{"id":39000,"date":"2017-06-30T16:27:29","date_gmt":"2017-06-30T14:27:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000"},"modified":"2017-06-30T16:27:29","modified_gmt":"2017-06-30T14:27:29","slug":"hinweise-des-tages-ii-301","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h01\">Das Jobwunder &ndash; ein entzauberter Popanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h02\">Mindestlohn = zufriedenere Besch&auml;ftigte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h03\">Armutskongress: Organisationen und Gewerkschaften stellen Aufruf zur Bundestagswahl vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h04\">&ldquo;Die Diskussion &uuml;ber Atomwaffen ist von Legenden und Mythen bestimmt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h05\">Bundestag winkt Zensurgesetz durch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h06\">Offenes WLAN: Bundestag erkennt Freifunker nicht als gemeinn&uuml;tzig an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h07\">Gerichtsurteil &ndash; WhatsApp-Nutzern k&ouml;nnten Abmahnungen drohen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h08\">Die politische Ordnung hinter dem NSU-R&auml;tsel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h09\">Wissenschaft und Arbeitsmarkt: Viel Erfolg bei der Studienwahl!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h10\">Vor dem Vermieter und vor dem Vermittler sind nicht alle gleich. &Uuml;ber &ldquo;Benachteiligungsrisiken&rdquo; und den neuen Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h11\">Krisengewinnler Lidl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h12\">Die Folgen von Grenfell Tower<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h13\">Wenn Kritik zum Tabu wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h14\">RussiaGate 1918\/19: Die deutsche Angst vor &bdquo;russischen Zust&auml;nden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39000#h15\">Konzerne setzen auf Schwarz-Gelb<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Jobwunder &ndash; ein entzauberter Popanz<\/strong><br>\nImmer mehr Erwerbst&auml;tige, immer weniger Arbeitslose, so lauten die Eckdaten einer Arbeitsmarktentwicklung, die gerne als Jobwunder bezeichnet wird. Wer sich nicht von den nackten Zahlen blenden l&auml;sst und stattdessen die qualitativen Aspekte in den Blick nimmt, kommt schnell zu glanzlosen, ja ern&uuml;chternden Ergebnissen.<br>\nErlebt Deutschland gerade ein Jobwunder? Die Erwerbst&auml;tigenrechnung des Bundes und der L&auml;nder wartet mit zun&auml;chst beeindruckenden Zahlen auf: Seit 2006 ist die Zahl der Erwerbst&auml;tigen in Deutschland durchg&auml;ngig gestiegen. Nachdem 2007 erstmals die 40 Millionen-Grenze &uuml;berschritten worden ist, wurde 2016 mit rund 43,6 Mio. Erwerbst&auml;tigen der h&ouml;chste Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Damit waren etwa 4,8 Millionen mehr Personen erwerbst&auml;tig als im Jahr 1991.<br>\nParallel dazu geht die Arbeitslosigkeit seit 2005 nahezu stetig zur&uuml;ck. 2016 ist die Zahl der Arbeitslosen nach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) auf 2,69 Mio. im Jahresdurchschnitt gesunken. 2005 hatte die BA noch 4,86 Millionen gez&auml;hlt. Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) sank damit von 11,7 Prozent im Jahr 2005 auf 6,1 Prozent im Jahr 2016. Die M&auml;ngel der offiziellen Statistik tun hier nichts zur Sache, denn der Trend sinkender Arbeitslosenzahlen ist hier wie bei den Alternativberechnungen eindeutig.<br>\nImmer mehr Jobs und immer weniger Arbeitslose, so lautet die allseits verk&uuml;ndete Botschaft. Das h&ouml;rt sich doch wunderbar an, und es scheint, als eilte der Arbeitsmarkt derzeit von Rekord zu Rekord &ndash; auf dem Papier zumindest, denn was davon bei den Besch&auml;ftigten ankommt, diese Frage k&ouml;nnen die beiden immer wieder als Beleg f&uuml;r ein angebliches Jobwunder angef&uuml;hrten Kennziffern alleine nicht beantworten. Dazu muss man schon etwas tiefer in die Materie eindringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.miese-jobs.de\/chroniken\/30-06-17\/\">Markus Kr&uuml;semann auf miese Jobs<\/a>\n<p><strong>dazu: Was die offizielle Arbeitslosenzahl verschweigt: 3,47 Millionen Menschen ohne Arbeit<\/strong><br>\nIm Juni meldet die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit rund 2,47 Millionen Arbeitslose. Das gesamte Ausma&szlig; der Menschen ohne Arbeit bildet die offizielle Zahl jedoch nicht ab. Denn knapp eine Million De-facto-Arbeitslose sind nicht in der Arbeitslosen-, sondern in der separaten Unterbesch&auml;ftigungsstatistik enthalten.<br>\nIm Juni 2017 gab es offiziell 2,47 Millionen Arbeitslose. Das sind rund 25.000 Personen weniger als im Vormonat. Nicht in der offiziellen Arbeitslosenzahl enthalten sind allerdings &uuml;ber eine Million ebenfalls faktisch Arbeitslose, darunter<\/p>\n<ul>\n<li>&uuml;ber 762.500 Menschen, die an arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen teilnahmen, <\/li>\n<li>knapp 73.000 am Tag der Erfassung Krankgeschriebene und<\/li>\n<li>rund 161.000 &uuml;ber 58-J&auml;hrige, die innerhalb der letzten 12 Monate kein Jobangebot erhielten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Insgesamt ergibt sich so eine tats&auml;chliche Arbeitslosenzahl von knapp 3,47 Millionen Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/was-die-offizielle-arbeitslosenzahl-verschweigt-347-millionen-menschen-ohne-arbeit\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Weiterhin fehlen Millionen gute Arbeitspl&auml;tze<\/strong><br>\n&bdquo;2,5 Millionen Erwerbslosen stehen 730.00 offene Stellen gegen&uuml;ber. Addiert man die gro&szlig;en Personengruppen, die zwar einen Arbeitsplatz suchen, aber aus der offiziellen Statistik herausgerechnet werden, ist das Verh&auml;ltnis rund 3,5 Millionen zu 0,7 Millionen oder f&uuml;nf zu eins. Die sinkende Zahl der Erwerbslosen verstellt den Blick darauf, dass weiterhin Millionen gute, also anst&auml;ndig entlohnte und sozialversicherungspflichtige Arbeitspl&auml;tze fehlen&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Von einem Job-Boom kann man bestenfalls mit Blick auf die stetig zunehmende prek&auml;re Besch&auml;ftigung sprechen. Die Leiharbeitsbranche ist im vergangenen Jahr noch einmal um 30 Prozent gewachsen. Das ist ein Armutszeugnis f&uuml;r die wirtschaftliche Entwicklung in einem der reichsten L&auml;nder der EU. Mittlerweile m&uuml;ssen schon 2,7 Millionen Erwerbst&auml;tige nebenher noch einem Minijob nachgehen, um finanziell &uuml;ber die Runden zu kommen. Die Langzeiterwerbslosigkeit verharrt ebenfalls auf hohem Niveau.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/weiterhin-fehlen-millionen-gute-arbeitsplaetze\/\">Die Linke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mindestlohn = zufriedenere Besch&auml;ftigte<\/strong><br>\nOb h&ouml;here Mindestl&ouml;hne positiv beurteilt werden k&ouml;nnen oder nicht, ist nicht nur eine Frage der gesamtwirtschaftlichen Besch&auml;ftigungseffekte. Bei der Beurteilung sollten auch die Jobqualit&auml;t sowie die Zufriedenheit der Besch&auml;ftigten miteinbezogen werden. Insgesamt hat die Anhebung der Niedrigstl&ouml;hne in Deutschland dazu gef&uuml;hrt, dass sich die Jobqualit&auml;t verbesserte und die Zufriedenheit der Arbeitnehmer erh&ouml;hte, wie dieser Beitrag zeigt.<br>\nDer deutsche Mindestlohn hat die Arbeitsbedingungen und die Arbeitszufriedenheit von Besch&auml;ftigten im Niedriglohnsektor positiv beeinflusst. Nach seiner Einf&uuml;hrung stiegen die Stunden- und Bruttol&ouml;hne bei gleichzeitig etwas verringerter Arbeitszeit. Besch&auml;ftigte, die vom Mindestlohn erfasst sind, sind zwar oft mit gestiegenen Anspr&uuml;chen an ihre Arbeit konfrontiert, berichten aber auch von einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, h&ouml;herer Wertsch&auml;tzung durch Vorgesetzte und einem besseren Betriebsklima. Insgesamt hat die Anhebung der Niedrigstl&ouml;hne wohl dazu gef&uuml;hrt, dass Unternehmen verst&auml;rkt auf Arbeitsverdichtung einerseits und auf eine motivierende Personalf&uuml;hrung andererseits setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2017\/06\/mindestlohn--zufriedenere-beschaeftigte\">&Ouml;konomenstimme<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Armutskongress: Organisationen und Gewerkschaften stellen Aufruf zur Bundestagswahl vor<\/strong><br>\nEine gerechte Steuerpolitik, gute Arbeit statt prek&auml;re Besch&auml;ftigung und Sozialleistungen, die zum Leben reichen &ndash; das fordern die Veranstalter des zweiten Armutskongresses in ihrem gemeinsamen Aufruf. Der Parit&auml;tische Gesamtverband, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Nationale Armutskonferenz wollen damit anl&auml;sslich der bevorstehenden Bundestagswahl zeigen, auf welche Politik es ankommt, um Armut wirkungsvoll einzud&auml;mmen. Unterst&uuml;tzt wird der Aufruf von 13 weiteren Sozial-, Wohlfahrts- und Fachverb&auml;nden sowie gewerkschaftlichen Organisationen.<br>\nArmut und Armutsgef&auml;hrdung seien in Deutschland l&auml;ngst keine Randerscheinung mehr, sondern ein massenhaftes Ph&auml;nomen mitten in unserer Gesellschaft, das auf mehreren Ebenen bek&auml;mpft werden m&uuml;sse.<br>\n&bdquo;Um die Schere in der ungleichen Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung zu schlie&szlig;en und um eine weitere Spreizung der Gesellschaft zu verhindern, muss in der Steuerpolitik konsequent umgesteuert werden&ldquo;, sagt Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes. &bdquo;Die dazu aktuell in der Diskussion stehenden Vorschl&auml;ge der gro&szlig;en Parteien sind vom Umfang und der Zielrichtung her viel zu ambitionslos. Wir brauchen eine wirklich mutig eingreifende Steuer- und Finanzpolitik, um den anstehenden gesellschaftlichen und sozialpolitischen Herausforderungen gerecht zu werden.&ldquo; (&hellip;)<br>\nZu den Auswirkungen von Armut auf unser demokratisches Gemeinwesen sagte Barbara Eschen, Direktorin der Diakonie Berlin-Brandenburg und Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz: &bdquo;Die Regels&auml;tze von Hartz IV sind zu niedrig. Ma&szlig;stab bei der Berechnung scheint zu sein: Es muss Mangel da sein, damit sich die Menschen nicht einrichten.&ldquo; Trotzdem blieben fast die H&auml;lfte der Menschen &uuml;ber vier Jahre im Leistungsbezug und h&auml;tten trotz aller Bem&uuml;hungen keine Chance. &bdquo;Prek&auml;r Besch&auml;ftigten soll anscheinend bewiesen werden: es geht noch schlechter. Das ist ein Druckmittel. Dabei geht es uns um viel mehr: Um echte Teilhabe. Arme Menschen haben Ideen, W&uuml;nsche, Vorstellungen, sie tun alles M&ouml;gliche, um ihre Situation zu ver&auml;ndern. Das wird nicht anerkannt. Wir als Nationale Armutskonferenz st&auml;rken die Stimme der in Armut Lebenden, damit sie sich einbringen k&ouml;nnen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.armutskongress.de\/armutsbloganzeige\/ak\/armutskongress-organisationen-und-gewerkschaften-stellen-aufruf-zur-bundestagswahl-vor\/\">Armutskongress<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hier k&ouml;nnen Sie den Gemeinsamen Aufruf f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit &ndash; getragen von 16 Organisationen &ndash; nachlesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Die Diskussion &uuml;ber Atomwaffen ist von Legenden und Mythen bestimmt&rdquo;<\/strong><br>\nInterview mit Dieter Deiseroth zur nuklearen Bedrohung und einer U.N.-Konferenz, die derzeit einen Atomwaffenverbotsvertrag ausarbeitet<br>\nBei den Vereinten Nationen in New York findet derzeit eine Konferenz statt, die sich zum Ziel gesetzt hat einen Atomwaffenverbotsvertrag zu erarbeiten. 134 Staaten nehmen an der Konferenz teil, aber nur ein Mitgliedsland der NATO befindet sich darunter: die Niederlande. Im Interview mit Telepolis erkl&auml;rt Dieter Deiseroth, Richter a.D. am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig und Mitglied von IALANA Deutschland, was es mit dieser Initiative auf sich hat und verweist auf die gef&auml;hrlichen Irrt&uuml;mer und Gefahren, die die Diskussion zum Thema Abschaffung von Atomwaffen im &ouml;ffentlichen Diskurs bestimmen. Deiseroth sagt: Das Prinzip der Abschreckungslogik greife nicht. In den vergangenen 70 Jahren sei die Welt mindestens 20 Mal nur durch Zufall und gl&uuml;ckliche F&uuml;gungen einer nuklearen Katastrophe entkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Diskussion-ueber-Atomwaffen-ist-von-Legenden-und-Mythen-bestimmt-3756438.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bundestag winkt Zensurgesetz durch<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Generalsekret&auml;r des Europarates vor einem &ldquo;falschen Signal f&uuml;r andere Staaten&rdquo; warnt, lobt die CDU-Abgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker das NetzDG als &ldquo;Blaupause f&uuml;r andere L&auml;nder&rdquo;<br>\nHeute Vormittag hat der Bundestag mit den Stimmen der SPD und der Mehrheit der CDU- und CSU-Abgeordneten das von Bundesjustizminister Heiko Maas entworfene &ldquo;Netzwerkdurchsetzungsgesetz&rdquo; gegen &ldquo;Hate Speech&rdquo; und &ldquo;Fake News&rdquo; verabschiedet. Au&szlig;er einem einzigen Unionspolitiker stimmten lediglich die Abgeordneten der Linkspartei dagegen &ndash; die der Gr&uuml;nen enthielten sich (vgl. Bundestag beschlie&szlig;t Netzwerkdurchsetzungsgesetz).<br>\nTritt das Gesetz nach der Ver&ouml;ffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft, drohen Betreibern sozialer Netzwerke Bu&szlig;gelder in H&ouml;he von f&uuml;nf (und bei &ldquo;systematischen&rdquo; Verst&ouml;&szlig;en sogar bis zu f&uuml;nfzig) Millionen Euro, wenn sie &ldquo;offensichtlich&rdquo; rechtswidrige Inhalte nicht innerhalb von 24 Stunden l&ouml;schen. Bei nicht offensichtlichen gilt eine Frist von sieben Tagen, die nur in Ausnahmef&auml;llen verl&auml;ngert werden soll. In der Kombination aus extrem hohen Bu&szlig;geldern, extrem kurzen Fristen und relativ unbestimmten Begriffen sehen Kritiker des Gesetzes einen sehr gro&szlig;en Anreiz, im Zweifel auch rechtm&auml;&szlig;ige Inhalte zu l&ouml;schen, wenn sie Regierungspolitikern und ihnen nahestehenden Kreisen nicht gefallen k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bundestag-winkt-Zensurgesetz-durch-3760024.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: NetzDG: Fake-Law gegen Hate-Speech<\/strong><br>\nDer Bundestag hat heute das Netzwerkdurchsetzungsgesetz beschlossen. Etwas gegen die Macht der privatisierten &Ouml;ffentlichkeiten zu tun, ist generell richtig. Doch der eingeschlagene Weg und die Umsetzung samt einer Privatisierung der Rechtsdurchsetzung &uuml;berzeugen &uuml;berhaupt nicht.<br>\nEs begann mit einem gut inszenierten Streit in der &Ouml;ffentlichkeit: Heiko Maas, einst Hoffnungstr&auml;ger der SPD, k&auml;mpft gegen den Hass im Netz und gegen die scheinbar unregulierte Dominanz sozialer Netzwerke im Internet. Dazu wurde eine Task-Force eingerichtet, die hinter verschlossenen T&uuml;ren tagte. Nach zwei Jahren pr&auml;sentierte unser Justizminister Zahlen, dass zu wenig gel&ouml;scht werde. Als ich Maas auf der Pressekonferenz fragte, wie viele der gemeldeten strafbaren Inhalte denn auch zur Anzeige und vor ein deutsches Gericht gebracht wurden, konnte er das nicht beantworten und f&uuml;hlte sich nicht zust&auml;ndig. Mit dem aufkommenden Bundestagswahlkampf stieg auch der Druck auf Maas, etwas tun zu m&uuml;ssen. Und was macht mehr Eindruck als runde Tisch? Ein Netzwerkdurchsetzungsgesetz im letztm&ouml;glichen Moment dieser Legislaturperiode. [&hellip;]<br>\nDas Gesetz verbessert also nicht die Rechtsdurchsetzung durch Gerichte, sondern es privatisiert die Rechtsauslegung. Nimmt man die eigentliche Rechtsdurchsetzung, fokussiert das Gesetz auf das L&ouml;schen statt Strafen, durch private Akteure. Es &uuml;bertr&auml;gt also denjenigen, die in ihrer Macht begrenzt werden sollen, zentrale rechtsstaatliche Verantwortung. Nicht einmal ein Widerspruchsrecht f&uuml;r gel&ouml;schte Inhalte ist geplant.<br>\nDie gro&szlig;e Gefahr wird im sogenannten Overblocking gesehen: Dass Plattformen lieber zuviel l&ouml;schen als zu wenig, um Geldbu&szlig;en zu umgehen. Denn was ist &bdquo;offensichtlich&ldquo; bei Fragen der Meinungsfreiheit, wo der Kontext oft entscheidend ist und die Rechtsprechung komplex? F&uuml;r den allergr&ouml;&szlig;ten Teil strafbarer Inhalte sollte davon ausgegangen werden, dass sie strafrechtlich nicht verfolgt werden. Denn einerseits bleibt die Ausstattung der Strafverfolgungsbeh&ouml;rden und der Justiz mangelhaft. Andererseits bleibt der inl&auml;ndische Zustellungsbevollm&auml;chtigte ein zahnloser Tiger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/netzdg-fake-law-gegen-hate-speech\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Offenes WLAN: Bundestag erkennt Freifunker nicht als gemeinn&uuml;tzig an<\/strong><br>\nAntr&auml;ge vom Bundesrat und der Gr&uuml;nen, mit denen Freifunk-Initiativen als gemeinn&uuml;tzig anerkannt werden sollten, sind im Bundestag gescheitert. Die CDU\/CSU-Fraktion stellte sich quer, die SPD verspricht einen neuen Anlauf.<br>\nFreifunkern wird es vorerst nicht leichter fallen, Geld- oder Sachspenden einzuwerben: Einen Antrag des Bundesrats, wonach solche Initiativen f&uuml;r Community-WLAN als gemeinn&uuml;tzig anerkannt werden sollten, ging am Mittwoch in den Aussch&uuml;ssen des Bundestags unter. Auch eine Initiative der Gr&uuml;nen, mit der das Gemeinn&uuml;tzigkeitsrecht generell neu ausgerichtet, die Gleichbehandlung verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteure sichergestellt und der Bundesratsantrag aufgegriffen werden sollte, fand im Finanzausschuss keine Mehrheit: Schwarz-Rot stimmte dagegen, die Linksfraktion enthielt sich.<br>\nDie bereits in zahlreichen St&auml;dten und Gemeinden t&auml;tigen Freifunk-Initiativen streben an, &ouml;ffentliche Internetzug&auml;nge per WLAN meist gratis f&uuml;r alle an m&ouml;glichst vielen Pl&auml;tzen zu errichten. Bislang k&ouml;nnen Ortsgruppen der Vernetzer aber nur dann als eingetragener Verein steuermindernde Spendenquittungen ausstellen, wenn der Gr&uuml;ndungszweck laut Satzung entweder gemeinn&uuml;tzig oder mildt&auml;tig ist. Letzteres trifft beispielsweise zu, wenn der Verein etwa Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte mit WLAN ausstattet. Die Gemeinn&uuml;tzigkeit wird regelm&auml;&szlig;ig anhand sogenannter Katalogzwecke festgestellt. Dem Bundesrat und den Gr&uuml;nen ging es darum, Freifunker darin mit zu verankern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Offenes-WLAN-Bundestag-erkennt-Freifunker-nicht-als-gemeinnuetzig-an-3759073.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gerichtsurteil &ndash; WhatsApp-Nutzern k&ouml;nnten Abmahnungen drohen<\/strong><br>\nWer WhatsApp nutzt, stimmt der Weitergabe seines Adressbuches an das Unternehmen zu. Diese Praxis sei illegal, urteilt das Amtsgericht Bad Hersfeld im Fall eines Elfj&auml;hrigen. F&uuml;r Nutzer k&ouml;nnte das Folgen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/whatsapp-upload-von-kontaktdaten-ist-illegal-a-1154667.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.G.:<\/strong> Es ist zwar nur ein Amtsgerichtsurteil in einem familienrechtlichen Prozess, aber endlich befasste sich ein Gericht mit den dreisten Methoden des Zuckerberg-Unternehmens und der ungefragten Weitergabe ALLER Kontaktdaten, eben auch von den Menschen im Adressbuch des Smartphones, die kein WhatsApp nutzen. Das im Spiegel-Artikel <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hcSjM3g4n-0\">genannte Video<\/a> von Medienanwalt Christian Solmecke ist aufschlussreich, er hatte auf diese illegale Weitergabepraxis von Nutzerdaten bereits vor rund einem Jahr hingewiesen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Nutzung von WhatsApp illegal und m&uuml;ssen Eltern die Nutzung des Messengers unterbinden?<\/strong><br>\nDer Ausgangspunkt, dass das Auslesen der Kontaktdaten eines Nutzers durch WhatsApp (Facebook) illegal ist, d&uuml;rfte kaum zu beanstanden sein. Die entsprechende Regelung in den Nutzungsbedingungen des Dienstes ist sowohl als &uuml;berraschende Klausel (&sect; 305 c BGB) als auch wegen Versto&szlig; gegen wesentliche Grundgedanken des Gesetzes (&sect; 307 Abs. 2 BGB) unwirksam. Unabh&auml;ngig davon, verschafft sich WhatsApp Daten Dritten ohne ausreichende rechtliche Grundlage.<br>\nSchon schwieriger wird es allerdings bei der Frage, ob der Nutzer von WhatsApp eine Rechtsverletzung begeht. Das Gericht lehnt die Anwendung des BDSG ausdr&uuml;cklich ab, bejaht dann aber eine Verletzung des allgemeinen Pers&ouml;nlichkeitsrechts bzw. des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung, worin es zivilrechtlich eine unerlaubte Handlung i.S.v. &sect; 823 BGB sieht. An dieser Stelle thematisiert das Gericht allerdings nicht, ob es den Nutzer hier als T&auml;ter oder Teilnehmer ansieht. Dieser Aspekt ist schon deshalb von Bedeutung, weil es eine fahrl&auml;ssige Beihilfe nicht gibt. Nachdem das Gericht in seiner Entscheidung mehrfach von Fahrl&auml;ssigkeit spricht, deutet dies daraufhin, dass es von einer T&auml;terschaft des Nutzers ausgeht. Dies ist allerdings wegen der passiven Rolle des Nutzers bedenklich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.internet-law.de\/2017\/06\/nutzung-von-whatsapp-illegal-und-muessen-eltern-die-nutzung-des-messengers-unterbinden.html\">Internet Law<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die politische Ordnung hinter dem NSU-R&auml;tsel<\/strong><br>\nUntersuchungsausschuss No. 2 des Bundestages legt seine Ergebnisse vor &ndash; Sie ernst zu nehmen hie&szlig;e, der Bundesanwaltschaft das Verfahren aus der Hand zu nehmen &ndash; Nur, wer soll das tun? &ldquo;Wir wissen nicht, wie es war. Wir wissen aber, dass es nicht so war, wie es die Bundesanwaltschaft darstellt.&rdquo; Auf diese Formel l&auml;sst sich das ungel&ouml;ste R&auml;tsel NSU bringen. Und in etwa so sieht es auch der Untersuchungsausschuss des Bundestages, der nun seine Arbeit beendete. [&hellip;]<br>\nDrei Mal sa&szlig;en Vertreter der Bundesanwaltschaft vor diesem Ausschuss. Drei Mal kam es also zum direkten Aufeinandertreffen der Antagonisten in Sachen NSU-Aufkl&auml;rung. Keinmal konnten die Ankl&auml;ger aus Karlsruhe ihre Zwei-T&auml;ter-Theorie gegen die Zweifel der Parlamentarier behaupten. Obwohl sie alle Akten kennt, alle Ermittlungsschritte bestimmt, kann diese Beh&ouml;rde viele Fragen zum NSU nicht beantworten. Sieht man einmal davon ab, dass es auch Fragen gibt, die sie nicht beantworten will. Die Bundesanwaltschaft ist am Bundestagsausschuss gescheitert, k&ouml;nnte man sagen.<br>\nAllerdings ist auch der Ausschuss gescheitert &ndash; seinerseits n&auml;mlich an der Bundesanwaltschaft wie am Bundesverfassungsschutz. Ausdruck einer Pattsituation zwischen Aufkl&auml;rung und Vertuschung, die seit f&uuml;nf Jahren anh&auml;lt. Grund genug aber, um in der n&auml;chsten Legislaturperiode erneut einen NSU-Untersuchungsausschuss einzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-politische-Ordnung-hinter-dem-NSU-Raetsel-3759639.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wissenschaft und Arbeitsmarkt: Viel Erfolg bei der Studienwahl!<\/strong><br>\nMit neu designeten Studieng&auml;ngen wie Fitness&ouml;konomie buhlen die Unis um Studienanf&auml;nger. Und kehren dabei ihren Auftrag um, kritisiert Martin Tschechne: Sie lehren nicht mehr das selbstst&auml;ndige Denken, sondern legen die jungen Leute in fertig eingez&auml;unten Feldern fest.<br>\nEuropean Studies, Fitness&ouml;konomie oder Christliche Medienkommunikation: Wer so tolle Auswahl hat, dem werden selbst die l&auml;ngsten Sommerferien sehr schnell knapp. Mehr als 19.000 Studieng&auml;nge listet die Konferenz der Hochschulrektoren in ihrem Kompass f&uuml;r angehende Studierende auf.<br>\nUnd wenn sich die Zahl auch reduzieren l&auml;sst &ndash; Rechtswissenschaft zum Beispiel in M&uuml;nster und in Marburg gehen als zwei Studieng&auml;nge in die Z&auml;hlung ein &ndash; so braucht es doch M&uuml;hen und Vergleich, bevor eine Entscheidung fallen kann. Welches sind die Studienschwerpunkte? Wo lehren die Koryph&auml;en? Was ist mit M&uuml;nchen oder Mannheim?<br>\nUnd was ist von inhaltlich verwandten Studieng&auml;ngen zu halten, von Internationalem Recht, Wirtschaftsrecht, Rechtspflege, Europ&auml;ischer Rechtslinguistik oder Immobilien- und Vollstreckungsrecht?<br>\nSch&ouml;ne Ferien also. Studienbeginn ist im Oktober. Bis dahin geht es ums Ganze. Neben Jura gibt es ja noch zwei oder drei andere M&ouml;glichkeiten, die eigene berufliche Zukunft nicht gleich mit der Wahl des Studienfaches vor die Wand zu fahren. Also: Tiermedizin oder Kirchenmusik, Informatik oder Indoiranistik, Molekularbiologie, Alternde Gesellschaften, Interkulturelle Wirtschaftspsychologie oder Evidenzbasierte Pflege.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/wissenschaft-und-arbeitsmarkt-viel-erfolg-bei-der.1005.de.html?dram:article_id=389723\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Vor dem Vermieter und vor dem Vermittler sind nicht alle gleich. &Uuml;ber &ldquo;Benachteiligungsrisiken&rdquo; und den neuen Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes<\/strong><br>\nDiskriminierung ist nicht nur ein wirklich gro&szlig;es Wort, sondern auch eine h&ouml;chst komplexe Sache. Zuallererst handelt es sich um einen massiven Vorwurf und es gibt auch hierf&uuml;r oder besser hiergegen ein eigenes Gesetz, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Und von der Bundesregierung ist sogar eine Antidiskriminierungsstelle des Bundes installiert worden. Nun ist das, was die einen &ldquo;Diskriminierung&rdquo; nennen, aus Sicht der anderen eine freie Entscheidung f&uuml;r oder gegen jemanden, und die Wirklichkeit ist nicht selten eher grau als schwarz oder wei&szlig;. So wurde vor kurzem beispielsweise dieser Artikel ver&ouml;ffentlicht: Diskriminierung bei der Wohnungssuche: &ldquo;Manche Vermieter legen beim Wort Gefl&uuml;chtete auf&rdquo;. Darin wird eindr&uuml;cklich beschrieben, mit welchen H&uuml;rden Menschen konfrontiert werden, die als Fl&uuml;chtlinge versuchen, eine Wohnung zu finden. Aber zugleich ist die Vermietung einer Wohnung, wenn sie denn &uuml;ber Privatvermieter l&auml;uft, immer ein notwendigerweise diskriminierender Akt aus Sicht der Betroffenen, die bei der Entscheidung nicht zum Zuge kommen. Denn wenn der Vermieter ausw&auml;hlen kann aus zahlreichen Bewerbern, dann werden Selektionskriterien zum Zuge kommen, die selbstverst&auml;ndlich als Diskriminierung interpretiert werden k&ouml;nnen. Wenn man gesicherte Einkommensverh&auml;ltnisse als Ma&szlig;stab w&auml;hlt, diskriminiert man Erwerbslose oder prek&auml;r Besch&auml;ftigte. Wenn man aus welchen Gr&uuml;nden auch immer keine Menschen aus arabischen L&auml;ndern in seiner Wohnung haben m&ouml;chte, diskriminiert man diese. Das kann man beklagen, aber auf der anderen Seite w&uuml;rde jeder von uns, wenn wir denn in der Vermieter-Rolle w&auml;ren, eine Selektionsentscheidung treffen (m&uuml;ssen).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/06\/vor-dem-vermittler-sind-nicht-alle-gleich.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Krisengewinnler Lidl<\/strong><br>\nDie Krise in Griechenland dauert nun bald zehn Jahre. Die Aussichten sind trotz aller sogenannten Hilfspakete d&uuml;ster. Gro&szlig;er Gewinner ist ein schw&auml;bischer Discounter. [&hellip;]<br>\nEiner der gr&ouml;&szlig;ten Krisengewinnler kommt nun ausgerechnet aus Deutschland. &ldquo;Lohnt sich jeden Tag&rdquo;, wirbt Lidl all&uuml;berall &ndash; am meisten lohnt es sich offenbar f&uuml;r das Unternehmen selbst. Seit Ausbruch der Krise 2008 hat der Discounter zwischen der Metropole Thessaloniki im Norden und dem Peloponnes im S&uuml;den nach gut informierten Kreisen seinen Umsatz Jahr f&uuml;r Jahr im zweistelligen Prozentbereich gesteigert.<br>\nIn totalrenovierten Filialen wie in der nordgriechischen 30 000-Seelen-Kreisstadt Drama kann der Kunde bereits im Laden der Zukunft einkaufen. Die Verkaufsfl&auml;che hat sich genauso wie das Volumen der Einkaufswagen mehr als verdoppelt. Hohe Decken, breite G&auml;nge, viel Licht. Vom einstigen Schmuddelflair mit haufenweise leeren Kartons und durcheinanderpurzelnden Dosen ist hier nichts mehr &uuml;brig. Der schw&auml;bische Riese attackiert mit seinem Konzept den sympathischen kleinen Obstladen mit dem sch&ouml;nen Namen Oporopantopoleio ebenso wie die einheimischen Supermarktketten. Die franz&ouml;sische Konkurrenz hat schon vor drei Jahren die Segel gestrichen. Der globale Gigant Carrefour hatte damals seine Gesch&auml;fte dem einheimischen Partner Marinopoulos &uuml;berlassen. Der hat inzwischen auch aufgegeben und landesweit alle Gesch&auml;fte dichtgemacht. Trostlose Ruinen ehemaliger Marinopoulos-L&auml;den s&auml;umen nun die Ausfallstra&szlig;en in nahezu jeder Stadt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/326\/krisengewinnler-lidl-4452.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Folgen von Grenfell Tower<\/strong><br>\nEine Entb&uuml;rokratisierung, die den Brandschutz aushebelt, weil er kosten- und zeitintensiv ist, geht zu Lasten der Armen<br>\nNach dem tragischen Hochhausbrand im Londoner Stadtteil North Kensington, bei dem knapp 80 Mieter eines Sozialbaus ums Leben kamen, waren die Entscheidungstr&auml;ger alarmiert. Schnelle Hilfe sei jetzt selbstverst&auml;ndlich Ehrensache. Man wolle nicht b&uuml;rokratisch sein. Die Leute nicht alleine lassen. Das ist nat&uuml;rlich im ersten Augenblick Labsal f&uuml;r alle sparpolitischen Sozialromantiker. Wenn es hart auf hart kommt, so k&ouml;nnen sie wieder mal behaupten, dann r&uuml;cken Gemeinwesen eben doch zusammen. Sozialabbau hin, Entb&uuml;rokratisierung her. Not macht verbinderisch, sagt schlie&szlig;lich schon der Volksmund so oder so &auml;hnlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1055856.die-folgen-von-grenfell-tower.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wenn Kritik zum Tabu wird<\/strong><br>\nUnterirdisches journalistisches und wissenschaftliches Niveau: Der Film &raquo;Auserw&auml;hlt und ausgegrenzt &ndash; der Hass auf Juden in Europa&laquo;<br>\nEine Dokumentation &uuml;ber den Antisemitismus in Europa, die der deutsch-israelische Historiker Michael Wolffsohn als ja wohl &raquo;die mit Abstand beste und kl&uuml;gste und historisch tiefste, zugleich leider hochaktuelle und wahre Doku zu diesem Thema&laquo; begr&uuml;&szlig;t, der pal&auml;stinensisch-israelische Publizist Ahmed Mansour als &raquo;gro&szlig;artig und &uuml;berf&auml;llig&laquo; lobt und die Frankfurter Rundschau als ganz &raquo;hervorragend&laquo; preist, muss, k&ouml;nnte man meinen, von au&szlig;erordentlicher Qualit&auml;t sein. Es handelt sich um den Film &raquo;Auserw&auml;hlt und ausgegrenzt &ndash; der Hass auf Juden in Europa&laquo; von Joachim Schr&ouml;der und Sophie Hafner, den WDR und Arte am 21. und 22. Juni nicht ganz freiwillig ausgestrahlt haben.<br>\nUm es vorwegzunehmen: Man kann die beiden Sender nur dazu begl&uuml;ckw&uuml;nschen, dass sie dieses Machwerk von unterirdischem journalistischen und wissenschaftlichen Niveau nicht unter ihrem Namen freigeben wollten. Doch dank des Versuches der Bild, die Redaktionen der TV-Sender blo&szlig;zustellen und ihnen Zensur vorzuwerfen, entstand eine Diskussion, die es unter herk&ouml;mmlichen Umst&auml;nden der Ausstrahlung nie gegeben h&auml;tte. So sah sich die Redaktion des WDR herausgefordert, mit einem Faktencheck die Sendung zu begleiten, der die unversch&auml;mte Vorgehensweise des Filmteams und den ganzen Unsinn seiner Propaganda f&uuml;r Israel entlarvt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/313362.wenn-kritik-zum-tabu-wird.html\">Norman Paech in junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch oder erneut: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38750\">Antisemitismus-Doku oder antipal&auml;stinensische Propaganda? Es ist schon seltsam, dass sich fast alle Medien f&uuml;r ein journalistisch mehr als fragw&uuml;rdiges Werk starkmachen<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>RussiaGate 1918\/19: Die deutsche Angst vor &bdquo;russischen Zust&auml;nden&ldquo;<\/strong><br>\nEs gibt B&uuml;cher, nach deren Lekt&uuml;re man nicht ohne weiteres zur Tagesordnung &uuml;bergehen kann. Sie lassen einen nicht los. Dem noch jungen, 1981 geborenen Historiker Mark Jones ist ein Werk dieses Kalibers gelungen. Am Anfang war Gewalt hei&szlig;t es, erschienen ist es im Propyl&auml;en Verlag. Jones beschreibt in bislang nicht gekannter Eindringlichkeit die Geburtsphase der Weimarer Republik, die Monate vom November 1918 bis zur Mitte 1919. Was damals geschah, ist im historischen Bewusstsein der Deutschen allenfalls bruchst&uuml;ckhaft pr&auml;sent. In dieser hochdramatischen Phase der deutschen Geschichte galt: Politik war Gewalt und Gewalt war Politik. (&hellip;) Zu den zahllosen Quellen, die Jones f&uuml;r sein Buch auswertete, geh&ouml;ren auch &uuml;ber 60 deutsche Zeitungen. Wie agierten sie im sich aufheizenden politischen Klima kurz nach dem Weltkrieg? Jones&lsquo; Antwort f&auml;llt eindeutig aus. Schon auf Seite 69 verwendet er den heute so modischen Begriff &bdquo;fake-news&ldquo;. Die Medien, egal welcher Couleur, taten so gut wie nichts, um Fakten zu kl&auml;ren, zu versachlichen, die Wogen zu gl&auml;tten. Stattdessen gossen sie &Ouml;l ins Feuer und unternahmen so einiges, um die im Land kursierenden wilden, haarstr&auml;ubenden Ger&uuml;chte, die verbreiteten &Auml;ngste, Imaginationen und Autosuggestionen als real und wohlbegr&uuml;ndet hinzustellen. (&hellip;) Selbstverst&auml;ndlich kannte man auch damals schon den bis heute beliebten Propagandakniff, die innenpolitischen Gegner als Hilfstruppe, als f&uuml;nfte Kolonne des au&szlig;enpolitischen Widersachers zu diffamieren. In Deutschland hie&szlig; der Vorwurf: Die linke Opposition wird von Russland inspiriert und munitioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/augenaufunddurch.net\/2017\/06\/29\/russiagate-191819\/\">Ulrich Teusch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Konzerne setzen auf Schwarz-Gelb<\/strong><br>\n2,9 Millionen Euro haben Unternehmen und reiche Privatpersonen 2017 bereits f&uuml;r den Bundestagswahlkampf gespendet &ndash; fast alles davon an CDU und FDP.<br>\nDie j&uuml;ngsten Transfers an deutsche Parteien tragen im Absender die Adresse des Familienb&uuml;ros der Industriellendynastie Quandt &ndash; und prominente Namen: Am Donnerstag ver&ouml;ffentlichte der Bundestag, dass die BMW-Gro&szlig;anteilseignerin Susanne Klatten und ihr Bruder Stefan Quandt jeweils exakt 50 001 Euro an CDU und FDP gespendet haben, zusammen also rund 200 000 Euro an schwarz-gelb.<br>\nDie Spenden aus dem Umfeld der Autoindustrie sind nur die j&uuml;ngsten von vielen Gro&szlig;-&Uuml;berweisungen aus der Wirtschaft im Wahljahr. Die lobbykritische Organisation Lobbycontrol hat nachgerechnet und nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung einen massiven Anstieg der Gro&szlig;spenden 2017 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 &ndash; dem letzten Wahljahr &ndash; festgestellt. 2013 erhielten die Parteien demnach im gesamten Jahr 3,7 Millionen Euro, davon aber nur 820 275 im ersten Halbjahr. 2017 sind bisher aber schon 2,9 Millionen Euro geflossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bundestagswahl-grossspender-fuellen-die-wahlkampf-kassen-von-union-und-fdp-1.3566035\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.G.:<\/strong> Ist Frau Klatten &uuml;berzeugt, dass CDU\/FDP das Beste f&uuml;r &bdquo;uns alle&ldquo; im Sinne habe (und nat&uuml;rlich auch die besten Rezepte&hellip;), oder will sie gar nur ihre j&auml;hrlichen Dividenden-Millionen weiterhin fast erbschafts- und verm&ouml;genssteuerfrei kassieren? Mit dieser Frage k&ouml;nnte sich u.a. auch die SZ einmal n&auml;her besch&auml;ftigen. Und &uuml;berhaupt: Wann wird die Parteienfinanzierung endlich so geregelt, dass diese Art von Verdacht nicht mehr aufkommt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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