{"id":39331,"date":"2017-07-25T08:47:21","date_gmt":"2017-07-25T06:47:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331"},"modified":"2017-07-25T08:47:21","modified_gmt":"2017-07-25T06:47:21","slug":"hinweise-des-tages-2922","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h01\">How economics became a religion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h02\">War&lsquo;s das schon, Emmanuel Teflon?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h03\">Die Geheimtreffen der &bdquo;Vereinigten deutschen Motorenwerke&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h04\">Wie Amerikas Sanktionen gegen Russland Deutschland treffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h05\">Cash ist out! &ndash; Paypal, Square &amp; Co starten durch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h06\">Warum die Ungleichheit in St&auml;dten weltweit zunimmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h07\">Immobilienpreise durchbrechen eine Schallgrenze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h08\">Der Boden stellt eine gigantische Umverteilungsmaschinerie dar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h09\">Warum Paris, London und Rom schuld an der Krise sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h10\">Beihilfe zur Hungersnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h11\">Williger Komplize der Milit&auml;rdiktatur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h12\">Leben wir bald in einer Technokratie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h13\">Darum ist Microsoft Office 365 ein Fall f&uuml;r den Betriebsrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h14\">Die israelische Administrativhaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h15\">Und ewig gr&uuml;&szlig;t der Freiherr zu Guttenberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h16\">Nachhilfe in Euphorie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h17\">Die &uuml;berregionalen Medien haben die Bev&ouml;lkerung vergessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39331#h18\">Warum informieren Sie sich im Internet?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>How economics became a religion<\/strong><br>\nIts moral code promises salvation, its high priests uphold their orthodoxy. But perhaps too many of its doctrines are taken on faith.<br>\nlthough England has an established church, few of us today pay it much mind. We follow an even more powerful religion, around which we have oriented our lives: economics. Think about it. Economics offers a comprehensive doctrine with a moral code promising adherents salvation in this world; an ideology so compelling that the faithful remake whole societies to conform to its demands. It has its gnostics, mystics and magicians who conjure money out of thin air, using spells such as &ldquo;derivative&rdquo; or &ldquo;structured investment vehicle&rdquo;. And, like the old religions it has displaced, it has its prophets, reformists, moralists and above all, its high priests who uphold orthodoxy in the face of heresy.<br>\nOver time, successive economists slid into the role we had removed from the churchmen: giving us guidance on how to reach a promised land of material abundance and endless contentment. For a long time, they seemed to deliver on that promise, succeeding in a way few other religions had ever done, our incomes rising thousands of times over and delivering a cornucopia bursting with new inventions, cures and delights.<br>\nThis was our heaven, and richly did we reward the economic priesthood, with status, wealth and power to shape our societies according to their vision. At the end of the 20th century, amid an economic boom that saw the western economies become richer than humanity had ever known, economics seemed to have conquered the globe. With nearly every country on the planet adhering to the same free-market playbook, and with university students flocking to do degrees in the subject, economics seemed to be attaining the goal that had eluded every other religious doctrine in history: converting the entire planet to its creed.<br>\nYet if history teaches anything, it&rsquo;s that whenever economists feel certain that they have found the holy grail of endless peace and prosperity, the end of the present regime is nigh. On the eve of the 1929 Wall Street crash, the American economist Irving Fisher advised people to go out and buy shares; in the 1960s, Keynesian economists said there would never be another recession because they had perfected the tools of demand management.<br>\nThe 2008 crash was no different. Five years earlier, on 4 January 2003, the Nobel laureate Robert Lucas had delivered a triumphal presidential address to the American Economics Association. Reminding his colleagues that macroeconomics had been born in the depression precisely to try to prevent another such disaster ever recurring, he declared that he and his colleagues had reached their own end of history: &ldquo;Macroeconomics in this original sense has succeeded,&rdquo; he instructed the conclave. &ldquo;Its central problem of depression prevention has been solved.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/news\/2017\/jul\/11\/how-economics-became-a-religion?subid=3966932&amp;CMP=longread_collection\">John Rapley im Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>War&lsquo;s das schon, Emmanuel Teflon?<\/strong><br>\nEmmanuel Macron will sich als der &bdquo;French Obama&ldquo; inszenieren. Nach Putin, Trump, Merkel empf&auml;ngt er nun Bono und Rihanna. Doch nach nicht einmal 100 Tagen im Amt erlebt er einen spektakul&auml;ren Absturz.<br>\n&bdquo;Emmanuel Teflon&ldquo; nennen sie ihn bereits, den Pr&auml;sidenten, an dem alle Probleme abzugleiten scheinen wie an einer beschichteten Pfanne. Auf dem internationalen Parkett mag Frankreichs neuer Pr&auml;sident Emmanuel Macron eine gute Figur gemacht haben, aber bei den Franzosen wachsen Zweifel daran, ob der neue Pr&auml;sident wirklich halten wird, was er versprochen hat. [&hellip;]<br>\nKommunikation ist wichtig, aber nicht alles. Denn trotz der sch&ouml;nen Fotos von Macron als U-Boot-Kommandanten, im Anzug eines Kampffliegers oder beim Abendessen mit den Trumps im Eiffelturm quittieren die Franzosen seine ersten zehn Wochen mit einem spektakul&auml;ren Absturz seiner Beliebtheitswerte: Innerhalb eines Monats hat Macron zehn Punkte verloren, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ifop ergab.<br>\nNoch 54 Prozent der Befragten sind zufrieden mit dem neuen Pr&auml;sidenten. Nach der Wahl im Mai waren es 62, dann stieg sein Beliebtheitsbarometer sogar auf 64 Prozent. Nur Jacques Chirac hatte die Franzosen noch schneller entt&auml;uscht als Emmanuel Macron.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article166959320\/War-s-das-schon-Emmanuel-Teflon.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das war zu erwarten und ist sicher noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Der &ldquo;Mutant&rdquo; tritt in die Konfliktzone<\/strong><br>\nDie Umfragewerte sinken und in der Libyen-Politik steuert der franz&ouml;sische Pr&auml;sident einen Konfrontationskurs mit Italien an [&hellip;]<br>\nIndessen wundert man sich in Italien &uuml;ber den politischen Kurs, den der laute Protagonist einer starken europ&auml;ischen Gemeinschaft mit seiner Libyen-Politik f&auml;hrt. F&uuml;r morgen ist ein Treffen angesetzt, zu welcher der offizielle libysche Regierungschef Fayez al-Serraj und General Khalifa Haftar eingeladen sind.<br>\nDas Treffen findet in der Region Paris statt, auf Initiative von Macron. Also nicht in Rom, nicht auf Betreiben der italienischen Regierung. Darin steckt Konfliktstoff, beanspruchte doch Italien bislang die F&uuml;hrungsrolle in der EU, wenn es um Libyen ging. Italien sei am Limit wegen der vielen Migranten, die aus Libyen ins Land kommen, es werde allein gelassen und baue auf europ&auml;ische Solidarit&auml;t &ndash; der Rettungsruf Italiens war dominierendes Thema der letzten Wochen, wenn es um die EU und ihren Zusammenhalt ging.<br>\nDer Kommentar des italienischen Direktors des Institute of Global Studies in Rom, Nicola Pede, macht auf Bruchlinien zwischen Frankreich und Italien aufmerksam. Er gibt den Eindruck wieder, dass Macron in Libyen &ldquo;ganz eigene wirtschaftliche und politische Ziele verfolgt&rdquo;. Dass es ihm weniger um die EU oder die Solidarit&auml;t zu Frankreich gehe, sondern mehr darum, das Standing Frankreichs zu verbessern und die au&szlig;enpolitischen Kontakte etwa zu den Vereinigten Arabischen Staaten zu vertiefen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Macron-Der-Mutant-tritt-in-die-Konfliktzone-3781938.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Geheimtreffen der &bdquo;Vereinigten deutschen Motorenwerke&ldquo;<\/strong><br>\nJahrzehntelang gaben sich Deutschlands Autokonzerne als unschlagbare Elite, die technische Ma&szlig;st&auml;be setzt. Dahinter steckte wom&ouml;glich das gr&ouml;&szlig;te Kartell der j&uuml;ngeren Wirtschaftsgeschichte. Der Diesel-Skandal droht nun zu eskalieren.<br>\nEs sollte die ganz gro&szlig;e B&uuml;hne sein, als sich Daimler und Volkswagen bei der Los Angeles Auto Show anschickten, den Amerikanern endlich die Liebe zum Diesel beizubringen. Also luden die Deutschen ins Kodak Theatre, im Herzen Hollywoods &ndash; wo einige Monate zuvor die Oscars an die besten Schauspieler, Regisseure, Kameraleute und Kost&uuml;mdesigner verliehen worden waren.<br>\nAn diesem Abend im November 2006 nun sollte es nur deutsche Gewinner geben. Deshalb standen statt US-Filmstars der damalige VW-Markenchef Wolfgang Bernhard, Mercedes-Technikvorstand Thomas Weber und Wolfgang Hatz von Audi auf der B&uuml;hne und pr&auml;sentierten in seltener Eintracht ihre Diesel-<br>\nDer Treiber dieser Kooperation war Harnstoff. Mit dessen Hilfe sollten die Abgase von giftigen Stickoxiden gereinigt werden, sodass der Diesel endlich auch die strengen US-Abgasgrenzwerte einhalten w&uuml;rde. 2008 sollte es so weit sein.<br>\nEs h&auml;tte eine saubere Sache werden k&ouml;nnen: weniger Abgase, weniger Gift, eine offene Allianz. Die Rede war damals von den &bdquo;Vereinigten deutschen Motorenwerken&ldquo;, dem gro&szlig;en Pakt der Deutschen. Ein bisschen Welt AG, nur anders. Der Deal damals platzte. Doch wom&ouml;glich war die Bluetec-Allianz der Beginn von Absprachen der gro&szlig;en deutschen Autohersteller &ndash; und Keim von Dieselgate.<br>\nDamals, 2006, sah es so aus, als sei die Allianz einfach nur so eine Idee gewesen. Bernhard, der erst kurz zuvor von Daimler zu Volkswagen gewechselt war, verschwand wieder Richtung Stuttgart. Und in Wolfsburg wollte man von Bluetec bald nichts mehr wissen.<br>\nZu teuer soll VW der Einbau der neuen Technik gewesen sein. Stattdessen t&uuml;ftelte man an einer Software, um die Abgaswerte manipulieren zu k&ouml;nnen. Die Diesel w&uuml;rden damit die Grenzwerte auf den Pr&uuml;fst&auml;nden einhalten k&ouml;nnen &ndash; allerdings nur dort. Seit Anfang 2007 f&uuml;hrte Martin Winterkorn den VW-Konzern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article166919646\/Die-Geheimtreffen-der-Vereinigten-deutschen-Motorenwerke.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man beachte: &bdquo;Zu teuer soll VW der Einbau der neuen Technik gewesen sein.&ldquo; Der Schutz der Umwelt und die Gesundheit der Menschen h&auml;tten die Rendite geschm&auml;lert, sprich die Dividendenaussch&uuml;ttungen an die Reichen und Superreichen w&auml;ren wohl zu gering gewesen, das ist der Punkt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie Amerikas Sanktionen gegen Russland Deutschland treffen<\/strong><br>\nHinter Amerikas neuen Russland-Sanktionen stecken knallharte Wirtschaftsinteressen. Es sieht nicht gut aus f&uuml;r die Freundschaft zwischen Amerika und Europa.<br>\nAn diesem Dienstag k&ouml;nnte das amerikanische Repr&auml;sentantenhaus einen Gesetzesentwurf verabschieden, der das Potential hat, das Verh&auml;ltnis zwischen den Vereinigten Staaten und der Europ&auml;ischen Union auf Dauer zu tr&uuml;ben. Das Gesetz soll die Sanktionen gegen Russland versch&auml;rfen, das verd&auml;chtigt wird, die amerikanischen Wahlen manipuliert zu haben.<br>\nEine erste Version hat in der anderen Kammer des Parlaments, dem Senat, eine &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit von 97 der 100 m&ouml;glichen Stimmen gefunden. Das ist Beleg f&uuml;r eine partei&uuml;bergreifende Harmonie, die im polarisierten Washington selten geworden ist. [&hellip;]<br>\nEines der im Gesetzesentwurf klar formulierten Ziele ist Nord Stream 2. Die Pipeline soll russisches Erdgas nach Deutschland bringen. Die amerikanische Au&szlig;enpolitik hat schon lange schwere Bedenken gegen die Pipeline und warb bereits unter Pr&auml;sident Barack Obama daf&uuml;r, sie nicht zu genehmigen. Aus amerikanischer Sicht verst&auml;rkt sie die Abh&auml;ngigkeit der EU von Russland und schw&auml;cht ihre wichtigen Partner Polen und Ukraine, die in Washington eine starke Lobby haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/umstrittener-gesetzentwurf-wie-amerikas-sanktionen-gegen-russland-deutschland-treffen-15120165.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Cash ist out! &ndash; Paypal, Square &amp; Co starten durch<\/strong><br>\nNur Bares ist Wahres? Das war einmal! Vor allem junge Menschen bezahlen lieber bargeldlos. Das Marktpotenzial f&uuml;r die Anbieter entsprechender Infrastruktur ist riesig, &Uuml;bernahmefantasie in der Branche &ndash; wie nach den j&uuml;ngsten Angeboten f&uuml;r Worldpay und Paysafe &ndash; facht die Kurse der Payment-Anbieter zus&auml;tzlich an. Die wichtigsten Aktien im Check. Die Deutschen sind bekanntlich ein Volk der Barzahler. Vor allem bei kleineren Summen bis 49 Euro greift die absolute Mehrheit zu M&uuml;nzen und Scheinen &ndash; Betr&auml;ge bis zehn Euro zahlen laut einer GfK-Studie 95 Prozent bar. Zwar w&auml;chst mit der H&ouml;he der Betr&auml;ge auch die Bereitschaft zum bargeldlosen Bezahlen mit Bank- oder Kreditkarten, im Laden mit dem Smartphone zu bezahlen sorgt hierzulande dagegen h&auml;ufig noch f&uuml;r fragende Blicke &ndash; meist auch vom Kassenpersonal selbst. Andere L&auml;nder sind da schon viel weiter. Doch auch hierzulande sind junge Menschen, die mit Internet und Smartphones aufgewachsen sind, deutlich experimentierfreudiger. Hinzu kommt, dass beim boomenden Online-Shopping sowieso kein Weg an bargeldlosen Zahlungen mehr vorbeif&uuml;hrt. Laut dem World Payments Report gab es 2016 weltweit rund 433 Milliarden bargeldlose Transaktionen. Analysten von HSBC rechnen damit, dass deren Zahl auf Sicht der kommenden f&uuml;nf Jahre um zehn Prozent pro Jahr weiter w&auml;chst. Grund genug f&uuml;r einen genauen Blick auf die aussichtsreichsten Unternehmen der Payment-Branche. Vantiv: Neuer Payment-Gigant Mit seinem zehn Milliarden Dollar schweren &Uuml;bernahmeangebot f&uuml;r den britischen Konkurrenten Worldpay hat der US-Zahlungsabwickler Vantiv Anfang Juli nicht nur den Grundstein f&uuml;r einen neuen Payment-Riesen gelegt, sondern wom&ouml;glich auch den Startschuss f&uuml;r eine Konsolidierung in der Branche gegeben. Die Idee hinter dem geplanten Zusammenschluss: Vantiv, der gr&ouml;&szlig;te Abwickler von Kreditkartenzahlungen in den USA, erwirtschaftet bisher etwa die H&auml;lfte der Ums&auml;tze mit gro&szlig;en Einzelhandelsketten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deraktionaer.de\/aktie\/cash-ist-out---paypal--square---co-starten-durch-327950.htm\">Der Aktion&auml;r<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie bereits erw&auml;hnt (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39271\">Bargeldlos gegen Geldw&auml;sche und Kriminalit&auml;t? So einfach ist es dann doch nicht<\/a>) geht es bei der Bargeldabschaffung um ein gigantisches Gesch&auml;ft und die politische Elite ist wieder einmal der beflissene Diener der Finanzindustrie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum die Ungleichheit in St&auml;dten weltweit zunimmt<\/strong><br>\nDas Problem hoher Mieten in den Gro&szlig;st&auml;dten ist weltweit zu beobachten. Was sind die Gr&uuml;nde daf&uuml;r? Eine nicht unerhebliche Rolle spielt der Immobilienmarkt als internationale Geldanlage-M&ouml;glichkeit &ndash; was sich auch in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten, speziell in Berlin seit einigen Jahren verst&auml;rkt beobachten l&auml;sst.<br>\nDeutschland brauche im Prinzip ein neues Wohnungsbauf&ouml;rderungsgesetz, wie es 1989 abgeschafft wurde, sagte der Stadtforscher Sebastian Schipper im Deutschlandfunk Kultur. Denn die Folgen der Nicht-F&ouml;rderung seien un&uuml;bersehbar: Deutlich mehr Geld f&uuml;r Miete muss ausgegeben werden. Das bedeute zwangsl&auml;ufig Verzicht in anderen Bereichen des Lebens, etwa beim Urlaub. Wie k&ouml;nnen Stadtgesellschaften funktionieren, wenn eine Mehrheit der Bewohner die Mieten kaum zahlen kann bzw. besteht nicht die Gefahr, dass die Situation kippt?<br>\nSchipper sagt, aus heutiger Sicht sie es eine Fehlentscheidung gewesen, 1989 das Wohngemeinn&uuml;tzigkeitsgesetz abzuschaffen. Das Gesetz f&ouml;rderte private Investoren, Institutionen oder Genossenschaften, die sich verpflichteten, gemeinn&uuml;tzig zu wirtschaften und maximal eine kostendeckende Miete zu erheben sowie die Eigenkapitalrendite zu begrenzen. Knapp f&uuml;nf Millionen Wohnungen seien in Deutschland auf diese Weise entstanden. Doch Ende der 80er-Jahre sei man der Ansicht gewesen, man brauche diese Wohnraumf&ouml;rderung nicht mehr.<br>\nWatty: Das Problem hoher Mieten in den Gro&szlig;st&auml;dten ist weltweit zu beobachten, welche sind die wichtigsten Gr&uuml;nde daf&uuml;r?<br>\nSchipper: Das ist nat&uuml;rlich eine breite Debatte, die stark argumentiert, dass eben die Nachfrage nach innerst&auml;dtischem Wohnen gestiegen w&auml;re, das Angebot einfach zu knapp w&auml;re. Ich denke, diese Art der Erz&auml;hlung reicht ein St&uuml;ck weit zu kurz beziehungsweise blendet zwei zentrale Megatrends der Wohnungspolitik aus. Das eine ist die Vermarktlichung oder Neoliberalisierung von Wohnungspolitik, also ein St&uuml;ck weit ist ein Bestand von bezahlbarem Wohnraum verloren gegangen durch Privatisierungstendenzen, durch R&uuml;ckzug aus sozialem Wohnungsbau.<br>\nDer zweite Trend ist vielleicht der, den man als Finanzialisierung bezeichnen kann, dass ebenfalls in vielen L&auml;ndern neue Akteure entstanden sind, halt institutionelle Investoren, b&ouml;rsennotierte Wohnungsunternehmen, die jetzt zunehmend eben in Immobilien investieren, eben auch in Wohnimmobilien und die halt systematisch darauf ausgerichtet sind, entsprechende Mietsteigerungen auch durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/stadtforscher-sebastian-schipper-warum-die-ungleichheit-in.1008.de.html?dram:article_id=391823\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Immobilienpreise durchbrechen eine Schallgrenze<\/strong><br>\nIn immer mehr Landkreisen durchbrechen die Kaufpreise f&uuml;r Wohneigentum eine symbolische Schallmauer. Dort m&uuml;ssen f&uuml;r eine 100 Quadratmeter gro&szlig;e Durchschnitts-Immobilie inzwischen Betr&auml;ge gezahlt werden, die das 30-Fache der erzielbaren Jahresnettokaltmiete &uuml;bersteigen.<br>\nAuch in Berlin d&uuml;rfte die 30-Jahresmieten-Grenze bald &uuml;berschritten sein. Dort m&uuml;ssen K&auml;ufer f&uuml;r eine Durchschnittswohnung bereits 29,3 Jahresnettokaltmieten bezahlen. Auch wegen der hohen Kauf-Nebenkosten wird Wohneigentum damit f&uuml;r viele Haushalte unerschwinglich. Da viele K&auml;ufer es zudem darauf anlegen werden, den hohen Kaufpreis wieder einzuspielen, d&uuml;rften in der Folge auch die Mieten weiter steigen.<br>\nDas Verh&auml;ltnis aus Kaufpreis und Jahresmiete ist ein entscheidender Indikator f&uuml;r Anleger, die eine Immobilie als Renditeobjekt kaufen. Je kleiner dieser sogenannte Vervielf&auml;ltiger ausf&auml;llt, umso h&ouml;her die Ertragschancen. Ein Vervielf&auml;ltiger von 30 und mehr gilt unter Experten als ung&uuml;nstig. Wer so hohe Kaufpreise bezahlt, kann mit normalen Mieteinnahmen kaum noch Gewinne erzielen.<br>\nDas HWWI berechnete auch die Kostenbelastung f&uuml;r Mieter. Demzufolge mussten Mieter in M&uuml;nchen 2016 mehr als 44 Prozent ihres Einkommens f&uuml;r eine 70-Quadratmeter-Wohnung ausgeben. In Hamburg waren es 36,7 Prozent, in Frankfurt 40,7 und in Berlin fast 38 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/immobilien\/article166928578\/Immobilienpreise-durchbrechen-eine-Schallgrenze.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die rasant steigenden Mieten bedeuten eine nicht unerhebliche Gefahr f&uuml;r die konjunkturelle Entwicklung. Das Geld, das f&uuml;r die Miete aufgewendet werden muss steht f&uuml;r andere Ausgaben nicht mehr zur Verf&uuml;gung. Gerade Menschen mit geringerem Einkommen werden dadurch stark belastet. Zu verdanken haben wir dies, dem nach seinem Tod fast heiliggesprochenen fr&uuml;heren Bundeskanzler Kohl, unter dessen Regierung dem sozialen Wohnungsbau der Garaus gemacht wurde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Boden stellt eine gigantische Umverteilungsmaschinerie dar<\/strong><br>\nProf. Dr. Dirk L&ouml;hr &uuml;ber Bodenpolitik &ndash; ein im &ouml;ffentlichen Diskurs ausgeblendetes und gewaltig untersch&auml;tztes Thema.<br>\nDer Wert eines Grundst&uuml;cks ist das Resultat von Investitionen der &ouml;ffentlichen Hand, also des Steuerzahlers. Von den oft enormen Wertsteigerungen profitieren jedoch fast nur die privaten Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer. Eine andere Bodenpolitik w&auml;re nicht nur gerechter, sondern w&uuml;rde dem Gemeinwohl auch noch weitere Vorteile bringen. Dirk L&ouml;hr ist Professor f&uuml;r Steuerlehre und &Ouml;kologische &Ouml;konomik an der Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld. L&ouml;hr schreibt in seinem Blog Rent Grabbing &uuml;ber &ouml;konomische Renten und ihre Aneignung.<br>\nHerr L&ouml;hr, warum ist das Thema &ldquo;Boden&rdquo; ein wichtiges politisches Thema?<br>\nDirk L&ouml;hr: Wenn wir die aktuelle Situation auf dem Immobilienmarkt betrachten, dann fallen teilweise enorme Preissteigerungen in bestimmten St&auml;dten und Regionen auf, aber auch recht unterschiedliche Entwicklungen.<br>\nFragen wir nach den Ursachen, dann stellen wir fest, dass die Baupreise wesentlich geringer gestiegen sind als die Bodenpreise, zumindest in den Ballungsr&auml;umen. So kostet eine identische Wohnung heute in M&uuml;nchen mehr als das Siebenfache wie in Gelsenkirchen. Das liegt an der unterschiedlichen Attraktivit&auml;t bez&uuml;glich Arbeitspl&auml;tzen und Arbeitskr&auml;ften, Infrastruktur, Kultur- und Freizeitangebot, Sicherheit usw.<br>\nDie Voraussetzungen hierf&uuml;r sind &ouml;ffentliche Leistungen und Infrastruktur, die vor allem vom Bund, von den L&auml;ndern und von den Kommunen bereitgestellt werden. Finanziert werden diese Leistungen durch Abgaben, die gr&ouml;&szlig;tenteils von Verbrauchern und Arbeitnehmern aufgebracht werden. Nutznie&szlig;er sind die privaten Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer, die von der Inwertsetzung der Standorte enorm profitieren, denn die Besteuerung des Bodens ist ja minimal. Der Boden stellt somit eine gigantische Umverteilungsmaschinerie dar. Die Ungerechtigkeit bei der Bodenrente ist eine der Hauptursachen f&uuml;r die zunehmende Arm-Reich-Schere. Seltsamerweise ist das bisher kaum jemandem bewusst<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Boden-stellt-eine-gigantische-Umverteilungsmaschinerie-dar-3778718.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Warum Paris, London und Rom schuld an der Krise sind<\/strong><br>\nDer Historiker G&ouml;tz Aly hat eine klare Meinung zur derzeitigen EU-Fl&uuml;chtlingspolitik: desastr&ouml;s. Denn diejenigen, die durch die Zerschlagung Libyens die Fl&uuml;chtlingskatastrophe mit voran getrieben h&auml;tten, s&auml;&szlig;en in Frankreich, Gro&szlig;britannien und Italien &ndash; und t&auml;ten nichts, um die Lage zu verbessern.<br>\nDie Ursache f&uuml;r die derzeitige Situation liegt Aly zufolge in der Zerschlagung Libyens 2011 durch eine Koalition aus Frankreich, Gro&szlig;britannien und Italien &ndash; ohne dar&uuml;ber nachgedacht zu haben, welches Chaos aus Stammeskriegen, radikalen Islamisten und &ldquo;KZ-&auml;hnlichen&rdquo; Fl&uuml;chtlingsauffanglagern daraus entstehen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/goetz-aly-zur-fluechtlingspolitik-warum-paris-london-und.2950.de.html?dram:article_id=391843\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &Uuml;ber Alys Merkel-Beweihr&auml;ucherung sollte man hinwegsehen, da der Hinwies von Aly, dass man in Libyen einen Regime Change inszeniert hat ohne sich zu &uuml;berlegen was danach kommt, absolut stichhaltig ist. Leider vergisst Aly darauf hinzuweisen, dass die USA wesentlich am Sturz Gaddafis mitbeteiligt waren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Beihilfe zur Hungersnot<\/strong><br>\nDie Bundesrepublik setzt entgegen anderslautenden Ank&uuml;ndigungen die Aufr&uuml;stung Saudi-Arabiens fort und beliefert die saudische K&uuml;stenwache mit Patrouillenbooten. Vergangene Woche sind zwei solche Boote aus der Wolgaster Peene-Werft nach Saudi-Arabien ausgeschifft worden; sie sind Teil eines rund 1,5 Milliarden Euro umfassenden Deals, der die Lieferung von mehr als 100 Booten an die K&uuml;stenwache sowie die Marine des Landes umfasst. Hauptauftragnehmer ist die Bremer L&uuml;rssen-Werft. Die Lieferung erfolgt, obwohl Riad im Jemen einen weltweit heftig kritisierten Krieg f&uuml;hrt und das Land mit einer Seeblockade abschottet, die eine verheerende Hungersnot ausgel&ouml;st hat und eine grassierende Cholera-Epidemie versch&auml;rft. F&uuml;r die Seeblockade kann Saudi-Arabien vermehrt auf deutsche Patrouillenboote zur&uuml;ckgreifen. Wie die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in einer aktuellen Untersuchung best&auml;tigt, beg&uuml;nstigt der auch mit deutschen Waffen gef&uuml;hrte Krieg Saudi-Arabiens im Jemen nicht zuletzt Al Qaida; das US-Verbot, Laptops auf bestimmte Passagierfl&uuml;ge mitzunehmen, geht mutma&szlig;lich auf Anschlagspl&auml;ne der erstarkenden Al Qaida im Jemen zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59644\">German-Foreign-Policy.com<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Williger Komplize der Milit&auml;rdiktatur<\/strong><br>\nDie brasilianische VW-Tochter Volkswagen do Brasil hat Mitarbeiter ausgesp&auml;ht und sie aufgrund ihrer politischen Gesinnung der brasilianischen Milit&auml;rdiktatur, die von 1964 bis 1985 herrschte, &uuml;bergeben. Das ist das Ergebnis von Recherchen. Den Opfern drohte Folter &ndash; VW hat sich bis heute daf&uuml;r nicht entschuldigt.<br>\nEs war der Beginn einer Erfolgsgeschichte: Die Globalisierung des Wolfsburger Autokonzerns. 1959 wurde das Werk in der N&auml;he von Sao Paulo er&ouml;ffnet, f&uuml;nfzehn Jahre sp&auml;ter konnte auch der NDR nur Erfolgsmeldungen senden.<br>\n&ldquo;VW do Brasil, zurzeit das gewinnbringendste Werk des Wolfsburger Konzern, ist der gr&ouml;&szlig;te Autohersteller des Landes. T&auml;glich laufen 1.750 Fahrzeuge vom Band. Von Absatzkrise keine Spur.&rdquo; (NDR Nordschau Magazin, 18.3.1975)<br>\nDie Nachfrage nach deutschen Autos in S&uuml;damerika war riesig, ganz vorne: der K&auml;fer und der VW-Bus. Volkswagen wurde zum gr&ouml;&szlig;ten Privatunternehmen des Kontinents. Carl Hahn, heute 91, war in den Sechzigern Aufsichtsrat bei VW Brasilien und ab 1982 Konzernchef in Wolfsburg.<br>\n&ldquo;Deutschland hatte einen sehr guten Ruf in der ganzen Welt. Da brauchte man keine Werbekampagnen. Wir hatten das richtige Produkt, das hatte eben seine Pers&ouml;nlichkeit, um genau in die dortigen Verh&auml;ltnisse zu passen.&rdquo;<br>\nAuch L&uacute;cio Bellentani erinnert sich noch an seine Zeit bei Volkswagen. Doch er hat das Unternehmen anders in Erinnerung als der Manager Carl Hahn.<br>\n&ldquo;Hier war ich drin. Zelle Nummer 2.&rdquo;<br>\nAcht Monate Folterhaft. Elektroschocks, er war aufgeh&auml;ngt an einer Stange. Unvorstellbare Schmerzen.<br>\n&ldquo;Um die Schmerzen noch zu verst&auml;rken, haben sie Wasser &uuml;ber mich gesch&uuml;ttet. Elektroschocks, Schl&auml;ge auf den Kopf, ins Gesicht, Fu&szlig;tritte, alles gleichzeitig.&rdquo;<br>\nAktive Beteiligung an der Verfolgung von Regimegegnern<br>\nBellentani hatte Flugbl&auml;tter verteilt &ndash; f&uuml;r die Kommunistische Partei. Auf dem Werksgel&auml;nde von Volkswagen nahe Sao Paulo. Dort sei er auch festgenommen worden, sagt er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/vw-in-brasilien-williger-komplize-der-militaerdiktatur.1773.de.html?dram:article_id=391812\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Leben wir bald in einer Technokratie?<\/strong><br>\nOb Mark Zuckerberg oder Reid Hoffmann: Diverse Tech-Entrepreneure streben nach Macht in der Politik. Angeblich k&ouml;nnten sie die Prozesse beschleunigen &ndash; durch gezielte Alleing&auml;nge.<br>\nIm M&auml;rz 2014 richtete die Occupy-Gr&uuml;nderin und Google-Ingenieurin Justine Tunney eine Petition ans Wei&szlig;e Haus. Sie enthielt drei Forderungen. Erstens: Alle Regierungsmitarbeiter sollen in den Ruhestand geschickt werden. Zweitens: Alle administrative Autorit&auml;t soll an die Tech-Industrie transferiert werden. Drittens: Google-CEO Eric Schmidt soll zum CEO von Amerika ernannt werden. Sie scheiterte mit ihrem Vorhaben; die Petition erhielt nur ein paar Unterst&uuml;tzerunterschriften. Doch die Idee einer Technokratie, in der man algorithmisch durchregieren kann, lebt weiter. Die Unternehmer Mark Pincus und Reid Hoffman haben am 4. Juli, dem Nationalfeiertag der Vereinigten Staaten, eine politische Plattform namens &bdquo;Win the Future&ldquo; (WTF) gegr&uuml;ndet, mit der sie, wie der Tech-Blog &bdquo;The Verge&ldquo; berichtet, die Demokratische Partei &bdquo;hacken&ldquo; wollen.<br>\nAuch Reid Hoffman, der Gr&uuml;nder der Karriereplattform Linkedin, spielt schon l&auml;nger mit dem Gedanken, eine eigene politische Organisation respektive Partei zu gr&uuml;nden. Er war es, der zusammen mit Pincus und dem Wagniskapitalgeber Sam Altman mit &bdquo;Track Trump&ldquo; ein Gegenprogramm zur Einwanderungspolitik von Donald Trump initiierte. Zuletzt sorgte Hoffman mit einer Aussage f&uuml;r Aufsehen, nach der die H&auml;lfte der Internet-Milliard&auml;re eine &bdquo;Apokalypse-Versicherung&ldquo; in Form eines Bunkers oder einer Insel abgeschlossen h&auml;tte.<br>\nAuch Facebook-Gr&uuml;nder Mark Zuckerberg, der mit seinem Manifest (&bdquo;Building Global Community&ldquo;) eine Art Wahlprogramm f&uuml;r eine Weltregierung vorgelegt hat und gerade durch Amerika tourt, werden Ambitionen auf eine Pr&auml;sidentschaftskandidatur nachgesagt. F&uuml;r die Entrepreneure im Silicon Valley sind Staaten etwas Gestriges. Der indisch-amerikanische Politikwissenschaftler Parag Khanna pl&auml;diert in seinem Buch &bdquo;Technocracy in America: Rise of the Info-State&ldquo; f&uuml;r einen superschlanken Informationsstaat nach dem Vorbild Singapurs und der Schweiz, der mit Infrastrukturdaten gef&uuml;ttert wird und in Echtzeit auf die politischen Herausforderungen reagiert. Khanna will einen Aufsichtsrat an die Spitze des Staates stellen, der den Staat wie eine Aktiengesellschaft verwaltet. Anstelle eines Pr&auml;sidenten sollen sieben Pr&auml;sidenten nach dem Konkordanzmodell der Schweiz das Land regieren. Das kann als Vorlage f&uuml;r die politischen Ambitionen im Silicon Valley gelesen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/so-wollen-tech-entrepreneure-die-politik-beeinflussen-15115168.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Darum ist Microsoft Office 365 ein Fall f&uuml;r den Betriebsrat<\/strong><br>\nMehr Effizienz durch umfassende Leistungskontrolle im Job? Mit einem neuen Add-on f&uuml;r die B&uuml;rosoftware Microsoft Office 365 k&ouml;nnen Arbeitgeber die Leistung ihrer MitarbeiterInnen detailliert analysieren. Aus Sicht des DGB ist der Einsatz der Software im Betrieb zwingend mitbestimmungspflichtig.<br>\nDer Betrieb in der Cloud hat viele Vorteile: Texte, Tabellen, Projekte k&ouml;nnen von allen Besch&auml;ftigten bearbeitet werden. Es braucht keinen Schreibtisch mehr, denn durch die Cloud-Anbindung sind alle Dateien, E-Mails, Termine und Kontakte jederzeit und &uuml;berall verf&uuml;gbar. Au&szlig;erdem sind die Anwendungen auf jedem Endger&auml;t nutzbar, ob mobil oder am station&auml;ren PC.<br>\nDoch Datensch&uuml;tzer warnen: Die Software erlaubt auch, dass Arbeitsprozesse &uuml;berwacht werden. Wie lange wurde am Dokument X gearbeitet, wer hat wem eine E-Mail geschrieben, wann wurde geantwortet? F&uuml;r viele Arbeitgeber sind das interessante Daten.<br>\nMit dem neuen Add-on Workplace Analytics will Microsoft die Analyse der Daten noch einfacher f&uuml;r Arbeitgeber machen. Microsoft bewirbt das Add-on mit den Worten: &bdquo;Entfesseln Sie das Potenzial Ihrer Mitarbeiter mit Workplace Analytics.&ldquo; F&uuml;r Ralf-Peter Hayen, DGB-Rechtsexperte f&uuml;r betriebliche Mitbestimmung, muss der Einsatz von Office 365 vom Betriebsrat &bdquo;abgesegnet&ldquo; werden: &bdquo;Betriebsr&auml;te m&uuml;ssen vor Einf&uuml;hrung oder gar Anwendung der Software im Betrieb mitbestimmen. Der Arbeitgeber muss vor der Installation detailliert Auskunft geben, ob und wie er die erfassten Daten nutzen will. Die Mitbestimmung dient dem Schutz des Pers&ouml;nlichkeitsrechts der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.&ldquo;<br>\nMarc-Oliver Schulze ist Fachanwalt f&uuml;r Arbeitsrecht in der Kanzlei &bdquo;AfA Rechtsanw&auml;lte&ldquo; und ber&auml;t Betriebsr&auml;te unter anderem zum Umgang mit Office 365. Er warnt: &bdquo;Workplace Analytics ist nicht nur aus datenschutzrechtlicher Sicht h&ouml;chst bedenklich.&ldquo; Der Arbeitgeber k&ouml;nne zwar ein berechtigtes Interesse daran haben, die Leistung seiner Arbeitnehmer zu beurteilen &ndash; die weitreichenden M&ouml;glichkeiten, die das Tool bietet, d&uuml;rften jedoch in den allermeisten F&auml;llen unzul&auml;ssig sein, meint Schulze. Kritisch sei vor allem die M&ouml;glichkeit, Kennziffern &uuml;ber Leistung und Verhalten nicht nur abstrakt &ndash; also ohne Personenbezug &ndash; einzusehen, sondern eine detaillierte, dauerhafte und nahezu l&uuml;ckenlose Auswertung des Verhaltens Einzelner zu erm&ouml;glichen. Durch die M&ouml;glichkeit, Daten miteinander abzugleichen und in Beziehung zueinander zu setzen, sei es etwa m&ouml;glich, Bewegungsprotokolle der Mitarbeiter zu erstellen. So kann unter anderem erfasst werden, wie lange ein Mitarbeiter f&uuml;r das Schreiben einer E-Mail ben&ouml;tigt, ob er w&auml;hrend eines im Kalender eingetragenen Meetings E-Mails versendet hat und wie oft Terminkollisionen aufgetreten sind. Anhand dieser Werte kann der produktivste Mitarbeiter herausgefiltert und als Ma&szlig;stab f&uuml;r die Kollegen festlegt werden. Oder vermeintliche &bdquo;Low-Performer&ldquo; k&ouml;nnen so vom Arbeitgeber &bdquo;aussortiert&ldquo; werden, warnt Schulze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++0342f31e-6c85-11e7-b8f9-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die israelische Administrativhaft<\/strong><br>\nUnter der Bezeichnung &bdquo;Administrativhaft&ldquo; haben israelische Sicherheitskr&auml;fte die gesetzlich legitimierte M&ouml;glichkeit, Menschen zu verhaften und teils &uuml;ber Jahre festzuhalten, ohne dass die H&auml;ftlinge ihr Recht auf ein Gerichtsverfahren wahrnehmen k&ouml;nnen.<br>\nDie Praxis, Menschen ohne entsprechenden richterlichen Beschluss festzuhalten, um somit rechtsstaatliche Verfahren umgehen zu k&ouml;nnen, wurde und wird von Staaten auf der ganzen Welt verwendet. Administrativhaft fand bzw. findet unter anderem Verwendung in Nordirland, S&uuml;dafrika (w&auml;hrend der Apartheid), den USA (Guantanamo Bay) und Israel. Demnach ist Israel nicht der einzige Staat, in dem Administrativhaft angewendet wird, stellt jedoch den einzigen Staat dar, in dem Administrativhaft einen integralen Bestandteil des nationalen Rechtssystems bildet und dar&uuml;ber hinaus immer noch g&auml;ngige Praxis ist.<br>\nDie von Israel praktizierte Administrativhaft ist dabei ein Relikt aus der britischen Kolonialzeit &uuml;ber das Mandatsgebiet des historischen Pal&auml;stinas. Die Implementierung der Administrativhaft im nationalen israelischen Recht erfolgt sowohl im binnenl&auml;ndischen Gesetzesrecht in Israel sowie auch in der Milit&auml;rlegislative der besetzten pal&auml;stinensischen Gebiete.i Pal&auml;stinenserInnen werden im Rahmen dieser Haft ohne Anklage, ohne Prozess und Urteil zun&auml;chst f&uuml;r bis zu sechs Monate inhaftiert. Anstatt eines Gerichtsverfahrens findet lediglich nachtr&auml;glich eine &bdquo;richterliche &Uuml;berpr&uuml;fung&ldquo; des von Sicherheitskr&auml;ften bereits erlassenen Haftbefehls statt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/handalamarburg.wordpress.com\/administrativhaft-im-staat-israel\/die-israelische-administrativhaft\/\">Handala e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Jetzt auch in Bayern.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39325\">Das bayerische Gef&auml;hrder-Gesetz. Wegsperren &ndash; diese M&ouml;glichkeit zielt auch auf aufm&uuml;pfige Menschen, auf den fortschrittlichen Teil unserer Gesellschaft insgesamt<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Und ewig gr&uuml;&szlig;t der Freiherr zu Guttenberg<\/strong><br>\nEs war so sicher wie das Amen in der Kirche: Kaum hatte Bayerns Ministerpr&auml;sident und CSU-Chef Horst Seehofer entschieden, dass es f&uuml;r ihn keinen besseren Nachfolger gibt als ihn selbst, spielt er nun wieder die &bdquo;KTG&ldquo;-Karte. Der in die USA ab- und ausgewanderte Ex-Bundesverteidigungsminister, Ex-Hoffnungstr&auml;ger und Ex-Doktor Karl-Theodor zu Guttenberg wird von Seehofer sehnlichst wieder in Bayern erwartet. Und in dem Zusammenhang war auch von Kabinettsumbildung die Rede. Des bayerischen Kabinetts, versteht sich. Denn da k&ouml;nnte demn&auml;chst durch den Wechsel von Innenminister Joachim Herrmann nach Berlin ein Platz frei werden.<br>\nDas neuerliche Vorzeigen der &bdquo;KTG&ldquo;-&shy;Karte hat zwei Funktionen: Zum einen soll es die CSU f&uuml;r bestimmte W&auml;hlergruppen interessanter machen, wenn die Option besteht, dass der oberfr&auml;nkische Adel wieder dabei ist. Zum anderen soll damit der ewige Kronprinz Markus S&ouml;der in Schach gehalten werden.<br>\nSubstanz hat das Gerede &uuml;ber eine Wiederkunft von &bdquo;KTG&ldquo; wenig. Zumindest wenn man sich an dessen eigene Worte h&auml;lt. Erst vor wenigen Tagen stellte er klar, dass ihm eine R&uuml;ckkehr in die bayerischen Politik-Niederungen fernliegt. Er helfe seiner Partei gerne mit einigen Wahlkampfterminen, sagte zu Guttenberg, &bdquo;das isses aber&ldquo;. Angesichts seiner heutigen Distanz zur Tagespolitik und sechsj&auml;hriger politischer Entw&ouml;hnung sei er eher &bdquo;ein kurzzeitig auftretender Ackergaul&ldquo;. Gefragt nach seinen Interessen im Wahlkampf antwortete der 45-J&auml;hrige: &bdquo;Einen Beitrag zur Wiederwahl der Bundeskanzlerin zu leisten und f&uuml;nf Kilo Gewicht zu verlieren in der Hitze bayerischer Bierzelte.&ldquo; Wer glaube, dass er lechzend nach &Auml;mtern im September wieder pr&auml;sent sei, der t&auml;usche sich. Das ist doch eigentlich klar genug, oder?<br>\nFreilich &ndash; in der Politik gilt nach wie vor die Adenauer-Devise &bdquo;Was st&ouml;rt mich mein Geschw&auml;tz von gestern?&ldquo;. Das gilt im &Uuml;brigen auch f&uuml;r Seehofers lautes Nachdenken &uuml;ber eine schwarz-gr&uuml;ne Koalition auf Bundesebene, die er noch vor nicht allzu langer Zeit kategorisch ausgeschlossen hat. Kurzum: Nichts ist unm&ouml;glich, aber wahrscheinlich ist es nun wirklich nicht, dass &bdquo;KTG&ldquo; dem n&auml;chsten Kabinett &ndash; sei es in M&uuml;nchen oder Berlin &ndash; wieder angeh&ouml;rt. &Uuml;brigens gibt es nicht nur Fans des Freiherrn aus Oberfranken. Nicht wenige w&uuml;rden sich geh&ouml;rig dar&uuml;ber &auml;rgern, wenn der &bdquo;Blender&ldquo; wieder &uuml;ber die Bildschirme flimmert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/politik\/themen\/und-ewig-gruesst-der-guttenberg_aid-2480817\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Vielleicht besteht ja 2021 doch noch die Chance auf einen deutschen Emmanuel Macron zur weiteren forcierten Durchsetzung der neoliberalen Agenda? Denn, Guttenberg als eitlen Blender darzustellen greift zu kurz, da sich hier eine andere politische Dimension zeigt. Interessant, wie die &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; dabei wieder Hand in Hand arbeiten. Die SZ hatte bereits in ihrer Freitagsausgabe auf Seite Drei einen gro&szlig;en Bericht &uuml;ber Guttenberg. Auch im Spiegel findet sich ein ausf&uuml;hrlicher Beitrag zu Guttenberg: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/karl-theodor-zu-guttenberg-und-sein-csu-comeback-a-1159116.html\">Der gefallene Freiherr kehrt zur&uuml;ck<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nachhilfe in Euphorie<\/strong><br>\nEmmanuel Macron hat gezeigt, wie man als Au&szlig;enseiter eine Wahl gewinnt &ndash; nun hat ihn Martin Schulz besucht. Von Frankreichs Pr&auml;sident lernen hei&szlig;t: auf Europa setzen. Klappt das auch in Deutschland?<br>\nMartin Schulz in Paris &ndash; Von Macron siegen lernen?<br>\nMartin Schulz ist an diesem Donnerstag nach Paris gereist, um Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron zu besuchen. Aber zun&auml;chst mal macht er an der Sciences Po Station, um den vornehmlich jungen Leuten und einigen Professoren von seinen Pl&auml;nen f&uuml;r Europa zu berichten. Im Kern will er: mehr Europa. Und da ist man dann schon bei Macron, der mit diesem Motto franz&ouml;sischer Pr&auml;sident geworden ist &ndash; mit Sicherheit unterst&uuml;tzt von vielen hier im Raum. Kein Wunder also, dass Schulz&rsquo; Auftritt bestens ankommt. Nat&uuml;rlich sind die Zuh&ouml;rer auch von seinem geschliffenen Franz&ouml;sisch beeindruckt.<br>\nAm Ende hat Schulz noch eine Bitte an seine neuen Fans: &ldquo;Engagiert euch f&uuml;r Europa &ndash; es ist eure Sache!&rdquo;<br>\nMacron hat das geschafft, was auch Schulz vor Augen hatte: Eine Woge der Euphorie zu verstetigen &ndash; und sie am Ende in einen Wahlsieg zu verwandeln. Schulz ist gewisserma&szlig;en auf der Suche, seine Kampagne zu reeuphorisieren, dabei k&ouml;nnte ihm Macron nun ein bisschen helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/martin-schulz-bei-emmanuel-macron-mein-freund-emmanuel-a-1159002.html\">spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Mehr Europa, f&uuml;r Europa, diese nebul&ouml;se Phrasen, die alles und nichts bedeutet, sind die Lieblingsphrasen der extremen Mitte. Damit l&auml;sst sich jeder nach Belieben als &ldquo;Europa-Gegner&rdquo; desavouieren, der Kritik an den bestehenden Verh&auml;ltnissen und der Durchsetzung der neoliberalen Agenda durch die Politelite in Br&uuml;ssel und Berlin &uuml;bt. Dabei darf nicht vergessen werden Schulz war und ist Teil dieser Politelite. Die Botschaft seines Treffens mit Macron ist deutlich. Dieser und dessen neoliberale Politik (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39267#h02\">Agenda 2010 auf Franz&ouml;sisch<\/a>) sollen das Vorbild f&uuml;r Schulz sein. Nicht etwa ein Jeremy Corbyn, der die Bed&uuml;rfnisse und W&uuml;nsche der einfachen B&uuml;rger in den Mittelpunkt seiner Politik stellt und damit ganz nebenbei Erfolg hat (Labour: 40 %, SPD: 25 %).  Sollte Schulz nicht eher Jeremy Corbyn besuchen? Die Agenda 2010 ist nach wie vor das politische Leitmotiv der SPD. Allerdings hat die Durchsetzung der neoliberalen Ideologie durch Macron eine neue Dimension, die Durchsetzung &uuml;ber den Ausnahmezustand. Auch daran scheint sich Schulz nicht zu st&ouml;ren. Sieht er dies gar als Vorbild?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: In Gro&szlig;britannien sch&uuml;ttelt man auch &uuml;ber die SPD den Kopf<\/strong><br>\nEs wird peinlich. W&auml;hrend Martin Schulz im finanzindustrieprotegierten Gewerkschaftsfeind und Arbeitsmarktflexibilisierer Macron seinen besten Freund und zugleich sein Vorbild sieht, ist in UK zunehmend Kopfsch&uuml;tteln dar&uuml;ber zu vernehmen, warum die scheiternde Sozialdemokratie in Europa sich nicht am Erfolgsmodell Labour unter Corbyn orientiert. Owen Jones, britischer Journalist und Labour-Unterst&uuml;tzer retweetet den Verweis eines britischen Politikwissenschaftlers, der auf die &ldquo;d&uuml;steren&rdquo; Zahlen f&uuml;r die SPD und Schulz pers&ouml;nlich verweist.<br>\nZur Erinnerung: Die SPD ist nach dem kurz aufflackernden &ldquo;Schulz-Effekt&rdquo;, der durch die Entkoffeinierung aller Hoffnungen gegen das bleierne &ldquo;Weiter so&rdquo; schnell wieder in sich zusammenfiel, nun wieder bei unter 25, teils 22% angelangt. In UK hingegen liegt die Labour Partei bei 45% (Konservative: 40%) und hat dabei seit Ende April einen stabilen, sagenhaften Hinzugewinn von 20%-Punkten, nachdem viele viele Labour-Unterst&uuml;tzer aufgrund klassisch linker Inhalte sich aktiv in den Kampf um die &ouml;ffentliche Meinung einbringen und ihre Zeit und Kreativit&auml;t hergeben, um dem jahrzehntelangen Alternativlos endlich den Garaus zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Maskenfall-157787857630798\/?hc_ref=ARSdaWmDT7UI5Kx3tm7oZiFGVsGUIfrRBHRJOraTFJN8JlpdR90UOW3IImcW5K4kFRc&amp;fref=nf\">Maskenfall auf FB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die &uuml;berregionalen Medien haben die Bev&ouml;lkerung vergessen<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Fl&uuml;chtlingskrise sei zu unkritisch &uuml;ber die Zuwanderung berichtet worden &ndash; das ist das Ergebnis einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung. Die Medien h&auml;tten sich mit den Ansichten der politischen Eliten gemein gemacht, sagte der Leiter der Studie, Michael Haller, im Deutschlandfunk.<br>\nViele Medien h&auml;tten ihren Qualit&auml;tsanspruch w&auml;hrend der Fl&uuml;chtlingskrise &uuml;ber Bord geworfen &ndash; das ist das Fazit einer Studie, die die Berichterstattung deutscher Tageszeitungen wie SZ, FAZ, Welt, BILD und mehrerer Regionalzeitungen untersucht hat.<br>\nDie von der Universit&auml;t Leipzig und der Hamburg Media School ausgewerteten Artikel stammen aus dem Zeitraum zwischen Februar 2015 bis M&auml;rz 2016.<br>\nMichael Haller, Medienwissenschaftler und Leiter der Studie, sagte im Deutschlandfunk, dass die Studie zeige, dass sich die etablierten Medien w&auml;hrend der Fl&uuml;chtlingskrise mit den Ansichten der politischen Eliten gemein gemacht h&auml;tten.<br>\nEr sieht dar&uuml;ber hinaus auch abseits der Fl&uuml;chtlingsthematik wenig Prespektivwechsel in der Berichterstattung &ndash; die Ansichten der Machthabenden seien dominant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/journalismus-studie-die-ueberregionalen-medien-haben-die.2907.de.html?dram:article_id=391573\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Alles richtig und durch die NachDenkSeiten seit langem kritisiert, nur hat sich die Otto-Brenner-Stiftung mit ihrer uns&auml;glichen Querfront-Studie nicht selbst schon mit den politischen Eliten gemein gemacht?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Warum informieren Sie sich im Internet?<\/strong><br>\nDieser Frage geht eine Studentin des Sozial- und Gesundheitsjournalismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal nach. Im Rahmen ihrer Masterarbeit besch&auml;ftigt sie sich mit alternativem Journalismus im Internet und w&uuml;rde auch gerne die Leser der NachDenkSeiten befragen. Da wir im Rahmen unserer M&ouml;glichkeiten Studentinnen und Studenten gerne helfen, geben wir diese Bitte an Sie weiter. <a href=\"https:\/\/www.umfrageonline.com\/s\/AltNachrE\">Hier ist der Link zur Umfrage<\/a>.\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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