{"id":39291,"date":"2017-07-23T12:00:14","date_gmt":"2017-07-23T10:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39291"},"modified":"2017-07-25T08:04:26","modified_gmt":"2017-07-25T06:04:26","slug":"mossul-2017-wenn-menschliche-schutzschilde-nicht-schuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39291","title":{"rendered":"Mossul 2017: Wenn \u201emenschliche Schutzschilde\u201c nicht sch\u00fctzen"},"content":{"rendered":"<p>Die <em>Welt<\/em> <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/article95664\/Menschlicher-Schutzschild-verhindert-Luftangriff.html\">berichtete<\/a> im November 2006 &bdquo;Menschlicher Schutzschild verhindert Luftangriff&ldquo;: hunderte Anwohner h&auml;tten sich im Gaza-Streifen um das Haus eines militanten Pal&auml;stinensers versammelt, und die israelische Armee habe daraufhin den Beschuss des Hauses abgebrochen, um keine unbeteiligten Zivilisten zu treffen. Die Armee habe pal&auml;stinensische Aktivisten daf&uuml;r kritisiert, Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. Von <strong>Stefanie Intveen<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1893\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-39291-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170724_Mossul_2017_Menschliche_Schutzschilde_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170724_Mossul_2017_Menschliche_Schutzschilde_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170724_Mossul_2017_Menschliche_Schutzschilde_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170724_Mossul_2017_Menschliche_Schutzschilde_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=39291-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170724_Mossul_2017_Menschliche_Schutzschilde_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170724_Mossul_2017_Menschliche_Schutzschilde_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Ein &bdquo;menschliches Schutzschild&ldquo; entsteht dadurch, dass sich Zivilisten vor ein milit&auml;risches Ziel stellen, um den Gegner von einem Angriff abzuhalten. Manchmal werden Zivilisten dazu von der attackierten Kriegspartei gezwungen. Diese Verteidigungstaktik funktioniert immer dann, wenn sich die angreifende Kriegspartei an die v&ouml;lkerrechtlichen Regeln f&uuml;r den Krieg h&auml;lt und sich entschlie&szlig;t, mit R&uuml;cksicht auf die Zivilpersonen nicht anzugreifen. Gem&auml;&szlig; den Genfer Konventionen sind alle Kriegsparteien dazu verpflichtet, Zivilisten und kampfunf&auml;hige Soldaten zu sch&uuml;tzen. <\/p><p>Auch in der nordirakischen Stadt Mossul rechnete ein &Uuml;bersetzer, der am 21. Februar 2017 vom <em>Deutschlandfunk<\/em> zitiert wurde, damit, dass die angreifenden Truppen der US-gef&uuml;hrten &bdquo;Anti-IS- Koalition&ldquo; auf Zivilisten R&uuml;cksicht nehmen w&uuml;rden: &ldquo;Der West-Teil der Stadt besteht aus engen Stra&szlig;en und Gassen. Gepanzerte Fahrzeuge kommen da nicht durch. Auch Autos nicht. Es wird enorm schwierig f&uuml;r das irakische Milit&auml;r. [&hellip;] Aus der Luft zu bombardieren geht nicht, dann t&ouml;tet man viele Zivilisten. Es kann lange dauern.&ldquo; Der Mann hatte jedoch, wie sich jetzt herausstellt, die Bereitschaft der angreifenden Truppen, sich an die v&ouml;lkerrechtlichen Regeln f&uuml;r den Krieg zu halten, &uuml;bersch&auml;tzt. <\/p><p>Am 28. M&auml;rz 2017 berichtete der Publizist, ehemalige Richter und CDU-Bundestagsabgeordnete J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer dem Deutschlandfunk von seiner am Vortag beendeten Reise nach Mossul. Er halte die Strategie der Angreifer f&uuml;r &bdquo;absurd, pervers und auch f&uuml;r kriminell&ldquo; und f&uuml;hrte aus: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir haben 2.000 gesch&auml;tzt, manche sagen, es seien noch weniger, 2.000 IS-Terroristen noch in West-Mossul. Das ist der &auml;ltere Teil der Stadt. [&hellip;] Da sind die Stra&szlig;en kleiner [&hellip;], und da geht es jetzt rein. Aber die Strategie besteht darin, dass vor allem die Amerikaner den Abschnitt, den sie erobern wollen, kurz und klein bomben. Und wenn dann alles kurz und klein gebombt ist &ndash; und in der Regel werden da 90 Prozent der Toten Zivilisten sein, dann gehen die irakischen Sondereinheiten [&hellip;] rein und machen den Rest. Was ist das f&uuml;r eine Strategie, dass man eine Stadt plattmacht und dann reingeht und erobert? Und die Stadt wird plattgemacht mit einer Strategie, die wir sehr genau beobachten konnten, denn ich war auf der Dachterrasse eines der vorgeschobenen Hauptquartiere der amerikanischen Armee, die teilweise in irakischen Uniformen, was alles verboten ist, heruml&auml;uft, und die schiitischen Milizen laufen auch nicht mit ihren Abzeichen herum. Da sitzen dann auf einer Dachterrasse vier, f&uuml;nf Offiziere mit ihren Computern und mit besonderen Apparaten, wo sie ganz genaue Luftaufnahmen, die wir auch sehen konnten, von einzelnen Zielen zugeliefert bekommen, via Satellit, &uuml;ber Drohnen, vielleicht auch &uuml;ber andere Flugzeuge [&hellip;], und da werden die Ziele ausgew&auml;hlt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die von Todenh&ouml;fer beschriebene Strategie l&auml;sst sich auch der Einsch&auml;tzung des Islamwissenschaftlers Guido Steinberg entnehmen, eines Mitarbeiters der Stiftung Wissenschaft und Politik und ehemaligen Terrorismusreferenten des Bundeskanzleramtes. Er sagte am 21. Februar 2017 dem <em>Deutschlandfunk<\/em>, es seien nicht sehr viele Bewohner gefl&uuml;chtet, so dass man von sieben bis 800.000 Zivilisten im Westen Mossuls ausgehen m&uuml;sse. Eine Eroberung dieses Teils der Stadt werde &bdquo;insgesamt nicht ohne viele zivile Opfer abgehen k&ouml;nnen&ldquo;. Man m&uuml;sse damit rechnen, &bdquo;weil ja [&hellip;] der IS [&hellip;] diese mehreren hunderttausend Menschen als menschliche Schutzschilde&ldquo; nehme. Gefragt, ob es trotzdem richtig sei, &bdquo;den Westen Mossuls vom IS zu befreien&ldquo;, antwortete er: &bdquo;Ich denke, dass es f&uuml;r den irakischen Staat da &uuml;berhaupt keine Alternative gibt.&ldquo; &Uuml;ber das &bdquo;Recht im Krieg&ldquo; und milit&auml;rische Alternativen zur bevorstehenden Bombardierung West-Mossuls wurde in dem Interview nicht gesprochen, geschweige denn &uuml;ber politische Handlungsalternativen.<\/p><p>H&auml;tte nicht die einzig zul&auml;ssige Schlussfolgerung der milit&auml;rischen und politischen F&uuml;hrung angesichts der Lage darin bestehen m&uuml;ssen, die Eroberung abzublasen und nach anderen Konfliktl&ouml;sungsm&ouml;glichkeiten zu suchen? Auch wenn der IS &ndash; der von J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer auf maximal 2.000 K&auml;mpfer gesch&auml;tzt wurde &ndash; tats&auml;chlich im Stande gewesen sein sollte, mehrere hunderttausend Menschen als &bdquo;menschliche Schutzschilde&ldquo; einzusetzen, wie Guido Steinberg glaubte, so entbindet das die angreifende Seite nicht von der Pflicht, die als Schutzschilde missbrauchten Zivilisten zu sch&uuml;tzen. Deshalb stoppte die israelische Armee 2006 den Beschuss des Hauses im Gazastreifen.<\/p><p>Dass es auch milit&auml;rische Alternativen gegeben h&auml;tte, erkl&auml;rte der ehemalige Bundeswehroffizier und Luftkriegsplaner der NATO, Oberstleutnant a.D. Ulrich Scholz, in der ARD-Sendung Monitor am 6. Juli 2017 &uuml;ber die Bombardierung Mossuls:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Dann m&uuml;ssen wir [&hellip;] mit all unseren Kr&auml;ften, die wir am Boden haben, [&hellip;] in die Stadt gehen und m&uuml;ssten mit allen Mitteln, die wir haben, die Zivilisten sch&uuml;tzen. Und das ist aber eine ganz andere Strategie und auch operativ m&uuml;sste das ganz anders laufen. Das was wir jetzt machen ist eine Minimuml&ouml;sung, wo wir unsere Technik ausspielen und unsere eigenen Opfer gegen Null halten. Aber daf&uuml;r bluten halt jeden Tag immer mehr syrische Zivilisten oder irakische Zivilisten. Und das f&uuml;hrt nirgendwohin.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das Ausw&auml;rtige Amt meldete am 11. Juli 2017: &bdquo;Die Millionenstadt Mossul in Nordirak ist endlich von der Terrormiliz IS befreit. Das ist ein gro&szlig;er Erfolg f&uuml;r die irakische Armee, unterst&uuml;tzt durch die globale Anti-IS-Koalition, an der auch Deutschland beteiligt ist. Jetzt kommt es darauf an, die Region schnellstm&ouml;glich zu stabilisieren, um den Menschen wieder eine Lebensgrundlage vor Ort bieten zu k&ouml;nnen. Deutschland engagiert sich 2017 in Irak voraussichtlich mit 100 Millionen Euro f&uuml;r humanit&auml;re Hilfe und weiteren 46 Millionen f&uuml;r Stabilisierungsprojekte. (&hellip;) Um aus dem milit&auml;rischen Sieg einen langfristigen Erfolg zu machen, braucht es beides: eine schnell sp&uuml;rbare Friedensdividende und stabile staatliche Strukturen. Deutschland steht dabei fest an der Seite der irakischen Bev&ouml;lkerung.&ldquo; <\/p><p>Wie der &bdquo;gro&szlig;e Erfolg&ldquo; der irakischen Armee und der &bdquo;globalen Anti-IS-Koalition&ldquo; tats&auml;chlich aussieht, schrieb Martin Gehlen am selben Tag in <em>Zeit-Online<\/em>:<\/p><blockquote><p>\n&#8232;&bdquo;Das Resultat des Krieges: Mindestens 32.000 H&auml;user sind nach einem ersten &Uuml;berblick der Vereinten Nationen nur noch Schutt und Asche. 920.000 Menschen mussten seit Beginn der Offensive im vergangenen Oktober [2016] aus der umk&auml;mpften Stadt fliehen und hausen seitdem in Zeltlagern. Mindestens ein Drittel der Bev&ouml;lkerung besitzt kein Dach mehr &uuml;ber dem Kopf. Tausende Zivilisten kamen bei den Dauerbombardements der alliierten Luftwaffe ums Leben, wurden von Minen zerfetzt oder von den Extremisten hinterr&uuml;cks auf der Flucht erschossen. Insgesamt liegt ein Drittel des historischen Westteils von Mossul in Tr&uuml;mmern.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Muss die Pressesprache der Bundesregierung in den Ohren der &uuml;berlebenden Opfer nicht wie Hohn klingen? Die Bundesregierung ist als Mitglied der &bdquo;globalen Anti-IS-Koalition&ldquo; mitverantwortlich f&uuml;r die bewusste, planm&auml;&szlig;ige Bombardierung der irakischen Zivilbev&ouml;lkerung, die vermutlich als Kriegsverbrechen einzustufen ist, und die Zerst&ouml;rung ziviler Infrastruktur, deren Wiederaufbaukosten nach UN-Angaben auf Milliarden US-Dollar gesch&auml;tzt wird. <\/p><p>Die Bundeswehr steht unter der milit&auml;rischen F&uuml;hrung des Generalinspekteurs, General Volker Wieker. Dieser untersteht der politischen F&uuml;hrung: Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, welche &bdquo;im Friedens- und im Spannungsfall&ldquo; die Befehls- und Kommandogewalt innehat, und Bundeskanzlerin Angela Merkel im Verteidigungsfall gem&auml;&szlig; &sect;115b Grundgesetz (Anmerkung: der Fall des Angriffskriegs kommt in den deutschen Regelungen nicht vor). <\/p><p>Die Bundeskanzlerin durfte im ARD-Sommerinterview am 16. Juli 2017 behaupten, die Regierung arbeite an der Bek&auml;mpfung der Fluchtursachen (ab 17. Minute). Die beiden Journalisten fragten nicht, wie das dazu passe, dass die Bundesregierung Teil der &bdquo;globalen Anti-IS-Koalition&ldquo; sei, welche in den vorangegangenen neun Monaten 920.000 Menschen aus der 2,9-Millionen- Einwohner-Metropole Mossul in die Flucht getrieben h&auml;tte. Weil die Journalisten nicht nachhakten, wurde nicht klar, dass es eine Mitverantwortung Deutschlands f&uuml;r die vermutlichen Kriegsverbrechen in Mossul gibt. Mossul wurde noch nicht einmal erw&auml;hnt, obwohl Amnesty International f&uuml;nf Tage vor dem Interview einen f&uuml;nfzigseitigen Bericht ver&ouml;ffentlicht hatte, der m&ouml;gliche Kriegsverbrechen der US-gef&uuml;hrten &bdquo;Anti-IS-Koalition&ldquo; in Mossul dokumentierte. <\/p><p>Eine Chance wurde verpasst, denn es gibt viele Fragen an die Kanzlerin, aber auch an die Verteidigungsministerin und den Generalinspekteur: <\/p><p>Waren sie jeweils &uuml;ber die Art der Kriegf&uuml;hrung vollst&auml;ndig informiert? Falls nicht: was haben sie getan, um sich Aufschluss zu verschaffen? Warum haben sie die Bundeswehr nicht unverz&uuml;glich aus der &bdquo;Anti-IS-Allianz&ldquo; zur&uuml;ckgezogen? Hat die Bundeswehr milit&auml;rische Zieldaten an die angreifenden Truppen geliefert? Welche milit&auml;rischen Aufgaben hatte die Bundeswehr w&auml;hrend der Bombardierung der Stadt? Gab es Proteste im Bundesverteidigungsministerium oder F&auml;lle von Befehlsverweigerung bei der Truppe? Wussten sie jeweils, wieviele Kinder sich in der Stadt aufhielten? Warum dieses Gemetzel? <\/p><p>Haben die Bundeswehroffiziere, welche kurdische Peschmerga-Offiziere f&uuml;r den Angriff auf Mossul ausgebildet haben, ihre Sch&uuml;ler auch in den v&ouml;lkerrechtlichen Regeln der Kriegf&uuml;hrung unterwiesen? Gab es ein Ausbildungsmodul zur Verantwortung des Einzelnen im Krieg? Zur Pflicht der Befehlsverweigerung bei offensichtlichen V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;chen? W&auml;re die Befehlsverweigerung in der &bdquo;Anti-IS-Koalition&ldquo; ohne Gefahr f&uuml;r Leib und Leben des Verweigerers m&ouml;glich? <\/p><p>Beim CSC, dem Cologne Song Contest, am 11. Juli 2017 in K&ouml;ln fand die Jugendband &bdquo;Another Optimism&ldquo; einen treffenden Ausdruck f&uuml;r den Wahnsinn dieser Politik: &bdquo;The definition of insanity? Bombing for peace is like fucking for virginity&ldquo; (&bdquo;Die Definition von Wahnsinn? Bomben f&uuml;r den Frieden ist wie Sex f&uuml;r die Jungfr&auml;ulichkeit&ldquo; &ndash; &Uuml;bers. S. I.). Und zwei vierzehnj&auml;hrige Rapper der Gesamtschule K&ouml;ln-M&uuml;lheim texteten in ihrem Song &bdquo;Mensch ist Mensch&ldquo;: &bdquo;in jedem Land existiert nur noch sinnloser Krieg \/ und es gibt keine Aussicht auf einen sinnvollen Sieg (&hellip;) \/ uns wurde allen nur dieses eine Leben gegeben \/ wann fangen wir endlich an miteinander zu reden????&ldquo; <\/p><p>H&auml;tten Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Volker Wieker, aber auch Guido Steinberg und die ARD-Journalisten zufrieden stellende Antworten auf die Fragen der Jugendlichen?<\/p><p>Warum das Gemetzel in Mossul? Was habt ihr getan, um es zu verhindern?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die <em>Welt<\/em> <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/article95664\/Menschlicher-Schutzschild-verhindert-Luftangriff.html\">berichtete<\/a> im November 2006 &bdquo;Menschlicher Schutzschild verhindert Luftangriff&ldquo;: hunderte Anwohner h&auml;tten sich im Gaza-Streifen um das Haus eines militanten Pal&auml;stinensers versammelt, und die israelische Armee habe daraufhin den Beschuss des Hauses abgebrochen, um keine unbeteiligten Zivilisten zu treffen. Die Armee habe pal&auml;stinensische Aktivisten daf&uuml;r kritisiert, Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. 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