{"id":39205,"date":"2017-07-17T08:44:26","date_gmt":"2017-07-17T06:44:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205"},"modified":"2017-07-17T08:44:26","modified_gmt":"2017-07-17T06:44:26","slug":"hinweise-des-tages-2916","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h01\">T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h02\">M&ouml;gliche Fake-News-Kampagne &ndash; Emirate sollen hinter Hackerangriff auf Katar stehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h03\">G20<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h04\">Offenbar weniger Polizisten bei G20-Krawallen verletzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h05\">Sahra Wagenknecht &uuml;ber staatliche Investitionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h06\">Martin Schulz mit Eiertanz zur Friedenspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h07\">R&uuml;ckkehr der deutsch-franz&ouml;sischen Allianz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h08\">Island versus Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h09\">Woher das Geld der Deutschen Bank kommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h10\">Armut ist das Letzte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h11\">Bericht zu T&ouml;tungen von Umweltsch&uuml;tzern &ndash; Einsatz mit dem Tod bezahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h12\">G20 und Afrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h13\">Interview mit Frank Pasquale: Wie Facebook und Google die digitale &Ouml;ffentlichkeit dominieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h14\">De Maizi&egrave;re fordert Fu&szlig;fesseln f&uuml;r potenzielle Krawallmacher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h15\">Schwarz-Gelb will Kennzeichnungspflicht f&uuml;r Polizei beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h16\">Tarifeinheitsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h17\">Lagerpflicht f&uuml;r alle: Bayern will Fl&uuml;chtlinge isolieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h18\">Google<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>G&uuml;lens Rolle beim T&uuml;rkei-Putsch &ndash; Imam der Armee<\/strong><br>\nDie G&uuml;len-Gemeinde pr&auml;sentiert sich im Westen als moderat-religi&ouml;se Bildungsbewegung. Etliche Indizien sprechen jedoch daf&uuml;r, dass ihre Kader die treibende Kraft hinter dem Putschversuch gegen Erdogan waren. [&hellip;]<br>\nAm Samstag j&auml;hrt sich der gescheiterte Putschversuch zum ersten Mal. Die Regierung hat dem Land eine mehrt&auml;gige Gedenkfeier verordnet. Doch nach wie vor ist umstritten, was genau am 15. Juli 2016 in der T&uuml;rkei geschehen ist.<br>\nPr&auml;sident Erdogan beschuldigt den Islamistenprediger Fethullah G&uuml;len, den Aufstand angef&uuml;hrt zu haben. G&uuml;len hingegen behauptet, der Umsturzversuch sei eine Inszenierung von Erdogan, der so seine Herrschaft ausdehnen wolle.<br>\nDie Regierung hat bislang keinen Beweis f&uuml;r eine Beteiligung G&uuml;lens am Putsch erbracht. Doch zahlreiche Indizien deuten darauf hin, dass Gefolgsleute des Predigers tats&auml;chlich die treibende Kraft hinter dem Aufstand waren. Die t&uuml;rkische Staatsanwaltschaft h&auml;lt den Theologen Adil &Ouml;ks&uuml;z dabei f&uuml;r eine Schl&uuml;sselfigur. [&hellip;]<br>\nDie Prozesse haben jenes Vakuum im Milit&auml;r geschaffen, das G&uuml;len-Kader sp&auml;ter f&uuml;llten. Nach den S&auml;uberungen sei die G&uuml;len-Gemeinde als einzige Fraktion im Milit&auml;r stark genug gewesen, es mit Erdogan aufzunehmen, sagt James Jeffrey, der ehemalige US-Botschafter in Ankara, im Magazin &ldquo;New Yorker&rdquo;. Jeffrey hat keinen Zweifel daran, dass die G&uuml;len-Gemeinde den Putsch angef&uuml;hrt hat. Andere Gruppen, Kemalisten, Ultranationalisten, h&auml;tten sich wom&ouml;glich angeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/tuerkei-fethullah-guelen-und-seine-rolle-beim-putsch-versuch-imam-der-armee-a-1157974.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Bis dato hatte auch SPIEGEL Online die M&ouml;glichkeit, dass die G&uuml;len-Bewegung hinter dem Milit&auml;rputsch stehen k&ouml;nnte, stets ins Land der L&uuml;gen und Verschw&ouml;rungstheorien verbannt. Und nun wird &bdquo;klammheimlich&ldquo; die 180&deg;-Wende vollzogen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknecht &uuml;ber aktuelle T&uuml;rkei<\/strong><br>\nEs ist heute genau ein Jahr her, dass Erdogan einen von ihm niedergeschlagenen Putschversuch vom Vorabend in der T&uuml;rkei als &sbquo;Geschenk Gottes&lsquo; bezeichnete. Sieht man sich an, was seitdem passiert ist, dann ist dieser Ausspruch aus seiner Perspektive leicht verst&auml;ndlich. Schlie&szlig;lich hat Erdogan den Putschversuch genutzt, um mit einem sorgf&auml;ltig vorbereiteten Staatsstreich von oben zu antworten &ndash; und die T&uuml;rkei Schritt f&uuml;r Schritt immer weiter in einen islamistischen Unterdr&uuml;ckungsstaat zu f&uuml;hren. Ich finde: Ein Jahr &ndash; und Tausende von Verhaftungen und uns&auml;gliche Provokationen &ndash; sp&auml;ter m&uuml;sste endlich auch Merkel und Gabriel klar sein, dass Erdogan nicht l&auml;nger als ihr Premium-Partner hofiert werden darf. Meine Forderungen an eine andere T&uuml;rkei-Politik der Bundesregierung: Nein zu Waffenexporten, R&uuml;ckzug aller Soldaten, Stopp von EU-Vorbeitrittshilfen und die Zerschlagung des Erdogan-Netzwerks in unserem Land!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/1788296081187781%20\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Erdogan und die AKP auf gef&auml;hrlichem Kurs<\/strong><br>\nAm 15. Juli 2016 putschten Teile des t&uuml;rkischen Milit&auml;rs, seitdem gilt im Land der Ausnahmezustand. Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan hat mit seiner AKP ein diktatorisches Regime durchgesetzt und sich dabei gebetsm&uuml;hlenartig auf den Kampf gegen die Bewegung des islamischen Predigers Fethullah G&uuml;len bezogen, der hinter dem Coup stecken soll.<br>\nAm 16. April 2017 hat die T&uuml;rkei abgestimmt und Erdogans Verfassungsreferendum mit 51,4% der Stimmen angenommen. Die neue Verfassung fand bei Auslandt&uuml;rkInnen mehr Gefallen als bei Inlandt&uuml;rkInnen. Erdogan erh&auml;lt voraussichtlich offiziell im November 2019 die Exekutivgewalt.<br>\nDer nationale Notstand wurde bereits zum dritten Mal verl&auml;ngert. Der Pr&auml;sident kann also weiterhin per Notstandsdekret regieren. Ende Mai 2017 wurde er nach entsprechender Verfassungs&auml;nderung wieder zum Vorsitzenden der Regierungspartei AKP gew&auml;hlt. Die Regierung treibt mit Hochdruck den Umbau des politischen Systems voran.<br>\nTrotz der Repression setzt die t&uuml;rkische Opposition Kr&auml;fte frei. Parteien und Gruppen schlie&szlig;en sich zusammen. Je aggressiver und rigider die Regierung wird, desto entschlossener treten die KritikerInnen auf. Der &raquo;Marsch f&uuml;r Gerechtigkeit&laquo;, f&uuml;r den Oppositionschef Kemal K&#305;l&#305;&ccedil;daro&#287;lu zu Fu&szlig; von Ankara nach Istanbul gegangen ist und Millionen mobilisiert hat, ist nur das herausragende Beispiel. (&hellip;)<br>\nEin Jahr nach dem Putsch und der Errichtung einer Diktatur ist es &uuml;berf&auml;llig, dass Europa sich auf eine T&uuml;rkei-Strategie verst&auml;ndigt. Es ist an der Zeit, deutlich zu machen, dass selbst eine Assoziation mit der gegenw&auml;rtigen T&uuml;rkei keine politische Grundlage hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/erdogan-und-die-akp-auf-gefaehrlichem-kurs\/\">Sozialismus Aktuell<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>M&ouml;gliche Fake-News-Kampagne &ndash; Emirate sollen hinter Hackerangriff auf Katar stehen<\/strong><br>\nEin Hackerangriff soll die Krise in der Golfregion ausgel&ouml;st haben. Doch auch Wochen sp&auml;ter ist unklar, wer dahintersteckt. Laut &ldquo;Washington Post&rdquo; deutet einiges auf die Vereinigten Arabischen Emirate hin.<br>\nKnapp eineinhalb Monate ist es her, da kappten mehrere arabische Staaten ihre Verbindungen zu Katar und verh&auml;ngten eine Blockade. Das Land unterst&uuml;tze Terrorgruppen, begr&uuml;ndeten sie ihre Entscheidung &ndash; und beriefen sich auch auf eine iranfreundliche &Auml;u&szlig;erung der katarischen F&uuml;hrung. [&hellip;]<br>\nAnfang Juni hatte der Sender CNN bereits berichtet, russische Hacker h&auml;tten m&ouml;glicherweise die staatliche Nachrichtenagentur von Katar gehackt und mit einer Falschmeldung zur diplomatischen Krise unter den Golfstaaten beigetragen. Das Ziel Russlands sei es offensichtlich, einen Keil zwischen die USA und ihre Verb&uuml;ndeten zu treiben. In Katar befindet sich der gr&ouml;&szlig;te US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt der Region. Auf der Luftwaffenbasis al-Udeid sind mehr als 10.000 US-Soldaten stationiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/katar-krise-vereinigte-arabische-emirate-sollen-hinter-hackerangriff-auf-katar-stecken-a-1158236.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das Ger&uuml;cht, russische Hacker k&ouml;nnten hinter der Kampagne stecken, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/katar-fbi-vermutet-russische-hacker-hinter-krise-a-1150946.html\">stammte &uuml;brigens vom FBI<\/a> &ndash; Honi soit qui mal y pense<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>G20<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gipfel des Versagens<\/strong><br>\nPartizipation war bei dem Gipfel ein Fremdwort. Ein Stadtteil wurde zum Teil verw&uuml;stet. Die Steuerzahler bezahlen wohl deutlich mehr als 130 Millionen Euro f&uuml;r diesen Gipfel.<br>\nUnd das alles f&uuml;r ein Abschlusspapier, das uns nicht weiterbringt, sondern die Ungerechtigkeiten und den Klimawandel manifestiert. Daf&uuml;r braucht man keine Konferenz. Am Ende ist es sogar so, dass fast alle nur &uuml;ber die bekloppten Chaoten und Randalierer sprechen, aber das eigentliche Thema auf der Strecke bleibt. Der Kolumnist Georg Diez hat es auf den Punkt gebracht: &bdquo;Es scheint, als seien fast alle zufrieden, dass sie &uuml;ber Gewalt streiten d&uuml;rfen, dann m&uuml;ssen sie nicht &uuml;ber Gerechtigkeit reden.&ldquo;<br>\nDabei brauchen wir L&ouml;sungen f&uuml;r den Kampf gegen Armut, gegen die soziale Ungleichheit, gegen weitere Aufr&uuml;stung und gegen den Klimawandel. Es war allerdings klar, dass es die nicht bei Gipfeltreffen wie G7 oder G20 geben wird. Es war auch klar, dass Hamburg sicher kein idealer Ort ist. Schon lange sind diese Treffen zu Showveranstaltungen verkommen, wo einige Machthaber nur ihre Muskeln spielen lassen und sich die anderen Regierungschefs mit reinen Lippenbekenntnisse betont zufrieden geben.<br>\nInternationale Verhandlungen geh&ouml;ren in die UN und m&uuml;ssen in einem anderen Rahmen debattiert werden. Warum nehmen bei solchen Events, bei denen es ja auch um Armutsbek&auml;mpfung geht, nur so wenige Vertreter von afrikanischen L&auml;ndern oder Experten zum diesem Themen teil? Wo war in Hamburg das Zeichen, den Klimawandel zu begrenzen? Dass hier keine Fortschritte erzielt wurde, liegt nicht nur an Trump. Denn wo war die deutsche Initiative, hier gemeinsam mit allen anderen ein Zeichen zu setzen? Warum wird stattdessen ausgerechnet der undemokratische, unsozial gestaltete Freihandel &agrave; la TTIP wieder aus der Mottenkiste geholt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/marcob\/gipfel-des-versagens\">Marco B&uuml;low in der Freitag<\/a><\/li>\n<p><strong>Internes Polizeipapier bringt Scholz in Bedr&auml;ngnis<\/strong><br>\nEin internes Polizeidokument bringt Hamburgs Ersten B&uuml;rgermeister Olaf Scholz (SPD) in Bedr&auml;ngnis. Wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hatte w&auml;hrend der G20-Tage der Schutz des Gipfels und seiner Teilnehmer offenbar doch Vorrang gegen&uuml;ber dem Schutz der Stadt. &ldquo;Der Schutz und die Sicherheit der G&auml;ste haben h&ouml;chste Priorit&auml;t&rdquo;, hei&szlig;t es im &ldquo;Rahmenbefehl&rdquo; der Besonderen Aufbauorganisation &ldquo;Michel&rdquo; zum Polizeieinsatz rund um den Gipfel in Hamburg, der am vergangenen Wochenende begleitet von massiven Ausschreitungen stattfand. (&hellip;)<br>\nDas Dokument hat 40 Seiten, ist als &ldquo;Verschlusssache &ndash; Nur f&uuml;r den Dienstgebrauch&rdquo; eingestuft und auf den 9. Juni datiert. Scholz hatte wiederholt und teilweise vehement zur&uuml;ckgewiesen, dass der Schutz des Gipfels oder seiner Teilnehmer vorrangig gewesen sei.<br>\nVom SPIEGEL mit dem Inhalt des Papiers konfrontiert, wies Scholz eine solche Priorit&auml;tensetzung erneut zur&uuml;ck. &ldquo;Es ging niemals darum, dem Schutz der Gipfelteilnehmer eine gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung beizumessen als dem Schutz der Bev&ouml;lkerung&rdquo;, sagte der Sprecher des B&uuml;rgermeisters dem SPIEGEL. Der Widerspruch sei konstruiert, im &Uuml;brigen sei der Rahmenbefehl dem B&uuml;rgermeister nicht bekannt.<br>\nDer Hamburger Polizeipr&auml;sident Ralf Martin Meyer weist den Vorwurf zur&uuml;ck, die Polizei habe vorrangig die Gipfelg&auml;ste und nachrangig die Bewohner gesch&uuml;tzt. &ldquo;Das halte ich f&uuml;r eine unzul&auml;ssige Zuspitzung&rdquo;, sagt er. &ldquo;Nat&uuml;rlich hatte die Sicherheit der Staatsg&auml;ste zum Beispiel vor Terrorgefahr h&ouml;chste Priorit&auml;t. Das hei&szlig;t aber nicht, dass der Schutz der B&uuml;rger weniger wichtig war. F&uuml;r die Polizei ging es darum, parallel den Schutz der B&uuml;rger in gleichem Ma&szlig;e sicherzustellen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/g20-in-hamburg-internes-polizeipapier-bringt-olaf-scholz-in-bedraengnis-a-1157743.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dass der Hamburger B&uuml;rgermeister, Herr Scholz, auch hier keine gute Figur macht, d&uuml;rfte klar sein: Beispielsweise <a href=\"https:\/\/twitter.com\/tagesschau\/status\/885105358611648519\/video\/1\">entschuldigt er sich<\/a>, gesteht aber in seiner Regierungserkl&auml;rung <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Scholz-bittet-um-Entschuldigung-fuer-G20-Chaos,gipfeltreffen584.html\">keine eigenen Fehler ein<\/a>.<\/em><br>\n<em>Es sollte jedoch auch nicht vergessen werden, wer &uuml;ber Hamburg als Veranstaltungsort des G20-Gipfels zu entscheiden hatte: Das war &bdquo;Mutti Merkel&ldquo;. Offenbar hat sie &ndash; wenn nicht b&ouml;swillige Absichten unterstellt werden sollen &ndash; auch die Erfahrungen bzw. Kenntnisse aus anderen Gipfel-Treffen in Gro&szlig;st&auml;dten verdr&auml;ngt. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39137\">Wem n&uuml;tzt die Gewalt beim Gipfel in Hamburg? Agents Provocateur ausgeschlossen?<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<li><strong>&bdquo;Das war f&uuml;r mich wie eine Folter&ldquo;<\/strong><br>\nWie w&uuml;rden Sie die Bedingungen in der Gesa beschreiben?<br>\nMan musste nach allem fragen, man bekam nichts einfach so. Ich habe die ersten 14 Stunden nichts au&szlig;er Wasser und zwei oder drei Kn&auml;ckebrote bekommen. Auch meinen Anwalt konnte ich erst gegen Mittag sehen, obwohl die ganze Zeit auch Juristen des anwaltlichen Notdienstes vor Ort waren, die aber nicht zu den Gefangenen gelassen wurden.<br>\nWaren Sie die ganze Zeit in einer Zelle?<br>\nIch war kurz alleine in einer Sammelzelle. Die Gesa, die ja f&uuml;r 400 Leute ausgelegt war, war nur etwa zur H&auml;lfte gef&uuml;llt. In der Zelle habe ich es nicht ausgehalten. Die Situation war emotional total heftig f&uuml;r mich. Ich war ersch&ouml;pft, habe nicht geschlafen und wollte einfach nicht alleine sein. Dann haben sie mich irgendwann auf Bitten hin mit einem Italiener in eine Zelle gelassen. Der Mann wusste &uuml;berhaupt nicht, was mit ihm geschieht. Ich habe ihm dann vieles erkl&auml;rt. Die Beamten haben gro&szlig;teils kein Englisch gesprochen. Deshalb lag er stundenlang ohne Decke auf dem Boden und hatte nichts zu essen bekommen.<br>\nSie haben gesagt, die Zust&auml;nde seien nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Woran machen Sie das fest?<br>\nEs gab keine Fenster in den Zellen. Es gab keine Matratze. Auf Nachfrage hat man eine Wolldecke bekommen. Es war stickig. Die Klimaanlage hat von au&szlig;en gegen die verschlossene T&uuml;r der Zelle geblasen. Zudem wurde man jede Stunden von den Polizeibeamten geweckt. Das war f&uuml;r mich wie eine Folter. Ich habe 24 Stunden nicht geschlafen, jede Stunde haben die laut gegen die T&uuml;r geklopft und man musste den Arm heben.<br>\nWarum?<br>\nIch habe mich im Nachhinein informiert, es bestand angeblich Suizidgefahr.<br>\nWie sind Sie wieder rausgekommen?<br>\nKnapp 24 Stunden nach meiner Ankunft wurde ich dem Richter vorgef&uuml;hrt. Man hat von einer weiteren Ingewahrsamnahme abgesehen. Ich musste dann noch warten, bis mir meine beschlagnahmten Sachen wiedergegeben wurden.<br>\nVer&auml;ndert diese Erfahrung Ihren Blick auf den Staat?<br>\nJa, sehr. Ich war total ersch&ouml;pft und ich wusste nicht, was mit mir geschieht. Ich bin berufst&auml;tig und habe die ganze Zeit daran gedacht, dass ich am Montag arbeiten muss. Ich war der Staatsgewalt ausgesetzt. Das wird mich noch lange besch&auml;ftigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Behandlung-von-Festgenommenen-bei-G20\/!5426782\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Drei Tage Chaos in Hamburg<\/strong><br>\nVom Vorabend des G20-Gipfels bis zu seinem Ende musste Hamburg drei schwere Tage durchstehen: immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei, heftige Krawalle, Autos gehen in Flammen auf, &uuml;ber mehrere Stunden verliert die Polizei die Kontrolle &uuml;ber einen Stadtteil, das Schanzenviertel.<br>\nWie konnte es dazu kommen? Wer sind die T&auml;ter? Und wer tr&auml;gt die Verantwortung? Es sind noch viele Fragen offen. Reporter von NDR und &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; (SZ) konnten nun Notizen von Polizisten einsehen und haben mit Anwohnern, weiteren Augenzeugen und mutma&szlig;lichen Randalierern gesprochen. So wird klarer, was sich tats&auml;chlich in diesen Tagen in Hamburg ereignet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/krawalle164_page-1.html%20\">NDR.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der in Hamburg\/Schanzenviertel lebende Egbert Scheunemann schreibt dazu u.a. in einem seiner newsletter:<\/em><br>\n<em>&bdquo;inzwischen findet sich eine &ndash; meines Erachten &ndash; sehr gute Kurzreportage (Text und Videos) von NDR-Redakteuren, die ich teilweise kenne, einen davon treffe ich sehr oft im Schanzenviertel. Die Leute wissen also, wor&uuml;ber sie schreiben. Den Text (&uuml;ber zwei Webseiten) hat man in zehn Minuten gelesen, die beiden Videos, die dort angelickt werden k&ouml;nnen, sollte man sich unbedingt ansehen (18 und 20 Min. lang). Ich kann vieles von dem, was zu lesen, sehen und h&ouml;ren ist, best&auml;tigen, weil ich es selbst (aus anderer Perspektive) gesehen und geh&ouml;rt habe. Es sind auch einige Videosequenzen zu sehen, auf die ich mich in meinem Artikel (siehe in meiner Mail unten den Link) bezogen habe&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Seinen eigenen Text zu den Ereignissen k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.egbert-scheunemann.de\/G20-Hamburg-Pseudolinke-und-kollektiver-Wahn-Scheunemann.pdf\">hier<\/a> nachlesen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Offenbar weniger Polizisten bei G20-Krawallen verletzt<\/strong><br>\nDie Zahl der bei den Krawallen w&auml;hrend des G20-Gipfels in Hamburg verletzten Polizisten ist laut mehreren Medienberichten deutlich niedriger als bislang angenommen.<br>\nDie Zahl der bei den Krawallen w&auml;hrend des G20-Gipfels verletzten Polizisten ist laut mehreren Medienberichten deutlich niedriger als bislang angenommen. Die Berichte in den Samstagsausgaben mehrerer Zeitungen gehen auf Recherchen des Internet-Dienstes &bdquo;BuzzFeed News&ldquo; zur&uuml;ck. Demnach wurden in der sogenannten hei&szlig;en Einsatzphase vom 6. bis 9. Juli 231 Polizisten verletzt, hie&szlig; es unter Berufung auf Ergebnisse einer Umfrage unter den 16 Landespolizeibeh&ouml;rden sowie der Bundespolizei.<br>\nDie bislang von den Beh&ouml;rden genannte Zahl von 476 Polizisten bezieht sich demnach auf die gesamte Einsatzphase vom 22. Juni bis zum 10. Juli. Davon seien 21 Beamte so erheblich verletzt worden, dass sie am n&auml;chsten Tag noch nicht wieder diensttauglich waren. Insgesamt zwei Beamte seien schwer verletzt worden, beide geh&ouml;ren demnach der Bundespolizei an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/ausschreitungen-in-hamburg-offenbar-weniger-polizisten-bei-g20-krawallen-verletzt-a-1314497\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht &uuml;ber staatliche Investitionen<\/strong><br>\nMartin Schulz ist f&uuml;r eine Investitionspflicht des Staates. Damit will er erreichen, dass mehr Geld f&uuml;r Bildung, Pflege, Gesundheit und Infrastruktur ausgegeben wird. Richtig so, das finde ich gut. Der Haken an der Sache: die Investitionspflicht soll nur dann greifen, wenn es im Bundeshaushalt finanzielle Spielr&auml;ume gibt. Doch genau da duckt die SPD sich weg. Sie selbst hat durch &uuml;ppige Steuersenkungen f&uuml;r die Oberschicht in den letzten 15 Jahren dazu beigetragen, dass die Spielr&auml;ume geringer wurden. Wir Linken wollen das &auml;ndern. Unsere Forderung: 180 Milliarden Euro mehr im Jahr durch gerechte Steuern!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/photos\/a.220243721326366.71218.206307219386683\/1786046598079396\/?type=3&amp;theater\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den 10-Punkte-Plan von Herrn Schulz und seiner SPD k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/martinschulz.de\/zukunftsplan\/\">hier<\/a> nachlesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Martin Schulz mit Eiertanz zur Friedenspolitik<\/strong><br>\nEin bisschen Prominenz aus Politik und Gesellschaft, ein gro&szlig;es Medienaufgebot und ein paar Dutzend handverlesene SPD-Mitglieder. Das diente am Sonntag im Willy-Brandt-Haus in Berlin als Staffage f&uuml;r die gro&szlig; angek&uuml;ndigte Grundsatzrede des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, die vor allem die Schwerpunkte seines k&uuml;nftigen Handels als Bundeskanzler skizzieren sollte, der er nach der Bundestagswahl im September werden will. Von Aufbruchstimmung oder gar Euphorie wie bei fr&uuml;heren Auftritten war allerdings nichts zu sp&uuml;ren. Statt &raquo;Martin, Martin&laquo;-Rufen gab es eher verhaltenen Beifall. Der Schock &uuml;ber die stetig gesunkenen Umfrage- und Popularit&auml;tswerte f&uuml;r die Partei und ihren Kandidaten sitzt offensichtlich tief.<br>\nAuch das Zehn-Punkte-Aktionsprogramm mit dem Titel &raquo;Das moderne Deutschland. Zukunft Gerechtigkeit Europa&laquo; und die knapp einst&uuml;ndige Rede von Schulz trugen nur begrenzt zur Stimmungsaufhellung bei. Auff&auml;llig ist, dass das von Schulz zu Beginn seiner Kampagne in den Mittelpunkt gestellte Thema soziale Gerechtigkeit kaum noch eine Rolle spielt. Zur drohenden Altersarmut von Millionen Menschen findet sich in dem Papier nur ein d&uuml;rrer Nebensatz &uuml;ber eine nicht n&auml;her beschriebene &raquo;Solidarrente&laquo;, zur Wohnungsnot lediglich die Ank&uuml;ndigung, junge Familien beim Erwerb oder Bau einer Eigentumsimmobilie zu unterst&uuml;tzen. Die Anzahl prek&auml;rer Arbeitsverh&auml;ltnisse will man &raquo;deutlich verringern&laquo;, diesem Ziel soll ein &raquo;Pakt f&uuml;r anst&auml;ndige L&ouml;hne und gute Arbeitsbedingungen&laquo; dienen. Er, so Schulz, wolle daf&uuml;r sorgen, &raquo;dass in Deutschland alle Menschen so leben k&ouml;nnen, wie sie wollen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1057573.martin-schulz-mit-eiertanz-zur-friedenspolitik.html%20\">neues deutschland<\/a>\n<p><strong>Dazu: Zwischen SPD-Parteitag und Bundestagswahl: &ldquo;K&auml;mpfen, k&auml;mpfen, k&auml;mpfen&rdquo; ist zu wenig<\/strong><br>\nDie Partei und ihr Kanzlerkandidat scheuen sich, eine echte Alternative anzubieten<br>\nIn zwei Monaten sind Bundestagswahlen. Die Schlacht scheint entschieden, bevor sie richtig losgeht. Doch egal, wer gewinnt: Nach derzeitigem Stand wird sich in Deutschland nichts Wesentliches &auml;ndern. Zu halbherzig sind CDU\/CSU und SPD bei den wichtigsten Fragen f&uuml;r die Zukunft.<br>\nDie Kanzlerin dominiert die Schlagzeilen, ohne dass sie Bedeutsames tut. Es gen&uuml;gt, dass sie allgegenw&auml;rtig ist und den Gro&szlig;en dieser Welt wahlweise die Hand oder die Wange zur Begr&uuml;&szlig;ung hinh&auml;lt. Zwischendurch faltet sie ihre H&auml;nde zur &ldquo;Raute&rdquo;, dem einpr&auml;gsamsten Markenzeichen ihrer Kanzlerschaft. Ungeachtet dieser wenig inspirierenden Performance scharwenzeln die Programmverantwortlichen in den TV-Anstalten um Merkel herum, als k&auml;me sie von einem anderen Stern. Es macht fassungslos, wie viel journalistische Aufmerksamkeit die verschwurbelten und inhaltsarmen Statements der Amtsinhaberin finden.<br>\nDemgegen&uuml;ber fristet ihr Herausforderer auf den TV-Bildschirmen und den Titelseiten der Printmedien ein Schattendasein. Der Schulz-Hype vom Jahresbeginn ist zusammengefallen wie ein Quarksouffl&eacute;. Martin Schulz wirkt nicht wirklich kampfentschlossen. Manchmal scheint es, als h&auml;tte er sich schon damit abgefunden, nur auf Platz und nicht auf Sieg zu spielen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Zwischen-SPD-Parteitag-und-Bundestagswahl-Kaempfen-kaempfen-kaempfen-ist-zu-wenig-3772417.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>R&uuml;ckkehr der deutsch-franz&ouml;sischen Allianz<\/strong><br>\nEuropa steuert auf eine neue, gef&auml;hrliche Phase seiner nunmehr permanenten Krise zu. Der Wahlerfolg Emmanuel Macrons signalisiert eine beunruhigende Erneuerung der deutsch-franz&ouml;sischen Allianz. (&hellip;)<br>\nDie sogenannte deutsch-franz&ouml;sische Allianz war der zentrale Akteur hinter allen wichtigen Phasen der europ&auml;ischen politisch-&ouml;konomischen Integration: angefangen bei der Europ&auml;ischen Gemeinschaft f&uuml;r Kohle und Stahl (EGKS, 1951), &uuml;ber die Einheitliche Europ&auml;ische Akte (EEA, 1986), den Vertrag von Maastricht (1992) bis hin zum Europ&auml;ischen Fiskalpakt (2012). Macron selbst erkl&auml;rte w&auml;hrend seines ersten Treffens mit der Europ&auml;ischen Kommission:<br>\n&bdquo;Es gibt keine bedeutenden europ&auml;ischen L&ouml;sungen, wenn sie nicht f&uuml;r Frankreich und Deutschland von Bedeutung sind.&ldquo;<br>\nDie Wahl des neuen franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten hat nun den Weg f&uuml;r die n&auml;chste Phase der europ&auml;ischen &bdquo;Top-Down&ldquo;-Integration geebnet: Die Etablierung einer sogenannten &bdquo;Fiskalunion&ldquo; mit &bdquo;Eurobudget&ldquo; und einem &bdquo;Europ&auml;ischen Finanzminister&ldquo;. Die notwendigen Schritte f&uuml;r die Umsetzung dieser Pl&auml;ne wurden schon lange von der Achse Berlin-Frankfurt-Br&uuml;ssel gefordert. Bis vor Kurzem fehlte daf&uuml;r jedoch noch die notwendige Unterst&uuml;tzung durch Frankreich. Wie es scheint, hat sich das nun ge&auml;ndert.<br>\nDoch man sollte sich keine Illusionen machen. Die Fiskalunion der neuen deutsch-franz&ouml;sischen Allianz gleicht keinesfalls jenem Modell, das mit all seinen M&auml;ngeln &ndash; speziell der Frage der politischen Umsetzbarkeit &ndash; von progressiven F&ouml;deralisten gefordert wird. Denn auf f&ouml;deraler Ebene sind keine wirklichen fiskalischen Kompetenzen f&uuml;r diese neue supranationale Beh&ouml;rde vorgesehen (&hellip;)<br>\nEin weiterer Vorschlag, der in die gleiche Richtung geht, ist der deutsche Plan, die Finanzierung von Haushaltsdefiziten der L&auml;nder der EWU durch ihre Banken zu erschweren. [2] Offen wird erkl&auml;rt, dass es darum geht, &bdquo;die Verbindung zwischen Banken und Regierungen zu trennen&ldquo; und &bdquo;langfristige Schulden tragf&auml;hig zu halten&ldquo;. Konkret sollen diesen Zielen die folgenden Ma&szlig;nahmen dienen:<br>\n1.Die Aufhebung der Ausnahmeregelung f&uuml;r die Risikogewichtung von Staatsforderungen. Was letztendlich hei&szlig;t, dass Staatsanleihen f&uuml;r Banken nicht l&auml;nger als risikofreie Anlage qualifizieren und damit je nach ihrem Rating entsprechend der Eigenkapitalerfordernisse nach Basel III mit Eigenkapital unterlegt werden m&uuml;ssen.<br>\n2.Die Festlegung einer allgemeinen H&ouml;chstgrenze von Staatsanleihen auf den Bilanzen der Banken.<br>\n3.Einf&uuml;hrung eines automatischen &bdquo;Staatsinsolvenz-Mechanismus&ldquo;, der die &bdquo;Bail-In&ldquo;-Regelung, die urspr&uuml;nglich von der Bankenunion f&uuml;r Banken eingef&uuml;hrt wurde, auf Staaten ausdehnt. Das bedeutet, dass ein Staat, wenn er finanzielle Unterst&uuml;tzung vom ESM (Europ&auml;ischer Stabilit&auml;tsmechanismus) aus welchem Grund auch immer ben&ouml;tigt, seine Staatsanleihenlaufzeit verl&auml;ngern (wodurch der Marktwert dieser Anleihen bei hohen Verlusten f&uuml;r alle Anleihegl&auml;ubiger sinkt) und, falls notwendig, einen nominalen &bdquo;Schuldenschnitt&ldquo; auf Kosten privater Gl&auml;ubiger verh&auml;ngen muss.<br>\nPeter Bofinger, der sich als einziges Mitglied des deutschen Sachverst&auml;ndigenrats gegen diesen &bdquo;Bail-In&ldquo;-Plan ausspricht, warnte davor, dass diese Art von Regulierung h&ouml;chstwahrscheinlich zu einer Staatsschuldenkrise wie im Jahr 2012 f&uuml;hren wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/07\/rueckkehr-der-deutsch-franzoesischen-allianz\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Island versus Griechenland<\/strong><br>\nIn den Schweizer Zeit-Fragen erschien ein lesenswerter Artikel &ldquo;Island in der Hochkonjunktur &ndash; in Griechenland ein Trauerspiel&rdquo; . Ohne dies inhaltlich zu wiederholen, hier einige Charts die eine starke Aussagekraft haben, welche die Aussagen im Schweizer Artikel untermauern. Eine Krise, zwei Wege in Folge und diametral entgegengesetzte wirtschaftliche und damit gesellschaftliche Ergebnisse.<br>\nW&auml;hrend man in Griechenland die Gl&auml;ubiger rettete und das griechische Volk und deren Volkswirtschaft ruinierte, zog sich die isl&auml;ndische Demokratie aus dem Sumpf, lie&szlig; die Gl&auml;ubiger darin und brachte seine Volkswirtschaft aus dem Tal. Faszinierende Daten:<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170717-hwt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170717-hwt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nDie Entwicklung des nominalen BIPs von 2008 bis 2016 (als Index 2008=100) in Island (blau) und in Griechenland (rot). W&auml;hrend es in Island um +56,1% seit 2008 aufw&auml;rts ging, zeigt sich in Griechenland ein Einbruch der Wirtschaftsaktivit&auml;t von -27,3%!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.querschuesse.de\/island-versus-griechenland\/\">Quersch&uuml;sse<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Woher das Geld der Deutschen Bank kommt<\/strong><br>\nEin chinesischer Konzern und der Ex-Regierungschef von Katar haben als Aktion&auml;re gro&szlig;en Einfluss auf das Geldhaus. Das ist der Europ&auml;ischen Bankenaufsicht nicht geheuer: Sie erw&auml;gt ein Inhaberkontrollverfahren. Das w&auml;re politisch heikel.<br>\nBei der Deutschen Bank herrscht eine neue Ordnung und die gef&auml;llt nicht allen. Seit Mai dominieren zwei einflussreiche Gro&szlig;aktion&auml;re die Geschicke des gr&ouml;&szlig;ten Geldhauses Deutschlands. Zuvor war dessen Eigent&uuml;merkreis jahrzehntelang stark zersplittert.<br>\nIm Fr&uuml;hjahr erh&ouml;hte der chinesische Mischkonzern HNA seinen Anteil an der Bank auf 9,9 Prozent. Einen &auml;hnlich hohen Anteil halten &ndash; bereits l&auml;nger &ndash; zwei Scheichs aus der Herrscherfamilie von Katar. Das Kapital der Aktion&auml;re war f&uuml;r die Deutsche Bank &uuml;berlebenswichtig, allerdings kommt es ausgerechnet aus L&auml;ndern, in denen Demokratie nach westlichem Standard ein Fremdwort ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsche-bank-woher-das-geld-der-deutschen-bank-kommt-1.3589845\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Armut ist das Letzte<\/strong><br>\nIm April hatte das Kabinett mit anderthalbj&auml;hriger Versp&auml;tung Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung verabschiedet. Grund f&uuml;r die gro&szlig;e Termin&uuml;berschreitung waren Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Gro&szlig;en Koalition. Man stritt &uuml;ber das Verh&auml;ltnis von Armut, Reichtum und Demokratie. Kanzleramt und das Finanzministerium, beide CDU-gef&uuml;hrt, verbaten sich die Feststellung, dass ein sehr Reicher im Zeitalter des organisierten Lobbyismus auch politisch einflussreicher als ein &bdquo;Normalb&uuml;rger&ldquo; ist. Daher wollten die CDU-Ministerien auch nicht ausf&uuml;hrlich dargestellt wissen, dass sich Arme immer weniger an Wahlen beteiligen &ndash; und man deshalb von einer Krise der politischen Repr&auml;sentation sprechen kann. Selbst der Hinweis, dass extreme soziale Ungleichheit das Wirtschaftswachstum und damit den Wohlstand einer Gesellschaft beeintr&auml;chtigt, wurde im Rahmen der ersten Ressortabstimmung aus dem Ursprungsentwurf des Arbeits- und Sozialministeriums unter Leitung von Andrea Nahles (SPD) gestrichen.<br>\nDurch den nahenden Bundestagswahlkampf gewann das Ringen der beteiligten Ressorts um ihnen genehme Formulierungen erheblich an Brisanz. So dauerte es denn auch noch einmal mehr als zweieinhalb Monate, bis sich die Union nach massivem Dr&auml;ngen beider Oppositionsfraktionen bereitfand, den 5. Armuts- und Reichtumsbericht im Bundestag &uuml;berhaupt diskutieren zu lassen. Zun&auml;chst war die Debatte f&uuml;r den Tag vor Beginn der Sommerpause angesetzt &ndash; und das kurz vor Mitternacht. CDU und CSU (mit Ausnahme der Sozialaussch&uuml;sse) h&auml;tten am liebsten ganz auf eine Aussprache zum Regierungsbericht verzichtet &ndash; zum ersten Mal seit 2001. So peinlich waren ihnen offenbar die Ergebnisse zur Verteilungsschieflage in Deutschland und die hinter den Kulissen der Ministerialb&uuml;rokratie ausgetragenen Konflikte innerhalb der Gro&szlig;en Koalition um das 650-seitige Dokument. Dann geschah es aber doch bei Tageslicht, zwei Tage vor Beginn der Sommerpause des Parlaments &ndash; allerdings vor einem beinahe leeren Plenarsaal. Vielleicht 30 Abgeordnete verloren sich im Reichstag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/armut-ist-das-letzte%20\">Christoph Butterwegge im Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bericht zu T&ouml;tungen von Umweltsch&uuml;tzern &ndash; Einsatz mit dem Tod bezahlt<\/strong><br>\nWer das Recht auf eine intakte Umwelt verteidigt, lebt mitunter gef&auml;hrlich. 2016 kamen weltweit mindestens 200 &Ouml;ko-AktivistInnen gewaltsam ums Leben.<br>\nNur wenige bekanntere Namen schafften es in die internationalen Medien. Berta C&aacute;ceres etwa, die sich f&uuml;r die Rechte indigener V&ouml;lker und den Erhalt ihrer nat&uuml;rlichen Umwelt in Honduras einsetzte und daf&uuml;r unter anderem mit dem Goldman Environmental Prize ausgezeichnet wurde. Oder Zafar Lund, der in Pakistan ein zivilgesellschaftliches Forum aufbaute, das f&uuml;r das Recht auf Wasser k&auml;mpft. Beide wurden im vergangenen Jahr vor ihren H&auml;usern erschossen.<br>\nAber es sind noch viel mehr: Dem j&uuml;ngsten Report der Menschenrechtsorganisation Global Witness zufolge wurden 2016 weltweit mindestens 200 Umweltsch&uuml;tzerInnen ermordet, so viele wie nie zuvor. &bdquo;Und das ist nur die Spitze des Eisbergs&ldquo;, schreiben die AutorInnen. Viele Morde blieben vermutlich unbeachtet, weil sie in l&auml;ndlichen Regionen stattfinden.<br>\nDie ExpertInnen von Global Witness werteten Medienberichte und Informationen anderer Nichtregierungsorganisationen sowie der Vereinten Nationen aus und lie&szlig;en die Daten in bekannt problematischen Staaten wie Brasilien, Kolumbien, Honduras und den Philippinen zus&auml;tzlich durch Monitoring-Gruppen &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\nDie Entwicklung hin zu immer mehr t&ouml;dlicher Gewalt gegen &Ouml;ko-AktivistInnen beschr&auml;nkt sich laut dem Report nicht auf einige wenige L&auml;nder. Die AutorInnen dokumentieren F&auml;lle aus 24 Staaten, 2015 waren es noch 16 gewesen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Bericht-zu-Toetungen-von-Umweltschuetzern\/!5426930\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>G20 und Afrika<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eine vorauseilend historische Perspektive<\/strong><br>\nWer wei&szlig;, ob zeitgen&ouml;ssischen Beobachter_innen der Berliner Afrika-Konferenz im Winter 1884\/85 die Tragweite der damals in der sog. Kongoakte festgehaltenen Beschl&uuml;sse klar war. Wer hat damals schon vermutet, dass die Konferenz noch &uuml;ber hundert Jahre sp&auml;ter als zentrales Ereignis und Symbol des Kolonialismus und Imperialismus bewertet werden w&uuml;rde? Auch auf der damaligen Afrika-Konferenz wurde um den Freihandel gerungen und auch damals wurden Anspr&uuml;che der &bdquo;zivilisierten&ldquo; Staaten humanit&auml;r verbr&auml;mt, etwa wenn im Abschlussdokument die &bdquo;Hebung der sittlichen und materiellen Wohlfahrt der eingeborenen V&ouml;lkerschaften&ldquo; in Aussicht gestellt wurde.[1] Zwar wurden damals nicht, wie oft zugespitzt behauptet, die Grenzen zwischen den kolonialen Besitzt&uuml;mern mit dem Lineal gezogen, wohl aber die Regeln formuliert, unter denen entsprechende Anspr&uuml;che geltend gemacht werden konnten und sollten. Damit wurde eine Weltordnung, quasi ein V&ouml;lkerrecht kodifiziert, in dem &bdquo;nur westliche Nationen als souver&auml;ne Staaten und damit gleichsam als souver&auml;ne Mitspieler&ldquo; anerkannt wurden.[2]<br>\nObwohl sich die Kolonialm&auml;chte bei der Kontrolle der Kolonien auch damals auf lokale Herrschaftsstrukturen st&uuml;tzten und ihre Gebietsanspr&uuml;che durch Schutzvertr&auml;ge mit lokalen Potentaten begr&uuml;ndeten, liegt hierin ein entscheidender Unterschied zwischen der historischen Afrika-Konferenz und der im Juni in Berlin vorbereiteten und im Juli in Hamburg verabschiedeten G20-Afrika-Partnerschaft. Eine Unabh&auml;ngigkeit und staatliche Souver&auml;nit&auml;t wurde den lokalen Partnern damals nicht in Aussicht gestellt, w&auml;hrend deren Souver&auml;nit&auml;t heute zumindest formal unangetastet bleibt. Dieser Unterschied ist relevant, auch wenn die Formulierungen in den Abschlussdokumenten gerade vor diesem Hintergrund reichlich unverbl&uuml;mt wirken. So wird im Annex des Abschlussdokuments des Gipfels zur G20-Afrika-Partnerschaft die &bdquo;Verbesserung der makro&ouml;konomischen Rahmenbedingungen durch nachhaltigen Umgang mit &ouml;ffentlicher Verschuldung, Mobilisierung nationaler Eink&uuml;nfte durch ein investitionsfreundliches Steuersystem, B&uuml;ndelung einzelstaatlicher Steuerreformen, Begrenzung der Aush&ouml;hlung von Steuerbemessungsgrundlagen und von Gewinnverlagerungen, Gew&auml;hrleistung eines soliden &ouml;ffentlichen Investitionsmanagements und Verbesserung der Leistungen &ouml;ffentlicher Versorgungsdienste&ldquo; angek&uuml;ndigt. Unverhohlen wird dabei als Ziel ausgegeben, &bdquo;die makro&ouml;konomischen, unternehmerischen und finanziellen Rahmenbedingungen f&uuml;r private Investitionen (aus dem In- und Ausland) zu verbessern&ldquo;. Hierzu geh&ouml;rt auch der &bdquo;verbesserte Investorenschutz&ldquo; durch die &bdquo;Entwicklung von anreizkompatiblen Risikominderungsinstrumenten&ldquo;.[3]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/07\/13\/g20-und-afrika\/\">IMI<\/a><\/li>\n<li><strong>Afrika im Fadenkreuz der G20<\/strong><br>\nDie von der Bundesregierung angesto&szlig;ene &raquo;Partnerschaft mit Afrika&laquo; markiert eine neue Etappe der kapitalistischen Ausbeutung des Kontinents<br>\nIm November 1884 lud der damalige Reichskanzler Bismarck zur Afrikakonferenz nach Berlin: Die europ&auml;ischen Kolonialm&auml;chte und die USA verhandelten die Handelsfreiheit am Kongo und Niger. Das Abschlussdokument, die Kongoakte, markierte den Beginn einer neuen Etappe im Wettlauf der Kolonialm&auml;chte um die Aufteilung Afrikas.<br>\nIn diesen Tagen findet wieder eine Afrikakonferenz in Berlin statt. Diesmal treffen sich Regierungsvertreter der G20-Staaten, um &uuml;ber eine &raquo;Partnerschaft mit Afrika&laquo; zu beraten. Die Bundesregierung h&auml;lt in diesem Jahr den Vorsitz in der G20 und hat Afrika ganz oben auf ihre Agenda gesetzt. Die &raquo;Partnerschaft&laquo; mit afrikanischen Staaten soll offiziell zu Wirtschaftswachstum und Stabilit&auml;t &uuml;ber die Grenzen der G20 hinaus beitragen. Durch die Kooperation mit interessierten afrikanischen Staaten sollen die Rahmenbedingungen f&uuml;r private Investitionen und Investitionen in die Infrastruktur verbessert werden. Die Bundesregierung will damit Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung in Afrika schaffen &ndash; und so einen Beitrag zur Bek&auml;mpfung von Fluchtursachen leisten. Soweit die offizielle Darstellung. Die Ministerien &uuml;bertreffen sich gegenseitig mit Konzeptpapieren, wie Afrika geholfen werden soll. Das Finanzministerium pl&auml;diert f&uuml;r einen &raquo;Vertrag mit Afrika&laquo; (Compact with Africa), das Bundesministerium f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) hat einen &raquo;Marshallplan mit Afrika&laquo; konzipiert und das Wirtschaftsministerium eine Initiative &raquo;Pro! Afrika&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1053972.afrika-im-fadenkreuz-der-g.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Was in Hamburg fast unterging<\/strong><br>\nDie G20 Beschl&uuml;sse zu Afrika sind neo-kolonial und paternalistisch. Sie versch&auml;rfen eher die Probleme noch.Die aufgew&uuml;hlten Tage in Hamburg sind vorbei und es ist die Zeit zu fragen, was im Sieb bleibt. In den brisanten Diskussionen der G20 um eine geeinte Klimapolitik, einen Kompromiss in der Handelspolitik und verbesserte Ma&szlig;nahmen im Kampf gegen den Terror verschwand schlie&szlig;lich die Agenda der G20 f&uuml;r einen Compact with Africa (CWA) fast vollst&auml;ndig. Bezeichnend f&uuml;r das selbst-referentielle System der G20 und deren Agenden, die sich eher um Finanzen und Handel als um die gro&szlig;en Herausforderungen des afrikanischen Kontinents drehen. Mal wieder eine weitgehend verpasste Chance, die so schnell nicht wieder kommen wird. Nicht zuletzt ist dies auf das vollkommen unempathische Verhalten der USA, der EU, Japans, Indiens und letztendlich auch Chinas zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. So bleibt am Ende der Eindruck: Der Club der Reichen k&uuml;mmert sich nur randst&auml;ndig um Unterentwicklung und Integration der afrikanischen L&auml;nder in die Weltwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/was-in-hamburg-fast-unterging-2160\/\">IPG<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Interview mit Frank Pasquale: Wie Facebook und Google die digitale &Ouml;ffentlichkeit dominieren<\/strong><br>\nWir sollten weniger Angst davor haben, zentrale Plattformen der digitalen &Ouml;ffentlichkeit zu regulieren, fordert US-Rechtswissenschaftler Frank Pasquale im Gespr&auml;ch mit netzpolitik.org. Nutzer k&ouml;nnten kaum verstehen, wie die algorithmischen Black Boxes der Intermedi&auml;re ihre Wahrnehmung von der Welt pr&auml;gen.<br>\nDie Debatte darum, wie mit der Medienmacht von gro&szlig;en Intermedi&auml;ren wie Facebook oder Google umzugehen ist, hat sich mit der Verabschiedung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes noch lange nicht erledigt. Auf der Media Convention im Rahmen der re:publica hat Frank Pasquale zu diesem Thema einen vielbeachteten Vortrag unter dem Titel &bdquo;Die automatisierte &Ouml;ffentlichkeit&ldquo; gehalten. Wir haben mit ihm dar&uuml;ber gesprochen, wie algorithmische Systeme die digitale &Ouml;ffentlichkeit strukturieren und warum die Intermedi&auml;re st&auml;rker reguliert werden sollten. Pasquale ist Professor f&uuml;r &Ouml;ffentliches Recht an der University of Maryland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/interview-mit-frank-pasquale-wie-facebook-und-google-die-digitale-oeffentlichkeit-dominieren\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>De Maizi&egrave;re fordert Fu&szlig;fesseln f&uuml;r potenzielle Krawallmacher<\/strong><br>\nDe Maizi&egrave;re: Eine Konsequenz aus Hamburg kann sein, mehr Meldeauflagen zu erlassen. Die entsprechenden Befugnisse in den Polizeigesetzen k&ouml;nnen noch effektiver genutzt werden. Den Bedarf an einer Erweiterung der entsprechenden Befugnisse sollten wir pr&uuml;fen.<br>\nWoran denken Sie?<br>\nDe Maizi&egrave;re: Die Krawallmacher sollten die Demonstrationsorte gar nicht erst erreichen d&uuml;rfen. Wir sollten ihnen auferlegen, sich in bestimmten zeitlichen Abst&auml;nden bei der Polizei zu melden oder ihnen notfalls Fu&szlig;fesseln anlegen. Bei hochaggressiven sogenannten Fu&szlig;ballfans gehen wir doch auch so vor. Eine Meldeauflage ist ein relativ mildes Mittel, sehr wirksam und ihre Verletzung ist sanktionsbewehrt. Davon sollte man mehr Gebrauch machen. Gewaltt&auml;ter zu stoppen, ist Pr&auml;vention im besten Sinne. F&uuml;r sie sollten mehr Meldeauflagen ausgesprochen werden als bisher.<br>\nSie wollen einer Person das Demonstrieren verbieten, obwohl Sie nicht wissen, ob sie gewaltt&auml;tig wird?<br>\nDe Maizi&egrave;re: Es geht nicht darum, das Demonstrieren zu verbieten, sondern schwere Gewalttaten zu verhindern. Nat&uuml;rlich nur unter rechtsstaatlich einwandfreien Voraussetzungen, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass die betroffene Person eine Straftat begehen wird und die Meldeauflage zur vorbeugenden Bek&auml;mpfung der Straftat erforderlich und verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/m.morgenpost.de\/politik\/article211251735\/De-Maiziere-fordert-Fussfesseln-fuer-potenzielle-Krawallmacher.html\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das war zu erwarten: Nach den Ereignissen in Hamburg spricht der amtierende Bundesinnenminister u.a. &uuml;ber Fu&szlig;fesseln und mehr &Uuml;berwachung &ndash; also von Versch&auml;rfungen der Gesetze\/Vorschriften. Wohlgemerkt: Herr de Maizi&egrave;re fordert das f&uuml;r Personen, die lediglich im Verdacht stehen, in Zukunft eine Straftat begehen zu k&ouml;nnen. Der &bdquo;Minority Report&ldquo; l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en. Wieviele Personen sind eigentlich wegen der Vorf&auml;lle in Hamburg verurteilt worden? Wie w&auml;re es denn mal mit Anwendung der bestehenden Regeln und Strafverfolgung?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Mehr als 460 rechtsextreme Straft&auml;ter auf freiem Fu&szlig;<\/strong><br>\nIn Deutschland sind nach Angaben der Bundesregierung 462 mutma&szlig;liche Straft&auml;ter auf freiem Fu&szlig;, die wegen rechtsextrem motivierter Straftaten gesucht werden. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichteten, sind ann&auml;hernd 600 Haftbefehle gegen diese 462 mutma&szlig;lichen Rechtsextremisten nicht vollstreckt worden. Die Zahlen stammen aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion.<br>\n104 der Gesuchten werden Gewaltdelikte vorgeworfen. 98 sind seit 2015 oder noch l&auml;nger untergetaucht. Die Aufstellung ber&uuml;cksichtigt F&auml;lle bis Ende M&auml;rz dieses Jahres. Im September 2015 galten dem Bericht zufolge noch 372 rechte Straft&auml;ter als untergetaucht.<br>\nDie innenpolitische Sprecherin der Linkspartei, Ulla Jelpke, nannte die Zahlen beunruhigend. &bdquo;Das ist zumindest ein Indiz f&uuml;r einen sich etablierenden Nazi-Untergrund&ldquo;, sagte sie den Funke-Zeitungen. In der rechten Szene gebe es eine ungebrochene Bereitschaft zu Straf- und Gewalttaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2017\/06\/06\/fast-100-untergetaucht-mehr-als-460-rechtsextreme-straftaeter-auf-freiem-fuss\/\">Migazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb will Kennzeichnungspflicht f&uuml;r Polizei beenden<\/strong><br>\nIn Nordrhein-Westfalen sollen Polizisten nicht mehr auf den ersten Blick erkennbar sein. Landesinnenminister Herbert Reul k&uuml;ndigte eine entsprechende Gesetzesinitiative an, f&uuml;r die am Donnerstag im D&uuml;sseldorfer Landtag neben den Regierungsfraktionen von CDU und FDP auch die Abgeordneten der AfD gestimmt haben.<br>\nDie Kennzeichnungspflicht war erst im vergangenen Dezember von der damaligen rot-gr&uuml;nen Landesregierung beschlossen worden. SPD und Gr&uuml;ne versprachen sich von der klaren Erkennbarkeit einer individuellen Dienstnummer eine bessere Schlichtung von Streitf&auml;llen. Die verantwortlichen Polizisten sollten schneller identifiziert und so sollte f&uuml;r mehr Transparenz in der Au&szlig;enwirkung der Polizei gesorgt werden.<br>\nCDU-Minister Reul kritisiert nun genau diese Absichten als Ausdruck von Misstrauen. Polizeibeamte w&uuml;rden &ldquo;unter Generalverdacht gestellt&rdquo;, sagte er der Rheinischen Post. Die Zahl der &Uuml;bergriffe auf Polizisten sei 2016 deutlich gestiegen. &ldquo;F&uuml;r die Kennzeichnungsnummern gibt es keine Notwendigkeit und keine sachlichen Gr&uuml;nde.&rdquo; Die Polizisten br&auml;uchten R&uuml;ckhalt und keine &ldquo;Stigmatisierung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-07\/nordrhein-westfalen-polizei-kennzeichnungspflicht-abschaffung-cdu-fdp-afd\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Tarifeinheitsgesetz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Kreuz mit der Tarifeinheit &ndash; Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts<\/strong><br>\nAnalyse des Urteils des BVerfG zur Tarifeinheit<br>\nWie eine Beschw&ouml;rungsformel wirkt die Behauptung des Gerichts, das Streikrecht sei gar nicht betroffen. Die Minderheitengewerkschaft k&ouml;nne durchaus streiken. Nur der Tarifvertrag werde dann eben vielleicht &bdquo;verdr&auml;ngt&ldquo;. Man fragt sich: Von was f&uuml;r einer Arbeitswelt geht das BVerfG eigentlich aus ? Glaubt es wirklich Arbeitskonflikte und Tarifauseinandersetzungen seien eine Art Spielwiese, auf der Akteure munter an- und abtreten k&ouml;nnen ? Glaubt es wirklich, da&szlig; Besch&auml;ftigte und Gewerkschaften munter dieses Theater mitmachen werden ? Einerseits l&auml;&szlig;t man sich durch die &uuml;ble Polemik in manchen Medien beeindrucken und skizziert Schlachtengem&auml;lde, um umso wirksamer das Grundrecht einschr&auml;nken zu k&ouml;nnen, andererseits verharmlost man eines der kompliziertesten sozialen Ph&auml;nomene, den kollektiven Arbeitskonflikt.<br>\nSo gesehen ist es andererseits richtig, wenn GDL-Chef Weselsky dazu aufruft erst einmal so weiterzumachen wie bisher. Was sollen bei diesem nicht von ihnen verursachten Rechtschaos die Gewerkschaften auch sonst machen ? Aber vielleicht ist dieses Urteil auch Gelegenheit, endlich einen Schlu&szlig;strich zu ziehen unter den jahrzehntelangen Proze&szlig; der Verrechtlichung von Arbeitsbeziehungen und der Gerichtsgl&auml;ubigkeit, die den Gewerkschaften hierzulande &ndash; mehr als in jedem anderen westeurop&auml;ischen Land &ndash; eine massive faktische Einschr&auml;nkung ihres Handlungsspielraums beschert hat. Es gibt aber nat&uuml;rlich auch die Alternative, die Handlungsoptionen g a n z den Juristen zu &uuml;bertragen. Den eigenen wie denen an den Gerichten. Die Gewerkschaften haben die Wahl.<br>\nDer Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Bernd Riexinger, erkl&auml;rte, da&szlig; es mit der &ldquo;Korrektur&rdquo; des Gesetzes durch den Bundestag nicht getan sei. Es m&uuml;sse ein ganz neues Gesetz verabschiedet werden. Das erscheint durchaus konsequent. Doch sollte nicht vergessen werden, da&szlig; die urspr&uuml;ngliche Forderung der Gegner dieses Projekts lautete: Weg mit dem Gesetz zur Tarifeinheit ! Und gerade angesichts des Desasters das das BVerfG mit seiner Entscheidung zus&auml;tzlich angerichtet hat, bleibt diese Forderung richtig. Das Urteil kann und darf nicht der letzte Akt in dem Drama Tarifeinheit gewesen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.scharf-links.de\/48.0.html?&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=61499&amp;cHash=c32634b6e2\">scharf-links<\/a><\/li>\n<li><strong>Tarifautonomie als Gerechtigkeit &ndash; und warum das TEG trotzdem h&auml;tte scheitern m&uuml;ssen<\/strong><br>\nMit seiner Entscheidung zum Tarifeinheitsgesetz  hat das Bundesverfassungsgericht zugleich eine kraftvolle Wortmeldung zu den Grundlagen des Tarifrechts geliefert.  Das ist neuer Stoff zur immer wieder verhandelten tarifrechtstheoretischen Frage, was eigentlich geschieht, wenn Tarifparteien von ihrer Tarifautonomie Gebrauch machen. Wir gehen deshalb zun&auml;chst darauf ein (II). Erst auf dieser Grundlage lassen sich die Ausk&uuml;nfte des Urteils zur Frage er&ouml;rtern, was das eigent&uuml;mliche Grundrecht des Art. 9 III GG  eigentlich sch&uuml;tzt oder gew&auml;hrt (III). In einem f&uuml;r Verfassungsrechtlerinnen retardierenden Moment folgt anschlie&szlig;end eine kurze rechtspolitische Beurteilung des Tarifeinheitsgesetzes (IV). Dann folgt die W&uuml;rdigung verfassungsrechtlicher Einzelfragen (V). (&hellip;)<br>\nDie Bearbeitung des Neuregelungsauftrags w&auml;re freilich eine gute Gelegenheit, das Tarifeinheitsgesetz politisch zu kassieren. Wahrscheinlich ist das nicht. Zu bef&uuml;rchten ist eher, dass im Zuge der Neuregelung wieder diejenigen Stimmen sehr laut werden, die schon lange f&uuml;r eine Begrenzung des Streikrechts in der &bdquo;Daseinsvorsorge&ldquo; werben und dabei eine Stagnation der L&ouml;hne von Krankenpflegerinnen, Erziehern und M&uuml;llleuten geflissentlich in Kauf nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verfassungsblog.de\/tarifautonomie-als-gerechtigkeit-und-warum-das-teg-trotzdem-haette-scheitern-muessen\/\">Verfassungsblog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Lagerpflicht f&uuml;r alle: Bayern will Fl&uuml;chtlinge isolieren<\/strong><br>\nNoch bevor das &raquo;Hau ab&laquo;-Gesetz offiziell in Kraft getreten ist, m&ouml;chte Bayern die Isolation von Fl&uuml;chtlingen durch eine neue Lagerpflicht schnellstm&ouml;glich umsetzen. Nun gilt es, daf&uuml;r zu sorgen, dass andere Bundesl&auml;nder dem nicht folgen.<br>\nDas vom Bundestag beschlossene &raquo;Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht&laquo; erm&auml;chtigt die Bundesl&auml;nder, grunds&auml;tzlich alle Asylsuchenden zu verpflichten, bis zum Ende der Asylverfahren in Erstaufnahmeeinrichtungen wohnen zu bleiben. Bisher gilt das bei einer Unterbringung &uuml;ber sechs Monate hinaus nur f&uuml;r die sog. &raquo;sicheren&laquo; Herkunftsstaaten Serbien, Bosnien, Mazedonien, Montenegro, Kosovo, Albanien, Senegal, Ghana.<br>\nDoch das scheint der Schwesterpartei der CDU nicht genug: Jetzt sollen alle Asylbewerber erst einmal so lange wie m&ouml;glich fernab der Unterst&uuml;tzungsstrukturen einkaserniert werden k&ouml;nnen. Das zeigt ein Antrag der CSU zum Gesetzentwurf zur &Auml;nderung des bayerischen Aufnahmegesetzes (Bayerischer Landtag, Drucks. 17\/17214). (&hellip;)<br>\nWas nun erst rechtlich erm&ouml;glicht werden soll, macht Bayern faktisch schon lange: In sog. &raquo;Transitzentren&laquo; sind Ein- und Ausreiselager kombiniert. Um gegen die derzeitige Beschr&auml;nkung der Wohnverpflichtung in Erstaufnahmeeinrichtungen nicht zu versto&szlig;en, werden kurzerhand die Einrichtungen verschiedentlich umbenannt. So wird auch mal ein Containerlager, das zun&auml;chst eine Erstaufnahmeeinrichtung (&raquo;Ankunfts- und R&uuml;ckf&uuml;hrungseinrichtung&laquo;) war, zur &raquo;Gemeinschaftsunterkunft&laquo; umetikettiert. Die neue gesetzliche Regelung aber w&uuml;rde die Vorgehensweise noch vereinfachen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/lagerpflicht-fuer-alle-bayern-will-fluechtlinge-isolieren\/\">Pro Asyl<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Nicht g&auml;nzlich abwegig d&uuml;rfte der Eindruck sein, dass das Land Bayern bzw. die Landesregierung offenbar die fragw&uuml;rdige Praxis quasi nachtr&auml;glich rechtlich absichern m&ouml;chte. Juristisch unm&ouml;glich!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Google<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Looks Like Google Bought Favorable Research To Lobby With<\/strong><br>\nOfficially, the online search giant Google&rsquo;s mission is to &ldquo;organize the world&rsquo;s information and make it universally accessible and useful.&rdquo; According to two new reports&mdash;one from the Wall Street Journal and one from the nonprofit, nonpartisan Campaign for Accountability&rsquo;s Google Transparency Project, the company doesn&rsquo;t just organize. When Google wishes it had information that&rsquo;d maybe help further its policy and regulatory goals, it just pays academics under the table to gin it up.<br>\nThat&rsquo;s pretty evil, y&rsquo;all.<br>\nThe assertions in both&mdash;the Journal reporters had access to an early draft of the Google Transparency Project&rsquo;s report and did even more reporting&mdash;are astounding. The Journalarticle contends that Google financed hundreds of papers at anywhere from $5,000 to $400,000 a pop, even at times participating in the editing process. And the researchers they worked with often didn&rsquo;t disclose the relationship.<br>\nGuys. Guys. Do computer science departments not mention the thing about not subverting academic freedom with bribes in an attempt to influence legal and regulatory frameworks?<br>\nOh, but you&rsquo;re all like, &ldquo;come on, don&rsquo;t be so uptight! Google funds research! It&rsquo;s practically an R&amp;D institution. Machine-learning cars that search their own balloon-powered books database at gmail dot com!&rdquo;<br>\nThe Google Transparency Project says no. The papers Google funded expressly supported the business, covering &ldquo;a wide range of policy and legal issues of critical importance to Google&rsquo;s bottom line, including antitrust, privacy, net neutrality, search neutrality, patents and copyright.&rdquo;<br>\nWhen European and US regulators started looking hard at Google for potential antitrust violations between 2011 and 2013, the number of Google-funded papers with titles like &ldquo;Google? A Monopoly? Don&rsquo;t Make Me, a Credentialed Academic, Laugh&rdquo; spiked. The same thing happened again in 2015. In 2013, when regulators and media companies wanted to know if Google could be held responsible for linking to pirated materials, it was all papers like &ldquo;Just Because You Found Something Copyrighted on Google, That&rsquo;s Just, Like, Your Opinion, Man.&rdquo; OK, I made those specific titles up, but still.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/campaignforaccountability.org\/looks-like-google-bought-favorable-research-to-lobby-with\/%20\">Campaign for Accountability<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Crowd soll Googles Geheimnis l&uuml;ften<\/strong><br>\nBekommen alle Google-Nutzer die gleichen Ergebnisse angezeigt, wenn sie in den Wochen vor der Bundestagswahl &uuml;ber Google oder Google News nach politischen Begriffen suchen? Und wenn nicht, was beeinflusst die individuellen Ergebnisse? Das sind die Ausgangsfragen von Algorithmwatch f&uuml;r das Projekt Datenspende BTW17.<br>\nZusammen mit mehreren Landesmedienanstalten startet die Initiative dazu ein Crowdsourcing-Projekt, das bis nach der Wahl dauern soll. Gesucht werden Freiwillige, die sich hier ein eigens programmiertes Plugin f&uuml;r ihren Chrome- oder Firefox-Browser herunterladen und installieren &ndash; und anschlie&szlig;end dar&uuml;ber Daten spenden. (&hellip;)<br>\nZiel des Crowdsourcing-Projekts ist es, herauszufinden, unter welchen Umst&auml;nden welche Suchergebnisse erscheinen. Wie sehr also der ungef&auml;hre Standort, Sprache und die pers&ouml;nliche Suchhistorie beeinflussen, was Google-Nutzer zu sehen bekommen, wenn sie nach Politikern und Parteien suchen. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Das ist kein Misstrauensvotum gegen Google&rdquo;, hatte Katharina Anna Zweig, Informatik-Professorin an der TU Kaiserslautern und Mitgr&uuml;nderin von Algorithmwatch, bei einer ersten Vorstellung des Projekts gesagt. &ldquo;Es geht darum, wie wir als Gesellschaft Algorithmen kontrollieren k&ouml;nnen.&rdquo; Auf Nachfrage von Zeit Online schreibt Zweig, Google personalisiere nach eigenen Angaben vor allem auf den Standort der Nutzer bezogen. Wer nach einem Metzger suche, bekomme welche in seiner N&auml;he vorgeschlagen. Die Suchhistorie und welche Seiten jemand angeklickt hat, habe dagegen nicht den Einfluss, der gemeinhin angenommen werde. Es gebe auch Studien, die das best&auml;tigen.<br>\nSie glaube auch nicht, dass Googles Algorithmen die Bundestagswahl beeinflussen k&ouml;nnten. Dagegen spreche allein schon der insgesamt gesunde Mix im Medienkonsum der Deutschen. Zweig schreibt: &ldquo;Ich glaube, dass die Gefahr in dieser Wahl haupts&auml;chlich von au&szlig;en kommt. Die Algorithmen der sozialen Netzwerke zusammen mit denen der Suchmaschinen sorgen daf&uuml;r, dass gezielt gestreute Falschinformationen in die Welt kommen und massenhaft verbreitet werden k&ouml;nnen &ndash; aus meiner Sicht ist die Gefahr daf&uuml;r in den sozialen Netzwerken am gr&ouml;&szlig;ten. Aber nat&uuml;rlich: Wenn dann auch noch eine gezielte Suche auf weitere Falschinformationen f&uuml;hrt anstatt auf verl&auml;ssliche Fakten, dann wird es gef&auml;hrlich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/algorithmen-die-crowd-soll-googles-geheimnis-lueften-1707-128792.html\">golem.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-39205","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39205","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39205"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39205\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39208,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39205\/revisions\/39208"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39205"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39205"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39205"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}