{"id":39199,"date":"2017-07-14T16:07:12","date_gmt":"2017-07-14T14:07:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199"},"modified":"2017-07-14T16:07:12","modified_gmt":"2017-07-14T14:07:12","slug":"hinweise-des-tages-ii-303","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h01\">35 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten nach G-20-Einsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h02\">Wie viele deutsche &Ouml;konomen irren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h03\">Schlechtes Vorbild Deutschland: Der Fall Attac im Licht globaler Einschr&auml;nkungen zivilgesellschaftlicher Handlungsspielr&auml;ume<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h04\">Unterlassene Hilfeleistung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h05\">Bremen ist Hauptstadt der Leiharbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h06\">WSI-Report: Arm trotz Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h07\">Die D&ouml;rfer sind im Notwehr-Modus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h08\">Zweifel an EU-Studien &ndash; Glyphosat-Gegner kritisieren Datenmanipulation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h09\">NATO-Terror in Libyen und das Massaker von Manchester: Was wusste die britische Regierung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h10\">Verfassungskrise in Polen &ndash; Der &ldquo;Juli-Putsch&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h11\">Nicht mehr allein in Afrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h12\">Herrschten in Hamburg b&uuml;rgerkriegs&auml;hnliche Zust&auml;nde?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h13\">Google und die k&auml;uflichen Wissenschaftler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h14\">Gesch&uuml;rte Russenhysterie in Washington<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39199#h15\">Gaby Webers Kampf um Akten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>35 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten nach G-20-Einsatz<\/strong><br>\nNach den Krawallen beim G-20-Gipfel in Hamburg laufen 35 Ermittlungsverfahren gegen Polizeibedienstete.<br>\nIn 27 F&auml;llen geht es um K&ouml;rperverletzung im Amt, best&auml;tigt die Hamburger Innenbeh&ouml;rde.<br>\nHamburgs Erster B&uuml;rgermeister Olaf Scholz (SPD) verteidigte die Polizeiarbeit zum wiederholten Male.<br>\nNach den Krawallen rund um den G-20-Gipfel in Hamburg laufen aktuell insgesamt 35 Ermittlungsverfahren gegen Polizeibedienstete. Das best&auml;tigte Christoph L&uuml;hrs von der Hamburger Innenbeh&ouml;rde der WELT. In 27 F&auml;llen gehe es um K&ouml;rperverletzung im Amt, so L&uuml;hrs.<br>\nVon den 35 F&auml;llen basieren 28 auf Strafanzeigen von Dritten. Die restlichen sieben Verfahren wurden von Amts wegen durch das Dezernat Interne Ermittlungen (D.I.E.) eingeleitet, darunter vier F&auml;lle wegen K&ouml;rperverletzung im Amt. F&uuml;r die Verfolgung der Ermittlungsverfahren ist in allen F&auml;llen das D.I.E. zust&auml;ndig.<br>\nDie Angaben beziehen sich auf den Stand von Freitagmittag. &bdquo;Erfahrungsgem&auml;&szlig; wird die Anzahl der Ermittlungsverfahren in den n&auml;chsten Tagen weiter steigen&ldquo;, sagte L&uuml;hrs. (&hellip;)<br>\nScholz verurteilt Berichte &uuml;ber &bdquo;Polizeigewalt&ldquo; als Denunziation<br>\nDie Arbeit der Polizei beim G-20-Gipfel verteidigte Hamburgs B&uuml;rgermeister Olaf Scholz (SPD) zum wiederholten Male. Auf die Fragen, ob die Polizei zu hart vorgegangen sei und ob es Anzeichen f&uuml;r Polizeigewalt gebe, sagte er am Freitagmorgen dem Sender NDR 90,3: &bdquo;Polizeigewalt hat es nicht gegeben, das ist eine Denunziation, die ich entschieden zur&uuml;ckweise.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article166641501\/35-Ermittlungsverfahren-gegen-Polizisten-nach-G-20-Einsatz.html\">Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Polizeigewalt beim G20-Gipfel? Bundesregierung kennt keine Nachweise daf&uuml;r<\/strong><br>\nPolizeigewalt gegen friedliche Demonstranten auf dem G20-Gipfel: War da was? Und ob! Zahlreiche F&auml;lle sind mittlerweile dokumentiert. Was f&uuml;r die Bundesregierung&#8203; allerdings nicht z&auml;hlt: &ldquo;Nachweise der Art, wie Sie sie beschreiben, wie Sie sie als Nachweise einstufen, liegen mir nicht als Nachweise vor&rdquo;, erkl&auml;rte das Bundesinnenministerium gegen&uuml;ber Tilo gestern ausweichend. Hier die ganze Szene&hellip;   Dass es viele F&auml;lle von gewaltt&auml;tigen Polizisten auf dem G20-Gipfel gibt, <a href=\"https:\/\/g20-doku.org\/\">dokumentiert diese Seite<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PGJYvRr8p0c\">jung und naiv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie viele deutsche &Ouml;konomen irren<\/strong><br>\n130 deutsche Professoren irren systematisch. Das liegt daran, dass sie selbst die Grundbegriffe &ouml;konomischen wissenschaftlichen Arbeitens nicht beherrschen<br>\n130 Professoren der Volkswirtschaftslehre, wenn das kein Gewicht hat! 130 deutsche Professoren lassen sich vom ifo-Institut zu aktuellen Themen befragen und sie lassen zu, dass die Ergebnisse einer solchen Umfrage in der &Ouml;ffentlichkeit in einem unmittelbar politischen Zusammenhang verbreitet werden.<br>\nAus der FAZ erfahren wir, dass die j&uuml;ngsten Ergebnisse einer Umfrage &uuml;ber die &ldquo;Reformpl&auml;ne&rdquo; von Martin Schulz best&auml;tigen, dass die &ldquo;Wirtschaftswissenschaft die Liberalisierung des Arbeitsmarktes durch die Regierung Schr&ouml;der wertsch&auml;tze&rdquo;. Gerhard Schr&ouml;ders Agenda 2010 werde reichlich Respekt gezollt, &ldquo;der Einf&uuml;hrung des Mindestlohnes aber keineswegs&rdquo;.<br>\nDas ist nat&uuml;rlich nicht &uuml;berraschend. Wir wussten ja, dass die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der deutschen &Ouml;konomen der Neoklassik und damit politischen Ma&szlig;nahmen huldigt, die dem Modell des neoklassischen Arbeitsmarktes entsprechen. Dass man aber so offen zeigt, dass man den Mindestanforderungen nicht nachkommt, die an ein Fach zu stellen sind, das sich Wissenschaft nennt, ist dann doch &uuml;berraschend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-viele-deutsche-Oekonomen-irren-3771400.html\">Heiner Flassbeck auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schlechtes Vorbild Deutschland: Der Fall Attac im Licht globaler Einschr&auml;nkungen zivilgesellschaftlicher Handlungsspielr&auml;ume<\/strong><br>\nEine Nichtregierungsorganisation, die regelm&auml;&szlig;ig durch regierungskritische Statements und Aktionen auf sich aufmerksam macht, erh&auml;lt ein Schreiben des f&uuml;r sie zust&auml;ndigen Finanzamtes: Da sie sich &uuml;ber Geb&uuml;hr politisch engagiere, werde ihr Status als gemeinn&uuml;tzige Organisation entzogen. Die Entscheidung ist existenzbedrohend, stehen mit dem Verlust der Gemeinn&uuml;tzigkeit doch rund 90% der Einnahmen der NGO auf dem Spiel. Nachdem die Organisation vor Gericht Recht bekommt, interveniert die Zentralregierung und dringt auf eine Revision des Urteils. Bis auf Weiteres bleibt der Organisation die Gemeinn&uuml;tzigkeit verwehrt. Nahezu idealtypisch spiegelt dieses Beispiel einen weltweiten Trend, der in der internationalen Debatte unter dem Schlagwort der &bdquo;shrinking&ldquo; oder &bdquo;closing spaces&ldquo; diskutiert wird: der schrumpfenden bzw. sich schlie&szlig;enden Freir&auml;ume zivilgesellschaftlichen Engagements. Seit der Jahrtausendwende haben je nach Z&auml;hlung 40 bis 60 Regierungen rund um den Globus legale, administrative und au&szlig;erlegale Ma&szlig;nahmen ergriffen, die die Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen empfindlich einschr&auml;nken. Eine beliebte Strategie setzt dabei just an der Finanzierung zivilgesellschaftlicher Organisationen an. &Uuml;ber den Umweg restriktiver Finanzierungsregeln, die etwa den Status von NGOs daran binden, dass sie sich nicht in bestimmte politisch &bdquo;sensible&ldquo; Bereiche einmischen, wird regierungskritisches zivilgesellschaftliches Engagement in weniger &bdquo;gef&auml;hrliche&ldquo; Bahnen gelenkt.<br>\nAls prominente Beispiele f&uuml;r das Ph&auml;nomen schrumpfender R&auml;ume gelten L&auml;nder wie Russland, &Auml;gypten oder &Auml;thiopien. Zahlreiche weitere L&auml;nder aus Afrika, Asien und Lateinamerika werden in diesem Zusammenhang diskutiert, zudem mitunter auch die USA und Israel sowie europ&auml;ische L&auml;nder wie Polen und Ungarn. Deutschland hingegen gilt in der Regel als unproblematischer Fall. Nun allerdings stammt das einleitende Beispiel aus Deutschland. Konkret geht es um den Fall von Attac, dem deutschen Ableger eines in 50 L&auml;ndern pr&auml;senten Netzwerks, das sich als Teil der globalisierungskritischen Bewegung versteht. Mit dem administrativ-juristischen Vorgehen gegen Attac, das wir im Folgenden knapp umrei&szlig;en, reiht sich Deutschland nun sicherlich nicht als ebenb&uuml;rtiger Kandidat in die Reihe von L&auml;ndern ein, in denen regierungskritische Organisationen von der Steuerfahndung schikaniert, vom Geheimdienst &uuml;berwacht, von Staatsanw&auml;lten strafrechtlich verfolgt oder von para-staatlichen Akteuren physisch bedroht werden. Gleichwohl und gerade deshalb unterminiert der Fall Attac die Glaubw&uuml;rdigkeit Deutschlands, das sich im europ&auml;ischen und globalen Rahmen gerne als unbedingter F&uuml;rsprecher des Rechts auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit pr&auml;sentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/de\/no_cache\/publikationen\/publikationssuche\/publikation\/schlechtes-vorbild-deutschland\/\">Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Unterlassene Hilfeleistung<\/strong><br>\nWer am Rande der Gesellschaft steht, braucht eigentlich eine besondere Unterst&uuml;tzung, um Anschluss zu finden. Doch die Zeichen in der Bundespolitik stehen eher darauf, notwendige Hilfen zusammenzustreichen. So hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr Arbeitslosen weniger Wiedereingliederungshilfen als eigentlich geplant zur Verf&uuml;gung gestellt. Und die Nationale Armutskonferenz kritisierte am Donnerstag, dass Geringverdiener etliche Gesundheitsleistungen nicht mehr selbst bezahlen k&ouml;nnten. Diese Bev&ouml;lkerungsgruppe stehe vor un&uuml;berwindbaren Finanzierungsproblemen, erkl&auml;rte das B&uuml;ndnis von Organisationen, Verb&auml;nden und Initiativen, die sich f&uuml;r eine aktive Armutsbek&auml;mpfung einsetzen.<br>\nDie Konferenz forderte im Einzelnen eine vollst&auml;ndige Kostenbefreiung f&uuml;r Arbeitslosengeld-II-Bezieher sowie f&uuml;r Menschen, die auf den Kinderzuschlag f&uuml;r Geringverdiener oder Wohngeld angewiesen sind. Diese Gruppe k&ouml;nne die Zuzahlungen zu Medikamenten und Klinikaufenthalten nicht leisten, hie&szlig; es.<br>\nF&uuml;r problematisch h&auml;lt der Zusammenschluss auch die Situation von Asylbewerbern. Ihnen stehen nur Akut- und Schmerzbehandlungen zu. Gef&auml;hrdet seien zudem privat und gesetzlich Versicherte, die ihre Beitr&auml;ge nicht mehr bezahlen k&ouml;nnen. Auch sie bekommen nur eine Notfallbehandlung.<br>\nDie Politik habe sich weit von diesen Problemen entfernt, bem&auml;ngelte die Armutskonferenz und forderte die Wiedereinsetzung der Arbeitsgruppe &raquo;Armut und Gesundheit&laquo; beim Bundesgesundheitsministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1057368.unterlassene-hilfeleistung.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bremen ist Hauptstadt der Leiharbeiter<\/strong><br>\nDer Anteil der Leih- beziehungsweise Zeitarbeiter ist nirgends so hoch wie in dem kleinen Stadtstaat Bremen. Vor f&uuml;nf Jahren lag er bei ungef&auml;hr f&uuml;nf Prozent. Tendenz steigend. Bislang ist es nicht gelungen, die Leiharbeit einzud&auml;mmen. Stattdessen nimmt die Zahl der prek&auml;ren Jobs weiter zu.<br>\n&ldquo;Das Schlimme ist ja, wenn du frei hast, hast du ja kein frei, weil sie dich st&auml;ndig anrufen, ja, ist bei meinem Sohn auch immer.&rdquo;<br>\nStreikfr&uuml;hst&uuml;ck bei Verdi im Bremer Gewerkschaftshaus &ndash; im Einzelhandel Bremen\/Niedersachsen muss ein neuer Tarifvertrag ausgehandelt werden. Heftige Diskussionen vor der T&uuml;r.<br>\n&ldquo;Ich gehe gerne arbeiten, wirklich, ja aber unter anderen Bedingungen, ich bin auch ein Mensch und ich will Essen und Trinken, ich will davon leben k&ouml;nnen, und ich will auch mal in Urlaub fahren &ndash; das kann ich doch gar nicht.&rdquo;<br>\nHelga Rolle ist die Betriebsratsvorsitzende einen gro&szlig;en Textildiscounters. Sie ist in absoluter Streiklaune.<br>\n&ldquo;Gestern sagt einer zu mir, BILD Hannover, sagt der zu mir, warum wollen sie sechs Prozent, da guck ich den an und denke, was bist du denn f&uuml;r ein Spacken. Informiere dich mal, was wir generell verdienen. Ehrlich. Oder unsere Tarifvertr&auml;ge, wenn sie uns unsere Tarifvertr&auml;ge nehmen&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/leben-wie-ein-tageloehner-bremen-ist-hauptstadt-der.862.de.html?dram:article_id=391058\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>WSI-Report: Arm trotz Arbeit<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen in Europa sind arm, obwohl sie arbeiten. In Deutschland hat sich die Erwerbsarmut seit 2004 verdoppelt. Eine EU-weite Analyse zeigt: Aktive Arbeitsmarkpolitik und ausk&ouml;mmliche Transferleistungen verringern das Risiko von Erwerbsarmut. Strenge Auflagen f&uuml;r den Leistungsbezug hingegen erh&ouml;hen die Wahrscheinlichkeit, trotz Arbeit arm zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_36_2017.pdf\">Hans-Boeckler-Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die D&ouml;rfer sind im Notwehr-Modus<\/strong><br>\nDeutschlands H&auml;uslebauer und Investoren bauen in l&auml;ndlichen Regionen nach Einsch&auml;tzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) zu viel. In einer Studie stellten die K&ouml;lner Wissenschaftler das k&uuml;rzlich fest und forderten mehr Wohnraum in den Ballungszentren. Aus Sicht des l&auml;ndlichen Raums muss dieser Studie allerdings mit gro&szlig;er Skepsis begegnet werden. Zweifellos gibt es in den Ballungsr&auml;umen derzeit gro&szlig;en Bedarf an Wohnraum. Das hat viele Gr&uuml;nde. Die Menschen &ndash; vor allem Neub&uuml;rger &ndash; dr&auml;ngen in die Zentren, weil sie sich dort Arbeit erhoffen, weil sie das Stadtleben m&ouml;glicherweise unkomplizierter w&auml;hnen, weil sie dort vielleicht anonymer oder besser unter &ldquo;ihresgleichen&rdquo; leben k&ouml;nnen. Dass sich in den Ballungsr&auml;umen leichter Arbeit findet, stimmt allerdings erwiesenerma&szlig;en und statistisch hinterlegt eher nicht. In Berlin liegt die Arbeitslosenquote aktuell beispielsweise bei 8,8 Prozent (Stand Juni 2017), in K&ouml;ln bei 8,5 und in Hamburg bei 6,7 Prozent. Auch in N&uuml;rnberg sind 4,9 Prozent der B&uuml;rger arbeitslos gemeldet. Im l&auml;ndlichen Kreis Wei&szlig;enburg-Gunzenhausen gibt es dagegen nur 2,8 Prozent Arbeitslose und damit per Definition &ldquo;Vollbesch&auml;ftigung&rdquo;. Wohnraummangel in Gro&szlig;st&auml;dten ist oft hausgemacht &ndash; Stichwort &ldquo;Gentrifizierung&rdquo; (vereinfacht: Luxussanierung von Wohnraum). Wer mit offenen Augen durch die Metropolen geht, stellt fest, dass immer mehr H&auml;user zu hohem Wohnstandard modernisiert werden. Parallel steigen die Mieten exorbitant. Es ist davon auszugehen, dass gerade diese Baut&auml;tigkeit ma&szlig;geblich zum Wohnraummangel in den St&auml;dten beitr&auml;gt. Die Leute, die dort arbeiten, werden vertrieben, weil sie sich die Wohnung einfach nicht mehr leisten k&ouml;nnen. Stattdessen entstehen Zweitwohnsitze f&uuml;r Wohlhabende, und Investoren heizen den Markt an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/region\/treuchtlingen\/dorfer-im-notwehr-modus-auch-in-treuchtlingen-1.6357456\">Treuchtlinger Kurier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G. G.:<\/strong> Besser kann man die gesellschaftliche Entwicklung im Bereich von &ldquo;Wohnen und Arbeiten&rdquo; durch den irrwitzigen profitorientierten &Ouml;konomisierungs-Wahn der Gesamtgesellschaft  am Beispiel der l&auml;nglichen Bereiche unserer Republik  kaum beschreiben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zweifel an EU-Studien &ndash; Glyphosat-Gegner kritisieren Datenmanipulation<\/strong><br>\nWissenschaftler erheben schwere Vorw&uuml;rfe: Die Glyphosat-Einstufung der EU-Institutionen als &ldquo;nicht krebserregend&rdquo; sei &ldquo;in gravierender Weise falsch&rdquo;. Bei Studien sei die Datenlage &ldquo;zugunsten&rdquo; des Unkrautvernichters ver&auml;ndert worden. Es bestehe auch der Verdacht parteiischer Einflussnahme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zweifel-an-eu-studien-glyphosat-gegner-kritisieren.697.de.html?dram:article_id=390993\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>NATO-Terror in Libyen und das Massaker von Manchester: Was wusste die britische Regierung?<\/strong><br>\nDer Attent&auml;ter von Manchester war keineswegs ein Einzelt&auml;ter, sondern Teil einer als &bdquo;Manchester Boys&ldquo; bekannten Gruppe von Dschihadisten, die vom britischen MI5 unterst&uuml;tzt wurden und 2011 mit dessen Hilfe in den Krieg gegen Gaddafi nach Libyen geschickt wurden &ndash; schreibt John Pilger.<br>\nDas Unaussprechliche in Gro&szlig;britanniens Wahlkampf war Folgendes: Die Ursachenanalyse des Massakers von Manchester, in dem 22 &uuml;berwiegend junge Menschen von einem Dschihadisten ermordet wurden, wird unterdr&uuml;ckt, um die Geheimnisse der britischen Au&szlig;enpolitik zu sch&uuml;tzen.<br>\nKritische Fragen &ndash; beispielsweise, warum der Geheimdienst MI5 in Manchester terroristische &bdquo;Verm&ouml;genswerte&ldquo; aufrechterhielt und warum die Regierung die &Ouml;ffentlichkeit nicht vor der Bedrohung in ihrer Mitte warnte &ndash; bleiben unbeantwortet. Sie werden abgespeist durch das Versprechen einer internen &bdquo;&Uuml;berpr&uuml;fung&ldquo;.<br>\nDer mutma&szlig;liche Selbstmordattent&auml;ter Salman Abedi war Teil einer extremistischen Gruppe, der Libyschen Islamischen Kampfgruppe (LIFG), die in Manchester gedeihen konnte und seit mehr als 20 Jahren vom MI5 gro&szlig;gezogen und genutzt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/nato-terror-in-libyen-und-das-massaker-von-manchester-was-wusste-die-britische-regierung\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verfassungskrise in Polen &ndash; Der &ldquo;Juli-Putsch&rdquo;<\/strong><br>\nPolens Regierungspartei greift nach der Kontrolle &uuml;ber die Justiz: Sie will k&uuml;nftig Richter entlassen und deren Nachfolger selbst bestimmen. Kritiker sprechen vom Ende des Rechtsstaats &ndash; und die EU schaut dem Treiben machtlos zu.<br>\nAls die Abgeordneten von Polens Regierungspartei PiS aufstanden und zu Ovationen ansetzten, griff Michal Stasinski zum Handy und filmte die Szene. &ldquo;Heute um 16.41 Uhr, im Jahr des Herren 2017, endete in Polen die Dreiteilung der Macht&rdquo;, twitterte der Politiker der oppositionellen B&uuml;rgerplattform (PO) sp&auml;ter. Er sollte mit dieser Einsch&auml;tzung nicht allein bleiben.<br>\nDie nationalkonservative PiS-Partei hat am Mittwoch mit ihrer absoluten Mehrheit im Sejm einen weiteren Teil ihrer umstrittenen Justizreform beschlossen. Der 25-k&ouml;pfige Landesrichterrat wird zwar auch k&uuml;nftig &uuml;ber die Besetzung von Richterposten in ganz Polen entscheiden. Aber alle Mitglieder werden vom Parlament gew&auml;hlt. Bisher waren es 10 und die restlichen 15 wurden vom Standesrat der Richterschaft bestimmt. Wenn das Gesetz vom Senat abgesegnet wird &ndash; was als sicher gilt, da die PiS auch dort eine Mehrheit hat &ndash; und in Kraft tritt, soll die Amtszeit der Ratsmitglieder sofort enden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/polen-pis-partei-ergreift-kontrolle-ueber-gerichte-a-1157578.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nicht mehr allein in Afrika<\/strong><br>\nArme, schwache und kleine Staaten haben nicht viele M&ouml;glichkeiten, ihre Unabh&auml;ngigkeit zu sichern: Sie k&ouml;nnen sich abschotten und auf Autarkie setzen &ndash; oder, wenn sie sich nicht zu einseitig binden wollen, an alle gr&ouml;&szlig;eren M&auml;chte gleichzeitig verkaufen. Diesen Weg beschreitet Dschibuti, ein Armenhaus in Afrika mit gerade 850.000 Einwohnern. Das Land mag unterentwickelt und nur so gro&szlig; wie Mecklenburg-Vorpommern sein, doch es liegt strategisch g&uuml;nstig an der Meerenge Bab Al-Mandab. Jedes Schiff, das durch den Suezkanal will, kommt hier vorbei.<br>\nDas haben sich auch Frankreich, Saudi-Arabien, Japan und die USA gedacht, als sie hier ihre Milit&auml;rbasen errichteten. Und nun die Volksrepublik China, die am Donnerstag ein Kriegsschiff nach Dschibuti verlegte. Dort ist seit zwei Jahren ein kleiner Marinest&uuml;tzpunkt geplant, der die chinesische Tankerflotte, die &uuml;ber diese Route die H&auml;lfte ihrer &Ouml;limporte abwickelt, sch&uuml;tzen und UN-Blauhelmtruppen logistisch unterst&uuml;tzen soll. Der St&uuml;tzpunkt umfasst nur 0,16 Quadratkilometer (ungef&auml;hr 16 Fu&szlig;ballfelder). Selbst eng gedr&auml;ngt k&ouml;nnte man dort h&ouml;chstens einige hundert Soldaten unterbringen.<br>\nAnders sieht es bei den zuk&uuml;nftigen amerikanischen Nachbarn in ihrem &raquo;Camp Lemonnier&laquo; (zwei Quadratkilometer Fl&auml;che) aus. Die US-Streitkr&auml;fte haben dort 4.000 Mann, ein Drohnengeschwader und &raquo;Antiterrorkommando&laquo; sowie diverse Spezialkr&auml;fte stationiert. Im Gegensatz zu den Chinesen f&uuml;hren die Amerikaner schlie&szlig;lich in etlichen Nachbarl&auml;ndern Krieg.<br>\nTrotzdem ist es die Volksrepublik, die mit ihrem allerersten ausl&auml;ndischen Marinest&uuml;tzpunkt einen &raquo;globalen F&uuml;hrungsanspruch&laquo; erheben wolle, mutma&szlig;te die Tagesschau am Mittwoch. Die Basis wird als &raquo;Zeichen f&uuml;r eine neue chinesische Milit&auml;rstrategie gewertet, die eine Abkehr vom Prinzip der Nichteinmischung bedeuten k&ouml;nnte&laquo;, so tagesschau.de. Ein solches Prinzip hat die BRD praktischerweise gar nicht, k&ouml;nnte also auch nie davon abweichen. Warum China dies aber vorhaben sollte, wird im quasistaatlichen deutschen Fernsehen nicht weiter erl&auml;utert. Es ist eben so.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/314408.nicht-mehr-allein-in-afrika.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Herrschten in Hamburg b&uuml;rgerkriegs&auml;hnliche Zust&auml;nde?<\/strong><br>\nIn seiner Kolumne &ldquo;Mensch-Maschine&rdquo; regt Sascha Lobo regelm&auml;&szlig;ig zu Diskussionen an. Auf ausgew&auml;hlte Kommentare geht er jetzt auch in einem neuen Podcast ein &ndash; hier kommt die erste Folge. Unter dem Titel &ldquo;World Wide Wut&rdquo; hat sich Sascha Lobo am Mittwoch der Frage gewidmet, zu welch emotional getriebenen Reaktionen die G20-Krawalle von Hamburg in den sozialen Netzen gef&uuml;hrt haben. Die Bilder schwarz gekleideter Gruppen, die durch Wohnstra&szlig;en marodierten und offenbar wahllos Autos anz&uuml;ndeten und Fenster einschlugen, h&auml;tten einen &ldquo;emotional getriebenen Extremismus des Einzelnen&rdquo; hervorgekehrt, schrieb er.<br>\nLobo zitiert Nutzer, die bei Facebook fordern: &ldquo;Abschlachten das Pack&rdquo;, &ldquo;zur Strafe selbst anz&uuml;nden&rdquo;, &ldquo;Erschie&szlig;en ist zu gn&auml;dig&rdquo;. Diejenigen, die nun pl&ouml;tzlich solche radikalen Vorgehensweisen bef&uuml;rworten, lokalisiert er in nicht im linken oder rechten Spektrum, sondern in der &ldquo;Mitte der Gesellschaft&rdquo;. Und er warnt, je existenzieller die Bedrohung scheint, desto wichtiger werde es, sie differenziert und fern jeder Emotion zu betrachten, zu bewerten.<br>\nMehr als 300 Leser hat dieser Text dazu angeregt, im Forum von SPIEGEL ONLINE &uuml;ber dieses Thema zu diskutieren, einen Kommentar oder ihre Meinung zu hinterlassen. In seinem neuen Debatten-Podcast reagiert Lobo auf einige ausgew&auml;hlte Leserstimmen &ndash; hier k&ouml;nnen Sie sich die erste Folge anh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/sascha-lobo-der-debatten-podcast-von-spiegel-online-a-1157780.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Google und die k&auml;uflichen Wissenschaftler<\/strong><br>\nNach einem Bericht des Wall Street Journal sollen Wissenschaftler, allen voran Rechtsprofessoren, schon mal 400.000 US-Dollar f&uuml;r einen n&uuml;tzlichen Wissenschaftsartikel erhalten<br>\nEnde Juni konnte sich der US-Konzern Google nicht zur Wehr setzen. Die EU-Kommission verh&auml;ngte wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung eine Wettbewerbsbu&szlig;e von 2,42 Milliarden gegen den Konzern, weil dessen Suchmaschine bei der Produktsuche Konkurrenten benachteilige. Wenn Google seinen Preisvergleichsdienst nach drei Monaten weiter ganz oben platziert, m&uuml;sste der Konzern bis zu 5 % des durchschnittlichen t&auml;glichen weltweiten Umsatzes seiner Muttergesellschaft Alphabet zahlen. Das w&uuml;rde dann doch weh auf die Dauer tun. Im ersten Vierteljahr 2017 machte Alphabet einen Umsatz von mehr als 24 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von fast 5,5 Milliarden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Google-und-die-kaeuflichen-Wissenschaftler-3771287.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gesch&uuml;rte Russenhysterie in Washington<\/strong><br>\nAmerikanische Politik wird zum Medienspektakel &uuml;ber angebliches oder verurteilenswertes Fremdgehen<br>\nDas Russlandfieber greift in den USA weiter um sich. Der neueste Fund ist ein Treffen von Donald Trumps &auml;ltestem Sohn mit der russischen Anw&auml;ltin Natalija Wesselnizkaja am 9. Juni 2016 im Trump Tower. Dabei waren auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, der jetzt als Chefberater im Wei&szlig;en Haus fungiert, und Trumps Ex-Wahlkampfchef Paul Manafort. Trumps Sohn war interessiert, &uuml;ber die Anw&auml;ltin an Information aus Russland &uuml;ber Hillary Clinton heranzukommen, die ihr sch&auml;dlich sein k&ouml;nnten.<br>\nAusgel&ouml;st hat die Neugier der britische Klatschjournalist und Publizist Rob Goldstone, der jetzt eine Werbeagentur betreibt und Donald Trump gemailt hatte, die angeblich &ldquo;russische Regierungsanw&auml;ltin&rdquo; habe Informationen von einem mit Putin verbundenen Generalstaatsanwalt. Die &Uuml;bermittlung einiger &ldquo;offizieller Dokumente und Informationen&rdquo; w&auml;ren ein &ldquo;Teil der Unterst&uuml;tzung Russlands und seiner Regierung f&uuml;r Mr. Trump&rdquo;. Goldstone betreute den russischen Popstar Emin Agalarov, dessen Vater Aras Agalarov mit Trump den Miss Universe-Wettbewerb 2013 nach Moskau gebracht hatte. Auf Emin wiederum berief sich Goldstone, als er Trumps Sohn kontaktierte, die Hilfe seitens Russlands sei &uuml;ber Emin und Aras zustande gekommen. Der Generalstaatsanwalt habe Aras getroffen und ihm eine Unterst&uuml;tzung von Trump angeboten.<br>\nWie auch immer, bislang gab es nirgendwo gro&szlig;e Enth&uuml;llungen &uuml;ber das, was die Anw&auml;ltin zu berichten hatte. Sie selbst sagt, sie arbeite nicht f&uuml;r die russische Regierung, was auch der Kreml-Sprecher best&auml;tigte. Sie war als Anw&auml;ltin t&auml;tig, um gegen das 2012 in Kraft getretene Magnitsky-Gesetz vorzugehen, das vor allem Personen sanktionierte, die mit dem Tod des russischen Anwalts Magnitsky im Gef&auml;ngnis zu tun hatten. Russland protestierte damals ebenfalls mit Einreiseverboten von Amerikanern, die mit der Legalisierung der Folter in Abu Ghraib und anderswo verbunden und an der Verurteilung des Waffenh&auml;ndlers Bout beteiligt waren, und verbot, dass russische Kinder von Amerikanern adoptiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Geschuerte-Russenhysterie-in-Washington-3770482.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gaby Webers Kampf um Akten<\/strong><br>\n&Uuml;ber Gaby Webers Recherchen zur &ldquo;Operation Gesch&auml;ftsfreund&rdquo; der Regierung Adenauer, bei der es um die Finanzierung der israelischen Atomwaffenproduktion durch Deutschland ging, schrieb hier vor einem Jahr:<br>\n&ldquo;Dass der Chef-Manager des Holocaust, Adolf Eichmann, nicht 1960 nach jahrelanger Fahndung des israelischen Mossad in Argentinien gekidnappt  werden mu&szlig;te, sondern sein Aufenthaltsort und sein Job bei Mercedes Benz Argentinien, den er 1951 angetreten hatte, u.a. der &ldquo;Organisation Gehlen&rdquo; (BND-Vorl&auml;ufer) und der CIA  lange bekannt waren, ist dank der langj&auml;hrigen Recherchen von Gaby Weber mittlerweile kein Geheimnis mehr (hier ihre Videodokumentation &ldquo;Desinformation &ndash; Ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber unerw&uuml;nschte Geschichte&rdquo;).   Dass bei dieser Deckung des NS-Verbrechers durch deutsche Dienste die &ldquo;Operation Gesch&auml;ftsfreund&rdquo; eine Rolle gespielt haben k&ouml;nnte &ndash; die diskrete Forderung von Staatschef Ben Gurion an Adenauer, die israelische Atomwaffenproduktion mit 2 Milliarden Mark zu f&ouml;rdern um im Gegenzug vor Enth&uuml;llungen der NS-Verstrickung seines Kanzleramtschefs Globke verschont zu bleiben &ndash; ist wahrscheinlich ein Grund daf&uuml;r, dass immer noch Teile der Eichmann,- und BND-Akten aus den 1950er Jahren geheim gehalten werden, deren komplette Freigabe Gaby Weber seit Jahren einklagt.&rdquo;<br>\nJetzt hat das Bundesverfassungsgericht dazu entschieden und die Klage wegen einer Formalie abgewiesen: statt das Bundesarchiv h&auml;tte Gaby das Kanzleramt verklagen m&uuml;ssen. Zwar ist das Bundesarchiv die f&uuml;r alte Regierungsakten zust&auml;ndige Institution,  aber es verf&uuml;gt nicht &uuml;ber alle &ldquo;Gesch&auml;ftsfreund&rdquo;-Akten, die in Parteistiftungen und den Archiven der Deutschen Bank &ldquo;privatisiert&rdquo; sind. Vor dem Verwaltungsgericht hatte Gaby Weber  geklagt, das Bundesarchiv zur Beschaffung dieser eigentlich ihm geh&ouml;renden Akten zu verpflichten &ndash; vergeblich. Da kann man nichts machen, meinten jetzt die Verfassungsrichter, die ich bisher noch immer f&uuml;r die letzte Bastion f&uuml;r Gerechtigkeit gehalten habe. Aber dieses Urteil  ist dann doch sehr merkw&uuml;rdig:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.broeckers.com\/2017\/07\/13\/gaby-webers-kampf-um-akten\/\">Matthias Broeckers<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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