{"id":39065,"date":"2017-07-06T08:53:05","date_gmt":"2017-07-06T06:53:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065"},"modified":"2017-07-06T08:53:05","modified_gmt":"2017-07-06T06:53:05","slug":"hinweise-des-tages-2909","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h01\">G20<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h02\">&ldquo;Jobwunder&rdquo;? Vom Umverteilen und Downsizing der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h03\">&bdquo;Peter Tauber liegt v&ouml;llig falsch&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h04\">Minijob und Null-Stunden-Vertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h05\">Hartz IV &ndash; Klassenkampf von oben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h06\">L&auml;ngere Arbeitstage, k&uuml;rzere Pausen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h07\">K&uuml;ndigung unliebsamer Mitarbeiter: Fertiggemacht vom eigenen Chef<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h08\">&Uuml;berwiegende Mehrheit der Deutschen lehnt privaten Bau von Autobahnen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h09\">Bericht belegt wohnungspolitisches Versagen der Gro&szlig;en Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h10\">In Deutschland werden zwischen 2012 und 2027 bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr verschenkt und vererbt werden, gut ein Viertel mehr als bisher angenommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h11\">Wer zu viel Sicherheit will, opfert die Freiheit <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h12\">Die Strafbestimmung des &sect; 80 StGB wurde gestrichen. Verbot der Vorbereitung eines Angriffskrieges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h13\">Deutschlands Beitrag zur Bombe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h14\">Gro&szlig;britannien: Oberstes Gericht l&auml;sst Anh&ouml;rung &uuml;ber Aufhebung von Tony Blairs Immunit&auml;t zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h15\">Kehrtwende bei Volvo: Ab 2019 nur noch mit Elektromotor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h16\">M&uuml;ller will 25-Millionen-Subvention f&uuml;r Homann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h17\">Politiker mieten: Geht immer noch<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>G20<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Neuer Wettlauf um Afrika<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will im Rahmen ihrer G-20-Pr&auml;sidentschaft die Gesch&auml;ftsbeziehungen zum s&uuml;dlichen Kontinent verbessern. Die Europ&auml;ische Union dr&auml;ngt auf neue Freihandelsabkommen. Aber die lokalen Regierungen verhalten sich l&auml;ngst nicht mehr so willf&auml;hrig, wie Diplomaten das bisher gewohnt waren<br>\nDie Bundesregierung hat sich w&auml;hrend ihrer G-20-Pr&auml;sidentschaft einiges vorgenommen. &raquo;Compact with Africa&laquo; (Partnerschaft mit Afrika) nennt sie eine Initiative, mit der die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Kontinent ausgebaut werden sollen. Die Erwartungen sind gro&szlig;. &raquo;Der Afrika-Fokus der deutschen G-20-Pr&auml;sidentschaft bietet eine historische Chance, die Rahmenbedingungen auf dem afrikanischen Kontinent Schritt f&uuml;r Schritt zu verbessern und so die Entwicklung mit allen zur Verf&uuml;gung stehenden Mitteln voranzutreiben&laquo;, meinte Mitte Juni in Berlin Stefan Liebing, seines Zeichens Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft.<br>\nDen Mann treibt offenbar eine gewisse Torschlusspanik um: &raquo;Im September wird in Deutschland gew&auml;hlt, und im n&auml;chsten Jahr gibt Deutschland die G-20-Pr&auml;sidentschaft an Argentinien ab. Wenn es bis dahin nicht gelungen ist, die Rahmenbedingungen f&uuml;r Gesch&auml;fte in und mit Afrika signifikant zu verbessern, dann w&auml;re die Chance f&uuml;r erfolgreiches Wachstum in Afrika mit deutscher Beteiligung eindeutig vertan.&laquo; H&ouml;rt sich ganz so an, als f&uuml;rchtet da jemand, beim Rennen um die Logenpl&auml;tze zu kurz zu kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/313576.neuer-wettlauf-um-afrika.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Afrika beim G20-Gipfel: F&uuml;r die &Auml;rmsten ist im &ldquo;Merkel-Plan&rdquo; kein Platz<\/strong><br>\nAfrika besprechen die G20 nur, wenn &Auml;rger droht. Diesmal sollen afrikanische Musterl&auml;nder mit Wirtschaftsf&ouml;rderung bedacht werden. Ein Plan, der an den &Auml;rmsten glatt vorbeigeht.<br>\nEs muss schon ein echtes Problem geben, damit der afrikanische Kontinent auf einem G20-Gipfel zum Thema wird. Anfang des Jahrzehnts lief der reiche Teil der Welt Gefahr, bei den bescheiden gesteckten Uno-Zielen zur Armutsbek&auml;mpfung zu versagen. Also sprach man 2010 in Toronto &uuml;ber Hilfe f&uuml;r Afrika. 2014 f&uuml;rchteten sich auch die M&auml;chtigsten vor einem globalen Ausbruch einer Ebola-Epidemie, die in Westafrika mindestens 11.000 Menschen t&ouml;tete. Dazu gab es ein Statement vom Gipfel im australischen Brisbane.<br>\nUnd 2017? Klingt die Themenank&uuml;ndigung der deutschen G20-Pr&auml;sidentschaft, ausgegeben vom Bundeskanzleramt, erstmal durchweg positiv: Gemeinsam mit afrikanischen Staaten soll ein verbessertes Investitionsklima geschaffen werden. Praktisch ein neuer Deal mit Afrika f&uuml;r Wohlstand und Wachstum. Stellt sich die Frage: Warum jetzt? Und dann ist man sofort wieder bei h&auml;sslichen Bildern. Im vergangenen Jahr haben sich Mittel- und Nordeuropa weitgehend gegen fl&uuml;chtende Afrikaner abgeschottet. Doch im Mittelmeer ertrinken weiterhin Tausende jedes Jahr, wenn ihre seeunt&uuml;chtigen Schlepperboote sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/g20-gipfel-in-hamburg-merkel-plan-zu-afrika-mit-hintergedanken-a-1155875.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> F&uuml;r SPIEGEL-Verh&auml;ltnisse ganz sch&ouml;n kritisch. Offensichtlich geht es bei den vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen nicht um Hilfe f&uuml;r die afrikanischen Staaten, sondern um eine weitere Versch&auml;rfung der Ausbeutung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>G20-Vorbereitungstreffen von Merkel und Xi: Attac fordert gerechten Welthandel statt mehr Freihandel<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich des G20-Vorbereitungstreffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem chinesischen Pr&auml;sidenten Xi Jingping kritisiert Attac die neue Allianz f&uuml;r mehr Freihandel zwischen dem Export&uuml;berschussweltmeister Deutschland und dem Exportweltmeister China. Notwendig statt weiterer Freihandelsabkommen und einer Versch&auml;rfung des Investitionsschutzes sei ein Abbau der globalen Ungleichgewichte und eine Orientierung auf h&ouml;here L&ouml;hne sowie bessere soziale Sicherungssysteme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/index.php?id=394&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=9231\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Menschenrechte zwischen Business und Pandas<\/strong><br>\nWirtschaft, Handel, Finanzen: Diese Themen haben das Treffen zwischen Chinas Staatspr&auml;sident Xi und Kanzlerin Merkel in Berlin dominiert. Auch der G20-Gipfel wurde vorbereitet. Zu Menschenrechten &auml;u&szlig;erte sich Merkel nur kurz. Viel Aufmerksamkeit bekommen indes zwei Pandas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/china-xi-merkel-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Reden &uuml;ber die Menschenrechte in China<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170706-hwt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6429\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Jobwunder&rdquo;? Vom Umverteilen und Downsizing der Arbeit<\/strong><br>\nNein, die Agenda 2010 lie&szlig; kein Jobwunder geschehen. Wie Patrick Schreiner und Joshua Seger hier k&uuml;rzlich darlegten, hat sich der Arbeitsmarkt nicht wegen, sondern trotz der f&uuml;r die Besch&auml;ftigten so fatalen neoliberalen Arbeitsmarktpolitik positiv entwickelt. Im folgenden Beitrag zum Thema Jobwunder wird anhand einiger Arbeitsmarktzahlen die Rede vom Arbeitsmartkmirakel ins Reich der Fabel verwiesen.<br>\nImmer mehr Jobs und immer weniger Arbeitslose, so lautet die allseits verk&uuml;ndete Botschaft. Der Arbeitsmarkt eile von Rekord zu Rekord, und schon ist von einem Jobwunder die Rede, das die Besch&auml;ftigten gerade erlebten. Tats&auml;chlich wartet die Erwerbst&auml;tigenrechnung des Bundes und der L&auml;nder mit zun&auml;chst beeindruckenden Zahlen auf: Seit 2006 ist die Zahl der Erwerbst&auml;tigen in Deutschland durchg&auml;ngig gestiegen. Nachdem 2007 erstmals die 40 Millionen-Grenze &uuml;berschritten worden ist, wurde 2016 mit rund 43,6 Mio. Erwerbst&auml;tigen der h&ouml;chste Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Damit waren etwa 4,8 Millionen mehr Personen erwerbst&auml;tig als im Jahr 1991.<br>\nParallel dazu geht die Arbeitslosigkeit seit 2005 nahezu stetig zur&uuml;ck. 2016 ist die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen nach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) auf 2,69 Mio. im Jahresdurchschnitt gesunken. 2005 hatte die BA noch 4,86 Millionen gez&auml;hlt. Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) sank damit von 11,7 Prozent im Jahr 2005 auf 6,1 Prozent im Jahr 2016.<br>\nDiese zwei Eckdaten einer positiven Arbeitsmarktentwicklung klingen beeindruckend. Doch ist damit schon alles gesagt? Wer sich nicht von den nackten Zahlen blenden l&auml;sst und stattdessen auch die qualitativen Aspekte in den Blick nimmt, kommt schnell zu sehr viel ern&uuml;chternderen Ergebnissen. Arbeit wurde weniger geschaffen, denn umverteilt, mit der Folge, dass sich die Qualit&auml;t der meisten Arbeitspl&auml;tze verschlechterte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/2076\">annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Peter Tauber liegt v&ouml;llig falsch&ldquo;<\/strong><br>\nWer etwas Ordentliches gelernt habe, sei nicht auf Minijobs angewiesen, so CDU-Generalsekret&auml;r Peter Tauber. Die Realit&auml;t zeigt, dass auch gut Ausgebildete Minijobs aus&uuml;ben. Der Soziologe Stefan Sell analysiert die Lage.<br>\n&bdquo;Sozial ist, was Arbeit schafft&ldquo; &ndash; so steht es im Wahl-, bzw. Regierungsprogramm der Union. Das allein w&auml;re schon ausreichend Stoff, um &uuml;ber den Un-Sinn einer solchen Formulierung nachzudenken, denn es sollte eigentlich nicht wirklich schwer zu erkennen sein, dass gerade nicht jede Arbeit sozial ist. [&hellip;]<br>\n2017, nach Jahren des angeblichen &bdquo;Jobwunders&ldquo; in Deutschland, wird man mit so einer Meldung konfrontiert: Knapp jeder Vierte arbeitet f&uuml;r Niedriglohn: &bdquo;Der Anteil der Arbeitnehmer, die in Deutschland einen Niedriglohn beziehen, ist im europ&auml;ischen Vergleich hoch. So verdienen 22,5 Prozent der Besch&auml;ftigten unter der Niedriglohnschwelle von 10,50 Euro pro Stunde &hellip; Zum Vergleich: Im Euroraum insgesamt kommen nur 15,9 Prozent der Arbeitnehmer mit Niedriglohn nach Hause und haben aber mehr in der Tasche als deutsche Niedrigl&ouml;hner: Im Euroraum beginnt der Niedriglohn erst unterhalb von 14,10 Euro.&ldquo;<br>\nAls Niedriglohn gilt nach einer Definition der OECD ein Verdienst, der unterhalb von zwei Dritteln des mittleren Bruttostundenlohns (gemessen am Median, nicht am arithmetischen Mittel) liegt. In Frankreich arbeiten nur 8,8 Prozent der Besch&auml;ftigten f&uuml;r einen Niedriglohn, der dort mit nur zehn Euro etwas niedriger liegt als in Deutschland. An der Niedriglohnschwelle von 10,50 Euro pro Stunde wird auch erkennbar, dass eine Verg&uuml;tung nach dem gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 8,84 Euro pro Stunde nicht dazu f&uuml;hren kann, die betroffenen Arbeitnehmer aus dem Niedriglohnbereich herauszuholen &ndash; er ist ja auch &bdquo;nur&ldquo; eine Lohnuntergrenze.<br>\nEs er&uuml;brigt sich f&uuml;r diejenigen, die sich mit der Lebenswirklichkeit der Menschen auseinandersetzen, die nicht nur zu den Privilegierten geh&ouml;ren, darauf hinzuweisen, dass ganz viele der hier angesprochenen Arbeitnehmer &uuml;ber eine grundsolide Ausbildung verf&uuml;gen. Sie sind aber nicht CDU-Generalsekret&auml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/gastbeitrag-zur-minijob-debatte-peter-tauber-liegt-voellig-falsch\/20019996.html\">Stefan Sell im Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu: Der CDU-Generalsekret&auml;r und die Minijobs<\/strong><br>\nAuch wenn Tauber mit seinem Tweet die Aufmerksamkeit sehr effektiv vom CDU-Wahlprogramm ablenkte konnte die SPD bislang eher nicht davon profitieren. Als ihr Bundestagsfraktionsvorsitzender Thomas Oppermann die Aff&auml;re mit dem Satz &ldquo;Und wer keinen Anstand gelernt hat, wird CDU-Generalsekret&auml;r&rdquo; auszuschlachten versuchte, erinnerte man sich schnell daran, dass es eine rot-gr&uuml;ne Bundesregierung war, die die Minijobs 2003 einf&uuml;hrte.<br>\nDass Taubers Formulierung kein &ldquo;Ausrutscher&rdquo;, sondern taktisch gew&auml;hlt war, um &ldquo;eher libert&auml;re&rdquo; Merkel-Kritiker zu beeindrucken, kann zwar nicht ausgeschlossen werden &ndash; aber der Generalsekret&auml;r selbst reagierte gestern auf die von ihm generierte Aufmerksamkeit mit dem Hinweis, er habe lediglich darauf aufmerksam machen wollen, wie wichtig eine &ldquo;gute Ausbildung&rdquo; sei. Auch damit liegt er allerdings nur bedingt richtig: Statistisch gesehen gibt es zwar einen stabilen Zusammenhang zwischen Bildung und Einkommen, aber auch unter Akademikern sind etwa drei Prozent auf Hartz-IV-Bezug angewiesen &ndash; und dem Essener Leibniz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (RWI) nach hat der Gro&szlig;teil der geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten eine Berufsausbildung oder das Abitur gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-CDU-Generalsekretaer-und-die-Minijobs-3764483.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Minijob und Null-Stunden-Vertrag<\/strong><br>\nDer EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker emp&ouml;rte sich am Dienstag in Stra&szlig;burg &uuml;ber ein weitgehend leeres Europaparlament. Grund f&uuml;r seinen Wutausbruch: Als er eine Rede zur EU-Ratspr&auml;sidentschaft Maltas im ersten Halbjahr halten wollte, waren nur 30 von 751 Abgeordneten anwesend. Noch weniger sa&szlig;en im Plenarsaal, als sp&auml;t am Montagabend f&uuml;r 20 Minuten prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse auf der Tagesordnung standen. Dabei betrifft das Thema viele Millionen Menschen in Europa, Tendenz steigend. Denn in einem sind sich alle Akteure einig: Prek&auml;re Arbeit hat in den letzten 15 Jahren fast &uuml;berall in der EU erheblich zugenommen. Gemeint sind niedrig bezahlte Jobs, befristete Arbeitsverh&auml;ltnisse, Leiharbeit, Teilzeitvertr&auml;ge, Minijobs oder Scheinselbstst&auml;ndigkeit.<br>\nNeoklis Sylikiotis (GUE\/NGL) stellte den Parlamentariern einen Bericht des Ausschusses f&uuml;r Besch&auml;ftigung und soziale Angelegenheiten vor. Er forderte, Arbeit wieder &raquo;als Vollbesch&auml;ftigung zu definieren, die es Besch&auml;ftigten und ihren Familien erm&ouml;glicht, ein w&uuml;rdevolles Leben zu f&uuml;hren&laquo;. Die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten seien aufgefordert, so Sylikiotis, Strategien auszuarbeiten, um der Problematik zu begegnen.<br>\nDen Trend zu den auch &raquo;atypisch&laquo; genannten Besch&auml;ftigungsformen haben eine Reihe von Studien belegt. Auch die EU-Kommission selbst hat entsprechende Zahlen vorgelegt. So berichtet das im April von der Kommission ver&ouml;ffentlichte &raquo;Reflexionspapier zur sozialen Dimension der EU&laquo; &ndash; eines von f&uuml;nf Papieren, die zusammen mit dem &raquo;Wei&szlig;buch zur Zukunft Europas&laquo; einen Reformprozess ansto&szlig;en sollen &ndash; von einem Anstieg der in Teilzeit t&auml;tigen Europ&auml;er von 33 auf 44 Millionen in den vergangenen zehn Jahren. Die Zahl der befristeten Vertr&auml;ge ist im gleichen Zeitraum von 18,5 auf 22 Millionen gewachsen. Zwar sind auch neue EU-B&uuml;rger durch den Beitritt Kroatiens hinzugekommen. Die Kommission aber macht &raquo;technischen Fortschritt, Globalisierung und das Wachstum des Dienstleistungssektors&laquo; f&uuml;r die &raquo;radikale Ver&auml;nderungen des Arbeitslebens&laquo; verantwortlich. Generell lasse sich &raquo;ein Trend hin zu gr&ouml;&szlig;erer Flexibilit&auml;t&laquo; feststellen. Was die Kommission nicht schreibt: F&uuml;r Arbeitnehmer bedeutet &raquo;Flexibilit&auml;t&laquo; oft gr&ouml;&szlig;ere Unsicherheiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1056345.minijob-und-null-stunden-vertrag.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hartz IV &ndash; Klassenkampf von oben<\/strong><br>\nDarum ginge es wohl in Wahrheit bei Hartz IV f&uuml;r &Ouml;sterreich: Die L&ouml;hne im unteren Bereich weiter abzusenken und die soziale Absicherung bei Arbeitslosigkeit zu besch&auml;digen, ohne dass Langzeitarbeitslose bessere Arbeitsmarktchancen h&auml;tten.<br>\n&bdquo;Die Presse&ldquo; hat k&uuml;rzlich einen ganzen Schwerpunkt dem Thema Notstandshilfe, Hartz IV und der Frage, kann Sozialabbau nach dem Modell Hartz IV Arbeitslosigkeit senken, gewidmet. Tenor: Die Notstandshilfezahlen w&uuml;rden in &Ouml;sterreich steigen, in Deutschland dagegen habe Hartz IV Arbeitslosigkeit und Ungleichheit &ndash; laut dem deutschen ifo-Institut &ndash; gesenkt. So die Behauptung. Und zwischen den Zeilen: Die Notstandshilfe verfestige Arbeitslosigkeit eher als das Hartz-IV-Modell. (&hellip;)<br>\nIt&rsquo;s stupid: Der Hauptgrund f&uuml;r Arbeitslosigkeit ist noch immer der Mangel an offenen Stellen. Tats&auml;chlich hat sich in Deutschland die Langzeitarbeitslosigkeit ja weiter verfestigt und nicht aufgel&ouml;st. Der Anteil der Hartz-IV-Bezieher an allen Arbeitslosen liegt konstant bei 70 (!) Prozent &ndash; laut Institut f&uuml;r Arbeit und Qualifikation. Die Eurostat-Langzeitarbeitslosenquote 2015 betr&auml;gt in Deutschland 44 Prozent und in &Ouml;sterreich 29 Prozent.<br>\nAber die Ungleichheit sei gesunken? Wie denn, wenn der Anteil der Niedrigl&ouml;hner weiter ansteigt, sodass diese Menschen trotz Arbeit kaum die Fixkosten des Alltags decken k&ouml;nnen und das reiche Deutschland die h&ouml;chste Armutsgef&auml;hrdungsquote der EU unter Arbeitslosen hat? (&hellip;)<br>\nAngesichts solcher Effekte braucht es schon viel Fantasie, Hartz IV in einen positiven Abbau von Ungleichheit umzudeuten. Hartz IV birgt sogar einen doppelten Mechanismus, Ungleichheit zu vergr&ouml;&szlig;ern, in sich: Es zwingt erstens zur Ver&auml;u&szlig;erung selbst kleinster &bdquo;Verm&ouml;gen&ldquo; und erh&ouml;ht somit tendenziell die ohnehin schon besonders hohe Verm&ouml;gensungleichheit in der Gesellschaft. Zweitens zwingt Hartz IV zur Arbeit f&uuml;r Armutsl&ouml;hnen. Wer kann das wollen oder &bdquo;gerecht&ldquo; finden? Nat&uuml;rlich gibt es da auch Profiteure: N&auml;mlich jene, die aus dieser Umverteilung von unten nach oben ihren Vorteil ziehen k&ouml;nnen, vereinfacht gesagt: Jene, die auf der sozialen Leiter ganz oben angesiedelt sind und billigere Arbeitskraft einkaufen k&ouml;nnen.<br>\nEine vom &ouml;sterreichischen Finanzministerium beauftragte und k&uuml;rzlich bekannt gewordene Studie sagt denn auch: Hartz IV auf &Ouml;sterreich umgelegt, bedeute einen betr&auml;chtlichen Anstieg der Armutsgef&auml;hrdung und nicht absch&auml;tzbare gesellschaftliche Folgekosten durch erh&ouml;hte Armut. Je nach Variante w&uuml;rde die Zahl der armutsgef&auml;hrdeten Personen um 90.000 bis 160.000 ansteigen, der Gini-Koeffizient w&uuml;rde sich in Richtung mehr Ungleichheit verschieben. Gut so? Das nennt man dann wohl: Klassenkampf von oben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/hartz-iv-klassenkampf-von-oben\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>L&auml;ngere Arbeitstage, k&uuml;rzere Pausen<\/strong><br>\nEs ist ein nur kleiner Absatz im Koalitionsvertrag von CDU und FDP. Unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Arbeit&rdquo; formulieren die beiden Parteien in wenigen S&auml;tzen ihr Vorhaben, die Arbeitszeiten zu flexibilisieren. Konkret geht es vor allem um zweierlei: zum einen um die gesetzlichen Vorgaben f&uuml;r die sogenannte Tages-H&ouml;chstarbeitszeit, zum anderen um die arbeitsrechtlich vorgeschriebene Mindestruhepause. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Dieses deutsche Arbeitszeitgesetz passt nicht mehr in die Zeit&rdquo;, sagt Johannes Vogel, Generalsekret&auml;r der NRW-FDP. Die FDP hat dies bereits in ihrem Landtagswahlprogramm mit den neuen &ldquo;digitalen Arbeitswelten&rdquo; begr&uuml;ndet, die &ldquo;deutlich weniger gesetzliche Detailvorgaben&rdquo; erforderten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/landespolitik\/arbeitszeitgesetz-reformplaene-100.html\">WDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>K&uuml;ndigung unliebsamer Mitarbeiter: Fertiggemacht vom eigenen Chef<\/strong><br>\nDen Verdacht, dass Provokateure am Werk waren, hegte Stefan Schneider von Anfang an. Nur Beweise daf&uuml;r hatte er keine. Nicht vorstellen konnte sich der Fachanwalt f&uuml;r Arbeitsrecht jedoch, &ldquo;dass es in Deutschland einen Markt f&uuml;r solch zweifelhafte Dienstleister wie professionelle L&uuml;gner und Fallensteller gibt&rdquo;.<br>\nNun aber, f&uuml;nf Jahre nachdem Schneider in Bad Nauheim Betriebsr&auml;tinnen eines Seniorenheims gegen ihren Arbeitgeber vertreten hatte, stellte sich genau das heraus: Seine Mandantinnen waren Opfer von Detektiven, die ihnen am Arbeitsplatz Fallen stellten, um vermeintliches Belastungsmaterial gegen sie zu sammeln, mit dem ihr Arbeitgeber sie loswerden wollte. Das Heim schweigt sich dazu bis heute aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kuendigung-unliebsamer-mitarbeiter-fertiggemacht-vom-eigenen-chef-1.3572840\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.P.:<\/strong> Der Artikel scheint zun&auml;chst die Vorg&auml;nge kritisch zu betrachten, um das Ganze dann zu relativieren und zus&auml;tzlich noch zu suggerieren, Deutschland sei ein Wirtschaftswunderland und die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitspl&auml;tze steigt. Kurzum der Artikel ist &auml;hnlich aufgebaut wie der Spiegelartikel &uuml;ber den Widerstand gegen den G20-Gipfel.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Wenn Arbeitgeber Betriebsr&auml;te bek&auml;mpfen<\/strong><br>\n&ldquo;Gesetze, die nicht durchgesetzt werden, sind nutzlos&rdquo;<br>\nDas Recht auf Mitbestimmung ist gesetzlich verbrieft &ndash; doch das k&uuml;mmert manche Arbeitgeber wenig. Laut einer Studie der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung werden zahlreiche Betriebsratsgr&uuml;ndungen behindert, Kandiaten eingesch&uuml;chtert und bedroht. Das ist &ldquo;ein echter Skandal und eine Straftat&rdquo;, sagt DGB-Chef Reiner Hoffmann &ndash; und fordert endlich wirksame Sanktionen.<br>\nSie haben einen gesetzlichen Anspruch darauf &ndash; doch wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Mitbestimmungsrechte geltend machen wollen, m&uuml;ssen sie in etlichen Firmen mit Schikanen rechnen. Eine Untersuchung der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hat ergeben, dass jede sechste Betriebsratsgr&uuml;ndung von Arbeitgebern behindert und unliebsame Besch&auml;ftigte zum Teil massiv unter Druck gesetzt werden. Das Repertoire der Arbeitgeber reicht dabei von Einsch&uuml;chterung &uuml;ber versuchte K&uuml;ndigung der Kandidaten bis zur Behinderung der Wahl selbst. Zur Rechenschaft gezogen werden sie daf&uuml;r so gut wie nie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++750f2804-6178-11e7-8d31-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Uuml;berwiegende Mehrheit der Deutschen lehnt privaten Bau von Autobahnen ab<\/strong><br>\nEine Volksabstimmung h&auml;tte die Privatisierung von Bau und Betrieb von Autobahnabschnitten nicht erlaubt: 63 Prozent der Deutschen sind gegen die gerade beschlossene Grundgesetz&auml;nderung, die das erm&ouml;glicht. Die Mehrheit der Deutschen lehnt den privaten Bau von Autobahnen oder Teilabschnitten ab. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, die Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand (GiB) beauftragt hatte. Damit hat auch die gerade beschlossene Grundgesetz-&Auml;nderung, die &bdquo;&Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften&ldquo; f&uuml;r einzelne Teilstrecken erlaubt, in der Bev&ouml;lkerung keine Mehrheit.<br>\nDie Umfrage hatte GiB in Auftrag gegeben, um zu pr&uuml;fen, ob die Grundgesetz&auml;nderung der Gro&szlig;en Koalition tats&auml;chlich einen breiten gesellschaftlichen Konsens abbildet. Die Demoskopen von Forsa ermittelten, dass zwar 49 Prozent der Befragten die Zentralisierung des Fernstra&szlig;enbaus bef&uuml;rworten, die Bundestag und Bundesrat ebenfalls beschlossen haben (34 Prozent sind dagegen). Den &bdquo;Bau und Betrieb von Autobahnabschnitten durch private Unternehmen&ldquo; lehnen dagegen fast zwei Drittel der Befragten ab: 63 Prozent sind dagegen und nur 27 Prozent daf&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/ueberwiegende-mehrheit-der-deutschen-lehnt-privaten-bau-von-autobahnen-ab\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<p><strong>dazu: Autobahnprivatisierung: Die SPD will es nicht gewesen sein<\/strong><br>\nVor einer Woche schrieb der haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Johannes Kahrs in einem Gastbeitrag zur Autobahnprivatisierung: &bdquo;Nichts wird privatisiert.&ldquo; Wer die Auseinandersetzung um den Einstieg privater Investoren in den Autobahnbau und &ndash;betrieb verfolgt hat, m&uuml;sste sich verwundert die Augen reiben. SPD, CDU und CSU hatten das Grundgesetz ge&auml;ndert und so erm&ouml;glicht, dass der Autobahnbau und &ndash;betrieb in ein privatrechtliches Unternehmen &uuml;berf&uuml;hrt wird. Mit &ouml;ffentlich-private Partnerschaften (&Ouml;PP) erhielt gleichzeitig erstmals ein Finanzprodukt Verfassungsrang. Und nun soll das alles gar keine Privatisierung gewesen sein? Kahrs geht sogar noch weiter: Wer etwas anderes behauptete, w&auml;re nicht an einer sachlichen Auseinandersetzung interessiert, sondern nur an Stimmungsmache.<br>\nDemnach w&auml;re der Staatsrechtler Prof. Christoph Degenhart einer der Stimmungsmacher. Degenhart hatte den Vorgang wie folgt eingeordnet: &bdquo;Es handelt sich hier um eine formelle oder Rechtsform-Privatisierung, die allerdings auf der Projektebene durchaus Effekte einer materiellen Teil-Privatisierung haben k&ouml;nnte.&ldquo; Auf der Projektebene bedeutet, im Zuge von &Ouml;PPs. Mit dieser Klarstellung hat Degenhart offenbar einen Nerv getroffen. Die Frage, ob mit der Grundgesetzreform privatisiert wurde oder nicht scheint f&uuml;r Kahrs und die SPD von gro&szlig;er Bedeutung zu sein. Vielleicht, weil die SPD mehrfach versprochen hatte, jede Privatisierung auszuschlie&szlig;en?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/autobahnprivatisierung-die-spd-will-es-nicht-gewesen-sein\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Personalmangel in Beh&ouml;rden verst&auml;rken Investitionsstau<\/strong><br>\nWeil die Baubeh&ouml;rden &uuml;ber Jahrzehnte Personal abgebaut haben, kommen sie nun nicht hinterher mit der Planung wichtiger Infrastrukturprojekte. Die Folge: Bundesmittel in Milliardenh&ouml;he werden nicht abgerufen. [&hellip;]<br>\nWeil kein Geld zur Verf&uuml;gung gestanden habe, sei in den vergangenen 20 Jahren &ldquo;in gro&szlig;em Umfang Personal in den Bauabteilungen abgebaut&rdquo; worden. Nun stelle die Bundesregierung zwar mehr Geld zur Verf&uuml;gung, die Beh&ouml;rden seien darauf aber nicht vorbereitet gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bauwirtschaft-personalmangel-bei-baubehoerden-verstaerkt-investitionsstau-a-1156177.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bericht belegt wohnungspolitisches Versagen der Gro&szlig;en Koalition<\/strong><br>\n&bdquo;Die Gro&szlig;e Koalition hinterl&auml;sst einen massiven Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Dieses Politikversagen ist sozialer Sprengstoff pur&ldquo;, erkl&auml;rt Caren Lay, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin f&uuml;r Mieten-, Bau- und Wohnungspolitik der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der heute im Kabinett vorgestellten Berichte zur Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie zur Wohngeld- und Mietenentwicklung. Lay weiter:<br>\n&bdquo;In ihrer Regierungszeit konnten sich SPD und CDU\/CSU nicht auf wirksame Ma&szlig;nahmen gegen den vielerorts rasanten Mietenanstieg und den Niedergang des sozialen Wohnungsbaus einigen. F&uuml;r Mieterinnen und Mieter ist das eine verschenkte Zeit mit drastischen Folgen: Die schlecht gemachte Mietpreisbremse wirkt nicht. Die Mieten steigen weiter. Wohn- und Energiekosten fressen mittlerweile &uuml;ber ein Drittel (36 Prozent) der privaten Konsumausgaben auf. Ganze Stadtviertel sind gezeichnet von der Verdr&auml;ngung der bisherigen Bewohnerinnen und Bewohner. Aktuell fehlen zirka f&uuml;nf Millionen Sozialwohnungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.caren-lay.de\/de\/article\/1268.bericht-belegt-wohnungspolitisches-versagen-der-gro%C3%9Fen-koalition.html\">Caren Lay (MdB, die Linke)<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Die Wohnungsnot ist politisch gemacht worden&rdquo;<\/strong><br>\nNoch immer mangelt es vor allem in Gro&szlig;st&auml;dten an bezahlbarem Wohnraum. Der Wohnungsbauexperte Volker Eichener h&auml;lt das Problem f&uuml;r von der Politik verschuldet. Er forderte im Dlf eine Lockerung der Bauvorschriften. Jede neue Wohnung helfe dem Markt &ndash; auch Luxuswohnungen. [&hellip;]<br>\nEichener: Die Wohnungsnot, die wir jetzt haben, ist mit Ansage gekommen und sie ist auch politisch gemacht worden. Wenn Sie sich die wohnungsbaupolitischen Instrumente in den letzten 20 Jahren ansehen, stellen Sie fest: Es ist &uuml;berall gek&uuml;rzt, gestrichen und ganz abgeschafft worden, weil man davon ausging, dass die Bev&ouml;lkerung sinkt in Deutschland und wir in Zukunft weniger Wohnungen brauchen. Aber das ist jetzt so nicht eingetreten. Wir haben eine wachsende Bev&ouml;lkerung und vor allen Dingen haben wir eine wachsende Zahl von Haushalten, und es sind ja Haushalte, die Wohnungsnachfrager sind. Und die Zahl der Haushalte wird bundesweit bis 2035 und auch noch Jahre dar&uuml;ber hinaus weiter zunehmen.<br>\nArmbr&uuml;ster: Warum steht denn die Politik da &uuml;berhaupt in der Verantwortung? Wir k&ouml;nnen doch eigentlich auch sagen, Bauen ist derzeit und schon seit Jahren so billig wie nie, und jeder B&uuml;rger mit einem halbwegs normalen Einkommen kann sich das eigentlich leisten.<br>\nEichener: Ja nun, es ist eine ganz, ganz alte Erkenntnis, dass der Markt es allein nicht schafft, den n&ouml;tigen Wohnungsbedarf zu decken. Das ist schon seit &uuml;ber 100 Jahren der Fall und deshalb gibt es auch schon seit &uuml;ber 100 Jahren eine staatliche und vor allen Dingen auch eine kommunale Wohnungspolitik, beispielsweise indem man eigene Wohnungsbaugesellschaften gr&uuml;ndet, indem man den Wohnungsbau f&ouml;rdert. Und man darf ja nicht vergessen: Es ist der Staat, der ja die Kosten f&uuml;r den Wohnungsbau bestimmt, und da hat der Staat in den letzten Jahren ganz, ganz kr&auml;ftig zugelangt. Vor allen Dingen durch immer neue Versch&auml;rfungen der Energieeinsparverordnung hat man nat&uuml;rlich das Bauen von Wohnungen so sehr verteuert, dass die privaten Investoren die Lust daran verloren haben, obwohl die Zinsen sensationell niedrig sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wohnungsbau-die-wohnungsnot-ist-politisch-gemacht-worden.694.de.html?dram:article_id=390298\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>In Deutschland werden zwischen 2012 und 2027 bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr verschenkt und vererbt werden, gut ein Viertel mehr als bisher angenommen<\/strong><br>\nBisherige Studien und Sch&auml;tzungen zum Erbvolumen in Deutschland ber&uuml;cksichtigen weder Wert&auml;nderungen des Verm&ouml;gens noch das regelm&auml;&szlig;ige Sparen der Erblasserinnen und Erblasser. Eine neue Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung bezieht diese Elemente ein und kommt zu dem Ergebnis, dass in einem Zeitraum von 15 Jahren (2012 bis 2027) vermutlich bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr vererbt und verschenkt werden k&ouml;nnten. Das ist &uuml;ber ein Viertel mehr als bislang in entsprechenden Studien angenommen wurde.<br>\nF&uuml;r die Studie wurde als Basisszenario der Verm&ouml;gensbestand der &uuml;ber 70-J&auml;hrigen im Jahr 2012 betrachtet, ausgehend von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Aus diesem Szenario ergibt sich ein potentielles Erbvolumen von 87 Milliarden Euro pro Jahr f&uuml;r die n&auml;chsten 15 Jahre. Unter Ber&uuml;cksichtigung regelm&auml;&szlig;igen Sparens, das nach Einkommenssituation der Betroffenen variiert &ndash; die Wohlhabendsten sparen mehr als die, die wenig Einkommen zur Verf&uuml;gung haben &ndash; und einer angenommenen Wertsteigerung des Verm&ouml;gens von j&auml;hrlich zwei Prozent, erh&ouml;ht sich dieses Volumen bis 2027 um 28 Prozent auf 112 Milliarden Euro pro Jahr. Hochgerechnet auf die ganze Bev&ouml;lkerung &ndash; denn es vererben und verschenken nicht nur &uuml;ber 70-J&auml;hrige &ndash; ergibt sich, basierend auf existierende Sch&auml;tzungen, ein Erbvolumen von bis zu 400 Milliarden pro Jahr.<br>\n&bdquo;Die Summen, die in den kommenden Jahren vererbt und verschenkt werden, d&uuml;rften um einiges gr&ouml;&szlig;er ausfallen, als bisher angenommen wurde&ldquo;, so Studienautor Markus M. Grabka. &bdquo;Es ist erstaunlich, dass in einem auf individueller Leistung basierenden Wirtschaftssystem faktisch keine genauen Kenntnisse &uuml;ber das leistungslos &uuml;bertragene Verm&ouml;gen in Deutschland vorhanden sind.&ldquo; &bdquo;Diese neuen Zahlen sollten ein Ansto&szlig; sein, das aktuelle Regime der hohen Freibetr&auml;ge in der Erbschaft- und Schenkungsteuer auf den Pr&uuml;fstand zu stellen&ldquo; sagt Studienmitautorin Anita Tiefensee von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.560993.de\/themen_nachrichten\/in_deutschland_werden_zwischen_2012_und_2027_bis_zu_400_milliarden_euro_pro_jahr_verschenkt_und_vererbt_werden_gut_ein_viertel_mehr_als_bisher_angenommen.html\">DIW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wer zu viel Sicherheit will, opfert die Freiheit<\/strong><br>\n&ldquo;Ja, die Grundfreiheiten unserer Verfassung sind bedroht. Mehr denn je. Aber nicht nur von Extremisten und Terroristen, sondern auch und ganz besonders von denen, die sich da heute als oberste Sch&uuml;tzer unserer Verfassung pr&auml;sentierten.&rdquo;<br>\nSo kommentiert Monitor-Chef Georg Restle den Verfassungsschutzbericht<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/videos\/1450382145000721\/\">Georg Restle via Facebook<\/a>\n<p><strong>dazu: Wir sagen an dieser Stelle einfach mal: Danke<\/strong><br>\nMit Beh&ouml;rdensiegel: Die junge Welt kann als einziges oppositionelles und unabh&auml;ngiges Blatt der Republik gelten. (&hellip;)<br>\nAls Maa&szlig;en am Dienstag das Geb&auml;ude der Bundespressekonferenz verlassen hatte und vor seinem BMW stand, sprach ihn der jW-Berichterstatter mit der aktuellen Ausgabe dieser Zeitung in der Hand freundlich an: &raquo;Herr Maa&szlig;en, ich steh&rsquo; im Verfassungsschutzbericht.&laquo; Der Chef der Spitzelbeh&ouml;rde wandte sich irritiert in Richtung der Journalisten. Auf den Hinweis: &raquo;Ich finde die ersten 20 Artikel der Verfassung sind ein guter Text, w&auml;re doch ein Anfang, wenn die auch angewendet w&uuml;rden&laquo;, wusste Maa&szlig;en nichts zu entgegnen. Er stieg in seine Limousine und lie&szlig; abfahren. Die junge Welt wird weiterhin als einzige Tageszeitung im Verfassungsschutzbericht genannt &ndash; und kann damit als einziges oppositionelles und unabh&auml;ngiges Blatt der Republik gelten. &raquo;Ein Pr&auml;dikat&laquo;, wie ein anwesender Journalist von einer regierungstreuen Gazette anmerkte. Er sei damals in seinen Job &raquo;nur so reingeraten&laquo;, lese aber heimlich lieber junge Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/313586.wir-sagen-an-dieser-stelle-einfach-mal-danke.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Strafbestimmung des &sect; 80 StGB wurde gestrichen. Verbot der Vorbereitung eines Angriffskrieges<\/strong><br>\nNach Artikel 26 Absatz 1 Grundgesetz ist schon die Vorbereitung eines Angriffskrieges verfassungswidrig. Die entsprechende Strafbestimmung, der Paragraf 80 des Strafgesetzbuches, wurde gestrichen. Der neu eingef&uuml;gte &sect; 80a StGB stellt keinen Ersatz dar.<br>\nNahezu unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit wurde aus dem deutschen Strafgesetzbuch zum 1. Januar 2017 der &sect; 80 entfernt, wonach die Vorbereitung eines Angriffskrieges unter schwerste Strafe gestellt war. &sect; 80 StGB lautete:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Wer einen Angriffskrieg (Artikel 26 Abs. 1 des Grundgesetzes), an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sein soll, vorbereitet und dadurch die Gefahr eines Krieges f&uuml;r die Bundesrepublik Deutschland herbeif&uuml;hrt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Allerdings fand der Artikel 26 Absatz 1 des Grundgesetzes nie Ber&uuml;cksichtigung. Er lautet nach wie vor: &bdquo;Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der V&ouml;lker zu st&ouml;ren, insbesondere die F&uuml;hrung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.&ldquo; Dass die V&auml;ter und M&uuml;tter des Grundgesetzes damit erst recht die F&uuml;hrung eines Angriffskrieges unter Strafe stellen wollten, ergibt sich von selbst. Dennoch wurde der unmissverst&auml;ndliche Verfassungsauftrag wie auch die Strafbestimmung des Paragrafen 80 StGB aufgrund der politischen Interessenlage von &bdquo;staatstragenden&ldquo; Juristen einfach au&szlig;er Kraft gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/inland\/verbot-der-vorbereitung-eines-angriffskrieges\/\">Wolfgang Bittner im Hintergrund<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutschlands Beitrag zur Bombe<\/strong><br>\nDie Modernisierung der inzwischen in neun Staaten vorhandenen Kernwaffen, die &uuml;ber die &ldquo;nukleare Teilhabe&rdquo; auch Deutschland betrifft, schreitet laut einer aktuellen Analyse des Forschungsinstituts SIPRI rasch voran. Zwar habe die Gesamtzahl der atomaren Sprengk&ouml;pfe zuletzt leicht abgenommen, teilt SIPRI mit; doch seien etwa die neuen US-Bomben (&ldquo;B61-12&rdquo;) erheblich zielgenauer als die bisherigen Modelle. Experten warnen, dies k&ouml;nne die Hemmschwelle f&uuml;r m&ouml;gliche Eins&auml;tze senken. Die B61-12 d&uuml;rften auch auf dem Fliegerhorst B&uuml;chel in der Eifel stationiert werden. Die &ldquo;nukleare Teilhabe&rdquo; der Bundesrepublik l&ouml;st unterdessen Diskussionen in der R&uuml;stungsindustrie aus: Airbus hat mit der Konzeption eines Nachfolgemodells f&uuml;r den Tornado begonnen, der aktuell f&uuml;r die B61 zertifiziert ist; soll der Kampfjet der n&auml;chsten Generation ebenso f&uuml;r die US-Bombe zertifiziert werden, m&uuml;ssten den USA s&auml;mtliche Baudetails preisgegeben werden, was im Berliner Establishment auf Unmut st&ouml;&szlig;t. Aktuellen Berichten zufolge hat die Atomfirma URENCO mit Sitz unter anderem in Gronau (Nordrhein-Westfalen) die Lieferung von angereichertem Uran in ein US-Kraftwerk vereinbart, in dem Tritium f&uuml;r US-Kernwaffen hergestellt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59632\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien: Oberstes Gericht l&auml;sst Anh&ouml;rung &uuml;ber Aufhebung von Tony Blairs Immunit&auml;t zu<\/strong><br>\nM&ouml;gliche Anklagen gegen Ex-Premierminister Tony Blair wegen Kriegsverbrechen haben britische Gericht noch im Vorjahr abgelehnt. Die Richter sprachen Blair strafrechtliche Immunit&auml;t zu. Doch nun soll es eine neue Anh&ouml;rung zur Aufhebung der Immunit&auml;t geben.<br>\nWie der Guardian berichtet, lassen H&ouml;chstrichter in England und Wales eine Anh&ouml;rung zu, die eine Aufhebung der Immunit&auml;t Tony Blairs erreichen m&ouml;chte. Eine private Strafverfolgung gegen den ehemaligen Labour-Premierminister hatte noch im Jahr 2016 ein Gericht in Westminster blockiert. Blair wurde damals Immunit&auml;t gegen jegliche strafrechtliche Verfolgung zugesagt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/53540-grossbritannien-oberstes-gericht-laesst-anhoerung-ueber-die-aufhebung-von-tony-blairs-immunitaet-zu\/\">RT deutsch<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2017\/jul\/05\/iraq-war-judge-to-review-tony-blair-prosecution-ban\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kehrtwende bei Volvo: Ab 2019 nur noch mit Elektromotor<\/strong><br>\nDer Autohersteller Volvo will sich Schritt f&uuml;r Schritt vom reinen Verbrennungsmotor verabschieden: Ab 2019 soll jedes Fahrzeug einen Elektromotor haben. Der schwedische Konzern ist nicht der erste Autobauer mit gro&szlig;en Pl&auml;nen bei der E-Mobilit&auml;t.<br>\nDer schwedische Autobauer Volvo hat bei seiner Antriebstechnologie eine grundlegende Kehrtwende angek&uuml;ndigt. In den kommenden Jahren wolle man sich Schritt f&uuml;r Schritt von Fahrzeugen mit reinen Verbrennungsmotoren verabschieden. Von 2019 an werde man nur noch neue Modelle mit Elektro- oder Hybridantrieb auf den Markt bringen, k&uuml;ndigte der Autobauer an. Modelle mit Verbrennungsmotoren &ndash; also Benziner und Diesel &ndash; sollen demnach Schritt f&uuml;r Schritt ersetzt werden durch elektrisch angetriebene Fahrzeuge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/volvo-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Klare Ansage aus Schweden. Nur warum berichtet die Tagesschau nun im letzten Absatz &uuml;ber einen &auml;hnlichen Strategiewechsel ausgerechnet beim VW-Konzern, hatte das Unternehmen nach dem Diesel-Skandal doch nicht verst&auml;rkt alternative Antriebstechnologien in den Vordergrund gestellt, sondern vielmehr <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/autoindustrie\/volkswagen-will-diesel-mit-grosser-kampagne-retten-a-1145775.html\">eine PR-Kampagne zugunsten des Diesels gestartet<\/a>. &ldquo;Aus unserer Sicht ist der moderne Diesel aber Teil der L&ouml;sung, nicht des Problems&rdquo;, so VW-Chef Matthias M&uuml;ller. Das klingt doch anders als die Ank&uuml;ndigungen aus Schweden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>M&uuml;ller will 25-Millionen-Subvention f&uuml;r Homann<\/strong><br>\nDer M&uuml;ller-Konzern hat f&uuml;r die Verlagerung der Homann-Produktion nach Leppersdorf Subventionen von mehr als 25 Millionen Euro beantragt. Entsprechende Recherchen unserer Redaktion best&auml;tigten gut unterrichtete Kreise aus der s&auml;chsischen Landeshauptstadt. Wirtschaftsminister Lies sieht darin einen &bdquo;absoluten Affront&ldquo;.<br>\nAuf Grundlage der Leitlinien f&uuml;r Regionalbeihilfen der Europ&auml;ischen Kommission berechnete unsere Redaktion, dass die Unternehmensgruppe Theo M&uuml;ller rund 25 bis 30 Millionen Euro an F&ouml;rdermitteln beantragt hat. Gut unterrichtete s&auml;chsische Kreise best&auml;tigten die Zahlen. Ein Sprecher des s&auml;chsischen Wirtschaftsministeriums erkl&auml;rte, dass nach entsprechender Genehmigung der EU-Kommission sowohl der Bund als auch die s&auml;chsische Landesregierung eine H&auml;lfte dieser Regionalbeihilfe bezahlen.<br>\nDer nieders&auml;chsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) spricht von einem &bdquo;absoluten Affront&ldquo; &ndash; auch gegen&uuml;ber den betroffenen Mitarbeitern und ihren Familien. Er r&uuml;gte, dass M&uuml;ller beantragte, jeweils mindestens 12,5 Millionen Euro vom Bund und von der s&auml;chsischen Landesregierung zu bekommen. Es handle sich um eine Produktionsverlagerung, bei der 1200 Homann-Mitarbeiter im Landkreis Osnabr&uuml;ck ihren Job verlieren. Lies lehnt jegliche staatliche F&ouml;rderung bei solchen innerdeutschen Standortverlagerungen ab. Nach Angaben des nieders&auml;chsischen Wirtschaftsministers ist es weder politisch noch gesellschaftlich zu vermitteln, dass ein derart massiver Abbau von Arbeitspl&auml;tzen mit F&ouml;rdergeldern unterst&uuml;tzt wird. Lies will in einem Schreiben an seinen s&auml;chsischen Amtskollegen Martin Dulig (SPD) deutlich machen, dass er die F&ouml;rderung f&uuml;r unangemessen h&auml;lt. (&hellip;)<br>\nDer SPD-Bundestagsabgeordnete aus Bad Rothenfelde, Rainer Spiering, fordert, dass eine Regionalf&ouml;rderung k&uuml;nftig nicht mehr m&ouml;glich ist, wenn wie aktuell im Osnabr&uuml;cker Land 1200 Jobs vernichtet werden und betont: &bdquo;Auch wir haben das Recht auf Schutz unserer Arbeitspl&auml;tze und nicht nur die neuen Bundesl&auml;nder.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/919000\/mueller-will-25-millionen-subvention-fuer-homann-1\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Forderung des SPD-Mitglieds Spiering kommt vor allem f&uuml;r die von Entlassung\/K&uuml;ndigung betroffene Arbeitnehmerschaft zu sp&auml;t &ndash; leider. Sie k&ouml;nnte den Eindruck des Opportunismus erwecken. H&auml;tte die Bundes-SPD sich nicht schon l&auml;ngst f&uuml;r eine &Auml;nderung der Regelung einsetzen k&ouml;nnen oder gar m&uuml;ssen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Politiker mieten: Geht immer noch<\/strong><br>\nZwar hat die SPD-Fraktion einen Gesetzentwurf erarbeitet und beschlossen. Der Beschluss kam aber erst in der vorletzten Sitzungswoche &ndash; und f&uuml;hrte nur dazu, das Papier zu den Akten zu legen. In den Bundestag reichte die SPD es nicht ein. Zur Begr&uuml;ndung hie&szlig; es, der Widerstand der Union sei zu gro&szlig; gewesen. Tats&auml;chlich ist die Unionsspitze (im Unterschied zu ihrer Basis) extrem hartleibig in Sachen Sponsoring. Doch f&uuml;r einen Alleingang mit Unterst&uuml;tzung der Opposition reichte der sozialdemokratische Ehrgeiz nicht aus. H&auml;tte sich die SPD tats&auml;chlich so ins Zeug gelegt, wie sie dies unter dem Druck sich reinzuwaschen angek&uuml;ndigt hatte, w&auml;re angesichts der Positionen von Linken und Gr&uuml;nen nicht nur eine &bdquo;Ehe f&uuml;r alle&ldquo;, sondern auch &bdquo;Transparenz f&uuml;r alle&ldquo; m&ouml;glich gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2017\/07\/politiker-mieten-geht-immer-noch\/\">Lobby Control<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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