasserwerfer, Panzer, Eurofighter in der Luft in Alarmbereitschaft und &ndash; so wird gemunkelt &ndash; wom&ouml;glich ein Kriegsschiff im Hafen. Das Hafenbecken soll nach Sprengs&auml;tzen abgesucht werden.<br>\nDer Nah- und Fernverkehr per Schiene wird teilweise umgeleitet, Bahnh&ouml;fe werden gesperrt oder nur eingeschr&auml;nkt zug&auml;nglich gemacht. Beeintr&auml;chtigungen im Flugverkehr werden erwartet, so dass Airlines Fl&uuml;ge streichen oder umleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Im-Namen-der-Demokratie-Hamburg-ruestet-auf-3756226.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn man die Herscher der Welt schon vor ihren Souver&auml;nen sch&uuml;tzen muss, dann sollte man doch eine pragmatischere L&ouml;sung finden. Warum tagt man nicht auf Helgoland oder Hallig Hooge? Das w&uuml;rde auch den Personalbedarf drastisch senken und Eskalationen wie folgende vemeiden &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>G-20-Einsatz: Hamburg schickt Berliner Polizisten nach Gelage nach Hause<\/strong><br>\nSex am Zaun, Gruppenpinkeln, Sachbesch&auml;digung &ndash; Berliner Polizisten benehmen sich beim Einsatz in Hamburg so daneben, dass sie nach Hause geschickt werden. Ihre Rechtfertigung: Es sei so langweilig gewesen. (&hellip;) Auf privaten Fotos ist eine feuchtfr&ouml;hliche Party vor den Containern zu sehen, einige Polizisten recken jubelnd die Arme und Getr&auml;nke in die Luft. Die Bilder vom Morgen danach zeigen den Hof voller Flaschen und M&uuml;ll. Wie die WELT aus Polizeikreisen erfuhr, feierten die Berliner Polizisten bis 6.30, ihre Wuppertaler Kollegen mussten um 2.30 aufstehen und beschwerten sich &uuml;ber die Party. (&hellip;) Die Berliner Kollegen halten zu den Party-Polizisten: Es soll in der Hauptstadt eine Willkommen-Zur&uuml;ck-Party geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article165975558\/Hamburg-schickt-Berliner-Polizisten-nach-Gelage-nach-Hause.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Es menschelt in der Uniform und ohne auch. Attac sollte diese Hundertschaften zur G-20-Party in ihr Dorf einladen und sich von ihnen besch&uuml;tzen lassen, gegen die humorlosen Hardliner.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Berliner Polizisten waren &uuml;brigens in einem Containerdorf untergebracht, das eigentlich f&uuml;r Asylbewerber gedacht war. Ihnen zufolge war es dort langweilig, da suchte man halt Ablenkung. Vielleicht bewerten ja nun die Polizeibeh&ouml;rden Vorf&auml;lle anders, bei denen gelangweilte Asylbewerber in diesen tristen Unterk&uuml;nften mal &bdquo;austicken&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Abgasskandal: Dobrindt lenkt vom Wesentlichen ab<\/strong><br>\nVerkehrsminister Alexander Dobrindt gibt sich gern als gro&szlig;er Aufkl&auml;rer. Doch sein Vorsto&szlig; bei den CO2-Werten ist nur ein wohl geplantes Ablenkungsman&ouml;ver &ndash; bevor es ihm am Donnerstag selbst an den Kragen geht. (&hellip;) Doch viel Applaus f&uuml;r seine Leistungen sollte der Verkehrsminister nicht erwarten: Von den urspr&uuml;nglich 30 auff&auml;lligen Modellen konnten bei gerade einmal zwei Fahrzeugen zu hohe CO2-Werte belastbar nachgewiesen werden &ndash; einem Opel Zafira und ein Smart Fortwo. Beide Modelle gelten seit Monaten zu den auff&auml;lligsten Fahrzeugen, nicht nur beim CO2, sondern teilweise auch bei den Stickoxiden und Feinstaubemissionen. Und viel wichtiger: Beide Modelle werden in dieser Form heute nicht mehr gebaut. Das passt in Dobrindts Schema: Der Aufkl&auml;rer, der nur das aufkl&auml;rt, was schon alle wissen und nur wenigen in der Industrie wirklich weh tut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/auto\/abgasskandal-dobrindt-lenkt-vom-wesentlichen-ab\/19984214.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>NSA-Untersuchungsausschuss: Patrick Sensburg wird Landesverr&auml;ter wider Willen<\/strong><br>\n&ldquo;Hochmut kommt vor dem Fall&rdquo; &ndash; und der ger&auml;t f&uuml;r den arroganten Vorsitzenden des NSA-Untersuchungsausschuss denkbar tief. Hatte Patrick Sensburg (CDU) sich letzte Woche noch mit erheblichen Geheimhaltungsw&uuml;nschen durchgesetzt und auch das Sondervotum der Oppositionsmitglieder schw&auml;rzen lassen, ist es ausgerechnet Sensburg zu verdanken, dass nun nahezu der gesamte Abschlussbericht mit etlichen Staatsgeheimnissen &ouml;ffentlich ist &ndash; unfreiwillig. Geheimdienstuntersucher Sensburg hatte zum Schw&auml;rzen unerw&uuml;nschter Zeilen im entsprechenden PFD ein unsicheres Verfahren verwenden lassen, das von den Hackern von netzpolitik.org offenbar ohne gr&ouml;&szlig;ere M&uuml;hen r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden konnte. (&hellip;) Seit dem Wochenende nun steht der 1.822 Seiten starke Abschlussbericht nahezu vollst&auml;ndig im Netz. W&auml;hrend die Ver&ouml;ffentlichungen von Dokumenten, die vor zwei Jahren zur &ldquo;Netzpolitik-Aff&auml;re&rdquo; f&uuml;hrten, zu diesem Zeitpunkt keine ernsthaften Staatsgeheimnisse mehr enthielten, d&uuml;rfte Sensburgs unfreiwilliger Leak deutlich gravierender Natur sein. Zudem hatte Sensburg einerseits die Meinung der Oppositionsmitglieder von Linke und Gr&uuml;nen zensieren wollen, andererseits war der konservative Politiker selbst so frei gewesen, noch vor dem Abschlussbericht seine Heldentaten in einem Sachbuch zu vermarkten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Patrick-Sensburg-wird-Landesverraeter-wider-Willen-3755434.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Tariforientierte&rdquo; Firmen reden die Bezahlung sch&ouml;n<\/strong><br>\nImmer weniger Arbeitspl&auml;tze sind an den Tarifvertrag gekoppelt. Umso besser klingt es, wenn Unternehmen sich dennoch damit schm&uuml;cken. Laut einer Studie haben die Arbeitnehmer allerdings kaum etwas davon. &ldquo;Tariforientiert&rdquo; &ndash; das klingt auf den ersten Blick nach einer fairen Sache f&uuml;r die Arbeitnehmer: Ein Betrieb ist zwar nicht an den Tarifvertrag gebunden. Aber bei den L&ouml;hnen orientiert er sich daran, was tariflich gezahlt wird.Nur: Meist orientiert er sich stark nach unten. Im Schnitt liegt die Bezahlung in &ldquo;tariforientierten&rdquo; Firmen um 24,6 Prozent unter dem Tariflohn. Das hat das Institut f&uuml;r Mittelstandsforschung an der Universit&auml;t Mannheim ermittelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/tariforientierte-firmen-reden-die-bezahlung-schoen-a-1154660.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Brasilien: Pr&auml;sident Temer wegen Korruption angeklagt<\/strong><br>\nEs ist eine Premiere in der Geschichte Brasiliens: Zum ersten Mal wurde Anklage gegen einen amtierenden Pr&auml;sidenten eingereicht. Michel Temer wird Korruption vorgeworfen, Millionen an Schmiergeldern soll er kassiert haben. Ob es zum Verfahren kommt, entscheidet nun der Kongress. (&hellip;) Temer soll &ndash; so der Vorwurf &ndash; gleich in mehrere Korruptionsskandale verwickelt sein. In der gr&ouml;&szlig;ten Korruptionsaff&auml;re des Landes um den staatlichen &Ouml;lkonzern Petrobras soll Temer versucht haben, Einfluss auf die Justiz und die Ermittler auszu&uuml;ben, um Nachforschungen zu verhindern. Doch die nun eingereichte Anklage dreht sich um Schmiergelder, die Temer von dem Unternehmer Joesley Batista, dem Besitzer des gr&ouml;&szlig;ten Fleischproduzenten der Welt, kassiert haben soll. Laut Batista erhielt das heutige Staatsoberhaupt im Jahr 2014 eine Summe von 4,6 Millionen Dollar. Der Konzernbesitzer ver&ouml;ffentlichte sogar einen Gespr&auml;chsmitschnitt, der seine Anschuldigung beweisen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/brasilien-temer-korruption-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Auf US-Flugh&auml;fen werden nun auch B&uuml;cher kontrolliert<\/strong><br>\nNeue Computertomografen werden f&uuml;r das Handgep&auml;ck getestet, B&uuml;cher und Lebensmittel m&uuml;ssen in einen Extrakorb gelegt werden. Die Transportation Security Administration (TSA), zust&auml;ndig f&uuml;r die Kontrollen an Flugh&auml;fen, baut diese weiter aus. (&hellip;) Aber man hat bei der TSA nicht nur Angst vor Explosivstoffen und gef&auml;lschten P&auml;ssen, sondern offenbar neuerdings auch vor Gedruckten und vor Lebensmitteln. Schon letzte Woche startete die Beh&ouml;rde (&hellip;) eine neue Regelung in Missouri und nun auch in Sacramento. Die Reisenden m&uuml;ssen alle gedruckten Materialien und Lebensmittel, die sie im Handgep&auml;ck mit sich f&uuml;hren, in einen gesonderten Korb legen. Die Kontrolleure k&ouml;nnen die B&uuml;cher durchbl&auml;ttern, um zu sehen, ob dort etwas versteckt wurde. Die TSA behauptet, dass die Kontrolleure auf den Inhalt nicht schauen w&uuml;rden. (&hellip;) Die B&uuml;rgerrechtsorganisation ACLU kritisiert die neue Regelung, B&uuml;cher und Papier aus dem Handgep&auml;ck holen und in einen Korb legen zu m&uuml;ssen. Angesichts der Inhalte sei dies eine ernstzunehmende Verletzung der Privatsph&auml;re, auch wenn es nur um &ldquo;50 Shades of Grey&rdquo; gehe. Der Schutz der Lesegewohnheiten sei durch zahlreiche Urteile des Obersten Gerichts gew&auml;hrleistet worden. Es seien bereits Reisende aufgrund &ldquo;verd&auml;chtiger&rdquo; Literatur festgenommen, in Handschellen gelegt und verh&ouml;rt worden. Verwiesen wird auf einen Fall, bei dem es um ein Buch ging, das die US-Au&szlig;enpolitik kritisiert. Im Zuge des Automated Targeting System werden seit l&auml;ngerem bereits pers&ouml;nliche Gegenst&auml;nde wie eben B&uuml;cher im Gep&auml;ck in einer Datenbank gesammelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Auf-US-Flughaefen-werden-nun-auch-Buecher-kontrolliert-3755806.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ungleichheit in der Demokratie<\/strong><br>\nIn Deutschland h&auml;ngt die politische Teilhabe st&auml;rker von Einkommen und Verm&ouml;gen ab als in anderen Industriestaaten. Wenn sich die Schw&auml;chsten der Gesellschaft nicht mehr beteiligen k&ouml;nnen, st&auml;rkt das jedoch die politischen R&auml;nder und gef&auml;hrdet die Demokratie, glaubt Marcel Fratzscher. (&hellip;) Die ungleich verteilte politische Teilhabe ist f&uuml;r Deutschland ein besonders akutes Problem. Der Aufstieg der AfD speist sich zum gro&szlig;en Teil aus ihrer Anziehungskraft auf Nicht- oder unzufriedene W&auml;hler, die sich &uuml;ber eine zu geringe politische Teilhabe beklagen. (&hellip;) Dazu muss die Politik jedoch zuallererst das Problem der sozialen Ungleichheit offen und ehrlich ansprechen und konkrete L&ouml;sungen anbieten. Nur so l&auml;sst sich langfristig die politische Teilhabe und damit das Funktionieren unserer Demokratie sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++42e4fc8a-55b8-11e7-acbe-525400e5a74a\">Marcel Fratzscher in Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Fifa zeigt brisanten Bericht zu WM-Vergaben<\/strong><br>\nSeit 2014 lagen die Ergebnisse vor. Nach einem Leak ver&ouml;ffentlicht die Fifa aber nun erst den Garcia-Bericht und gibt damit Einblick in ihre Erkenntnisse zu der umstrittenen WM-Vergabe an Russland und Qatar.<br>\nNach mehrst&uuml;ndigen Beratungen und Dauertelefonaten zwischen Z&uuml;rich und St. Petersburg hat die Fifa eine radikale Trendwende vollzogen und den Garcia-Bericht zur WM-Skandalvergabe an Russland und Qatar ver&ouml;ffentlicht. Der Fu&szlig;ball-Weltverband reagierte mit diesem &uuml;berraschenden Man&ouml;ver auf das erstmalige Durchsickern von Details des Reports in der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung am Montagabend. &bdquo;Im Sinne der Transparenz begr&uuml;&szlig;t die Fifa die Neuigkeit, dass dieser Bericht nun endlich ver&ouml;ffentlicht wurde&ldquo;, hie&szlig; es einer Pressemitteilung. Damit solle &bdquo;die Verbreitung irref&uuml;hrender Informationen&ldquo; verhindert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/sport\/fussball\/fifa-veroeffentlicht-garcia-report-zu-wm-vergaben-2018-und-2022-15080063.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Umverteilen mit Luther<\/strong><br>\nAllzu oft werde &uuml;bersehen, dass es bei Luthers Kritik am Ablasshandel auch ums Geld ging, meint der Theologe Christoph Fleischmann. Gottes Gnade sei umsonst &ndash; und das habe auch Konsequenzen f&uuml;r die Verteilung von Geld und Ressourcen in der Gesellschaft. (&hellip;) Es waren die revoltierenden Bauern, die zu Luthers Zeit die Macht der weltlichen Herren in Frage stellten. Die Bauern wollten frei sein von Leibeigenschaft und sie wollten wieder freien Zugang haben zu den G&uuml;tern, die Gott doch allen gemeinsam und umsonst gegeben habe: den Wald, das Wild, die Fische im Fluss. (&hellip;) Diese tendenziell republikanischen Ideen, die den Bauern als eine logische Konsequenz aus Luthers Thesen erschienen &ndash; und auch uns heute nahe liegen &ndash; die lie&szlig; der Reformator nicht gelten, und deswegen gedenkt man der Bauern und ihrer Argumente auch 500 Jahr sp&auml;ter nicht. Die Bauern machten sich der Gottesl&auml;sterung schuldig, wenn sie sich f&uuml;r ihren Protest auf Gott beriefen, polterte Luther. Herr und Knecht, oben und unten &ndash; daran wollte Luther au&szlig;erhalb der Kirche nichts &auml;ndern. (&hellip;) W&auml;re es nicht Zeit f&uuml;r mehr Commons, wie die Allmende heute hei&szlig;en, also f&uuml;r Ressourcen, die keinem privat geh&ouml;ren, sondern allen zur Nutzung zur Verf&uuml;gung stehen? Das Reformationsjubil&auml;um w&auml;re eine gute Gelegenheit, diese Fragen zu stellen. Aber statt bei dem anzukn&uuml;pfen, was der Reformator liegen lie&szlig;, was andere aber seinerzeit hellsichtig erkannten, feiern die Kirchen einmal mehr den gro&szlig;en Mann aus Wittenberg als Vork&auml;mpfer der Moderne. Das ist geschichtsvergessene Selbstvergewisserung und kein reformatorischer Aufbruch. Schade.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/religion-und-wirtschaft-umverteilen-mit-luther.1005.de.html?dram:article_id=389637\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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