{"id":39271,"date":"2017-07-21T10:40:46","date_gmt":"2017-07-21T08:40:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39271"},"modified":"2017-07-21T15:53:40","modified_gmt":"2017-07-21T13:53:40","slug":"bargeldlos-gegen-geldwaesche-und-kriminalitaet-so-einfach-ist-es-dann-doch-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39271","title":{"rendered":"Bargeldlos gegen Geldw\u00e4sche und Kriminalit\u00e4t? So einfach ist es dann doch nicht"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170719-bargeld-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Auf unseren <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39234\">Beitrag<\/a> zu den Profiteuren eines m&ouml;glichen Verbots des Bargelds haben wir wieder einmal viel Feedback bekommen. H&auml;ufig war darunter auch ein Argument der Bargeldgegner zu h&ouml;ren: Je sch&auml;rfer man gegen das Bargeld vorgeht, desto wirkungsvoller kann man Geldw&auml;sche und Kriminalit&auml;t bek&auml;mpfen. Oberfl&auml;chlich betrachtet mag das ja sogar einen Sinn ergeben. Wer sich die Formen moderner Geldw&auml;sche einmal anschaut, erkennt jedoch schnell, dass selbst ein Verbot des Bargelds hier nur marginale Auswirkungen h&auml;tte. Allenfalls Kleinkriminelle und &auml;rmere B&uuml;rger, die sich schwarz nebenbei ein paar Euro verdienen wollen, m&uuml;ssten wohl Nachteile in Kauf nehmen. Aber das kann ja wohl kein ernsthaftes Argument f&uuml;r einen derart drastischen Eingriff sein, der zahlreiche Nachteile f&uuml;r Alle mit sich bringt. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2839\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-39271-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170721_Bargeldlos_gegen_Geldwaesche_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170721_Bargeldlos_gegen_Geldwaesche_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170721_Bargeldlos_gegen_Geldwaesche_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170721_Bargeldlos_gegen_Geldwaesche_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=39271-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170721_Bargeldlos_gegen_Geldwaesche_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170721_Bargeldlos_gegen_Geldwaesche_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Lesen Sie dazu auch: Albrecht M&uuml;ller &ndash; &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30842\">Bargeld m&uuml;sste man erfinden, wenn es das nicht g&auml;be<\/a>&ldquo; und Norber H&auml;ring &ndash; &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36082\">Der Krieg gegen das Bargeld eskaliert<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><p>Vor einigen Jahren hatte ich das Vergn&uuml;gen, mich ausf&uuml;hrlicher mit dem <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Whistleblower-vor-Gericht-die-Rudolf-Elmer-Story-3388303.html\">Schweizer Banker und Whistleblower Rudolf Elmer<\/a> zu unterhalten. Elmer war als Chefbuchhalter f&uuml;r eine Tochter der Schweizer Privatbank Julius B&auml;r auf den Cayman Islands t&auml;tig und z&auml;hlt damit zu den wenigen Experten, die nicht nur theoretische, sondern auch sehr weitreichende praktische Kenntnisse haben, wie Finanzgesch&auml;fte &bdquo;im Graubereich&ldquo; vonstattengehen. Was Elmer mir damals bei meinen Recherchen erz&auml;hlte, ist auch im Kontext der aktuellen Debatte rund um das Bargeldverbot von Interesse.<\/p><p><strong>In der Belle Etage ist alles bargeldlos<\/strong><\/p><p>Nach weitl&auml;ufiger Vorstellung werden beispielsweise Bestechungsgelder und illegale Zuwendungen durch die &Uuml;bergabe eines Lederkoffers voller Bargeld besiegelt. Wer gegen Korruption vorgehen will, sollte sich von diesem Bild jedoch besser verabschieden. Bargeld findet in diesem Bereich heute eher im Feld der kleinen Schmiergelder (Bakschisch, Fakelaki) statt. Je h&ouml;her die zu schmierende Person und je gr&ouml;&szlig;er die Summe des Bestechungsgeldes, desto seltener kommt hierbei Bargeld zum Einsatz. Im oberen Bereich dominiert der bargeldlose Transfer auf ein &bdquo;sicheres&ldquo; Konto, das oft in einer sogenannten &bdquo;Steueroase&ldquo; beheimatet ist und im &bdquo;Top-Segment&ldquo; nicht auf den Namen des Verf&uuml;gungsberechtigten, sondern auf eine Stiftung (Trust) l&auml;uft, die von einem bevollm&auml;chtigten Anwalt gef&uuml;hrt wird &ndash; es ist kein Zufall, dass auf jeden der 45.000 Bewohner der Cayman Islands <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Suendenfall-im-Steuerparadies-3382540.html\">zwei Unternehmen kommen<\/a>. Es ist falsch, bei den windigen Finanzstandorten immer nur an Steuerhinterziehung zu denken. Die gibt es zwar auch, jedoch ist sie meist eher eine Folge anderer Straftaten, denn wer versteuert schon Schmiergelder, Schwarzgelder oder Eink&uuml;nfte aus illegalen Gesch&auml;ften? Und selbstverst&auml;ndlich fliegen keine B&ouml;sewichte mit vollen Lederkoffern auf die Caymans. Die Belle Etage der Finanzkriminalit&auml;t hat mit Bargeld nicht viel am Hut. Und bei den Drogen- und Waffenschiebern sieht es genauso aus. <strong>Wer einen Container Kalaschnikows oder eine Tonne Heroin kauft, der zahlt nicht in bar &ndash; so was gibt es nur in zweitklassigen Hollywood-Filmen<\/strong>.<\/p><p>Auch im Stockwerk darunter ist Bargeld schon lange ein Auslaufmodell. Wenn sich beispielsweise ein leitender Beamter daf&uuml;r bezahlen l&auml;sst, dass er bei seinem Job lieber beide Augen zudr&uuml;ckt, kassiert er daf&uuml;r heutzutage meist kein Bargeld. Vor allem im osteurop&auml;ischen Raum &ndash; aber auch in Deutschland &ndash; <strong>sind Prepaid-Kreditkarten f&uuml;r solche Einsatzzwecke der Renner<\/strong>. Man gr&uuml;ndet eine Briefkastenfirma auf den Jungferninseln und stellt einem fiktiven Mitarbeiter mit dem Namen des Beamten eine aufgeladene Barclaycard aus. Damit kann er sich an jedem Geldautomaten der Welt die passende Bargeldmenge auszahlen lassen oder in fast jedem Gesch&auml;ft anonym shoppen gehen &ndash; <strong>und das alles ohne pralle Koffer und zu Hause gehortetem Bargeld<\/strong>, das vor allem bei Bestechungen aus dem Umfeld der Organisierten Kriminalit&auml;t dann ja auch nicht mehr allzu sicher ist. F&uuml;r die komplette Infrastruktur, angefangen bei der Gr&uuml;ndung der Briefkastenfirma, bis hin zur Entgegennahme und Verwaltung der Kontoausz&uuml;ge, gibt es &uuml;brigens spezielle Dienstleister &ndash; Anwaltskanzleien, die oft auf fragw&uuml;rdigen Inseln, aber auch gerne in den Alpen oder den Finanzzentren der Welt ihre B&uuml;ros haben. <\/p><p><strong>Heutzutage hat die Prepaid-Kreditkarte durch sogenannte &bdquo;Cryptow&auml;hrungen&ldquo;[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>] Konkurrenz bekommen.<\/strong> Der Vorteil von Bitcoin und Co. ist, dass sie nahezu vollkommen anonym sind und sich auch fast vollkommen anonym transferieren lassen. Der Nachteil ist die atemberaubende Volatilit&auml;t und die mangelnde Akzeptanz im Einzelhandel. W&auml;hrend man mit einer Prepaid-Kreditkarte an jeder Tankstelle und in fast jedem Supermarkt einkaufen kann, werden Bitcoins in der Regel nur von wenigen Online-Anbietern akzeptiert. Es gibt zwar M&ouml;glichkeiten, Bitcoins in echtes Geld zur&uuml;ckzutauschen &ndash; dann ist jedoch die Anonymit&auml;t pass&eacute;. Au&szlig;er man geht den riskanten Weg &uuml;ber ausl&auml;ndische &bdquo;Finanzagenten&ldquo;[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">**<\/a>], was jedoch ein geh&ouml;riges Ma&szlig; krimineller Energie und Know how voraussetzt.<\/p><p><strong>Auch bei der Geldw&auml;sche wird kaum Bargeld gewaschen<\/strong><\/p><p>&Auml;hnlich verh&auml;lt es sich bei der Geldw&auml;sche. Im gr&ouml;&szlig;eren Ma&szlig;stab geht es bei der Geldw&auml;sche immer darum, Geld, das auf schwarzen oder grauen Konten liegt, in den regul&auml;ren Wirtschaftskreislauf zu bringen und am Ende des Prozesses legale Einnahmen zu generieren. In der Regel wird dies &uuml;ber fiktive Handels- oder Warengesch&auml;fte gemacht. Auch Wetten, Gl&uuml;cksspiel, Immobiliengesch&auml;fte und Finanzspekulationen sind &uuml;bliche Methoden, um die illegale Herkunft von Geldern zu verschleiern. Je weiter oben die Geldw&auml;sche angesiedelt ist, desto n&auml;her ist sie in der Regel jedoch auch am &bdquo;normalen&ldquo; Wirtschaftsgeschehen. Damit besch&auml;ftigen sich in Deutschland BKA und zahlreiche Schwerpunktstaatsanwaltschaften &ndash; es geht um Konten in Steueroasen, Scheingesch&auml;fte mit Briefkastenfirmen aus &Uuml;bersee, intransparente Firmennetzwerke und unz&auml;hlige Finanzagenten, Bevollm&auml;chtige und Anw&auml;lte, die bei solchen Transaktionen zum Einsatz kommen. <strong>Eins kommt bei der professionellen Geldw&auml;sche im oberen Segment jedoch nie zum Einsatz: Bargeld in irgendwelchen Koffern.<\/strong><\/p><p><strong>Wo ein Wille ist, ist immer auch ein Weg<\/strong><\/p><p>Wenn Koffer zum Einsatz kommen, dann zu einem ganz anderen Zweck: Die Kunden der angesehenen Privatbanken, die sich mit &bdquo;grauen Gesch&auml;ften&ldquo; eine goldene Nase verdienen, haben nat&uuml;rlich kein gesteigertes Interesse daran, mit m&ouml;glicherweise belastenden Dokumenten in Kontakt zu kommen. Daher haben sich diese Banken einen besonderen Premium Service ausgedacht. Kommt ein derartiger Kunde beispielsweise mal zum Skiurlaub nach St. Moritz oder Davos, kann er gleich neben dem Lift einen Anwalt der Bank treffen und s&auml;mtliche notwendigen Vertr&auml;ge und Unterlagen bequem gegenzeichnen. Diese Praxis nennt sich Holdmail und ist vor allem deshalb so beliebt, da die Beh&ouml;rden selbst bei konkretem Verdacht hier meist nicht aktiv werden k&ouml;nnen, da die Dokumente im Koffer des Anwalts aufgrund der Mandantenbeziehung einen besonderen Schutz genie&szlig;en. Das ist alles sehr ausgereift und professionell. Und wir machen uns Gedanken &uuml;ber Bargeld. <\/p><p>Bargeld kommt bei der Organisierten Kriminalit&auml;t und der Geldw&auml;sche nur an der untersten Stelle vor. Der Freier einer Zwangsprostituierten zahlt in bar, der Kunde eines kleinen Drogenh&auml;ndlers ebenfalls und selbst illegale Waffen werden von Kleinganoven wohl meist in bar bezahlt. Aber wer denkt ernsthaft, dass diese illegalen Dienstleistungen verschwinden w&uuml;rden, wenn man in der EU das Bargeld verbietet? Dann zahlt der Freier die Prostituierte halt in Dollar, Franken oder Rubel, der Drogenh&auml;ndler verkauft seine Ware gegen Amazon-Gutscheine und die Waffe wechselt gegen anonym &uuml;ber das Smartphone transferierte Bitcoins ihren Besitzer. Wo ein Wille ist, ist immer auch ein Weg. Und Bitcoins lassen sich sogar noch einfacher &bdquo;waschen&ldquo; als Bargeld. <strong>Wer den Eindruck erweckt, die Kriminalit&auml;t w&uuml;rde verschwinden, wenn man das Bargeld einschr&auml;nkt oder gar verbietet, macht sich bestenfalls selbst etwas vor.<\/strong> Gerade die Organisierte Kriminalit&auml;t ist schlie&szlig;lich nicht eben f&uuml;r ihre Phantasielosigkeit bekannt.<\/p><p><strong>Wer die Kriminalit&auml;t bek&auml;mpfen will, muss die richtigen Hebel in Gang setzen<\/strong><\/p><p>Dabei g&auml;be es Mittel und Wege, wirkungsvoller als heute gegen Geldw&auml;sche und Organisierte Kriminalit&auml;t vorzugehen. Dazu z&auml;hlt beispielsweise der Kampf gegen intransparente Finanzstrukturen in den Steueroasen, aber auch in der EU selbst. W&uuml;rde man beispielsweise ein Gesetz verabschieden, das Banker pers&ouml;nlich haftbar f&uuml;r die bis dato fahrl&auml;ssig und vors&auml;tzlich geduldeten kriminellen Machenschaften ihrer Kunden macht, w&auml;re das Problem wohl schnell beseitigt. Das Gesch&auml;ftsmodell von Finanzstandorten wie den Caymans, den Jungferninseln oder auch den Kanalinseln besteht doch einzig und allein darin, Finanzstr&ouml;me zu verschleiern. Es gibt kein vern&uuml;nftiges Argument, diese &bdquo;Steueroasen&ldquo; nicht mit aller Gewalt auszutrocknen. <\/p><p>Auch vor der eigenen Haust&uuml;r g&auml;be es noch einiges zu tun. So m&uuml;ssen Sie zwar die Herkunft von h&ouml;heren Bargeldeinzahlungen schon heute belegen, aber wenn Sie f&uuml;r ein simples Handelsgesch&auml;ft eine Briefkastenfirma aus &Uuml;bersee zwischenschalten, m&uuml;ssen Sie dies den Beh&ouml;rden nicht begr&uuml;nden. Warum? W&auml;hrend der Staat von jedem Hartz-IV-Empf&auml;nger eine l&uuml;ckenlose Finanzauskunft bekommt, steht er bei der Bek&auml;mpfung der Geldw&auml;sche einer ganzen Armada aus hochtalentierten Bankern, Anw&auml;lten und IT-Fachleuten gegen&uuml;ber. Hier m&uuml;sste der Fokus komplett neu justiert werden. <\/p><p>Ein Verbot des Bargelds hat damit jedoch &uuml;berhaupt nichts zu tun. <strong>Wenn die gr&ouml;&szlig;eren illegalen Finanzstr&ouml;me auch in der OK ohnehin digital erfolgen, kann man so viel an der Bargeldschraube drehen, wie man will &ndash; man erreicht gar nichts.<\/strong> Allenfalls auf einem ganz anderen Gebiet w&uuml;rde ein Bargeldverbot zu leichteren Kopfschmerzen f&uuml;hren &ndash; kleine Handwerker oder Hartz-IV-Empf&auml;nger, die nach Feierband gegen Bares kleinere Reparaturen &uuml;bernehmen, den Rasen m&auml;hen oder mit dem Hund Gassi gehen, w&uuml;rde ein Bargeldverbot nat&uuml;rlich treffen. Wer keine Briefkastenfirmen, Bitcoin-Finanzagenten und Schweizer Premium-Banker hat, schaut bei einem Bargeldverbot erst einmal in die R&ouml;hre. Aber selbst hier bietet der Handel bereits Alternativen: Gutscheine von Amazon oder auch Edeka w&uuml;rde sicher auch &ndash; zur Not mit einem kleinen Abschlag &ndash; jeder kleine &bdquo;Schwarzarbeiter&ldquo; akzeptieren, dem die professionellen Umwege nicht offenstehen. Und somit verpufft de facto auch noch der letzte &bdquo;Vorteil&ldquo;, den sich die Bargeld-Gegner in puncto Kriminalit&auml;tsbek&auml;mpfung von einem Bargeldverbot versprechen. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] Bitcoin und Co. sind streng genommen keine W&auml;hrungen, da die Umlaufmenge nicht variabel auf die Nachfrage reagieren kann. Dies f&uuml;hrt bei stetiger Nachfrage zu einer deutlichen &bdquo;Deflation&ldquo;, die diese Produkte als W&auml;hrung oder Geldersatz disqualifiziert. Vom Typ her kann man diese &bdquo;Cryptow&auml;hrungen&ldquo; eher als extrem riskante Wertpapiere einordnen, die &auml;hnlich den Penny-Stocks nicht durch reale Werte abgesichert und extrem volatil sind. Ihren Erfolg verdanken Bitcoin und Co. vor allem dem Umstand, dass sie von zahlreichen Chinesen zur Umgehung der Kapitalverkehrskontrollen genutzt werden. In China findet bis zu 95% des Handels mit Bitcoin statt.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;**<\/a>] Bei dieser Praxis tauschen Personen in L&auml;ndern mit lascher Regulierung &ndash; oft Vietnam und Nigeria &ndash; Bitcoins in digitales Geld in echten W&auml;hrungen und &uuml;berweisen das Geld &ndash; meist indirekt &uuml;ber weitere Strohm&auml;nner oder Briefkastenfirmen &ndash; gegen eine Geb&uuml;hr an den gew&uuml;nschten Empf&auml;nger.<\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/4c0496b4f8a34a1aa4cbf95af0d3025f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170719-bargeld-01.png\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Auf unseren <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39234\">Beitrag<\/a> zu den Profiteuren eines m&ouml;glichen Verbots des Bargelds haben wir wieder einmal viel Feedback bekommen. H&auml;ufig war darunter auch ein Argument der Bargeldgegner zu h&ouml;ren: Je sch&auml;rfer man gegen das Bargeld vorgeht, desto wirkungsvoller kann man Geldw&auml;sche und Kriminalit&auml;t bek&auml;mpfen.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39271\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,134,123,127,138],"tags":[1870,1968,2122,1086,1978,1760,1495],"class_list":["post-39271","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-finanzen-und-waehrung","category-kampagnentarnworteneusprech","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-steuerhinterziehungsteueroasensteuerflucht","tag-bargeld","tag-briefkastenfirmen","tag-cryptowaehrungen","tag-elmer-rudolf","tag-geldwaesche","tag-kriminalitaet","tag-schwarzgeld"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39271"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39271\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39296,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39271\/revisions\/39296"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}