{"id":39109,"date":"2017-07-10T08:20:37","date_gmt":"2017-07-10T06:20:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109"},"modified":"2017-07-10T09:32:39","modified_gmt":"2017-07-10T07:32:39","slug":"hinweise-des-tages-2911","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h01\">G20-Ergebnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h02\">G20-Krawall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h03\">Festival der Grundrechtsverletzungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h04\">Offener Brief eines Polizisten: Gedanken zum G20-Gipfel in Hamburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h05\">Verdreht, gesch&ouml;nt, bearbeitet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h06\">Frankreich verk&uuml;ndet massive Steuersenkung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h07\">F&uuml;r Draghi und den Kungelclub G30 wird es enger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h08\">Weckruf aus der Finanzbranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h09\">Microsoft Office 365 nimmt Mitarbeiter unter die Lupe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h10\">Wohnungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h11\">Wer in der Pflege arbeitet ist selbst oft krank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h12\">Ackern im Akkord<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h13\">Renteneintrittsalter in Deutschland weiter erh&ouml;hen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h14\">T&uuml;rkei &ndash; Opposition zeigt St&auml;rke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h15\">US-Justizminister besucht Gefangenenlager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h16\">Die Presse ist beim G20-Gipfel in Hamburg nicht mehr sicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h17\">Sixt-Werbung mit Ode an die Freude &uuml;ber die Dividende: Witzig? Peinlich? Dekadent?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h18\">zu guter Letzt: Why I&rsquo;m glad Ivanka Trump is now leader of the free world<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>G20-Ergebnisse<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Vieles sehr vage und unkonkret<\/strong><br>\nNur wenig Neues und Konkretes ist zu vermelden &ndash; aber das gilt in diesen schwierigen Zeiten f&uuml;r viele schon als Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5423749\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Erkl&auml;rung der L20 zum G20-Gipfel in Hamburg<\/strong><br>\nDie Gewerkschaften der G20-L&auml;nder (L20) fordern in ihrer Erkl&auml;rung zum G20-Gipfel in Hamburg &ldquo;Neue Regeln f&uuml;r eine gerechtere Weltwirtschaft&rdquo;. Die L20 sprechen in der Erkl&auml;rung von einem &ldquo;doppeltem Politikversagen: zun&auml;chst das Vers&auml;umnis, f&uuml;r eine angemessene Erholung von der Finanzkrise zu sorgen und uns stattdessen in eine &lsquo;Niedrigwachstumsfalle&rsquo; zu treiben und dann das Vers&auml;umnis, f&uuml;r eine gerechtere Verteilung des Nutzens der Globalisierung, der technologischen und der wirtschaftlichen Fortschritte zu sorgen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++4e9e2d7a-6329-11e7-a1f8-525400e5a74a%20\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die vollst&auml;ndige Erkl&auml;rung der Gewerkschaften k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++5214d42c-6329-11e7-a1f8-525400e5a74a\">hier<\/a> nachlesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>G20-Gipfel: Zynische Inszenierung von Merkel<\/strong><br>\nAlexis Passadakis von der bundesweiten Attac-Projektgruppe G20: &ldquo;Merkels Inszenierung als &lsquo;Anf&uuml;hrerin der freien Welt&rsquo; und Verteidigerin ist zynisch. Mit einer multilateralen Politik f&uuml;r mehr Freihandel verfolgt die Bundesregierung eine aggressive Export&uuml;berschussstrategie, die zu gravierenden globalen Ungleichgewichten f&uuml;hrt, zu &ouml;konomischer Instabilit&auml;t und politischen Spannungen. Wir setzen uns ein f&uuml;r einen Stopp weiterer Freihandelsverhandlungen und die Abkehr von der Export&uuml;berschussstrategie zugunsten mehr sozialer Sicherheit und sozial-&ouml;kologischer &ouml;ffentlicher Investitionen.&rdquo;<br>\nAlfred Eibl vom bundesweiten Attac-Koordinierungkreis: &ldquo;Als informelles Gremium haben die G20 &ndash; anders als die Vereinten Nationen &ndash; keine legitime v&ouml;lkerrechtliche Grundlage. Anstatt die Finanzm&auml;rkte effektiv zu entwaffnen, haben die G20 den neoliberalen Finanzmarktkapitalismus auf Kosten der unteren Bev&ouml;lkerungsschichten gerettet: Das bedeutet mehr soziale Ungleichheit statt globaler Gerechtigkeit. Heute gehen wir hier in Hamburg auf die Stra&szlig;e, um Sand ins Getriebe des Gipfelablaufs zu streuen und unsere Kritik an der Politik der G20 deutlich zu machen.&rdquo;<br>\nRoman Denter vom bundesweiten Attac-Koordinierungkreis: &ldquo;Die G20 sind kein Ort effektiver Klimapolitik. Merkel w&uuml;rde sich beim Gipfel gerne als B&auml;ndigerin des US-Pr&auml;sidenten und Retterin der internationalen Klimapolitik darstellen. Dabei haben die USA bereits das Kyoto-Protokoll nicht ratifiziert, und nach Merkels angeblichem klimapolitischen Erfolg beim G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm kr&auml;ht kein Hahn mehr. Statt eines klimapolitischen Roll-backs ist ein sofortiger Kohleausstieg n&ouml;tig.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/g20-gipfel-zynische-inszenierung-von-merkel\/\">attac<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hinter den Kulissen d&uuml;rfte wohl vor allem der chinesische Staatspr&auml;sident Xi, der sich Anfang diesen Jahres in Davos gegen Protektionismus wandte, wesentlich mehr Einfluss auf die Abschlu&szlig;erkl&auml;rung gehabt haben als &bdquo;Mutti&ldquo; Merkel.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>G20-Krawall<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Aufstand<\/strong><br>\nMan kann die Ausschreitungen von Hamburg verurteilen &ndash; nat&uuml;rlich. Man sollte sie aber auch verstehen. Ein Deutungsvorschlag.Viele sagen, es sei nur sinnentleerte Gewalt, gut. Es ist ja niemand gezwungen, die Krawalle von Hamburg politisch zu deuten. Wer will, kann es trotzdem tun. Dies ist ein Deutungsvorschlag. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Der kommende Aufstand&ldquo; ist ein Text, der in Frankreich geschrieben wurde, in Deutschland, 128 Seiten lang, erschien er im Jahr 2010 im Hamburger Nautilus Verlag, der seinen Sitz in der Sch&uuml;tzenstra&szlig;e hat; etwa drei Kilometer entfernt von der Roten Flora, dem autonomen Zentrum Hamburgs. Im Internet ist die Flugschrift jedem frei zug&auml;nglich. Im Text hei&szlig;t es unter anderem:<br>\nEin Aufstand, wir k&ouml;nnen uns nicht mal mehr vorstellen, wo er beginnt. Sechzig Jahre der Befriedung, ausgesetzter historischer Umw&auml;lzungen, sechzig Jahre demokratischer An&auml;sthesie und Verwaltung der Ereignisse haben in uns eine gewisse abrupte Wahrnehmung des Realen geschw&auml;cht, den parteilichen Sinn f&uuml;r den laufenden Krieg. Es ist die Wahrnehmung, die wir wiedererlangen m&uuml;ssen, um zu beginnen. [&hellip;]<br>\nEs gibt eine Stelle im &bdquo;Kommenden Aufstand&ldquo;, die zu Sabotage, Subversion, Gewalt ruft. Da steht:<br>\nNie war das Gef&uuml;hl eines unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruchs so lebhaft.<br>\nIn der Elbphilharmonie dirigiert zu dieser Stunde, gleichzeitig also, innerhalb einer Sicherheitszone, die mit Wasserwerfern, R&auml;umfahrzeugen, Hubschraubern, Polizeibooten mit Tauchern und mit Hunderten Beamten gesichert ist &ndash; in Bereitschaft schwer bewaffnete Sondereinheiten und die Bundeswehr &ndash; der Dirigent Kent Nagano das Hamburger Staatsorchester.<br>\nDer Nachrichtensender N24 sendet einen Livestream von beiden Orten gleichzeitig. Links im Bild: die Randale am Schulterblatt. Rechts auf dem Bildschirm: das Konzert, dem die Staatschefs lauschen. Unter den Bildern blendet der Nachrichtensender eine Banderole ein. Dort steht: &bdquo;Beethovens 9. Sinfonie: &sbquo;Alle Menschen werden Br&uuml;der&lsquo;&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/G20-Krawalle-in-Hamburg\/!5423733\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Verwandte Feinde<\/strong><br>\nNach jeder eskalierten Demo die gleichen Schuldzuweisungen. Dabei haben die Kontrahenten oft viel mehr gemeinsam, als sie selber glauben.<br>\nDie gute Nachricht: In Deutschland herrscht kein Krieg. Nicht in Hamburg, und auch Berlin steht nicht vor dem milit&auml;rischen Belagerungszustand, auch wenn es manchmal so klingt: Die &bdquo;Welt&ldquo; zitierte am Freitag einen Polizeif&uuml;hrer mit der Bef&uuml;rchtung, dass &bdquo;internationale Linksextremisten parallel die Hauptstadt angreifen wollen&ldquo;.<br>\nDas ist die Sprache der Eskalation, und Vertreter des Staates sollten sie vermeiden, wenn sie denjenigen, die sie bek&auml;mpfen, nicht &auml;hnlich werden wollen.<br>\nGenau hier liegt das Problem. Bei der Betrachtung brennender Autos oder pr&uuml;gelnder Polizisten scheinen, je nach Standpunkt, ein paar entscheidende Aspekte in Vergessenheit zu geraten.<br>\nDer erste und wichtigste: Nein, in Deutschland herrscht kein Krieg. In Hamburg demonstrieren in diesen Tagen Zehntausende gegen eine Weltordnung, die zum Protest wahrlich ausreichend Anlass gibt, von der skandal&ouml;sen Ungleichheit der Lebensverh&auml;ltnisse &uuml;ber eine fragw&uuml;rdige Freihandelspolitik, die dem ebenso fragw&uuml;rdigen Protektionismus eines Donald Trump gegen&uuml;bersteht, bis zum Versagen der Weltgemeinschaft beim Klimaschutz. Wer gegen all das auf die Stra&szlig;e geht, hat gute Gr&uuml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/meinung\/leitartikel\/g20-gipfel-verwandte-feinde-a-1309879\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Wut und Frust<\/strong><br>\nIm Hamburger Schanzenviertel haben bei den schweren Ausschreitungen Autonome Krawall gemacht und gepl&uuml;ndert, ebenso wie viele andere junge Menschen. Woher kamen diese Wut, der Hass?<br>\nEiner der interessantesten Momente passierte ein paar Stra&szlig;enz&uuml;ge von der Roten Flora im Schanzenviertel entfernt. Randalierer hatten Freitagnacht die Fensterscheibe zu einem O2-Laden aufgebrochen. Junge M&auml;nner leuchteten mit ihren Handys ins Ladeninnere, kistenweise trugen sie die Ware davon. Dann schob ein Linksradikaler einen Flachbildschirm mit St&auml;nder &uuml;ber die Stra&szlig;e. Er nahm ihn nicht wie die anderen Pl&uuml;nderer mit nach Hause, sondern warf das Ger&auml;t ins Feuer. Sofort schlugen die Flammen hoch.<br>\nWas war passiert? Konsumlust und Konsumkritik trafen in diesem Moment aufeinander. Die einen wollten die teuren Ger&auml;te haben. Die anderen wollten sie zerst&ouml;ren. Schon diese Episode macht deutlich, dass man es sich bei der Deutung der Ereignisse vom Freitag nicht so leicht machen sollte wie viele Politiker und Kommentatoren. [&hellip;]<br>\nNach allem, was ich vor Ort gesehen habe, waren am Freitag unterschiedliche Gruppen f&uuml;r die Krawalle verantwortlich, die so heftig waren wie in keiner anderen Nacht. Da waren die Autonomen, klar. Randale haben aber auch andere junge Menschen aus dem Kiez gemacht. Sie wollten Spa&szlig; haben, Dampf ablassen. Als sich die Gelegenheit bot, wurden einige von ihnen zu Dieben. Wie konnte es zu diesem Ausbruch von Zerst&ouml;rungswut und Kriminalit&auml;t kommen? Waren das wirklich nur Straftaten von Linksradikalen? Oder wurden in Hamburg soziale Probleme sichtbar, die wesentlich tiefer liegen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/g20-gipfel-wer-hat-in-der-krawallnacht-wirklich-randaliert-a-1156854.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Gibt es Parallelen zum G8-Gipfel in Heiligendamm 2007? Erinnert sei beispielsweise an diese damalige Berichterstattung durch die Medien &ndash; verbunden mit einem Dank an unseren Leser H.B.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/mobil.stern.de\/politik\/deutschland\/g8-blockade-zivil-polizisten-als-steinewerfer--3271742.html\">Zivil-Polizisten als Steinewerfer?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/g-8-demonstrationen-polizei-bestaetigt-einschleusen-von-zivilbeamten-a-487487.html\">Polizei best&auml;tigt Einschleusen von Zivilbeamten<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/m.taz.de\/!5086091;m\/\">Demoverbot war rechtswidrig<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/tornados-ueber-heiligendamm-mit-panzern-und-jets-gegen-demonstranten-1.777162\">Mit Panzern und Jets gegen Demonstranten<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Festival der Grundrechtsverletzungen<\/strong><br>\nHamburg im Zustand polizeilicher Belagerung<br>\nDas Gegenteil des Mitte Mai vollmundig von Innensenator Grote angek&uuml;ndigten Festivals der Demokratie haben wir in der letzten Woche erlebt. Niemand sollte daran gehindert werden, seine Grundrechte wahrzunehmen. Nun ist es geschehen. Hamburg befand sich im polizeilichen Belagerungszustand, massenhaft wurde das Recht auf kollektive Meinungs&auml;u&szlig;erungsfreiheit, auf Versammlungsfreiheit, auf k&ouml;rperliche Unversehrtheit und auf Achtung der Menschenw&uuml;rde beschr&auml;nkt.<br>\nDie Allgemeinverf&uuml;gung &uuml;ber eine 38 Quadratkilometer gro&szlig;e Versammlungsverbotszone setzte bereits ein Zeichen gegen jedes wirksame plebiszit&auml;re Mitwirkungsrecht der Bev&ouml;lkerung, gegen die Versammlungsfreiheit als eines &ndash; so das Bundesverfassungsgericht &ndash; &bdquo;grundlegenden und unentbehrlichen Funktionselementes&ldquo; einer Demokratie.<br>\nBis zum Bundesverfassungsgericht musste der Anmelder des Antikapitalistischen Camps gehen um best&auml;tigt zu bekommen, dass ein politisches Camp eine Versammlung sein kann und nach den Regeln des Artikel 8 GG zu behandeln ist. Es folgte die rechtswidrige und polizeilich gewaltt&auml;tige Verweigerung des Aufbaus der Antikapitalistischen Camps in Entenwerder trotz eines positiven Gerichtsbeschlusses, begleitet von den markigen Worten des Gesamteinsatzleiters Dudde, er werde pers&ouml;nlich daf&uuml;r Sorge tragen, dass auf der Halbinsel kein Protestcamp stattfinden werde. Zwar best&auml;tigte das Oberverwaltungsgericht, dass Dudde den Versammlungsteilnehmern Unrecht getan hatte, doch die v&ouml;llig entnervten Organisatoren des Camps gaben die Umsetzung auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anwaltlicher-notdienst-rav.org\/de\/G20-Festival-der-Grundrechtsverletzungen\">Anwaltlicher Notdienst<\/a>\n<p><strong>Dazu: Das sagt der Anwaltliche Notdienst<\/strong><br>\nGabriele Heinecke vom Anwaltlichen Notdienst kritisiert die Polizei<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zoApk1lc5-4&amp;feature=youtu.be%20\">abendblatttv via You Tube<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> In Hamburg wird der Polizeistaat erprobt, es wird seitens der Polizei mit Fake News gearbeitet und grundgesetzliche Rechte seitens der Polizei aufgehoben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Offener Brief eines Polizisten: Gedanken zum G20-Gipfel in Hamburg<\/strong><br>\n&ldquo;Liebe Staats- und Regierungschefs, liebe Politiker in Uniform und liebe hochrangig besoldete Mitarbeiter:<br>\nIch bin Ende 30 und Polizeibeamter. Ich versehe meinen Dienst derzeit auf einem Stadtrevier im Streifendienst, vorher habe ich einige Zeit in der Bereitschaftspolizei meines Bundeslandes den Dienst versehen. Mittlerweile bin ich seit &uuml;ber 15 Jahren bei der Polizei.<br>\nIch habe durchaus gelernt, auch mal gegen meine &Uuml;berzeugung zu arbeiten. Wenn ich zum Beispiel die Ablagerung von Atomm&uuml;ll durchsetze oder verfassungsfeindlichen Organisationen zu ihrem Recht auf Versammlung verhelfe. Ich habe Gewalt aus allen (un)politischen Richtungen erlebt, wurde bei Eins&auml;tzen verletzt und habe fast das ganze Programm bekommen, was man in diesem Beruf erleben kann. Ich wei&szlig; also, dass es nicht immer nur angenehme Aufgaben sind, die meine Kollegen und ich bew&auml;ltigen.<br>\nDer von Ihnen geplante G20 setzt all diesen Dingen jedoch die Krone auf. Allein die Kosten, die vermutlich erst nach dem Gipfel abzusehen sein werden, sind eine einzige Frechheit. Soll allein die GeSa (Gefangenensammelstelle) tats&auml;chlich &uuml;ber vier Millionen Euro kosten? Ihr Ernst?<br>\nIch lade Sie gern ein, wenn Sie noch einen Programmpunkt zwischen teurem Essen und Konzertbesuch frei haben, mal eine Schicht im Streifendienst zu begleiten. Schauen sie sich gern Familien am Rande der Gesellschaft an, die wir in polizeilichen Eins&auml;tzen oft erleben. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/polizistmensch.de\/2017\/06\/offener-brief-eines-polizisten-gedanken-zum-g20-gipfel-in-hamburg\/\">Polizist=Mensch<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Thomas Mohr, GdP-Vorsitzender Mannheim, &uuml;ber Behandlung von Polizisten beim G20-Gipfel<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170710-hwt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Dieses Foto wurde mir vom G20-Gipfel Einsatz aus Hamburg, von einem Kollegen zugesandt.<br>\nEs zeigt ein Bild von Polizisten, die seit &uuml;ber 48 Stunden eingesetzt sind. Das Foto soll Ihnen, liebe B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern, zeigen, wie man bei uns mit der Polizei umgeht. Es ist skandal&ouml;s, dass man diesen Polizisten, nach einem schweren Einsatz, der f&uuml;r sie lebensbedrohend war, nicht einmal einen vern&uuml;nftigen Platz zum Regenerieren zur Verf&uuml;gung stellte. Wie Obdachlose liegen sie in irgendeinem Vorraum herum.<br>\nSolche Bilder zeigt man ihnen nicht, weder die Medien noch die offiziellen Stellen.<br>\nDarum mache ich dies hier und komme dem Wunsch des Kollegen nach, dieses Foto auf meiner FB Seite zu zeigen.<br>\nMeine Kolleginnen und Kollegen in Hamburg leisteten einen lebensgef&auml;hrlichen Einsatz zum Schutz der B&uuml;rger. Sie haben das Ma&szlig; der pers&ouml;nlichen Belastbarkeit weit &uuml;berschritten.<br>\nSie haben es einfach nicht verdient, dass man so mit ihnen umgeht!<br>\nDeshalb teilen Sie diesen Post mit dem Foto mit ihren Freunden und Bekannten. Meinen weit &uuml;ber 200 verletzten Kolleginnen und Kollegen w&uuml;nsche ich eine baldige Genesung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/GdPVorsitzenderMannheim\/photos\/a.952787118121191.1073741829.908299182569985\/1457159981017233\/?type=3&amp;theater%20\">Thomas Mohr via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Verdreht, gesch&ouml;nt, bearbeitet<\/strong><br>\nArbeitslose, Fl&uuml;chtlinge, Reiche: Mit Zahlentricksereien wird Politik gemacht, wie Statistik-Professor Bosbach zeigt.<br>\nEs ist ein Wunder, dass sich seit Jahren vor unseren Augen vollzieht: das deutsche Jobwunder. Die Vollbesch&auml;ftigung sei fast erreicht, hei&szlig;t es. Die Zahl der Erwerbst&auml;tigen erklimmt laufend neue Rekorde. Das Problem: Ein gro&szlig;er Teil dieses Wunders ist blo&szlig; herbeigerechnet: Trotz Rekordbesch&auml;ftigung wird heute weniger gearbeitet als vor 25 Jahren. Und etwa eine Million Arbeitslose tauchen in der Statistik gar nicht erst auf. &bdquo;Wie man Arbeitslose wegdefiniert, ist eine fast unendliche Geschichte&ldquo;, sagt der Statistiker Gerd Bosbach.<br>\nZahlen wirken neutral. Sie sind Fakten pur, eindeutig. Damit sind Statistiken Material, Waffen im Kampf um Geld und Macht. Politiker, Unternehmen, Verb&auml;nde benutzen sie, um ihre Interessen zu bef&ouml;rdern &ndash; und zu diesem Zweck werden die Statistiken bearbeitet, verdreht, gesch&ouml;nt.<br>\nDie &Ouml;ffentlichkeit wird zunehmend misstrauisch: &bdquo;Postfaktisch&ldquo; war das Wort des vergangenen Jahres. &bdquo;Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gef&auml;lscht hast&ldquo; ist ein allseits bekannter Spruch. Das Problem: &bdquo;Wer keiner Statistik mehr traut, der wird erst recht an der Nase herumgef&uuml;hrt&ldquo;, sagt Bosbach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/statistik-verdreht-geschoent-bearbeitet-a-1309912\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Frankreich verk&uuml;ndet massive Steuersenkung<\/strong><br>\nFrankreich will ab dem kommenden Jahr die Steuern senken. Insgesamt soll die Abgabenlast damit um rund sieben Milliarden Euro reduziert werden, sagte der franz&ouml;sische Premierminister Edouard Philippe.<br>\nDas Euroland h&auml;lt zudem an seinem Ziel fest, bereits in diesem Jahr das Defizit Frankreichs unter drei Prozent zu dr&uuml;cken. Damit w&uuml;rde Paris seit Jahren erstmals wieder die Maastricht-Kriterien einhalten, zu denen sich die EU-Staaten verpflichtet hatten. Diesen Plan will die Regierung nicht durch Steuererh&ouml;hungen, sondern durch eine Senkung der &ouml;ffentlichen Ausgaben und weitere Ma&szlig;nahmen erreichen.<br>\nPhilippe hatte in einer Regierungserkl&auml;rung zudem die Umsetzung umfangreicher Steuerreformen angek&uuml;ndigt. So sollen die Unternehmenssteuern bis 2022 von derzeit 33,33 Prozent auf 25 Prozent sinken. Seine Regierung will zudem die Kapitalertragssteuer von 50 Prozent auf 30 Prozent senken. Davon erhofft sich die Regierung, Frankreich als zweitgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Euro-Zone nach jahrelanger Schw&auml;che wieder auf Kurs zu bringen.<br>\nPr&auml;sident Emmanuel Macron hatte mehrfach betont, dass Frankreich wieder das Vertrauen seiner EU-Partner gewinnen m&uuml;sse, indem es EU-Vorgaben einhalte. Vor kurzem noch hatte EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici gewarnt, Frankreich werde keinen Aufschub mehr bekommen, um die Vorgaben des europ&auml;ischen Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakets zu erf&uuml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Frankreich-verkuendet-massive-Steuersenkung-article19927013.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.L.:<\/strong> Wie bl&ouml;d muss man sein um aus den Fehlern der Vergangenheit nicht zu lernen. Was wird beg&uuml;nstigt? Kapital &amp; Konzerne &ndash; die Angebotsseite. Naehme der Minister seinen Job ernst und h&auml;tte Ahnung, sollte er wissen, das dieser Weg noch NIE geholfen hat. Gleichzeitig den Gegenpart (&ouml;ffentliche Ausgaben) senken. Als Betriebswirt kann ich da einfach nur den Kopf sch&uuml;tteln. Man ueberreiche der franz&ouml;sischen &ldquo;Elite&rdquo; doch bitte Buecher von Chomsky, Stieglitz und Piketty &ndash; 6, setzen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Jawohl, los geht es mit der franz&ouml;sischen Agenda 2010. Steuern senken und &ouml;ffentliche Ausgaben k&uuml;rzen. Macron f&auml;ngt an die neoliberale Agenda konsequent umzusetzen. Damit auch sch&ouml;n die &ouml;ffentliche Infrastruktur verf&auml;llt, die man dann privatisieren kann, weil der Staat kein Geld mehr zum Unterhalt hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mal abgesehen davon, dass der europ&auml;ische Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt nicht solche Ma&szlig;nahmen konkret vorschreibt: Zu bef&uuml;rchten ist, dass durch diese Ma&szlig;nahmen seintens Frankreichs die neoliberalen Kr&auml;fte hierzulande sich quasi in der Pflicht sehen k&ouml;nnten, weitere sogenannte Reformen einzuleiten, um weiterhin mit seinem Nachbarn konkurrenzf&auml;hig bleiben zu k&ouml;nnen &ndash; also u.a. noch schlechtere Arbeitsbedingungen mit noch niedrigeren Geh&auml;ltern\/L&ouml;hnen und weiterer Sozialabbau.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>F&uuml;r Draghi und den Kungelclub G30 wird es enger<\/strong><br>\nDie EU B&uuml;rgeranw&auml;ltin (Ombudsman) ist Irin und geht deutlich entschlossener an die Erf&uuml;llung ihrer Aufgabe als ihr Vorg&auml;nger. Mario Draghi, muss ihr schriftlich erkl&auml;ren, warum er als Pr&auml;sident der Notenbank und Bankaufsichtsbeh&ouml;rde EZB in geheimen Runden mit Vertretern der gro&szlig;en internationalen Gesch&auml;ftsbanken zusammenkommt. Die Fragen, die Emily O&rsquo;Reilly auf ihrer Webstite ver&ouml;ffentlicht hat, lassen deutlich erkennen, dass das nicht leicht wird.<br>\nVon Kommissionsseite hat man sich schon gelegentlich bitter &uuml;ber den hartn&auml;ckigen Eifer von Emily O&rsquo;Reilly beim Kampf um Sauberkeit und Transparenz in der EU-Verwaltung beklagt. Nun sp&uuml;ren ihn die EZB und insbesondere Draghi. Es geht um seine Mitgliedschaft in der Group of 30 (G30), in der etwas &uuml;ber 30 hochkar&auml;tige Banker regelm&auml;&szlig;ig hinter verschlossenen T&uuml;ren zusammenkommen, sich gegenseitig die Welt erkl&auml;ren, und gemeinsam Strategien entwickeln, mit Herausforderungen des Finanzsystems umzugehen. Das Problematische daran ist, dass dort zum Teil Notenbanker wie Draghi Mitglied sind, die solche Fragen im &ouml;ffentlichen Interesse bearbeiten sollen, und Vertreter kommerzieller Banken und Kapitalverwalter, die vor allem das eigene Sal&auml;r und den Gewinn ihres Unternehmens mehren wollen. Sie tun das in Konkurrenz mit anderen Finanzinstituten, die nicht das Privileg haben, regelm&auml;&szlig;ig aus erster Hand das Denken der wichtigsten Notenbanker und Bankaufseher erl&auml;utert zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/855-g30-o-reilly\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Weckruf aus der Finanzbranche<\/strong><br>\n52 Finanzmanager raten zur Einf&uuml;hrung der &ldquo;Steuer gegen Armut&ldquo;<br>\nVor dem Treffen der EU-Finanzminister in Br&uuml;ssel dr&auml;ngen mehr als 50 f&uuml;hrende Finanzexpert\/innen auf die Einf&uuml;hrung der Finanztransaktionssteuer (FTS). In einem offenen Brief argumentieren sie, dass die Steuer die Finanzm&auml;rkte stabilisieren und die Einnahmen der Regierungen erh&ouml;hen w&uuml;rde.<br>\nAm Montag, 10. Juli treffen sich die Finanzminister der zehn am Verhandlungsprozess beteiligten L&auml;nder in Br&uuml;ssel; es wird erwartet, dass sie dort &uuml;ber die FTS beraten. Aus diesem Anlass wenden sich 52 f&uuml;hrende Expertinnen und Experten der globalen Finanzindustrie in einem offenen Brief an die europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs, und fordern sie auf, sich f&uuml;r die sofortige Einf&uuml;hrung der FTS einzusetzen. Der offene Brief ist eine Aktion von Oxfam und der Kampagne &bdquo;Steuer gegen Armut&ldquo;. (&hellip;)<br>\nDie Steuerabgabe auf den An- und Verkauf von Aktien und Derivaten w&uuml;rde laut den Expert\/innen die Finanzm&auml;rkte stabilisieren und die sch&auml;dliche kurzfristige Finanzspekulation eind&auml;mmen. In dem Brief wenden sie sich auch gegen das Vorurteil, dass die FTS das wirtschaftliche Wachstum bremsen k&ouml;nnte. Laut Meinung der Finanzprofis gibt es immer mehr Hinweise, dass die Steuer ganz im Gegenteil sogar das Wirtschaftswachstum ankurbeln w&uuml;rde. (&hellip;)<br>\nDie Einf&uuml;hrung der FTS geh&ouml;rt bereits seit 2010 zu Angela Merkels Versprechen, auch die Finanzwirtschaft an den Kosten der Finanzkrise zu beteiligen. Die Steuer ist Bestandteil des aktuellen Koalitionsvertrags, der nur noch bis zur Bundestagswahl im September umgesetzt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/presse\/pressemitteilungen\/2017-07-05-weckruf-finanzbranche\">Oxfam<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Microsoft Office 365 nimmt Mitarbeiter unter die Lupe<\/strong><br>\nK&uuml;nftig kann Microsofts Office-Suite den Mitarbeitern in einem Unternehmen auf die Finger schauen: Ein neues Analysewerkzeug ermittelt, wie viel Zeit mit E-Mail-Schreiben oder Besprechungen draufgeht, und weist Vorgesetzte auf Optimierungspotenzial hin.<br>\nMicrosoft bietet Unternehmenskunden eine Erweiterung seiner cloud-gebundenen B&uuml;rosoftware Office 365 an, mit der sich das Verhalten und die Arbeitsweise der Mitarbeiter analysieren lassen soll. F&uuml;hrungskr&auml;ften will man damit einen Hebel zur Effizienzsteigerung an die Hand geben. In einem Blogbeitrag stellt das Office-365-Team sein Workplace Analytics genanntes Add-on vor. Es soll Metadaten der E-Mail- und der Kalenderkomponente anonymisiert erfassen und auswerten (darunter den Betreff sowie Empf&auml;nger und Absender einer Nachricht).<br>\nDer Hersteller verspricht Kunden mehr Produktivit&auml;t ihrer Mitarbeiter aufgrund &ldquo;datengest&uuml;tzter Entscheidungen&rdquo;, mit denen die Unternehmensstruktur optimiert werden soll. Dazu z&auml;hlt Microsoft beispielsweise eine Verhaltensanalyse der erfolgreichsten Verk&auml;ufer in der Vertriebsabteilung &ndash; etwa wie viel Zeit sie mit Kundenkontakt verbringen und &uuml;ber wie viele Kontakte sie verf&uuml;gen; die Teamkollegen sollen dann dieses Verhalten &uuml;bernehmen, um ihrerseits erfolgreicher zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/ix\/meldung\/Microsoft-Office-365-nimmt-Mitarbeiter-unter-die-Lupe-3765394.html\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Sch&ouml;ne neue Welt und was sagen die Gewerkschaften dazu?<\/em><br>\n<em>Anonymisiert erfassen? Wer soll es glauben, wenn alle wesentlichen Daten der e-mails erfasst werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sind diese &Uuml;berwachungsmethoden nicht in anderen Branchen l&auml;ngst &uuml;blich &ndash; zum Beispiel in Call-Centern bzw. sogenannten Kommunikationsdienstleistern? Leider ist der gewerkschaftliche Organisationsgrad oftmals sehr gering.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wohnungsnot<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Intown-Mieter: Politik soll helfen<\/strong><br>\nSchimmel an den W&auml;nden, wochenlang defekte Heizungen, Ausfall von Warmwasser und Haustechnik &ndash; zahlreiche Mieter der Intown Wohnen Schwerin GmbH sind mit ihrer Geduld am Ende (SVZ berichtete). &bdquo;Wir brauchen die Hilfe der Politik&ldquo;, sagt Mietersprecher Maik Schoefer. Wie die aussehen k&ouml;nnte, dar&uuml;ber haben bereits Sozial- und Bauausschuss diskutiert, denn die Wohnungen geh&ouml;rten bis vor Kurzem der Stadt.<br>\nDabei prallten unterschiedliche Meinungen aufeinander. W&auml;hrend Hagen Bauer von der AfD betonte, dass das ein Streit zwischen Mieter und Vermieter sei, der zivilrechtlich zu kl&auml;ren sei, hielten Peter Brill und Stefan Schmidt von den Linken dagegen: &bdquo;Hier geht es um Schweriner, die Hilfe brauchen&ldquo;, so Brill. Karsten Jagau von der ASK, die das Thema auf die politische B&uuml;hne gebracht hat, sagt: &bdquo;Wenn Schwerin eine soziale Stadt sein will, muss die Stadt handeln.&ldquo; Doch praktikable Hilfe ist nicht einfach zu finden, zeigte die Debatte. &bdquo;Wir als Jobcenter sind nicht Vertragspartner des Vermieters. Wir treten nicht in die Rechte und Pflichten der Mieter ein&ldquo;, erkl&auml;rte Regine Rothe, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Jobcenters. Aber genau das &uuml;berweist die Miete f&uuml;r fast alle Mieter &ndash; es sind meist Sozialhilfeempf&auml;nger &ndash; an Intown. Aber warum k&uuml;rzt das Jobcenter dann nicht die Miete, wollten Eberhard Hoppe (SPD) und weitere Ausschussmitglieder wissen. Gleiche Begr&uuml;ndung von Rothe: &bdquo;Wir sind nicht Vertragspartner.&ldquo; Das wollten Brill und Schmidt nicht hinnehmen, hakten nach. Ergebnis: Wenn ein Mieter die Mietm&auml;ngel gegen&uuml;ber dem Vermieter schriftlich dokumentiert, k&ouml;nnte das Jobcenter handeln, die Miete k&uuml;rzen. (&hellip;)<br>\nDie Stadt reagiert: Das Jobcenter soll in H&auml;rtef&auml;llen helfen. &bdquo;Ein Umzug soll nicht daran scheitern, dass die neue Wohnung etwas teurer ist als die Grenzwerte dies vorsehen&ldquo;, so OB Rico Badenschier.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.svz.de\/lokales\/zeitung-fuer-die-landeshauptstadt\/intown-mieter-politik-soll-helfen-id17247456.html%20\">SVZ.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dieses Einlenken politischer Entscheidungstr&auml;ger ist wohl eine (positive) Folge medialer Berichterstattung &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39100#h05\">hier durch frontal21<\/a>. Warum dauert dieser Proze&szlig; der Erkenntnis so lange?<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Da das Problem bundesweit besteht, d&uuml;rften andere Kommunen hoffentlich schneller handeln und z.B. Mietk&uuml;rzungen vornehmen. Oder bedarf es dabei stets der &ouml;ffentlichen Aufmerksamkeit? Und: Grunds&auml;tzlich k&ouml;nnte auch das ein Anla&szlig; sein, um die Hartz-Gesetzgebung ernsthaft infrage zu stellen. Au&szlig;erhalb der Linkspartei geschieht das &ndash; zumindest bisher &ndash; viel zu wenig. Dabei behauptet z.B. die SPD um ihren &bdquo;neuen starken Mann&ldquo;, Herrn Schulz, mehr soziale Gerechtigkeit herstellen zu wollen. Bitte: Vergessen Sie die sozial Schw&auml;chsten nicht!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wohnungsnot als Wachstumsbremse<\/strong><br>\n&Uuml;ber eine Million Wohnungen fehlen in Deutschland, sch&auml;tzt der Deutsche Mieterbund. Selbst f&uuml;r Haushalte mit mittleren Einkommen sei es schwierig, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Es werde zu wenig und zu teuer gebaut. Dabei beweist ein Projekt, dass es auch anders gehen kann. (&hellip;)<br>\n30 besonders teure St&auml;dte werden im aktuellen Mietspiegelindex aufgelistet, davon sind allein 16 St&auml;dte in Baden-W&uuml;rttemberg zu finden. Die Universit&auml;tsstadt Freiburg belegt bei den Mieten bundesweit Platz 20. (&hellip;)<br>\nBaden-W&uuml;rttemberg sei im L&auml;ndervergleich Schlusslicht beim Wohnungsbau, sagte Ga&szlig;mann und rief die Landesregierung zu mehr entschlossenem Handeln auf. Der Wohnbau entscheide &uuml;ber die Zukunftsf&auml;higkeit der St&auml;dte. Die Wohnungsnot werde f&uuml;r viele Unternehmen im Land zur Wachstumsbremse. Krankenh&auml;user, wie etwa das Uniklinikum Freiburg, k&ouml;nnen potentielle Mitarbeiter nicht einstellen, da Wohnungen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten fehlten. Auch im Gro&szlig;raum Stuttgart sei die Situation extrem angespannt, warnte Ga&szlig;mann. (&hellip;)<br>\nDie Landesregierung m&uuml;sse im Bundesrat eine Initiative zur Nachbesserung der Mietpreisbremse einbringen, so eine weitere Forderung des Mieterbundes Baden-W&uuml;rttemberg. Was die L&auml;nder Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein nach den Landtagswahlen vorh&auml;tten sei der absolut falsche Weg.<br>\n&ldquo;Also wir sind entsetzt, als wir die Koalitionsvereinbarungen in NRW und Schleswig-Holstein gelesen haben. Zun&auml;chst einmal soll die Mietpreisbremse abgeschafft werden, die zwar nicht viel Wirkung gezeigt hat, weil sie so viele Ausnahmen hat. Aber sie nicht zu verbessern, sondern abzuschaffen, ist genau der falsche Weg.&rdquo;<br>\nAuch die Abschaffung des sogenannten Zweckentfremdungsverbots in einzelnen Bundel&auml;ndern sei das falsche Signal, ist Ga&szlig;mann vom Mieterbund Baden-W&uuml;rttemberg &uuml;berzeugt.<br>\n&ldquo;Das hei&szlig;t, dass dann in St&auml;dten, wie D&uuml;sseldorf und K&ouml;ln auch wieder Wohnungen leer stehen d&uuml;rfen, zu Gewerberaum umgenutzt werden d&uuml;rfen. Oder, was wir zunehmend in den St&auml;dten als Problem sehen, als Hotelersatz vermietet werden k&ouml;nnen und damit dem Wohnungsmarkt verlorengehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wohnungsmarkt-wohnungsnot-als-wachstumsbremse.1769.de.html?dram:article_id=390495\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wer in der Pflege arbeitet ist selbst oft krank<\/strong><br>\nAlten- und Krankenpfleger sind deutlich &ouml;fter krank als der Durchschnitt der Besch&auml;ftigten. Das geht aus einer Studie der Betriebskrankenkassen hervor.<br>\nPfleger in der Alten- und Krankenpflege sind &ouml;fter krank als andere Besch&auml;ftigte und leiden unter Arbeitsdruck. Mehr als jeder F&uuml;nfte in der Altenpflege sieht sich sowohl physisch als auch psychisch durch die eigene Arbeit gef&auml;hrdet. Das sind im Vergleich zum Gesamtdurchschnitt von 4,4 Prozent beinahe f&uuml;nfmal so viele Arbeitnehmer, wie aus einer neuen Studie der Betriebskrankenkassen, dem BKK Gesundheitsreport hervorgeht.<br>\nZudem fehlen Altenpfleger mit im Schnitt 24 Tagen beinahe eine Woche mehr als der Durchschnitt der Besch&auml;ftigten mit 16 Fehltagen. Auch bei Besch&auml;ftigten in der Gesundheits- und Krankenpflege sind die Fehltage mit 19,3 &uuml;berdurchschnittlich hoch. Zumeist sind es dabei R&uuml;ckenschmerzen, die Besch&auml;ftigte in Pflege- oder Altenheimen und in der sozialen Betreuung vom Arbeitsplatz fernhalten. Aber auch psychische St&ouml;rungen sind bei Altenpflegern besonders oft im Vergleich zum Durchschnitt ein Krankheitsgrund.<br>\nInsgesamt erhalten Besch&auml;ftigte in medizinischen Gesundheitsberufen, vor allem Pfleger, weniger Arzneimittelverordnungen als der Bundesdurchschnitt. Allerdings werden bei den Besch&auml;ftigten in der Kranken- und Altenpflege &uuml;berdurchschnittlich viele Arzneimittel mit Wirkung auf das Nervensystem verordnet &ndash; am meisten bei Altenpflegerinnen ab 50 Jahren.<br>\nVor dem Hintergrund der gro&szlig;en Bedeutung des Gesundheitswesens und insbesondere der Pflegeberufe &ndash; zusammen rund 1,5 Millionen Besch&auml;ftigte &ndash; wird aus Sicht der BKK hier dringender Handlungsbedarf sichtbar. Es brauche mehr Anerkennung f&uuml;r die geleistete Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/arbeitswelt\/hoher-arbeitsdruck-wer-in-der-pflege-arbeitet-ist-selbst-oft-krank-15092641.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Auch jedes Jahr dasselbe: indiskutabel niedrige L&ouml;hne, zu wenige Mitarbeiter, hoher Arbeitsdruck, und keinerlei Bem&uuml;hungen der Politik, die Arbeitsbedingungen f&uuml;r Pfleger und Patienten zu verbessern. Stattdessen wird im Gegenteil eher mehr Druck ausge&uuml;bt, die Kosten niedrig zu halten (&ldquo;Lohnnebenkosten&rdquo;, &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo;). Grauenhaft f&uuml;r alle Beteiligten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ackern im Akkord<\/strong><br>\nKein Vertrag, kaum Geld, Arbeiten auf Abruf &ndash; unter dem verharmlosenden Begriff &ldquo;mobile Besch&auml;ftigte&rdquo; arbeiten tausende Lohnsklaven in Deutschland. Meist sind es Menschen aus Osteuropa, die gnadenlos ausgebeutet werden.<br>\nIm &ldquo;Garten der Menschenrechte&rdquo;, im Bremer Rhododendronpark, wird Artikel 4 der Allgemeinen Erkl&auml;rung der Menschenrechte gefeiert. Dieser lautet: &ldquo;Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten.&rdquo; (&hellip;)<br>\nAuch wenn Sklaverei und Menschenhandel inzwischen international verboten sind  &ndash; nach Sch&auml;tzungen der internationalen Arbeitsorganisation gibt es zigmillionen Menschen, die in modernen Formen der Sklaverei ihr Leben fristen. Viele davon in Deutschland. Man sieht sie nur nicht. Sie sind im Beh&ouml;rdendeutsch &ldquo;Mobile Besch&auml;ftigte&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDie Arbeiter landen dann oft auf dem sogenannten &ldquo;Arbeiterstrich&rdquo;, so sagen es die Insider. In Kleinbussen werden sie vom Subsubunternehmer zum Treffpunkt beim Subunternehmer gefahren, der sie dann weiterf&auml;hrt zur Arbeitsstelle. Nach Feierabend leben sie auf engstem Raum, haben kein soziales Leben, ihre Unwissenheit wird ausgenutzt. (&hellip;)<br>\nOffiziell arbeiten viele dieser Menschen bei Subunternehmern, deswegen behaupten die Konzerne, nicht zust&auml;ndig zu sein, die Verh&auml;ltnisse nicht zu kennen, unter denen gearbeitet und gelebt wird. Aber haben Arbeitgeber nicht auch so etwas wie eine F&uuml;rsorgepflicht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/moderne-lohnsklaven-in-deutschland-ackern-im-akkord.1001.de.html?dram:article_id=390475\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Betroffen sind also viele Branchen. Aber lediglich f&uuml;r die Fleisch &iacute;ndustrie sind gesetzliche Ver&auml;nderungen zum <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39080#h05\">Stopp der Ausbeutung<\/a> vorgesehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Renteneintrittsalter in Deutschland weiter erh&ouml;hen<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds hebt seine Wachstumsprognose f&uuml;r die deutsche Wirtschaft erneut an.<br>\nDas Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 1,8 Prozent zulegen, teilte der IWF mit. Erst im April war die Vorhersage nach oben gesetzt worden. Auch f&uuml;r 2018 wird ein st&auml;rkeres Wachstum erwartet. Kritisch sieht der Fonds den anhaltend hohen &Uuml;berschuss in der Leistungsbilanz. Als Gegenma&szlig;nahme wird ein sp&auml;teres Renteneintrittsalter empfohlen. Zur Begr&uuml;ndung hei&szlig;t es, ein sp&auml;terer Ruhestand w&uuml;rde die Notwendigkeit senken, f&uuml;r die Rente zu sparen. Dadurch w&uuml;rde der Konsum angeregt und der &Uuml;berschuss abgebaut. Die Bundesbank hat vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter bis 2060 nach und nach auf 69 Jahre hochzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/iwf-renteneintrittsalter-in-deutschland-weiter-erhoehen.1939.de.html?drn:news_id=765970\">Dlf24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Die Empfehlung zielt auf die Senkung der Sparquote ab. Sie steht allerdings im krassen Widerspruch zum gerade erst verabschiedeten Gesetzespaket zur &ldquo;St&auml;rkung der Betriebsrente&rdquo;, mit der kapitalgedeckte Altersvorsorge nochmals massiv ausgebaut werden soll. Aber damit nicht genug. Auch die weitere Anhebung des Rentenalters ist mitnichten alternativlos oder die beste L&ouml;sung, weil ein h&ouml;heres Rentenalter f&uuml;r Menschen in belastenden Berufen tendenziell l&auml;ngere Arbeitslosigkeit im sp&auml;ten Erwerbsleben bedeutet. Immer mehr Leute werden dann ihre Ersparnisse aufl&ouml;sen m&uuml;ssen, um ALG II zu erhalten und sind im Alter dann garantiert arm. Dass man eine Senkung der Sparquote auch erreichen k&ouml;nnte, indem man auch Riester und Betriebsrente komplett einstampft und die umlagefinanzierte Rente st&auml;rkt, verschweigt der IWF. Die Forderungen des IWF nach einem h&ouml;heren Rentenalter wirken gerade zu zynisch, wenn man sich ansieht, in welchem Alter IWF-Mitarbeiter in den Ruhestand gehen: Die Regelaltersgrenze beim IWF betr&auml;gt 62 und mit 50 kann man in Fr&uuml;hrente gehen (Quelle: <a href=\"https:\/\/www.imf.org\/external\/np\/adm\/rec\/policy\/pension.htm\">imf.org<\/a>). Dabei muss man bedenken, dass IWF-Bedienstete wegen ihrer T&auml;tigkeiten und ihres Einkommensniveaus eine weit h&ouml;here Lebenserwartung haben d&uuml;rften, als hiesige Krankenschwestern, Dachdecker und Maurer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>T&uuml;rkei &ndash; Opposition zeigt St&auml;rke<\/strong><br>\nHunderttausende Demonstranten nehmen in der T&uuml;rkei an einer Abschlusskundgebung nach einem Protestmarsch teil. Oppositionsf&uuml;hrer Kilicdaroglu fordert ein Ende des Ausnahmezustands.<br>\nZum Abschluss eines mehr als 400 Kilometer langen Protestmarsches hat der t&uuml;rkische Oppositionsf&uuml;hrer Kemal Kilicdaroglu vor mehr als hunderttausend Demonstranten eine Aufhebung des Ausnahmezustands in seinem Land gefordert. &bdquo;Wir wollen, dass alle antidemokratischen Praktiken enden&ldquo;, sagte Kilicdaroglu, Chef der gr&ouml;&szlig;ten Oppositionspartei CHP, am Sonntag bei der Kundgebung in Istanbul. Dem t&uuml;rkischen Staatspr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan warf er vor, die Justiz zu beeinflussen.<br>\nDie Gerichte w&uuml;rden ihre Entscheidungen &bdquo;auf Anweisung des Palastes treffen&ldquo;, sagte  Kilicdaroglu vor jubelnden Anh&auml;ngern in Anspielung auf Erdogans Pr&auml;sidentenpalast. &bdquo;Wir sind marschiert, f&uuml;r die Gerechtigkeit, die es hier nicht gibt.&ldquo; Die Demonstranten skandierten &bdquo;Recht, Justiz, Gerechtigkeit&ldquo; und schwenkten t&uuml;rkische Fahnen.<br>\nNach Angaben regierungskritischer Medien nahmen an der Kundgebung mehr als hunderttausend Menschen teil. Der CHP-Abgeordnete &Ouml;zg&uuml;r &Ouml;zel bezifferte die Teilnehmerzahl nach Angaben des Senders CNN T&uuml;rk auf 1,6 Millionen. Die Veranstaltung fand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. CNN T&uuml;rk berichtete unter Berufung auf den Gouverneur von Istanbul, 15 000 Polizisten seien im Einsatz gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/tuerkei-opposition-zeigt-staerke-a-1310858\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>US-Justizminister besucht Gefangenenlager<\/strong><br>\nUS-Justizminister Sessions hat das umstrittene Gefangenelager Guant&aacute;namo auf Kuba besucht.<br>\nNach Angaben eines Sprechers wollte er sich vor Ort &uuml;ber den derzeitigen Betrieb informieren. Begleitet worden sei er von seinem Stellvertreter Rosenstein und dem nationalen Geheimdienstdirektor Coats. Nicht mitgeteilt wurde, ob die Trump-Regierung an neuen Pl&auml;nen f&uuml;r das Lager arbeitet. Es war nach den Terroranschl&auml;gen vom 11. September 2001 errichtet worden, um Verd&auml;chtige ohne Anklage festzuhalten. Derzeit sitzen dort noch 41 Gefangene fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/guantanamo-us-justizminister-besucht-gefangenenlager.1939.de.html?drn:news_id=766077\">Dlf24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Guantanamo ist eine v&ouml;lkerrechtswidrige Foltereinrichtung, kein &ldquo;umstrittene(s) Gefangenenlager&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Beleg siehe auch <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/omar-khadr-guantanamo-haeftling-bekommt-7-1-millionen-entschaedigung-a-1156593.html#ref=rss\">hier<\/a> vom 7.7.17<\/em><br>\n<em>Diese Foltereinrichtung wird seit &uuml;ber 15 Jahren von der Mehrheit der westlichen Regierungen geduldet. Mir ist nicht bekannt, dass ein Regierungsvertreter einer westlichen Regierung jemals die Schlie&szlig;ung des Lagers angemahnt h&auml;tte.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ob Murat Kurnaz wohl jemals eine &auml;hnliche Entsch&auml;digung von Deutschland erwarten darf? Vermutlich eher nicht &ndash; dagegen d&uuml;rfte sich insbesondere der derzeitige Bundespr&auml;sident aussprechen, der auch in dieser Angelegenheit keine gute Figur machte. Bitte lesen Sie dazu erneut &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h01\">Steinmeier wollte Kurnaz nicht aus Guantanamo holen<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Presse ist beim G20-Gipfel in Hamburg nicht mehr sicher<\/strong><br>\nIch habe drei Jahre im Irak gearbeitet. Ich war in der T&uuml;rkei bei den Gezi-Protesten, in Athen, als die Polizei einen Jugendlichen erschoss und die Stadt brannte. Ich war in Hamburg bei der Aufl&ouml;sung der Roten Flora.<br>\nAber all das war ein Ponyhof im Vergleich zu dem, was gerade in Hamburg los ist: Hier ger&auml;t etwas au&szlig;er Kontrolle. Mein Team und ich wurden gerade erst von Polizisten mit Pfefferspray bedroht und angegriffen.<br>\nWir berichten f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten britischen Privatsender ITN News und ich bin Mitglied bei Reporter ohne Grenzen. Ich bin also nicht ganz neu im Gesch&auml;ft.<br>\nNat&uuml;rlich haben wir die Beamten nicht provoziert, wir sind klar als Journalisten erkennbar, weil wir mit einer gro&szlig;en Kamera herumlaufen, unsere Presseausweise tragen und somit schwer mit Demonstranten zu verwechseln sind &ndash; und trotzdem gerieten wir ins Visier der Polizei. Das zeigt, wie angespannt die Lage in Hamburg ist. [&hellip;]<br>\nDer Druck seitens der Beh&ouml;rden auf Journalisten nimmt gerade massiv zu &ndash; und das bringt die Pressefreiheit in Gefahr.<br>\nSogar der Deutsche Journalistenverband warnt schon vor solchen Zwischenf&auml;llen, erfuhr ich sp&auml;ter. Und Journalisten verlieren ohne weiteren Grund ihre Akkreditierung zum G20-Gipfel.<br>\nNat&uuml;rlich sind die Polizisten unter Druck. Die Lage eskaliert immer wieder an unterschiedlichen Stellen. Die Beamten sind genau so &uuml;berarbeitet wie die Reporter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.de\/flo-smith\/die-presse-ist-hier-nicht-sicher_b_17434624.html?ir=Germany\">Huffington Post<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sixt-Werbung mit Ode an die Freude &uuml;ber die Dividende: Witzig? Peinlich? Dekadent?<\/strong><br>\nGestern war in der S&uuml;ddeutschen Zeitung eine ganzseitige Anzeige des Unternehmens Sixt mit einer Umdichtung von Friedrich Schillers Ode an die Freude: (&hellip;)<br>\nHeute berichtet die S&uuml;ddeutsche, dass das Lied tats&auml;chlich auf der Hauptversammlung angestimmt wurde. Es gibt nat&uuml;rlich Wichtigeres auf der Welt und man darf sich selbstverst&auml;ndlich auch freuen, wenn das Gesch&auml;ft gut l&auml;uft, aber in dem Fall frage ich mich schon, was das ist. Ist das witzig und mir fehlt nur der Sinn f&uuml;r diese Art Humor? Ist das peinlich, weil die Aktion&auml;re wie grenzdebile Dagobert Ducks angesprochen werden? Oder ist das einfach nur dekadent, wenn man so zu einer Hauptversammlung einl&auml;dt und eine Bruderschaft des Geldverdienens feiert?<br>\nBei Schiller hie&szlig; es bekanntlich &bdquo;Alle Menschen werden Br&uuml;der&ldquo;. Wenn man einmal &uuml;ber die Frage hinwegsieht, was das f&uuml;r die Frauen bedeutet, hat der Satz etwas Revolution&auml;res, er beschw&ouml;rt die Zusammengeh&ouml;rigkeit der Menschen. Das w&uuml;rde bei Sixt die Besch&auml;ftigten einschlie&szlig;en, die Stakeholder des Unternehmens. So viel Br&uuml;derlichkeit ginge dem Firmenpatriarchen Erich Sixt dann wom&ouml;glich doch zu weit, schlie&szlig;lich hat er ein klares unternehmerisches Leitbild: &bdquo;Das wichtigste Ziel des Unternehmers ist der Profit.&ldquo; Dabei w&uuml;rden die Besch&auml;ftigen dem Satz, &bdquo;Freude ist&rsquo;s mit anzusehen, wenn sich Schein zu Schein gesellt!&ldquo; bestimmt zustimmen. Aber die d&uuml;rfen, wenn man dem Internet trauen kann, nicht einmal einen Betriebsrat gr&uuml;nden. Und Kleingedrucktes, in dem Sixt bedauert, dass es den verhungernden Kindern in Somalia nicht gelungen ist, Shareholder von Sixt zu sein, gab es in der Anzeige nat&uuml;rlich auch nicht. Seid umschlungen Millionen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scienceblogs.de\/gesundheits-check\/2017\/07\/01\/sixt-werbung-mit-ode-an-die-freude-ueber-die-dividende-witzig-peinlich-dekadent\/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=sixt-werbung-mit-ode-an-die-freude-ueber-die-dividende-witzig-peinlich-dekadent\">ScienceBlogs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Why I&rsquo;m glad Ivanka Trump is now leader of the free world<\/strong><br>\nIt is a bit like having a Democratic advisor by proxy when Ivanka gets to have a say<br>\nMaybe someone told Donald Trump it was &ldquo;Bring Your Daughter to Work Day&rdquo;, but seeing images of Ivanka Trump wedged between the Prime Minister and the President of China at the G20 Summit is certainly arresting. [&hellip;]<br>\nShe is smart where her dad is challenged; charming where he is a boor; humane where he is heartless. It is a bit like having a Democratic advisor by proxy when Ivanka gets to have a say, or at least there&rsquo;s a White House where someone isn&rsquo;t another &ldquo;yes man&rdquo; massaging the gigantic Trump ego and nursing his insecurities.<br>\nSo Ivanka is &ldquo;a good thing&rdquo;. Maybe she&rsquo;ll get him to ease up on the Mexican wall, protectionism and climate change. Maybe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/voices\/ivanka-trump-g20-summit-donald-trump-stood-in-democrat-white-house-control-a7830836.html\">independent.co.uk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Na dann ist die &bdquo;freie Welt&ldquo; ja in guten H&auml;nden. Nur was wird nur Angela Merkel zu ihrer neuen Mitbewerberin um diesen Posten sagen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-39109","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39109","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39109"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39109\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39114,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39109\/revisions\/39114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39109"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39109"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39109"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}