{"id":39407,"date":"2017-07-31T08:35:21","date_gmt":"2017-07-31T06:35:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407"},"modified":"2017-07-31T08:35:21","modified_gmt":"2017-07-31T06:35:21","slug":"hinweise-des-tages-2926","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h01\">Abgaswerte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h02\">Zypries nennt Sanktionen gegen Russland &bdquo;v&ouml;lkerrechtswidrig&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h03\">Fast wie im Kalten Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h04\">US-Sanktionen: Russlands Hoffnungen richten sich auf die EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h05\">Der finale Sieg &uuml;ber den IS in Mossul? Noch lange nicht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h06\">NSU-Prozess: Ein Pl&auml;doyer wird zur &ldquo;Kriegserkl&auml;rung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h07\">Steuert die EU auf eine neue Finanzkrise zu?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h08\">Stupid Germans in D&uuml;sseldorf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h09\">Faule Kredite und ein hohes Risiko f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h10\">Die Leihkeule &ndash; unabh&auml;ngige Zeitung f&uuml;r Leiharbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h11\">Langzeitarbeitslose &ndash; gefangen auf der Schulbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h12\">Jan Korte &uuml;ber Boris Palmer und Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h13\">Fl&uuml;chtlingspolitik am Nullpunkt: die Orbanisierung Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h14\">Railgun: US-Marine feuert f&uuml;rchterliche Waffe ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h15\">G20<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h16\">Autorit&auml;re Tr&auml;ume in Tokio<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Abgaswerte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Seehofer will Kfz-Steuer f&uuml;r neue Dieselautos senken<\/strong><br>\nBayerns Ministerpr&auml;sident Horst Seehofer hat eine Idee, wie der schw&auml;chelnde Absatz von Dieselautos angekurbelt werden k&ouml;nnte: Dem SPIEGEL sagte er, er plane Steuererleichterungen f&uuml;r &ldquo;emissionsarme Euro-6-Diesel&rdquo;. (&hellip;)<br>\nSeehofer verlangte vor dem am kommenden Mittwoch anstehenden Diesel-Gipfel in Berlin au&szlig;erdem die Einrichtung eines staatlichen Fonds. Dieser solle der Umr&uuml;stung von Taxis, Bussen und M&uuml;llautos mit Dieselmotoren dienen. In einen solchen Fonds k&ouml;nnten auch die Mittel zur F&ouml;rderung der E-Mobilit&auml;t flie&szlig;en, die bereits zur Verf&uuml;gung gestellt und nicht abgerufen worden seien, sagte Seehofer dem SPIEGEL.<br>\nIndes ist unklar, wie sauber die von Seehofer gelobten Euro-6-Diesel tats&auml;chlich sind: F&uuml;r sie gilt ein maximaler Aussto&szlig; von 80 Milligramm Stickoxide pro Kilometer. Das Problem: Diese Werte werden bei der Zulassung der Autos im Labor ermittelt. W&auml;hrend dort die Grenzwerte eingehalten werden, sto&szlig;en die Fahrzeuge auf der Stra&szlig;e oft das Vielfache aus. Laut Tests des Umweltbundesamts liegt hier der Schnitt bei 507 Milligramm pro Kilometer. (&hellip;)<br>\nAuch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) meldete sich vor dem Diesel-Gipfel zu Wort. Die Initiative machte klar, wie wenig sie von der geplanten Nachr&uuml;stl&ouml;sung von Dieselautos h&auml;lt. Vor allem ein Punkt emp&ouml;rt die Umweltsch&uuml;tzer: Zwischen Autoindustrie und Politik zeichnet sich ein Kompromiss ab, wonach die Abgasreinigung bei Dieselfahrzeugen so eingestellt werden soll, dass sie erst ab zehn Grad Celsius wirksam wird. Dieses Vorgehen sei &ldquo;unglaublich und nicht tolerabel&rdquo;, kritisiert DUH-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer J&uuml;rgen Resch. Damit w&auml;re die Abgasreinigung faktisch die H&auml;lfte des Jahres ausgeschaltet.<br>\nGerade im Winterhalbjahr, wenn die B&uuml;rger besonders anf&auml;llig f&uuml;r Atemwegserkrankungen seien, w&uuml;rden dann &ldquo;unver&auml;ndert hohe Mengen der Dieselabgasgifte in die St&auml;dte flie&szlig;en&rdquo;.<br>\nDie Nachr&uuml;stung m&uuml;sse sicherstellen, dass die Abgasgrenzwerte im Realbetrieb ebenfalls eingehalten werden, und zwar auch im Winterhalbjahr bei Temperaturen von bis zu minus 15 Grad Celsius, wie es eine EU-Verordnung vorschreibt, fordert Resch. Die DUH werde &ldquo;alle rechtlichen M&ouml;glichkeiten aussch&ouml;pfen&rdquo; und auch vor &ldquo;kreativen Aktionen nicht zur&uuml;ckschrecken&rdquo;, um dieses Ziel zu erreichen. Derzeit klagt die DUH in mehreren St&auml;dten auf Einhaltung der EU-Grenzwerte bei Stickoxiden, die von Dieselfahrzeugen ausgesto&szlig;en werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/abgasskandal-horst-seehofer-will-mit-steuererleichterungen-diesel-foerdern-a-1159042.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Unversch&auml;mter und dreister kann ein Politiker nicht darstellen, welchen Interessen er sich verpflichtet f&uuml;hlt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kraftfahrt-Bundesamt soll Berichte &uuml;ber Porsche gesch&ouml;nt haben<\/strong><br>\nDas Kraftfahrt-Bundesamt wei&szlig; schon lange von Abschalteinrichtungen bei Porsche. Das geht aus einer Korrespondenz zwischen Amt und Hersteller hervor. Danach wurde das Fazit eines Pr&uuml;fberichts ge&auml;ndert.<br>\nDas Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat einem Medienbericht zufolge auf Betreiben der Autoindustrie Untersuchungsberichte zum Abgas-Skandal gesch&ouml;nt. Das geht laut &ldquo;Bild-Zeitung&rdquo; aus der Korrespondenz zwischen KBA und Herstellern hervor. Demnach habe die Unterbeh&ouml;rde des Verkehrsministeriums bereits vor mehr als einem Jahr festgestellt, dass Porsche mit Abschalteinrichtungen f&uuml;r seine Diesel-Motoren arbeitet.<br>\nDas fr&uuml;hzeitige Herunterfahren der Abgasreinigungsraten beim Porsche Macan sei &ldquo;nach Vorschrift als Abschalteinrichtung zu sehen&rdquo;, hei&szlig;t es laut &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung in der Ursprungsversion des Pr&uuml;fberichts. Nach Intervention des Herstellers sei das ge&auml;ndert worden. Im Endbericht stehe: &ldquo;Dies kann nach Vorschrift als eine Ver&auml;nderung des Emissionsverhaltens des Abgassystems gesehen werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/abgasaffaere-kraftfahrt-bundesamt-soll-berichte-geschoent-haben-a-1160655.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>StA darf beschlagnahmte Unterlagen zur Abgasaff&auml;re nicht auswerten<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft M&uuml;nchen II darf die Unterlagen, die sie bei der von VW mit internen Ermittlungen beauftragten Kanzlei Jones Day beschlagnahmt hat, vorerst nicht auswerten. Das Material wird f&uuml;r maximal sechs Monate hinterlegt.<br>\nAnl&auml;sslich eines in den USA gef&uuml;hrten strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens wegen Abgasmanipulationen an Dieselfahrzeugen beauftragte die Volkswagen AG die Rechtsanwaltskanzlei Jones Day im September 2015 mit internen Ermittlungen, rechtlicher Beratung und der Vertretung gegen&uuml;ber den US-amerikanischen Strafverfolgungsbeh&ouml;rden.<br>\nDie Anw&auml;lte der internationalen Kanzlei, unter ihnen auch solche aus dem M&uuml;nchner B&uuml;ro, sichteten innerhalb des VW-Konzerns eine Vielzahl von Dokumenten und f&uuml;hrten konzernintern &uuml;ber 700 Befragungen von Mitarbeitern durch. Am 15. M&auml;rz 2017 wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft (StA) M&uuml;nchen, die wegen Betrugs und strafbarer Werbung im Kontext der 3-Liter-Motoren der VW-Tochter Audi AG bislang gegen Unbekannt ermittelt, die R&auml;ume der Kanzlei untersucht und zahlreiche Unterlagen sowie Daten beschlagnahmt.<br>\nDiese d&uuml;rfen vorl&auml;ufig nicht ausgewertet werden, entschied nun das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) im Eilverfahren auf die Antr&auml;ge der Volkswagen AG, der Rechtsanwaltskanzlei Jones Day sowie der sachbearbeitenden Rechtsanw&auml;lte aus dem M&uuml;nchener B&uuml;ro der Law Firm (Beschl. v. 25.07.2017, Az. 2 BvR 1287\/17, 2 BvR 1405\/17, 2 BvR 1562\/17, 2 BvR 1583\/17). D&uuml;rfte die Staatsanwaltschaft die Unterlagen und Daten erst einmal auswerten, entst&uuml;nde ein irreparabler Schaden, so die Karlsruher Richter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lto.de\/recht\/kanzleien-unternehmen\/k\/bverfg-beschluss-2bvr128717-vw-jones-day-sta-darf-beschlagnahmte-akten-nicht-auswerten\/#\">Legal Tribune Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zypries nennt Sanktionen gegen Russland &bdquo;v&ouml;lkerrechtswidrig&ldquo;<\/strong><br>\nDie Wirtschaftsministerin sieht in den Strafen der Vereinigten Staaten gegen Russland auch eine Gefahr f&uuml;r deutsche Unternehmen. Sie droht den Amerikanern mit Gegenma&szlig;nahmen.<br>\nBundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hat die geplanten US-Sanktionen gegen Russland scharf kritisiert und den Vereinigten Staaten mit Gegenma&szlig;nahmen gedroht. Das Gesetz sehe auch Sanktionen gegen&uuml;ber deutschen und europ&auml;ischen Unternehmen vor.<br>\n&bdquo;Wir halten das schlicht und ergreifend f&uuml;r v&ouml;lkerrechtswidrig&ldquo;, sagte Zypries den Zeitungen der Funke Mediengruppe. &bdquo;Die Amerikaner k&ouml;nnen nicht deutsche Unternehmen bestrafen, weil die sich in einem anderen Land wirtschaftlich bet&auml;tigen.&ldquo;<br>\nZypries bekr&auml;ftigte erneut, man wolle keinen Handelskrieg. Daher habe man mehrfach daf&uuml;r geworben, dass die Amerikaner die Linie der gemeinsamen Sanktionen nicht verlassen. &bdquo;Leider tun sie es doch. Deshalb ist es richtig, wenn die EU-Kommission jetzt Gegenma&szlig;nahmen pr&uuml;ft.&ldquo; Europa sei &bdquo;bereit, auch kurzfristig Gegenma&szlig;nahmen ergreifen &ndash; auch auf anderen Gebieten&ldquo;, sagte die Bundeswirtschaftsministerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/strafmassnahmen-zypries-nennt-sanktionen-gegen-russland-voelkerrechtswidrig-15129737.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fast wie im Kalten Krieg<\/strong>\n<ul>\n<li>Russland intensiviert seine Beziehungen zu Kuba. <\/li>\n<li>Die Karibik-Insel ist f&uuml;r den Kreml geopolitisch interessant. <\/li>\n<li>In den USA und auf Kuba selbst sieht man den wieder erstarkenden Einfluss Russlands teilweise mit gro&szlig;er Sorge. <\/li>\n<\/ul>\n<p>An nur wenigen Orten Kubas ist der Glanz vergangener Tage so gut sp&uuml;rbar wie am Kapitol im Herzen Havannas. Der Prachtbau aus Marmor wirkt zwar wie eine Kopie des Kapitols in Washington, aber &ndash; und darauf sind viele Kubaner sehr stolz &ndash; er &uuml;berragt das amerikanische Vorbild um einige Meter. Ringsum das Wahrzeichen der Stadt dominiert hingegen der Verfall. Die ehemals bunten Fassaden sind verblasst, der Putz br&ouml;ckelt und aus den W&auml;nden ragen rostige Metallstreben. Weite Teile Havannas sind bauf&auml;llig. Seit Jahren auch die Kuppel des Kapitols, sie ist marode und muss dringend saniert werden.<br>\nDie russische Regierung will die Kuppel restaurieren. Ein staatliches Bauunternehmen hat Pl&auml;ne entworfen, damit der Prachtbau bald wieder in der karibischen Sonne erstrahlt. Das Engagement des Kreml am Kapitol steht f&uuml;r ein gr&ouml;&szlig;eres Ph&auml;nomen: Moskau unterst&uuml;tzt seinen alten Verb&uuml;ndeten aus Sowjetzeiten in letzter Zeit immer h&auml;ufiger. Erst vergangene Woche bat Kuba Russland um Unterst&uuml;tzung bei der Modernisierung der R&uuml;stungsindustrie. Kubanischen Medienberichten zufolge erkl&auml;rte sich das russische Staatsunternehmen Rosoboronexport dazu bereit. (&hellip;)<br>\nAuch in den Vereinigten Staaten machen sich einige ernsthafte Sorgen, wenn sie auf die Geschehnisse auf der benachbarten Insel blicken. US-Senator Patrick Leahy bef&uuml;rchtet durch die neue Partnerschaft zwischen Kuba und Russland &ldquo;schwerweigende Folgen f&uuml;r die nationale Sicherheit der USA&rdquo;.<br>\nDavor warnt auch das &ldquo;American Security Project&rdquo;, eine Nichtregierungsorganisation, die vom ehemaligen amerikanischen Au&szlig;enminister John Kerry und dem ehemaligen Verteidigungsminister Chuck Hagel gegr&uuml;ndet wurde. In einem Brief an die amerikanische Regierung appellierte sie im April, dass Trump die Ann&auml;herungspolitik mit der Castro-Insel nicht stoppen d&uuml;rfe. Andernfalls k&ouml;nne ein &ldquo;wirtschaftliches und geopolitisches Vakuum&rdquo; in unmittelbarer N&auml;he zu den USA entstehen, das Russland ausf&uuml;llen k&ouml;nnte.<br>\nTrotz der Bedenken beendete US-Pr&auml;sident Donald Trump im Juni die Ann&auml;herung mit Kuba. F&uuml;r Regierung in Moskau k&ouml;nnte die Karibik-Insel dadurch attraktiver werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/russisch-kubanische-beziehungen-fast-wie-im-kalten-krieg-1.3602262\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Aha, wenn Russland sich auf Kuba engagiert, werden Erinnerungen bis hin zur Kuba-Krise wach. Auch ist von &ldquo;schwerwiegende Folgen f&uuml;r die nationale Sicherheit der USA&rdquo; die Rede. Aber was ist, wenn die USA nicht lediglich &ouml;konomische Beziehungen mit L&auml;ndern an der russischen Grenze unterhalten? Stehen keine NATO-Truppen in Nachbarstaaten Russlands?<\/em><br>\n<em>Die &bdquo;SZ&ldquo; vergleicht die aktuellen Beziehungen Russlands auf Kuba mit den historischen Beziehungen der Sowjetunion auf dieser Insel vor den USA. Mit keinem Wort wird jedoch der gegenw&auml;rtige globale Herrschaftsanspruch der USA kritisiert &ndash; geschweige denn infrage gestellt, ob sich die USA das ganze &uuml;berhaupt leisten k&ouml;nnen. Immerhin wird anerkannt, dass Russland seinen Milit&auml;retat verkleinert hat. Und die USA? Deren R&uuml;stungsausgaben &uuml;bersteigen die russischen um ein Vielfaches.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Sanktionen: Russlands Hoffnungen richten sich auf die EU<\/strong><br>\nRussischer US-Experte: &ldquo;Sanktionsgesetz festigt Regime change-Politik&rdquo;<br>\nWer abseits der Erkl&auml;rungen von russischen Diplomaten etwas &uuml;ber die Stimmung in der russischen Bev&ouml;lkerung &uuml;ber die Sanktionen erfahren will, muss sich die russischen Polit-Talkshows angucken, die fast t&auml;glich &uuml;ber die Mattscheibe flimmern. Dort wird insbesondere seit 2014 relativ offen und fast immer mit Beteiligung von G&auml;sten aus der Ukraine und der EU &uuml;ber Fragen der internationalen Politik diskutiert.<br>\nUnd diese Talk-Shows tragen &ndash; wesentlich mehr als Zeitungen &ndash; zur Meinungsbildung und politischen Stimmung in Russland bei. Eine dieser Talk-Shows ist die oben genannte Sendung &ldquo;60 Minuten&rdquo;. Sie l&auml;uft t&auml;glich werktags um 18:50 auf dem Kanal Rossija 1.Am Montag erkl&auml;rte der leitende Mitarbeiter des Amerika-Kanada-Instituts in Moskau, Wladimir Wasiljew, in eben dieser Talk-Show, dass sich das vom Kongress verabschiedete Sanktionsgesetz vor allem gegen Trump richte. Der US-Pr&auml;sident sei im Wahlkampf und in seiner Antrittsrede gegen die bisherige amerikanische Politik des Regime change aufgetreten. Doch das neue Sanktions-Gesetz &ldquo;festigt das Recht Amerikas auf Regime change und den Regime change in Russland&rdquo;.<br>\nDas Sanktions-Gesetz, so Wasiljew, richte sich nicht gegen Russland, sondern gegen die derzeitige politische F&uuml;hrung Russlands und Putin. Das zeige sich insbesondere im 3. Abschnitt des Gesetzes, in dem der US-Finanzminister beauftragt werde, &ldquo;die wichtigsten politischen Figuren in Russland zu identifizieren&rdquo;, ihre N&auml;he &ldquo;zum Regime&rdquo; und ihre Finanz-Aktiva und Korruptions-F&auml;lle zu ermitteln.<br>\nTrump werde das erste Opfer des Sanktions-Gesetzes sein. Wenn er es unterschreibe, verrate er seine politischen Ziele. Wenn er es nicht unterschreibe, drohe ihm ein Impeachment, so der leitende Mitarbeiter des USA-Kanada-Instituts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/US-Sanktionen-Russlands-Hoffnungen-richten-sich-auf-die-EU-3785002.html?seite=2\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der finale Sieg &uuml;ber den IS in Mossul? Noch lange nicht!<\/strong><br>\nDer IS wird nun zu seinen Wurzeln des Guerillakriegs zur&uuml;ckkehren. (&hellip;) Am 17. Oktober 2016 begannen in Mossul blutigste K&auml;mpfe, die mehr als acht Monate andauern sollten und die meisten Viertel der Stadt in ein Tr&uuml;mmerfeld verwandelten. Am 10. Juli schlie&szlig;lich verk&uuml;ndete der irakische Premierminister Haider al-Abadi den Sieg &uuml;ber den Islamischen Staat (IS).<br>\nNach dem v&ouml;lligen Kollaps der irakischen Armee sowie der irakischen Polizeikr&auml;fte und nach deren Flucht am 10. Juni 2014 konnte der IS innerhalb von acht Stunden Mossul &uuml;bernehmen, mit minimalem Aufwand an Kombattanten und Ausr&uuml;stung.<br>\nDie Eroberung der Stadt f&uuml;hrte zu zwei wichtigen Entwicklungen. Erstens erlie&szlig; der h&ouml;chste schiitische Kleriker des Iraks, Gro&szlig;ayatollah Ali al-Sistani, am 13. Juni 2014 eine heilige Fatwa &ndash; &bdquo;Jihad al-Kafai&ldquo; &ndash;, die zur Unterst&uuml;tzung von Armee und Polizeikr&auml;ften die Gr&uuml;ndung einer Schiiten-Miliz forderte. Und zweitens wurde im September 2014 die von den USA gef&uuml;hrte Internationale Anti-ISIS Allianz ins Leben gerufen mit dem Ziel, den IS aus Mossul und anderen St&auml;dten zu vertreiben, die er im Irak und Syrien kontrolliert.<br>\nSichtlich gl&uuml;cklich &uuml;ber die Niederlage des IS verk&uuml;ndete Pr&auml;sident Abadi Ende Juni und bei seinem Besuch in Mossul diese Woche das &bdquo;Ende der Terroristen vom IS&ldquo; und versicherte, dass die irakischen Streitkr&auml;fte den IS auch weiter bis zum letzten Mitglied im Land verfolgen werden.<br>\nDie IS-Bombardierung der al-Nuri-Moschee und des al-Hadba-Minaretts, so sagte er, seien &bdquo;vielmehr das Einl&auml;uten des Endes des kleinen und nichtigen IS-Staats&ldquo;.<br>\nDie Realit&auml;t zeigt jedoch, wie unglaubw&uuml;rdig Abadis Aussagen sind. Die Niederlage und Vertreibung des IS aus Mossul bedeutet noch lange nicht das Ende des IS. Angesichts des politischen Tauziehens im Lande scheint es viel zu fr&uuml;h f&uuml;r Abadi, davon zu reden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/der-finale-sieg-ueber-den-is-in-mossul-noch-lange-nicht\/\">Justice Now!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>NSU-Prozess: Ein Pl&auml;doyer wird zur &ldquo;Kriegserkl&auml;rung&rdquo;<\/strong><br>\nDie Bundesanwaltschaft h&auml;lt gegen alle Fakten an ihrem Drei-T&auml;ter-Konstrukt fest<br>\nDie Bundesanwaltschaft hat sich entschieden: Sie duldet keine Einw&auml;nde und bleibt bei ihrem tendenzi&ouml;sen Kurs in Sachen NSU. An Tag drei ihres Pl&auml;doyers vor dem Oberlandesgericht M&uuml;nchen ging es um die zehn Morde und drei Sprengstoffanschl&auml;ge. Die Anklagebeh&ouml;rde versucht unbeirrt, ihre irrige Drei-T&auml;ter-Theorie durchzupowern &ndash; wider alle Erkenntnisse, die durch Ermittler, Untersuchungsaussch&uuml;sse, Anw&auml;lte, Journalisten und den Prozess selber erzielt wurden. Nicht nur unabh&auml;ngige Beobachter erkennen darin eine Art Kriegserkl&auml;rung der obersten Strafverfolgungsinstanz des Staates an ihre Kritiker. Auch in den Reihen der Nebenklage, sprich Anw&auml;lten der Opferfamilien, wird vom &ldquo;Krieg&rdquo; gesprochen, den die Beamten in den roten Roben f&uuml;hrten.<br>\nAlles auf die drei T&auml;ter Uwe B&ouml;hnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zsch&auml;pe zu reduzieren, hei&szlig;t, mutma&szlig;liche weitere T&auml;ter, Mitt&auml;ter oder Helfer zu sch&uuml;tzen &ndash; das kommt Rechtsbeugung und Strafvereitelung im Amt gleich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/NSU-Prozess-Ein-Plaedoyer-wird-zur-Kriegserklaerung-3786533.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steuert die EU auf eine neue Finanzkrise zu?<\/strong><br>\nRadiofeature zu Verbriefungen mit Fabio De Masi zum Nachh&ouml;ren auf SWR 2.<br>\nEin Lehrst&uuml;ck &uuml;ber Lobbyismus. Ein CDU-Abgeordneter und Finanzlobbyist (eines Lobbyforums dem die AfD Politikerin von Storch angeh&ouml;rt) sowie die EU-Kommission wollen die Fragen der Reporterin vorab sehen bzw. sagen unbequeme Interviews ab.<br>\nAuszug:<br>\nAm Ende werde es auf einen Konsens aller Kr&auml;fte minus der der Linken hinauslaufen, an die der Berichterstatter emphatisch als &bdquo;breite Mehrheit&ldquo; appelliere. Christdemokraten, Konservative, Liberale, Sozialdemokraten, Gr&uuml;ne ziehen alle am Strang der neoliberalen Alternativlosigkeit.<br>\nPressetext:<br>\nAlternative Finanzierungsquellen f&uuml;r kleine und mittlere Unternehmen verspricht die Europ&auml;ische Kommission. Ein Label f&uuml;r simple, transparente, standardisierte Verbriefungen soll geschaffen und so schnell wie m&ouml;glich europ&auml;isches Gesetz werden. Von den neuen Verbriefungen w&uuml;rden Unternehmen und auch B&uuml;rger in Form von billigeren Darlehen oder Krediten f&uuml;r Immobilien und Kreditkarten profitieren.<br>\nMan wird hellh&ouml;rig, denn verbriefte Hypothekendarlehen haben die Krise in den USA ausgel&ouml;st. Und man fragt sich, ob mit dem Ankurbeln des Verbriefungsmarktes statt kleinen und mittleren Unternehmen nicht blo&szlig; der krisengesch&uuml;ttelten Bankenindustrie auf die Beine geholfen werden soll und statt Wirtschaftswachstum nur neue Immobilien- und Finanzblasen produziert w&uuml;rden, mit den nur allzu bekannten Folgen vor allem f&uuml;r die B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1498.radiofeature-steuert-die-eu-auf-eine-neue-finanzkrise-zu.html\">Fabio De Masi<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Stupid Germans in D&uuml;sseldorf<\/strong><br>\nAls die Nachricht kam, ahnte noch niemand ihre Folgen. Am 30. Juli 2007, einem ungew&ouml;hnlich k&uuml;hlen Sommertag, gab die damals weithin unbekannte D&uuml;sseldorfer Industriekreditbank (IKB) eine sogenannte Ad-Hoc-Meldung heraus.<br>\nDer Inhalt las sich schwammig. Von einem Hauptaktion&auml;r war die Rede, der &ldquo;in Liquidit&auml;tslinien eintreten&rdquo; werde. Und von einem Vorstandschef, der &ldquo;im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat aus seinem Amt&rdquo; ausgeschieden sei. Heute wei&szlig; man: Es war der Tag, an dem die Finanzkrise nach Deutschland kam.<br>\nDie meisten Menschen verbinden den gro&szlig;en Crash eigentlich mit einem anderen Datum, n&auml;mlich mit dem 15. September 2008, dem Tag des Lehman-Bebens. Tats&auml;chlich war es aber schon in den Monaten zuvor wieder und wieder zu heftigsten Ersch&uuml;tterungen in der weltweiten Finanzbranche gekommen &ndash; genau genommen seit Anfang 2007. Da n&auml;mlich machten die ersten Nachrichten von einem mysteri&ouml;sen Preisverfall am US-Immobilienmarkt die Runde.<br>\nDas Ph&auml;nomen hatte bald einen Namen: Von der &ldquo;Subprime&rdquo;-Krise war jetzt &uuml;berall die Rede, in Anlehnung an einen Jargonbegriff f&uuml;r amerikanische H&auml;uslebauer mit minderer Bonit&auml;t. Zun&auml;chst glaubte man noch an ein lokales Problem. Doch dann tauchten die faulen Subprime-Kredite pl&ouml;tzlich &uuml;berall auf, in den Wertpapierbest&auml;nden zweier New Yorker Hedge-Fonds, in den B&uuml;chern der britischen Gro&szlig;bank HSBC, in einem Investmentfonds der franz&ouml;sischen BNP Paribas. Im Laufe des Sommer 2007 erfuhr das Publikum schlie&szlig;lich: Auch deutsche Banken sa&szlig;en auf Subprime-Papieren. Wobei &ndash; was hei&szlig;t eigentlich &ldquo;auch&rdquo;? Gerade die deutschen Banken! (&hellip;)<br>\nWie viel Geld das Bankendebakel die deutschen Steuerzahler letztlich gekostet hat, ist schwer zu beziffern. Das Rettungsfonds Soffin, den die Politik nach dem HRE-Crash aufsetzte, hatte ein unfassbares Volumen von 480 Milliarden Euro &ndash; fast doppelt so viel wie der damalige Bundeshauhalt. Allerdings wurde das Geld teilweise gar nicht erst abgerufen. Zudem handelte es sich wesentlich um sogenannte Garantien. Das hei&szlig;t: Die Banken besorgten sich das Geld, das sie ben&ouml;tigten, am Kapitalmarkt, allerdings b&uuml;rgte der Staat f&uuml;r etwaige Verluste. Die meisten dieser Garantien wurden im Laufe der Jahre wieder abgel&ouml;st. Der Bonner Finanzprofessor Martin Hellwig bezifferte die direkten Kosten f&uuml;r den deutschen Steuerzahler 2013 auf rund 70 Milliarden Euro. Eine Summe, die seitdem durch die HSH-Nordbank-Krise zwar noch ein St&uuml;ck gestiegen sein d&uuml;rfte, im Gro&szlig;en und Ganzen aber realistisch erscheint.<br>\nWichtig: Nicht alle Verluste kamen vom Subprime-Markt. Die Hypo Real Estate zum Beispiel verlor einen hohen einstelligen Milliardenbetrag mit griechischen Staatsanleihen. Bei der HSH (bef&uuml;rchteter Gesamtschaden: rund 20 Milliarden Euro) machen den gr&ouml;&szlig;ten Teil faule Schiffskredite aus. Und die mittlerweile abgewickelte WestLB (offizieller Gesamtschaden: 18 Milliarden Euro) war schon vor der Subprime-Krise eine durch und durch marode Bank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/finanzkrise-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant ist dazu der Roman &bdquo;The Big Short. Wie eine Handvoll Trader die Welt verzockte&ldquo; bzw. dessen Verfilmung &bdquo;The Big Short&ldquo;, in dem u.a. auf die Rolle deutscher (oder der Deutschen?) Banken hingewiesen wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Faule Kredite und ein hohes Risiko f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nDie Rettung der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena ist offiziell in Kraft getreten. Die Europ&auml;ische Kommission gab gr&uuml;nes Licht f&uuml;r die Staatshilfe, nachdem die &auml;lteste Bank der Welt einen Umbau des Gesch&auml;ftsmodells und den Abbau ihres Schuldenbergs zugesagt hatte. Die Rettung bleibt in Italien und der EU umstritten.<br>\nDer italienische Staat st&uuml;tzt das in Schieflage geratene Geldhaus aus der Toskana mit insgesamt 5,4 Mrd. Euro. Im Gegenzug &uuml;bernimmt der Staat 70% an Monte dei Paschi di Siena. Nach dem Scheitern einer f&uuml;nf Mrd. Euro schweren Kapitalerh&ouml;hung hatte das Geldhaus im Dezember 2016 beim italienischen Staat um Hilfe nachgesucht.<br>\nIm Zuge des jahrelangen schwachen Wirtschaftswachstums in Italien &auml;chzt nicht nur Monte Paschi unter einem Berg an faulen Krediten. Die Regierung hat zudem beschlossen, bis zu 17 Mrd. Euro f&uuml;r die Institute Veneto Banca und Banca Popolare di Vicenza bereitzustellen, die von der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) als nicht mehr &uuml;berlebensf&auml;hig eingestuft wurden. Die Vorg&auml;nge sind umstritten: Kritiker warfen der EU-Kommission und der Regierung in Rom vor, die neuen Regeln zur Abwicklung von Krisen-Banken missachtet zu haben, weil nun doch wieder Steuergeld zur Rettung genutzt werde.<br>\nDie geplante Konsolidierung des Bankensystems ist zweifellos ein wichtiger Schritt seitens der Politik in Rom, um zu einer nachhaltigen Verbesserung der Kapitalakkumulation zu kommen. Um die L&ouml;sung des Kernproblems weiter voranzutreiben, m&uuml;sste die italienische Regierung die Belastungen durch die gro&szlig;e Zahl notleidender Kredite reduzieren.<br>\nZugleich ist unbestritten, dass diese Sanierung des italienischen Banksystems nur im Rahmen der gemeinsamen europ&auml;ischen Regularien in der Euro-Zone erfolgen kann. Das Bankensystem vieler EU-Staaten ist durch den hohen Bestand von notleidenden Krediten gepr&auml;gt.<br>\nEine gemeinsame Anti-Krisenpolitik scheitert bislang an den politischen Differenzen unter den Mitgliedsl&auml;ndern. Die deutsche Bundesregierung sperrt sich massiv gegen jeden Ansatz einer gesamteurop&auml;ischen Beteiligung zur Sanierung des Bankensystems. Ein Aktionsplan soll Abhilfe schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/faule-kredite-und-ein-hohes-risiko-fuer-europa\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Leihkeule &ndash; unabh&auml;ngige Zeitung f&uuml;r Leiharbeiter<\/strong><br>\n&bdquo;&Uuml;ber 50.000 Sklavenh&auml;ndler verleihen inzwischen rund eine Million Arbeitskr&auml;fte, so viele, wie noch nie. Migranten steht auf dem Arbeitsmarkt fast nur der Niedriglohnsektor offen. Die Bundesregierung beschloss eine Ausnahmeregelung f&uuml;r Zugewanderte, um f&uuml;r sie den Mindestlohn unterschreiten zu k&ouml;nnen, wenn ein ausl&auml;ndischer Berufsabschluss nachqualifiziert wird.<br>\nDer Niedriglohnsektor ist ein geschlossener Arbeitsmarkt, in dem die Besch&auml;ftigten kaum eine Chance haben, jemals eine Anstellung mit besseren Bedingungen zu erhalten. Viele hangeln sich von einem miesen Job zum n&auml;chsten, gelegentlich unterbrochen von Arbeitslosigkeit, bis man in der n&auml;chsten trostlosen Klitsche wieder anf&auml;ngt.<br>\nEs gab noch nie so viel Arbeitnehmer&uuml;berlassung wie heute. Je mehr die DGB Gewerkschaften die Leiharbeit fairer gestalten und regulieren wollten, desto mehr breitete sich die Pest der Leiharbeit aus.<br>\nWir haben uns bisher ziemlich zur&uuml;ck gehalten mit der Kritik an dieser Gewerkschaftspolitik. Wir kennen recht sympathische gewerkschaftliche Initiativen f&uuml;r Leiharbeiter, wie auch viele aktive Gewerkschaftsmitglieder, die wir sch&auml;tzen. Doch sie sind ein Feigenblatt f&uuml;r die Gewerkschaften. Gewerkschaftspolitik, die wir erleben, ist eine Politik im Interesse der Wirtschaft.<br>\nDie IG Metall h&auml;tte einfach nichts zu tun brauchen und ein &bdquo;Equal Pay&rdquo;, also die gleiche Bezahlung von Leiharbeitern und der Stammbelegschaft, w&auml;re automatisch in Kraft getreten. Die IGM hat ohne Not einen neuen Tarifvertrag unterschrieben und uns damit in die Pfanne gehauen. Damit gibt es kein automatisches Equal Pay.<br>\nWir brauchen nicht alle Ausnahmeregelungen und Schweinereien in der &bdquo;Reform des Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetzes&rdquo; aufzulisten, denn es ist klar: Diese Reform nutzt der Wirtschaft und ist nicht in unserem Interesse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/43.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=61667&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=45d4ab4a78\">scharf-links<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Langzeitarbeitslose &ndash; gefangen auf der Schulbank<\/strong><br>\nSeminare und Trainings f&uuml;r Menschen ohne Job sind seit vielen Jahren ein wichtiger Gesch&auml;ftsbereich in der Bildungsindustrie. Obwohl die Zahl der Arbeitslosen gesunken ist, so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung einen Job haben und teilweise Fachkr&auml;ftemangel herrscht, gibt es immer noch etwa 900 000 Langzeitarbeitslose, die seit mindestens einem Jahr ohne Job sind. Hinzu kommen Hunderttausende, die ebenfalls seit Jahren auf Arbeitssuche sind, aber in der Statistik gerade nicht mitgez&auml;hlt werden, zum Beispiel, weil sie gerade einen F&ouml;rderkurs belegen. Rund um sie gibt es mehrere tausend Seminar-Anbieter, die von den Auftr&auml;gen der Jobcenter und Arbeitsagenturen leben und Erwerbslose so qualifizieren sollen, dass sie m&ouml;glichst den Sprung auf den regul&auml;ren ersten Arbeitsmarkt schaffen.<br>\nDer Markt ist riesig, Arbeitslosigkeit ist ein Milliardengesch&auml;ft. Doch jahrelang litten die F&ouml;rder- und Trainingskurse unter einem miserablen Ruf. Zu Recht? Wird immer noch Geld des Steuerzahlers und der Beitragszahler f&uuml;r unsinnige Schulungen verbrannt? (&hellip;)<br>\nDirk Kratz hat in einer Doktorarbeit untersucht, was Langzeitarbeitslosen wirklich hilft. Der Universit&auml;tsdozent und Leiter eines Therapieverbunds in Ludwigsm&uuml;hle in Rheinland-Pfalz, sagt, in den Jobcentern werde zu wenig auf vorhandene F&auml;higkeiten geachtet. Oft w&uuml;ssten Langzeitarbeitslose ziemlich genau, was sie tun m&ouml;chten, worauf sie hinarbeiten wollten, bek&auml;men aber die gew&uuml;nschte Weiterbildung nicht, weil ihnen die formalen Voraussetzungen fehlen, das Geld f&uuml;r das Wunschangebot nicht da ist oder ihr Betreuer das f&uuml;r nicht passend h&auml;lt.<br>\n&Auml;hnlich sieht es Stefan Sell, Professor f&uuml;r Sozialpolitik an der Hochschule Koblenz: Er kritisiert, dass Jobcenter noch zu viele Arbeitslose in kurzfristige Ma&szlig;nahmen steckten, ohne auf die Vorkenntnisse der Teilnehmer zu achten. &ldquo;Da dr&uuml;cken in einem Kurs &uuml;ber Online-Bewerbungen neben einem Akademiker Menschen die Schulbank, die kaum Deutsch k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nSell empfiehlt stattdessen nach der Devise vorzugehen: &ldquo;Weniger, aber mehr, das lohnt sich.&rdquo; Also statt Arbeitslose wom&ouml;glich noch gegen ihren Willen und mehrmals in vierw&ouml;chige oder zwei, drei Monate lange kurzfristige Ma&szlig;nahmen zu verschieben, lieber in langfristige Weiterbildungskurse zu investieren. Denn die steigern auf jeden Fall die Jobaussichten, vor allem, wenn sie in einem Betrieb stattfinden oder am Ende mit einem beruflichen Abschluss verbunden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/jobsuche-langzeitarbeitslose-gefangen-auf-der-schulbank-1.3607230\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Nicht Wenige nennen diesen Zweig der Bildungsindustrie nicht ganz zu unrecht &bdquo;Sozialindustrie&ldquo;. Die ALG-II-Gelder beziehenden Personen haben kaum eine Wahl und f&uuml;hlen sich meist implizit gezwungen, an den Ma&szlig;nahmen teilzunehmen, denn eine unbegr&uuml;ndete Ablehnung\/Nichtteilnahme kann mit Sanktionen verbunden sein. Vorteilhaft k&ouml;nnte hierbei ein (gewerkschaftlicher) Rechtsschutz sein.<\/em><br>\n<em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39175#h06\">766 Millionen Euro Umschichtung: Jobcenter stopfen L&ouml;cher im Verwaltungshaushalt mit F&ouml;rdergeldern<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jan Korte &uuml;ber Boris Palmer und Afghanistan<\/strong><br>\nF&uuml;r den Gr&uuml;nen Boris Palmer ist &rdquo;Brasilien so gef&auml;hrlich wie Afghanistan&rdquo;. Besser als anzuk&uuml;ndigen, sich k&uuml;nftig &ldquo;beim Thema Fl&uuml;chtlingspolitik zur&uuml;ckhalten zu wollen&rdquo;, w&auml;re es gewesen, kein Buch zu schreiben und einfach mal die Klappe zu halten. Fr&uuml;her h&auml;tte der eine oder die andere aus der Gr&uuml;nen-Spitze an solchen Positionen des &ldquo;Quartalsirren aus T&uuml;bingen&rdquo; &ouml;ffentlich Kritik ge&uuml;bt. Jetzt, wo er den Abschiebeminister rechts &uuml;berholt und allen Asylfeinden das Wort redet, bleibt es auffallend still. Wer noch leise Zweifel daran hatte, dass Union und Gr&uuml;ne in der Fl&uuml;chtlingspolitik auf einen Nenner kommen k&ouml;nnten, der wird durch Palmers Abschiebephantasien eines anderen belehrt. Ich w&uuml;nsche dem Kollegen Palmer viel Spa&szlig; bei seinem n&auml;chsten Urlaub in Afghanistan.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jankortemdb\/videos\/1529658680410448\/?hc_ref=ARTNgyUvv6ZOQMUIdEoGLWHvVY0kP6c31jAyG3X98vinIlg2e0rxhGuYJP5mKLaTMas&amp;pnref=story%20\">Jan Korte via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: Afghanistan so sicher wie Brasilien?<\/strong><br>\nBoris Palmer vertritt f&uuml;r einen Gr&uuml;nen-Politiker ungew&ouml;hnliche Thesen &ndash; bald auch in einem eigenen Buch. Vorher zieht er einen gewagten Vergleich.<br>\nDer T&uuml;binger Oberb&uuml;rgermeister und Gr&uuml;nenpolitiker Boris Palmer h&auml;lt Abschiebungen nach Afghanistan f&uuml;r vertretbar. &bdquo;Was Afghanistan angeht, gibt es eine gef&uuml;hlte Wahrnehmung von Unsicherheit, die vor allem durch Bilder von Anschl&auml;gen transportiert wird&ldquo;, sagte Palmer in einem Interview mit dem Magazin &bdquo;Spiegel&ldquo; &uuml;ber sein Buch zur Fl&uuml;chtlingskrise, das Anfang August  erscheint. Die Einsch&auml;tzung habe aber nichts mit der statistischen Wahrscheinlichkeit zu tun, &bdquo;dass jemandem tats&auml;chlich etwas zust&ouml;&szlig;t, der dorthin abgeschoben wird&ldquo;.<br>\nAls Vergleich zog er Brasilien heran: Dort w&uuml;rden Jahr f&uuml;r Jahr 50.000 Menschen umgebracht, das Land sei so gef&auml;hrlich wie Afghanistan. &bdquo;Trotzdem haben wir da eine Fu&szlig;ball-WM abgehalten, und niemand sagt, dass man nicht hinfliegen kann.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/boris-palmer-afghanistan-so-sicher-wie-brasilien-15127535.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingspolitik am Nullpunkt: die Orbanisierung Europas<\/strong><br>\nGibt es noch ein Tabu in der Europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingspolitik? Unterhalb vom &raquo;Schie&szlig;befehl&laquo; an den Grenzen oder der Forderung, Fl&uuml;chtlingsboote direkt im Mittelmeer zu versenken, scheint fast jeder Vorschlag diskussionsw&uuml;rdig.<br>\nDie wenigen Momente der Selbstkritik, etwa nach dem 360-fachen Tod vor Lampedusa im Oktober 2013, sind passe. Es gibt keine offizielle Schweigeminute mehr f&uuml;r ertrunkene Fluchtlinge. Stattdessen: Fl&uuml;chtlingsdeal mit Erdogan (Marz 2016), mit dem zerfallenen B&uuml;rgerkriegsland Libyen (Februar 2017), das EU-Abkommen mit Afghanistan (Oktober 2016), die Endlosdebatte &uuml;ber &raquo;Lager in Nordafrika&laquo;, &raquo;Migrationspartnerschaften&laquo; mit diktatorischen Regimen. Es droht die Orbanisierung Europas.<br>\nSeit Lampedusa starben &uuml;ber 13.000 Menschen im Mittelmeer. Ohne den unerm&uuml;dlichen Einsatz von zivilen Seenotrettungsorganisationen waren es noch viel mehr. Ihr Anteil an der Seenotrettung stieg von f&uuml;nf Prozent im Jahre 2015 auf 40 Prozent im Jahr 2016. Dieser Einsatz ist den Festungsbauern jedoch zunehmend ein Dorn im Auge. Osterreichs Au&szlig;enminister Kurz hetzt am 24. Marz 2017: &raquo;Der NGO-Wahnsinn muss beendet werden&laquo;. Die freiwilligen Seenotretter*innen w&uuml;rden sich zu Partnern der Schlepperbanden machen. Der Frontex-Chef Leggeri erhob &auml;hnliche Vorw&uuml;rfe. Derartige &Auml;u&szlig;erungen sind alarmierend, da die Hilfsorganisationen zudem die einzigen sind, die auf hoher See das Handeln der EU und ihrer &raquo;neuen Partner&laquo; zumindest ansatzweise &uuml;berwachen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/hintergrund\/fluechtlingspolitik-am-nullpunkt-die-orbanisierung-europas\/%20\">Pro Asyl<\/a>\n<p><strong>Dazu: Vom Aufnahmeland zum Abschiebeland: &raquo;Hau-Ab-Gesetz&laquo; tritt in Kraft<\/strong><br>\nDas sogenannte &raquo;Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht&laquo; tritt am 29.07. in Kraft. Im Vorfeld wurde das Vorhaben von in der Fl&uuml;chtlingsarbeit aktiven Verb&auml;nden und Organisationen scharf kritisiert. Ein Paket mit teils verfassungsbedenklichen Versch&auml;rfungen, mit denen Deutschland immer weiter vom Aufnahmeland zum Abschiebeland mutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/vom-aufnahmeland-zum-abschiebeland-hau-ab-gesetz-tritt-in-kraft\/\">Pro Asyl<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Railgun: US-Marine feuert f&uuml;rchterliche Waffe ab<\/strong><br>\nAls Railgun bezeichnet man eine Waffe, die mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen ein Projektil entlang zweier parallel laufender Schienen massiv beschleunigt. Vereinfacht gesagt ersetzt Strom hier die sonst &uuml;bliche Treibladung einer Rakete oder eines sonstigen Geschosses. (&hellip;)<br>\nDas Office of Naval Research (ONR) demonstriert die Wirkung einer electromagnetischen Railgun in diesem Video. Die Absch&uuml;sse fanden auf dem Gel&auml;nde des Marine-St&uuml;tzpunkts Naval Surface Warfare Center Dahlgren Division in Virginia statt. Die dort erprobte Railgun kann ihre Projektile laut US-Marine rund 185 Kilometer weit mit einer Geschwindigkeit von &uuml;ber sechsfacher Schallgeschwindigkeit (Mach 6) feuern. (&hellip;)<br>\nDer gro&szlig;e Vorteil solcher Railguns, die genauso wie Laserkanonen zu den Waffen der Zukunft gerechnet werden, sind die hohen M&uuml;ndungsgeschwindigkeiten, die die Geschosse damit erreichen &ndash; bis zu 35 km\/s sind damit offensichtlich m&ouml;glich. Das ist rund 17 Mal mehr als die normale M&uuml;ndungsgeschwindigkeit einer klassischen Rohrwaffe. Mit einer Railgun erreicht man also eine viel h&ouml;here kinetische Energie und damit viel mehr Zerst&ouml;rungskraft. Bei gleichzeitig deutlich geringeren Betriebskosten.<br>\nDie USA experimentierten in den 1980er Jahren mit Railguns im Rahmen des SDI-Programms zur Raketenabwehr von US-Pr&auml;sident Ronald Reagan. Bis heute haben Railguns aber Experimentalstatus, nirgends aus der Welt wird damit tats&auml;chlich gek&auml;mpft. Das will die US-Marine aber bald &auml;ndern. (&hellip;)<br>\nDie Railgun soll auf der USS Lyndon B. Johnson eine urspr&uuml;nglich vorgesehene 155mm-Kanone ersetzen, die Raketengeschosse abfeuert. Die Indienststellung des Zerst&ouml;rers ist f&uuml;r 2018 geplant.<br>\nDie USA wollen mit Hilfe von Railguns den Vorsprung ihrer konventionellen Schlagkraft gegen&uuml;ber Russland und der Volksrepublik China steigern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pcwelt.de\/news\/Railgun-US-Marine-ruestet-Zerstoerer-mit-fuerchterlicher-Waffe-aus-9931900.html%20\">PC-Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>G20<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>G20 hei&szlig;t auch: Gipfel der &Uuml;berwachung<\/strong><br>\nBeim G20-Gipfel nutzten Polizei und Verfassungsschutz ein gro&szlig;es Arsenal an &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen. Sie h&ouml;rten Gespr&auml;che mit, setzten IMSI-Catcher ein und f&uuml;hrten Funkzellenabfragen durch. Daneben las die Polizei Handys aus und fragte Daten bei Hostels ab. &Uuml;ber die Details schweigt sie, eine Kontrolle ist so kaum m&ouml;glich.<br>\nDer G20-Gipfel war auch ein Gipfel der &Uuml;berwachung. Hamburger Polizei und Bundespolizei tauschten Daten mit Verbindungsbeamten ausl&auml;ndischer Beh&ouml;rden aus, um an Informationen f&uuml;r Grenzkontrollen oder Personen&uuml;berpr&uuml;fungen zu gelangen. Der Hamburger Verfassungsschutz stellte schon im Vorfeld Daten &uuml;ber Sprecher linker Gruppen ins Netz. Informationen des Bundesverfassungsschutzes f&uuml;hrten dazu, dass Journalisten ihre Akkreditierungen entzogen wurde. In mindestens einem Fall aufgrund einer falschen Datenlage.<br>\nDoch auch technisch fuhren Polizei und der Hamburger Verfassungsschutz einiges auf. IMSI-Catcher, Funkzellenabfragen, Stille SMS, Telekommunikations&uuml;berwachung, Video&uuml;berwachung. In welchem Umfang, das will der Hamburger Senat auf Anfrage der Abgeordneten Christiane Schneider in den meisten F&auml;llen nicht beantworten. Das sagt er bereits vor der ersten Frage und f&uuml;gt immer wieder einen Verweis auf diese Generalentschuldigung ein.<br>\nZur H&auml;ufigkeit verdeckter Ma&szlig;nahmen m&uuml;ssten Akten h&auml;ndisch ausgewertet werden, das sei in der Antwortfrist einer parlamentarischen Anfrage nicht zu machen. Anderes lasse R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die Taktik der Polizei zu, auch dann k&ouml;nne man Details nicht offenlegen. Und einige Akten seien noch nicht bei der Staatsanwaltschaft erfasst, daher sei noch keine zuverl&auml;ssige Auswertung m&ouml;glich. Aus der Zust&auml;ndigkeit des Hamburger Senats ergibt sich au&szlig;erdem, dass die Antworten nur Aussagen &uuml;ber die Hamburger Polizei und den Landesverfassungsschutz enthalten k&ouml;nnen. Was Bundespolizei, Bundesverfassungsschutz und andere L&auml;nderbeh&ouml;rden an Technik nach Hamburg gebracht haben, kann man ihr nicht entnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/g20-heisst-auch-gipfel-der-ueberwachung\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><strong>Gummi gegen den kommenden Aufstand<\/strong><br>\nF&uuml;r den G20-Gipfel k&uuml;ndigte der Gesamteinsatzleiter Hartmut Dudde den Einsatz von &ldquo;allem, was Polizeien so besitzen&rdquo;, an. Bisher war nicht bekannt, dass hierzu auch Gummigeschosse geh&ouml;ren<br>\nMehrere Bundesl&auml;nder planten in den 80er Jahren die Anschaffung von Gummigeschossen f&uuml;r ihre Polizeien. Sie sollten den Beamten einen Vorteil bei den teilweise heftigen Auseinandersetzungen wie in Wackersdorf verschaffen. Entsprechende &Uuml;berlegungen existierten beispielsweise in Baden-W&uuml;rttemberg und in Bayern im damaligen Kabinett von Franz-Josef Strau&szlig;. Die Innenministerkonferenz hatten einem Bericht des Spiegel zufolge beim R&uuml;stungskonzern Messerschmitt-B&ouml;lkow-Blohm eine Studie zur Entwicklung eines polizeilichen &ldquo;Wirkwurfk&ouml;rpers&rdquo; bestellt. Als m&ouml;gliche Varianten galten gro&szlig;kaibrige Gummipatronen oder Gummischrot.<br>\nSchlie&szlig;lich entschied sich die Innenministerkonferenz jedoch, die neue Bewaffnung in Deutschland nicht einzuf&uuml;hren. Bef&uuml;rchtet wurde, dass die Streubreite der Munition zu gro&szlig; sei. Weder kann genau auf eine K&ouml;rperpartie gezielt werden, noch ist ausgeschlossen dass Unbeteiligte getroffen werden. &Auml;hnlich hatte sich damals auch das Europaparlament 1982 und 1984 in zwei Entschlie&szlig;ungen ge&auml;u&szlig;ert. In den meisten EU-Mitgliedstaaten werden seitdem keine Gummigeschosse eingesetzt, Ausnahmen bilden die Schweiz, Spanien und Nordirland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gummi-gegen-den-kommenden-Aufstand-3786292.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>G20: Ermittlungen gegen Polizisten nach Misshandlung<\/strong><br>\nNach einer Festsetzung eines Busses mit Demonstranten der Jugendorganisation &raquo;Die Falken&laquo; beim G20-Gipfel in Hamburg ermittelt nach Informationen der &raquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&laquo; nun die Staatsanwaltschaft gegen Polizeibeamte. Das habe ein Sprecher der Hamburger Polizei der Zeitung mitgeteilt, berichtete die FAS am Samstag.<br>\nDem Bericht zufolge waren die teilweise minderj&auml;hrigen Demonstranten, darunter auch Mitglieder der DGB-Gewerkschaftsjugend, der Gr&uuml;nen Jugend NRW und der Alevitischen Jugend NRW, Anfang Juli bei der Anfahrt zur Anti-G20-Gro&szlig;demonstration am Samstag in Hamburg &uuml;ber Stunden ohne n&auml;here Begr&uuml;ndung von der Polizei festgehalten und anschlie&szlig;end in die Gefangenensammelstelle nach Hamburg-Harburg gebracht worden. Die Demonstranten wurden dort vier Stunden festgehalten und schlecht behandelt, wie die Jugendorganisation &raquo;Die Falken&laquo; in einem Offenen Brief Mitte Juli berichtet.<br>\nObwohl die Anreise offiziell bei der Polizei angek&uuml;ndigt gewesen war, umstellten Polizeibeamte in Schutzausr&uuml;stung den Bus und k&uuml;ndigten eine Durchsuchung an, berichten die Falken. &raquo;In der GeSa angekommen wurden wir einzeln nacheinander heraus gebeten, und wurden durchsucht. Dabei war die Behandlung sehr unterschiedlich. Einige wurden neutral behandelt &ndash; andere wurden geschlagen, mit ihren H&auml;nden auf dem R&uuml;cken abgef&uuml;hrt oder ihnen wurden Handschellen angedroht. Einige der Jugendlichen mussten sich komplett nackt ausziehen (andere bis auf die Unterw&auml;sche) und wurden dann intensiv abgetastet&laquo;, hei&szlig;t es weiter in dem Offenen Brief.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1058967.g-ermittlungen-gegen-polizisten-nach-misshandlung.html\">neues deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Autorit&auml;re Tr&auml;ume in Tokio<\/strong><br>\nJapan: Regierung plant Verfassungsrevision. Individuelle Rechte gef&auml;hrdet<br>\nNicht nur in Venezuela wird derzeit um eine &Auml;nderung der Landesverfassung gerungen. In Japan plant die regierende &raquo;Liberaldemokratische Partei&laquo; (LDP) schon seit Jahren eine umfassende Revision der Konstitution. (&hellip;)<br>\nSchon 2012 hatte die LDP verk&uuml;ndet, die Verfassung enthalte &raquo;einige Bestimmungen, die auf der westlichen Theorie des Naturrechts beruhen. Wir glauben, dass diese Bestimmungen einer Revision unterzogen werden sollten&laquo;. In einem 2013 ver&ouml;ffentlichten Aufsatz dazu erkl&auml;rte Lawrence Repeta, Professor an der juristischen Fakult&auml;t der Meiji-Universit&auml;t in Tokio: &raquo;Laut der LDP sind Menschenrechte nicht universell. Wie sich in den &Auml;nderungsvorschl&auml;gen zeigt, verneint ihre Sicht auf die &rsaquo;Geschichte, Kultur und Tradition Japans&lsaquo; den Vorrang individueller Rechte, und ersetzt sie durch die Pflichten des B&uuml;rgers gegen&uuml;ber dem Staat&laquo;. Die Partei plane die Schaffung neuer &raquo;Verfassungspflichten&laquo;. Unter anderem sollten den B&uuml;rgern der Respekt vor der Nationalflagge und der Hymne des Landes verordnet werden.<br>\nDie LDP unterst&uuml;tzt bedingungslos die US-Kriegspolitik in Ostasien und lehnt im selben Atemzug die von den USA aufgezwungenen demokratischen Mindeststandards ab. Der Verfassungsartikel 9, der Japan eine Friedenspflicht auferlegt und dem Land das Unterhalten einer regul&auml;ren Armee verbietet, ist der politischen Rechten ebenfalls ein Dorn im Auge. Zwar hatte die Regierung schon 2015 eine neue Interpretation von Artikel 9 beschlossen. Seither ist es der Armee erlaubt, &raquo;befreundete Staaten&laquo; mit Auslandseins&auml;tzen zu unterst&uuml;tzen. In den vergangenen Wochen berichteten japanische Medien jedoch &uuml;ber Regierungspl&auml;ne, den Artikel zwar nicht abzuschaffen, aber durch eine interpretierende Erkl&auml;rung zu erg&auml;nzen. In dieser solle unter anderem die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der &raquo;Selbstverteidigungskr&auml;fte (SDF)&laquo; &ndash; so der euphemistische Name f&uuml;r die japanische Armee, die zu den am besten ausger&uuml;steten Heeren der Welt z&auml;hlt &ndash; festgehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/315348.autorit%C3%A4re-tr%C3%A4ume-in-tokio.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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