{"id":39400,"date":"2017-07-28T16:33:01","date_gmt":"2017-07-28T14:33:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400"},"modified":"2017-07-28T16:33:01","modified_gmt":"2017-07-28T14:33:01","slug":"hinweise-des-tages-ii-305","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h01\">Fahrverbote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h02\">Krisen-Gipfel ohne Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h03\">Globales Subunternehmertum f&uuml;r maximalen Profit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h04\">Kaum noch Interesse an betrieblicher Ausbildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h05\">Panikmache mit (scheinbar) wissenschaftlichem Flankenschutz. Die b&ouml;sen Sozialabgaben mal wieder und das Jobkiller-Motiv<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h06\">Informationstechnik der Polizei hat ihre eigene &sbquo;Abgasaff&auml;re&lsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h07\">R&uuml;sten gegen China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h08\">Deutsche Atombewaffnung: Wege und Irrwege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h09\">Weltordnung und Weltchaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h10\">Nigerias &Ouml;l: Der Fluch im Nigerdelta<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h11\">Ist ja nur Afrika &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h12\">Russland: Solide Daten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h13\">Das Wirtschaftsministerium und die Tabaklobby &ndash; wir ver&ouml;ffentlichen die internen Dokumente aus dem SZ-Bericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h14\">Doch kein Russe: Britischer Hacker bekennt sich schuldig f&uuml;r Cyber-Angriff auf Deutsche Telekom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39400#h15\">Zu guter Letzt: Trendwende: Autoindustrie besch&auml;ftigt erstmals mehr Anw&auml;lte als Mechaniker<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fahrverbote<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Verwaltungsgericht Stuttgart: F&uuml;r Fahrverbot bestimmter Diesel-Fahrzeuge<\/strong><br>\nDas Urteil gilt als Erfolg der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die mit ihren Klagen in mehreren St&auml;dten auf Fahrverbote dr&auml;ngt<br>\nOb und wann Fahrverbote kommen und wie sie genau aussehen, bleibt auch nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart offen, berichtet der Spiegel. Das Verwaltungsgericht fordert Fahrverbote ab 2018, so verk&uuml;nden es &Uuml;berschriften zur heutigen Entscheidung, der in der gegenw&auml;rtig aufgeheizten Diskussion politische Signalkraft zugeschrieben wird. [&hellip;]<br>\nDas Urteil betrifft nicht, wie manche &Uuml;berschriften suggerieren, alle Dieselautos. Euro-6-Diesel w&auml;ren von dem Verbot ausgenommen, so die Stuttgarter Zeitung. Dort wird das Gericht damit zitiert, dass das Land Baden-W&uuml;rttemberg die Luftschutzma&szlig;nahmen &ldquo;schnellstm&ouml;glich&rdquo;, ab kommenden Jahr im gesamten Stadtgebiet durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Verwaltungsgericht-Stuttgart-Fuer-Fahrverbot-bestimmter-Diesel-Fahrzeuge-3785809.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Konsequenzen des Stuttgarter Diesel-Urteils Endspiel f&uuml;r die Luftverpester<\/strong><br>\nEin Software-Update und Fahrverbote sind vom Tisch. Mit dieser Strategie ziehen Autohersteller zum Diesel-Gipfel. Sp&auml;testens seit dem Urteil aus Stuttgart an diesem Freitag ist klar: So einfach wird es nicht.<br>\nTrotz der Misst&ouml;ne untereinander versuchen die Autokonzerne bei der Beseitigung der Abgasprobleme eine gemeinsame Strategie zu fahren. Der kleinste gemeinsame Nenner l&auml;sst sich so beschreiben: Hauptsache, keine Fahrverbote.<br>\nLieber akzeptieren Mercedes, VW, BMW, Audi und Co. eine gigantische R&uuml;ckrufaktion in die Werkst&auml;tten, wo die Software der Motorsteuerung per Update ver&auml;ndert werden soll. Immer noch besser als eine Aussperrung von Millionen ihrer Dieselautos aus den Innenst&auml;dten.<br>\nDoch eine am Freitag verk&uuml;ndete Entscheidung des Stuttgarter Verwaltungsgerichts k&ouml;nnte diese Strategie zunichtemachen. Denn demnach sind regionale Fahrverbote nicht nur grunds&auml;tzlich m&ouml;glich. In Stuttgart sind sie sogar wahrscheinlich f&uuml;r den Fall, dass das Urteil rechtsg&uuml;ltig wird &ndash; und dann bereits ab dem 1. Januar 2018.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/abgasskandal-fahrverbote-fuer-dieselautos-statt-umruestung-endspiel-fuer-die-luftverpester-a-1160126.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>M&ouml;gliche Fahrverbote: &ldquo;Die ganzen schmutzigen Diesel werden ausgesperrt&rdquo;<\/strong><br>\nDas Diesel-Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart mit der Empfehlung m&ouml;glicher Fahrverbote ist aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ein gutes Signal. Ab Anfang kommenden Jahres werde man um Fahrverbote f&uuml;r Diesel-Fahrzeuge nicht mehr herum kommen, sagte DUH-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer J&uuml;rgen Resch im Dlf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/moegliche-fahrverbote-die-ganzen-schmutzigen-diesel-werden.694.de.html?dram:article_id=392234\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Fahrverbot f&uuml;r Dieselautos &ndash; gut und nicht gut<\/strong><br>\n&bdquo;Das Urteil ist gut f&uuml;r die Gesundheit der Menschen Das Urteil ist gleichzeitig nicht gut, weil jetzt die Autofahrer und Autofahrerinnen die Suppe ausl&ouml;ffeln m&uuml;ssen&ldquo;, erkl&auml;rt Herbert Behrens, Verkehrsexperte der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die aktuelle Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart zum Fahrverbot f&uuml;r Dieselautos. Behrens weiter:<br>\n&bdquo;Diese Suppe wurde ihnen von der Automobilindustrie, aber auch von der falschen Verkehrspolitik in Baden-W&uuml;rttemberg und im Bund eingebrockt. Die gr&uuml;n-schwarze Landesregierung w&auml;re gut beraten, jetzt nicht das Urteil und den Schutz der Gesundheit anzugreifen, sondern sofort Ma&szlig;nahmen einzuleiten, damit die Stickoxide (NOx) aus dem Stra&szlig;enverkehr verschwinden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/fahrverbot-fuer-dieselautos-gut-und-nicht-gut\/\">Die Linke<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Krisen-Gipfel ohne Merkel<\/strong><br>\nDie Dieseldebatte hat erkennbar an Brisanz gewonnen. Autobauer und Politik stehen unter Druck, Antworten zu geben. Doch ein top besetztes Spitzentreffen in Berlin findet ohne Beteiligung des Kanzleramts statt.<br>\nDas Ganze grenzt an ein Verwirrspiel. Noch vor elf Tagen war das Bundesverkehrsministerium nicht in der Lage, die Teilnehmer des Dieselgipfels am 2. August zu benennen. Es gebe &bdquo;noch keine Teilnehmerliste&ldquo;, r&auml;umte eine Sprecherin von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) seinerzeit auf der Bundespressekonferenz ein. Fest stehe nur, dass das Verkehrs- und das Umweltministerium sowie das Kanzleramt dabei sein w&uuml;rden. Das wiederum h&ouml;rte der &uuml;berraschte Regierungssprecher Steffen Seibert offenbar zum ersten Mal. [&hellip;]<br>\nDass die Kanzlerin an dem top besetzten Treffen, das von Verkehrsminister Dobrindt und Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ausgerichtet wird, nicht teilnimmt, ist nicht die einzige Merkw&uuml;rdigkeit der Gipfelvorbereitungen. Aus dem Bundeskabinett sind zwar noch die Bundesministerinnen Brigitte Zypries (SPD, Wirtschaft) und Johanna Wanka (CDU, Forschung) geladen, nicht aber der f&uuml;r Verbraucherschutz zust&auml;ndige SPD-Minister Heiko Maas. Aus dem Hause Dobrindt war dazu keine Stellungnahme zu bekommen. Mehrmalige Nachfragen des Handelsblatts blieben unbeantwortet.<br>\nDer Vorgang erscheint bizarr, wenn man bedenkt, dass das Thema auf EU-Ebene einen deutlich gr&ouml;&szlig;eren Stellenwert zu haben scheint. Jedenfalls sind auf Kommissionsebene alle eingebunden, in deren Zust&auml;ndigkeit die diversen Fragen fallen, die im Zuge der Manipulationsvorw&uuml;rfe gegen die Autobauer eine Rolle spielen k&ouml;nnen. Also auch der Verbraucherschutz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/diesel-spitzentreffen-krisen-gipfel-ohne-merkel\/20121054.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Globales Subunternehmertum f&uuml;r maximalen Profit<\/strong><br>\nEtiketten-Schwindel: Wie unter &bdquo;Freihandel&ldquo; das weltweite Lohndumping organisiert wird.<br>\nEigentliches Ziel diverser Abkommen ist der Schutz von Investoren vor fairen L&ouml;hnen und sozialvertr&auml;glichen wie umweltschonenden Produktionsbedingungen.<br>\nIm Mai 2017 urteilte der Europ&auml;ische Gerichtshof (EUGH) &uuml;ber das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Singapur: Die Ratifizierung darf sich nicht auf die Europ&auml;ische Kommission oder das Europ&auml;ische Parlament beschr&auml;nken!<br>\nAuch die nationalen Parlamente der 27 EU-Mitgliedsstaaten m&uuml;ssen &uuml;ber das Abkommen entscheiden. Denn: Die EU hat zwar laut EU-Vertrag das Mandat f&uuml;r die Au&szlig;enhandelspolitik. Aber das Abkommen EU-Singapur geht weit &uuml;ber Au&szlig;en- und Freihandel hinaus: Da werden auch die Rechte von Investoren und die private Schiedsgerichtsbarkeit geregelt, und dies f&auml;llt in den Aufgabenbereich der nationalen Gesetzgeber.<br>\nMit anderen Worten: Der Freihandelsvertrag EU-Singapur ist im Wesentlichen kein Freihandels-, sondern ein Investitionsvertrag! Und die Bedingungen f&uuml;r Investitionen &ndash; z.B. Arbeits-, Steuer- und Umweltgesetze &ndash; werden in der EU immer noch von den nationalen Parlamenten beschlossen. Merkel &amp; Konsorten missbrauchen das Label &bdquo;Freihandel&ldquo; f&uuml;r ganz andere Zwecke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/freihandel_globales-subunternehmertum-fuer-maximalen-profit\/\">Werner R&uuml;gemer auf arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kaum noch Interesse an betrieblicher Ausbildung<\/strong><br>\nKleine und mittlere Betriebe gelten als das Herz der beruflichen Ausbildung in Deutschland. Ob B&auml;cker, Installateur, Kfz-Mechaniker oder Uhrmacher &ndash; 70 Prozent aller Auszubildenden lernen in Betrieben mit sechs oder maximal 500 Mitarbeitern. Doch w&auml;hrend die Zahl der Erwerbst&auml;tigen stetig steigt und mit mehr als 44 Millionen auf Rekordh&ouml;he liegt, bilden in Deutschland immer weniger Betriebe aus.<br>\nDies gilt vor allem f&uuml;r kleinere Unternehmen. Das geht aus einer neuen Studie des Soziologischen Forschungsinstituts G&ouml;ttingen und der Universit&auml;t G&ouml;ttingen hervor, die von der Bertelsmann-Stiftung gef&ouml;rdert wurde. Demnach hat sich die Entwicklung von Ausbildung und Arbeit in Deutschland &ldquo;entkoppelt&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDie Bertelsmann-Stiftung fordert daher, staatliche Hilfsangebote wie die assistierte Ausbildung mit Coach auszubauen, damit benachteiligte Jugendliche bessere Chancen haben. N&ouml;tig sei auch eine Ausbildungsgarantie der &ouml;ffentlichen Hand. Diese soll jedem jungen Menschen die Chance auf einen Berufsabschluss er&ouml;ffnen. Au&szlig;erdem empfiehlt die Stiftung, die innerdeutsche Mobilit&auml;t von Azubis zu f&ouml;rdern, besonders bei &uuml;ber 18-J&auml;hrigen. Betriebe k&ouml;nnten dann &uuml;berregional nach Kandidaten suchen. Jugendliche h&auml;tten eher die Chance, &ldquo;einen Ausbildungsplatz im Wunschberuf zu finden, der in der Heimatregion m&ouml;glicherweise nicht verf&uuml;gbar ist&rdquo;.<br>\nDie Stiftung nimmt zugleich die Unternehmen in die Pflicht: Vor allem im Lebensmittelhandwerk und in der Gastronomie bleiben viele Ausbildungspl&auml;tze unbesetzt, auch ist die Zahl der Ausbildungsabbrecher hier besonders hoch. Dazu merkt die Stiftung an: &ldquo;In Zeiten der Konkurrenz um eine sinkende Zahl von Bewerbern wird es hier unumg&auml;nglich sein, die Rahmenbedingungen wie Arbeitszeit, Verg&uuml;tung oder Karrierechancen weiter zu verbessern, um die offenen Stellen wieder besetzen zu k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/studie-ausbildungswueste-deutschland-1.3606998\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Weshalb hat eigentlich die Bertelsmann-Stiftung eine solche Studie der des Soziologischen Forschungsinstituts G&ouml;ttingen und der Universit&auml;t G&ouml;ttingen gef&ouml;rdert? W&auml;re es nicht besser, wenn der Staat Studien wie diese finanziert?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Panikmache mit (scheinbar) wissenschaftlichem Flankenschutz. Die b&ouml;sen Sozialabgaben mal wieder und das Jobkiller-Motiv<\/strong><br>\n&Auml;ltere Semester werden schon bei dem Begriff mit den Augen rollen, begleitet uns dieser doch seit Jahrzehnten in h&ouml;chst aufgeladener Form durch die wirtschafts- und sozialpolitische Debatte: Lohnnebenkosten. Man spricht auch von &ldquo;indirekten Arbeitskosten&rdquo;. Das Arbeitgeber-Institut der deutschen Wirtschaft verwendet den Terminus &ldquo;Personalzusatzkosten&rdquo; und versteht darunter alles, was zus&auml;tzlich zum (Brutto-)Lohn f&uuml;r tats&auml;chlich geleistete Arbeit gezahlt wird (vgl. Arbeit in Deutschland ist teuer). Dazu geh&ouml;rt beispielsweise die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, betriebliche Altersvorsorge bis hin zum gr&ouml;&szlig;ten Posten, den Arbeitgeberbeitr&auml;gen zur Sozialversicherung.<br>\nUnd um die geht es hier besonders. Wobei man anmerken muss, dass die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge formal differenziert werden in den Teil, den die Arbeitgeber zu finanzieren haben, und einen anderen, der von den Arbeitnehmern von deren Bruttol&ouml;hnen bzw- geh&auml;ltern einbehalten wird. Das war mal &ldquo;parit&auml;tisch&rdquo;, auch so eine scheinbare Zauberformel der deutschen Finanzierungsarchitektur der sozialen Sicherung, also beide Seiten teilen sich die Gesamtsumme zu H&auml;lfte. Aber damit ist schon seit l&auml;ngerem Schluss. Nicht nur in der Krankenversicherung, wo der Arbeitgeberbeitrag eingefroren wurde und die Arbeitnehmer den &uuml;bersteigenden Finanzbedarf &uuml;ber Zusatzbeitr&auml;ge alleine zu finanzieren haben. Man denke hier auch an die Rentenversicherung, wo wir seit dem rentenpolitischen Paradigmenwechsel 2001 mit der Riester-Rente (die alleine von den Arbeitnehmern zu stemmen ist) und der gleichzeitigen Absenkung der Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung mit entsprechenden Auswirkungen auf den Beitragssatz eine faktische Abkehr von der Parit&auml;t im Sinne einer einseitigen Belastungsverschiebung haben. Bei der sozialen Pflegeversicherung wird gerne vergessen, dass dort zwar formal eine Arbeitgeberbeteiligung praktiziert wird &ndash; am Anfang stand aber die Streichung eines Feiertags als Kompensation f&uuml;r die Arbeitgeberseite.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/07\/panikmache-mit-scheinbar-wissenschaftlichem-flankenschutz.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Informationstechnik der Polizei hat ihre eigene &sbquo;Abgasaff&auml;re&lsquo;<\/strong><br>\nWozu sind Gesetze da, wenn sie nicht beachtet werden?! Diese Frage stellt sich, nachdem die BfDI, die Bundesbeauftragte f&uuml;r den Datenschutz und die Informationssicherheit, ihr Pr&uuml;fergebnis f&uuml;r B-CASE vorgelegt hat, das Fallbearbeitungssystem der Bundespolizei. Sie kommt zum Ergebnis, dass &bdquo;B-CASE f&uuml;r die Speicherung von Zeugen und Hinweisgebern nicht in Betracht&ldquo; kommt &hellip;<br>\nB-CASE wird jedoch auch beim BKA eingesetzt, verwandte Systeme beim Verfassungsschutz und bei zw&ouml;lf der sechzehn Bundesl&auml;nder. Wie gesetzeskonform gehen diese Systeme mit personenbezogenen Daten um?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/informationstechnik-der-polizei-hat-ihre-eigene-abgasaffaere\">Police IT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>R&uuml;sten gegen China<\/strong><br>\nBerlin baut seine milit&auml;risch-r&uuml;stungsindustrielle Zusammenarbeit mit den ostasiatischen Rivalen der Volksrepublik China aus. Vor einigen Tagen haben die Verteidigungsministerien Deutschlands und Japans ein Abkommen unterzeichnet, das die &ldquo;Zusammenarbeit im Bereich Wehrtechnologie&rdquo; intensiviert. Schon seit Jahren dringen deutsche Waffenschmieden auf eine st&auml;rkere Beteiligung an Tokios R&uuml;stungsmarkt, der vor allem aufgrund des Machtkampfs gegen Beijing kontinuierlich expandiert. Zudem weiten die deutschen Streitkr&auml;fte ihre Kooperation mit der japanischen Armee aus; eine entsprechende Vereinbarung hat zuletzt die F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr in Hamburg getroffen. Auch die Zusammenarbeit mit dem s&uuml;dkoreanischen Milit&auml;r wird jetzt gest&auml;rkt; Seoul, einer der bedeutendsten Kunden der deutschen R&uuml;stungsindustrie, hat mittlerweile die s&uuml;dkoreanischen Kriegsschiffe, die am Kampf gegen Piraten am Horn von Afrika teilnehmen, der dortigen EU-Operation unterstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59649\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutsche Atombewaffnung: Wege und Irrwege<\/strong><br>\nDie Ambitionen, an eine Atomwaffe zu gelangen, sind wohl nahezu so alt wie die Bundesrepublik selbst. Doch in j&uuml;ngster Zeit hat die Debatte um eine m&ouml;gliche deutsche Atombewaffnung bedenklich Fahrt aufgenommen. International gelang es dagegen. mit dem am 7. Juli 2017 verabschiedeten &bdquo;Vertrag &uuml;ber ein Verbot von Atomwaffen&ldquo; ein wichtiges Zeichen gegen die bedrohliche aktuelle atomare R&uuml;stungsspirale zu setzen. (&hellip;)<br>\nDie USA haben in f&uuml;nf L&auml;ndern zwischen 150 und 200 Atomwaffen stationiert &ndash; unter anderem wohl 20 davon in Deutschland (B&uuml;chel). Obwohl die USA bis zur Z&uuml;ndung die volle Kontrolle &uuml;ber diese Waffen haben, w&auml;ren es im Einsatzfall deutsche Soldaten, die sie ans Ziel bringen w&uuml;rden. Diese Waffen sind Teil der Nuklearen Teilhabe der NATO und werden aktuell f&uuml;r gesch&auml;tzte 6 Milliarden Dollar &bdquo;modernisiert&ldquo;, wodurch sie zielgenauer, durchschlagender und gef&auml;hrlicher werden (siehe IMI-Studie 2016\/7).<br>\nGerade auch angesichts allm&auml;hlich lauter werdender Stimmen, die eine Art zweite Nachr&uuml;stung fordern, um mit dem russischen taktischen Arsenal gleichzuziehen, ist es h&ouml;chste Eisenbahn, dass diese Waffen endlich aus Deutschland verschwinden (<a href=\"http:\/\/www.no-nukes-germany.de\/\">siehe Petition<\/a>). Dies forderte sogar im M&auml;rz 2010 der Bundestag in einem fraktions&uuml;bergreifenden Antrag (17\/1159), in dem die Bundesregierung aufgefordert wurde, sich &bdquo;bei der Ausarbeitung eines neuen strategischen Konzepts der Nato im B&uuml;ndnis sowie gegen&uuml;ber den amerikanischen Verb&uuml;ndeten mit Nachdruck f&uuml;r den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen&ldquo;. (&hellip;)<br>\nEs w&auml;re nicht zu sp&auml;t, den Vertrag noch nachtr&auml;glich zu unterzeichnen, wenn dies auch machtpolitisch nicht gewollt ist, w&uuml;rde es doch dem Willen eine gro&szlig;en Mehrheit der Bev&ouml;lkerung entsprechen: &bdquo;Laut einer Forsa-Umfrage von M&auml;rz 2016 sprechen sich 85% der Bundesb&uuml;rger*innen f&uuml;r den Abzug der in Deutschland gelagerten Atomwaffen aus, 93% bef&uuml;rworten ein v&ouml;lkerrechtliches Verbot von Atomwaffen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/07\/28\/deutsche-atombewaffnung-wege-und-irrwege\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38746\">Weitgehend verschwiegen: UN-Verhandlungsprozess zu einem Atomwaffenverbotsvertrag<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Weltordnung und Weltchaos<\/strong><br>\nDie Krise des lange Zeit von den USA &shy;dominierten kapitalistischen Systems verst&auml;rkt die Tendenz zu autorit&auml;ren L&ouml;sungen. Sie setzt aber auch die Frage nach einer demokratischen L&ouml;sung auf die Tagesordnung<br>\nDie Ablehnung Trumps in den Kreisen der Herrschenden war allerdings nicht die Folge seines Pogromstimmungen anheizenden Rassismus und sexuelle Gewalt verherrlichenden Radau&shy;sexismus. Das Gro&szlig;b&uuml;rgertum mag kulturell mit Trump fremdeln, weil er zwar so reich ist wie es selbst, aber spricht, als k&auml;me er aus der Gosse. Der wesentliche Grund der Ablehnung war jedoch, dass Trump im Wahlkampf gedroht hatte, die zwei zentralen Interessen des Gro&szlig;b&uuml;rgertums zu verletzen: den &raquo;Freihandel&laquo; und die NATO-gest&uuml;tzte, globale Aufrechterhaltung und Durchsetzung dieses globalen &raquo;Freihandels&laquo;-Kapitalismus.<br>\nDie Aufregung und Nervosit&auml;t auch unter deutschen Diplomaten war gro&szlig; und mit den H&auml;nden zu greifen: Trump schien unberechenbar, weil er von &raquo;au&szlig;en&laquo; kam und, wie sp&auml;ter zu lesen war, bis dahin niemand in den Machtnetzwerken irgendwelche Beziehungen zu ihm und seinem engsten Beraterstab unterhalten hatte. Gerade f&uuml;r die herrschende Klasse in Deutschland stand vieles, ja im Grunde alles auf dem Spiel. Denn sollte Trump sein &raquo;Versprechen&laquo; einer Abwicklung des Freihandels und der Erhebung von protektionistischen Schutzz&ouml;llen einl&ouml;sen, so w&auml;re damit das exportorientierte Wachstums- und Wettbewerbsmodell Deutschlands und sein gesellschaftlich-politischer Unterbau betroffen gewesen, n&auml;mlich das, was Hans-J&uuml;rgen Urban, Mitglied des gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Vorstands der IG Metall, als den deutschen &raquo;Krisenkorporatismus&laquo; bezeichnet und kritisiert hat.<br>\nDie zentrale Aufgabe aus der Perspektive des herrschenden Blocks &ndash; transnational bzw. neoliberal in seiner wirtschaftspolitischen, imperial in seiner au&szlig;enpolitischen Ausrichtung &ndash; bestand und besteht also in der Einhegung von Trump zur Verteidigung der eigenen Kernanliegen. Es lohnt sich, den G-20-Gipfel aus diesem Blickwinkel zu betrachten und seine politischen Ergebnisse und Konsequenzen zu bewerten.<br>\nDie Zusammenkunft in Hamburg Anfang dieses Monats diente zweifellos auch der weiteren Integration Trumps und der Absicherung eines Systems, wie es sich die Herrschenden seit 1945 Schritt f&uuml;r Schritt geschaffen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/315302.weltordnung-und-weltchaos.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nigerias &Ouml;l: Der Fluch im Nigerdelta<\/strong><br>\nIm Nigerdelta wird seit den 50er-Jahren &Ouml;l gef&ouml;rdert. Mangroven, S&uuml;mpfe, Flussarme und Trinkwasser sind dadurch verseucht. Die Lebensbedingungen des dort ans&auml;ssigen Ogoni-Volkes haben sich erheblich verschlechtert. Vor einem Jahr wurde eine gro&szlig;angelegte Sanierung angek&uuml;ndigt &ndash; passiert ist noch nichts.<br>\nJuni 2016: Ein Lied hatten sie geschrieben f&uuml;r den Pr&auml;sidenten, von einem &ldquo;historischen Tag&rdquo; gesungen. Endlich sollte es losgehen mit der S&auml;uberung des &ouml;lverseuchten Landstrichs im Nigerdelta. Das Medienecho war gro&szlig;, immerhin wurde f&uuml;r das staatlich angek&uuml;ndigte Gro&szlig;reinemachen eine Milliarde US-Dollar veranschlagt.<br>\n&ldquo;Macht das Ogoniland sauber&rdquo; &ndash; so der musikalische Aufschrei. Mit einem eindringlichen Appell beschwor MOSOP, die &ldquo;Bewegung f&uuml;r das &Uuml;berleben des Ogoni-Volkes&rdquo;, die angereisten Politiker: &ldquo;Wir hoffen, das hier ist nicht nur eine Zeremonie! Wir hoffen, dass jetzt wirklich die Arbeit beginnt.&rdquo;<br>\nDoch mehr als ein Jahr sp&auml;ter ist von Reinigungsarbeiten noch immer nichts zu sehen. Der nigerianische Senat hat inzwischen sogar eine Untersuchungskommission damit beauftragt, die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Verz&ouml;gerung zu kl&auml;ren. Nigerias Umweltminister Ibrahim Usman Jibril reagiert gereizt: &ldquo;Mir ist bewusst, dass die Leute sich beschweren, wir w&uuml;rden nichts tun. Einige reden schon von einer Schande. Aber ich kann ihnen versichern: Wir sind im Plan. Wir werden alles tun, um die hohen Erwartungen der Bev&ouml;lkerung zu erf&uuml;llen. Ich sage immer: Wir sollten nichts &uuml;berst&uuml;rzen, nur um am Ende zu scheitern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nigerias-oel-der-fluch-im-nigerdelta.1773.de.html?dram:article_id=392066\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ist ja nur Afrika &hellip;<\/strong><br>\nAfrika kommt in den Medien meist nur am Rande vor. Allzu oft mit falschen Darstellungen und &uuml;blichen Vorurteilen. Dabei g&auml;be es so viele Geschichten zu erz&auml;hlen.<br>\nHauptsache jemand klickt&rsquo;s an, dachte sich da wohl die Redaktion von Spiegel Online. Noch fix einen rei&szlig;erischen Titel rausgesucht &ndash; &bdquo;Verschenken wir eine Milliarde&ldquo; &ndash;, ein brennendes Fl&uuml;chtlingsboot als Bildchen gew&auml;hlt und schon sollten die Klickzahlen in die H&ouml;he schnellen. Argumente und faktische Richtigkeit spielen dabei nur eine nebens&auml;chliche Rolle.<br>\nJa, es geht um Afrika. SPON beweist einmal mehr, dass der Kontinent in der deutschen Medienlandschaft nur am Rande vorkommt. Und dass man mit frei erfundenen &bdquo;Fakten&ldquo;, die landl&auml;ufige Vorurteile best&auml;tigen.<br>\nDas Spiegel-Elaborat zeigt in peinlicher Weise unser westliches Afrikabild. Der Kontinent wird als Almosenempf&auml;nger mit korrupten Eliten dargestellt, dem wir g&ouml;nnerhaft eine Milliarde schenken k&ouml;nnten, um dann zauberhaft die dortige Armut zu mildern. [&hellip;]<br>\nDas ist Journalismus unterster Schublade. Auch im schnellen, auf Klickzahlen beruhenden Online-Journalismus muss es m&ouml;glich sein, mit Fakten statt Vorurteilen zu argumentieren. Der Spiegel d&uuml;rfte seine Leser gerne einmal mit den globalen Strukturen &bdquo;konfrontieren&ldquo;, die Armut auf der Welt verfestigen: Offene Finanzm&auml;rkte, die zu makro&ouml;konomischen Ungleichgewichten f&uuml;hren, W&auml;hrungs- und Rohstoffspekulation, Steuerflucht und die Strukturen dahinter &ndash; um nur einige zu nennen.<br>\nDoch leider passt der Artikel nur allzu gut in die Afrika-Berichterstattung vieler Medien. Es werden immer die gleichen Geschichten erz&auml;hlt. Von Krankheit (Ebola), Krieg, Korruption, Kindersoldaten, Konfliktrohstoffen. Oder dem einerseits &bdquo;hoffnungslosen Kontinent&ldquo; und einige Jahre sp&auml;ter dem &bdquo;Chancenkontinent Afrika&ldquo;. Graut&ouml;ne scheint es in den meisten Redaktionen nicht geben zu d&uuml;rfen.<br>\nSo wichtig es ist, &uuml;ber diese Probleme zu berichten, so viele spannende Geschichten gibt es aufzudecken: Warum verbietet Ruanda den Import gebrauchter Kleidung? Wie hat es Kenia weltweit zum Vorreiter des bargeldlosen Zahlungsverkehrs geschafft? Warum w&auml;chst &Auml;thiopien seit &uuml;ber einem Jahrzehnt mit durchschnittlich &uuml;ber 10%? Und wie hat es das Land geschafft, den gr&ouml;&szlig;ten Staudamm Afrikas nur mit einheimischen Geldern zu finanzieren? Was ist AfricaRising und was der Africapitalism?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/07\/ist-ja-nur-afrika\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Russland: Solide Daten<\/strong><br>\nWer sich fragt, weshalb der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin augenscheinlich einigen R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung genie&szlig;t (aktuelle Zustimmungswerte 81%), der sollte einen Blick auf die russischen Wirtschafts- und Sozialdaten werfen, die Spiegel Online zusammengestellt hat. So wird das Wachstum des Landes f&uuml;r 2017 trotz Sanktionen und Niedrig&ouml;lpreis auf 1,4% gesch&auml;tzt. Auffallend sind die durchweg deutlichen Verbesserungen in allen Bereichen, die seit Putins Amtsantritt im Jahr 2000 zu verzeichnen sind. Interessant weil wohl weitgehend unbekannt ist die &ndash; f&uuml;r ein demographisch extrem unter Druck stehendes Land wie Russland extrem bedeutende &ndash; Entwicklung der Geburtenrate. Kamen im Jahr 2000 noch 1,2 Kinder auf eine Frau, waren es 2014 schon 1,7. Die Armut sank von 36 Mio. Einwohnern 2000 auf 19 Mio. 2015, die Lebenserwartung von 64,5 (1994) auf 71,4 (2015). Die Staatsverschuldung sank von 62% des BIP (2000) auf 17,7% (2017). Die Einkommen stiegen von 61$ im Monat (1999) auf 540 (2016), die Renten von 18$ (1999) auf 195$ (2016).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/07\/28\/russland-solide-daten\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Wirtschaftsministerium und die Tabaklobby &ndash; wir ver&ouml;ffentlichen die internen Dokumente aus dem SZ-Bericht<\/strong><br>\nLetzte Woche berichtete die S&uuml;ddeutsche Zeitung, wie sich Teile der Bundesregierung gegen ein Werbeverbot f&uuml;r Tabak stellten. Das Blatt beruft sich dabei auf interne Dokumente aus dem Bundeswirtschaftsministerium, die dies belegen w&uuml;rden. abgeordnetenwatch.de hat die Unterlagen &ndash; ministeriumsinterne Gespr&auml;chsvorbereitungen zu Treffen  mit der Tabaklobby &ndash; vor einiger Zeit mit Hilfe des Informationsfreiheitsgesetzes angefragt und ver&ouml;ffentlicht sie hier nun (pdf). Sie dokumentieren die Linie des Wirtschaftsministeriums bei sieben Gespr&auml;chen mit Vertretern der Tabakindustrie zwischen Juli 2014 und September 2016. Ausgangspunkt unserer Anfrage war die Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion.<br>\nNach Auffassung des Wirtschaftsministeriums ist es erforderlich, dass &bdquo;von weiteren, sachfremden Einschr&auml;nkungen f&uuml;r Wirtschaft und Handel, wie z.B. ein umfassendes Werbeverbot f&uuml;r Tabakprodukte, Abstand genommen wird.&ldquo; So steht es in der Vorlage zur Gespr&auml;chsvorbereitung f&uuml;r den damaligen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Dabei hat sich Deutschland mit der Unterzeichnung des Tabakrahmen&uuml;bereinkommens der WHO bereits vor Jahren zu einem Au&szlig;enwerbeverbot f&uuml;r Tabak und weiteren Ma&szlig;nahmen verpflichtet. Obwohl ein entsprechender Gesetzentwurf l&auml;ngst vom Kabinett verabschiedet wurde, ist er im Bundestag nicht auf die Tagesordnung gekommen und schon gar nicht abgstimmt worden. Die Blockade soll von Volker Kauder, dem Fraktionsvorsitzenden von CDU\/CSU, ausgegangen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2017-07-26\/das-wirtschaftsministerium-und-die-tabaklobby-wir-veroffentlichen-die-internen\">abgeordnetenwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Doch kein Russe: Britischer Hacker bekennt sich schuldig f&uuml;r Cyber-Angriff auf Deutsche Telekom<\/strong><br>\nEin 29-j&auml;hriger Brite zeigte sich beim Landgericht K&ouml;ln an diesem Freitag gest&auml;ndig &ndash; fast zwei Jahre nach einem gro&szlig; angelegten Cyber-Angriff auf Router der Deutschen Telekom. Der Hacker-Angriff f&uuml;hrte zu einem Schaden von zwei Millionen Euro.<br>\nEnde November 2016 waren die Internetrouter der Deutschen Telekom Ziel eines Hackerangriffs. Bundesweit waren rund eine Million Ger&auml;te betroffen. Trotz fehlender Belege dauerte es nicht einmal einen Tag, bis der deutsche Mainstream unisono Russland als Drahtzieher f&uuml;r den Hack ausmachte. Auch der saarl&auml;ndische Innenminister Klaus Bouillon betonte: &bdquo;Wir gehen eigentlich davon aus, dass es Russland ist&ldquo;. Einiges deute auf eine Moskauer Urheberschaft hin, so der saarl&auml;ndische Minister. Im November 2016 wurde dann aber der Brite beschuldigt, &ldquo;Speedport-Router&rdquo; lahmgelegt zu haben.<br>\nDaniel K. zeigte sich gest&auml;ndig und gab seine Tat vor dem K&ouml;lner Landgericht an diesem Freitag zu. Der Prozess begann mit einer Zeugenvernehmung um 9 Uhr und anschlie&szlig;enden Pl&auml;doyers.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/54829-britischer-hacker-bekennt-sich-schuldig\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Trendwende: Autoindustrie besch&auml;ftigt erstmals mehr Anw&auml;lte als Mechaniker<\/strong><br>\nStuttgart, Wolfsburg, M&uuml;nchen, Ingolstadt (dpo) &ndash; Beginnt jetzt eine neue &Auml;ra im deutschen Autobau? Erstmals seit Bestehen der Automobilindustrie besch&auml;ftigen die gro&szlig;en Konzerne Daimler, Porsche, Volkswagen, BMW und Audi mehr Anw&auml;lte als Ingenieure. Alles deutet darauf hin, dass die Firmen ihren neuen Gesch&auml;ftsschwerpunkt im Bereich Rechtsberatung suchen.<br>\nEiner Erhebung des statistischen Bundesamtes zufolge kommen aktuell auf 100 Angestellte, die ein Fahrzeug zusammenschrauben, 103 Anw&auml;lte, die den herstellenden Konzern und dessen F&uuml;hrungsetage in den anfallenden Rechtsstreiten gegen ausl&auml;ndische Regierungen, Verbraucher und die deutsche Staatsanwaltschaft verteidigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/07\/trendwende-autoindustrie.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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