{"id":3906,"date":"2009-04-24T09:44:02","date_gmt":"2009-04-24T07:44:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3906"},"modified":"2009-04-24T09:50:22","modified_gmt":"2009-04-24T07:50:22","slug":"hinweise-des-tages-878","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3906","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(MB\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen<\/p><ol>\n<li>&Ouml;konomen wollen kein Konjunkturpaket<\/li>\n<li>Zaghaft in der Tiefebene<\/li>\n<li>Tobias Bayer: Schluss mit dem Jein<\/li>\n<li>WestLB braucht erneut Milliarden vom Land<\/li>\n<li>Casino reloaded<\/li>\n<li>Stresstest-Stress f&uuml;r die Banken<\/li>\n<li>Wirtschaftskrise &ndash; &ldquo;Die Schwelle zur Gewalt sinkt&rdquo;<\/li>\n<li>Heribert Prantl: Warnung vor sozialen Unruhen &ndash; Staatsb&uuml;rgschaft f&uuml;r B&uuml;rger<\/li>\n<li>Die Blindheit der Journalisten<\/li>\n<li>Managergeh&auml;lter: Wie sehen die neuen Vorschriften aus?<\/li>\n<li>Sinkende Lohnquote oder warum vom Binnenmarkt keine Impulse ausgehen<\/li>\n<li>Wunderkerzen am Arbeitsmarkt<\/li>\n<li>Kinderarbeit in der Schokoladenindustrie<\/li>\n<li>Map-Report: Private Vorsorge schmilzt dahin<\/li>\n<li>Biotechkonzern Monsanto wehrt sich<\/li>\n<li>Familienbande: Warum Ursula von der Leyen Gl&uuml;cksspielseiten nicht sperren wollte<\/li>\n<li>Johannes B. Kerner wechselt vom ZDF zu Sat.1<\/li>\n<li>Presse und Nato-Gipfel<\/li>\n<li>IMI-Studie 2009\/07: Hochschulen forschen f&uuml;r den Krieg<\/li>\n<li>Zu guter Letzt: Angie, das 7. Gebot und die Leiharbeit und M&uuml;nte zur Bad Bank<\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3906&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>&Ouml;konomen wollen kein Konjunkturpaket<\/strong><br>\nZwei Konjunkturprogramme hat die Bundesregierung bereits auf den Weg gebracht und dabei sollte es nach Meinung f&uuml;hrender Wirtschaftsforschungsinstitute auch bleiben. Fr&uuml;hjahrsgutachter bef&uuml;rchten zu hohe Kosten und pl&auml;dieren f&uuml;r eine Stabilisierung der Banken<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_37_2009.pdf\">IMK Langfassung [PDF &ndash; 7,9 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zwar prognostizieren die Wirtschaftsforschungsinstitute mit 6 Prozent einen st&auml;rkeren Wirtschaftseinbruch als der IWF, folgen aber nicht der Empfehlung des IWF oder auch der OECD, zus&auml;tzliche fiskalpolitische&nbsp; Ma&szlig;nahmen zu treffen. Die Institute orientieren sich so regierungsnah wie selten. &ndash; Man m&ouml;chte ja bei der Gemeinschaftsdiagnose 2011 wieder dabei sein. Die Kritik an der Abwrackpr&auml;mie, geschenkt, sie ist eh gelaufen. Kritik w&auml;re eher daran angebracht, dass die Politik viel zu sp&auml;t auf die Krise reagiert hat. Das war aber auch&nbsp; nicht zu erwarten, haben doch unsere Top&ouml;konomen die Krise erst mit gro&szlig;er Versp&auml;tung realisiert. Mehr als seltsam wirkt die Aussage. &ldquo;Im Gro&szlig;en und Ganzen sind viele der von der Bundesregierung beschlossenen Ma&szlig;nahmen gleichwohl positiv zu beurteilen, zumal die&nbsp; &hellip;.&nbsp; die Entlastungen bei Steuern und Sozialbeitr&auml;gen, nicht nur zu den aus konjunktureller Perspektive w&uuml;nschenswerten Nachfrageimpulsen f&uuml;hren, sondern aufgrund der langfristig positiven Produktivit&auml;tseffekte und der Leistungsanreize zugleich das Wachstum f&ouml;rdern. Sie sind daher auch &ndash; wie vielfach empfohlen &ndash; mit den l&auml;ngerfristigen Zielen der Finanzpolitik kompatibel.&rdquo; Hat doch bisher das Kieler Institut f&uuml;r Weltwirtschaft die Steuersenkungen als zu gering erachtet, um Wirkung zu zeigen, w&auml;hrend sich Gustav Horn vom IMK generell skeptisch gegen&uuml;ber Steuersenkungen ge&auml;u&szlig;ert hat. In Fu&szlig;note 71 der Gemeinschaftsdiagnose werden drei Studien aus den USA herangezogen, um die These von der konjunkturpolitischen Wirksamkeit von Steuersenkungen zu erh&auml;rten. Dieses Spiel kann man mit zu anderen Schl&uuml;ssen kommenden US-Studien und Analysen des Internationalen W&auml;hrungsfonds endlos fortsetzen. Tatsache ist, dass die verteilungspolitischen Wirkung der Steuersenkungen im deutschen Konjunkturpaket wie folgt aussieht: Bezieher von Jahreseinkommen bis zu 10000 Euro erhalten&nbsp; 0,15 Milliarden Euro, w&auml;hrend Bezieher von Jahreseinkommen oberhalb von 53000 Euro auf 1,45 Milliarden kommen. Die Nachfragewirksamkeit dieser Ma&szlig;nahme bleibt also bei denjenigen, die wahrscheinlich eher ihr Geld ausgeben d&uuml;rften, gering, w&auml;hrend die Sparquote der Besserverdienenden steigen d&uuml;rfte. &ndash; Positiv &uuml;berraschend die Bejahung&nbsp; der Verstaatlichung einzelner Banken, wie auch der Hinweis auf das britische Modell der Bankensanierung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zaghaft in der Tiefebene<\/strong><br>\nDie Berliner Krisenpolitik findet auf Gipfeln statt. Aber die Kletterer Merkel und Steinbr&uuml;ck gewinnen keine H&ouml;he. Sie machen zu kleine Schritte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1729990_Leitartikel-Zaghaft-in-der-Tiefebene.html\">Frankfurter Rundschau<br>\n<\/a><\/li>\n<li><strong>Tobias Bayer: Schluss mit dem Jein<\/strong><br>\nRegierungen schrecken vor einer harten Gangart gegen&uuml;ber der Finanzwelt zur&uuml;ck. Das ist fahrl&auml;ssig: Die Rettungspakete haben dazu gef&uuml;hrt, dass die Banken im Eigenhandel wieder auf Risiko setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Tobias-Bayer-Schluss-mit-dem-Jein\/502864.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>WestLB braucht erneut Milliarden vom Land<\/strong><br>\nNordrhein-Westfalen ist kein reiches Land. Und die WestLB macht es noch &auml;rmer. Nun braucht die angeschlagene Landesbank erneut eine Milliarden-Garantie. Da fragt sich der Steuerzahler in NRW, wo das Geld herkommen soll. Die Antwort der Politik d&uuml;rfte sie nicht befriedigen. Die WestLB braucht f&uuml;r die geplante Ausgliederung von Teilen der Landesbank eine weitere Milliarden-Garantie. Nordrhein-Westfalens Finanzminister Helmut Linssen (CDU) sprach am Donnerstag im Finanzausschuss des D&uuml;sseldorfer Landtags von bis zu f&uuml;nf Mrd. Euro. Die genaue H&ouml;he der erforderlichen Garantie h&auml;nge davon ab, welches Modell f&uuml;r die Ausgliederung der Gesch&auml;fte gew&auml;hlt werde. Die drittgr&ouml;&szlig;te deutsche Landesbank will Gesch&auml;ftsbereiche und Papiere im Volumen von rund 87 Mrd. Euro ausgliedern, die nicht mehr zum Kerngesch&auml;ft gez&auml;hlt werden, aber werthaltig seien. Damit sollen Auflagen der EU erf&uuml;llt werden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/westlb-braucht-erneut-milliarden-vom-land;2250346\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Casino reloaded<\/strong><br>\nVor drei Monaten faktisch pleite, jetzt Milliardengwinne &ndash; US-Finanzkonzerne drehen mit Unterst&uuml;tzung der Obama-Regierung bereits wieder am Rad<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/04-23\/022.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Stresstest-Stress<\/strong><br>\nAm Freitag ver&ouml;ffentlichen die US-Beh&ouml;rden, nach welchen Kriterien sie die Banken ihrem Stresstest unterziehen. Das ganze Verfahren ist eine Farce: Egal wie die Ergebnisse ausfallen, der Markt wird entt&auml;uscht sein. F&uuml;r Washington ist die Situation h&ouml;chst ungem&uuml;tlich. Es gibt schon jetzt kein Entrinnen mehr: Entweder alle Finanzinstitute bestehen den Test. Dann zweifeln alle seine Seriosit&auml;t an und wittern Kl&uuml;ngel zwischen Beh&ouml;rden und der Wall Street. Das ist schon jetzt der Fall. Viele Beobachter am&uuml;sieren sich dar&uuml;ber, dass Federal Reserve und Geithner binnen weniger Wochen einen guten Test aufsetzen wollen. Noch schlimmer w&auml;re es aber, wenn einige Institute durchfallen und staatlich gest&uuml;tzt werden m&uuml;ssten. Dann d&uuml;rfte an den M&auml;rkten Panik einsetzen. Das &ouml;ffentliche Verfahren, hinter dem eine l&ouml;bliche Grundidee steckt, erweist sich als bedrohlich. Im Nachhinhein w&auml;re es besser gewesen, auf die Ank&uuml;ndigung eines Stresstests zu verzichten, den Banken wie in Gro&szlig;britannien eine feste Eigenkapitalquote vorzuschreiben und das Ganze durch geheime Analysen der Aufseher zu begleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Stresstest-Stress\/504172.html?mode=printhttp:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Stresstest-Stress\/504172.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftskrise &ndash; &ldquo;Die Schwelle zur Gewalt sinkt&rdquo;<\/strong><br>\nJobverlust und Abstiegsangst: Die Wirtschaftskrise wird neue Verteilungsk&auml;mpfe hervor bringen, sagt der Soziologe Klaus D&ouml;rre &ndash; und warnt vor gewaltsamen Protesten.\n<blockquote><p>Halten Sie es nicht f&uuml;r m&ouml;glich, dass die Solidarit&auml;t in der Krise eine Renaissance erf&auml;hrt?<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>D&ouml;rre: Wir erleben doch schon seit Jahren eine Entsolidarisierung mit der so genannten Unterschicht. Man erinnere sich an die Debatte der vergangenen Jahre: Stets hie&szlig; es, die Hilfeempf&auml;nger lebten auf Kosten der hart arbeitenden B&uuml;rger. Das war die gleiche Logik, mit der man den Abbau vieler sozialstaatlicher Absicherungen und die Flexibilisierungen am Arbeitsmarkt begr&uuml;ndet hat.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Diese flexibleren Regeln sollten urspr&uuml;nglich mehr Jobs schaffen.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>D&ouml;rre: Ja, aber was hat es gebracht? Vor allem eine Zunahme von prek&auml;ren Jobs, die nun im Abschwung als erstes wieder wegfallen. Mittlerweile arbeiten 22 Prozent aller Besch&auml;ftigten im Niedriglohnsektor. Im Aufschwung sollte dieser ein Sprungbrett in eine bessere Besch&auml;ftigung sein. Jetzt, in der Krise, ist es die Vorlage zum Absturz. Dahinter steckt aber noch eine weitere Logik, eine Art, den Kapitalismus zu denken, die gescheitert ist.\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Wie lautet die?<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>D&ouml;rre: Es ist eine Logik, die keinen Widerspruch duldet. Wir m&uuml;ssen das tun, weil die Zeiten der Globalisierung es erfordern, war eine solche Formel. Dahinter steckt auch ein Konkurrenzdenken, ein System, das die Gesellschaft stets in Sieger und Verlierer teilt. In der das gesamte Leben nach Renditen ausgerichtet wird. Das werden die Menschen zunehmend nicht mehr hinnehmen. &Uuml;berhaupt macht mir die Tatsache, dass die Kritik zunehmen wird, Hoffnung.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Wirtschaftskrise-Proteste;art271,2780788,1?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Wirtschaftskrise-Proteste;art271,2780788,2?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl: Warnung vor sozialen Unruhen &ndash; Staatsb&uuml;rgschaft f&uuml;r B&uuml;rger<\/strong><br>\nMan soll von sozialen Unruhen nicht alarmistisch reden. Man soll etwas daf&uuml;r tun, dass sich die B&uuml;rger sicher f&uuml;hlen k&ouml;nnen. Der Staat muss f&uuml;r die soziale Sicherheit seiner B&uuml;rger b&uuml;rgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/507\/466092\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<br>\n<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Blindheit der Journalisten<\/strong><br>\nWirtschaftsmedien h&auml;tten die Krise vorausahnen k&ouml;nnen. Aber vieles, was an den Kreditm&auml;rkten vorging, haben sie entweder untersch&auml;tzt oder nicht verstanden. Ein Schuldbekenntnis.<br>\nLetztlich ist wohl unstrittig, dass die Wirtschaftsmedien ihre Aufgabe h&auml;tten besser machen k&ouml;nnen. Ich stelle selbstkritisch vier Schw&auml;chen der Berichterstattung fest.\n<p>Erstens haben Journalisten nicht erfasst, welche Bedeutung die fehlende Regulierung au&szlig;erb&ouml;rslicher Derivate hatte, die im hohen Kreditwachstum nach der Internetblase den Gro&szlig;teil des Gesch&auml;ftspartnerrisikos ausmachten. Zweitens haben Journalisten, mit wenigen Ausnahmen, die Risiken der impliziten Staatsgarantien f&uuml;r die Hypothekenbesicherer Fannie Mae und Freddie Mac nicht begriffen.<\/p>\n<p>Drittens verstanden die Journalisten nicht, wie bedeutsam die Zunahme der au&szlig;erbilanziellen Finanzgesch&auml;fte der Banken war sowie welcher Zusammenhang zu den prozyklischen Basel-II-Bestimmungen und zum Gesamtkonzept der Verschuldung bestand. Viertens dauerte es zu lange, bis den Wirtschaftsjournalisten klar wurde, dass der Bankencrash schwerwiegende Folgen f&uuml;r die Realwirtschaft haben w&uuml;rde. Dasselbe gilt f&uuml;r Regulierer und &Ouml;konomen. Zu lange haben zu viele Experten Finanzsektor und Realwirtschaft wie Paralleluniversen behandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Die-Blindheit-der-Journalisten\/504082.html?p=1\">FTD<\/a><\/p>\n<p>\t<em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein mattes und eher abwiegelndes &bdquo;Schuldbekenntnis&ldquo; des Chefredakteurs der Financial Times Deutschland.<\/em><\/p>\n<p>Warum konnte eigentlich unser kleines Blog NachDenkSeiten schon seit Jahren vor dem Deregulierungswahn und von den Verflechtungen zwischen der Finanzwirtschaft und der Politik warnen? Albrecht M&uuml;ller hat in einem Vortrag im Mai 2007 <a href=\"?p=2394\">&bdquo;Die Dominanz der Finanzwirtschaft. Oder: Kapitaltransferunternehmer versus Wertsch&ouml;pfungsunternehmer&ldquo;<\/a> geklagt . Wir haben schon im August 2007&uuml;ber <a href=\"?p=2564\">&bdquo;Die Blase &ndash; das Werk von Kriminellen, kriminellen Vereinigungen und Hehlern&ldquo;<\/a> . Wir haben in zahllosen Beitr&auml;gen zur Privatisierung der Rente oder bei den PPP-Projekten schon vor 5 Jahren darauf hingewiesen, sie sehr sich die Politik in den F&auml;ngen der Finanzwirtschaft befindet. Wir haben die F&ouml;rderung der Hedge-Fonds und des Derivathandels in Deutschland kritisiert als sie 2005 in die Koalitionsvereinbarung aufgenommen wurde.<br>\nWarum war das den gro&szlig;en Wirtschaftsredaktionen nicht m&ouml;glich.\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Managergeh&auml;lter: Wie sehen die neuen Vorschriften aus?<\/strong><br>\nManager sollen k&uuml;nftig f&uuml;r Fehlentscheidungen mit ihrem Privatverm&ouml;gen haften und bei einem entsprechend gro&szlig;en Schaden mindestens ein Jahresgehalt zahlen m&uuml;ssen. Nur den dar&uuml;ber hinausgehenden Schaden sollen sie auf eine Haftpflichtversicherung abw&auml;lzen k&ouml;nnen. Bisher k&ouml;nnen sich Vorstandsmitglieder komplett versichern, die Versicherungsbeitr&auml;ge zahlen meist die Unternehmen. &bdquo;Wir gehen davon aus, dass derjenige, der wei&szlig;, dass er im Schadensfall auch pers&ouml;nlich haftet, sorgf&auml;ltiger arbeitet&ldquo;, sagt Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages-Managergehaelter;art693,2781176?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">tagesspeigel.de<\/a>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Gesetz gegen Steuerflucht: Steinbr&uuml;cks Sp&auml;tz&uuml;nder<\/strong><br>\nStefan Welzk kommentiert das neue Gesetz gegen Steuerflucht; Darf man diesem Retter trauen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/nachhoeren\/politikum.html\">WDR 5 Politikum vom 23.04.09 Audiodatei ab Minute 3.00<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Sinkende Lohnquote oder warum vom Binnenmarkt keine Impulse ausgehen<\/strong><br>\nDie seit Jahren stattfindende Umverteilung von unten nach oben in der BRD dokumentiert sich vor allem in der r&uuml;ckl&auml;ufigen Brutto-Lohnquote am Volkseinkommen. Nach den j&uuml;ngsten Ver&ouml;ffentlichungen des Statistischen Bundesamtes betrug im vergangenen Jahr der Anteil der aggregierten Arbeitnehmerentgelte (Bruttol&ouml;hne + Sozialbeitr&auml;ge der Arbeitgeber) am Volkseinkommen 65,2 Prozent. Er war damit um exakt sieben Prozentpunkte niedriger als im Jahr 2000 mit 72,2 %. Ensprechend h&ouml;her war der Anteil der Unternehmens- (Gewinn-) und Verm&ouml;genseinkommen; er stieg von 27,8 % auf 34,8 %. Nach Berechnungen des isw ergibt sich daraus f&uuml;r die Arbeitnehmer, bezogen auf das Jahr 2008, ein Verteilungsverlust von 131,9 Mrd. Euro &ndash; mit anderen Worten: W&auml;ren die Verteilungsrelationen im Jahr 2008 die gleichen wie im Jahr 2000 &ndash; also 72,2 % zu 27,8 % &ndash; dann w&auml;ren die Arbeitnehmerentgelte um 131,9 Mrd. Euro h&ouml;her ausgefallen. Der daraus resultierende Nachfrageschub w&auml;re weit wirkungsvoller als der Stimulus, der von den beiden &bdquo;Konjunkturprogrammen&ldquo; der Bundesregierung ausgeht, deren Umfang gerade mal 80 Milliarden ausmacht &ndash; bezogen auf zwei Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.isw-muenchen.de\/download\/lohnquote-kom-fs-200902.html\">ISW<\/a><\/li>\n<li><strong>Wunderkerzen am Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nDie Anzeichen mehren sich, dass die Arbeitslosigkeit in K&uuml;rze rasant steigen wird. Doch die Politik und die Sozialpartner &uuml;berbieten sich mit ungeeigneten Vorschl&auml;gen.<br>\nNoch im Herbst hatten manche Experten geglaubt, ein dramatischer Anstieg der Arbeitslosigkeit k&ouml;nnte &uuml;ber Br&uuml;cken wie Zeitkonten oder Kurzarbeit verhindert werden. Inzwischen sieht es so aus, als wenn sp&auml;testens im Sommer die Arbeitslosigkeit rasant ansteigt. Da das nicht sein darf &ndash; schon gar nicht zu Wahlkampfzeiten -, wird in Berlin jetzt hektisch an neuen Ma&szlig;nahmen gebastelt. \n<p>Das ist nett und sieht besser aus als Nichtstun. Aber sinnvoll sind diese Vorschl&auml;ge deswegen noch lange nicht &ndash; es sind Nebelkerzen der Hoffnung, mehr nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Wunderkerzen-am-Arbeitsmarkt\/502974.html?p=1%20\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Kritik von Maike Rademaker an den Gewerkschaften finde ich allerdings ziemlich ungerecht, was bleibt ihnen den anderes &uuml;brig, als ein Maximum an Absicherung zu fordern? Sind etwa die Gewerkschaften f&uuml;r die Wirtschafts- und Finanzpolitik zust&auml;ndig? Haben Sie nicht schon seit l&auml;ngerem einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik gefordert?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kinderarbeit in der Schokoladenindustrie<\/strong><br>\nFast zehn Kilogramm Schokolade verspeist der Durchschnittsdeutsche jedes Jahr. F&uuml;r diesen allt&auml;glichen, selbstverst&auml;ndlichen Genuss schuften in der Elfenbeink&uuml;ste Kindersklaven, oft gerade mal zehn Jahre alt, unter katastrophalen Bedingungen in Kakaoplantagen. Das Greenpeace Magazin schildert in seiner aktuellen Ausgabe die bittere Realit&auml;t hinter der s&uuml;&szlig;en S&uuml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace-magazin.de\/index.php?id=5020&amp;tx_ttnews[tt_news]=49393&amp;tx_ttnews[backPid]=23&amp;cHash=c3140fd964\">Greenpeace-Magazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Map-Report: Private Vorsorge schmilzt dahin<\/strong><br>\nWer f&uuml;r das Alter finanziell ausreichend vorsorgen will, muss seinen Einsatz immer mehr erh&ouml;hen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des auf Versicherungen spezialisierten Branchendiensts Map-Report f&uuml;r private Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag. Wer beispielsweise 1990 einem Versicherer 50 000 Euro in die Hand gedr&uuml;ckt hat, bekommt monatlich im Schnitt knapp 400 Euro Privatrente. Wer die gleiche Summe im Jahr 2000 angelegt hat, muss sich dagegen mit einem Viertel weniger, also knapp 300 Euro begn&uuml;gen. Verantwortlich daf&uuml;r macht Map-Chef Manfred Poweleit zwei Trends. Erstens werden Menschen immer &auml;lter. Ihre Lebenserwartung steige derzeit j&auml;hrlich um vier Monate. Zweitens dr&uuml;cke eine seit 15 Jahren anhaltende und derzeit wegen der Bek&auml;mpfung der Finanzkrise versch&auml;rfte Niedrigzinsphase alle Renditen. Lag der langfristige Kapitalmarktzins im Schnitt der Jahre 1955 bis 2009 hier zu Lande bei 6,63 Prozent, seien es heute mit 3,1 Prozent weniger als die H&auml;lfte.\n<p>Die Bundesb&uuml;rger w&uuml;rden auf die sinkenden Privatrenten nur mangelhaft reagieren. &ldquo;In kaum einem anderen Industrieland sind Verbraucher in Finanzdingen so schlecht ausgebildet wie in Deutschland&rdquo;, sagt der Verbrauchersch&uuml;tzer. Wer sich im Alter auf den Staat verlasse, sei ohnehin &ldquo;verraten und verkauft&rdquo;. Das gelte nicht nur f&uuml;r die Rente sondern auch f&uuml;r andere Risiken wie Invalidit&auml;t oder Pflege.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1729587_Map-Report-Private-Vorsorge-schmilzt-dahin.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Biotechkonzern Monsanto wehrt sich<\/strong><br>\nDer Biotechkonzern Monsanto hat Klage gegen das Anbauverbot f&uuml;r Gentech-Mais eingereicht. Die CSU will auch keine Freilandversuche mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/biotechkonzern-monsanto-wehrt-sich\/?type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Monsanto darf Verbot von Gen-Mais nicht kippen!<\/strong><br>\nDer Gentechnik-Konzern Monsanto hat Klage gegen das Verbot des Gen-Mais MON810 eingereicht, das Landwirtschaftsministerin Aigner Mitte April erlassen hat. Per Eilentscheid will er die Aussaat von Gen-Mais doch noch durchdr&uuml;cken. Aigner hat mit dem Verbot die berechtigten Sorgen der B&uuml;rger\/innen ernst genommen und die Risiken von MON810 auf wissenschaftlicher Grundlage richtig eingesch&auml;tzt. Monsanto muss endlich respektieren, dass wir in einer Demokratie leben: Wir wollen keine Gen-Saat auf unseren Feldern.<br>\nFordern Sie von Monsanto, seine Klage gegen das Verbot des Gen-Mais zur&uuml;ckzuziehen!.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.campact.de\/gentec\/sn5\/signer\">Campact<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum Ursula von der Leyen Gl&uuml;cksspielseiten nicht sperren wollte<\/strong><br>\nNachdem im November letzten Jahres Vertreter der hessischen Landesregierung und der Staatlichen Bayrischen Lotterieverwaltung Vertreter der f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten Deutschen Zugangs Provider (sic!) davon &uuml;berzeugen wollten auf freiwilliger Basis zuk&uuml;nftig Webseiten von ausl&auml;ndischen Gl&uuml;cksspielangeboten zu sperren, hat Ursula von der Leyen interveniert, aber aus anderen Gr&uuml;nden als bisher angenommen. \n<p>So schrieb der Focus im November 2008: <\/p>\n<blockquote><p>F&uuml;r Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen kommt der Vorsto&szlig; h&ouml;chst ungelegen. Sie hatte k&uuml;rzlich eine Gesetzgebungsinitiative angek&uuml;ndigt, um Provider zur Sperre von Webseiten mit kinderpornographischen Inhalten f&uuml;r deutsche Kunden zu verpflichten. Dass das gleiche Mittel auch zum Schutz des staatlichen Lotterie-Monopols genutzt werden k&ouml;nnte, w&uuml;rde der Initiative die Glaubw&uuml;rdigkeit nehmen.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die wirklichen Hintergr&uuml;nde f&uuml;r die Intervention von Frau von der Leyen werden klar, wenn man sich mit ihrem famili&auml;ren Umfeld n&auml;her besch&auml;ftigt. So ist ein Bruder von Frau von der Leyen, Herr Hans-Holger Albrecht Vorstandsvorsitzender der Firma MTG (Modern Times Group), eines schwedischen Medienunternehmens, das im Free-TV und Pay-TV Gesch&auml;ft in Nord- und Osteuropa t&auml;tig ist. Unter der &Auml;gide von Herrn Albrecht ist dieses Unternehmen schon einmal &uuml;ber seine Tochter Viasat in Konflikt mit der amerikanischen B&ouml;rsenaufsicht geraten und hat sich durch eine Zahlung von 700.000$ von einer SEC Ermittlung aufgrund von zur&uuml;ckdatierten Optionen frei gekauft. In den letzten Jahren ist das Unternehmen nach diversen Umstrukturierungen verst&auml;rkt in einem neuen Bereich t&auml;tig geworden, dem Online-Gl&uuml;cksspiel. MTG erwarb Beteiligungen unter anderem an Bet24.com, einem maltesischen Online-Gl&uuml;cksspielanbieter, der seine Seri&ouml;sit&auml;t auf seiner Webseite mit Hinweis auf MTG als Mehrheitseigner unterstreicht, Schon 1997 hatte MTG gemeinsam mit mit Cherryf&ouml;retagen und Pontus Lindwall das Joint Venture Net Entertainment gegr&uuml;ndet, das Software f&uuml;r Online-Casinos entwickelt, deren Lizenzgeb&uuml;hren sich nach den Einnahmen der sie einsetzenden Casinos richten. Herr Albrecht und MTG haben also ein Interesse an m&ouml;glichst vielen Online-Gl&uuml;cksspielern, egal woher sie stammen, solange sie das Geld in Online-Casinos lassen, die indirekt zu MTG geh&ouml;ren oder die Software von Net Entertainment einsetzen. Es ist also f&uuml;r Herrn Albrecht und MTG von Interesse, dass auch den Spielern aus Deutschland weiterhin ein ungehinderter Zugang zu den Online-Casinos an denen MTG beteiligt ist, m&ouml;glich ist, auch wenn solche Angebote hierzulande nicht zul&auml;ssig sind und die juristische Seite der Nutzung solcher Angebote schon einige Anw&auml;lte und Gerichte besch&auml;ftigt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boocompany.com\/index.cfm\/content\/story\/id\/15790\/\">Boocompany<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Johannes B. Kerner wechselt vom ZDF zu Sat.1<\/strong><br>\nNach zw&ouml;lf Jahren beim ZDF geht TV-Moderator Johannes B. Kerner zum Anfang n&auml;chsten Jahres zur&uuml;ck zum Privatsender Sat.1. Kerner werde ein w&ouml;chentliches, journalistisches Live-Magazin mit G&auml;sten und aktuellen Themen moderieren, teilte Sat.1 mit. Au&szlig;erdem werde der ausgewiesene Sport-Experte im neuen &bdquo;ran&ldquo;-Team die Spiele der Champions-League pr&auml;sentieren. Kerner war bereits in den 90er Jahren bei Sat.1 als Moderator t&auml;tig gewesen, bevor er Anfang 1998 zum ZDF wechselte. Das ZDF hatte Kerner eine Verl&auml;ngerung seines zum Jahresende auslaufenden Vertrages um weitere drei Jahre angeboten. Man habe sich jedoch nicht &uuml;ber die Konditionen einigen k&ouml;nnen, hie&szlig; es aus dem Mainzer Sender. \n<p>Intendant Markus Sch&auml;chter erkl&auml;rte: <\/p>\n<blockquote><p>Wir hatten zw&ouml;lf erfolgreiche Jahre miteinander&ldquo;, &auml;u&szlig;erte aber auch &bdquo;Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, dass Johannes Kerner jetzt nach neuen Horizonten strebt. <\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>&bdquo;Es gab schon l&auml;nger Verhandlungen &uuml;ber eine Vertragsverl&auml;ngerung. Und die sind nun so ausgegangen, die &Uuml;berraschung dar&uuml;ber war jetzt nicht riesig. Nat&uuml;rlich ist der Wechsel von Herrn Kerner ein Verlust f&uuml;r uns&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>sagte der ZDF-Pressesprecher Alexander Stock zu WELT ONLINE. <\/p>\n<p>&Uuml;ber die Gr&uuml;nde des Wechsel will Stock nichts sagen: <\/p>\n<blockquote><p>Nur soviel: Wir sind uns &uuml;ber die Konditionen nicht einig geworden.<\/p><\/blockquote>\n<p>In der Branche wird vermutet, dass der Privatsender &ldquo;Sat. 1&rdquo; Johannes B. Kerner mit einer extrem langen Laufzeit im Vertrag gelockt hat. Auch die Verquickung von Kerner als Moderator und Produzent seiner ZDF-Talkshow k&ouml;nnte eine Rolle gespielt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/fernsehen\/article3602163\/Johannes-B-Kerner-wechselt-vom-ZDF-zu-Sat-1.html?print=yes#reqdrucken\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.F:<\/strong> Endlich verliert das ZDF seine allabendliche Programmverflachung: Kerner geht dahin, wo er hingeh&ouml;rt- zu Sat 1.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Presse-KSK <\/strong><br>\nDie Berichterstattung &uuml;ber den NATO-Gipfel Anfang April wurde zentral gesteuert und in Absprache mit den staatlichen Repressionsbeh&ouml;rden koordiniert. Dies geht aus Aussagen von Mitarbeitern des S&uuml;dwestrundfunks (SWR) hervor. Erkl&auml;rtes Ziel war es demnach, die &ldquo;offiziellen Bilder&rdquo; zu den &ldquo;pr&auml;genden Bildern&rdquo; zu machen. Die bei der NATO akkreditierten Journalisten wurden durch einen ausgebildeten Kriegsberichterstatter in enger Zusammenarbeit mit der baden-w&uuml;rttembergischen Polizei auf ihre T&auml;tigkeit vorbereitet. Der hierf&uuml;r Verantwortliche leitet ein privates &ldquo;Sicherheits&rdquo;-Unternehmen, das Manager deutscher Firmen f&uuml;r Aufenthalte in Kriegsgebieten trainiert und nach eigener Aussage Angeh&ouml;rige von &ldquo;Spezialeinheiten der Polizei und des Milit&auml;rs&rdquo; zu seinen Ausbildern z&auml;hlt. Er hat unl&auml;ngst f&uuml;r &ldquo;Krisenf&auml;lle&rdquo;, etwa Anschl&auml;ge, die die Beh&ouml;rden anl&auml;sslich des NATO-Gipfels nicht ausschlossen, die Entsendung eines &ldquo;Kommandos Spezialkr&auml;fte&rdquo; aus staatlich besoldeten Pressesprechern vorgeschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57514?PHPSESSID=klrl93vqc4fmo25nlk6ae0pgd3\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>IMI-Studie 2009\/07: Hochschulen forschen f&uuml;r den Krieg<\/strong><br>\nIm Jahr 2008 hat die Bundesregierung 1,1 Milliarde Euro daf&uuml;r gezahlt, dass an Hochschulen und in so genannten An-Instituten R&uuml;stungsforschung betrieben wird. Das Bundesministerium f&uuml;r Verteidigung (BMVg) vergab Auftr&auml;ge f&uuml;r bundeswehrrelevante und wehrtechnische Forschung an Hochschulen in zehn Bundesl&auml;ndern. Insgesamt f&uuml;hren 27 Hochschulen derartige Projekte durch. Daneben erhielten auch einschl&auml;gige Forschungseinrichtungen wie die Forschungsgesellschaft f&uuml;r Angewandte Naturwissenschaften (FGAN), das Deutsche Zentrum f&uuml;r Luft &ndash; und Raumfahrt (DLR) oder die Fraunhofer Gesellschaft Auftr&auml;ge. Im Rahmen des 7. Forschungsprogramms der EU wird an Hochschulen auch im &bdquo;Forschungsprogramm f&uuml;r die zivile Sicherheit&ldquo; gearbeitet, dessen Ergebnisse teils ebenfalls &bdquo;sicherheitsrelevant&ldquo; sind. Gleichzeitig ist 2007 das deutsche Forschungsprogramm zur &bdquo;zivilen Sicherheit&ldquo; gestartet. Die Forschungsprojekte reichen insgesamt von der Entwicklung besserer Panzerungen &uuml;ber wehrpsychologische Projekte bis hin zu sozialwissenschaftlicher Forschung. Auch in der Lehre gibt es Verbindungen zwischen Hochschulen und der Bundeswehr. Von einzelnen Vortr&auml;gen mit Jugendoffizieren &uuml;ber Personal&uuml;berschneidungen bis hin zum Studiengang &bdquo;Military Studies&ldquo; bestehen teils &bdquo;erfreulich intensive&ldquo; Kooperationen, wie es im Jahresbericht der Jugendoffiziere 2007 hei&szlig;t.\n<p>Sarah Nagel stellt in ihrer IMI-Studie &ldquo;Hochschulen forschen f&uuml;r den Krieg&rdquo; diese Aspekte der Militarisierung von Forschung und Lehre dar und geht auch auf Versuche von Angestellten und Studierenden ein, sich dagegen zu wehren. Die Studie enth&auml;lt auch eine Liste aller Universit&auml;ten, von denen bekannt ist, dass sie u.a. R&uuml;stungsforschung betreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/imi-online.de\/download\/SN-Studie07-2009-Forschung.pdf\">Informationsstelle Militarisierung e.V. [PDF &ndash; 224KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Zu guter Letzt<\/strong>\n<p><strong>Angie, das 7. Gebot und die Leiharbeit<\/strong><br>\nWas hat Leiharbeit mit Angela Merkel zu tun und was mit dem siebten Gebot? Wer sind die T&auml;ter, wer die Opfer? Ein etwas ungew&ouml;hnlicher Aufkl&auml;rungsfilm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mindestlohn09.de\/w\/files\/download\/Leiharbeit.wmv\">Mindestlohn [Video]<\/a><\/p>\n<p><strong>M&uuml;nte auf NDR2 zur Bad Bank<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/195.185.185.83\/ndr\/mp3\/podcasts\/podcast2954\/AU-20090422-1010-2001.mp3\">NDR [Audio]<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(MB\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen<\/p>\n<ol>\n<li>&Ouml;konomen wollen kein Konjunkturpaket<\/li>\n<li>Zaghaft in der Tiefebene<\/li>\n<li>Tobias Bayer: Schluss mit dem Jein<\/li>\n<li>WestLB braucht erneut Milliarden vom Land<\/li>\n<li>Casino reloaded<\/li>\n<li>Stresstest-Stress f&uuml;r die Banken<\/li>\n<li>Wirtschaftskrise &ndash; &ldquo;Die Schwelle zur Gewalt sinkt&rdquo;<\/li>\n<li>Heribert Prantl: Warnung vor sozialen Unruhen &ndash; Staatsb&uuml;rgschaft f&uuml;r B&uuml;rger<\/li>\n<li>Die Blindheit der Journalisten<\/li>\n<li>Managergeh&auml;lter: Wie<\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3906\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3906","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3906","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3906"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3906\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3906"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3906"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3906"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}