{"id":39382,"date":"2017-07-28T08:36:47","date_gmt":"2017-07-28T06:36:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382"},"modified":"2017-07-28T08:36:47","modified_gmt":"2017-07-28T06:36:47","slug":"hinweise-des-tages-2925","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h01\">Mali: Wie bei einem &ldquo;Routineeinsatz&rdquo; Soldaten &ldquo;verungl&uuml;cken&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h02\">US-Sanktionen gegen Russland&rdquo;Auch die deutsche Wirtschaft muss ihren Beitrag zur Rechtsstaatlichkeit leisten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h03\">Abgasbetrug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h04\">Wie die Vermachtung der Wirtschaft dank Internet die Lohnquote dr&uuml;ckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h05\">Der Osten arbeitet l&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h06\">Die Vorg&auml;nger der Uber-Fahrer und Deliveroo-Boten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h07\">Frankreich verstaatlicht Werft in Saint-Nazaire: Macron d&uuml;piert Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h08\">Korruption in Spanien: Se&ntilde;or Rajoy wei&szlig; von nichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h09\">Was &uuml;berhaupt ist &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h10\">LINKE fordert eigenst&auml;ndiges Gesetz f&uuml;r den Besch&auml;ftigtendatenschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h11\">Sahra Wagenknecht &uuml;ber steigende Mietpreise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h12\">Kampf um Caracas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h13\">Unterst&uuml;tzt die tapferen Leute in Themar!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h14\">&bdquo;Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende&ldquo;: die bittere Bilanz einer WDR-Journalistin nach ihrem umstrittenen Zitat in der Fl&uuml;chtlingskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39382#h15\">Monitor-Recherche: Keine Wahl f&uuml;r acht Millionen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mali: Wie bei einem &ldquo;Routineeinsatz&rdquo; Soldaten &ldquo;verungl&uuml;cken&rdquo;<\/strong><br>\nWenn statt &uuml;ber einen Krieg &uuml;ber technische Defekte diskutiert wird<br>\nDamit bestand das herrschende Narrativ in den Medien darin, dass deutsche Soldaten bei einem Routineeinsatz durch einen technischen Defekt &ldquo;verungl&uuml;ckt&rdquo; seien &ndash; so etwa die Frankfurter Rundschau. Entsprechend fokussierte sich die Debatte, sobald der Verlust best&auml;tigt war &ndash; neben einer geheuchelten Anteilnahme gegen&uuml;ber den Toten und ihren Angeh&ouml;rigen -, auf vermeintlichen Ausr&uuml;stungs- und Personalm&auml;ngel, die es zu beheben gelte.<br>\nErstaunlich wenig wird demgegen&uuml;ber die Frage gestellt, was ein &ldquo;Routineeinsatz&rdquo; eines Kampfhubschraubers eigentlich bedeutet und welchen Sinn und Zweck der Einsatz der Bundeswehr in Mali hat. Im Narrativ des Unfalls schwingt mit, dass es keinerlei Bezug zu Kampfhandlungen gegeben h&auml;tte und was die Aufgabe der Soldaten angeht wird meist von einer Friedensmission oder der &ldquo;&Uuml;berwachung des Friedensabkommens zwischen der Regierung und den Rebellen&rdquo; die Rede (so etwa die FR in bereits oben angesprochenen Artikel).<br>\nAuch dass tats&auml;chliches Interesse am Auftrag und die Auseinandersetzung mit der Situation in Mali so gering sind, entlarvt die vermeintliche Anteilnahme am Tod der Soldaten als pure Sprachregelung und Heuchelei. Tats&auml;chlich aber fand der m&ouml;gliche Zusammenhang des Absturzes mit einer bewaffneten Auseinandersetzung am Boden kaum Beachtung, obwohl es durchaus Anzeichen gab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mali-Wie-bei-einem-Routineeinsatz-Soldaten-verungluecken-3785319.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Die Bundeswehr muss nicht unbedingt in Mali sein&rdquo;<\/strong><br>\nDie Sicherheit Deutschlands w&uuml;rde nicht durch den Bundeswehreinsatz in Mali verteidigt, sagte Linken-Politiker Alexander Neu im Dlf. Das sei &ldquo;eine Interessenspolitik und Partnerschaftspolitik gegen&uuml;ber Frankreich&rdquo;. Der Kampf gegen Islamisten in Mali habe sich als relativ erfolglos erwiesen. Es sei eher mehr Terrorismus produziert worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/linken-politiker-neu-die-bundeswehr-muss-nicht-unbedingt-in.694.de.html?dram:article_id=392132\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Keine weiteren Toten! &ndash; Den gef&auml;hrlichen Mali-Einsatz beenden<\/strong><br>\nFriedensgesellschaft fordert ein Ende der Bundeswehr-Mission in Nordafrika: Der Einsatz sei politisch falsch und gef&auml;hrlich. Bereits im Mai warben Friedensaktivisten in Fritzlar (Hessen), dem Heimatst&uuml;tzpunkt der nun umgekommenen Soldaten, f&uuml;r einen Truppenabzug. [&hellip;]<br>\nSeit 2013 sei die Bundeswehr in dem nordafrikanischen Land aktiv um an der Seite der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich den Zugang zu Rohstoffen und deren Transport aus der Region in die EU zu sichern und Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me zu unterbinden. &bdquo;Zudem m&ouml;chte die Bundesregierung mit dem Einsatz milit&auml;risch Pr&auml;senz und St&auml;rke zeigen und dadurch international Respekt gewinnen&ldquo;, erl&auml;utert Thomas Carl Schwoerer die politischen Absichten hinter dem Einsatz: &bdquo;All diese zweifelhaften Ziele werden auf Kosten der deutschen Soldaten sowie der Menschen in Nordafrika verfolgt&ldquo;, erkl&auml;rt der DFG-VK-Bundessprecher. Erforderlich sei vielmehr eine auch mit Dschihadisten ausgehandelte politische L&ouml;sung, die die Anliegen der Bev&ouml;lkerung im Norden Malis ber&uuml;cksichtigt: f&ouml;derale Strukturen, die Anerkennung ihrer kulturellen Eigenst&auml;ndigkeit und der Zugang zu grundlegenden sozialen Leistungen. Nur Verhandlungen k&ouml;nnten den gewaltt&auml;tigen Konflikt beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dfg-vk.de\/auslandseinsaetze-beenden\/keine-weiteren-toten-den-gefaehrlichen-mali-einsatz-beenden\">DFG-VK<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US-Sanktionen gegen Russland&rdquo;: Auch die deutsche Wirtschaft muss ihren Beitrag zur Rechtsstaatlichkeit leisten&rdquo;<\/strong><br>\nDer CDU-Politiker Roderich Kiesewetter hat Kritik an den erweiterten US-Sanktionen gegen Russland zur&uuml;ckgewiesen. Ziel der Sanktionen seien nicht vorrangig die Verbesserung von Wirtschaftsbeziehungen, sondern dass sich Russland wieder an Recht und Gesetz halte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/us-sanktionen-gegen-russland-auch-die-deutsche-wirtschaft.694.de.html?dram:article_id=392089\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.N.:<\/strong> Schlimm finde ich, dass die Redakteurin unwidersprochen hinnimmt, &lsquo;Es ist nachgewiesen, dass Russland &ndash; zumindest hat Putin es nicht verhindert &ndash; sehr massiv Einfluss auf die US-Wahlen genommen hat&rdquo;<\/em><br>\n<em>Einschub: Ich frage mich, wo ist das nachgewiesen, habe ich etwas verpasst? Und ich frage mich, zu wessen Gunsten hat Russland eigentlich die US-Wahlen manipuliert? Zu Gunsten Trumps? Dann sanktionieren die Republikaner Russland daf&uuml;r, dass Russland ihrem Kandidaten zum Sieg verholfen hat? Oder zu Gunsten Clintons? Aber sie hat doch nicht gewonnen? Ende Einschub<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: US-Geheimdienstveteranen: Es gab keinen russischen Hackerangriff, um die US-Wahlen zu beeinflussen<\/strong><br>\nForensische Studien zu dem &bdquo;russischen Hackerangriff&ldquo; auf Computer des Nationalen Komitees der Demokraten (NC) im vergangenen Jahr zeigen, dass am 5. Juli 2016 Daten von einer Person mit physischem Zugang zu den DNC-Computern geleakt (nicht gehackt) wurden, die anschlie&szlig;end manipuliert wurden, um Russland belasten zu k&ouml;nnen.<br>\nNach der Untersuchung von Metadaten des &bdquo;Guccifer 2.0&ldquo; Angriffs vom 5. Juli 2016 auf den DNC-Server haben unabh&auml;ngige Cyber-Ermittler festgestellt, dass ein Insider Daten auf ein externes Speicherger&auml;t kopierte und dass anschlie&szlig;end &bdquo;verr&auml;terische Spuren&ldquo; eingef&uuml;gt wurden, die auf Russland hinweisen. Die unabh&auml;ngige forensische Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass die DNC-Daten mit einer Geschwindigkeit auf ein Speicherger&auml;t kopiert wurden, die die Verbindungskapazit&auml;ten des Internets weit &uuml;bersteigt, die bei einem Hackerangriff von au&szlig;en erforderlich w&auml;ren.<br>\nDie Untersuchung zeigt zudem, dass der Kopiervorgang und die Datenmanipulation von der Ostk&uuml;ste der USA aus durchgef&uuml;hrt wurden. Bisher haben die Mainstream-Medien die Ergebnisse dieser unabh&auml;ngigen Studien ignoriert [Siehe hier und hier].<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/nordamerika\/54668-us-geheimdienstveteranen-es-gab-keinen-russischen-hackerangriff-us-wahlen\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Abgasbetrug<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nach den Kartell-Vorw&uuml;rfen des Spiegel: das irritierende Kommunikationsverhalten der Autokonzerne<\/strong><br>\nNach den Spiegel-Enth&uuml;llungen zum Kartell-Verdacht gegen die Auto-Hersteller Mercedes, VW, BMW, Audi und Porsche reagieren die Autofirmen mit h&ouml;chst unterschiedlichen kommunikativen Ma&szlig;nahmen. Daimler-Chef Dieter Zetsche w&auml;hlte LinkedIn als Plattform f&uuml;r eine windelweiche Erkl&auml;rung, BMW verschickt ein Pressemitteilung mit harten Infos, Volkswagen l&auml;sst wissen, die Absprachen h&auml;tten dem Kundenwohl gedient. Die Kommunikation der Autokonzerne irritiert, wenn auch auf unterschiedliche Weise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/07\/27\/nach-den-kartell-vorwuerfen-des-spiegel-das-irritierende-kommunikationsverhalten-der-autokonzerne\">meedia<\/a><\/li>\n<li><strong>Autos &lt;---&gt; Politik<\/strong><br>\nJahrelang halfen Politiker der Automobilindustrie, m&ouml;glichst wenig reguliert zu werden. Nun sammeln sich die Gegner dieses Kartells.<br>\nUnter anderen Umst&auml;nden w&uuml;rde man die Forderung von VW-Chef Matthias M&uuml;ller f&uuml;r die eines besonders humorbegabten Managers halten. Aber der Mann verlangte am Montag allen Ernstes staatliche Unterst&uuml;tzung bei der Umstellung auf Elektromotoren, ganz so, als sei dies die einzige M&ouml;glichkeit, damit die Fahrzeuge seines Unternehmens nicht weiter mit dreckigen Dieselmotoren fahren m&uuml;ssen. Wie selbstverst&auml;ndlich stellte M&uuml;ller fest: &ldquo;Wir sind dar&uuml;ber im Gespr&auml;ch mit der Politik.&rdquo;<br>\nDer VW-Chef forderte den Kundendienst der Regierung an, nur ein Wochenende nachdem bekannt geworden war, dass sein Konzern wom&ouml;glich wieder mal Gesetze gebrochen hat. An Berichte &uuml;ber Betrug bei Abgaswerten hatte man sich bei VW ja schon gew&ouml;hnt. Nun sollen sich Manager des Konzerns aber auch noch illegal mit denen anderer Autohersteller &uuml;ber Preise und Technik abgesprochen haben, zum Schaden von Kunden und Lieferanten. In so einer Situation neue Staatshilfe zu fordern, darauf muss man erst mal kommen.<br>\nDoch es ist nicht unwahrscheinlich, dass bei M&uuml;llers n&auml;chstem Stopp in Berlin von der gro&szlig;en Kanzlerin bis zum kleinen Verkehrsminister das halbe Kabinett bereitsteht, wenn er sein neues Ziel wiederholt: &ldquo;Jeder wei&szlig;, dass die Zukunft elektrisch f&auml;hrt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/31\/kartell-vorwuerfe-autoindustrie-deutschland-politik\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Audi f&uuml;rchtete schon 2013 aufzufliegen<\/strong><br>\nBeim Ingolst&auml;dter Autohersteller Audi haben Fachleute aus der Motorenentwicklung intern fr&uuml;hzeitig auf die Abgasmanipulationen in den USA hingewiesen und eindringlich vor Strafen gewarnt. In einem Dokument vom 11. Oktober 2013 hei&szlig;t es nach Informationen von S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und WDR, das &ldquo;Kernrisiko&rdquo; bestehe in einer &ldquo;Aufdeckung&rdquo; der betreffenden Software bei Dieselfahrzeugen durch die US-Beh&ouml;rden. Das k&ouml;nne zu hohen Geldbu&szlig;en f&uuml;hren. Die Technikexperten schlugen vor, diese Software so schnell wie m&ouml;glich umzustellen.<br>\nDas geschah aber nicht. Stattdessen wurde weiter manipuliert, bis die US-Beh&ouml;rden zwei Jahre sp&auml;ter die Gesetzesverst&ouml;&szlig;e bei Volkswagen und der VW-Tochter Audi enth&uuml;llten. VW musste, auch f&uuml;r die Verst&ouml;&szlig;e bei Audi, in den USA Strafen und Schadenersatz in H&ouml;he von mehr als 20 Milliarden Dollar zahlen. Volkswagen und die Ingolst&auml;dter Tochter w&auml;ren wahrscheinlich besser weggekommen, wenn die alarmierenden Hinweise der eigenen Fachleute befolgt worden w&auml;ren. Nach Erkenntnissen der US-Beh&ouml;rden hatte Audi das elfseitige Papier mit dem Titel &ldquo;Risikoeinsch&auml;tzung&rdquo; an VW weitergereicht. Audi und VW &auml;u&szlig;erten sich nicht zu dem Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/eil-abgasmanipulation-audi-fuerchtete-schon-aufzufliegen-1.3605498\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie die Vermachtung der Wirtschaft dank Internet die Lohnquote dr&uuml;ckt<\/strong><br>\nDie zunehmende Ungleichheit in den Industriel&auml;ndern l&auml;sst sich auch in der Lohnquote wiederfinden. In den letzten Jahrzehnten ist der Anteil der L&ouml;hne und Geh&auml;lter am Volkseinkommen gefallen. Dementsprechend stieg der Anteil der Kapitalertr&auml;ge. Bekannte US-&Ouml;konomen haben einen bisher vernachl&auml;ssigten Grund hierf&uuml;r ausgemacht.<br>\nAuch millionenschwere CEO-Geh&auml;lter sind Teil der gesunkenen Lohnquote. Die Kapitaleink&uuml;nfte sind aber trotzdem deutlich st&auml;rker bei den oberen zehn Prozent und dem oberen Prozent konzentriert als die Lohneinkommen. Das bedeutet: Eine niedrige Lohnquote versch&auml;rft die Ungleichheit. Es gibt verschiedene Erkl&auml;rungsversuche, f&uuml;r die gesunkene Lohnquote. Da sind die Liberalisierung der Arbeitsmarktregeln und die Entmachtung der Gewerkschaften in vielen L&auml;ndern. Auch zunehmende Konkurrenz durch Importe aus China und anderen Schwellenl&auml;ndern sowie zunehmendes Outsourcing von Produktion wurden als Gr&uuml;nde ins Feld gef&uuml;hrt. Konsens dar&uuml;ber, wie durchschlagend diese Erkl&auml;rungen im Einzelnen sind, gibt es bisher nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/867-lohnquote\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Osten arbeitet l&auml;nger<\/strong><br>\nIn Ostdeutschland m&uuml;ssen Tarifbesch&auml;ftigte durchschnittlich eine gute Stunde pro Woche l&auml;nger arbeiten als ihre Kollegen im Westen. Durchschnittlich 38,7 Stunden Wochenarbeitszeit stehen im Osten in den Tarifvertr&auml;gen, im Westen nur 37,6 Stunden. Im Osten wird im Schnitt &uuml;ber eine Wochenstunde mehr gearbeitet. Zugleich gilt f&uuml;r 40 Prozent der Besch&auml;ftigten in den neuen Bundesl&auml;ndern die tariflich vereinbarte 40 Stunden-Woche, in den alten L&auml;ndern sind nur noch 8,3 Prozent von einer solch langen Regelarbeitszeit betroffen. Das geht aus dem aktuellen Arbeitszeitkalender der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hervor. Dazu erkl&auml;rt der Fraktionsvorsitzende Dietmar Bartsch:<br>\n&bdquo;Diese eine Stunde mehr Wochenarbeitszeit symbolisiert die unvollendete Einheit Deutschlands. Auch im dritten Jahrzehnt nach der Wiedervereinigung sind die Menschen in Ostdeutschland in vielen Bereichen nicht gleichgestellt. Der Osten bleibt die gr&ouml;&szlig;te Ansammlung von strukturschwachen Regionen bundesweit. Kanzlerin Merkel hat ihr Versprechen gebrochen, gleichwertige Lebensverh&auml;ltnisse in Ost und West zu schaffen. Merkel, Seehofer und Sch&auml;uble verordnen den deindustrialisierten Regionen im Osten Niedriglohnpolitik, Lohnverzicht oder machen die Ostdeutschen zu S&uuml;ndenb&ouml;cken f&uuml;r Kohls ausbleibende bl&uuml;hende Landschaften.<br>\nDIE LINKE k&auml;mpft f&uuml;r die Verwirklichung der im Grundgesetz verankerten Gleichheit der Lebenschancen: Weder die soziale noch die regionale Herkunft von Menschen darf ein Hindernis bei der Wahrnehmung von Lebenschancen und der Gew&auml;hrleistung von Lebensqualit&auml;t sein. Deutschland braucht einen Solidarpakt III f&uuml;r strukturschwache Regionen in Ost und West&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/der-osten-arbeitet-laenger\/\">Linksfraktion<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/106575_110169.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Vorg&auml;nger der Uber-Fahrer und Deliveroo-Boten<\/strong><br>\nBereits vor der Industrialisierung hatten die meisten Menschen mehrere Jobs, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ein Blick ins 18. Jahrhundert vermittelt einen Eindruck von Herausforderungen, Vorteilen und Folgen der Gig Economy.<br>\nDer Taylor Report, das ist der j&uuml;ngste Bericht der britischen Regierung zur modernen Arbeitswelt, hat einen besonderen Fokus auf die sogenannte &bdquo;Gig Economy&ldquo; gelegt. Dahinter verbirgt sich die Idee, dass traditionelle Arbeitsmodelle &ndash; bei denen Menschen eine klare berufliche Laufbahn und einen Job f&uuml;rs Leben haben &ndash; umgest&uuml;lpt werden. Sie umfasst &bdquo;selbstst&auml;ndige&ldquo; Uber-Fahrer bis zu freiberuflichen Web-Entwicklern und erlaubt den Besch&auml;ftigten mehr Freiheiten &ndash; aber sie verweigert ihnen auch Sozialleistungen und sch&uuml;tzende Regulierungen.<br>\nEs mag zwar so aussehen, als wenn jetzt gerade althergebrachte Arbeitsformen durchbrochen werden. Aber die Geschichte zeigt uns, dass das &bdquo;eine Person, eine Karriere&ldquo;-Model eigentlich ein relativ neues Ph&auml;nomen ist. Vor der Industrialisierung im 19. Jahrhundert &uuml;bten die meisten Menschen mehrere Jobs aus, um sich ihren Lebensunterhalt zusammenzust&uuml;ckeln. Ein Blick in die Vergangenheit enth&uuml;llt einige der Herausforderungen, Vorteile und Folgen der Gig Economy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/++co++1d4786e4-71f3-11e7-934c-525400e5a74a\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Frankreich verstaatlicht Werft in Saint-Nazaire: Macron d&uuml;piert Italien<\/strong><br>\nDieser harte Eingriff passt nicht nur wenig zur liberalen Wirtschaftspolitik von Macron. Auch sein Bekenntnis zu einem st&auml;rker integrierten Europa erscheint damit in einem anderen Licht. Wenn ein EU- Partner kein zuverl&auml;ssiger Anteilseigner sein soll, wie soll Europa dann zusammenwachsen?<br>\nWas hinter der Entscheidung der franz&ouml;sischen Regierung wirklich steht, ist noch nicht klar. Bekannt ist, dass Macrons wichtigster Mitarbeiter, sein Stabschef im Elysee-Palast, Alexis Kohler, bis unmittelbar vor der Pr&auml;sidentschaftswahl Finanzchef von MSC war, einem italienischen Betreiber von Kreuzfahrtschiffen. Manche franz&ouml;sische Medien spekulieren deshalb, die Regierung wolle die Werft nur vor&uuml;bergehend nationalisieren und die Anteile anschlie&szlig;end MSC zuspielen. Andere machen geltend, Frankreich habe etwas gegen Fincantieri, weil die italienische Werft mit China ein Joint Venture zum Bau von Kreuzfahrtschiffen in China gegr&uuml;ndet hat.<br>\nNicht nur mit der Nationalisierung sorgte Macron am Donnerstag f&uuml;r Stirnrunzeln im Rest von Europa. Er verbl&uuml;ffte auch mit der Ank&uuml;ndigung, Frankreich werde Notaufnahmelager f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in Lybien aufbauen, &bdquo;entweder mit der EU oder ohne sie&ldquo;. Ein solches Vorpreschen auf eigene Faust ohne Abstimmung mit den europ&auml;ischen Partnern kannte man von seinem Vor-Vorg&auml;nger, Nicolas Sarkozy. Aber nicht von Macron, dem bekennenden Europ&auml;er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/frankreich-verstaatlicht-werft-in-saint-nazaire-macron-duepiert-italien\/20115824.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Korruption in Spanien: Se&ntilde;or Rajoy wei&szlig; von nichts<\/strong><br>\nSpaniens Ministerpr&auml;sident Rajoy stand als Zeuge vor Gericht &ndash; in einem der gr&ouml;&szlig;ten Korruptionsverfahren in der Geschichte des Landes. Es wurde ein unangenehmer Termin. [&hellip;]<br>\nIm Fokus des Bestechungs- und Korruptionsskandals steht seine Partei, die konservative Partido Popular (PP). Aber auch f&uuml;r den Ministerpr&auml;sidenten selbst war der Termin unangenehm. Stundenlang musste Rajoy Fragen zu seiner Verbindung zu der Aff&auml;re beantworten &ndash; und stritt alles ab.<br>\nDie wichtigsten Fragen im &Uuml;berblick:<br>\nWorum geht es in dem Verfahren genau?<br>\nUm die sogenannte G&uuml;rtel-Aff&auml;re, das ist die deutsche &Uuml;bersetzung des spanischen Wortes &ldquo;Correa&rdquo;, ein Hinweis auf den Hauptangeklagten Francisco Correa.<br>\nDer 61-J&auml;hrige soll zwischen 1999 und 2005 mit dem Geld von Unternehmern ranghohe Politiker der PP bestochen haben. Im Gegenzug haben die Unternehmen mutma&szlig;lich lukrative Auftr&auml;ge erhalten. Die Staatsanwaltschaft fordert f&uuml;r Correa 125 Jahre Haft. 36 weitere Verd&auml;chtige sind angeklagt. Die PP selbst kann strafrechtlich nicht belangt werden, weil illegale Parteienfinanzierung in Spanien erst seit 2015 ein Straftatbestand ist.<br>\nWas hat Premier Rajoy damit zu tun?<br>\nJuristisch droht ihm in dem Verfahren als Zeuge kein &Auml;rger. Der Ministerpr&auml;sident stritt in seiner Aussage ab, je etwas von den Bestechungen gewusst zu haben. In der fraglichen Zeit habe er sich um die Politik gek&uuml;mmert, nicht um die Finanzierung seiner Partei. Schwarzgeld habe er nie erhalten. Die Vorw&uuml;rfe seien &ldquo;absolut falsch.&rdquo;<br>\nPolitisch war die Aussage f&uuml;r Rajoy dagegen denkbar ung&uuml;nstig. Wichtige Fernsehsender &uuml;bertrugen seine Aussage live. Seit Jahren werfen Opposition und Presse Rajoy vor, selbst in den Skandal um die schwarzen Kassen verwickelt zu sein, die der ehemalige Schatzmeister der Partei, Luis B&aacute;rcenas, gef&uuml;hrt haben soll. B&aacute;rcenas selbst hat inzwischen zugegeben, vielen PP-Politikern regelm&auml;&szlig;ig Umschl&auml;ge mit Schwarzgeld &uuml;berreicht zu haben. Seinen Notizen zufolge war auch Rajoy darunter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/spanien-und-korruption-mariano-rajoy-vor-gericht-a-1159813.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Korruption hat in der spanischen Politik epidemische Ausma&szlig;e (auch bei der &ldquo;sozialdemokratischen&rdquo; PSOE). Es ist zum Haare raufen, dass der Boss der Konservativen immer und immer wieder mit dieser Praxis durchkommt, weil er trotz alledem von einem gro&szlig;en Teil der Bev&ouml;lkerung gest&uuml;tzt wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Was &uuml;berhaupt ist &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo;?<\/strong><br>\nDeutschland lobt sich landauf, landab f&uuml;r seine Wettbewerbsf&auml;higkeit. Ein Mythos. Denn durch Lohnsenkungen und Flexibilisierungen wurden wichtige Funktionen des Wettbewerbs au&szlig;er Kraft gesetzt.<br>\nDie positiven Auswirkungen von Arbeitsmarktflexibilisierungen wurden schon im ersten Teil dieses Artikels in Frage gestellt. Doch flexible Arbeitsm&auml;rkte haben nicht nur negative Auswirkungen auf das langfristige Wachstum, sondern f&uuml;hren in der Eurozone auch zu hochproblematischen Wettbewerbsverzerrungen.<br>\nWettbewerb um Innovationen<br>\nH&auml;ufig wird &uuml;bersehen, dass ein rigider Arbeitsmarkt auch ein wettbewerbsf&ouml;rderndes Instrument sein kann. Dieser Punkt wurde zum Beispiel im Vorfeld der Mindestlohneinf&uuml;hrung diskutiert. Als Beispiel f&uuml;r die Erfolge des Mindestlohnes wurde England angef&uuml;hrt. Einige Arbeitgeber haben sich dort durchaus &uuml;ber die Einf&uuml;hrung des Mindestlohnes gefreut, da er die Phase des Dumpingwettbewerbs in einigen Branchen beendete.<br>\nWenn die L&ouml;hne v&ouml;llig flexibel sind, kann ein Unternehmen, welches den Marktpreis nicht mithalten kann, Wettbewerbsf&auml;higkeit erreichen, indem es einfach niedrigere L&ouml;hne als seine Konkurrenten zahlt. Anstatt die Produktionsprozesse zu optimieren oder in Modernisierung zu investieren, um die Wettbewerbsf&auml;higkeit zu erh&ouml;hen, geht man den einfacheren Weg der Lohnsenkung. Dies hat zur Folge, dass die Konkurrenten das nachahmen und eine Abw&auml;rtsspirale aus immer weiter sinkenden L&ouml;hnen und Preisen entsteht. Eine wichtige Funktion des Wettbewerbs ist somit au&szlig;er Kraft gesetzt. Investitionen und Produktivit&auml;tsentwicklung verlangsamen sich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/07\/was-ueberhaupt-ist-wettbewerbsfaehigkeit\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>LINKE fordert eigenst&auml;ndiges Gesetz f&uuml;r den Besch&auml;ftigtendatenschutz<\/strong><br>\n&bdquo;Die Klarstellung der Richter, wonach Unternehmer ihre Mitarbeiter ohne konkret begr&uuml;ndeten Anlass weder angek&uuml;ndigt noch heimlich mit Hilfe von Keyloggern &uuml;berwachen d&uuml;rfen, ist zu begr&uuml;&szlig;en. Besser w&auml;re es jedoch gewesen, wenn sich die Bundesregierung in dieser Wahlperiode endlich um den Besch&auml;ftigtendatenschutz gek&uuml;mmert h&auml;tte und die jetzige Gerichtsentscheidung gar nicht n&ouml;tig gewesen w&auml;re. Die n&auml;chste Bundesregierung muss sich endlich den Schutz der Daten der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten auf die Fahne schreiben und ein eigenst&auml;ndiges Gesetz f&uuml;r den Besch&auml;ftigtendatenschutz vorlegen&ldquo;, erkl&auml;rt Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Urteil des Bundesarbeitsgerichts zum Verwertungsverbot von rechtswidrig eingesetzter &Uuml;berwachungssoftware. Korte weiter:<br>\n&bdquo;Dass Unternehmer ihre Besch&auml;ftigten ohne hinreichend konkrete Anhaltspunkte f&uuml;r eine Straftat oder Pflichtverletzung &uuml;berwachen, ist nur eines von vielen Problemen beim Besch&auml;ftigtendatenschutz. Seit fast 20 Jahren stellt der Innenausschuss des Bundestages in seinen Beschlussempfehlungen zum T&auml;tigkeitsbericht des Bundesdatenschutzbeauftragten regelm&auml;&szlig;ig fest, dass der Besch&auml;ftigtendatenschutz dringend gesetzlich geregelt werden m&uuml;sse. Trotz zahlloser Datenschutzskandale, wohlklingender Debatten und hehrer Versprechungen hat sich im Kern jedoch nichts getan. Union und SPD schieben diese Aufgabe weiterhin auf die lange Bank. Ganz offensichtlich hat die Koalition der Schutz der Arbeitnehmerdaten nicht die Bohne interessiert. Und es steht zu bef&uuml;rchten, dass es bei einer Neuauflage einer schwarz-gelben Koalition nicht zu einer Regelung des Besch&auml;ftigtendatenschutzes, sondern zur Ausweitung der Besch&auml;ftigten&uuml;berwachung kommen w&uuml;rde.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/linke-fordert-eigenstaendiges-gesetz-fuer-den-beschaeftigtendatenschutz\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht &uuml;ber steigende Mietpreise<\/strong><br>\nAuch beim Thema Mieten hat die Gro&szlig;e Koalition auf ganzer Linie versagt: ihre mit viel TamTam im letzten Wahlkampf versprochene, aber in Wahrheit windelweiche Mietpreisbremse hilft nicht. Denn anstatt endlich f&uuml;r alle gutes Wohnen zu fairen Preisen zu erm&ouml;glichen, steigen die Mieten weiter, und zwar sogar noch schneller als zuvor. Wir Linken fordern deshalb eine echte Mietpreisbremse: fl&auml;chendeckend, bundesweit, unbefristet und ausnahmslos!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/1801592509858138\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben mehrfach auf das Problem hingewiesen &ndash; u.a. hier: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39109#h10\">Wohnungsnot<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39065#h09\">Bericht belegt wohnungspolitisches Versagen der Gro&szlig;en Koalition<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kampf um Caracas<\/strong><br>\nRechte Opposition in Venezuela will verfassunggebende Versammlung verhindern. Doch ihr &raquo;Generalstreik&laquo; ist gescheitert<br>\nDie Uhr tickt: Am Sonntag sollen die Menschen in Venezuela die Mitglieder einer verfassunggebenden Versammlung w&auml;hlen. 6.120 Kandidaten bewerben sich um die 537 Sitze der Constituyente. Ziel dieser von Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro am 1. Mai initiierten Versammlung ist es, die 1999 verabschiedete Verfassung den aktuellen Bedingungen anzupassen und zum Beispiel die in den vergangenen Jahren erreichten sozialen Errungenschaften festzuschreiben. [&hellip;]<br>\nDas rechte Lager will die Wahl verhindern. F&uuml;r Mittwoch und den gestrigen Donnerstag hatte das Oppositionsb&uuml;ndnis MUD (Tisch der demokratischen Einheit) zu einem zweit&auml;gigen &raquo;Generalstreik&laquo; aufgerufen, f&uuml;r den heutigen Freitag ist ein Protestmarsch in das Zentrum der Hauptstadt Caracas vorgesehen. Henrique Capriles Radonski, der zweimal erfolglos f&uuml;r die Opposition als Pr&auml;sidentschaftskandidat angetreten war, k&uuml;ndigte einen Marsch auf den Pr&auml;sidentenpalast Miraflores an. [&hellip;]<br>\nDoch das rechte Lager kopiert das Muster, das im April 2002 zum Putsch gegen den damaligen Pr&auml;sidenten Hugo Ch&aacute;vez gef&uuml;hrt hatte. Auch damals hatte die Opposition zu einem &raquo;Generalstreik&laquo; und zu einem Marsch auf Miraflores aufgerufen. Heckensch&uuml;tzen er&ouml;ffneten aus Hochh&auml;usern das Feuer auf die Demonstration &ndash; das Blutbad diente als Vorwand f&uuml;r den Staatsstreich. Doch die Reaktion war ein Volksaufstand, und die Mehrheit des Milit&auml;rs blieb loyal. Nach nur 48 Stunden kehrte der gew&auml;hlte Pr&auml;sident in sein Amt zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/315247.kampf-um-caracas.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Venezuela vor Wahl der verfassunggebenden Versammlung<\/strong><br>\nAngeheizt wurde die Stimmung in Venezuela in dieser Woche auch von Stellungnahmen des CIA-Chefs Mike Pompeo. Dieser hatte bei einer Konferenz erkl&auml;rt, dass die US-Regierung in &ldquo;direkter Kooperation&rdquo; mit den rechtsgerichteten Regierungen von Mexiko und Kolumbien am Sturz der venezolanischen Regierung arbeite. Venezuelas Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro forderte daraufhin w&auml;hrend einer Milit&auml;rzeremonie Stellungnahmen von den USA, Mexiko und Kolumbien ein. Zuvor hatte der Au&szlig;enminister des s&uuml;damerikanischen Landes, Samuel Moncada, &uuml;ber den Kurznachrichtendienst Twitter Ausschnitte aus einem Interview mit Pompeo ver&ouml;ffentlicht. Der CIA-Chef hatte das Gespr&auml;ch am Rande einer sicherheitspolitischen Konferenz am 20.  Juli in Aspen im US-Bundesstaat Colorado gef&uuml;hrt. Im Interview spricht Pompeo offen dar&uuml;ber, wie er zwei Wochen zuvor in der kolumbianischen Hauptstadt Bogot&aacute; und in Mexiko-Stadt Gespr&auml;che &uuml;ber die Beseitigung der linksgerichteten Regierung in Venezuela gef&uuml;hrt habe. Er habe versucht, seinen Gespr&auml;chspartnern zu erkl&auml;ren, was zu unternehmen sei, um in dieser Hinsicht &ldquo;bessere Ergebnisse zu erzielen&rdquo;.<br>\nKeine Neuigkeiten gab es bez&uuml;glich einer m&ouml;glichen Verschiebung der Wahl der Mitglieder einer verfassunggebenden Versammlung. Pr&auml;sident Maduro hatte sich vor wenigen Tagen erneut mit deutlichen Worten zu einem Dialog mit der Opposition bekannt. Erstmals stellte Maduro dabei auch in Aussicht, diese f&uuml;r den 30. Juli angesetzte Wahl zu verschieben. Ziel sei es, zwischen den politischen Lagern ein &ldquo;Abkommen zur Koexistenz&rdquo; zu erreichen. Trotz einiger Treffen von Vertretern von Regierung und Opposition wurde dabei jedoch offenbar keine Einigung erzielt. Mehrere hochrangige Vertreter der Wahlbeh&ouml;rde CNE best&auml;tigten gegen&uuml;ber amerika21, dass die Wahl am Sonntag stattfinden werde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2017\/07\/181192\/venezuela-verfassung-wahl\">amerika21<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wie w&uuml;rden wohl die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; berichten, wenn China und Russland so offen gegen gew&auml;hlte Regierungen in Staaten aus ihrer Nachbar-Region umgehen w&uuml;rden. &ldquo;SPON&rdquo; hatte erst k&uuml;rzlich ohne jede Kritik <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/venezuela-donald-trump-droht-nicolas-maduro-a-1158412.html\">US-Pr&auml;sident Trumps Drohung zitiert<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Die Vereinigten Staaten werden nicht tatenlos zusehen, w&auml;hrend Venezuela zerf&auml;llt (&hellip;) Wenn das Maduro-Regime am 30. Juli seine verfassunggebende Versammlung durchsetzt, werden die Vereinigten Staaten rasche und deutliche &ouml;konomische Ma&szlig;nahmen ergreifen&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>dazu auch: Venezuela: USA verh&auml;ngen Sanktionen gegen Maduros Verb&uuml;ndete<\/strong><br>\nDie USA machen mit Strafma&szlig;nahmen Druck auf Venezuelas Regierung. Pr&auml;sident Maduro zeigt sich emp&ouml;rt. Den betroffenen Personen verspricht er eine &ldquo;spezielle Anerkennung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-07\/venezuela-sanktionen-maduro-opposition\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da k&uuml;ndigt sich wohl der n&auml;chste Regime Change an. Die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; liefern dazu ja schon l&auml;nger die entsprechende Begleitmusik.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Unterst&uuml;tzt die tapferen Leute in Themar!<\/strong><br>\nEin Aufruf von Konstantin Wecker: Ihr Lieben! Gerne m&ouml;chte ich Euch ein paar Zeilen nach S&uuml;dth&uuml;ringen schreiben &ndash; schon, weil ich die Gegend in den letzten Jahren ein bisschen kennengelernt habe und wei&szlig;, dass es dort viele gute Leute und einige sehr tolle Projekte gibt. Ich verfolge auch die Situation in Themar. Es ist schrecklich, was dieser kleinen Stadt in den vergangenen Wochen angetan wurde und wird. &Uuml;ber die Rolle unserer Gerichte und Eurer Versammlungsbeh&ouml;rde im Landkreis kann ich nur den Kopf sch&uuml;tteln. Dass in Deutschland Veranstaltungen, die den Faschismus verherrlichen, einfach so erlaubt und offensichtlich geradezu beg&uuml;nstigt werden, hinterl&auml;sst mich fassungslos.<br>\nJa, Meinungsfreiheit! Ja, Versammlungsfreiheit! Aber es gibt Grenzen. Ich halte es da mit dem alten Brecht, der 1951 an seine Schriftstellerkollegen schrieb:<br>\n&bdquo;V&ouml;llige Freiheit des Buches, des Theaters, der bildenden Kunst, der Musik, des Films &ndash; mit einer Einschr&auml;nkung. Die Einschr&auml;nkung: Keine Freiheit f&uuml;r Schriften und Kunstwerke, welche den Krieg verherrlichen oder als unvermeidbar hinstellen, und f&uuml;r solche, welche den V&ouml;lkerha&szlig; f&ouml;rdern.&ldquo;<br>\nKeine Demokratie sollte so dumm sein, den Feinden der Demokratie im Namen der Demokratie alles durchgehen zu lassen.<br>\nKurzum, ich bin einmal mehr entsetzt dar&uuml;ber, wie wenig man sich im Jahr 2017 auf unseren Rechtsstaat verlassen kann, wenn es gegen Nazis geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/unterstuetzt-die-tapferen-leute-in-themar\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende&ldquo;: die bittere Bilanz einer WDR-Journalistin nach ihrem umstrittenen Zitat in der Fl&uuml;chtlingskrise<\/strong><br>\nVor rund eineinhalb Jahren sorgte die WDR-Journalistin Claudia Zimmermann f&uuml;r Schlagzeilen. In einer niederl&auml;ndischen Radiosendung erkl&auml;rte sie mitten w&auml;hrend der Fl&uuml;chtlingskrise, die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien seien &bdquo;angewiesen, pro Regierung zu berichten&ldquo;. Der WDR reagierte entsetzt und dementierte, Frau Zimmermann ruderte zur&uuml;ck. Heute sagt sie: &ldquo;Bei Sendern und Verlagen ist meine journalistische Karriere in Deutschland nach dieser &Auml;u&szlig;erung zu Ende.&rdquo; Mit dem WDR verhandelt sie um die Modalit&auml;ten der Trennung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/07\/27\/meine-journalistische-karriere-in-deutschland-ist-zu-ende-die-bittere-bilanz-einer-wdr-journalistin-nach-ihrem-umstrittenen-zitat-in-der-fluechtlingskrise\/\">meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Monitor-Recherche: Keine Wahl f&uuml;r acht Millionen<\/strong><br>\nFast zw&ouml;lf Prozent der Erwachsenen in Deutschland d&uuml;rfen bei der Bundestagswahl nicht w&auml;hlen, weil sie keinen deutschen Pass haben. Viele von ihnen sind hier geboren, zahlen Steuern. Was erwarten diese Menschen von der deutschen Politik?<br>\nIn gewisser Weise ist Hasibe Acar deutscher als viele Deutsche. Sie ist hier geboren. Aber sie hat Deutschland noch nie verlassen. Nie verlassen d&uuml;rfen, denn Hasibe ist hier nur geduldet. Nicht reisen zu d&uuml;rfen, ist da nur eine von vielen Einschr&auml;nkungen. Alle drei Monate muss sie zum Amt und ihre Duldung verl&auml;ngern. Ihre Mutter ist vor fast 30 Jahren aus dem Libanon nach Deutschland gekommen. Aber sie konnte ihre Herkunft nicht nachweisen. Deshalb blieb sie immer nur geduldet. Ihre Kinder in der Folge auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/wahlrecht-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Monitor vom 27.07.2017<\/strong><br>\nDoppelpass: Chance oder Gefahr? | Verkehrte Welt: Deutsche ohne Wahlrecht | Wahlrecht f&uuml;r Ausl&auml;nder: wirklich verfassungswidrig? | Leben in Angst: Kettenduldungen in Deutschland<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/videos\/video-wahlrecht-fuer-auslaender-wirklich-verfassungswidrig-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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