{"id":3900,"date":"2009-04-21T09:08:14","date_gmt":"2009-04-21T07:08:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3900"},"modified":"2009-04-21T09:08:14","modified_gmt":"2009-04-21T07:08:14","slug":"hinweise-des-tages-875","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3900","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Ohne Bad Banks keine Konjunkturerholung?<\/li>\n<li>M&uuml;ll sucht Eimer<\/li>\n<li>Martin Wolf &ndash; Schwellenland Amerika<\/li>\n<li>Das System ist selbst Schuld am Crash?<\/li>\n<li>Gesine Schwan will Manager nicht pauschal verdammen<\/li>\n<li>Regierung wollte die Ursachen der Finanzkrise verheimlichen<\/li>\n<li>Krise erreicht Staatskassen<\/li>\n<li>Slowenien kn&ouml;pft sich Manager vor<\/li>\n<li>Die Politik hat vor den Reichen mehr Angst als vor den Armen<\/li>\n<li>Krise erreicht Staatskassen<\/li>\n<li>Abw&auml;rts &ndash; Wirtschaft schrumpft um f&uuml;nf Prozent <\/li>\n<li>Wie die Jobkrise zu entsch&auml;rfen ist<\/li>\n<li>Lebensversicherung: Abkassiert und sch&ouml;ngerechnet <\/li>\n<li>Teure Fehler bei der Altersvorsorge<\/li>\n<li>Ermittler jagen New Yorks Rentenfonds-Trickser<\/li>\n<li>Lissabon-Vertrag degradiert deutsches Grundgesetz<\/li>\n<li>Maschmeyer und das Schweizer Milliardenspiel<\/li>\n<li>Bundesagentur muss Darlehen aufnehmen &ndash; Geld reicht nur bis zum Herbst<\/li>\n<li>Bahn-Unfall mit Ansage<\/li>\n<li>Neue Datenaff&auml;re im Handel &ndash; M&uuml;ller forscht Mitarbeiter aus<\/li>\n<li>Der rosa Karren &ndash; Steinmeier und M&uuml;ntefering halten Kurs<\/li>\n<li>Politik f&uuml;r die obersten 1,6%<\/li>\n<li>Die sozialdemokratische Zeitenwende<\/li>\n<li>Humboldt der falsche Mann am falschen Ort <\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3900&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>&bdquo;Ohne Bad Banks keine Konjunkturerholung&ldquo;<\/strong><br>\nEinen Tag vor dem Spitzengespr&auml;ch bei Kanzlerin Angela Merkel &uuml;ber die Bereinigung der Banken-Bilanzen von toxischen Wertpapieren mehren sich Stimmen, die eine schnellstm&ouml;gliche Problem-L&ouml;sung fordern. Zwar versicherte die Bundesregierung, bis sp&auml;testens Anfang Juli ein Konzept vorlegen zu wollen. Doch die Wirtschaft und f&uuml;hrende &Ouml;konomen betrachten jede Verz&ouml;gerung als Gift f&uuml;r die Konjunktur. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn. &ldquo;Ohne einen funktionierenden Bankensektor kann der Investitionsprozess nicht wieder in Gang kommen. Das bedeutet: die Erholung findet nicht statt&rdquo;, sagte Horn Handelsblatt.com. &ldquo;Es ist daher unerl&auml;sslich, die Bankbilanzen mit Hilfe des Staates zu s&auml;ubern.&rdquo; Dabei m&uuml;sse aber klar sein, dass der Staat hierf&uuml;r Gegenleistungen in Form von Eigentumsrechten erhalte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ohne-bad-banks-keine-konjunkturerholung;2245742\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Diese Einlassungen kann ich auf weite Strecken nicht nachvollziehen. Es f&auml;ngt schon bei Zimmermann an, der die alte Litanei nachbetet, wonach vor allem die Landesbanken einen erheblichen Anteil an der Bankenkrise h&auml;tten und fordert, dass diese jetzt privatisiert werden m&uuml;ssten. Absurd. Haben die privaten Institute HRE, Commerzbank, Dresdner Bank und IKB besser gewirtschaftet?<\/em><\/p>\n<p>Der Artikel zielt eindeutig auf Stimmungsmache f&uuml;r die &Uuml;bernahme der Risiken der Banken insgesamt durch den Bund ab. Steinbr&uuml;ck und die Bundeskanzlerin versuchen offenbar Stimmung zu machen f&uuml;r ihre Entscheidung, die Wettschulden des Casinobetriebs auf die Allgemeinheit zu verlagern.<\/p>\n<p>Wichtig ist es schon, dass wir ein funktionierendes Bankensystem brauchen, wie Gustav Horn meint. Aber m&uuml;ssen daf&uuml;r jeder Bank die selbstverschuldeten Risiken abgenommen werden? Es w&auml;re doch auch denkbar, dass der Bund zum Beispiel mithilfe der Sparkassen, der Volksbanken, vielleicht bei R&uuml;ckkauf der Postbank auch mithilfe dieser, und der KfW und vor allem mithilfe der Zentralbanken die Kreditversorgung sicherstellt?<\/p>\n<p>Warum gehen wir nicht den Weg, den Galbraith vorgeschlagen hat, und spalten die Banken auf, &uuml;bernehmen die normalen Kreditgesch&auml;fte und lassen den schlechten Teil in Insolvenz gehen?<\/p>\n<p>Es sollte bedacht werden, was der Aufsichtsrat der HRE Endres laut Frankfurter Rundschau vom 21. M&auml;rz in Berlin gesagt hat: Nur 10-20 % des Inhalts der Bankbilanzen gehen auf das normale Kreditgesch&auml;ft zur&uuml;ck, der Rest sei &bdquo;artifiziell&ldquo;. Sollen wir als Staat und Steuerzahler die finanzielle Verantwortung f&uuml;r artifizielle Produkte &uuml;bernehmen?<\/p>\n<p>Wenn so verfahren wird, wie Strau&szlig;-Kahn und die anderen Zitierten vorschlagen, dann wird es nicht zu einer Konsolidierung, und das hei&szlig;t aus meiner Sicht auch zu einer Schlie&szlig;ung des Casinos und damit zu einem R&uuml;ckbau des Bankenwesens, kommen. Dann wird weitergemacht wie bisher. Die Schulden werden dann von der Allgemeinheit &uuml;bernommen. Die Investmentbanker und verwandte Kollegen k&ouml;nnen weiter zocken. Dass dies so angelegt ist, wird auch an einem kleinen Detail sichtbar: Die Praxis der Banken hat sich kaum ge&auml;ndert, Druck auf ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auszu&uuml;ben, damit diese weiterhin riskante Anlageprodukte anbieten.<br>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>M&uuml;ll sucht Eimer<\/strong><br>\nIn den Bankbilanzen schlummern noch Milliardenrisiken. Die giftigen Papiere sollen bald mit Staatshilfe ausgelagert werden &ndash; f&uuml;r die Steuerzahler ein riskantes Gesch&auml;ft. Allein die Commerzbank sitzt nach der Fusion mit der Dresdner Bank auf gef&auml;hrlichen Papieren im Wert von 55 Milliarden Euro. Bei Landesbanken wie die HSH Nordbank sind die Dimensionen &auml;hnlich erschreckend.\n<p>Bundesbankpr&auml;sident Axel Weber schl&auml;gt deshalb vor, die giftigen Papiere &ldquo;zum aktuellen Buchwert&rdquo; beim Soffin in einen Mobilisierungsfonds mit separat gef&uuml;hrten Konten auszulagern. Daf&uuml;r erhalten die Banken staatlich garantierte, verzinste Anleihen des Fonds. &ldquo;Bei Verlusten soll die faire Lastenverteilung zwischen Banken und Steuerzahlern erst am Ende der Laufzeit erfolgen&rdquo;, sagt Weber.<\/p>\n<p>Auch wie Steinbr&uuml;cks Bad-Bank-Modell f&uuml;r die Privatbanken genau aussehen wird, ist unklar. Auf jeden Fall will er eine hohe Geb&uuml;hr f&uuml;r die Absicherung der faulen Papiere verlangen. Und in die abgesicherten, institutseigenen Zweckgesellschaften d&uuml;rfen nur illiquide &ndash; also nicht handelbare &ndash; Papiere verschoben werden, schlug er noch vor wenigen Tagen vor. Toxische Altlasten wie verpackte Hypotheken klammer US-Hausbesitzer sollen die Banker dagegen selbst entsch&auml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,619971,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Martin Wolf &ndash; Schwellenland Amerika<\/strong><br>\nSind die USA Russland? Diese provokante Frage hat Simon Johnson gestellt, ehemaliger Chefvolkswirt des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) und Professor an der Sloan School of Management. Das Ausma&szlig; der Finanz- und Wirtschaftskrise in den USA und ihr pl&ouml;tzliches Auftreten &auml;hnele frappierend fr&uuml;heren Zust&auml;nden in den Schwellenl&auml;ndern, schreibt Johnson, darunter: enorme Kapitalzufl&uuml;sse, explosionsartiges Kreditwachstum, &uuml;berm&auml;&szlig;ige Verschuldung, Blasen &ndash; speziell auf dem Immobilienmarkt &ndash; und der Preisverfall bei Verm&ouml;genswerten und eine Finanzkatastrophe.\n<p>Es gebe eine noch tiefer gehende und beunruhigendere &Uuml;bereinstimmung, so Johnson: &ldquo;Elit&auml;re Interessengruppen wirkten entscheidend an der Entstehung der Krise mit. Mit der impliziten Unterst&uuml;tzung der Regierung gingen sie immer mehr Risiken ein, bis zum unvermeidlichen Zusammenbruch.&rdquo; Der Reichtum im Finanzsektor habe den Bankern zudem gewaltiges politisches Gewicht verliehen. Jetzt verhindere dieser Einfluss eine L&ouml;sung der Krise. Die Banken &ldquo;wollen nicht das volle Ausma&szlig; ihrer Verluste eingestehen, weil sie dann vermutlich als zahlungsunf&auml;hig dastehen w&uuml;rden&rdquo;. Ungesunde Banken w&uuml;rden also entweder keine Kredite vergeben und das Geld horten oder waghalsige Risiken eingehen, die sich auszahlen oder auch nicht. In jedem Fall leide die Wirtschaft darunter, wodurch sich die Finanzlage der Banken weiter eintr&uuml;be &ndash; ein &ldquo;&auml;u&szlig;erst zerst&ouml;rerischer Kreislauf&rdquo;. Dass sich die m&auml;chtigen Finanzinstitute dagegen sperren, ihre Verluste einzugestehen, k&ouml;nnte Johnson zufolge unm&ouml;glich machen, der Krise zu entrinnen. Die USA genie&szlig;en das Privileg, in ihrer eigenen W&auml;hrung Geld aufnehmen zu k&ouml;nnen. Dadurch lassen sich Risse im Gem&auml;uer leichter &uuml;bert&uuml;nchen &ndash; und eine Krise in einen langen wirtschaftlichen Missstand verwandeln. Wir haben eine Serie von Ad-hoc-Ma&szlig;nahmen gesehen, hinter denen die Absicht steht, so viel vom Finanzsystem zu retten wie m&ouml;glich, und zwar so gro&szlig;z&uuml;gig, wie es sich die politischen Entscheider gerade noch ungestraft erlauben k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Martin-Wolf-Schwellenland-Amerika\/502434.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Einwand von Martin Wolf, dass in den USA keine offene Korruption herrsche, ist schwach. Es ist nur die im fortgeschrittenen Kapitalismus &uuml;bliche, etwas intelligentere Form von Beziehungsgeflechten. Der zweite Einwand, dass die Politik heute gefangen sei zwischen der Angst der Elite vor Insolvenzen und der Abneigung der &Ouml;ffentlichkeit gegen Rettungspakete, ist kein Argument gegen die These vom &ldquo;stillen Coup&rdquo;, den Johnson beschreibt, denn dieser erfolgte vorher. Erschreckend ist die Zahl, welche die reale Macht des Finanzsektors abbildet. Dieser war im Jahre 2002 (!) f&uuml;r 41 Prozent der US-Firmengewinne verantwortlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das System ist selbst Schuld am Crash?<\/strong><br>\nSo angenehm es uns w&auml;re, in der Verderbtheit des Kapitalisten den S&uuml;ndenbock der jetzigen wirtschaftlichen Malaise ausfindig gemacht zu haben, so wenig ist mit einer solchen Sicht gewonnen. Warum? Gier ist krankhaft, aber sie ist, dies wei&szlig; die Sozialpsychologie zu berichten, eben kein Massenph&auml;nomen, sondern eine individuelle Krankheit. Sie zeigt sich in einem unstillbaren &ldquo;Hunger nach mehr&rdquo;, f&uuml;r den es keinen objektiven Grund gibt. Doch die jetzige Krise kann man erkl&auml;ren, sie hat einen Grund: Es ist kein Verlust an Tugend, der uns in den Crash gef&uuml;hrt hat, sondern der Crash ist der Logik des Systems selbst geschuldet. Moderne, marktliche Systeme folgen dem Prinzip der Gewinnerzielung und Gewinnsteigerung. Das moralische Verhalten des Einzelnen, so honorig es im konkreten Fall ist, kann die Logik des Systems nicht aufhalten. Der Anlageberater der Bank, der seinen Kunden in Zeiten des Booms nur f&uuml;nf Prozent f&uuml;r den Investmentfonds bietet, w&auml;hrend die Nachbarbank 20 Prozent verspricht, wird nicht lange seinen Job behalten. Anders gesagt: Selbst wenn man sp&uuml;rt, dass etwas schief l&auml;uft, kann man aus dem System, so lange es funktioniert, nicht aussteigen &ndash; es sei denn f&uuml;r den Preis, das man selbst aus dem System verschwindet.\n<p>Wie aber soll der Staat mit den sich abzeichnenden sozialen Verwerfungen von Arbeitslosigkeit und steigendem Armutsrisiko umgehen? Statt hier einem tagespolitischen Aktivismus &agrave; la Kindergeldbonus das Wort zu reden, gilt es, sich darauf zu besinnen, dass wir einen funktionierenden Sozialstaat haben. Wenn wir jetzt zu viel Geld f&uuml;r Einzelma&szlig;nahmen ausgeben, wird wom&ouml;glich sp&auml;ter angesichts der Verschuldung der Ruf nach Sozialk&uuml;rzungen laut. Es geht also darum, den Sozialstaat in seiner Substanz zu erhalten: als Rettungsanker f&uuml;r den Einzelnen und Garant f&uuml;r sozialen Frieden. Und wir m&uuml;ssen seine strukturell wirksamen Ma&szlig;nahmen st&auml;rken. Fazit: Die Entr&uuml;stungskultur &uuml;ber gierige Manager sollte einer fundierten ordnungspolitischen Debatte &uuml;ber bessere Wirtschafts- und Sozialstrukturen Platz machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1723046&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=wir_debat\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gesine Schwan will Manager nicht pauschal verdammen<\/strong><br>\nAnders als der Amtsinhaber warnt die Kandidatin vor moralischen Urteilen. Die Ursachen f&uuml;r die Krise sieht sie im &ldquo;System&rdquo;. &ldquo;Das sind nicht alles b&ouml;se Menschen&rdquo;, erkl&auml;rte sie. &ldquo;Das System hat sehr dazu beigetragen, dass sie sich so verhalten haben.&rdquo; Diese Erkenntnis erwarte sie von ihren Studenten &ldquo;in jeder Zwischenpr&uuml;fung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2009%2F04%2F18%2Fa0091&amp;cHash=e4665cbdb5&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit zu beiden vorstehenden Artikeln (Ziffer 4 und 5):<\/strong> Je l&auml;nger die Diskussion &uuml;ber die Ursachen der gegenw&auml;rtigen Krise anh&auml;lt, desto mehr wird anscheinend die Verantwortung des Einzelnen zur&uuml;ckgedr&auml;ngt. Besonders beliebt ist neuerdings das System als Letztursache der Krise. Allerdings w&auml;rmen nicht irgendwelche Alt-Linke wieder die Systemfrage auf, sondern genau die Marktapologeten, die sich bisher damit hervortaten, an die Initiative und Eigenverantwortung von Hart IV- Empf&auml;ngern zu appellieren. Angesichts der gewaltigen Schieflage bei der Verteilung von Verm&ouml;gen und Einkommen, einer noch nie gekannten Expansion des Niedriglohnsektors und einer wachsenden Armut fragt man sich, wo der Volkswirt und Theologe Nils Goldschmidt einen funktionierenden Sozialstaat ausmacht. <\/em><\/p>\n<p>&Auml;rgerlich macht, dass der &Ouml;konom Goldschmidt die Wurzeln seiner Profession nicht kennen will und Gier als individuelle Krankheit abtun m&ouml;chte. &ldquo;Own advantage&rdquo;, &ldquo;self interest&rdquo; oder &ldquo;own interest&rdquo; bei Adam Smith ist nichts anderes die durch einen Rationalisierungsprozess gelaufene nat&uuml;rliche Leidenschaft, Habgier, von der David Hume meinte, sie sei eine &ldquo;universelle Leidenschaft, die zu allen Zeiten, an allen Orten und auf alle Menschen wirkt.&rdquo; Seit Smith gilt allen liberalen &Ouml;konomen als Leitsatz: &ldquo;By pursuing his own interest, he frequently promotes that of the society more effectually than when he really intends to promote it&rdquo;. <\/p>\n<p>Zu einer fundierten ordnungspolitischen Debatte geh&ouml;rt zun&auml;chst einmal die Frage, warum im Finanzmarkt jede &ldquo;ordo&rdquo; abgeschafft wurde und dieser deshalb im Laissez-faire-Chaos enden konnte. Und hier soll der Eigennutz der handelnden Personen in Politik und Wirtschaft keine Rolle gespielt haben? Warum wohl geht die Zahl der Lobbyisten in Berlin und Br&uuml;ssel in die Tausende? Warum wohl landen Spitzenleute der Politik reihenweise nach dem Ausscheiden aus ihren &Auml;mtern als hochdotierte Berater in der Wirtschaft? Dieses System ist nicht &uuml;ber Nacht &uuml;ber uns gekommen, es ist von Menschen gemacht, die darin ihren Vorteil gewahrt wissen. Sie sind zur Verantwortung zu ziehen &ndash; ob das b&ouml;se oder verf&uuml;hrte oder was f&uuml;r Menschen auch immer das f&uuml;r Gesine Schwan sind. Weder die Politik, noch die Wirtschaft, weder der Hinterb&auml;nkler im Parlament noch der kleine Anlageberater in der Bank ist aus der Verantwortung zu entlassen. Es ist schon beachtlich, zun&auml;chst sollten wir die M&auml;r glauben, dass nur eine kleine Minderheit von Mathematikern in den Banken um das Risiko der von ihnen kreierten, giftigen Produkte wussten, ihre Chefs das nicht ganz erfassten und die Berater an den Schaltern gar keine Ahnung hatten. Jetzt sind sie alle Opfer des Systems. &ndash; Wenn wir in der Logik dieser Anschauung blieben, w&auml;re die Aufarbeitung der NS-Zeit sinnlos.<\/p>\n<p>Zum Zusammenspiel von Politik und Banken siehe auch:<\/p><\/li>\n<li><strong>Regierung wollte die Ursachen der Finanzkrise verheimlichen<\/strong><br>\nDie Bayerische Landesregierung hatte einen Vorsto&szlig; unternommen, Bafin-Unterlagen vom Recht der B&uuml;rger auf Einsicht in Beh&ouml;rdenakten auszunehmen. Damit w&uuml;rden die Chancen von Gesch&auml;digten noch weiter sinken, gegen Banken vorzugehen, die auf unzul&auml;ssige Weise Geld verspekuliert haben. Der Gesetzesentwurf ist zwar im Bundestag durchgefallen, doch das Video ist dennoch sehenswert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/beitrag\/2009\/geheim_weniger_transparenz.html\">ARD\/Kontraste<\/a><\/li>\n<li><strong>Entlassene UBS-Direktoren k&ouml;nnen bis 2012 Boni beziehen<\/strong><br>\nHohe Kader der UBS, die ihre Stelle verlieren, behalten ihren Anspruch auf Boni aus einem Topf mit 900 Millionen Franken.\n<p>Seit Mittwoch ist bekannt: Die UBS will 8700 Stellen abbauen. Als die Bank im Februar die Bonuszahlungen f&uuml;r das Jahr 2008 festlegte, rechnete sie anscheinend aber noch nicht mit einer Massenentlassung. Im Gegenteil: Die Bank war damals ausdr&uuml;cklich bestrebt, Anreize zu schaffen, damit ihr die Angestellten langfristig treu bleiben &ndash; speziell das hohe Kader.<br>\nSo wurde das Instrument des so genannten Conditional Variable Compensation Plans geschaffen: Ein Topf mit 900 Millionen Franken, die den obersten 12 Prozent der UBS-Angestellten &ndash; das sind gegen 10 000 Mitarbeiter &ndash; vorbehalten sind. Es geht im Durchschnitt um &uuml;ber 90 000 Franken pro Person. Das Geld soll gestaffelt in den Jahren 2010, 2011 und 2012 ausbezahlt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/schweiz\/entlassene_ubs-direktoren_koennen_bis_2012_boni_beziehen_1.2428542.html\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So ist es eben: Wer brav seinen Job erledigt hat, wird entlassen, und die f&uuml;r die Misswirtschaft Verantwortlichen bekommen ihre Boni. Warum sollten wohl die &bdquo;hohen Kader&ldquo; der UBS &bdquo;treu bleiben&ldquo;, doch wohl auch deshalb, weil man nach der Krise mit diesen Kadern wie zuvor weitermachen will. Auch will man verhindern, dass sie zwischenzeitlich bei der Konkurrenz anheuern, die beim Weiter-so nat&uuml;rlich einen Wettbewerbsvorteil im Hinblick auf die Zocker-Kader h&auml;tte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Slowenien kn&ouml;pft sich Manager vor<\/strong><br>\nSlowenien macht in der Europ&auml;ischen Union einen Vorsto&szlig; f&uuml;r besonders strenge Beschr&auml;nkungen der Managergeh&auml;lter. Einkommen von F&uuml;hrungskr&auml;ften in staatlichen und staatsnahen Betrieben w&uuml;rden vor&uuml;bergehend mit 90 Prozent besteuert. Die Sondersteuer soll r&uuml;ckwirkend zum 1. Januar 2009 in Kraft treten. F&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte wird oberhalb eines Monatsgehalts von 12.500 Euro der Steuersatz von 41 Prozent auf 90 Prozent angehoben. Laut Finanzminister Franc Krizanic soll die Steuer s&auml;mtliche Sonderzahlungen wie Boni und andere Erfolgspr&auml;mien umfassen.\n<p>Mit der Initiative Sloweniens gewinnt die Debatte &uuml;ber Managergeh&auml;lter in Europa an Dynamik. Die Regierung in Ljubljana orientiert sich an den drastischen Pl&auml;nen in den USA. Dort hat der Kongress ein Gesetz vorgeschlagen, wonach Boni mit 90 Prozent besteuert werden k&ouml;nnten. Im Gegensatz dazu strebt die EU-Kommission nicht nach verbindlichen, europaweiten Regeln. Laut einem noch vertraulichen Entwurf von Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy sollen Finanzfirmen Boni &uuml;ber mehrere Jahre strecken, an das eingegangene Risiko koppeln und bei finanziellen Problemen die Auszahlung verweigern k&ouml;nnen. Details m&uuml;ssen nach dem Entwurf die jeweiligen Aufsichtsr&auml;te regeln. EU-weite Obergrenzen f&uuml;r Boni sieht der Entwurf nicht vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:Vorbild-USA-Slowenien-kn%F6pft-sich-Manager-vor\/502548.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Politik hat vor den Reichen mehr Angst als vor den Armen<\/strong><br>\nDie Krise habe gezeigt, dass &ldquo;ein Teil der Elite nicht wirtschaften kann&rdquo;. Das Drama dabei sei aber, dass die anderen die Folgen zu tragen haben. Denn f&uuml;r die Elite seien die durch die Wirtschaftslage eingetretenen Einschr&auml;nkungen nicht existenziell, w&auml;hrend f&uuml;r Arme allein der Verlust von 100 Euro existenzbedrohend sein k&ouml;nne. &ldquo;Der Zorn&rdquo; gehe aber &ldquo;von der entt&auml;uschten Mittelschicht aus&rdquo;, denn bei den ganz Armen gebe es wenig Organisationspotenzial, weil sie ums &Uuml;berleben k&auml;mpfen. So habe auch die Politik vor den Reichen und Organisierten mehr Angst. Meint der &ouml;sterreichische Caritas-Pr&auml;sident Franz K&uuml;berl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/?url=\/?id=1237229662737\">Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Krise erreicht Staatskassen<\/strong><br>\nDie Rezession schl&auml;gt nun auch voll auf die Steuereinnahmen durch. Im M&auml;rz nahmen die Finanz&auml;mter 2,6 Prozent weniger ein als im Vorjahresmonat, wie das Handelsblatt aus dem Finanzministerium erfuhr. Die schwache Konjunktur macht sich bei fast allen gro&szlig;en Steuern nun deutlich bemerkbar.\n<p>Im ersten Quartal sanken die Einnahmen um 1,8 Prozent oder gut zwei Mrd. Euro. In den kommenden Quartalen d&uuml;rften die Ausf&auml;lle weiter steigen, f&uuml;rchten Experten. &bdquo;Die schlechte gesamtwirtschaftliche Lage macht sich inzwischen nicht nur bei der Lohn- und bei der Umsatzsteuer, sondern auch bei der K&ouml;rperschaftsteuer bemerkbar&ldquo;, hie&szlig; es aus dem Finanzministerium<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/krise-erreicht-staatskassen;2245197\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Abw&auml;rts &ndash; Wirtschaft schrumpft um f&uuml;nf Prozent <\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaftsleistung wird nach Sch&auml;tzung der Bundesregierung in diesem Jahr um etwa f&uuml;nf Prozent einbrechen &ndash; so stark wie noch nie seit Kriegsende.<br>\nDoch Merkel bleibt optimistisch: &ldquo;Die Unternehmen wollen gest&auml;rkt aus dieser Krise hervorgehen, das ist auch das Klima, das ich hier sp&uuml;re&rdquo;, sagte sie.\n<p>Um den Anstieg der Arbeitslosigkeit zumindest zu begrenzen, ist die Bundesregierung bereit, der Wirtschaft gleich auf mehreren Gebieten entgegenzukommen. So soll unter anderem die Anfang 2008 in Kraft getretene Unternehmensteuerreform entsch&auml;rft werden. Zudem ist im Gespr&auml;ch, die Kurzarbeiterregelung um weitere sechs Monate auf bis zu 24 Monate auszudehnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/105\/465692\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Unter anderem soll also der Steuersenkungswettlauf weitergehen. Da wurden die Unternehmen 2008 um brutto 30 Milliarden entlastet, netto sollen es angeblich nur 5 Milliarden sein. In der gegenw&auml;rtigen Krise k&ouml;nnte man die Steuern auch komplett erlassen, selbst das w&uuml;rde mangels Nachfrage im Binnenmarkt und in der gesamten Weltwirtschaft den Unternehmen kaum weiterhelfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie die Jobkrise zu entsch&auml;rfen ist<\/strong><br>\nTrotz dramatischer Auftragseinbr&uuml;che hielt sich bislang der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Grenzen. Mit der Verl&auml;ngerung des Kurzarbeitergeldes auf 18 Monate hat die Bundesregierung einen ersten Schutzdamm gebaut, der mit etwa 700 000 Kurzarbeitern seine Wirkung zeigt. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, wann der Damm bricht und es zu Massenentlassungen kommt. \n<p>Dies sp&uuml;ren auch die Politiker und diskutieren neue St&uuml;tzma&szlig;nahmen f&uuml;r den Arbeitsmarkt. Diese Diskussion ist allerdings erstaunlich phantasielos. Wichtige Vorschl&auml;ge etwa der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zum Ausbau von Weiterbildung oder zur Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldanspruchs spielen keine Rolle. Das Ausma&szlig; der Krise erfordert es, viel tiefer in den Instrumentenkasten zu greifen. Sinnvoll w&auml;re eine Kombination verschiedener Ma&szlig;nahmen. Von Prof. Gerhard Bosch, Leiter des Instituts Arbeit und Qualifikation der Universit&auml;t Duisburg-Essen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/1726019_Gastbeitrag-Wie-die-Jobkrise-zu-entschaerfen-ist.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Lebensversicherung: Abkassiert und sch&ouml;ngerechnet <\/strong><br>\nVerbraucherfeindliche Vertr&auml;ge der Lebensversicherer: Die Kosten sind hoch, die Renditen schrumpfen in der Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/863\/465454\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Teure Fehler bei der Altersvorsorge<\/strong><br>\nDie Anbieter von Altersvorsorge-Vertr&auml;gen tun gern so, als w&auml;ren sie die Wohlfahrt. Aber die Branche verdient viel Geld mit der Angst vor der Altersarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/alternativen\/:Auswahl-als-Lebensentscheidung-Teure-Fehler-bei-der-Altersvorsorge\/500485.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Die logische Folgerung bei beiden Artikel w&auml;re doch: Weg mit der &ldquo;kapitalgedeckten&rdquo; Altersvorsorge, St&auml;rkung des preiswerten Umlageverfahrens. Diese Schlussfolgerung unterbleibt. Warum? Nur weil hier nebenbei Werbung f&uuml;r die Honorarberater gemacht wird, die ja auch wieder an der &ldquo;kapitalgedeckten&rdquo; Altersvorsorge mitverdienen wollen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ermittler jagen New Yorks Rentenfonds-Trickser<\/strong><br>\nEin weiterer Betrugsskandal ersch&uuml;ttert die Wall Street: Investmentfirmen sollen sich durch Bestechung Zugriff auf Pensionsgelder des Staates New York gesichert haben. Zwei Ex-Angestellte der Landesregierung wurden bereits angeklagt &ndash; auch ein Top-Berater von Barack Obama ger&auml;t ins Visier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-619919,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Lissabon-Vertrag degradiert deutsches Grundgesetz<\/strong><br>\nWenn der Freiburger Staatsrechtler Professor Dr. Dietrich Murswiek recht hat, steht der EU ein deftiger Skandal ins Haus. Der Staatsrechtler behauptet, der Vertrag von Lissabon habe einen bisher nicht bemerkten Konstruktionsfehler, der den EU-Vertrag zur europ&auml;ischen Oberverfassung mache und die Verfassungen der Mitgliedstaaten zu &ldquo;Landesverfassungen&rdquo; degradiere. Dadurch erhalte der EU-Gerichtshof die Kompetenz, in innerstaatlichen Verfassungsfragen die nationalen Verfassungsgerichte zu korrigieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mittelstandsblog.de\/2009\/04\/lissabon-vertrag-degradiert-deutsches-grundgesetz\/\">MittelstandsWiki<\/a><\/li>\n<li><strong>Schweizer Milliardenspiel <\/strong><br>\nDer Versicherer Swiss Life versteckt gewaltige Risiken in seiner Bilanz. Das gef&auml;hrdet auch das Verm&ouml;gen des umtriebigen Unternehmers Carsten Maschmeyer. Carsten Maschmeyer, 49, der Gr&uuml;nder des Finanzvertriebs AWD, gilt als K&ouml;nig der Klinkenputzer. Seit er mit der Schauspielerin Veronica Ferres liiert ist, wissen auch Leser von Boulevardbl&auml;ttern alles &uuml;ber ihn. Das Geld hat der Mann durch den Verkauf seiner AWD-Aktien an den Schweizer Versicherer Swiss Life verdient. Nun versucht der ehemalige Medizinstudent, nicht nur die Ferres, sondern auch den Schweizer Konzern zu erobern: Er kaufte mindestens acht Prozent der Swiss-Life-Aktien und soll im Mai in deren Verwaltungsrat gew&auml;hlt werden.\n<p>Doch der Aufstieg ins eidgen&ouml;ssische Establishment k&ouml;nnte teuer werden. Die ehemalige Schweizerische Rentenanstalt hat zwar eine gro&szlig;e Tradition; sie hat in der Schweiz einen Marktanteil von 30 Prozent und erzielt auch in Deutschland Pr&auml;mieneinnahmen in Milliardenh&ouml;he. Aber in ihrer Bilanz schlummern gewaltige und bislang untersch&auml;tzte Milliardenrisiken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wissen.spiegel.de\/wissen\/dokument\/dokument.html?id=64845683&amp;top=SPIEGEL\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht hat das selbsternannte Tr&uuml;ffelschwein diesmal doch nur Mist gefunden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesagentur muss Darlehen aufnehmen &ndash; Geld reicht nur bis zum Herbst<\/strong><br>\n&bdquo;In der Wirtschaftskrise schmelzen die Reserven wie Schnee in der Sonne&ldquo;, sagt Wilhelm Adamy, Leiter des Bereichs Arbeitsmarktpolitik beim Deutschen Gewerkschaftsbund und Mitglied im Verwaltungsrat der N&uuml;rnberger Beh&ouml;rde. Ab Oktober, also genau nach der Bundestagswahl, k&ouml;nnte die Bundesagentur nicht mehr &uuml;ber gen&uuml;gend liquide Mittel verf&uuml;gen, um Arbeitslosengeld zu zahlen oder Ma&szlig;nahmen zu finanzieren. Das liegt nicht nur an der Wirtschaftskrise und den steigenden Ausgaben f&uuml;r Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld, sondern auch an dem ver&auml;nderten Zahlungstermin f&uuml;r den Zuschuss aus der Mehrwertsteuer, der in diesem Jahr erstmals nicht monatlich, sondern erst zum Jahresende &uuml;berwiesen wird &ndash; immerhin ein Betrag von rund 7,8 Milliarden Euro. Au&szlig;erdem hatten SPD und Union den Arbeitslosenbeitrag mehrmals abgesenkt, zuletzt Anfang 2009 von 3,3 auf 2,8 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/art771,2778390?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Einnahmen und Ausgaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit 1994 bis 2009<\/strong><br>\nDas laufende Haushaltsjahr k&ouml;nnte mit einem Defizitrekord enden. Bisher knapp 12,5<br>\nMilliarden Euro im Jahr 1993. Sp&auml;testens im November wird die BA auf Liquidit&auml;tshilfen des Bundes angewiesen sein &ndash; zun&auml;chst kurzfristig. Doch bereits nach dem ersten Quartal 2010 wird die BA voraussichtlich f&uuml;r lange Zeit dauerhaft auf wachsende Liquidit&auml;tshilfen des Bundes angewiesen sein.<\/p>\n<p>Ohne Erh&ouml;hung der Einnahmen (z.B. Anhebung des Beteiligung des Bundes an den Kosten der Arbeitsf&ouml;rderung) oder Senkung der Ausgaben (z.B. Abschaffung des von der BA an den Bund zu zahlenden Eingliederungsbeitrages) steuert die BA bei einem Beitragssatz von 2,8 bzw. 3,0 Prozent in ein strukturelles (z.Zt. noch durch R&uuml;cklagen kaschiertes) Haushaltsdefizit, das die Wahrscheinlichkeit von Leistungsk&uuml;rzungen nach der Bundestagswahl am 27. September 2009 erh&ouml;hen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090421_ba_finanzierung_032009.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 480 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bahn-Unfall mit Ansage<\/strong><br>\nZusammenprall eines Regionalzuges mit Gefahrgutzug in Berlin-Karow wegen v&ouml;llig veralteter Sicherheitstechnik. Bahn AG verschleppt seit Jahren notwendige Investitionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/04-21\/057.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue Datenaff&auml;re im Handel &ndash; M&uuml;ller forscht Mitarbeiter aus<\/strong><br>\nWeit mehr Firmen als bisher bekannt forschen illegal die Krankengeschichten ihrer Mitarbeiter aus. Bei der Drogeriekette M&uuml;ller m&uuml;ssen Besch&auml;ftigte nach SZ-Informationen regelm&auml;&szlig;ig Auskunft geben. Nach Lidl und Daimler ist dies der dritte Fall, der in kurzer Zeit publik wird. Die Erfassung von Krankheitsdaten bei M&uuml;ller &ndash; die Firma besch&auml;ftigt 18.000 Menschen &ndash; hat allem Anschein nach System. Das zeigt ein Formular mit der &Uuml;berschrift &ldquo;Krankenr&uuml;ckkehrgespr&auml;ch&rdquo;, das der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. Es tr&auml;gt das Firmenlogo des Unternehmens sowie die Namen von Einzelfirmen der Drogeriekette. Wer krankheitsbedingt ausfalle, werde nach seiner R&uuml;ckkehr zum Gespr&auml;ch mit den Vorgesetzten zitiert, berichtet ein Mitarbeiter, der aus Angst um seinen Arbeitsplatz seinen Namen nicht nennen will. Der Fragebogen werde dann gemeinsam ausgef&uuml;llt und anschlie&szlig;end von beiden Gespr&auml;chsteilnehmern unterzeichnet. Unter anderem soll der Mitarbeiter dar&uuml;ber Auskunft geben, ob er wegen &ldquo;derselben Ursache im laufenden Kalenderjahr bereits krank gewesen&rdquo; oder &ldquo;die Genesung vollst&auml;ndig abgeschlossen&rdquo; sei.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/868\/465459\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Wie wir weiter im Artikel lesen, geht es den Arbeitgeber nichts an, welche Krankheiten ein\/e Arbeitnehmer\/in hat. Ob und wie lange sie \/ er wegen der gleichen Ursache bereit krank war, geht den Arbeitgeber zwar etwas an, um feststellen zu k&ouml;nnen, wann im Einzelfall die Entgeltfortzahlung endet. Die entsprechende Mitteilung dar&uuml;ber gibt aber die Krankenkasse, ggf. nach R&uuml;cksprache mit den behandelnden &Auml;rzten. Um welche Krankheit es sich handelt geht den Arbeitgeber dann immer noch nichts an, au&szlig;er die\/der Mitarbeiter\/in entbindet die &Auml;rzte\/innen von der &auml;rztlichen Schweigepflicht. Wer vom Arzt schon mal eine Arbeitsunf&auml;higkeitsbescheinigung (einen &bdquo;Gelben&ldquo;) bekam, wei&szlig;, dass es ein Exemplar f&uuml;r die Krankenkasse mit einem Code und ein Exemplar f&uuml;r den Arbeitgeber ohne diesen Code gibt. Anhand des Codes gibt die Krankenkasse bei h&auml;ufigeren Krankheiten Auskunft an den Arbeitgeber, ob innerhalb von sechs Monaten bereits eine so genannte anrechenbare Krankheit festgestellt wird.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/bundesrecht.juris.de\/entgfg\/__3.html\">Juris (Entgeltfortzahlungsgesetz &sect; 3)<\/a><br>\n<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Der rosa Karren &ndash; Steinmeier und M&uuml;ntefering halten Kurs<\/strong><br>\nIn Wahrheit ist das Wahlprogramm alles m&ouml;gliche, nur eben nicht das Manifest einer Kurs&auml;nderung. Das geht schon damit los, dass dem Papier eine gesellschaftspolitische Vision fehlt, die das Erwartbare hinter sich l&auml;sst. In Zeiten einer Jahrhundertkrise, in der die Dringlichkeit eines Neuanfangs augenf&auml;llig geworden ist, spricht die SPD zwar von einer Zeitenwende &ndash; tritt aber selbst auf der Stelle. Wo Ver&auml;nderung notwendig w&auml;re, reden die Sozialdemokraten von &bdquo;Erneuerung&ldquo;, was mit Aufm&ouml;beln des Alten gut &uuml;bersetzt w&auml;re. Die SPD will eine Partei sein, die &bdquo;in unruhigen Zeiten Kurs h&auml;lt&ldquo;, die ihren &bdquo;Kompass&ldquo; in der Vergangenheit der Schr&ouml;der-&Auml;ra findet und nun &bdquo;einen neuen Anlauf&ldquo; nehmen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/0916-wahlprogramm-spd-profalla-steinmeier-linksruck\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Politik f&uuml;r die obersten 1,6%<\/strong><br>\nWollen wir daher also mal gucken, f&uuml;r wen sich der konservative Zeitgeist da in seinen multimedialen Emotionsausbr&uuml;chen wirklich ins Zeug legt? &ndash; Ja?\n<p>OK, machen wir gleich; aber vorher m&uuml;ssen wir noch mal kurz rekapitulieren, was die SPD da eigentlich verlautbart hat: Ihr Programmentwurf sieht vor, dass der Eingangssteuersatz von aktuell 14 auf 10 Prozent gesenkt wird. Im Gegenzug soll der Spitzensteuersatz von 45 auf 47 Prozent angehoben werden, und dann bereits ab einem Einkommen von 125.000 Euro f&uuml;r Alleinstehende und 250.000 Euro f&uuml;r Verheiratete greifen. Konkret bedeutet das, dass alle Steuerpflichtigen unter 125.000 Jahreseinkommen durch die Senkung des Eingangssteuersatzes mehr oder weniger profitieren werden, w&auml;hrend auf Einkommensbezieher ab 125.000 (zu denen der Autor dieser Zeilen &uuml;brigens auch z&auml;hlt, falls einer der Meinung ist, ich schriebe hier pro domo) h&ouml;here Belastungen zukommen, aber eben auch nur f&uuml;r die Teile ihres Einkommens, die oberhalb der besagten 125.000 Euro liegen.<\/p>\n<p>So, nachdem wir das gekl&auml;rt haben, m&uuml;ssen wir jetzt noch mal auf einen Sprung zu Destatis, um dort einen Blick auf die Einkommenssteuerstatistik zu werfen. Die aktuelle Ausgabe datiert zwar bereits aus 2004, aber das muss uns f&uuml;r unsere Betrachtungen nicht weiter st&ouml;ren. Und was sehen wir da? Welchen Prozentsatz aller Steuerpflichtigen macht die Kategorie 125.000+ aus?<br>\nDie obersten 1,6%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/faz-community.faz.net\/blogs\/chaos\/archive\/2009\/04\/20\/politik-fuer-die-obersten-1-6.aspx\">FAZ-Blogs<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die sozialdemokratische Zeitenwende<\/strong><br>\nDie SPD hat ein erfolgreiches Wochenende hinter sich. Nachdem die Gremien am Samstag ihre Zustimmung zum Regierungsprogrammentwurf gegeben haben, folgte am Sonntag vor mehr als 2500 G&auml;sten die &ouml;ffentliche Pr&auml;sentation durch Frank Walter Steinmeier im Berliner Tempodrom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forum-dl21.de\/meldung.php?meldung=151&amp;page=\">DL 21<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis von AM:<\/strong> Das ist der Link auf die Webseite von DL 21 &ndash; Forum Demokratische Linke &ndash; Die Linke in der SPD. Diesen Text von DL 21 zum beschlossenen Programmentwurf der SPD sollten Sie einfach mal auf dem Hintergrund <a href=\"?p=3898\">der gestrigen Analyse von Wolfgang Lieb<\/a> lesen. Mehr wei&szlig; die DL 21 zu diesem &bdquo;Regierungsprogramm&ldquo; und seiner Verabschiedung nicht zu sagen. Eine armselige Einlassung zu einem armseligen Programm.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Humboldt der falsche Mann am falschen Ort <\/strong><br>\nWeder k&ouml;nnen wir heute das klassische universit&auml;re Bildungsverst&auml;ndnis fortf&uuml;hren, noch sind stattdessen die neuen Studiengangsstrukturen die L&ouml;sung. Dies ist die zugespitzte Krisenthese: Das Alte und das Neue prallen aufeinander, aber beide taugen nichts. Der Gegenstand dieses Kampfs l&auml;sst sich als Grenzstreitigkeit zwischen einem sich am Wissenschaftssystem verankernden Bildungssystem auf der einen und den die Hochschulabsolventen in Berufe abnehmenden anderen gesellschaftlichen Teilsystemen &ndash; allen voran das Wirtschaftssystem &ndash; auf der anderen Seite fassen (&hellip;)\n<p>Wenn hingegen nun mit Bologna der &bdquo;employability&ldquo; gehuldigt wird, ist klar: Hier verschaffen sich gesellschaftliche Akteure mit &bdquo;niedrigen Beweggr&uuml;nden&ldquo; an den Hochschulen Einfluss, die nicht an Bildung durch Wissenschaft, sondern an Ausbildung f&uuml;r Berufe in Unternehmen aller Branchen, in der Verwaltung, in den Krankenh&auml;usern, Schulen, Gerichten, Fernsehsendern und Zeitungen oder gar Fitness-Studios und Werbeagenturen interessiert sind (&hellip;)<\/p>\n<p>Humboldt lieferte die Ideologie derer, die ihren gesellschaftlichen Statuserhalt als relativ privilegierte Gruppe sichern wollten; Bologna hingegen ist die Ideologie derer, die sozialen Aufstieg durch akademische Bildung bewerkstelligen wollen. Doch dieser Konflikt ist bis heute von den ihn austragenden gesellschaftlichen Gruppen ebenso wie von den sie repr&auml;sentierenden politischen Kr&auml;ften weitgehend unthematisiert geblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/berufundchance.fazjob.net\/s\/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A\/Doc~E26D41D3E3BD3435191E66DE0926AE4B1~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man muss nicht alle Einsch&auml;tzungen des Soziologen Uwe Schimank teilen, aber der Beitrag beschreibt in erfrischender Klarheit die Konfliktlinien der gegenw&auml;rtigen Auseinandersetzungen zwischen &bdquo;Bolognesern&ldquo; und &bdquo;Humboldtianern&ldquo;. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ohne Bad Banks keine Konjunkturerholung?<\/li>\n<li>M&uuml;ll sucht Eimer<\/li>\n<li>Martin Wolf &ndash; Schwellenland Amerika<\/li>\n<li>Das System ist selbst Schuld am Crash?<\/li>\n<li>Gesine Schwan will Manager nicht pauschal verdammen<\/li>\n<li>Regierung wollte die Ursachen der Finanzkrise verheimlichen<\/li>\n<li>Krise erreicht Staatskassen<\/li>\n<li>Slowenien kn&ouml;pft sich Manager vor<\/li>\n<li>Die Politik hat vor den Reichen mehr<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3900\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3900","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3900","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3900"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3900\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3900"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3900"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3900"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}