{"id":3898,"date":"2009-04-20T09:26:57","date_gmt":"2009-04-20T07:26:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3898"},"modified":"2014-01-28T11:32:16","modified_gmt":"2014-01-28T10:32:16","slug":"das-spd-regierungsprogramm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3898","title":{"rendered":"Das SPD-\u201eRegierungsprogramm\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Ein <a href=\"http:\/\/www.frankwaltersteinmeier.de\/_media\/pdf\/Entwurf_Regierungsprogramm.pdf\">Wahlprogramm [PDF &ndash; 500 KB]<\/a> mit viel sozialem Pathos und wenig konkreten Vorschl&auml;gen, aber voller Widerspr&uuml;che. Es ist ein Spagat zwischen dem Festhalten an der Agenda-Politik und dem Versuch einer Erneuerung. Das Programm entbehrt jegliche Selbstkritik und wird deshalb kaum Vertrauen in die Versprechungen f&uuml;r die Zukunft schaffen. Wolfgang Lieb<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Regierungsprogramm ohne Mehrheit<\/strong><\/p><p>Schon die Titelseite des am Wochenende von den Spitzengremien einstimmig beschlossenen und im Berliner Tempodrom vor 2.500 G&auml;sten in der Art einer amerikanischen Wahlkampf-Show pr&auml;sentierten Wahlprogramms der SPD ist widerspr&uuml;chlich. Dort hei&szlig;t es unter der Parole <em>&bdquo;Anpacken. F&uuml;r Deutschland.&ldquo;<\/em>: Entwurf eines <em>&bdquo;Regierungsprogramms der SPD&ldquo;<\/em>.<br>\nAuf der letzten Seite hei&szlig;t es dann allerdings nur noch: <em>&bdquo;Wir wollen am 27. September als st&auml;rkste Fraktion in den Bundestag ziehen&hellip;In einer Koalitionsregierung wollen wir unsere sozialdemokratischen Inhalte durchsetzen.&ldquo;<\/em> (S. 58) Favorisiert wird ein B&uuml;ndnis mit den Gr&uuml;nen, und falls das zur Mehrheit nicht ausreicht, <em>&bdquo;halten wir eine Ampelkoalition mit der FDP f&uuml;r geeignet, die anstehenden Aufgaben &ndash; Arbeit schaffen, soziale Sicherheit garantieren, gesellschaftlichen Fortschritt gestalten &ndash; erfolgreich anzupacken.&ldquo;<\/em> Auch die Fortf&uuml;hrung der Gro&szlig;en Koalition wird nicht ausgeschlossen. Nur einer Zusammenarbeit mit der &bdquo;Linken&ldquo; wird f&uuml;r die kommende Legislaturperiode eine Absage erteilt.<br>\nWer im selben Text den k&uuml;nftig m&ouml;glichen Koalitionspartner, die FDP, f&uuml;r den <em>&bdquo;gescheiterten Marktradikalismus&ldquo;<\/em> verantwortlich erkl&auml;rt und dennoch mit ihm sein Programm umzusetzen verspricht, macht sich ziemlich unglaubw&uuml;rdig.<br>\nDazu f&auml;llt einem nur der Satz des Parteivorsitzenden M&uuml;ntefering nach der Bildung der Gro&szlig;en Koalition aus dem Jahre 2006 ein: &bdquo;Dass wir oft an Wahlkampfaussagen gemessen werden, ist nicht gerecht&ldquo;.<\/p><p>Bliebe es allein bei diesem Widerspruch, so k&ouml;nnte man die Aussage von Frank-Walter Steinmeier, dass man nicht mit einem Programm f&uuml;r eine Koalition in den Wahlkampf ziehen k&ouml;nne, ja noch akzeptieren, aber die Widerspr&uuml;chlichkeiten ziehen sich durch das gesamte Programm.<\/p><p>Im &bdquo;Regierungsprogramm der SPD&ldquo; werden nahezu s&auml;mtliche Politikfelder von der Steuerpolitik bis zum Tierschutz abgeklappert. Wenn man sich im Detail damit auseinandersetzen w&uuml;rde, m&uuml;sste man ein mindestens gleichfalls 58 Seiten umfassendes Koreferat schreiben. Deshalb muss ich mich an dieser Stelle auf ein paar grunds&auml;tzliche Anmerkungen beschr&auml;nken.<\/p><p><strong>Sozialdemokratisches Pathos und wenig Konkretes<\/strong><\/p><p>Das &bdquo;Regierungsprogramm&ldquo; h&ouml;rt sich &uuml;ber viele Passagen hinweg durchaus sozialdemokratisch an, und viele Formulierungen und Ans&auml;tze zielen auf ein W&auml;hlerspektrum links von der Mitte. Das hei&szlig;t aber noch lange nicht, dass damit &ndash; wie man es aus dem konservativen Bl&auml;tterwald rauschen h&ouml;rt und vom politischen Gegner bis hin zu den Gr&uuml;nen behauptet wird &ndash; die SPD etwa nach links ger&uuml;ckt ist. Von einem solchen Linksschwenk kann eigentlich nur der reden, der den Verzicht auf eine Lohnsteuererkl&auml;rung f&uuml;r Lohnsteuerpflichtige und die R&uuml;ckerstattung eines Betrages, der durchschnittlich mit der Abgabe einer Steuererkl&auml;rung ohnehin zur&uuml;ckerstattet werden m&uuml;sste, f&uuml;r &bdquo;links&ldquo; erkl&auml;rt. Oder wer die Abschaffung der schreienden Ungerechtigkeit, dass dem Staat die Kinder der Reichen wegen der steuerlichen Entlastung mehr wert sind als die der Armen, f&uuml;r den Anfang eines Sozialismus h&auml;lt.<\/p><p>Das Programm enth&auml;lt viele Aussagen, die nach allem, was man aus Meinungsumfragen wei&szlig;, durchaus mehrheitsf&auml;hig w&auml;ren. Da wird beispielsweise f&uuml;r <em>&bdquo;gute Arbeit&ldquo;<\/em> eingetreten, f&uuml;r <em>&bdquo;Vollbesch&auml;ftigung&ldquo;<\/em> (was in der heutigen Zeit ja nicht mehr selbstverst&auml;ndlich ist), f&uuml;r einen <em>&bdquo;Schulabschluss f&uuml;r alle Jugendlichen&ldquo;<\/em>, f&uuml;r <em>&bdquo;eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur f&uuml;r jede und jeden&ldquo;<\/em>, f&uuml;r <em>&bdquo;Mindestl&ouml;hne&ldquo;<\/em>, f&uuml;r die <em>&bdquo;Verantwortung von Unternehmen gegen&uuml;ber dem Gemeinwohl&ldquo;<\/em>, f&uuml;r <em>&bdquo;einen Rechtsanspruch auf Betreuung&ldquo;<\/em> oder f&uuml;r <em>&bdquo;Geb&uuml;hrenfreiheit&ldquo;<\/em> vom Kindergarten bis zur Hochschule. Es wird eine Strategie <em>&bdquo;Weg vom &Ouml;l&ldquo;<\/em>, der <em>&bdquo;Ausstieg aus der Kernenergie&ldquo;<\/em> propagiert. Die Rede ist von einer <em>&bdquo;B&uuml;rgersozialversicherung&ldquo;<\/em> oder von einem <em>&bdquo;Bildungssoli&ldquo;<\/em>, und es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Programmpunkte, die sich auf den ersten Blick neu anh&ouml;ren und aufhorchen lassen.<\/p><p>Liest man allerdings &uuml;ber den von sozialem Pathos triefenden Einleitungsteil hinaus und schaut auf die konkrete Ausf&uuml;llung dessen, was mit dem <em>&bdquo;Aufbruch zu mehr Demokratie und neuer Gemeinsamkeit&ldquo;<\/em> und mit der Parole <em>&bdquo;Arbeit schaffen, soziale Sicherheit garantieren, gesellschaftlichen Fortschritt gestalten&ldquo;<\/em> gro&szlig; angek&uuml;ndigt wird, so tritt schnell Ern&uuml;chterung ein.<\/p><p><strong>Konkretes sucht man mit der Lupe<\/strong><\/p><p>Hinter den Allerweltsw&ouml;rtern <em>&bdquo;sozial gerecht, fair verteilt, nachhaltig und &ouml;kologisch verantwortlich&ldquo;<\/em> (S. 5) oder <em>&bdquo;Arbeit, Bildung und Nachhaltigkeit&ldquo;<\/em> und <em>&bdquo;neue Gemeinsamkeit&ldquo;<\/em> verbergen sich dort, wo man konkrete Vorschl&auml;ge erwartet, allenfalls ein Sammelsurium aus Vorschl&auml;gen aus den Schubladen der offenbar zuliefernden sozialdemokratisch gef&uuml;hrten Ministerien, die auf der Grundlinie der bisherigen Regierungspolitik liegen.<\/p><p>Dazu nur einige Beispiele: <\/p><ul>\n<li><em>&bdquo;Gute Arbeit&ldquo;<\/em> wird als zentrales politisches Ziel genannt. Als Antwort folgen dann folgende Spr&uuml;che:<\/li>\n<li><em>&bdquo;Wer sich anstrengt, muss etwas davon haben. Leistung muss sich lohnen.&ldquo;<\/em><\/li>\n<li><em>&bdquo;Wer sich M&uuml;he gibt, muss damit sein Leben verbessern k&ouml;nnen.&ldquo;<\/em><\/li>\n<li><em>&bdquo;Niemand darf am Wegesrand zur&uuml;ckbleiben.&ldquo;<\/em> S. 16<\/li>\n<\/ul><p>Der Mindestlohn ist die einzige, wirklich konkrete Aussage, jedoch mit einer Formulierung, die alles wieder offen l&auml;sst: <em>&bdquo;Eine Mindestlohn-Kommission soll ihn festsetzen. Wir gehen davon aus, dass ein Mindestlohn von 7,50 Euro zur Zeit eine sinnvolle Orientierungsmarke ist.&ldquo;<\/em><\/p><p>Weitere Aussagen zur Abschaffung oder Eind&auml;mmung des Niedriglohnsektors und von prek&auml;rer Besch&auml;ftigung sucht man vergeblich. Und bei der Bek&auml;mpfung der ausufernden Leiharbeit begn&uuml;gt man sich damit, dass man sie <em>&bdquo;rechtlich besser absichern&ldquo;<\/em> und die <em>&bdquo;konzerninterne Verleihung begrenzen&ldquo;<\/em> will (S. 17). <\/p><p>Kein kritisches Wort dar&uuml;ber, dass Hartz IV erst die Schleusen f&uuml;r den Niedriglohn ge&ouml;ffnet hat, indem der rasche Abstieg in die Bed&uuml;rftigkeit als &ouml;konomisches Druckmittel zur Annahme von Arbeit um jeden Preis und unter jeder (auch unzumutbaren) Bedingung eingef&uuml;hrt wurde.<br>\nNichts zu den 1-Euro-Jobs. Nichts zu einer Verbesserung des K&uuml;ndigungsschutzes oder wenigstens zu einer Eind&auml;mmung der befristeten Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse.<\/p><ul>\n<li><em>&bdquo;Wir wollen, dass Tariftreue bei der Vergabe &ouml;ffentlicher Auftr&auml;ge zu einem zentralen Kriterium wird.&ldquo;<\/em> Wer jetzt aber erwartet h&auml;tte, dass ernsthaft gegen die europ&auml;ischen Regelungen vorgegangen wird, nach denen der Europ&auml;ische Gerichtshof die Bindung an Tarifvertr&auml;ge bei der &ouml;ffentlichen Auftragsvergabe als gemeinschaftsrechtswidrig beurteilt hat, der sieht sich get&auml;uscht. <em>&bdquo;Wir unterst&uuml;tzen Initiativen gegen Sozialdumping im europ&auml;ischen und internationalen Raum&ldquo;<\/em>, so lautet die d&uuml;rftige Antwort unter der &Uuml;berschrift <em>&bdquo;Tariftreue sichern&ldquo;<\/em>.<\/li>\n<li><em>&bdquo;Arbeitslosenversicherung wird zur Arbeitsversicherung&ldquo;<\/em> steht da dick und fett im <em>&bdquo;Regierungsprogramm&ldquo;<\/em> (S. 19). Wer unter dieser &Uuml;berschrift erwartet h&auml;tte, dass nun tats&auml;chlich die Arbeitslosenversicherung wieder ein St&uuml;ck Sicherheit verschaffen soll, indem das Arbeitslosengeld verl&auml;ngert und die Arbeitslosenhilfe wieder &uuml;ber den Sozialhilfesatz angehoben wird und Menschen, die jahrelang gearbeitet haben, wieder besser gestellt werden als Bed&uuml;rftige, der wird ein weiteres mal entt&auml;uscht. Das Programm bietet stattdessen <em>&bdquo;einen Rechtsanspruch auf kostenlose &Uuml;berpr&uuml;fung des individuellen Qualifizierungsbedarfs&ldquo;<\/em>, die Aufstockung der Zahl der <em>&bdquo;Arbeitsvermittlerinnen und -vermittler in Zeiten der wirtschaftlichen Krise&ldquo;<\/em> (S. 19) und die schon l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Zusage, dass es auch <em>&bdquo;weiterhin eine regelm&auml;&szlig;ige &Uuml;berpr&uuml;fung der Regels&auml;tze des Arbeitslosengeldes II und gegebenenfalls eine bedarfsgerechte Erh&ouml;hung geben&ldquo;<\/em> werde.\n<p>Es gibt also noch nicht einmal eine Festlegung auf eine Erh&ouml;hung der Bedarfss&auml;tze, keine Aussage zur Erh&ouml;hung des Schonverm&ouml;gens und schon gar nicht eine Verl&auml;ngerung des Alg I f&uuml;r &auml;ltere, langj&auml;hrig Besch&auml;ftigte in Zeiten, wo durch die Krise nun wirklich f&uuml;r alle evident ist, dass mit dem Druckmittel der Hartz-Gesetze keine zus&auml;tzlichen Arbeitspl&auml;tze erzwungen werden k&ouml;nnen.<\/p><\/li>\n<li>Unter der &Uuml;berschrift <em>&bdquo;Mitbestimmung in Betrieb und Unternehmen als Kernelement der Sozialen Marktwirtschaft&ldquo;<\/em> wird etwa beklagt, dass nur jeder 17. Betrieb mit 5 bis 50 Besch&auml;ftigten einen Betriebsrat hat. Die L&ouml;sung im <em>&bdquo;Regierungsprogramm&ldquo;<\/em> lautet: <em>&bdquo;Die n&auml;chste SPD-gef&uuml;hrte Bundesregierung wird im Vorfeld der Betriebsratswahlen 2010 eine Kampagne zur Gr&uuml;ndung von Betriebsr&auml;ten starten.&ldquo;<\/em> (S. 21). Eine solche wird aber der Mitbestimmung einen riesigen Schub verleihen!<\/li>\n<li>Da wird <em>&bdquo;Verantwortung von Unternehmen gegen&uuml;ber dem Gemeinwohl&ldquo;<\/em> eingefordert. Diese Verantwortung soll im Aktiengesetz festgeschrieben werden. Da steht diese zwar schon drin, aber es kann ja nichts schaden, dies nochmals zu bekr&auml;ftigen. Auch gegen ein Stimmrecht f&uuml;r Aktion&auml;re nach Haltefrist ist nichts zu sagen. Geradezu zum Schmunzeln Anlass gibt jedoch der Vorschlag, <em>&bdquo;die Managerinnen und Manager besser aus(zu)bilden&ldquo;<\/em> (S. 12), damit sie nicht nur der Marktlogik folgen.<\/li>\n<li>Bei der Bildung gibt es ein starkes Bekenntnis: <em>&bdquo;Wir bekennen uns zu Bildung als &ouml;ffentlichem Gut und sehen Staat und Politik in der Verantwortung, mehr Bildung f&uuml;r alle von Anfang an und ein Leben lang zu organisieren&hellip;Bildung muss unserer Gesellschaft mehr wert sein. Unser Ziel: Bis 2015 mindestens 7 Prozent des BIP f&uuml;r Bildung und 3 Prozent f&uuml;r Forschung und Entwicklung.&ldquo;<\/em> Und dann klopft man sich selbst auf die Schulter: <em>&bdquo;Wir haben dieses Ziel beim Bildungsgipfel 2008 durchgesetzt.&ldquo;<\/em> (S. 22)\n<p>Dass die Bildungsausgaben die Bildungsausgaben 1995 bei 6,9 Prozent gemessen am BIP lagen und auch unter sozialdemokratischer Regierungsbeteiligung auf 6,2 Prozent im Jahre 2006 gesunken sind, ist nat&uuml;rlich in einem <em>&bdquo;Regierungsprogramm&ldquo;<\/em> f&uuml;r die Zukunft keiner Erw&auml;hnung wert. Dass aber das Versprechen <em>&bdquo;10 Prozent f&uuml;r Bildung&ldquo;<\/em> genauso unkonkret bleibt wie auf dem Bildungsgipfel vom Oktober letzten Jahres, ist weniger als Nichts.<br>\nWie man ein derartiges Eigentor schie&szlig;en kann und den gescheiterten Bildungsgipfel von Kanzlerin Merkel noch als eigenen Erfolg feiern kann, ist schier unbegreiflich.<\/p><\/li>\n<li><em>&bdquo;Wir wollen die inneruniversit&auml;re Demokratie st&auml;rken: Alle Statusgruppen m&uuml;ssen fair in Entscheidungen und Gremien eingebunden werden.&ldquo;<\/em> Das <em>&bdquo;Regierungsprogramm&ldquo;<\/em> tut gerade so, als habe es den gr&ouml;&szlig;ten Umbruch seit den Humboldtschen Bildungsreformen durch die Einf&uuml;hrung der <em>&bdquo;unternehmerischen&ldquo;<\/em> Hochschule mit einer autokratischen Hochschulleitung und mit den Hochschulr&auml;ten als Aufsichtsorgane, die die <em>&bdquo;inneruniversit&auml;re Demokratie&ldquo;<\/em> nahezu beseitigt haben, &uuml;berhaupt nicht gegeben. Viel mehr Realit&auml;tsleugnung geht kaum noch.<\/li>\n<li>Da wird gro&szlig;spurig eine <em>&bdquo;B&uuml;rgersozialversicherung&ldquo;<\/em> angek&uuml;ndigt. Aber weit gefehlt, wenn man annimmt, damit w&uuml;rde der Gedanke der <em>&bdquo;B&uuml;rgerversicherung&ldquo;<\/em> (als Gegenmodell zur Kopfpauschale der CDU) wieder belebt. <em>&bdquo;B&uuml;rgersozialversicherung&ldquo;<\/em> hei&szlig;t nicht mehr als <em>&bdquo;Versicherungspflicht f&uuml;r alle&ldquo;<\/em> bei der Kranken- und Pflegeversicherung, dazu noch <em>&bdquo;Risikostrukturausgleich&ldquo;<\/em> und <em>&bdquo;Risikoausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung&ldquo;<\/em> (S. 30). Da wird dann auch noch von einer <em>&bdquo;solidarischen Alterssicherung&ldquo;<\/em> gesprochen und gleichzeitig die Riester-Rente als <em>&bdquo;Erfolg sozialdemokratischer Politik&ldquo;<\/em> (S. 28) gefeiert.\n<p>Es bleibt also bei den schon geplanten weiteren Rentensenkungen durch den sog. Riester-Faktor, und zur Rente mit 67 lesen wir die vage Formulierung: <em>&bdquo;Auch wollen wir den individuellen Bed&uuml;rfnissen der Menschen beim &Uuml;bergang zwischen Erwerbs- und Ruhestandsphase besser entsprechen und diejenigen, die lange vollschichtig erwerbst&auml;tig waren, m&ouml;glichst vor Altersarmut bewahren.&ldquo;<\/em> Mit solchen nichtssagenden Versprechen meint man dann wohl, die Urangst ganz vieler Menschen vor Altersarmut nehmen zu k&ouml;nnen?<\/p><\/li>\n<li><em>&bdquo;Weg vom &Ouml;l&ldquo;<\/em> (S. 13) h&ouml;rt sich gut an. Da ist dann von der F&ouml;rderung neuer Formen der Energieerzeugung, vom Ausstieg aus der Kernenergie und von Umweltstandards die Rede, um dann am Ende das Gegenteil anzuk&uuml;ndigen: <em>&bdquo;Wir wollen deshalb, dass die Revisionsklausel f&uuml;r den Deutschen Steinkohlebergbau schon rechtzeitig vor 2012 wirksam gemacht und so das faktische Auslaufen des Steinkohlebergbaus verhindert wird.&ldquo;<\/em> Mit Kohlekraftwerken weg vom &Ouml;l und hin zur Einhaltung der Klimaziele?<\/li>\n<\/ul><p>Man k&ouml;nnte endlos fortfahren in der Darstellung der Kluft zwischen mit verbalem Pathos vorgetragenen Ank&uuml;ndigungen und vagen und nichtssagenden Konkretisierungen.<\/p><p>Zur Privatisierung der Bahn hei&szlig;t es ziemlich undeutlich: <em>&bdquo;Wir werden die ausreichende finanzielle Ausstattung der Bahn in der kommenden Legislaturperiode gew&auml;hrleisten. Deshalb findet eine Kapitalprivatisierung nicht statt.&ldquo;<\/em> Was hei&szlig;t aber <em>&bdquo;Kapitalprivatisierung&ldquo;<\/em>? Ist damit eine Teilprivatisierung des Regio-, Fern- oder G&uuml;terverkehrs der Bahn ausgeschlossen? <\/p><p>Man will eine B&ouml;rsenumsatzsteuer, aber was ist z.B. mit der Einladung von <em>&bdquo;Heuschrecken&ldquo;<\/em> durch die von Schr&ouml;der eingef&uuml;hrte Steuerbefreiung von Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnen?<\/p><p><em>&bdquo;Die Beantwortung der Verteilungsfragen im sozialdemokratischen Sinne st&auml;rkt unsere Demokratie und unsere Soziale Marktwirtschaft.<\/em>&ldquo; (S. 3). Doch gerade diese Antwort bleibt das Regierungsprogramm schuldig. <\/p><ul>\n<li>Wenn selbst die gewiss wirtschaftsfreundliche OECD den regierenden Sozialdemokraten bescheinigt, dass in Deutschland die relative Armut in den vergangenen Jahren st&auml;rker gewachsen ist als im <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/dataoecd\/3\/28\/41531752.pdf\">OECD-Schnitt [PDF &ndash; 68 KB]<\/a>,<\/li>\n<li>wenn kaum bestreitbar ist, dass die rot-gr&uuml;ne Steuerreform 2001 die Unternehmen massiv entlastete und von einem Zuwachs des Volkseinkommens von 42 Mrd. Euro pro Jahr 40 Milliarden <a href=\"http:\/\/www.berlin-brandenburg.dgb.de\/article\/articleprint\/6419\/-1\/439\/\">bei den Verm&ouml;genden landete<\/a>,<\/li>\n<li>wenn ein Reichtums-Armutsbericht oder ein Verteilungsbericht nach dem anderen konstatiert, dass die gerade in den letzten Jahren Reichen immer reicher und das reichste Zehntel der Bev&ouml;lkerung inzwischen &uuml;ber mehr als 60 Prozent des Gesamtverm&ouml;gens von 6,6 Billionen Euro <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1663126_Die-Reichen-werden-reicher.html\">verf&uuml;gte<\/a>,<\/li>\n<\/ul><p>dann bringt die Senkung des Eingangssteuersatzes zwar in der Zukunft ein wenig Entlastung f&uuml;r die Arbeitnehmer mit mittlerem und h&ouml;heren Einkommen, aber die Anhebung des Spitzensteuersatzes von gerade mal 45 auf 47 Prozent ab einem zu versteuernden Einkommen von 125.000 Euro (Verheiratete 250.000 Euro) wird den Trend zur Umverteilung von unten nach oben sicher nicht bremsen. Wer darin einen <em>&bdquo;solidarischen Lastenausgleich&ldquo;<\/em> zwischen den Verm&ouml;genden, die vom <em>&bdquo;Fehlverhalten der Finanzmanager&ldquo;<\/em> profitierten und der <em>&bdquo;Allgemeinheit sieht, die die Kosten zu tragen&ldquo;<\/em> hat, glauben machen will, der streut eben dieser Allgemeinheit, die f&uuml;r Bankensanierungen Milliarden zu schultern hat, Sand in die Augen.<\/p><p><em>&bdquo;Bei der Besteuerung von Unternehmen haben wir wichtige Fortschritte erzielt. Einem weitergehenden Steuersenkungswettlauf werden wir entschieden entgegentreten.&ldquo;<\/em> So hei&szlig;t es tats&auml;chlich im Text (S. 25). <strong>Ob die Autoren nicht bemerkt haben, dass sie damit eingestehen, dass vor allem die Regierung Schr&ouml;der einen <em>&bdquo;Steuersenkungswettlauf&ldquo;<\/em> veranstaltet hat?<\/strong> <\/p><p>Eine Verm&ouml;genssteuer auf private Verm&ouml;gen in H&ouml;he von 1% bei einem Freibetrag von 500.000 Euro br&auml;chte die Verm&ouml;genden gewiss nicht an den Bettelstaat &ndash; aber z.B. f&uuml;r die Bildung immerhin 14 Milliarden Euro.<\/p><p>Wenn nach groben Sch&auml;tzungen bis 2010 &uuml;ber 400 Milliarden vererbt werden, wie selbst die <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BTO\/tipps-trends\/geld-job\/bams\/2006\/10\/29\/erbschaftssteuer\/erbschaftssteuer.html\">Bild-Zeitung<\/a> meldete, w&auml;ren etwas mehr als die jetzt ausgehandelte Erbschaftssteuer mit einem Volumen von 4 Milliarden auch nicht gerade eine <a href=\"?p=2261\"><em>&bdquo;Todessteuer&ldquo;<\/em> gewesen<\/a>, sondern allenfalls ein zaghafter Reflex auf die skandal&ouml;s ungleiche Prim&auml;rverteilung in einer <em>&bdquo;sozialen Marktwirtschaft&ldquo;<\/em>.<\/p><p>Interessant ist auch, dass im gesamten <em>&bdquo;Regierungsprogramm&ldquo;<\/em> an keiner Stelle ausdr&uuml;cklich auf sozialdemokratische Grundwerte oder gar auf das Hamburger Grundsatzprogramm Bezug genommen wird. Um blo&szlig; nicht anzuecken, st&uuml;tzt man sich lieber unverf&auml;nglich auf die Grundprinzipien des Grundgesetzes. Das k&ouml;nnten andere Parteien genauso.<\/p><p>Auffallend ist auch der h&auml;ufige Gebrauch des Wortes <em>&bdquo;fair&ldquo;<\/em>. <em>&bdquo;Unser Deutschland soll ein Land sein, in dem Fairness gilt&ldquo;<\/em>; man spricht vom <em>&bdquo;fairen Wettbewerb&ldquo;<\/em> oder von <em>&bdquo;fairer Lastenverteilung&ldquo;<\/em>; wohl um den alten sozialdemokratischen Begriff von <em>&bdquo;sozial gerecht&ldquo;<\/em> zu vermeiden. Dass mit fair nichts anderes gemeint ist, als dass man sich anst&auml;ndig verh&auml;lt oder an die Regeln h&auml;lt, ist wohl niemandem im Parteivorstand aufgefallen.<\/p><p>So widerspr&uuml;chlich schon der Titel <em>&bdquo;Regierungsprogramm&ldquo;<\/em> ist, so durchzieht den ganzen Text eine Kette von Widerspr&uuml;chlichkeiten. <\/p><ul>\n<li><em>&bdquo;Mit dieser Politik kn&uuml;pfen wir an die Reformen der beiden sozialdemokratisch gef&uuml;hrten Bundesregierungen an, die dazu beigetragen haben, dass Deutschland heute das wettbewerbsf&auml;higste Land in der gesamten Europ&auml;ischen Union ist.&ldquo;<\/em><\/li>\n<\/ul><p>Man verschlie&szlig;t also weiter die Augen davor, dass wir unsere Nachbarn niederkonkurriert haben und dass deren daraus resultierende, wirtschaftliche Schwierigkeiten die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion fast sprengen.<br>\nMan hat immer noch nicht begriffen, dass unsere <em>&bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo;<\/em> auf Kosten der L&ouml;hne und damit auf Kosten der Binnennachfrage ging. Und gerade die, so verk&uuml;ndet das <em>&bdquo;Regierungsprogramm&ldquo;<\/em>, will man doch angeblich st&auml;rken.<\/p><ul>\n<li>Da wird, ohne den Widerspruch zu erkennen, eine <em>&bdquo;aktive Konjunkturpolitik&ldquo;<\/em> gefordert und gleichzeitig die Verankerung der <em>&bdquo;Schuldenbegrenzung&ldquo;<\/em> in der Verfassung gelobt.<\/li>\n<li>Da wird <em>&bdquo;das soziale Europa&ldquo;<\/em> gefordert, und gleichzeitig soll der <em>&bdquo;Vertrag von Lissabon verwirklicht&ldquo;<\/em> werden.<\/li>\n<li>Da wird &uuml;ber die Sicherung der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge geschrieben und in einem Atemzug gesagt, dass man f&uuml;r Betreuung, Bildung, Pflege <em>&bdquo;private Haushalte als Auftraggeber und Arbeitgeber st&auml;rker unterst&uuml;tzen&ldquo;<\/em> werde (S. 10). Da wird etwa f&uuml;r die Verkehrsinfrastruktur auch k&uuml;nftig auf Private Public Partnership gesetzt: <em>&bdquo;Wir wollen die Finanzierungsinstrumente der Verkehrsinfrastruktur weiterentwickeln. Der Staat muss nicht alles selbst leisten.&ldquo;<\/em> (S.11)<\/li>\n<\/ul><p><strong>Gefangen im K&auml;fig der Agenda-Politik<\/strong><\/p><p>Solche Widerspr&uuml;chlichkeiten sind kein Zufall. Das <em>&bdquo;Regierungsprogramm&ldquo;<\/em> ist gefangen im K&auml;fig der Agenda-Politik und wurde auf eine Linie mit dem Regierungshandeln und der bisherigen Politik der Parteif&uuml;hrung ausgerichtet:<\/p><p><em>&bdquo;Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben in den letzten zehn Jahren in der Regierung gezeigt, dass wir den Mut zur Verantwortung haben. Wir sind schwierigen Entscheidungen nicht ausgewichen. Wir haben seit 1998 die Fenster mutig aufgesto&szlig;en und das Land positiv ver&auml;ndert (&hellip;)<br>\nDeutschland hat seine sozialen Sicherungssysteme durch mutige Reformen zukunftsf&auml;hig gemacht (&hellip;)<br>\nWir haben in dieser Zeit nicht alles richtig gemacht und manches noch nicht erreicht. Aber unser Kompass ist intakt, die Richtung stimmt. Jetzt nehmen wir einen neuen Anlauf.&ldquo;<\/em><\/p><p>Nicht eine selbstkritische Einsch&auml;tzung des bisherigen Kurses, sondern allein die (selbst mit herbeigef&uuml;hrte) Krise wird als Begr&uuml;ndung f&uuml;r einen <em>&bdquo;neuen Anlauf genommen&ldquo;<\/em>. Was unter Schr&ouml;der <em>&bdquo;Modernisierung&ldquo;<\/em> genannt wurde, hei&szlig;t unter Steinmeier <em>&bdquo;Erneuerung&ldquo;<\/em>. Steinmeier feierte am Tag der Verk&uuml;ndung seines <em>&bdquo;Regierungsprogramms&ldquo;<\/em> die Agenda als Erfolgsmodell, und deswegen f&auml;hrt einem der Schreck in die Glieder, wenn er von einer <em>&bdquo;kraftvollen Erneuerung f&uuml;r unser Land!&ldquo;<\/em> spricht. <\/p><p><strong>Wie sollen die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler darauf vertrauen k&ouml;nnen, dass den sozialen T&ouml;nen auch Taten folgen, wenn ihnen mit den vorausgegangenen <em>&bdquo;mutigen Reformen&ldquo;<\/em> doch wieder und wieder in die Tasche gegriffen wurde? Wie sollen sie jetzt an eine <em>&bdquo;Erneuerung&ldquo;<\/em> glauben, wenn ihnen gleichzeitig &uuml;ber die bisherige Politik gesagt wird, dass <em>&bdquo;die Richtung stimmt&ldquo;<\/em>?<\/strong><\/p><p>Man muss ja nicht gleich wie in der christlichen Tradition Reue gegen&uuml;ber dem vorausgegangenen Tun verlangen, aber ein St&uuml;ck Bu&szlig;bereitschaft w&auml;re die Voraussetzung f&uuml;r eine Wiedergutmachung oder f&uuml;r den Glauben der Leserinnen und Leser an eine Besserung.<\/p><p><strong>Schuld sind nur die anderen<\/strong><\/p><p><em>&bdquo;Wir stellen fest: Das marktradikale Zeitalter ist gescheitert. Wir befinden uns in einer Zeitenwende.&ldquo;<\/em> Man tut gerade so, als h&auml;tte man mit diesem Zeitalter nichts zu tun gehabt. Wie die gesamte Bundesregierung sieht auch die SPD keine Verantwortung der Politik und schon gar nicht der deutschen Politik f&uuml;r die Krise: <em>&bdquo;Es ist das unverantwortliche und zum Teil skrupellose Handeln an den internationalen Finanzm&auml;rkten (&hellip;) Deutschland bleibt nicht verschont&ldquo;<\/em> (S. 5). Schuld sind immer nur die anderen, die gierigen Manager und Banker und allenfalls noch <em>&bdquo;auch die Politik ma&szlig;geblicher Teile von Union und FDP&ldquo;<\/em> (S. 5). <\/p><p>Die Sozialdemokraten hingegen <em>&bdquo;haben im nationalen Rahmen erste Regeln durchgesetzt und erreichen nun auch &ndash; nach vielen Jahren Anstrengungen sozialdemokratischer<br>\nFinanzminister &ndash; Fortschritte im internationalen Rahmen&ldquo;<\/em>.<\/p><p>Dass z.B. auf Betreiben von Hans Eichel die Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau (KfW) die Anteile der Allianz an der Pleitebank IKB &uuml;bernommen hat, dass unter Peer Steinbr&uuml;ck und seinem Staatssekret&auml;r Asmussen die Deregulierung der Finanzm&auml;rkte und der Casinobetrieb in Deutschland mit aller Macht gef&ouml;rdert worden sind und im Koalitionsvertrag verankert wurden, all das und vieles mehr wird einfach unter den Teppich gekehrt.<\/p><p>Wie soll bei einer solchen Krisenanalyse und der Verweigerung jeglicher Selbstkritik Hoffnung auf eine angemessene Krisenbew&auml;ltigung geweckt werden?<\/p><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.frankwaltersteinmeier.de\/_media\/pdf\/Entwurf_Regierungsprogramm.pdf\">Das SPD-&bdquo;Regierungsprogramm&ldquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein <a href=\"http:\/\/www.frankwaltersteinmeier.de\/_media\/pdf\/Entwurf_Regierungsprogramm.pdf\">Wahlprogramm [PDF &ndash; 500 KB]<\/a> mit viel sozialem Pathos und wenig konkreten Vorschl&auml;gen, aber voller Widerspr&uuml;che. Es ist ein Spagat zwischen dem Festhalten an der Agenda-Politik und dem Versuch einer Erneuerung. Das Programm entbehrt jegliche Selbstkritik und wird deshalb kaum Vertrauen in die Versprechungen f&uuml;r die Zukunft schaffen. Wolfgang Lieb<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[1,191,190],"tags":[246,312],"class_list":["post-3898","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-das-kritische-tagebuch","category-spd","category-wahlen","tag-linke-mehrheit","tag-reformpolitik"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3898","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3898"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3898\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20402,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3898\/revisions\/20402"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3898"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3898"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3898"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}