{"id":3925,"date":"2009-05-06T09:31:24","date_gmt":"2009-05-06T07:31:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3925"},"modified":"2009-05-06T09:37:38","modified_gmt":"2009-05-06T07:37:38","slug":"3925","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3925","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(MB\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ol>\n<li>Kalter Putsch: Industriestaaten im W&uuml;rgegriff der Finanzoligarchie<\/li>\n<li>Leichen pflastern ihren Weg &hellip; Der Weg der Hypo Real Estate in die Pleite<\/li>\n<li>Folterkammer f&uuml;r Banken<\/li>\n<li>Rechnen ohne Risiko<\/li>\n<li>Vorsicht, Entglobalisierung!<\/li>\n<li>Verfassungsrechtler B&ouml;ckenf&ouml;rde: Woran der Kapitalismus krankt<\/li>\n<li>Rechtsgutachten von Hans-Peter Schneider: Verfassungsrechtliche Grenzen einer &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; <\/li>\n<li>Welcher Konzern passt zu Opel?<\/li>\n<li>Kurzarbeit: Mitnahmeeffekte und Missbrauch leicht gemacht<\/li>\n<li>Chef der Tafeln: &ldquo;Es gibt eine neue Armut in Deutschland&rdquo;<\/li>\n<li>Schutzschirm gegen Altersarmut statt Rente mit 67<\/li>\n<li>Geraubte Pers&ouml;nlichkeitsrechte f&uuml;r Erwerbslose<\/li>\n<li>Zahl der Hartz IV-Klagen um 150 Prozent gestiegen<\/li>\n<li>Geplatzter Traum von der dicken Fondsrente<\/li>\n<li>Kitas bleiben dicht<\/li>\n<li>Auch neuer Bahnchef strebt an die B&ouml;rse<\/li>\n<li>Die Deutsche Bahn und die Spione<\/li>\n<li>ARD und ZDF laden Gesine Schwan aus<\/li>\n<li>Stiftungen &ndash; Barmherzigkeit nach Kassenlage<\/li>\n<li>Gr&uuml;ne wollen Studierende in den Mittelpunkt des Bologna-Prozesses stellen<\/li>\n<li>&ldquo;Die Studenten haben nicht viel davon&rdquo;<\/li>\n<li>Torsten Bultmann: Konfliktmuster um die Fortsetzung der Exzellenzinitiative<\/li>\n<li>Petition: Internet &ndash; Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten<\/li>\n<li>Trend zum heimlichen Nebenjob<\/li>\n<li>Die NPD-Dokumentation der SPD-Innenminister &ndash; Aufschlussreicher als der Verfassungsschutz<\/li>\n<li>Wackelkandidaten lassen Schwans Chancen schwinden<\/li>\n<li>Oskar, der Phantomkanzler<\/li>\n<li>Obama in der Falle &ndash; Vor Gericht droht ein Debakel<\/li>\n<li>Der Pr&auml;sident hat immer recht <\/li>\n<li>Demo am 16. Mai<\/li>\n<li>Tipp: Flassbeck zum Download<\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3925&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Kalter Putsch: Industriestaaten im W&uuml;rgegriff der Finanzoligarchie<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Chefvolkswirt des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), Simon Johnson, erkl&auml;rt im amerikanischen Magazin &ldquo;Atlantic Monthly&rdquo;, die US-Wirtschaft befinde sich praktisch im W&uuml;rgegriff der Finanzoligarchie, die die Finanzpolitik des Landes steuere. Sie habe nicht nur die Wirtschaftskrise verursacht sondern verhindere auch, dass sich die Volkswirtschaft wieder erholen k&ouml;nne. Die von Johnson beschriebene Analyse ist entsprechend auch f&uuml;r die Bundesrepublik anwendbar, wo noch umfangreichere &ouml;ffentliche Mittel f&uuml;r die Finanzindustrie aufgewendet wurden.\n<p>In der Situation des Crashs nutze die Finanzelite ihre guten Beziehungen zur Politik, um von dieser Seite Unterst&uuml;tzung zu erhalten. <\/p>\n<p>Die Politik wiederum neige auf der Suche nach Ressourcen zur Behebung der Krise nicht dazu, die Finanzelite zu belasten, sondern bem&uuml;he sich, sie schadlos zu halten. Die Belastungen hingegen w&uuml;rden von der Politik in dieser Situation der breiten Bev&ouml;lkerung auferlegt.<\/p>\n<p>F&uuml;r ihre politische Dominanz seien weniger die klassischen Mittel der Einflussnahme ausschlaggebend. Die Finanzindustrie habe es erreicht, ein Glaubenssystem zu etablieren; wo es fr&uuml;her hie&szlig;: &ldquo;Was gut ist f&uuml;r General Motors, das ist gut f&uuml;r Amerika&rdquo; sei diese Maxime auf die Wallstreet &uuml;bertragen worden.<\/p>\n<p>Die Atmosph&auml;re der Macht, die die Wall Street ausstrahle, deren Spitzenmanager der vollen &Uuml;berzeugung seien, die Hebel f&uuml;r den Lauf des Weltgeschehens in der Hand zu halten, &uuml;be auf Politik und staatliche Verwaltung einen Einfluss aus, dem sich diese kaum entziehen k&ouml;nnten: sie seien meist geradezu hypnotisiert vom Geschehen der Wallstreet. <\/p>\n<p>Entsprechendes gelte f&uuml;r den Wissenschaftsbereich: f&uuml;hrende Wirtschaftswissenschaftler, darunter Nobelpreistr&auml;ger, nutzten die Gelegenheit, Engagements als Berater gro&szlig;er Finanzkonzerne einzugehen und sich aktiv in deren Gesch&auml;fte zu involvieren. An die kritisch-neutrale Distanz eines Wissenschaftlers sei kaum noch zu denken gewesen. Die Nobelpreistr&auml;ger Scholes und Merten &uuml;bten eine f&uuml;hrende Beraterfunktion beim Hedgefonds LTCM aus, bis dieser implodierte und ein Crash des gesamten Finanzsystems nur mit M&uuml;he (und bei Milliardenverlusten) abgewendet werden konnte. <\/p>\n<p>Politiker seien vielfach der &Uuml;berzeugung gewesen, f&uuml;hrende Positionen der Finanzpolitik seien am vorteilhaftesten zu besetzen mit f&uuml;hrenden Investmentbankern (&hellip;)<\/p>\n<p>Die Durchsetzung der Interessen der gro&szlig;en Finanzkonzerne bei der Politik sei nahezu ohne Widerstand verlaufen: der hemmungslose Abbau von Regulierungen, das Einrei&szlig;en s&auml;mtlicher Schranken des freien Kapitalverkehrs usw.: Politiker und Parlamentarier h&auml;tten sich beeilt, den W&uuml;nschen von Seiten der Wallstreet entgegenzukommen. Jeder dieser Schritte wurde von der Politik in Washington gefeiert und als wichtiger Erfolg betrachtet, der notwendigerweise die Leistungsf&auml;higkeit des amerikanischen Systems auf immer neue H&ouml;hen tragen m&uuml;sste.<br>\nDa der Reichtum unter den Beteiligten stetig wuchs, erachtete es niemand als sinnvoll, diese Schritte und das System insgesamt infrage zu stellen.<\/p>\n<p>Nachdem es infolge der Finanzkrise zu einer Situation der Panik kam, sei es wichtig gewesen, von Seiten des Staates mit Entschlossenheit und mit aller Konsequenz zu handeln.<br>\nAnstatt dieser Notwendigkeit nachzukommen, habe sich die Politik stattdessen abwartend und beschwichtigend verhalten und sei darauf bedacht gewesen, jede Konfrontation mit der Wallstreet zu vermeiden. Dadurch sei die Unsicherheit verst&auml;rkt worden. Man habe auf die Krise reagiert mit Wunschdenken und der Weigerung, den Tatsachen ins Auge zu sehen. Man helfe den Bankern, ihre Risiken weiterhin zu verschleiern, die Intransparenz werde noch verst&auml;rkt, indem man den Banken erm&ouml;gliche, ihre Bilanzen zu sch&ouml;nen. Gleichzeitig verst&auml;rke diese Intransparenz die allgemeine Unsicherheit und das Misstrauen im Finanzsystem und somit seine Blockaden. &Uuml;bertragen von Gerhard Wendebourg.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.meta-info.de\/?newsfull=1&amp;lid=33022&amp;rubrik=politik&amp;print=1\">meta-info.de<\/a><\/p>\n<p><strong>The Quiet Coup<\/strong><br>\nThe crash has laid bare many unpleasant truths about the United States. One of the most alarming, says a former chief economist of the International Monetary Fund, is that the finance industry has effectively captured our government&mdash;a state of affairs that more typically describes emerging markets, and is at the center of many emerging-market crises. If the IMF&rsquo;s staff could speak freely about the U.S., it would tell us what it tells all countries in this situation: recovery will fail unless we break the financial oligarchy that is blocking essential reform. And if we are to prevent a true depression, we&rsquo;re running out of time. By Simon Johnson.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.theatlantic.com\/doc\/print\/200905\/imf-advice\">The Atlantic<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie sich die Dinge doch gleichen: Siehe <a href=\"?p=3490\">&bdquo;Die politische und mediale Vorherrschaft des Finanzsektors muss gebrochen werden&ldquo;<\/a>. Vgl. auch <a href=\"?p=3828\">&bdquo;Wie Wallstreet und Washington die USA verraten&ldquo;<\/a><br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Leichen pflastern ihren Weg &hellip; Der Weg der Hypo Real Estate in die Pleite<\/strong><br>\nSeine Urteile waren ebenso umstritten wie seine Person: Gerd Nobbe, Richter des XI. Senats des Bundesgerichtshofes und zugleich Vorstandsmitglied des Banken-Lobbyverbandes Bankrechtliche Vereinigung e. V., schied Ende Januar dieses Jahres aus dem Amt. Nicht etwa, weil nach Ansicht der Dienstaufsicht seine beiden T&auml;tigkeiten unvereinbar gewesen w&auml;ren, sondern weil er die Altersgrenze erreicht hatte.\n<p>Nobbe scheute w&auml;hrend seiner T&auml;tigkeit nicht davor zur&uuml;ck, neue Rechtstheorien zu erfinden, um den Schrottimmobilienfinanzierern HypoBank und Badenia die Kredite aus ihren betr&uuml;gerischen Gesch&auml;ften zu retten. Er behauptete, der Immobilienverkauf und die Finanzierung &uuml;ber Kredite der HypoBank und der Badenia seien getrennte Gesch&auml;fte gewesen, weshalb die Kreditvertr&auml;ge selbst dann noch g&uuml;ltig w&auml;ren, wenn das Immobiliengesch&auml;ft sich als Betrug herausgestellt habe. Doch sowohl der HypoBank (unter dem neuen Fusionsnamen HypoVereinsbank) als auch der Badenia konnte nachgewiesen werden, dass sie davon wusste, dass die Dr&uuml;ckerkolonnen die Immobilien zu horrend &uuml;berh&ouml;hten Preisen vermittelten. Daher waren die Kredite auch nicht ausreichend gesichert. Elmar Agostini, Ex-Finanzvorstand der Badenia, wurde daher vor kurzem wegen Untreue angeklagt. <\/p>\n<p>Die HypoBank wurde 1998 nicht zuletzt auf Betreiben des damaligen bayrischen Ministerpr&auml;sidenten Stoiber mit der Bayrischen Vereinsbank zur HypoVereinsbank fusioniert. Die trug schwer an der Last der Schrottimmobilien. Um das Risiko loszuwerden, gr&uuml;ndete sie ihre eigene Bad Bank: die Hypo Real Estate. An die schob sie ihre unsicher gewordenen Kredite ab, bevor sie 2005 von der italienischen Bank Uni Credit &uuml;bernommen wurde. <\/p>\n<p>H&auml;tte Herr Nobbe damals [&hellip;] die HypoVereinsbank f&uuml;r die Schrottimmobilienfinanzierungen verurteilt, w&auml;re sie schon 1999, sp&auml;testens 2002, insolvent geworden. Sie h&auml;tte es dann nicht mehr schaffen k&ouml;nnen, die Hypo Real Estate zu gr&uuml;nden und mit ihrem Management zu best&uuml;cken, um dorthin ihre Schrottfinanzierungen auszulagern. Vor allem w&auml;re es der HypoVereinsbank nicht gelungen, ihrer eigenen Haftung f&uuml;r die Hypo Real Estate zu entgehen und stattdessen den Steuerzahler in H&ouml;he von rund 102 Milliarden Euro bluten zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30253\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Folterkammer f&uuml;r Banken<\/strong><br>\nFast unbemerkt ist durch die Finanzkrise in der EU-Wettbewerbsbeh&ouml;rde ein neues Machtzentrum entstanden: Wenn in Europa eine Bank gerettet wird, diktiert Br&uuml;ssel die Bedingungen. Das riecht nach Allmacht und Willk&uuml;r. F&uuml;r Steinbr&uuml;ck ist es ein Unding, wie sehr sich Br&uuml;ssel in die Bankenrettung einmischt. &ldquo;Es kann nicht sein, dass Beihilfeverfahren so lange dauern, dass die Vertrauensbildung, die wir in unseren Reden ansprechen, sich als Schall und Rauch herausstellen&rdquo;, keilte er Anfang April gegen Kroes. &ldquo;An den Kapitalm&auml;rkten kann man so nicht agieren&rdquo;, sekundierte Bundesbankpr&auml;sident Axel Weber. Er kritisierte, dass Banken als Gegenleistung profitable Gesch&auml;fte verkaufen m&uuml;ssten. Das k&ouml;nne abschrecken, Staatshilfen in Anspruch zu nehmen. \n<p>&ldquo;Die haben in Br&uuml;ssel ein kleines intelligentes Team&rdquo;, sagt ein anderer deutscher Beteiligter. &ldquo;Mit ein bisschen Nachtarbeit schaffen die es locker, Deutschland an die Wand zu spielen. Und das, obwohl auf der anderen Seite Heerscharen von Investmentbankern und Rechtsanw&auml;lten sitzen. Da ist viel Missmanagement auf deutscher Seite zu beobachten.&rdquo; Bankvorst&auml;nde, so die Kritik ihrer Berater, nehmen die Beihilfepr&uuml;fung oft nicht ernst und delegieren alles an Juristen. Oder sie versuchen, die Arbeitsebene in der Kommission auszubooten und direkt mit Kroes zu reden. &ldquo;Ein t&ouml;dlicher Fehler. Das hat die WestLB mal probiert&rdquo;, erinnert sich einer. Hinzu kommt das Kompetenzgezerre in der Bundesregierung, die als formeller Verhandlungspartner mit am Tisch sitzt. Die Zusammenarbeit mit Br&uuml;ssel in der Beihilfekontrolle l&auml;uft normalerweise &uuml;ber das Wirtschaftsministerium. &ldquo;Die zust&auml;ndigen Referatsleiter sind mit den Kommissionsbeamten auf du. Sie kennen die Regeln genau&rdquo;, berichtet ein Bankenberater. &ldquo;Dann platzt einer aus dem Finanzministerium rein und sagt: Jetzt noch mal grunds&auml;tzlich: Was habt Ihr in Br&uuml;ssel uns da &uuml;berhaupt reinzureden?&rdquo; Dass sei aber nicht allein bei den Deutschen ein Problem, sagt einer aus dem Container, sondern auch bei Briten, Franzosen, Holl&auml;ndern: &ldquo;Die Leute aus den Finanzministerien haben die Rettungspl&auml;ne entworfen. Sie sind in der Regierungshierarchie ganz oben und meinen, f&uuml;r sie g&auml;lten nur ihre eigenen Regeln.&rdquo;<\/p>\n<p>Nun arbeitet die Kommission an einem neuen Formblatt f&uuml;r Sanierungspl&auml;ne. Banken m&uuml;ssen darin durch Stresstests darlegen, wie sie ohne Staatshilfen &uuml;berleben k&ouml;nnen. Drastischere Einschnitte werden eher von Instituten erwartet, die sich durch riskante Gesch&auml;fte in Schwierigkeiten gebracht haben, als von solchen, die gesund von der Krise erwischt wurden. Es gibt Listen mit Kriterien wie beim Kfz-T&Uuml;V: Kapitalausstattung ohne Staatshilfe, Kosten f&uuml;r Kreditausfallversicherungen (CDS-Spreads) vor der St&uuml;tze im Vergleich zu anderen Banken, Rating und Ratingausblick sowie Umfang der Staatshilfe &ndash; messbare Zahlen, bei denen weder Commerzbank noch Landesbanken gut aussehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:Agenda-Folterkammer-f%FCr-Banken\/509707.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Grunde zeigt das Verhalten Axel Webers als Mitglied einer zentralen Institution des EU-Binnenmarktes, die zudem oft auf ihre Unabh&auml;ngigkeit pocht, dass die Binnenmarktregeln, sobald sie den Interessen der nationalen Regierungen zuwiderlaufen, ganz locker in Frage gestellt werden. Das h&auml;tte man gerne bei den Entscheidungen des EuGH erlebt, als Vorschriften zum Binnenmarkt &uuml;ber national garantierte Arbeitnehmerrechte gestellt wurden. Ohne die Ma&szlig;nahmen der EU-Kommission im Einzelnen beurteilen zu k&ouml;nnen, richtet sich die Wettbewerbsbeh&ouml;rde an transparenten Zielen aus, was man von unseren Bankenrettungspl&auml;nen nicht behaupten kann: Die Banken sollen soviel Hilfen bekommen, wie zur Vermeidung einer Systemkrise notwendig ist. Dabei sind die Wettbewerbsregeln der EU zu beachten. Die Beihilfen d&uuml;rfen keine Bank auf Kosten eines Wettbewerbers bevorteilen. Es d&uuml;rfen keine Hindernisse f&uuml;r grenz&uuml;berschreitende Bankaktivit&auml;ten entstehen. Eine weitaus schwierigere Aufgabe ist es, zu gew&auml;hrleisten, dass die bereitgestellten Steuergelder zur langfristigen &Uuml;berlebensf&auml;higkeit der Bank beitragen und der Darlehensfluss f&uuml;r Realwirtschaft angeregt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rechnen ohne Risiko<\/strong><br>\nIn den mathematischen Modellen der Anlageberater war die Krise nicht vorgesehen. Da es sie trotzdem gibt, zweifeln nun sogar Wirtschaftsmathematiker an den g&auml;ngigen Berechnungsgrundlagen der &Ouml;konomie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2009\/18\/34349.html\">Jungle World <\/a><\/li>\n<li><strong>Vorsicht, Entglobalisierung!<\/strong><br>\nWir erleben derzeit das dosierte Zur&uuml;ckschneiden der weltwirtschaftlichen Verflechtungen. Nur in Deutschland nehmen wir das bislang nicht wirklich ernst. Doch niemand sollte sich t&auml;uschen: Die &ouml;konomischen und sozialen Wirkungen werden heftig sein, gerade f&uuml;r unsere Industrie. Wie sollten Unternehmen und Politik reagieren? \n<p>Bis zu einem Drittel der Wertsch&ouml;pfung und bis zur H&auml;lfte der Arbeitspl&auml;tze k&ouml;nnten nach diesen Sch&auml;tzungen in den kommenden Jahren in Deutschland wegfallen.<\/p>\n<p>Was bedeutet Entglobalisierung f&uuml;r die Strategie der Unternehmen? <\/p>\n<p>Die Gro&szlig;en m&uuml;ssen sich darauf einstellen, k&uuml;nftig wieder mehr vor Ort zu produzieren, n&auml;her an den Abnehmerm&auml;rkten, wenn mehr &ldquo;local content&rdquo; &ndash; mehr nationale Wertsch&ouml;pfung &ndash; von den Beh&ouml;rden gefordert wird. Unter den neuen Voraussetzungen d&uuml;rften sich globale Konzerne wieder in multinationale Konzerne zur&uuml;ckverwandeln, was sie bis in die 90er Jahre bereits waren &ndash; weniger zentralisiert, mit mehr Entscheidungsbefugnissen in den nationalen oder regionalen Headquarters. F&uuml;r kleinere Unternehmen d&uuml;rfte es zunehmend schwieriger werden, zu exportieren. Das erh&ouml;ht den Konsolidierungsdruck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,622205,00.html\">manager-magazin<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn die These von der &bdquo;Entglobalisierung&ldquo; richtig und wenn besonders unsere Exportindustrie davon betroffen w&auml;re, so w&auml;re das Wichtigste, dass wir unsere Wirtschaft umstrukturierten und vor allem den Binnenmarkt massiv st&auml;rkten.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Das ist zu einem gro&szlig;en Teil von den deutschen Regierungen selbst geschaffenes Leid. Seit Jahren kann man nicht nur auf den NachDenkSeiten nachlesen, dass ein Export&uuml;berschuss Ausdruck eines au&szlig;enwirtschaftlichen Ungleichgewichts ist und auf Dauer nicht aufrechterhalten werden kann. Exemplarisch f&uuml;r die Uneinsichtigkeit unserer politischen &bdquo;Elite&ldquo; steht die &Auml;u&szlig;erung von Bundeskanzlerin Merkel, sie wolle die deutsche Industrie &bdquo;gest&auml;rkt aus der Krise hervorgehen&ldquo; lassen. Die versp&auml;tete und daher schockartige Anpassung der Nachfragestrukturen ist Folge der Unwissenheit unserer politischen Entscheider &uuml;ber grundlegende &ouml;konomische Zusammenh&auml;nge.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Verfassungsrechtler B&ouml;ckenf&ouml;rde: Woran der Kapitalismus krankt<\/strong><br>\nDenn was sich hier herausgebildet hat, &uuml;ber Jahrzehnte erfolgreich, mit viel materiellem Gewinn, aber auch zunehmender Spreizung zwischen Arm und Reich, was mit der weltweiten Globalisierung eine neue Qualit&auml;t erreichte, den Turbo-Kapitalismus (Helmut Schmidt), bevor es jetzt einen Zusammenbruch hervorrief, ist mit dem Hinweis auf Fehlverhalten einzelner Personen oder auch Gruppen nicht hinreichend gekennzeichnet und erkl&auml;rt. Das mag durchaus mitgewirkt haben, aber insgesamt betrachtet, handelt es sich um Ergebnisse eines verstetigten, weit ausgreifenden Handlungszusammenhangs, der einer eigenen Funktionslogik folgt und alles Weitere dieser Funktionslogik unterordnet. Dieser Handlungszusammenhang hat sich zu einem eigenen Handlungssystem ausgeformt: dem modernen Kapitalismus. Er pr&auml;gt das &ouml;konomische &ndash; und teilweise auch au&szlig;er&ouml;konomische &ndash; Verhalten der Einzelnen und bezieht es in sich ein; diese sind zwar die Akteure, aber sie folgen in ihrem Verhalten nicht so sehr einem eigenen, freigesetzten Impetus, sondern eher den Antrieben, die von dem System und seiner Funktionslogik ausgehen.\n<p>Woran krankt also der Kapitalismus? Er krankt nicht allein an seinen Ausw&uuml;chsen, nicht an der Gier und dem Egoismus von Menschen, die in ihm agieren. Er krankt an seinem Ausgangspunkt, seiner zweckrationalen Leitidee und deren systembildender Kraft. Deshalb kann die Krankheit auch nicht durch Heilmittel am Rand beseitigt werden, sondern nur durch die Umkehrung des Ausgangspunktes. An die Stelle eines ausgreifenden Besitzindividualismus, der das als nat&uuml;rliches Recht proklamierte potentiell unbegrenzte Erwerbsinteresse der Einzelnen, das keiner inhaltlichen Orientierung unterliegt, zum Ausgangspunkt und strukturierenden Prinzip nimmt, m&uuml;ssen ein Ordnungsrahmen und eine Handlungsstrategie treten, die davon ausgehen, dass die G&uuml;ter der Erde, das hei&szlig;t Natur und Umwelt, Bodensch&auml;tze, Wasser und Rohstoffe, nicht denjenigen geh&ouml;ren, die sie sich zuerst aneignen und ausn&uuml;tzen, sondern zun&auml;chst allen Menschen gewidmet sind, zur Befriedigung ihrer Lebensbed&uuml;rfnisse und der Erlangung von Wohlfahrt. Das ist eine grundlegend andere Leitidee; sie hat die Solidarit&auml;t der Menschen in ihrem Miteinander (und auch Gegeneinander) zum tragenden Bezugspunkt. Die grundlegenden Setzungen, aus denen sich die &ouml;konomischen, aber auch au&szlig;er&ouml;konomischen Handlungsabl&auml;ufe konstituieren, sind von daher abzuleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/473257\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Rechtsgutachten von Hans-Peter Schneider: Verfassungsrechtliche Grenzen einer &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; <\/strong><br>\nZu den in Art. 20 Abs. 1 GG verankerten Verfassungsstrukturprinzipien geh&ouml;rt neben den Grunds&auml;tzen der Republik, der Demokratie und des sozialen Rechts&shy;staats mit den Worten &bdquo;sozialer Bundesstaat&ldquo; auch die f&ouml;derative Ordnung. Selbst wenn streitig ist, welche ihrer Elemente unabdingbar sind, besteht jedenfalls dar&uuml;ber Einigkeit, dass den L&auml;ndern als Glied&shy;staaten ein Mindestma&szlig; an substanzieller Eigenst&auml;ndigkeit verbleiben muss, die sich vor allem in der Verfassungshoheit sowie in eigenen Ge&shy;setzgebungs-, Verwal&shy;tungs- und Rechtspre&shy;chungskompetenzen &auml;u&szlig;ert, aber unabh&auml;ngige Fi&shy;nanzquellen verlangt, &uuml;ber deren Verwendung in Einnahmen und Ausgaben jedes Land eigenverantwortlich entscheiden k&ouml;nnen muss. Diese substanzielle Eigenst&auml;n&shy;dig&shy;keit darf weder durch Verschiebungen der Kompetenzbereiche noch durch er&shy;wei&shy;terte Eingriffsbefugnisse des Bundes in Angelegenheiten, die den L&auml;ndern allein und zur autonomen Gestaltung vor&shy;behalten sind, ausgeh&ouml;hlt werden. Darunter f&auml;llt auch die Budget&shy;hoheit. Die Befugnis, &uuml;ber den jeweiligen Landes&shy;haus&shy;halt und die veranschlagten Einnahmen und Ausgaben nach eigenem Gut&shy;d&uuml;nken ent&shy;&shy;scheiden zu k&ouml;nnen, geh&ouml;rt zu den Grundvoraussetzungen einer selbst&auml;ndigen, un&shy;ab&shy;&shy;h&auml;n&shy;gi&shy;gen Lan&shy;despolitik und ist daher nicht nur ein Kernbestandteil der bundes&shy;staatlichen Ordnung, sondern &ndash; da es hierbei um das Budgetrecht der Landesparla&shy;mente geht &ndash; zugleich ein Wesensmerkmal der Demokratie auf Landesebene, das die Eigenstaatlichkeit der L&auml;nder unterstreicht und verst&auml;rkt. Deshalb l&auml;sst sich die Haus&shy;haltsautonomie der L&auml;nder &ndash; abgesehen von deren positiv-rechtlicher Auspr&auml;gung in Art. 109 Abs. 1 GG &ndash; zugleich unmittelbar aus Art. 20 Abs. 1 GG herleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/0905060_hans_peter_schneider_schuldenbremse.pdf\">Hans-Peter Schneider [PDF &ndash; 272 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Welcher Konzern passt zu Opel?<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), der von Roland Berger beraten wird, favorisiert offenbar Fiat. Berger ist zugleich Mitglied im Fiat-Verwaltungsrat. Opel-Arbeitnehmervertreter sehen darin einen massiven Interessenkonflikt. Bundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wird wiederum zu den Bef&uuml;rwortern der Magna-L&ouml;sung gez&auml;hlt. Steinmeier h&auml;lt engen Kontakt zu einem bekannten Sozialdemokraten im Magna-Aufsichtsrat: dem fr&uuml;heren Bundeskanzler von &Ouml;sterreich, Franz Vranitzky. In einem 14-Punkte-Papier hat Steinmeier Kriterien f&uuml;r eine Opel-L&ouml;sung formuliert. Zentral: Das Konzept m&uuml;sse tragf&auml;hig und solide sein, Synergien und zus&auml;tzliche Marktchancen bieten sowie Arbeitspl&auml;tze in Deutschland erhalten. Die Bundesregierung ist am Verkaufsprozess beteiligt, weil alle m&ouml;glichen Opel-Investoren Staatsb&uuml;rgschaften brauchen, um ihren Einsatz abzusichern. Au&szlig;erdem schreibt das Au&szlig;enwirtschaftsgesetz bei gro&szlig;en ausl&auml;ndischen Investitionen in Deutschland eine staatliche Genehmigungspflicht vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Unternehmen-Opel-Fiat-Magna;art129,2789473\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Kurzarbeit: Mitnahmeeffekte und Missbrauch leicht gemacht<\/strong><br>\nEin gutes Instrument, sagen viele, weil es Unternehmen hilft, durch eine Auftragsflaute hindurch zu kommen und weil es Massenentlassungen verhindert. Seit Jahresanfang haben rund 70.000 Betriebe f&uuml;r &uuml;ber zwei Millionen Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet. Doch nehmen nur Unternehmen die staatliche Hilfe in Anspruch, die sie auch wirklich brauchen?\n<p>Drei Beispiele, die zeigen, wie die Allzweckwaffe des Bundesarbeitsministers von einigen Firmen mittlerweile ad absurdum gef&uuml;hrt wird. Hilfen durch Kurzarbeitergeld auf Kosten der Beitragszahler, von denen kein Arbeitnehmer wirklich etwas hat.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=4666600\/14tlk95\/index.html\">Report Mainz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/did=4666600\/pv=video\/gp1=4803026\/nid=233454\/12c0let\/index.html\">Report Mainz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Chef der Tafeln: &ldquo;Es gibt eine neue Armut in Deutschland&rdquo;<\/strong><br>\nEine Million Menschen bekommen inzwischen t&auml;glich Essen von den Deutschen Tafeln &ndash; und wegen der Rezession werden bald noch viel mehr auf sie angewiesen sein, sagt Gerd H&auml;user, Chef der Helfer. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE spricht er &uuml;ber neue Arme und die Spaltung der Gesellschaft.\n<p>Fr&uuml;her hatten wir vor allem Obdachlose als Kunden. Heute aber gibt es eine neue Armut, die vor allem Familien mit Kindern trifft. Das sind Menschen, die Vollzeit arbeiten &ndash; deren Einkommen aber trotzdem nicht reicht. Das betrifft Leute mit Teilzeitjobs, alleinerziehende M&uuml;tter oder Angestellte im Niedriglohnsegment, die ihr Einkommen mit ALG II aufstocken m&uuml;ssen. Und zu uns kommen immer mehr Senioren, die nun auf Grundsicherung angewiesen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-621758,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Schutzschirm gegen Altersarmut statt Rente mit 67<\/strong><br>\n&ldquo;Alle Fakten und die aktuelle Krise sprechen eindeutig gegen die Rente mit 67.&rdquo; Stattdessen m&uuml;sse durch die Bundesregierung ein &ldquo;Schutzschirm gegen Altersarmut&rdquo; aufgespannt werden, forderte der Pr&auml;sident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarit&auml;t Prof. Gunnar Winkler.\n<p>&ldquo;Die Rente mit 67 versch&auml;rft das Risiko der Menschen, in Altersarmut zu geraten&rdquo;, warnte Winkler erneut. So seien 2007 nur noch 18 Prozent der &auml;lteren Erwerbst&auml;tigen aus sozialversicherungspflichtiger Arbeit in die Rente gegangen. Es sei erwiesen, dass sich die L&uuml;cke zwischen dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben und dem Renteneintritt f&uuml;r viele Menschen durch die Rente mit 67 noch vergr&ouml;&szlig;ern wird. &ldquo;Das ist ein entscheidender Faktor f&uuml;r k&uuml;nftig steigende Altersarmut.&rdquo; Es best&auml;tige sich jetzt, dass die Arbeitsmarktbedingungen eine Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit auf lange Sicht nicht zulie&szlig;en, betonte Winkler. So sei ein sp&uuml;rbarer Abbau der Arbeitslosigkeit gerade von &Auml;lteren nicht in Sicht, so Winkler. Hinzu k&auml;men die Ausweitung des Niedriglohnsektors und die bereits erfolgten umfangreichen Rentenk&uuml;rzungen. Die Rente mit 67 w&uuml;rde diese Situation weiter versch&auml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/Presse+_+Medien-p-4363\/Presse+aktuell\/Schutzschirm+gegen+Altersarmut+statt+Rente+mit+67.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Geraubte Pers&ouml;nlichkeitsrechte f&uuml;r Erwerbslose<\/strong><br>\nEs ist g&auml;ngiger, in diesem Land wahrscheinlich t&auml;glich hundertfach praktizierter Usus. Aus Mangel an ordentlichen Arbeitspl&auml;tzen, die zu vermitteln w&auml;ren, bietet man Prek&auml;rarbeitspl&auml;tze an. Man wird per Einladung nebst Rechtsfolgebelehrung (damit man gleich wei&szlig;, dass es keine Einladung, sondern ein Marschbefehl ist) zu einer Leiharbeitsfirma vermittelt, bei der man sich pers&ouml;nlich vorzustellen hat. Meist hat das innerhalb von drei Tagen zu geschehen, manchmal steht der Termin aber auch schon vorab fest. Dort angekommen bekommt man einen sogenannten Bewerbungsbogen in die Hand gedr&uuml;ckt, soll ihn, noch bevor man ein Wort mit dem dortigen Personalchef gesprochen hat, ausf&uuml;hrlichst ausf&uuml;llen. Neben den &uuml;blichen Daten wie Name, Anschrift und dergleichen, soll man Festnetz- und Mobiltelefonnummer eintragen, ebenso erfragt man chronische Krankheiten oder fragt, was eigentlich nicht erlaubt w&auml;re, nach Anhaltspunkten f&uuml;r eine Schwangerschaft. Auch Bankverbindung, Kontonummer und Sozialversicherungsnummer sollen aufgelistet werden. Wohlgemerkt: Diese Daten werden erhoben, noch bevor man &uuml;berhaupt ein konkretes Gespr&auml;ch gef&uuml;hrt hat; man wei&szlig; an dieser Stelle ja nicht einmal, ob man dort einen Arbeitsplatz erh&auml;lt, soll aber schon die Kontonummer angeben. Wenn der Bogen ausgef&uuml;llt ist, ihn der Empfangsdame &uuml;bergibt, wird der Personalausweis angefordert, von dem man sich prompt eine Kopie macht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/05\/geraubte-personlichkeitsrechte-fur.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>Zahl der Hartz IV-Klagen um 150 Prozent gestiegen<\/strong><br>\nDie Zahl der Klagen und Widerspr&uuml;che gegen Hartz IV hat enorm zugenommen und ebenso deren Erfolgsquote, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage der Fraktion DIE LINKE hervorgeht. Danach stieg die Zahl der bei den &ouml;rtlichen Sozialgerichten eingegangenen Klagen zwischen 2005 und 2007 von 40.852 auf 103.355. 36 Prozent der Prozesse endeten 2007 mit einem vollen oder teilweisen Erfolg der Kl&auml;gerinnen und Kl&auml;ger. Auch die Zahl der Widerspr&uuml;che gegen Bescheide und Festlegungen der Jobcenter nahm von 704.205 im Jahr 2006 auf 788.479 im Jahr 2008 zu. Im vollen Umfang erfolgreich waren 27 Prozent der bearbeiteten Widerspr&uuml;che, weiteren 10 Prozent wurde teilweise stattgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilung.php?artikel=1262523367\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><strong> Geplatzter Traum von der dicken Fondsrente<\/strong><br>\nDie Kurseinbr&uuml;che an der B&ouml;rse, teure Geb&uuml;hren und hohe Provisionen haben den Traum vom Finanzpolster platzen lassen wie eine Seifenblase. \n<p>Wie Frau B. ergeht es zurzeit Tausenden Versicherten, die in fondsgebundene Rentenversicherungen investiert haben. &ldquo;Viele Leute sind schockiert und in Panik&rdquo;, wei&szlig; Michael Wortberg, Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Bei dieser Altersvorsorge h&auml;ngt die sp&auml;tere Rente stark davon ab, wie gut der Aktienfonds gelaufen ist. Doch viele Kunden wussten bei Abschluss gar nicht, dass sie mit ihrem Modell an der B&ouml;rse spekulieren. Und viel Geld verlieren k&ouml;nnen. In den neuen Pflichtmeldungen der Versicherer zur Wertentwicklung sehen es die meisten jetzt erstmals schwarz auf wei&szlig;: Ihr Vertrag steckt tief im Minus, so manche Altersvorsorge ist momentan nur noch die H&auml;lfte wert oder noch weniger. Ob Verluste von bis zu 80 Prozent bis zum Rentenbeginn wieder gut gemacht und wenigstens noch ein paar Euro Rente drin sind, steht f&uuml;r viele Sparer in den Sternen. Im schlimmsten Fall ist viel Geld einfach weg. &ldquo;Wir stellen h&auml;ufig fest, dass man nicht verstanden hat, auf welches Produkt man wirklich gesetzt hat&rdquo;, berichtet auch Arno Gottschalk von der Verbraucherzentrale Bremen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/wirtschaft\/article996946\/Geplatzter-Traum-von-der-dicken-Fondsrente.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kitas bleiben dicht<\/strong><br>\nHeute treten im ganzen Land Erzieherinnen in Kindertagesst&auml;tten und Besch&auml;ftigte anderer sozialer Berufe in einen eint&auml;gigen Warnstreik. Die seit Jahresbeginn andauernde Tarifauseinandersetzung im Bereich sozialer Dienstleistungen ist aus Sicht der Gewerkschaften festgefahren. Noch verh&auml;rteter sind die Fronten im Streit um einen Gesundheitstarifvertrag f&uuml;r die rund 220000 in kommunalen Einrichtungen t&auml;tigen Erzieherinnen, Sozialarbeiter, Sozialp&auml;dagogen, Heilpraktiker sowie Mitarbeiter in der Arbeits- und Berufsf&ouml;rderung und Jugendhilfe. Nachdem sich die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverb&auml;nde (VKA) bis zuletzt geweigert hatte, entsprechende Gespr&auml;che aufzunehmen, erkl&auml;rte die Gegenseite die Verhandlungen am 30. April f&uuml;r gescheitert. \n<p>Gemeinsam mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und dem Deutschen Beamtenbund setzt sich ver.di daf&uuml;r ein, Vorkehrungen f&uuml;r einen angemessenen Gesundheitsschutz der Besch&auml;ftigten unter Ber&uuml;cksichtigung alters-, berufsspezifischer und individueller Belastungen vertraglich festzuschreiben. Laut einer von ver.di vorgelegten Studie k&ouml;nnen sich lediglich 58 Prozent der Sozialarbeiter und sogar nur 26 Prozent der Erzieherinnen vorstellen, unter den bestehenden Arbeitsbedingungen gesund in Rente zu gehen. Grund daf&uuml;r sind die in Kitas, Heimen und Jugendeinrichtungen gestiegenen physischen und psychischen Belastungen. W&auml;hrend der Betreuungsbedarf von Kindern und Jugendlichen infolge starker sozialer Verwerfungen gewachsen ist, m&uuml;ssen die Aufgaben von immer weniger Personal bew&auml;ltigt werden. Gleichzeitig hat der Gesetzgeber die Anforderungen stetig erh&ouml;ht: Fr&uuml;hkindliche Erziehung gilt heute als Bildungsauftrag, an Schulen wachsen die Aufgaben f&uuml;r Sozialarbeiter und Psychologen und behinderte Menschen sollen besser unterst&uuml;tzt werden. So n&ouml;tig all dies ist, so sehr bleibt die Politik die finanzielle und personelle Ausstattung zur Erf&uuml;llung ihrer Vorgaben schuldig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/05-06\/056.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sch&ouml;ner als Guido Westerwelle hat kein Politiker das Grundproblem der Republik auf den Punkt gebracht: &ldquo;Leistung muss sich wieder lohnen, und wer arbeitet und sich anstrengt, darf nicht l&auml;nger der Depp der Politik sein.&rdquo; (Westfalen-Blatt vom 24. 04. 2009) In der Tat st&uuml;nde die Republik besser da, wenn auch die arbeitende Bev&ouml;lkerung von den Unternehmensgewinnen der vergangenen Jahre partizipiert h&auml;tte.- Leider realisieren immer noch viel zu wenige, dass Westerwelle mit solchen Formeln ein Menschenbild bedient, das den gr&ouml;&szlig;ten Teil der arbeitenden Menschheit ausklammert. Im Mittelpunkt steht in Wirklichkeit nicht der Leistungstr&auml;ger, sondern der Besserverdiende. Denn woran erkennen Westerwelle wie auch Olaf Henkel u.a den Leistungstr&auml;ger: dadurch, dass er viel verdient. Wer viel verdient, leistet viel. Oder anders herum, wer wenig verdient, leistet wenig. Kurzum, die Manager der Finanzindustrie stehen an der Spitze der Leistungsgesellschaft. &ndash; Pech, dass die Finanzkrise hier zumindest das Bild etwas korrigiert. <\/em><\/p>\n<p>Die Forderung nach der Belohnung des Leistungstr&auml;gers vor allem dadurch entlarvt, weil sie mit der Forderung nach Steuersenkungen verkn&uuml;pft ist. So kann nur jemand reden, der einer ausgesuchten W&auml;hlerklientel den Mund redet und bewusst ignoriert, dass ein tragendes Segment unserer Gemeinschaft &uuml;ber Steuereinnahmen entlohnt wird. Da mag den meisten B&uuml;rgern unmittelbar einleuchten, dass die oben genannten Besch&auml;ftigten in sozialen Berufen, diese nur mit gr&ouml;&szlig;ter Leistungsbereitschaft aus&uuml;ben k&ouml;nnen. Leider hat sich aber die Rede vom schlanken Staat, hinter der sich nur eine Variante von der Umverteilung von unten nach oben versteckt, weit &uuml;ber die Parteigrenzen der FDP hinaus verbreitet und verweigert einem wichtigen Leistungsbereich der Gesellschaft die finanzielle und personelle Ausstattung zur Erf&uuml;llung ihrer Aufgaben.<\/p><\/li>\n<li><strong>Auch neuer Bahnchef strebt an die B&ouml;rse<\/strong><br>\nDer neue Bahnchef R&uuml;diger Grube h&auml;lt am Ziel fest, das Unternehmen an die B&ouml;rse zu bringen. &ldquo;Wenn wir jetzt den B&ouml;rsengang nicht machen, hei&szlig;t das nicht, dass wir den Weg dahin aufgeben&rdquo;, sagte Grube der Bahn-Mitarbeiterzeitung &ldquo;DB Welt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1742375_Ruediger-Grube-Auch-neuer-Bahnchef-strebt-an-die-Boerse.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Deutsche Bahn und die Spione<\/strong><br>\nNeue Enth&uuml;llungen im Datenskandal der Deutschen Bahn: Die Detektei, die f&uuml;r den deutschen Staatskonzern mehrfach Konten von Mitarbeitern aussp&auml;hte, hat ihre Urspr&uuml;nge beim britischen Geheimdienst. Und gegen die Detektive hat die Datenschutzbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen Anzeige erstattet. Die Firma gebe Anlass zur Sorge, so die Datensch&uuml;tzer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/_b=2262614,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>ARD und ZDF laden Gesine Schwan aus<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten wollen der SPD-Pr&auml;sidentschaftskandidatin Gesine Schwan vor der Wahl am 23. Mai keine &ouml;ffentliche Plattform f&uuml;r Werbung in eigener Sache bieten.\n<p>WDR-Chefredakteur J&ouml;rg Sch&ouml;nenborn begr&uuml;ndet die Zur&uuml;ckhaltung mit der Besonderheit der Wahl. &bdquo;Wir berichten &uuml;ber Wahlk&auml;mpfe, analysieren Programme und W&auml;hlerentscheidungen. Die Bundespr&auml;sidentenwahl ist allerdings keine allgemeine Wahl und rechtfertigt deshalb auch nicht eine spezielle Berichterstattung im Vorfeld&rdquo;, sagte Sch&ouml;nenborn unserer Redaktion. &bdquo;Es gibt keine Informationspflicht, die &uuml;ber Regelsendungen hinausgeht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/public\/article\/politik\/deutschland\/704478\/ARD-und-ZDF-laden-Gesine-Schwan-aus.html\">Rheinische Post<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu noch: <\/em><\/p>\n<p><strong>ARD streicht Sodann aus Serie<\/strong><br>\nF&uuml;r den Linkspartei-Kandidat und Schauspieler Peter Sodann hat dies weitreichende Konsequenzen. Nach Informationen der Zeitung &ldquo;Th&uuml;ringer Allgemeine&rdquo; wurde er vor&uuml;bergehend aus der Fernsehserie &ldquo;Schloss Einstein&rdquo; des Kinderkanals Ki.Ka gestrichen. Seine Auftritte als Schuldirektor seien bis zur Wahl unerw&uuml;nscht, best&auml;tigte die zust&auml;ndige Saxonia Filmproduktion. MDR-Sprecher Stefan Mugrauer sagte, auch die &ldquo;Tatort&rdquo;-Folgen in denen Sodann als Kommissar Ehrlicher auftritt, w&uuml;rden bis zur Wahl nicht wiederholt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nachrichten.t-online.de\/c\/18\/63\/90\/28\/18639028.html\">Nachrichten T-online<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aber dass K&ouml;hler seine t&auml;glichen Auftritte etwa im ZDF hat, selbst wenn er nur <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/6\/0,3672,7573478,00.html\">einen Schulpreis verleiht<\/a> ist wohl keine Werbung?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stiftungen &ndash; Barmherzigkeit nach Kassenlage<\/strong><br>\nDer Donnerstag war kein guter Tag f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Anteilseigner des weltgr&ouml;&szlig;ten Automobilzulieferers: Die Robert Bosch GmbH k&uuml;ndigte f&uuml;r 2009 erstmals seit 50 Jahren rote Zahlen an. 92 Prozent des Kapitals der Robert Bosch GmbH geh&ouml;ren der gleichnamigen Stiftung. Und der stehen magere Zeiten bevor: Kein Gewinn hei&szlig;t keine Dividende. Die globale Finanzkrise erreicht die F&ouml;rderkultur. Ausgaben f&uuml;r Forschung, Bildung und das Gesundheitswesen stehen auf dem Pr&uuml;fstand. Die Finanzchefs der Stiftungen bereiten sich auf D&uuml;rrezeiten vor. F&uuml;r 2009 wird sich am Etat von rund 60 Millionen Euro bei der Bosch Stiftung zwar noch nichts &auml;ndern. &ldquo;Das Geld, das wir dieses Jahr erhalten, hat die Robert Bosch GmbH vergangenes Jahr verdient&rdquo;, sagt Dieter Berg, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Stiftung. N&auml;chstes Jahr allerdings wird die Krise voll zu Buche schlagen. Dann muss die Stiftung auf R&uuml;cklagen zur&uuml;ckgreifen &ndash; oder den Rotstift ansetzen. &ldquo;Theoretisch k&ouml;nnen wir zwei Jahre ohne Dividende &uuml;berwintern&rdquo;, sagt Wolfgang Koeckstadt, Finanzchef der Bertelsmann Stiftung. Die Stiftung, die j&auml;hrlich circa 70 Millionen Euro ausgibt, hat seit Mitte der 1990er Jahre die Pflicht, R&uuml;cklagen in H&ouml;he eines doppelten Jahresbudgets zu bilden. Schon heute &uuml;berlegen die Stiftungsmanager aber, wo sie sparen k&ouml;nnten. &ldquo;Wir pr&uuml;fen sorgf&auml;ltig, wo wir langfristige Zusagen gemacht haben und welche Projekte wir auch ohne gr&ouml;&szlig;ere Probleme aussetzen k&ouml;nnen&rdquo;, sagt Koeckstadt. Dabei hat Bertelsmann f&uuml;r dieses Jahr &ouml;ffentlich noch keine K&uuml;rzung der Dividende angek&uuml;ndigt. Der Stifterverband f&uuml;r die Deutsche Wissenschaft erwartet, dass sich die Rezession mit Verz&ouml;gerung auf die Stiftungen auswirkt. &ldquo;Es werden langfristig weniger Mittel f&uuml;r wichtige soziale, wissenschaftliche und kulturelle Projekte zur Verf&uuml;gung stehen&rdquo;, sagt Andreas Schl&uuml;ter, Generalsekret&auml;r des Verbands. Die Stiftungen, die Anteile eines Unternehmens besitzen und sich in erster Linie aus Gewinnaussch&uuml;ttungen finanzieren, sind &auml;hnlich betroffen wie die, die von ihrem Anlagekapital leben. Der Stifterverband rechnet zun&auml;chst mit einem R&uuml;ckgang der Stiftungsausgaben in H&ouml;he von 10 bis 15 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/2009\/19\/F-Stiftungen\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Gr&uuml;ne wollen Studierende in den Mittelpunkt des Bologna-Prozesses stellen<\/strong><br>\nDer Bologna-Prozess soll zu einer besseren Lehre an den Hochschulen und einer gr&ouml;&szlig;eren Zahl von Studenten aus allen gesellschaftlichen Schichten f&uuml;hren. Um diesem Ziel Nachdruck zu verleihen, hat die Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen einen Antrag (16\/12736) vorgelegt. Die Abgeordneten fordern unter anderem Strategien, mit denen Behinderte, Studieninteressierte mit Kind und Abiturienten aus &auml;rmeren Familien bessere Chancen an Hochschulen erhalten sollen als bisher. Au&szlig;erdem solle die Bundesregierung gemeinsam mit den L&auml;ndern eine ausreichende Finanzierung sicherstellen sowie die eingeleitete Studienstrukturreform in eine Lehr- und Qualit&auml;tsreform m&uuml;nden lassen, die die Studenten in den Mittelpunkt stellt.<br>\nZur Begr&uuml;ndung hei&szlig;t es, die Umstellung der Studienstrukturen sei seit der Verabschiedung der Bologna-Erkl&auml;rung vor zehn Jahren weit vorangeschritten. Doch m&uuml;sse die Akzeptanz des Bachelor-Abschlusses vor allem in der Wirtschaft noch erh&ouml;ht werden. Die bei der Fortsetzung des Hochschulpaktes j&auml;hrlich eingeplanten 6.500 Euro pro Studienplatz seien au&szlig;erdem zu gering angesetzt. Um eine gute Studienqualit&auml;t zu schaffen, m&uuml;sse zumindest der OECD-Durchschnitt von 10.600 Euro pro Student und Jahr erreicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_128\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die Studenten haben nicht viel davon&rdquo;<\/strong><br>\nMonstr&ouml;se sechs Millionen Euro aus der Campusmaut bunkert die Hochschule Niederrhein. Und denkt gar nicht daran, das Geld den Studenten zur&uuml;ckzugeben: Es soll auf der hohen Kante lagern &ndash; ein bemerkenswertes Beispiel f&uuml;r dreisten Umgang mit Studiengeb&uuml;hren. Das Problem: Ins Jahr 2008 nahm die FH gut drei Millionen Euro an &Uuml;berschuss aus den Geb&uuml;hren mit, die sie 2007 nicht ausgegeben hatte. Ein Jahr sp&auml;ter, also zur Jahreswende 2008\/2009, hatte sich dieser Betrag dann schon verdoppelt und war auf sechs Millionen Euro angeschwollen. Angesichts derart gro&szlig;er Summen stellen die Studenten jetzt die Sinnfrage: Erhebt die Hochschule Studiengeb&uuml;hren, die sie gar nicht braucht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,622320,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Torsten Bultmann: Konfliktmuster um die Fortsetzung der Exzellenzinitiative<\/strong><br>\nEin Diskussionsbeitrag auf der Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Wissenschaft der Linken am 27.3.2009 in Berlin (Karl-Liebknecht-Haus)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bdwi.de\/show\/2417010.html\">Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler<\/a><\/li>\n<li><strong>Petition: Internet &ndash; Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten <\/strong><br>\nWir fordern, dass der Deutsche Bundestag die &Auml;nderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren &amp; von den Providern sperren zu lassen, f&uuml;r undurchsichtig &amp; unkontrollierbar, da die &ldquo;Sperrlisten&rdquo; weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gef&auml;hrdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.\n<p><strong>Begr&uuml;ndung:<\/strong><\/p>\n<p>Das vornehmliche Ziel &ndash; Kinder zu sch&uuml;tzen und sowohl ihren Missbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage &ndash; im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Ma&szlig;nahmen daf&uuml;r denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach best&auml;tigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluss auf die k&ouml;rperliche und seelische Unversehrtheit missbrauchter Kinder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/epetitionen.bundestag.de\/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860\">Deutscher Bundestag &ndash; Petitionen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Trend zum heimlichen Nebenjob<\/strong><br>\nAbgeordnete wie Michael Fuchs ver&ouml;ffentlichten Nebent&auml;tigkeiten nicht &ndash; obwohl sie m&uuml;ssen.<br>\nDer Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand der Unionsfraktion sitzt im Beirat der Politikberatungsfirma PKS Wirtschafts- und Politikberatungs-GmbH. Das wurde im Februar bekannt. Die Mitglieder des Beirats erhalten eine &ldquo;Verg&uuml;tung in Form eines Sitzungsgeldes, dessen H&ouml;he mit dem durchschnittlichen Sitzungsgeld f&uuml;r Mitglieder der Aufsichtsr&auml;te von DAX-Unternehmen vergleichbar ist&rdquo;, sagt Stefan Evers, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der PKS. Fuchs gab sein Engagement nicht im Handbuch an.\n<p>Auch andere Abgeordnete k&ouml;nnen auf die Nachsicht der Verwaltung z&auml;hlen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und sein Amtsvorg&auml;nger J&uuml;rgen Trittin (Gr&uuml;ne) haben etwa nach taz-Informationen ihre Mitgliedschaft im Kuratorium der Stiftung Initiative Mehrweg jahrelang nicht ver&ouml;ffentlicht. Die Stiftung wirbt im Zeichen des Umweltschutzes f&uuml;r den Einsatz von Mehrwegflaschen &ndash; hinter ihr stehen Firmen der Mehrwegbranche.<\/p>\n<p>Bereits im November wurde ein anderer pikanter Nebenjob-Fall bekannt: Der Bundestagsabgeordnete Norbert Geis (CSU) hatte verheimlicht, dass er Pr&auml;sident der Rhein-Donau-Stiftung ist. Die M&uuml;nchener Stiftung steht dem umstrittenen katholischen Geheimbund Opus Dei nahe. Auch Geis erkl&auml;rte damals, er habe die Meldung &ldquo;aus Versehen&rdquo; unterlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2009%2F05%2F05%2Fa0025&amp;cHash=b9bf984682&amp;type=98\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die NPD-Dokumentation der SPD-Innenminister &ndash; aufschlussreicher als der Verfassungsschutz<\/strong><br>\nDie Dokumentation kl&auml;rt auf, was das Problem an dieser Partei ist: Diese propagiert ein Menschenbild, das von Ungleichwertigkeit und v&ouml;lkischem Kollektivismus gepr&auml;gt ist. F&uuml;r Interessierte ein alter Hut. Doch die breite &Ouml;ffentlichkeit ist nur selten mit konkreten Aussagen der NPD konfrontiert.\n<p>Die SPD-Minister haben aber mit ihrer Dokumentation den Druck auf die Bef&uuml;rworter der V-Mann-Praxis erh&ouml;ht: Denn wie kann es eigentlich sein, dass eine Flei&szlig;arbeit aus &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Quellen aufschlussreicher ist als die j&auml;hrlich vorgelegten Arbeiten des Verfassungsschutzes?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2009%2F05%2F05%2Fa0005&amp;cHash=0c3150e1f7&amp;type=98\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wackelkandidaten lassen Schwans Chancen schwinden<\/strong><br>\nSPD-Chef M&uuml;ntefering springt ihr &ouml;ffentlich bei, sie selbst sieht das Rennen &ldquo;v&ouml;llig offen&rdquo;: Gesine Schwan glaubt an ihre Chance gegen Bundespr&auml;sident K&ouml;hler. Doch die Aussichten der SPD-Kandidatin sind schlecht &ndash; mehrere Linke, Gr&uuml;ne und vielleicht sogar Sozialdemokraten k&ouml;nnten ihr die Stimme verweigern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-622671,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wir W&auml;hler haben zwar bei dieser Wahl nicht mitzureden, dennoch w&auml;re es sch&ouml;n, wenn uns die Medien &uuml;ber den &uuml;blichen Tratsch hinaus, wer mit wem geht, die grundlegenden Positionen der beiden Kandidaten und ihre Differenzen aufzeigen w&uuml;rden.- K&ouml;nnte nat&uuml;rlich sein, dass die Differenzen zwischen dem ehemaligen IWF- Pr&auml;sidenten und der Mitbegr&uuml;nderin des Seeheimer Kreises recht klein sind.<\/em><\/p>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ein Pr&auml;sident ohne Mumm<\/strong><br>\nHorst K&ouml;hler ist ein apolitisches Staatsoberhaupt ohne eigenst&auml;ndiges Profil. Seit Monaten setzt er sein Amt nur noch unter wahltaktischen Gesichtspunkten ein. F&uuml;r eine Wiederwahl reicht das nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Gastkommentar-Ein-Pr%E4sident-ohne-Mumm\/509521.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Oskar, der Phantomkanzler<\/strong><br>\nEin Rentensicherungsgesetz soll nun verhindern, was nach menschlichem Ermessen nicht eintreten wird. An diesem Mittwoch soll es im Bundeskabinett verabschiedet werden. Dem Gesetz fehlt jede sachliche Grundlage, was schon schlimm genug ist. Noch schlimmer ist, was die Koalition&auml;re &uuml;berhaupt zu diesem Gesetz getrieben hat: Es ist die nackte Angst vor einem Renten-Wahlkampf der Linkspartei. Nur die n&auml;mlich w&auml;re in der Lage, die Rentner mit einer Angst-Kampagne so zu versunsichern, wie es die gro&szlig;e Koalition f&uuml;rchtet. \n<p>Und so macht die gro&szlig;e Koalition in vorauseilendem Gehorsam ein Gesetz zur Rentnerberuhigung, um einer Partei den Wind aus den Segeln zu nehmen, die schon jetzt Wasser unterm Bug verliert. Erschreckenderweise kommt hinzu, dass sich Lafontaine bisher noch gar nicht vernehmbar zu der Rentenfrage ge&auml;u&szlig;ert hat. Aber k&ouml;nnte. Das reicht offenbar schon, um den Gesetzgeber zu aktivieren. Oskar, der Phantomkanzler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/860\/467433\/text\/#top\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Erst gestern hatten wir zu einem Artikel von Heribert Prantl in den Hinweisen Ziffer 20 angemerkt, dass gerade auch in der S&uuml;ddeutschen Zeitung eine Zusammenarbeit mit der Linken als &bdquo;Pakt mit dem Teufel&ldquo; stigmatisiert werde. Ein besonders sch&ouml;nes und dazu noch absurdes Beispiel ist der obige Beitrag von Thorsten Denkler in der SZ. Da werden Lafontaine geradezu parapsychologische F&auml;higkeiten zugeschrieben, nur um mal wieder einen Popanz aufzubauen, damit Denkler seine kritische Position gegen ein Rentensicherungsgesetz so richtig aufmotzen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Obama in der Falle &ndash; vor Gericht droht ein Debakel<\/strong><br>\nSchon im Januar hatten sich Juristen der neuen Obama-Administration entsetzt gezeigt &uuml;ber das, was sie in den Akten der noch 241 Guant&aacute;namo-Gefangenen vorfanden. Offenbar hatte sich die Bush-Regierung nie die M&uuml;he gemacht, gerichtsfestes Belastungsmaterial zusammenzutragen und seri&ouml;se Anklagen vorzubereiten.\n<p>Vieles w&auml;re vor ordentlichen Gerichten kaum verwendbar &ndash; etwa Foltergest&auml;ndnisse oder Geheimdienstberichte mit anonymen Quellen und Informationen aus bestenfalls zweiter Hand. In herk&ouml;mmlichen Prozessen k&ouml;nnten solche Zeugen ins Kreuzverh&ouml;r genommen werden. Bei Milit&auml;rtribunalen sind die Rechte der Angeklagten eingeschr&auml;nkt, Beweisanforderungen gelockert, f&uuml;r einen Schuldspruch reicht eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Richter. Sollte Obama tats&auml;chlich die Milit&auml;rtribunale aufleben lassen, d&uuml;rfte er sich heftiger Kritik von Menschenrechtlern und der Parteilinken der Demokraten ausgesetzt sehen &ndash; und wohlfeiler H&auml;me von Hardlinern wie Ex-Vizepr&auml;sident Dick Cheney. Der hatte Folter und Tribunale als effektiv und unverzichtbar verteidigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1742702_Vor-Gerichten-droht-ein-Debakel-Obama-in-der-Falle.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Pr&auml;sident hat immer recht <\/strong><br>\nRice am Pranger: Die fr&uuml;here Au&szlig;enministerin spricht in Stanford &uuml;ber Folter &ndash; eine Studentin zeigt dies bei YouTube und leistet so einen gr&ouml;&szlig;eren Beitrag zur Demokratie als Bush mit seiner ganzen Amtszeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/811\/467385\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p>Nochmals: Weischenberg zum Internationalen Tag der Pressefreiheit dradio:<\/p>\n<p>In der Krise wird Information zunehmend zum Privatbesitz weniger. Bedeutet das nicht, dass sich der Staat noch st&auml;rker als bisher engagieren m&uuml;sste, das er zum Beispiel den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk noch st&auml;rker als bisher unterst&uuml;tzt. <\/p>\n<p>Weischenberg: <\/p>\n<p>Ja, das ist ein heikles Thema, ich fordere das eigentlich schon seit Jahren, also nicht staatliche Unterst&uuml;tzungen im Sinne direkter Subventionen, aber doch dar&uuml;ber nachzudenken, ob man nicht &uuml;ber Stiftungen sowas wie Qualit&auml;ts-Journalismus unterst&uuml;tzen k&ouml;nnte, also das man sich wirklich darauf einigt, dass die Medien, dass der Journalismus ein Kulturgut sind, also &auml;hnlich wie, was wei&szlig; ich, Wissenschaft, Museen, Bibliotheken, dann auch in &lsquo;ner bestimmten Weise &lsquo;ne Unterst&uuml;tzung braucht, da m&uuml;sste man &uuml;ber Modelle nachdenken, und ich hab&rsquo; den<br>\nEindruck, dass man jetzt schon eher bereit ist dar&uuml;ber nachzudenken, also wenn man solche Vorschl&auml;ge vor ein paar Jahren machte, dann pflegten vor allen Dingen Verleger sofort schreiend aus dem Saal zu laufen, inzwischen tun die das nicht mehr, weil sie alle wissen, dass sie mit der herk&ouml;mmlichen Form der Finanzierung so allm&auml;hlich Probleme bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090506_interview_weischenberg_2009_05_03.pdf\">Unser Leser D.H. hat uns das Interview mit dem DLF transkribiert [PDF &ndash; 52 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Eine erg&auml;nzende Anmerkung zu Ihrem Hinweis 14 vom 05.05.2009: <\/strong><br>\nEin Nachdenkseitenleser l&auml;sst uns interessante Informationen &uuml;ber den im Beitrag erw&auml;hnten Wirtschaftswissenschaftler Prof. Klaus J&auml;ger zukommen: Der Prof. Klaus Jaeger, dessen Berechnungen die Grundlage der LINKEN-Anfrage sind, ist selbst alles andere als ein Linker:<br>\nDie zitierten Berechnungen entstammen der Cash., einer Zeitschrift f&uuml;r Finanzberater (Ausgabe 2\/2009, S. 50f, leider nicht online verf&uuml;gbar).<\/p>\n<p>Der Autor war Anfang der 90er <a href=\"http:\/\/www.brainguide.de\/klaus-jaeger\">Vertriebschef einer Versicherung<\/a>.<br>\nAuch heute arbeitet er mit der Finanzindustrie zusammen: F&uuml;r den Finanzdienstleister FORMAXX www.formaxx.de und die Brancheninitiative QFZ-Stiftung www.qfz-initiative.de entwickelt er eine finanzmathematisch fundierte Finanzberatungsnorm, um den Kunden die Produkte zu vermitteln, die sie tats&auml;chlich am dringendsten brauchen (ebenfalls Cash., Ausgabe 3\/2009, S. 106, ebenfalls nicht online).<\/p>\n<p>Prof. Jaeger ist also eng mit der Finanzdienstleistungsindustrie verbunden und definitiv kein kapitalismusfeindlicher Ideologe. Trotzdem kommt er zu dem Ergebnis, dass Riester<br>\nhaupts&auml;chlich den Versicherungen n&uuml;tzt und nicht den Sparern.<\/p>\n<p>Name der Redaktion bekannt<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Unter den geschilderten Aspekten sind Prof. J&auml;gers Berechnungen (&bdquo; &hellip; dass Riester-Sparende im Durchschnitt 90 Jahre alt werden m&uuml;ssten, soll sich das Riestern f&uuml;r sie lohnen. Denn erst ab Erreichen dieser Altersgrenze erhielten sie ihre selbst eingezahlten Beitr&auml;ge in Form von Netto-Renten zur&uuml;ck. Erst ab dann profitieren die Sparenden tats&auml;chlich von den staatlichen Zusch&uuml;sse in Form ausgezahlter Netto-Renten.&ldquo;) besonders bemerkenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Krise bek&auml;mpfen. Sozialpakt f&uuml;r Europa! Die Verursacher m&uuml;ssen zahlen<\/strong><br>\nDGB-Demo zu den EGB-Aktionstagen f&uuml;r ein soziales Europa am 16.Mai in Berlin\n<p>EGB und DGB fordern:<\/p>\n<ol>\n<li>Ein erweitertes Konjunkturprogramm: F&uuml;r ein soziales Europa, das Armut, Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung aktiv bek&auml;mpft und eine gute &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge garantiert.<\/li>\n<li>Eine Europ&auml;ische Zentralbank, die sich zu Wachstum und Vollbesch&auml;ftigung verpflichtet, und nicht nur zu Preisstabilit&auml;t.<\/li>\n<li>Eine strenge Regulierung der Finanzm&auml;rkte, den Reichtum gerecht zu verteilen und ein Ende des Kasinokapitalismus. Kein &ldquo;Weiter so&rdquo;, sondern einen Neubeginn!<\/li>\n<li>H&ouml;here L&ouml;hne und sichere Renten, einen starken Sozialstaat und mehr Kaufkraft durch h&ouml;here Leistungen. Und: mehr Mitbestimmung, um die Arbeitnehmer zu sch&uuml;tzen und die Wirtschaft zu st&auml;rken.\n<\/li>\n<li>Soziale Grundrechte m&uuml;ssen Vorrang haben und &uuml;berall muss uneingeschr&auml;nkt gelten: &bdquo;Gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit am gleichen Ort&rdquo;! <\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/termine\/termindb\/termin_single?termid=2664\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Tipp: Die Sternstunde Philosophie mit Heiner Flassbeck kann heruntergeladen werden<\/strong><br>\nDas Schweizer Fernsehen bietet eine <a href=\"http:\/\/www.sf.tv\/sendungen\/sternstunden\/einzel.php?docid=videos-philosophie\">Ansicht hier<\/a> (Das Bild mit Flassbeck anklicken) und einen <a href=\"http:\/\/podcastsource.sf.tv\/media\/sf\/podcast\/sternstundephilosophie\/2009\/05\/sternstundephilosophie_20090503_110404_526k.m4v\">Download dort<\/a> an.<br>\nIst nat&uuml;rlich ziemlich gro&szlig; [215.628 KB] und nur mit DSL zu empfehlen.\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(MB\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ol>\n<li>Kalter Putsch: Industriestaaten im W&uuml;rgegriff der Finanzoligarchie<\/li>\n<li>Leichen pflastern ihren Weg &hellip; Der Weg der Hypo Real Estate in die Pleite<\/li>\n<li>Folterkammer f&uuml;r Banken<\/li>\n<li>Rechnen ohne Risiko<\/li>\n<li>Vorsicht, Entglobalisierung!<\/li>\n<li>Verfassungsrechtler B&ouml;ckenf&ouml;rde: Woran der Kapitalismus krankt<\/li>\n<li>Rechtsgutachten von Hans-Peter Schneider: Verfassungsrechtliche Grenzen einer &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; <\/li>\n<li>Welcher Konzern passt zu Opel?<\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3925\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3925","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3925","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3925"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3925\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3925"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3925"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3925"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}