{"id":38985,"date":"2017-07-02T09:30:03","date_gmt":"2017-07-02T07:30:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985"},"modified":"2017-06-30T11:59:03","modified_gmt":"2017-06-30T09:59:03","slug":"hinweise-der-woche-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h01\">Muttis Rockzipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h02\">Nato-Partner der USA erh&ouml;hen Verteidigungsausgaben um 4,3 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h03\">Fl&uuml;chtlingskrise &uuml;berfordert Rom &ndash; und Berlin?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h04\">Macrons Revolution<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h05\">Eine Generation verschwindet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h06\">Nach TTIP: Das EU-Japan-Abkommen &bdquo;JEFTA&ldquo; birgt Probleme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h07\">Unrealistische Forderungen an Katar verraten die wahren Gr&uuml;nde der Blockade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h08\">Bundestagsdebatte zum Armutsbericht: Armes Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h09\">Freunde des Freihandels<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h10\">GSA Fleisch: Parlamentarisches Husarenst&uuml;ck oder St&uuml;ckwerk?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h11\">Bilanz des NSA-Untersuchungsausschusses: &bdquo;Die Koalition hat ihre Mehrheit missbraucht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h12\">Machtlose Verbraucher vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h13\">Fifa zeigt brisanten Bericht zu WM-Vergaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h14\">Die vertraulichen Sprachregelungen der ARD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h15\">Politische Ungleichheit programmiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985#h16\">Jeremy Corbyn at Glastonbury Festival (24\/6\/2017)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Muttis Rockzipfel<\/strong><br>\nWow, jetzt traut sich die SPD mal was. Sie will mit LINKEN und Gr&uuml;nen die in vielen L&auml;ndern selbstverst&auml;ndliche &bdquo;Ehe f&uuml;r alle&ldquo; im Bundestag durchsetzen, nachdem &ldquo;Mutti&ldquo; es praktisch erlaubt hat &ndash; weil sie sonst nach der Wahl keinen Koalitionspartner h&auml;tte und weil das eine Gewissensentscheidung sei. Aber steht nicht im Grundgesetz, Abgeordnete sind &bdquo;Vertreter des ganzen Volkes, an Auftr&auml;ge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen&ldquo;? Merkel r&auml;umt jetzt indirekt ein, dass sie mit ihrer CDU jahrelang die Mehrheit ihrer Bundestagsabgeordneten gen&ouml;tigt hat, gegen ihr Gewissen zu handeln.<br>\nSchon vor einem Jahr habe ich Schulz und Gabriel geraten, vor der Bundestagswahl mit LINKEN und Gr&uuml;nen deutliche soziale Verbesserungen f&uuml;r alle durchzusetzen, um die verloren gegangene Glaubw&uuml;rdigkeit der SPD wieder herzustellen. Also: Bessere Renten f&uuml;r alle, h&ouml;here L&ouml;hne f&uuml;r alle, bessere Arbeitslosenversicherung f&uuml;r alle, bessere Gesundheitsversorgung f&uuml;r alle, existenzsichernde Arbeitspl&auml;tze (keine Leiharbeit, Werkvertr&auml;ge, Befristungen usw) f&uuml;r alle.<br>\nAber die SPD traut sich nicht. Sie wei&szlig; gar nicht mehr, wof&uuml;r sie da ist. Statt vor der Wahl zu erkl&auml;ren, dass sie die von Schr&ouml;der in Gang gesetzte Lohndr&uuml;ckerei und Rentenk&uuml;rzung beenden will, l&auml;dt sie zu ihrem Parteitag ausgerechnet den Mann ein, der &bdquo;den gr&ouml;&szlig;ten Sozialabbau nach dem Kriege&ldquo; (Faz) zu verantworten hat. Aber als Sozialabbau-Partei Deutschlands wird sie auch bei der kommenden Bundestagswahl keinen Blumentopf gewinnen.<br>\nUnd bis Mutti der SPD mehr soziale Gerechtigkeit erlaubt, darauf k&ouml;nnen Schulz, Gabriel und Co noch lange warten. Zeit f&uuml;r Gerechtigkeit? Es w&auml;re Zeit, Muttis Rockzipfel loszulassen. Weil Mutti als marktkonforme Demokratin eine willf&auml;hrige Magd des Neoliberalismus, sprich des Oligarchen-Kapitalismus ist. Aber ist soziale Gerechtigkeit nicht auch eine Gewissensfrage &ndash; weil wer arm ist, fr&uuml;her sterben muss?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1462262883835174\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>dazu: SPD: Aufm&uuml;pfig, wo&rsquo;s wenig kostet<\/strong><br>\nDie SPD trumpft auf, wo es wenig kostet: Endlich hat man die Kanzlerin mal ausman&ouml;vriert bei der &sbquo;Ehe f&uuml;r alle.&lsquo;<br>\nWie billig ist das denn? Bei der Autobahnprivatisierung, der klammheimlichen Durchsetzung von Online-Durchsuchung und Quellen-TK&Uuml; oder bei der Trickserei des Finanzministers in Sachen Griechenland w&auml;re Gelegenheit gewesen, R&uuml;ckgrat zu zeigen. Doch was tat die SPD?! Sie beschaffte in jedem Fall die Mehrheit &ndash; f&uuml;r die Union. [&hellip;]<br>\nDieses Verhalten der SPD macht nur dann Sinn, wenn man schon jetzt darauf spekuliert, auch nach der Bundestagswahl wieder den Juniorpart am Kabinettstisch von Frau Merkel einnehmen zu d&uuml;rfen. Aus Sicht der W&auml;hler ist dann allerdings &ndash; mit Sarah Wagenknecht &ndash; festzustellen: &bdquo;Eine SPD, die nichts wesentlich anders machen will als die Union, braucht kein Mensch, &hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/spd-aufmuepfig-wos-wenig-kostet-5566\">Cives<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nato-Partner der USA erh&ouml;hen Verteidigungsausgaben um 4,3 Prozent<\/strong><br>\nNach j&uuml;ngsten Sch&auml;tzungen der Nato werden die europ&auml;ischen Alliierten und Kanada im laufenden Jahr rund zw&ouml;lf Milliarden US-Dollar mehr f&uuml;r Verteidigung ausgeben als im letzten Jahr. Dies entspricht einem Plus von 4,3 Prozent.<br>\nNato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg sagte am Mittwochvormittag in Br&uuml;ssel, es sei das dritte Jahr in Folge mit Fortschritten bei den Verteidigungsausgaben. Insgesamt seien aus Europa und Kanada seit der Trendwende rund 46 Milliarden US-Dollar zus&auml;tzliche Ausgaben gemeldet worden.<br>\n&Uuml;ber die Verteidigungsausgaben gab es unter den Nato-Partnern zuletzt wieder &ouml;ffentlich Streit. US-Pr&auml;sident Donald Trump fordert, dass alle B&uuml;ndnispartner sp&auml;testens von 2024 an j&auml;hrlich mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) f&uuml;r Verteidigung ausgeben sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/brf.be\/international\/1096271\/\">BRF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Kritik an US-Pr&auml;sident Trump u.a. durch Bundeskanzlerin Merkel scheint inszeniert. Letztlich scheinen die NATO-Mitglieder immer noch &bdquo;nach der Pfeife der USA zu tanzen&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Nicht nur die Kritik Merkels ist inszeniert, sondern auch die angebliche Ablehnung des 2-Prozent-Ziels durch die SPD. So hat das Kabinett gerade den <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Pressemitteilungen\/Finanzpolitik\/2017\/06\/2017-06-28-PM20-bundeshaushalt-2018.html\">Haushaltsentwurf 2018<\/a> beschlossen, in dem eine weitere Zunahme der Verteidigungsausgaben vereinbart ist. Au&szlig;erdem hat das Kabinett beschlossen, dass auf das 2-Prozent-Ziel hinzuarbeiten sei. Der SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sagte dazu gestern im Bundestag, dass diese Zustimmung durch eine Protokollerkl&auml;rung der SPD-Minister, in der es auch um die H&ouml;he der Entwicklungshilfe gehe, mehr oder weniger relativiert worden sei. Geglaubt hat es ihm niemand. Der Fraktionschef der Union, Volker Kauder antwortete auf Oppermanns Darstellung wie folgt:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Nun kann man nicht argumentieren: Wir haben eine Protokollerkl&auml;rung abgegeben, damit auch die anderen Mittel erh&ouml;ht werden. &ndash; Meines Wissens hat die SPD keine Protokollerkl&auml;rung abgegeben, dass sie das 2-Prozent-Ziel ablehnt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingskrise &uuml;berfordert Rom &ndash; und Berlin?<\/strong><br>\nDie Regierung in Rom habe die EU-Kommission informiert, dass mit den 22 Schiffen, die momentan mit 12.500 im Mittelmeer geretteten Migranten auf dem Weg nach Italien seien, die &ldquo;Grenze der Nachhaltigkeit erreicht ist&rdquo;.<br>\nParallel suchen die Italiener in Br&uuml;ssel &ndash; Parlamentschef Tajani und die Au&szlig;enbeauftragte Mogherini &ndash; nach einem Ausweg. Doch da meisten EU-L&auml;nder keine Fl&uuml;chtlinge &uuml;bernehmen wollen, droht ein Eklat.<br>\nNun r&auml;cht es sich, dass die EU auf die Phantom-Regierung in Libyen setzt, um die Fl&uuml;chtlinge an der &Uuml;berfahrt nach Italien zu hindern. Daf&uuml;r gab es sogar einen Sonder-EU-Gipfel &ndash; ein Schlag ins Wasser.<br>\nEs r&auml;cht sich auch, dass das gescheiterte Umverteilungs-System nicht l&auml;ngst reformiert wurde. Italien und Griechenland zu Wartes&auml;len ohne Ausgang umzufunktionieren, war nie eine gute Idee.<br>\nDoch wie sieht es eigentlich in Deutschland aus? Zuf&auml;llig kommt gerade eine Meldung der OECD rein. Demnach wird f&uuml;r 2016 wieder eine Rekord-Zuwanderung ins gr&ouml;&szlig;te EU-Land erwartet.<br>\n&ldquo;Deutschland steht im Zentrum der Migrationsdynamik in der OECD&rdquo;, so ein Experte in Berlin. Etwa ein Drittel des OECD-weiten Anstiegs 2015 und 2016 sei auf Deutschland zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nAn Bedeutung gewinnen werde die Familienmigration. Diese Komponente werde bislang noch untersch&auml;tzt. Inzwischen sei auch jede neunte Hochzeit in Schland eine Heirat zwischen Ausl&auml;ndern und Deutschen.<br>\nAber wir schaffen das, oder?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/fluchtlingskrise-uberfordert-italien-und-deutschland\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: Die neuen Sklaven Europas<\/strong><br>\nIn Italien, das mit gro&szlig;em Einsatz Migranten aufnimmt, werden dieselben Migranten gnadenlos ausgebeutet. Gro&szlig;e Teile der Landwirtschaft leben von diesen Ausgebeuteten. Nicht nur in S&uuml;ditalien &ndash; aber dort funktioniert das System besonders perfide.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/migranten-in-italien-die-neuen-sklaven-europas.1773.de.html?dram:article_id=389841\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>au&szlig;erdem: Europ&auml;ische Werte<\/strong><br>\nIn einer erneuten Zuspitzung der deutsch-europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingsabwehr droht die Regierung Italiens mit der Sperrung ihrer H&auml;fen f&uuml;r Rettungsboote mit Fl&uuml;chtlingen an Bord. Man sei nicht bereit, weiterhin Fl&uuml;chtlinge aufzunehmen, wenn die anderen EU-Staaten dabei keine angemessene Unterst&uuml;tzung leisteten, erkl&auml;rt das Innenministerium in Rom. Weit davon entfernt, helfend einzugreifen, konzentriert sich Berlin weiterhin auf teure Ma&szlig;nahmen zur Fl&uuml;chtlingsabwehr; neben der libyschen K&uuml;stenwache sollen dazu k&uuml;nftig s&uuml;dlibysche Clans herangezogen werden, die bislang gegen Geld die Weiterreise aus Niger an die libysche K&uuml;ste erm&ouml;glichten, jetzt aber &ndash; gegen Bezahlung aus Br&uuml;ssel &ndash; Fl&uuml;chtlinge systematisch aufgreifen und festsetzen sollen. Sowohl der libyschen K&uuml;stenwache wie auch s&uuml;dlibyschen Clans werden schwere Menschenrechtsverbrechen an Migranten vorgeworfen. In K&uuml;rze k&ouml;nnten Fl&uuml;chtlinge es auch noch mit Faschisten aus Europa zu tun bekommen: Aktivisten der sogenannten &bdquo;Identit&auml;ren&ldquo;, einer Modestr&ouml;mung der extremen Rechten, wollen mit einem Schiff im Mittelmeer intervenieren &ndash; um dort Rettungsboote mit Fl&uuml;chtlingen zu stoppen. Zugleich steigt die Zahl der auf der &Uuml;berfahrt &uuml;ber das Mittelmeer umgekommenen Migranten weiterhin stark an; sie liegt nach Berechnungen von Fl&uuml;chtlingsorganisationen, addiert man die Todesopfer der Jahre seit 2000, wom&ouml;glich bereits bei mehr als 37.000.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59629\">German Foreign Policy<\/a><\/p>\n<p><strong>und: &bdquo;For sale&ldquo; &ndash; wie Fl&uuml;chtlinge in Libyen zu Sklaven werden<\/strong><br>\nEinst war Libyen ein Eldorado f&uuml;r Migranten. Doch die Schlepper gehen immer brutaler mit denen um, die nach Europa wollen.<br>\nLibyen war einst ein Eldorado f&uuml;r Migranten: Ein Zufluchtsort f&uuml;r Hunderttausende von Westafrikanern, auf dessen Baustellen, &Ouml;lfeldern oder Fabriken sie mit f&uuml;r ihre Verh&auml;ltnisse traumhaften Geh&auml;ltern rechnen konnten. Seit Muammar Gaddafis Regime vor sechs Jahren mit westlicher Hilfe aus der Macht gebombt wurde, ist aus dem Zufluchtsort jedoch eine H&ouml;lle geworden &ndash; mit immer grausameren Berichten &uuml;ber die Machenschaften von Menschenh&auml;ndlern, die ihre Opfer als Sklaven verkaufen, in Bordellen halten oder unter Folter Geld von ihren Familien erpressen. Noch immer steuern Hunderttausende von Afrikanern auf der Suche nach Jobs den nordafrikanischen Staat an: Doch nur, um so schnell wie m&ouml;glich nach Europa zu kommen &ndash; woran viele bereits in der s&uuml;dlibyschen W&uuml;stenstadt Sabha auf schreckliche Weise scheitern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.fr.de\/politik\/migration-for-sale-wie-fluechtlinge-in-libyen-zu-sklaven-werden-a-1300788?google_editors_picks=true\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Normalerweise gehen Medien, Politik und &Ouml;ffentlichkeit mit der Ursache daf&uuml;r, dass sich so viele Fl&uuml;chtlinge auf dem Weg nach Europa machen, verschleiernd um. Auch in diesem Bericht wird nur im ersten gr&ouml;&szlig;eren Absatz erw&auml;hnt, dass die Flucht von 100 tausenden und der folgende Sklavenhandel und die Situation in Libyen die Folgen der westlichen Kriege sind, also direkt auf die Verantwortung der Regierungen in Frankreich, USA, Gro&szlig;britannien, etc. zur&uuml;ckgeht. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Macrons Revolution<\/strong><br>\nEmmanuel Macron greift zu einem ungew&ouml;hnlichen Mittel: Sein Kabinett hat an diesem Mittwoch ein Gesetz auf den Weg gebracht, mit dem das Parlament eine Art Vollmacht f&uuml;r den Umbau des Arbeitsmarkts ausstellt. Der franz&ouml;sische Pr&auml;sident und seine Regierung d&uuml;rfen einzelne Reformen dann einfach per Dekret erlassen. Erst ganz am Schluss trifft das Parlament eine Alles-oder-nichts-Entscheidung: Entweder es stimmt dem gesamten Paket zu, oder es lehnt es ab.<br>\nDabei geht es Macron vor allem um Tempo. Bis zum Ende des Sommers will er das Arbeitsrecht umkrempeln. Den komplexeren Umbau der Sozialkassen will er bis Ende 2018 beenden. F&uuml;r die Eile gibt es gute Gr&uuml;nde: Reformen auf dem Arbeitsmarkt zeigen erst mit einiger Verz&ouml;gerung Ergebnisse. Will Macron die noch in seiner f&uuml;nfj&auml;hrigen Amtszeit erleben, muss er sofort beginnen.<br>\nSchlie&szlig;lich ist es mit Abstand die wichtigste und heikelste Reform. Sie wird dar&uuml;ber entscheiden, ob seine Pr&auml;sidentschaft ein Erfolg wird oder nicht. Denn der Arbeitsmarkt ist eines der vertracktesten Probleme Frankreichs &ndash; kaum eine Zustandsbeschreibung kommt ohne den Zusatz &bdquo;verkrustet&ldquo; aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/emmanuel-macron-die-reform-des-arbeitsmarkts-der-praesident-plant-die-revolution-a-1154834.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Agenda 2010 bzw. Hartz IV auf Franz&ouml;sisch mittels einem Teil-Erm&auml;chtigungsgesetz &ndash; alles nach deutschem Vorbild?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Schon erstaunlich, wie der Spiegel zu der Feststellung kommt, der Arbeitsmarkt sei eines der vertracktesten Probleme Frankreichs. Das Gegenteil ist richtig. Die Stundenproduktivit&auml;t ist in Frankreich h&ouml;her als in Deutschland. Das Problem ist das Lohn-Dumping hierzulande, durch das sich die deutsche Wirtschaft &uuml;ber Jahre hinweg einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil verschafft hat. Wollte Macron daran etwas &auml;ndern, m&uuml;sste er vielmehr Deutschland auffordern, endlich Abschied von der falschen Agenda Politik zu nehmen, die zu enormen deutschen Export&uuml;bersch&uuml;ssen gef&uuml;hrt hat. Er m&uuml;sste auch klar sagen, dass nicht Frankreich, sondern Deutschland die Stabilit&auml;tsregeln verletzt. Stattdessen will er in die entgegengesetzte Richtung und die deutsche Agenda kopieren, um wettbewerbsf&auml;higer zu werden. Das wird scheitern.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Der erste Test f&uuml;r den Erneuerer<\/strong><br>\nDie Reform soll Frankreichs Wirtschaft wieder in Schwung bringen und die hohe Arbeitslosigkeit, die zuletzt bei 9,5 Prozent lag, senken. Doch die Gewerkschaften sehen das anders, sie f&uuml;rchten vor allem, dass die sozialen Rechte geschw&auml;cht werden. Die Gewerkschaften in Frankreich sind klein, aber schlagkr&auml;ftig. Die CGT k&uuml;ndigte sogar schon einen Aktionstag an &ndash; allerdings erst am 12. September. Vorher sind Ferien, und Sch&uuml;ler und Studenten, die sich leicht mobilisieren lassen, schon l&auml;ngst an den Str&auml;nden. Zu vereinzelten Protesten kam es allerdings schon jetzt in Paris.<br>\nFrankreich hat seinen eigenen Rhythmus, das wei&szlig; Macron. Deshalb hat er diese erste Reform geschickt auf den Sommer gelegt, in dem das Land lahmliegt. Strategisch kommt dazu, dass er die Reform per Verordnung besonders schnell durchsetzen will. Damit kann er den &uuml;blichen langwierigen Weg mit Beratungen und &Auml;nderungsantr&auml;gen im Parlament umgehen. Bei einer Verordnung entscheidet das Parlament nicht &uuml;ber jedes Detail, es legt nur Leitlinien fest. Im Kabinett wird dann &uuml;ber den Gesetzesentwurf entschieden, das Parlament stellt der Regierung eine Art Vollmacht aus. Das soll zwischen dem 24. und 28. Juli geschehen, mitten in der Urlaubszeit.<br>\nSchon um den 20. September soll die Reform vom Ministerrat angenommen werden. Dann soll das Gesetz auch sofort zur Anwendung kommen, betonte Arbeitsministerin Muriel P&eacute;nicaud. Es bleibt also kaum Zeit f&uuml;r Proteste. Zum Schluss muss das Parlament noch einmal das Gesamtwerk ratifizieren, damit die Reform Gesetzeskraft erlangt, Details kommen nicht mehr zur Diskussion.<br>\nAber das d&uuml;rfte bei Macrons breiter Parlamentsmehrheit ohnehin kein Thema sein. Kritiker, darunter die Gewerkschaften, halten das Verfahren, das in der franz&ouml;sischen Verfassung in Paragraph 38 verankert ist, aber f&uuml;r undemokratisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/macrons-umstrittene-arbeitsmarktreform-der-erste-test-fuer-den-erneuerer\/19990630.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Merken die Journalisten eigentlich &uuml;berhaupt nicht, dass das hier beschriebene Verfahren (nahezu vollst&auml;ndig) am Parlament vorbei mit Demokratie fast nichts mehr zu tun hat? Dass &auml;hnliche Ma&szlig;nahmen, wenn sie in Russland oder China verabschiedet werden w&uuml;rden, (zu Recht!) als &bdquo;autorit&auml;r&ldquo; und &bdquo;diktatorisch&ldquo; kritisiert werden w&uuml;rden? Dass die damit einhergehenden, geplanten Verschlechterungen des Lebensstandards der Mehrheit der Menschen wahrlich keine Werbung f&uuml;r Macron, die sogenannte parlamentarische Demokratie (es ist keine&hellip;) oder die sogenannte Marktwirtschaft (eher eine Herrschaft der Konzerne und der Gro&szlig;finanz) darstellen? <\/em><\/p>\n<p><strong>und: Emmanuel Macron: Charmant asozial<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron will die Lebensverh&auml;ltnisse der Franzosen verschlechtern. Warum genau wird er jetzt nochmal gefeiert?<br>\nDie Geschichte, die uns derzeit erz&auml;hlt wird, geht so: Ganz Europa hat gespart und sich reformiert und feiert einen Aufschwung. Ganz Europa? Nein. Ein Land verweigert sich der Modernisierung: Frankreich. Dort gibt der Staat mit vollen H&auml;nden aus, die Sozialleistungen sind &uuml;ppig, das starre Arbeitsrecht fesselt die Innovationskraft der Unternehmen. Nun betritt der Heilsbringer die B&uuml;hne: Der jung-dynamische Pr&auml;sident Emmanuel Macron wagt den Kampf gegen das alte System, das die Wirtschaft l&auml;hmt.<br>\nEs ist bezeichnend f&uuml;r den Zustand Europas, dass hier ein ehemaliger Investmentbanker als Held und die Gewerkschaften als Gegner dargestellt werden. Und dass die Bev&ouml;lkerung agitiert wird gegen die Institutionen, die f&uuml;r ihre Rechte als Arbeitnehmer k&auml;mpfen. Was verspricht Macron? Vor allem den Unternehmen sinkende Kosten. Er will Tarifverhandlungen auf die betriebliche Ebene verlagern, sprich: den Unternehmen erlauben, unter den bislang geltenden Standards zu bezahlen. Er will den K&uuml;ndigungsschutz abschw&auml;chen, was den Unternehmen leichtere Entlassungen erm&ouml;glicht und den Druck auf die Besch&auml;ftigten erh&ouml;ht. Gefordert wird auch eine Senkung des Mindestlohns sowie eine Abschaffung der 35-Stunden-Woche, was gleichbedeutend w&auml;re mit der Abschaffung von &Uuml;berstundenzuschl&auml;gen. Die Franzosen sollen billiger werden. Die B&ouml;rsen feierten Macrons Sieg daher mit Kursaufschl&auml;gen. Dazu vier Anmerkungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/meinung\/leitartikel\/emmanuel-macron-charmant-asozial-a-1304211\">FR Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eine Generation verschwindet<\/strong><br>\nWenn qualifizierte Arbeitskr&auml;fte und junge Wissenschaftler gehen: Eine ganze Generation verl&auml;sst den Balkan Richtung Deutschland &ndash; und findet auch dort kaum echte Chancen.<br>\nAlle L&auml;nder in S&uuml;dosteuropa, ob EU-Mitglied oder nicht, k&auml;mpfen gegen einen gewaltigen &bdquo;Braindrain&ldquo; an, gegen die Abwanderung hochqualifizierter Arbeitskr&auml;fte und Wissenschaftler. Aus Serbien, so der Belgrader Bev&ouml;lkerungsforscher Vladimir Greic, sind in den letzten zwei Jahrzehnten 300 000 frisch ausgebildete junge Leute, darunter 40 000 Hochschulabsolventen, ins Ausland abgewandert &ndash; unter Mitnahme einer Qualifikation, die das verarmte Land rund zw&ouml;lf Milliarden Euro gekostet hat. In Kroatien hat der Bildungsminister vorgeschlagen, von auswandernden Medizinern einen Teil der Studienkosten zur&uuml;ckzuverlangen.<br>\nDie Hoffnung, dass die gebildeten Emigranten irgendwann &bdquo;remigrieren&ldquo; und ihr Wissen und ihre Erfahrung zur&uuml;ck in die Heimat tragen, hat sich nicht erf&uuml;llt. &bdquo;Sie kommen zur&uuml;ck und merken: Ich bin dreimal so gut wie mein Chef&ldquo;, beobachtet Frank Hantke, der sich f&uuml;r die Friedrich-Ebert-Stiftung in Tirana mit Arbeitskr&auml;ften und Berufsausbildung besch&auml;ftigt. &bdquo;Und dann gehen sie wieder.&ldquo; Genauso in Kroatien: &bdquo;Die jungen Leute haben begriffen, dass ihre Arbeitskraft auf dem Balkan nicht gesch&auml;tzt wird&ldquo;, sagt die Migrationsforscherin Silva Me&#382;naric. &bdquo;Deshalb organisieren sie sich ihr Leben woanders.&ldquo; Wie in allen Balkanl&auml;ndern gelten auch in Kroatien als wichtigste Qualifikationen erstens Verwandtschaft und zweitens Parteibuch.<br>\nTats&auml;chlich geht nicht nur eine Bildungsschicht, es geht eher eine ganze Generation. Zur&uuml;ck bleiben die Alten. Kroatien mit seinen 1,2 Millionen Arbeitspl&auml;tzen verliert seit dem EU-Beitritt 2013 j&auml;hrlich rund 25 000 Einwohner, immer h&auml;ufiger ganze Familien. Dabei schwindet in allen L&auml;ndern der Region schon seit der Wende um das Jahr 1990 die Bev&ouml;lkerung, zum kleineren Teil wegen der sinkenden Geburtenrate. Zum gr&ouml;&szlig;eren Teil wegen der Emigration: Mehr als zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung von Rum&auml;nien und Mazedonien leben dauerhaft im Ausland; Rum&auml;nen lassen sich vor allem in Italien, Spanien und Frankreich nieder. Von den Kosovaren lebt jeder zehnte allein in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/balkan-eine-generation-verschwindet-a-1302223\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nach TTIP: Das EU-Japan-Abkommen &bdquo;JEFTA&ldquo; birgt Probleme<\/strong><br>\nNach Bekanntwerden des geheim verhandelten &bdquo;JEFTA&ldquo;-Abkommens zwischen der EU und Japan, werden Erinnerungen an TTIP und CETA wach. Es m&uuml;sse jetzt darauf geachtet werden, dass die Verhandler aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, fordert der DGB-klartext. Die Vertr&auml;ge d&uuml;rfen Umwelt und Besch&auml;ftigte nicht benachteiligen.<br>\nEs kommt einem vor wie ein D&eacute;j&agrave;-vu: Fernsehberichte &uuml;ber Handelsvertr&auml;ge, die im Geheimen verhandelt werden, doppelseitige Artikel in gro&szlig;en Tageszeitungen, die die Problematik der Investitionsgerichtsbarkeit erkl&auml;ren, Diskussionen &uuml;ber das &bdquo;Recht zu regulieren&ldquo;, &bdquo;Negativlisten&ldquo; und &bdquo;Nachhaltigkeitskapitel&ldquo;.<br>\nDiesmal geht es aber nicht um TTIP und CETA, sondern um eine neue Abk&uuml;rzung: JEFTA &ndash; das geplante EU-Freihandelsabkommen mit Japan. Obwohl die Verhandlungen fortgeschritten sind, war JEFTA bislang fast unbekannt. Der Grund: Wieder einmal wurden die meisten Unterlagen geheim gehalten. Und wieder einmal wurden Verhandlungsmandat und andere Dokumente erst durch die Umweltorganisation Greenpeace bekanntgemacht, die zuf&auml;llig an die Papiere geriet. Man fragt sich, was die verhandelnde EU-Kommission aus ihren Fehlern bei TTIP und CETA gelernt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++2b057e1a-5cab-11e7-990e-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Unrealistische Forderungen an Katar verraten die wahren Gr&uuml;nde der Blockade<\/strong><br>\nUnter anderem auf Druck der USA wurde letzten Freitag Katar eine von Saudi-Arabien, &Auml;gypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain zusammengestellte Liste mit dreizehn Forderungen &uuml;bergeben. Die vier Staaten verlangen eine Umsetzung dieser Forderungen innerhalb der n&auml;chsten 10 Tage, um die Aufhebung der seit zwei Wochen andauernde Blockade zu erwirken. Im h&ouml;chst unwahrscheinlichen Fall, dass Katar bei diesen Forderungen einwilligen sollte, w&uuml;rde die Einhaltung der Forderungen durch die vier Staaten im ersten Jahr monatlich, im zweiten Jahr viertelj&auml;hrlich und in den darauf folgenden zehn Jahren j&auml;hrlich &uuml;berpr&uuml;ft werden. Faktisch k&auml;me diesem einen Souver&auml;nit&auml;tsverzicht gleich und ist nur schon von diesem Aspekt her kaum akzeptierbar. Angesichts dieser weitreichenden versuchten Einflussnahme der vier Staaten auf einen unabh&auml;ngigen souver&auml;nen Staat mutet die aufgestellte Forderung, dass Katar sich zuk&uuml;nftig nicht mehr in die inneren Angelegenheiten der vier Staaten einmischen d&uuml;rfe schon beinahe zynisch an. Au&szlig;erdem solle Katar f&uuml;r die Folgen seiner Politik der letzten Jahre den vier Staaten Reparationszahlungen entrichten m&uuml;ssen, wobei keine Summe genannt wird. Die Liste der Forderungen zeigt deutlich auf, dass es den vier Staaten weniger um die Eind&auml;mmung des Terrorismus im Sinne westlicher Denkweise geht, sondern mehr um die Ausweitung ihres regionalen Machtanspruchs, der Disziplinierung Katars sowie dem Ausschalten oppositioneller Str&ouml;mungen und regimekritischen Stimmen. F&uuml;r den Fall, dass Katar den Forderungen nicht nachkommen sollte, werden jedoch keine weiteren Konsequenzen formuliert. Wahrscheinlich w&auml;re eine dauerhafte diplomatische und wirtschaftliche Trennung &mdash; eine milit&auml;rische Eskalation ist momentan jedoch eher unwahrscheinlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/offiziere.ch\/?p=31250\">Offiziere.ch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Michael L&uuml;ders steht also auch in dieser Frage keineswegs alleine mit seiner Analyse da: L&uuml;ders: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38694#h04\">Konfrontation mit Katar ist pikant<\/a>&ldquo;. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundestagsdebatte zum Armutsbericht: Armes Deutschland<\/strong><br>\nJeder Sechste in Deutschland ist armutsgef&auml;hrdet. Bei der Debatte um den Armutsbericht versucht die Koalition gar nicht mehr, Einigkeit vorzut&auml;uschen.<br>\nNun also doch: Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung ist am Mittwoch im Bundestag zu bester Parlamentsfernsehenssendezeit diskutiert worden. Urspr&uuml;nglich wollte die Unionsfraktion den immerhin 650-Seiten-starken W&auml;lzer im Regierungsauftrag n&auml;mlich nicht zur Debatte stellen. Erst durch hartn&auml;ckige Nachfragen, insbesondere aus der Linksfraktion wurde das Thema auf die Tagesordnung gesetzt, wie Linken-Abgeordnete Katja Kipping s&uuml;ffisant erinnerte.<br>\nUnd tats&auml;chlich steckt politischer Sprengstoff in dem Bericht: Obwohl die Wirtschaft brummt und die Arbeitslosigkeit niedrig ist, ist der Anteil der Menschen gewachsen, die weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens von gegenw&auml;rtig 20.342 Euro pro Jahr zur Verf&uuml;gung haben. Das Medianeinkommen ist der Wert, welcher in der Mitte steht, wenn man alle Jahreseinkommen der Gr&ouml;&szlig;e nach ordnet. 13 Millionen Menschen, also jeder Sechste, haben demnach nur 12.205 Euro im Jahr zur Verf&uuml;gung und gelten als armutsgef&auml;hrdet. 2,5 Millionen Kinder wachsen laut Bericht in armen Familien auf. [&hellip;]<br>\nBundesarbeitsministerin Andrea Nahles SPD bekannte sich in ihrer letzten Rede in dieser Legislatur zu dem Bericht, der in f&uuml;nfter Folge von einer Bundesregierung in Auftrag gegeben und vorgestellt wurde. &bdquo;Der Armut- und Reichtumsbericht bleibt richtig und wichtig&ldquo;, so Nahles. Und nat&uuml;rlich gebe es noch viel zu tun. Aber da gibt es ja schon Ideen &ndash; das sozialdemokratische Wahlprogramm sei voll davon.<br>\n&Uuml;berhaupt lie&szlig; kein Redner, ob von SPD, Linkspartei oder Gr&uuml;nen, am Ende seiner Redezeit die Gelegenheit f&uuml;r einen kleinen Werbeblock aus, sprich den Verweis auf das eigene Wahlprogramm. Die SPD will in Bildung investieren und die sachgrundlose Befristung &ndash; nun also doch &ndash; abbauen, die Linke will eine Kindergrundsicherung einf&uuml;hren und eine Mindestrente, &auml;hnlich wie die Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Bundestagsdebatte-zum-Armutsbericht\/%215425468\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es mag Dissens gegeben haben bei der Frage, ob und wie der Bericht vorgestellt wird &ndash; bei den *Fakten*, bei der realen *Politik* ist der Konsens gro&szlig;. Alle Parteien der Gro&szlig;en Koalition haben sich seit Jahrzehnten flei&szlig;ig f&uuml;r die soziale Spaltung, Reichtumsvermehrung und mehr Armut eingesetzt und tun das auch weiterhin. Alle Parteien gemeinsam sind und waren f&uuml;r &bdquo;die Erh&ouml;hung der deutschen Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo;, sprich Lohnsenkungen und Sozialabbau, niedrigere Renten, Abschaffung der Arbeitslosenhilfe (Hartz IV), sachgrundlose Befristung, Leiharbeit, Missbrauch von Werkvertr&auml;gen, daneben unendliche Steuergeschenke an Konzerne (radikale Senkung der K&ouml;rperschaftsteuer, Quasi-Abschaffung der Erbschaftsteuer), Privatisierung des Rechts (CETA, TTIP&hellip;) und der Infrastruktur (Autobahnen) usw. etc. pp. Diese Art der Einigkeit, der inneren Verbundenheit muss gar nicht vorget&auml;uscht werden, die ist einfach da. Dass angeblich jeder Sechste Mensch in Deutschland, darunter 2,5 Millionen Kinder, arm sind, ist grauenhaft, aber politisch gewollt. Die Zahlen halte ich ebenfalls f&uuml;r eine Untertreibung: arm ist man nicht erst mit 1.000 Euro im Monat. Und die taz entbl&ouml;det sich auch nicht, weiteren gro&szlig;koalition&auml;ren Konsens ungefiltert wiederzugeben: &bdquo;Obwohl die Wirtschaft brummt und die Arbeitslosigkeit niedrig ist&ldquo; &ndash; bei 1,7 Prozent Wirtschaftswachstum und mindestens 4 Millionen Arbeitslosen ist diese Darstellung reinste Propaganda.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Freunde des Freihandels<\/strong><br>\nEine Informationsveranstaltung des Bundesministeriums f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft belegt, dass Beamtenapparate inzwischen eine ideologische Agenda verfolgen, die mindestens zwei Drittel der &Ouml;ffentlichkeit ablehnt. [&hellip;]<br>\nDa die Diskriminierung deutscher Produzenten durch ein protektionistisches Ausland offenbar die gr&ouml;&szlig;te Sorge des BMEL ist, kommt man den Lobbyisten der Agrarbranche auch versichern: Man sei nach wie vor sehr an TTIP interessiert, ja man mache sogar regelrecht Druck in Washington. Der Bundesminister f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, sei mit seinen guten transatlantischen Kontakten k&uuml;rzlich pers&ouml;nlich da gewesen, wei&szlig; Jeub zu berichten.<br>\nMit Mexiko seien die Verhandlungen indes noch in einem sehr fr&uuml;hen Stadium. Ein Abschluss werde zwar bis Jahresende angestrebt, das sei die Aussage von Cecilia Malmstr&ouml;m, der EU-Kommissarin f&uuml;r Handel, die die zentrale Ansprechpartnerin f&uuml;r TTIP ist. Mit ihrem Sinn f&uuml;r Realismus h&auml;lt das BMEL dieses Ziel aber f&uuml;r &uuml;berambitioniert. Bisher gab es drei Verhandlungsrunden, die vierte begann am 26. Juni.<br>\nBei Mercosur, dem gemeinsamen Markt S&uuml;damerikas, so erf&auml;hrt man, verh&auml;lt es sich &auml;hnlich: Wie Merkel in Argentinien angek&uuml;ndigt hat, habe die EU die Absicht, noch 2017 zu einer politischen Einigung zu kommen. Doch auch hier g&auml;be es noch einige Hindernisse. Etwa die Beschwerden mehrerer EU-Mitgliedsstaaten dar&uuml;ber, dass die Kommission die Verhandlungen tats&auml;chlich intransparent f&uuml;hre. Jeub aber kann das nicht best&auml;tigen. Deutschland f&uuml;hle sich bestens informiert und miteinbezogen. Und er gibt den Unzufriedenen gleich einen Rat mit: Sie m&uuml;ssten eben ihre Agrarleute in den handelspolitischen Ratsausschuss schicken, dann w&uuml;rden sie schon mitkriegen was l&auml;uft. Deutschland habe jedenfalls viele &bdquo;offensive Interessen&ldquo; in S&uuml;damerika, die Nachfrage der dortigen wachsenden kaufkr&auml;ftigen Mittelschichten zu decken.<br>\nDoch worauf st&uuml;tzt das BMEL eigentlich seine Annahme, dass die deutschen Verbraucher unbedingt ganz viel mehr Agrarimporte aus S&uuml;damerika wollen, wo doch die Regionalit&auml;t aktuell der Boom sei und nicht die Globalisierung der Agrarm&auml;rkte? Und warum glaubt das BMEL, dass es besser sei, wenn die kaufkr&auml;ftigen s&uuml;damerikanischen Mittelschichten Lebensmittel in Europa einkaufen statt bei lokalen Bauern?<br>\nAuf diese Einw&auml;nde wurde mit kompletten Unverst&auml;ndnis reagiert. Das seien grunds&auml;tzliche Fragen, die man hier nicht diskutieren wolle. Das BMEL achte allein darauf, dass deutsche Anbieter dieselben Chancen wie andere und deutsche Verbraucher ein umfassendes Angebot haben.<br>\nDer Chef des BMEL-Au&szlig;enhandelsausschusses erg&auml;nzt, Deutschland habe ges&auml;ttigte Agrarm&auml;rkte und brauche keine zus&auml;tzlichen Importe. Der Verfall der Rohstoffpreise und die Krise in Brasilien d&auml;mpfe die dortige Kaufkraft zurzeit ohnehin, so dass die Auswirkungen eines Abkommens nicht so hoch seien. Das wiederum wirft postwendend die Frage auf, warum es ein Abkommen braucht, wenn es sowieso kaum Auswirkungen hat? Und wenn es doch Auswirkungen f&uuml;r unseren ges&auml;ttigten Markt haben sollte, verdr&auml;ngen zus&auml;tzliche Importe aus S&uuml;damerika mit Sicherheit heimische Erzeuger. Nur w&auml;re das wohl wieder eine unerw&uuml;nschte Grundsatzdiskussion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/06\/freunde-des-freihandels\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>GSA Fleisch: Parlamentarisches Husarenst&uuml;ck oder St&uuml;ckwerk?<\/strong><br>\n&Uuml;berraschend verabschiedetes Gesetz soll Lohnraub in Schlachth&ouml;fen unterbinden (&hellip;)<br>\nNach GSA Fleisch sollen Firmen f&uuml;r Sozialabgabenbetrug ihrer Subunternehmer haften. Arbeitsmittel m&uuml;ssen vom Unternehmen gestellt werden und d&uuml;rfen nicht vom Lohn abgezogen werden. Lohn muss in Euro ausgezahlt werden (anstatt in Essenmarken oder S&auml;cken von Reis). Leistungen oder angebliche Leistungen der Unternehmer (wie Schlepperdienste, Unterbringung) d&uuml;rfen nicht vom Lohn abgezogen werden. Ebenso d&uuml;rfen keine konstruierten Strafbetr&auml;ge abgezogen werden, um den Mindestlohn oder Tarifl&ouml;hne der Branche mit Tricks zu unterlaufen. Die Stunden m&uuml;ssen genauestens dokumentiert werden. Bu&szlig;geld bis zu 30.000 beziehungsweise 50.000 Euro wird f&auml;llig, falls Stunden mangelhaft dokumentiert oder Sozialabgaben unterschlagen wurden. (&hellip;)<br>\nDer katholische Priester Peter Kossen, der wie MdB Schiewerling im Bistum M&uuml;nster beheimatet ist und sich seit Jahren mit der Fleisch-Mafia seiner Region anlegt, merkt an: &raquo;Das Gesetzesvorhaben weist in die richtige Richtung. Es greift allerdings zu kurz. Es braucht unbedingt einen Systemwechsel in der Fleischindustrie. Das Verh&auml;ltnis: 20 Prozent Stammbelegschaft zu 80 Prozent Werkvertrags- und Leiharbeiter muss umgekehrt werden.&laquo;<br>\nAu&szlig;erdem verwies er auf die Unt&auml;tigkeit der Beh&ouml;rden: &raquo;Gesetzliche Vorschriften sind nur so gut, wie sie kontrolliert und durchgesetzt werden. Dazu fehlt den zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden vielfach das Personal und die rechtliche Handhabe. Es bedarf einer B&uuml;ndelung der Zust&auml;ndigkeiten, verbunden mit der M&ouml;glichkeit, Verst&ouml;&szlig;e direkt zu ahnden.&laquo; (&hellip;)<br>\nKritisch anzumerken bleibt au&szlig;erdem: Das zu erwartende Bu&szlig;geld ist viel zu gering. Damit ein Gesetz ernst genommen und von Staatsanwaltschaften und Gerichten nicht als als Bagatelle behandelt wird, muss ein Vergehen in den Rang einer Straftat gehoben und der Strafrahmen in Relation zum Konzernumsatz deutlich erh&ouml;ht werden.<br>\nAllerdings sind vergleichbare Missst&auml;nde in zahlreichen anderen Branchen zu finden: in Hotels, der Geb&auml;udereinigung, in Vergn&uuml;gungsparks, bei Bauunternehmen, in Paket- und Kurierdiensten oder Speditionen. Es scheint paradox und halbherzig, Arbeitsunrecht nur in einer Branche anzugehen. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. &raquo;Der Sumpf krimineller Subunternehmer muss ausgetrocknet werden&laquo;, so Kossen, &raquo;damit die weit verbreitete Ausbeutung und der Menschenhandel endlich ein Ende haben!&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/gsa-fleisch-parlamentarisches-husarenstueck-oder-stueckwerk\/\">arbeitsunrecht in deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> H&auml;tte insbesondere die SPD nicht l&auml;ngst die Chance ergreifen m&uuml;ssen, um auch in den genannten Branchen die Missst&auml;nde abzuschaffen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bilanz des NSA-Untersuchungsausschusses: &bdquo;Die Koalition hat ihre Mehrheit missbraucht&ldquo;<\/strong><br>\nDer NSA-Untersuchungsausschuss hat vieles &uuml;ber die Geheimdienste herausbekommen &ndash; die Verantwortung daf&uuml;r wird aber niemand &uuml;bernehmen, bef&uuml;rchtet Hans-Christian Str&ouml;bele (Gr&uuml;ne). Er sagte im Dlf, die Gro&szlig;e Koalition habe ihre Mehrheit missbraucht, um sich sch&uuml;tzend vor die Bundesregierung und die Dienste zu stellen. [&hellip;]<br>\nMeyer: Also Verfehlungen des BND. &ndash; Sie hatten als Zeuge mehrere hochkar&auml;tige Politiker, die Kanzlerin Merkel, den damaligen Kanzleramtschef Pofalla. Wird irgendjemand f&uuml;r diese Verfehlungen Verantwortung &uuml;bernehmen?<br>\nStr&ouml;bele: Ich f&uuml;rchte, nein. Herr Pofalla ist ja inzwischen bei der Bundesbahn und auf dessen Karriere haben wir als Parlamentarier wenig Einfluss, zumal das jetzt eine v&ouml;llig andere T&auml;tigkeit ist als im Bundeskanzleramt. Er m&uuml;sste eigentlich Verantwortung daf&uuml;r &uuml;bernehmen, zum Beispiel daf&uuml;r, dass er im August 2013, wenige Wochen vor der damaligen Bundestagswahl das Ganze als erledigt erkl&auml;rt hat, weil mit den Amerikanern ein No-Spy-, also Nicht-Ausspionier-Abkommen bald in der T&uuml;te sei. Das sei in Arbeit und werde bald verabschiedet. In Wahrheit gab es das &uuml;berhaupt nicht. Es gab auch kein Angebot dazu. Damit hat er versucht, die Luft rauszunehmen vor der Bundestagswahl, und das ist ihm auch gelungen. Aber es beruhte auf einer Unwahrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bilanz-des-nsa-untersuchungsausschusses-die-koalition-hat.694.de.html?dram:article_id=389792\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: NSA-Untersuchungsausschuss: Patrick Sensburg wird Landesverr&auml;ter wider Willen<\/strong><br>\n&bdquo;Hochmut kommt vor dem Fall&ldquo; &ndash; und der ger&auml;t f&uuml;r den arroganten Vorsitzenden des NSA-Untersuchungsausschuss denkbar tief. Hatte Patrick Sensburg (CDU) sich letzte Woche noch mit erheblichen Geheimhaltungsw&uuml;nschen durchgesetzt und auch das Sondervotum der Oppositionsmitglieder schw&auml;rzen lassen, ist es ausgerechnet Sensburg zu verdanken, dass nun nahezu der gesamte Abschlussbericht mit etlichen Staatsgeheimnissen &ouml;ffentlich ist &ndash; unfreiwillig. Geheimdienstuntersucher Sensburg hatte zum Schw&auml;rzen unerw&uuml;nschter Zeilen im entsprechenden PFD ein unsicheres Verfahren verwenden lassen, das von den Hackern von netzpolitik.org offenbar ohne gr&ouml;&szlig;ere M&uuml;hen r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden konnte. (&hellip;) Seit dem Wochenende nun steht der 1.822 Seiten starke Abschlussbericht nahezu vollst&auml;ndig im Netz. W&auml;hrend die Ver&ouml;ffentlichungen von Dokumenten, die vor zwei Jahren zur &bdquo;Netzpolitik-Aff&auml;re&ldquo; f&uuml;hrten, zu diesem Zeitpunkt keine ernsthaften Staatsgeheimnisse mehr enthielten, d&uuml;rfte Sensburgs unfreiwilliger Leak deutlich gravierender Natur sein. Zudem hatte Sensburg einerseits die Meinung der Oppositionsmitglieder von Linke und Gr&uuml;nen zensieren wollen, andererseits war der konservative Politiker selbst so frei gewesen, noch vor dem Abschlussbericht seine Heldentaten in einem Sachbuch zu vermarkten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Patrick-Sensburg-wird-Landesverraeter-wider-Willen-3755434.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Machtlose Verbraucher vor Gericht<\/strong><br>\nVerbraucherzentralen gehen bei rechtswidrigem Verhalten oft erfolgreich vor Gericht gegen Unternehmen vor. Doch viele Verbraucher haben davon nichts. Denn diese Klagen sind in der Regel nur auf Unterlassung ausgerichtet.<br>\nWenn es aber um die R&uuml;ckzahlung der rechtswidrig erworbenen Gewinne an die Kunden geht, sind die Verbrauchersch&uuml;tzer ohnm&auml;chtig. Das Bundesjustizministerium wollte das &auml;ndern, und zwar mit der Einf&uuml;hrung einer Musterfeststellungsklage. Danach sollen sich Betroffene bei einer Klage der Verbraucherzentrale kostenlos in ein Register eintragen lassen k&ouml;nnen. Die Urteile w&auml;ren dann auch f&uuml;r die Verbraucher wirksam. Probleme wie etwa Verj&auml;hrung oder Kostenrisiko bei gerichtlichen Niederlagen k&ouml;nnten so gel&ouml;st werden.<br>\nVW-Kunden, die wegen des Abgasskandals Schadensersatz geltend machen wollen, k&ouml;nnten beispielsweise von einer Musterfeststellungsklage profitieren, vorausgesetzt diese w&uuml;rde eingef&uuml;hrt, bevor die Anspr&uuml;che der VW-Kunden verj&auml;hrt sind. Bisher muss in Deutschland grunds&auml;tzlich jeder Verbraucher alleine unter Umst&auml;nden bis zur letzten Instanz klagen und bei einer Niederlage die Gerichtskosten tragen. (&hellip;)<br>\nDoch die Musterfeststellungsklage kommt vorerst nicht. Der Parlamentarische Staatssekret&auml;r im Bundesministerium der Justiz und f&uuml;r Verbraucherschutz, Ulrich Kelber, SPD, wirft den Unionsparteien vor, einen st&auml;rkeren Verbraucherschutz in Deutschland zu verhindern. CDU und CSU betrieben &bdquo;eine Verz&ouml;gerungstaktik, um das Gesetz [zur Musterfeststellungsklage, Anm. d. Red.] insgesamt zu verhindern&ldquo;. Kelber erkl&auml;rte gegen&uuml;ber Frontal 21, die Unionsfraktion im Bundestag habe erst im April konkrete Verbesserungsvorschl&auml;ge zum lange vorliegenden Gesetzentwurf vorgelegt. Zu diesem Zeitpunkt sei l&auml;ngst klar gewesen, dass das Gesetz bis zum Ende der Legislaturperiode nicht mehr verabschiedet werden k&ouml;nne.<br>\nDer Berichterstatter f&uuml;r die Unionsfraktion im Bundestag, Sebastian Steineke, bestreitet gegen&uuml;ber Frontal 21 eine Verz&ouml;gerungstaktik. Der Entwurf aus dem Justizministerium sei handwerklich schlecht. Die SPD sei nicht bereit, &uuml;ber Ver&auml;nderungen zu verhandeln. Frontal 21 liegen interne Regierungsunterlagen vor, die einen massiven Widerstand der unionsgef&uuml;hrten Ministerien gegen den Entwurf aus dem SPD-Justizministerium belegen. So hei&szlig;t es etwa aus dem Bundesinnenministerium, die vorgeschlagene Musterfeststellungsklage sei &bdquo;unserem Rechtsschutzsystem fremd.&ldquo; Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, CSU, schrieb handschriftlich auf ein Dokument, das die Musterfeststellungsklage f&uuml;r VW-Kunden vorschlug: &bdquo;Lehnen wir ab!!! Komplett streichen!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/machtlose-verbraucher-vor-gericht-100.html\">frontal21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fifa zeigt brisanten Bericht zu WM-Vergaben<\/strong><br>\nSeit 2014 lagen die Ergebnisse vor. Nach einem Leak ver&ouml;ffentlicht die Fifa aber nun erst den Garcia-Bericht und gibt damit Einblick in ihre Erkenntnisse zu der umstrittenen WM-Vergabe an Russland und Qatar.<br>\nNach mehrst&uuml;ndigen Beratungen und Dauertelefonaten zwischen Z&uuml;rich und St. Petersburg hat die Fifa eine radikale Trendwende vollzogen und den Garcia-Bericht zur WM-Skandalvergabe an Russland und Qatar ver&ouml;ffentlicht. Der Fu&szlig;ball-Weltverband reagierte mit diesem &uuml;berraschenden Man&ouml;ver auf das erstmalige Durchsickern von Details des Reports in der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung am Montagabend. &bdquo;Im Sinne der Transparenz begr&uuml;&szlig;t die Fifa die Neuigkeit, dass dieser Bericht nun endlich ver&ouml;ffentlicht wurde&ldquo;, hie&szlig; es einer Pressemitteilung. Damit solle &bdquo;die Verbreitung irref&uuml;hrender Informationen&ldquo; verhindert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/sport\/fussball\/fifa-veroeffentlicht-garcia-report-zu-wm-vergaben-2018-und-2022-15080063.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die vertraulichen Sprachregelungen der ARD<\/strong><br>\nDass die ARD um die Brisanz ihrer Sprachregelungen wei&szlig;, macht eine &Auml;u&szlig;erung Gniffkes zur AfD deutlich. So teilte er im Herbst letzten Jahres eine &Auml;nderung der entsprechenden Richtlinie:\n<blockquote><p>\n<em>Allerdings verzichten wir seit einiger Zeit darauf, bei jeder Nennung der AfD das Attribut &sbquo;rechtspopulistisch&lsquo; zum Parteinamen hinzuzuf&uuml;gen. Hintergrund dieser Vorgehensweise ist die Tatsache, dass die AfD nicht zuletzt aufgrund der zur&uuml;ckliegenden Landtagswahlen einen solch hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat, dass es der permanenten Einordnung durch dieses Attribut nicht mehr bedarf, um den Zuschauerinnen und Zuschauern eine Orientierung zu erm&ouml;glichen.<\/em><br>\n<em>Zudem haben Teile unseres Publikums die permanente Nennung der &sbquo;rechtspopulistischen AfD&lsquo; als Versuch einer Bevormundung empfunden, der nicht dem Anspruch der Tagesschau entspricht. Wir stellen also fest, dass es bei einer Formulierung wie &sbquo;die rechtspopulistische AfD&lsquo; zwei sehr verschiedene Wahrnehmungen geben kann. W&auml;hrend die einen darin eine inhaltlich korrekte Orientierungshilfe f&uuml;r das Publikum sehen, nehmen es die anderen als einen unangebrachten Versuch der Beeinflussung wahr. Diesen Umstand haben wir in den vergangenen Monaten kritisch reflektiert und uns nun zu dem Verzicht auf die permanente Etikettierung entschlossen.<\/em><br>\nKai Gniffke\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit anderen Worten: Die ARD gibt einem politischen Akteur kein negativ gef&auml;rbtes Beiwort mehr, weil der Akteur inzwischen jedem bekannt ist, das Publikum der &bdquo;Orientierung&ldquo; also nicht mehr &bdquo;bedarf&ldquo;. Man kann Gniffke hier kaum anders verstehen, als dass es am Ende eben doch um das Einsortieren eines als &bdquo;negativ&ldquo; begriffenen Akteurs in eine Schublade geht.<br>\nDer Knackpunkt dabei: Wiederum verwendet der Chefredakteur den Begriff &bdquo;Einordnung&ldquo; anstelle von &bdquo;Wertung&ldquo;, ohne den Unterschied zu erkl&auml;ren. Alles fu&szlig;t auf der Unterstellung, die &bdquo;Einordnungen&ldquo; w&auml;ren v&ouml;llig wertneutral und sachlich. Doch der &Uuml;bergang von der Einordnung zur Wertung ist eben flie&szlig;end. Erg&auml;nzungen wie &bdquo;rechtspopulistisch&ldquo;, &bdquo;Terrormiliz&ldquo; oder &bdquo;Machthaber&ldquo; transportieren einen politischen Standpunkt dem Beschriebenen gegen&uuml;ber.<br>\nUnklar bleiben zudem die Kriterien, nach denen entschieden wird (von wem &uuml;berhaupt?), ob ein Akteur ein solches negatives Attribut erh&auml;lt. Der gesamte Prozess erscheint willk&uuml;rlich, intransparent und weit weg vom &ouml;ffentlich-rechtlichen Selbstverst&auml;ndnis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-vertraulichen-Sprachregelungen-der-ARD-3758887.html\">Paul Schreyer auf Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Politische Ungleichheit programmiert<\/strong><br>\nMit eigenem Geld zum politischen Mandat: 90 Prozent der in einer Studie befragten Kandidaten haben im Bundestagswahlkampf 2013 privat investiert. Bernhard We&szlig;els vom Wissenschaftszentrum Berlin erkennt darin ein Problem f&uuml;r die Demokratie.<br>\n&bdquo;Jeder Kandidat sollte Geld mitbringen, die Bereitschaft muss da sein, die H&ouml;he, das kann dann jeder selber entscheiden, das kommt nat&uuml;rlich auch so ein bisschen auf die Gegebenheiten an. Was f&uuml;r ein Wahlkreis ist das, muss man viel aufwenden oder wenig?<br>\nDer Landtagskandidat Bj&ouml;rn Franken von der CDU in einem Bericht der ARD-Sendung Monitor.<br>\n&bdquo;So 20- bis 30.000 Euro kann man sicherlich rechnen.&ldquo;<br>\nFranken war bereit, f&uuml;r seinen Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen eigenes Geld zu investieren. Da ist er nicht der einzige. Nach einer Studie des Wissenschaftszentrums Berlin &uuml;ber die Bundestagswahl 2013 haben 90 Prozent der Kandidaten, die an der Befragung teilgenommen haben, eigenes Geld f&uuml;r den Wahlkampf eingesetzt.<br>\n&bdquo;Haben Sie mal etwas gemacht, von dem Sie &uuml;berzeugt waren, dass es richtig ist?&ldquo;<br>\nFragt Christian Lindner von der FDP in einem Wahlwerbespot. Wer als Kandidat von seinen Ideen &uuml;berzeugt ist, f&uuml;r den muss es verlockend sein, m&ouml;glichst viel in den Wahlkampf zu investieren. Denn je mehr investiert wird, desto h&ouml;her sind die Chancen zu gewinnen. Aber die privaten Zusch&uuml;sse sind problematisch f&uuml;r eine Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/wahlkampf-aus-eigener-tasche-politische-ungleichheit.976.de.html?dram:article_id=389638\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein viel gr&ouml;&szlig;eres Problem d&uuml;rfte allerdings der Superreichtum sein. Mit den aberwitzigen Verm&ouml;gen der globalen Oligarchie l&auml;sst sich das politische Geschehen nach Belieben beeinflussen. Herausragendes negatives Beispiel sind die Koch-Br&uuml;der in den USA, die aberwitzige Summen in die Beeinflussung der US-amerikanischen Politik und der gesellschaftlichen Meinungsbildung investieren. Aber auch in Europa ist etwa der Multimilliard&auml;r Berlusconi, der sich einfach eine politische Bewegung nach seinem eigenen Gusto schuf, in schlechter Erinnerung. Auch hinter Macron steckt bei genauerem Hinsehen, die franz&ouml;sische Oligarchie, vorneweg der reichste Mann Frankreich Bernard Arnault.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35882\">Die M&auml;nner hinter Donald Trump<\/a><\/strong><\/li>\n<li><strong><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28097#h06\">Das Geld l&auml;sst w&auml;hlen<\/a><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Jeremy Corbyn at Glastonbury Festival (24\/6\/2017)<\/strong><br>\nLet&rsquo;s look to build a world of human rights, peace, justice and democracy all over the planet!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rN07fnvGomo\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.J.:<\/strong> Wird das seit Jahrzehnten propagierte neoliberale &bdquo;Alternativlos&ldquo; jetzt ausgerechnet in jenem westlichen Land begraben, in dem es zuerst seinen verheerenden Siegeszug antrat? Ein immer gr&ouml;&szlig;erer und begeisterterer Teil der Bev&ouml;lkerung in UK, getragen von den jungen Leuten, hat die Leitbotschaft der Labour Partei unter Corbyn offenbar sehr gut verinnerlicht: &bdquo;For the many, not the few&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Die Labour Partei hat mittlerweile in den Umfragen die Konservativen &uuml;berholt. Weiterer Spielraum ist gegeben, da die Wahlbeteiligung bei den jungen Menschen immer noch unterhalb jener der &uuml;brigen Bev&ouml;lkerung liegt, doch ist es Corbyn, seinem Team und seiner Bewegung gelungen, diese bereits um eindrucksvolle 16 Prozentpunkte bei den 18-24j&auml;hrigen w&auml;hrend der letzten Wahl zu steigern. In UK scheint die Stimmung sich deutlich gegen das Establishment zu wenden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Stellen Sie sich doch mal f&uuml;r einen Moment Martin Schulz bei Rock am Ring vor &hellip; geht nicht? Stimmt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38985\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-38985","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38985","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38985"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38985\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38988,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38985\/revisions\/38988"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38985"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38985"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38985"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}