{"id":3916,"date":"2009-04-30T09:27:44","date_gmt":"2009-04-30T07:27:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3916"},"modified":"2009-04-30T09:53:01","modified_gmt":"2009-04-30T07:53:01","slug":"hinweise-des-tages-882","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3916","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ol>\n<li>1. Mai 2009: Arbeit f&uuml;r alle bei fairem Lohn!<\/li>\n<li>2006 begann die Deutsche Bank ihren R&uuml;ckzug aus dem Derivate-Markt<\/li>\n<li>1121 Mrd. Euro und nichts dahinter<\/li>\n<li>Bankbilanzen: Minus + Minus = Plus<\/li>\n<li>EU reguliert Hedgefonds kaum<\/li>\n<li>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; In der Wutfalle<\/li>\n<li>Thorsten Hild: K&uuml;rzen ist ein Kardinalfehler<\/li>\n<li>H&ouml;chststeuers&auml;tze im L&auml;ndervergleich<\/li>\n<li>Soziale Sicherungssysteme: S&auml;ulen im Sturm<\/li>\n<li>&Ouml;lkonzerne im Visier des Kartellamts: Steigende Preise<\/li>\n<li>Plus in den Kassen aller im Bundestag vertretenen Parteien im Jahr 2007<\/li>\n<li>Horst K&ouml;hler: Scheitern nach oben<\/li>\n<li>DDR &ndash; Thema Nummer Eins f&uuml;r die CDU<\/li>\n<li>Zu BILD: Wie man das meiste aus Hartz IV rausholt<\/li>\n<li>GEW und die Bertelsmann-Stiftung<\/li>\n<li>Wissenschaftspolitisches Programm der GEW<\/li>\n<li>Klage gegen Studiengeb&uuml;hren abgeb&uuml;gelt<\/li>\n<li>Chancen einer Schule f&uuml;r alle in der aktuellen Auseinandersetzung <\/li>\n<li>Nachhilfe boomt &ndash; Das Gesch&auml;ft mit den Noten<\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><\/p><p>Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3916&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>1. Mai 2009: Arbeit f&uuml;r alle bei fairem Lohn!<\/strong><br>\nDer 1. Mai 2009 steht ganz im Zeichen der Krise. Immer mehr Besch&auml;ftigte bangen um ihren Arbeitsplatz und k&auml;mpfen gegen drohenden sozialen Abstieg. In dieser Situation sind die Ziele des DGB und seiner Einzelgewerkschaften klar: \n<p>Wir wollen helfen, Besch&auml;ftigung zu sichern wo immer es geht, und stemmen uns gegen Trittbrettfahrer im Arbeitgeberlager und anderswo, die die Krise zu Lohndumping missbrauchen wollen. <\/p>\n<p>Deshalb lautet unser diesj&auml;hriges Mai-Motto: Arbeit f&uuml;r alle bei fairem Lohn.<\/p>\n<p>Informationen zu den Veranstaltungen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/erster_mai\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Weisheit des Sushi-Fans: 2006 begann die Deutsche Bank ihren R&uuml;ckzug aus dem Derivate-Markt<\/strong><br>\nWarum eigentlich steht die Deutsche Bank so relativ gut da, dass ihr Chef es f&uuml;r eine Schande hielt, staatliche Hilfen zu beanspruchen? Weil ihre New Yorker Dependance aufgepasst hatte, die kommende Krise als Chance begriff und noch aus dem Debakel Profit zu schlagen wusste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gazette.de\/Archiv2\/Gazette21\/Anatol.pdf\">Gazette [PDF &ndash; 694 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>1121 Mrd. Euro und nichts dahinter<\/strong><br>\nPro-forma redet die Deutsche Bank mal eben mehr als die H&auml;lfte ihrer Bilanzsumme klein. Aber warum existiert die dann &uuml;berhaupt? Wenn die Bank so nonchalant &uuml;ber die 1121 Mrd. Euro hinwegsieht, kommen daf&uuml;r also nur drei Gr&uuml;nde in Betracht. Erstens, sie hat eine Gelddruckmaschine entwickelt; stellt sich die Frage, warum sie nicht viel mehr von dem Zeugs hat. Zweitens, die Derivatepositionen sind risikolos und versprechen entsprechend auch keinen Gewinn; warum hat die Deutsche dann &uuml;berhaupt welche in ihren B&uuml;chern? Drittens, die Bank erzielt Gewinn aus diesen Gesch&auml;ften, nimmt daf&uuml;r aber (Kontrahenten-)Risiken in Kauf; dann gibt es keinen Grund, die Positionen wegzudiskutieren. Zum Gl&uuml;ck hat Josef Ackermann nun drei weitere Jahre Zeit, das R&auml;tsel aufzul&ouml;sen. Denn ohne implizite Staatsgarantie st&uuml;nde die Refinanzierung der Deutschen wohl l&auml;ngst auf der Kippe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/:Das-Kapital-1121-Mrd-Euro-und-nichts-dahinter\/506760.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es versteht sich nahezu von selbst, dass Renditeziele von 25 Prozent Anreize setzen, mehr Risiko zu wagen, genau die Risiken, die in die aktuelle Krise f&uuml;hrten. Was angenehm &uuml;berrascht, ist, dass Politiker diesen Zusammenhang jetzt auch monieren &ndash; wenn auch viel zu sp&auml;t. Andererseits &uuml;berrascht auch, dass unsere gewiefte Politklasse (wie auch viele Kommentatoren der Tageszeitungen) den Gewinn der Deutschen Bank glaubt. Hat doch die Politik selbst mit der Aufweichung der Bilanzregeln daf&uuml;r gesorgt, dass Abschreibungen in H&ouml;he von 1,2 Mrd. Euro unterblieben. Wirtschaftszeitungen wie die Financial Times Deutschland oder das Handelsblatt haben den Quartalsbericht der Bank viel skeptischer beurteilt und verweisen auf die Bilanzkosmetik und die Schwankungsanf&auml;lligkeit des Investmentbankings. Gerade in den stabilen Gesch&auml;ftsfeldern &ndash; dem Gesch&auml;ft mit Privat- und Firmenkunden und der Verm&ouml;gensverwaltung &ndash; brach der Gewinn deutlich ein. Bezeichnenderweise erreichte der Kurs der Aktie vor der Ver&ouml;ffentlichung des Quartalsberichts seinen H&ouml;hepunkt, um danach abzust&uuml;rzen; er pendelt jetzt bei 40 Euro. Da m&ouml;gen Gewinnmitnahmen eine Rolle gespielt haben, vor allen aber trauen Analysten und Anleger dem Braten nicht. Wir sollten zur Kenntnis nehmen, dass die Deutsche Bank und ihr Vorstandsvorsitzender in der Krise alles tut, um neue Kunden und Anleger einzuwerben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bankbilanzen: Minus + Minus = Plus<\/strong><br>\nWie glaubw&uuml;rdig sind die j&uuml;ngsten Bilanzerfolge der internationalen Gro&szlig;banken? Schummeln und Tricksen hat Hochkonjunktur &ndash; solange es legal bleibt, versteht sich. Besonders kurios sind Milliardengewinne, die manche Institute daraus sch&ouml;pfen, dass ihre eigene Kreditw&uuml;rdigkeit sinkt.\n<p>In Bankbilanzen k&ouml;nnen merkw&uuml;rdige Dinge geschehen. Bei den US-Investmenth&auml;usern Goldman Sachs und Morgan Stanley verschwand der Dezember mitsamt den in jenem Monat verbuchten Milliardenverlusten aus den Jahresabschl&uuml;ssen &ndash; mit der Umfirmierung der beiden Konzerne zu Gesch&auml;ftsbanken hat sich das Gesch&auml;ftsjahr verschoben: Das alte endete im November 2008, das neue begann erst im Januar 2009.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/geld\/artikel\/0,2828,621705,00.html\">manager-magazin<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>EU reguliert Hedgefonds kaum<\/strong><br>\nKommission spricht lediglich Empfehlungen aus. Verpflichtet werden die Mitgliedstaaten vorerst nicht. Strengere Regeln seien politisch nicht durchsetzbar.\n<p>Das neue Paket der EU-Kommission zur Finanzmarktregulierung bleibt hinter den hohen Erwartungen zur&uuml;ck. Es wurde am Mittwoch von Binnenmarkt-Kommissar Charlie McCreevy in Br&uuml;ssel vorgestellt und enth&auml;lt haupts&auml;chlich Empfehlungen, die die Mitgliedstaaten zu nichts verpflichten. Lediglich f&uuml;r Hedgefonds und private Beteiligungsgesellschaften soll es einheitliche EU-Standards geben, die in einer Richtlinie festgelegt sind. Demnach m&uuml;ssen Manager von gro&szlig;en Hedgefonds &uuml;ber ihre T&auml;tigkeiten informieren. In ihren Spekulationen werden sie aber nicht eingeschr&auml;nkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2009%2F04%2F30%2Fa0043&amp;cHash=461bd22764&amp;type=98\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was sollte man auch anderes erwarten, wenn sich die EU-Kommission von Brandstiftern beraten lie&szlig;. <\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em> <a href=\"?p=3842\">W&uuml;rden Sie diesen Finanzexperten trauen?<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; In der Wutfalle<\/strong><br>\nWenn man als Ausgewanderter Deutschland besucht, f&auml;llt auf, dass die Finanzkrise hierzulande v&ouml;llig anders wahrgenommen wird als im Ausland. Insbesondere wenn man nach Berlin reist, hat man das Gef&uuml;hl, ein Paralleluniversum zu betreten. W&auml;hrend man sich dort um Religionsunterricht streitet, w&uuml;tet im Rest der Welt die gr&ouml;&szlig;te Wirtschaftskrise seit 70 Jahren. Ich geh&ouml;re zu denen, die soziale Unruhen im Land f&uuml;rchten, nicht nur wegen der Krise selbst, sondern vor allem weil sie die Bev&ouml;lkerung ziemlich unvorbereitet trifft. Der Grund daf&uuml;r ist jedoch nicht ganz klar. Warum wei&szlig; der durchschnittliche Belgier mehr von dieser Krise als der durchschnittliche Deutsche?\n<p>Die Wut wird kommen. Wenn die Arbeitslosigkeit wieder steigt, zun&auml;chst auf vier Millionen, dann auf f&uuml;nf Millionen; wenn Unternehmen erkennen, dass der Absatzr&uuml;ckgang nicht durch den normalen Konjunkturverlauf verursacht wurde, sondern durch einen strukturellen Bruch in der globalen Nachfrage; wenn Kurzarbeit in Arbeitslosigkeit m&uuml;ndet. Dann kommt die Wut, auch und vielleicht gerade in Berlin. Sie wird kommen, wenn man pl&ouml;tzlich merkt, dass die Realwirtschaft und die Finanzwirtschaft viel enger zusammenh&auml;ngen, als einem lieb ist. Die Wut wird sich nat&uuml;rlich gegen die Banker richten, die man im Verdacht hat, die Krise verursacht zu haben. Aber auch gegen Politiker, die nicht ausreichend reagiert haben, gegen Ausl&auml;nder, gegen Journalisten, vielleicht auch gegen Beamte, die sich krisenfester Jobs erfreuen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Wolfgang-M%FCnchau-In-der-Wutfalle\/506733.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wolfgang M&uuml;nchau spricht vom Paralleluniversum, in dem Deutschland lebe. Ein viel zu schwaches Bild, denn Deutschland bzw. seine politische Spitze tr&auml;umt ja nicht isoliert vor sich hin, sondern schadet durch seine Passivit&auml;t nicht nur der eigenen Bev&ouml;lkerung, sondern auch anderen Volkswirtschaften. Man hat fr&uuml;her immer den deutschen Sonderweg gef&uuml;rchtet und meinte vor allem die Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik. Wer h&auml;tte gedacht, dass dies einmal auf die Wirtschaftspolitik zutr&auml;fe. Nicht nur dass unsere Regierung, insbesondere Angela Merkel, das Ausma&szlig; der Krise leugnet und ihre Ursachen ignoriert, sie verweigert sich auf allen Ebenen einem soldarischen Vorgehen. Es gilt schon lange nicht mehr, allein das Finanzkapital zu b&auml;ndigen, vielmehr ist die Politik ebenso dem Einfluss des Export- und Handelskapitals zu entziehen. Der Weigerung Deutschlands, wirtschaftspolitische Ma&szlig;nahmen mit den europ&auml;ischen Nachbarn zu koordinieren &ndash; ob das gelingen w&uuml;rde, ist noch eine andere Frage &ndash; entspricht die Weigerung dieser Regierung wie auch ihrer Vorg&auml;ngerin, die Interessen der arbeitenden Bev&ouml;lkerung wahrzunehmen. Die jahrelangen Reallohnverluste, der obsz&ouml;n angewachsene Niedriglohnsektor und die wachsende Armut (Kehrseite eines gewaltigen Exportbooms) lassen bef&uuml;rchten, dass nach den Gewinnen der vergangenen Jahre auch die Verluste der k&uuml;nftigen ungleich verteilt werden. Diese Regierung wie auch die folgende k&ouml;nnten den von vielen bef&uuml;rchteten sozialen Unruhen zun&auml;chst einmal dadurch begegnen, dass sie diese Ungleichgewichte anspr&auml;chen bzw. ausspr&auml;chen und diesen entschlossen entgegentr&auml;ten. Vielleicht k&ouml;nnten wir diese Krise mit geteilten Lasten sowohl im Lande wie auch mit unseren Nachbarl&auml;ndern zumindest besser ertragen. Dies w&auml;re die Basis f&uuml;r wirtschaftspolitische Ma&szlig;nahmen, unter denen viele f&uuml;r uns alle schmerzhaft ausfallen werden. Die von M&uuml;nchau und vielen anderen angesprochene strukturelle Exportabh&auml;ngigkeit zu mindern ist allerdings ein Langzeitprojekt, dem sich nicht nur Deutschland, sondern auch L&auml;nder wie Japan, China und S&uuml;dkorea nicht entziehen werden k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Thorsten Hild: K&uuml;rzen ist ein Kardinalfehler<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich geben die aktuell sinkenden Ums&auml;tze und die Angst um den Arbeitsplatz Wasser auf die M&uuml;hlen derjenigen, die seit jeher dem Lohnverzicht das Wort reden, allen voran die Arbeitgeberverb&auml;nde. Nur geringere L&ouml;hne, so ihre Argumentation, k&ouml;nnten Arbeitspl&auml;tze retten, weil sie die Kosten der Unternehmen besonders in Zeiten r&uuml;ckl&auml;ufiger Ums&auml;tze entlasteten. Die Logik dahinter: Sinkenden Einnahmen soll mit sinkenden Ausgaben begegnet werden. Dass allerdings die Ausgaben des einen die Einnahmen des anderen sind, taucht in dieser Rechnung nicht auf.\n<p>Mit &uuml;ber 1.000 Milliarden Euro entsprachen die Masseneinkommen 2008 nahezu der H&auml;lfte des Sozialproduktes. Sie sind damit der wichtigste Faktor f&uuml;r die Nachfrage in unserer Volkswirtschaft. Ihre negative Entwicklung muss daher Sorge bereiten.<\/p>\n<p>Gesamtwirtschaftlich betrachtet (bedeutet) nun einmal jeder in einem Betrieb vereinbarte Euro Lohnverzicht zwangsweise einen Euro weniger Umsatz f&uuml;r die anderen Unternehmen.<br>\nDiese unverbr&uuml;chliche Logik, in der Volkswirtschaftslehre auch als &ldquo;Saldenmechanik&rdquo; bekannt, verdeutlicht das ganze Problem: Wird der Versuch unternommen, gegen die Folgen der Wirtschaftskrise einzelbetrieblich mit Lohnsenkungen anzuk&auml;mpfen, versch&auml;rft sich die Krise gesamtwirtschaftlich, weil der vorgenommene Lohnverzicht sich insgesamt in weiter sinkenden Ums&auml;tzen f&uuml;r die Unternehmen niederschlagen muss. Diesen Zusammenhang blenden die Vertreter des Lohnverzichts aus.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/kuerzen-ist-ein-kardinalfehler\/\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Dierk Hirschel: Sinkende L&ouml;hne sind Gift f&uuml;r die Wirtschaft<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Dierk-Hirschel-DGB-Deflation;art141,2785732?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>H&ouml;chststeuers&auml;tze im L&auml;ndervergleich<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/090430_hoechststeuersaetze.jpg\" alt=\"H&ouml;chststeuers&auml;tze\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/marx-forum.de\/diskussion\/forum_entry.php?id=2472\">Karl-Marx-Diskussionsforum<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>S&auml;ulen im Sturm<\/strong><br>\nDer &bdquo;Tsunami&ldquo; erreicht den Sozialstaat. Die letzte Klammer einer auseinanderdriftenden Gesellschaft muss gesch&uuml;tzt werden.\n<p>War es in den vergangenen Rezessionen nicht gelungen, den Sozialstaat sturmreif zu schie&szlig;en, so k&ouml;nnte die Krise ihn nun hinwegsp&uuml;len, ohne dass jemand daf&uuml;r in Haftung genommen werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/positionen\/0917-krise-sozialstaat-deutschland-cdu-spd-steinbrueck\">Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&Ouml;lkonzerne im Visier des Kartellamts: Steigende Preise<\/strong><br>\nDas lange Wochenende naht, und die Spritpreise ziehen wieder an: Ein Liter Diesel kostete Anfang der Woche im Bundesdurchschnitt glatt einen Euro, Superbenzin rund 1,20 Euro. In und um Berlin konnten Diesel-Autofahrer sogar etwas g&uuml;nstiger tanken. Seit Mittwochmittag stiegen die Preise in allen Bundesl&auml;ndern jedoch wieder an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/art271,2785835?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/rohstoffe\/:Schwache-Nachfrage-%D6llager-in-Rotterdam-quellen-%FCber\/507267.html?mode=print\">Und in Rotterdam quellen &Ouml;llager &uuml;ber<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Plus in den Kassen aller im Bundestag vertretenen Parteien im Jahr 2007<\/strong><br>\nAlle im Bundestag vertretenen Parteien konnten das Jahr 2007 mit einem Plus in den Kassen abschlie&szlig;en. Dies geht aus dem Rechenschaftsbericht f&uuml;r 2007 hervor, den Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert (CDU) als Unterrichtung (16\/12550) ver&ouml;ffentlicht hat. \n<p>Die CDU erwirtschaftete demnach im Jahr 2007 einen &Uuml;berschuss von fast 24,26 Millionen Euro. An Mitgliedsbeitr&auml;gen flossen fast 42 Millionen Euro auf die Konten; Spenden von nat&uuml;rlichen und juristischen Personen betrugen knapp 19,08 Millionen Euro. Die Mandatstr&auml;ger zahlten fast 17,88 Millionen Euro. An staatlichen Mitteln erhielt die CDU 44,79 Millionen Euro. Insgesamt nahm die Partei mehr als 142,45 Millionen Euro ein. Dem stehen Ausgaben von mehr als 118,19 Millionen Euro gegen&uuml;ber. 2006 hatte die CDU einen &Uuml;berschuss von fast 13,03 Millionen Euro gemacht. <\/p>\n<p>Die bayerische CSU machte 2007 laut Unterrichtung einen &Uuml;berschuss von mehr als 6,83 Millionen Euro (fast 43,46 Millionen Euro an Einnahmen, mehr als 36,63 Millionen Euro an Ausgaben). Die Partei erhielt staatliche Mittel von mehr als 10,71 Millionen Euro. 2006 hatte sie einen &Uuml;berschuss von mehr als 7 Millionen Euro gemacht.<\/p>\n<p>Die SPD hatte den Angaben zufolge einen &Uuml;berschuss von fast 26,97 Millionen Euro zu verzeichnen. Mehr als 47,58 Millionen Euro nahm die Partei an Mitgliedsbeitr&auml;gen ein. An Beitr&auml;gen von Mandatstr&auml;gern verzeichneten die Sozialdemokraten fast 21,68 Millionen Euro. An Einnahmen unter anderem aus Veranstaltungen und Vertrieb von Druckschriften und Ver&ouml;ffentlichungen nahm die SPD mehr als 14,74 Millionen Euro ein. An Spenden von nat&uuml;rlichen oder juristischen Personen flossen knapp 10,57 Millionen Euro. Einnahmen aus Unternehmenst&auml;tigkeit und Beteiligungen erbrachten fast 9,13 Millionen Euro. An staatlichen Mittel flossen fast 43,48 Millionen Euro. Insgesamt nahm die SPD mehr als 158,98 Millionen Euro ein. Ihre Ausgaben betrugen mehr als 130 Millionen Euro. 2006 hatte sie einen &Uuml;berschuss von fast 19,34 Millionen Euro zu verzeichnen.<\/p>\n<p>Mehr als 4,67 Millionen Euro hatten B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen als &Uuml;berschuss im Jahr 2007 zu verzeichnen. Bei den Einnahmen in H&ouml;he von fast 26,14 Millionen Euro schlugen die Mitgliedsbeitr&auml;ge mit knapp 5,59 Millionen Euro zu Buche; fast ebenso hoch lagen die Beitr&auml;ge von Mandatstr&auml;gern (5,47 Millionen Euro). Insgesamt nahm die Partei mehr als 3,21 Millionen Euro an Spenden von nat&uuml;rlichen und juristischen Personen ein. An staatlichen Mitteln erhielten die Gr&uuml;nen mehr als 10 Millionen Euro. An Ausgaben hatten sie fast 21,47 Millionen Euro. 2006 hatten die Gr&uuml;nen einen &Uuml;berschuss von fast 1,83 Millionen Euro erzielt. <\/p>\n<p>Die FDP hatte im Jahr 2007 ein &Uuml;berschuss von mehr als 6,87 Millionen Euro zu verzeichnen. Von den mehr als 31,66 Millionen Euro an Einnahmen entfielen auf die Mitgliedsbeitr&auml;ge mehr als 6,95 Millionen Euro. An Beitr&auml;gen von Mandatstr&auml;gern nahmen die Liberalen fast 2,18 Millionen Euro ein. Spenden von nat&uuml;rlichen und juristischen Personen schlugen mit mehr als 7,07 Millionen Euro zu Buche. Staatliche Mittel gab es knapp 10 Millionen Euro. Die Partei hatte Ausgaben von mehr als 24,79 Millionen Euro zu verzeichnen.<\/p>\n<p>Die Linke machte 2007 einen &Uuml;berschuss von mehr als 2,46 Millionen Euro. Von den mehr als 22,43 Millionen Euro an Einnahmen hatte die Partei fast 9,2 Millionen Euro an Mitgliedsbeitragen zu verzeichnen. Mandatstr&auml;ger &uuml;berwiesen weitere 2 Millionen Euro. Spenden schlugen mit 1,5 Millionen Euro zu Buche. Die Linke konnte staatliche Mittel in H&ouml;he von mehr 8,8 Millionen Euro verbuchen. An Ausgaben entstanden ihr fast 19,97 Millionen Euro. Die Partei &ldquo;Die Linke&rdquo; war am 16. Juni 2007 aus der PDS und der Partei &ldquo;Arbeit &amp; soziale Gerechtigkeit &ndash; Die Wahlalternative&rdquo; entstanden.<\/p>\n<p>Die Rechenschaftsberichte aller sonstigen, nicht im Bundestag vertretenen Parteien, sind ebenfalls in einer Unterrichtung (16\/12551) bekannt gemacht worden. Bei der NPD enth&auml;lt der Rechenschaftsbericht f&uuml;r das Jahr 2007 Unrichtigkeiten. Die Partei wurde zur &ldquo;unverz&uuml;glichen Berichtigung&rdquo; aufgefordert; zugleich wurde ein entsprechender Sanktionsbescheid erlassen, hei&szlig;t es in der Unterrichtung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_122\/05.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zufall oder nicht: Gerade bei der CSU fehlen die Angaben &uuml;ber die privaten Spenden. Insgesamt ist es ganz interessant, welchen Parteien die privaten Spenden zukommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Horst K&ouml;hler: Scheitern nach oben<\/strong><br>\nMit seiner j&uuml;ngsten Rede betrieb der Bundespr&auml;sident dagegen ganz gezielt die Exkulpation der Politik &ndash; und damit seiner selbst &ndash;, indem er einseitig die Wirtschaft belastete. F&uuml;r K&ouml;hler ist die gegenw&auml;rtige Krise Schuld der Banken und anonymer Finanzm&auml;rkte, jener &bdquo;Monster&ldquo; also, die er bereits im letzten Jahr identifiziert hatte.\n<p>2004 stand Horst K&ouml;hler tats&auml;chlich f&uuml;r etwas, n&auml;mlich f&uuml;r ein schwarz-gelbes &bdquo;Reform&ldquo;-B&uuml;ndnis. Heute hingegen steht Horst K&ouml;hler &ndash; &bdquo;Wenn Sie so wollen&ldquo; &ndash; grundlegend f&uuml;r alles und damit konkret f&uuml;r nichts.<\/p>\n<p>Ob er die von ihm angedeutete Wandlung vom Saulus zum Paulus anschlie&szlig;end tats&auml;chlich beglaubigt, wird allerdings ma&szlig;geblich vom Ausgang einer anderen Wahl abh&auml;ngen &ndash; n&auml;mlich der am 27. September. Die Flexibilit&auml;t, im Falle eines schwarz-gelben Wahlsiegs doch noch zu altem &bdquo;reformerischen&ldquo; Elan inklusive altbew&auml;hrter Ruck-Rhetorik zur&uuml;ckzukehren, wird man Horst K&ouml;hler allemal zutrauen m&uuml;ssen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie tut dies jedenfalls. Er w&uuml;nschte dem Pr&auml;sidenten bereits vorsorglich &bdquo;das Allerbeste, gerade in diesem Jahr.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=3075\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu K&ouml;hler: <a href=\"?p=3848\">&bdquo;Wir haben alle &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse gelebt&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Strategiebeschluss der CDU f&uuml;r das Superwahl- und Supergedenkjahr: DDR &ndash; Thema Nummer Eins<\/strong><br>\nIm September 2008 berichteten verschiedene Medien, dass Union und SPD mit einer Kampagne zur DDR-Geschichte in die diesj&auml;hrigen Wahlk&auml;mpfe ziehen wollen, und wenige Monate sp&auml;ter beschloss der CDU-Parteivorstand ein sage und schreibe 21-Seiten-Papier, um die dritte &ldquo;Rote-Socken&rdquo;-Kampagne nach den Bundestagswahlk&auml;mpfen 1994 und 1999 zu starten. Diesmal soll mit Hilfe der einschl&auml;gigen Medien vor jedem der Urneng&auml;nge das Lied vom &ldquo;DDR-Unrechtsstaat&rdquo; gesungen werden. Vor allem ARD, ZDF, ARTE Bild bis Spiegel haben hier besondere Verpflichtungen als &ldquo;Sturmgesch&uuml;tze der Demokratie&rdquo;, wie Rudolf Augstein sein Magazin einst nannte. Am Sonntag lie&szlig; Anne Will schon mal Wolfgang Sch&auml;uble und Hubertus Knabe losballern (&hellip;)\n<p>H&ouml;chste Zeit also zu begreifen, dass die vom 22. CDU-Parteitag beschlossenen Strategie f&uuml;r das Superwahl- und Supergedenkjahr 2009 verfehlt ist, dass man mit der Verteufelung der DDR nicht auf Dauer von jahrelangen eigenen Vers&auml;umnissen und katastrophalen Fehlentwicklungen des neoliberalen Wirtschaftssystems ablenken und diesseits der Elbe Wahlen gewinnen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=13703&amp;css=print\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir teilen bei weitem nicht alle Bewertungen des Autors, aber mit der Darstellung, dass eine neue Art von &bdquo;Rote-Socken&ldquo;-Kampagne ein strategisches Element des CDU-Wahlkampfes ist, liegt er sicher nicht falsch.<br>\n<\/em><br>\nZum Beleg dazu: <a href=\"http:\/\/www.kas.de\/wf\/de\/33.16276\/\">&bdquo;Die Linke&ldquo; stellen, Handreichungen zur politischen Auseinandersetzung der Konrad Adenauer Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie man das meiste aus Hartz IV rausholt<\/strong><br>\nAm Montag stellte &ldquo;Bild&rdquo; den Lesern Familie Fesselmann aus Gelsenkirchen vor. Die f&uuml;nfk&ouml;pfige Familie lebt von Hartz IV, konnte aber &uuml;ber 100.000 Euro Schulden abbauen und noch was auf die hohe Kante legen. \n<p>Es w&auml;re nat&uuml;rlich hilfreich und weit weniger irref&uuml;hrend und manipulativ gewesen, wenn &ldquo;Bild&rdquo; auf die eine oder andere Besonderheit dieser Familie eingegangen w&auml;re und nicht so getan h&auml;tte, als wenn man mit Hartz IV nicht nur ganz okay leben, sondern auch noch innerhalb von 52 Monaten (die im Fall der Fesselmanns 69.420 Euro Arbeitslosengeld II bedeuten) mehr als 100.000 Euro Schulden abbezahlen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/7725\/wie-man-das-meiste-aus-hartz-iv-rausholt\/\">BildBlog<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>GEW und die Bertelsmann Stiftung<\/strong><br>\nDie GEW wird zuk&uuml;nftig nicht mehr mit der Bertelsmann-Stiftung zusammenarbeiten. Die Delegierten des Gewerkschaftstages machten in einer Abstimmung am Dienstag Abend deutlich, dass die Ziele der Bertelsmann-Stiftung nicht mit denen der GEW vereinbar sind.\n<p>Die bildungspolitischen Leitlinien der GEW sind von den Grundprinzipien Staatlichkeit, Steuerfinanzierung und Demokratie gepr&auml;gt. Diesen stehen die Bertelsmann-Prinzipien Wettbewerb, Markt, Effizienz und Effektivit&auml;t diametral entgen&uuml;ber.<\/p>\n<p>Die Bertelsmann-Stiftung arbeitet mit der Strategie, &uuml;ber breite B&uuml;ndnisse ihr Handeln zu legitimieren. Die GEW will nicht Teil dieser Strategie sein und lehnt eine passive und aktive Mitarbeit ab. Mit ihrem Beschluss betont die GEW ihre Unabh&auml;ngigkeit in bildungspolitischen Fragen und verzichtet auf eine &uuml;ber Kontaktpflege und Positionsaustausch hinausgehende Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Stiftung. <\/p>\n<p>Des Weiteren setzt sich die GEW f&uuml;r eine kritische Pr&uuml;fung der Gemeinn&uuml;tzigkeit von Unternehmensstiftungen ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew-gewerkschaftstag.de\/GEW_und_die_Bertelsmann-Stiftung.html\">GEW<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wissenschaftspolitisches Programm der GEW<\/strong><br>\nWissenschaft demokratisieren, Hochschulen &ouml;ffnen, Qualit&auml;t von Forschung und Lehre entwickeln, Arbeits- und Studienbedingungen verbessern<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew-gewerkschaftstag.de\/Binaries\/Binary47126\/3_01_010_3_26_gew.pdf\">GEW [PDF &ndash; 226 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Klage gegen Studiengeb&uuml;hren abgeb&uuml;gelt<\/strong><br>\nDie Studiengeb&uuml;hren in Nordrhein-Westfalen sind keine un&uuml;berwindliche Barriere f&uuml;r Studieninteressenten und versto&szlig;en auch nicht gegen den Uno-Sozialpakt. So sieht es das Bundesverwaltungsgericht und hat eine Klage von Paderborner Studenten abgewiesen.\n<p>Das Recht auf Chancengleichheit fordere jedoch nicht, dass &ldquo;Erschwernisse&rdquo;, die durch Studienabgaben entst&uuml;nden, &ldquo;durch soziale Begleitma&szlig;nahmen vollst&auml;ndig kompensiert werden&rdquo; m&uuml;ssten. Es m&uuml;sse nur sichergestellt sein, dass die Studiengeb&uuml;hren nicht &ldquo;zu un&uuml;berwindlichen sozialen Barrieren&rdquo; werden. Diesen Anforderungen w&uuml;rden Studienbeitragsdarlehen und die Zinsregelung in Nordrhein-Westfalen gerecht, hei&szlig;t es in der Entscheidung, die Zinslast sei &ldquo;noch&rdquo; akzeptabel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,622051,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Auml;hnlich wie schon vorher das Bundesverfassungsgericht die Verankerung der Studiengeb&uuml;hrenfreiheit in einem wahrlich <a href=\"?p=452\">politischen Urteil<\/a> kassiert hat, belegen nun auch die h&ouml;chsten Verwaltungsrichter ihr die Lebenswirklichkeit der Unter- und Mittelschichten verweigerndes &bdquo;Oberschichten-Denken&ldquo;. Sie halten die Studiengeb&uuml;hrenregelungen in NRW f&uuml;r &bdquo;akzeptabel&ldquo;. Man beachte diesen Begriff aus der Alltagssprache zur Begr&uuml;ndung eines juristischen Urteils.<br>\nLesen Sie dazu noch einmal: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/050211_v_d_hrsg_01.pdf\">Kann es &uuml;berhaupt &bdquo;sozialvertr&auml;gliche&ldquo; Studiengeb&uuml;hren geben? [PDF &ndash; 126 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Chancen einer Schule f&uuml;r alle in der aktuellen Auseinandersetzung<\/strong><br>\n&bdquo;Wer das Gymnasium abschaffen will, wird abgew&auml;hlt&ldquo;. Mit dieser lapidaren Schlagzeile beginnt Spiegel Online am 17.12.08 ein Interview mit Wilfried Bos, dem deutschen Leiter der IGLU-Lesestudie. Es geht darin u.a. um die Frage, warum Kinder am Ende der Grundschule im Schnitt gute Leseleistungen zeigen, am Ende der Sekundarstufe I jedoch auch in PISA 2006 mit nur bescheidenen Ergebnissen aufwarten. Die naheliegende Frage, warum man nicht Kinder &uuml;ber die Grundschule hinaus l&auml;nger gemeinsam lernen l&auml;sst, wie in 95 Prozent aller L&auml;nder, verweist f&uuml;r Bos auf eine in Deutschland &bdquo;st&auml;ndestaatliche Tradition&ldquo;, die ziemlich gut funktioniere und die niemand werde abschaffen k&ouml;nnen: das Gymnasium. Wer das Gymnasium abschaffen will, da ist Wilfried Bos&rsquo; Prognose wohl zuzustimmen, wird mit dieser Ank&uuml;ndigung in keinem Bundesland die n&auml;chste Wahl gewinnen. Wer jedoch den Bef&uuml;rwortern einer Schule f&uuml;r alle, sei es die Integrierte Gesamtschule oder die Gemeinschaftsschule, diese Schule als p&auml;dagogische Alternative verweigert, mag, wie seither schon, auch die n&auml;chste Wahl gewinnen, der Streit aber der beiden schulpolitischen Lager wird unvermindert weiter gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/user.uni-frankfurt.de\/~merkelba\/schule_fuer_alle.htm\">Institut f&uuml;r Deutsche Sprache und Literatur I Uni Frankfurt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Georg Lind:<\/strong> Eine sehr informative &Uuml;bersicht &uuml;ber den derzeitigen Stand der Schulstrukturdebatte in Deutschland<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nachhilfe boomt &ndash; Das Gesch&auml;ft mit den Noten<\/strong><br>\nDer Nachhilfemarkt in Deutschland ist zum lukrativen Gesch&auml;ft geworden, auf dem sich neben den beiden gr&ouml;&szlig;ten Nachhilfeinstituten &ldquo;Sch&uuml;lerhilfe&rdquo; und &ldquo;Studienkreis&rdquo; zahlreiche lokale Anbieter tummeln &ndash; mit wachsenden Kundenzahlen. Fasst man alle Schulformen zusammen, dann nimmt laut einer Studie des Forschungsinstituts f&uuml;r Bildungs&ouml;konomie (Fibs) von 2008 fast jedes achte Kind w&auml;hrend seiner Schullaufbahn Nachhilfe.\n<p>Sch&auml;tzungen zufolge geben Eltern f&uuml;r den Wettlauf um gute Noten ein bis zu zwei Milliarden Euro pro Jahr aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wissen_und_bildung\/aktuell\/?em_cnt=1737962&amp;\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ol>\n<li>1. Mai 2009: Arbeit f&uuml;r alle bei fairem Lohn!<\/li>\n<li>2006 begann die Deutsche Bank ihren R&uuml;ckzug aus dem Derivate-Markt<\/li>\n<li>1121 Mrd. Euro und nichts dahinter<\/li>\n<li>Bankbilanzen: Minus + Minus = Plus<\/li>\n<li>EU reguliert Hedgefonds kaum<\/li>\n<li>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; In der Wutfalle<\/li>\n<li>Thorsten Hild: K&uuml;rzen ist ein Kardinalfehler<\/li>\n<li>H&ouml;chststeuers&auml;tze im<\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3916\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3916","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3916","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3916"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3916\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3916"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3916"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3916"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}