{"id":3908,"date":"2009-04-27T08:59:40","date_gmt":"2009-04-27T06:59:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3908"},"modified":"2009-04-27T13:34:36","modified_gmt":"2009-04-27T11:34:36","slug":"hinweise-des-tages-879","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3908","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ol>\n<li>Bilanz des Schreckens<\/li>\n<li>Bundesbank-Pr&auml;sident Weber: &ldquo;Konsolidierung nach Krise notwendig&rdquo;<\/li>\n<li>Heiner Flassbeck: &ldquo;Gewinne m&uuml;ssen einer Volkswirtschaft zugute kommen&rdquo; <\/li>\n<li>Ackermann verh&ouml;hnt Konkurrenz mit Traumrendite <\/li>\n<li>Herfried M&uuml;nkler: Neuer Hochmut nach tiefem Fall<\/li>\n<li>Robert von Heusinger: Ifo-Index gibt R&auml;tsel auf<\/li>\n<li>Die Linke: Steuerhinterziehungsgesetz &ndash; eine leere H&uuml;lle<\/li>\n<li>Experten f&uuml;r steuerliche Absetzbarkeit von Versicherungsbeitr&auml;gen<\/li>\n<li>Deutschlands Geldbeschaffer &ndash; die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH<\/li>\n<li>Hartz IV-K&uuml;rzung im kommenden Jahr nicht ausgeschlossen<\/li>\n<li>Erste Rentenk&uuml;rzung seit 1957 droht<\/li>\n<li>Kinderfreundlichkeit? &ndash; Taschengeld muss zur&uuml;ckbezahlt werden<\/li>\n<li>Fiat-Einstieg: Opelaner gehen auf die Barrikaden<\/li>\n<li>G&uuml;nter Wallraff zur Bahn-&Uuml;berwachung: &ldquo;Mehdorn war der Diktator&rdquo;<\/li>\n<li>Eine soziale Zukunft f&uuml;r Deutschland<\/li>\n<li>Privatisiertes Uni-Klinikum: Gewinnmaximierung auf Kosten der Patienten?<\/li>\n<li>Berlin soll Empf&auml;nger von Agrar-Milliarden nennen<\/li>\n<li>Sonne statt Reli: Berlin bleibt in Sachen Religionsunterricht ein Vorreiter des modernen Staats<\/li>\n<li>Kinderporno-Sperren: Regierung erw&auml;gt Echtzeit&uuml;berwachung der Stoppschild-Zugriffe<\/li>\n<li>Justizskandal in Sachsen: Eine &ldquo;kleine Anfrage&rdquo; im S&auml;chsischen Landtag sorgt f&uuml;r Furore<\/li>\n<li>FDP rechnet mit 2,6 Millionen-Strafe f&uuml;r M&ouml;llemann-Spendenskandal<\/li>\n<li>Margret Wintermantel als HRK-Pr&auml;sidentin wieder gew&auml;hlt &ndash; Rektoren unter der &Auml;gide von Bertelsmann<\/li>\n<li>Bologna-Prozess: Studenten im Punktefieber<\/li>\n<li>Zum Hochschulpakt II<\/li>\n<li>Bildungsausgaben im f&ouml;deralen System<\/li>\n<li>HIS-Studie: Studierneigung und Berufsausbildungspl&auml;ne<\/li>\n<li>Wer mehr Ingenieurinnen will, muss bessere Karrierechancen f&uuml;r Frauen in Technikberufen schaffen<\/li>\n<li>Monsanto: &bdquo;Der gegebene Anlass&ldquo;<\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3908&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Bilanz des Schreckens<\/strong><br>\nGigantisches Milliardenrisiko: Die Finanzkrise trifft die deutschen Banken weitaus st&auml;rker als bislang bekannt. Kredite und Wertpapiere in problematischen Gesch&auml;ftsfeldern addieren sich auf 816 Milliarden Euro, wie aus einem Bafin-Papier hervorgeht, das der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt.<br>\nAllein bei der Commerzbank sind nach der Bafin-Aufstellung, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt, Wertpapiere und Kredite im Wert von 101 Milliarden Euro von der Finanzkrise betroffen. Darin enthalten sind 49 Milliarden Euro aus der Bilanz der &uuml;bernommenen Dresdner Bank. Die Commerzbank ist demnach von der Finanzkrise &auml;hnlich stark betroffen wie die Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein, die HSH Nordbank, f&uuml;r die die Bafin 105 Milliarden Euro ansetzt.<br>\nBei der Westdeutschen Landesbank mit 84 Milliarden Euro und der Landesbank Baden-W&uuml;rttemberg mit 92 Milliarden Euro sieht die Aufsicht Risiken in einer &auml;hnlichen Gr&ouml;&szlig;enordnung. Deutlich besser stehen die Deutsche Bank mit 21 Milliarden Euro, sowie die Postbank und die Hypovereinsbank mit jeweils f&uuml;nf Milliarden Euro da. Am st&auml;rksten ist laut Bafin-Papier die vor der Verstaatlichung stehende Hypo Real Estate (HRE) betroffen, die 268 Milliarden Euro an Problemanlagen h&auml;lt.<br>\nDie Zahlen der Bafin sind f&uuml;r die Regierung indes keine &Uuml;berraschung. So war in den Unterlagen, die Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck vor Wochen an Kanzlerin Angela Merkel zur Vorbereitung des Banken-Gipfels am Dienstag geschickt hatte, sogar von potentiell gef&auml;hrdeten Anlagen von 853 Milliarden Euro die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/735\/466319\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Bafin-Geheimpapier sorgt f&uuml;r &Auml;rger<\/strong><br>\nDer Report war streng geheim. Weshalb die Finanzaufsicht nun Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet hat. Es sei eine streng vertrauliche Aufstellung der Beh&ouml;rde &uuml;ber Verm&ouml;genswerte einzelner Banken an die &Ouml;ffentlichkeit gelangt, begr&uuml;ndete die BaFin am sp&auml;ten Freitagabend ihren spektakul&auml;ren Schritt. Dies k&ouml;nnte einen Versto&szlig; gegen gesetzliche Verschwiegenheitspflichten darstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Milliardenschwere-Kreditrisiken-Bafin-Geheimpapier-sorgt-f%FCr-%C4rger\/505065.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Offenbar d&uuml;rfen solche Schreckensbilanzen immer erst dann ver&ouml;ffentlicht werden, nachdem die Bundesregierung jeweils Garantien oder Kapitalbeteiligungen &uuml;bernommen hat. Es ist wie immer, wenn solche unangenehmen Informationen &ouml;ffentlich werden: Man emp&ouml;rt sich &uuml;ber die Ver&ouml;ffentlichung und erreicht auf diese Weise, dass die Sache selbst, um die es doch eigentlich gehen sollte, nicht mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. Warum nimmt man diese Zahlen nicht zum Anlass, diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, die sich auf die &bdquo;problematischen Gesch&auml;ftsfelder&ldquo; begeben haben?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesbank-Pr&auml;sident Weber: &ldquo;Konsolidierung nach Krise notwendig&rdquo;<\/strong><br>\nDie Konsolidierung muss kommen, sie ist alternativlos&hellip;Ich sehe aber durchaus eine Chance, dass wir im Jahr 2010 dann doch die Talsohle durchschritten haben. Vermutlich kommen wir schon wieder zu etwas weniger starkem Abw&auml;rtsdruck im Laufe dieses Jahres, insbesondere &uuml;ber den Sommer, aber so richtig besser d&uuml;rfte es dann erst im Jahr 2010 so langsam werden. Ich erwarte keine dynamische Erholung, aber zumindest eine Besserung, und dann sollten wir sicherlich auch dazu &uuml;bergehen, dass wir die jetzt expansive Geld- und Fiskalpolitik wieder zur&uuml;ckfahren und eher langfristig versuchen zu konsolidieren &hellip;<br>\nVon mir als Notenbanker bekommen Sie immer nur eine einzige Aussage zur Inflation: Wir m&uuml;ssen sie verhindern. Inflation ist kein Mittel zur Verbesserung, sondern sie ist Ursache vieler Probleme &ndash; und diese Ursachen werden wir als Notenbanken immer bek&auml;mpfen.<br>\nIch glaube, Inflation hilft hier auch nicht weiter an dieser Stelle, weil es ist immer Inflation zutiefst unsozial. Es ist eine Umverteilung von denjenigen, die verschuldet sind &ndash; die profitieren von einer solchen Inflation. Und diejenigen, die Verm&ouml;genswerte haben, verlieren. Solche Systeme sind meines Erachtens, wo es zu Umverteilungsmechanismen kommt, mit erheblichen Problemen belastet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/954452\/\">DLF (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/04\/24\/dlf_20090424_0716_f5f25301.mp3\">Deutschlandradio (Audio-Podcast)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Weber tut so, als w&auml;re die Pleite der Lehman-Bank an allem schuld und als h&auml;tten die anderen Banken, die jetzt &bdquo;vergiftete&ldquo; Papiere in ihren B&uuml;chern haben, nicht mitgezockt. Es ist geradezu absurd, dass Weber inmitten der tiefsten Rezession und der Gefahr einer Deflation angeblich vor allem eine Inflation f&uuml;rchtet. F&uuml;r die Masse der Besitzlosen oder der Verschuldeten ist es sicher ganz interessant, einmal von sozusagen h&ouml;chster Stelle zu h&ouml;ren, dass sie von einer Inflation &bdquo;profitieren&ldquo; und &bdquo;diejenigen, die Verm&ouml;genswerte haben, verlieren&ldquo;. Es ist gewiss nicht zu w&uuml;nschen, dass diejenigen, die Erspartes haben, verlieren, aber Sorge vor einer Inflation m&uuml;ssen vor allem diejenigen haben, die gr&ouml;&szlig;ere Verm&ouml;genswerte haben. Wenn also &Auml;ngste vor einer Inflation gesch&uuml;rt werden, so sind es vor allem die &Auml;ngste der Verm&ouml;genden; vor allem f&uuml;r deren Interessen treten Bundes- und Zentralbank mit ihrem rigiden Antiinflationskurs offensichtlich ein. Wohingegen durch Sozialabbau oder durch die gleichfalls st&auml;ndig von Weber angemahnten niedrigen L&ouml;hnen (die wom&ouml;glich unter der Inflationsrate liegen) vor allem die &bdquo;verlieren&ldquo;, die keine Verm&ouml;genswerte haben.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe zu der von Weber bef&uuml;rchteten Inflation:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Heiner Flassbeck: &ldquo;Gewinne m&uuml;ssen einer Volkswirtschaft zugute kommen&rdquo; <\/strong><br>\nManche Experten sehen Inflationsgefahren. Was halten Sie davon?<br>\nEine solche Gefahr existiert &uuml;berhaupt nicht. Zu bek&auml;mpfen ist eine akute Deflationsgefahr. Viel Geld f&uuml;hrt nicht automatisch zu Inflation. Die Kan&auml;le, &uuml;ber die Inflation entsteht, sind hohe Nachfrage oder steigende L&ouml;hne. Von beidem sind wir unendlich weit entfernt. Inflationsgefahr best&auml;nde nur dann, wenn es weltweit zu einem enormen Aufschwung k&auml;me und die Arbeitslosigkeit abgebaut w&auml;re. Und das dauert so lange, dass die Notenbanken kein Problem h&auml;tten, Liquidit&auml;t wieder vom Markt zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/vdi-nachrichten\/aktuelle_ausgabe\/akt_ausg_detail.asp?cat=1&amp;id=42888&amp;source=aktuelle_ausgabe&amp;sitestat=&amp;ivw=redaktion&amp;doPrint=1\">VDI-Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><strong>Ackermann verh&ouml;hnt Konkurrenz mit Traumrendite <\/strong><br>\nJosef Ackermann lehnt sich erneut weit aus dem Fenster: Laut einem Medienbericht hat er indirekt best&auml;tigt, dass die Deutsche Bank im ersten Quartal eine Rendite von rund 25 Prozent erzielt hat. F&uuml;r die schw&auml;chere Konkurrenz hat er nur H&auml;me &uuml;brig. Politiker sind entsetzt &ndash; die SPD fordert bereits seinen R&uuml;cktritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article3626651\/Ackermann-verhoehnt-Konkurrenz-mit-Traumrendite.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die von der WELT zitierten, lauen Proteste derer, die mit der Deregulierung die gesetzlichen Voraussetzungen f&uuml;r Ackermanns Umtriebe selbst erst geschaffen hatten, sind unglaubw&uuml;rdig. Substantielleres hierzu kann man etwa bei Flassbeck nachlesen, <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/pdf\/2008\/25.10.2008\/Zockerpartner%20oder%20Finanzierungsgehilfe.pdf\">z.B. hier [PDF &ndash; 13 KB]<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Das Wichtigste aber ist, dass wir beginnen zu begreifen, dass in einer Wirtschaft, deren Produktivit&auml;t j&auml;hrlich um 2 Prozent w&auml;chst, das gesamte Finanzsystem, das zu dieser Produktivit&auml;t praktisch nichts beitr&auml;gt, nicht Renditen im zweistelligen Bereich erzielen kann, ohne die Schwachen im System massiv und vollkommen ungerechtfertigt zu sch&auml;digen. Das Finanzsystem ist heute zu einem Nullsummenspiel &agrave; la Kasino geworden: Der eine gewinnt, was ein anderer verliert. Regierungen, die in der Krise den Feuerwehrmann spielen und Spekulanten vor dem Ruin retten, k&ouml;nnen das nur verantworten, wenn sie vorher systematisch die Schwachen gegen die Willk&uuml;r der Geldm&auml;chtigen gesch&uuml;tzt haben.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Oder <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/pdf\/2008\/13.3.08\/Jeder%20gegen%20jeden.pdf\">dort [PDF &ndash; 80 KB]<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Herrn Ackermanns Deutsche Bank will 25 %. Andere Kapitalverwalter erwarten mindestens 15 % Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital. Der Wettbewerb sei hart, argumentieren die Banken. Wer auf dem internationalen Parkett bestehen will, m&uuml;sse zweistellige Renditen heranschaffen, weil die von den Kapitalanlegern, also vorwiegend von reichen Privatpersonen und Pensionsfonds, &bdquo;gefordert&ldquo; w&uuml;rden.<br>\nDa staunt der Laie und der Fachmann sollte sich wundern. Marktwirtschaft bedeutet flexible Gewinne &ndash; und die Anleger &bdquo;fordern&ldquo; zweistellige Renditen? Jeder mittelst&auml;ndische Unternehmer oder selbst&auml;ndige Handwerker fragt sich, wer das erwirtschaften soll. Denn die Bank leiht das Geld ja nur an Sachinvestoren aus, die innovative Ideen in Produktivit&auml;tssteigerungen umzusetzen versuchen, aus denen neben der Tilgung des Kredits auch die Zinsen bezahlt werden sollen. Wer ist jedes Jahr um ein Viertel produktiver? Welches Land w&auml;chst j&auml;hrlich mit einer zweistelligen Wachstumsrate? Denn um eine solche Gr&ouml;&szlig;enordnung muss es sich handeln, wenn das Kapital so f&uuml;rstlich entlohnt werden soll &ndash; oder geht es etwa darum, solche Renditen dauerhaft auf Kosten der Arbeit zu erzielen?<br>\nSolche Steigerungsraten kann man nicht durch reale Leistung zustande bringen, auch wenn der Sachverst&auml;ndigenrat schon vor 30 Jahren seine Ideologie auf &bdquo;Anspr&uuml;chen&ldquo; der Kapitalseite aufgebaut hat. Zweistellige Gewinne gibt es, wenn &uuml;berhaupt, nur beim Gl&uuml;cksspiel. Dort allerdings nur mit viel Risiko und niemals dauerhaft. Au&szlig;er man mogelt permanent und zockt die restlichen Spieler ab.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Herfried M&uuml;nkler: Neuer Hochmut nach tiefem Fall<\/strong><br>\nMan darf davon ausgehen, dass die Rosse schon gesattelt werden, auf denen einige der Kampagnenmacher des gescheiterten Neoliberalismus demn&auml;chst wieder stolz und selbstbewusst in die Talkshows einziehen wollen. Die Zeiten sind schnelllebig, und das Volk ist vergesslich. Auf den eben noch lautstarken Ruf nach der Kreuzigung kann bald ein neues Hosianna folgen. Die Aktienm&auml;rkte m&uuml;ssen daf&uuml;r nur f&uuml;r etwas l&auml;ngere Zeit wieder nach oben zeigen.<br>\nMan muss das Charisma des Goldmachers, das einigen Magiern der Wirtschaft nachgesagt worden ist, nachhaltig entzaubern, wenn man seinen wechselnden Konjunkturen nicht immer wieder aufs Neue zum Opfer fallen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1731273&amp;\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Ifo-Index gibt R&auml;tsel auf<\/strong><br>\nDie beste Nachricht der Woche liefert der Ifo-Index. Die Stimmung in den Chefetagen der 7000 befragten deutschen Unternehmen hat sich im April &uuml;berraschend kr&auml;ftig aufgehellt. Wie passt dieser vorsichtige Optimismus zur Horrorprognose der Wirtschaftsforschungsinstitute, die im Fr&uuml;hjahrsgutachten der deutschen Wirtschaft f&uuml;r 2009 einen Absturz um historische sechs Prozent vorhergesagt haben und bis in die zweite H&auml;lfte 2010 auf Schrumpfung setzten?<br>\nKann es sein, dass auch Forscher dem gleichen Herdentrieb unterliegen wie H&auml;ndler an der B&ouml;rse? Kann es sein, dass sie die grottenschlechte Gegenwart einfach fortschreiben? Der Ifo-Index, der zuverl&auml;ssigste Fr&uuml;hindikator, den die deutsche Wirtschaft kennt, legt diesen Schluss zumindest nahe. Und auch die Eink&auml;uferindizes f&uuml;r Euroland, die bereits am Donnerstag ver&ouml;ffentlicht wurden, verbreiteten Hoffnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1732628_Paradoxe-Prognosen-Ifo-Index-gibt-Raetsel-auf.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Linke: Steuerhinterziehungsgesetz &ndash; eine leere H&uuml;lle<\/strong><br>\nUrspr&uuml;nglich sollten durch einen GE einseitige steuerrechtliche Ma&szlig;nahmen gegen Steueroasen &ndash; Staaten, die sich nicht an den o. g. OECD-Standart halten &ndash; ergriffen werden. Allerdings ist der Gesetzentwurf eine leere H&uuml;lle. Die Bundesregierung soll lediglich die M&ouml;glichkeit erhalten, Rechtsverordnungen zu verabschieden, die gegen Steueroasen vorgehen. Der GE soll sich auf L&auml;nder beziehen, die die OECD-Standards (insbesondere Artikel 26) nicht erf&uuml;llen. Nach Aussage von Vertretern des BMF in einer Finanzausschusssitzung ist dies aktuell aber kein Land. Dies liegt daran, dass verschiedene L&auml;nder im Vorfeld des G 20-Gipfels Absichtserkl&auml;rungen abgegeben haben, die Standards erf&uuml;llen zu wollen, um nicht auf die Schwarze Liste der Steueroasen der OECD gesetzt zu werden&hellip;Die Schweiz, &Ouml;sterreich und Luxemburg werden nur als Finanzzentren genannt, die sich zwar den OECD-Standards angeschlossen, aber noch nicht umgesetzt haben.<br>\nProblematisch ist grunds&auml;tzlich auch der Ansatz, die betroffenen Ma&szlig;nahmen und L&auml;nder in Rechtsverordnungen festlegen zu wollen. Damit ist das Parlament ausgeschlossen. Mit Jersey wurde seitens der Bundesregierung k&uuml;rzlich u. a. ein Abkommen &uuml;ber den Informationsaustausch gem&auml;&szlig; des OECD-Standards abgeschlossen. Allerdings: In Jersey &ndash; so haben es die Vertreter des BMF in einer fr&uuml;heren Ausschusssitzung zugeben m&uuml;ssen &ndash; existieren weder Register &uuml;ber Unternehmen und Stiftungen, noch Daten &uuml;ber Steuerpflichtige. Damit wird jedes Auskunftsersuchen deutscher Finanzbeh&ouml;rden &ndash; trotz Abkommen &ndash; bis auf Weiteres ins Leere laufen.<br>\nInkonsequent ist die Bundesregierung auch, wenn es um den Abschluss von Doppelbesteuerungsabkommen geht: So ist in den meisten Doppelbesteuerungsabkommen die sog. Freistellungsmethode verankert. Dies hei&szlig;t, dass Steuerinl&auml;nder, deren ausl&auml;ndische Eink&uuml;nfte im Ausland versteuert wurden, an den deutschen Fiskus keine Steuern mehr abf&uuml;hren m&uuml;ssen. Das Problem ist allerdings, dass bisher in den meisten Staaten niedrigere Steuern erhoben wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090427_Steuerhinterziehungsbekaempfungsgesetz.pdf\">Fraktion Die Linke [PDF &ndash; 92 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Experten f&uuml;r steuerliche Absetzbarkeit von Versicherungsbeitr&auml;gen<\/strong><br>\nDie meisten Experten haben die von der Bundesregierung geplante Abschaffung der steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung von Beitr&auml;gen f&uuml;r die Arbeitslosen-, Haftpflicht-, Unfall- und Berufsunf&auml;higkeit scharf kritisiert. In einer Anh&ouml;rung des Finanzausschusses am Mittwoch zum Entwurf eines Gesetzes zur verbesserten steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung von Vorsorgeaufwendungen (B&uuml;rgerentlastungsgesetz Krankenversicherung, 16\/12254) sahen einige Experten diesen Versuch der Bundesregierung sogar als verfassungswidrig an. Einhellig begr&uuml;&szlig;t wurde in der Anh&ouml;rung dagegen die aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts vorgesehene st&auml;rkere steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Kranken- und Pflegeversicherungsbeitr&auml;gen.<br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wies in diesem Zusammenhang aber darauf hin, dass Bezieher h&ouml;herer Einkommen erneut st&auml;rker entlastet w&uuml;rden als Menschen mit geringem Einkommen. Der Deutsche Steuerberaterverband lobte die st&auml;rkere Ber&uuml;cksichtigung von Krankenversicherungsbeitr&auml;gen. Dieser Teil sei verfassungskonform umgesetzt. Bei der Streichung der anderen Beitr&auml;ge stelle sich jedoch die Frage, ob dies mit dem verfassungsrechtlichen Gebot der Freistellung des Existenzminimums zu vereinbaren sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_116\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn es um Steuern und Sozialabgaben geht, dann h&ouml;ren wir doch st&auml;ndig die Parole &bdquo;Mehr netto vom brutto&ldquo;, wenn es aber ernst wird und Arbeitnehmer ihre Versicherungsbeitr&auml;ge von der Steuer absetzen k&ouml;nnen sollen, dann gilt nat&uuml;rlich etwas anderes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschlands Geldbeschaffer &ndash; die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH<\/strong><br>\nDie dunkle Kehrseite all der Staatshilfen und Rettungspakete wird allerdings selten diskutiert. 18 Milliarden f&uuml;r die Commerzbank, 50 f&uuml;rs Konjunkturpaket, 100 als Garantiesumme f&uuml;r die Hypo Real Estate. Woher nimmt der Staat das viele Geld? Dass tats&auml;chlich eine unscheinbare GmbH das gesamte Schuldenmanagement des Bundes betreibt, ist heute immer noch nur wenigen bekannt. Die &ldquo;Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH&rdquo; untersteht dem Finanzministerium und leiht sich das Geld am Finanzmarkt. Nur bei wem konkret? Dazu gibt es kaum Informationen. Die Finanzagentur ver&ouml;ffentlicht lediglich eine allgemeine Liste der &ldquo;Bietergruppe Bundesemissionen&rdquo;. Diese nennt f&uuml;r das Jahr 2008 als Hauptkreditgeber die Barclays Bank, die Deutsche Bank, Merrill Lynch, UBS und Morgan Stanley, weiter unten tauchen Goldman Sachs und Citigroup auf, schlie&szlig;lich sogar die mittlerweile teilverstaatlichte Commerzbank.<br>\nDie Namen der einzelnen Geldgeber, denen Deutschland Jahr f&uuml;r Jahr mehr als 40 Milliarden Euro Zinsen &uuml;berweist, immerhin gut 15 Prozent des kompletten Bundeshaushalts, bleiben auf diese Weise sorgsam verborgen. Dass man Sie in der Klasse der Reichen und Superreichen vermuten darf, liegt auf der Hand. Die kleinen Privatanleger besitzen schlie&szlig;lich direkt gerade einmal ein Volumen von zwei Prozent der Staatspapiere.<br>\nF&uuml;r den Bund rechnet sich das Ganze zudem langfristig kaum. Von 1980 bis 2000 betrug beispielsweise die staatliche Kreditaufnahme 752 Milliarden Euro, die Zinszahlungen f&uuml;r diese Kredite beliefen sich im gleichen Zeitraum jedoch auf 903 Milliarden. Warum, so kann man fragen, wird dann weiterhin st&auml;ndig der Weg &uuml;ber neue Schulden gew&auml;hlt? Eine Alternative w&auml;re bekannterma&szlig;en, die Wohlhabenden und Superreichen st&auml;rker zu besteuern &ndash; statt das gleiche Geld teuer von ihnen zu leihen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/20090425395\/wirtschaft\/finanzwelt\/strategien-f%C3%BCr-billionen.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>Hartz IV-K&uuml;rzung im kommenden Jahr nicht ausgeschlossen<\/strong><br>\nWie hart wird die angelaufene Wirtschaftskrise Berlin noch treffen? Zumindest die CDU in der Hauptstadt schlie&szlig;t offenbar sogar einen Zusammenbruch der Sozialsysteme nicht mehr aus. Nach den jetzt vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegten Prognosen fordert sie vom Senat ein &bdquo;Deeskalationsprogramm zur Erhaltung der zwingend notwendigen sozialen Infrastruktur&ldquo;<br>\n450.000 Berliner m&uuml;ssen derzeit von Hertz IV existieren. Eine Zahl, die angesichts der Konjunkturerwartungen durchaus noch ansteigen kann. &bdquo;Es ist daher bereits zum heutigen Zeitpunkt klar, dass der Status Quo der Leistungsangebote nicht beibehalten werden kann&ldquo;, so der sozialpolitische Sprecher der Abgeordnetenhaus-Fraktion, Gregor Hoffmann, am Donnerstag. Die zum Juli geplante leichte Anhebung des Regelsatzes auf 359 Euro monatlich begr&uuml;&szlig;te Hoffmann, &bdquo;da im n&auml;chsten Jahr vermutlich eine Reduzierung zu erwarten ist&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinerumschau.com\/index.php?set_language=de&amp;cccpage=23042009ArtikelBBBlaschke1\">Berliner Umschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es deutet sich also schon an, wo k&uuml;nftig die Milliarden f&uuml;r die Bankenrettung wieder hereingeholt werden sollen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Erste Rentenk&uuml;rzung seit 1957 droht<\/strong><br>\nDen 20 Millionen Rentnern droht als Folge der Wirtschaftskrise im n&auml;chsten Jahr eine K&uuml;rzung ihrer gesetzlichen Altersbez&uuml;ge um &uuml;ber zwei Prozent. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen der Sozialversicherung. Begr&uuml;ndet wurde die Einsch&auml;tzung mit den negativen Erwartungen der Wirtschaftsinstitute zur Lohnentwicklung.<br>\nDie Institute erwarten, dass in diesem Jahr die f&uuml;r die Rentenerh&ouml;hung im n&auml;chsten Jahr ma&szlig;gebliche durchschnittliche Brutto-Lohn- und Gehaltssumme um 2,3 Prozent sinken und erst 2010 wieder um 1,1 Prozent steigen wird. Damit droht den Angaben zufolge eine entsprechende K&uuml;rzung der Renten, da nach der Rentenformel ein Absinken der L&ouml;hne in einem Jahr auch zu einer Senkung der Renten im n&auml;chsten Jahr f&uuml;hren muss. Rentenk&uuml;rzungen sind nach geltendem Recht lediglich dann ausgeschlossen, wenn sie durch die weiteren Faktoren der Rentenformel wie den Nachhaltigkeits- und den Riesterfaktor ausgel&ouml;st w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/erste-rentenkuerzung-seit-1957-droht;2254004\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Kinderfreundlichkeit? &ndash; &ldquo;Alles eine gro&szlig;e L&uuml;ge&rdquo;<\/strong><br>\nZwei Jungs, deren Eltern Hartz-IV-Empf&auml;nger sind, bessern mit Ferienarbeit ihr Taschengeld auf. Nun fordert die Agentur f&uuml;r Arbeit eine R&uuml;ckzahlung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stz-online.de\/nachrichten\/thueringen\/seite3thueringenstz\/art2448,925441\">S&uuml;dth&uuml;ringer Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Fiat-Einstieg: Opelaner gehen auf die Barrikaden<\/strong><br>\nMit massivem Widerstand wollen die Arbeitnehmervertreter von Opel einen mehrheitlichen Einstieg des Fiat-Konzerns verhindern. &ldquo;Wir werden mit europaweiten Protesten reagieren&rdquo;, sagt Klaus Franz, Chef des Europ&auml;ischen Arbeitnehmerforums, der Frankfurter Rundschau. Fiat-Chef Sergio Marchionne hege kein strategisches Interesse an Opel, sondern wolle nur an frisches Geld herankommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/spezial_finanzkrise\/nachrichten\/1731068_Fiat-Einstieg-Opelaner-gehen-auf-die-Barrikaden.html\">FR<\/a>\n<p><em>Im Gegensatz dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Fiat wird aktiv: Retter f&uuml;r alle?<\/strong><br>\nExperten in Italien sehen f&uuml;r den m&ouml;glichen Einstieg von Fiat bei Opel nicht so schwarz wie ihre Kollegen in Deutschland. Die Fachleute aus dem S&uuml;den sagen, wer gegen eine &Uuml;bernahme Opels durch Fiat sei, weil beide auf die Produktion von Klein- und Mittelklassewagen spezialisiert seien, der vergesse, dass zum Fiat-Konzern auch die Marken Alfa Romeo, Lancia, Ferrari und Maserati z&auml;hlen.<br>\nAuch bez&uuml;glich drohender Werkschlie&szlig;ungen bei der GM-Tochter Opel im Fall einer &Uuml;bernahme durch den Turiner Konzern Fiat seien &uuml;berzogene &Auml;ngste fehl am Platz, hie&szlig; es. Fiat-Chef Marchionne hat zwar auch bei Fiat &Uuml;berkapazit&auml;ten abgebaut und will diese Strategie weiter fortsetzen. Er genie&szlig;t aber bei den italienischen Gewerkschaften beinahe Heiligenstatus, weil er dies ohne Entlassungen an den Flie&szlig;b&auml;ndern bewerkstelligt hat.<br>\nDas Motto des Fiat-Chefs: &ldquo;Die Arbeitskosten machen in unserer Branche weniger als zehn Prozent der Gesamtkosten aus. Ein Manager, der glaubt, ein Autounternehmen durch Entlassungen sanieren zu k&ouml;nnen, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.&rdquo;<br>\nStatt in den Werkshallen hat Marchionne in den Teppichetagen von Fiat aufger&auml;umt und in den ersten Monaten etwa einhundert f&uuml;rstlich bezahlte, aber unterbesch&auml;ftigte F&uuml;hrungskr&auml;fte auf die Stra&szlig;e gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1731356_Fiat-wird-aktiv-Retter-fuer-alle.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>G&uuml;nter Wallraff zur Bahn-&Uuml;berwachung: &ldquo;Mehdorn war der Diktator&rdquo;<\/strong><br>\nHerr Wallraff, Sie schreiben, die Bahn sei mit sehr fragw&uuml;rdigen Methoden gegen ihre Mitarbeiter vorgegangen, habe Angestellten Pornos und Hitlers &ldquo;Mein Kampf&rdquo; auf ihre Computer gespielt, um besser k&uuml;ndigen zu k&ouml;nnen &ndash; haben Sie da nicht etwas dick aufgetragen?<br>\nIch habe sehr sorgf&auml;ltig recherchiert und zitiere aus eidesstattlichen Erkl&auml;rungen der Betroffenen.<br>\nEs ist bei der Bahn ein &Uuml;berwachungssystem und ein Beg&uuml;nstigungssystem entstanden, wo mit Zuckerbrot und Peitsche der Hofstaat zum parieren gebracht wurde. Einerseits wurden enorme Verg&uuml;nstigungen und Tantiemen ausgesch&uuml;ttet &hellip; Andere wiederum wurden als Abweichler und Kritiker der Privatisierung angesehen und eingesch&uuml;chtert. Diese Mitarbeiter f&uuml;hlten sich bespitzelt und haben sich wirklich wie in einem totalit&auml;ren Regime verhalten: die haben jemanden vorgeschickt, wenn sie sich privat trafen und pr&uuml;ften, ob ihnen niemand hinterher war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1732498_Guenter-Wallraff-zur-Bahn-ueberwachung-Mehdorn-war-der-Diktator.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine soziale Zukunft f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nEin soziales Deutschland sollte ein deutlich h&ouml;heres Pro-Kopf-Einkommen haben (etwa wie in den USA), das zugleich gerechter verteilt ist (etwa wie in Schweden). Dazu bedarf es einer Strategie, die auf vier gleichzeitig zu ber&uuml;cksichtigenden S&auml;ulen beruht: 1. Steigerung der Produktivit&auml;t, 2. Erh&ouml;hung der Besch&auml;ftigung, 3. Sicherung der Nachfrage und 4. Verbesserung der Verteilung.<br>\nSteigerung der Produktivit&auml;t: Internationale Vergleiche haben gezeigt, dass eine Verbesserung der Angebotsbedingungen in Deutschland vor allem Investitionen in Bildung ben&ouml;tigt, um das Humanverm&ouml;gen zu f&ouml;rdern und die wachstumshemmende Statusabh&auml;ngigkeit des Bildungserfolges abzubauen.<br>\nErh&ouml;hung der Besch&auml;ftigung: Die Ma&szlig;nahmen zur F&ouml;rderung des Humanverm&ouml;gens tragen auch dazu bei, die Besch&auml;ftigungschancen bisher benachteiligter Gruppen zu erh&ouml;hen. Eine aktive Arbeitsmarktpolitik und Schritte zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie k&ouml;nnen diese positiven Effekte weiter verbessern.<br>\nSicherung der Nachfrage: Deutschland sollte sich in Zukunft weniger stark auf den Export verlassen, sondern vor allem die Binnennachfrage st&auml;rken, wozu besonders eine bessere<br>\nEinkommensverteilung beitragen w&uuml;rde.<br>\nVerbesserung der Verteilung: Ein nachhaltiges und gleichgewichtiges Wirtschaftswachstum verlangt die konsequente Teilhabe der L&ouml;hne am gesamtgesellschaftlichen Produktivit&auml;tsfortschritt. Eine gerechtere Einkommensverteilung durch eine bessere Lohnquote dank hoher Besch&auml;ftigung, angemessene Mindestl&ouml;hne und eine Entlastung der unteren Einkommen im Rahmen eines sozialen Steuern- und Abgabenkonzepts sichern die Massenkaufkraft. Von Michael Dauderst&auml;dt u.a&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/06116.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 220 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Privatisiertes Uni-Klinikum: Gewinnmaximierung auf Kosten der Patienten?<\/strong><br>\nVor drei Jahren hatte das Land Hessen die bundesweit erste Privatisierung einer Uni-Klinik beschlossen, sie wurde an eine Aktiengesellschaft, Rh&ouml;n Klinikum AG, verkauft. Die Uni-Klinik sollte ein Leuchtturm-Projekt im Gesundheitswesen werden, effizient f&uuml;r &Auml;rzte und Patienten, Forscher und Investoren. Privat kann es besser als Staat. Das war der Glaubenssatz des letzten Jahrzehnts, auch im Gesundheitssystem. Aber wie weit darf Privatisierung gehen? Wie weit darf sich der Staat aus der Behandlung von Kranken und der Organisation von Krankenh&auml;usern zur&uuml;ckziehen? Ralph H&ouml;tte und Jan Schmitt ziehen nach drei Jahren Bilanz.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/\/sendungen\/2009\/0423\/klinik.php5\">ARD Monitor (Einf&uuml;hrung und Video)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/\/sendungen\/2009\/0423\/pdf\/uniklinikum.pdf\">ARD Monitor [Text, PDF &ndash; ca. 77 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wer Hilfe bei Parteien sucht, um gegen die in der obigen Sendung beschriebenen Missst&auml;nde vorzugehen, hoffe nicht auf die SPD. Auf die Gesundheitspolitik dieser Partei &uuml;bt das MdB Karl Lauterbach gro&szlig;en Einfluss aus. &Uuml;ber ihn hei&szlig;t es in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_Lauterbach_(SPD)\">Wikipedia (Stand 26.4.2009)<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Er ist Mitglied des Aufsichtsrats der privaten Krankenhauskette Rh&ouml;n-Klinikum AG. Da er sich im Rahmen der Gesundheitsreform f&uuml;r die ebenfalls von der SPD bef&uuml;rwortete Neuausrichtung der Zulassung von Leistungsanbietern zur ambulanten Behandlung einsetzt, k&ouml;nnen gem&auml;&szlig; diesen Vorstellungen auch Krankenh&auml;user m&ouml;glicherweise st&auml;rker an der ambulanten Versorgung teilnehmen.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Diese Einbeziehung wirkt sich laut MONITOR konkret auf die folgende Weise aus: &bdquo;Dr. Hendrick Eckert, Allgemeinmediziner: &ldquo;Seit der Privatisierung ist halt die Situation, dass Patienten aus der Klinik in zunehmendem Ma&szlig;e entlassen werden, ohne dass die Erkrankung selber festgestellt worden ist. Damit ist der Grund, warum Patienten in die Klinik &uuml;berwiesen werden ad absurdum gef&uuml;hrt, denn jetzt m&uuml;ssen die niedergelassenen &Auml;rzte versuchen, trotz dieses Defizits, dieses Mangels, herauszubekommen, was der Patient hat.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Berlin soll Empf&auml;nger von Agrar-Milliarden nennen<\/strong><br>\nMehrere Milliarden Euro Agrarsubventionen flie&szlig;en j&auml;hrlich nach Deutschland, doch wer die Empf&auml;nger sind, will Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner nicht verraten &ndash; weil die Geheimniskr&auml;merei gegen europ&auml;isches Recht verst&ouml;&szlig;t, droht die Europ&auml;ische Kommission nun mit einem Verfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,620845,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Sonne statt Reli: Berlin bleibt in Sachen Religionsunterricht ein Vorreiter des modernen Staats<\/strong><br>\nReligion ist doch Privatsache. Zumindest im aufgekl&auml;rten Staat. Meinen jedenfalls die Berliner. Der Berliner Volksentscheid &uuml;ber Religion als gleichberechtigtes Schulfach endete am Sonntag mit einer Niederlage f&uuml;r die &ldquo;Pro Reli&rdquo;-Vertreter, die nur 48,5 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielten. Mit Nein stimmten 51,3 Prozent. Die Beteiligung lag bei 28,2 Prozent.<br>\nDamit endet der von Christdemokraten und anderen konservativen Christen angeregte Volksentscheid mit einem klaren Sieg des Universalismus, der Differenzen integrierend aufheben will, &uuml;ber ein Pluralismusverst&auml;ndnis, das die &ldquo;Pro Reli&rdquo;-Fraktion mit den Neonazis verbindet: Die Konzentration auf das eigene, auf ein homogenes Identit&auml;tskonzept in der Wertevermittlung. Und dies verbunden mit dem misstrauischen Verdacht, ein Ethikunterricht, in dem nicht einseitig eine bestimmte Weltanschauung vertreten wird, sondern der das staatliche Neutralit&auml;tsgebot beachtet, mache die Schule zu einem normfreien Raum, in dem Werteverfall und moralischer Relativismus gepredigt w&uuml;rden. Diese Argumentation stellt den Bildungsauftrag des Staates in Frage &ndash; als k&ouml;nnten nur Religionsgemeinschaften Werte vermitteln. Jetzt ist die Schlammschlacht geschlagen. Man k&ouml;nnte wieder vern&uuml;nftig werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30198\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Kinderporno-Sperren: Regierung erw&auml;gt Echtzeit&uuml;berwachung der Stoppschild-Zugriffe<\/strong><br>\nDie Bundesregierung erhofft sich von dem geplanten Gesetz zur Bek&auml;mpfung der Kinderpornographie im Internet offenbar wesentlich weitergehende &Uuml;berwachungsm&ouml;glichkeiten als bislang bekannt. Gegen&uuml;ber heise online erkl&auml;rte jetzt Ulrich Staudigl, Sprecher im Bundesjustizministerium, dass man in der Regierung durchaus eine &Uuml;berwachung der von den Providern gehosteten Stoppseiten-Server durch Strafverfolgungsbeh&ouml;rden in Betracht zieht &hellip;<br>\nDiese Planungen kommen &uuml;berraschend, denn im Gesetzgebungsverfahren war bislang von keiner Seite die Rede davon, dass ein Echtzeitzugriff auf die von Providern geloggten Nutzer-IP-Adressen zu Strafverfolgungsma&szlig;nahmen m&ouml;glich sein soll. Im Gegenteil versuchte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen vor rund einem Monat noch die Wogen zu gl&auml;tten, indem sie beispielsweise gegen&uuml;ber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bez&uuml;glich des geplanten Gesetzes behauptet hatte: &ldquo;Eine Auswertung der Internetkommunikation findet nicht statt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/Kinderporno-Sperren-Regierung-erwaegt-Echtzeitueberwachung-der-Stoppschild-Zugriffe--\/meldung\/136769\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Justizskandal in Sachsen: Eine &ldquo;kleine Anfrage&rdquo; im S&auml;chsischen Landtag sorgt f&uuml;r Furore<\/strong><br>\nAm 24. Januar 1996 sendet das ZDF in &bdquo;Kennzeichen D&ldquo; den Beitrag des freien, investigativen Journalisten Heinz Fassbender aus K&ouml;ln, der nach intensiven Recherchen &uuml;ber den skandal&ouml;sen Umgang von Angestellten der Leipziger Stadtverwaltung und offiziellen Beratern der Stadt mit Filetst&uuml;cken des Immobilienfonds der Stadt berichtete. Der Beitrag findet insbesondere auch deshalb Beachtung, weil Heinz Fassbender und sein Team bei den Dreharbeiten zum dubiosen Immobilienerwerb eines leitenden LWB-Mitarbeiters tats&auml;chlich angegriffen und erheblich verletzt wurden.<br>\nNach Ausstrahlung des Beitrages &uuml;berl&auml;sst Fassbender drei Ordner Recherchematerial dem LKA Sachsen auf dessen Bitten und im Glauben auf Weiterverfolgung seiner Rechercheergebnisse. Vom LKA Sachsen erfolgt nie wieder eine R&uuml;ckmeldung. Seine wichtigste Informantin, Rechtspflegerin Beer vom Amtsgericht Leipzig, verschwindet 1996 spurlos und wird Jahre sp&auml;ter ermordet aufgefunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pressemitteilung.ws\/node\/154989\">Pressemitteilung WebService<\/a><\/li>\n<li><strong>FDP rechnet mit 2,6 Millionen-Strafe f&uuml;r M&ouml;llemann-Spendenskandal<\/strong><br>\nDie nordrhein-westf&auml;lische FDP rechnet damit, dass sie f&uuml;r den Spendenskandal ihres fr&uuml;heren Vorsitzenden J&uuml;rgen M&ouml;llemann eine Gesamtstrafe von 2,6 Millionen Euro zahlen muss. Das hat Landes-Schatzmeister Paul Friedhoff an die Bezirks- und Kreisverb&auml;nde geschrieben, wie eine Parteisprecherin am Freitag einen Bericht der Tageszeitung &bdquo;Die Welt&ldquo; (Samstag) best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.westfaelische-nachrichten.de\/aktuelles\/politik\/inland\/1043677_FDP_rechnet_mit_26_Millionen_Strafe_fuer_Moellemann_Spendenskandal.html\">Westf&auml;lische Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Gut, dass man dar&uuml;ber auch noch einmal etwas erf&auml;hrt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Margret Wintermantel als HRK-Pr&auml;sidentin wieder gew&auml;hlt &ndash; Vizepr&auml;sidenten Lenzen und M&uuml;ller ebenfalls in ihren &Auml;mtern best&auml;tigt<\/strong><br>\nProf. Dr. Margret Wintermantel bleibt f&uuml;r weitere drei Jahre Pr&auml;sidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Sie wurde von der HRK-Mitgliederversammlung mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit im Amt best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news311003\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit Wintermantel und Lenzen an der Spitze ist kein Kurswechsel der HRK in Sicht. Beide sind Vertreter des Modells der &bdquo;unternehmerischen Hochschule&ldquo;, Lenzen wurde vom Bertelsmann Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung gar als Hochschulmanager des Jahres ausgezeichnet, weil er die Kriterien der &bdquo;unternehmerischen Hochschule&ldquo; (nach dem CHE-Konzept) am besten erf&uuml;llt hat. Wintermantel h&auml;lt das NRW-Hochschul-&bdquo;Freiheits&ldquo;-Gesetz f&uuml;r einen bedeutenden Reformschritt. Der Bologna-Prozess wird also intensiviert, eine zentrale Hochschulzulassung weiter blockiert, die Hierarchisierung der Hochschullandschaft weiter forciert.<br>\nEs ist schon eine merkw&uuml;rdige Diskrepanz: Wenn man mit einzelnen Hochschullehrern und deren Verb&auml;nden spricht, wird massive Kritik am gegenw&auml;rtigen Reformprozess laut, doch die HRK ist inzwischen so weit von der Hochschulbasis entfernt, wie die Berliner Politik von den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern. Die HRK ist derzeit letztlich nichts anderes mehr als der politische Arm des CHE der Bertelsmann Stiftung.<\/em><\/p>\n<p><em>Zum Einfluss des Kraken Bertelsmann siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Staatsschulden bedrohen Leuchtt&uuml;rme<\/strong><br>\nMehr Wettbewerb um Wissenschaftler, Studenten, Forschungsgeld: Deutsche Hochschulen haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Doch die Rezession stellt all die Errungenschaften wieder in Frage.<br>\nStraubhaar und Landfried sind zwei in einer Reihe namhafter Experten, die das Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) jetzt zu Folgen der Krise f&uuml;r die deutschen Hochschulen befragt hat. Dabei herausgekommen sind erstaunliche Antworten, die von der FTD in Ausz&uuml;gen dokumentiert werden.<br>\nDer Ruf nach dem Staat jedenfalls ist auch aus den Unis deutlich zu h&ouml;ren. Wenn Banken und Firmen mit Milliarden Steuergeldern gerettet werden, fordert auch die Wissenschaft ein Konjunkturprogramm. Doch statt immer darauf zu setzen, dass der Staat noch mal nachlegt, sollten Hochschulen vielmehr selbst vorsorgen, meinen die vom CHE befragten Experten. Potenzial g&auml;be es genug. Unis k&ouml;nnten, meint etwa Straubhaar, die Krise nutzen und sich verst&auml;rkt um privates Kapital bem&uuml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Weniger-Geld-f%FCr-Hochschulen-Staatsschulden-bedrohen-Leuchtt%FCrme\/504400.html?p=1\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ohne jegliche kritische Anmerkung &uuml;ber die Funktion des CHE als Lobbyorganisation f&uuml;r die &bdquo;unternehmerische Hochschule&ldquo; druckt die FTD die Aussagen der vom CHE ausgew&auml;hlten &bdquo;Experten&ldquo; ab. Wieder einmal eine Vermischung von Journalismus und PR. Das ist kein Wunder, denn die FTD geh&ouml;rt zu Gruner+Jahr, und an diesem Verlag ist Bertelsmann mit 74,9% beteiligt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bologna-Prozess: Studenten im Punktefieber<\/strong><br>\n&Auml;ffchenschule. Das ist ein Wort, das Alexandra Ivanova, 20, gern benutzt, wenn sie von ihrem Bachelorstudium erz&auml;hlt. So nennt sie es, wenn sie mit 50 Kommilitonen vor Klausurcomputern hockt und auswendig gelernte Antworten anklickt. Oder wenn sie wie angeleint im Japanologie-Seminar sitzt und t&auml;glich Stotterreferate von Kommilitonen h&ouml;ren muss, weil im Bachelorstudium Anwesenheitspflicht herrscht. Oder wenn ein Dozent ein lange vorbereitetes Gruppenreferat absagt und keiner von ihren Kommilitonen &ndash; den &raquo;Ja sagenden &Auml;ffchen&laquo; &ndash; Einspruch erhebt. Alexandra Ivanova ist w&uuml;tend. Auf das deutsche Bachelorstudium. Auf Politiker, die Kritik nicht h&ouml;ren wollen. Und auf die Kommilitonen, die nicht gegen die Situation aufbegehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/campus\/2009\/03\/bachelor\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wir erinnern an die folgende Meldung aus dem Jahre 2003:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die rasche und konsequente Umstellung auf Bachelor- und Masterstudieng&auml;nge in Deutschland fordert das G&uuml;tersloher Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) in einem Positionspapier.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-8970AC18-B43ABBDA\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_4617.htm\">Bertelsmann-Stiftung<\/a><\/p>\n<p><em>Dass so viele Hochschulangeh&ouml;rige lange nicht wahrhaben wollten, was mit dem Bologna-Prozess auf sie zukommt, ist mit Sicherheit zu einem gro&szlig;en Teil der mit Bertelsmann-Propaganda kontaminierten Berichterstattung der ZEIT zu verdanken.<br>\nUnd die Kooperation zwischen ZEIT und CHE wird unseres Wissens fortgesetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>GWK verabschiedet ihren Vorschlag f&uuml;r die Weiterf&uuml;hrung von Hochschulpakt, Exzellenzinitiative und Pakt f&uuml;r Forschung und Innovation<\/strong><br>\nAlle drei Vorhaben zusammen umfassen ein Finanzvolumen von rund 18 Mrd. Euro bis zum Jahr 2019 und werden als gemeinsamer Beitrag von Bund und L&auml;ndern erheblich zum Erreichen des auf dem Qualifizierungsgipfel in Dresden vereinbarten Zehn-Prozent-Ziels beitragen: dieses Ziel beinhaltet die Verabredung von Bund und L&auml;ndern, dass in Deutschland der Anteil der Aufwendungen f&uuml;r Bildung und Forschung bis zum Jahr 2015 auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gwk-bonn.de\/fileadmin\/Pressemitteilungen\/pm2009-10.pdf\">Gemeinsame Wissenschaftskonferenz [PDF &ndash; 34 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das sind pro Jahr gerade mal 1,8 Milliarden. Man vergleiche diese Zahlen einmal mit den Unternehmensteuersenkungen der letzten Jahre, dem Bankenrettungsplan oder den Kapitalzusch&uuml;ssen f&uuml;r HRE, Commerzbank und IKB.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>GEW: &bdquo;Dem &bdquo;Hochschulpakt II&ldquo; muss schleunigst ein &bdquo;Hochschulpakt III&ldquo; folgen&ldquo;<\/strong><br>\nKeller kritisierte, dass der pro Studienplatz bereit gestellte Betrag von 26.000 Euro, das sind 6.500 Euro pro Studienjahr, nicht ausreiche, um alle 275.000 Studienpl&auml;tze vollst&auml;ndig zu finanzieren. &bdquo;Die durchschnittlichen Kosten eines Studienplatzes liegen bei 7.300 Euro im Jahr, f&uuml;r ein komplettes Bachelor- und Master-Studium werden 36.500 Euro ben&ouml;tigt&ldquo;, rechnete der GEW-Hochschulexperte vor. Er gab au&szlig;erdem bedenken, dass 275.000 zus&auml;tzliche Studienpl&auml;tze zwar die zus&auml;tzliche Nachfrage der geburtenstarken Jahrg&auml;nge der neunziger Jahre und der doppelten Abiturjahrg&auml;nge abdeckten. &bdquo;Wenn wir aber die im internationalen Vergleich sehr niedrige Studienanf&auml;ngerquote von derzeit unter 40 Prozent deutlich steigern wollen, brauchen wir mindestens 370.000 zus&auml;tzliche Studienpl&auml;tze. Dem &sbquo;Hochschulpakt II&rsquo; muss daher schleunigst ein &sbquo;Hochschulpakt III&rsquo; folgen, der einen bedarfsgerechten Ausbau der Hochschulen sicherstellt&ldquo;, forderte Keller.<br>\nDer GEW-Sprecher zeigte sich entt&auml;uscht, dass der &bdquo;Hochschulpakt II&ldquo; die miserablen Betreuungsverh&auml;ltnisse an den Hochschulen fortschreibe: &bdquo;An den Universit&auml;ten kommen heute auf eine Hochschullehrerstelle 60 Studierende, in vielen Studieng&auml;ngen sind es sogar 80, 100 oder 140 Studierende.&ldquo; Keller erinnerte daran, dass der Wissenschaftsrat erst im Sommer 2008 in seinen &bdquo;Empfehlungen zur Qualit&auml;tsverbesserung von Studium und Lehre&ldquo; eine Verbesserung des Betreuungsverh&auml;ltnisses angemahnt habe. &bdquo;Die Verbesserung der Qualit&auml;t der Lehre und die Studienreform im Europ&auml;ischen Hochschulraum setzen eine intensivere Beratung und Betreuung der Studierenden voraus. Wir brauchen daher im &sbquo;Hochschulpakt III&rsquo; eine Qualit&auml;tskomponente, die nicht nur mehr Studienpl&auml;tze, sondern auch bessere Studienbedingungen sicher stellt &ndash; durch deutlich mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/GEW_Dem_Hochschulpakt_II_muss_schleunigst_ein_Hochschulpakt_III_folgen.html\">GEW<\/a><\/p>\n<p><strong>Hochschulpakt II: Deutsches Studentenwerk fordert Mittel f&uuml;r soziale Infrastruktur<\/strong><br>\n&ldquo;Studienpl&auml;tze allein reichen nicht. Studierende brauchen ein Dach &uuml;berm Kopf, campusnahe Verpflegung, eine solide Finanzierung und Beratung.&rdquo; Mit diesen Worten wiederholte Prof. Dr. Rolf Dobischat, der Pr&auml;sident des Deutschen Studentenwerks (DSW), heute die Forderung nach Mitteln f&uuml;r die soziale Infrastruktur im Hochschulpakt II, den Bund und L&auml;nder heute beschlie&szlig;en wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news311152\">IDW<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bildungsausgaben im f&ouml;deralen System &ndash; Zur Umsetzung der Beschl&uuml;sse des &ldquo;Bildungsgipfels&rdquo;<\/strong><br>\nKlaus Klemm argumentiert in seiner neuen Studie, dass die politisch gewollten Ziele (Erh&ouml;hung der Betreuungskapazit&auml;ten f&uuml;r den vorschulischen Bereich der Krippen und Kindertagesst&auml;tten, die bessere sprachliche F&ouml;rderung von Kindern mit Migrationshintergrund, die h&ouml;here Qualifizierung und Besoldung der Erzieherinnen, die Erh&ouml;hung der Abiturientenzahl, die massive F&ouml;rderung der Hochschulen und der Forschung, die Erh&ouml;hung der Beteiligung an Weiterbildungsma&szlig;nahmen usw.) mit den bisher daf&uuml;r vorgesehenen Mitteln in den Haushalten des Bundes, der L&auml;nder und der Gemeinden nicht erreicht werden k&ouml;nnen. &Uuml;ber die H&ouml;he des privaten Sektors kann naturgem&auml;&szlig; weniger ausgesagt werden.<br>\nInsofern hat sich strukturell nichts gegen&uuml;ber dem Befund von 2005 ge&auml;ndert.<br>\nKlaus Klemms Argumentationen laufen darauf hinaus, f&uuml;r das Bildungssystem klarere Zielvorgaben und verbindliche Finanzierungsentscheidungen f&uuml;r die Realisierung zu erarbeiten, die m&ouml;glichst krisenunabh&auml;ngig sind. Ob das gelingt, h&auml;ngt davon ab, wie lange es dauern wird, bis in Deutschland bildungspolitische Reden nicht nur eine Pflichtaufgabe, sondern eine Herzensangelegenheit sein werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/stabsabteilung\/06218.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 535 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>HIS-Studie: Studierneigung und Berufsausbildungspl&auml;ne<\/strong><br>\nNeben dem starken Einfluss unterschiedlicher schulischer Leistungsniveaus ist auch der famili&auml;re Bildungshintergrund nach wie vor von Bedeutung f&uuml;r die &Uuml;berlegungen, ein Studium aufzunehmen oder darauf zu verzichten. Bei den zuk&uuml;nftigen Studienberechtigten 2008 aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil &uuml;ber einen Hochschulabschluss verf&uuml;gt, bel&auml;uft sich die Bandbreite der Studierneigung auf minimal 59 % bis maximal 78 %; Sch&uuml;ler\/innen ohne akademischen Bildungshintergrund &auml;u&szlig;ern dagegen erheblich seltener eine Studienabsicht (43 % bis 65 %). Von einigem Gewicht ist zudem der West-Ost-Unterschied. Im Unterschied zu 2005 und 2006 zeigen sich beim Schulabschlussjahrgang 2008 erstmals wieder deutliche Differenzen zwischen den alten und neuen L&auml;ndern. W&auml;hrend sich die Studierneigung in den alten L&auml;ndern in einem Korridor von 52 % bis 73 % bewegt, liegt sie in den neuen L&auml;ndern nur zwischen einem Minimalwert von 47 % und einem Maximum von 68 %. Keinerlei Studienabsichten bekunden 26 % der westdeutschen, aber 31 % der ostdeutschen Sch&uuml;ler\/innen in den Abschlussklassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.his.de\/pdf\/pub_fh\/fh-200904.pdf\">HIS [PDF &ndash; 1.9 MB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer mehr Ingenieurinnen will, muss bessere Karrierechancen f&uuml;r Frauen in Technikberufen schaffen<\/strong><br>\nDie tats&auml;ch&shy;lichen Berufsaussichten von Frauen in den &bdquo;MINT-Berufen&ldquo; (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bestimmen ma&szlig;geblich mit, ob M&auml;dchen und junge Frauen sich f&uuml;r naturwissenschaftliche und technische Ausbildungen so&shy;wie Leistungs- und Studienf&auml;cher entscheiden.<br>\nFrauen, die ein Studium in MINT-Berufen erfolgreich abgeschlossen haben, sind mit deutlich gr&ouml;&szlig;eren Schwierigkeiten als M&auml;nner konfrontiert, einen Berufseinstieg zu finden, der ihrer Qualifikation ange&shy;messenen ist. Sie sind st&auml;rker von Sucharbeitslosigkeit betroffen, k&ouml;nnen h&auml;ufiger nur in befristete und zumeist schlechter bezahlte Jobs einsteigen. Aktuell sind etwa 22 Prozent der Absolventen in den Ingenieurwissenschaften Frauen, aber nur 11 Prozent der besch&auml;ftigten Ingenieure.<br>\nDie Arbeitslosenquote der In&shy;genieurinnen ist mit 18,9 Prozent zweieinhalbmal so hoch wie die der Ingenieure (7,2 Prozent) &ndash; und im Vergleich zu 1999 hat sich diese Geschlechterungleichheit zumindest absolut sogar noch erh&ouml;ht (21,3 Prozent zu 9,4 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bibliothek.wzb.eu\/wzbrief-bildung\/WZBriefBildung072009_solga_pfahl.pdf\">Wissenschaftszentrum Berlin [PDF &ndash; 250 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Monsanto: &bdquo;Der gegebene Anlass&ldquo;<\/strong><br>\nWenn ein gealterter Kritiker auf den Putz haut, ist es dem Fernsehen eine Sondersendung wert; wenn Monsanto l&uuml;gt und betr&uuml;gt, weil behauptet wird, es g&auml;be keine ausreichenden Studien zur Sch&auml;dlichkeit von Genmais, wenn Monsanto dar&uuml;ber hinaus auch noch droht, rechtliche Schritte einzuleiten, damit das m&ouml;rderische Gesch&auml;ft auch in Europa betrieben werden kann, dann gibt es keinen gegebenen Anlass.<br>\nEs g&auml;be viele gegebene Anl&auml;sse f&uuml;r Deutschlands &ouml;ffentlich-rechtliche Sendeanstalten, doch das Interesse am Bildungsauftrag ist gering. Man will unterhalten, nicht informieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/04\/der-gegabene-anlass.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ol>\n<li>Bilanz des Schreckens<\/li>\n<li>Bundesbank-Pr&auml;sident Weber: &ldquo;Konsolidierung nach Krise notwendig&rdquo;<\/li>\n<li>Heiner Flassbeck: &ldquo;Gewinne m&uuml;ssen einer Volkswirtschaft zugute kommen&rdquo; <\/li>\n<li>Ackermann verh&ouml;hnt Konkurrenz mit Traumrendite <\/li>\n<li>Herfried M&uuml;nkler: Neuer Hochmut nach tiefem Fall<\/li>\n<li>Robert von Heusinger: Ifo-Index gibt R&auml;tsel auf<\/li>\n<li>Die Linke: Steuerhinterziehungsgesetz &ndash; eine leere H&uuml;lle<\/li>\n<li>Experten f&uuml;r steuerliche<\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3908\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3908","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3908","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3908"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3908\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3908"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3908"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3908"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}