{"id":3915,"date":"2009-04-30T09:08:08","date_gmt":"2009-04-30T07:08:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3915"},"modified":"2019-07-25T18:13:35","modified_gmt":"2019-07-25T16:13:35","slug":"paradigmenwechsel-in-der-arbeitsmarktpolitik-hin-zur-praevention","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3915","title":{"rendered":"Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik hin zur Pr\u00e4vention"},"content":{"rendered":"<p>Bei einem erwarteten Wachstumseinbruch in der Wirtschaft um bis zu 6 Prozent und einem drohenden Anstieg der Arbeitslosigkeit auf bis zu 5 Millionen 2010 kommt der pr&auml;ventiven Arbeitsmarktpolitik eine besonders bedeutsame Rolle zu.<br>\nNat&uuml;rlich kann die Arbeitsmarktpolitik kein Patentrezept zur Bek&auml;mpfung der gr&ouml;&szlig;ten Weltwirtschaftskrise  nach dem Zweiten Weltkrieg bieten. Hierzu brauchen wir  weitere konjunktur- und strukturpolitische Ma&szlig;nahmen zur Sicherung und Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen.<br>\nJedoch spielt die pr&auml;ventive Arbeitsmarktpolitik gerade in der jetzigen Krise eine wichtige Rolle.<br>\nUrsula Engelen-Kefer fordert deshalb in ihrem Diskussionsbeitrag einen Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik hin zu mehr Vorbeugung und Pr&auml;vention.<br>\nEs sei unertr&auml;glich, wenn jetzt bereits wieder die neoliberalen Ideologen, die uns diese verheerende Krise eingebrockt haben, aus den Sch&uuml;tzengr&auml;ben k&auml;men und davor warnten, den Sozialstaat &uuml;berzustrapazieren. Wo war der ordnungspolitische Aufschrei  der meist wohlbestallten und abgesicherten Wirtschaftskapit&auml;ne, Politiker und Wissenschaftler, als  auf Kosten der Steuerzahler in bisher unvorstellbar riesigen Gr&ouml;&szlig;enordnungen Schutzschirme &uuml;ber die marode Finanzdienstleistungsindustrie und notleidende Wirtschaftskonzerne gespannt wurden? Die Lasten der gr&ouml;&szlig;ten weltweiten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg d&uuml;rfen nicht vor allem auf dem  R&uuml;cken der arbeitenden Menschen und der sozial Schwachen abgeladen werden.  Von <a href=\"http:\/\/www.engelen-kefer.de\">Ursula Engelen Kefer<\/a><br>\n<!--more--><br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Pr&auml;ventive Arbeitsmarktpolitik in der Weltwirtschaftskrise<\/strong><\/p><p>Von Ursula Engelen-Kefer<\/p><p>Ein Diskussionsbeitrag auf einer Fachtagung des DGB und des Bayernforums der Friedrich-Ebert-Stiftung am 28. April 2009 in Ingolstadt.<\/p><p>Bei Planung dieser Tagung vor etwa einem Dreivierteljahr waren die Rahmenbedingungen von Wirtschaft und Besch&auml;ftigung noch erheblich g&uuml;nstiger. Jetzt mussten die Prognosen von Wirtschaftswachstum und Besch&auml;ftigung erneut nach unten korrigiert worden. Bei einem Wachstumseinbruch bis zu 6 Prozent ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Arbeitslosen um &uuml;ber eine Million steigen wird. Im Verlaufe des Jahres 2010 ist die Gefahr nicht auszuschlie&szlig;en, dass wir in der Bundesrepublik wieder wie 2005 die 5-Millionen-Grenze erreichen. Was die heutige, vom Zusammenbruch der Finanzsysteme ausgehende globale Wirtschaftskrise, &nbsp;f&uuml;r Deutschland als Exportweltmeister so gef&auml;hrlich macht, &nbsp;ist die &Uuml;berlagerung von zyklischen wie strukturellen Anpassungszw&auml;ngen.<\/p><p>Die in vielen Industriezweigen in Jahrzehnten auf die Exportnachfrage ausgerichteten Angebots-und Besch&auml;ftigungsstrukturen lassen &nbsp;sich nur in einem l&auml;ngeren strukturellen Anpassungsprozess &nbsp;auf den &uuml;berf&auml;lligen Ausbau der &ouml;ffentlichen Infrastruktur  und durch Umstrukturierung auf die Binnenwirtschaft verlagern. &nbsp;Ausfuhrweltmeister Deutschland &ndash;siehe die j&uuml;ngsten Exporteinbussen der Automobilindustrie und des Maschinenbaus &ndash; ist mit einem nie gekannten Wegbrechen der Auslandsnachfrage und den damit verbundenen &nbsp;Produktions- und Besch&auml;ftigungseinbu&szlig;en konfrontiert. Die gro&szlig;e Sorge ist, dass ein Teil der Auslandsm&auml;rkte in einem &nbsp;sich strukturell auf vielen M&auml;rkten neu sortierenden globalen Finanz- und Welthandelssystem f&uuml;r deutsche Exporteure f&uuml;r immer verloren gehen &ndash; und dass sich die Unternehmen und ihre Besch&auml;ftigten entsprechend neu orientieren m&uuml;ssen. &nbsp;<\/p><p>Die Ma&szlig;nahmen im Rahmen des Konjunkturpaketes II zur F&ouml;rderung der Infrastruktur und Verringerung der Belastung&nbsp; unterer und mittlerer Einkommensgruppen mit Steuern und Sozialversicherungsbeitr&auml;gen sind richtig, aber bei weitem zu wenig und m&uuml;ssen&nbsp; m&ouml;glichst schnell erg&auml;nzt werden.<br>\n&nbsp;<br>\nMindestens so wichtig wie die bereits aufgespannten  und bereits geplanten zus&auml;tzlichen Rettungsschirme f&uuml;r Banken und Wirtschaftskonzerne in H&ouml;he von rund einer Billion Euro &ndash; sind ausreichende konjunktur- und strukturpolitische Ma&szlig;nahmen, um den drastischen&nbsp; Einbruch &nbsp;bei den Exportm&auml;rkten auszugleichen. <\/p><p><strong>Kurzarbeitergeld und Qualifizierung<\/strong><\/p><p>Die Verl&auml;ngerung und Erleichterung des Kurzarbeitergeldes in Verbindung mit der F&ouml;rderung von Qualifizierung&nbsp; konnte bislang die st&auml;rkere Erh&ouml;hung der Zahl der Arbeitslosen verhindern. Die geplante weitere Verl&auml;ngerung bis auf 24 Monate kann hier ebenfalls d&auml;mpfend auf ansonsten erforderliche Entlassungen wirken. Allerdings ist dies immer nur f&uuml;r eine &Uuml;berbr&uuml;ckungsphase m&ouml;glich und kann auf Dauer den drohenden Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht verhindern. Zudem ist diese &Uuml;berbr&uuml;ckung umso wirkungsvoller, je mehr es gelingt, die arbeitslose Zeit mit Qualifizierung zu nutzen. Hierdurch&nbsp; k&ouml;nnen den Unternehmen besser qualifizierte Arbeitnehmer zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Dies ist vor dem Hintergrund der demographisch bedingten L&uuml;cke an j&uuml;ngeren Arbeitnehmern in den n&auml;chsten Jahrzehnten unerl&auml;sslich. Dar&uuml;ber hinaus wird den betroffenen Arbeitnehmern Arbeitslosigkeit und der schwierige Wiedereinstieg erspart. Um gerade kleineren Unternehmen die weitestgehende Nutzung von Kurzarbeitergeld an Stelle von Entlassungen zu erm&ouml;glichen, sollten&nbsp; die &Uuml;bernahme der h&auml;lftigen Sozialversicherungsabgaben&nbsp; durch die BA und bei Qualifizierung ihre vollst&auml;ndige&nbsp; Finanzierung beibehalten werden. Bei einer derartigen &ouml;ffentlichen Subventionierung von Kosten, die von der Wirtschaft selbst zu tragen sind, muss der Anreiz zur erg&auml;nzenden Qualifizierung erhalten bleiben. Wie die Erfahrung zeigt, ist die Bereitschaft zur beruflichen Qualifizierung gerade in kleineren Betrieben nicht ausreichend vorhanden.<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Allgemeine Rentenk&uuml;rzungen m&uuml;ssen ausgeschlossen werden<\/strong><\/p><p>Auch w&auml;hrend der Phase der Kurzarbeit werden weiter Beitr&auml;ge in die Sozialversicherung und dabei auch Rentenversicherung  geleistet. Durch die Festsetzung eines fiktiven Arbeitsentgelts, die einen gewissen Ausgleich zwischen dem Kurzarbeitergeld und dem urspr&uuml;nglichen Entgelt schafft, werden zwar Renten-Einbu&szlig;en bei den einzelnen von Kurzarbeit Betroffenen abgemildert.<\/p><p>Es muss jedoch verhindert werden, dass die aufgrund der Wirtschaftskrise ausgel&ouml;ste massenhafte Kurzarbeit oder sonstige verringerte Beitragszahlungen bei Lohnk&uuml;rzungen infolge des Einsatzes anderer arbeitsmarktpolitischer Instrumente eine weitere allgemeine Absenkung des Rentenniveaus zur Folge haben.<\/p><p>Es darf nicht sein, dass die Rentner durch Absenkung der Rentenleistungen f&uuml;r die Folgen der Wirtschaftskrise zus&auml;tzlich zur Kasse gebeten werden. D.h. Sowohl eine K&uuml;rzung der Rentenleistungen wie jahrelange weitere Nullrunden bei den Renten m&uuml;ssen f&uuml;r die Zukunft ausgeschlossen werden. Dar&uuml;ber hinaus ist f&uuml;r die Rentner ein Inflationsschutz sicherzustellen. F&uuml;r sie gibt es keine M&ouml;glichkeit der Einkommenserzielung, um die st&auml;ndige Auszehrung ihrer Renten durch Kaufkraftverluste auszugleichen. Vor allem muss  der sog. Riester-Faktor &ndash; der derzeit nur ausgesetzt wurde, um weitere Nullrunden f&uuml;r die Rentner zu verhindern &ndash; ersatzlos gestrichen werden. Dies ist eine willk&uuml;rliche Ver&auml;nderung der Rentenformel mit einer erheblichen Senkung des Rentenniveaus. Dabei wird so getan, als ob alle Arbeitnehmer eine Riesterrente bis zur maximalen f&ouml;rderungsf&auml;higen H&ouml;he von 4 Prozent des Bruttoeinkommens abgeschlossen h&auml;tten. Dies entspricht keinesfalls der Realit&auml;t und verringert in ungerechtfertigter Weise vor allem kleine und mittlere Renten.<\/p><p><strong>Transfergesellschaften<\/strong><\/p><p>Wenn&nbsp; die Anspr&uuml;che an das verl&auml;ngerte Kurzarbeitergeld ersch&ouml;pft sind oder nicht mehr durchgehalten werden k&ouml;nnen, ist die Nutzung des arbeitsmarktpolitischen Instruments der Transfergesellschaften die bessere Alternative gegen&uuml;ber der Arbeitslosigkeit. Dabei werden Arbeitnehmer, die von Entlassungen betroffen sind, in neu zu gr&uuml;ndenden Gesellschaften besch&auml;ftigt, deren Aufgabe die Vermittlung und Qualifizierung ist.&nbsp; In allen gr&ouml;&szlig;eren Strukturkrisen bis zur Deutschen Einheit haben sich diese Transfergesellschaften bew&auml;hrt. <\/p><p>Da wir uns derzeit unbestritten in der h&auml;rtesten Krise nach dem Zweiten Weltkrieg befinden, sollten auch hierbei unkonventionelle Wege beschritten werden. Dazu geh&ouml;rt die Ausweitung der Besch&auml;ftigungsdauer auf zwei Jahre und auch die M&ouml;glichkeit der R&uuml;ckkehr in den alten Betrieb. Wichtig w&auml;re sicherzustellen, dass auch Arbeitnehmer aus kleineren Betrieben davon profitieren k&ouml;nnen. Da die Zuweisung von Arbeitnehmern in derartige Transfergesellschaften zwischen&nbsp; den Tarifparteien und der Arbeitsverwaltung auszuhandeln sind, k&ouml;nnen und m&uuml;ssen Missbrauche und Mitnahmeeffekte verhindert werden.&nbsp; Dar&uuml;ber hinaus&nbsp; k&ouml;nnten die&nbsp; Verbesserungen dieses&nbsp; arbeitsmarktpolitischen Instruments auf die Dauer der derzeitigen Krise begrenzt werden. <\/p><p>Bereits diese beiden Beispiele f&uuml;r ein wirksames Krisenmanagement auf dem Arbeitsmarkt zeigt: Gerade in der Krise muss sich erweisen, ob der Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik zu mehr Vorbeugung und Pr&auml;vention gelingt.&nbsp; Wir m&uuml;ssen davon ausgehen, dass&nbsp; unsere Wirtschaft und Besch&auml;ftigung nach der Krise anders aussehen werden als vorher. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die starken Exporteinbr&uuml;che wieder gekittet werden k&ouml;nnen. Wir tun gut daran, uns auf strukturelle Ver&auml;nderungen einzustellen. Dabei muss die seit Jahrzehnten &uuml;berf&auml;llige St&auml;rkung der Binnenkonjunktur vorangebracht werden. <\/p><p><strong>Verl&auml;ngerung von ALG I<\/strong><\/p><p>Genauso erforderlich wie die Verl&auml;ngerung des Kurzarbeitergeldes w&auml;re die Ausdehnung&nbsp; der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I&nbsp; zumindest in dieser Krise. Die drastische Herabsetzung der Dauer des Arbeitslosengeldes I auf ein Jahr sowie die Einf&uuml;hrung von Hartz IV haben die Langzeitarbeitslosigkeit&nbsp; versch&auml;rft.<\/p><p>Die&nbsp; Konsequenz ist: Die dramatische Ausweitung von Niedrigl&ouml;hnen und Armut. Dies wird in den n&auml;chsten Jahren und Jahrzehnten zur millionenfachen Armut im Alter f&uuml;hren.<\/p><p>Eine Verl&auml;ngerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I k&ouml;nnte vielen &auml;lteren Arbeitnehmern den bitteren Weg in Hartz IV und die Armut ersparen.&nbsp; Bis zum Lebensalter von 50 Jahren beginnt bereits der Abstieg in die Bed&uuml;rftigkeit nach Hartz IV nach 12 Monaten Arbeitslosigkeit.&nbsp;Dann muss zuerst alles aufgebraucht werden, was w&auml;hrend eines harten Arbeitslebens angespart&nbsp; wurde, um das Alter in W&uuml;rde erleben zu k&ouml;nnen. Gerade in dieser Region, die durch die harte und produktive Arbeit und Leistung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gro&szlig; geworden ist, ist dies f&uuml;r die betroffenen Menschen unertr&auml;glich.<\/p><p>Die Erfahrung zeigt, dass trotz anders lautender Propaganda&nbsp; f&uuml;r viele&nbsp; &auml;ltere Arbeitnehmer &ndash; &uuml;ber 55 und noch mehr &uuml;ber 60 Jahre &ndash; kaum mehr berufliche Einstiegschancen bestehen und wenn dann nur noch &uuml;ber Leiharbeit mit schlechten L&ouml;hnen und Arbeitsbedingungen&nbsp; oder 400 Euro Jobs- mit gro&szlig;em Risiko nach wenigen Monaten wieder arbeitslos zu werden.<\/p><p>Eine Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldes k&ouml;nnte hier f&uuml;r viele betroffenen Arbeitnehmer eine Hilfe sein. Dar&uuml;ber hinaus w&auml;re eine solche Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldes I ein wichtiges Bollwerk gegen Armut im Alter.<\/p><p>Bereits ab 45 Jahre sollte das Arbeitslosengeld I von 12 Monaten auf 15 Monate verl&auml;ngert werden, ab 50 Jahre auf 18 Monate und ab 55 Jahre auf 24 Monate. Damit k&ouml;nnte Arbeitnehmern gerade auch aus der so genannten Mitte unserer Gesellschaft die Angst vor einem Abstieg in Hartz IV genommen werden. Sie haben durch jahrzehntelange harte Arbeit mit hohen Steuern und Sozialversicherungsbeitr&auml;gen einen Anspruch in einer solchen weltweiten Besch&auml;ftigungskrise vor dieser Armuts- und Bed&uuml;rftigkeitsfalle mit anschlie&szlig;ender Armut im Alter bewahrt zu werden. Entsprechend muss auch f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger das Schonversm&ouml;gen f&uuml;r die Alterssicherung erheblich heraufgesetzt werden. Die derzeitige H&ouml;chstgrenze von 16 200 reicht keinesfalls aus.<\/p><p><strong>Verl&auml;ngerung der Altersteilzeit<\/strong><\/p><p>Notwendig ist ebenfalls die Verl&auml;ngerung der Altersteilzeitregelungen.&nbsp; Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass in der sich ausbreitenden Arbeitsmarktkrise &auml;ltere Arbeitnehmer besonders&nbsp; stark von Arbeitslosigkeit betroffen sein werden. Ihre Chancen auf Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt waren auch in der konjunkturellen Aufschwungsphase und trotz kostspieliger Arbeitsmarktprogramme&nbsp; begrenzt.&nbsp; Zudem waren gerade die &auml;lteren &uuml;berdurchschnittlich von den schlecht bezahlten und abgesicherten prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen betroffen. Das macht sie umso anf&auml;lliger f&uuml;r Entlassungen in der sich ausbreitenden Besch&auml;ftigungskrise.&nbsp; <\/p><p>Die Fortf&uuml;hrungen der Altersteilzeit k&ouml;nnte hier Erleichterung schaffen und die Folgen&nbsp; von Hartz IV sowie der pauschalen Heraufsetzung der Altersgrenze ab 2012 &uuml;ber 65 Jahre hinaus wenigstens abmildern. Die derzeitigen Kassandrarufe &ndash; vor allem aus der Wirtschaft &ndash; dass dies ein falsches Signal f&uuml;r eine Fortsetzung der kostspieligen Fr&uuml;hverrentung in der Bundesrepublik sein, zieht in der derzeitigen Krise schon gar nicht. Wenn  die Arbeitgeber bei guter Konjunktur und Besch&auml;ftigung kaum bereit waren, &uuml;ber 55J&auml;hrigen und teilweise sogar schon &uuml;ber 50-j&auml;hrigen Arbeitnehmern eine menschenw&uuml;rdige Besch&auml;ftigung zu geben, wie soll dies dann in der Krise erwartet werden.&nbsp;<\/p><p>In jedem Fall ist es erheblich besser, &auml;lteren Arbeitnehmern durch Altersteilzeit&nbsp; den &Uuml;bergang in die Rente zu erm&ouml;glichen, als sie in noch h&ouml;herem Ma&szlig;e in Hartz IV und die Armutsrente abzudr&auml;ngen. Dass die F&ouml;rderung der BA von 20 Prozent der&nbsp; Altersteilzeitkosten&nbsp; fortgesetzt werden soll, ist folgerichtig. Dieser finanzielle Ausgleich ist an die &Uuml;bernahme von Auszubildenden sowie die Einstellung Arbeitsloser gebunden und k&ouml;nnte helfen, den drohenden Anstieg der Arbeitslosigkeit zu begrenzen.&nbsp; Hilfreich w&auml;re zudem, wenn die finanzielle F&ouml;rderung an einen tats&auml;chlich gleitenden Ausstieg aus dem Arbeitsleben gebunden w&uuml;rde. Dies k&ouml;nnte mit einer ebenfalls ausreichend flexiblen Teilrentenregelung verbunden werden. Dies k&ouml;nnte dazu beitragen, dass &auml;ltere Arbeitnehmer bei Verringerung ihrer Arbeitsbelastung l&auml;nger im Erwerbsleben verbleiben und &uuml;ber die Teilrente auch ein ausreichendes Einkommen beziehen k&ouml;nnten. Die Gefahr einer pauschalen Fr&uuml;hverrentungs- bzw. Verj&uuml;ngungstrategie der Unternehmen &ndash; wie bei den derzeit vor allem praktizierten &bdquo;Blockmodellen&ldquo; der Altersteilzeit (auf eine weitere volle Berufst&auml;tigkeit mit geringerem Gehalt folgt eine mehrj&auml;hrige vollst&auml;ndige Freistellungsphase mit dem gleichen Entgelt) -k&ouml;nnte somit verringert werden. Die &auml;lteren Arbeitnehmer k&ouml;nnten ihre Erfahrungen weiterhin einbringen und gleichzeitig den beruflichen &Uuml;bergang zu den J&uuml;ngeren erleichtern. <\/p><p>Allerdings w&auml;re es zweckm&auml;&szlig;ig, wenn diese zus&auml;tzlichen finanziellen Belastungen nicht dem Beitragszahler an die BA aufgeb&uuml;rdet blieben. Es gleicht der Quadratur des Kreises, dass die Beitr&auml;ge zur BA auf 2,8 Prozent reduziert und ihr gleichzeitig immer mehr finanzielle Belastungen f&uuml;r die Arbeitsmarktpolitik insgesamt und das derzeitige Krisenmanagement insbesondere auferlegt wurden. Dies gilt umso mehr, als die fr&uuml;here Verpflichtung der Bundesregierung zum Defizitausgleich als Teil der Funktion der Arbeitslosenversicherung als antizyklischer Stabilisator au&szlig;er Kraft gesetzt wurde. Die Daumenschrauben bei der Bundesagentur wurden unertr&auml;glich eng angezogen- und dies in der gr&ouml;&szlig;ten Besch&auml;ftigungskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Hier w&auml;re gerade die antizyklische Funktion der Arbeitslosenversicherung gefordert und die pr&auml;ventive Arbeitsmarktpolitik zur Verh&uuml;tung von Arbeitslosigkeit m&uuml;sste vielmehr ausgeweitet werden, um eine weitere Spirale nach unten zu verhindern.<\/p><p><strong>Berufliche Weiterbildung<\/strong><\/p><p>Die mit dem Arbeitsf&ouml;rderungsgesetz(AFG) von 1969 eingef&uuml;hrte aktive bzw. vorbeugende Arbeitsmarktpolitik ist&nbsp;im Verlaufe der angestiegenen Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland seit Ende der 1970er Jahre stetig abgebaut worden.&nbsp; Deutlich wird dies an dem R&uuml;ckgang bei der beruflichen Weiterbildung. Nach der Deutschen Einheit 1990 erfolgte&nbsp; eine erhebliche Wiederbelebung und Ausweitung der Arbeitsmarktpolitik in den Neuen Bundesl&auml;ndern. Dabei hat auch die berufliche Weiterbildung wieder erheblich an Gewicht gewonnen &ndash; aber mehr als Krisenmanagement zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit und weniger als vorausschauendes lebenslanges Lernen zur Anpassung an die Umw&auml;lzungen der Besch&auml;ftigungsstrukturen und zuk&uuml;nftiger&nbsp; Wirtschafts- und Arbeitsmarktperspektiven.<\/p><p>Seit&nbsp; Beginn dieses Jahrtausends erfolgte nicht nur ein erheblicher R&uuml;ckgang der beruflichen Weiterbildung sondern geradezu eine massive Einschr&auml;nkung der aktiven und pr&auml;ventiven Arbeitsmarktpolitik. Propagiert wurde zwar &bdquo;Fordern&ldquo; und &bdquo;F&ouml;rdern&ldquo;, tats&auml;chlich ging es aber in den &bdquo;Hartz Reformen&ldquo; vor allem um das &bdquo;Fordern&ldquo;. Besonders pr&auml;gnante Beispiele sind: die Ausweitung kurzfristiger Trainingsma&szlig;nahmen und Eingliederungszusch&uuml;sse an Stelle mittel- und l&auml;ngerfristiger Weiterbildung sowie der Ein-Euro-Jobs anstelle l&auml;ngerfristiger Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen mit Existenz sichernder Entlohnung und Sozialversicherung.&nbsp; <\/p><p>Damit konnten zwar die Ausgaben der BA f&uuml;r die Arbeitsmarktpolitik erheblich gesenkt werden- gleichzeitig nahmen aber die Langzeitarbeitslosigkeit und die Niedriglohnsektoren bis zu Armut drastisch zu. <\/p><p>W&auml;hrend des leichten konjunkturellen Aufschwungs 2006 und 2007 konnte die statistisch ausgewiesene Arbeitslosigkeit erheblich gesenkt werden. Allerdings gelang es nicht, die Langzeitarbeitslosigkeit ausreichend zu reduzieren. Die prek&auml;re Besch&auml;ftigung mit Niedrigl&ouml;hnen&nbsp; und Abh&auml;ngigkeit von Hartz IV nahm weiter zu.<\/p><p>Es ist daher dringend erforderlich, einen erneuten Paradigmenwechsel zu einer aktiven vorbeugenden Arbeitsmarktpolitik vorzunehmen und die Pr&auml;vention von Arbeitslosigkeit und Niedriglohnbesch&auml;ftigung&nbsp;(bis hin zur Armut trotz Arbeit) in den Vordergrund zustellen. Dies ist nicht nur ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit sondern auch der wirtschaftlichen Vernunft. Infolge der demographischen Ver&auml;nderungen sind Investitionen in die wirtschaftliche, soziale und Bildungsinfrastruktur unerl&auml;ssliche Voraussetzungen. Die Erleichterung von Kurzarbeit und  Transfergesellschaften  sowie die Verl&auml;ngerung von ALGI und Altersteilzeit mit Teilrente kann dem Arbeitsmarkt &bdquo;Luft&ldquo; verschaffen, ohne allzu drastische Einschnitte f&uuml;r die betroffenen Menschen und f&uuml;r die Betriebe, die Umstrukturierung in die Wege zu leiten. Dies w&auml;re gelungene Pr&auml;vention. Erst dann k&ouml;nnte man auch davon sprechen, dass in jeder Krise auch eine Chance steckt. Deshalb wird es in Deutschland und Europa&nbsp; immer wichtiger, die Qualifikationen bei der knapper werdenden Zahl der Erwerbst&auml;tigen besser auszusch&ouml;pfen (&hellip;)<\/p><p><strong>Pakt f&uuml;r berufliche Weiterbildung<\/strong><\/p><p>Die Krise der globalisierten Wirtschaft, demographische Ver&auml;nderungen, technischer und organisatorischer Wandel ver&auml;ndern die Strukturen von Wirtschaft, Besch&auml;ftigung und Arbeitsbedingungen. Dabei&nbsp; m&uuml;ssen Arbeit und Beruf als Prozess gesehen werden, der sich&nbsp; dynamisch weiterentwickelt (&hellip;)<\/p><p>Die steigende Nachfrage nach qualifizierten Fachkr&auml;ften erfordert einen Ausbau der&nbsp; Weiterbildung. Nach dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist als gemeinsames Ziel die Weiterentwicklung der systematischen Weiterbildung&nbsp; zur vierten S&auml;ule unseres Bildungssystems auszubauen. Hierzu sind bereits erste Schritte eingeleitet:<\/p><p>Das vom Bundeskabinett am 23.4.2008 beschlossene Konzept &bdquo;Lernen im Lebensverlauf&ldquo; fordert bis 2015 eine Steigerung der formalen Weiterbildungsbeteiligung von derzeit 43 auf 50 Prozent und der informellen Weiterbildung von 72 auf 80 Prozent. Verst&auml;rkt werden soll dabei vor allem die Weiterbildung der Geringqualifizierten.<\/p><p>Vorgesehen sind hierf&uuml;r Weiterbildungspr&auml;mien und Aufstiegsstipendien f&uuml;r beruflich Qualifizierte, die ein Hochschulstudium aufnehmen wollen, St&auml;rkung der Bildungsberatung sowie eine Weiterbildungskampagnen. Ob diese Ma&szlig;nahmen wirken, wird sich erst noch zeigen m&uuml;ssen.<br>\n&nbsp;<br>\nUnabh&auml;ngig davon gibt es verschiedene Ans&auml;tze der Tarifparteien, die berufliche Weiterbildung in den Branchen und Betrieben zu verankern. Beispielhaft sind die Qualifizierungstarifvertr&auml;ge von IG Metall, IGBCE und Verdi sowie die Arbeitsgemeinschaft Netzwerk und Qualifikation in der Bauwirtschaft.<\/p><p>Neuere tarifliche und betriebliche Vereinbarungen sehen die Bildung von Arbeitszeit &ndash; oder Lernzeitkonten vor, die auch f&uuml;r berufliche Weiterbildung genutzt werden k&ouml;nnen.<br>\nDas Bundeskabinett hat gerade beschlossen, die Insolvenzsicherung von Langzeitkonten zu verbessern. Dies erleichtert die Vereinbarung auch der l&auml;ngerfristigen Lernzeitkonten.<br>\n&nbsp;<br>\nAlle Seiten sind sich jedoch auch dar&uuml;ber im Klaren, dass in der Bundesrepublik bei der Weiterbildung erhebliche Defizite bestehen. Dies sind gewichtige Herausforderungen zum gemeinsamen Handeln. Dabei&nbsp;ist berufliche Weiterbildung als wichtige Pr&auml;ventions-Strategie auch in dem zu erwartenden wirtschaftlichen Abschwung&nbsp; verst&auml;rkt einzusetzen.<br>\n&nbsp;<br>\nEs ist dringend an der Zeit, die vielf&auml;ltigen Ans&auml;tze der Weiterbildung transparent zu machen und aufeinander abzustimmen. Die SPD will einen derartigen Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik durch die Weiterentwicklung der Arbeitslosenversicherung zur Arbeits- oder Besch&auml;ftigungssicherung einleiten. In der politischen Debatte sind die Einf&uuml;hrung eines Erwachsenenbildungsgesetzes, die Weiterentwicklung der Arbeitslosenversicherung zu einer Arbeits &ndash; bzw. Besch&auml;ftigungssicherung mit einer erheblichen St&auml;rkung der beruflichen Weiterbildung. Ob dabei ein Rechtsanspruch auf kostenlose &Uuml;berpr&uuml;fung des Qualifizierungsbedarfs den Druck auf die Arbeitgeber erh&ouml;hen wird, ist eine offene Frage.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Zeit ist reif f&uuml;r die Gr&uuml;ndung eines Weiterbildungspaktes. Beteiligt sein m&uuml;ssen die Bundesregierung, die Bundesl&auml;nder und Kommunen mit einem Querschnittsbereich &uuml;ber alle von Weiterbildung betroffenen Ressorts; die Tarifparteien, die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sowie Weiterbildungsexperten aus dem In- und Ausland. Zu erarbeiten ist dabei ein Konzept der Weiterbildung mit einem spezifischen Teilbereich der beruflichen Weiterbildung.<\/p><p>Hierbei ist auch die Frage der Finanzierung zu kl&auml;ren: Eine systematische Weiterbildung einschlie&szlig;lich der beruflichen Weiterbildung kann nicht allein vom Beitragszahler zur BA getragen werden.<\/p><p>Hier sind alle gesellschaftlichen Gruppen gefordert &ndash; mithin muss auch der finanzielle Beitrag der BA in den Gesamtrahmen eines Finanzierungskonzepts eingef&uuml;gt werden. Dazu geh&ouml;ren aber auch allgemeine Steuern und Mittel aus dem Europ&auml;ischen Sozialfonds ebenso wie die Finanzierung durch Unternehmen und Unternehmensverb&auml;nde.<br>\n&nbsp;<br>\nEin derartiger zukunftsorientierter pr&auml;ventiver Ansatz kann sich nicht nur auf Arbeitslose beschr&auml;nken, sondern muss sich auch auf Besch&auml;ftigte erstrecken. Dies wurde mit dem Programm&nbsp; der BA &bdquo;Wegebau&ldquo; in einem ersten Ansatz f&uuml;r gering qualifizierte und &auml;ltere Arbeitnehmer begonnen und muss weiter ausgebaut werden.<\/p><p>Zum pr&auml;ventiven Einsatz der beruflichen Weiterbildung im konjunkturellen Abschwung und bei Strukturkrisen sind&nbsp; umfassende Strategien des &bdquo;Krisenmanagements&ldquo;&nbsp; durch alle arbeitsmarktpolitischen Instrumente zu entwickeln und umzusetzen &ndash; insbesondere Transfer-Besch&auml;ftigungs- oder Qualifizierungsgesellschaften bis hin zu gemeinn&uuml;tzigen Besch&auml;ftigungsprojekten mit Existenz sichernder Entlohnung und sozialer Sicherung &ndash; unter Einschluss der beruflichen Weiterbildung.<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Weiterbildungsberatung<\/strong><\/p><p>Erforderlich ist eine ausreichende Weiterbildungsberatung f&uuml;r Arbeitslose und Betriebe. In der Praxis gibt es einen erheblichen&nbsp; Bedarf an Weiterbildungsberatung allein schon durch die st&auml;ndig zunehmende Komplexit&auml;t von beruflichen T&auml;tigkeiten nach Abschluss einer Ausbildung&nbsp; oder eines Studiums sowie ersten Jahren der Berufserfahrung.Dies zeigt sich auch in der Zahl von Weiterbildungsberatungsstellen der Kommunen und sonstiger Tr&auml;ger.<\/p><p>Es ist davon auszugehen, dass gerade bei einem pr&auml;ventiven Ansatz der beruflichen Weiterbildung der Bedarf an geeigneter Beratung bei Arbeitslosen und Besch&auml;ftigten zunehmen wird. Ein gro&szlig;er Bedarf an Weiterbildungsberatung besteht&nbsp;vor allem f&uuml;r kleinere und mittlere Betriebe. J&uuml;ngere Untersuchungen des IAB weisen auf erhebliche Defizite gerade bei der beruflichen Weiterbildung in diesem Bereich hin. Festzustellen ist, dass in kleineren Betrieben oft langfristig angelegte und kontinuierlich nachhaltige Strategien zum vorausschauenden Personalmanagement fehlen. Der IAB-Betriebspanel von 2007 zeigt, dass sowohl die Nachfrage nach Fachkr&auml;ften als auch die Schwierigkeiten der Betriebe, Stellen f&uuml;r Fachkr&auml;fte zu besetzen, zugenommen haben. Insbesondere Kleinbetriebe der Wissenswirtschaft und Betriebe im Westen Deutschlands haben Probleme bei der Besetzung mit Fachkr&auml;ften. Noch immer sind Klein- und Mittelbetriebe weit unterdurchschnittlich an beruflicher Weiterbildung beteiligt. Entsprechendes gilt f&uuml;r gering qualifizierte Arbeitnehmer. Die Fachkr&auml;ftestudien und Programme mehrerer Bundesl&auml;nder belegen regionalen Handlungsbedarf.<br>\n&nbsp;<br>\nSystematische Personalentwicklung ist eine notwendige Voraussetzung, um Strategien des lebenslangen Lernens und der Anpassungsfortbildung &uuml;ber alle Altersgruppen, Qualifikationsebenen und Besch&auml;ftigungsfelder hinweg zu entwickeln. Dies wird umso notwendiger vor dem Hintergrund der demographischen Ver&auml;nderungen. Der R&uuml;ckgang des Anteils der J&uuml;ngeren&nbsp; und entsprechend die Zunahme der &auml;lteren Besch&auml;ftigten macht eine besserer Aussch&ouml;pfung der Qualifikationspotentiale der Arbeitnehmer auch im h&ouml;heren Lebensalter unabdingbar. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei einem erwarteten Wachstumseinbruch in der Wirtschaft um bis zu 6 Prozent und einem drohenden Anstieg der Arbeitslosigkeit auf bis zu 5 Millionen 2010 kommt der pr&auml;ventiven Arbeitsmarktpolitik eine besonders bedeutsame Rolle zu.<br \/> Nat&uuml;rlich kann die Arbeitsmarktpolitik kein Patentrezept zur Bek&auml;mpfung der gr&ouml;&szlig;ten Weltwirtschaftskrise nach dem Zweiten Weltkrieg bieten. Hierzu brauchen wir weitere konjunktur- und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3915\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[147,141,140,30],"tags":[289,288,479],"class_list":["post-3915","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitslosgigkeit","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-hartz-gesetze-buergergeld-grundsicherung","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-kurzarbeit","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-reservearmee"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3915","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3915"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3915\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53707,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3915\/revisions\/53707"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3915"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3915"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3915"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}