{"id":3938,"date":"2009-05-13T09:24:46","date_gmt":"2009-05-13T07:24:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3938"},"modified":"2009-05-13T09:24:16","modified_gmt":"2009-05-13T07:24:16","slug":"hinweise-des-tages-890","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3938","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ol>\n<li>OECD-Studie zu Steuern und Abgaben: Deutsche Geringverdiener tragen h&ouml;chste Last<\/li>\n<li>Die Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen stiegen seit 2004 um 7% pro Jahr <\/li>\n<li>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Von wegen Hoffnung<\/li>\n<li>Attac fordert staatliche Hilfen nur f&uuml;r Good Banks<\/li>\n<li>Br&uuml;ssel schrumpft die WestLB <\/li>\n<li>LBBW: Neuer Chef bekommt mehr als 500.000 Euro<\/li>\n<li>Bundesregierung: Commerzbank-Aufsichtsr&auml;te &ldquo;hervorragend geeignet&rdquo;<\/li>\n<li>BaFin untersucht Porsche<\/li>\n<li>Mario M&uuml;ller: Schuldenbremse ist schlichter Unfug<\/li>\n<li>Nur Bares ist Wahres &ndash; Die Deutschen sparen<\/li>\n<li>Ein finanzieller Mega-Flop &ndash; Hamburg zahlt f&uuml;r Krankenh&auml;user drauf<\/li>\n<li>&Auml;rztefunktion&auml;r will Geb&uuml;hr f&uuml;r jeden Praxisbesuch<\/li>\n<li>BKA-Gesetz gef&auml;hrdet anwaltliche Berufsaus&uuml;bung<\/li>\n<li>Auf dem Weg zum &ldquo;Elektronischen Polizeistaat&rdquo;<\/li>\n<li>Auf dem IrRWEg<\/li>\n<li>Verteidigungsminister Jung: &bdquo;In Afghanistan ist kein Krieg&ldquo;<\/li>\n<li>Jutta Limbach: Pl&auml;doyer f&uuml;r Gesine Schwan<\/li>\n<li>Jeder f&uuml;nfte Ausbildungsabsolvent wird erst einmal arbeitslos<\/li>\n<li>Die Finanzkrise im Unterricht<\/li>\n<li>Grimm: Wirtschaftskrise ist &bdquo;Gefahr&ldquo; f&uuml;r die Presse<\/li>\n<li>Walter van Rossum: Ein K&auml;fig voller Enten? &ndash; Recherchen zur Sauerlandzelle<\/li>\n<li>Buchbesprechung: Daniel Friedrich Sturm &ndash; Wohin geht die SPD?<\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3938&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>OECD-Studie zu Steuern und Abgaben: Deutsche Geringverdiener tragen h&ouml;chste Last<\/strong><br>\nEine neue Studie zeigt: Die Abgabenlast ist in Deutschland zwar gesunken. Doch Geringverdiener werden hier so stark belastet wie in kaum einem anderen Land. F&uuml;r Spitzenverdiener hingegen sinkt der Steueranteil, je mehr sie verdienen. WELT ONLINE zeigt die Steuer- und Abgabenbelastung in den OECD-L&auml;ndern.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article3723322\/Deutsche-Geringverdiener-tragen-hoechste-Last.html?print=yes#reqdrucken\">WELT Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/document\/7\/0,3343,en_2649_34897_42723335_1_1_1_1,00.html\">OECD<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Soweit mir die Tabellen zug&auml;nglich sind, misst die OECD den &bdquo;tax wedge&ldquo; (den Steuer- und Abgabenkeil), das ist die Differenz zwischen den anfallenden (gesamten) Arbeitskosten der Arbeitgeber (also nicht der Bruttolohnh&ouml;he) und dem Nettoeinkommen eines Einzelverdieners, d.h. die Arbeitgeberbeitr&auml;ge zu den Sozialversicherungsbeitr&auml;gen werden eingerechnet. Wie sollte auch sonst eine Steuer- und Abgabenlast von &uuml;ber 50% zustande kommen. Wenn also nun wieder eine Kampagne gestartet wird, die Sozialabgaben zu senken, so sollte man immer mit im Auge behalten, dass damit auch und gerade die Arbeitskosten f&uuml;r die Arbeitgeber gesenkt werden sollen.<br>\nDass die Abgabenbelastung der h&ouml;her Verdienenden nicht mehr steigt, liegt vor allem daran, dass die Sozialabgaben, ab der Beitragsbemessungsgrenze nicht mehr steigen.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.faz.net\/m\/{B17D2F77-E5A8-4033-9DA0-2F9F2E7C6B82}Picture.jpg\" alt=\"Steuern und Sozialabgaben\"><\/p>\n<p>Quelle 3: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~EC1CE73998D28414AA02BDD2357D54BF9~ATpl~Ecommon~SMed.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen stiegen seit 2004 um 7% pro Jahr<\/strong><br>\n2004: + 14,5%; 2005: + 5,9%; 2006: + 8,7%; 2007: + 4,5%; 2008: + 1,7%.<br>\nInsgesamt hat die Unternehmensteuerreform 2008 in der vollen Jahreswirkung zu Mindereinnahmen bei den &ouml;ffentlichen Gebietsk&ouml;rperschaften in H&ouml;he von rd. 5 Mrd. Euro gef&uuml;hrt.<br>\nDie Mindereinnahmen in Folge der steuerlichen Ma&szlig;nahmen des Konjunkturpaketes II betragen rund 7,5 Mrd. Euro. Die Unternehmensteuerreform hat dazu beigetragen, den Steuer- und Wirtschaftsstandort &bdquo;Deutschland&ldquo; attraktiver zu machen. Das sind einige der interessanten Daten aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/16\/126\/1612637.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 76 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Von wegen Hoffnung<\/strong><br>\nEs ist gef&auml;hrlich, schon das Ende des Abschwungs auszurufen. Die Strukturkrise ist noch l&auml;ngst nicht vorbei.<br>\nWir erleben gerade zwei einander &uuml;berlappende und sich gegenseitig beeinflussende Krisen. Die eine ist ein &uuml;berm&auml;&szlig;ig starker Konjunkturzyklus, dessen Amplitude durch Finanzboom und -krise sehr stark ausgefallen ist. Die zweite Krise ist eine Strukturkrise, die von globalen Ungleichgewichten ausgeht. Diese Krise, die den &uuml;berschw&auml;nglichen amerikanischen Konsumenten zum Sparer hat werden lassen, wird nicht so schnell vorbei sein.<br>\nDeutschland und Japan waren die gro&szlig;en Verlierer der ersten dieser beiden Krisen. Als L&auml;nder mit hohem Exportanteil hat die weltweit synchrone Wirtschaftskrise sie besonders hart getroffen.<br>\nIn dem Ma&szlig;e wie die Angelsachsen ihre Importe zur&uuml;cknehmen, m&uuml;ssen Exporteure anderswo ihre Ausfuhren reduzieren.<br>\nIm Umkehrschluss schrumpfen logischerweise die Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse in Deutschland und in Japan. China hat &auml;hnliche Probleme, wird sie aber zum Teil dadurch kompensieren k&ouml;nnen, dass es die heimische Nachfrage st&auml;rkt. Das ist in Deutschland und Japan kaum m&ouml;glich. Wir werden den globalen Anpassungsprozess nicht durch mehr Konsum wettmachen &ndash; das verhindert in Deutschland die herrschende Ideologie in Volkswirtschaft und Politik -, sondern durch weniger Produktion. Das gilt auch dann noch, wenn sich die optimistischen Konjunktureinsch&auml;tzungen bewahrheiten sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Wolfgang-M%FCnchau-Von-wegen-Hoffnung\/512912.html?p=1\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;cks Bad Banks: Risiko bleibt bei Steuerzahlern <\/strong><br>\nAttac fordert staatliche Hilfen nur f&uuml;r Good Banks<br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac hat den Gesetzentwurf von Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck zu Bad Banks, den er am morgigen Mittwoch im Kabinett vorlegen will, als unsozial kritisiert. &ldquo;Es klingt gut, wenn es in dem Papier hei&szlig;t, die Eigent&uuml;mer der Banken m&uuml;ssten f&uuml;r m&ouml;gliche Verluste der Bad Banks selbst aufkommen. Die Wahrheit sieht anders aus: Das Risiko f&uuml;r die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bleibt&rdquo;, betonte Detlev von Larcher vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Der Grund: F&uuml;r die Schuldverschreibungen, die eine Bad Bank der dazugeh&ouml;rigen Good Bank gibt, garantiert f&uuml;r 20 Jahre der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin). &ldquo;Wird die Bank innerhalb dieser 20 Jahre insolvent, m&uuml;ssen die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler &uuml;ber den Soffin f&uuml;r die Garantiesumme aufkommen. Schie&szlig;t der Staat noch mehr Geld zu, um die Bank ein weiteres Mal zu retten, wird noch mehr Steuergeld verpulvert&rdquo;, sagte Detlev von Larcher.<br>\nMit den Bad Banks werde ein &ldquo;Fass ohne Boden&rdquo; geschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailsicht\/datum\/2009\/05\/12\/steinbruecks-bad-banks-risiko-bleibt-bei-steuerzahlern\/?cHash=67e681b281\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Br&uuml;ssel schrumpft die WestLB <\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat die milliardenschweren Staatshilfen f&uuml;r die angeschlagene WestLB genehmigt. Im Gegenzug verordnet sie der angeschlagenen Bank einen radikalen Umbau. So m&uuml;ssen die bisherigen Eigent&uuml;mer, das Land Nordrhein-Westfalen und die Sparkassen in NRW, die Bank bis 2011 verkaufen.<br>\nDie Bank will unter anderem die Westdeutsche Immobilienbank verkaufen. Die Immobilientochter gilt als Ertragsperle und eine der wichtigsten WestLB-Beteiligungen. Im vergangenen Jahr konnte sie ihr Ergebnis vor Steuern um fast 16 Prozent auf 121 Millionen Euro steigern. Auf der Verkaufsliste stehen zudem die WestLB International in Luxemburg und die Weberbank, die sich um das Gesch&auml;ft mit Privatkunden k&uuml;mmern. Ver&auml;u&szlig;ert werden soll auch die Readybank, die Konsumentenkredite anbietet.<br>\nIn Nordrhein-Westfalen will die Bank ihre Standorte M&uuml;nster, Bielefeld, Dortmund und K&ouml;ln mit zusammen 118 Mitarbeitern schlie&szlig;en.<br>\nEntt&auml;uscht &uuml;ber die Ma&szlig;nahmen der EU &auml;u&szlig;erte sich die WestLB-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Doris Ludwig. Letztlich gehe die Sanierung der WestLB zu Lasten der Besch&auml;ftigten: &ldquo;Auf dem R&uuml;cken der Besch&auml;ftigten wird die Konsolidierung vorbereitet&rdquo;, sagte Ludwig dem Handelsblatt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/bruessel-verordnet-westlb-schrumpfkur-396797\/\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das ist mal wieder eine Privatisierung durch die Br&uuml;sseler Hintert&uuml;r. Da darf der Steuerzahler einen 5 Milliarden-Euro-Risikoschirm bereitstellen, und anschlie&szlig;end wird die sanierte Bank verscherbelt. Siehe IKB, dort ist der Steuerzahler auch mit fast 10 Milliarden zur Rettung eingesprungen, und die &bdquo;gerettete&ldquo; Bank wurde dann f&uuml;r l&auml;cherliche 150 Millionen Euro an die Heuschrecke Lone Star verkauft. Siehe auch <a href=\"?p=3510\">&ldquo;Die Landesbanken sind die schlimmsten&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>LBBW: Neuer Chef bekommt mehr als 500.000 Euro<\/strong><br>\nWeil die angeschlagene Landesbank Baden-W&uuml;rttemberg (LBBW) eine Kapitalspritze vom Staat erhalten musste, hatte sich der Landtag darauf geeinigt, dass das Gehalt f&uuml;r Spitzenmanager gedeckelt wird. Nun h&auml;lt sich das Land gut einen Monat sp&auml;ter selbst nicht mehr daran.<br>\nMinisterpr&auml;sident G&uuml;nther Oettinger (CDU) sagte, die Suche nach einem &ldquo;neuen starken Mann&rdquo; f&uuml;r die LBBW w&auml;re mit einem Deckelbeitrag von 500.000 Euro aussichtslos gewesen. Es sei mit allen Beteiligten besprochen, dass der Landtagsbeschluss &ldquo;nicht die Vorgabe bleibt&rdquo;.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/artikel\/2009\/05\/12\/2796125.xml\">ZEIT Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Bei seinem Beschluss Mitte M&auml;rz hatte sich der Landtag einstimmig daf&uuml;r entschieden, das Gehalt von Spitzenmanagern in Zeiten roter Zahlen zu begrenzen. Allerdings hat diese Aufforderung keinen bindenden Charakter.&ldquo; Na gut, dass man im Landtag mal dar&uuml;ber gesprochen hat; zu sagen haben die Parlamente bei den Bankenrettungen ohnehin nichts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung: Commerzbank-Aufsichtsr&auml;te &ldquo;hervorragend geeignet&rdquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung entsendet Aufsichtsr&auml;te in Unternehmen mit Blick auf die daf&uuml;r erforderlichen Kenntnissen und Erfahrungen. Daher w&uuml;rden Dr. Nikolaus von Bomhard, Vorsitzender des Vorstandes der M&uuml;nchener R&uuml;ckversicherungs-Gesellschaft AG, und Dr. Edgar Meister, Rechtsanwalt und Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, als Vertreter des Bundes in den Aufsichtsrat der Commerzbank AG entsandt, hei&szlig;t es in einer Antwort der Bundesregierung (16\/12791) auf die Kleine Anfrage der Linksfraktion (16\/12611). Beide w&uuml;rden die fachlichen und pers&ouml;nlichen Voraussetzungen f&uuml;r die &Uuml;bernahme des Mandats erf&uuml;llen und seien auch aufgrund ihrer langj&auml;hrigen Erfahrungen im Finanzsektor hervorragend geeignete Kandidaten. Ausk&uuml;nfte &uuml;ber etwaige Auflagen und Bedingungen f&uuml;r Stabilisierungsma&szlig;nahmen f&uuml;r die Bank will die Bundesregierung nicht geben. Solche Ausk&uuml;nfte m&uuml;ssten aus Gr&uuml;nden der Vertraulichkeit der Berichterstattung an das Gremium nach Paragraf 10a des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes vorbehalten bleiben. Weiter hei&szlig;t es, der Anteil des Bundes an der Commerzbank bel&auml;uft sich auf 25 Prozent plus eine Aktie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_138\/11.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da gibt der Bund 18,2 Milliarden f&uuml;r die Rettung der Commerzbank und hat eine Sperrminorit&auml;t und schickt dann als Vertreter des Bundes ein Bankenvorstandsmitglied und ein Vorstandsmitglied der Bundesbank in den Aufsichtsrat. Auskunftspflichtig gegen&uuml;ber dem Parlament sind sie nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>BaFin untersucht Porsche <\/strong><br>\nDie Finanzaufsicht BaFin pr&uuml;ft eine m&ouml;gliche Marktmanipulation von Porsche. Es geht um die fr&uuml;heren &Uuml;bernahmepl&auml;ne des Sportwagenbauers bei VW. Das kratzt weiter am Image von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking.<br>\nDie &ldquo;Wirtschaftswoche&rdquo; hatte berichtet, dass Porsche m&ouml;glicherweise schon deutlich fr&uuml;her als bislang bekannt das Ziel verfolgte, den VW-Konzern zu &uuml;bernehmen, um einen Beherrschungs- und Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag zu schlie&szlig;en. Nach Informationen des Magazins k&ouml;nnte Porsche bereits im Februar 2008 die Absicht gehabt haben, 75 Prozent der VW-Anteile zu &uuml;bernehmen.<br>\nPorsche ver&ouml;ffentlichte aber erst im Oktober entsprechende Pl&auml;ne und l&ouml;ste damit heftige Kursspr&uuml;nge der VW-Aktie aus. Dadurch erlitten Hedgefonds und Banken, die auf fallende Kurse der VW-Stammaktien gesetzt hatten, gro&szlig;e Verluste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmer-maerkte\/bafin-untersucht-porsche-396823\/\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht ist Adolf Merckle, der bei VW Milliarden verloren hat, Opfer einer Marktmanipulation von Porsche.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mario M&uuml;ller: Schuldenbremse ist schlichter Unfug<\/strong><br>\nW&auml;hrend die schwerste Krise seit der gro&szlig;en Depression der 1930er Jahre schlagend vor Augen f&uuml;hrt, dass der Staat die Konjunktur st&uuml;tzen muss und daf&uuml;r h&ouml;here Defizite in Kauf zu nehmen sind, debattiert man hierzulande allen Ernstes &uuml;ber eine &ldquo;Schuldenbremse&rdquo;.<br>\nWenn der Staat keine oder nur geringe Kredite aufnehmen darf, muss er seine Ausgaben an die Einnahmen anpassen. Letztere sinken aber, wenn es mit der Konjunktur bergab geht. Die Regierungen m&uuml;ssten dann entweder die Ausgaben k&uuml;rzen oder die Steuern erh&ouml;hen. Beides verst&auml;rkt den Abschwung, die gesamte Wirtschaft ger&auml;t in einen Teufelskreis.<br>\nLernende Politiker w&uuml;ssten zudem aus der Beobachtung vergangener Episoden, dass das effektivste Mittel, Staatsdefizite und -schulden zu reduzieren, nicht in Haushaltskonsolidierung und Sparprogrammen besteht, sondern in hohen Wachstumsraten der Wirtschaft und entsprechenden Einnahmen. Das setzt allerdings voraus, die Steuern nicht gleich wieder zu senken.<br>\nIn den meisten modernen L&auml;ndern befolgt die Wirtschaftspolitik derartige Erkenntnisse, erst recht seit Ausbruch der gro&szlig;en Krise. In Absurdistan ticken die Uhren jedoch anders.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/doku_und_debatte\/1750800_Autor-Mario-Mueller-Schuldenbremse-ist-schlichter-Unfug.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Nur Bares ist Wahres &ndash; Die Deutschen sparen<\/strong><br>\nSeit der von vielen Experten als Wasserscheide der Krise bezeichneten Lehman-Pleite im September nimmt der Bargeldbestand zu, ebenso die Sparquote. Letztere kletterte im vierten Quartal nach Angaben der Bundesbank-Volkswirte auf 11,8 Prozent und war damit so hoch wie zuletzt 1993. Zum Vergleich: Seit dem Jahrtausendwechsel lag die Sparquote in Deutschland im Schnitt bei 10,3 Prozent des verf&uuml;gbaren Einkommens, im Jahrzehnt davor immerhin bei 11,1 Prozent.<br>\nW&auml;hrend die Haushalte zwischen Januar und September (2008) 5,4 Milliarden Euro zus&auml;tzliches Bargeld hielten, schwoll dieser Posten im vierten Quartal auf 16,7 Milliarden Euro an. Noch st&auml;rker nach oben ging es mit den Bankeinlagen. Hier legten die Menschen im vierten Quartal mehr als 70 Milliarden Euro an. In den ersten drei Quartalen waren es insgesamt 28,5 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1750722_Geldanlage-Nur-Bares-ist-Wahres.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein finanzieller Mega-Flop &ndash; Hamburg zahlt f&uuml;r Krankenh&auml;user drauf<\/strong><br>\nDie Privatisierung der Hamburger Krankenh&auml;user entwickelt sich f&uuml;r die Stadt immer mehr zum finanziellen Desaster: An den neuen Klinikbetreiber Asklepios AG sind bisher exakt 108,4 Millionen Euro aus dem Stadts&auml;ckel geflossen. Im Gegenzug hat Asklepios bisher lediglich 19,2 Millionen Euro des Kaufpreises von 318,6 Millionen Euro direkt an die Stadt &uuml;berwiesen. Dies geht aus einer Kleinen Anfrage des SPD-Abgeordneten Martin Sch&auml;fer hervor. Der damalige CDU-Finanzsenator Wolfgang Peiner hatte den Deal mit Asklepios<br>\neingef&auml;delt. Der Mitbewerber Helios schied &uuml;berraschend aus. Der damalige CDU-Senat hatte den Verkauf von 74,9 Prozent der Anteile am LBK sogar gegen einen Volksentscheid durchgeboxt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mopo.de\/2009\/20090512\/hamburg\/politik\/ein_finanzieller_mega_flop.html\">Hamburger Morgenpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung M.M.:<\/strong> Der Volksentscheid war damals leider noch nicht verbindlich in Hamburg. Ole von Beust zeigte aber mit dem Verkauf gegen den Volksentscheid ganz klar sein Verst&auml;ndnis gegen&uuml;ber direkter Demokratie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&Auml;rztefunktion&auml;r will Geb&uuml;hr f&uuml;r jeden Praxisbesuch<\/strong><br>\nDie Kosten im Gesundheitswesen geraten trotz des Gesundheitsfonds au&szlig;er Kontrolle. Als Reaktion darauf fordert der Chef der Kassen&auml;rztlichen Vereinigung Nordrhein, Leonhard Hansen, eine Geb&uuml;hr f&uuml;r jeden Arztbesuch. Grund: Den Versicherten fehle ein Empfinden daf&uuml;r, dass sie Kosten verursachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article3723061\/Aerztefunktionaer-will-Gebuehr-fuer-jeden-Praxisbesuch.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><strong>BKA-Gesetz gef&auml;hrdet anwaltliche Berufsaus&uuml;bung<\/strong><br>\nOnlinedurchsuchungen, Ermittlungen ohne Tatverdacht, Video&uuml;berwachung innerhalb der Wohnung: Kritik gibt es an der Neufassung des BKA-Gesetzes vom Dezember 2008 und den der Beh&ouml;rde darin neu erteilten Befugnisse genug. Jetzt gehen auch die Anw&auml;lte auf die Barrikaden: Der Republikanische Anw&auml;ltinnen- und Anw&auml;lteverein sieht die freie Advokatur in Gefahr und hat heute Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht eingelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30301\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Auf dem Weg zum &ldquo;Elektronischen Polizeistaat&rdquo;<\/strong><br>\nNach einem neuen Bericht n&auml;hern sich totalit&auml;re und demokratische Staaten gleicherma&szlig;en einer neuen Dimension des Polizeistaats an<br>\nIn einem ersten Versuch, die Dimensionen des &ldquo;Elektronischen Polizeistaats&rdquo; auszumachen und 52 L&auml;nder entsprechend in einem Ranking zu bewerten, verwundert nicht, dass an erster Stelle China und Nordkorea, gefolgt von Wei&szlig;russland und Russland stehen. Dann aber wird bereits Gro&szlig;britannien aufgelistet, gefolgt von den USA, Singapur, Israel, Frankreich und, an zehnter Stelle, Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30298\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Auf dem IrRWEg<\/strong><br>\nEin mehrere hundert Kilometer langes, einen halben Meter dickes Rohr will der Energiekonzern RWE vom rheinischen Braunkohlerevier bis in den hohen Norden verlegen, um klimasch&auml;dliches Kohlendioxid (CO2) in bis zu tausend Meter tiefe unterirdische Endlager zu pumpen.<br>\nNach den Pl&auml;nen soll die CO2-Pipeline von einem RWE-Braunkohlekraftwerk in H&uuml;rth bei K&ouml;ln durch Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein bis an die Nordsee vor der Insel Sylt oder in Richtung Ostsee nach Ostholstein verlaufen. Dutzende, teilweise dicht besiedelte Landkreise zwischen dem rheinischen Erftkreis und Nordfriesland werden ber&uuml;hrt.<br>\nAuf einer Landkarte stellt EUROSOLAR schematisch dar, wo die CO2-Rohrleitung entlanggef&uuml;hrt werden k&ouml;nnte.<br>\nEUROSOLAR-Pr&auml;sident Hermann Scheer warnt davor, die Technologie der Abscheidung und Verpressung des Klimakillers CO2 weiter zu betreiben und aus Steuergeldern mitzufinanzieren. &bdquo;RWE behauptet in der Eigenreklame, voRWEg zu gehen, ist aber in Wahrheit auf einem IrRWEg&ldquo;, sagt Scheer. &bdquo;Der Transport quer durch unser Land und die unterirdische Endlagerung des Klimakillers, der nie wieder heraus darf, sind eine gef&auml;hrliche Bedrohung der Zivilisation &uuml;ber Jahrtausende. Die Bundesrepublik Deutschland ist kein Abenteuerspielplatz von RWE und Vattenfall.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.eurosolar.de\/de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1078&amp;Itemid=26\">Eurosolar<\/a><\/li>\n<li><strong>Verteidigungsminister Jung: &bdquo;In Afghanistan ist kein Krieg&ldquo;<\/strong><br>\nEs darf meines Erachtens keine Hindernisse f&uuml;r einen Einsatz der Bundeswehr im Inland geben, um einer Terrorgefahr zu begegnen, die die F&auml;higkeiten der Polizei &uuml;bersteigt. Und bei Auslandsmissionen m&uuml;ssen wir klarstellen, dass beide Elitetruppen gemeinsam eingesetzt werden k&ouml;nnen, auch wenn wir ohne Mandat von UN oder EU handeln.<br>\nIch halte es f&uuml;r falsch, von einem Krieg zu sprechen. Es ist ein Stabilisierungseinsatz. Denn allein milit&auml;risch werden wir in Afghanistan keinen Erfolg haben. Ein Krieg wird nur milit&auml;risch gef&uuml;hrt. Im Krieg findet kein Wiederaufbau statt, kein Bau von Schulen oder Krankenh&auml;usern, im Krieg werden keine einheimischen Streitkr&auml;fte ausgebildet. In Afghanistan ist kein Krieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1752222_Interview-mit-Franz-Josef-Jung-In-Afghanistan-ist-kein-Krieg.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das muss man sich merken: Jung will also den Einsatz der Bundeswehr im Innern, er will die Bundeswehr im Ausland ohne Mandat von UN oder EU einsetzen. Kriegseins&auml;tze werden k&uuml;nftig ohnehin nicht mehr stattfinden, man nennt sie jetzt einfach &bdquo;Stabilisierungseins&auml;tze&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser D.R.:<\/strong> Dieses Interview mit Kriegsminister Jung m&uuml;sste eigentlich an alle Haushalte verschickt werden! Wie ist es m&ouml;glich, dass ein deutscher Politiker den Souver&auml;n, das Parlament in einer solch brutalen Weise bel&uuml;gen darf? Strau&szlig; war fast ein Chorknabe im Vergleich zu dieser g&auml;nzlich unempfindlichen, dem Grundgesetz widerstreitenden Kaltbl&uuml;tigkeit! Ersch&uuml;tternd, entsetzlich!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Jutta Limbach: Pl&auml;doyer f&uuml;r Gesine Schwan<\/strong><br>\nAn der Kandidatur der Gesine Schwan ist einiges &auml;rgerlich. Aber das &Auml;rgernis ist nicht ihre Person. Weder ihre Ansichten noch ihre Diskursfreude disqualifizieren sie f&uuml;r das Pr&auml;sidialamt. Im Gegenteil: Wir erwarten von dem Inhaber und der Inhaberin dieses Amtes, dass sie den &Auml;ngsten und N&ouml;ten der Menschen zum politischen Ausdruck verhelfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/?em_cnt=1750566\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Jeder f&uuml;nfte Ausbildungsabsolvent wird erst einmal arbeitslos<\/strong><br>\nIn den letzten 15 Jahren wurde im Schnitt fast jeder f&uuml;nfte westdeutsche Absolvent nach der Ausbildung zun&auml;chst arbeitslos, zeigt eine Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news314765\">Informationsdienst Wissenschaft e.V.<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Finanzkrise im Unterricht<\/strong><br>\nFinanceScout24 initiiert schul&uuml;bergreifendes Bildungsprojekt.<br>\nUnter dem Motto &ldquo;Finanzkrise &ndash; Risiko f&uuml;r den Generationenvertrag?&rdquo; startet ab sofort ein schul&uuml;bergreifendes Projekt. Sch&uuml;ler des Gymnasiums M&uuml;nchen\/Moosach werden mit Sch&uuml;lern des Paulsen-Gymnasiums aus Berlin drei Monate lang Hintergr&uuml;nde und m&ouml;gliche Folgen der aktuellen wirtschaftlichen Lage erarbeiten und kritisch diskutieren. Daf&uuml;r nutzen die Sch&uuml;ler der 12. Klasse zusammen mit ihren Lehrern die webbasierte Lern-Plattform SCHOLA-21.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/meldung\/1403480\">na-presseportal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> FinanceScout24 ist eines der gr&ouml;&szlig;ten deutschsprachigen Finanzportale f&uuml;r den Vergleich und Online-Abschluss von Versicherungen und Bankprodukten. SCHOLA-21 ist ein Bildungsprogramm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Schauen Sie sich einmal die <a href=\"http:\/\/www.dkjs.de\/fileadmin\/bilder\/Publikationen\/Publikationen_pdfs\/image-web.pdf\">Partner auf Seite 7 an [PDF &ndash; 842 KB]<\/a>.<br>\nMan muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, wie da die Finanzkrise im Unterricht dargestellt wird und vor allem welche Lehren daraus gezogen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Grimm: Wirtschaftskrise ist &bdquo;Gefahr&ldquo; f&uuml;r die Presse<\/strong><br>\nDer ehemalige Bundesverfassungsrichter Dieter Grimm sieht in der Wirtschaftskrise eine &bdquo;Gefahr&ldquo; f&uuml;r die Presse. Wenn die Presse ihre gesellschaftliche Funktion nicht mehr erf&uuml;llen k&ouml;nne, m&uuml;sse &uuml;ber staatliche Hilfen oder ein rundfunk&auml;hnliches Regulierungsmodell nachgedacht werden, sagte Grimm im Gespr&auml;ch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. &bdquo;Die Neigung w&auml;chst, Inhalte zu bevorzugen, f&uuml;r die man sich besondere Aufmerksamkeit eines breiten Publikums verspricht, ohne dass sie gro&szlig;e Kosten verursachen.&ldquo;<br>\nSubventionen k&auml;men nur f&uuml;r diejenigen Presseorgane in Frage, welche die Funktion, deretwegen man sie erhalten will, auch tats&auml;chlich erf&uuml;llten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~EC1E8A56C62F74B3E8E0FDC2803A1ECDC~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Walter van Rossum: Ein K&auml;fig voller Enten? &ndash; Recherchen zur Sauerlandzelle<\/strong><br>\nAm 4. September 2007 wurden im Sauerland drei junge M&auml;nner verhaftet, die in dem idyllischen Oberschledorn angeblich einen Anschlag planten. Monatelang hatten Polizisten das Trio verfolgt, das als &ldquo;islamistische Zelle&rdquo; beschrieben wurde. In den Medien erschienen diverse Berichte &uuml;ber Bedrohungsszenarien: &ldquo;Sie planten die Super-Bombe&rdquo; &ndash; &ldquo;Es sollten entsetzliche Anschl&auml;ge werden mit Hunderten von Toten.&rdquo; &ldquo;Sie waren schon dabei, die H&ouml;llen-Sprengs&auml;tze zusammenzusetzen&rdquo;, hie&szlig; es. Doch welche Recherchen lagen diesen Aussagen zugrunde?<br>\nBei n&auml;herer Betrachtung zeigten sich einige Sonderbarkeiten. Die Verhafteten wussten von ihrer &Uuml;berwachung, der Stoff, aus dem die Bomben gefertigt werden sollten, ist frei erh&auml;ltlich, und der Drahtzieher, die &ldquo;Islamische Dschihad Union&rdquo;, ist lt. baden-w&uuml;rttembergischem Verfassungsschutz eine Internet-Ente.<br>\nWer versorgt eigentlich die Medien mit Informationen &uuml;ber terroristische Bedrohungen und nach welchen journalistischen Grunds&auml;tzen werden sie ver&ouml;ffentlicht?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/dasfeature\/918250\/\">DLF<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/05\/12\/dlf_20090512_1915_16fa58f5.mp3\">DLF &ndash; Audio [MP3]<\/a><\/li>\n<li><strong>Buchbesprechung: Daniel Friedrich Sturm &ndash; Wohin geht die SPD?<\/strong><br>\nAls Hauptproblem erweist sich dabei nicht seine Parteinahme f&uuml;r die Agenda, denn das ist nur recht und vor allem billig, nein, es ist sein vollst&auml;ndiger Verzicht auf Argumente und sachliche Analysen, der auf den Magen schl&auml;gt. Billige Polemik und noch viel billigere Phrasen, die ein Gemeinschaftsgef&uuml;hl und eine schlichte Zustimmung suggerieren sollen sind daf&uuml;r kein Ersatz. Mit solchen Mitteln wurde die &ouml;ffentliche Debatte viel zu lange bestimmt, als die Sturms, H&uuml;thers, Sinns und Clements durch Sabine Christiansen, Anne Will und Maischberger zogen. Hoffen wir, dass dieses Machwerk der Abgesang auf diese Art der indifferenzierten Ideologie ist.<br>\nVon Daniel Friedrich Sturms Buch ist also nur abzuraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oeffingerfreidenker.blogspot.com\/2009\/05\/buchbesprechung-daniel-friedrich-sturm.html\">Oeffinger Freidenker<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ol>\n<li>OECD-Studie zu Steuern und Abgaben: Deutsche Geringverdiener tragen h&ouml;chste Last<\/li>\n<li>Die Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen stiegen seit 2004 um 7% pro Jahr <\/li>\n<li>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Von wegen Hoffnung<\/li>\n<li>Attac fordert staatliche Hilfen nur f&uuml;r Good Banks<\/li>\n<li>Br&uuml;ssel schrumpft die WestLB <\/li>\n<li>LBBW: Neuer Chef bekommt mehr als 500.000<\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3938\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3938","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3938"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3938\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}