{"id":39321,"date":"2017-07-24T08:31:35","date_gmt":"2017-07-24T06:31:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321"},"modified":"2017-07-24T08:31:35","modified_gmt":"2017-07-24T06:31:35","slug":"hinweise-des-tages-2921","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h01\">Die M&auml;r der Kostenexplosion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h02\">Das American Empire und seine Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h03\">Autobranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h04\">Beschleunigter Artenschwund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h05\">EU plant Importz&ouml;lle auf warmgewalzten Stahl aus Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h06\">Banken drohen Milliarden-R&uuml;ckzahlungen wegen Bearbeitungsgeb&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h07\">EU-Kommission will Glyphosat f&uuml;r weitere zehn Jahre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h08\">Zur Aussage zwingen: Mehr Macht f&uuml;r die Polizei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h09\">G20<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h10\">An Neuinvestitionen in der T&uuml;rkei &ldquo;kaum zu denken&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h11\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h12\">Hilferuf aus Gaza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h13\">Erdogan-Bashing als Teil des deutschen Wahlkampfs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h14\">Georg Restle an J&ouml;rg Meuthen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h15\">Alles Merkel &ndash; oder was?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h16\">Entfristungsoffensive: Ein Check der Wahlprogramme und Beschl&uuml;sse der Parteien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h17\">Studie kritisiert mangelnde Neutralit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39321#h18\">Dunkelkammern des Ich<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die M&auml;r der Kostenexplosion<\/strong><br>\nDie Behauptung, das deutsche Gesundheitswesen sei nicht mehr bezahlbar, wird inzwischen von Vielen als gegeben akzeptiert. Das ist aber nicht richtig,<br>\nwie nachfolgender &ouml;konomischer und gesundheitspolitischer Diskurs darlegt.<br>\nIst Deutschlands Gesundheitswesen in den kommenden Jahrzehnten noch bezahlbar? Die Antwort ist: Ja, und zwar mindestens f&uuml;r die n&auml;chsten f&uuml;nfzig Jahre! F&uuml;r viele wenig glaubhaft, wird doch in der breiten &Ouml;ffentlichkeit die Behauptung von der Nichtfinanzierbarkeit und der Kostenexplosion im Gesundheitswesen l&auml;ngst als Tatsache akzeptiert. Diese Auffassung ist durch die Medien verbreitet und verfestigt worden. Begleitet wird diese Argumentation stets von einer weiteren, kaum angezweifelten &Uuml;berzeugung, n&auml;mlich der Vergreisung der Gesellschaft und einer dadurch kaum beherrschbaren Kostenexplosion .<br>\nDie nachfolgenden Thesen liefern Gegenargumente, die die Finanzierbarkeit unseres Gesundheitswesens aufzeigen. (&hellip;)<br>\nAm Ende dieser Entwicklung ist der Patient zum Kunden und Gesundheit zur Ware mutiert. Alles erscheint objektiv, weil in Zahlen und Rankings fassbar. Die Struktur des Gesundheitswesens ist durch &ouml;konomische &bdquo;Sachzw&auml;nge&ldquo; vorgegeben und<br>\ngesellschaftspolitischen Wertentscheidungen weitgehend entzogen. Mithin &bdquo;das Ende der klassischen Medizin&ldquo;. Eine kaum bemerkte Monetarisierung aller menschlicher Beziehungen, die Verinnerlichung einer kommerzgesteuerten Marktanpassung, letztlich die<br>\nAnpassung an die dominierende neoklassische Markttheorie, die bei genauerer Betrachtung an Skurrilit&auml;t kaum zu &uuml;berbieten ist. Worauf es ankommt, ist eine Orientierung in Relation zu den realisierbaren M&ouml;glichkeiten im Rahmen der Produktivit&auml;t. Welche der M&ouml;glichkeiten realisiert werden soll, obliegt Wertentscheidungen, die keinen Sachzw&auml;ngen unterliegen. M. a. W.: Daseinsf&uuml;rsorge ist das gesellschaftliche Ziel, Kostenreduktion ein Mittel und nicht Selbstzweck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/170724-die-maer-der-kostenexplosion.pdf\">Deutsches &Auml;rzteblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das American Empire und seine Medien<\/strong><br>\nViele F&uuml;hrungspersonen und Top-Journalisten von nahezu allen bekannten amerikanischen Medien sind in das Netzwerk des einflussreichen Council on Foreign Relations (CFR) eingebunden.<br>\nGegr&uuml;ndet 1921 als eine private, &uuml;berparteiliche Organisation, pr&auml;gt der CFR und seine knapp 5000 renommierten Mitglieder seit Jahrzehnten die amerikanische Au&szlig;enpolitik und deren mediale Darstellung. Ein bekanntes CFR-Mitglied erkl&auml;rte einst, dass das Ziel tats&auml;chlich die Etablierung eines &bdquo;Imperiums&ldquo; sei, allerdings eines &bdquo;benevolenten&ldquo;, d.h. &bdquo;wohlwollenden&ldquo;, Imperiums.<br>\nDie folgende Abbildung zeigt &ndash; basierend auf den offiziellen Mitgliederlisten &ndash; erstmals das umfangreiche Mediennetzwerk des CFR und seiner zwei wichtigsten internationalen Partner-Organisationen: der Bilderberg-Gruppe (die prim&auml;r die USA und Europa abdeckt) sowie der Trilateralen Kommission (die Nordamerika, Europa und Ostasien abdeckt). Beide wurden von F&uuml;hrungspersonen des Councils gegr&uuml;ndet, um die Kooperation zwischen Eliten auf der internationalen Ebene zu f&ouml;rdern.<br>\nRichard Harwood, der ehemalige leitende Redakteur und Ombudsmann der Washington Post, schrieb &uuml;ber den Council on Foreign Relations anerkennend, dass seine Mitglieder &bdquo;am ehesten dem entsprechen, was man das herrschende Establishment der Vereinigten Staaten nennen k&ouml;nnte&rdquo;.<br>\nHarwood fuhr fort: &ldquo;Die Mitgliedschaft dieser Journalisten im Council, was auch immer sie von sich selbst denken m&ouml;gen, ist eine Best&auml;tigung ihrer aktiven und wichtigen Rolle in &ouml;ffentlichen Angelegenheiten und ihres Aufstiegs in die herrschende Klasse Amerikas. Sie analysieren und interpretieren die Au&szlig;enpolitik der USA nicht nur; sie helfen sie zu machen. () Sie sind ein Teil des Establishments, ob sie es wollen oder nicht, und sie teilen die meisten seiner Werte und Ansichten.&ldquo;<br>\nAllerdings machen Medienpers&ouml;nlichkeiten nur einen kleinen Teil des umfangreichen CFR-Netzwerkes aus. Wie die folgende Abbildung zeigt, z&auml;hlten und z&auml;hlen zu den Mitgliedern des privaten Council on Foreign Relations unter anderem:\n<ul>\n<li>mehrere US-Pr&auml;sidenten und Vize-Pr&auml;sidenten beider Parteien;<\/li>\n<li>nahezu alle Au&szlig;en-, Verteidigungs- und Finanzminister;<\/li>\n<li>die meisten Generalstabschefs und Kommandeure des US-Milit&auml;rs und der NATO;<\/li>\n<li>nahezu alle Nationalen Sicherheitsberater, CIA-Direktoren, UNO-Botschafter, Vorsitzende der Zentralbank (Fed), Weltbank-Pr&auml;sidenten, sowie Direktoren des Nationalen Wirtschaftsrates;<\/li>\n<li>einige der einflussreichsten Kongressabgeordneten (insb. Au&szlig;en- und Sicherheitspolitiker);<\/li>\n<li>zahlreiche Medienmanager und Top-Journalisten, sowie einige der bekanntesten Schauspieler;<\/li>\n<li>zahlreiche prominente Akademiker, insbesondere in den Schl&uuml;sselgebieten der &Ouml;konomie, der Internationalen Beziehungen, der Politik- und Geschichtswissenschaften und des Journalismus;<\/li>\n<li>zahlreiche F&uuml;hrungskr&auml;fte von Think Tanks, Universit&auml;ten, NGOs, und der Wall Street;<\/li>\n<li>sowie die Schl&uuml;sselmitglieder der 9\/11-Kommission und der Warren-Kommission (JFK)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/swisspropaganda.wordpress.com\/das-american-empire-und-seine-medien\/\">Swiss Propaganda Research<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Autobranche<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein ungeheuerlicher Verdacht<\/strong><br>\nDreist getrickst und ungeschoren davon gekommen: Zwei Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals habe sich in Deutschland nichts ver&auml;ndert, kommentiert Gerhard Schr&ouml;der. Sollten die Autobauer den Betrug tats&auml;chlich gemeinsam geplant haben, zerst&ouml;re dies den Rest an Glaubw&uuml;rdigkeit der einst strahlenden Branche.<br>\nHalleluja, ich geb einen aus. Dieser Sto&szlig;seufzer der Erleichterung entfuhr einem VW-Manager vor einigen Monaten, in einer Email an einen Kollegen. Das Kraftfahrtbundesamt hatte gerade das Softwareupdate f&uuml;r die zweieinhalb Millionen manipulierten VW-Dieselfahrzeuge genehmigt. Der VW-Mann konnte sein Gl&uuml;ck kaum fassen, denn es war klar, dass die Fahrzeuge auch k&uuml;nftig nicht viel sauberer sein w&uuml;rden. VW selbst gab als Zielwert eine &Uuml;berschreitung des zul&auml;ssigen Stickoxid-Grenzwerts um das drei bis f&uuml;nffache an. Die Flensburger Beh&ouml;rde fand das in Ordnung. Kein Wunder, dass in Wolfsburg die Sektkorken knallten. (&hellip;)<br>\nDabei geht es nicht um Bagatelldelikte. Nach Berechnungen der Europ&auml;ischen Umweltbeh&ouml;rde sterben jedes Jahr &uuml;ber 10.000 Menschen in Deutschland an den Folgen &uuml;berh&ouml;hter Stickoxidemissionen. Verantwortlich daf&uuml;r sind die Autokonzerne, die seit Jahren Autos auf den Markt bringen, die nur im Pr&uuml;flabor sauber sind, nicht aber auf den Stra&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/diesel-skandal-ein-ungeheuerlicher-verdacht.720.de.html?dram:article_id=391730\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> &hellip;nach Dieselskandal jetzt ein Kartelldelikt,  oder auch wieder nur die Spitze eines &bdquo;Eisberges&ldquo; betr&uuml;gerischer Manager in den KfZ-Eliteetagen? Was kommt als n&auml;chstes aus dieser Branche, ohne dass das kriminelle Fehlverhalten der F&uuml;hrungsriegen die Arbeiter und Angestellten in den Firmen, sowie die Kunden und Steuerzahler ausbaden m&uuml;ssen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Das w&auml;re eine Katastrophe&rdquo;<\/strong><br>\nDie deutsche Autoindustrie steht unter Kartellverdacht: Die gro&szlig;en Autobauer haben sich einem &ldquo;Spiegel&rdquo;-Bericht zufolge seit den 90er-Jahren in geheimen Arbeitsgruppen &uuml;ber ihre Fahrzeuge abgesprochen und wom&ouml;glich auf diese Weise den Weg f&uuml;r den Diesel-Abgasskandal geebnet. &ldquo;Man kann solche Dinge nicht ausschlie&szlig;en&rdquo;, sagt Auto-Experte Frank Schwope von der Nord LB im Gespr&auml;ch mit n-tv.de. &Uuml;berraschend w&auml;ren solche Absprachen aber trotzdem. (&hellip;)<br>\nDem Bericht zufolge sind Kartellbeh&ouml;rden im Sommer vergangenen Jahres auf Hinweise auf illegale Absprachen in der Autoindustrie gesto&szlig;en, als sie im Rahmen von Ermittlungen &uuml;ber eine m&ouml;gliche Absprache von Stahlpreisen auch R&auml;ume von Volkswagen durchsuchten. Kurz danach erstatte Volkswagen demnach Selbstanzeige&hellip;<br>\nSollte das zutreffen und sollten die Beh&ouml;rden von dem Sachverhalt gewusst haben, dann w&uuml;rde Volkswagen wohl nicht strafffrei ausgehen. Das ist ja mit Steuerhinterziehung vergleichbar: Wenn der Straftatbestand schon bekannt war, kann es h&ouml;chstens eine Strafminderung geben.<br>\nAn der Frankfurter B&ouml;rse geben die Kurse der deutschen Automobilhersteller deutlich nach. Da kommt schon die eine oder andere Milliarde an Wertverlust zusammen. Ist die B&ouml;rsenreaktion angemessen?<br>\nDurchaus. Wenn die Absprachen im LKW-Bereich zu den erw&auml;hnten Strafzahlungen in H&ouml;he von drei Milliarden Euro gef&uuml;hrt haben, kann man davon ausgehen, dass die PKW-Branche nicht billiger davonkommt. Stand jetzt sieht es aber so aus, als ob die Sache f&uuml;r die Autohersteller verkraftbar ist.<br>\nDer Diesel-Skandal ist noch nicht vorbei. Und nun kommt m&ouml;glicherweise ein Kartell-Skandal ans Licht. Besch&auml;digt das nicht das Image der deutschen Auto-Industrie nachhaltig?<br>\nEher nicht. Der Diesel-Skandal ist ja relativ problemlos am Image der deutschen Automobilhersteller vorbeigegangen. Zudem vermute ich, dass bei vermeintlichen Absprachen auch ausl&auml;ndische Unternehmen beteiligt w&auml;ren. Bei den LKW war das ja so. So etwas &uuml;berschreitet meist den nationalen Rahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Das-waere-eine-Katastrophe-article19949143.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Machtwort aus Br&uuml;ssel: Manipulierte Diesel sollen bis 2018 von der Stra&szlig;e<\/strong><br>\nEU-Industriekommissarin El&#380;bieta Bie&#324;kowska hat die Nase voll vom Abgasskandal. Schummeldiesel von VW und Co. sollen ihr zufolge noch in diesem Jahr umger&uuml;stet oder von 2018 an stillgelegt werden. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Ich erwarte von Volkswagen eine R&uuml;ckrufquote von 100 Prozent&rdquo;, nimmt Bie&#324;kowska mit dem Schreiben laut der Wirtschaftswoche vor allem den Wolfsburger Konzern in die Pflicht. Sie habe VW-Chef Matthias M&uuml;ller am 19. Juni geschrieben mit der Bitte, ihr &ldquo;detaillierte Daten &uuml;ber den aktuellen Stand der R&uuml;ckrufaktion zukommen zu lassen&rdquo;, ist zu vernehmen. Bisher habe sie darauf nicht einmal eine Antwort bekommen. Von einem generellen Diesel-Fahrverbot h&auml;lt die Kommissarin aber nichts, da damit der gesamte einschl&auml;gige Markt zusammenbrechen k&ouml;nnte: &ldquo;Das w&uuml;rde der Industrie nur die Mittel entziehen, in emissionsfreie Autos zu investieren<br>\nLaut Handelsblatt soll die Kommission nicht nur sch&auml;rfere Richtlinien rund um den Abgasskandal vorbereiten, sondern auch dem Verdacht auf kartellrechtswidrige Absprachen hiesiger Autobauer zur Abgasreinigung ihrer Motoren nachgehen. Die Kritik von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), dass lasche EU-Vorschriften an dem ganzen Desaster schuld sind, weise Bie&#324;kowska entschieden zur&uuml;ck. Verbrauchersch&uuml;tzer beklagen den schleppenden Umgang vor allem von VW mit der Aff&auml;re seit Langem und fordern neben raschem Softwareaustausch Garantien f&uuml;r nachger&uuml;stete Fahrzeuge und Entsch&auml;digungen wie in den USA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/m.heise.de\/newsticker\/meldung\/Machtwort-aus-Bruessel-Manipulierte-Diesel-sollen-bis-2018-von-der-Strasse-3780556.html\">heise online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Auto-Krisenmanager<\/strong><br>\nDrohende Fahrverbote und Abgasskandale verunsichern den deutschen Autofahrer. Im Zentrum der Krise: Gr&uuml;nen-Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann. Es geht um Geld, Arbeitspl&auml;tze &ndash; und Wahlkampf.<br>\nZu beunruhigend sind die Nachrichten aus der Branche, besonders &uuml;ber den Diesel. Jedes dritte Auto in Deutschland besitzt einen Dieselmotor, doch der hat ein Dreckschleuder-Image und ist wegen gesundheitsgef&auml;hrdender Stickoxide in Verruf geraten. In Stuttgart und M&uuml;nchen drohen insbesondere &auml;lteren Modellen Fahrverbote.<br>\nGleichzeitig ist das Vertrauen in eine ganze Branche ersch&uuml;ttert. Nach dem VW-Abgasskandal laufen Ermittlungen gegen fast alle deutschen Autokonzerne. Audi, BMW und Daimler wollen Millionen Autos zur&uuml;ckrufen und umr&uuml;sten lassen &ndash; um damit den ungeliebten Fahrverboten zuvorzukommen (&hellip;)<br>\nDas wollen die Gr&uuml;nen etwa erreichen, indem ab 2030 nur noch Elektroautos als Neuwagen zugelassen werden sollen. Kretschmann h&auml;lt das f&uuml;r viel zu radikal. Auf dem letzten Parteitag echauffierte er sich dar&uuml;ber (&ldquo;Ihr habt keine Ahnung!&rdquo;). Wohl unbemerkt mitgeschnittene Aufnahmen davon gelangten in die &Ouml;ffentlichkeit. (&hellip;)<br>\nInzwischen bewerben sich die Gr&uuml;nen als &ldquo;Retter der Automobilindustrie&rdquo; und bekennen sich zum &ldquo;Autostandort Deutschland&rdquo;. Im vergangenen Jahr war Daimler-Chef Dieter Zetsche Stargast eines Gr&uuml;nen-Parteitags. (&hellip;)<br>\nGab es einen &ldquo;schmutzigen Deal&rdquo;?<br>\nInteressant ist, dass Kretschmanns gr&uuml;n-schwarze Landesregierung noch im M&auml;rz Fahrverbote angek&uuml;ndigt hatte. Nun ist sie davon abger&uuml;ckt. Offiziell argumentiert sie damit, dass der Bund nicht mitspielt. So lehnt CSU-Verkehrsminister Alexander Dobrindt Fahrverbote und die Einf&uuml;hrung einer blauen Plakette f&uuml;r besonders abgasarme Fahrzeuge ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/winfried-kretschmann-fahrverbote-und-abgasskandal-welche-rolle-spielt-der-gruene-a-1159032.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die Gr&uuml;nen, um ihren &bdquo;Erfolgspolitiker&ldquo; Kretschmann verlieren ihre Kernkompetenz im Umweltschutz und gleiten immer mehr auf eine neoliberalen Merkelsche Linie ab.<\/em><br>\n<em>Mit dieser offensichtlichen Manipulation der Gesundheit von Millionen von St&auml;dtern ist der Einzug in den n&auml;chsten Bundestag nicht gew&auml;hrleistet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Claus von Wagner &uuml;ber Dobrindt und Autobranche<\/strong><br>\n&ldquo;Dobrindt organisiert die Kriminalit&auml;t?&rdquo; schien manchem im M&auml;rz noch &uuml;berspitzt&hellip;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-vom-7-maerz-2017-100.html\">Hier nochmal der Link<\/a> zur ganzen Auto-Sendung in der ZDF Mediathek.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ClausVonWagner\/photos\/rpp.112114412173785\/1520441864674359\/?type=3&amp;theater\">Claus von Wagner via Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Beschleunigter Artenschwund<\/strong><br>\nAktuellen Sch&auml;tzungen zufolge verschwinden auf der Erde jeden Tag bis zu 130 Arten. Im Gegensatz zu anderen Massensterben wurde das heutige vom Menschen ausgel&ouml;st<br>\nEine erschreckende Bilanz zieht das Bundesamt f&uuml;r Naturschutz (BfN) in seinem zuletzt im Juni erschienenen Agrarreport zur biologischen Vielfalt. So gut wie alle Tier- und Pflanzenarten in den Agrarlandschaften sind im Schwinden begriffen, insbesondere die Vogel- und Insektenwelt. Ursache daf&uuml;r ist die abnehmende Vielfalt an Lebensr&auml;umen und Biotopen. Dies geht aus der Roten Liste der gef&auml;hrdeten Biotoptypen Deutschlands hervor.<br>\nBesonders Wiesen und Weiden sind Bedingungen ausgesetzt, die zu ihrem Schwinden beitragen. So ist eine qualitative Verschlechterung des Gr&uuml;nlands infolge intensiver Bewirtschaftung festzustellen, zum Beispiel bei bl&uuml;tenreichen M&auml;hwiesen, wo rund 40 Prozent der in Deutschland gef&auml;hrdeten Arten an Farn- und Bl&uuml;tenpflanzen wachsen. Wildkr&auml;uter wie Acker-Rittersporn und Sommer-Adonisr&ouml;schen, die fr&uuml;her auf &Auml;ckern weit verbreitet waren, sind hier nur noch selten zu finden. So sank die Zahl der Wildkr&auml;uter im Inneren von Ackerfl&auml;chen bereits um mehr als 70 Prozent. (&hellip;)<br>\n2013 z&auml;hlte das BfN in Deutschland rund 48.000 Tier-, 10.000 Pflanzen- und 14.400 Pilzarten. Dem BfN-Artenschutz-Report von 2015 zufolge sind von den 32.000 der auf der Roten Liste stehenden Tier- und Pflanzenarten etwa ein Drittel im Bestand gef&auml;hrdet, vier Prozent sind ausgestorben. Rund 20 Prozent aller Farn- und Bl&uuml;tenpflanzen &ndash; zwischen 48.000 und 57.000 Arten &ndash; werden f&uuml;r Heilzwecke genutzt, wobei die meisten der bekannten Arten noch auf ihren Nutzen f&uuml;r den Menschen untersucht wurden.<br>\n28 Prozent aller Wirbeltierarten &ndash; Fische, Amphibien, Reptilien, V&ouml;gel und S&auml;ugetiere &ndash; gelten als gef&auml;hrdet. Ein Drittel einheimischer Brutvogelarten hat w&auml;hrend der letzten zw&ouml;lf Jahre im Bestand abgenommen. Ein Viertel aller Zugv&ouml;gel ist gef&auml;hrdet.<br>\nWir Menschen verbrauchen mehr nat&uuml;rliche Ressourcen, als die Erde erneuern kann. Nach Sch&auml;tzungen des Living Planet Report des WWF schrumpfen die Wirbeltierbest&auml;nde zusehends. H&auml;lt diese Entwicklung an, w&uuml;rden sich die Best&auml;nde bis 2020 noch um 67 Prozent reduzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Beschleunigter-Artenschwund-3780778.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU plant Importz&ouml;lle auf warmgewalzten Stahl aus Russland<\/strong><br>\nDie EU-Kommission will Anti-Dumping-Z&ouml;lle auf warmgewalzten Stahl aus Russland verh&auml;ngen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.<br>\nDie Importz&ouml;lle sollen bis zu 33% betragen. Betroffen sind auch Stahlimporte aus Ukraine, Iran und Brasilien. Insgesamt hat die EU 40 Anti-Dumping-Ma&szlig;nahmen getroffen, um europ&auml;ische Stahlproduzenten zu sch&uuml;tzen. Bereits im Juni 2017 wurde warmgewalzter Stahl aus China mit Z&ouml;llen in H&ouml;he von 35,9% belegt.<br>\nNach &Ouml;l und Gas ist Stahl die drittgr&ouml;&szlig;te Industrie der Welt. Die EU klagt seit langer Zeit, dass Importe aus L&auml;ndern wie Russland und China starken Preisdruck auf Europas Industrie aus&uuml;ben. 2016 hatte die EU bereits Z&ouml;lle auf kaltgewalzten Stahl aus Russland und China eingef&uuml;hrt.<br>\nDie j&uuml;ngste Ma&szlig;nahme sei &bdquo;nicht perfekt&ldquo;, so die US-amerikanische Investmentbank Jefferies in einer Stellungnahme. Dennoch k&ouml;nnte sie dazu f&uuml;hren, &bdquo;den Importdruck auf die EU&ldquo; zu lockern und &bdquo;die Gewinnerwartungen lokaler Stahlproduzenten&ldquo; zu erh&ouml;hen. (&hellip;)<br>\nDie EU-Kommission hatte im Juli 2016 Untersuchungen gegen Stahlimporte aus den oben genannten L&auml;ndern (einschlie&szlig;lich Serbien) eingeleitet. Sie folgte auf eine Beschwerde des europ&auml;ischen Branchenverbunds Eurofer. Offenbar mit Erfolg: Serbiens Marktanteil an warmgewalztem Stahl in der EU betrug 2015\/2016 rund 12,6%. Im Jahre 2013 sind es nur 7,5% gewesen. Die Preise f&uuml;r serbischen Stahl waren seitdem um fast ein Viertel gefallen.<br>\nDennoch sieht die EU davon ab, serbische Importe mit Z&ouml;llen zu belegen. Anders sieht es f&uuml;r den Hersteller ArcelorMittal Brasil aus, der auf warmgewalzten Stahl k&uuml;nftig 16,3% entrichten soll. Auch die brasilianischen Konzerne Usinas Siderurgicas (17,5%) und Companhia Siderurgica National (15,7%) sind betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ostexperte.de\/stahl-russland-zoll\/\">ostexperte.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das klingt nicht nach &bdquo;Freihandel&ldquo;, den die EU, ihre Kommission und auch Deutschland zumindest angeblich anstreben. Und: Ist es Zufall, dass EU-Beitrittkandidat Serbien von dieser Strafma&szlig;nahme ausgeschlossen wird? Ein Schelm, wer an B&ouml;ses dabei denkt, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Banken drohen Milliarden-R&uuml;ckzahlungen wegen Bearbeitungsgeb&uuml;hren<\/strong><br>\nAm 4. Juli ver&ouml;ffentlichte der Bundesgerichtshof (BGH) ein Urteil, dessen Dimension zun&auml;chst nicht klar war. Danach d&uuml;rfen Banken von Gesch&auml;ftsleuten und Firmen keine gesonderte Bearbeitungsgeb&uuml;hr kassieren, wenn sie ihnen einen Kredit geben (Az. XI ZR 233\/16). Welche Folgen das f&uuml;r die Banken hat, lie&szlig; sich da noch nicht absch&auml;tzen. Der Bankenfachverband etwa gab eine Stellungnahme ab, die sich auch jeder selbst h&auml;tte denken k&ouml;nnen: Es h&auml;nge &ldquo;je nach Bank davon ab, in welchem Ma&szlig;e und auf welche Art Bearbeitungsentgelte genommen wurden&rdquo;.<br>\nInzwischen sind gut zwei Wochen vergangen, und langsam wird deutlich, wie viel Sprengstoff in dem Urteil steckt. Den deutschen Banken, die ohnehin unter der Nullzinspolitik der EZB leiden, drohen R&uuml;ckzahlungen in Milliardenh&ouml;he, zeigen Berechnungen von Experten. Der Vorstand eines gro&szlig;en Kreditinstituts sagt: &ldquo;Das ist eine richtig schlimme Sache, das kommt zur absoluten Unzeit.&rdquo;<br>\nMaximilian Degenhart ist Anwalt und Experte f&uuml;r Kapitalmarktrecht bei der M&uuml;nchner Kanzlei Beiten Burkhardt. &ldquo;Das Thema wird in der Branche gerade hei&szlig; diskutiert&rdquo;, sagt er. Er beobachtet das auch bei Kollegen. Bei Kanzleien quer durch die Republik lassen Unternehmen bereits ihre Anspr&uuml;che pr&uuml;fen. Gleichzeitig herrscht bei den Banken gro&szlig;e Unruhe, sie bauen in ihren Rechtsabteilungen Verteidigungslinien auf.<br>\nDie Experten d&uuml;rften dabei ein D&eacute;j&agrave;-vu-Erlebnis haben: Vor drei Jahren, im Mai 2014, f&auml;llte der BGH n&auml;mlich ein fast identisches Urteil, allerdings mit einem Unterschied: Es bezog sich auf die Kredite von Privatleuten, nicht von Firmen. Banken, die auf Verbraucherkredite eine pauschale, vom Zins unabh&auml;ngige Geb&uuml;hr erhoben hatten, mussten diese erstatten, und zwar bis zu zehn Jahre zur&uuml;ck. F&uuml;r die Banken war das ein schwerer Schlag. Die Stiftung Warentest sch&auml;tzt, dass sie bis zu 13 Milliarden Euro solcher Entgelte von Privatleuten erhoben hatten.<br>\nMit dem neuen Urteil weitet der BGH dies nun auf Firmenkredite aus. Der Versuch, Kosten in einem von der Laufzeit unabh&auml;ngigen Extraposten auf Kunden abzuw&auml;lzen, benachteilige diese unangemessen, hei&szlig;t es in der Ver&ouml;ffentlichung der Richter. Es sei nicht ersichtlich, warum Unternehmer vor der &ldquo;einseitigen Gestaltungsmacht der Banken&rdquo; weniger gesch&uuml;tzt werden m&uuml;ssten als Privatleute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/firmenkredite-banken-drohen-milliarden-rueckzahlungen-wegen-bearbeitungsgebuehren-1.3594334\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU-Kommission will Glyphosat f&uuml;r weitere zehn Jahre<\/strong><br>\nDer umstrittene Unkrautvernichter Glyphosat soll nach dem Willen der EU-Kommission f&uuml;r weitere zehn Jahre in Europa zugelassen werden. Das geht aus dem Vorschlag der Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde hervor. Die Entscheidung dar&uuml;ber sollen Vertreter der EU-Staaten treffen, bevor zum Jahresende die aktuelle Zulassung ausl&auml;uft.<br>\nDas auch auf deutschen Feldern breit eingesetzte Glyphosat steht im Verdacht, Krebs zu verursachen. Allerdings kam die europ&auml;ische Chemikalienagentur ECHA im M&auml;rz zu dem Schluss, dass verf&uuml;gbare wissenschaftliche Erkenntnisse nicht die Kriterien erf&uuml;llten, um Glyphosat als krebserregend zu bewerten. Die Substanz sch&auml;dige indes ernsthaft die Augen und sei giftig f&uuml;r Organismen im Wasser.<br>\nDie EU-Kommission legt den nationalen Regierungen in ihrem Vorschlag nun nahe, die Glyphosat-Nutzung an Orten mit viel Publikumsverkehr zu minimieren. Dabei geht es etwa um &ouml;ffentliche Parks, Sportpl&auml;tze, Schulgel&auml;nde, Kinderspielpl&auml;tze oder die Au&szlig;enanlagen von Krankenh&auml;usern. Das Verbot bestimmter Beistoffe, die als Risiko f&uuml;r Menschen gelten (POE-Tallowamine), soll aufrecht erhalten werden. (&hellip;)<br>\nfoodwatch fordert, dass grunds&auml;tzlich allen potenziell sch&auml;dlichen Wirkstoffen f&uuml;r Pflanzenschutzmittel die Zulassung entzogen werden, sobald es ernsthafte Hinweise auf gesundheitliche Risiken gibt. Das w&uuml;rde dem im EU-Recht verankerten Vorsorgeprinzip gerecht. Denn es darf nicht sein, dass, wenn die eine sch&auml;dliche Substanz verboten wird, einfach eine andere, genauso sch&auml;dliche, gespritzt wird.<br>\nBei k&uuml;nftigen Zulassungsverfahren d&uuml;rfen nur noch solche Wirkstoffe und Pr&auml;parate als Pflanzenschutzmittel zugelassen werden, die transparent und unabh&auml;ngig toxikologisch bewertet wurden und bei denen keine substantiellen Hinweise auf gesundheitliche Risiken f&uuml;r Verbraucherinnen und Verbraucher vorliegen &ndash; sei es f&uuml;r die Wirkstoffe selbst oder f&uuml;r die zahlreichen Zus&auml;tze in den anwendungsfertigen Pr&auml;paraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/informieren\/glyphosat\/aktuelle-nachrichten\/eu-kommission-will-glyphosat-fuer-weitere-zehn-jahre\/\">foodwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zur Aussage zwingen: Mehr Macht f&uuml;r die Polizei<\/strong><br>\nAm 7. Juli 2017 hat der Bundesrat ein Gesetz beschlossen, das Zeugen unter bestimmten Bedingungen zu einer Aussage gegen&uuml;ber Polizeibeamten zwingt. Damit ist das uneingeschr&auml;nkte Zeugnisverweigerungsrecht gegen&uuml;ber Polizisten abgeschafft. Dar&uuml;ber ist bislang nicht berichtet worden. Denn der Paragraf versteckt sich im &raquo;Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens&laquo;, das auch die rechtliche Grundlage f&uuml;r den Einsatz des Bundestrojaners geschaffen hatte. Die Berichterstattung konzentrierte sich auf diese Verletzung von B&uuml;rgerrechten durch Bundestrojaner. Jene, um die es hier geht, passierte den Bundesrat v&ouml;llig unbemerkt.<br>\nBislang musste man der Vorladung eines Staatsanwalts nachkommen. Nicht aber der eines Polizisten. Man durfte sie ausschlagen und hatte keine Sanktion zu bef&uuml;rchten. Mit dem neuen Gesetz gilt nun: Vorladungen der Polizei sind verpflichtend, wenn ihnen ein Auftrag der Staatsanwaltschaft zu Grunde liegt. Erscheint man nicht, kann der Staatsanwalt ein Ordnungsgeld verh&auml;ngen, ein Richter sogar Ordnungshaft.<br>\nDoch das ist nicht das gr&ouml;&szlig;te Problem, sagt der Strafverteidiger Udo Vetter, der auf seinem &raquo;lawblog&laquo; regelm&auml;&szlig;ig Angriffe des Staates auf B&uuml;rgerrechte anprangert. Wer nach Vorladung durch eine Staatsanwalt nicht erschien, hatte auch fr&uuml;her mit Zwangsmitteln zu rechnen. Neu ist nun, dass die Polizei bei der Zeugenvernehmung von der Kontrolle durch die Staatsanwaltschaft, die traditionell Herrin des Ermittlungsverfahrens ist, entkoppelt werden k&ouml;nnte. Vetter bef&uuml;rchtet n&auml;mlich, dass die Staatsanwaltschaft der Polizei nicht f&uuml;r jede Zeugenvernehmung einen Einzelauftrag erteilt, sondern blo&szlig; einmal einen allgemeinen Auftrag an ein Polizeipr&auml;sidium richtet, Zeugen in allen F&auml;lle eines bestimmten Sachgebiets &ndash; organisierte oder politisch motivierte Kriminalit&auml;t etwa &ndash; zu vernehmen. Damit w&uuml;rden Polizisten in der t&auml;glichen Ermittlungsarbeit verpflichtende Zeugenbefragungen vornehmen k&ouml;nnen, ohne dass ein Staatsanwalt im Einzelfall davon auch nur erf&uuml;hre.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1058261.zur-aussage-zwingen-mehr-macht-fuer-die-polizei.html%20\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>G20<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>G20-Proteste: Berechtigte Globalisierungskritik oder blinder Aktionismus?<\/strong><br>\nBericht &uuml;ber Interviews mit Werner R&auml;tz (Attac) und Andreas Wehr auf &bdquo;Sputnik&ldquo;<br>\nAm 7. und 8. Juli treffen sich die 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenl&auml;nder und die EU zum diesj&auml;hrigen G20-Gipfel in Hamburg. Dabei sind neben Gastgeber Deutschland und den anderen G7-Staaten auch Russland, China, Brasilien, Indien, Indonesien, Argentinien, Mexiko, S&uuml;dafrika, Australien, S&uuml;d-Korea, Saudi-Arabien, die T&uuml;rkei und die EU. Au&szlig;erdem nehmen Chefs verschiedener internationaler Organisationen, darunter der UNO, der Weltbank, der Welthandelsorganisation (WTO) und der OECD, an den Gespr&auml;chen zu den aktuellen Problemen und Herausforderungen in der Welt teil.<br>\nNach dem Ausschluss Russlands aus den G8 ist der G20-Gipfel eine der wenigen Plattformen, auf denen Russland und der Westen in einen Dialog kommen k&ouml;nnen. Doch nicht jedem gef&auml;llt die Vorstellung, dass Angela Merkel Staatschefs wie Donald Trump, Recep Tayyip Erdogan oder Wladimir Putin nach Hamburg eingeladen hat. Schon im Vorfeld formiert sich massiver Protest gegen das Treffen. Neben friedlichen Demonstranten erwarten die Sicherheitsbeh&ouml;rden laut einem Bericht der WELT auch mehr als 10.000 gewaltbereite Linksextremisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.andreas-wehr.eu\/g20-proteste-berechtigte-globalisierungskritik-oder-blinder-aktionismus.html%20\">Andreas Wehr<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte sehen Sie sich dazu auch bzw. erneut insbesondere das Video <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39209#h01\">G20 &ndash; was lief falsch bei den Protesten? Interview mit Andreas Wehr<\/a> an.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fantasy und die realen Zusammenh&auml;nge der Macht<\/strong><br>\nBedrohliche Zeiten lassen den Wunsch nach einfachen Erkl&auml;rungen aufkommen, gezielte Desinformationskampagnen sind schon in der Mache<br>\nImmer mehr Menschen wachen jetzt politisch auf, denn das vorherrschende Mainstream-Narrativ vom guten Westen, vom Marktradikalismus, der uns allen n&uuml;tzt, vom Wirtschaftswachstum, dem alles geopfert werden muss: Das alles zieht nicht mehr. Zu eng ist der Riemen um den Hals der unbescholtenen B&uuml;rger gezogen worden.<br>\nEs geht nicht mehr. Deutschlands zweitgr&ouml;&szlig;te Stadt Hamburg: ein Spielort f&uuml;r den kommenden B&uuml;rgerkrieg. Schlafentzug f&uuml;r zwei Millionen Menschen durch bedrohliche Hubschrauber. Immer mehr Menschen wollen dagegen wissen, was wirklich gespielt wird.<br>\nEs ist schon erstaunlich, dass Heroin nicht erneut, wie in fr&uuml;heren Zeiten aufkommender Revolten, wie durch ein Wunder zu Niedrigstpreisen ins Land geflutet wird.1 Was aber schon geflutet wird, sind Videos aus den Werkst&auml;tten der Desinformation.<br>\nIch habe lange nicht mehr bei Youtube eine solche Flut von wirren, simplifizierenden Vortr&auml;gen, Smartphone-Botschaften und Interviews gesehen, in denen alles &Uuml;bel dieser Welt wieder einmal Juden, Freimaurern, Jesuiten, Illuminaten, ja sogar Aliens zugeschrieben wird, wie gerade jetzt, wo Hamburg gebrannt hat. Da kommt als Erkl&auml;rungsmuster, mehr oder minder dezent eingef&auml;delt, f&uuml;r die marodierenden Brandstifter ein Komplott von Soros und Rothschild mit den &ldquo;Linksradikalen&rdquo; auf unseren geistigen Bildschirm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fantasy-und-die-realen-Zusammenhaenge-der-Macht-3780687.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Altmaier vergleicht Rote Flora mit Hassprediger-Moschee<\/strong><br>\nAls Konsequenz aus den G-20-Krawallen von Hamburg h&auml;lt Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) eine Schlie&szlig;ung der Roten Flora f&uuml;r m&ouml;glich: &ldquo;Wenn sich herausstellt, dass Verantwortliche der Roten Flora an den Ausschreitungen beteiligt waren oder dazu beigetragen haben, muss das Konsequenzen haben, bis hin zur Schlie&szlig;ung&rdquo;, sagte Altmaier der Bild am Sonntag.<br>\n&ldquo;Es darf keine rechtsfreien R&auml;ume geben weder in Hamburg noch anderswo. Treffpunkte von gewaltbereiten Linksextremen, zu denen m&ouml;glicherweise die Rote Flora geh&ouml;rt, m&uuml;ssen genauso geschlossen werden wie Moscheen, in denen Islamisten zur Gewalt aufrufen.&rdquo; Zust&auml;ndig f&uuml;r solche Verbote sind die Bundesl&auml;nder, in Hamburg also der SPD-gef&uuml;hrte Senat.<br>\nZudem forderte der CDU-Politiker eine umfassende Aufkl&auml;rung linksextremer Strukturen. &ldquo;Es wird eine juristische Aufarbeitung geben&rdquo;, sagte Altmaier. &ldquo;Es sitzen immer noch mehrere Dutzend Gewaltt&auml;ter in Gewahrsam. Ihre Taten, von schwerer K&ouml;rperverletzung bis hin zu Sachbesch&auml;digung, m&uuml;ssen geahndet werden. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen wir die Strukturen linksextremer Gewalt in Deutschland und Europa aufkl&auml;ren. In Hamburg hat sich ein vorhandenes linksextremes Milieu mit Gewaltt&auml;tern aus ganz Europa verbunden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nach-g-krawallen-altmaier-vergleicht-rote-flora-mit-hassprediger-moschee-1.3599481%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Altmaier versucht von seiner eigenen Unf&auml;higkeit bez&uuml;glich der Planung und Durchf&uuml;hrung des G20-Treffen abzulenken, indem er den linken Protest mit &bdquo;Linksextremen&ldquo; gleichsetzt und diese mit den gewaltbereiten Teil der Islamisten in einen Topf wirft.<\/em><br>\n<em>Es ist die &uuml;bliche mediale Diffamierung des Protestes gegen die unsoziale neoliberale Politik dieser Regierung unter Merkel.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vermutlich kennt Herr Altmaier weder eine &bdquo;Hassprediger-Moschee&ldquo; noch die Rote Flora von innen, was aber keine Entschuldigung f&uuml;r einen derart abwegigen Vergleich sein soll.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>An Neuinvestitionen in der T&uuml;rkei &ldquo;kaum zu denken&rdquo;<\/strong><br>\nDass die j&uuml;ngste Verschlechterung des deutsch-t&uuml;rkischen Verh&auml;ltnisses nicht nur die bilateralen Handelsbeziehungen weiter beeintr&auml;chtigen, sondern auch die Modernisierung in der T&uuml;rkei behindern k&ouml;nnte, bef&uuml;rchtet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK).<br>\nSchon seit dem gescheiterten Putschversuch sei die Verunsicherung vieler deutscher Unternehmen deutlich zu sp&uuml;ren, sagte DIHK-Au&szlig;enwirtschaftschef Volker Treier der Nachrichtenagentur dpa. &ldquo;Die aktuelle Entwicklung steigert diese Verunsicherung erheblich.&rdquo;<br>\nIn einem solchen Umfeld sei &ldquo;an Neuinvestitionen deutscher Unternehmen in der T&uuml;rkei kaum zu denken&rdquo;, betonte Treier. &ldquo;Die Einschr&auml;nkung von Exportkreditversicherungen und Investitionsgarantien w&uuml;rde die Investitionszur&uuml;ckhaltung deutscher Unternehmen jetzt noch best&auml;rken.&rdquo;<br>\nOhnehin sei der Handel mit der T&uuml;rkei seit Mitte 2016 &ldquo;auf absch&uuml;ssigem Terrain&rdquo;. Aufgrund der j&uuml;ngsten Zuspitzung der politischen Spannungen sei sogar mit einem Handelsr&uuml;ckgang von mehr als zehn Prozent zu rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dihk.de\/themenfelder\/international\/news?m=2017-07-20-treier-tuerkei\">DIHK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Kritik an der Erdogan-T&uuml;rkei ist nicht neu. Sp&auml;testens seit dem Putschversuch (wenn es denn tats&auml;chlich einer war) d&uuml;rfte offensichtlich sein, dass die Erdogan-Regierung bzw. -Pr&auml;sidentschaft das Land radikal umgestalten m&ouml;chte. Merkw&uuml;rdig, dass die deutsche Bundesregierung offenbar aber erst reagiert, wenn deutsche Unternehmen betroffen sind. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39267#h01\">Neue Linie in der T&uuml;rkeipolitik?<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Programmbeschwerde: ARD-aktuell unterdr&uuml;ckt UN-Informationen &uuml;ber R&uuml;ckkehrerwelle nach Syrien<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Tagesschau-Redakteur Volker Br&auml;utigam und Friedhelm Klinkhammer, Ex-Vorsitzender des ver.di-Betriebsverbandes NDR, haben Programmbeschwerde gegen die ARD eingereicht. Der Vorwurf: Unterdr&uuml;ckung von Informationen zur Lage in Syrien. RT Deutsch dokumentiert den Wortlaut.<br>\nSehr geehrte NDR-Rundfunkr&auml;te,<br>\ndas Fl&uuml;chtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, UNHCR, hat am 30. Juni auf einer Pressekonferenz in Genf mitgeteilt, dass in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits mindestens 440.000 Syrien-Fl&uuml;chtlinge wieder in ihre Heimat zur&uuml;ckgekehrt seien. Es stehe zu erwarten, dass diese Zahl bis Jahresende auf mehr als eine halbe Million Menschen anwachsen werde. R&uuml;ckkehr-Schwerpunkte seien die Regionen Aleppo, Hama, Homs und Damaskus. Haupts&auml;chliches Interesse der R&uuml;ckkehrer seien die Kontaktsuche zu in der Heimat verbliebenen Angeh&ouml;rigen und die Sorge um immobiles Eigentum. Auf ganz Syrien bezogen seien die Voraussetzungen f&uuml;r eine sichere R&uuml;ckkehr allerdings noch nicht gegeben, erkl&auml;rte das UNHCR.<br>\nNachrichtenagenturen und Rundfunksender, die noch &uuml;ber Restbest&auml;nde berufsethischer Grunds&auml;tze verf&uuml;gen, informierten selbstverst&auml;ndlich &uuml;ber diese UN-Mitteilung. Beispielsweise die BBC:<br>\nARD-aktuell berichtete nicht.<br>\nVon einigem Interesse ist, dass es sich laut UNHCR um freiwillige R&uuml;ckkehr in die von der syrischen Armee und ihren russischen sowie iranischen Alliierten befreiten Zonen handelt, in Gebiete, aus denen die von der Westlichen Werte-Gemeinschaft WWG bezahlten terroristischen S&ouml;ldnertruppen und dschihadistischen M&ouml;rdermilizen von al Kaida und IS vertrieben wurden. (Anmerkung: Zu der Wertegemeinschaft geh&ouml;ren bekanntlich unsere Blutsbr&uuml;der Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Katar und Bahrain, samt und sonders Hochburgen der Achtung vor dem Menschenrecht, sowie die T&uuml;rkei, eine mittlerweile ebenfalls autorit&auml;r regierte Entit&auml;t).<br>\nNat&uuml;rlich passt diese Information nicht in den tendenzi&ouml;sen Berichterstattungsrahmen der ARD-aktuell. Die pflegt lieber weiter ihr verzerrendes Bild vom &bdquo;Machthaber Assad&ldquo; und seiner &bdquo;Fassbomben&ldquo; und &ldquo;Giftgas gegen das eigene Volk&ldquo; einsetzenden Armee und demonstriert ihre unverbr&uuml;chliche Sympathie mit dem v&ouml;lker- und kriegsrechtswidrigen Treiben der USA und deren &bdquo;Partner&ldquo;; sie beh&auml;lt ihre transatlantischen Schlagseite bei. Folgerichtig unterschlug sie die UNHCR-Nachricht von der R&uuml;ckkehrerwelle nach Syrien und berichtete in der zur&uuml;ckliegenden Woche lediglich &uuml;ber die Aktivit&auml;ten der US-gef&uuml;hrten Koalition in Syrien (zu der, das V&ouml;lkerecht und das Grundgesetz missachtend, auch die Bundeswehr geh&ouml;rt. Dass der &bdquo;Tornado&ldquo;-Einsatz der BW in Syrien objektiv einen Verfassungsbruch darstellt, hat ARD-aktuell so nat&uuml;rlich ebenfalls nicht berichtet).<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/gesellschaft\/54082-programmbeschwerde-ard-aktuell-unterdruckt-un\/\">RT Deutsch<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/forum.publikumskonferenz.de\/viewtopic.php?f=44&amp;t=2096&amp;sid=8fd339af70cd41e469bcf47f04240493\">Archiv &ndash; St&auml;ndige Publikumskonferenz der &ouml;ff.-rechtl. Medien<\/a><\/li>\n<li><strong>Assad setzt weiterhin Giftgas gegen die eigene Bev&ouml;lkerung ein<\/strong><br>\nWestliche Geheimdienste best&auml;tigten der WELT, dass Syriens Regierung weiterhin Giftgas gegen die eigene Bev&ouml;lkerung einsetzt. Offenbar versteht das Regime die j&uuml;ngsten Signale der USA als Ermutigung.<br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump hat vielleicht gelobt, Syriens Pr&auml;sident Baschar Assad beim Gebrauch von Giftgas in die Schranken weisen zu wollen. Erst Ende Juni prahlte die US-Administration, sie habe mittels milit&auml;rischer Drohungen einen gro&szlig;en Giftgasangriff der syrischen Armee vereiteln k&ouml;nnen.<br>\nDies habe eine Reprise des Massakers in Khan Scheikhun in der Provinz Idlib verhindert, wo am 4. April rund 100 Syrer &ndash; darunter auch viele Kinder &ndash; durch den Einsatz des Nervengases Sarin ermordet wurden.<br>\nDoch wie die WELT nun aus Quellen der syrischen Opposition erfuhr, und wie westliche Geheimdienste gegen&uuml;ber dieser Zeitung best&auml;tigten, setzt Syriens Regime weiterhin ungestraft Giftgas gegen die eigene Bev&ouml;lkerung ein.<br>\nIm Juli kam es wiederholt zu solchen Attacken: In Ghuta soll am 11. und am 14. Juli Chlorgas eingesetzt worden sein. In Ain Tarma in der N&auml;he der Hauptstadt Damaskus, wo Rebellen seit vier Jahren von Regierungstruppen belagert werden, soll Giftgas am 1., am 6., am 13. und am 14. Juli zum Einsatz gekommen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article166908896\/Assad-setzt-weiterhin-Giftgas-gegen-die-eigene-Bevoelkerung-ein.html%20\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.J.:<\/strong> Bezug genommen wird auf &ldquo;Quellen der syrischen Oppsition&rdquo; sowie Best&auml;tigungen &ldquo;westlicher Geheimdienste&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Bemerkenswert ist zum einen das Ver&ouml;ffentlichungsdatum, 3.49 Uhr. Redaktionsalltag? Dann der Name des Autors. Wenn man diesen googelt, findet man AUSSCHLIESSLICH Links zu einigen themenverwandten Artikeln, allesamt WON, und allesamt aus 2017. Pers&ouml;nliche Infos, andere Nennungen des Namens aus fr&uuml;heren Ver&ouml;ffentlichungen gibt es nicht. Bei einem Journalisten doch sehr, sehr ungew&ouml;hnlich, wenn nicht unm&ouml;glich.<\/em><br>\n<em>Kommentarversuche zu diesem Aspekt scheiterten bei WON durch Zensur.  Es werden zwar kritische Kommentare zugelassen, aber nicht zur Autorenschaft bzw. der Rolle von WON.<\/em><br>\n<em>Pikanterweise nutzt die Springerpresse gleich noch mal sich selbst als Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/baschar-al-assad\/assad-setzt-weiter-giftgas-ein-52628150.bild.html\">Bild verweist auf WON<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hilferuf aus Gaza<\/strong><br>\nKein Strom, kein sauberes Wasser &ndash; Israel blockiert Leben in pal&auml;stinensischem K&uuml;stenstreifen.<br>\n&raquo;Wir haben fast keinen Strom&laquo;, mit diesen knappen Worten beschreibt Professor Abed Schokry in seinem Bericht aus Gaza, den er regelm&auml;&szlig;ig an Freunde und Bekannte in Deutschland schickt, die Situation in dem abgeriegelten Gebiet. 17 Jahre lebte Schokry in Deutschland, promovierte an der TU Berlin und kehrte 2007 mit seiner Familie zur&uuml;ck, um an der Universit&auml;t Gaza Wirtschaftsingenieurswesen zu unterrichten.<br>\nSeit mehr als zehn Jahren lebe die Bev&ouml;lkerung unter &raquo;unmenschlichen Bedingungen&laquo;, schreibt Schokry. &raquo;Sind wir Versuchskaninchen in einem Experiment, werden wir beobachtet, um unsere Schmerzgrenzen zu ermitteln?&laquo;<br>\nEs mangele nicht nur an Elektrizit&auml;t, sondern es gebe auch &raquo;kein sauberes Trinkwasser&laquo;. Leitungswasser flie&szlig;e an vielen Orten &raquo;seit Wochen nicht mehr, da es keinen Strom gibt&laquo;. Deswegen funktioniere auch kein Internet, kein Telefon und &ndash; Schokry erw&auml;hnt es nicht &ndash; kein K&uuml;hlschrank und keine Waschmaschine.<br>\nDie Krankenh&auml;user haben nicht gen&uuml;gend Strom, auch die Abwasseraufbereitung ist au&szlig;er Betrieb, so dass das Abwasser direkt ins Mittelmeer flie&szlig;t, wo schon weite Teile des Strandes von Gaza verseucht seien, erkl&auml;rt Schokry. Die israelische Gesundheitsbeh&ouml;rde habe das Schwimmen in der Umgebung der nahe gelegenen Hafenstadt Aschkelon verboten und die Str&auml;nde geschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=5288#more-5288\">Karin Leukefeld in nahost-forum bremen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Erdogan-Bashing als Teil des deutschen Wahlkampfs<\/strong><br>\nNach den Wahlen wird es wieder um die &ouml;konomischen und geopolitischen Interessen zwischen den Eliten beider L&auml;nder gehen<br>\n&ldquo;Wir sind sicher, dass wir sie nicht verlieren werden&rdquo;, beteuerte Bundesau&szlig;enminister Sigmar Gabriel und meinte die in Deutschland lebenden Menschen mit biografischem Hintergrund in der T&uuml;rkei. Ihnen hat er in einem Offenen Brief, in zweisprachiger Form von der Bild-Zeitung ver&ouml;ffentlicht, die neue harte Haltung der Bundesregierung zur T&uuml;rkei zu erkl&auml;ren versucht. Die Angst, diese Menschen zu verlieren, ist durchaus mehrdeutig. Wie die Ergebnisse des Referendums zum autorit&auml;ren Staatsumbau in der T&uuml;rkei zeigen, findet der Erdogan-Kurs dort durchaus Zustimmung.<br>\nDas liegt auch daran, dass nicht zuletzt die NSU-Morde und die Reaktion von Justiz und &Ouml;ffentlichkeit darauf zeigten, dass auch viele Menschen, die sich jetzt als in Deutschland angekommen w&auml;hnten, die Erfahrung machten, dass sie immer noch als Fremde behandelt wurden. Man braucht nur die beeindruckenden NSU-Monologe anh&ouml;ren, in denen die Angeh&ouml;rigen von NSU-Opfern zu Wort kommen, um zu begreifen, dass f&uuml;r manche t&uuml;rkischen Migranten die Option f&uuml;r den aktuellen Kurs in ihrem Land auch etwas mit ihrer Behandlung in Deutschland zu tun hat.<br>\nSo betonen die Angeh&ouml;rigen, dass sie froh waren, ihren vom NSU ermordeten Angeh&ouml;rigen in der T&uuml;rkei beerdigen zu k&ouml;nnen, wo sie zumindest die Totenruhe gewahrt hoffen. Diese Menschen hat Deutschland schon l&auml;ngst verloren, denn sie haben eben festgestellt, dass die Deutschland-Marke &ldquo;tolerantes, weltoffenes Land&rdquo; mit der Realit&auml;t, die sie erlebten, wenig zu tun hatte. Sie werden auch nicht durch einen Brief vom Bundesau&szlig;enminister den Glauben an die Demokratie Marke Deutschland wieder gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Erdogan-Bashing-als-Teil-des-deutschen-Wahlkampfs-3780850.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Georg Restle an J&ouml;rg Meuthen<\/strong><br>\nLieber Herr Meuthen,<br>\nich gebe zu, das hat mich dann doch &uuml;berrascht. Dass Sie tats&auml;chlich fordern, man m&uuml;sse einen Journalisten, der Ihr Weltbild nicht teilt, &bdquo;entfernen&ldquo;. Dass Sie sich so offen an die Seite von Antidemokraten wie Herrn Erdogan stellen, der eine vergleichbare Vorstellung von Pressefreiheit hat.<br>\nIch mache es kurz, Herr Meuthen: Ich verstehe Freiheit immer auch als die Freiheit der Andersdenkenden. Ich setze mich daf&uuml;r ein, dass jeder in diesem Land seine Meinung frei &auml;u&szlig;ern darf, selbstverst&auml;ndlich auch die AfD. Sie dagegen wollen, dass Journalisten, die Ihre Meinung nicht teilen, &bdquo;entfernt&ldquo; werden. Dahinter verbirgt sich ein diametral anderes Weltbild. Ein Weltbild, das Despoten jedenfalls n&auml;her steht als Demokraten.<br>\nGut, dass Sie das mal so offen ausgesprochen haben!<br>\nGeorg Restle<br>\nZum Hintergrund: Der Co-Vorsitzende der AfD, J&ouml;rg Meuthen, fordert den WDR auf, Monitor-Chef Georg Restle wegen seiner AfD-kritischen &Auml;u&szlig;erungen zu entlassen. W&ouml;rtlich hei&szlig;t es auf seiner Facebook-Seite: &ldquo;Entfernen Sie diesen parteiischen Hetzer aus allen Funktionen!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/1469547429750859\">Georg Restle via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Alles Merkel &ndash; oder was?<\/strong><br>\nKritik, Attacken und Gemeinheiten &ndash; all das scheint Angela Merkel nichts auszumachen. Vor der Wahl im September zieht bislang keine Angriffstaktik der anderen Parteien. Der Politikwissenschaftler Thorsten Faas spricht &uuml;ber das &ldquo;Ph&auml;nomen Merkel&rdquo;.<br>\nDeutschlandfunk Kultur: Es ist Sommer, der Bundestag in der parlamentarischen Sommerpause, die Regierung samt Kanzlerin sind im Urlaub. Aber die Briefe an die ehrenamtlichen Wahlhelfer sind schon lange raus, denn in zwei Monaten wird ein neuer Bundestag gew&auml;hlt, eine neue Regierung und eine neue, alte Kanzlerin. H&ouml;chstwahrscheinlich. (&hellip;)<br>\nIch will jetzt nicht nochmal zur&uuml;ckgehen zu 2005, aber die j&uuml;ngere Geschichte der SPD, gerade auch in Verbindung mit ihrer W&auml;hlerschaft, die ist nat&uuml;rlich sehr, sehr speziell. Manche w&uuml;rden sagen: Die ist sehr br&uuml;chig geworden infolge der Agenda 2010, Rente mit 67. Das muss man nicht alles wieder aufw&auml;rmen, aber die klassische W&auml;hlerschaft der SPD hat sich ein St&uuml;ck weit von der SPD entfremdet.<br>\nUnd was dieser Hype Anfang des Jahres gezeigt hat, ist, dass zwar gewisse Entfremdungen da sind, aber dass die SPD schon noch in Teilen der Bev&ouml;lkerung offenkundig mehr grunds&auml;tzliche Sympathie hat. Vielleicht k&ouml;nnte man auch sagen, es gibt mehr Hoffnung in die SPD, als sie vielleicht in den letzten Jahren dann auch tats&auml;chlich in der Praxis einl&ouml;sen konnte. Aber da ist noch was m&ouml;glich f&uuml;r die SPD. Das hat Schulz f&uuml;r einen Moment quasi entfesselt. Aber es ist aus Sicht der SPD nicht gelungen, das zu verstetigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/kraefteverhaeltnisse-vor-der-wahl-alles-merkel-oder-was.990.de.html?dram:article_id=391743\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> &hellip;.so lange die SPD sich nicht auf ihre sozialen, arbeitnehmerfreundlichen und friedenspolitischen Wurzeln besinnt, so lange wir Frau Merkel &ndash;mit Hilfe div. Regenbogen- u. sonstiger Medien, und sehr viel Parteispenden u.a. aus dem jetzt bekannt gewordenen Kfz-Kartell- in Ruhe auf den kurzen und bisher inhaltsleeren Wahlkampf der GroKo schauen k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>Vielleicht schw&auml;rmt sie ja von einer Einheitspartei, so wie Sie sie zu ihrer DDR-Zeit kennengelernt hat;  denn  d i e s e r  SPD  ist in vielen Bereichen ihre Kompetenz abhanden- gekommen, die sie in fr&uuml;heren Zeiten auszeichnete.  &bdquo;M i t  Menschen kann man Siege machen &ndash; ohne sie nicht&ldquo; , diese Quintessenz* ist bei der SPD inzwischen unbekannt, da seit Schr&ouml;der und seine Genossen  g e g e n  Menschen Parteipolitik gemacht wurde.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Im Grunde genommen sind Interviews wie dieses kaum bedeutsam, denn sie sind recht oberfl&auml;chlich und auch die Aussagen dieses Wissenschaftlers &uuml;bersteigen den Rang von purer Unterhaltung unwesentlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Entfristungsoffensive: Ein Check der Wahlprogramme und Beschl&uuml;sse der Parteien<\/strong><br>\nDie meisten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen und lehren auf befristeten Stellen. Die GEW fordert 50.000 zus&auml;tzliche Dauerstellen und 5.500 Tenure-Track-Professuren. Wie reagiert die Politik darauf?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gew.de\/aktuelles\/detailseite\/neuigkeiten\/entfristungsoffensive-ein-check-der-wahlprogramme-und-beschluesse-der-parteien\/\">GEW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Leider beschr&auml;nkt sich diese Auswertung auf die im Deutschen Bundestag vertretenden Parteien. Interessant w&auml;ren die Positionen von AfD und FDP schon. Ob sie diesem Vorhaben, ein Anliegen f&uuml;r die Arbeitnehmerseite, auch zumindest grunds&auml;tzlich positiv gegen&uuml;ber stehen, kann &ndash; oder muss? &ndash; bezweifelt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Studie kritisiert mangelnde Neutralit&auml;t<\/strong><br>\nHaben deutsche Medien 2015 &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingskrise einseitig berichtet und so zur Spaltung der Gesellschaft beigetragen? Eine Studie kommt zu diesem Schluss. Von einem generellen Medienversagen will der Studienleiter aber nicht sprechen.<br>\nWer steckt hinter der Studie?<br>\nDie Studie wurde von der der IG Metall nahestehenden Otto-Brenner-Stiftung in Auftrag gegeben und gemeinsam von der Hamburg Media School und der Universit&auml;t Leipzig durchgef&uuml;hrt. Sie befasst sich auf 184 Seiten mit der Berichterstattung zur Fl&uuml;chtlingskrise im Zeitraum Februar 2015 bis M&auml;rz 2016.<br>\nKommunikationswissenschaftler Michael Haller, wissenschaftlicher Direktor des Europ&auml;ischen Instituts f&uuml;r Journalismus und Kommunikationsforschung, analysierte mit seinem Team mehr als 30.000 Berichte regionaler und &uuml;berregionaler Zeitungen, aber auch Beitr&auml;ge von News-Websites wie &ldquo;Spiegel Online&rdquo; und tagesschau.de.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/faktenfinder.tagesschau.de\/inland\/studie-medien-fluechtlingskrise-101.html\">faktenfinder.tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bedurfte es denn wirklich erst einer recht ausf&uuml;hrlichen Studie, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen? Gibt es Einsicht bei den &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; in Deutschland? Wohl kaum.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens k&ouml;nnte &bdquo;mangelnde Neutralit&auml;t&ldquo; auch bei anderen Themen festgestellt werden: Beispielsweise beim Thema Russland und im Umgang mit Vertretern der Linkspartei.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Dunkelkammern des Ich<\/strong><br>\nNeurosen sind allgegenw&auml;rtig. Sie zu bannen, bedarf es eines vern&uuml;nftigen Umgangs mit sich selbst. &Uuml;ber individuelle &Auml;ngste und ihre Bewirtschaftung<br>\n&raquo;Angst macht, was unbegreiflich ist&laquo;, hei&szlig;t es in Anton Tschechows Erz&auml;hlung &raquo;Angst&laquo;. Und er l&auml;sst den Freund des Erz&auml;hlers fortfahren: &raquo;Angst macht mir haupts&auml;chlich das Alltagsleben, vor dem sich niemand von uns verstecken kann.&laquo; Wenn das Alltagsleben, das normalerweise der Inbegriff von Routine und Wiederholungen ist, die die Funktion haben, uns vor &Uuml;berraschungen zu sch&uuml;tzen und die damit verbundene Angst zu mindern, selbst zur Quelle solcher Empfindungen wird, ist das ein untr&uuml;gliches Anzeichen daf&uuml;r, dass eine Gesellschaft in die Krise und das Leben aus dem Lot geraten ist.<br>\nDas Wort Angst leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort &raquo;angest&laquo; ab, das &raquo;eng&laquo; bedeutet. Wer Angst hat, dem zieht sich die Welt zusammen, dem verengt sich der Horizont. Wer von &Auml;ngsten umstellt ist, f&uuml;hlt sich in die Enge getrieben, dem schn&uuml;rt es die Brust zusammen, dessen Herzschlag beschleunigt sich, dem bricht der Schwei&szlig; aus. Die Muskeln spannen sich an bis zur Verkrampfung. Nacken und R&uuml;cken schmerzen. Wer Angst hat, schl&auml;ft schlecht, wacht in der Fr&uuml;he mit Beklemmungen und einem Rumoren im Ged&auml;rm auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/314933.dunkelkammern-des-ich.html\">G&ouml;tz Eisenberg in der Jungen Welt<\/a>\n<p><strong>dazu der 2. Teil: Im Abseits<\/strong><br>\nDer beschleunigte Kapitalismus hinterl&auml;sst psychisch ruinierte Individuen, die nach einfachen Antworten suchen. &Uuml;ber gesellschaftlich produzierte &Auml;ngste<br>\nVon den gesellschaftlich produzierten &Auml;ngsten gilt: Sie m&uuml;ssten in einer Gesellschaft wie der unseren, die einen unermesslichen Reichtum hervorbringt, nicht sein. Zygmunt Bauman hat als soziologische Grundregel formuliert: Alles, was menschengemacht ist, kann auch von Menschen ver&auml;ndert werden &ndash; vorausgesetzt, sie wollen es. Wir k&ouml;nnen sicher nicht alles Leid aus der Welt schaffen, aber doch einen gro&szlig;en Teil davon und einen anderen Teil lindern. In jedem Fall lohnt es sich, es immer und immer wieder zu versuchen. Baumans Rat: Wir sollten uns auf den Teil des Elends konzentrieren, der gesellschaftliche Ursachen hat und in solchen F&auml;llen keinerlei Grenzen f&uuml;r die Umgestaltung der Wirklichkeit akzeptieren. Im Namen der neuen neoliberalen G&ouml;ttin &raquo;TINA&laquo; &ndash; &raquo;There is no alternative&laquo; &ndash; versucht man, die Handlungsspielr&auml;ume der Menschen systematisch zu verengen und ihnen die herrschenden Verh&auml;ltnisse als die einzig m&ouml;glichen und denkbaren zu pr&auml;sentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/315001.im-abseits.html\">G&ouml;tz Eisenberg in der Jungen Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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