{"id":39150,"date":"2017-07-12T14:32:50","date_gmt":"2017-07-12T12:32:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39150"},"modified":"2018-12-30T18:38:51","modified_gmt":"2018-12-30T17:38:51","slug":"venezuela-vom-hubschrauber-attentat-der-erstuermung-des-parlaments-zur-verfassungsgebenden-versammlung-die-spirale-der-konfrontation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39150","title":{"rendered":"Venezuela \u2013 Vom Hubschrauber-Attentat, der Erst\u00fcrmung des Parlaments, zur verfassungsgebenden Versammlung: die Spirale der Konfrontation"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170712_v1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Venezuela kommt nicht aus den spektakul&auml;ren Schlagzeilen. Am vergangenen 27. Juni fand auf den Obersten Gerichtshof des Landes ein Hubschrauber-Angriff mit Granaten und Maschinengewehrfeuer statt. Zu diesem Attentat bekannte sich ein oppositioneller Polizist und Gelegenheits-Schauspieler. Eine Woche sp&auml;ter, am Tag der Nationalen Unabh&auml;ngigkeit Venezuelas, umstellte und erst&uuml;rmte ein hundertk&ouml;pfiger Schl&auml;gertrupp von Sympathisanten Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduros das nationale Parlament in Caracas, verjagte anwesende Journalisten und misshandelte Abgeordnete und Personal mit Schlagst&ouml;cken und Messern. Ein Bericht von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDer &Uuml;berfall war Stunden zuvor von Vizepr&auml;sident Tareck El Aissami mit den Worten ermutigt worden, &bdquo;das Volk sollte R&auml;ume besuchen, die von der Oligarchie entwendet wurden&rdquo;, wurde jedoch von Maduro aufs Sch&auml;rfste verurteilt. Wenige Tage darauf entlie&szlig; die venezolanische Justiz den seit dreieinhalb Jahren wegen schweren Landesfriedensbruchs, Verschw&ouml;rung und Sachbesch&auml;digung in Haft sitzenden, militanten F&uuml;hrer der rechten Opposition, Leopoldo L&oacute;pez, in den Hausarrest. Die &uuml;berraschende Entscheidung war als Geste der Dialogbereitschaft zu verstehen. Immerhin ist L&oacute;pez mitverantwortlich f&uuml;r den Tod von mindestens 40 Menschen w&auml;hrend seines Aufrufs vom Februar 2014 zum gewaltsamen Sturz der Regierung.<\/p><p>Doch die Opposition will von Dialog nichts wissen. Die f&uuml;r den 30. Juli geplanten und umstrittenen Wahlen zu einer verfassungsgebenden Versammlung will sie am kommenden 16. Juli mit einem Referendum sabotieren. Mit der Ausrufung einer sogenannten &bdquo;Stunde Null&rdquo; solle Venezuela danach in den Zustand der Unregierbarkeit gedr&auml;ngt werden. Sollte die Regierung Maduro dennoch auf der verfassungsgebenden Versammlung bestehen, &bdquo;dann kommt ein gewaltiger Krieg, meine Herren!&rdquo;, drohte der oppositionelle Abgeordnete Juan Requesens w&auml;hrend einer Rede vor der Florida International University am vergangenen 5. Juli und nannte die Ausbreitung der Gewalt eine &bdquo;Etappe f&uuml;r eine ausl&auml;ndische Intervention&rdquo;. Die Androhung einer ausl&auml;ndischen Intervention ist diesmal keine leere Mutma&szlig;ung der Regierung, die Rede in Miami wurde <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=VeJDDIclE3w\">dokumentiert<\/a>.<\/p><p>Der fortdauernde Aufruf der Opposition zu Demonstrationen gegen die Regierung &ndash; wissend, dass diese in unvermeidlichen, ja gr&ouml;&szlig;tenteils von vornherein provozierten Stra&szlig;enschlachten mit den Sicherheitsbeh&ouml;rden gipfeln werden &ndash; und Drohgebaren wie die Maduros &ndash; &bdquo;was nicht mit der Stimmabgabe erreicht wurde, k&ouml;nnten wir mit den Waffen erzwingen&rdquo; &ndash; sind Signale fortgesetzter und unbelehrbarer Konfrontationsbereitschaft, die die Restdemokratie Venezuelas an den Rand des Abgrunds dr&auml;ngen und Hoffnungen auf eine friedliche Konfliktl&ouml;sung vorerst restlos begraben.<\/p><p><strong>Luftangriff und abgestellte Radare<\/strong><\/p><p>Caracas, 27. Juni. Ein Hubschrauber des Kriminaltechnischen Instituts der Polizei Venezuelas (Cuerpo de Investigaciones Cient&iacute;ficas, Penales y Criminal&iacute;sticas &ndash; CICPC) kreist &uuml;ber dem Obersten Gerichtshof, wirft vier Sprenggranaten und feuert zus&auml;tzlich 15 Sch&uuml;sse aus einem automatischen Sturmgewehr ab, nimmt eine scharfe Kurve und verschwindet &uuml;ber dem Himmel der Hauptstadt. <\/p><p>W&auml;hrend des Angriffs wehte ein Transparent aus der Maschine. Mit dem chiffrierten Text &bdquo;350 &ndash; Libertad&rdquo; (&bdquo;350 &ndash; Freiheit&rdquo;) verwies es auf Artikel 350 der Verfassung Venezuelas, der besagt: &bdquo;Das Volk Venezuelas &ndash; treu seiner republikanischen Tradition, seinem Kampf f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit, den Frieden und die Freiheit &ndash; anerkennt kein Regime, kein Gesetz und keinerlei Beh&ouml;rde, die den Werten, Prinzipien und demokratischen Prinzipien zuwider handelt oder die Menschenrechte unterdr&uuml;ckt&rdquo;. Dabei handelt es sich um einen von der konservativen Opposition Venezuelas vielzitierten Artikel zur Legitimierung zivilen Ungehorsams, den die Hubschrauberinsassen mit ihrem Anschlag nochmal anzuzetteln versuchten.<\/p><p>Sodann durchfliegt der Hubschrauber den gesamten Luftraum &uuml;ber Caracas und verschwindet. Zwei Tage sp&auml;ter wird er in einer Urwaldlichtung hinter dem rund 80 Kilometer von der Hauptstadt entfernten Badeort Osma gefunden. Wieso der in Deutschland hergestellte Airbus B&ouml;lkov B0105-Helikopter eine ganze Stunde nach dem Anschlag unbeobachtet von Radaren die Hauptstadt und das n&ouml;rdliche Venezuela &uuml;berfliegen konnte, ist eine der vielen offenen Fragen, nicht nur an die Attent&auml;ter, sondern auch an die Regierung Nicol&aacute;s Maduro. Luftfahrt-Ingenieur Juan Carlos Garmendia erkl&auml;rte, dass das gesamte Radar-Luftschutzsystem Venezuelas seit geraumer Zeit &bdquo;<a href=\"http:\/\/elcooperante.com\/fuga-del-piloto-oscar-perez-no-fue-detectada-por-desmantelamiento-de-radares\/\">zerlegt<\/a>&rdquo; und damit ausgeschaltet sei; ein Unding, das gar nicht zusammenpassen will mit dem Ruhm der venezolanischen Luftwaffe als bestausger&uuml;stete Luftstreitkraft der Karibik.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170712_v2.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>Eine Stunde nach dem Anschlag bezeichnete Maduro den Polizisten und Hubschrauber-Piloten &Oacute;scar P&eacute;rez als einen &bdquo;CIA-Agenten&rdquo;, der mit einem weiteren &bdquo;CIA-Agenten&rdquo; &ndash; dem engen Ch&aacute;vez-Vertrauten und ehemaligen Chef der Geheimdienste DISIP, aber entschlossenen Maduro-Kritiker, General a.D. Miguel Rodr&iacute;guez Torres &ndash; &bdquo;unter einem Hut&rdquo; stecke. Wie so oft legte die Regierung allerdings keinerlei Beweise f&uuml;r die Anschuldigungen vor.<\/p><p>Der Abgeordnete und Vertreter des konservativen Wahlb&uuml;ndnisses &bdquo;Bewegung der Demokratischen Einheit (MUD)&rdquo;, Juan Guaid&oacute;, erkl&auml;rte indes, der Hubschrauber-Angriff sei &bdquo;nicht die Handlungsweise der Opposition, die lediglich einen demokratischen Wechsel auf friedlichem Wege&rdquo; anstrebe. Der Schwur auf den &bdquo;friedlichen Weg&rdquo; wurde selbstverst&auml;ndlich als Zynismus verstanden.<\/p><p>Ferner widersprach der P&eacute;rez-Freund und Journalist Isnardo Bravo Kritikern der Maduro-Regierung, die hinter der Hubschrauber-Episode ein Falsche-Flagge-Unternehmen Maduros vermuteten. Auf Twitter meldete Bravo am 27. Juni: &bdquo;No es un montaje &ndash; Es ist keine Inszenierung. Der Anschlag hat nur ein vielfaches Geheimnis gel&uuml;ftet: die enorme Unzufriedenheit in der kriminaltechnischen Polizei CICPC&rdquo;.<\/p><p>Maduro rief Interpol f&uuml;r die grenz&uuml;bergreifende Fahndung nach P&eacute;rez zur Hilfe. W&auml;hrend jedoch die Medien &uuml;ber P&eacute;rez&acute; Flucht auf eine Insel in der Karibik spekulierten, schaltete sich der ehemalige-Torres-Kollege und Minister f&uuml;r den Zivilschutz in der Regierung Ch&aacute;vez, der vielfacher &bdquo;Destabilisierungsversuche&rdquo; beschuldigte General a.D. Antonio Rivero, aus seinem US-Exil ein und prahlte, direkten Kontakt zu P&eacute;rez zu pflegen. Der Pilot sei nicht in ein fremdes Land geflohen, sondern halte sich an &bdquo;sicherem Ort im Lande mit seinen Kameraden auf&rdquo; &ndash; &bdquo;Bald kommt es noch dicker!&rdquo;, drohte Rivero.<\/p><p>Quintessenz der Hubschrauber-Episode: selbst die akkurateste Ineinanderf&uuml;gung der mehrfachen Puzzleteile und Parallelhandlungen des Attentats l&auml;sst bisher keine schl&uuml;ssige Erkl&auml;rung zu, ob es eine false-flag-show oder die tats&auml;chliche Handlung eines Einzelt&auml;ters war.<\/p><p><strong>Konfrontations-Szenarien<\/strong><\/p><p>Hubschrauber-Anschlag, Parlaments-&Uuml;berfall, Referendum der Opposition gegen die verfassungsgebende Wahlinitiative der Regierung und gewaltsame Destabilisierungs-Androhung der militanten Opposition bilden Konfrontations-Szenarien, die zudem von fatalen Fehlentscheidungen Maduros befeuert wurden, weil sie anstelle einer politischen Deeskalierung die Krise und die Stimmung in den vergangenen Monaten angeheizt haben. Dazu geh&ouml;rt die Ank&uuml;ndigung, die 2007 von Hugo Ch&aacute;vez geschaffenen &bdquo;Bolivarischen Volksmilizen&rdquo; von derzeit 200.000 auf 500.000 Mann auszubauen und schlie&szlig;lich die Kaltstellung politischer Gegner aus den eigenen Reihen, wie der Disput mit der Generalstaatsanw&auml;ltin Luisa Ortega D&iacute;az deutlich macht.<\/p><p><strong>Die Entmachtung der Generalstaatsanw&auml;ltin<\/strong><\/p><div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170712_v3.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Der Fall Luisa Ortega D&iacute;az spricht B&auml;nde &uuml;ber politische Verbohrtheit und Dilettantismus. Verheiratet mit dem regierungstreuen Abgeordneten Germ&aacute;n Ferrer und 2007 vom damaligen Pr&auml;sidenten Hugo Ch&aacute;vez zur Generalstaatsanw&auml;ltin nominiert, sa&szlig; Ortega D&iacute;az im M&auml;rz 2013 in der ersten Reihe w&auml;hrend der Trauerfeier um den toten Pr&auml;sidenten, dessen sozialistischen Ideen sie auch vier Jahre sp&auml;ter nicht abschw&ouml;rt.<\/p><p>Gleichwohl steht die Generalstaatsanw&auml;ltin und Ch&aacute;vez-Anh&auml;ngerin seit Ende Juni vor dem Kadi. Auf Betreiben des Abgeordneten und Maduro-Verb&uuml;ndeten Pedro Carre&ntilde;o leitete der Oberste Gerichtshof einstweilige Verf&uuml;gungen gegen Ortega D&iacute;az ein. Die fragw&uuml;rdigen Begr&uuml;ndungen lauten: &ldquo;Vergehen, Besch&auml;digung oder Bedrohung der &ouml;ffentlichen Verwaltungs-Moral&ldquo;, &ldquo;schwerwiegende und unentschuldbare Unkenntnis sowie Verletzung, Bedrohung und Missachtung grundlegender Prinzipien der Verfassung&rdquo;. Das Gericht beschlagnahmte Ortega D&iacute;az&acute; Bankkonten, verbot ihr die Ausreise aus Venezuela und zitierte sie zum Anh&ouml;rungstermin f&uuml;r den vergangenen 4. Juli, den die Chefin der Staatsanwaltschaft jedoch ignorierte. <\/p><p>Szeneneingeweihte vermuten hinter der Klagef&uuml;hrung ein Man&ouml;ver zur Absetzung Ortega D&iacute;az&acute;. Jedenfalls warnte die Generalstaatsanw&auml;ltin seit Jahresbeginn vor der Eskalierung der Gewalt. Im M&auml;rz verwies sie auf 55 Todesopfer der politischen Stra&szlig;enschlachten, die sich Ende Juni auf mehr als 100 Tote verdoppelt hatten. Die Generalstaatsanwaltschaft mahnte jedoch auch die schwindelerregende Statistik von 70,1 Morden je 100.000 Einwohner an &ndash; 21.752 Morde allein im ersten Halbjahr 2017 &ndash; und pl&auml;dierte f&uuml;r radikales Umdenken und rasches Handeln im Umgang mit der allgemeinen, gewaltt&auml;tigen Kriminalit&auml;t. <\/p><p>&Uuml;ber die tats&auml;chlichen Hintergr&uuml;nde wird spekuliert, doch zwei Entscheidungen Ortega D&iacute;az&acute; k&ouml;nnten die Ausl&ouml;ser f&uuml;r den Bruch mit der Maduro-Regierung sein. Zum einen, ihre Warnung vor einem Verfassungsbruch durch die Regierung mit der pl&ouml;tzlichen Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung zum kommenden 30. Juli. Mit der Wahl einer Volkskammer soll damit das offizielle Parlament entm&uuml;ndigt werden, in dem die Regierungspartei in der Minderheit ist.<\/p><p>Die Idee einer verfassungsgebenden Versammlung ist nicht neu, sie stammt von der erzkonservativen Opposition, die sich damit der vergangenen Ch&aacute;vez-Mehrheit in der gleichen Nationalversammlung entledigen wollte und zu Recht vom Pr&auml;sidenten in einer historischen Rede aus dem Jahr 2010 putschistischer Absichten beschuldigt wurde &ndash; ob die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SbbEPmBR3Vo\">Videoaufzeichnung<\/a> Maduro und seinen Anh&auml;ngern noch in Erinnerung ist?<\/p><div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170712_v4.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Zum anderen wagte Ortega D&iacute;az&acute; Staatsanwaltschaft gegen den Ex-Kommandanten der Nationalgarde und frisch nominierten Gouverneur des Regierungsdistrikts, General Antonio Benavides, Klage wegen angeblicher, brutaler Gewaltanwendung gegen Demonstranten und Journalisten zu erlassen. Nach Angaben der wichtigsten Journalisten-Gewerkschaft des Landes (Sindicato Nacional de Trabajadores de la Prensa &ndash; SNTP) seien allein zwischen M&auml;rz und Juni dieses Jahres 376 Journalisten Gewalttaten zum Opfer gefallen. F&uuml;r 170 angezeigte F&auml;lle &ndash; darunter 33 ungerechtfertigte Festnahmen &ndash; wird Maduros Polizei (Guardia Nacional Bolivariana) verantwortlich gemacht, den Hauptanteil an den &Uuml;bergriffen hatten jedoch die &bdquo;Guarimberos&rdquo; (Stra&szlig;enblockierer) und &bdquo;Grupos de Choque&rdquo; der Rechten sowie die bewaffneten &bdquo;Colectivos&rdquo; der Ch&aacute;vez-Anh&auml;nger. Der Journalisten-Protest wurde nicht allein von konservativen Medien und &bdquo;Reporter ohne Grenzen&rdquo;, sondern diesmal von der linken mexikanischen Tageszeitung <em>La Jornada<\/em> <a href=\"http:\/\/www.jornada.unam.mx\/ultimas\/2017\/06\/25\/protesta-sindicato-por-agresiones-a-reporteros-en-venezuela\">angemahnt<\/a>.<\/p><p>Allerdings verdeutlicht das Vorgehen Ortega D&iacute;az&acute; und des regierungstreuen Obersten Gerichtshofs zweierlei prek&auml;re Aspekte. Einerseits l&auml;sst die Sorge der Staatsanwaltschaft um die unkontrollierte Gewalt bei ihrer Anklage von Polizisten und eines hohen Milit&auml;rs ein ebenso hartes Durchgreifen gegen die vermummten &bdquo;Grupos de Choque&rdquo; der Rechten vermissen, die seit Monaten auf Bildern der in- und ausl&auml;ndischen Presse hinreichend als kriminelle, paramilit&auml;rische Sto&szlig;trupps nach dem Vorbild der faschistischen Euromaidan-Platz-Schl&auml;gertrupps abgebildet werden und im Juni zum zweiten Mal einen Menschen bei lebendigem Leibe mit Molotow-Cocktails zu Tode verbrannten.<\/p><p>Bedauerlich ist andererseits die Bereitschaft der Justiz, der provokativen Klage des Maduro-Verb&uuml;ndeten Pedro Carre&ntilde;o in vollem Umfang nachzugeben, anstatt mit Ortega D&iacute;az&acute; zu verhandeln und den Fall zu deeskalieren. Selbstverst&auml;ndlich wird die Gerichtsentscheidung vom Pr&auml;sidenten unterst&uuml;tzt, der zur Stunde mehr als je zuvor auf die Unterst&uuml;tzung des Milit&auml;rs &ndash; vor allem der Generalit&auml;t &ndash; angewiesen ist und es vorzog, seine Generalstaatsanw&auml;ltin in die offenen Arme der putschbereiten rechten Opposition zu treiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170712_v1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Venezuela kommt nicht aus den spektakul&auml;ren Schlagzeilen. Am vergangenen 27. Juni fand auf den Obersten Gerichtshof des Landes ein Hubschrauber-Angriff mit Granaten und Maschinengewehrfeuer statt. Zu diesem Attentat bekannte sich ein oppositioneller Polizist und Gelegenheits-Schauspieler. Eine Woche sp&auml;ter, am Tag der Nationalen Unabh&auml;ngigkeit Venezuelas,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39150\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,60,20],"tags":[1276,1795,2071,1415,1932,1333,2128],"class_list":["post-39150","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-innere-sicherheit","category-landerberichte","tag-attentat","tag-chavez-hugo","tag-maduro-nicolas","tag-pressefreiheit","tag-randale","tag-venezuela","tag-verfassung"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39150","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39150"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39150\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48134,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39150\/revisions\/48134"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39150"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39150"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39150"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}